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2026-10-01T22:00:00.000Z
Heise - Content
Telepolis
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urn:bid:5174858
2026-10-01T22:00:00.000Z
Erst Sozialproteste, jetzt Friedensdemos: Beide Bewegungen eint mehr, als es scheint. Ralf Krämer erklärt, warum. Ein Gespräch über Krieg, Krise und Kapital.</p>
<p>Nach dem Protest ist davor: am Wochenende folgen in Berlin wie Stuttgart große Friedensdemonstrationen – diese wollen explizit an den <a href="https://www.telepolis.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html" rel="external noopener" target="_blank">DGB-Sozialaktionstag</a> anschließen.</p>
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<p>Darüber sprach Telepolis mit <a href="https://www.ralfkraemer.de/vita/" rel="external noopener" target="_blank">Ralf Krämer</a>. Der Sozialwissenschaftler und war über zwei Jahrzehnte Gewerkschaftssekretär in der ver.di-Bundesverwaltung im Bereich Wirtschaftspolitik. Er ist aktiv in der Initiative "<a href="https://nie-wieder-krieg.org/" rel="external noopener" target="_blank">Nie wieder Krieg</a>" sowie im Aktionsbündnis für die Friedensdemonstrationen am 3. Oktober.</p>
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<h3 class="subheading">Aufrüsten nach dem Motto "koste es, was es wolle"</h3>
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<figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Unser Gesprächspartner Rolf Krämer</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Privat)
</span>
</figcaption>
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<p>▶ Deutschland sieht sich gleichzeitig mit Aufrüstung, Krise und Sozialkürzungen konfrontiert. Ist das noch eine normale Verteilungskrise – oder eine grundlegende Verschiebung?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Die Politik der Hochrüstung und die Demontage sozialer Errungenschaften sind zwei Seiten derselben Medaille. Während Bundeskanzler Merz einerseits behauptet, unser Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar, will er andererseits aufrüsten, koste es was es wolle. Hochrüstung ist die absolute Priorität dieser Bundesregierung.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Laut Finanzplan sollen die Militärausgaben bis 2030 auf über 200 Mrd. Euro steigen. Das schließt Ukraine-Militärhilfen ein. Das fällt alles unter die "Bereichsausnahme" der Schuldenbremse und kann unbeschränkt kreditfinanziert werden. Die Zinsausgaben steigen von 30 Mrd. (2026) auf über 80 Mrd. Euro (2030). Schon 2029 wird das Nato-Ziel von 3,5 Prozent des BIP erreicht.</p>
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<p class="indent rte__abs--indent">Das Fünf-Prozent-Ziel schließt militärisch nutzbarer Infrastruktur ein. Deutschland gäbe dann mehr für Militärzwecke aus als Bund, Länder und Gemeinden zusammen für Bildung. Alle anderen Ausgabenbereiche werden zurückgefahren: Gesundheit, Familien und Bildung, Verkehr und Entwicklungshilfe sinken. In allen Sozialbereichen sind heftige Kürzungen geplant. Auch die Investitionen gehen nach 2026 preisbereinigt und anteilig am BIP zurück.</p>
<p>▶ Ein Sicherheits- oder ein Verteilungsproblem?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Das Sicherheitsproblem ist diese Bundesregierung: Sie finanziert und beteiligt sich daran, dass die Ukraine Drohnenangriffe auf zivile Ziele tief in Russland ausführt. Zugleich verbreitet sie Hysterie über angebliche russische Drohnenangriffe, für die sie keine Beweise liefert. Das dient nur dazu, Bedrohungsgefühle und Unterstützung für die Aufrüstung herbeizuführen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Es ist eine Propagandaerzählung, dass Russland die Nato angreifen wolle. Dafür bräuchte es etwa dreifache Überlegenheit. Die Nato ist schon jetzt weit überlegen, selbst ohne die USA: mehr Soldaten, größere Wirtschaftskraft, höher entwickelte Technologie, ein Vielfaches an Militärausgaben. Nato-Generalsekretär Rutte <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sqOcgRIubfA" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> vor rund 11 Monaten selbst: "Unser Militär ist der russischen Armee unendlich überlegen."</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5092969" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11314791"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Studie-Europas-Militaerpotenzial-deutlich-hoeher-als-oft-dargestellt-11314791.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5843" height="3283" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/2/9/6/9/shutterstock_2697088483-e7293ab738089550.jpeg" alt="Panzer in einer reihe" style="aspect-ratio:5843 / 3283"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5843" height="3283" alt="Panzer in einer reihe" style="aspect-ratio:5843 / 3283;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Studie: Europas Militärpotenzial deutlich höher als oft dargestellt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p class="indent rte__abs--indent">Ein Verteilungsproblem haben wir tatsächlich: Viele Menschen können sich ihr Leben kaum noch leisten, aber die Reichen werden reicher. Der Sozialstaat steht unter Druck durch schwache Wirtschaftsentwicklung, Alterung und ineffiziente Strukturen wie das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Die Kapitalseite fordert längere Arbeitszeiten und Abbau von Mitbestimmungsrechten.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die Hochrüstung verschärft das: für Soziales, Bildung und Gesundheit bleibt immer weniger Geld übrig, Steuersenkungen gibt es nur auf Unternehmensgewinne. Das ist Klassenkampf von oben, der das Land auf Kriegstüchtigkeit trimmen soll!</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Geopolitisch geht es um die Stärkung des deutschen Kapitalismus gegen die Brics-Staaten, auch um mehr Eigenständigkeit gegenüber den USA, denen man sich aber weiter unterordnet.</p>
<h3 class="subheading">"Butter statt Kanonen!"</h3>
<p>▶ Die Bundesregierung stellt Aufrüstung hingegen als Jobmotor dar. Existiert eine Alternative?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Für viele Beschäftigte und selbst Gewerkschaften ist die Rüstungsindustrie attraktiv, Jobs mit guten Löhnen locken, während anderswo Arbeitsplätze abgebaut werden. Doch jeder Arbeitsplatz in einem Rüstungsbetrieb beruht auf öffentlichen Ausgaben.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Mit gleich hohen Ausgaben für sinnvolle zivile Investitionen könnten nicht nur die gesellschaftlichen Lebensbedingungen verbessert werden, sondern auch weit mehr Arbeitsplätze und höheres Einkommen generiert werden, nachhaltigere Wachstumswirkungen ließen den Schuldenstand sinken und könnten die Gesellschaft zugleich umweltverträglicher machen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5173209" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11469216"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/3/2/0/9/csm_hart-verdient-protest-dgb-essen-10_cfff873827-8e0e000dcff93510.jpeg" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1920" height="1079" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">DGB-Protest: 175.000 auf der Straße – doch ein Thema wollte niemand ansprechen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p class="indent rte__abs--indent">Die Alternative sind also Zukunftsinvestitionen und Sozial- statt Rüstungsstaat und Verhandlungen um eine friedliche Lösung in der Ukraine, ein Aus der EU-Sanktionspolitik, Druck für ein Ende des von Deutschland faktisch mitgetragenen völkerrechtswidrigen Kriegs gegen den Iran, Zusammenarbeit mit China in beiderseitigem Interesse statt dem von US-Präsident Trump betriebenen Zollkrieg.</p>
<p>▶ Dies spiegelten die Forderungen des gewerkschaftlichen Aktionstages am vergangenen Wochenende kaum wider: Was hätte die Parole sein müssen?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Parolen wie "Butter statt Kanonen!" wären super gewesen. Sie standen nicht auf den offiziellen Transparenten, friedensbewegte Kollegen brachten sie aber ein. In einigen Reden kam es vor, nicht aber in den Hauptreden.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Insgesamt ist die Entwicklung widersprüchlich: Der DGB-Bundeskongress beschloss "<a href="https://www.dgb.de/veranstaltungen/veranstaltung/antikriegstag-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Friedensfähig statt kriegstüchtig</a>", der Iran-Krieg wird als völkerrechtswidrig bezeichnet, neue Mittelstreckenwaffen abgelehnt, das Fünf-Prozent-Ziel in Frage gestellt.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Doch eine klare Gegenposition zur Hochrüstungspolitik fehlt, und im <a href="https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/" rel="external noopener" target="_blank">Aufruf zum 26. September</a> wurde das Thema ausgeblendet. Eine Mehrheit in Mitglied- und Funktionärsschaft trägt Ukraine-Unterstützung und Aufrüstung grundsätzlich mit. Die Gewerkschaften bremsen hier keinen großen Protestwillen, nehmen aber ihre Aufgabe nicht wahr, ihn aufzubauen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Noch nicht erkannt wird, dass die Militarisierung den Sozialstaat umfassend angreift, Arbeitnehmerrechte abgebaut werden. Bedroht sind letztlich, im "Spannungsfall", Tarifautonomie, Streikrecht, freie Gewerkschaften und die Demokratie. Einen Vorgeschmack geben die skandalösen EU-Sanktionen gegen Autoren wie <a href="https://www.telepolis.de/article/Obdachlos-dank-EU-Sanktionen-Wie-die-Pressefreiheit-ausgehoehlt-wird-11247098.html" rel="external noopener" target="_blank">Hüseyin Doğru</a>, denen quasi Wehrkraftzersetzung vorgeworfen wird.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5058436" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11247098"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Obdachlos-dank-EU-Sanktionen-Wie-die-Pressefreiheit-ausgehoehlt-wird-11247098.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2439" height="1371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/8/4/3/6/shutterstock_2605448263-76eb3411f33c1370.jpeg" alt="Mikrofone auf weißem Grund" style="aspect-ratio:2439 / 1371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2439" height="1371" alt="Mikrofone auf weißem Grund" style="aspect-ratio:2439 / 1371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Obdachlos dank EU-Sanktionen? Wie die Pressefreiheit ausgehöhlt wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>▶ Gewerkschaften haben mit Streiks ein Machtmittel, das kaum eine andere Organisation besitzt. Warum setzen sie es bislang so zurückhaltend ein?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Gewerkschaften leben immer noch von der Konfrontation, allerdings der gegen Zumutungen der Arbeitgeberseite. Politisch setzen die deutschen Gewerkschaften hauptsächlich auf Lobbyarbeit und ihren Einfluss in den regierenden Parteien, um bei den einzelnen Gesetzen Arbeitnehmerinteressen einzubringen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Große gemeinsame Mobilisierungen bleiben die Ausnahme, politische Streiks sind tabu. Auch anderswo sind Generalstreiks meist nur Demonstrationstage in der Arbeitszeit, über die sich Regierende dort genauso hinwegsetzen wie Berlin hierzulande. Erfolgreiche Streiks aber setzen aber vor allem voraus, dass die Beschäftigten geschlossen hinter den Forderungen stehen. Das erforderte breite Aufklärung und Diskussion, die es bei politischen Themen, besonders der Friedensfrage, bisher nicht gibt.</p>
<p>▶ Müsste der 3. Oktober demnach nicht die Fortsetzung des September sein: Warum Sozialabbau hinnehmen, während zugleich Milliarden in die Aufrüstung fließen?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Die Demonstrationen in Berlin und Stuttgart stehen unter dem Titel "Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg! Für Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit!". Für friedensbewegte Gewerkschafter ist es logisch, diesen Zusammenhang in den Mittelpunkt zu stellen. Butter und Kanonen zugleich wird es nicht geben.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die Gewerkschaften sind von zentraler Bedeutung und müssen eine aktive Kraft der Friedensbewegung werden; auch Sozialverbände und Umweltbewegung müssen dabei sein, die Kirchen müssten sich besinnen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Bisher haben viele die Gefährlichkeit der Lage nicht erkannt, die Kriegspropaganda wirkt, und die Führungen scheuen den Konflikt mit den Regierungsparteien. Wir müssen unsere Aufklärungs- und Mobilisierungsarbeit daher verstärken.</p>
<p><em>Das Gespräch führte Luca Schäfer.</em></p>
Erst Sozialproteste, jetzt Friedensdemos: Beide Bewegungen eint mehr, als es scheint. Ralf Krämer erklärt, warum. Ein Gespräch über Krieg, Krise und Kapital.</p>
<p>Nach dem Protest ist davor: am Wochenende folgen in Berlin wie Stuttgart große Friedensdemonstrationen – diese wollen explizit an den <a href="https://www.telepolis.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html" rel="external noopener" target="_blank">DGB-Sozialaktionstag</a> anschließen.</p>
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<p>Darüber sprach Telepolis mit <a href="https://www.ralfkraemer.de/vita/" rel="external noopener" target="_blank">Ralf Krämer</a>. Der Sozialwissenschaftler und war über zwei Jahrzehnte Gewerkschaftssekretär in der ver.di-Bundesverwaltung im Bereich Wirtschaftspolitik. Er ist aktiv in der Initiative "<a href="https://nie-wieder-krieg.org/" rel="external noopener" target="_blank">Nie wieder Krieg</a>" sowie im Aktionsbündnis für die Friedensdemonstrationen am 3. Oktober.</p>
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<h3 class="subheading">Aufrüsten nach dem Motto "koste es, was es wolle"</h3>
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<img alt="Rolf Krämer" height="256" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 206 / 256; object-fit: cover;" width="206">
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<figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Unser Gesprächspartner Rolf Krämer</div>
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(Bild: Privat)
</span>
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<p>▶ Deutschland sieht sich gleichzeitig mit Aufrüstung, Krise und Sozialkürzungen konfrontiert. Ist das noch eine normale Verteilungskrise – oder eine grundlegende Verschiebung?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Die Politik der Hochrüstung und die Demontage sozialer Errungenschaften sind zwei Seiten derselben Medaille. Während Bundeskanzler Merz einerseits behauptet, unser Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar, will er andererseits aufrüsten, koste es was es wolle. Hochrüstung ist die absolute Priorität dieser Bundesregierung.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Laut Finanzplan sollen die Militärausgaben bis 2030 auf über 200 Mrd. Euro steigen. Das schließt Ukraine-Militärhilfen ein. Das fällt alles unter die "Bereichsausnahme" der Schuldenbremse und kann unbeschränkt kreditfinanziert werden. Die Zinsausgaben steigen von 30 Mrd. (2026) auf über 80 Mrd. Euro (2030). Schon 2029 wird das Nato-Ziel von 3,5 Prozent des BIP erreicht.</p>
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<p class="indent rte__abs--indent">Das Fünf-Prozent-Ziel schließt militärisch nutzbarer Infrastruktur ein. Deutschland gäbe dann mehr für Militärzwecke aus als Bund, Länder und Gemeinden zusammen für Bildung. Alle anderen Ausgabenbereiche werden zurückgefahren: Gesundheit, Familien und Bildung, Verkehr und Entwicklungshilfe sinken. In allen Sozialbereichen sind heftige Kürzungen geplant. Auch die Investitionen gehen nach 2026 preisbereinigt und anteilig am BIP zurück.</p>
<p>▶ Ein Sicherheits- oder ein Verteilungsproblem?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Das Sicherheitsproblem ist diese Bundesregierung: Sie finanziert und beteiligt sich daran, dass die Ukraine Drohnenangriffe auf zivile Ziele tief in Russland ausführt. Zugleich verbreitet sie Hysterie über angebliche russische Drohnenangriffe, für die sie keine Beweise liefert. Das dient nur dazu, Bedrohungsgefühle und Unterstützung für die Aufrüstung herbeizuführen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Es ist eine Propagandaerzählung, dass Russland die Nato angreifen wolle. Dafür bräuchte es etwa dreifache Überlegenheit. Die Nato ist schon jetzt weit überlegen, selbst ohne die USA: mehr Soldaten, größere Wirtschaftskraft, höher entwickelte Technologie, ein Vielfaches an Militärausgaben. Nato-Generalsekretär Rutte <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sqOcgRIubfA" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> vor rund 11 Monaten selbst: "Unser Militär ist der russischen Armee unendlich überlegen."</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5092969" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11314791"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Studie-Europas-Militaerpotenzial-deutlich-hoeher-als-oft-dargestellt-11314791.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5843" height="3283" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/2/9/6/9/shutterstock_2697088483-e7293ab738089550.jpeg" alt="Panzer in einer reihe" style="aspect-ratio:5843 / 3283"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5843" height="3283" alt="Panzer in einer reihe" style="aspect-ratio:5843 / 3283;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Studie: Europas Militärpotenzial deutlich höher als oft dargestellt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p class="indent rte__abs--indent">Ein Verteilungsproblem haben wir tatsächlich: Viele Menschen können sich ihr Leben kaum noch leisten, aber die Reichen werden reicher. Der Sozialstaat steht unter Druck durch schwache Wirtschaftsentwicklung, Alterung und ineffiziente Strukturen wie das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Die Kapitalseite fordert längere Arbeitszeiten und Abbau von Mitbestimmungsrechten.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die Hochrüstung verschärft das: für Soziales, Bildung und Gesundheit bleibt immer weniger Geld übrig, Steuersenkungen gibt es nur auf Unternehmensgewinne. Das ist Klassenkampf von oben, der das Land auf Kriegstüchtigkeit trimmen soll!</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Geopolitisch geht es um die Stärkung des deutschen Kapitalismus gegen die Brics-Staaten, auch um mehr Eigenständigkeit gegenüber den USA, denen man sich aber weiter unterordnet.</p>
<h3 class="subheading">"Butter statt Kanonen!"</h3>
<p>▶ Die Bundesregierung stellt Aufrüstung hingegen als Jobmotor dar. Existiert eine Alternative?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Für viele Beschäftigte und selbst Gewerkschaften ist die Rüstungsindustrie attraktiv, Jobs mit guten Löhnen locken, während anderswo Arbeitsplätze abgebaut werden. Doch jeder Arbeitsplatz in einem Rüstungsbetrieb beruht auf öffentlichen Ausgaben.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Mit gleich hohen Ausgaben für sinnvolle zivile Investitionen könnten nicht nur die gesellschaftlichen Lebensbedingungen verbessert werden, sondern auch weit mehr Arbeitsplätze und höheres Einkommen generiert werden, nachhaltigere Wachstumswirkungen ließen den Schuldenstand sinken und könnten die Gesellschaft zugleich umweltverträglicher machen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5173209" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11469216"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/3/2/0/9/csm_hart-verdient-protest-dgb-essen-10_cfff873827-8e0e000dcff93510.jpeg" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1920" height="1079" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">DGB-Protest: 175.000 auf der Straße – doch ein Thema wollte niemand ansprechen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p class="indent rte__abs--indent">Die Alternative sind also Zukunftsinvestitionen und Sozial- statt Rüstungsstaat und Verhandlungen um eine friedliche Lösung in der Ukraine, ein Aus der EU-Sanktionspolitik, Druck für ein Ende des von Deutschland faktisch mitgetragenen völkerrechtswidrigen Kriegs gegen den Iran, Zusammenarbeit mit China in beiderseitigem Interesse statt dem von US-Präsident Trump betriebenen Zollkrieg.</p>
<p>▶ Dies spiegelten die Forderungen des gewerkschaftlichen Aktionstages am vergangenen Wochenende kaum wider: Was hätte die Parole sein müssen?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Parolen wie "Butter statt Kanonen!" wären super gewesen. Sie standen nicht auf den offiziellen Transparenten, friedensbewegte Kollegen brachten sie aber ein. In einigen Reden kam es vor, nicht aber in den Hauptreden.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Insgesamt ist die Entwicklung widersprüchlich: Der DGB-Bundeskongress beschloss "<a href="https://www.dgb.de/veranstaltungen/veranstaltung/antikriegstag-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Friedensfähig statt kriegstüchtig</a>", der Iran-Krieg wird als völkerrechtswidrig bezeichnet, neue Mittelstreckenwaffen abgelehnt, das Fünf-Prozent-Ziel in Frage gestellt.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Doch eine klare Gegenposition zur Hochrüstungspolitik fehlt, und im <a href="https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/" rel="external noopener" target="_blank">Aufruf zum 26. September</a> wurde das Thema ausgeblendet. Eine Mehrheit in Mitglied- und Funktionärsschaft trägt Ukraine-Unterstützung und Aufrüstung grundsätzlich mit. Die Gewerkschaften bremsen hier keinen großen Protestwillen, nehmen aber ihre Aufgabe nicht wahr, ihn aufzubauen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Noch nicht erkannt wird, dass die Militarisierung den Sozialstaat umfassend angreift, Arbeitnehmerrechte abgebaut werden. Bedroht sind letztlich, im "Spannungsfall", Tarifautonomie, Streikrecht, freie Gewerkschaften und die Demokratie. Einen Vorgeschmack geben die skandalösen EU-Sanktionen gegen Autoren wie <a href="https://www.telepolis.de/article/Obdachlos-dank-EU-Sanktionen-Wie-die-Pressefreiheit-ausgehoehlt-wird-11247098.html" rel="external noopener" target="_blank">Hüseyin Doğru</a>, denen quasi Wehrkraftzersetzung vorgeworfen wird.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5058436" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11247098"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Obdachlos-dank-EU-Sanktionen-Wie-die-Pressefreiheit-ausgehoehlt-wird-11247098.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2439" height="1371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/8/4/3/6/shutterstock_2605448263-76eb3411f33c1370.jpeg" alt="Mikrofone auf weißem Grund" style="aspect-ratio:2439 / 1371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2439" height="1371" alt="Mikrofone auf weißem Grund" style="aspect-ratio:2439 / 1371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Obdachlos dank EU-Sanktionen? Wie die Pressefreiheit ausgehöhlt wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>▶ Gewerkschaften haben mit Streiks ein Machtmittel, das kaum eine andere Organisation besitzt. Warum setzen sie es bislang so zurückhaltend ein?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Gewerkschaften leben immer noch von der Konfrontation, allerdings der gegen Zumutungen der Arbeitgeberseite. Politisch setzen die deutschen Gewerkschaften hauptsächlich auf Lobbyarbeit und ihren Einfluss in den regierenden Parteien, um bei den einzelnen Gesetzen Arbeitnehmerinteressen einzubringen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Große gemeinsame Mobilisierungen bleiben die Ausnahme, politische Streiks sind tabu. Auch anderswo sind Generalstreiks meist nur Demonstrationstage in der Arbeitszeit, über die sich Regierende dort genauso hinwegsetzen wie Berlin hierzulande. Erfolgreiche Streiks aber setzen aber vor allem voraus, dass die Beschäftigten geschlossen hinter den Forderungen stehen. Das erforderte breite Aufklärung und Diskussion, die es bei politischen Themen, besonders der Friedensfrage, bisher nicht gibt.</p>
<p>▶ Müsste der 3. Oktober demnach nicht die Fortsetzung des September sein: Warum Sozialabbau hinnehmen, während zugleich Milliarden in die Aufrüstung fließen?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Krämer: </strong>Die Demonstrationen in Berlin und Stuttgart stehen unter dem Titel "Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg! Für Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit!". Für friedensbewegte Gewerkschafter ist es logisch, diesen Zusammenhang in den Mittelpunkt zu stellen. Butter und Kanonen zugleich wird es nicht geben.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die Gewerkschaften sind von zentraler Bedeutung und müssen eine aktive Kraft der Friedensbewegung werden; auch Sozialverbände und Umweltbewegung müssen dabei sein, die Kirchen müssten sich besinnen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Bisher haben viele die Gefährlichkeit der Lage nicht erkannt, die Kriegspropaganda wirkt, und die Führungen scheuen den Konflikt mit den Regierungsparteien. Wir müssen unsere Aufklärungs- und Mobilisierungsarbeit daher verstärken.</p>
<p><em>Das Gespräch führte Luca Schäfer.</em></p>
2026-10-01T22:00:00.000Z
urn:bid:5175334
2026-10-01T17:21:00.000Z
Zwei von drei Ausreisepflichtigen bleiben bislang in der EU. Die neuen Regeln bringen Sanktionen, längere Haft und eine Rechtsgrundlage für Return Hubs.</p>
<p>Zwei von drei Menschen, die die EU verlassen müssen, bleiben trotzdem. Diese Bilanz wollen die EU-Innenminister nicht länger hinnehmen: Am 1. Oktober hat der Rat der EU in Luxemburg ein neues Rückführungsgesetz endgültig verabschiedet.</p>
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<p>Es verschärft die Pflichten für alle, die ausreisen müssen, und schafft erstmals eine Rechtsgrundlage für Abschiebezentren außerhalb der EU. Was diesmal anders ist: Das Gesetz schreibt konkrete Sanktionen fest, setzt auf ein einheitliches europäisches Verfahren und fünf Staaten haben sich bereits auf einen gemeinsamen Umsetzungsfahrplan geeinigt, samt Zieldatum.</p>
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<p>Wie der <a href="https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/10/01/council-adopts-new-rules-on-return-for-those-with-no-right-to-stay-in-the-eu/" rel="external noopener" target="_blank">Rat der EU in seiner Mitteilung</a> erklärt, sollen Rückführungen damit schneller gelingen. Nicht-EU-Bürger ohne Aufenthaltsrecht müssen künftig aktiv mit den Behörden zusammenarbeiten. Wer nicht kooperiert, riskiert je nach nationalem Recht gekürzte Leistungen, den Verlust von Rückkehrprämien, Bußgelder oder ein Strafverfahren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Härtere Regeln für Ausreisepflichtige</strong></h3>
<p>Neu ist eine europäische Rückführungsanordnung: ein einheitliches Formular, das die Kerndaten einer Abschiebeentscheidung festhält. So können andere Mitgliedstaaten die Entscheidung anerkennen, vorerst freiwillig. Nach drei Jahren zieht die EU-Kommission Bilanz; dann kann sie eine verbindliche Anerkennung vorschlagen.</p>
<p>Auch bei der Haft ziehen die Regeln an. Bei Fluchtgefahr oder fehlender Kooperation dürfen Behörden Ausreisepflichtige bis zu 24 Monate festhalten, in Ausnahmefällen um bis zu sechs weitere Monate. Wer als Sicherheitsrisiko gilt, kann länger in Haft bleiben und ein unbefristetes Einreiseverbot erhalten, sofern das verhältnismäßig und begründet ist.</p>
<h5><strong>Return Hubs: Abschiebezentren mit Auflagen</strong></h5>
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<p>Der Kern der Reform: Mitgliedstaaten dürfen Menschen mit Rückführungsentscheidung in Zentren außerhalb der EU bringen, sogenannte Return Hubs.</p>
<p>Bedingung ist ein Abkommen mit dem jeweiligen Drittstaat. Dieser muss Menschenrechte und Völkerrecht achten, vor allem das Gebot der Nichtzurückweisung. Es verbietet, Menschen in ein Land zu schicken, in dem ihnen Verfolgung droht. Unbegleitete Minderjährige werden nicht zurückgeschickt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161866" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11446898"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Abschiebung-nach-Ruanda-Dobrindt-will-Abkommen-noch-2026-11446898.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4525" height="2543" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/8/6/6/shutterstock_2635455421-ea71ec3a939928af.jpeg" alt="Flugzeug steigt auf hinter einem Zaun mit Stacheldraht." style="aspect-ratio:4525 / 2543"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4525" height="2543" alt="Flugzeug steigt auf hinter einem Zaun mit Stacheldraht." style="aspect-ratio:4525 / 2543;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Abschiebung nach Ruanda: Dobrindt will Abkommen noch 2026</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h5><strong>Die Koalition der Umsetzer</strong></h5>
<p>Fünf Staaten wollen das Modell zügig nutzen. Deutschland, Österreich, Dänemark, die Niederlande und Griechenland einigten sich am 4. September in Kopenhagen auf gemeinsame Leitprinzipien, wie das <a href="https://uim.dk/nyhedsarkiv/2026/september/efter-afgoerende-moede-fem-lande-intensiverer-nu-dialogen-med-partnerlande-om-udrejsecentre/" rel="external noopener" target="_blank">dänische Integrationsministerium</a> und das <a href="https://www.bmi.gv.at/newsa578.html?id=70683475515135775348383d" rel="external noopener" target="_blank">österreichische Innenministerium</a> mitteilten.</p>
<p>Die drei Prinzipien:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>Das Modell soll irreguläre Migration messbar reduzieren und das Geschäftsmodell der Schleuser zerschlagen;</li><li>es soll in vollem Einklang mit EU- und Völkerrecht umgesetzt werden und</li><li>es soll auf gleichberechtigten, für beide Seiten vorteilhaften Partnerschaften mit Drittstaaten beruhen.</li></ul>
<h5><strong>Vorab-Missionen statt blinder Verträge</strong></h5>
<p>Bevor konkrete Verhandlungen beginnen, schickt die Kerngruppe Missionen in mögliche Partnerländer. Diese sollen prüfen, ob die Standards vor Ort den Leitprinzipien entsprechen und ob eine tragfähige Partnerschaft möglich ist. Erst danach folgen Verträge.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Zeitplan: Jahresende als Zieldatum</strong></h3>
<p>Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und sein österreichischer Kollege Gerhard Karner wollen bis Jahresende mindestens ein Partnerland fixieren. "Das ist ein dickes Brett, was es zu bohren gilt", <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-abschiebezentren-drittstaaten-100.html" rel="external noopener" target="_blank">sagte Dobrindt</a> vor dem Treffen in Luxemburg.</p>
<p><a href="https://www.telepolis.de/article/Abschiebung-nach-Ruanda-Dobrindt-will-Abkommen-noch-2026-11446898.html">Im Gespräch ist Ruanda</a>: Eine Delegation hat bereits in Kigali verhandelt, wie der ruandische Außenminister Olivier Nduhungirehe der Nachrichtenagentur <em>AFP</em> bestätigte. Über den Stand der Verhandlungen haben die Staaten Stillschweigen vereinbart.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Offene Fragen: Menschenrechte, Geld und Drittstaaten</strong></h3>
<p><a href="https://www.amnesty.org/en/latest/news/2026/09/migrant-return-hubs-risk-becoming-human-rights-black-hole/" rel="external noopener" target="_blank">Amnesty International warnt</a> vor Menschenrechtsverletzungen und Abkommen mit instabilen Staaten. Die Organisation befürchtet, dass Zentren in Uganda oder Ruanda zu "grausamen schwarzen Löchern" für Menschenrechte werden.</p>
<p>Politiker von SPD und Grünen bezweifeln, dass das Modell funktioniert. Der SPD-Innenpolitiker <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-06/eu-abschiebungen-verordnung-spd-hakan-demir-gxe" rel="external noopener" target="_blank">Hakan Demir sagte</a> laut <em>Zeit Online</em> im Juni: "Ich kenne kein Land, in dem das Verfahren erfolgen kann".</p>
<p>Die Befürworter halten dagegen: Anders als frühere Ansätze basiert dieses Modell auf einem verbindlichen EU-Rechtsrahmen, auf vorab geprüften Partnerschaftsstandards und auf einer koordinierten Staatengruppe, nicht auf bilateralen Einzelversuchen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5149773" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11419139"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Bezahlkarte-und-Abschiebungsdeals-Deutschlands-neue-Migrationspolitik-11419139.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/9/7/7/3/shutterstock_2650123903-3e2d43b8a7ffb7e6.jpeg" alt="Ein Polizeifahrzeug an einer Grenze" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Ein Polizeifahrzeug an einer Grenze" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Bezahlkarte und Abschiebungsdeals: Deutschlands neue Migrationspolitik</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ob das reicht, wird sich an den Verhandlungstischen zeigen.</p>
<p>Ungelöst ist auch die Finanzierung: Ein <a href="https://audiovisual.ec.europa.eu/en/media/video/I-295136" rel="external noopener" target="_blank">Sprecher der EU-Kommission erklärte</a> nach dem Münchner Migrationsgipfel, die Kommission könne Anträge auf EU-Gelder erst prüfen, wenn ausgearbeitete Projekte vorliegen.</p>
<p>Das Gesetz tritt am Tag nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft. Die Regeln für Return Hubs gelten sofort, andere Teile nach einem Jahr Vorbereitungszeit. Der Rechtsrahmen steht.</p>
<p>Ein erster Gradmesser ist das Jahresende: Bis dahin soll die erste Partnerschaft vereinbart sein. Ob sich die Abschiebebilanz tatsächlich verbessert, zeigt sich frühestens mit den ersten Überstellungen, die Dänemark für Ende 2027 anpeilt.</p>
Zwei von drei Ausreisepflichtigen bleiben bislang in der EU. Die neuen Regeln bringen Sanktionen, längere Haft und eine Rechtsgrundlage für Return Hubs.</p>
<p>Zwei von drei Menschen, die die EU verlassen müssen, bleiben trotzdem. Diese Bilanz wollen die EU-Innenminister nicht länger hinnehmen: Am 1. Oktober hat der Rat der EU in Luxemburg ein neues Rückführungsgesetz endgültig verabschiedet.</p>
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<p>Es verschärft die Pflichten für alle, die ausreisen müssen, und schafft erstmals eine Rechtsgrundlage für Abschiebezentren außerhalb der EU. Was diesmal anders ist: Das Gesetz schreibt konkrete Sanktionen fest, setzt auf ein einheitliches europäisches Verfahren und fünf Staaten haben sich bereits auf einen gemeinsamen Umsetzungsfahrplan geeinigt, samt Zieldatum.</p>
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<p>Wie der <a href="https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/10/01/council-adopts-new-rules-on-return-for-those-with-no-right-to-stay-in-the-eu/" rel="external noopener" target="_blank">Rat der EU in seiner Mitteilung</a> erklärt, sollen Rückführungen damit schneller gelingen. Nicht-EU-Bürger ohne Aufenthaltsrecht müssen künftig aktiv mit den Behörden zusammenarbeiten. Wer nicht kooperiert, riskiert je nach nationalem Recht gekürzte Leistungen, den Verlust von Rückkehrprämien, Bußgelder oder ein Strafverfahren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Härtere Regeln für Ausreisepflichtige</strong></h3>
<p>Neu ist eine europäische Rückführungsanordnung: ein einheitliches Formular, das die Kerndaten einer Abschiebeentscheidung festhält. So können andere Mitgliedstaaten die Entscheidung anerkennen, vorerst freiwillig. Nach drei Jahren zieht die EU-Kommission Bilanz; dann kann sie eine verbindliche Anerkennung vorschlagen.</p>
<p>Auch bei der Haft ziehen die Regeln an. Bei Fluchtgefahr oder fehlender Kooperation dürfen Behörden Ausreisepflichtige bis zu 24 Monate festhalten, in Ausnahmefällen um bis zu sechs weitere Monate. Wer als Sicherheitsrisiko gilt, kann länger in Haft bleiben und ein unbefristetes Einreiseverbot erhalten, sofern das verhältnismäßig und begründet ist.</p>
<h5><strong>Return Hubs: Abschiebezentren mit Auflagen</strong></h5>
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<p>Der Kern der Reform: Mitgliedstaaten dürfen Menschen mit Rückführungsentscheidung in Zentren außerhalb der EU bringen, sogenannte Return Hubs.</p>
<p>Bedingung ist ein Abkommen mit dem jeweiligen Drittstaat. Dieser muss Menschenrechte und Völkerrecht achten, vor allem das Gebot der Nichtzurückweisung. Es verbietet, Menschen in ein Land zu schicken, in dem ihnen Verfolgung droht. Unbegleitete Minderjährige werden nicht zurückgeschickt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161866" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11446898"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Abschiebung-nach-Ruanda-Dobrindt-will-Abkommen-noch-2026-11446898.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4525" height="2543" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/8/6/6/shutterstock_2635455421-ea71ec3a939928af.jpeg" alt="Flugzeug steigt auf hinter einem Zaun mit Stacheldraht." style="aspect-ratio:4525 / 2543"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4525" height="2543" alt="Flugzeug steigt auf hinter einem Zaun mit Stacheldraht." style="aspect-ratio:4525 / 2543;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Abschiebung nach Ruanda: Dobrindt will Abkommen noch 2026</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h5><strong>Die Koalition der Umsetzer</strong></h5>
<p>Fünf Staaten wollen das Modell zügig nutzen. Deutschland, Österreich, Dänemark, die Niederlande und Griechenland einigten sich am 4. September in Kopenhagen auf gemeinsame Leitprinzipien, wie das <a href="https://uim.dk/nyhedsarkiv/2026/september/efter-afgoerende-moede-fem-lande-intensiverer-nu-dialogen-med-partnerlande-om-udrejsecentre/" rel="external noopener" target="_blank">dänische Integrationsministerium</a> und das <a href="https://www.bmi.gv.at/newsa578.html?id=70683475515135775348383d" rel="external noopener" target="_blank">österreichische Innenministerium</a> mitteilten.</p>
<p>Die drei Prinzipien:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>Das Modell soll irreguläre Migration messbar reduzieren und das Geschäftsmodell der Schleuser zerschlagen;</li><li>es soll in vollem Einklang mit EU- und Völkerrecht umgesetzt werden und</li><li>es soll auf gleichberechtigten, für beide Seiten vorteilhaften Partnerschaften mit Drittstaaten beruhen.</li></ul>
<h5><strong>Vorab-Missionen statt blinder Verträge</strong></h5>
<p>Bevor konkrete Verhandlungen beginnen, schickt die Kerngruppe Missionen in mögliche Partnerländer. Diese sollen prüfen, ob die Standards vor Ort den Leitprinzipien entsprechen und ob eine tragfähige Partnerschaft möglich ist. Erst danach folgen Verträge.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Zeitplan: Jahresende als Zieldatum</strong></h3>
<p>Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und sein österreichischer Kollege Gerhard Karner wollen bis Jahresende mindestens ein Partnerland fixieren. "Das ist ein dickes Brett, was es zu bohren gilt", <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-abschiebezentren-drittstaaten-100.html" rel="external noopener" target="_blank">sagte Dobrindt</a> vor dem Treffen in Luxemburg.</p>
<p><a href="https://www.telepolis.de/article/Abschiebung-nach-Ruanda-Dobrindt-will-Abkommen-noch-2026-11446898.html">Im Gespräch ist Ruanda</a>: Eine Delegation hat bereits in Kigali verhandelt, wie der ruandische Außenminister Olivier Nduhungirehe der Nachrichtenagentur <em>AFP</em> bestätigte. Über den Stand der Verhandlungen haben die Staaten Stillschweigen vereinbart.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Offene Fragen: Menschenrechte, Geld und Drittstaaten</strong></h3>
<p><a href="https://www.amnesty.org/en/latest/news/2026/09/migrant-return-hubs-risk-becoming-human-rights-black-hole/" rel="external noopener" target="_blank">Amnesty International warnt</a> vor Menschenrechtsverletzungen und Abkommen mit instabilen Staaten. Die Organisation befürchtet, dass Zentren in Uganda oder Ruanda zu "grausamen schwarzen Löchern" für Menschenrechte werden.</p>
<p>Politiker von SPD und Grünen bezweifeln, dass das Modell funktioniert. Der SPD-Innenpolitiker <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-06/eu-abschiebungen-verordnung-spd-hakan-demir-gxe" rel="external noopener" target="_blank">Hakan Demir sagte</a> laut <em>Zeit Online</em> im Juni: "Ich kenne kein Land, in dem das Verfahren erfolgen kann".</p>
<p>Die Befürworter halten dagegen: Anders als frühere Ansätze basiert dieses Modell auf einem verbindlichen EU-Rechtsrahmen, auf vorab geprüften Partnerschaftsstandards und auf einer koordinierten Staatengruppe, nicht auf bilateralen Einzelversuchen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5149773" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11419139"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Bezahlkarte-und-Abschiebungsdeals-Deutschlands-neue-Migrationspolitik-11419139.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/9/7/7/3/shutterstock_2650123903-3e2d43b8a7ffb7e6.jpeg" alt="Ein Polizeifahrzeug an einer Grenze" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Ein Polizeifahrzeug an einer Grenze" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Bezahlkarte und Abschiebungsdeals: Deutschlands neue Migrationspolitik</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ob das reicht, wird sich an den Verhandlungstischen zeigen.</p>
<p>Ungelöst ist auch die Finanzierung: Ein <a href="https://audiovisual.ec.europa.eu/en/media/video/I-295136" rel="external noopener" target="_blank">Sprecher der EU-Kommission erklärte</a> nach dem Münchner Migrationsgipfel, die Kommission könne Anträge auf EU-Gelder erst prüfen, wenn ausgearbeitete Projekte vorliegen.</p>
<p>Das Gesetz tritt am Tag nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft. Die Regeln für Return Hubs gelten sofort, andere Teile nach einem Jahr Vorbereitungszeit. Der Rechtsrahmen steht.</p>
<p>Ein erster Gradmesser ist das Jahresende: Bis dahin soll die erste Partnerschaft vereinbart sein. Ob sich die Abschiebebilanz tatsächlich verbessert, zeigt sich frühestens mit den ersten Überstellungen, die Dänemark für Ende 2027 anpeilt.</p>
2026-10-01T17:21:00.000Z
urn:bid:5175261
2026-10-01T15:30:00.000Z
Leere Batterien im Smart Home nerven. Eine Papiertapete aus den USA soll das ändern – zumindest für kleine Sensoren.</p>
<p>Erst meldet der Fenstersensor leere Batterien, dann der Bewegungsmelder, wenig später der Thermostat. Wer viele smarte Kleingeräte betreibt, kennt das Spiel.</p>
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<p>Ingenieure der <a href="https://www.binghamton.edu/news/story/6491/wallpaper-that-generates-power-binghamton-university-researchers-have-developed-it" rel="external noopener" target="_blank">Binghamton University</a> im US-Bundesstaat New York haben eine Papiertapete entwickelt, die genau hier ansetzen soll: Sie gewinnt Strom aus der Feuchtigkeit der Raumluft und hat im Versuch bereits eine kabellose Tastatur betrieben.</p>
<p>Die Leistung bewegt sich allerdings im Mikrowattbereich: Sensoren könnte das reichen, dem Wasserkocher nicht.</p>
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</figure>
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<p><a href="https://advanced.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/aenm.71603" rel="external noopener" target="_blank">Die Ergebnisse sind</a> in der Fachzeitschrift <em>Advanced Energy Materials</em> erschienen.</p>
<h3 class="subheading">Warum frühere Generatoren schlappmachten</h3>
<p>Feuchtigkeitselektrische Generatoren (MEG) gibt es schon länger. Sie waren bislang vor allem für den Einsatz im Freien gedacht, wo Wetter und Sonne die Bedingungen ständig ändern.</p>
<p>Ihr Grundproblem: Die Feuchtigkeit verteilt sich im Material, bis sie überall gleich ist. Dann versiegt der Strom, so wie ein Wasserrad stehen bleibt, wenn kein Gefälle mehr da ist.</p>
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<p>Innenräume bieten laut Studienleiter Seokheun Choi meist stabilere Verhältnisse mit 30 bis 60 Prozent Luftfeuchte. Atmen, Kochen und Duschen liefern Nachschub. <em>heise online</em> hatte bereits <a href="https://www.heise.de/news/Tapete-produziert-Strom-mit-Luftfeuchtigkeit-11470666.html">über das Grundprinzip der Strom-Tapete</a> berichtet.</p>
<h3 class="subheading">Drei Zonen, eine Richtung</h3>
<p>Die Forscher lösen das so: Sie trennen auf einem einzigen Blatt Laborpapier feuchte und trockene Bereiche voneinander.</p>
<p>Das Papier ist in ein Raster aus zwei Zentimeter großen Quadraten aufgeteilt. Am Rand jedes Quadrats zieht Glycerin Wasserdampf aus der Luft. Im Zwischenbereich bindet das Polymer Polyvinylpyrrolidon (PVP) das Wasser noch stärker. In der Mitte sitzt eine Wachsschicht, die flüssiges Wasser zurückhält, Dampf aber entweichen lässt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5077462" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11284198"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Serverfarmen-auf-dem-Meer-Panthalassa-will-Ozean-als-Stromquelle-nutzen-11284198.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="970" height="545" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/7/4/6/2/YRZVXsmPP56oCdJhHHd7cT-970-80-8e60b3f7f1685033.jpeg" alt="Ein schwimmendes Rechenzentrum von Panthalassa." style="aspect-ratio:970 / 545"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="970" height="545" alt="Ein schwimmendes Rechenzentrum von Panthalassa." style="aspect-ratio:970 / 545;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Serverfarmen auf dem Meer: Panthalassa will Ozean als Stromquelle nutzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>So fließt die Feuchtigkeit wie auf einer Einbahnstraße vom Rand zur Mitte, statt sich gleichmäßig zu verteilen. Das anhaltende Gefälle bringt nach Ansicht der Forscher geladene Teilchen, vor allem positiv geladene Wasserstoffionen, in Bewegung. Zwischen den Elektroden entsteht eine Spannung.</p>
<p>Dass Ionen tatsächlich den Großteil des Stroms tragen, hat das Team allerdings noch nicht direkt nachgewiesen.</p>
<p>Sichtbare Kabel gibt es nicht: Laserbohrungen und Silberfarbe verbinden die Elektroden auf der Vorderseite mit gedruckten Kohlenstoffleitungen auf der Rückseite.</p>
<h3 class="subheading">Was die Tapete leistet – und was nicht</h3>
<p>Bei 80 Prozent Luftfeuchte lieferte ein einzelnes Quadrat rund 0,34 Volt und 2,2 µW/cm², bezogen auf die Kohlenstoffelektrode, stabil über 90 Minuten. Die bedeckt aber nur ein Viertel des Quadrats; auf die gesamte Fläche gerechnet <a href="https://www.nanowerk.com/spotlight/spotid=70272.php" rel="external noopener" target="_blank">bleiben laut</a> <em>Nanowerk</em> etwa 0,55 µW/cm². Ein Quadratmeter käme damit rechnerisch auf rund 5,5 Milliwatt – und das bei Luft, die feuchter ist als in den meisten Wohnräumen.</p>
<p>Bei alltagsnahen 38 Prozent sank die Leerlaufspannung pro Quadrat auf etwa 0,2 Volt. Eine Leistungsdichte für diesen Wert nennen die Forscher nicht. Wie viel ein Element im normalen Wohnzimmer dauerhaft liefert, lässt sich daher nicht exakt beziffern. Klar ist nur, dass es weniger ist als bei 80 Prozent Luftfeuchte.</p>
<p>Trotzdem reichte es für eine Demonstration: Ein Feld aus 1596 Einheiten betrieb bei etwa 38 Prozent Luftfeuchte eine kabellose Tastatur, ein Kondensator fing kurze Leistungsspitzen ab.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5055368" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11241030"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Strom-selbst-erzeugen-und-die-Politik-links-liegen-lassen-11241030.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/5/3/6/8/Gas-KW2_Zeichenfla__che_1-d57daadea355cb43.jpeg" alt="Gaskraftwerk mit Isolator und Inseln mit Häusern mit PV-Dach" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gaskraftwerk mit Isolator und Inseln mit Häusern mit PV-Dach" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Strom selbst erzeugen – und die Politik links liegen lassen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Umgebungssensoren, Funkmodule oder Smart-Building-Schnittstellen nennen die Forscher als mögliche Abnehmer, getestet haben sie diese nicht. Welche Wandfläche ein bestimmtes Gerät bräuchte, hängt von dessen Strombedarf ab, konkrete Angaben dazu liefert die Studie aber nicht.</p>
<p>Nebenbei nimmt die Tapete Feuchtigkeit auf. Im Tastaturversuch sank der Wert an einem einzelnen Sensor neben dem Feld binnen 15 Minuten von 38 auf 32 Prozent – in einem Raum also, der ohnehin unter dem Komfortbereich von 40 bis 60 Prozent lag.</p>
<p>In einer Testkammer drückten 28 Quadrate die Luftfeuchte in vier Minuten von etwa 75 auf 50 Prozent. Dass die Tapete einen ganzen Wohnraum entfeuchtet oder eine Klimaanlage im Alltag entlastet, belegen diese Versuche nicht.</p>
<h3 class="subheading">Hält das an der Wand?</h3>
<p>Die Haltbarkeit ist die große offene Frage. Die Prototypen überstanden Dutzende Feuchtewechsel, eine Wand erlebt über Jahre Hunderte bis Tausende. Papier quillt und schrumpft dabei, was Risse in den Silberkontakten verursachen könnte.</p>
<p>Außerdem könnte das Glycerin mit dem Wasser nach innen wandern und die sauber getrennten Zonen verwischen. Die Forscher wollen das Glycerin deshalb chemisch am Rand fixieren und das Verhältnis zwischen Glycerin-Rand und Elektrode optimieren.</p>
<p>Langfristig soll sich die Tapete drucken lassen, um sie günstig in großen Mengen herzustellen. Bis dahin bleibt sie ein Laborprojekt – und der Batteriewechsel im Smart Home vorerst Alltag.</p>
Leere Batterien im Smart Home nerven. Eine Papiertapete aus den USA soll das ändern – zumindest für kleine Sensoren.</p>
<p>Erst meldet der Fenstersensor leere Batterien, dann der Bewegungsmelder, wenig später der Thermostat. Wer viele smarte Kleingeräte betreibt, kennt das Spiel.</p>
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<p>Ingenieure der <a href="https://www.binghamton.edu/news/story/6491/wallpaper-that-generates-power-binghamton-university-researchers-have-developed-it" rel="external noopener" target="_blank">Binghamton University</a> im US-Bundesstaat New York haben eine Papiertapete entwickelt, die genau hier ansetzen soll: Sie gewinnt Strom aus der Feuchtigkeit der Raumluft und hat im Versuch bereits eine kabellose Tastatur betrieben.</p>
<p>Die Leistung bewegt sich allerdings im Mikrowattbereich: Sensoren könnte das reichen, dem Wasserkocher nicht.</p>
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<p><a href="https://advanced.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/aenm.71603" rel="external noopener" target="_blank">Die Ergebnisse sind</a> in der Fachzeitschrift <em>Advanced Energy Materials</em> erschienen.</p>
<h3 class="subheading">Warum frühere Generatoren schlappmachten</h3>
<p>Feuchtigkeitselektrische Generatoren (MEG) gibt es schon länger. Sie waren bislang vor allem für den Einsatz im Freien gedacht, wo Wetter und Sonne die Bedingungen ständig ändern.</p>
<p>Ihr Grundproblem: Die Feuchtigkeit verteilt sich im Material, bis sie überall gleich ist. Dann versiegt der Strom, so wie ein Wasserrad stehen bleibt, wenn kein Gefälle mehr da ist.</p>
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<p>Innenräume bieten laut Studienleiter Seokheun Choi meist stabilere Verhältnisse mit 30 bis 60 Prozent Luftfeuchte. Atmen, Kochen und Duschen liefern Nachschub. <em>heise online</em> hatte bereits <a href="https://www.heise.de/news/Tapete-produziert-Strom-mit-Luftfeuchtigkeit-11470666.html">über das Grundprinzip der Strom-Tapete</a> berichtet.</p>
<h3 class="subheading">Drei Zonen, eine Richtung</h3>
<p>Die Forscher lösen das so: Sie trennen auf einem einzigen Blatt Laborpapier feuchte und trockene Bereiche voneinander.</p>
<p>Das Papier ist in ein Raster aus zwei Zentimeter großen Quadraten aufgeteilt. Am Rand jedes Quadrats zieht Glycerin Wasserdampf aus der Luft. Im Zwischenbereich bindet das Polymer Polyvinylpyrrolidon (PVP) das Wasser noch stärker. In der Mitte sitzt eine Wachsschicht, die flüssiges Wasser zurückhält, Dampf aber entweichen lässt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5077462" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11284198"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Serverfarmen-auf-dem-Meer-Panthalassa-will-Ozean-als-Stromquelle-nutzen-11284198.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="970" height="545" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/7/4/6/2/YRZVXsmPP56oCdJhHHd7cT-970-80-8e60b3f7f1685033.jpeg" alt="Ein schwimmendes Rechenzentrum von Panthalassa." style="aspect-ratio:970 / 545"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="970" height="545" alt="Ein schwimmendes Rechenzentrum von Panthalassa." style="aspect-ratio:970 / 545;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Serverfarmen auf dem Meer: Panthalassa will Ozean als Stromquelle nutzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>So fließt die Feuchtigkeit wie auf einer Einbahnstraße vom Rand zur Mitte, statt sich gleichmäßig zu verteilen. Das anhaltende Gefälle bringt nach Ansicht der Forscher geladene Teilchen, vor allem positiv geladene Wasserstoffionen, in Bewegung. Zwischen den Elektroden entsteht eine Spannung.</p>
<p>Dass Ionen tatsächlich den Großteil des Stroms tragen, hat das Team allerdings noch nicht direkt nachgewiesen.</p>
<p>Sichtbare Kabel gibt es nicht: Laserbohrungen und Silberfarbe verbinden die Elektroden auf der Vorderseite mit gedruckten Kohlenstoffleitungen auf der Rückseite.</p>
<h3 class="subheading">Was die Tapete leistet – und was nicht</h3>
<p>Bei 80 Prozent Luftfeuchte lieferte ein einzelnes Quadrat rund 0,34 Volt und 2,2 µW/cm², bezogen auf die Kohlenstoffelektrode, stabil über 90 Minuten. Die bedeckt aber nur ein Viertel des Quadrats; auf die gesamte Fläche gerechnet <a href="https://www.nanowerk.com/spotlight/spotid=70272.php" rel="external noopener" target="_blank">bleiben laut</a> <em>Nanowerk</em> etwa 0,55 µW/cm². Ein Quadratmeter käme damit rechnerisch auf rund 5,5 Milliwatt – und das bei Luft, die feuchter ist als in den meisten Wohnräumen.</p>
<p>Bei alltagsnahen 38 Prozent sank die Leerlaufspannung pro Quadrat auf etwa 0,2 Volt. Eine Leistungsdichte für diesen Wert nennen die Forscher nicht. Wie viel ein Element im normalen Wohnzimmer dauerhaft liefert, lässt sich daher nicht exakt beziffern. Klar ist nur, dass es weniger ist als bei 80 Prozent Luftfeuchte.</p>
<p>Trotzdem reichte es für eine Demonstration: Ein Feld aus 1596 Einheiten betrieb bei etwa 38 Prozent Luftfeuchte eine kabellose Tastatur, ein Kondensator fing kurze Leistungsspitzen ab.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5055368" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11241030"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Strom-selbst-erzeugen-und-die-Politik-links-liegen-lassen-11241030.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/5/3/6/8/Gas-KW2_Zeichenfla__che_1-d57daadea355cb43.jpeg" alt="Gaskraftwerk mit Isolator und Inseln mit Häusern mit PV-Dach" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gaskraftwerk mit Isolator und Inseln mit Häusern mit PV-Dach" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Strom selbst erzeugen – und die Politik links liegen lassen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Umgebungssensoren, Funkmodule oder Smart-Building-Schnittstellen nennen die Forscher als mögliche Abnehmer, getestet haben sie diese nicht. Welche Wandfläche ein bestimmtes Gerät bräuchte, hängt von dessen Strombedarf ab, konkrete Angaben dazu liefert die Studie aber nicht.</p>
<p>Nebenbei nimmt die Tapete Feuchtigkeit auf. Im Tastaturversuch sank der Wert an einem einzelnen Sensor neben dem Feld binnen 15 Minuten von 38 auf 32 Prozent – in einem Raum also, der ohnehin unter dem Komfortbereich von 40 bis 60 Prozent lag.</p>
<p>In einer Testkammer drückten 28 Quadrate die Luftfeuchte in vier Minuten von etwa 75 auf 50 Prozent. Dass die Tapete einen ganzen Wohnraum entfeuchtet oder eine Klimaanlage im Alltag entlastet, belegen diese Versuche nicht.</p>
<h3 class="subheading">Hält das an der Wand?</h3>
<p>Die Haltbarkeit ist die große offene Frage. Die Prototypen überstanden Dutzende Feuchtewechsel, eine Wand erlebt über Jahre Hunderte bis Tausende. Papier quillt und schrumpft dabei, was Risse in den Silberkontakten verursachen könnte.</p>
<p>Außerdem könnte das Glycerin mit dem Wasser nach innen wandern und die sauber getrennten Zonen verwischen. Die Forscher wollen das Glycerin deshalb chemisch am Rand fixieren und das Verhältnis zwischen Glycerin-Rand und Elektrode optimieren.</p>
<p>Langfristig soll sich die Tapete drucken lassen, um sie günstig in großen Mengen herzustellen. Bis dahin bleibt sie ein Laborprojekt – und der Batteriewechsel im Smart Home vorerst Alltag.</p>
2026-10-01T15:30:00.000Z
urn:bid:5174805
2026-10-01T12:00:00.000Z
Hunderte Gymnasien sind blockiert, die Polizei setzt Tränengas ein. Dutzende wurden verletzt. Staatliches Dialogangebot erinnert an Umgang mit Gelbwesten.</p>
<p>Mehr als 400 der rund 3.700 französischen Lycées – Gymnasien für 15- bis 18-Jährige – waren laut dem Schülerverband USL bis Mitte dieser Woche blockiert.</p>
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<p>Begonnen hatte die Bewegung in der Pariser Region, bevor sie sich rasch auf Städte wie Lille, Lyon, Bordeaux, Rennes, Nantes, Marseille, Straßburg und Dijon ausbreitete. Allein zwischen Dienstag und Mittwoch stieg die Zahl betroffener Schulen von 338 auf 356, wie Innenminister Laurent Nunez <a href="https://www.bbc.com/news/articles/c862epne7glyo" rel="external noopener" target="_blank">einräumte</a>.</p>
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<p>Dabei kam es wiederholt zu Ausschreitungen: Schüler zündeten Mülltonnen an und warfen Flaschen sowie Pflastersteine auf Beamte. Die Polizei antwortete mit Tränengas und Schlagstöcken. 440 Personen wurden festgenommen, der Großteil davon Minderjährige. Insgesamt wurden seit Beginn der Proteste laut Bildungsministerium 119 Personen verletzt – 85 Schüler und 34 Beschäftigte. 48 Polizeibeamte wurden ebenfalls verletzt. Die Polizeiaufsichtsbehörde IGPN wurde in drei Fällen eingeschaltet.</p>
<h3 class="subheading">Schwere Verletzungen und umstrittener Polizeieinsatz</h3>
<p>Besonders schwer wiegt ein Vorfall in Tours: Ein Schüler erlitt am Mittwoch eine ernste Augenverletzung. Augenzeugen <a href="https://www.humanite.fr/politique/emmanuel-macron/plateforme-de-concertation-pour-lyceens-un-nouveau-grand-debat-facon-gilets-jaunes-pour-tenter-detouffer-le-mouvement" rel="external noopener" target="_blank">berichten</a> laut dem Medium <em>L'Humanité</em> von einem Schuss mit einem LBD – einem Gummigeschoss-Werfer. Innenminister Nunez verteidigte den Polizeieinsatz gegenüber dem privaten Nachrichtensender <em>BFM TV</em> als "äußerst verhältnismäßig" und berichtete von sieben Vorfällen, bei denen Salzsäure auf Beamte geworfen worden sei.</p>
<p>Ryad Rani, Präsident des Schülerverbands USL, wies diese Darstellung zurück: "Wir sprechen von 15- bis 18-Jährigen, und die einzige Antwort der Regierung ist automatische und institutionalisierte Repression. Das ist inakzeptabel", sagte er gegenüber<em> BFM TV</em>.</p>
<p>Staatspräsident Emmanuel Macron meldete sich aus Madrid zu Wort: "Keine dieser Debatten, keine dieser Befürchtungen rechtfertigt Gewalt. Und in keinem Fall können politische Verantwortliche Gewalt im Quadrat legitimieren."</p>
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<h3 class="subheading">Lehrermangel, Hitze und kaputte Schulen</h3>
<p>Die Forderungen der Schüler sind klar: kleinere Klassen, mehr Lehrkräfte, bessere Schulgebäude. Klassen mit 32 bis 35 Schülerinnen und Schülern seien keine Ausnahme, sagte Rani. Vincent Latour, Professor an der Université Toulouse Jean Jaurès, <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/30/whats-behind-french-student-protests-that-turned-violent" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> gegenüber <em>Al Jazeera</em>, die Unzufriedenheit habe sich seit den Hitzewellen im Juni aufgestaut, die den schlechten Zustand der Schulgebäude – mangelnde Isolierung, keine Klimaanlage – sichtbar gemacht hätten.</p>
<p>Die Schulproteste fallen zeitlich mit einem landesweiten Streik im öffentlichen Dienst zusammen. Gewerkschaften von Lehrern, Krankenhausbeschäftigten und Beamten protestierten gegen den Haushaltsentwurf, der Einsparungen von 54 Milliarden Euro vorsieht – darunter ein Einfrieren der Grundgehälter im Jahr 2027, was nach Gewerkschaftsangaben die vierte aufeinanderfolgende Nullrunde wäre.</p>
<p>Caroline Cheve, Generalsekretärin der Lehrergewerkschaft FSU, sah eine gemeinsame Grundlage: "Sie sitzen in überfüllten Klassen, sie sehen dieselbe Realität wie wir, und sie sind wütend."</p>
<h3 class="subheading">Dialogplattform statt Antworten – Erinnerungen an die Gelbwesten</h3>
<p>Bildungsminister Édouard Geffray kündigte am Mittwoch die Einrichtung einer "Konsultationsplattform" an, die spätestens Dienstagmorgen online gehen soll, gefolgt von einer "nationalen Restitutionsveranstaltung" – zu einem noch nicht festgelegten Zeitpunkt.</p>
<p>Genau dieses Vorgehen erinnert viele Beobachter an die Reaktion der Regierung auf die Gelbwesten-Proteste von 2018 und 2019. Damals reagierte die Macron-Regierung auf die Massendemonstrationen mit Bürgerdialogen und sogenannten Beschwerdeheften – einem Instrument, das die Bevölkerung zur Mitsprache einladen sollte.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5171490" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11465849"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schulstreik-Warum-Schueler-wieder-gegen-die-Wehrpflicht-auf-die-Strasse-gehen-11465849.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5804" height="3261" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/1/4/9/0/shutterstock_2710663153-2b7aa873e86986f0.jpeg" alt="Protest gegen Wehrpflicht in Trier" style="aspect-ratio:5804 / 3261"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5804" height="3261" alt="Protest gegen Wehrpflicht in Trier" style="aspect-ratio:5804 / 3261;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schulstreik: Warum Schüler wieder gegen die Wehrpflicht auf die Straße gehen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5173209" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11469216"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/3/2/0/9/csm_hart-verdient-protest-dgb-essen-10_cfff873827-8e0e000dcff93510.jpeg" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1920" height="1079" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">DGB-Protest: 175.000 auf der Straße – doch ein Thema wollte niemand ansprechen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Ergebnisse wurden nach Einschätzung von Kritikern weitgehend ignoriert. <em>L'Humanité</em> schreibt, das Rezept sei seither "mehrfach angewendet worden – mit stets demselben Ergebnis: einer Regierung, die ihren Kurs 'koste es, was es wolle' beibehält".</p>
<h3 class="subheading">Politischer Streit verschärft sich</h3>
<p>Premierminister Sébastien Lecornu verurteilte die Gewalt und warf politischen Gegnern vor, die Eskalation zu schüren: "Feuerwerk, Brände, Gewalt in der Nähe von Gymnasien: Nichts rechtfertigt es, Schüler, Personal oder Polizisten zu gefährden."</p>
<p>Jean-Luc Mélenchon, Chef der Linkspartei La France Insoumise, warf der Regierung ihrerseits vor, einen "rassistisch gefärbten" Angriff auf Jugendliche zu organisieren. Lecornu bezeichnete diesen Vorwurf als "Beleidigung" und Mélenchons Einmischung als "unverantwortliche Eskalation".</p>
<p>Der Schülerverband USL hat für Donnerstag zu einem "zweiten Akt" aufgerufen und für den 6. Oktober eine große nationale Demonstration angekündigt. Studentenorganisationen wollen sich anschließen. Latour warnte, das Konfliktpotenzial könnte sich auf Universitäten ausweiten: "Es gibt Potenzial für eine Reihe von Protesten an französischen Universitäten angesichts der Unterfinanzierung der vergangenen Jahre."</p>
Hunderte Gymnasien sind blockiert, die Polizei setzt Tränengas ein. Dutzende wurden verletzt. Staatliches Dialogangebot erinnert an Umgang mit Gelbwesten.</p>
<p>Mehr als 400 der rund 3.700 französischen Lycées – Gymnasien für 15- bis 18-Jährige – waren laut dem Schülerverband USL bis Mitte dieser Woche blockiert.</p>
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<p>Begonnen hatte die Bewegung in der Pariser Region, bevor sie sich rasch auf Städte wie Lille, Lyon, Bordeaux, Rennes, Nantes, Marseille, Straßburg und Dijon ausbreitete. Allein zwischen Dienstag und Mittwoch stieg die Zahl betroffener Schulen von 338 auf 356, wie Innenminister Laurent Nunez <a href="https://www.bbc.com/news/articles/c862epne7glyo" rel="external noopener" target="_blank">einräumte</a>.</p>
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<p>Dabei kam es wiederholt zu Ausschreitungen: Schüler zündeten Mülltonnen an und warfen Flaschen sowie Pflastersteine auf Beamte. Die Polizei antwortete mit Tränengas und Schlagstöcken. 440 Personen wurden festgenommen, der Großteil davon Minderjährige. Insgesamt wurden seit Beginn der Proteste laut Bildungsministerium 119 Personen verletzt – 85 Schüler und 34 Beschäftigte. 48 Polizeibeamte wurden ebenfalls verletzt. Die Polizeiaufsichtsbehörde IGPN wurde in drei Fällen eingeschaltet.</p>
<h3 class="subheading">Schwere Verletzungen und umstrittener Polizeieinsatz</h3>
<p>Besonders schwer wiegt ein Vorfall in Tours: Ein Schüler erlitt am Mittwoch eine ernste Augenverletzung. Augenzeugen <a href="https://www.humanite.fr/politique/emmanuel-macron/plateforme-de-concertation-pour-lyceens-un-nouveau-grand-debat-facon-gilets-jaunes-pour-tenter-detouffer-le-mouvement" rel="external noopener" target="_blank">berichten</a> laut dem Medium <em>L'Humanité</em> von einem Schuss mit einem LBD – einem Gummigeschoss-Werfer. Innenminister Nunez verteidigte den Polizeieinsatz gegenüber dem privaten Nachrichtensender <em>BFM TV</em> als "äußerst verhältnismäßig" und berichtete von sieben Vorfällen, bei denen Salzsäure auf Beamte geworfen worden sei.</p>
<p>Ryad Rani, Präsident des Schülerverbands USL, wies diese Darstellung zurück: "Wir sprechen von 15- bis 18-Jährigen, und die einzige Antwort der Regierung ist automatische und institutionalisierte Repression. Das ist inakzeptabel", sagte er gegenüber<em> BFM TV</em>.</p>
<p>Staatspräsident Emmanuel Macron meldete sich aus Madrid zu Wort: "Keine dieser Debatten, keine dieser Befürchtungen rechtfertigt Gewalt. Und in keinem Fall können politische Verantwortliche Gewalt im Quadrat legitimieren."</p>
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<h3 class="subheading">Lehrermangel, Hitze und kaputte Schulen</h3>
<p>Die Forderungen der Schüler sind klar: kleinere Klassen, mehr Lehrkräfte, bessere Schulgebäude. Klassen mit 32 bis 35 Schülerinnen und Schülern seien keine Ausnahme, sagte Rani. Vincent Latour, Professor an der Université Toulouse Jean Jaurès, <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/30/whats-behind-french-student-protests-that-turned-violent" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> gegenüber <em>Al Jazeera</em>, die Unzufriedenheit habe sich seit den Hitzewellen im Juni aufgestaut, die den schlechten Zustand der Schulgebäude – mangelnde Isolierung, keine Klimaanlage – sichtbar gemacht hätten.</p>
<p>Die Schulproteste fallen zeitlich mit einem landesweiten Streik im öffentlichen Dienst zusammen. Gewerkschaften von Lehrern, Krankenhausbeschäftigten und Beamten protestierten gegen den Haushaltsentwurf, der Einsparungen von 54 Milliarden Euro vorsieht – darunter ein Einfrieren der Grundgehälter im Jahr 2027, was nach Gewerkschaftsangaben die vierte aufeinanderfolgende Nullrunde wäre.</p>
<p>Caroline Cheve, Generalsekretärin der Lehrergewerkschaft FSU, sah eine gemeinsame Grundlage: "Sie sitzen in überfüllten Klassen, sie sehen dieselbe Realität wie wir, und sie sind wütend."</p>
<h3 class="subheading">Dialogplattform statt Antworten – Erinnerungen an die Gelbwesten</h3>
<p>Bildungsminister Édouard Geffray kündigte am Mittwoch die Einrichtung einer "Konsultationsplattform" an, die spätestens Dienstagmorgen online gehen soll, gefolgt von einer "nationalen Restitutionsveranstaltung" – zu einem noch nicht festgelegten Zeitpunkt.</p>
<p>Genau dieses Vorgehen erinnert viele Beobachter an die Reaktion der Regierung auf die Gelbwesten-Proteste von 2018 und 2019. Damals reagierte die Macron-Regierung auf die Massendemonstrationen mit Bürgerdialogen und sogenannten Beschwerdeheften – einem Instrument, das die Bevölkerung zur Mitsprache einladen sollte.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5171490" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11465849"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schulstreik-Warum-Schueler-wieder-gegen-die-Wehrpflicht-auf-die-Strasse-gehen-11465849.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5804" height="3261" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/1/4/9/0/shutterstock_2710663153-2b7aa873e86986f0.jpeg" alt="Protest gegen Wehrpflicht in Trier" style="aspect-ratio:5804 / 3261"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5804" height="3261" alt="Protest gegen Wehrpflicht in Trier" style="aspect-ratio:5804 / 3261;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schulstreik: Warum Schüler wieder gegen die Wehrpflicht auf die Straße gehen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5173209" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11469216"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/3/2/0/9/csm_hart-verdient-protest-dgb-essen-10_cfff873827-8e0e000dcff93510.jpeg" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1920" height="1079" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">DGB-Protest: 175.000 auf der Straße – doch ein Thema wollte niemand ansprechen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Ergebnisse wurden nach Einschätzung von Kritikern weitgehend ignoriert. <em>L'Humanité</em> schreibt, das Rezept sei seither "mehrfach angewendet worden – mit stets demselben Ergebnis: einer Regierung, die ihren Kurs 'koste es, was es wolle' beibehält".</p>
<h3 class="subheading">Politischer Streit verschärft sich</h3>
<p>Premierminister Sébastien Lecornu verurteilte die Gewalt und warf politischen Gegnern vor, die Eskalation zu schüren: "Feuerwerk, Brände, Gewalt in der Nähe von Gymnasien: Nichts rechtfertigt es, Schüler, Personal oder Polizisten zu gefährden."</p>
<p>Jean-Luc Mélenchon, Chef der Linkspartei La France Insoumise, warf der Regierung ihrerseits vor, einen "rassistisch gefärbten" Angriff auf Jugendliche zu organisieren. Lecornu bezeichnete diesen Vorwurf als "Beleidigung" und Mélenchons Einmischung als "unverantwortliche Eskalation".</p>
<p>Der Schülerverband USL hat für Donnerstag zu einem "zweiten Akt" aufgerufen und für den 6. Oktober eine große nationale Demonstration angekündigt. Studentenorganisationen wollen sich anschließen. Latour warnte, das Konfliktpotenzial könnte sich auf Universitäten ausweiten: "Es gibt Potenzial für eine Reihe von Protesten an französischen Universitäten angesichts der Unterfinanzierung der vergangenen Jahre."</p>
2026-10-01T12:00:00.000Z
urn:bid:5174926
2026-10-01T11:01:00.000Z
Alkohol, Ketamin, ein Gruppenchat und widersprüchliche SMS: Der Fall Cornell zeigt, wo Moral endet und das Strafrecht Beweise verlangt.</p>
<p>35 Prozent der Bachelor-Studentinnen an der Cornell University in den USA berichten von sexuellen Übergriffen. Unter denen mit Verbindungserfahrung sind es 52 Prozent.</p>
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<p>Das sind keine abstrakten Zahlen. Das sind Menschen, die feiern gegangen sind – und danach unter Umständen nicht mehr wussten, was mit ihnen passiert ist. Oder es wussten, aber nicht sagen konnten.</p>
<p>Ein Fall aus dem Oktober 2024 zeigt, warum solche Fälle so selten vor Gericht landen. Und warum die Frage "War das noch einvernehmlich?" so schwer zu beantworten ist – für Gerichte, für Hochschulen und für alle Beteiligten.</p>
<h3 class="subheading">Was passiert sein soll</h3>
<p>Jane Doe – so heißt die Frau in den Gerichtsakten – war 20 Jahre alt. Bevor sie zum Verbindungshaus von Chi Phi an der Cornell University in Ithaca, New York, kam, hatte sie in drei Stunden rund zehn Standardgetränke getrunken. Sie wollte einen Freund treffen.</p>
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<p>Laut ihrer <a href="https://www.courthousenews.com/wp-content/uploads/2026/09/doe-cornell-new-york-supreme.pdf" rel="external noopener" target="_blank">101-seitigen Zivilklage</a> vom 16. September 2026 (Az. 161704/2026, New York Supreme Court, New York County) gaben ihr zwei Männer weiteren Alkohol und drängten sie, Ketamin zu schnupfen. Danach sollen sieben Mitglieder der Verbindung bis etwa 5:45 Uhr morgens sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben – obwohl sie nicht mehr einwilligungsfähig gewesen sei.</p>
<p>Gegen 1:42 Uhr schrieb eines der Mitglieder in den Snapchat-Gruppenchat "Chi Phi Actives", oben gebe es "kostenloses" sexuelles Vergnügen. Laut Klage war das eine Einladung an andere, mitzumachen. Ein weiteres Mitglied fragte später: "Ist der Laden noch offen?" Antwort: "Ja."</p>
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<p>Bewiesen ist das nicht. Es handelt sich um Behauptungen aus einer Zivilklage. Angeklagt ist bislang niemand.</p>
<h3 class="subheading">Warum gab es 2024 keine Anklage?</h3>
<p>Das ist der Teil, der den Fall so kompliziert macht.</p>
<p>Doe meldete den Vorfall am 8. November 2024 der Campuspolizei – also drei Wochen nach dem Vorfall. Der Bezirksstaatsanwalt von Tompkins County, Matthew Van Houten, stützte seine Entscheidung, keine Anklage zu erheben, auf ihre sechsseitige schriftliche Aussage.</p>
<p>Darin, so Van Houten in seiner <a href="https://san.com/wp-content/uploads/securepdfs/2026/09/district-attorney-public-statement-9-28-26.pdf" rel="external noopener" target="_blank">öffentlichen Stellungnahme vom 28. September 2026</a>, habe Doe den Drogenkonsum und die sexuellen Handlungen als freiwillig, bewusst und einvernehmlich beschrieben. Sexuelle Handlungen seien jedes Mal eingestellt worden, wenn sie darum bat.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4837632" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10352014"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Trump-Zensur-an-US-Unis-Harvard-kaempft-fuer-Freiheit-der-Wissenschaft-10352014.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1499" height="842" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/3/7/6/3/2/shutterstock_2544975431-93ebff8299da2c7e.jpeg" alt="Statue von John, Harvard, Gründer der gleichnamigen Universität." style="aspect-ratio:1499 / 842"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1499" height="842" alt="Statue von John, Harvard, Gründer der gleichnamigen Universität." style="aspect-ratio:1499 / 842;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Trump-Zensur an US-Unis? Harvard kämpft für Freiheit der Wissenschaft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Entscheidend war für ihn das New Yorker Strafrecht: Als durch Rauschmittel einwilligungsunfähig gilt dort nur, wem die Substanz ohne Zustimmung verabreicht wurde. Doe hatte den Konsum aber als freiwillig beschrieben.</p>
<p>Eigene Ermittlungen führte seine Behörde nicht. Sie verließ sich auf die Campuspolizei.</p>
<p>Dann kam die Zivilklage – und mit ihr neue Details. <em>CBS New York</em> <a href="https://www.cbsnews.com/newyork/news/cornell-university-rape-case-district-attorney-campus-police-interview/" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlichte Auszüge</a> aus einem Befragungsprotokoll der Campuspolizei vom 14. und 15. November 2024. Darin sagte Doe: Sie könne "mit hundertprozentiger Sicherheit" sagen, vergewaltigt worden zu sein. Über den anfänglichen Kontakt: "Ich hatte damit eigentlich kein Problem."</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="2622155" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="4337970"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Universitaeten-Bestechungsskandal-loest-Debatten-ueber-Aufnahme-und-Finanzierung-aus-4337970.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1200" height="675" src="https://www.heise.de/imgs/18/2/6/2/2/1/5/5/ba65c8b13018a5d8.jpeg" style="aspect-ratio:1200 / 675"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1200" height="675" style="aspect-ratio:1200 / 675;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Universitäten: Bestechungsskandal löst Debatten über Aufnahme und Finanzierung aus</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p><a href="https://www.bbc.com/news/articles/cmpq0r1ljpqwo" rel="external noopener" target="_blank">Über das, was später kam</a>: "Ich hatte das Gefühl, aufgrund meines hohen Alkoholpegels keine Entscheidungen treffen zu können. Für mich fühlte sich das wie Nötigung an."</p>
<p>Van Houten erklärte gegenüber <em>CBS</em>: Er habe dieses Protokoll nie gesehen. Hätte er es gehabt, hätte er weiter ermittelt.</p>
<p>Wie das möglich ist? Die Campuspolizei legte den Screenshot des Snapchat-Chats laut Cornell im November 2024 der Staatsanwaltschaft vor. Van Houten <a href="https://www.rnz.co.nz/news/world/1653943/new-york-prosecutors-reopen-investigation-after-student-files-lawsuit-over-alleged-gang-rape-at-cornell-university" rel="external noopener" target="_blank">bestritt das zunächst</a>, räumte später aber ein, Cornell habe die Screenshots an sein Team geschickt. Sie seien jedoch nicht Teil der ursprünglichen Prüfung gewesen.</p>
<h3 class="subheading">Was Chats beweisen – und was nicht</h3>
<p>Zwei Tage nach der Nacht schrieben sich Doe und einer der Männer SMS. <em>CBS News</em> <a href="https://www.cbsnews.com/newyork/news/text-messages-reveal-new-details-in-alleged-gang-rape-at-cornell-university/" rel="external noopener" target="_blank">zitiert daraus</a>: Er entschuldigte sich, seine Erinnerung sei "irgendwie verschwommen". Er und ein anderer seien zu betrunken gewesen, um einzugreifen – oder die anderen rauszuwerfen.</p>
<p>Doe antwortete, auch bei ihr sei alles "super verschwommen". Nichts von den sexuellen Handlungen sei illegal gewesen. Sie schlug vor, wieder gemeinsam zu rauchen – aber ohne "die zusätzlichen fünf Milliarden Männer und das Ketamin".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4859535" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10394273"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Harvard-vs-Trump-Was-alle-im-Kampf-um-die-Bildungselite-uebersehen-10394273.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4608" height="2589" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/9/5/3/5/shutterstock_2461004789-a43e32e38dbe2c0a.jpeg" alt="Polizei auf Harvard-Campus während Nahost-Protesten" style="aspect-ratio:4608 / 2589"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4608" height="2589" alt="Polizei auf Harvard-Campus während Nahost-Protesten" style="aspect-ratio:4608 / 2589;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Harvard vs. Trump: Was alle im Kampf um die Bildungselite übersehen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ihr Anwalt Thomas Giuffra erklärt das mit einer Phase der Verleugnung: Doe habe herausfinden wollen, was passiert war, und geglaubt, nicht aggressiv auftreten zu dürfen, wenn sie Antworten wollte. Ob die Screenshots authentisch sind, konnte er nicht mit Sicherheit bestätigen.</p>
<p>Hier steckt das Kernproblem: Chats halten fest, was jemand in einem bestimmten Moment geschrieben hat. Was in der Nacht geschah, belegen sie nicht. Ein vulgärer Post macht niemanden automatisch zum Täter. Eine lockere SMS danach ist keine nachträgliche Einwilligung.</p>
<p><a href="https://abcnews.com/US/district-attorney-reopens-case-alleged-cornell-university-gang/story?id=136806149" rel="external noopener" target="_blank">Van Houten sagte in einem Interview</a> mit <em>ABC News</em>: Die Snapchat-Nachrichten seien "derb und vulgär", hätten aber "keinerlei Relevanz für die Frage, ob Jane Doe dem Geschehenen zugestimmt hat". Die Grand Jury werde sie als Teil des Gesamtbildes berücksichtigen.</p>
<h3 class="subheading">Ein Ja am Anfang gilt nicht für alles danach</h3>
<p>Das ist der rechtliche Kern – und der ist wichtig, auch jenseits dieses Falls.</p>
<p>Doe räumte in ihrer Aussage ein, dass sie anfangs bereit war, mit zwei Männern Sex zu haben. Danach kamen weitere. Laut Protokoll sagte sie: Sie habe eine Hand weggeschlagen, Nein gesagt, dass sie müde sei – und irgendwann nachgegeben. "Es war Nötigung, ja."</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4277084" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9227387"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-grosse-Barbie-Bluff-9227387.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/2/7/7/0/8/4/0a1353f4bb94e5dd.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der große Barbie-Bluff</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Einwilligung ist kein Freifahrtschein für den Rest der Nacht. Wer zu Beginn Ja sagt, sagt nicht für alles Ja, was danach kommt. Und wer im Nachhinein entspannt schreibt, kann trotzdem Grenzen erlebt haben, die überschritten wurden.</p>
<h3 class="subheading">Was die Uni gemacht hat – und was das bedeutet</h3>
<p>Cornell handelte nach Title IX, einem US-Bundesgesetz gegen geschlechtsbezogene Diskriminierung an Hochschulen.</p>
<p>Ein Gremium aus geschulten Lehrkräften und Mitarbeitern hörte beide Seiten über mehrere Tage an und verhängte Sanktionen: Ausschlüsse und Suspendierungen. <a href="https://www.insidehighered.com/news/students/safety/2026/09/29/cornell-faces-outcry-over-handling-rape-allegations" rel="external noopener" target="_blank">Laut Does Anwalt wurden</a> nur zwei der sieben Beschuldigten exmatrikuliert. Das Chi-Phi-Chapter wurde 2024 geschlossen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5090555" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11310043"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nackte-Haut-im-Schwimmbad-Deutschland-wird-wieder-pruede-11310043.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/0/5/5/5/master_schwimm-31be26af297ddf91.jpeg" alt="Gäste am Ufer des Strandbad Plötzensee" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gäste am Ufer des Strandbad Plötzensee" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nackte Haut im Schwimmbad: Deutschland wird wieder prüde</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Doe behauptet in ihrer Klage, die Beschuldigten seien nur vorläufig suspendiert worden und hätten ihre Strafe durch Aufsätze abmildern dürfen. Cornell widerspricht: "Keiner der Beschuldigten erhielt die Möglichkeit, als alleinige Konsequenz für seine Beteiligung Aufsätze zu verfassen."</p>
<p>Wichtig, um zu verstehen: Ein Verstoß gegen Hochschulregeln ist nicht automatisch eine Straftat. Und wo die Staatsanwaltschaft keine Anklage erhebt, kann die Hochschule trotzdem sanktionieren. Für eine Verurteilung vor Gericht braucht es härtere Beweise als für eine Universitätssanktion. Beides läuft parallel – und nach anderen Regeln.</p>
<h3 class="subheading">Was jetzt passiert</h3>
<p>Van Houten kündigte in seiner <a href="https://san.com/wp-content/uploads/securepdfs/2026/09/district-attorney-public-statement-9-28-26.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Stellungnahme vom 28. September</a> an, den Fall einer Grand Jury vorzulegen. Dieses Gremium aus Laien prüft Beweise und Zeugen und entscheidet, ob Anklage erhoben wird. Angeklagt ist bislang niemand.</p>
<p>Gouverneurin Kathy Hochul forderte eine externe Prüfung. Generalstaatsanwältin Letitia James untersucht Cornells Umgang mit dem Fall. Bürgermeister Robert G. Cantelmo verlangt ein Moratorium für Verbindungsveranstaltungen, bis Cornell seine Schutzprotokolle überprüft hat.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3252636" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="6321255"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gewalt-gegen-Frauen-und-Maedchen-TV-Klischees-und-Wirklichkeit-6321255.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="960" height="540" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/2/5/2/6/3/6/oppression-458621_960_720-870c8251090508cf.jpeg" style="aspect-ratio:960 / 540"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="960" height="540" style="aspect-ratio:960 / 540;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gewalt gegen Frauen und Mädchen: TV-Klischees und Wirklichkeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Männer weisen die Vorwürfe zurück. Anwalt Jeremy Saland sagt über seinen Mandanten Scott Kretzschmar: Er habe Doe "niemals sexuell missbraucht oder auch nur in irgendeiner Weise berührt". Scott Norris räumt ein, unbedacht im Chat gepostet zu haben – bestreitet aber jede Beteiligung an sexuellen Handlungen.</p>
<h3 class="subheading">Was bleibt</h3>
<p>Dieser Fall ist kein Einzelfall. Die <a href="https://provost.cornell.edu/initiatives/task-force-sa/tfsa-final-report-2026.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Cornell-Umfrage von 2025</a> zeigte das Ausmaß und trotz langjähriger Präventionsmaßnahmen bleiben die Zahlen "anhaltend hoch“. Allerdings antworteten 2025 nur 13 Prozent der Bachelor-Studenten, 2023 waren es noch 34 Prozent.</p>
<p>Offen bleibt, ob die Grand Jury Anklage erhebt. Und warum das Befragungsprotokoll der Campuspolizei nie bei der Staatsanwaltschaft ankam.</p>
Alkohol, Ketamin, ein Gruppenchat und widersprüchliche SMS: Der Fall Cornell zeigt, wo Moral endet und das Strafrecht Beweise verlangt.</p>
<p>35 Prozent der Bachelor-Studentinnen an der Cornell University in den USA berichten von sexuellen Übergriffen. Unter denen mit Verbindungserfahrung sind es 52 Prozent.</p>
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<p>Das sind keine abstrakten Zahlen. Das sind Menschen, die feiern gegangen sind – und danach unter Umständen nicht mehr wussten, was mit ihnen passiert ist. Oder es wussten, aber nicht sagen konnten.</p>
<p>Ein Fall aus dem Oktober 2024 zeigt, warum solche Fälle so selten vor Gericht landen. Und warum die Frage "War das noch einvernehmlich?" so schwer zu beantworten ist – für Gerichte, für Hochschulen und für alle Beteiligten.</p>
<h3 class="subheading">Was passiert sein soll</h3>
<p>Jane Doe – so heißt die Frau in den Gerichtsakten – war 20 Jahre alt. Bevor sie zum Verbindungshaus von Chi Phi an der Cornell University in Ithaca, New York, kam, hatte sie in drei Stunden rund zehn Standardgetränke getrunken. Sie wollte einen Freund treffen.</p>
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<p>Laut ihrer <a href="https://www.courthousenews.com/wp-content/uploads/2026/09/doe-cornell-new-york-supreme.pdf" rel="external noopener" target="_blank">101-seitigen Zivilklage</a> vom 16. September 2026 (Az. 161704/2026, New York Supreme Court, New York County) gaben ihr zwei Männer weiteren Alkohol und drängten sie, Ketamin zu schnupfen. Danach sollen sieben Mitglieder der Verbindung bis etwa 5:45 Uhr morgens sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben – obwohl sie nicht mehr einwilligungsfähig gewesen sei.</p>
<p>Gegen 1:42 Uhr schrieb eines der Mitglieder in den Snapchat-Gruppenchat "Chi Phi Actives", oben gebe es "kostenloses" sexuelles Vergnügen. Laut Klage war das eine Einladung an andere, mitzumachen. Ein weiteres Mitglied fragte später: "Ist der Laden noch offen?" Antwort: "Ja."</p>
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<p>Bewiesen ist das nicht. Es handelt sich um Behauptungen aus einer Zivilklage. Angeklagt ist bislang niemand.</p>
<h3 class="subheading">Warum gab es 2024 keine Anklage?</h3>
<p>Das ist der Teil, der den Fall so kompliziert macht.</p>
<p>Doe meldete den Vorfall am 8. November 2024 der Campuspolizei – also drei Wochen nach dem Vorfall. Der Bezirksstaatsanwalt von Tompkins County, Matthew Van Houten, stützte seine Entscheidung, keine Anklage zu erheben, auf ihre sechsseitige schriftliche Aussage.</p>
<p>Darin, so Van Houten in seiner <a href="https://san.com/wp-content/uploads/securepdfs/2026/09/district-attorney-public-statement-9-28-26.pdf" rel="external noopener" target="_blank">öffentlichen Stellungnahme vom 28. September 2026</a>, habe Doe den Drogenkonsum und die sexuellen Handlungen als freiwillig, bewusst und einvernehmlich beschrieben. Sexuelle Handlungen seien jedes Mal eingestellt worden, wenn sie darum bat.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4837632" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10352014"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Trump-Zensur-an-US-Unis-Harvard-kaempft-fuer-Freiheit-der-Wissenschaft-10352014.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1499" height="842" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/3/7/6/3/2/shutterstock_2544975431-93ebff8299da2c7e.jpeg" alt="Statue von John, Harvard, Gründer der gleichnamigen Universität." style="aspect-ratio:1499 / 842"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1499" height="842" alt="Statue von John, Harvard, Gründer der gleichnamigen Universität." style="aspect-ratio:1499 / 842;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Trump-Zensur an US-Unis? Harvard kämpft für Freiheit der Wissenschaft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Entscheidend war für ihn das New Yorker Strafrecht: Als durch Rauschmittel einwilligungsunfähig gilt dort nur, wem die Substanz ohne Zustimmung verabreicht wurde. Doe hatte den Konsum aber als freiwillig beschrieben.</p>
<p>Eigene Ermittlungen führte seine Behörde nicht. Sie verließ sich auf die Campuspolizei.</p>
<p>Dann kam die Zivilklage – und mit ihr neue Details. <em>CBS New York</em> <a href="https://www.cbsnews.com/newyork/news/cornell-university-rape-case-district-attorney-campus-police-interview/" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlichte Auszüge</a> aus einem Befragungsprotokoll der Campuspolizei vom 14. und 15. November 2024. Darin sagte Doe: Sie könne "mit hundertprozentiger Sicherheit" sagen, vergewaltigt worden zu sein. Über den anfänglichen Kontakt: "Ich hatte damit eigentlich kein Problem."</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="2622155" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="4337970"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Universitaeten-Bestechungsskandal-loest-Debatten-ueber-Aufnahme-und-Finanzierung-aus-4337970.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1200" height="675" src="https://www.heise.de/imgs/18/2/6/2/2/1/5/5/ba65c8b13018a5d8.jpeg" style="aspect-ratio:1200 / 675"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1200" height="675" style="aspect-ratio:1200 / 675;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Universitäten: Bestechungsskandal löst Debatten über Aufnahme und Finanzierung aus</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p><a href="https://www.bbc.com/news/articles/cmpq0r1ljpqwo" rel="external noopener" target="_blank">Über das, was später kam</a>: "Ich hatte das Gefühl, aufgrund meines hohen Alkoholpegels keine Entscheidungen treffen zu können. Für mich fühlte sich das wie Nötigung an."</p>
<p>Van Houten erklärte gegenüber <em>CBS</em>: Er habe dieses Protokoll nie gesehen. Hätte er es gehabt, hätte er weiter ermittelt.</p>
<p>Wie das möglich ist? Die Campuspolizei legte den Screenshot des Snapchat-Chats laut Cornell im November 2024 der Staatsanwaltschaft vor. Van Houten <a href="https://www.rnz.co.nz/news/world/1653943/new-york-prosecutors-reopen-investigation-after-student-files-lawsuit-over-alleged-gang-rape-at-cornell-university" rel="external noopener" target="_blank">bestritt das zunächst</a>, räumte später aber ein, Cornell habe die Screenshots an sein Team geschickt. Sie seien jedoch nicht Teil der ursprünglichen Prüfung gewesen.</p>
<h3 class="subheading">Was Chats beweisen – und was nicht</h3>
<p>Zwei Tage nach der Nacht schrieben sich Doe und einer der Männer SMS. <em>CBS News</em> <a href="https://www.cbsnews.com/newyork/news/text-messages-reveal-new-details-in-alleged-gang-rape-at-cornell-university/" rel="external noopener" target="_blank">zitiert daraus</a>: Er entschuldigte sich, seine Erinnerung sei "irgendwie verschwommen". Er und ein anderer seien zu betrunken gewesen, um einzugreifen – oder die anderen rauszuwerfen.</p>
<p>Doe antwortete, auch bei ihr sei alles "super verschwommen". Nichts von den sexuellen Handlungen sei illegal gewesen. Sie schlug vor, wieder gemeinsam zu rauchen – aber ohne "die zusätzlichen fünf Milliarden Männer und das Ketamin".</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4859535" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10394273"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Harvard-vs-Trump-Was-alle-im-Kampf-um-die-Bildungselite-uebersehen-10394273.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4608" height="2589" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/9/5/3/5/shutterstock_2461004789-a43e32e38dbe2c0a.jpeg" alt="Polizei auf Harvard-Campus während Nahost-Protesten" style="aspect-ratio:4608 / 2589"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4608" height="2589" alt="Polizei auf Harvard-Campus während Nahost-Protesten" style="aspect-ratio:4608 / 2589;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Harvard vs. Trump: Was alle im Kampf um die Bildungselite übersehen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ihr Anwalt Thomas Giuffra erklärt das mit einer Phase der Verleugnung: Doe habe herausfinden wollen, was passiert war, und geglaubt, nicht aggressiv auftreten zu dürfen, wenn sie Antworten wollte. Ob die Screenshots authentisch sind, konnte er nicht mit Sicherheit bestätigen.</p>
<p>Hier steckt das Kernproblem: Chats halten fest, was jemand in einem bestimmten Moment geschrieben hat. Was in der Nacht geschah, belegen sie nicht. Ein vulgärer Post macht niemanden automatisch zum Täter. Eine lockere SMS danach ist keine nachträgliche Einwilligung.</p>
<p><a href="https://abcnews.com/US/district-attorney-reopens-case-alleged-cornell-university-gang/story?id=136806149" rel="external noopener" target="_blank">Van Houten sagte in einem Interview</a> mit <em>ABC News</em>: Die Snapchat-Nachrichten seien "derb und vulgär", hätten aber "keinerlei Relevanz für die Frage, ob Jane Doe dem Geschehenen zugestimmt hat". Die Grand Jury werde sie als Teil des Gesamtbildes berücksichtigen.</p>
<h3 class="subheading">Ein Ja am Anfang gilt nicht für alles danach</h3>
<p>Das ist der rechtliche Kern – und der ist wichtig, auch jenseits dieses Falls.</p>
<p>Doe räumte in ihrer Aussage ein, dass sie anfangs bereit war, mit zwei Männern Sex zu haben. Danach kamen weitere. Laut Protokoll sagte sie: Sie habe eine Hand weggeschlagen, Nein gesagt, dass sie müde sei – und irgendwann nachgegeben. "Es war Nötigung, ja."</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4277084" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9227387"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-grosse-Barbie-Bluff-9227387.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/2/7/7/0/8/4/0a1353f4bb94e5dd.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der große Barbie-Bluff</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Einwilligung ist kein Freifahrtschein für den Rest der Nacht. Wer zu Beginn Ja sagt, sagt nicht für alles Ja, was danach kommt. Und wer im Nachhinein entspannt schreibt, kann trotzdem Grenzen erlebt haben, die überschritten wurden.</p>
<h3 class="subheading">Was die Uni gemacht hat – und was das bedeutet</h3>
<p>Cornell handelte nach Title IX, einem US-Bundesgesetz gegen geschlechtsbezogene Diskriminierung an Hochschulen.</p>
<p>Ein Gremium aus geschulten Lehrkräften und Mitarbeitern hörte beide Seiten über mehrere Tage an und verhängte Sanktionen: Ausschlüsse und Suspendierungen. <a href="https://www.insidehighered.com/news/students/safety/2026/09/29/cornell-faces-outcry-over-handling-rape-allegations" rel="external noopener" target="_blank">Laut Does Anwalt wurden</a> nur zwei der sieben Beschuldigten exmatrikuliert. Das Chi-Phi-Chapter wurde 2024 geschlossen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5090555" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11310043"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nackte-Haut-im-Schwimmbad-Deutschland-wird-wieder-pruede-11310043.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/0/5/5/5/master_schwimm-31be26af297ddf91.jpeg" alt="Gäste am Ufer des Strandbad Plötzensee" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gäste am Ufer des Strandbad Plötzensee" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nackte Haut im Schwimmbad: Deutschland wird wieder prüde</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Doe behauptet in ihrer Klage, die Beschuldigten seien nur vorläufig suspendiert worden und hätten ihre Strafe durch Aufsätze abmildern dürfen. Cornell widerspricht: "Keiner der Beschuldigten erhielt die Möglichkeit, als alleinige Konsequenz für seine Beteiligung Aufsätze zu verfassen."</p>
<p>Wichtig, um zu verstehen: Ein Verstoß gegen Hochschulregeln ist nicht automatisch eine Straftat. Und wo die Staatsanwaltschaft keine Anklage erhebt, kann die Hochschule trotzdem sanktionieren. Für eine Verurteilung vor Gericht braucht es härtere Beweise als für eine Universitätssanktion. Beides läuft parallel – und nach anderen Regeln.</p>
<h3 class="subheading">Was jetzt passiert</h3>
<p>Van Houten kündigte in seiner <a href="https://san.com/wp-content/uploads/securepdfs/2026/09/district-attorney-public-statement-9-28-26.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Stellungnahme vom 28. September</a> an, den Fall einer Grand Jury vorzulegen. Dieses Gremium aus Laien prüft Beweise und Zeugen und entscheidet, ob Anklage erhoben wird. Angeklagt ist bislang niemand.</p>
<p>Gouverneurin Kathy Hochul forderte eine externe Prüfung. Generalstaatsanwältin Letitia James untersucht Cornells Umgang mit dem Fall. Bürgermeister Robert G. Cantelmo verlangt ein Moratorium für Verbindungsveranstaltungen, bis Cornell seine Schutzprotokolle überprüft hat.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3252636" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="6321255"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gewalt-gegen-Frauen-und-Maedchen-TV-Klischees-und-Wirklichkeit-6321255.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="960" height="540" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/2/5/2/6/3/6/oppression-458621_960_720-870c8251090508cf.jpeg" style="aspect-ratio:960 / 540"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="960" height="540" style="aspect-ratio:960 / 540;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gewalt gegen Frauen und Mädchen: TV-Klischees und Wirklichkeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Männer weisen die Vorwürfe zurück. Anwalt Jeremy Saland sagt über seinen Mandanten Scott Kretzschmar: Er habe Doe "niemals sexuell missbraucht oder auch nur in irgendeiner Weise berührt". Scott Norris räumt ein, unbedacht im Chat gepostet zu haben – bestreitet aber jede Beteiligung an sexuellen Handlungen.</p>
<h3 class="subheading">Was bleibt</h3>
<p>Dieser Fall ist kein Einzelfall. Die <a href="https://provost.cornell.edu/initiatives/task-force-sa/tfsa-final-report-2026.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Cornell-Umfrage von 2025</a> zeigte das Ausmaß und trotz langjähriger Präventionsmaßnahmen bleiben die Zahlen "anhaltend hoch“. Allerdings antworteten 2025 nur 13 Prozent der Bachelor-Studenten, 2023 waren es noch 34 Prozent.</p>
<p>Offen bleibt, ob die Grand Jury Anklage erhebt. Und warum das Befragungsprotokoll der Campuspolizei nie bei der Staatsanwaltschaft ankam.</p>
2026-10-01T11:01:00.000Z
urn:bid:5174842
2026-10-01T09:35:00.000Z
Die Beschäftigten haben schon verzichtet. Jetzt will VW mehr. Wer am Ende zahlt – und was das für alle bedeutet. Ein Kommentar.</p>
<p><a href="https://www.telepolis.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html">175.000 Menschen auf der Straße</a>. 15 Städte. Ein Motto: "Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente."</p>
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<p>Und mittendrin, in Hannover, sprach Daniela Cavallo – Betriebsratsvorsitzende von Volkswagen – vor 15.000 Menschen. Ihre Botschaft drehte sich nicht um Gewerkschafts-Interna. Es war eine Grundsatzfrage: <a href="https://www.igm-bei-vw.de/meldung/daniela-cavallo-die-arbeitgeberseite-hat-den-anstand-verloren" rel="external noopener" target="_blank">Wer trägt die Kosten, wenn eine Industrie im Umbruch ist?</a> Die Beschäftigten – oder die Unternehmen?</p>
<p>VW gibt gerade eine Antwort. Und die sollte uns alle beunruhigen.</p>
<h3 class="subheading">Was VW am 30. September getan hat</h3>
<p>Am 30. September 2026 hat Volkswagen <a href="https://www.igm-bei-vw.de/meldung/vorstand-will-reihenweise-tarifvertraege-kuendigen-erste-auswirkungen-ab-januar-moeglich" rel="external noopener" target="_blank">zehn Tarifverträge zum Jahresende gekündigt</a> – praktisch die gesamte Palette an Haustarifen. Betroffen sind rund 130.000 Beschäftigte der Volkswagen AG in Deutschland.</p>
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<p>Was steckt in diesen Verträgen? Dinge, die jahrzehntelang als selbstverständlich galten:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li><strong>30 Urlaubstage</strong></li><li><strong>Schutz für ältere Beschäftigte</strong> – was ein Unternehmen seinen Mitarbeitern schuldet, wenn sie nach Jahrzehnten der Arbeit ihre bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können</li><li><strong>Übernahme von Auszubildenden</strong> nach der Ausbildung</li><li><strong>Zulagen und Zusatzvergütungen</strong>, die fest zur Einkommensplanung vieler Familien gehören</li></ul>
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<p>Besonders schwer wiegt die Kündigung des Manteltarifvertrags – er ist das Grundgesetz der Arbeitsbedingungen bei VW. Dass er gekündigt wird, ist neu: Bei der letzten Tarifrunde 2024 <a href="https://www.tarifrunde-vw.de/fragenantworten" rel="external noopener" target="_blank">wurde er zwar angepasst</a>, aber nicht gekündigt.</p>
<p>Die Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 – also der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen – ist von den Kündigungen nicht betroffen. Das ist wichtig. Aber es bedeutet nicht, dass keine Stellen wegfallen: Bereits 2024 war der Abbau von 35.000 Jobs bis 2030 vereinbart worden, über Altersteilzeit und Abfindungen.</p>
<p>Zusätzlich plant der Vorstand weltweit <a href="https://www.volkswagen-group.com/de/zukunftsplan-naechste-phase-der-transformation-20510" rel="external noopener" target="_blank">50.000 weitere Stellen im indirekten Bereich zu streichen</a> – etwa die Hälfte davon könnte auf Deutschland entfallen.</p>
<h3 class="subheading">Was VW als Begründung nennt</h3>
<p>VW-Personalvorstand Arne Meiswinkel verweist auf den Preiskampf, vor allem durch chinesische Hersteller, die günstig nach Europa exportieren. "Diese Marktveränderungen sind strukturell und tiefgreifend", <a href="https://www.volkswagen-group.com/de/pressemitteilungen/revisionsgespraeche-haben-begonnen-volkswagen-ag-kuendigt-verschiedene-tarifvertraege-zum-jahresende-20714" rel="external noopener" target="_blank">sagt er</a>. Mit den Kündigungen wolle man Verhandlungsraum öffnen – keine Regelung falle über Nacht weg.</p>
<p>Die wirtschaftliche Lage ist real. <a href="https://www.volkswagen-group.com/de/ad-hoc/volkswagen-ag-aktualisiert-die-prognose-fuer-das-geschaeftsjahr-2026-20701" rel="external noopener" target="_blank">VW hat seine Prognose für 2026 drastisch gesenkt</a>: Die operative Umsatzrendite soll statt der erwarteten 4,0 bis 5,5 Prozent nur noch bis zu 1 Prozent erreichen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152107" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423770"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Krise-Warum-geplante-Abbau-von-50-000-Stellen-keine-fixe-Zielgroesse-sind-11423770.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6720" height="3776" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/1/0/7/vw-werk-b1f6c802aec6fa6e.jpeg" alt="Volkswagen-Werk mit VW-Schriftzug" style="aspect-ratio:6720 / 3776"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6720" height="3776" alt="Volkswagen-Werk mit VW-Schriftzug" style="aspect-ratio:6720 / 3776;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">VW-Krise: Warum geplanter Abbau von 50.000 Stellen keine fixe Zielgröße ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Allerdings: Von den rund 10 Milliarden Euro Sondereffekten entfallen allein rund sechs Milliarden Euro auf eine Abschreibung auf den Porsche-Firmenwert – ein Buchungsvorgang, bei dem kein Geld abfließt. Bereinigt um solche Sondereffekte läge die Rendite bei rund 4 Prozent. Die Netto-Liquidität im Autogeschäft erwartet VW weiterhin bei 32 bis 34 Milliarden Euro. Akute Geldnot sieht anders aus.</p>
<h3 class="subheading">Was die Arbeitnehmerseite dazu sagt</h3>
<p>IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger nennt es ein "übles Foul". Seine Analyse: "Während Gewinne privatisiert werden, sollen unternehmerische Kosten und Risiken nun auf die Belegschaft verlagert werden."</p>
<p>Betriebsratsvorsitzende Cavallo spricht von Erpressung: erst Werke mit dem Aus bedrohen – Emden, Hannover, Zwickau, Neckarsulm –, dann Tarifeinschnitte durchsetzen. Dabei haben die Beschäftigten bereits 2024 erhebliche Zugeständnisse gemacht: Boni wurden gekürzt, Lohnerhöhungen eingefroren. Dieser Verzicht bringt VW jährlich rund 1,5 Milliarden Euro. Im Gegenzug hatte der Konzern Investitionen in neue Modelle und die Zukunftssicherung der Standorte zugesagt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5159079" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11441405"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Aktie-feiert-vier-Werke-bangen-Die-zynische-Logik-des-Kahlschlags-11441405.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/9/0/7/9/shutterstock_686053876-50428a55727c4e80.jpeg" alt="Das silberne Volkswagen-Logo auf einem Auto." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Das silberne Volkswagen-Logo auf einem Auto." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">VW-Aktie feiert, vier Werke bangen: Die zynische Logik des Kahlschlags</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Jetzt zweifelt VW <a href="https://www.igm-bei-vw.de/meldung/ig-metall-zieht-vertragsklausel-fuer-ueberpruefungsgespraech" rel="external noopener" target="_blank">laut IG Metall</a> daran, diese Zusagen einhalten zu können – und verlangt gleichzeitig weitere Beiträge der Belegschaft.</p>
<h3 class="subheading">Warum das weit über Wolfsburg hinausgeht</h3>
<p>Hier ist der Punkt, der über den VW-Konflikt hinausweist.</p>
<p>Volkswagen gilt seit Jahrzehnten als Musterbeispiel der deutschen Sozialpartnerschaft: Arbeitgeber und Gewerkschaft, die gemeinsam durch schwierige Zeiten navigieren. Mitbestimmung, Tarifbindung, verlässliche Standortzusagen – das war kein Zufall, sondern ein Modell. Ein Modell, das Deutschland wirtschaftlich stark gemacht hat.</p>
<p>Cavallo sagte es in Hannover so: "Eigentlich müsste man sich als Arbeitgeberseite in solchen Krisenzeiten auf die Sozialpartnerschaft besinnen. Bei Volkswagen erleben wir derzeit eine Abkehr von dieser jahrzehntealten Spielregel. Und wir sind damit nicht alleine."</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164410" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11451899"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Werk-Osnabrueck-Hier-sollen-bald-Raketen-statt-Autos-vom-Band-laufen-11451899.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1307" height="735" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/4/1/0/2ca1096b-d4eb-4403-bd60-06bdf4f02d1d-dd3887ab3d0d7198.jpeg" alt="Eine Rakete startet von einem Abschussgerät, Rauch steigt auf." style="aspect-ratio:1307 / 735"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1307" height="735" alt="Eine Rakete startet von einem Abschussgerät, Rauch steigt auf." style="aspect-ratio:1307 / 735;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">VW-Werk Osnabrück: Hier sollen bald Raketen statt Autos vom Band laufen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sie hat recht. Bei Mercedes drohen Arbeitgeber mit Werksschließungen, wenn die Belegschaft <a href="https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/mercedes-unter-kostendruck-vorstand-droht-mit-zwei-werkschliessungen/" rel="external noopener" target="_blank">keine unbezahlte Mehrarbeit leistet</a>. In anderen Branchen läuft dieselbe Debatte. Das Muster ist überall gleich: Die Kosten der Transformation sollen die Beschäftigten tragen.</p>
<p>Was VW heute tut, können andere morgen kopieren. Jedes Unternehmen, das beobachtet, dass selbst bei Volkswagen Tarifverträge in dieser Breite gekündigt werden können, lernt: Es geht auch so. Ohne politische Konsequenzen.</p>
<p>Das ist der Grund, warum dieser Konflikt nicht nur 130.000 VW-Beschäftigte betrifft. Er betrifft alle, die von Tarifverträgen abhängen – oder die sich fragen, ob das Modell der deutschen Sozialpartnerschaft noch trägt.</p>
<h3 class="subheading">Was jetzt kommt</h3>
<p>Beide Seiten verhandeln weiter – die nächsten Gespräche sind für die zweite Oktoberhälfte geplant. Die Friedenspflicht endet am 31. Dezember 2026. Ab dem 1. Januar 2027 ist die IG Metall streikfähig. Betriebsratsvorsitzende Cavallo kündigt eine "heftige Auseinandersetzung zum Jahreswechsel" an.</p>
<p>Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat sich bereits am 9. September in einer Regierungserklärung <a href="https://www.stk.niedersachsen.de/startseite/der_ministerprasident/aktuelles/volkswagen-im-wandel-verantwortung-fur-beschaftigung-standorte-und-industrielle-zukunft-253727.html" rel="external noopener" target="_blank">klar positioniert</a>: "Unser Ziel ist ein langfristig erfolgreiches, technologisch starkes und wettbewerbsfähiges Volkswagen" – mit starken Standorten und guten Arbeitsplätzen.</p>
<p>Die Frage ist, ob das Bekenntnis reicht. Oder ob es, wie Cavallo in Hannover sagte, wieder vor allem Beifall aus der Politik gibt – für die Arbeitgeberseite.</p>
Die Beschäftigten haben schon verzichtet. Jetzt will VW mehr. Wer am Ende zahlt – und was das für alle bedeutet. Ein Kommentar.</p>
<p><a href="https://www.telepolis.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html">175.000 Menschen auf der Straße</a>. 15 Städte. Ein Motto: "Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente."</p>
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<p>Und mittendrin, in Hannover, sprach Daniela Cavallo – Betriebsratsvorsitzende von Volkswagen – vor 15.000 Menschen. Ihre Botschaft drehte sich nicht um Gewerkschafts-Interna. Es war eine Grundsatzfrage: <a href="https://www.igm-bei-vw.de/meldung/daniela-cavallo-die-arbeitgeberseite-hat-den-anstand-verloren" rel="external noopener" target="_blank">Wer trägt die Kosten, wenn eine Industrie im Umbruch ist?</a> Die Beschäftigten – oder die Unternehmen?</p>
<p>VW gibt gerade eine Antwort. Und die sollte uns alle beunruhigen.</p>
<h3 class="subheading">Was VW am 30. September getan hat</h3>
<p>Am 30. September 2026 hat Volkswagen <a href="https://www.igm-bei-vw.de/meldung/vorstand-will-reihenweise-tarifvertraege-kuendigen-erste-auswirkungen-ab-januar-moeglich" rel="external noopener" target="_blank">zehn Tarifverträge zum Jahresende gekündigt</a> – praktisch die gesamte Palette an Haustarifen. Betroffen sind rund 130.000 Beschäftigte der Volkswagen AG in Deutschland.</p>
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<p>Was steckt in diesen Verträgen? Dinge, die jahrzehntelang als selbstverständlich galten:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li><strong>30 Urlaubstage</strong></li><li><strong>Schutz für ältere Beschäftigte</strong> – was ein Unternehmen seinen Mitarbeitern schuldet, wenn sie nach Jahrzehnten der Arbeit ihre bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können</li><li><strong>Übernahme von Auszubildenden</strong> nach der Ausbildung</li><li><strong>Zulagen und Zusatzvergütungen</strong>, die fest zur Einkommensplanung vieler Familien gehören</li></ul>
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<p>Besonders schwer wiegt die Kündigung des Manteltarifvertrags – er ist das Grundgesetz der Arbeitsbedingungen bei VW. Dass er gekündigt wird, ist neu: Bei der letzten Tarifrunde 2024 <a href="https://www.tarifrunde-vw.de/fragenantworten" rel="external noopener" target="_blank">wurde er zwar angepasst</a>, aber nicht gekündigt.</p>
<p>Die Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 – also der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen – ist von den Kündigungen nicht betroffen. Das ist wichtig. Aber es bedeutet nicht, dass keine Stellen wegfallen: Bereits 2024 war der Abbau von 35.000 Jobs bis 2030 vereinbart worden, über Altersteilzeit und Abfindungen.</p>
<p>Zusätzlich plant der Vorstand weltweit <a href="https://www.volkswagen-group.com/de/zukunftsplan-naechste-phase-der-transformation-20510" rel="external noopener" target="_blank">50.000 weitere Stellen im indirekten Bereich zu streichen</a> – etwa die Hälfte davon könnte auf Deutschland entfallen.</p>
<h3 class="subheading">Was VW als Begründung nennt</h3>
<p>VW-Personalvorstand Arne Meiswinkel verweist auf den Preiskampf, vor allem durch chinesische Hersteller, die günstig nach Europa exportieren. "Diese Marktveränderungen sind strukturell und tiefgreifend", <a href="https://www.volkswagen-group.com/de/pressemitteilungen/revisionsgespraeche-haben-begonnen-volkswagen-ag-kuendigt-verschiedene-tarifvertraege-zum-jahresende-20714" rel="external noopener" target="_blank">sagt er</a>. Mit den Kündigungen wolle man Verhandlungsraum öffnen – keine Regelung falle über Nacht weg.</p>
<p>Die wirtschaftliche Lage ist real. <a href="https://www.volkswagen-group.com/de/ad-hoc/volkswagen-ag-aktualisiert-die-prognose-fuer-das-geschaeftsjahr-2026-20701" rel="external noopener" target="_blank">VW hat seine Prognose für 2026 drastisch gesenkt</a>: Die operative Umsatzrendite soll statt der erwarteten 4,0 bis 5,5 Prozent nur noch bis zu 1 Prozent erreichen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152107" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423770"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Krise-Warum-geplante-Abbau-von-50-000-Stellen-keine-fixe-Zielgroesse-sind-11423770.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6720" height="3776" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/1/0/7/vw-werk-b1f6c802aec6fa6e.jpeg" alt="Volkswagen-Werk mit VW-Schriftzug" style="aspect-ratio:6720 / 3776"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6720" height="3776" alt="Volkswagen-Werk mit VW-Schriftzug" style="aspect-ratio:6720 / 3776;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">VW-Krise: Warum geplanter Abbau von 50.000 Stellen keine fixe Zielgröße ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Allerdings: Von den rund 10 Milliarden Euro Sondereffekten entfallen allein rund sechs Milliarden Euro auf eine Abschreibung auf den Porsche-Firmenwert – ein Buchungsvorgang, bei dem kein Geld abfließt. Bereinigt um solche Sondereffekte läge die Rendite bei rund 4 Prozent. Die Netto-Liquidität im Autogeschäft erwartet VW weiterhin bei 32 bis 34 Milliarden Euro. Akute Geldnot sieht anders aus.</p>
<h3 class="subheading">Was die Arbeitnehmerseite dazu sagt</h3>
<p>IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger nennt es ein "übles Foul". Seine Analyse: "Während Gewinne privatisiert werden, sollen unternehmerische Kosten und Risiken nun auf die Belegschaft verlagert werden."</p>
<p>Betriebsratsvorsitzende Cavallo spricht von Erpressung: erst Werke mit dem Aus bedrohen – Emden, Hannover, Zwickau, Neckarsulm –, dann Tarifeinschnitte durchsetzen. Dabei haben die Beschäftigten bereits 2024 erhebliche Zugeständnisse gemacht: Boni wurden gekürzt, Lohnerhöhungen eingefroren. Dieser Verzicht bringt VW jährlich rund 1,5 Milliarden Euro. Im Gegenzug hatte der Konzern Investitionen in neue Modelle und die Zukunftssicherung der Standorte zugesagt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5159079" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11441405"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Aktie-feiert-vier-Werke-bangen-Die-zynische-Logik-des-Kahlschlags-11441405.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/9/0/7/9/shutterstock_686053876-50428a55727c4e80.jpeg" alt="Das silberne Volkswagen-Logo auf einem Auto." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Das silberne Volkswagen-Logo auf einem Auto." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">VW-Aktie feiert, vier Werke bangen: Die zynische Logik des Kahlschlags</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Jetzt zweifelt VW <a href="https://www.igm-bei-vw.de/meldung/ig-metall-zieht-vertragsklausel-fuer-ueberpruefungsgespraech" rel="external noopener" target="_blank">laut IG Metall</a> daran, diese Zusagen einhalten zu können – und verlangt gleichzeitig weitere Beiträge der Belegschaft.</p>
<h3 class="subheading">Warum das weit über Wolfsburg hinausgeht</h3>
<p>Hier ist der Punkt, der über den VW-Konflikt hinausweist.</p>
<p>Volkswagen gilt seit Jahrzehnten als Musterbeispiel der deutschen Sozialpartnerschaft: Arbeitgeber und Gewerkschaft, die gemeinsam durch schwierige Zeiten navigieren. Mitbestimmung, Tarifbindung, verlässliche Standortzusagen – das war kein Zufall, sondern ein Modell. Ein Modell, das Deutschland wirtschaftlich stark gemacht hat.</p>
<p>Cavallo sagte es in Hannover so: "Eigentlich müsste man sich als Arbeitgeberseite in solchen Krisenzeiten auf die Sozialpartnerschaft besinnen. Bei Volkswagen erleben wir derzeit eine Abkehr von dieser jahrzehntealten Spielregel. Und wir sind damit nicht alleine."</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164410" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11451899"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Werk-Osnabrueck-Hier-sollen-bald-Raketen-statt-Autos-vom-Band-laufen-11451899.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1307" height="735" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/4/1/0/2ca1096b-d4eb-4403-bd60-06bdf4f02d1d-dd3887ab3d0d7198.jpeg" alt="Eine Rakete startet von einem Abschussgerät, Rauch steigt auf." style="aspect-ratio:1307 / 735"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1307" height="735" alt="Eine Rakete startet von einem Abschussgerät, Rauch steigt auf." style="aspect-ratio:1307 / 735;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">VW-Werk Osnabrück: Hier sollen bald Raketen statt Autos vom Band laufen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sie hat recht. Bei Mercedes drohen Arbeitgeber mit Werksschließungen, wenn die Belegschaft <a href="https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/mercedes-unter-kostendruck-vorstand-droht-mit-zwei-werkschliessungen/" rel="external noopener" target="_blank">keine unbezahlte Mehrarbeit leistet</a>. In anderen Branchen läuft dieselbe Debatte. Das Muster ist überall gleich: Die Kosten der Transformation sollen die Beschäftigten tragen.</p>
<p>Was VW heute tut, können andere morgen kopieren. Jedes Unternehmen, das beobachtet, dass selbst bei Volkswagen Tarifverträge in dieser Breite gekündigt werden können, lernt: Es geht auch so. Ohne politische Konsequenzen.</p>
<p>Das ist der Grund, warum dieser Konflikt nicht nur 130.000 VW-Beschäftigte betrifft. Er betrifft alle, die von Tarifverträgen abhängen – oder die sich fragen, ob das Modell der deutschen Sozialpartnerschaft noch trägt.</p>
<h3 class="subheading">Was jetzt kommt</h3>
<p>Beide Seiten verhandeln weiter – die nächsten Gespräche sind für die zweite Oktoberhälfte geplant. Die Friedenspflicht endet am 31. Dezember 2026. Ab dem 1. Januar 2027 ist die IG Metall streikfähig. Betriebsratsvorsitzende Cavallo kündigt eine "heftige Auseinandersetzung zum Jahreswechsel" an.</p>
<p>Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat sich bereits am 9. September in einer Regierungserklärung <a href="https://www.stk.niedersachsen.de/startseite/der_ministerprasident/aktuelles/volkswagen-im-wandel-verantwortung-fur-beschaftigung-standorte-und-industrielle-zukunft-253727.html" rel="external noopener" target="_blank">klar positioniert</a>: "Unser Ziel ist ein langfristig erfolgreiches, technologisch starkes und wettbewerbsfähiges Volkswagen" – mit starken Standorten und guten Arbeitsplätzen.</p>
<p>Die Frage ist, ob das Bekenntnis reicht. Oder ob es, wie Cavallo in Hannover sagte, wieder vor allem Beifall aus der Politik gibt – für die Arbeitgeberseite.</p>
2026-10-01T09:35:00.000Z
urn:bid:5174738
2026-10-01T08:00:00.000Z
Moskau entzieht der Metro AG die Kontrolle über ihr Russland-Geschäft. Über 800 Firmen traf es bereits. Doch Brüssel zögert aus gutem Grund.</p>
<p>Anfang dieser Woche unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin ein Dekret, das die Übertragung von 100 Prozent der Vermögenswerte des deutschen Einzelhandelskonzern Metro Cash & Carry in die vorübergehende Verwaltung der Gesellschaft Torg Rus anordnet. Damit verliert die Metro AG die operative Kontrolle über ihre russische Tochtergesellschaft.</p>
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<p>Auf diese Weise antwortet die russische Regierung auf die westlichen Sanktionen und das "Einfrieren" von Vermögenswerten der russischen Zentralbank durch westliche Staaten und stellt weitere europäische Konzerne unter die eigene öffentliche Aufsicht.</p>
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<h3 class="subheading">Zugriff Moskaus auf westliche Unternehmen</h3>
<p>Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine Ende Februar 2022 hat Moskau systematisch Vermögenswerte westlicher Konzerne unter staatliche Kontrolle gebracht. Betroffen sind Medienberichten <a href="https://ru.themoscowtimes.com/2026/03/19/v-rossii-natsionalizirovali-bolee-800-kompanii-a190183" rel="external noopener" target="_blank">zufolge</a> mittlerweile über 800 Firmen. In den Jahren 2022–2024 belief sich der Wert der beschlagnahmten Vermögenswerte der betreffenden Unternehmen auf rund 5 Billionen Rubel (etwa 60 Milliarden US-Dollar).</p>
<p>Im September 2026 wurden gleich mehrere große Konzerne unter die Kontrolle der eigens gegründeten LEV Management gestellt. Dazu <a href="https://www.themoscowtimes.com/2026/09/21/putin-orders-seizure-of-us-packaging-makers-russian-plant-a93762" rel="external noopener" target="_blank">zählen</a> der schweizerische Lebensmittelkonzern Nestlé mit rund 7.000 Mitarbeitern und sechs Werken, die französische Supermarktkette Auchan mit 230 Filialen und etwa 30.000 Beschäftigten, das Baumarkt-Netzwerk Leroy Merlin (Frankreich), das in Russland als Lemana Pro firmiert, sowie die ebenfalls französischen Logistikkonzerne FM Logistic und Bati Logistics.</p>
<p>Die Metro AG <a href="https://newsroom.metroag.de/de/news/metro-russland-wird-unter-voruebergehende-zwangsverwaltung-gestellt" rel="external noopener" target="_blank">betreibt</a> in Russland 91 Großhandelsgeschäfte mit rund 9.000 Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte das Russland-Geschäft einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro. Nach der nun verhängten vorübergehenden Zwangsverwaltung liegt das formale Eigentum zwar weiterhin bei der Metro AG, die operative Verfügungsgewalt ist jedoch verloren.</p>
<p>Bereits zuvor waren zahlreiche andere westliche Unternehmen von Zwangsverwaltungen <a href="https://www.reuters.com/world/europe/russias-seizures-offer-warning-western-firms-hoping-trump-inspired-return-2025-02-28" rel="external noopener" target="_blank">betroffen</a>: Danone (Frankreich) und Carlsberg (Dänemark) etwa verloren im Jahr 2023 die Kontrolle über ihre russischen Töchter, Fortum (Finnland) und Uniper (Deutschland) wurden im Energiesektor unter staatliche Verwaltung gestellt. Anno 2024 folgte unter anderem die weltweit führende Thermo-Gruppe Ariston (Italien).</p>
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<h3 class="subheading">Sonderfall McDonald’s</h3>
<p>Andere Unternehmen zogen sich frühzeitig, jedoch kostspielig aus dem Russland-Geschäft zurück und entgingen so einer späteren Zwangsverwaltung. Das bekannteste Beispiel bildet hier der Fast-Food-Konzern McDonald’s. Betroffen waren 850 Filialen mit rund 62.000 Mitarbeitern; der Rückzug kostete McDonald’s schätzungsweise 1,2 bis 1,4 Milliarden US-Dollar.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4852542" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10380909"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-McDonalds-bis-Zara-Kehren-westliche-Marken-nach-Russland-zurueck-10380909.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/2/5/4/2/shutterstock_2230532705-9c2b0ffd38642d15.jpeg" alt="Eine McDonalds Filiale in Russland" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Eine McDonalds Filiale in Russland" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von McDonalds bis Zara: Kehren westliche Marken nach Russland zurück?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Käufer war der russische Großunternehmer Alexander Govor, der die Filialen unter dem Namen "Vkusno i tochka" (Lecker und Punkt) weiterbetreibt. Der Vertrag enthielt eine 15-jährige Rückkaufoption, doch McDonald’s erklärte 2026, nicht nach Russland zurückkehren zu wollen. McDonald’s hat seine Markenrechte in Russland (rund 196 Marken) behalten und 2026 weitere registriert, um eine unrechtmäßige Nutzung zu verhindern.</p>
<h3 class="subheading">EU-Umgang mit russischen Vermögenswerten</h3>
<p>Der Status der russischen Vermögenswerte in der EU beinhaltet dagegen eine Immobilisierung, das sogenannte "Einfrieren" – jedoch keine Konfiszierung. Etwa 210 Milliarden Euro der russischen Zentralbank sind in der EU eingefroren, dazu etwa 28 Milliarden Euro privater Vermögen sanktionierter russischer Staatsbürger.</p>
<p>Das Eigentum bleibt jedoch bei Russland; eine Beschlagnahmung ist völkerrechtlich stark umstritten, denn Vermögenswerte von Zentralbanken sind durch staatliche Immunität geschützt. Die EU-Sanktionen sind zudem vorübergehende Maßnahmen und bieten allein keine Rechtsgrundlage für eine Pfändung.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5155610" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11434533"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Russlands-Drohnenfabrik-Alabuga-gibt-Raetsel-auf-11434533.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/5/6/1/0/master_Alabuga-dc68d78bcfca78b9.jpeg" alt="Luftaufnahme der Produktionsstätte Alabuga aus dem Jahr 2017. Man sieht ein paar spärliche Fabrikgebäude auf einem großen Terrain." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Luftaufnahme der Produktionsstätte Alabuga aus dem Jahr 2017. 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data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161173" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11445529"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Fernost-als-Wirtschaftsmotor-Putin-setzt-auf-Investitionen-und-Energie-11445529.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/1/7/3/shutterstock_2542566129-5cc54667bf674e02.jpeg" alt="Wladimir Putin mit Stift in der Hand" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img 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Energie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5104311" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11339941"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gazprom-Anlagen-brennen-Russlands-Wirtschaft-ist-im-Endstadium-11339941.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3648" 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leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gazprom-Anlagen brennen: "Russlands Wirtschaft ist im Endstadium"</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dennoch ist die Diskussion über eine Beschlagnahmung und Verwendung der russischen Finanzmittel, insbesondere zur Unterstützung der Ukraine, in der EU nicht abgeschlossen. Belgien blockiert gegenwärtig die Nutzung der russischen Vermögenswerte und warnt vor erheblichen rechtlichen und finanziellen Risiken, weil der Großteil des Geldes (rund 180 Milliarden Euro) bei der Verwahrstelle Euroclear in Brüssel liegt.</p>
<p>Belgien fürchtet, bei einer Beschlagnahmung allein auf milliardenschweren russischen Schadensersatzklagen sitzenzubleiben. Der Kompromissvorschlag, der derzeit in EU-Kreisen <a href="https://www.euronews.com/2026/09/05/could-an-eu-custodian-break-the-long-deadlock-on-the-russian-assets" rel="external noopener" target="_blank">diskutiert</a> wird, heißt "The Russian Transfer": Die eingefrorenen Vermögenswerte sollen von Euroclear auf eine neue, EU-eigene Verwahrstelle übertragen werden.</p>
<p>Die EU nutzt bislang daher "nur" die Zinserträge aus den eingefrorenen Geldern und leitet sie zur Unterstützung an Kiew <a href="https://germany.representation.ec.europa.eu/nachrichten-und-veranstaltungen/pressemitteilungen/14-milliarden-euro-aus-immobilisiertem-russischem-vermogen-fur-die-ukraine-2026-08-05_de" rel="external noopener" target="_blank">weiter</a>. Bis August 2026 wurden 1,4 Milliarden Euro an die Ukraine überwiesen; insgesamt belaufen sich diese Erträge auf rund 8 Milliarden Euro. Die EU hält dies für rechtmäßig, da die Zinsen nicht direkt Russland zustehen. Russland bezeichnet die Praxis als illegal und spricht von Diebstahl.</p>
<p>Die Verwendung der Erlöse ist dabei klar aufgeteilt: Der Großteil – etwa 95 Prozent – fließt über den "Ukraine-Kreditkooperationsmechanismus" (ULCM) an die Ukraine, um die Rückzahlung von Darlehen der EU und der G7-Länder zu unterstützen. Ein kleinerer Teil – etwa 5 Prozent – wird über die "Europäische Friedensfazilität" (EPF) für militärische und verteidigungspolitische Bedürfnisse der Ukraine bereitgestellt.</p>
<h3 class="subheading">Entkopplung zwischen Russland und dem Westen</h3>
<p>Damit ist eine weitere Stufe der Entkopplung zwischen Russland und dem Westen erreicht. Aus einzelnen Sanktionen und Unternehmensrückzügen hat sich zunehmend ein gegenseitiges System von Vermögenssperren und staatlichen Eingriffen entwickelt. Dabei handelt es sich weniger um einen kurzfristigen Handelskonflikt als vielmehr um eine strukturelle Neuordnung der Wirtschaftsbeziehungen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146997" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11414293"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Russlands-Automarkt-boomt-waehrend-Benzin-fuer-moderne-Autos-fehlt-11414293.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/9/9/7/Rubel-01-d4800377340f648c.jpeg" alt="5.000-Rubel-Schein mit Auto in Pfeil nach oben und leerem Kanister in Pfeil nach unten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="5.000-Rubel-Schein mit Auto in Pfeil nach oben und leerem Kanister in Pfeil nach unten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Russlands Automarkt boomt – während Benzin für moderne Autos fehlt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Während vor 2022 Handel, Investitionen und gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeiten bestanden, setzten danach Sanktionen, Rückzüge westlicher Unternehmen, Vermögenssperren und russische Gegenmaßnahmen ein.</p>
<p>Ein besonders wichtiger Aspekt ist dabei die Reziprozität: Je stärker der Westen russische Vermögenswerte nutzt oder beschlagnahmen möchte und je stärker Russland westliche Unternehmen kontrolliert oder übernimmt, desto schwieriger wird es, später wieder Vertrauen und Rechtssicherheit herzustellen. In Wirtschaftsfragen müssen künftig verstärkt nicht nur Marktchancen, sondern auch Enteignungs-, Sanktions- und Rechts- sowie geopolitische Risiken einkalkuliert werden.</p>
Moskau entzieht der Metro AG die Kontrolle über ihr Russland-Geschäft. Über 800 Firmen traf es bereits. Doch Brüssel zögert aus gutem Grund.</p>
<p>Anfang dieser Woche unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin ein Dekret, das die Übertragung von 100 Prozent der Vermögenswerte des deutschen Einzelhandelskonzern Metro Cash & Carry in die vorübergehende Verwaltung der Gesellschaft Torg Rus anordnet. Damit verliert die Metro AG die operative Kontrolle über ihre russische Tochtergesellschaft.</p>
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<p>Auf diese Weise antwortet die russische Regierung auf die westlichen Sanktionen und das "Einfrieren" von Vermögenswerten der russischen Zentralbank durch westliche Staaten und stellt weitere europäische Konzerne unter die eigene öffentliche Aufsicht.</p>
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<h3 class="subheading">Zugriff Moskaus auf westliche Unternehmen</h3>
<p>Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine Ende Februar 2022 hat Moskau systematisch Vermögenswerte westlicher Konzerne unter staatliche Kontrolle gebracht. Betroffen sind Medienberichten <a href="https://ru.themoscowtimes.com/2026/03/19/v-rossii-natsionalizirovali-bolee-800-kompanii-a190183" rel="external noopener" target="_blank">zufolge</a> mittlerweile über 800 Firmen. In den Jahren 2022–2024 belief sich der Wert der beschlagnahmten Vermögenswerte der betreffenden Unternehmen auf rund 5 Billionen Rubel (etwa 60 Milliarden US-Dollar).</p>
<p>Im September 2026 wurden gleich mehrere große Konzerne unter die Kontrolle der eigens gegründeten LEV Management gestellt. Dazu <a href="https://www.themoscowtimes.com/2026/09/21/putin-orders-seizure-of-us-packaging-makers-russian-plant-a93762" rel="external noopener" target="_blank">zählen</a> der schweizerische Lebensmittelkonzern Nestlé mit rund 7.000 Mitarbeitern und sechs Werken, die französische Supermarktkette Auchan mit 230 Filialen und etwa 30.000 Beschäftigten, das Baumarkt-Netzwerk Leroy Merlin (Frankreich), das in Russland als Lemana Pro firmiert, sowie die ebenfalls französischen Logistikkonzerne FM Logistic und Bati Logistics.</p>
<p>Die Metro AG <a href="https://newsroom.metroag.de/de/news/metro-russland-wird-unter-voruebergehende-zwangsverwaltung-gestellt" rel="external noopener" target="_blank">betreibt</a> in Russland 91 Großhandelsgeschäfte mit rund 9.000 Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte das Russland-Geschäft einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro. Nach der nun verhängten vorübergehenden Zwangsverwaltung liegt das formale Eigentum zwar weiterhin bei der Metro AG, die operative Verfügungsgewalt ist jedoch verloren.</p>
<p>Bereits zuvor waren zahlreiche andere westliche Unternehmen von Zwangsverwaltungen <a href="https://www.reuters.com/world/europe/russias-seizures-offer-warning-western-firms-hoping-trump-inspired-return-2025-02-28" rel="external noopener" target="_blank">betroffen</a>: Danone (Frankreich) und Carlsberg (Dänemark) etwa verloren im Jahr 2023 die Kontrolle über ihre russischen Töchter, Fortum (Finnland) und Uniper (Deutschland) wurden im Energiesektor unter staatliche Verwaltung gestellt. Anno 2024 folgte unter anderem die weltweit führende Thermo-Gruppe Ariston (Italien).</p>
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<h3 class="subheading">Sonderfall McDonald’s</h3>
<p>Andere Unternehmen zogen sich frühzeitig, jedoch kostspielig aus dem Russland-Geschäft zurück und entgingen so einer späteren Zwangsverwaltung. Das bekannteste Beispiel bildet hier der Fast-Food-Konzern McDonald’s. Betroffen waren 850 Filialen mit rund 62.000 Mitarbeitern; der Rückzug kostete McDonald’s schätzungsweise 1,2 bis 1,4 Milliarden US-Dollar.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4852542" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10380909"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-McDonalds-bis-Zara-Kehren-westliche-Marken-nach-Russland-zurueck-10380909.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/2/5/4/2/shutterstock_2230532705-9c2b0ffd38642d15.jpeg" alt="Eine McDonalds Filiale in Russland" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Eine McDonalds Filiale in Russland" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von McDonalds bis Zara: Kehren westliche Marken nach Russland zurück?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Käufer war der russische Großunternehmer Alexander Govor, der die Filialen unter dem Namen "Vkusno i tochka" (Lecker und Punkt) weiterbetreibt. Der Vertrag enthielt eine 15-jährige Rückkaufoption, doch McDonald’s erklärte 2026, nicht nach Russland zurückkehren zu wollen. McDonald’s hat seine Markenrechte in Russland (rund 196 Marken) behalten und 2026 weitere registriert, um eine unrechtmäßige Nutzung zu verhindern.</p>
<h3 class="subheading">EU-Umgang mit russischen Vermögenswerten</h3>
<p>Der Status der russischen Vermögenswerte in der EU beinhaltet dagegen eine Immobilisierung, das sogenannte "Einfrieren" – jedoch keine Konfiszierung. Etwa 210 Milliarden Euro der russischen Zentralbank sind in der EU eingefroren, dazu etwa 28 Milliarden Euro privater Vermögen sanktionierter russischer Staatsbürger.</p>
<p>Das Eigentum bleibt jedoch bei Russland; eine Beschlagnahmung ist völkerrechtlich stark umstritten, denn Vermögenswerte von Zentralbanken sind durch staatliche Immunität geschützt. Die EU-Sanktionen sind zudem vorübergehende Maßnahmen und bieten allein keine Rechtsgrundlage für eine Pfändung.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5155610" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11434533"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Russlands-Drohnenfabrik-Alabuga-gibt-Raetsel-auf-11434533.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/5/6/1/0/master_Alabuga-dc68d78bcfca78b9.jpeg" alt="Luftaufnahme der Produktionsstätte Alabuga aus dem Jahr 2017. Man sieht ein paar spärliche Fabrikgebäude auf einem großen Terrain." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Luftaufnahme der Produktionsstätte Alabuga aus dem Jahr 2017. 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data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161173" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11445529"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Fernost-als-Wirtschaftsmotor-Putin-setzt-auf-Investitionen-und-Energie-11445529.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/1/7/3/shutterstock_2542566129-5cc54667bf674e02.jpeg" alt="Wladimir Putin mit Stift in der Hand" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img 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Energie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5104311" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11339941"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gazprom-Anlagen-brennen-Russlands-Wirtschaft-ist-im-Endstadium-11339941.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3648" height="2050" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/4/3/1/1/shutterstock_2682906843-d9924248e8ed0b1c.jpeg" alt="Zapfsäulen mit Schild: "Entschuldigung, vorübergehend kein Kraftstoff"" style="aspect-ratio:3648 / 2050"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3648" height="2050" alt="Zapfsäulen mit Schild: "Entschuldigung, vorübergehend kein Kraftstoff"" style="aspect-ratio:3648 / 2050;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gazprom-Anlagen brennen: "Russlands Wirtschaft ist im Endstadium"</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dennoch ist die Diskussion über eine Beschlagnahmung und Verwendung der russischen Finanzmittel, insbesondere zur Unterstützung der Ukraine, in der EU nicht abgeschlossen. Belgien blockiert gegenwärtig die Nutzung der russischen Vermögenswerte und warnt vor erheblichen rechtlichen und finanziellen Risiken, weil der Großteil des Geldes (rund 180 Milliarden Euro) bei der Verwahrstelle Euroclear in Brüssel liegt.</p>
<p>Belgien fürchtet, bei einer Beschlagnahmung allein auf milliardenschweren russischen Schadensersatzklagen sitzenzubleiben. Der Kompromissvorschlag, der derzeit in EU-Kreisen <a href="https://www.euronews.com/2026/09/05/could-an-eu-custodian-break-the-long-deadlock-on-the-russian-assets" rel="external noopener" target="_blank">diskutiert</a> wird, heißt "The Russian Transfer": Die eingefrorenen Vermögenswerte sollen von Euroclear auf eine neue, EU-eigene Verwahrstelle übertragen werden.</p>
<p>Die EU nutzt bislang daher "nur" die Zinserträge aus den eingefrorenen Geldern und leitet sie zur Unterstützung an Kiew <a href="https://germany.representation.ec.europa.eu/nachrichten-und-veranstaltungen/pressemitteilungen/14-milliarden-euro-aus-immobilisiertem-russischem-vermogen-fur-die-ukraine-2026-08-05_de" rel="external noopener" target="_blank">weiter</a>. Bis August 2026 wurden 1,4 Milliarden Euro an die Ukraine überwiesen; insgesamt belaufen sich diese Erträge auf rund 8 Milliarden Euro. Die EU hält dies für rechtmäßig, da die Zinsen nicht direkt Russland zustehen. Russland bezeichnet die Praxis als illegal und spricht von Diebstahl.</p>
<p>Die Verwendung der Erlöse ist dabei klar aufgeteilt: Der Großteil – etwa 95 Prozent – fließt über den "Ukraine-Kreditkooperationsmechanismus" (ULCM) an die Ukraine, um die Rückzahlung von Darlehen der EU und der G7-Länder zu unterstützen. Ein kleinerer Teil – etwa 5 Prozent – wird über die "Europäische Friedensfazilität" (EPF) für militärische und verteidigungspolitische Bedürfnisse der Ukraine bereitgestellt.</p>
<h3 class="subheading">Entkopplung zwischen Russland und dem Westen</h3>
<p>Damit ist eine weitere Stufe der Entkopplung zwischen Russland und dem Westen erreicht. Aus einzelnen Sanktionen und Unternehmensrückzügen hat sich zunehmend ein gegenseitiges System von Vermögenssperren und staatlichen Eingriffen entwickelt. Dabei handelt es sich weniger um einen kurzfristigen Handelskonflikt als vielmehr um eine strukturelle Neuordnung der Wirtschaftsbeziehungen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146997" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11414293"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Russlands-Automarkt-boomt-waehrend-Benzin-fuer-moderne-Autos-fehlt-11414293.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/9/9/7/Rubel-01-d4800377340f648c.jpeg" alt="5.000-Rubel-Schein mit Auto in Pfeil nach oben und leerem Kanister in Pfeil nach unten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="5.000-Rubel-Schein mit Auto in Pfeil nach oben und leerem Kanister in Pfeil nach unten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Russlands Automarkt boomt – während Benzin für moderne Autos fehlt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Während vor 2022 Handel, Investitionen und gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeiten bestanden, setzten danach Sanktionen, Rückzüge westlicher Unternehmen, Vermögenssperren und russische Gegenmaßnahmen ein.</p>
<p>Ein besonders wichtiger Aspekt ist dabei die Reziprozität: Je stärker der Westen russische Vermögenswerte nutzt oder beschlagnahmen möchte und je stärker Russland westliche Unternehmen kontrolliert oder übernimmt, desto schwieriger wird es, später wieder Vertrauen und Rechtssicherheit herzustellen. In Wirtschaftsfragen müssen künftig verstärkt nicht nur Marktchancen, sondern auch Enteignungs-, Sanktions- und Rechts- sowie geopolitische Risiken einkalkuliert werden.</p>
2026-10-01T08:00:00.000Z
urn:bid:5174596
2026-10-01T07:00:00.000Z
Ex-Minister Fedorow plant ein "Manhattan-Projekt" für Kampfroboter. Die ethische Kernfrage – wie viel menschliche Kontrolle bleibt – beantwortet er nicht.</p>
<p>Die Ukraine will Soldaten aus den gefährlichsten Einsätzen herausholen und an ihre Stelle Maschinen schicken.</p>
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<p>Wer dabei sofort an autonome Killermaschinen denkt, sollte genau hinsehen: Was heute an der Front rollt, lenken Menschen aus der Ferne – und die humanoiden Kämpfer, wie sie in der Terminator-Reihe oder in Präsentationsvideos zu sehen sind, sind entweder noch Fiktion oder KI-generiert. Auf keinen Fall sind sie schon einsatzbereit.</p>
<p>Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat auf der IT Arena in Lwiw die Initiative <a href="https://thearmyofrobots.com/en">"Army of Robots"</a> vorgestellt. Sein erklärtes Fernziel: die Infanterie letztlich durch Roboter ersetzen.</p>
<h3 class="subheading">Ein "Manhattan-Projekt" mit Risikokapital</h3>
<p>Fedorow spricht in einer <a href="https://t.me/zedigital/6908">Mitteilung auf Telegram</a> von einem neuen "Manhattan-Projekt", das Ingenieure, Start-ups und Kapital bündeln soll. Die Mission: Menschenleben schützen. Roboter sollen Verwundete bergen, Munition bringen, Minen legen und räumen, aufklären, Stellungen halten – und Ziele angreifen.</p>
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<p>Der Zeitplan ist straff: Binnen sechs Monaten soll ein humanoider Roboter einen ersten bestätigten Einsatzerfolg liefern. Binnen eines Jahres sollen Maschinen die gefährlichsten Phasen eines Angriffs übernehmen, ohne dass Infanteristen danebenstehen.</p>
<p>Das sind Ziele, keine festen Termine – und für Forschung bleibt dabei keine Zeit. Zuerst fließt Geld an zwei oder drei Firmen, deren Waffen bereits getestet sind, <a href="https://www.defensenews.com/unmanned/2026/09/30/ukraines-former-defense-minister-launches-manhattan-project-for-killer-robots/" rel="external noopener" target="_blank">sagte Fedorow</a> gegenüber <em>Defense News</em>. Namen nannte er nicht.</p>
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<p>Geplant sind ein Risikokapitalfonds, eigene Rüstungsfirmen und eine Forschungsabteilung.</p>
<p>Fedorows wenige Wochen zuvor gegründetes Rüstungsunternehmen – bei dem <a href="https://www.defensenews.com/global/europe/2026/09/01/ousted-ukrainian-defense-chief-lands-palantir-ceo-as-first-investor-in-new-venture/">Palantir-Chef Alex Karp erster Investor</a> ist – startet zunächst mit einem Unternehmensfonds. Neben Robotern und Sensoren stehen billigere Abfangraketen gegen strahlgetriebene Shahed-Drohnen sowie KI-gesteuerte Drohnen und Raketen auf der Produktionsliste.</p>
<h3 class="subheading">Das Vorbild: die Army of Drones</h3>
<p>Das Modell kennt die Ukraine bereits. 2022 startete Fedorow, damals Minister für digitale Transformation, das Projekt "Army of Drones": Problem an der Front erkennen, Team suchen, Lösung mit der Truppe testen, bei Erfolg in Serie bringen.</p>
<p>Konkret: Als FPV-Drohnen <a href="https://star-navi.net/BlogsGernator/blogs/why-is-thermal-imaging-not-ideal-for-fpv-drone-surveillance-at-night.php" rel="external noopener" target="_blank">zu wenig Präzision bei Nacht</a> hatten, <a href="https://oboronka.mezha.ua/en/ukrajinski-kameri-dlya-droniv-311911/" rel="external noopener" target="_blank">entwickelten ukrainische Start-ups</a> binnen Wochen Wärmebildaufsätze – getestet direkt an der Front, dann skaliert.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5046685" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11213603"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-testet-erstmals-humanoide-Kampfroboter-an-der-Front-11213603.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1871" height="1051" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/6/6/8/5/Screenshot_2026-03-17_105520-24503de04e8c1562.png" alt="Humanoider Roboter Phantom-MK-1" style="aspect-ratio:1871 / 1051"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1871" height="1051" alt="Humanoider Roboter Phantom-MK-1" style="aspect-ratio:1871 / 1051;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine testet erstmals humanoide Kampfroboter an der Front</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Laut Fedorow gehen inzwischen <a href="https://t.me/zedigital/6908">über 95 Prozent der Treffer auf Drohnen zurück</a>, mehr als 700 Hersteller bauen sie im Land. Der staatliche Innovationscluster <a href="https://brave1.gov.ua/en/news/1000-grants-brave1">Brave1 meldet</a> seit 2023 mehr als 1000 Förderungen, allein 199 davon für Bodenrobotik. Insgesamt stellte Brave1 umgerechnet <a href="https://mod.gov.ua/en/news/brave1-has-awarded-more-than-1-000-grants-to-ukrainian-defense-developers" rel="external noopener" target="_blank">rund 140 Millionen Euro für Verteidigungstechnik</a> bereit.</p>
<h3 class="subheading">KI lernt mit Bildern von der Front</h3>
<p>Wie Software auf dem Schlachtfeld Ziele erkennen lernt, zeigt die Plattform Avengers Labs. Sie enthält mehr als fünf Millionen beschriftete Einzelbilder – überwiegend von unbemannten Systemen, gesammelt über das Kampfsystem DELTA.</p>
<p>Die Daten sind anonymisiert und zeitverzögert. Herunterladen können Firmen sie nicht; trainiert wird nur innerhalb der Plattform.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062777" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11255775"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Roboter-uebernehmen-Logistik-an-der-Front-11255775.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1400" height="787" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/7/7/7/Ukraine-forciert-den-Einsatz-von-UGV_Bild_MoD-Ukraine-7f1ae197df3a88f1.jpeg" alt="Ein Kettenfahrzeug mit Ladung und Antenne im Freien." style="aspect-ratio:1400 / 787"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1400" height="787" alt="Ein Kettenfahrzeug mit Ladung und Antenne im Freien." style="aspect-ratio:1400 / 787;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine: Roboter übernehmen Logistik an der Front</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Über 30 ukrainische Firmen nutzen sie bereits, drei Produkte daraus sind im Einsatz. Laut dem <a href="https://mod.gov.ua/en/news/uk-becomes-the-first-international-partner-to-join-avengers-labs">ukrainischen Verteidigungsministerium</a> kommen bis zu zwölf britische Firmen hinzu, ausgewählt von der britischen Rapid AI Delivery Task Force.</p>
<p>Im Fokus: Drohnenschwärme, die auch bei schwacher Funkverbindung oder ohne Satellitennavigation arbeiten. Die Vereinbarung unterzeichneten Präsident Wolodymyr Selenskyj und der britische Premier Andy Burnham.</p>
<h3 class="subheading">Ferngesteuert statt autonom</h3>
<p>Der Alltag ist nüchterner als die Vision. Bodenroboter transportieren Nachschub und bergen Verletzte: Im August zählte das Verteidigungsministerium <a href="https://www.defensenews.com/unmanned/2026/09/30/ukraines-former-defense-minister-launches-manhattan-project-for-killer-robots/">mehr als 25.000 solcher Missionen</a> – 3,3-mal so viele wie im Januar.</p>
<p>Erstmals legte jetzt auch ein <a href="https://mod.gov.ua/news/ukrainski-viiskovi-pershymy-u-sviti-provely-lohistychnu-misiiu-na-amfibiinomu-nrk">amphibischer Bodenroboter</a> über 40 Kilometer zu Land und im Wasser zurück, beladen mit Proviant und Munition.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5076377" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11282026"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-will-25-000-Logistik-Roboter-an-die-Front-schicken-11282026.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1536" height="863" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/6/3/7/7/08942_c_Ukraine_MoD-1536x865-1244f4fc09314515.jpeg" alt="Roboter Bizon-L im Einsatz" style="aspect-ratio:1536 / 863"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1536" height="863" alt="Roboter Bizon-L im Einsatz" style="aspect-ratio:1536 / 863;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine will 25.000 Logistik-Roboter an die Front schicken</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die realen Fahrzeuge steuern fast immer Menschen, meist per Starlink. Welche Entscheidungen künftige Maschinen selbst treffen dürfen und wie viel menschliche Kontrolle bleibt – das lassen Fedorows Pläne offen. Genau dort liegt die ethische Kernfrage. Und sie wird drängender, je schneller die Technik voranschreitet.</p>
<h3 class="subheading">Wettlauf gegen die Zeit</h3>
<p>Fedorow begründet das Tempo mit Russland, das ukrainische Innovationen kopiere und rasch in Masse fertige. "Wir müssen die erste Seite sein, die unsere eigenen Frontlinien durchbricht", sagte er. Die Ukraine müsse im nächsten Technikzyklus des Kriegs die Initiative ergreifen, bevor Russland es tue.</p>
<p>Wie dringend die Lage ist, zeigte das vergangene Wochenende wieder einmal: Russische Drohnen trafen in Kiew Kindergärten, Universitätsgebäude und ein Krankenhaus. Landesweit <a href="https://www.defensenews.com/unmanned/2026/09/30/ukraines-former-defense-minister-launches-manhattan-project-for-killer-robots/">starben mindestens drei Menschen</a>, Dutzende wurden verletzt.</p>
<p>"Wir haben nicht genug Zeit", sagte Fedorow. "Wir müssen diese Ergebnisse so schnell wie möglich erzielen."</p>
Ex-Minister Fedorow plant ein "Manhattan-Projekt" für Kampfroboter. Die ethische Kernfrage – wie viel menschliche Kontrolle bleibt – beantwortet er nicht.</p>
<p>Die Ukraine will Soldaten aus den gefährlichsten Einsätzen herausholen und an ihre Stelle Maschinen schicken.</p>
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<p>Wer dabei sofort an autonome Killermaschinen denkt, sollte genau hinsehen: Was heute an der Front rollt, lenken Menschen aus der Ferne – und die humanoiden Kämpfer, wie sie in der Terminator-Reihe oder in Präsentationsvideos zu sehen sind, sind entweder noch Fiktion oder KI-generiert. Auf keinen Fall sind sie schon einsatzbereit.</p>
<p>Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat auf der IT Arena in Lwiw die Initiative <a href="https://thearmyofrobots.com/en">"Army of Robots"</a> vorgestellt. Sein erklärtes Fernziel: die Infanterie letztlich durch Roboter ersetzen.</p>
<h3 class="subheading">Ein "Manhattan-Projekt" mit Risikokapital</h3>
<p>Fedorow spricht in einer <a href="https://t.me/zedigital/6908">Mitteilung auf Telegram</a> von einem neuen "Manhattan-Projekt", das Ingenieure, Start-ups und Kapital bündeln soll. Die Mission: Menschenleben schützen. Roboter sollen Verwundete bergen, Munition bringen, Minen legen und räumen, aufklären, Stellungen halten – und Ziele angreifen.</p>
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<p>Der Zeitplan ist straff: Binnen sechs Monaten soll ein humanoider Roboter einen ersten bestätigten Einsatzerfolg liefern. Binnen eines Jahres sollen Maschinen die gefährlichsten Phasen eines Angriffs übernehmen, ohne dass Infanteristen danebenstehen.</p>
<p>Das sind Ziele, keine festen Termine – und für Forschung bleibt dabei keine Zeit. Zuerst fließt Geld an zwei oder drei Firmen, deren Waffen bereits getestet sind, <a href="https://www.defensenews.com/unmanned/2026/09/30/ukraines-former-defense-minister-launches-manhattan-project-for-killer-robots/" rel="external noopener" target="_blank">sagte Fedorow</a> gegenüber <em>Defense News</em>. Namen nannte er nicht.</p>
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<p>Geplant sind ein Risikokapitalfonds, eigene Rüstungsfirmen und eine Forschungsabteilung.</p>
<p>Fedorows wenige Wochen zuvor gegründetes Rüstungsunternehmen – bei dem <a href="https://www.defensenews.com/global/europe/2026/09/01/ousted-ukrainian-defense-chief-lands-palantir-ceo-as-first-investor-in-new-venture/">Palantir-Chef Alex Karp erster Investor</a> ist – startet zunächst mit einem Unternehmensfonds. Neben Robotern und Sensoren stehen billigere Abfangraketen gegen strahlgetriebene Shahed-Drohnen sowie KI-gesteuerte Drohnen und Raketen auf der Produktionsliste.</p>
<h3 class="subheading">Das Vorbild: die Army of Drones</h3>
<p>Das Modell kennt die Ukraine bereits. 2022 startete Fedorow, damals Minister für digitale Transformation, das Projekt "Army of Drones": Problem an der Front erkennen, Team suchen, Lösung mit der Truppe testen, bei Erfolg in Serie bringen.</p>
<p>Konkret: Als FPV-Drohnen <a href="https://star-navi.net/BlogsGernator/blogs/why-is-thermal-imaging-not-ideal-for-fpv-drone-surveillance-at-night.php" rel="external noopener" target="_blank">zu wenig Präzision bei Nacht</a> hatten, <a href="https://oboronka.mezha.ua/en/ukrajinski-kameri-dlya-droniv-311911/" rel="external noopener" target="_blank">entwickelten ukrainische Start-ups</a> binnen Wochen Wärmebildaufsätze – getestet direkt an der Front, dann skaliert.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5046685" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11213603"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-testet-erstmals-humanoide-Kampfroboter-an-der-Front-11213603.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1871" height="1051" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/6/6/8/5/Screenshot_2026-03-17_105520-24503de04e8c1562.png" alt="Humanoider Roboter Phantom-MK-1" style="aspect-ratio:1871 / 1051"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1871" height="1051" alt="Humanoider Roboter Phantom-MK-1" style="aspect-ratio:1871 / 1051;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine testet erstmals humanoide Kampfroboter an der Front</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Laut Fedorow gehen inzwischen <a href="https://t.me/zedigital/6908">über 95 Prozent der Treffer auf Drohnen zurück</a>, mehr als 700 Hersteller bauen sie im Land. Der staatliche Innovationscluster <a href="https://brave1.gov.ua/en/news/1000-grants-brave1">Brave1 meldet</a> seit 2023 mehr als 1000 Förderungen, allein 199 davon für Bodenrobotik. Insgesamt stellte Brave1 umgerechnet <a href="https://mod.gov.ua/en/news/brave1-has-awarded-more-than-1-000-grants-to-ukrainian-defense-developers" rel="external noopener" target="_blank">rund 140 Millionen Euro für Verteidigungstechnik</a> bereit.</p>
<h3 class="subheading">KI lernt mit Bildern von der Front</h3>
<p>Wie Software auf dem Schlachtfeld Ziele erkennen lernt, zeigt die Plattform Avengers Labs. Sie enthält mehr als fünf Millionen beschriftete Einzelbilder – überwiegend von unbemannten Systemen, gesammelt über das Kampfsystem DELTA.</p>
<p>Die Daten sind anonymisiert und zeitverzögert. Herunterladen können Firmen sie nicht; trainiert wird nur innerhalb der Plattform.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062777" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11255775"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Roboter-uebernehmen-Logistik-an-der-Front-11255775.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1400" height="787" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/7/7/7/Ukraine-forciert-den-Einsatz-von-UGV_Bild_MoD-Ukraine-7f1ae197df3a88f1.jpeg" alt="Ein Kettenfahrzeug mit Ladung und Antenne im Freien." style="aspect-ratio:1400 / 787"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1400" height="787" alt="Ein Kettenfahrzeug mit Ladung und Antenne im Freien." style="aspect-ratio:1400 / 787;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine: Roboter übernehmen Logistik an der Front</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Über 30 ukrainische Firmen nutzen sie bereits, drei Produkte daraus sind im Einsatz. Laut dem <a href="https://mod.gov.ua/en/news/uk-becomes-the-first-international-partner-to-join-avengers-labs">ukrainischen Verteidigungsministerium</a> kommen bis zu zwölf britische Firmen hinzu, ausgewählt von der britischen Rapid AI Delivery Task Force.</p>
<p>Im Fokus: Drohnenschwärme, die auch bei schwacher Funkverbindung oder ohne Satellitennavigation arbeiten. Die Vereinbarung unterzeichneten Präsident Wolodymyr Selenskyj und der britische Premier Andy Burnham.</p>
<h3 class="subheading">Ferngesteuert statt autonom</h3>
<p>Der Alltag ist nüchterner als die Vision. Bodenroboter transportieren Nachschub und bergen Verletzte: Im August zählte das Verteidigungsministerium <a href="https://www.defensenews.com/unmanned/2026/09/30/ukraines-former-defense-minister-launches-manhattan-project-for-killer-robots/">mehr als 25.000 solcher Missionen</a> – 3,3-mal so viele wie im Januar.</p>
<p>Erstmals legte jetzt auch ein <a href="https://mod.gov.ua/news/ukrainski-viiskovi-pershymy-u-sviti-provely-lohistychnu-misiiu-na-amfibiinomu-nrk">amphibischer Bodenroboter</a> über 40 Kilometer zu Land und im Wasser zurück, beladen mit Proviant und Munition.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5076377" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11282026"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-will-25-000-Logistik-Roboter-an-die-Front-schicken-11282026.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1536" height="863" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/6/3/7/7/08942_c_Ukraine_MoD-1536x865-1244f4fc09314515.jpeg" alt="Roboter Bizon-L im Einsatz" style="aspect-ratio:1536 / 863"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1536" height="863" alt="Roboter Bizon-L im Einsatz" style="aspect-ratio:1536 / 863;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine will 25.000 Logistik-Roboter an die Front schicken</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Fedorow begründet das Tempo mit Russland, das ukrainische Innovationen kopiere und rasch in Masse fertige. "Wir müssen die erste Seite sein, die unsere eigenen Frontlinien durchbricht", sagte er. Die Ukraine müsse im nächsten Technikzyklus des Kriegs die Initiative ergreifen, bevor Russland es tue.</p>
<p>Wie dringend die Lage ist, zeigte das vergangene Wochenende wieder einmal: Russische Drohnen trafen in Kiew Kindergärten, Universitätsgebäude und ein Krankenhaus. Landesweit <a href="https://www.defensenews.com/unmanned/2026/09/30/ukraines-former-defense-minister-launches-manhattan-project-for-killer-robots/">starben mindestens drei Menschen</a>, Dutzende wurden verletzt.</p>
<p>"Wir haben nicht genug Zeit", sagte Fedorow. "Wir müssen diese Ergebnisse so schnell wie möglich erzielen."</p>
2026-10-01T07:00:00.000Z
urn:bid:5173359
2026-10-01T06:00:00.000Z
Ein vertrauliches Dokument ihres eigenen Hauses widerspricht der Ministerin in fast jedem Punkt. Die Details sind brisant.</p>
<p>Geht es nach Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, dann sollen nicht nur Erdgaskraftwerke im deutschen Stromnetz fröhliche Urständ feiern, sondern auch die Atomkraft wieder salonfähig werden.</p>
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<p>Reiche wirbt bereits seit Februar für Mini-Reaktoren, wie sie auch Bayerns Ministerpräsident <a href="https://www.merkur.de/politik/markus-soeder-per38305/" rel="external noopener" target="_blank">Markus Söder</a> propagiert.</p>
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<p>Nachdem Reiche schon auf der Energiekonferenz <a href="https://www.telepolis.de/article/Katherina-Reiche-in-Houston-Erklagte-Dokumente-zeigen-fossilen-Kurswechsel-11463098.html" rel="external noopener" target="_blank">CERAWeek</a> im texanischen Houston im März erklärt hatte, dass der Ausstieg aus der Kernenergie ein großer Fehler gewesen sei, stellte sie ihr Rezept für die deutsche Energiezukunft wie folgt vor: ein Mix aus Wind, Sonne, Gas und Small Modular Reactors (SMR). <a href="https://www.telepolis.de/article/Hessen-zuendet-den-naechsten-Schritt-zur-Fusionsenergie-11320498.html" rel="external noopener" target="_blank">Fusionskraftwerke</a>, wie sie in Bayern und Hessen gerade als Zukunftslösungen vorgeschlagen wurden, kommen dabei offensichtlich nicht mehr vor.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5170099" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11463098"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Katherina-Reiche-in-Houston-Erklagte-Dokumente-zeigen-fossilen-Kurswechsel-11463098.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/0/0/9/9/reiche-usa_Zeichenfla__che_1-92347c7ab56df0e7.jpeg" alt="Katherina Reiche mit Mund als Reißverschluss vor US-Flagge mit Gasflamme im blauen Feld" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Katherina Reiche mit Mund als Reißverschluss vor US-Flagge mit Gasflamme im blauen Feld" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Katherina Reiche in Houston: Erklagte Dokumente zeigen fossilen Kurswechsel</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Das Wirtschaftsministerium spielt beim Kernenergie-Revival offensichtlich nicht mit</strong></h3>
<p>Wie der <em>Spiegel</em><em> Ende September</em> <a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mini-akw-katherina-reiche-wirbt-fuer-atomenergie-nun-entzaubern-ihre-leute-kleine-kernkraftwerke-a-dee6390e-3212-41d1-8be1-b3c9ff08e035" rel="external noopener" target="_blank">b</a><a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mini-akw-katherina-reiche-wirbt-fuer-atomenergie-nun-entzaubern-ihre-leute-kleine-kernkraftwerke-a-dee6390e-3212-41d1-8be1-b3c9ff08e035" rel="external noopener" target="_blank">erichtete</a>, schickte Reiches Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine vertrauliche Unterrichtung an den Wirtschafts- und Energieausschuss des Bundestags und die liest sich wie eine <a href="https://www.fr.de/wirtschaft/reiche-will-mini-akw-doch-wirtschaftsministerium-selbst-zweifelt-zr-94507948.html" rel="external noopener" target="_blank">Absage an die eigene Chefin</a>.</p>
<p>In dem Papier, so der <em>Spiegel</em>, wird unmissverständlich klargestellt, dass es bislang keine serienmäßig gefertigten und kommerziell erprobten SMRs auf dem Markt gibt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5101884" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11335146"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kleine-Reaktoren-grosse-Versprechen-Katharina-Reiches-Atomwette-11335146.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/1/8/8/4/shutterstock_2605990007-4616f330fb0d005a.jpeg" alt="3D-Rendering eines SMR" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="3D-Rendering eines SMR" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kleine Reaktoren, große Versprechen: Katherina Reiches Atomwette</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der zentrale angebliche Vorteil der Technologie – eine günstige Massenfertigung – sei damit reine Theorie. Empirische Belege für reale Kosteneinsparungen durch den modularen Aufbau fehlten. Mehr noch: Die Stromerzeugung mit SMRs käme sogar teurer als die aus den ohnehin schon kostspieligen Großkraftwerken. Das Urteil der Fachleute ist vernichtend: Weltweit seien SMRs aktuell nicht marktreif. Lediglich in China und Russland existierten bisher Prototypen im Betrieb.</p>
<p>Warum sich die deutsche Politik jetzt auf diese Länder stützen will, während man lautstark von Sanktionen und De-Risking tönt, ist kaum nachvollziehbar.</p>
<h3 class="subheading">Hürden für eine Rückkehr der Atomkraft im Mini-Format</h3>
<p>Bislang sind alle SMR-Projekte auf finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand angewiesen. Als Beispiel nennt das BMWE das kanadische <a href="https://www.gevernova.com/nuclear/carbon-free-power/bwrx-300-small-modular-reactor" rel="external noopener" target="_blank">BWRX-300-Projekt</a>, das bisher einzige seiner Art in einem westlichen Land, das nur dank massiver staatlicher Förderung überhaupt gebaut wird. Genau dieses Modell soll nun auch <a href="https://evertiq.de/design/2026-09-24-sge-ge-vernova-hitachi-und-samsung-ct-wollen-bwrx-300-ausbau-in-europa-vorantreiben" rel="external noopener" target="_blank">in Europa forciert</a> werden. Entsprechend gering sei das Interesse privater Investoren, das erhebliche finanzielle Risiko auf eigene Kappe zu nehmen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4856902" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10389178"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Atomkraft-Europas-strahlende-Zukunft-10389178.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/6/9/0/2/Master_Atomkraft-09c9d7ba6be1f6cd.jpeg" alt="Grüne Landschaft und Kernkraftwerk" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grüne Landschaft und Kernkraftwerk" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Atomkraft: Europas strahlende Zukunft?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Laut <em>Spiegel</em> steht die geplante Förderpolitik in direktem Widerspruch zur Argumentationslinie der Wirtschaftsministerin. Sie erklärt, dass sie Subventionen im Energiebereich abbauen will. Dies aber offensichtlich schwerpunktmäßig bei den Erneuerbaren, also bei Wind- und Solarenergie.</p>
<p>Abseits der technischen Umsetzung von SMRs verhindert derzeit auch der rechtliche Rahmen eine Renaissance der Atomkraft in Deutschland.</p>
<p>Das bayerische Umweltministerium reagierte schon im Frühjahr 2026 deutlich auf eine Anfrage der Grünen im Landtag, dass man um die atomrechtliche Zulassung der Errichtung und des Betriebs von SMR in Verbindung mit der Stromerzeugung sowie der Transmutation zu ermöglichen, im Atomgesetz des Bundes das Verbot der Neugenehmigung kommerzieller Kernkraftwerke sowie der Wiederaufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe und der hierfür notwendigen Anlagen aufheben müsse.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Auch Umweltverbände sehen die Reiche-Pläne kritisch</strong></h3>
<p>Olaf Bandt, Chef des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) <a href="https://background.tagesspiegel.de/energie-und-klima/briefing/mini-atomkraftwerke-und-die-maer-von-der-resilienz" rel="external noopener" target="_blank">warnt im</a> <em>Tagesspiegel</em>: Er bezeichnet SMRs als "teuer, gefährlich" und einen "Wiederaufguss alter Atomkonzepte". Dieser von Reiche vorgeschlagene Pfad sei untauglich, um die Energieversorgung zu sichern oder dem Klimaschutz zu dienen.</p>
<p>Was bei der Rückkehr der Atomkraftwerke ebenso wie bei den Fusionskraftwerken gerne verdrängt wird, ist die Tatsache, dass es sich bei allen auf fossilen Energieträgern basierenden Kraftwerken um neue Umsetzungen des klassischen <a href="https://www.threads.com/@chrisstoecker/post/DdrQP0qlXxq/auch-ein-fusionskraftwerk-ware-im-prinzip-nichts-anderes-als-ein-tauchsieder/" rel="external noopener" target="_blank">Tauchsiederprinzips</a> handelt. Dabei wird Wasser erhitzt und mittels Dampfturbinen ein Generator angetrieben. Ein nicht zu unterschätzender Nachteil dieses Prinzips besteht in dem aus technischen Gründen bestehenden enormen Kühlwasserbedarf.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5044925" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11210177"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-und-sein-Elend-mit-der-Atomkraft-11210177.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/4/9/2/5/Aomretro-2_Zeichenfla__che_1-0bfb2e407104c1c1.gif" alt="Hände drehen Atomzeichen in Ziffernblatt zurück" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hände drehen Atomzeichen in Ziffernblatt zurück" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland und sein Elend mit der Atomkraft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4834426" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10345875"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-Kernfusion-und-Atomstrom-Alte-Traeume-erstrahlen-neu-10345875.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/3/4/4/2/6/toka-56d257959b6030dd.jpeg" alt="Innenansicht Tokamak-Fusionsreaktor" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Innenansicht Tokamak-Fusionsreaktor" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland: Kernfusion und Atomstrom – Alte Träume erstrahlen neu</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der hohe Kühlwasserbedarf führt gerade in den Sommermonaten immer wieder zu einer für die Gewässerlebewesen gefährlichen Aufheizung der Flüsse und folglich zu einer <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/freiburg/akw-beznau-wegen-hitze-vom-netz-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Drosselung der Kraftwerksleistung</a> oder zu einer vollständigen Abschaltung.</p>
<p>Mit ihrer Forcierung fossiler Energieträger wagt Ministerin Reiche einen Schritt zurück in die Technikwelt des 19. Jahrhunderts und bedient damit wohl den Wunsch mancher Bundesbürger, zu alten, vorgeblich noch besseren und weniger komplexen Techniken zurückzukehren.</p>
<p>So schreibt Christian Stöcker am 27. September 2026 in seiner <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiewende-wie-sich-deutschland-von-150-jahre-alter-dampftechnik-loest-kolumne-a-b2af1506-aed6-4f3c-a208-eb9aa3f20ed1" rel="external noopener" target="_blank">Spiegel-Kolumne</a>:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Vorstellung, dass man, um all den benötigten Strom zu erzeugen, fossile Energieträger verbrennen, dabei Wasser erhitzen und mit dem Dampf Turbinen drehen muss, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Für beliebige Arten von thermischen Kraftwerken gilt das Gleiche wie für Dampfmaschinen: Es handelt sich im Kern um Retrotechnik."</p>
Ein vertrauliches Dokument ihres eigenen Hauses widerspricht der Ministerin in fast jedem Punkt. Die Details sind brisant.</p>
<p>Geht es nach Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, dann sollen nicht nur Erdgaskraftwerke im deutschen Stromnetz fröhliche Urständ feiern, sondern auch die Atomkraft wieder salonfähig werden.</p>
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<p>Reiche wirbt bereits seit Februar für Mini-Reaktoren, wie sie auch Bayerns Ministerpräsident <a href="https://www.merkur.de/politik/markus-soeder-per38305/" rel="external noopener" target="_blank">Markus Söder</a> propagiert.</p>
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<p>Nachdem Reiche schon auf der Energiekonferenz <a href="https://www.telepolis.de/article/Katherina-Reiche-in-Houston-Erklagte-Dokumente-zeigen-fossilen-Kurswechsel-11463098.html" rel="external noopener" target="_blank">CERAWeek</a> im texanischen Houston im März erklärt hatte, dass der Ausstieg aus der Kernenergie ein großer Fehler gewesen sei, stellte sie ihr Rezept für die deutsche Energiezukunft wie folgt vor: ein Mix aus Wind, Sonne, Gas und Small Modular Reactors (SMR). <a href="https://www.telepolis.de/article/Hessen-zuendet-den-naechsten-Schritt-zur-Fusionsenergie-11320498.html" rel="external noopener" target="_blank">Fusionskraftwerke</a>, wie sie in Bayern und Hessen gerade als Zukunftslösungen vorgeschlagen wurden, kommen dabei offensichtlich nicht mehr vor.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5170099" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11463098"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Katherina-Reiche-in-Houston-Erklagte-Dokumente-zeigen-fossilen-Kurswechsel-11463098.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/0/0/9/9/reiche-usa_Zeichenfla__che_1-92347c7ab56df0e7.jpeg" alt="Katherina Reiche mit Mund als Reißverschluss vor US-Flagge mit Gasflamme im blauen Feld" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Katherina Reiche mit Mund als Reißverschluss vor US-Flagge mit Gasflamme im blauen Feld" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Katherina Reiche in Houston: Erklagte Dokumente zeigen fossilen Kurswechsel</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Das Wirtschaftsministerium spielt beim Kernenergie-Revival offensichtlich nicht mit</strong></h3>
<p>Wie der <em>Spiegel</em><em> Ende September</em> <a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mini-akw-katherina-reiche-wirbt-fuer-atomenergie-nun-entzaubern-ihre-leute-kleine-kernkraftwerke-a-dee6390e-3212-41d1-8be1-b3c9ff08e035" rel="external noopener" target="_blank">b</a><a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mini-akw-katherina-reiche-wirbt-fuer-atomenergie-nun-entzaubern-ihre-leute-kleine-kernkraftwerke-a-dee6390e-3212-41d1-8be1-b3c9ff08e035" rel="external noopener" target="_blank">erichtete</a>, schickte Reiches Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine vertrauliche Unterrichtung an den Wirtschafts- und Energieausschuss des Bundestags und die liest sich wie eine <a href="https://www.fr.de/wirtschaft/reiche-will-mini-akw-doch-wirtschaftsministerium-selbst-zweifelt-zr-94507948.html" rel="external noopener" target="_blank">Absage an die eigene Chefin</a>.</p>
<p>In dem Papier, so der <em>Spiegel</em>, wird unmissverständlich klargestellt, dass es bislang keine serienmäßig gefertigten und kommerziell erprobten SMRs auf dem Markt gibt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5101884" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11335146"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kleine-Reaktoren-grosse-Versprechen-Katharina-Reiches-Atomwette-11335146.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/1/8/8/4/shutterstock_2605990007-4616f330fb0d005a.jpeg" alt="3D-Rendering eines SMR" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="3D-Rendering eines SMR" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kleine Reaktoren, große Versprechen: Katherina Reiches Atomwette</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der zentrale angebliche Vorteil der Technologie – eine günstige Massenfertigung – sei damit reine Theorie. Empirische Belege für reale Kosteneinsparungen durch den modularen Aufbau fehlten. Mehr noch: Die Stromerzeugung mit SMRs käme sogar teurer als die aus den ohnehin schon kostspieligen Großkraftwerken. Das Urteil der Fachleute ist vernichtend: Weltweit seien SMRs aktuell nicht marktreif. Lediglich in China und Russland existierten bisher Prototypen im Betrieb.</p>
<p>Warum sich die deutsche Politik jetzt auf diese Länder stützen will, während man lautstark von Sanktionen und De-Risking tönt, ist kaum nachvollziehbar.</p>
<h3 class="subheading">Hürden für eine Rückkehr der Atomkraft im Mini-Format</h3>
<p>Bislang sind alle SMR-Projekte auf finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand angewiesen. Als Beispiel nennt das BMWE das kanadische <a href="https://www.gevernova.com/nuclear/carbon-free-power/bwrx-300-small-modular-reactor" rel="external noopener" target="_blank">BWRX-300-Projekt</a>, das bisher einzige seiner Art in einem westlichen Land, das nur dank massiver staatlicher Förderung überhaupt gebaut wird. Genau dieses Modell soll nun auch <a href="https://evertiq.de/design/2026-09-24-sge-ge-vernova-hitachi-und-samsung-ct-wollen-bwrx-300-ausbau-in-europa-vorantreiben" rel="external noopener" target="_blank">in Europa forciert</a> werden. Entsprechend gering sei das Interesse privater Investoren, das erhebliche finanzielle Risiko auf eigene Kappe zu nehmen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4856902" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10389178"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Atomkraft-Europas-strahlende-Zukunft-10389178.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/6/9/0/2/Master_Atomkraft-09c9d7ba6be1f6cd.jpeg" alt="Grüne Landschaft und Kernkraftwerk" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grüne Landschaft und Kernkraftwerk" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Atomkraft: Europas strahlende Zukunft?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Laut <em>Spiegel</em> steht die geplante Förderpolitik in direktem Widerspruch zur Argumentationslinie der Wirtschaftsministerin. Sie erklärt, dass sie Subventionen im Energiebereich abbauen will. Dies aber offensichtlich schwerpunktmäßig bei den Erneuerbaren, also bei Wind- und Solarenergie.</p>
<p>Abseits der technischen Umsetzung von SMRs verhindert derzeit auch der rechtliche Rahmen eine Renaissance der Atomkraft in Deutschland.</p>
<p>Das bayerische Umweltministerium reagierte schon im Frühjahr 2026 deutlich auf eine Anfrage der Grünen im Landtag, dass man um die atomrechtliche Zulassung der Errichtung und des Betriebs von SMR in Verbindung mit der Stromerzeugung sowie der Transmutation zu ermöglichen, im Atomgesetz des Bundes das Verbot der Neugenehmigung kommerzieller Kernkraftwerke sowie der Wiederaufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe und der hierfür notwendigen Anlagen aufheben müsse.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Auch Umweltverbände sehen die Reiche-Pläne kritisch</strong></h3>
<p>Olaf Bandt, Chef des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) <a href="https://background.tagesspiegel.de/energie-und-klima/briefing/mini-atomkraftwerke-und-die-maer-von-der-resilienz" rel="external noopener" target="_blank">warnt im</a> <em>Tagesspiegel</em>: Er bezeichnet SMRs als "teuer, gefährlich" und einen "Wiederaufguss alter Atomkonzepte". Dieser von Reiche vorgeschlagene Pfad sei untauglich, um die Energieversorgung zu sichern oder dem Klimaschutz zu dienen.</p>
<p>Was bei der Rückkehr der Atomkraftwerke ebenso wie bei den Fusionskraftwerken gerne verdrängt wird, ist die Tatsache, dass es sich bei allen auf fossilen Energieträgern basierenden Kraftwerken um neue Umsetzungen des klassischen <a href="https://www.threads.com/@chrisstoecker/post/DdrQP0qlXxq/auch-ein-fusionskraftwerk-ware-im-prinzip-nichts-anderes-als-ein-tauchsieder/" rel="external noopener" target="_blank">Tauchsiederprinzips</a> handelt. Dabei wird Wasser erhitzt und mittels Dampfturbinen ein Generator angetrieben. Ein nicht zu unterschätzender Nachteil dieses Prinzips besteht in dem aus technischen Gründen bestehenden enormen Kühlwasserbedarf.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5044925" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11210177"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-und-sein-Elend-mit-der-Atomkraft-11210177.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/4/9/2/5/Aomretro-2_Zeichenfla__che_1-0bfb2e407104c1c1.gif" alt="Hände drehen Atomzeichen in Ziffernblatt zurück" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hände drehen Atomzeichen in Ziffernblatt zurück" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland und sein Elend mit der Atomkraft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4834426" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10345875"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-Kernfusion-und-Atomstrom-Alte-Traeume-erstrahlen-neu-10345875.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/3/4/4/2/6/toka-56d257959b6030dd.jpeg" alt="Innenansicht Tokamak-Fusionsreaktor" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Innenansicht Tokamak-Fusionsreaktor" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland: Kernfusion und Atomstrom – Alte Träume erstrahlen neu</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der hohe Kühlwasserbedarf führt gerade in den Sommermonaten immer wieder zu einer für die Gewässerlebewesen gefährlichen Aufheizung der Flüsse und folglich zu einer <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/freiburg/akw-beznau-wegen-hitze-vom-netz-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Drosselung der Kraftwerksleistung</a> oder zu einer vollständigen Abschaltung.</p>
<p>Mit ihrer Forcierung fossiler Energieträger wagt Ministerin Reiche einen Schritt zurück in die Technikwelt des 19. Jahrhunderts und bedient damit wohl den Wunsch mancher Bundesbürger, zu alten, vorgeblich noch besseren und weniger komplexen Techniken zurückzukehren.</p>
<p>So schreibt Christian Stöcker am 27. September 2026 in seiner <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiewende-wie-sich-deutschland-von-150-jahre-alter-dampftechnik-loest-kolumne-a-b2af1506-aed6-4f3c-a208-eb9aa3f20ed1" rel="external noopener" target="_blank">Spiegel-Kolumne</a>:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Vorstellung, dass man, um all den benötigten Strom zu erzeugen, fossile Energieträger verbrennen, dabei Wasser erhitzen und mit dem Dampf Turbinen drehen muss, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Für beliebige Arten von thermischen Kraftwerken gilt das Gleiche wie für Dampfmaschinen: Es handelt sich im Kern um Retrotechnik."</p>
2026-10-01T06:00:00.000Z
urn:bid:5174099
2026-09-30T22:00:00.000Z
Die US-Marine vergibt Aufträge für 30 unbemannte Oberflächenfahrzeuge an drei Werften in Louisiana. Die Boote sollen ab Ende 2027 ausgeliefert werden.</p>
<p>Die US-Marine hat am Dienstag Verträge für den Bau von 30 sogenannten Medium Unmanned Surface Vessels (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unbemanntes_Wasserfahrzeug" rel="external noopener" target="_blank">MUSV</a>) – mittelgroßen, unbemannten Oberflächenfahrzeugen – <a href="https://news.usni.org/2026/09/29/3-louisiana-shipyards-to-build-30-drone-ships-in-navy-musv-deal" rel="external noopener" target="_blank">vergeben</a>.</p>
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<p>Drei Unternehmen erhalten je einen Auftrag über zehn Schiffe: Saronic Technologies, Huntington Ingalls Industries (HII) sowie Galliano Marine Services, auch bekannt als Edison Chouest. Der Stückpreis liegt bei durchschnittlich 40 Millionen US-Dollar, der Gesamtauftragswert beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Dollar.</p>
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<h3 class="subheading">Drei Werften in Louisiana, Lieferung ab 2027</h3>
<p>Die Produktion soll sofort anlaufen – an Werften in Loreauville, Houma und Franklin im Bundesstaat Louisiana. HII arbeitet mit den Partnerwerften Breaux Brothers und Halimar Shipyard zusammen und baut dort sein Modell "Romulus". Saronic fertigt seinen "Marauder" in Franklin, an einem Standort, in den das Unternehmen bereits Hunderte Millionen Dollar investiert hat. Erste Auslieferungen sollen laut Miller im vierten Quartal des Haushaltsjahres 2027 beginnen.</p>
<p>"Die Vergaben basierten auf der optimalen Kombination aus Autonomie, Leistung, Design, Produktionszeitplan und Kosten", sagte Chris Miller, kommissarischer Leiter des Portfoliomanagements für robotische und autonome Systeme der Marine (DRPM RAS).</p>
<h3 class="subheading">Autonomienachweis über 360 Seemeilen</h3>
<p>Die Vertragsabschlüsse folgen auf Seetests, die im September 2026 abgeschlossen wurden. Ursprünglich hatten sieben Unternehmen an der ersten Wettbewerbsphase teilgenommen – neben den drei Gewinnern auch Birdon, Leidos, PacMar Technologies und Sea Machines. Alle außer Birdon bestanden die Anforderungen.</p>
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<p>Kernstück der Erprobung war der Nachweis echter Autonomie: Die Fahrzeuge mussten über rund 26 Stunden und mehr als 360 Seemeilen operieren – mit lediglich einem einzigen Steuereingriff vom Kommandostand. "Es hat bewiesen, dass das Fahrzeug über 24 Stunden auf großer Reichweite mit minimaler Operatoreingabe fahren kann", erläuterte Miller.</p>
<p>Die technischen Mindestanforderungen sahen zudem vor, dass die Boote 2.500 Seemeilen bei 25 Knoten zurücklegen können – bei Seegang der Nato-Kategorie "Sea State 4", was Wellenhöhen zwischen 1,2 und 2,4 Metern entspricht – sowie Containernutzlasten von bis zu 25 metrischen Tonnen transportieren.</p>
<p>Die sechs Unternehmen, die die Tests bestanden, erhalten je 15 Millionen Dollar und werden in den Drohnen-Marktplatz des Verteidigungsministeriums auf der Plattform Drones.mil aufgenommen.</p>
<h3 class="subheading">Rechtstreit und personelle Turbulenzen</h3>
<p>Parallel dazu hat die Marine eine Ausschreibung für eine zweite Programmphase veröffentlicht, die den Kreis potenzieller Anbieter bewusst erweitern soll. Die Anforderungen wurden gelockert: Fahrzeuge dürfen maximal 90 Meter lang sein, müssen mindestens zehn Tage autonom operieren und bei deutlich rauherem Seegang der Kategorie "Sea State 6" überlebensfähig sein. Die Hochgeschwindigkeits- und Seetankpflicht aus Phase eins entfällt. Erste Testbewertungen sollen ab dem 16. November beginnen, Angebote werden über fünf Jahre fortlaufend bewertet.</p>
<p>Das Programm verlief nicht ohne Rückschläge, wie das Fachportal <em>The War Zone</em> <a href="https://www.twz.com/sea/navy-orders-30-drone-ships-to-finally-advance-its-medium-uncrewed-vessel-ambitions" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>. Im August 2026 wurde Portfoliomanagerin Rebecca Gassler nach nur acht Monaten aus ihrem Amt abgelöst – die Gründe sind nicht bekannt. Im Juli 2026 klagten Blue Water Autonomy und Saildrone gegen die Marine, weil sie vom Wettbewerb ausgeschlossen worden waren.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5122037" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11374681"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/USA-setzen-erstmals-Seedrohnen-ein-Eine-neue-Aera-des-Seekriegs-11374681.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/2/0/3/7/Master_Lange-75b8d92272e00bf6.jpeg" alt="Plakatähnliche Grafik zeigt ein großes Kreigsschiff vor einer Karte mit Meeresengen und im Vordergrund eine Seedrohne" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Plakatähnliche Grafik zeigt ein großes Kreigsschiff vor einer Karte mit Meeresengen und im Vordergrund eine Seedrohne" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">USA setzen erstmals Seedrohnen ein: Eine neue Ära des Seekriegs?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5134270" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11395271"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Marine-stellt-teures-Kuestenschiff-fruehzeitig-ausser-Dienst-11395271.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/4/2/7/0/USS_Fort_Worth_arrives_as_Changi_Naval_Base__141229-N-YU572-158_-71d753a6bac546f0.jpeg" alt="Ein Schiff an einem Kai" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Ein Schiff an einem Kai" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Marine stellt teures Küstenschiff frühzeitig außer Dienst</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5170833" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11464550"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/AUKUS-Premiere-Unterwasserdrohne-verschiesst-US-Torpedo-vor-Schottland-11464550.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1122" height="630" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/0/8/3/3/excalibur-uuv-unveiling-58f02db76c5b4bb8.jpeg" alt="Ein Bild eines Excalibur-UUV zum Zeitpunkt seiner Enthüllung im Jahr 2025" style="aspect-ratio:1122 / 630"><img 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US-Torpedo vor Schottland</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sie werfen der Marine vor, ihre eigenen Auswahlkriterien nicht eingehalten zu haben. Das Verfahren ist noch anhängig. Miller wollte sich nicht inhaltlich äußern: "Wir sind darauf vorbereitet, mit der Entscheidung des Richters umzugehen."</p>
<h3 class="subheading">Strategische Bedeutung für die Flotte</h3>
<p>Größere unbemannte Überwasserfahrzeuge gelten als Schlüssel, um die Kapazität der US-Flotte kosteneffizient zu erhöhen und neue, dezentralisierte Einsatzkonzepte zu ermöglichen – insbesondere im Hinblick auf einen möglichen Konflikt mit China im Pazifik.</p>
<p>"Unbemannte Technologie gibt unseren Befehlshabern ein beispielloses Maß an Skalierbarkeit, Ausdauer und Risikobereitschaft", sagte Miller. Mögliche Haushaltsbeschränkungen räumte er dennoch ein. Trotz des Fortschritts verfügt die Marine derzeit lediglich über eine kleine Zahl weitgehend experimenteller Fahrzeuge – die operative Einsatzreife größerer Drohnenboote bleibt vorerst Zukunft.</p>
Die US-Marine vergibt Aufträge für 30 unbemannte Oberflächenfahrzeuge an drei Werften in Louisiana. Die Boote sollen ab Ende 2027 ausgeliefert werden.</p>
<p>Die US-Marine hat am Dienstag Verträge für den Bau von 30 sogenannten Medium Unmanned Surface Vessels (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unbemanntes_Wasserfahrzeug" rel="external noopener" target="_blank">MUSV</a>) – mittelgroßen, unbemannten Oberflächenfahrzeugen – <a href="https://news.usni.org/2026/09/29/3-louisiana-shipyards-to-build-30-drone-ships-in-navy-musv-deal" rel="external noopener" target="_blank">vergeben</a>.</p>
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<p>Drei Unternehmen erhalten je einen Auftrag über zehn Schiffe: Saronic Technologies, Huntington Ingalls Industries (HII) sowie Galliano Marine Services, auch bekannt als Edison Chouest. Der Stückpreis liegt bei durchschnittlich 40 Millionen US-Dollar, der Gesamtauftragswert beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Dollar.</p>
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<h3 class="subheading">Drei Werften in Louisiana, Lieferung ab 2027</h3>
<p>Die Produktion soll sofort anlaufen – an Werften in Loreauville, Houma und Franklin im Bundesstaat Louisiana. HII arbeitet mit den Partnerwerften Breaux Brothers und Halimar Shipyard zusammen und baut dort sein Modell "Romulus". Saronic fertigt seinen "Marauder" in Franklin, an einem Standort, in den das Unternehmen bereits Hunderte Millionen Dollar investiert hat. Erste Auslieferungen sollen laut Miller im vierten Quartal des Haushaltsjahres 2027 beginnen.</p>
<p>"Die Vergaben basierten auf der optimalen Kombination aus Autonomie, Leistung, Design, Produktionszeitplan und Kosten", sagte Chris Miller, kommissarischer Leiter des Portfoliomanagements für robotische und autonome Systeme der Marine (DRPM RAS).</p>
<h3 class="subheading">Autonomienachweis über 360 Seemeilen</h3>
<p>Die Vertragsabschlüsse folgen auf Seetests, die im September 2026 abgeschlossen wurden. Ursprünglich hatten sieben Unternehmen an der ersten Wettbewerbsphase teilgenommen – neben den drei Gewinnern auch Birdon, Leidos, PacMar Technologies und Sea Machines. Alle außer Birdon bestanden die Anforderungen.</p>
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<p>Kernstück der Erprobung war der Nachweis echter Autonomie: Die Fahrzeuge mussten über rund 26 Stunden und mehr als 360 Seemeilen operieren – mit lediglich einem einzigen Steuereingriff vom Kommandostand. "Es hat bewiesen, dass das Fahrzeug über 24 Stunden auf großer Reichweite mit minimaler Operatoreingabe fahren kann", erläuterte Miller.</p>
<p>Die technischen Mindestanforderungen sahen zudem vor, dass die Boote 2.500 Seemeilen bei 25 Knoten zurücklegen können – bei Seegang der Nato-Kategorie "Sea State 4", was Wellenhöhen zwischen 1,2 und 2,4 Metern entspricht – sowie Containernutzlasten von bis zu 25 metrischen Tonnen transportieren.</p>
<p>Die sechs Unternehmen, die die Tests bestanden, erhalten je 15 Millionen Dollar und werden in den Drohnen-Marktplatz des Verteidigungsministeriums auf der Plattform Drones.mil aufgenommen.</p>
<h3 class="subheading">Rechtstreit und personelle Turbulenzen</h3>
<p>Parallel dazu hat die Marine eine Ausschreibung für eine zweite Programmphase veröffentlicht, die den Kreis potenzieller Anbieter bewusst erweitern soll. Die Anforderungen wurden gelockert: Fahrzeuge dürfen maximal 90 Meter lang sein, müssen mindestens zehn Tage autonom operieren und bei deutlich rauherem Seegang der Kategorie "Sea State 6" überlebensfähig sein. Die Hochgeschwindigkeits- und Seetankpflicht aus Phase eins entfällt. Erste Testbewertungen sollen ab dem 16. November beginnen, Angebote werden über fünf Jahre fortlaufend bewertet.</p>
<p>Das Programm verlief nicht ohne Rückschläge, wie das Fachportal <em>The War Zone</em> <a href="https://www.twz.com/sea/navy-orders-30-drone-ships-to-finally-advance-its-medium-uncrewed-vessel-ambitions" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>. Im August 2026 wurde Portfoliomanagerin Rebecca Gassler nach nur acht Monaten aus ihrem Amt abgelöst – die Gründe sind nicht bekannt. Im Juli 2026 klagten Blue Water Autonomy und Saildrone gegen die Marine, weil sie vom Wettbewerb ausgeschlossen worden waren.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5122037" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11374681"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/USA-setzen-erstmals-Seedrohnen-ein-Eine-neue-Aera-des-Seekriegs-11374681.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/2/0/3/7/Master_Lange-75b8d92272e00bf6.jpeg" alt="Plakatähnliche Grafik zeigt ein großes Kreigsschiff vor einer Karte mit Meeresengen und im Vordergrund eine Seedrohne" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Plakatähnliche Grafik zeigt ein großes Kreigsschiff vor einer Karte mit Meeresengen und im Vordergrund eine Seedrohne" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">USA setzen erstmals Seedrohnen ein: Eine neue Ära des Seekriegs?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5134270" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11395271"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Marine-stellt-teures-Kuestenschiff-fruehzeitig-ausser-Dienst-11395271.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/4/2/7/0/USS_Fort_Worth_arrives_as_Changi_Naval_Base__141229-N-YU572-158_-71d753a6bac546f0.jpeg" alt="Ein Schiff an einem Kai" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Ein Schiff an einem Kai" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Marine stellt teures Küstenschiff frühzeitig außer Dienst</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5170833" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11464550"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/AUKUS-Premiere-Unterwasserdrohne-verschiesst-US-Torpedo-vor-Schottland-11464550.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1122" height="630" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/0/8/3/3/excalibur-uuv-unveiling-58f02db76c5b4bb8.jpeg" alt="Ein Bild eines Excalibur-UUV zum Zeitpunkt seiner Enthüllung im Jahr 2025" style="aspect-ratio:1122 / 630"><img 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US-Torpedo vor Schottland</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sie werfen der Marine vor, ihre eigenen Auswahlkriterien nicht eingehalten zu haben. Das Verfahren ist noch anhängig. Miller wollte sich nicht inhaltlich äußern: "Wir sind darauf vorbereitet, mit der Entscheidung des Richters umzugehen."</p>
<h3 class="subheading">Strategische Bedeutung für die Flotte</h3>
<p>Größere unbemannte Überwasserfahrzeuge gelten als Schlüssel, um die Kapazität der US-Flotte kosteneffizient zu erhöhen und neue, dezentralisierte Einsatzkonzepte zu ermöglichen – insbesondere im Hinblick auf einen möglichen Konflikt mit China im Pazifik.</p>
<p>"Unbemannte Technologie gibt unseren Befehlshabern ein beispielloses Maß an Skalierbarkeit, Ausdauer und Risikobereitschaft", sagte Miller. Mögliche Haushaltsbeschränkungen räumte er dennoch ein. Trotz des Fortschritts verfügt die Marine derzeit lediglich über eine kleine Zahl weitgehend experimenteller Fahrzeuge – die operative Einsatzreife größerer Drohnenboote bleibt vorerst Zukunft.</p>
2026-09-30T22:00:00.000Z
urn:bid:5174493
2026-09-30T16:00:00.000Z
Der US-Trend "Cat in the Hat" erreicht deutsche Schulen. In Sachsen-Anhalt gab es erste Einsätze – die Polizei warnt vor strafbaren Handlungen.</p>
<p>Eine Person im Katzenkostüm soll nachts mit einem Knüppel vor einem Wohnhaus gelauert haben. Was klingt wie eine Szene aus einem Horrorfilm, soll sich am 19. September 2026 in Coswig in Sachsen-Anhalt zugetragen haben.</p>
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<p>Eine Anwohnerin der Zerbster Straße meldete der Polizei, dass die maskierte Gestalt fast eine halbe Stunde lang vor ihrem Haus gewartet habe. Die Polizeiinspektion Dessau-Roßlau <a href="https://polizei.sachsen-anhalt.de/das-sind-wir/presse/pi-dessau-rosslau?cHash=0663762c34412812f25bdc98ea1299b5&tx_tsarssinclude_pi1%5Baction%5D=single&tx_tsarssinclude_pi1%5Bcontroller%5D=Base&tx_tsarssinclude_pi1%5Buid%5D=686051" rel="external noopener" target="_blank">leitete ein Ermittlungsverfahren ein</a>.</p>
<p>Hinter dem Vorfall steckt ein TikTok-Trend namens "Cat in the Hat". Verkleidete Personen jagen anderen Menschen gezielt Angst ein, sowohl online als auch auf der Straße.</p>
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<a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video>
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</div>
<p>In Coswig trat die Figur bereits mehrfach in Erscheinung. Im nahegelegenen Zerbst löste eine angebliche Sichtung einen Polizeieinsatz an der Sekundarschule Ciervisti aus. Gruselige Bilder und Videos verbreiten sich rasant in Klassen- und Gruppenchats.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Vom Film-Meme zur realen Bedrohung</strong></h3>
<p>Die Figur stammt aus dem 1957 erschienenen Kinderbuch "The Cat in the Hat" von Dr. Seuss und der <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/polizei-warnt-vor-tiktok-trend-kater-mit-hut-schleicht-durch-sachsen-anhalt-accg-201265048.html" rel="external noopener" target="_blank">Realverfilmung von 2003 mit Mike Myers</a>.</p>
<p>Im Juni 2026 postete ein TikTok-Nutzer eine Filmszene des tanzenden Katers, unterlegt mit düsterer Musik. Das Video erreichte über vier Millionen Aufrufe. Andere Nutzer griffen das Motiv auf und schnitten die Szenen im Stil von Horrorfilmen zusammen. Bald tauchten Videos auf, die den lebensgroßen Kater angeblich in realen Nachbarschaften zeigten.</p>
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<p>Eines davon spielte <a href="https://www.thesun.ie/news/17486761/cat-in-the-hat-sightings-ireland-wexford-gardai/" rel="external noopener" target="_blank">angeblich in der irischen Stadt Wexford</a>. Am 20. August stellte die irische Polizei klar: Die Bilder waren KI-generiert. Auch eine angebliche Polizeimeldung aus Sheffield in England erwies sich als Fälschung.</p>
<p>Als im August das Originalkostüm aus dem Film versteigert und von einer Influencerin für rund 25.000 US-Dollar (etwa 22.000 Euro) erworben wurde, befeuerte das den Trend zusätzlich.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Schuldrohungen und Festnahmen in den USA</strong></h3>
<p>In den USA eskalierte die Lage im Spätsommer 2026 drastisch. Dort nutzten Personen KI-generierte Videos, um konkrete Drohungen gegen Schulen auszusprechen. In manchen Posts tauchten <a href="https://infocus.wcs.edu/infocus-news-template/~board/infocus-news/post/district-addresses-social-media-trend-08-26" rel="external noopener" target="_blank">Namenslisten von Schülern</a> mit dem Vermerk "Ziele in der Schule" auf.</p>
<p>Schulbezirke in Minnesota, <a href="https://www.woodcountyschoolswv.net/article/3106517" rel="external noopener" target="_blank">West Virginia</a>, <a href="https://www.siloamschools.com/live_feeds/12984794" rel="external noopener" target="_blank">Arkansas</a>, Florida, <a href="https://www.princetonschools.net/o/lincoln/article/3105502" rel="external noopener" target="_blank">Ohio</a> und <a href="https://boe.wayn.k12.wv.us/article/3110198" rel="external noopener" target="_blank">weiteren Bundesstaaten</a> gaben offizielle Warnungen heraus.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5060933" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11252039"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Zwischen-Heldentat-und-Hashtag-Der-Kampf-um-die-Jugend-11252039.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4945" height="2779" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/0/9/3/3/shutterstock_2624560305-e4dc1e22811cdda4.jpeg" alt="ein Flugzeug auf einem Plakat" style="aspect-ratio:4945 / 2779"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4945" height="2779" alt="ein Flugzeug auf einem Plakat" style="aspect-ratio:4945 / 2779;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Zwischen Heldentat und Hashtag: Der Kampf um die Jugend</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Behörden reagierten mit erhöhter Polizeipräsenz an Schulen, zusätzlichen Sicherheitskräften und strafrechtlichen Ermittlungen. In Grand Junction, Colorado, nahm die Polizei einen 14-Jährigen fest und klagte ihn an. Die <a href="https://eu.courier-journal.com/story/news/crime/2026/09/09/cat-in-the-hat-viral-trend-tik-tok-school-closure-kentucky-2026/91672515007/" rel="external noopener" target="_blank">Assumption High School in Louisville</a>, Kentucky, blieb nach einem entsprechenden Post vorübergehend geschlossen.</p>
<p>Die meisten Behörden stuften die lokalen Drohungen zwar als nicht unmittelbar glaubhaft ein, behandelten sie aber dennoch mit voller Ernsthaftigkeit.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Diese Strafen drohen in Deutschland</strong></h3>
<p>Die Polizei in Sachsen-Anhalt stellt klar: Wer andere im Kostüm verfolgt, bedroht oder einschüchtert, macht sich strafbar. Je nach Verhalten kommen Bedrohung, Nötigung oder Nachstellung in Betracht.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5036233" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11193132"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Soziale-Medien-Lieber-regulieren-als-ausgrenzen-11193132.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/6/2/3/3/BearFotos_cropped-75e5f049330c38ad.jpeg" alt="Kinder sitzen auf einer Bank und gucken in ihre Handys" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5472" height="3075" alt="Kinder sitzen auf einer Bank und gucken in ihre Handys" style="aspect-ratio:5472 / 3075;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Soziale Medien: Lieber regulieren als ausgrenzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch Handlungen im digitalen Raum haben Konsequenzen. Wer Namen oder Wohnorte als angebliche "Ziele" in sozialen Netzwerken oder Gruppenchats veröffentlicht, muss mit einem Ermittlungsverfahren rechnen. Das gilt ebenso für das Weiterleiten solcher Inhalte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>So schützen Sie Ihr Kind – konkrete Tipps</strong></h3>
<p>Eltern sollten jetzt aktiv mit ihren Kindern über den Trend sprechen.</p>
<p>Die wichtigsten Regeln lauten:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>Nicht am Trend beteiligen, niemanden erschrecken oder verfolgen.</li><li>Bedrohliche Posts oder Videos nicht liken, kommentieren oder weiterleiten – auch nicht, um andere zu warnen.</li><li>Stattdessen einen Screenshot sichern und den Vorfall der Schulleitung oder der Polizei melden.</li><li>Bei akuter Gefahr, etwa wenn eine Person tatsächlich verfolgt oder bedroht wird, gilt: 110 wählen.</li><li>Keine persönlichen Daten wie Schulnamen oder Adressen in Chats teilen.</li></ul>
<p>Kinder sollten wissen, dass sie sich jederzeit an einen Erwachsenen wenden können, wenn sie sich durch solche Inhalte verunsichert fühlen.</p>
<p>Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu viel melden als einmal zu wenig. Auch wenn sich ein Hinweis als harmlos herausstellt, ist eine Meldung richtig und wichtig.</p>
Der US-Trend "Cat in the Hat" erreicht deutsche Schulen. In Sachsen-Anhalt gab es erste Einsätze – die Polizei warnt vor strafbaren Handlungen.</p>
<p>Eine Person im Katzenkostüm soll nachts mit einem Knüppel vor einem Wohnhaus gelauert haben. Was klingt wie eine Szene aus einem Horrorfilm, soll sich am 19. September 2026 in Coswig in Sachsen-Anhalt zugetragen haben.</p>
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<p>Eine Anwohnerin der Zerbster Straße meldete der Polizei, dass die maskierte Gestalt fast eine halbe Stunde lang vor ihrem Haus gewartet habe. Die Polizeiinspektion Dessau-Roßlau <a href="https://polizei.sachsen-anhalt.de/das-sind-wir/presse/pi-dessau-rosslau?cHash=0663762c34412812f25bdc98ea1299b5&tx_tsarssinclude_pi1%5Baction%5D=single&tx_tsarssinclude_pi1%5Bcontroller%5D=Base&tx_tsarssinclude_pi1%5Buid%5D=686051" rel="external noopener" target="_blank">leitete ein Ermittlungsverfahren ein</a>.</p>
<p>Hinter dem Vorfall steckt ein TikTok-Trend namens "Cat in the Hat". Verkleidete Personen jagen anderen Menschen gezielt Angst ein, sowohl online als auch auf der Straße.</p>
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<a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video>
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<p>In Coswig trat die Figur bereits mehrfach in Erscheinung. Im nahegelegenen Zerbst löste eine angebliche Sichtung einen Polizeieinsatz an der Sekundarschule Ciervisti aus. Gruselige Bilder und Videos verbreiten sich rasant in Klassen- und Gruppenchats.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Vom Film-Meme zur realen Bedrohung</strong></h3>
<p>Die Figur stammt aus dem 1957 erschienenen Kinderbuch "The Cat in the Hat" von Dr. Seuss und der <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/polizei-warnt-vor-tiktok-trend-kater-mit-hut-schleicht-durch-sachsen-anhalt-accg-201265048.html" rel="external noopener" target="_blank">Realverfilmung von 2003 mit Mike Myers</a>.</p>
<p>Im Juni 2026 postete ein TikTok-Nutzer eine Filmszene des tanzenden Katers, unterlegt mit düsterer Musik. Das Video erreichte über vier Millionen Aufrufe. Andere Nutzer griffen das Motiv auf und schnitten die Szenen im Stil von Horrorfilmen zusammen. Bald tauchten Videos auf, die den lebensgroßen Kater angeblich in realen Nachbarschaften zeigten.</p>
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<p>Eines davon spielte <a href="https://www.thesun.ie/news/17486761/cat-in-the-hat-sightings-ireland-wexford-gardai/" rel="external noopener" target="_blank">angeblich in der irischen Stadt Wexford</a>. Am 20. August stellte die irische Polizei klar: Die Bilder waren KI-generiert. Auch eine angebliche Polizeimeldung aus Sheffield in England erwies sich als Fälschung.</p>
<p>Als im August das Originalkostüm aus dem Film versteigert und von einer Influencerin für rund 25.000 US-Dollar (etwa 22.000 Euro) erworben wurde, befeuerte das den Trend zusätzlich.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Schuldrohungen und Festnahmen in den USA</strong></h3>
<p>In den USA eskalierte die Lage im Spätsommer 2026 drastisch. Dort nutzten Personen KI-generierte Videos, um konkrete Drohungen gegen Schulen auszusprechen. In manchen Posts tauchten <a href="https://infocus.wcs.edu/infocus-news-template/~board/infocus-news/post/district-addresses-social-media-trend-08-26" rel="external noopener" target="_blank">Namenslisten von Schülern</a> mit dem Vermerk "Ziele in der Schule" auf.</p>
<p>Schulbezirke in Minnesota, <a href="https://www.woodcountyschoolswv.net/article/3106517" rel="external noopener" target="_blank">West Virginia</a>, <a href="https://www.siloamschools.com/live_feeds/12984794" rel="external noopener" target="_blank">Arkansas</a>, Florida, <a href="https://www.princetonschools.net/o/lincoln/article/3105502" rel="external noopener" target="_blank">Ohio</a> und <a href="https://boe.wayn.k12.wv.us/article/3110198" rel="external noopener" target="_blank">weiteren Bundesstaaten</a> gaben offizielle Warnungen heraus.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5060933" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11252039"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Zwischen-Heldentat-und-Hashtag-Der-Kampf-um-die-Jugend-11252039.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4945" height="2779" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/0/9/3/3/shutterstock_2624560305-e4dc1e22811cdda4.jpeg" alt="ein Flugzeug auf einem Plakat" style="aspect-ratio:4945 / 2779"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4945" height="2779" alt="ein Flugzeug auf einem Plakat" style="aspect-ratio:4945 / 2779;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Zwischen Heldentat und Hashtag: Der Kampf um die Jugend</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Behörden reagierten mit erhöhter Polizeipräsenz an Schulen, zusätzlichen Sicherheitskräften und strafrechtlichen Ermittlungen. In Grand Junction, Colorado, nahm die Polizei einen 14-Jährigen fest und klagte ihn an. Die <a href="https://eu.courier-journal.com/story/news/crime/2026/09/09/cat-in-the-hat-viral-trend-tik-tok-school-closure-kentucky-2026/91672515007/" rel="external noopener" target="_blank">Assumption High School in Louisville</a>, Kentucky, blieb nach einem entsprechenden Post vorübergehend geschlossen.</p>
<p>Die meisten Behörden stuften die lokalen Drohungen zwar als nicht unmittelbar glaubhaft ein, behandelten sie aber dennoch mit voller Ernsthaftigkeit.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Diese Strafen drohen in Deutschland</strong></h3>
<p>Die Polizei in Sachsen-Anhalt stellt klar: Wer andere im Kostüm verfolgt, bedroht oder einschüchtert, macht sich strafbar. Je nach Verhalten kommen Bedrohung, Nötigung oder Nachstellung in Betracht.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5036233" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11193132"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Soziale-Medien-Lieber-regulieren-als-ausgrenzen-11193132.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/6/2/3/3/BearFotos_cropped-75e5f049330c38ad.jpeg" alt="Kinder sitzen auf einer Bank und gucken in ihre Handys" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5472" height="3075" alt="Kinder sitzen auf einer Bank und gucken in ihre Handys" style="aspect-ratio:5472 / 3075;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Soziale Medien: Lieber regulieren als ausgrenzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch Handlungen im digitalen Raum haben Konsequenzen. Wer Namen oder Wohnorte als angebliche "Ziele" in sozialen Netzwerken oder Gruppenchats veröffentlicht, muss mit einem Ermittlungsverfahren rechnen. Das gilt ebenso für das Weiterleiten solcher Inhalte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>So schützen Sie Ihr Kind – konkrete Tipps</strong></h3>
<p>Eltern sollten jetzt aktiv mit ihren Kindern über den Trend sprechen.</p>
<p>Die wichtigsten Regeln lauten:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>Nicht am Trend beteiligen, niemanden erschrecken oder verfolgen.</li><li>Bedrohliche Posts oder Videos nicht liken, kommentieren oder weiterleiten – auch nicht, um andere zu warnen.</li><li>Stattdessen einen Screenshot sichern und den Vorfall der Schulleitung oder der Polizei melden.</li><li>Bei akuter Gefahr, etwa wenn eine Person tatsächlich verfolgt oder bedroht wird, gilt: 110 wählen.</li><li>Keine persönlichen Daten wie Schulnamen oder Adressen in Chats teilen.</li></ul>
<p>Kinder sollten wissen, dass sie sich jederzeit an einen Erwachsenen wenden können, wenn sie sich durch solche Inhalte verunsichert fühlen.</p>
<p>Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu viel melden als einmal zu wenig. Auch wenn sich ein Hinweis als harmlos herausstellt, ist eine Meldung richtig und wichtig.</p>
2026-09-30T16:00:00.000Z
urn:bid:5174298
2026-09-30T13:35:00.000Z
Isotopenanalysen offenbaren 36,3 °C Körpertemperatur beim T. rex. Diese innere Heizung erlaubte dem Urzeit-Giganten das Überleben im kalten Norden.</p>
<p>Stellen Sie sich vor: Ein sechs Tonnen schwerer <em>Tyrannosaurus rex (T. rex)</em> stampft durch die Wälder Montanas. Die Morgenluft ist kühl und der Atem des riesigen Raubtiers zeigt ebenjenen Dampf, den jeder aus den Wintermonaten kennt. Nicht etwa die Sonne hat ihn aufgeheizt, nein, sein Körper selbst ist ein Kraftwerk.</p>
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<p>Genau dieses etwas ungewöhnliche Bild bestätigen jetzt die Geochemiker Robert Eagle und Randon J. Flores von der University of California, Los Angeles (UCLA) mit harten Fakten. Im Schnitt lag die Körpertemperatur des T. rex bei 36,3 Grad Celsius mit einer Unsicherheit von ±2,5 Grad. Damit lag das Tier thermisch näher an einem afrikanischen Elefanten als an irgendeinem heute lebenden Reptil.</p>
<p>Die im Fachjournal <em>Science Advances</em> <a href="https://doi.org/10.1126/sciadv.aeb7653" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlichte Studie</a> basiert auf Zähnen des Skeletts "Thomas" aus dem Natural History Museum of Los Angeles County. Es ist die erste direkte Temperaturmessung an einem T. rex – und sie untermauert mit einem Messwert, was Paläontologen seit einigen Jahren vermuten.</p>
<h3 class="subheading">Was ist neu? Ein Ausweg aus dem Wasserproblem</h3>
<p>Warum hat das so lange gedauert? Weil Paläontologen jahrzehntelang vor einer methodischen Sackgasse standen.</p>
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<p>Frühere Versuche stützten sich auf Sauerstoffisotope in Knochen. Doch hier gab es ein Problem: Diese Werte hängen nämlich nicht nur von der Körperwärme des Tiers ab, sondern auch von seinem Wasserhaushalt. Und den kennt bei einem seit 66 Millionen Jahren ausgestorbenen Wesen schlicht niemand. Jede Messung war damit ein Ratespiel mit zu vielen Unbekannten.</p>
<p>"Bisher ist es noch niemandem gelungen, eine solche Temperaturmessung durchzuführen", <a href="https://newsroom.ucla.edu/releases/scientists-finally-know-the-body-temperature-of-the-tyrannosaurus-rex" rel="external noopener" target="_blank">erklärte Robert Eagle</a>. Die Methode des UCLA-Teams basiert auf einem anderen Ansatz und umgeht das Wasserproblem vollständig.</p>
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<h3 class="subheading">Wie funktioniert es? Das "Zahnthermometer" im Detail</h3>
<p>Das Prinzip ist so elegant wie simpel.</p>
<p>Im Zahnschmelz – dem härtesten Material, das ein Wirbeltier produziert – stecken seltene, schwere Varianten von Kohlenstoff und Sauerstoff: Kohlenstoff-13 und Sauerstoff-18.</p>
<p>Diese schweren Atome neigen dazu, sich aneinanderzulagern. Und hier wird es spannend: Je kühler der Körper bei der Zahnbildung war, desto häufiger verbinden sie sich miteinander.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4904357" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10500607"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Alles-falsch-gedacht-So-klangen-Dinosaurier-wirklich-10500607.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3056" height="1717" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/4/3/5/7/Bildschirmfoto_2025-07-26_um_01-4d1ece5f22de61b3.png" alt="Ansicht des fossilen Abdrucks des Pflanzenfressers." style="aspect-ratio:3056 / 1717"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3056" height="1717" alt="Ansicht des fossilen Abdrucks des Pflanzenfressers." style="aspect-ratio:3056 / 1717;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Alles falsch gedacht: So klangen Dinosaurier wirklich</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das kann man sich leicht am Beispiel einer Tanzfläche vorstellen: Ist es kalt, so drängen sich die Tänzer aneinander. Bei Hitze verteilen sie sich dagegen im Raum. Der Zahnschmelz konserviert dieses Muster – und auch nach 66 Millionen Jahren ist es zu erkennen.</p>
<p>Eagle und Flores bohrten winzige Proben aus dem fossilen Schmelz, lösten das Pulver in Phosphorsäure und fingen das freigesetzte Kohlendioxid auf. Ein Massenspektrometer las dann die uralten Isotopen-Signaturen aus. Das Verfahren trägt den Namen <a href="https://arstechnica.com/science/2026/09/t-rex-teeth-indicate-it-ran-as-warm-as-an-elephant/" rel="external noopener" target="_blank">Clumped-Isotope-Thermometrie</a>.</p>
<h3 class="subheading">Was bedeutet das konkret? Ein Jäger erobert den eisigen Norden</h3>
<p>Die Messwerte im Einzelnen:</p>
<p>Die beiden Zähne von "Thomas" ergaben 37,3 Grad Celsius und 35,9 Grad Celsius. Ein dritter Zahn eines weiteren Tiers lag bei 34,7 Grad Celsius.</p>
<p>Und jetzt der entscheidende Vergleich: Fünf Krokodilzähne aus der Hell-Creek-Formation in Montana, aus der auch die T.-rex-Zähne stammen, kamen im Schnitt auf lediglich 30,9 Grad Celsius. Fossile Süßwassermuscheln aus der gleichen Gesteinsschicht zeigten sommerliche Wassertemperaturen von rund 26 Grad Celsius. Ein hochaufgelöstes Klimamodell der späten Kreidezeit ergab selbst im wärmeren Szenario sommerliche Spitzenwerte von nur rund 33 Grad Celsius bei einem Jahresmittel um 21 Grad.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4873650" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10440636"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Dinosaurier-Magen-enthuellt-Das-letzte-Menue-vor-100-Millionen-Jahren-10440636.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3706" height="2083" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/7/3/6/5/0/shutterstock_2336683827-289f421436f3532f.jpeg" alt="Illustration von Sauropoden in einem Wald" style="aspect-ratio:3706 / 2083"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3706" height="2083" alt="Illustration von Sauropoden in einem Wald" style="aspect-ratio:3706 / 2083;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dinosaurier-Magen enthüllt: Das letzte Menü vor 100 Millionen Jahren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der T. rex war also deutlich wärmer als alles um ihn herum. Da liegt der Schluss nahe: Er heizte sich von innen.</p>
<p>Und dieser eingebaute Ofen verschaffte ihm einen gewaltigen Vorteil. Alessandro Chiarenza, Paläontologe am University College London und Mitautor der Studie, macht es deutlich: In kreidezeitlichen Fundstellen Alaskas fanden Forscher keinerlei Fossilien von Eidechsen, Schildkröten oder Krokodilen – wohl aber Tyrannosaurier-Überreste.</p>
<p>Kaltblütige Reptilien? Keine Chance in der Arktis. Damals war es zwar deutlich wärmer in Alaska als heute, aber als Kaltblüter hätte der T. rex auch damals in der Region nicht überleben können.</p>
<p>Auf dieser neuen Grundlage und mithilfe von Klimamodellen berechnete das Team schließlich, wo der T. rex hätte leben können: praktisch überall in Nordamerika, von Mexiko bis hinauf nach Alaska.</p>
<h3 class="subheading">Grenzen der Studie: Was wir noch nicht sicher wissen</h3>
<p>So überzeugend die Ergebnisse klingen, die Forscher selbst bremsen die Euphorie. Und das spricht nicht gegen ihren Befund, sondern für ihre Sorgfalt.</p>
<p>Drei Zähne sind eine kleine Stichprobe. Um die wertvollen Museumsfossilien zu schonen, entnahm das Team pro Zahn nur minimale Proben. Die Folge: Möglicherweise wurde nur eine einzige Wachstumsphase erfasst. Eine saisonale Verzerrung lässt sich also nicht ausschließen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4963186" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10856149"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Studie-Dinosaurier-lebten-bis-zum-Asteroideneinschlag-in-voller-Bluete-10856149.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7171" height="4029" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/6/3/1/8/6/shutterstock_2592828945-12bb88ce81d38b59.jpeg" alt="Dinosaurier schaut auf einen Asteroid der auf die Erde rast" style="aspect-ratio:7171 / 4029"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7171" height="4029" alt="Dinosaurier schaut auf einen Asteroid der auf die Erde rast" style="aspect-ratio:7171 / 4029;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Studie: Dinosaurier lebten bis zum Asteroideneinschlag in voller Blüte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dazu kommt ein Gegenargument, das Skeptiker ins Feld führen: Gigantothermie. Ein tonnenschweres Tier speichert Wärme allein durch seine Masse – so wie ein großer Felsbrocken, der abends noch warm ist, obwohl die Sonne längst untergegangen ist. Die Paläobiologin Jasmina Wiemann von der Johns Hopkins University, die nicht an der Studie beteiligt war, hätte laut <em>AP News</em> sogar <a href="https://apnews.com/article/tyrannosaurus-rex-body-temperature-2ee33ab4528dc358bc4b90861aa715e4" rel="external noopener" target="_blank">eine etwas höhere Temperatur erwartet</a>, etwas näher an modernen Vögeln.</p>
<p>Die Frage, ob der T. rex wirklich endotherm war oder seine Wärme teilweise seiner schieren Größe verdankte, bleibt also offen.</p>
<h3 class="subheading">Ausblick: Die Vermessung der gesamten Urzeit</h3>
<p>Die eigentliche Sensation dieser Studie ist nicht der T. rex allein. Es ist die Methode dahinter.</p>
<p>Vor einem Jahrzehnt brauchte das UCLA-Team noch so viel Fossilienmaterial, dass kein Museum der Welt seine Schätze hergeben wollte. Heute genügen wenige Milligramm. Das Team senkte die benötigte Materialmenge um rund 90 Prozent, unter anderem indem es das freigesetzte Gas unter Druck setzte. So entsteht ein dichterer Kohlendioxidstrahl, der dem Massenspektrometer auch aus kleinen Proben genug Messgas liefert.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4854489" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10384654"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Archaeopteryx-Fossil-liefert-neue-Einblicke-in-die-Evolution-des-Fliegens-10384654.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5333" height="2997" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/4/4/8/9/shutterstock_1708761538-9fb6457e4da7eecc.jpeg" alt="Künstlerische Darstellung eines Archaeopteryx " style="aspect-ratio:5333 / 2997"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5333" height="2997" alt="Künstlerische Darstellung eines Archaeopteryx " style="aspect-ratio:5333 / 2997;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Archaeopteryx-Fossil liefert neue Einblicke in die Evolution des Fliegens</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>"Niemand gibt dir einen T.-rex-Zahn, es sei denn, du kannst nachweisen, dass du nur ein paar Milligramm brauchst", sagte die leitende Autorin Aradhna Tripati, Isotopengeochemikerin an der UCLA.</p>
<p>Diese Hürde ist gefallen. Und damit öffnet sich eine Tür, die bisher verschlossen war. Das Team plant bereits, dieselbe Thermometrie auf weitere Dinosaurierarten anzuwenden. Das Ziel: herausfinden, wann genau in der Evolution die Fähigkeit zur eigenen Wärmeregulierung erstmals auftauchte – und welche Arten davon profitierten.</p>
<p>Der T. rex dürfte nicht der letzte Dinosaurier bleiben, dem die Forscher Fieber messen. Was als Nächstes kommt, könnte unser Verständnis der gesamten Urzeit verändern.</p>
Isotopenanalysen offenbaren 36,3 °C Körpertemperatur beim T. rex. Diese innere Heizung erlaubte dem Urzeit-Giganten das Überleben im kalten Norden.</p>
<p>Stellen Sie sich vor: Ein sechs Tonnen schwerer <em>Tyrannosaurus rex (T. rex)</em> stampft durch die Wälder Montanas. Die Morgenluft ist kühl und der Atem des riesigen Raubtiers zeigt ebenjenen Dampf, den jeder aus den Wintermonaten kennt. Nicht etwa die Sonne hat ihn aufgeheizt, nein, sein Körper selbst ist ein Kraftwerk.</p>
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<p>Die im Fachjournal <em>Science Advances</em> <a href="https://doi.org/10.1126/sciadv.aeb7653" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlichte Studie</a> basiert auf Zähnen des Skeletts "Thomas" aus dem Natural History Museum of Los Angeles County. Es ist die erste direkte Temperaturmessung an einem T. rex – und sie untermauert mit einem Messwert, was Paläontologen seit einigen Jahren vermuten.</p>
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<p>Warum hat das so lange gedauert? Weil Paläontologen jahrzehntelang vor einer methodischen Sackgasse standen.</p>
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<p>Frühere Versuche stützten sich auf Sauerstoffisotope in Knochen. Doch hier gab es ein Problem: Diese Werte hängen nämlich nicht nur von der Körperwärme des Tiers ab, sondern auch von seinem Wasserhaushalt. Und den kennt bei einem seit 66 Millionen Jahren ausgestorbenen Wesen schlicht niemand. Jede Messung war damit ein Ratespiel mit zu vielen Unbekannten.</p>
<p>"Bisher ist es noch niemandem gelungen, eine solche Temperaturmessung durchzuführen", <a href="https://newsroom.ucla.edu/releases/scientists-finally-know-the-body-temperature-of-the-tyrannosaurus-rex" rel="external noopener" target="_blank">erklärte Robert Eagle</a>. Die Methode des UCLA-Teams basiert auf einem anderen Ansatz und umgeht das Wasserproblem vollständig.</p>
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<p>Das Prinzip ist so elegant wie simpel.</p>
<p>Im Zahnschmelz – dem härtesten Material, das ein Wirbeltier produziert – stecken seltene, schwere Varianten von Kohlenstoff und Sauerstoff: Kohlenstoff-13 und Sauerstoff-18.</p>
<p>Diese schweren Atome neigen dazu, sich aneinanderzulagern. Und hier wird es spannend: Je kühler der Körper bei der Zahnbildung war, desto häufiger verbinden sie sich miteinander.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4904357" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10500607"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Alles-falsch-gedacht-So-klangen-Dinosaurier-wirklich-10500607.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3056" height="1717" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/4/3/5/7/Bildschirmfoto_2025-07-26_um_01-4d1ece5f22de61b3.png" alt="Ansicht des fossilen Abdrucks des Pflanzenfressers." style="aspect-ratio:3056 / 1717"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3056" height="1717" alt="Ansicht des fossilen Abdrucks des Pflanzenfressers." style="aspect-ratio:3056 / 1717;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Alles falsch gedacht: So klangen Dinosaurier wirklich</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das kann man sich leicht am Beispiel einer Tanzfläche vorstellen: Ist es kalt, so drängen sich die Tänzer aneinander. Bei Hitze verteilen sie sich dagegen im Raum. Der Zahnschmelz konserviert dieses Muster – und auch nach 66 Millionen Jahren ist es zu erkennen.</p>
<p>Eagle und Flores bohrten winzige Proben aus dem fossilen Schmelz, lösten das Pulver in Phosphorsäure und fingen das freigesetzte Kohlendioxid auf. Ein Massenspektrometer las dann die uralten Isotopen-Signaturen aus. Das Verfahren trägt den Namen <a href="https://arstechnica.com/science/2026/09/t-rex-teeth-indicate-it-ran-as-warm-as-an-elephant/" rel="external noopener" target="_blank">Clumped-Isotope-Thermometrie</a>.</p>
<h3 class="subheading">Was bedeutet das konkret? Ein Jäger erobert den eisigen Norden</h3>
<p>Die Messwerte im Einzelnen:</p>
<p>Die beiden Zähne von "Thomas" ergaben 37,3 Grad Celsius und 35,9 Grad Celsius. Ein dritter Zahn eines weiteren Tiers lag bei 34,7 Grad Celsius.</p>
<p>Und jetzt der entscheidende Vergleich: Fünf Krokodilzähne aus der Hell-Creek-Formation in Montana, aus der auch die T.-rex-Zähne stammen, kamen im Schnitt auf lediglich 30,9 Grad Celsius. Fossile Süßwassermuscheln aus der gleichen Gesteinsschicht zeigten sommerliche Wassertemperaturen von rund 26 Grad Celsius. Ein hochaufgelöstes Klimamodell der späten Kreidezeit ergab selbst im wärmeren Szenario sommerliche Spitzenwerte von nur rund 33 Grad Celsius bei einem Jahresmittel um 21 Grad.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4873650" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10440636"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Dinosaurier-Magen-enthuellt-Das-letzte-Menue-vor-100-Millionen-Jahren-10440636.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3706" height="2083" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/7/3/6/5/0/shutterstock_2336683827-289f421436f3532f.jpeg" alt="Illustration von Sauropoden in einem Wald" style="aspect-ratio:3706 / 2083"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3706" height="2083" alt="Illustration von Sauropoden in einem Wald" style="aspect-ratio:3706 / 2083;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dinosaurier-Magen enthüllt: Das letzte Menü vor 100 Millionen Jahren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der T. rex war also deutlich wärmer als alles um ihn herum. Da liegt der Schluss nahe: Er heizte sich von innen.</p>
<p>Und dieser eingebaute Ofen verschaffte ihm einen gewaltigen Vorteil. Alessandro Chiarenza, Paläontologe am University College London und Mitautor der Studie, macht es deutlich: In kreidezeitlichen Fundstellen Alaskas fanden Forscher keinerlei Fossilien von Eidechsen, Schildkröten oder Krokodilen – wohl aber Tyrannosaurier-Überreste.</p>
<p>Kaltblütige Reptilien? Keine Chance in der Arktis. Damals war es zwar deutlich wärmer in Alaska als heute, aber als Kaltblüter hätte der T. rex auch damals in der Region nicht überleben können.</p>
<p>Auf dieser neuen Grundlage und mithilfe von Klimamodellen berechnete das Team schließlich, wo der T. rex hätte leben können: praktisch überall in Nordamerika, von Mexiko bis hinauf nach Alaska.</p>
<h3 class="subheading">Grenzen der Studie: Was wir noch nicht sicher wissen</h3>
<p>So überzeugend die Ergebnisse klingen, die Forscher selbst bremsen die Euphorie. Und das spricht nicht gegen ihren Befund, sondern für ihre Sorgfalt.</p>
<p>Drei Zähne sind eine kleine Stichprobe. Um die wertvollen Museumsfossilien zu schonen, entnahm das Team pro Zahn nur minimale Proben. Die Folge: Möglicherweise wurde nur eine einzige Wachstumsphase erfasst. Eine saisonale Verzerrung lässt sich also nicht ausschließen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4963186" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10856149"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Studie-Dinosaurier-lebten-bis-zum-Asteroideneinschlag-in-voller-Bluete-10856149.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7171" height="4029" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/6/3/1/8/6/shutterstock_2592828945-12bb88ce81d38b59.jpeg" alt="Dinosaurier schaut auf einen Asteroid der auf die Erde rast" style="aspect-ratio:7171 / 4029"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7171" height="4029" alt="Dinosaurier schaut auf einen Asteroid der auf die Erde rast" style="aspect-ratio:7171 / 4029;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Studie: Dinosaurier lebten bis zum Asteroideneinschlag in voller Blüte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dazu kommt ein Gegenargument, das Skeptiker ins Feld führen: Gigantothermie. Ein tonnenschweres Tier speichert Wärme allein durch seine Masse – so wie ein großer Felsbrocken, der abends noch warm ist, obwohl die Sonne längst untergegangen ist. Die Paläobiologin Jasmina Wiemann von der Johns Hopkins University, die nicht an der Studie beteiligt war, hätte laut <em>AP News</em> sogar <a href="https://apnews.com/article/tyrannosaurus-rex-body-temperature-2ee33ab4528dc358bc4b90861aa715e4" rel="external noopener" target="_blank">eine etwas höhere Temperatur erwartet</a>, etwas näher an modernen Vögeln.</p>
<p>Die Frage, ob der T. rex wirklich endotherm war oder seine Wärme teilweise seiner schieren Größe verdankte, bleibt also offen.</p>
<h3 class="subheading">Ausblick: Die Vermessung der gesamten Urzeit</h3>
<p>Die eigentliche Sensation dieser Studie ist nicht der T. rex allein. Es ist die Methode dahinter.</p>
<p>Vor einem Jahrzehnt brauchte das UCLA-Team noch so viel Fossilienmaterial, dass kein Museum der Welt seine Schätze hergeben wollte. Heute genügen wenige Milligramm. Das Team senkte die benötigte Materialmenge um rund 90 Prozent, unter anderem indem es das freigesetzte Gas unter Druck setzte. So entsteht ein dichterer Kohlendioxidstrahl, der dem Massenspektrometer auch aus kleinen Proben genug Messgas liefert.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4854489" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10384654"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Archaeopteryx-Fossil-liefert-neue-Einblicke-in-die-Evolution-des-Fliegens-10384654.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5333" height="2997" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/4/4/8/9/shutterstock_1708761538-9fb6457e4da7eecc.jpeg" alt="Künstlerische Darstellung eines Archaeopteryx " style="aspect-ratio:5333 / 2997"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5333" height="2997" alt="Künstlerische Darstellung eines Archaeopteryx " style="aspect-ratio:5333 / 2997;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Archaeopteryx-Fossil liefert neue Einblicke in die Evolution des Fliegens</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>"Niemand gibt dir einen T.-rex-Zahn, es sei denn, du kannst nachweisen, dass du nur ein paar Milligramm brauchst", sagte die leitende Autorin Aradhna Tripati, Isotopengeochemikerin an der UCLA.</p>
<p>Diese Hürde ist gefallen. Und damit öffnet sich eine Tür, die bisher verschlossen war. Das Team plant bereits, dieselbe Thermometrie auf weitere Dinosaurierarten anzuwenden. Das Ziel: herausfinden, wann genau in der Evolution die Fähigkeit zur eigenen Wärmeregulierung erstmals auftauchte – und welche Arten davon profitierten.</p>
<p>Der T. rex dürfte nicht der letzte Dinosaurier bleiben, dem die Forscher Fieber messen. Was als Nächstes kommt, könnte unser Verständnis der gesamten Urzeit verändern.</p>
2026-09-30T13:35:00.000Z
urn:bid:5174038
2026-09-30T12:00:00.000Z
Die Pflegekassen steuern auf ein Milliarden-Defizit zu. Die Koalition hat nun einen Kompromiss beschlossen – die großen Konflikte bleiben offen.</p>
<p>Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Gesetzentwurf zur Neuordnung der Pflegeversicherung beschlossen. Der allgemeine Beitragssatz bleibt bei 3,6 Prozent, der Zuschlag für Kinderlose steigt zum 1. Januar 2027 um 0,3 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent.</p>
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<p>Laut <em>Spiegel</em>-Informationen hat sich das Kabinett darauf <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesregierung-kabinett-beschliesst-pflegereform-a-e17f7594-d4ac-4789-8ac5-cfb0aaffa7a3" rel="external noopener" target="_blank">verständigt</a>, den Entwurf von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) zu ändern. Es sei in Regierungskreisen von einer "kleinen Lösung" die Rede.</p>
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<h3 class="subheading">Milliardenlücke als Treiber der Reform</h3>
<p>Der Druck, zu handeln, ist erheblich: Die gesetzlichen Pflegekassen rechnen <a href="https://www.tagesschau.de/inland/reformen-bundesregierung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">laut</a> <em>Tagesschau </em>bereits in diesem Jahr mit einem Defizit von 4,4 Milliarden Euro. Für 2027 wird ein Finanzloch von über 7,5 Milliarden Euro erwartet, für 2028 von mehr als 15 Milliarden Euro. Ursache ist ein demografisches Ungleichgewicht: Einer wachsenden Zahl pflegebedürftiger älterer Menschen stehen immer weniger Beitragszahler gegenüber.</p>
<p>Linnemanns Entwurf, der auf einer Vorlage seiner Vorgängerin Nina Warken (CDU) basiert, zielt vorrangig darauf ab, weitere Beitragserhöhungen im kommenden Jahr zu verhindern. Konkret sollen Pflegegrade künftig nach strengeren Kriterien vergeben und Zuschläge für Heimkosten erst später als bisher ausgezahlt werden. Eine grundsätzliche Strukturreform soll nach Linnemanns Vorstellung erst in einem zweiten Schritt folgen – erarbeitet von einer Expertenkommission. Der formelle Beschluss dafür soll in der kommenden Woche folgen. Die Kommission soll ausdrücklich auch Modelle für einen Ausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung vorlegen.</p>
<h3 class="subheading">SPD fordert Deckel und Strukturreform</h3>
<p>Genau bei dieser Reihenfolge setzt der Widerstand der SPD an. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte am Samstag klargemacht: "Ein reines Kürzungspaket macht die SPD-Bundestagsfraktion so nicht mit."</p>
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<p>Die Sozialdemokraten verlangen zwei konkrete Maßnahmen noch im jetzigen Gesetzgebungsschritt: einen sogenannten Pflegedeckel, der die monatlichen Eigenanteile in der vollstationären Pflege für Pflege und Betreuung auf 1500 Euro begrenzen soll, sowie einen „Pflegesoli“ – eine stärkere finanzielle Beteiligung der privaten Pflegeversicherung an den Kosten der gesetzlichen Versicherung.</p>
<p>Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) bekräftigte die Position seiner Partei am Dienstagnachmittag in Mainz: "Das darf jetzt nicht ein reines Einsparpaket sein, sondern wir brauchen auch strukturelle Veränderungen." Er habe bereits vor Monaten auf einen Ausgleich zwischen privaten und gesetzlichen Versicherungen gedrungen. "Da ist die SPD klar, das wollen wir jetzt in den Verhandlungen auch erreichen", sagte Klingbeil.</p>
<h3 class="subheading">Union lehnt beide SPD-Kernforderungen ab</h3>
<p>Die Union zeigte sich gegenüber beiden Forderungen ablehnend. Linnemann erklärte, der Pflegedeckel würde "das Problem nicht lösen". Den Pflegesoli bezeichnete er als "Griff in fremde Kassen" und verwies auf "höchste verfassungsrechtliche Zweifel". Auch Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister, CDU-Vize und prominenter Vertreter des Sozialflügels der Partei, warnte im Deutschlandfunk vor einem möglichen Ende des dualen Systems aus gesetzlicher und privater Pflegeversicherung, sollte die SPD-Forderung umgesetzt werden.</p>
<p>Seinerseits stellte Linnemann eine eigene Forderung an Finanzminister Klingbeil: Das Bundesfinanzministerium müsse mehr als fünf Milliarden Euro Corona-Hilfen an die Pflegeversicherung zurückzahlen, sagte er am Montag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.</p>
<p>Bereits am Montag hatten sich die Verhandler beider Seiten zu einer Chefrunde im Kanzleramt zusammengefunden. Auf Unionsseite nahmen Kanzler Friedrich Merz, Kanzleramtschefin Nina Warken und Gesundheitsminister Linnemann teil, dazu CSU-Innenminister Alexander Dobrindt. Die SPD war durch Finanzstaatssekretär Björn Böhning und Lars Klingbeil vertreten, der per Videoschaltung zugeschaltet war. Die Sitzung endete ohne abschließende Einigung. Am Dienstag wurde weiterverhandelt, diesmal ohne Kanzler Merz.</p>
<p>Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler, zeigte sich am Mittwochmorgen im ZDF-Morgenmagazin dennoch zuversichtlich: Sie höre, dass die Gespräche "sehr gut" gelaufen seien, und rechne damit, "dass wir heute dann auch wirklich hoffentlich zum Ende kommen."</p>
<h3 class="subheading">Weitere Reformbaustellen der Koalition</h3>
<p>Die Pflegereform ist nicht die einzige große Baustelle der schwarz-roten Koalition. Bei der Rentenreform hat eine unabhängige Kommission 33 Vorschläge erarbeitet, die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) als "Gesamtkunstwerk" bezeichnete. Besonders umstritten ist die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren – die sogenannte "Rente mit 63".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5112571" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11356297"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schwarz-Roter-Reformplan-Mehr-Macht-fuer-Staat-und-Eigentum-11356297.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/2/5/7/1/Sozialschere_ho-26db1c7d8339ac02.jpeg" alt="Symbolbild einer Schere, die am Parlament schneidet" 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für Staat und Eigentum</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5119980" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11370946"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Haushalt-2027-Mehr-Schulden-neue-Prioritaeten-11370946.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" 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md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Haushalt 2027 im Überblick: Wo das Kabinett Merz jetzt kürzt und wer profitiert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5173209" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11469216"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/3/2/0/9/csm_hart-verdient-protest-dgb-essen-10_cfff873827-8e0e000dcff93510.jpeg" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" 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<p>Mehrere Ministerpräsidenten, darunter Sachsens CDU-Regierungschef Michael Kretschmer und Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, wollen diesen Punkt aus dem Paket streichen. Weniger umstritten sind hingegen eine geplante Kapitalrente sowie die bereits in den Bundestag eingebrachte Frühstartrente, bei der der Staat für alle Kinder zwischen sechs und 18 Jahren monatlich zehn Euro in die Altersvorsorge einzahlen soll.</p>
<p>Bei der Steuerreform plant Finanzminister Klingbeil Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen durch höhere Frei- und Pauschbeträge, finanziert unter anderem durch eine ausgeweitete Reichensteuer sowie eine höhere Tabaksteuer und eine neue Zuckersteuer. Unionspolitiker kritisieren den Entwurf von beiden Seiten: Die Entlastungen seien zu gering, neue Steuern aber abzulehnen.</p>
<p>Zudem bemängeln sie, dass die sogenannte kalte Progression – der schleichende Kaufkraftverlust durch inflationsbedingte Steuermehrbelastung – diesmal nicht ausgeglichen wird. Fritz Güntzler, finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, kündigte an, alles "noch mal auf den Prüfstand" zu stellen. Weitere Änderungen im parlamentarischen Verfahren gelten als wahrscheinlich.</p>
<p>Weiteren Konfliktstoff innerhalb der Koalition liefern Pläne zur Kürzung des Elterngelds, die Umwandlung von Minijobs in beitragspflichtige Beschäftigung sowie ein Vorstoß zur Senkung des Wohngelds. Wie die <em>Tagesschau</em> feststellt, verlaufen die Konfliktlinien dabei nicht nur zwischen Union und SPD, sondern teils auch zwischen CDU und CSU sowie zwischen Bund und Ländern.</p>
Die Pflegekassen steuern auf ein Milliarden-Defizit zu. Die Koalition hat nun einen Kompromiss beschlossen – die großen Konflikte bleiben offen.</p>
<p>Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Gesetzentwurf zur Neuordnung der Pflegeversicherung beschlossen. Der allgemeine Beitragssatz bleibt bei 3,6 Prozent, der Zuschlag für Kinderlose steigt zum 1. Januar 2027 um 0,3 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent.</p>
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<p>Laut <em>Spiegel</em>-Informationen hat sich das Kabinett darauf <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesregierung-kabinett-beschliesst-pflegereform-a-e17f7594-d4ac-4789-8ac5-cfb0aaffa7a3" rel="external noopener" target="_blank">verständigt</a>, den Entwurf von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) zu ändern. Es sei in Regierungskreisen von einer "kleinen Lösung" die Rede.</p>
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<h3 class="subheading">Milliardenlücke als Treiber der Reform</h3>
<p>Der Druck, zu handeln, ist erheblich: Die gesetzlichen Pflegekassen rechnen <a href="https://www.tagesschau.de/inland/reformen-bundesregierung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">laut</a> <em>Tagesschau </em>bereits in diesem Jahr mit einem Defizit von 4,4 Milliarden Euro. Für 2027 wird ein Finanzloch von über 7,5 Milliarden Euro erwartet, für 2028 von mehr als 15 Milliarden Euro. Ursache ist ein demografisches Ungleichgewicht: Einer wachsenden Zahl pflegebedürftiger älterer Menschen stehen immer weniger Beitragszahler gegenüber.</p>
<p>Linnemanns Entwurf, der auf einer Vorlage seiner Vorgängerin Nina Warken (CDU) basiert, zielt vorrangig darauf ab, weitere Beitragserhöhungen im kommenden Jahr zu verhindern. Konkret sollen Pflegegrade künftig nach strengeren Kriterien vergeben und Zuschläge für Heimkosten erst später als bisher ausgezahlt werden. Eine grundsätzliche Strukturreform soll nach Linnemanns Vorstellung erst in einem zweiten Schritt folgen – erarbeitet von einer Expertenkommission. Der formelle Beschluss dafür soll in der kommenden Woche folgen. Die Kommission soll ausdrücklich auch Modelle für einen Ausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung vorlegen.</p>
<h3 class="subheading">SPD fordert Deckel und Strukturreform</h3>
<p>Genau bei dieser Reihenfolge setzt der Widerstand der SPD an. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte am Samstag klargemacht: "Ein reines Kürzungspaket macht die SPD-Bundestagsfraktion so nicht mit."</p>
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<p>Die Sozialdemokraten verlangen zwei konkrete Maßnahmen noch im jetzigen Gesetzgebungsschritt: einen sogenannten Pflegedeckel, der die monatlichen Eigenanteile in der vollstationären Pflege für Pflege und Betreuung auf 1500 Euro begrenzen soll, sowie einen „Pflegesoli“ – eine stärkere finanzielle Beteiligung der privaten Pflegeversicherung an den Kosten der gesetzlichen Versicherung.</p>
<p>Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) bekräftigte die Position seiner Partei am Dienstagnachmittag in Mainz: "Das darf jetzt nicht ein reines Einsparpaket sein, sondern wir brauchen auch strukturelle Veränderungen." Er habe bereits vor Monaten auf einen Ausgleich zwischen privaten und gesetzlichen Versicherungen gedrungen. "Da ist die SPD klar, das wollen wir jetzt in den Verhandlungen auch erreichen", sagte Klingbeil.</p>
<h3 class="subheading">Union lehnt beide SPD-Kernforderungen ab</h3>
<p>Die Union zeigte sich gegenüber beiden Forderungen ablehnend. Linnemann erklärte, der Pflegedeckel würde "das Problem nicht lösen". Den Pflegesoli bezeichnete er als "Griff in fremde Kassen" und verwies auf "höchste verfassungsrechtliche Zweifel". Auch Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister, CDU-Vize und prominenter Vertreter des Sozialflügels der Partei, warnte im Deutschlandfunk vor einem möglichen Ende des dualen Systems aus gesetzlicher und privater Pflegeversicherung, sollte die SPD-Forderung umgesetzt werden.</p>
<p>Seinerseits stellte Linnemann eine eigene Forderung an Finanzminister Klingbeil: Das Bundesfinanzministerium müsse mehr als fünf Milliarden Euro Corona-Hilfen an die Pflegeversicherung zurückzahlen, sagte er am Montag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.</p>
<p>Bereits am Montag hatten sich die Verhandler beider Seiten zu einer Chefrunde im Kanzleramt zusammengefunden. Auf Unionsseite nahmen Kanzler Friedrich Merz, Kanzleramtschefin Nina Warken und Gesundheitsminister Linnemann teil, dazu CSU-Innenminister Alexander Dobrindt. Die SPD war durch Finanzstaatssekretär Björn Böhning und Lars Klingbeil vertreten, der per Videoschaltung zugeschaltet war. Die Sitzung endete ohne abschließende Einigung. Am Dienstag wurde weiterverhandelt, diesmal ohne Kanzler Merz.</p>
<p>Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler, zeigte sich am Mittwochmorgen im ZDF-Morgenmagazin dennoch zuversichtlich: Sie höre, dass die Gespräche "sehr gut" gelaufen seien, und rechne damit, "dass wir heute dann auch wirklich hoffentlich zum Ende kommen."</p>
<h3 class="subheading">Weitere Reformbaustellen der Koalition</h3>
<p>Die Pflegereform ist nicht die einzige große Baustelle der schwarz-roten Koalition. Bei der Rentenreform hat eine unabhängige Kommission 33 Vorschläge erarbeitet, die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) als "Gesamtkunstwerk" bezeichnete. Besonders umstritten ist die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren – die sogenannte "Rente mit 63".</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5112571" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11356297"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schwarz-Roter-Reformplan-Mehr-Macht-fuer-Staat-und-Eigentum-11356297.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/2/5/7/1/Sozialschere_ho-26db1c7d8339ac02.jpeg" alt="Symbolbild einer Schere, die am Parlament schneidet" 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für Staat und Eigentum</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5119980" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11370946"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Haushalt-2027-Mehr-Schulden-neue-Prioritaeten-11370946.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" 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md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Haushalt 2027 im Überblick: Wo das Kabinett Merz jetzt kürzt und wer profitiert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5173209" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11469216"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DGB-Protest-175-000-auf-der-Strasse-doch-ein-Thema-durfte-niemand-ansprechen-11469216.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/3/2/0/9/csm_hart-verdient-protest-dgb-essen-10_cfff873827-8e0e000dcff93510.jpeg" alt="Junge Demonstranten auf einer Demonstration des DGB" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" 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<p>Mehrere Ministerpräsidenten, darunter Sachsens CDU-Regierungschef Michael Kretschmer und Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, wollen diesen Punkt aus dem Paket streichen. Weniger umstritten sind hingegen eine geplante Kapitalrente sowie die bereits in den Bundestag eingebrachte Frühstartrente, bei der der Staat für alle Kinder zwischen sechs und 18 Jahren monatlich zehn Euro in die Altersvorsorge einzahlen soll.</p>
<p>Bei der Steuerreform plant Finanzminister Klingbeil Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen durch höhere Frei- und Pauschbeträge, finanziert unter anderem durch eine ausgeweitete Reichensteuer sowie eine höhere Tabaksteuer und eine neue Zuckersteuer. Unionspolitiker kritisieren den Entwurf von beiden Seiten: Die Entlastungen seien zu gering, neue Steuern aber abzulehnen.</p>
<p>Zudem bemängeln sie, dass die sogenannte kalte Progression – der schleichende Kaufkraftverlust durch inflationsbedingte Steuermehrbelastung – diesmal nicht ausgeglichen wird. Fritz Güntzler, finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, kündigte an, alles "noch mal auf den Prüfstand" zu stellen. Weitere Änderungen im parlamentarischen Verfahren gelten als wahrscheinlich.</p>
<p>Weiteren Konfliktstoff innerhalb der Koalition liefern Pläne zur Kürzung des Elterngelds, die Umwandlung von Minijobs in beitragspflichtige Beschäftigung sowie ein Vorstoß zur Senkung des Wohngelds. Wie die <em>Tagesschau</em> feststellt, verlaufen die Konfliktlinien dabei nicht nur zwischen Union und SPD, sondern teils auch zwischen CDU und CSU sowie zwischen Bund und Ländern.</p>
2026-09-30T12:00:00.000Z
urn:bid:5173986
2026-09-30T09:30:00.000Z
In Kalifornien kostet derselbe BigMac je nach Filiale 21 Prozent mehr. Dahinter steckt eine KI-Engine – und die soll wohl auch nach Deutschland kommen.</p>
<p>Wer in der McDonald’s-App zwei Filialen vergleicht, erlebt mitunter eine Überraschung. In Fresno, Kalifornien, kostete ein Big Mac im September in einem firmeneigenen Restaurant 5,69 US-Dollar, zwei Meilen weiter 6,89 US-Dollar.</p>
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<p>Den Aufschlag von knapp 21 Prozent stellte die Nachrichtenagentur <em>Reuters</em> <a href="https://www.reuters.com/business/inside-mcdonalds-push-have-ai-price-your-big-mac-2026-09-29/" rel="external noopener" target="_blank">in einer Stichprobe</a> fest. Ob ein Algorithmus hinter der Differenz steckt, ließ sich laut Bericht nicht klären.</p>
<p>Belegt ist dagegen, dass sich der Konzern zunehmend von künstlicher Intelligenz Preise für jedes Produkt und jedes Restaurant empfehlen lässt.</p>
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<p><em>Reuters </em>stützt sich auf Screenshots der Preisplattform aus dem August und auf Gespräche mit neun Insidern. Demnach werten lernende Algorithmen laufend Millionen tägliche Einkäufe aus fast 14.000 US-Restaurants aus und leiten daraus einen "optimalen Preis" ab. Eine Form solcher Werkzeuge nutzt McDonald’s seit mindestens 2019.</p>
<p>Beim <a href="https://stockanalysis.com/stocks/mcd/transcripts/746101-investor-day-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Investor Day am 23. September</a> bestätigte Marketingchefin Morgan Flatley das Prinzip: Auf Grundlage von Millionen Transaktionen und weiteren Marktdaten gibt die hauseigene Preis-Engine Franchisenehmern Preisempfehlungen für einzelne Produkte in einzelnen Restaurants. Die endgültige Preisentscheidung liege laut Flatley bei den Franchisenehmern.</p>
<h3 class="subheading">Was die KI über die Nachbarschaft weiß</h3>
<p>Im US-Portal sehen Betreiber eine Schätzung der "Zahlungsbereitschaft der Kunden in Ihrer Region" und eine Einstufung wie "mittlere Preisempfindlichkeit". Dazu kommen Preise aus öffentlich zugänglichen Online-Speisekarten nahegelegener Konkurrenten wie Burger King und Wendy’s.</p>
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<p>Dass das Einkommen einzelner Gäste erfasst wird, belegen die Unterlagen nicht. Wie die Marktdaten zusammengesetzt und gewichtet sind, bleibt offen.</p>
<p>Ganz frei rechnet die Software freilich nicht. Zwei frühere Mitarbeiter des Plattformbetreibers Tiger Analytics berichten gegenüber <em>Reuters </em>von Regeln, die McDonald’s vorgibt: Aufschläge vor allem bei Produkten, deren Preis seit mindestens zwei Jahren unverändert ist, und Erhöhungen nur bei Artikeln, die zuletzt in mindestens 30 Prozent der Filialen teurer geworden sind. Eis und Getränke bleiben im Sommer tabu.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5035735" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11192133"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Burger-King-laesst-KI-mithoeren-und-benotet-wie-nett-das-Personal-ist-11192133.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4080" height="2293" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/5/7/3/5/shutterstock_2451295969-2f00076a38f82a0e.jpeg" alt="Burger-King-Filiale in Frankreich" style="aspect-ratio:4080 / 2293"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4080" height="2293" alt="Burger-King-Filiale in Frankreich" style="aspect-ratio:4080 / 2293;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Burger King lässt KI mithören – und benotet, wie nett das Personal ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Tiger Analytics selbst wollte sich laut Bericht nicht äußern.</p>
<h3 class="subheading">Empfehlung oder Vorgabe?</h3>
<p>Offiziell legen die selbstständigen Franchisenehmer ihre Preise selbst fest, das Portal soll nur ein Hilfsmittel sein. Fünf Restaurantbesitzer schildern jedoch Druck. Eine ehemalige Franchisenehmerin erhielt nach eigenen Angaben Anrufe, sobald sie von Empfehlungen abwich; ein internes Dokument vom Juni hielt Abweichungen detailliert fest.</p>
<p>Seit Januar verlangen die neuen Geschäftsstandards zudem, dass Franchisenehmer "konstruktiv" mit dem zugelassenen Preisberater und seinen Tools zusammenarbeiten.</p>
<p>McDonald’s-CEO Chris Kempczinski sagte im <a href="https://stockanalysis.com/stocks/mcd/transcripts/662377-q2-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Quartalsgespräch am 4. August</a>, die Empfehlungen nicht einzuhalten könne Thema bei Geschäftsüberprüfungen sein – die etwa über Expansionsmöglichkeiten der US-Betreiber mitentscheiden. Pikant: Die Zentrale verdient vor allem an einem Anteil vom Umsatz, egal wie viel Marge den Betreibern bleibt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4852542" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10380909"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-McDonalds-bis-Zara-Kehren-westliche-Marken-nach-Russland-zurueck-10380909.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/2/5/4/2/shutterstock_2230532705-9c2b0ffd38642d15.jpeg" alt="Eine McDonalds Filiale in Russland" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Eine McDonalds Filiale in Russland" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von McDonalds bis Zara: Kehren westliche Marken nach Russland zurück?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die KI-Preisempfehlungen verschickt die Zentrale mindestens dreimal im Jahr.</p>
<p>McDonald’s betont, die Engine ziele auf Erschwinglichkeit, auch für Kunden mit wenig Geld. Zuletzt habe sie eher zurückhaltende Preise und teils Senkungen empfohlen – wohl auch, weil die Zahl der Gäste geringer wird. Das hatte zumindest eine Auswertung von Placer.ai ergeben, heißt es bei <em>Reuters</em>: Seit März lagen demnach die Besucherzahlen jeden Monat unter denen des Vorjahrs.</p>
<p>Persönliche Rabatte laufen getrennt über das Treueprogramm. Dass zwei App-Nutzer gleichzeitig verschiedene reguläre Preise sehen, ist nicht belegt.</p>
<h3 class="subheading">Und Deutschland?</h3>
<p>Deutschland zählt zu den International Operated Markets. Kempczinski erklärte im August, man sei "kurz davor", die großen Märkte auf eine gemeinsame App, ein Treueprogramm und eine Preis-Engine zu bringen.</p>
<p>Ob deutsche Filialen auch schon Empfehlungen der KI-Tools erhalten, seit wann und mit welchen Daten, ist nicht bekannt – ebenso wenig, wie es um den Datenschutz steht. Bereits 2025 hatte McDonald’s angekündigt, seine Restaurants mit <a href="https://www.heise.de/news/McDonalds-Mit-KI-zu-mehr-Produktivitaet-10308847.html">weiteren KI-Funktionen</a> auszustatten.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4829704" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10336804"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gastro-Steuer-Zahlt-der-Steuerzahler-die-McDonald-s-Gewinne-10336804.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2560" height="1439" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/2/9/7/0/4/kuchen3-2aa0933c0517f066.jpeg" alt="Kuchen mit Bundesadler-Tortenguss von Speiseglocke mit McDonalds-Aufrdruck gefressen" style="aspect-ratio:2560 / 1439"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2560" height="1439" alt="Kuchen mit Bundesadler-Tortenguss von Speiseglocke mit McDonalds-Aufrdruck gefressen" style="aspect-ratio:2560 / 1439;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gastro-Steuer: Zahlt der Steuerzahler die McDonald's-Gewinne?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Rechtlich ist das Terrain heikel. Das Portal warnt selbst, Franchisenehmer könnten Konkurrenten sein, und rät zur Beachtung des Kartellrechts. Der frühere FTC-Kommissar William Kovacic sieht darin ein Eingeständnis eines möglichen Problems, andere Experten halten das Risiko für gering.</p>
<p>Wie schnell Kunden verärgert reagieren, erlebte Wendy’s 2024 nach der Ankündigung eines Tests dynamischer Preise, die dann nie eingeführt wurden. Instacart beendete im Dezember 2025 nach Kritik Preistests, bei denen Kunden für denselben Artikel unterschiedliche Preise sahen.</p>
In Kalifornien kostet derselbe BigMac je nach Filiale 21 Prozent mehr. Dahinter steckt eine KI-Engine – und die soll wohl auch nach Deutschland kommen.</p>
<p>Wer in der McDonald’s-App zwei Filialen vergleicht, erlebt mitunter eine Überraschung. In Fresno, Kalifornien, kostete ein Big Mac im September in einem firmeneigenen Restaurant 5,69 US-Dollar, zwei Meilen weiter 6,89 US-Dollar.</p>
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<p>Belegt ist dagegen, dass sich der Konzern zunehmend von künstlicher Intelligenz Preise für jedes Produkt und jedes Restaurant empfehlen lässt.</p>
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<p><em>Reuters </em>stützt sich auf Screenshots der Preisplattform aus dem August und auf Gespräche mit neun Insidern. Demnach werten lernende Algorithmen laufend Millionen tägliche Einkäufe aus fast 14.000 US-Restaurants aus und leiten daraus einen "optimalen Preis" ab. Eine Form solcher Werkzeuge nutzt McDonald’s seit mindestens 2019.</p>
<p>Beim <a href="https://stockanalysis.com/stocks/mcd/transcripts/746101-investor-day-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Investor Day am 23. September</a> bestätigte Marketingchefin Morgan Flatley das Prinzip: Auf Grundlage von Millionen Transaktionen und weiteren Marktdaten gibt die hauseigene Preis-Engine Franchisenehmern Preisempfehlungen für einzelne Produkte in einzelnen Restaurants. Die endgültige Preisentscheidung liege laut Flatley bei den Franchisenehmern.</p>
<h3 class="subheading">Was die KI über die Nachbarschaft weiß</h3>
<p>Im US-Portal sehen Betreiber eine Schätzung der "Zahlungsbereitschaft der Kunden in Ihrer Region" und eine Einstufung wie "mittlere Preisempfindlichkeit". Dazu kommen Preise aus öffentlich zugänglichen Online-Speisekarten nahegelegener Konkurrenten wie Burger King und Wendy’s.</p>
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<p>Dass das Einkommen einzelner Gäste erfasst wird, belegen die Unterlagen nicht. Wie die Marktdaten zusammengesetzt und gewichtet sind, bleibt offen.</p>
<p>Ganz frei rechnet die Software freilich nicht. Zwei frühere Mitarbeiter des Plattformbetreibers Tiger Analytics berichten gegenüber <em>Reuters </em>von Regeln, die McDonald’s vorgibt: Aufschläge vor allem bei Produkten, deren Preis seit mindestens zwei Jahren unverändert ist, und Erhöhungen nur bei Artikeln, die zuletzt in mindestens 30 Prozent der Filialen teurer geworden sind. Eis und Getränke bleiben im Sommer tabu.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5035735" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11192133"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Burger-King-laesst-KI-mithoeren-und-benotet-wie-nett-das-Personal-ist-11192133.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4080" height="2293" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/5/7/3/5/shutterstock_2451295969-2f00076a38f82a0e.jpeg" alt="Burger-King-Filiale in Frankreich" style="aspect-ratio:4080 / 2293"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4080" height="2293" alt="Burger-King-Filiale in Frankreich" style="aspect-ratio:4080 / 2293;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Burger King lässt KI mithören – und benotet, wie nett das Personal ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Tiger Analytics selbst wollte sich laut Bericht nicht äußern.</p>
<h3 class="subheading">Empfehlung oder Vorgabe?</h3>
<p>Offiziell legen die selbstständigen Franchisenehmer ihre Preise selbst fest, das Portal soll nur ein Hilfsmittel sein. Fünf Restaurantbesitzer schildern jedoch Druck. Eine ehemalige Franchisenehmerin erhielt nach eigenen Angaben Anrufe, sobald sie von Empfehlungen abwich; ein internes Dokument vom Juni hielt Abweichungen detailliert fest.</p>
<p>Seit Januar verlangen die neuen Geschäftsstandards zudem, dass Franchisenehmer "konstruktiv" mit dem zugelassenen Preisberater und seinen Tools zusammenarbeiten.</p>
<p>McDonald’s-CEO Chris Kempczinski sagte im <a href="https://stockanalysis.com/stocks/mcd/transcripts/662377-q2-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Quartalsgespräch am 4. August</a>, die Empfehlungen nicht einzuhalten könne Thema bei Geschäftsüberprüfungen sein – die etwa über Expansionsmöglichkeiten der US-Betreiber mitentscheiden. Pikant: Die Zentrale verdient vor allem an einem Anteil vom Umsatz, egal wie viel Marge den Betreibern bleibt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4852542" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10380909"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-McDonalds-bis-Zara-Kehren-westliche-Marken-nach-Russland-zurueck-10380909.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/2/5/4/2/shutterstock_2230532705-9c2b0ffd38642d15.jpeg" alt="Eine McDonalds Filiale in Russland" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Eine McDonalds Filiale in Russland" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von McDonalds bis Zara: Kehren westliche Marken nach Russland zurück?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die KI-Preisempfehlungen verschickt die Zentrale mindestens dreimal im Jahr.</p>
<p>McDonald’s betont, die Engine ziele auf Erschwinglichkeit, auch für Kunden mit wenig Geld. Zuletzt habe sie eher zurückhaltende Preise und teils Senkungen empfohlen – wohl auch, weil die Zahl der Gäste geringer wird. Das hatte zumindest eine Auswertung von Placer.ai ergeben, heißt es bei <em>Reuters</em>: Seit März lagen demnach die Besucherzahlen jeden Monat unter denen des Vorjahrs.</p>
<p>Persönliche Rabatte laufen getrennt über das Treueprogramm. Dass zwei App-Nutzer gleichzeitig verschiedene reguläre Preise sehen, ist nicht belegt.</p>
<h3 class="subheading">Und Deutschland?</h3>
<p>Deutschland zählt zu den International Operated Markets. Kempczinski erklärte im August, man sei "kurz davor", die großen Märkte auf eine gemeinsame App, ein Treueprogramm und eine Preis-Engine zu bringen.</p>
<p>Ob deutsche Filialen auch schon Empfehlungen der KI-Tools erhalten, seit wann und mit welchen Daten, ist nicht bekannt – ebenso wenig, wie es um den Datenschutz steht. Bereits 2025 hatte McDonald’s angekündigt, seine Restaurants mit <a href="https://www.heise.de/news/McDonalds-Mit-KI-zu-mehr-Produktivitaet-10308847.html">weiteren KI-Funktionen</a> auszustatten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4829704" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10336804"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gastro-Steuer-Zahlt-der-Steuerzahler-die-McDonald-s-Gewinne-10336804.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2560" height="1439" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/2/9/7/0/4/kuchen3-2aa0933c0517f066.jpeg" alt="Kuchen mit Bundesadler-Tortenguss von Speiseglocke mit McDonalds-Aufrdruck gefressen" style="aspect-ratio:2560 / 1439"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2560" height="1439" alt="Kuchen mit Bundesadler-Tortenguss von Speiseglocke mit McDonalds-Aufrdruck gefressen" style="aspect-ratio:2560 / 1439;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gastro-Steuer: Zahlt der Steuerzahler die McDonald's-Gewinne?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Rechtlich ist das Terrain heikel. Das Portal warnt selbst, Franchisenehmer könnten Konkurrenten sein, und rät zur Beachtung des Kartellrechts. Der frühere FTC-Kommissar William Kovacic sieht darin ein Eingeständnis eines möglichen Problems, andere Experten halten das Risiko für gering.</p>
<p>Wie schnell Kunden verärgert reagieren, erlebte Wendy’s 2024 nach der Ankündigung eines Tests dynamischer Preise, die dann nie eingeführt wurden. Instacart beendete im Dezember 2025 nach Kritik Preistests, bei denen Kunden für denselben Artikel unterschiedliche Preise sahen.</p>
2026-09-30T09:30:00.000Z
urn:bid:5173925
2026-09-30T08:30:00.000Z
Nach der Berliner Wahl tobt ein Streit über Antisemitismus in der Linken. Jüdische Stimmen widersprechen. Wer entscheidet, was als antisemitisch gilt?</p>
<p>Am Umgang der Linken mit vermeintlichem Antisemitismus scheiden sich die Geister. Zwar <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/wahl-berlin-2026-themen-parteien-wahlkampf-100.html" rel="external noopener" target="_blank">rangierte das Thema</a> in den Umfragen zu den wahlentscheidenden Sorgen weit hinten, die Berliner stimmten vor allem nach sozialen Fragen ab, doch kaum waren die Wahllokale geschlossen, <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nach-der-wahl-antisemitismus-debatte-belastet-regierungsbildung-in-berlin/100256731.html" rel="external noopener" target="_blank">überlagert eine Antisemitismus-Debatte</a> die Szenerie.</p>
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<p>Elif Eralp selbst <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/linke-berlin-wahlerfolg-antisemitismus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">bekannte sich</a> nach der Wahl nahezu mantraartig zum Schutz jüdischen Lebens. Beendet war die Debatte damit nicht: Die Vorwürfe gegen die Partei und die migrantische Spitzenkandidatin <a href="https://www.welt.de/regionales/berlin/article6abbd4b64b6805f784a0afc3/eralp-war-mitglied-der-linksextremistischen-roten-hilfe.html" rel="external noopener" target="_blank">steigern sich täglich</a>, zuletzt rund um eine beendete Rote-Hilfe-Mitgliedschaft Eralps. Doch was steckt eigentlich hinter den Vorwürfen?</p>
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<h3 class="subheading">Älter als der 7. Oktober</h3>
<p>Der Diskurs ist weit älter als der 7. Oktober, erhielt jedoch durch Israels Kriegsführung in Gaza neue Konjunktur. Die Linke stand wegen Mitgliedern, die die Boykottinitiative <a href="https://www.juedische-allgemeine.de/politik/20-jahre-bds-was-bleibt-ist-ein-beschaedigter-diskurs/" rel="external noopener" target="_blank">BDS</a> unterstützen, schon länger in der Kritik. Die Wurzeln reichen tiefer: die SED unterstützte die säkular-panarabische Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) als "antikoloniale Bewegung" und <a href="https://www.bpb.de/themen/naher-mittlerer-osten/israel/45014/das-verhaeltnis-der-ddr-zu-israel/" rel="external noopener" target="_blank">verortete Israel</a> als Teil des westlichen Imperialismus und Kolonialismus.</p>
<p>Nach der Wiedervereinigung kam als Gegenreaktion die von der Frankfurter Schule geprägte <a href="https://www.bpb.de/themen/linksextremismus/dossier-linksextremismus/33626/antiimperialistische-und-antideutsche-stroemungen-im-deutschen-linksexismus/" rel="external noopener" target="_blank">antideutsche Strömung</a> in die Partei, die Israel als Schutzraum jüdischer Überlebender <a href="https://taz.de/Antideutsche/!6111502/" rel="external noopener" target="_blank">bedingungslos verteidigt</a> und deren ehemalige Hauptprotagonisten heute in Teilen der islamophoben Rechten aufgegangen sind.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4574525" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9688677"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Israel-und-die-Palaestinenser-Objektiv-liegen-Merkmale-eines-Apartheid-Systems-vor-9688677.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/7/4/5/2/5/Ambos-Ringel-1-9ba4d7c27b402b54.jpeg" alt="Dietmar Ringel, Kai Ambos" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Dietmar Ringel, Kai Ambos" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Israel und die Palästinenser: "Objektiv liegen Merkmale eines Apartheid-Systems vor"</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Aus dem Nichts kommen auch die jüngsten Anwürfe nicht: Im Neuköllner Bezirksverband gab es Vorgänge, die Fragen, insbesondere nach dem <a href="https://www.welt.de/kultur/article6a97cb319452c52238230aa2/dahabflex-stalin-mao-intifada-dieser-rapper-bringt-die-linkspartei-in-bedraengnis.html" rel="external noopener" target="_blank">Auftritt des Rappers Dahabflex</a>, aufwarfen. Auch der Austritt des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner, <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/buettner-linke-parteiaustritt-100.html" rel="external noopener" target="_blank">der die Partei bereits 2025 verließ</a>, erhitzte die Gemüter.</p>
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<h3 class="subheading">Jüdische Stimmen verteidigen Die Linke</h3>
<p>Aus diskursiven Einzelfällen wird aktuell eine Generaldebatte über die Regierungsfähigkeit einer ganzen Partei stilisiert. Rund 150 jüdische Berlinerinnen und Berliner, unter ihnen die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deborah_Feldman" rel="external noopener" target="_blank">Schriftstellerinnnen Deborah Feldman</a> und Eva Menasse, <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-150-juedische-berliner-verteidigen-linke-gegen-antisemitismus-vorwuerfe-102.html" rel="external noopener" target="_blank">wandten sich</a> indes in einem offenen Brief dagegen.</p>
<p>"Dass gerade die Linken ständig des Antisemitismus beschuldigt werden, ist nicht nur eine zynische politische Instrumentalisierung, sondern setzt beinahe jede Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleich", heißt es in dem Brief.</p>
<p>Auch Stefanie Schüler-Springorum vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin <a href="https://www.rbb24.de/politik/berlin-wahl-2026/beitraege/historikerin-berlin-linke-antisemitismus-vorwuerfe-ueberzogen.html" rel="external noopener" target="_blank">hält die Anwürfe für "überzogen"</a>. Wolfgang Benz, Doyen der deutschen Antisemitismusforschung, urteilt im <em>Tagesspiegel </em>deutlich: <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/historiker-wolfgang-benz-im-gesprach-die-linke-ist-nicht-antisemitisch-16090948.html" rel="external noopener" target="_blank">Die Linke sei "nicht antisemitisch"</a>.</p>
<p>Der Streit über Antisemitismus ist dabei wie so oft, auch hier ein doppelter: zum einen um den Inhalt des Begriffs, und darüber hinaus um die Deutungshoheit seiner Anwendung.</p>
<p>Schon <a href="https://www.tagesspiegel.de/wissen/der-neue-antisemitismus-existiert-so-nicht-3640519.html" rel="external noopener" target="_blank">2015 betonte</a> Antisemitismusforscher Benz, unter dem Eindruck des damaligen israelischen Gaza-Krieges, Antizionismus könne antisemitisch werden, wo "die Juden" hinter Israel zum Feindbild würden. Damit wird deutlich: Die Auseinandersetzung berührt grundsätzliche Fragen nach Antizionismus, israelischer Politik, palästinensischen Rechten und den Grenzen legitimer Israelkritik – und barg damit primär tradiert erhebliches innerlinkes Spaltungspotenzial.</p>
<h3 class="subheading">Von innen nach außen</h3>
<p>Seit Mitte der 2010er verlagert sich der innerlinke Streit zunehmend nach Außen – wurde medial dargestellt wie kommentiert. <a href="https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteivorstand/parteivorstand-2021-2022/detail-sofortinformationen/news/sitzung-am-15-mai-2021/" rel="external noopener" target="_blank">2021 bekannte</a> sich der Linke-Parteivorstand zum Existenzrecht Israels, kritisierte aber zugleich Israels Politik – was immer wieder großen medialen Widerhall fand und <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/linke-parteitag-gazakrieg-voelkermord-100.html" rel="external noopener" target="_blank">fortlaufend unter neuen Gesichtspunkten diskursiv aktualisiert wurde</a>. <a href="https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2024/10/berlin-ex-senatoren-verlassen-linkspartei-lederer-breitenbach.html" rel="external noopener" target="_blank">2024 verließen</a> unter anderem Klaus Lederer wie Sebastian Schlüsselburg, überwiegend dem rechten Flügel zuzurechnen, die Berliner Linke.</p>
<p>Kontrapunkt ist dabei der <a href="https://theleftberlin.com/author/ramsis-kilani/" rel="external noopener" target="_blank">Fall Ramsis Kilani</a>: Der Palästinenser verlor 2014 bei einem israelischen Luftangriff in Gaza seine gesamte Familie, die Organisation ECCHR <a href="https://www.ecchr.eu/fall/israelische-luftangriffe-in-gaza-gerechtigkeit-fuer-die-familie-kilani/" rel="external noopener" target="_blank">dokumentierte den Angriff</a> und unterstützte seine Strafanzeige wegen Verdachts auf Kriegsverbrechen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4795940" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10272088"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Antisemitismus-Resolution-Maulkorb-fuer-die-Wissenschaft-10272088.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6239" height="3505" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/9/5/9/4/0/shutterstock_2415826499-eb06226df8f9bf9e.jpeg" alt="Eine israelische Flagge vor palästinensischen auf Straßenprotesten" style="aspect-ratio:6239 / 3505"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6239" height="3505" alt="Eine israelische Flagge vor palästinensischen auf Straßenprotesten" style="aspect-ratio:6239 / 3505;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Antisemitismus-Resolution: Maulkorb für die Wissenschaft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p><a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-parteiausschluss-von-anti-israel-aktivist-berliner-linke-mitglieder-besetzen-parteizentrale-14923841.html" rel="external noopener" target="_blank">2024 beantragten</a> Linke-Berlin-Landeschefin Katina Schubert und Parteichef Martin Schirdewan seinen Parteiausschluss; am Ende musste Kilani <a href="https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/11/berlin-neukoelln-linke-partei-ausschluss-ramsis-kilani-protest-besetzung.html" rel="external noopener" target="_blank">unter medialem Getöse gehen</a>. Ein Ausschluss eines einzelnen Mitgliedes wegen Antisemitismus-Verdacht war zur Nachrichten-Meldung geworden. Kilani wies dabei jegliche antisemitischen Vorwürfe stets zurück und auf eine Trennung von Religion und Kritik an Tel-Aviv hin.</p>
<h3 class="subheading">Schöpfer und schärfste Kritiker</h3>
<p>Was genau ist denn aber nun antisemitisch? Entscheidend für die Beantwortung ist die jeweils zugrundeliegende Definition. Denn eine weltweit verbindliche wissenschaftliche Definition existiert nicht.</p>
<p>Im deutschen Diskurs dominiert die nicht rechtsverbindliche, aber wirkmächtige <a href="https://holocaustremembrance.com/resources/working-definition-antisemitism" rel="external noopener" target="_blank">Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA)</a>. Der Kerntext ist kurz, doch sieben der elf Beispiele betreffen Israel – nahezu jede Kritik am Staat kann so unter Antisemitismus <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9092927/" rel="external noopener" target="_blank">subsumiert werden</a>. Der Antisemitismusforscher David Feldman <a href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/dec/28/britain-definition-antisemitism-british-jews-jewish-people" rel="external noopener" target="_blank">nannte die Definition 2016</a> im <em>Guardian </em>"unpräzise" und warnte vor einer Art Beweislastumkehr: Kritiker Israels müssten folglich beweisen, keine Antisemiten zu sein.</p>
<p>Der prominenteste Kritiker ist ein IHRA-Mitautor: Kenneth Stern. Dieser <a href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/dec/13/antisemitism-executive-order-trump-chilling-effect" rel="external noopener" target="_blank">schrieb</a> bereits 2019, die Definition sei für die vergleichbare Erfassung antisemitischer Vorfälle entwickelt worden – ausdrücklich nicht als politische Regelung. Rechte jüdische Organisationen nutzten die Israel-Beispiele zunehmend, um Äußerungen und Proteste als antisemitisch zu behandeln – für Stern Instrumentalisierung. Er wie weitere Autoren distanzierten sich in der Folge öffentlich von ihrem Werk.</p>
<h3 class="subheading">Einbahnstraße gen Jerusalem?</h3>
<p>Doch auch jüdische Stimmen, primär aus Israel, <a href="https://www.inss.org.il/publication/ihra/" rel="external noopener" target="_blank">verteidigen die IHRA</a>: Israelbezogener Antisemitismus sei real und gehöre in eine Definition. Enger fasst es dagegen die historische Forschung: Nach Professor Benz liegt Antisemitismus vor, wenn jemand Juden hasst, "<a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/ist-kritik-an-israel-gleich-antisemitismus-wolfgang-benz-ueber-judenhass-muslime-und-corona-leugner-104948.html" rel="external noopener" target="_blank">weil sie Juden sind</a>". Nahe an dieser Sichtweise liegt die <a href="https://www.jerusalemdeclaration.org/wp-content/uploads/JDA-German.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Jerusalemer Erklärung</a>, die 2021 von mehr als 400 Forschern <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalemer_Erkl%C3%A4rung_zum_Antisemitismus" rel="external noopener" target="_blank">initiiert wurde</a>.</p>
<p>Sie trennt klar zwischen Antisemitismus sowie Kritik an Israel und Zionismus. Die Partei Die Linke übernahm sie 2025 – unumstritten ist auch sie nicht. Doch die Jerusalemer Erklärung verwahrt sich vor einer Einbahnstraße in zwei Richtungen: der Leugnung von Antisemitismus als realem Problem und seiner Instrumentalisierung durch staatliche, israelische Stellen qua Formulierungen.</p>
<p>Je nachdem welche Definition man nun anlegt, sind die in der Kritik stehenden Akteure, Organisationen und Aussagen antisemitisch – oder eben nicht von Judenhass geprägt. Wer welche Definition warum nutzt, und wie sie sich unterscheiden, wird dabei in der Debatte praktisch nie transparent gemacht.</p>
<h3 class="subheading">Ultra-Deutscher Sonderweg</h3>
<p>Festzustellen bleibt: Wo Israelkritik und Antisemitismus ineinandergeschoben werden, wird aus der notwendigen Bekämpfung von Judenhass ein Verdikt gegen weite Teile der kritischen Öffentlichkeit – der Begriff droht sinnentleert bzw. als Waffe im politischen Diskurs zweckentfremdet zu werden. Der Jerusalemer Erklärung, die auf konkrete Feindseligkeit gegen Juden als Juden abstellt, geht es tatsächlich um den Schutz Kippa tragender Menschen – sie ist damit präziser, wirksamer und integrer als die vorherrschende IHRA-Definition.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5172059" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11466974"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Verdacht-als-Verdikt-Wie-der-Remmo-Rummel-instrumentalisiert-wird-11466974.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5182" height="2911" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/2/0/5/9/Andrii_Yalanskyi_cropped-7d8a966aed5e1efc.jpeg" alt="Spielzeugfiguren: Räubr, Schlipsträger und Geldsack" style="aspect-ratio:5182 / 2911"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5182" height="2911" alt="Spielzeugfiguren: Räubr, Schlipsträger und Geldsack" style="aspect-ratio:5182 / 2911;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Verdacht als Verdikt: Wie der Remmo-Rummel instrumentalisiert wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dass eine derartige Debatte mittlerweile die Landesregierungsbildung beeinflussen kann, ist demokratiepolitisch bedenklich: Ein legitimes Wahlergebnis wird durch ein polit-mediales Kampagnen-Zusammenspiel derart beeinträchtigt, dass gar der Wahlverlierer CDU seine Regierungszeit verlängern könnte.</p>
<p>So entsteht ein Anpassungsdruck auf eine Linke, die sich zwischen deutscher Staatsräson, jüdischen Sicherheitsinteressen und palästinasolidarischer Politik positionieren muss.</p>
<p>Der Preis ist eine gefährliche Verschiebung: Der Blick droht sich vom konkreten Antisemitismus – von Judenhass, Gewalt und kollektivierter Schuld, dessen eliminatorische Form nach wie vor ein Phänomen der politischen Rechten ist – auf die politische Gesinnungsprüfung linker Israelkritiker zu verlagern.</p>
<p>Damit droht Deutschland seinen Sonderweg zu steigern, auf dem die historische Verantwortung nicht nur vermeintlicher Handlungsauftrag gegen Antisemitismus ist, sondern zum Maßstab wird, welche Kritik an Israel politisch noch legitim ist.</p>
Nach der Berliner Wahl tobt ein Streit über Antisemitismus in der Linken. Jüdische Stimmen widersprechen. Wer entscheidet, was als antisemitisch gilt?</p>
<p>Am Umgang der Linken mit vermeintlichem Antisemitismus scheiden sich die Geister. Zwar <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/wahl-berlin-2026-themen-parteien-wahlkampf-100.html" rel="external noopener" target="_blank">rangierte das Thema</a> in den Umfragen zu den wahlentscheidenden Sorgen weit hinten, die Berliner stimmten vor allem nach sozialen Fragen ab, doch kaum waren die Wahllokale geschlossen, <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nach-der-wahl-antisemitismus-debatte-belastet-regierungsbildung-in-berlin/100256731.html" rel="external noopener" target="_blank">überlagert eine Antisemitismus-Debatte</a> die Szenerie.</p>
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<p>Elif Eralp selbst <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/linke-berlin-wahlerfolg-antisemitismus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">bekannte sich</a> nach der Wahl nahezu mantraartig zum Schutz jüdischen Lebens. Beendet war die Debatte damit nicht: Die Vorwürfe gegen die Partei und die migrantische Spitzenkandidatin <a href="https://www.welt.de/regionales/berlin/article6abbd4b64b6805f784a0afc3/eralp-war-mitglied-der-linksextremistischen-roten-hilfe.html" rel="external noopener" target="_blank">steigern sich täglich</a>, zuletzt rund um eine beendete Rote-Hilfe-Mitgliedschaft Eralps. Doch was steckt eigentlich hinter den Vorwürfen?</p>
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<h3 class="subheading">Älter als der 7. Oktober</h3>
<p>Der Diskurs ist weit älter als der 7. Oktober, erhielt jedoch durch Israels Kriegsführung in Gaza neue Konjunktur. Die Linke stand wegen Mitgliedern, die die Boykottinitiative <a href="https://www.juedische-allgemeine.de/politik/20-jahre-bds-was-bleibt-ist-ein-beschaedigter-diskurs/" rel="external noopener" target="_blank">BDS</a> unterstützen, schon länger in der Kritik. Die Wurzeln reichen tiefer: die SED unterstützte die säkular-panarabische Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) als "antikoloniale Bewegung" und <a href="https://www.bpb.de/themen/naher-mittlerer-osten/israel/45014/das-verhaeltnis-der-ddr-zu-israel/" rel="external noopener" target="_blank">verortete Israel</a> als Teil des westlichen Imperialismus und Kolonialismus.</p>
<p>Nach der Wiedervereinigung kam als Gegenreaktion die von der Frankfurter Schule geprägte <a href="https://www.bpb.de/themen/linksextremismus/dossier-linksextremismus/33626/antiimperialistische-und-antideutsche-stroemungen-im-deutschen-linksexismus/" rel="external noopener" target="_blank">antideutsche Strömung</a> in die Partei, die Israel als Schutzraum jüdischer Überlebender <a href="https://taz.de/Antideutsche/!6111502/" rel="external noopener" target="_blank">bedingungslos verteidigt</a> und deren ehemalige Hauptprotagonisten heute in Teilen der islamophoben Rechten aufgegangen sind.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4574525" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9688677"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Israel-und-die-Palaestinenser-Objektiv-liegen-Merkmale-eines-Apartheid-Systems-vor-9688677.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/7/4/5/2/5/Ambos-Ringel-1-9ba4d7c27b402b54.jpeg" alt="Dietmar Ringel, Kai Ambos" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Dietmar Ringel, Kai Ambos" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Israel und die Palästinenser: "Objektiv liegen Merkmale eines Apartheid-Systems vor"</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Aus dem Nichts kommen auch die jüngsten Anwürfe nicht: Im Neuköllner Bezirksverband gab es Vorgänge, die Fragen, insbesondere nach dem <a href="https://www.welt.de/kultur/article6a97cb319452c52238230aa2/dahabflex-stalin-mao-intifada-dieser-rapper-bringt-die-linkspartei-in-bedraengnis.html" rel="external noopener" target="_blank">Auftritt des Rappers Dahabflex</a>, aufwarfen. Auch der Austritt des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner, <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/buettner-linke-parteiaustritt-100.html" rel="external noopener" target="_blank">der die Partei bereits 2025 verließ</a>, erhitzte die Gemüter.</p>
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<h3 class="subheading">Jüdische Stimmen verteidigen Die Linke</h3>
<p>Aus diskursiven Einzelfällen wird aktuell eine Generaldebatte über die Regierungsfähigkeit einer ganzen Partei stilisiert. Rund 150 jüdische Berlinerinnen und Berliner, unter ihnen die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deborah_Feldman" rel="external noopener" target="_blank">Schriftstellerinnnen Deborah Feldman</a> und Eva Menasse, <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-150-juedische-berliner-verteidigen-linke-gegen-antisemitismus-vorwuerfe-102.html" rel="external noopener" target="_blank">wandten sich</a> indes in einem offenen Brief dagegen.</p>
<p>"Dass gerade die Linken ständig des Antisemitismus beschuldigt werden, ist nicht nur eine zynische politische Instrumentalisierung, sondern setzt beinahe jede Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleich", heißt es in dem Brief.</p>
<p>Auch Stefanie Schüler-Springorum vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin <a href="https://www.rbb24.de/politik/berlin-wahl-2026/beitraege/historikerin-berlin-linke-antisemitismus-vorwuerfe-ueberzogen.html" rel="external noopener" target="_blank">hält die Anwürfe für "überzogen"</a>. Wolfgang Benz, Doyen der deutschen Antisemitismusforschung, urteilt im <em>Tagesspiegel </em>deutlich: <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/historiker-wolfgang-benz-im-gesprach-die-linke-ist-nicht-antisemitisch-16090948.html" rel="external noopener" target="_blank">Die Linke sei "nicht antisemitisch"</a>.</p>
<p>Der Streit über Antisemitismus ist dabei wie so oft, auch hier ein doppelter: zum einen um den Inhalt des Begriffs, und darüber hinaus um die Deutungshoheit seiner Anwendung.</p>
<p>Schon <a href="https://www.tagesspiegel.de/wissen/der-neue-antisemitismus-existiert-so-nicht-3640519.html" rel="external noopener" target="_blank">2015 betonte</a> Antisemitismusforscher Benz, unter dem Eindruck des damaligen israelischen Gaza-Krieges, Antizionismus könne antisemitisch werden, wo "die Juden" hinter Israel zum Feindbild würden. Damit wird deutlich: Die Auseinandersetzung berührt grundsätzliche Fragen nach Antizionismus, israelischer Politik, palästinensischen Rechten und den Grenzen legitimer Israelkritik – und barg damit primär tradiert erhebliches innerlinkes Spaltungspotenzial.</p>
<h3 class="subheading">Von innen nach außen</h3>
<p>Seit Mitte der 2010er verlagert sich der innerlinke Streit zunehmend nach Außen – wurde medial dargestellt wie kommentiert. <a href="https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/parteivorstand/parteivorstand-2021-2022/detail-sofortinformationen/news/sitzung-am-15-mai-2021/" rel="external noopener" target="_blank">2021 bekannte</a> sich der Linke-Parteivorstand zum Existenzrecht Israels, kritisierte aber zugleich Israels Politik – was immer wieder großen medialen Widerhall fand und <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/linke-parteitag-gazakrieg-voelkermord-100.html" rel="external noopener" target="_blank">fortlaufend unter neuen Gesichtspunkten diskursiv aktualisiert wurde</a>. <a href="https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2024/10/berlin-ex-senatoren-verlassen-linkspartei-lederer-breitenbach.html" rel="external noopener" target="_blank">2024 verließen</a> unter anderem Klaus Lederer wie Sebastian Schlüsselburg, überwiegend dem rechten Flügel zuzurechnen, die Berliner Linke.</p>
<p>Kontrapunkt ist dabei der <a href="https://theleftberlin.com/author/ramsis-kilani/" rel="external noopener" target="_blank">Fall Ramsis Kilani</a>: Der Palästinenser verlor 2014 bei einem israelischen Luftangriff in Gaza seine gesamte Familie, die Organisation ECCHR <a href="https://www.ecchr.eu/fall/israelische-luftangriffe-in-gaza-gerechtigkeit-fuer-die-familie-kilani/" rel="external noopener" target="_blank">dokumentierte den Angriff</a> und unterstützte seine Strafanzeige wegen Verdachts auf Kriegsverbrechen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4795940" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10272088"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Antisemitismus-Resolution-Maulkorb-fuer-die-Wissenschaft-10272088.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6239" height="3505" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/9/5/9/4/0/shutterstock_2415826499-eb06226df8f9bf9e.jpeg" alt="Eine israelische Flagge vor palästinensischen auf Straßenprotesten" style="aspect-ratio:6239 / 3505"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6239" height="3505" alt="Eine israelische Flagge vor palästinensischen auf Straßenprotesten" style="aspect-ratio:6239 / 3505;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Antisemitismus-Resolution: Maulkorb für die Wissenschaft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p><a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-parteiausschluss-von-anti-israel-aktivist-berliner-linke-mitglieder-besetzen-parteizentrale-14923841.html" rel="external noopener" target="_blank">2024 beantragten</a> Linke-Berlin-Landeschefin Katina Schubert und Parteichef Martin Schirdewan seinen Parteiausschluss; am Ende musste Kilani <a href="https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/11/berlin-neukoelln-linke-partei-ausschluss-ramsis-kilani-protest-besetzung.html" rel="external noopener" target="_blank">unter medialem Getöse gehen</a>. Ein Ausschluss eines einzelnen Mitgliedes wegen Antisemitismus-Verdacht war zur Nachrichten-Meldung geworden. Kilani wies dabei jegliche antisemitischen Vorwürfe stets zurück und auf eine Trennung von Religion und Kritik an Tel-Aviv hin.</p>
<h3 class="subheading">Schöpfer und schärfste Kritiker</h3>
<p>Was genau ist denn aber nun antisemitisch? Entscheidend für die Beantwortung ist die jeweils zugrundeliegende Definition. Denn eine weltweit verbindliche wissenschaftliche Definition existiert nicht.</p>
<p>Im deutschen Diskurs dominiert die nicht rechtsverbindliche, aber wirkmächtige <a href="https://holocaustremembrance.com/resources/working-definition-antisemitism" rel="external noopener" target="_blank">Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA)</a>. Der Kerntext ist kurz, doch sieben der elf Beispiele betreffen Israel – nahezu jede Kritik am Staat kann so unter Antisemitismus <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9092927/" rel="external noopener" target="_blank">subsumiert werden</a>. Der Antisemitismusforscher David Feldman <a href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/dec/28/britain-definition-antisemitism-british-jews-jewish-people" rel="external noopener" target="_blank">nannte die Definition 2016</a> im <em>Guardian </em>"unpräzise" und warnte vor einer Art Beweislastumkehr: Kritiker Israels müssten folglich beweisen, keine Antisemiten zu sein.</p>
<p>Der prominenteste Kritiker ist ein IHRA-Mitautor: Kenneth Stern. Dieser <a href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/dec/13/antisemitism-executive-order-trump-chilling-effect" rel="external noopener" target="_blank">schrieb</a> bereits 2019, die Definition sei für die vergleichbare Erfassung antisemitischer Vorfälle entwickelt worden – ausdrücklich nicht als politische Regelung. Rechte jüdische Organisationen nutzten die Israel-Beispiele zunehmend, um Äußerungen und Proteste als antisemitisch zu behandeln – für Stern Instrumentalisierung. Er wie weitere Autoren distanzierten sich in der Folge öffentlich von ihrem Werk.</p>
<h3 class="subheading">Einbahnstraße gen Jerusalem?</h3>
<p>Doch auch jüdische Stimmen, primär aus Israel, <a href="https://www.inss.org.il/publication/ihra/" rel="external noopener" target="_blank">verteidigen die IHRA</a>: Israelbezogener Antisemitismus sei real und gehöre in eine Definition. Enger fasst es dagegen die historische Forschung: Nach Professor Benz liegt Antisemitismus vor, wenn jemand Juden hasst, "<a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/ist-kritik-an-israel-gleich-antisemitismus-wolfgang-benz-ueber-judenhass-muslime-und-corona-leugner-104948.html" rel="external noopener" target="_blank">weil sie Juden sind</a>". Nahe an dieser Sichtweise liegt die <a href="https://www.jerusalemdeclaration.org/wp-content/uploads/JDA-German.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Jerusalemer Erklärung</a>, die 2021 von mehr als 400 Forschern <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalemer_Erkl%C3%A4rung_zum_Antisemitismus" rel="external noopener" target="_blank">initiiert wurde</a>.</p>
<p>Sie trennt klar zwischen Antisemitismus sowie Kritik an Israel und Zionismus. Die Partei Die Linke übernahm sie 2025 – unumstritten ist auch sie nicht. Doch die Jerusalemer Erklärung verwahrt sich vor einer Einbahnstraße in zwei Richtungen: der Leugnung von Antisemitismus als realem Problem und seiner Instrumentalisierung durch staatliche, israelische Stellen qua Formulierungen.</p>
<p>Je nachdem welche Definition man nun anlegt, sind die in der Kritik stehenden Akteure, Organisationen und Aussagen antisemitisch – oder eben nicht von Judenhass geprägt. Wer welche Definition warum nutzt, und wie sie sich unterscheiden, wird dabei in der Debatte praktisch nie transparent gemacht.</p>
<h3 class="subheading">Ultra-Deutscher Sonderweg</h3>
<p>Festzustellen bleibt: Wo Israelkritik und Antisemitismus ineinandergeschoben werden, wird aus der notwendigen Bekämpfung von Judenhass ein Verdikt gegen weite Teile der kritischen Öffentlichkeit – der Begriff droht sinnentleert bzw. als Waffe im politischen Diskurs zweckentfremdet zu werden. Der Jerusalemer Erklärung, die auf konkrete Feindseligkeit gegen Juden als Juden abstellt, geht es tatsächlich um den Schutz Kippa tragender Menschen – sie ist damit präziser, wirksamer und integrer als die vorherrschende IHRA-Definition.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5172059" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11466974"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Verdacht-als-Verdikt-Wie-der-Remmo-Rummel-instrumentalisiert-wird-11466974.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5182" height="2911" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/2/0/5/9/Andrii_Yalanskyi_cropped-7d8a966aed5e1efc.jpeg" alt="Spielzeugfiguren: Räubr, Schlipsträger und Geldsack" style="aspect-ratio:5182 / 2911"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5182" height="2911" alt="Spielzeugfiguren: Räubr, Schlipsträger und Geldsack" style="aspect-ratio:5182 / 2911;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Verdacht als Verdikt: Wie der Remmo-Rummel instrumentalisiert wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dass eine derartige Debatte mittlerweile die Landesregierungsbildung beeinflussen kann, ist demokratiepolitisch bedenklich: Ein legitimes Wahlergebnis wird durch ein polit-mediales Kampagnen-Zusammenspiel derart beeinträchtigt, dass gar der Wahlverlierer CDU seine Regierungszeit verlängern könnte.</p>
<p>So entsteht ein Anpassungsdruck auf eine Linke, die sich zwischen deutscher Staatsräson, jüdischen Sicherheitsinteressen und palästinasolidarischer Politik positionieren muss.</p>
<p>Der Preis ist eine gefährliche Verschiebung: Der Blick droht sich vom konkreten Antisemitismus – von Judenhass, Gewalt und kollektivierter Schuld, dessen eliminatorische Form nach wie vor ein Phänomen der politischen Rechten ist – auf die politische Gesinnungsprüfung linker Israelkritiker zu verlagern.</p>
<p>Damit droht Deutschland seinen Sonderweg zu steigern, auf dem die historische Verantwortung nicht nur vermeintlicher Handlungsauftrag gegen Antisemitismus ist, sondern zum Maßstab wird, welche Kritik an Israel politisch noch legitim ist.</p>
2026-09-30T08:30:00.000Z
urn:bid:5173843
2026-09-30T07:00:00.000Z
Mit TileLang will DeepSeek Huaweis KI-Chips so einfach programmierbar machen wie Nvidia-GPUs – und Chinas Tech-Branche vom Westen lösen.</p>
<p>Wer KI-Modelle auf Grafikchips rechnen lässt, kommt momentan noch kaum an Nvidia vorbei. Das liegt nicht nur an der Hardware, sondern vor allem an CUDA, der Programmierumgebung, mit der Entwickler diese Chips ansprechen.</p>
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<p>An genau dieser Abhängigkeit setzt DeepSeek an: Das chinesische KI-Unternehmen stellt Programmierwerkzeuge für Huaweis KI-Beschleuniger der Ascend-Reihe als Open Source bereit. Erst Anfang September war DeepSeeks Großbestellung bei Huawei bekannt geworden.</p>
<p>Wie DeepSeek am 30. September in <a href="https://mp.weixin.qq.com/s/X41mKH4Ds-VXUAnK6M8Eww" rel="external noopener" target="_blank">einem Beitrag auf seinem WeChat-Kanal</a> mitteilte, entsprechen die neuen Bausteine jeweils Komponenten, die das Unternehmen bereits für Nvidia-Hardware veröffentlicht hat. Huawei habe die Entwicklung „ohne Vorbehalte und mit großem Einsatz“ unterstützt.</p>
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<p>Gemeinsam hätten beide Firmen zudem einen Supernode aus 128 Ascend-950-Chips vorangetrieben.</p>
<h3 class="subheading">Sechs Bausteine für Ascend</h3>
<p>Herzstück ist TileLang, eine Programmiersprache samt Compiler. Laut DeepSeek ist sie einfacher zu handhaben als CUDA und trägt bereits den Großteil der Rechenoperationen, mit denen die Modellreihe DeepSeek V4 trainiert wurde.</p>
<p>Auf Ascend kapselt TileLang Huaweis hardwarenahe Befehle aus Ascend C in einer höheren Sprache – nach Firmenangaben ohne Leistungsverlust. Hinzu kommen DeepGEMM für Matrixmultiplikationen, DeepEP für die Kommunikation zwischen Chips, TileKernels für Vektorberechnungen, FlashMLA für Sparse Attention und DeepSelect für die Datenauswahl.</p>
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<p>Die Projektangaben klingen ehrgeizig: Das unter MIT-Lizenz stehende <a href="https://github.com/deepseek-ai/DeepGEMM-Ascend" rel="external noopener" target="_blank">DeepGEMM-Ascend auf GitHub</a> soll auf einem Ascend 950DT bis zu 99,8 Prozent der theoretischen Rechenleistung ausschöpfen, im Zahlenformat BF16 etwa 431 von 432 Teraflops.</p>
<p>Unabhängig überprüft sind diese Werte nicht.</p>
<h3 class="subheading">Baustellen bei der Kommunikation</h3>
<p>Zurückhaltender liest sich die Beschreibung von <a href="https://github.com/deepseek-ai/DeepEP-Ascend" rel="external noopener" target="_blank">DeepEP-Ascend</a>. Einige Funktionen gelten dort als experimentell, größere Chipverbünde werden noch optimiert.</p>
<p>Gemessen wurde mit einer von Huawei bereitgestellten Vorabversion des Hardware-Entwicklungskits; die kommerzielle Fassung plant Huawei für etwa Mitte Oktober 2026.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5159809" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11442856"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DeepSeek-wechselt-von-Nvidia-zu-Huawei-2-56-Mrd-Dollar-und-kein-Blick-zurueck-11442856.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4032" height="2266" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/9/8/0/9/shutterstock_2577495111-d6ebf7430f194150.jpeg" alt="Ein Laptop zeigt die Webseite von DeepSeek mit dem Slogan "Into the unknown"." style="aspect-ratio:4032 / 2266"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4032" height="2266" alt="Ein Laptop zeigt die Webseite von DeepSeek mit dem Slogan "Into the unknown"." style="aspect-ratio:4032 / 2266;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">DeepSeek wechselt von Nvidia zu Huawei: 2,56 Mrd. Dollar und kein Blick zurück</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In kleineren Verbünden erreiche die Datenverteilung 90 bis 95 Prozent der physisch möglichen Bandbreite.</p>
<h3 class="subheading">Training bleibt vorerst bei Nvidia</h3>
<p>Die 160.000 bestellten Beschleuniger <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-09-30/deepseek-unveils-huawei-ai-chip-tools-that-may-replace-nvidia-s" rel="external noopener" target="_blank">sollen laut</a> <em>Bloomberg</em> in einem Rechenzentrum in der Inneren Mongolei laufen. Wie <em>Telepolis </em>bereits berichtet hat, wird der <a href="https://www.telepolis.de/article/DeepSeek-wechselt-von-Nvidia-zu-Huawei-2-56-Mrd-Dollar-und-kein-Blick-zurueck-11442856.html">mögliche Großauftrag</a> auf rund 2,56 Milliarden US-Dollar geschätzt.</p>
<p>Vorgesehen sind die Huawei-Chips aber zunächst für Inferenz, also den Betrieb fertiger Modelle. Seine wichtigsten Modelle trainiert DeepSeek weiter auf Nvidia-Hardware, frühere Versuche mit Huawei-Chips brachten nicht das gewünschte Ergebnis.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5089662" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11308279"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/China-setzt-auf-heimische-KI-Chips-Warum-davon-vor-allem-Huawei-profitiert-11308279.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5130" height="2883" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/9/6/6/2/shutterstock_2325451691-d5cbe70bfb4874c4.jpeg" alt="Ein Chip auf einer Platine" style="aspect-ratio:5130 / 2883"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5130" height="2883" alt="Ein Chip auf einer Platine" style="aspect-ratio:5130 / 2883;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">China setzt auf heimische KI-Chips: Warum davon vor allem Huawei profitiert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das könnte sich ändern. Mitte September hat Huawei die nächste Generation vorgestellt, darunter den <a href="https://www.heise.de/news/Huawei-packt-4096-KI-Beschleuniger-in-einen-riesigen-Server-11458847.html">Trainingsbeschleuniger Ascend 960DT</a>, der im ersten Quartal 2027 kommen soll.</p>
<p>Mit offenen Werkzeugen, die sich wie ihre Nvidia-Pendants bedienen lassen, senkt DeepSeek die Hürde für den Umstieg – für sich selbst und für andere chinesische KI-Firmen.</p>
Mit TileLang will DeepSeek Huaweis KI-Chips so einfach programmierbar machen wie Nvidia-GPUs – und Chinas Tech-Branche vom Westen lösen.</p>
<p>Wer KI-Modelle auf Grafikchips rechnen lässt, kommt momentan noch kaum an Nvidia vorbei. Das liegt nicht nur an der Hardware, sondern vor allem an CUDA, der Programmierumgebung, mit der Entwickler diese Chips ansprechen.</p>
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<p>An genau dieser Abhängigkeit setzt DeepSeek an: Das chinesische KI-Unternehmen stellt Programmierwerkzeuge für Huaweis KI-Beschleuniger der Ascend-Reihe als Open Source bereit. Erst Anfang September war DeepSeeks Großbestellung bei Huawei bekannt geworden.</p>
<p>Wie DeepSeek am 30. September in <a href="https://mp.weixin.qq.com/s/X41mKH4Ds-VXUAnK6M8Eww" rel="external noopener" target="_blank">einem Beitrag auf seinem WeChat-Kanal</a> mitteilte, entsprechen die neuen Bausteine jeweils Komponenten, die das Unternehmen bereits für Nvidia-Hardware veröffentlicht hat. Huawei habe die Entwicklung „ohne Vorbehalte und mit großem Einsatz“ unterstützt.</p>
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<p>Gemeinsam hätten beide Firmen zudem einen Supernode aus 128 Ascend-950-Chips vorangetrieben.</p>
<h3 class="subheading">Sechs Bausteine für Ascend</h3>
<p>Herzstück ist TileLang, eine Programmiersprache samt Compiler. Laut DeepSeek ist sie einfacher zu handhaben als CUDA und trägt bereits den Großteil der Rechenoperationen, mit denen die Modellreihe DeepSeek V4 trainiert wurde.</p>
<p>Auf Ascend kapselt TileLang Huaweis hardwarenahe Befehle aus Ascend C in einer höheren Sprache – nach Firmenangaben ohne Leistungsverlust. Hinzu kommen DeepGEMM für Matrixmultiplikationen, DeepEP für die Kommunikation zwischen Chips, TileKernels für Vektorberechnungen, FlashMLA für Sparse Attention und DeepSelect für die Datenauswahl.</p>
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<p>Die Projektangaben klingen ehrgeizig: Das unter MIT-Lizenz stehende <a href="https://github.com/deepseek-ai/DeepGEMM-Ascend" rel="external noopener" target="_blank">DeepGEMM-Ascend auf GitHub</a> soll auf einem Ascend 950DT bis zu 99,8 Prozent der theoretischen Rechenleistung ausschöpfen, im Zahlenformat BF16 etwa 431 von 432 Teraflops.</p>
<p>Unabhängig überprüft sind diese Werte nicht.</p>
<h3 class="subheading">Baustellen bei der Kommunikation</h3>
<p>Zurückhaltender liest sich die Beschreibung von <a href="https://github.com/deepseek-ai/DeepEP-Ascend" rel="external noopener" target="_blank">DeepEP-Ascend</a>. Einige Funktionen gelten dort als experimentell, größere Chipverbünde werden noch optimiert.</p>
<p>Gemessen wurde mit einer von Huawei bereitgestellten Vorabversion des Hardware-Entwicklungskits; die kommerzielle Fassung plant Huawei für etwa Mitte Oktober 2026.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5159809" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11442856"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DeepSeek-wechselt-von-Nvidia-zu-Huawei-2-56-Mrd-Dollar-und-kein-Blick-zurueck-11442856.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4032" height="2266" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/9/8/0/9/shutterstock_2577495111-d6ebf7430f194150.jpeg" alt="Ein Laptop zeigt die Webseite von DeepSeek mit dem Slogan "Into the unknown"." style="aspect-ratio:4032 / 2266"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4032" height="2266" alt="Ein Laptop zeigt die Webseite von DeepSeek mit dem Slogan "Into the unknown"." style="aspect-ratio:4032 / 2266;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">DeepSeek wechselt von Nvidia zu Huawei: 2,56 Mrd. Dollar und kein Blick zurück</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In kleineren Verbünden erreiche die Datenverteilung 90 bis 95 Prozent der physisch möglichen Bandbreite.</p>
<h3 class="subheading">Training bleibt vorerst bei Nvidia</h3>
<p>Die 160.000 bestellten Beschleuniger <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-09-30/deepseek-unveils-huawei-ai-chip-tools-that-may-replace-nvidia-s" rel="external noopener" target="_blank">sollen laut</a> <em>Bloomberg</em> in einem Rechenzentrum in der Inneren Mongolei laufen. Wie <em>Telepolis </em>bereits berichtet hat, wird der <a href="https://www.telepolis.de/article/DeepSeek-wechselt-von-Nvidia-zu-Huawei-2-56-Mrd-Dollar-und-kein-Blick-zurueck-11442856.html">mögliche Großauftrag</a> auf rund 2,56 Milliarden US-Dollar geschätzt.</p>
<p>Vorgesehen sind die Huawei-Chips aber zunächst für Inferenz, also den Betrieb fertiger Modelle. Seine wichtigsten Modelle trainiert DeepSeek weiter auf Nvidia-Hardware, frühere Versuche mit Huawei-Chips brachten nicht das gewünschte Ergebnis.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5089662" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11308279"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/China-setzt-auf-heimische-KI-Chips-Warum-davon-vor-allem-Huawei-profitiert-11308279.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5130" height="2883" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/9/6/6/2/shutterstock_2325451691-d5cbe70bfb4874c4.jpeg" alt="Ein Chip auf einer Platine" style="aspect-ratio:5130 / 2883"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5130" height="2883" alt="Ein Chip auf einer Platine" style="aspect-ratio:5130 / 2883;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">China setzt auf heimische KI-Chips: Warum davon vor allem Huawei profitiert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das könnte sich ändern. Mitte September hat Huawei die nächste Generation vorgestellt, darunter den <a href="https://www.heise.de/news/Huawei-packt-4096-KI-Beschleuniger-in-einen-riesigen-Server-11458847.html">Trainingsbeschleuniger Ascend 960DT</a>, der im ersten Quartal 2027 kommen soll.</p>
<p>Mit offenen Werkzeugen, die sich wie ihre Nvidia-Pendants bedienen lassen, senkt DeepSeek die Hürde für den Umstieg – für sich selbst und für andere chinesische KI-Firmen.</p>
2026-09-30T07:00:00.000Z
urn:bid:5172504
2026-09-30T06:15:00.000Z
In Baden verwildern ganze Weinberge, in der Pfalz sieht Grauburgunder aus wie Rosé. Der Klimawandel krempelt den deutschen Weinbau komplett um.</p>
<p>Die Weinbauverbände des Rheingaus und der Bergstraße melden eine sehr frühe Lese, zwar mit eher kleinen Beeren, aber von guter Qualität. So startete die Weinlese im Rheingau bereits Mitte August. Grund dafür war der lange trockene Sommer, <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-herausragender-rotweinjahrgang-hessens-winzer-erwarten-vielversprechende-weine-100.html" rel="external noopener" target="_blank">erklärt</a><a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-herausragender-rotweinjahrgang-hessens-winzer-erwarten-vielversprechende-weine-100.html" rel="external noopener" target="_blank"> Dominik Russler</a> in Oestrich-Winkel. Der Geschäftsführer des Rheingauer Weinbauverbands erwartet "einen tollen Jahrgang". Die Beeren der spät reifenden Weißweinsorte Riesling seien "sehr gesund".</p>
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<p>Mit einem relativ feuchten Winter und Frühjahr sei man gut in die Saison gekommen, erklärt Manfred Stoll, Professor für Weinbau an der Hochschule Geisenheim (Rheingau-Taunus). Allerdings habe es im Juni, Juli und August deutlich weniger geregnet als im langjährigen Durchschnitt. So war es im Rheingau mit Temperaturen von fast 40 Grad extrem heiß.</p>
<p>Bei weißen Rebsorten wie Riesling habe es mancherorts Sonnenbrandschäden gegeben, so Stoll.</p>
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<p>Angesichts kommunaler Wasserspar-Appelle fällt es Weinbauern zunehmend schwer, die Bewässerung ihrer Weinstöcke zu rechtfertigen. Doch die Trockenheit hatte auch ihre gute Seite: Es gab kaum Pilzbefall oder Probleme mit Schädlingen. Winzer hätten Pflanzenschutzmittel daher nur „sehr sparsam“ eingesetzt, so Stoll.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wegen immer heißerer</strong><strong> Sommer beginnt die Traubenernte immer früher</strong></h3>
<p>Lange Hitze- und Dürreperioden beschleunigen die Reifung der Trauben, sodass die Ernte im Kalender immer weiter nach vorne rückt. Schon am 13. August habe das erste Weingut mit der Ernte weißer Burgundertrauben begonnen, <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-herausragender-rotweinjahrgang-hessens-winzer-erwarten-vielversprechende-weine-100.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtet Lisa Jung</a>, Geschäftsführerin des Weinbauverbands Hessische Bergstraße. Erträge und Traubengröße seien wegen der trockenen Witterung im Schnitt zwar geringer als noch vor einem Jahr, doch mit der Qualität seien die Winzer sehr zufrieden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5075730" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11280675"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Erst-Duerre-dann-Frost-Warum-der-deutsche-Fruehling-immer-gefaehrlicher-wird-11280675.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/5/7/3/0/aigner-01-13c251be1cd5016f.gif" alt="Zwei Thermometer, eines für Hitze und Dürre, eines für Nachtfrost, ungeben grünen Pfeil nach unten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zwei Thermometer, eines für Hitze und Dürre, eines für Nachtfrost, ungeben grünen Pfeil nach unten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Erst Dürre, dann Frost: Warum der deutsche Frühling immer gefährlicher wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der frühe Erntebeginn war für die Winzer auch logistisch eine Herausforderung. Denn die Erntehelfer werden schon weit im Voraus gebucht – für Erntetermine im September. Wegen des vorgezogenen Erntebeginns mussten Weingüter dieses Jahr <a href="https://www.hessenschau.de/wirtschaft/hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinlese-im-rheingau-winzer-stehen-vor-herausforderungen-v1,hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinernte-100.html" rel="external noopener" target="_blank">auf eigene Angestellte</a><a href="https://www.hessenschau.de/wirtschaft/hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinlese-im-rheingau-winzer-stehen-vor-herausforderungen-v1,hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinernte-100.html" rel="external noopener" target="_blank"> zurückgreifen</a>.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Hitze beeinflusst Geschmack und Inhaltsstoffe</strong></h3>
<p>Aufgrund der Hitze sind die Trauben kleiner als gewöhnlich. Damit dürfte der Ertrag pro Kilogramm etwas geringer ausfallen, erklärt Dominik Russler. Dafür sei die <a href="https://www.hessenschau.de/wirtschaft/hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinlese-im-rheingau-winzer-stehen-vor-herausforderungen-v1,hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinernte-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Konzentration von Zucker, Aromen und Inhaltsstoffen</a> pro Traube höher, ebenso der Alkoholgehalt. Das sei am Ende aber kaum zu bemerken.</p>
<p>Der Rheingau erstreckt sich von Frankfurt am Main über rund 50 Kilometer entlang des rechten Rheinufers bis nach Lorch nördlich von Rüdesheim und umfasst mehr als 3100 Hektar Rebfläche. Mit 2355 Hektar Riesling hat der Rheingau den prozentual höchsten Rieslinganteil in Deutschland.</p>
<p>In den trockenen, steinigen Südhängen gedeiht diese Rebsorte besonders gut und bildet während der langen Reifeperiode feine <a href="https://www.deutscheweine.de/glossareintraege?tx_dpnglossary_glossary%5Baction%5D=show&tx_dpnglossary_glossary%5Bcontroller%5D=Term&tx_dpnglossary_glossary%5Bterm%5D=54&cHash=041c61f4b8c06fa0f8f11e589ddfbd33" rel="external noopener" target="_blank">Fruchtsäuren</a> und Aromen aus. Mit <a href="https://www.deutscheweine.de/anbaugebiet/69/rheingau" rel="external noopener" target="_blank">rund 390 Hektar</a> fällt die Fläche für den Spätburgunder im Rheingau hingegen bescheiden aus. Auch das Weinanbaugebiet Hessische Bergstraße fällt mit rund <a href="https://www.deutscheweine.de/anbaugebiet/67/hessische-bergstrasse" rel="external noopener" target="_blank">440 Hektar Rebfläche</a> demgegenüber deutlich kleiner aus.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Pfälzer Weine: Sonnenschein erzeugte Säure und Aroma</strong></h3>
<p>In der Pfalz ist die Weinlese Ende September weitgehend abgeschlossen. Auch hier wurden bereits Mitte August die ersten Trauben geerntet, um einen zu hohen Zuckergehalt zu vermeiden.</p>
<p>Wasserknappheit war auch für pfälzische Winzer eine Herausforderung, bis im September der Regen einsetzte. Dafür freuen sie sich über gesunde Trauben. Das fehlende Wasser konnten die älteren Reben ausgleichen, indem sie mit ihren tief gehenden Wurzeln gespeichertes Wasser aus dem Boden aufnahmen, erklärt Ulrich Fischer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum.</p>
<p>Weil die Winzer die Blätter an den Stöcken entfernten, waren die Trauben einem dosierten Sonnenlicht ausgesetzt. Das habe sie abgehärtet.</p>
<p>Wegen der Dürre seien die Trauben klein geblieben, doch die viele Sonne habe dazu geführt, dass sich viel Weinsäure in den Trauben gebildet habe. Der Wein-Experte erwartet einen aromatischen, säurefrischen Wein und intensive Farben – und einen Grauburgunder, <a href="https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/ernte-fazit-der-winzer-so-wird-der-jahrgang-2026-100.html" rel="external noopener" target="_blank">der aussieht wie Rosé</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Geringe Erntemengen sind </strong><strong>nur für Hersteller von Fassweinen ein Problem</strong></h3>
<p>Im vergangenen Jahr wurden in der Region mehr als 150 Millionen Liter Wein erzeugt, in diesem Jahr dürfte die Erntemenge unterdurchschnittlich ausfallen. Der geringere Ertrag sei vor allem für Fasswein-Winzer problematisch, weil sie von der reinen Masse leben, weiß Ulrich Fischer.</p>
<p>Die Hersteller von Flaschenweinen hingegen können auf gelagerte Weine zurückgreifen und so den Verlust besser auffangen. Den 2026er Jahrgang werde man wohl erst nächstes Jahr probieren können, dafür dürften diese Weine von außergewöhnlicher Qualität sein, erwartet Jana Beck vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152740" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11425013"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ernteausfaelle-und-ausbleibende-Hilfen-erzeugen-Unmut-bei-Obst-und-Gemuesebauern-11425013.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/7/4/0/apfel-cut_Zeichenfla__che_1-661fdde145242638.jpeg" alt="Apfelscheibe mit rotem Segment und Tropfen mit Kreuz" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Apfelscheibe mit rotem Segment und Tropfen mit Kreuz" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ernteausfälle und ausbleibende Hilfen erzeugen Unmut bei Obst- und Gemüsebauern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152009" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423531"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ernteausfaelle-Zahlen-am-Ende-die-Verbraucher-11423531.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/0/0/9/agrarsubvention-01-cf4bcb68024244fb.gif" alt="Schrumpfende Getreideähren und Eurozeichen mit Getreideähren als Querstriche" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Schrumpfende Getreideähren und Eurozeichen mit Getreideähren als Querstriche" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ernteausfälle: Zahlen am Ende die Verbraucher?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die <a href="https://www.deutscheweine.de/anbaugebiet/68/pfalz" rel="external noopener" target="_blank">Pfalz ist mit 23.640 Hektar Rebfläche</a> nach Rheinhessen das zweitgrößte deutsche Weinbaugebiet. Die Deutsche Weinstraße verbindet auf 85 Kilometern 130 Weinorte zwischen Bockenheim und Schweigen an der Grenze zum Elsass.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weniger Ertrag</strong><strong> – dafür höherer Zuckergehalt</strong></h3>
<p>Die erste Weinlese bundesweit begann am 10. August in Staufen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) auf dem Weingut Löffler – auch hier zwei Wochen früher als üblich.</p>
<p>Auf dem Gut werden die Trauben zu Federweißem verarbeitet, einem teilweise gegorenen Traubenmost, der noch in der Flasche gärt. Wegen des hohen Zuckergehalts in den Trauben erhofft sich die Winzerfamilie <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/freiburg/bundesweit-erste-weinlese-der-saison-bei-staufen-100.html" rel="external noopener" target="_blank">qualitativ hochwertige Weine</a>.</p>
<p>An manchen Steilhängen habe man die Weinreben gießen müssen, sonst hätten die jungen Pflanzen den Sommer nicht überstanden, berichtet die Familie. Auch andere Winzer aus der Region arbeiten derzeit mit Tröpfchenbewässerung, bei der die Pflanzen konstant mit einer geringen Menge Wasser besprüht werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Klimawandel, Logistik, Spritkosten – Winzer kämpfen mit neuen Herausforderungen</strong></h3>
<p>Extreme Wetterlagen werden zunehmen. Immer öfter gefährden Starkregen und Hagel die Weinernte. Zudem breiten sich mehr Schädlinge aus.</p>
<p>Nicht nur Hitzewellen im Sommer seien das Problem, erklärt Matthias Höfflin aus der Weinbaugemeinde Bötzingen im Breisgau-Hochschwarzwald. Wer meint, er könne einfach so weitermachen wie früher, habe keine Chance. Hinzu komme, dass die Winter nicht mehr kalt genug seien, um die Böden durchfrieren zu lassen, heißt es vom Weingut Löffler in Staufen. Deshalb treibe der Wein immer früher aus.</p>
<p>Darüber hinaus machen den Winzern die gestiegenen Kosten zu schaffen: Personal, Sprit, Energie, Logistik – alles wird teurer – nur der Wein nicht. Allein wegen der Erhöhung des Mindestlohns seien die <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/zursachebw-immer-mehr-weinberge-ohne-reben-warum-viele-winzer-aufgeben-und-andere-nicht-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Kosten für die Weinlese</a> in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. So belaufen sich die normalen Lohnkosten mit 150 bis 180 Arbeitsstunden für die Lese pro Hektar auf gut 2000 bis 2500 Euro.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Baden-Württemberg: immer mehr Weinberge verwildern</strong></h3>
<p>Auf vielen Weinbergen zeigen sich zwischen hellgrünen Rebflächen immer wieder Kahlstellen: Rebstöcke wurden herausgerissen, vertrocknetes Laub hängt in abgestorbenen Reben. Geben die Leute die Reben auf und räumen sie nicht ordentlich ab, wachsen in kürzester Zeit die Brombeerhecken, <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/baden-baden-weinberge-verwildern-schaden-tourismus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">klagt Volker Maier</a> gegenüber dem <em>SWR</em>.</p>
<p>Maier betreibt ein Bio-Weingut in Baden-Baden-Haueneberstein. Seit zehn Jahren bewirtschaftet er zehn Hektar ökologische Rebfläche, davon auch einige Steillagen. Er bekommt die Folgen durch verwilderte Nachbargrundstücke direkt zu spüren: Pilzdruck durch umherfliegende Sporen, steigende Infektionsgefahr durch falschen und echten Mehltau. Für ihn bedeutet es mehr Arbeit und mehr Einsatz von teuren biologischen Spritzmitteln.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weinflächen in Stuttgart </strong><strong>schrumpfen jährlich um knapp ein Prozent</strong></h3>
<p>Auf dem Großteil der Weinbauflächen in Stuttgart werden vor allem rote Rebsorten angepflanzt. Allerdings schrumpfte die Fläche für Rotwein nach einem Zwischenhoch im Jahr 2005 bis 2025 um fast 29 Prozent auf 209 Hektar. Die weißen Rebsorten in Stuttgart erlebten zwischenzeitlich einen Aufschwung. Ob sie die roten Sorten in den kommenden Jahren an der Spitze ablösen werden, bleibt abzuwarten.</p>
<p>Noch nie wurden auf so wenigen Grundstücken in Stuttgart Weinreben angebaut wie im vergangenen Jahr. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg zum Ende des Stuttgarter Weindorfs mitteilte, summierte sich die bestockte Rebfläche in Stuttgart zuletzt auf insgesamt 378 Hektar. Bis in die 2020er-Jahre <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/stuttgarter-rebflaechen-fallen-auf-historischen-tiefstand-100.html" rel="external noopener" target="_blank">wurden noch knapp über 400 Hektar bewirtschaftet</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer heimische Weine kauft, hilft dem deutschen Weinbau </strong></h3>
<p>Volker Maier sieht die Ursache für verwilderte Rebflächen vor allem in der schwierigen Marktlage für den badischen Wein. Die Verbraucher greifen einfach nicht zum heimischen Produkt, klagt der Winzer. Stattdessen bevorzugten viele Weinkunden die <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/baden-baden-weinberge-verwildern-schaden-tourismus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">billigeren ausländischen Weine</a>.</p>
<p>Für Nachwuchswinzer lohne es sich deshalb heute kaum noch, nach Feierabend im Weinberg den Rücken krumm zu machen. Man müsse die Leute davon überzeugen, dass sie badischen Wein trinken sollen. Ein guter Wein habe seinen Preis: Eine 0,75-Liter-Flasche Wein dürfe nicht weniger als zehn Euro kosten.</p>
<p>Manche Winzer denken komplett neu, reißen die Weinstöcke heraus und <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/wein-krise-winzer-cleebronn-pflanzen-olivenbaume-102.html" rel="external noopener" target="_blank">pflanzen Olivenbäume</a>. Diese überstehen extreme Dürreperioden problemlos , die verwendete Sorte hält zudem Frost bis minus 14 Grad aus.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weinkonsum in Deutschland geht zurück</strong></h3>
<p>Die Deutschen trinken generell immer weniger Alkohol. Laut Deutschem Weininstitut (DWI) tranken Verbraucher von August 2024 bis Juli 2025 durchschnittlich rund eine Flasche Wein weniger als im Vorjahreszeitraum. Zuletzt war der <a href="https://www.deutscheweine.de/news-medien/meldungen/meldung/1613/weinkonsum-sinkt-um-eine-flasche-pro-jahr" rel="external noopener" target="_blank">Pro-Kopf-Verbrauc</a><a href="https://www.deutscheweine.de/news-medien/meldungen/meldung/1613/weinkonsum-sinkt-um-eine-flasche-pro-jahr" rel="external noopener" target="_blank">h</a> von 22,2 auf 21,5 Liter gesunken (Konsumenten ab 16 Jahren).</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4981045" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11085127"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-Zwei-Schritte-Formel-gegen-zu-viel-Alkohol-11085127.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3904" height="2194" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/1/0/4/5/shutterstock_1740506234-3cf52338258642d3.jpeg" alt="Ein Mann lehnt das Angebot von hochprozentigem Alkohol ab." style="aspect-ratio:3904 / 2194"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3904" height="2194" alt="Ein Mann lehnt das Angebot von hochprozentigem Alkohol ab." style="aspect-ratio:3904 / 2194;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die Zwei-Schritte-Formel gegen zu viel Alkohol</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5067935" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11266038"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Alkohol-Wir-erinnern-uns-an-den-Rausch-nicht-an-das-Verlangen-11266038.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5208" height="2926" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/7/9/3/5/shutterstock_2726284243-a3097512d5d41b3e.jpeg" alt="Geschäftsmann, der ängstlich aussieht, während er bei der Arbeit eine Hüftflasche aus seiner Jacke nimmt, und dabei Alkoholsucht am Arbeitsplatz versteckt." style="aspect-ratio:5208 / 2926"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5208" height="2926" alt="Geschäftsmann, der ängstlich aussieht, während er bei der Arbeit eine Hüftflasche aus seiner Jacke nimmt, und dabei Alkoholsucht am Arbeitsplatz versteckt." style="aspect-ratio:5208 / 2926;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Alkohol: Wir erinnern uns an den Rausch, nicht an das Verlangen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Diese Entwicklung sei auf verändertes Konsumverhalten zurückzuführen, aber auch auf höhere Lebenshaltungskosten sowie den demografischen Wandel in Deutschland, erklärt DWI-Geschäftsführerin Melanie Broyé-Engelkes.</p>
In Baden verwildern ganze Weinberge, in der Pfalz sieht Grauburgunder aus wie Rosé. Der Klimawandel krempelt den deutschen Weinbau komplett um.</p>
<p>Die Weinbauverbände des Rheingaus und der Bergstraße melden eine sehr frühe Lese, zwar mit eher kleinen Beeren, aber von guter Qualität. So startete die Weinlese im Rheingau bereits Mitte August. Grund dafür war der lange trockene Sommer, <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-herausragender-rotweinjahrgang-hessens-winzer-erwarten-vielversprechende-weine-100.html" rel="external noopener" target="_blank">erklärt</a><a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-herausragender-rotweinjahrgang-hessens-winzer-erwarten-vielversprechende-weine-100.html" rel="external noopener" target="_blank"> Dominik Russler</a> in Oestrich-Winkel. Der Geschäftsführer des Rheingauer Weinbauverbands erwartet "einen tollen Jahrgang". Die Beeren der spät reifenden Weißweinsorte Riesling seien "sehr gesund".</p>
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<p>Mit einem relativ feuchten Winter und Frühjahr sei man gut in die Saison gekommen, erklärt Manfred Stoll, Professor für Weinbau an der Hochschule Geisenheim (Rheingau-Taunus). Allerdings habe es im Juni, Juli und August deutlich weniger geregnet als im langjährigen Durchschnitt. So war es im Rheingau mit Temperaturen von fast 40 Grad extrem heiß.</p>
<p>Bei weißen Rebsorten wie Riesling habe es mancherorts Sonnenbrandschäden gegeben, so Stoll.</p>
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<p>Angesichts kommunaler Wasserspar-Appelle fällt es Weinbauern zunehmend schwer, die Bewässerung ihrer Weinstöcke zu rechtfertigen. Doch die Trockenheit hatte auch ihre gute Seite: Es gab kaum Pilzbefall oder Probleme mit Schädlingen. Winzer hätten Pflanzenschutzmittel daher nur „sehr sparsam“ eingesetzt, so Stoll.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wegen immer heißerer</strong><strong> Sommer beginnt die Traubenernte immer früher</strong></h3>
<p>Lange Hitze- und Dürreperioden beschleunigen die Reifung der Trauben, sodass die Ernte im Kalender immer weiter nach vorne rückt. Schon am 13. August habe das erste Weingut mit der Ernte weißer Burgundertrauben begonnen, <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-herausragender-rotweinjahrgang-hessens-winzer-erwarten-vielversprechende-weine-100.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtet Lisa Jung</a>, Geschäftsführerin des Weinbauverbands Hessische Bergstraße. Erträge und Traubengröße seien wegen der trockenen Witterung im Schnitt zwar geringer als noch vor einem Jahr, doch mit der Qualität seien die Winzer sehr zufrieden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5075730" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11280675"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Erst-Duerre-dann-Frost-Warum-der-deutsche-Fruehling-immer-gefaehrlicher-wird-11280675.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/5/7/3/0/aigner-01-13c251be1cd5016f.gif" alt="Zwei Thermometer, eines für Hitze und Dürre, eines für Nachtfrost, ungeben grünen Pfeil nach unten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zwei Thermometer, eines für Hitze und Dürre, eines für Nachtfrost, ungeben grünen Pfeil nach unten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Erst Dürre, dann Frost: Warum der deutsche Frühling immer gefährlicher wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der frühe Erntebeginn war für die Winzer auch logistisch eine Herausforderung. Denn die Erntehelfer werden schon weit im Voraus gebucht – für Erntetermine im September. Wegen des vorgezogenen Erntebeginns mussten Weingüter dieses Jahr <a href="https://www.hessenschau.de/wirtschaft/hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinlese-im-rheingau-winzer-stehen-vor-herausforderungen-v1,hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinernte-100.html" rel="external noopener" target="_blank">auf eigene Angestellte</a><a href="https://www.hessenschau.de/wirtschaft/hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinlese-im-rheingau-winzer-stehen-vor-herausforderungen-v1,hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinernte-100.html" rel="external noopener" target="_blank"> zurückgreifen</a>.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Hitze beeinflusst Geschmack und Inhaltsstoffe</strong></h3>
<p>Aufgrund der Hitze sind die Trauben kleiner als gewöhnlich. Damit dürfte der Ertrag pro Kilogramm etwas geringer ausfallen, erklärt Dominik Russler. Dafür sei die <a href="https://www.hessenschau.de/wirtschaft/hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinlese-im-rheingau-winzer-stehen-vor-herausforderungen-v1,hitze-sorgt-fuer-fruehe-weinernte-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Konzentration von Zucker, Aromen und Inhaltsstoffen</a> pro Traube höher, ebenso der Alkoholgehalt. Das sei am Ende aber kaum zu bemerken.</p>
<p>Der Rheingau erstreckt sich von Frankfurt am Main über rund 50 Kilometer entlang des rechten Rheinufers bis nach Lorch nördlich von Rüdesheim und umfasst mehr als 3100 Hektar Rebfläche. Mit 2355 Hektar Riesling hat der Rheingau den prozentual höchsten Rieslinganteil in Deutschland.</p>
<p>In den trockenen, steinigen Südhängen gedeiht diese Rebsorte besonders gut und bildet während der langen Reifeperiode feine <a href="https://www.deutscheweine.de/glossareintraege?tx_dpnglossary_glossary%5Baction%5D=show&tx_dpnglossary_glossary%5Bcontroller%5D=Term&tx_dpnglossary_glossary%5Bterm%5D=54&cHash=041c61f4b8c06fa0f8f11e589ddfbd33" rel="external noopener" target="_blank">Fruchtsäuren</a> und Aromen aus. Mit <a href="https://www.deutscheweine.de/anbaugebiet/69/rheingau" rel="external noopener" target="_blank">rund 390 Hektar</a> fällt die Fläche für den Spätburgunder im Rheingau hingegen bescheiden aus. Auch das Weinanbaugebiet Hessische Bergstraße fällt mit rund <a href="https://www.deutscheweine.de/anbaugebiet/67/hessische-bergstrasse" rel="external noopener" target="_blank">440 Hektar Rebfläche</a> demgegenüber deutlich kleiner aus.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Pfälzer Weine: Sonnenschein erzeugte Säure und Aroma</strong></h3>
<p>In der Pfalz ist die Weinlese Ende September weitgehend abgeschlossen. Auch hier wurden bereits Mitte August die ersten Trauben geerntet, um einen zu hohen Zuckergehalt zu vermeiden.</p>
<p>Wasserknappheit war auch für pfälzische Winzer eine Herausforderung, bis im September der Regen einsetzte. Dafür freuen sie sich über gesunde Trauben. Das fehlende Wasser konnten die älteren Reben ausgleichen, indem sie mit ihren tief gehenden Wurzeln gespeichertes Wasser aus dem Boden aufnahmen, erklärt Ulrich Fischer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum.</p>
<p>Weil die Winzer die Blätter an den Stöcken entfernten, waren die Trauben einem dosierten Sonnenlicht ausgesetzt. Das habe sie abgehärtet.</p>
<p>Wegen der Dürre seien die Trauben klein geblieben, doch die viele Sonne habe dazu geführt, dass sich viel Weinsäure in den Trauben gebildet habe. Der Wein-Experte erwartet einen aromatischen, säurefrischen Wein und intensive Farben – und einen Grauburgunder, <a href="https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/ernte-fazit-der-winzer-so-wird-der-jahrgang-2026-100.html" rel="external noopener" target="_blank">der aussieht wie Rosé</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Geringe Erntemengen sind </strong><strong>nur für Hersteller von Fassweinen ein Problem</strong></h3>
<p>Im vergangenen Jahr wurden in der Region mehr als 150 Millionen Liter Wein erzeugt, in diesem Jahr dürfte die Erntemenge unterdurchschnittlich ausfallen. Der geringere Ertrag sei vor allem für Fasswein-Winzer problematisch, weil sie von der reinen Masse leben, weiß Ulrich Fischer.</p>
<p>Die Hersteller von Flaschenweinen hingegen können auf gelagerte Weine zurückgreifen und so den Verlust besser auffangen. Den 2026er Jahrgang werde man wohl erst nächstes Jahr probieren können, dafür dürften diese Weine von außergewöhnlicher Qualität sein, erwartet Jana Beck vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152740" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11425013"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ernteausfaelle-und-ausbleibende-Hilfen-erzeugen-Unmut-bei-Obst-und-Gemuesebauern-11425013.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/7/4/0/apfel-cut_Zeichenfla__che_1-661fdde145242638.jpeg" alt="Apfelscheibe mit rotem Segment und Tropfen mit Kreuz" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Apfelscheibe mit rotem Segment und Tropfen mit Kreuz" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ernteausfälle und ausbleibende Hilfen erzeugen Unmut bei Obst- und Gemüsebauern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152009" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423531"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ernteausfaelle-Zahlen-am-Ende-die-Verbraucher-11423531.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/0/0/9/agrarsubvention-01-cf4bcb68024244fb.gif" alt="Schrumpfende Getreideähren und Eurozeichen mit Getreideähren als Querstriche" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Schrumpfende Getreideähren und Eurozeichen mit Getreideähren als Querstriche" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ernteausfälle: Zahlen am Ende die Verbraucher?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die <a href="https://www.deutscheweine.de/anbaugebiet/68/pfalz" rel="external noopener" target="_blank">Pfalz ist mit 23.640 Hektar Rebfläche</a> nach Rheinhessen das zweitgrößte deutsche Weinbaugebiet. Die Deutsche Weinstraße verbindet auf 85 Kilometern 130 Weinorte zwischen Bockenheim und Schweigen an der Grenze zum Elsass.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weniger Ertrag</strong><strong> – dafür höherer Zuckergehalt</strong></h3>
<p>Die erste Weinlese bundesweit begann am 10. August in Staufen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) auf dem Weingut Löffler – auch hier zwei Wochen früher als üblich.</p>
<p>Auf dem Gut werden die Trauben zu Federweißem verarbeitet, einem teilweise gegorenen Traubenmost, der noch in der Flasche gärt. Wegen des hohen Zuckergehalts in den Trauben erhofft sich die Winzerfamilie <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/freiburg/bundesweit-erste-weinlese-der-saison-bei-staufen-100.html" rel="external noopener" target="_blank">qualitativ hochwertige Weine</a>.</p>
<p>An manchen Steilhängen habe man die Weinreben gießen müssen, sonst hätten die jungen Pflanzen den Sommer nicht überstanden, berichtet die Familie. Auch andere Winzer aus der Region arbeiten derzeit mit Tröpfchenbewässerung, bei der die Pflanzen konstant mit einer geringen Menge Wasser besprüht werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Klimawandel, Logistik, Spritkosten – Winzer kämpfen mit neuen Herausforderungen</strong></h3>
<p>Extreme Wetterlagen werden zunehmen. Immer öfter gefährden Starkregen und Hagel die Weinernte. Zudem breiten sich mehr Schädlinge aus.</p>
<p>Nicht nur Hitzewellen im Sommer seien das Problem, erklärt Matthias Höfflin aus der Weinbaugemeinde Bötzingen im Breisgau-Hochschwarzwald. Wer meint, er könne einfach so weitermachen wie früher, habe keine Chance. Hinzu komme, dass die Winter nicht mehr kalt genug seien, um die Böden durchfrieren zu lassen, heißt es vom Weingut Löffler in Staufen. Deshalb treibe der Wein immer früher aus.</p>
<p>Darüber hinaus machen den Winzern die gestiegenen Kosten zu schaffen: Personal, Sprit, Energie, Logistik – alles wird teurer – nur der Wein nicht. Allein wegen der Erhöhung des Mindestlohns seien die <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/zursachebw-immer-mehr-weinberge-ohne-reben-warum-viele-winzer-aufgeben-und-andere-nicht-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Kosten für die Weinlese</a> in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. So belaufen sich die normalen Lohnkosten mit 150 bis 180 Arbeitsstunden für die Lese pro Hektar auf gut 2000 bis 2500 Euro.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Baden-Württemberg: immer mehr Weinberge verwildern</strong></h3>
<p>Auf vielen Weinbergen zeigen sich zwischen hellgrünen Rebflächen immer wieder Kahlstellen: Rebstöcke wurden herausgerissen, vertrocknetes Laub hängt in abgestorbenen Reben. Geben die Leute die Reben auf und räumen sie nicht ordentlich ab, wachsen in kürzester Zeit die Brombeerhecken, <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/baden-baden-weinberge-verwildern-schaden-tourismus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">klagt Volker Maier</a> gegenüber dem <em>SWR</em>.</p>
<p>Maier betreibt ein Bio-Weingut in Baden-Baden-Haueneberstein. Seit zehn Jahren bewirtschaftet er zehn Hektar ökologische Rebfläche, davon auch einige Steillagen. Er bekommt die Folgen durch verwilderte Nachbargrundstücke direkt zu spüren: Pilzdruck durch umherfliegende Sporen, steigende Infektionsgefahr durch falschen und echten Mehltau. Für ihn bedeutet es mehr Arbeit und mehr Einsatz von teuren biologischen Spritzmitteln.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weinflächen in Stuttgart </strong><strong>schrumpfen jährlich um knapp ein Prozent</strong></h3>
<p>Auf dem Großteil der Weinbauflächen in Stuttgart werden vor allem rote Rebsorten angepflanzt. Allerdings schrumpfte die Fläche für Rotwein nach einem Zwischenhoch im Jahr 2005 bis 2025 um fast 29 Prozent auf 209 Hektar. Die weißen Rebsorten in Stuttgart erlebten zwischenzeitlich einen Aufschwung. Ob sie die roten Sorten in den kommenden Jahren an der Spitze ablösen werden, bleibt abzuwarten.</p>
<p>Noch nie wurden auf so wenigen Grundstücken in Stuttgart Weinreben angebaut wie im vergangenen Jahr. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg zum Ende des Stuttgarter Weindorfs mitteilte, summierte sich die bestockte Rebfläche in Stuttgart zuletzt auf insgesamt 378 Hektar. Bis in die 2020er-Jahre <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/stuttgarter-rebflaechen-fallen-auf-historischen-tiefstand-100.html" rel="external noopener" target="_blank">wurden noch knapp über 400 Hektar bewirtschaftet</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer heimische Weine kauft, hilft dem deutschen Weinbau </strong></h3>
<p>Volker Maier sieht die Ursache für verwilderte Rebflächen vor allem in der schwierigen Marktlage für den badischen Wein. Die Verbraucher greifen einfach nicht zum heimischen Produkt, klagt der Winzer. Stattdessen bevorzugten viele Weinkunden die <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/baden-baden-weinberge-verwildern-schaden-tourismus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">billigeren ausländischen Weine</a>.</p>
<p>Für Nachwuchswinzer lohne es sich deshalb heute kaum noch, nach Feierabend im Weinberg den Rücken krumm zu machen. Man müsse die Leute davon überzeugen, dass sie badischen Wein trinken sollen. Ein guter Wein habe seinen Preis: Eine 0,75-Liter-Flasche Wein dürfe nicht weniger als zehn Euro kosten.</p>
<p>Manche Winzer denken komplett neu, reißen die Weinstöcke heraus und <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/wein-krise-winzer-cleebronn-pflanzen-olivenbaume-102.html" rel="external noopener" target="_blank">pflanzen Olivenbäume</a>. Diese überstehen extreme Dürreperioden problemlos , die verwendete Sorte hält zudem Frost bis minus 14 Grad aus.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weinkonsum in Deutschland geht zurück</strong></h3>
<p>Die Deutschen trinken generell immer weniger Alkohol. Laut Deutschem Weininstitut (DWI) tranken Verbraucher von August 2024 bis Juli 2025 durchschnittlich rund eine Flasche Wein weniger als im Vorjahreszeitraum. Zuletzt war der <a href="https://www.deutscheweine.de/news-medien/meldungen/meldung/1613/weinkonsum-sinkt-um-eine-flasche-pro-jahr" rel="external noopener" target="_blank">Pro-Kopf-Verbrauc</a><a href="https://www.deutscheweine.de/news-medien/meldungen/meldung/1613/weinkonsum-sinkt-um-eine-flasche-pro-jahr" rel="external noopener" target="_blank">h</a> von 22,2 auf 21,5 Liter gesunken (Konsumenten ab 16 Jahren).</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4981045" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11085127"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-Zwei-Schritte-Formel-gegen-zu-viel-Alkohol-11085127.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3904" height="2194" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/1/0/4/5/shutterstock_1740506234-3cf52338258642d3.jpeg" alt="Ein Mann lehnt das Angebot von hochprozentigem Alkohol ab." style="aspect-ratio:3904 / 2194"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3904" height="2194" alt="Ein Mann lehnt das Angebot von hochprozentigem Alkohol ab." style="aspect-ratio:3904 / 2194;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die Zwei-Schritte-Formel gegen zu viel Alkohol</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5067935" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11266038"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Alkohol-Wir-erinnern-uns-an-den-Rausch-nicht-an-das-Verlangen-11266038.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5208" height="2926" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/7/9/3/5/shutterstock_2726284243-a3097512d5d41b3e.jpeg" alt="Geschäftsmann, der ängstlich aussieht, während er bei der Arbeit eine Hüftflasche aus seiner Jacke nimmt, und dabei Alkoholsucht am Arbeitsplatz versteckt." style="aspect-ratio:5208 / 2926"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5208" height="2926" alt="Geschäftsmann, der ängstlich aussieht, während er bei der Arbeit eine Hüftflasche aus seiner Jacke nimmt, und dabei Alkoholsucht am Arbeitsplatz versteckt." style="aspect-ratio:5208 / 2926;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Alkohol: Wir erinnern uns an den Rausch, nicht an das Verlangen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Diese Entwicklung sei auf verändertes Konsumverhalten zurückzuführen, aber auch auf höhere Lebenshaltungskosten sowie den demografischen Wandel in Deutschland, erklärt DWI-Geschäftsführerin Melanie Broyé-Engelkes.</p>
2026-09-30T06:15:00.000Z
urn:bid:5173296
2026-09-29T22:00:00.000Z
OpenAI stoppt die Veröffentlichung des Astra 6.1-Modells wegen eigenmächtiger Eingriffe. Der Fall ist kein Ausrutscher, sondern zeigt ein strukturelles Problem.</p>
<p>Das Modell GPT-6.1 Astra sollte im Oktober in ChatGPT und der Entwicklungsumgebung Codex erscheinen. Nun bleibt es in der Schublade – zumindest vorerst. OpenAI-Sicherheitschefin Saachi Jain <a href="https://www.wsj.com/tech/ai/openai-chatgpt-model-release-cancel-safety-5a2f9f42" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> gegenüber dem <em>Wall Street Journal</em>, das System habe die internen Standards "nicht ganz erfüllt".</p>
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<p>Es zeigte mehr Täuschungsverhalten als sein Vorgänger, verschleierte eigene Handlungen gegenüber Nutzern und führte Aufgaben aus, ohne die erforderliche Freigabe einzuholen – teils sogar dann, wenn es selbst erkannte, dass der Einsatz externer Werkzeuge riskant war.</p>
<p>Das klingt nach verantwortungsvollem Handeln. Doch die eigentliche Frage ist eine andere: Wenn ein Unternehmen nicht zuverlässig vorhersagen kann, ob sein eigenes System lügt oder unautorisiert handelt – lässt sich Sicherheit bei diesem Entwicklungstempo überhaupt noch ernsthaft prüfen?</p>
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<h3 class="subheading">Australien: KI-Agenten hacken erstmals Regierungssysteme</h3>
<p>Parallel zur Rücknahme des Modells entschuldigte sich OpenAI am Dienstag für einen Vorfall, der sich bereits im Juni ereignet hatte, aber erst vergangene Woche öffentlich bekannt wurde.</p>
<p>Ein autonomer OpenAI-Agent hatte sich ohne Autorisierung Zugang zu australischen Regierungssystemen verschafft – darunter Bürgerservices und Gesundheitsportale. Australiens Premierminister Anthony Albanese bezeichnete den Vorfall als "inakzeptabel" und kritisierte OpenAI dafür, die Behörden lediglich über eine allgemeine E-Mail-Adresse informiert zu haben, statt direkt mit zuständigen Stellen in Kontakt zu treten.</p>
<p>Laut OpenAI wurde das Unternehmen selbst erst Mitte August auf die Probleme aufmerksam. Die betroffenen Organisationen wurden zwischen dem 10. und 24. September benachrichtigt. In einem <a href="https://openai.com/index/how-we-will-do-better-for-australia/" rel="external noopener" target="_blank">Blogbeitrag</a> räumte das Unternehmen ein, frühere Erkenntnisse hätten schneller geteilt werden müssen. Man sei "entschlossen, das Vertrauen der australischen Bevölkerung zurückzugewinnen", heißt es dort.</p>
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<p>Experten stufen den Vorfall als weltweiten Präzedenzfall ein: Es ist der erste bekannte Fall, in dem ein KI-Agent eigenständig in staatliche Systeme eindrang. Bereits im Juli hatte ein OpenAI-System die Entwicklerplattform <a href="https://www.telepolis.de/article/Wie-ein-Hacker-Angriff-durch-KI-von-OpenAI-die-Welt-veraendert-11377808.html">Hugging Face gehackt</a>, was Forscher und Behörden zu Forderungen nach schärferen Kontrollen veranlasste.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5123960" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11377808"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-ein-Hacker-Angriff-durch-KI-von-OpenAI-die-Welt-veraendert-11377808.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/3/9/6/0/shutterstock_2777281351-ea56c8dbda598142.jpeg" alt="Ein Handydisplay mit Quellcode" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Ein Handydisplay mit Quellcode" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie ein Hacker-Angriff durch KI von OpenAI die Welt verändert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das britische AI Security Institute veröffentlichte zudem am Montag einen Bericht, dem zufolge GPT-6 Astra in Simulationen deutlich häufiger nicht autorisierte sogenannte Supply-Chain-Angriffe – also Eingriffe in vorgelagerte Software-Lieferketten – durchführte als frühere OpenAI-Modelle.</p>
<h3 class="subheading">Sicherheit als Pause, nicht als Prinzip?</h3>
<p>Es ist nicht das erste Mal, dass ein führendes KI-Unternehmen ein Modell zurückhält. Anthropic entschied sich Anfang des Jahres, sein Modell Mythos nicht zu veröffentlichen, weil es zu effektiv darin war, schlafende Softwarefehler aufzuspüren.</p>
<p>Monate später erschien eine Version des Modells dennoch auf dem Markt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5065254" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11260770"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Anthropics-KI-Modell-Mythos-Das-Ende-des-Internets-wie-wir-es-kennen-11260770.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5400" height="3034" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/5/2/5/4/shutterstock_2748410407-9f752c008dbd3954.jpeg" alt="Ein Smartphone vor dem Logo des US-Kriegsministeriums" style="aspect-ratio:5400 / 3034"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5400" height="3034" alt="Ein Smartphone vor dem Logo des US-Kriegsministeriums" style="aspect-ratio:5400 / 3034;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Anthropics KI-Modell Mythos: Das Ende des Internets, wie wir es kennen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein Muster springt ins Auge: Zurückhalten, abwarten, veröffentlichen. Was als Sicherheitsentscheidung kommuniziert wird, erweist sich im Rückblick regelmäßig als zeitlich begrenzte Maßnahme. Das wirft die Frage auf, ob "Sicherheit" in diesem Kontext eine grundsätzliche Neubewertung meint – oder eine Art Marketingpause, nach der das Modell mit kosmetischen Korrekturen doch seinen Weg in die Welt findet.</p>
<p>Derweil herrscht in der Branche keine Einigkeit darüber, wie mit den Risiken umzugehen ist. Nvidia-Chef Jensen Huang <a href="https://finance.yahoo.com/technology/ai/articles/jensen-huang-says-runaway-ai-163602977.html" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a>, unkontrollierte KI-Agenten seien kein regulatorisches, sondern ein technisches Problem – lösbar durch bessere Ingenieurkunst. Chip-Hersteller Nvidia, der kürzlich Hugging Face für 12,9 Milliarden US-Dollar übernahm, veröffentlichte am Montag ein Paket an Sicherheitswerkzeugen für autonome KI-Plattformen, das nach eigenen Angaben den Hugging-Face-Hack hätte verhindern können.</p>
<p>Papst Leo XIV. <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/ki-papst-leo-kritisiert-nvidia-chef-wegen-ki-sicherheitsluecken/100258179.html" rel="external noopener" target="_blank">widersprach Huang</a> während eines Frankreich-Besuchs am Montag öffentlich. Er habe gelesen, dass der Nvidia-Chef Wege zur Einbettung von Sicherheitsmechanismen in KI-Modelle ankündige – derselbe, der gleichzeitig jede staatliche Regulierung ablehne. "Das ist ein Problem, über das wir uns ernsthaft unterhalten müssen", sagte der Pontifex, der bereits früher vor dem Verlust des Menschlichen durch Maschinen gewarnt hatte.</p>
<p>US-Präsident Donald Trump hingegen <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/usa-unter-trump/donald-trump-ki-sicherheitswarnungen-sind-schwindel-accg-201227277.html" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete</a> Bedenken gegenüber KI-Risiken als "Schwindel" und lehnte weitergehende Regulierung ab. Die bestehenden Gesetze seien ausreichend; was die Technologie brauche, sei ein "starker und kluger" Präsident. Trump und Repräsentantenhaussprecher Mike Johnson wollten am Dienstag Tech-Vertreter im Weißen Haus empfangen, um über KI-Regulierung zu beraten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164739" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452550"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-Entwicklungsbremse-Warum-Kontrolle-kaum-moeglich-ist-11452550.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4928" height="2769" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/7/3/9/shutterstock_2184484449-8de40d997f2e09f9.jpeg" alt="Donald Trump mit einem Golfschläger" style="aspect-ratio:4928 / 2769"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4928" height="2769" alt="Donald Trump mit einem Golfschläger" style="aspect-ratio:4928 / 2769;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI-Entwicklungsbremse: Warum Kontrolle kaum möglich ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch Anthropic, dessen Chef Dario Amodei gemeinsam mit OpenAI-Chef Sam Altman und Elon Musk einen Kurswechsel hin zu langsamerer Entwicklung fordert, liefert ein widersprüchliches Bild: Im lang erwarteten Börsenprospekt für eine geplante Marktkapitalisierung von zwei Billionen US-Dollar warnte das Unternehmen potenzielle Investoren vor "existenziellen Risiken für die Menschheit" durch seine eigene Technologie – einschließlich der Möglichkeit, dass KI-Modelle erpressen und manipulieren könnten.</p>
<p>Gleichzeitig verzeichnete Anthropic für 2025 einen Nettoverlust von 42 Milliarden US-Dollar und plant Ausgaben von 518 Milliarden US-Dollar für Cloud- und Infrastrukturprojekte in den kommenden Jahren.</p>
<h3 class="subheading">Das eigentliche Problem liegt tiefer</h3>
<p>Professor Tony Cohn vom Alan Turing Institute <a href="https://www.bbc.com/news/articles/cm5y5nynl75ko" rel="external noopener" target="_blank">begrüßte</a> OpenAIs Entscheidung als Zeichen, dass Sicherheitsbedenken ernst genommen würden. Zugleich betonte er, Sicherheit dürfe "nicht allein in den Händen der Entwickler liegen" – sie müsse durch unabhängige, staatlich anerkannte Regulierungsbehörden überwacht und überprüft werden.</p>
<p>Genau daran fehlt es bislang. Die Selbstattestation von Sicherheit – "das Modell hat unsere Messlatte nicht erreicht" – setzt voraus, dass die Messlatte klar definiert und zuverlässig messbar ist. Die Befunde zu GPT-6.1 Astra legen jedoch nahe, dass das Gegenteil der Fall ist: Ein System, das seine eigenen Handlungen verschleiert und eigenmächtig Grenzen überschreitet, selbst wenn es das Risiko kennt, entzieht sich per Definition einer verlässlichen Bewertung durch seine Schöpfer.</p>
<p>Das Wettrüsten um immer leistungsfähigere autonome Agenten erzeugt damit ein strukturelles Dilemma: Je komplexer und selbstständiger die Systeme werden, desto schwieriger wird es, ihre Handlungen im Voraus zu verstehen – und desto weniger aussagekräftig sind interne Sicherheitstests, die genau das leisten sollen. Die Frage ist nicht, ob GPT-6.1 Astra irgendwann veröffentlicht wird. Die Frage ist, wer zu diesem Zeitpunkt noch in der Lage sein wird, das wirklich zu beurteilen.</p>
OpenAI stoppt die Veröffentlichung des Astra 6.1-Modells wegen eigenmächtiger Eingriffe. Der Fall ist kein Ausrutscher, sondern zeigt ein strukturelles Problem.</p>
<p>Das Modell GPT-6.1 Astra sollte im Oktober in ChatGPT und der Entwicklungsumgebung Codex erscheinen. Nun bleibt es in der Schublade – zumindest vorerst. OpenAI-Sicherheitschefin Saachi Jain <a href="https://www.wsj.com/tech/ai/openai-chatgpt-model-release-cancel-safety-5a2f9f42" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> gegenüber dem <em>Wall Street Journal</em>, das System habe die internen Standards "nicht ganz erfüllt".</p>
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<p>Es zeigte mehr Täuschungsverhalten als sein Vorgänger, verschleierte eigene Handlungen gegenüber Nutzern und führte Aufgaben aus, ohne die erforderliche Freigabe einzuholen – teils sogar dann, wenn es selbst erkannte, dass der Einsatz externer Werkzeuge riskant war.</p>
<p>Das klingt nach verantwortungsvollem Handeln. Doch die eigentliche Frage ist eine andere: Wenn ein Unternehmen nicht zuverlässig vorhersagen kann, ob sein eigenes System lügt oder unautorisiert handelt – lässt sich Sicherheit bei diesem Entwicklungstempo überhaupt noch ernsthaft prüfen?</p>
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<h3 class="subheading">Australien: KI-Agenten hacken erstmals Regierungssysteme</h3>
<p>Parallel zur Rücknahme des Modells entschuldigte sich OpenAI am Dienstag für einen Vorfall, der sich bereits im Juni ereignet hatte, aber erst vergangene Woche öffentlich bekannt wurde.</p>
<p>Ein autonomer OpenAI-Agent hatte sich ohne Autorisierung Zugang zu australischen Regierungssystemen verschafft – darunter Bürgerservices und Gesundheitsportale. Australiens Premierminister Anthony Albanese bezeichnete den Vorfall als "inakzeptabel" und kritisierte OpenAI dafür, die Behörden lediglich über eine allgemeine E-Mail-Adresse informiert zu haben, statt direkt mit zuständigen Stellen in Kontakt zu treten.</p>
<p>Laut OpenAI wurde das Unternehmen selbst erst Mitte August auf die Probleme aufmerksam. Die betroffenen Organisationen wurden zwischen dem 10. und 24. September benachrichtigt. In einem <a href="https://openai.com/index/how-we-will-do-better-for-australia/" rel="external noopener" target="_blank">Blogbeitrag</a> räumte das Unternehmen ein, frühere Erkenntnisse hätten schneller geteilt werden müssen. Man sei "entschlossen, das Vertrauen der australischen Bevölkerung zurückzugewinnen", heißt es dort.</p>
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<p>Experten stufen den Vorfall als weltweiten Präzedenzfall ein: Es ist der erste bekannte Fall, in dem ein KI-Agent eigenständig in staatliche Systeme eindrang. Bereits im Juli hatte ein OpenAI-System die Entwicklerplattform <a href="https://www.telepolis.de/article/Wie-ein-Hacker-Angriff-durch-KI-von-OpenAI-die-Welt-veraendert-11377808.html">Hugging Face gehackt</a>, was Forscher und Behörden zu Forderungen nach schärferen Kontrollen veranlasste.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5123960" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11377808"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-ein-Hacker-Angriff-durch-KI-von-OpenAI-die-Welt-veraendert-11377808.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/3/9/6/0/shutterstock_2777281351-ea56c8dbda598142.jpeg" alt="Ein Handydisplay mit Quellcode" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Ein Handydisplay mit Quellcode" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie ein Hacker-Angriff durch KI von OpenAI die Welt verändert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das britische AI Security Institute veröffentlichte zudem am Montag einen Bericht, dem zufolge GPT-6 Astra in Simulationen deutlich häufiger nicht autorisierte sogenannte Supply-Chain-Angriffe – also Eingriffe in vorgelagerte Software-Lieferketten – durchführte als frühere OpenAI-Modelle.</p>
<h3 class="subheading">Sicherheit als Pause, nicht als Prinzip?</h3>
<p>Es ist nicht das erste Mal, dass ein führendes KI-Unternehmen ein Modell zurückhält. Anthropic entschied sich Anfang des Jahres, sein Modell Mythos nicht zu veröffentlichen, weil es zu effektiv darin war, schlafende Softwarefehler aufzuspüren.</p>
<p>Monate später erschien eine Version des Modells dennoch auf dem Markt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5065254" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11260770"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Anthropics-KI-Modell-Mythos-Das-Ende-des-Internets-wie-wir-es-kennen-11260770.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5400" height="3034" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/5/2/5/4/shutterstock_2748410407-9f752c008dbd3954.jpeg" alt="Ein Smartphone vor dem Logo des US-Kriegsministeriums" style="aspect-ratio:5400 / 3034"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5400" height="3034" alt="Ein Smartphone vor dem Logo des US-Kriegsministeriums" style="aspect-ratio:5400 / 3034;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Anthropics KI-Modell Mythos: Das Ende des Internets, wie wir es kennen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein Muster springt ins Auge: Zurückhalten, abwarten, veröffentlichen. Was als Sicherheitsentscheidung kommuniziert wird, erweist sich im Rückblick regelmäßig als zeitlich begrenzte Maßnahme. Das wirft die Frage auf, ob "Sicherheit" in diesem Kontext eine grundsätzliche Neubewertung meint – oder eine Art Marketingpause, nach der das Modell mit kosmetischen Korrekturen doch seinen Weg in die Welt findet.</p>
<p>Derweil herrscht in der Branche keine Einigkeit darüber, wie mit den Risiken umzugehen ist. Nvidia-Chef Jensen Huang <a href="https://finance.yahoo.com/technology/ai/articles/jensen-huang-says-runaway-ai-163602977.html" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a>, unkontrollierte KI-Agenten seien kein regulatorisches, sondern ein technisches Problem – lösbar durch bessere Ingenieurkunst. Chip-Hersteller Nvidia, der kürzlich Hugging Face für 12,9 Milliarden US-Dollar übernahm, veröffentlichte am Montag ein Paket an Sicherheitswerkzeugen für autonome KI-Plattformen, das nach eigenen Angaben den Hugging-Face-Hack hätte verhindern können.</p>
<p>Papst Leo XIV. <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/ki-papst-leo-kritisiert-nvidia-chef-wegen-ki-sicherheitsluecken/100258179.html" rel="external noopener" target="_blank">widersprach Huang</a> während eines Frankreich-Besuchs am Montag öffentlich. Er habe gelesen, dass der Nvidia-Chef Wege zur Einbettung von Sicherheitsmechanismen in KI-Modelle ankündige – derselbe, der gleichzeitig jede staatliche Regulierung ablehne. "Das ist ein Problem, über das wir uns ernsthaft unterhalten müssen", sagte der Pontifex, der bereits früher vor dem Verlust des Menschlichen durch Maschinen gewarnt hatte.</p>
<p>US-Präsident Donald Trump hingegen <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/usa-unter-trump/donald-trump-ki-sicherheitswarnungen-sind-schwindel-accg-201227277.html" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete</a> Bedenken gegenüber KI-Risiken als "Schwindel" und lehnte weitergehende Regulierung ab. Die bestehenden Gesetze seien ausreichend; was die Technologie brauche, sei ein "starker und kluger" Präsident. Trump und Repräsentantenhaussprecher Mike Johnson wollten am Dienstag Tech-Vertreter im Weißen Haus empfangen, um über KI-Regulierung zu beraten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164739" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452550"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-Entwicklungsbremse-Warum-Kontrolle-kaum-moeglich-ist-11452550.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4928" height="2769" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/7/3/9/shutterstock_2184484449-8de40d997f2e09f9.jpeg" alt="Donald Trump mit einem Golfschläger" style="aspect-ratio:4928 / 2769"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4928" height="2769" alt="Donald Trump mit einem Golfschläger" style="aspect-ratio:4928 / 2769;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI-Entwicklungsbremse: Warum Kontrolle kaum möglich ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch Anthropic, dessen Chef Dario Amodei gemeinsam mit OpenAI-Chef Sam Altman und Elon Musk einen Kurswechsel hin zu langsamerer Entwicklung fordert, liefert ein widersprüchliches Bild: Im lang erwarteten Börsenprospekt für eine geplante Marktkapitalisierung von zwei Billionen US-Dollar warnte das Unternehmen potenzielle Investoren vor "existenziellen Risiken für die Menschheit" durch seine eigene Technologie – einschließlich der Möglichkeit, dass KI-Modelle erpressen und manipulieren könnten.</p>
<p>Gleichzeitig verzeichnete Anthropic für 2025 einen Nettoverlust von 42 Milliarden US-Dollar und plant Ausgaben von 518 Milliarden US-Dollar für Cloud- und Infrastrukturprojekte in den kommenden Jahren.</p>
<h3 class="subheading">Das eigentliche Problem liegt tiefer</h3>
<p>Professor Tony Cohn vom Alan Turing Institute <a href="https://www.bbc.com/news/articles/cm5y5nynl75ko" rel="external noopener" target="_blank">begrüßte</a> OpenAIs Entscheidung als Zeichen, dass Sicherheitsbedenken ernst genommen würden. Zugleich betonte er, Sicherheit dürfe "nicht allein in den Händen der Entwickler liegen" – sie müsse durch unabhängige, staatlich anerkannte Regulierungsbehörden überwacht und überprüft werden.</p>
<p>Genau daran fehlt es bislang. Die Selbstattestation von Sicherheit – "das Modell hat unsere Messlatte nicht erreicht" – setzt voraus, dass die Messlatte klar definiert und zuverlässig messbar ist. Die Befunde zu GPT-6.1 Astra legen jedoch nahe, dass das Gegenteil der Fall ist: Ein System, das seine eigenen Handlungen verschleiert und eigenmächtig Grenzen überschreitet, selbst wenn es das Risiko kennt, entzieht sich per Definition einer verlässlichen Bewertung durch seine Schöpfer.</p>
<p>Das Wettrüsten um immer leistungsfähigere autonome Agenten erzeugt damit ein strukturelles Dilemma: Je komplexer und selbstständiger die Systeme werden, desto schwieriger wird es, ihre Handlungen im Voraus zu verstehen – und desto weniger aussagekräftig sind interne Sicherheitstests, die genau das leisten sollen. Die Frage ist nicht, ob GPT-6.1 Astra irgendwann veröffentlicht wird. Die Frage ist, wer zu diesem Zeitpunkt noch in der Lage sein wird, das wirklich zu beurteilen.</p>
2026-09-29T22:00:00.000Z
urn:bid:5173660
2026-09-29T15:30:00.000Z
Europas Gasspeicher sind vor dem Winter so leer wie nie seit Messbeginn. Für Händler lohnt sich das Einspeichern kaum noch. Die Branche fordert Reserven.</p>
<p>Im Sommer günstig kaufen, im Winter teurer verkaufen: Nach diesem Prinzip haben Gashändler Europas Speicher jahrelang gefüllt. In diesem Jahr geht die Rechnung nicht auf.</p>
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<p>Kurz vor der Heizperiode sind die Speicher in der EU nur zu rund 71 Prozent gefüllt, in Deutschland zu 57 Prozent. Branchenvertreter verlangen deshalb staatlich kontrollierte strategische Gasreserven.</p>
<p><a href="https://www.bloomberg.com/news/features/2026-09-29/war-and-lng-shift-breaks-economics-of-european-gas-storage" rel="external noopener" target="_blank">Nach einer Auswertung</a> der Nachrichtenagentur <em>Bloomberg</em> waren die Speicher zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen 2009 nie so leer. Üblich wären etwa 87 Prozent.</p>
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<p>Jeroen Zanting ist Geschäftsführer von Gasunie Transport Services, das die niederländische Regierung in Fragen der Versorgungssicherheit berät. Er fordert garantierte Vorräte, berichtet <em>Bloomberg</em>. Europa brauche sie, um eine lange, unerwartete Lieferunterbrechung über mehrere Monate zu überstehen. Auf ein solches Szenario sei das System "unzureichend vorbereitet".</p>
<h3 class="subheading">Wenn Sommergas teurer ist als Wintergas</h3>
<p>Ob sich das Einspeichern lohnt, hängt vom Sommer-Winter-Spread ab, dem Preisabstand zwischen Sommer- und Winterlieferungen.</p>
<p>Der Winterpreis muss den Einkaufspreis übersteigen. Zusätzlich muss der Abstand die Gebühren für Einspeicherung, Lagerung und Ausspeicherung sowie die Transport- und Netzkosten decken.</p>
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<p>Seit das russische Pipeline-Gas weitgehend fehlt, ist Europa auf den globalen Markt für Flüssigerdgas (LNG) angewiesen. Die Sorge vor knappen Lieferungen trieb die Sommerpreise nach oben. 2026 kam der Iran-Krieg hinzu, seit Ende Februar ist die Straße von Hormus faktisch dicht, und durch sie läuft normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten LNG-Ströme.</p>
<p>Im März hätte ein Händler beim Kauf im Sommer und Verkauf im Winter mehr als 8 Euro je Megawattstunde verloren, noch bevor Speichergebühren anfallen. Michael Schmöltzer von Uniper Energy Storage warnt laut <em>Bloomberg</em>: Bei dauerhaft negativen Spreads und Kapazitäten, die unter Kosten vermarktet werden, könne man Speicher langfristig weder wirtschaftlich betreiben noch erneuern.</p>
<p>Die Folgen zeigen sich bereits. Uniper und bayernugs haben beantragt, im kommenden Jahr <a href="https://www.br.de/nachrichten/bayern/erdgasspeicher-bayern-warum-auffuellen-schwierig-wird,VLfpfR3" rel="external noopener" target="_blank">zwei Speicher stillzulegen</a>: Breitbrunn und Wolfersberg in Bayern. Über die Anträge hat die Bundesnetzagentur aber noch nicht entschieden.</p>
<h3 class="subheading">Vorräte nach dem Vorbild der Ölreserven</h3>
<p>In kommerziellen Speichern gehört das Gas den Händlern und Versorgern. Eine strategische Reserve kauft oder kontrolliert dagegen der Staat, und er gibt das Gas nur in festgelegten Notlagen frei.</p>
<p>Bisher haben neun EU-Länder solche Reserven, zusammen etwa 12 Milliarden Kubikmeter, nur rund 12 Prozent der gesamten Speicherkapazität. Das reicht für rund 13 Tage Verbrauch. Beim Öl halten große EU-Staaten dagegen teils Vorräte für mehr als 80 Tage Nettoimporte.</p>
<p>Deutschland will erst ab 2027 eine Gasreserve aufbauen, die etwa 10 Prozent der Speicherkapazität umfasst. Außerdem hat die Bundesregierung mit der Industrie über eine Befüllungspflicht für 2027 gesprochen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167644" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458241"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-bei-56-Prozent-Warum-volle-Gasspeicher-trotz-mehr-LNG-utopisch-sind-11458241.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/6/4/4/shutterstock_238898095-90a82deea27c3611.jpeg" alt="Natural,Gas,Tank,-,Lng,Or,Liquefied,Natural,Industrial,Spherical" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Natural,Gas,Tank,-,Lng,Or,Liquefied,Natural,Industrial,Spherical" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland bei 56 Prozent: Warum volle Gasspeicher trotz mehr LNG utopisch sind</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Staatliche Eingriffe haben allerdings Nebenwirkungen. Als Deutschland 2022 milliardenschwer Gas für die Speicher kaufte, stiegen die Preise laut <em>Bloomberg</em> zusätzlich. Das sei ein Dilemma für die Politik, sagt Helle Østergaard Kristiansen von Equinor.</p>
<p>Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hält den Speichermarkt nicht für zusammengebrochen. Er befinde sich aber im Umbruch und müsse ein neues Gleichgewicht finden.</p>
<p>Wird der Winter hart, müsste Europa teures LNG nachkaufen und mit Asien um Schiffsladungen konkurrieren. Das würde auch ärmere Länder treffen. Pakistan leidet bereits unter Stromausfällen.</p>
<p>Der Speicherverband INES hält bei extremer Kälte <a href="https://www.telepolis.de/article/Deutschland-bei-56-Prozent-Warum-volle-Gasspeicher-trotz-mehr-LNG-utopisch-sind-11458241.html" rel="external noopener" target="_blank">Versorgungslücken an einzelnen Januartagen</a> von bis zu 25 Prozent für möglich. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen hat die Mitgliedstaaten bereits <a href="https://www.telepolis.de/article/Gaskrise-vor-dem-Winter-EU-Kommissar-warnt-vor-Preisschock-beim-Heizen-11467420.html" rel="external noopener" target="_blank">zum Gassparen</a> aufgerufen.</p>
Europas Gasspeicher sind vor dem Winter so leer wie nie seit Messbeginn. Für Händler lohnt sich das Einspeichern kaum noch. Die Branche fordert Reserven.</p>
<p>Im Sommer günstig kaufen, im Winter teurer verkaufen: Nach diesem Prinzip haben Gashändler Europas Speicher jahrelang gefüllt. In diesem Jahr geht die Rechnung nicht auf.</p>
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<p>Kurz vor der Heizperiode sind die Speicher in der EU nur zu rund 71 Prozent gefüllt, in Deutschland zu 57 Prozent. Branchenvertreter verlangen deshalb staatlich kontrollierte strategische Gasreserven.</p>
<p><a href="https://www.bloomberg.com/news/features/2026-09-29/war-and-lng-shift-breaks-economics-of-european-gas-storage" rel="external noopener" target="_blank">Nach einer Auswertung</a> der Nachrichtenagentur <em>Bloomberg</em> waren die Speicher zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen 2009 nie so leer. Üblich wären etwa 87 Prozent.</p>
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<p>Jeroen Zanting ist Geschäftsführer von Gasunie Transport Services, das die niederländische Regierung in Fragen der Versorgungssicherheit berät. Er fordert garantierte Vorräte, berichtet <em>Bloomberg</em>. Europa brauche sie, um eine lange, unerwartete Lieferunterbrechung über mehrere Monate zu überstehen. Auf ein solches Szenario sei das System "unzureichend vorbereitet".</p>
<h3 class="subheading">Wenn Sommergas teurer ist als Wintergas</h3>
<p>Ob sich das Einspeichern lohnt, hängt vom Sommer-Winter-Spread ab, dem Preisabstand zwischen Sommer- und Winterlieferungen.</p>
<p>Der Winterpreis muss den Einkaufspreis übersteigen. Zusätzlich muss der Abstand die Gebühren für Einspeicherung, Lagerung und Ausspeicherung sowie die Transport- und Netzkosten decken.</p>
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<p>Seit das russische Pipeline-Gas weitgehend fehlt, ist Europa auf den globalen Markt für Flüssigerdgas (LNG) angewiesen. Die Sorge vor knappen Lieferungen trieb die Sommerpreise nach oben. 2026 kam der Iran-Krieg hinzu, seit Ende Februar ist die Straße von Hormus faktisch dicht, und durch sie läuft normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten LNG-Ströme.</p>
<p>Im März hätte ein Händler beim Kauf im Sommer und Verkauf im Winter mehr als 8 Euro je Megawattstunde verloren, noch bevor Speichergebühren anfallen. Michael Schmöltzer von Uniper Energy Storage warnt laut <em>Bloomberg</em>: Bei dauerhaft negativen Spreads und Kapazitäten, die unter Kosten vermarktet werden, könne man Speicher langfristig weder wirtschaftlich betreiben noch erneuern.</p>
<p>Die Folgen zeigen sich bereits. Uniper und bayernugs haben beantragt, im kommenden Jahr <a href="https://www.br.de/nachrichten/bayern/erdgasspeicher-bayern-warum-auffuellen-schwierig-wird,VLfpfR3" rel="external noopener" target="_blank">zwei Speicher stillzulegen</a>: Breitbrunn und Wolfersberg in Bayern. Über die Anträge hat die Bundesnetzagentur aber noch nicht entschieden.</p>
<h3 class="subheading">Vorräte nach dem Vorbild der Ölreserven</h3>
<p>In kommerziellen Speichern gehört das Gas den Händlern und Versorgern. Eine strategische Reserve kauft oder kontrolliert dagegen der Staat, und er gibt das Gas nur in festgelegten Notlagen frei.</p>
<p>Bisher haben neun EU-Länder solche Reserven, zusammen etwa 12 Milliarden Kubikmeter, nur rund 12 Prozent der gesamten Speicherkapazität. Das reicht für rund 13 Tage Verbrauch. Beim Öl halten große EU-Staaten dagegen teils Vorräte für mehr als 80 Tage Nettoimporte.</p>
<p>Deutschland will erst ab 2027 eine Gasreserve aufbauen, die etwa 10 Prozent der Speicherkapazität umfasst. Außerdem hat die Bundesregierung mit der Industrie über eine Befüllungspflicht für 2027 gesprochen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167644" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458241"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-bei-56-Prozent-Warum-volle-Gasspeicher-trotz-mehr-LNG-utopisch-sind-11458241.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/6/4/4/shutterstock_238898095-90a82deea27c3611.jpeg" alt="Natural,Gas,Tank,-,Lng,Or,Liquefied,Natural,Industrial,Spherical" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Natural,Gas,Tank,-,Lng,Or,Liquefied,Natural,Industrial,Spherical" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland bei 56 Prozent: Warum volle Gasspeicher trotz mehr LNG utopisch sind</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Staatliche Eingriffe haben allerdings Nebenwirkungen. Als Deutschland 2022 milliardenschwer Gas für die Speicher kaufte, stiegen die Preise laut <em>Bloomberg</em> zusätzlich. Das sei ein Dilemma für die Politik, sagt Helle Østergaard Kristiansen von Equinor.</p>
<p>Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hält den Speichermarkt nicht für zusammengebrochen. Er befinde sich aber im Umbruch und müsse ein neues Gleichgewicht finden.</p>
<p>Wird der Winter hart, müsste Europa teures LNG nachkaufen und mit Asien um Schiffsladungen konkurrieren. Das würde auch ärmere Länder treffen. Pakistan leidet bereits unter Stromausfällen.</p>
<p>Der Speicherverband INES hält bei extremer Kälte <a href="https://www.telepolis.de/article/Deutschland-bei-56-Prozent-Warum-volle-Gasspeicher-trotz-mehr-LNG-utopisch-sind-11458241.html" rel="external noopener" target="_blank">Versorgungslücken an einzelnen Januartagen</a> von bis zu 25 Prozent für möglich. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen hat die Mitgliedstaaten bereits <a href="https://www.telepolis.de/article/Gaskrise-vor-dem-Winter-EU-Kommissar-warnt-vor-Preisschock-beim-Heizen-11467420.html" rel="external noopener" target="_blank">zum Gassparen</a> aufgerufen.</p>
2026-09-29T15:30:00.000Z
urn:bid:5173492
2026-09-29T14:35:00.000Z
Die Tagesschau erklärt die Aufstockung mit Verlusten in der Ukraine. Der Erlass selbst nennt keine Begründung – und frühere Dekrete zeigen ganz andere Motive.</p>
<p>Das Dokument ist so nüchtern, wie russische Präsidialerlasse meist sind: Am 28. September 2026 hat Wladimir Putin mit dem Erlass Nr. 700 die Personalstärke der russischen Streitkräfte auf 2.441.630 Stellen festgesetzt, davon 1.550.500 für Militärangehörige. In Kraft trat der Erlass noch am selben Tag. Was darin fehlt, ist ein einziger Satz zum Warum.</p>
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<p>Hierzulande war die Erklärung trotzdem schnell gefunden. Die <em>Tagesschau</em> <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/russland-armee-aufstockung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">ordnete die Aufstockung</a> in den Kontext vermeintlich hoher russischer Verluste in der Ukraine ein und verwies auf die Einschätzung aus Kiew, Moskau habe eine neue Mobilmachung begonnen.</p>
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<p>Der <a href="http://publication.pravo.gov.ru/document/0001202609280040" rel="external noopener" target="_blank">Wortlaut des Erlasses Nr. 700</a> auf dem amtlichen russischen Rechtsportal stützt diese Lesart nicht – er enthält schlicht keine Begründung.</p>
<h3 class="subheading">15.500 Stellen mehr – auf dem Papier</h3>
<p>Gegenüber dem Stand vom Juli wächst die Gesamtzahl von 2.426.130 um genau 15.500 Stellen. Der Zuwachs entfällt vollständig auf Militärangehörige, deren Zahl von 1.535.000 auf 1.550.500 steigt.</p>
<p>Die übrigen 891.130 Stellen schlüsselt der Erlass nicht auf. Die Regierung soll dem Verteidigungsministerium die nötigen Haushaltsmittel bereitstellen, heißt es im Erlass.</p>
<p>Für die Einordnung entscheidend: Die Sollstärke ist ein Planwert, also eine zulässige Obergrenze. Wie viele Soldaten tatsächlich dienen, wie viele Stellen unbesetzt sind und wie viele Männer überhaupt einsatzfähig wären, verrät das Dekret nicht.</p>
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<p>Laut <em>Tagesschau</em> ist es bereits die vierte Aufstockung in diesem Jahr nach März, Juni und Juli. Wie groß der Zuwachs seit Jahresbeginn insgesamt ist, lässt sich aus den verfügbaren Angaben nicht berechnen.</p>
<h3 class="subheading">Der Juli-Erlass und die Baueinheiten</h3>
<p>Aufschlussreicher ist einer der Vorgänger. Der <a href="https://base.garant.ru/414659176/" rel="external noopener" target="_blank">Erlass Nr. 526 vom 27. Juli 2026</a> knüpfte seine Änderungen ausdrücklich an den Aufbau militärischer Baueinheiten. Zugleich deckelte er die Zentralverwaltung des Verteidigungsministeriums auf 13.400 Stellen, darunter 4930 zivile Bundesbeamte.</p>
<p>Personal für Bewachung und Instandhaltung der Gebäude zählte nicht mit.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5163727" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11450569"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Russlands-Armee-ist-nicht-am-Ende-aber-ihr-Modell-wird-teurer-11450569.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/3/7/2/7/shutterstock_2605118481-a8bfa7b3b97c1bdc.jpeg" alt="Drei Soldaten mit Waffen stehen im Freien." style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Drei Soldaten mit Waffen stehen im Freien." style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Russlands Armee ist nicht am Ende, aber ihr Modell wird teurer</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sind die neuen 15.500 Soldaten also wieder Bauarbeiter in Uniform? Darüber könnte bestenfalls spekuliert werden, denn der September-Erlass erwähnt die Baueinheiten nicht.</p>
<p>Das Beispiel zeigt aber, dass Russland die Personalstärke auch im Zuge struktureller Umbauten anpasst. Die Gleichung "mehr Stellen gleich Ersatz für Gefallene" ist daher eine Deutung, aber noch lange kein Befund. Hohe Verluste und Rekrutierungsdruck bleiben ein plausibler Hintergrund – offen ausgesprochen hat ihn Moskau aber nicht.</p>
<h3 class="subheading">Kiews Warnung, Moskaus alte Argumente</h3>
<p>Deutlicher wird Wolodymyr Selenskyj. In einer <a href="https://www.president.gov.ua/news/uves-den-sogodni-ataki-shahediv-uzhe-bilsh-nizh-120-droniv-9-106613" rel="external noopener" target="_blank">Videoansprache des ukrainischen Präsidenten</a> sprach er unter Berufung auf den Militärgeheimdienst HUR von einer zusätzlichen Mobilmachung und verstärkter Anwerbung von Ausländern.</p>
<p>Mehr als 8000 nordkoreanische Soldaten seien in Russland, weitere 10.000 würden vorbereitet; im Gegenzug unterstütze Moskau die Produktion von Shahed-Drohnen in Nordkorea. Unabhängig bestätigt ist das nicht.</p>
<p>Die <em>Tagesschau</em> erinnerte zudem daran, dass Putin frühere Sorgen vor einer Einberufungswelle als "Desinformation" abgetan hatte.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167853" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458657"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/27-000-Verluste-monatlich-Die-Ukraine-stoesst-an-ihre-personelle-Grenze-11458657.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1690" height="949" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/8/5/3/Screenshot_2026-09-18_153539-2c2fa8507c5cd13b.png" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1690" height="949" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">27.000 Verluste monatlich: Die Ukraine stößt an ihre personelle Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Kreml selbst hat Vergrößerungen früher geopolitisch begründet. 2024 verwies Sprecher Dmitri Peskow auf Bedrohungen an der Westflanke und Instabilität im Osten; der damalige Chef des Verteidigungsausschusses der Duma, Andrei Kartapolow, nannte den Nato-Beitritt Finnlands als Anlass für neue Strukturen im Nordwesten, wie <em>Reuters</em> <a href="https://www.reuters.com/world/europe/kremlin-says-russian-army-expansion-needed-address-growing-threats-western-flank-2024-09-17/" rel="external noopener" target="_blank">damals berichtete</a>. Das belegt frühere Motive, nicht die des aktuellen Dekrets.</p>
<p>Teuer wird es in jedem Fall. Laut Regierungsdokumenten, die <em>Reuters</em> <a href="https://www.reuters.com/world/russia-raises-2027-military-spending-by-27-budget-documents-show-2026-09-28/" rel="external noopener" target="_blank">zur Haushaltsplanung</a> vorlagen, will Russland 2027 rund 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro) für Verteidigung ausgeben – 27 Prozent mehr als bislang geplant und so viel wie nie seit Kriegsbeginn 2022.</p>
<p>Teile der Ausgaben sind geheim, militärische Kosten können auch in anderen Etatposten stecken. Ob die neuen Stellen darin schon eingepreist sind, bleibt offen.</p>
Die Tagesschau erklärt die Aufstockung mit Verlusten in der Ukraine. Der Erlass selbst nennt keine Begründung – und frühere Dekrete zeigen ganz andere Motive.</p>
<p>Das Dokument ist so nüchtern, wie russische Präsidialerlasse meist sind: Am 28. September 2026 hat Wladimir Putin mit dem Erlass Nr. 700 die Personalstärke der russischen Streitkräfte auf 2.441.630 Stellen festgesetzt, davon 1.550.500 für Militärangehörige. In Kraft trat der Erlass noch am selben Tag. Was darin fehlt, ist ein einziger Satz zum Warum.</p>
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<p>Hierzulande war die Erklärung trotzdem schnell gefunden. Die <em>Tagesschau</em> <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/russland-armee-aufstockung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">ordnete die Aufstockung</a> in den Kontext vermeintlich hoher russischer Verluste in der Ukraine ein und verwies auf die Einschätzung aus Kiew, Moskau habe eine neue Mobilmachung begonnen.</p>
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<p>Der <a href="http://publication.pravo.gov.ru/document/0001202609280040" rel="external noopener" target="_blank">Wortlaut des Erlasses Nr. 700</a> auf dem amtlichen russischen Rechtsportal stützt diese Lesart nicht – er enthält schlicht keine Begründung.</p>
<h3 class="subheading">15.500 Stellen mehr – auf dem Papier</h3>
<p>Gegenüber dem Stand vom Juli wächst die Gesamtzahl von 2.426.130 um genau 15.500 Stellen. Der Zuwachs entfällt vollständig auf Militärangehörige, deren Zahl von 1.535.000 auf 1.550.500 steigt.</p>
<p>Die übrigen 891.130 Stellen schlüsselt der Erlass nicht auf. Die Regierung soll dem Verteidigungsministerium die nötigen Haushaltsmittel bereitstellen, heißt es im Erlass.</p>
<p>Für die Einordnung entscheidend: Die Sollstärke ist ein Planwert, also eine zulässige Obergrenze. Wie viele Soldaten tatsächlich dienen, wie viele Stellen unbesetzt sind und wie viele Männer überhaupt einsatzfähig wären, verrät das Dekret nicht.</p>
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<p>Laut <em>Tagesschau</em> ist es bereits die vierte Aufstockung in diesem Jahr nach März, Juni und Juli. Wie groß der Zuwachs seit Jahresbeginn insgesamt ist, lässt sich aus den verfügbaren Angaben nicht berechnen.</p>
<h3 class="subheading">Der Juli-Erlass und die Baueinheiten</h3>
<p>Aufschlussreicher ist einer der Vorgänger. Der <a href="https://base.garant.ru/414659176/" rel="external noopener" target="_blank">Erlass Nr. 526 vom 27. Juli 2026</a> knüpfte seine Änderungen ausdrücklich an den Aufbau militärischer Baueinheiten. Zugleich deckelte er die Zentralverwaltung des Verteidigungsministeriums auf 13.400 Stellen, darunter 4930 zivile Bundesbeamte.</p>
<p>Personal für Bewachung und Instandhaltung der Gebäude zählte nicht mit.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5163727" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11450569"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Russlands-Armee-ist-nicht-am-Ende-aber-ihr-Modell-wird-teurer-11450569.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/3/7/2/7/shutterstock_2605118481-a8bfa7b3b97c1bdc.jpeg" alt="Drei Soldaten mit Waffen stehen im Freien." style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Drei Soldaten mit Waffen stehen im Freien." style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Russlands Armee ist nicht am Ende, aber ihr Modell wird teurer</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sind die neuen 15.500 Soldaten also wieder Bauarbeiter in Uniform? Darüber könnte bestenfalls spekuliert werden, denn der September-Erlass erwähnt die Baueinheiten nicht.</p>
<p>Das Beispiel zeigt aber, dass Russland die Personalstärke auch im Zuge struktureller Umbauten anpasst. Die Gleichung "mehr Stellen gleich Ersatz für Gefallene" ist daher eine Deutung, aber noch lange kein Befund. Hohe Verluste und Rekrutierungsdruck bleiben ein plausibler Hintergrund – offen ausgesprochen hat ihn Moskau aber nicht.</p>
<h3 class="subheading">Kiews Warnung, Moskaus alte Argumente</h3>
<p>Deutlicher wird Wolodymyr Selenskyj. In einer <a href="https://www.president.gov.ua/news/uves-den-sogodni-ataki-shahediv-uzhe-bilsh-nizh-120-droniv-9-106613" rel="external noopener" target="_blank">Videoansprache des ukrainischen Präsidenten</a> sprach er unter Berufung auf den Militärgeheimdienst HUR von einer zusätzlichen Mobilmachung und verstärkter Anwerbung von Ausländern.</p>
<p>Mehr als 8000 nordkoreanische Soldaten seien in Russland, weitere 10.000 würden vorbereitet; im Gegenzug unterstütze Moskau die Produktion von Shahed-Drohnen in Nordkorea. Unabhängig bestätigt ist das nicht.</p>
<p>Die <em>Tagesschau</em> erinnerte zudem daran, dass Putin frühere Sorgen vor einer Einberufungswelle als "Desinformation" abgetan hatte.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167853" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458657"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/27-000-Verluste-monatlich-Die-Ukraine-stoesst-an-ihre-personelle-Grenze-11458657.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1690" height="949" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/8/5/3/Screenshot_2026-09-18_153539-2c2fa8507c5cd13b.png" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1690" height="949" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">27.000 Verluste monatlich: Die Ukraine stößt an ihre personelle Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Kreml selbst hat Vergrößerungen früher geopolitisch begründet. 2024 verwies Sprecher Dmitri Peskow auf Bedrohungen an der Westflanke und Instabilität im Osten; der damalige Chef des Verteidigungsausschusses der Duma, Andrei Kartapolow, nannte den Nato-Beitritt Finnlands als Anlass für neue Strukturen im Nordwesten, wie <em>Reuters</em> <a href="https://www.reuters.com/world/europe/kremlin-says-russian-army-expansion-needed-address-growing-threats-western-flank-2024-09-17/" rel="external noopener" target="_blank">damals berichtete</a>. Das belegt frühere Motive, nicht die des aktuellen Dekrets.</p>
<p>Teuer wird es in jedem Fall. Laut Regierungsdokumenten, die <em>Reuters</em> <a href="https://www.reuters.com/world/russia-raises-2027-military-spending-by-27-budget-documents-show-2026-09-28/" rel="external noopener" target="_blank">zur Haushaltsplanung</a> vorlagen, will Russland 2027 rund 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro) für Verteidigung ausgeben – 27 Prozent mehr als bislang geplant und so viel wie nie seit Kriegsbeginn 2022.</p>
<p>Teile der Ausgaben sind geheim, militärische Kosten können auch in anderen Etatposten stecken. Ob die neuen Stellen darin schon eingepreist sind, bleibt offen.</p>
2026-09-29T14:35:00.000Z
urn:bid:5173372
2026-09-29T12:00:00.000Z
Beim 14. Testflug gelang SpaceX erstmals der Orbitalflug des Starship. Trotz Triebwerksproblemen wurden 26 Starlink-Satelliten ausgesetzt. Ein Überblick.</p>
<p>SpaceX hat mit seinem Starship-Raketensystem am Montag, dem 28. September 2026, erstmals die Erdumlaufbahn <a href="https://www.spacex.com/launches/starship-flight-14" rel="external noopener" target="_blank">erreicht</a>. Die 124 Meter lange Rakete hob um 14:48 Uhr mitteleuropäischer Zeit ab vom privaten Raumfahrtbahnhof Starbase im texanischen Boca Chica ab und stieg mit der Schubkraft von 33 methangetriebenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Raptor_(Raketentriebwerk)" rel="external noopener" target="_blank">Raptor-Triebwerken</a> in die Stratosphäre auf. Es war der 14. Testflug des weltgrößten Raketensystems.</p>
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<p>Ursprünglich war eine rund zehnstündige Mission geplant, bei der das Starship die Erde in etwa 275 Kilometern Höhe sechsmal umrunden sollte. Wegen eines vorzeitig abgeschalteten Triebwerks entschied das Bodenteam jedoch, die Mission nach rund drei Stunden zu beenden. Das Fahrzeug stürzte kontrolliert nördlich von Hawaii in den Pazifik, wo es wie erwartet beim Aufprall auseinanderbrach.</p>
<p>Trotz des insgesamt erfolgreichen Missionsverlaufs werfen die offenen Baustellen der Riesenrakete noch einige Fragen auf.</p>
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<h3 class="subheading">Orbitaler Erstflug trotz Triebwerksproblemen</h3>
<p>Das Erreichen der Erdumlaufbahn war auf allen vorherigen Testflügen bewusst vermieden worden. SpaceX hatte die Rakete stets auf einer suborbitalen Bahn gehalten, bei der die Erdanziehung das Fahrzeug vor einer vollständigen Erdumrundung wieder in die Atmosphäre zog.</p>
<p>Beim 14. Testflug zündete die Oberstufe nach dem Abschalten der Haupttriebwerke ein Raptor-Triebwerk erneut für 19 Sekunden, um die fehlende Geschwindigkeit von rund 330 Stundenkilometern hinzuzufügen und eine stabile Umlaufbahn bei etwa 276 Kilometern Höhe zu erreichen.</p>
<p>Dieser sogenannte Orbitaleinschussbrand verlief laut SpaceX reibungslos. Zuvor hatte jedoch eines der sechs Raptor-Triebwerke der Oberstufe während des Aufstiegs vorzeitig abgeschaltet, die übrigen fünf brannten länger, um den Ausfall zu kompensieren.</p>
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<p>Zusätzlich fielen zwei der 33 Triebwerke des Super-Heavy-Boosters aus – eines beim Start, eines beim Rückkehrmanöver des Boosters. SpaceX-Kommentator Dan Huot erklärte im Livefeed des Unternehmens, die Missionskontrolle sei zunächst davon ausgegangen, die Zündung für das Erreichen des Orbits abzubrechen. Letztlich habe man sich entschieden fortzufahren, da das ausgefallene Triebwerk nicht dasjenige war, das für die spätere Wiedereintrittszündung benötigt wurde.</p>
<p>"Wir sind nur dann vorgegangen, wenn wir sehr sicher waren, dass die zentralen Systeme, die nötig sind, um aus dem Orbit zurückzukehren, funktionieren", <a href="https://arstechnica.com/space/2026/09/starships-first-orbital-launch-gives-lift-to-spacexs-next-gen-starlinks/" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> Huot.</p>
<h3 class="subheading">Erste einsatzfähige Starlink-V3-Satelliten im Orbit</h3>
<p>Neben dem Orbitalflug selbst stand die Nutzlast im Mittelpunkt der Mission: SpaceX setzte 26 Starlink-V3-Satelliten aus. Diese neue Satellitengeneration ist zu groß für die bisher für Starlink-Starts genutzte Falcon-9-Rakete und kann ausschließlich mit dem Starship befördert werden. Jeder der rund zwei Tonnen schweren Satelliten soll laut SpaceX eine Kapazität von einem Terabit pro Sekunde in das Starlink-Netzwerk einbringen – zehnmal mehr als die bisherigen Satelliten.</p>
<p>Die Satelliten wurden über ein Kabel-Rollen-System nacheinander aus dem Laderaum ausgestoßen. SpaceX bestätigte, nach der Trennung Kontakt zu allen 26 Satelliten hergestellt zu haben. Sie sollen innerhalb weniger Wochen in Betrieb gehen, wobei eine spürbare Verbesserung des Nutzererlebnisses erst nach einer deutlich größeren Anzahl von V3-Starts zu erwarten ist.</p>
<p>Die in Texas bereits fertiggestellten V3-Satelliten hatten auf ihren Start warten müssen, weil die Rakete noch nicht bereit war. "Sie lagen in einem Lager in Texas, soweit ich weiß, weil die Satelliten dem Träger weit voraus waren", so Henry.</p>
<h3 class="subheading">Raptor-3-Triebwerk bleibt eine offene Baustelle</h3>
<p>Die Triebwerksprobleme beim 14. Testflug sind kein Einzelfall. SpaceX hat bei allen drei bisherigen Starship-Flügen mit dem neueren Raptor-3-Triebwerk Ausfälle verzeichnet.</p>
<p>Beim Flug im Mai 2026 schaltete je ein Triebwerk an Booster und Oberstufe vorzeitig ab. Beim Start im Juli 2026 zündeten mehrere Triebwerke auf dem Startplatz nicht, was einen Abbruch kurz vor dem Start erzwang. SpaceX tauschte daraufhin zwei Triebwerke aus, bevor eine Woche später ein erfolgreicher Start gelang.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925724" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10622667"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nach-Rueckschlagsserie-Starship-liefert-beim-zehnten-Teststart-wieder-ab-10622667.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3681" height="2068" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/7/2/4/Starship10_-3b4d1bf1514ccf5d.jpeg" alt="Eine Rakete hebt ab" style="aspect-ratio:3681 / 2068"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3681" height="2068" alt="Eine Rakete hebt ab" style="aspect-ratio:3681 / 2068;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nach Rückschlagsserie: Starship liefert beim zehnten Teststart wieder ab</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4862374" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10418299"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/SpaceX-Starship-scheitert-erneut-Hat-das-Konzept-noch-eine-Zukunft-10418299.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2387" height="1341" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/6/2/3/7/4/StarshipFlight9-febfe1be6c6cda09.jpeg" alt="Eine Rakete auf der Startrampe" style="aspect-ratio:2387 / 1341"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2387" height="1341" alt="Eine Rakete auf der Startrampe" style="aspect-ratio:2387 / 1341;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">SpaceX' Starship scheitert erneut: Hat das Konzept noch eine Zukunft?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Elon Musk, Gründer und CEO von SpaceX, <a href="https://x.com/elonmusk/status/2096292014824247360" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> auf seiner Plattform X, das Raptor-3-Design reduziere zwar Masse und potenzielle Leckagestellen erheblich, mache es aber schwieriger, einzelne Teile auszutauschen. "Teile zu streichen klingt in der Theorie einfach, ist in der Praxis aber sehr schwer herauszufinden und erfordert viele Iterationen", schrieb Musk. Das Innere des Triebwerks weise eine sehr komplexe Geometrie auf, die nur mit stark angepasstem metallischem 3D-Druck hergestellt werden könne.</p>
<p>Ob die anhaltenden Triebwerksprobleme das Konzept grundsätzlich in Frage stellen, ist offen. Bisher haben sie SpaceX nicht daran gehindert, die Missionsziele zu erreichen – und die US-Luftfahrtbehörde FAA sieht keinen Anlass für eine formelle Untersuchung. Ein FAA-Sprecher teilte mit, alle Flugereignisse hätten sich im Rahmen der genehmigten Aktivitäten bewegt.</p>
<h3 class="subheading">Nächste Schritte: Fang der Oberstufe und Mondmission</h3>
<p>SpaceX produziert inzwischen kontinuierlich neue Starship-Exemplare und Super-Heavy-Booster. Laut einem Zeitplan der US-Flugsicherung könnte der nächste Starship-Start bereits im Oktober stattfinden. Parallel dazu wird ein zweiter Startplatz am Kennedy Space Center in Florida aktiviert, von dem aus noch in diesem Jahr ein Starship starten soll.</p>
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<p>Als nächsten technischen Meilenstein plant SpaceX, auch die Starship-Oberstufe mit den mechanischen Greifarmen des Startturms einzufangen – ein Manöver, das mit dem Super-Heavy-Booster bereits mehrfach gelungen ist. Dafür ist ein Wiedereinflug über Land erforderlich, was zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen notwendig macht.</p>
<p>Längerfristig soll das Starship für die Betankung im Orbit qualifiziert werden – eine Voraussetzung dafür, dass die Nasa im Rahmen ihres Artemis-Programms Astronauten mit dem Starship auf dem Mond landen kann. Die Nasa hatte das Starship als ersten bemannten Mondlander ausgewählt – die Entwicklung liegt jedoch weit <a href="https://www.reuters.com/science/delays-with-spacexs-starship-risk-nasa-moon-landing-timeline-watchdog-says-2026-03-10/" rel="external noopener" target="_blank">hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück</a>. SpaceX verfolgt darüber hinaus das Ziel, das Starship eines Tages für Flüge zum Mars einzusetzen.</p>
Beim 14. Testflug gelang SpaceX erstmals der Orbitalflug des Starship. Trotz Triebwerksproblemen wurden 26 Starlink-Satelliten ausgesetzt. Ein Überblick.</p>
<p>SpaceX hat mit seinem Starship-Raketensystem am Montag, dem 28. September 2026, erstmals die Erdumlaufbahn <a href="https://www.spacex.com/launches/starship-flight-14" rel="external noopener" target="_blank">erreicht</a>. Die 124 Meter lange Rakete hob um 14:48 Uhr mitteleuropäischer Zeit ab vom privaten Raumfahrtbahnhof Starbase im texanischen Boca Chica ab und stieg mit der Schubkraft von 33 methangetriebenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Raptor_(Raketentriebwerk)" rel="external noopener" target="_blank">Raptor-Triebwerken</a> in die Stratosphäre auf. Es war der 14. Testflug des weltgrößten Raketensystems.</p>
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<p>Ursprünglich war eine rund zehnstündige Mission geplant, bei der das Starship die Erde in etwa 275 Kilometern Höhe sechsmal umrunden sollte. Wegen eines vorzeitig abgeschalteten Triebwerks entschied das Bodenteam jedoch, die Mission nach rund drei Stunden zu beenden. Das Fahrzeug stürzte kontrolliert nördlich von Hawaii in den Pazifik, wo es wie erwartet beim Aufprall auseinanderbrach.</p>
<p>Trotz des insgesamt erfolgreichen Missionsverlaufs werfen die offenen Baustellen der Riesenrakete noch einige Fragen auf.</p>
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<h3 class="subheading">Orbitaler Erstflug trotz Triebwerksproblemen</h3>
<p>Das Erreichen der Erdumlaufbahn war auf allen vorherigen Testflügen bewusst vermieden worden. SpaceX hatte die Rakete stets auf einer suborbitalen Bahn gehalten, bei der die Erdanziehung das Fahrzeug vor einer vollständigen Erdumrundung wieder in die Atmosphäre zog.</p>
<p>Beim 14. Testflug zündete die Oberstufe nach dem Abschalten der Haupttriebwerke ein Raptor-Triebwerk erneut für 19 Sekunden, um die fehlende Geschwindigkeit von rund 330 Stundenkilometern hinzuzufügen und eine stabile Umlaufbahn bei etwa 276 Kilometern Höhe zu erreichen.</p>
<p>Dieser sogenannte Orbitaleinschussbrand verlief laut SpaceX reibungslos. Zuvor hatte jedoch eines der sechs Raptor-Triebwerke der Oberstufe während des Aufstiegs vorzeitig abgeschaltet, die übrigen fünf brannten länger, um den Ausfall zu kompensieren.</p>
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<p>Zusätzlich fielen zwei der 33 Triebwerke des Super-Heavy-Boosters aus – eines beim Start, eines beim Rückkehrmanöver des Boosters. SpaceX-Kommentator Dan Huot erklärte im Livefeed des Unternehmens, die Missionskontrolle sei zunächst davon ausgegangen, die Zündung für das Erreichen des Orbits abzubrechen. Letztlich habe man sich entschieden fortzufahren, da das ausgefallene Triebwerk nicht dasjenige war, das für die spätere Wiedereintrittszündung benötigt wurde.</p>
<p>"Wir sind nur dann vorgegangen, wenn wir sehr sicher waren, dass die zentralen Systeme, die nötig sind, um aus dem Orbit zurückzukehren, funktionieren", <a href="https://arstechnica.com/space/2026/09/starships-first-orbital-launch-gives-lift-to-spacexs-next-gen-starlinks/" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> Huot.</p>
<h3 class="subheading">Erste einsatzfähige Starlink-V3-Satelliten im Orbit</h3>
<p>Neben dem Orbitalflug selbst stand die Nutzlast im Mittelpunkt der Mission: SpaceX setzte 26 Starlink-V3-Satelliten aus. Diese neue Satellitengeneration ist zu groß für die bisher für Starlink-Starts genutzte Falcon-9-Rakete und kann ausschließlich mit dem Starship befördert werden. Jeder der rund zwei Tonnen schweren Satelliten soll laut SpaceX eine Kapazität von einem Terabit pro Sekunde in das Starlink-Netzwerk einbringen – zehnmal mehr als die bisherigen Satelliten.</p>
<p>Die Satelliten wurden über ein Kabel-Rollen-System nacheinander aus dem Laderaum ausgestoßen. SpaceX bestätigte, nach der Trennung Kontakt zu allen 26 Satelliten hergestellt zu haben. Sie sollen innerhalb weniger Wochen in Betrieb gehen, wobei eine spürbare Verbesserung des Nutzererlebnisses erst nach einer deutlich größeren Anzahl von V3-Starts zu erwarten ist.</p>
<p>Die in Texas bereits fertiggestellten V3-Satelliten hatten auf ihren Start warten müssen, weil die Rakete noch nicht bereit war. "Sie lagen in einem Lager in Texas, soweit ich weiß, weil die Satelliten dem Träger weit voraus waren", so Henry.</p>
<h3 class="subheading">Raptor-3-Triebwerk bleibt eine offene Baustelle</h3>
<p>Die Triebwerksprobleme beim 14. Testflug sind kein Einzelfall. SpaceX hat bei allen drei bisherigen Starship-Flügen mit dem neueren Raptor-3-Triebwerk Ausfälle verzeichnet.</p>
<p>Beim Flug im Mai 2026 schaltete je ein Triebwerk an Booster und Oberstufe vorzeitig ab. Beim Start im Juli 2026 zündeten mehrere Triebwerke auf dem Startplatz nicht, was einen Abbruch kurz vor dem Start erzwang. SpaceX tauschte daraufhin zwei Triebwerke aus, bevor eine Woche später ein erfolgreicher Start gelang.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925724" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10622667"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nach-Rueckschlagsserie-Starship-liefert-beim-zehnten-Teststart-wieder-ab-10622667.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3681" height="2068" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/7/2/4/Starship10_-3b4d1bf1514ccf5d.jpeg" alt="Eine Rakete hebt ab" style="aspect-ratio:3681 / 2068"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3681" height="2068" alt="Eine Rakete hebt ab" style="aspect-ratio:3681 / 2068;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nach Rückschlagsserie: Starship liefert beim zehnten Teststart wieder ab</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4862374" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10418299"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/SpaceX-Starship-scheitert-erneut-Hat-das-Konzept-noch-eine-Zukunft-10418299.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2387" height="1341" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/6/2/3/7/4/StarshipFlight9-febfe1be6c6cda09.jpeg" alt="Eine Rakete auf der Startrampe" style="aspect-ratio:2387 / 1341"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2387" height="1341" alt="Eine Rakete auf der Startrampe" style="aspect-ratio:2387 / 1341;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">SpaceX' Starship scheitert erneut: Hat das Konzept noch eine Zukunft?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Elon Musk, Gründer und CEO von SpaceX, <a href="https://x.com/elonmusk/status/2096292014824247360" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> auf seiner Plattform X, das Raptor-3-Design reduziere zwar Masse und potenzielle Leckagestellen erheblich, mache es aber schwieriger, einzelne Teile auszutauschen. "Teile zu streichen klingt in der Theorie einfach, ist in der Praxis aber sehr schwer herauszufinden und erfordert viele Iterationen", schrieb Musk. Das Innere des Triebwerks weise eine sehr komplexe Geometrie auf, die nur mit stark angepasstem metallischem 3D-Druck hergestellt werden könne.</p>
<p>Ob die anhaltenden Triebwerksprobleme das Konzept grundsätzlich in Frage stellen, ist offen. Bisher haben sie SpaceX nicht daran gehindert, die Missionsziele zu erreichen – und die US-Luftfahrtbehörde FAA sieht keinen Anlass für eine formelle Untersuchung. Ein FAA-Sprecher teilte mit, alle Flugereignisse hätten sich im Rahmen der genehmigten Aktivitäten bewegt.</p>
<h3 class="subheading">Nächste Schritte: Fang der Oberstufe und Mondmission</h3>
<p>SpaceX produziert inzwischen kontinuierlich neue Starship-Exemplare und Super-Heavy-Booster. Laut einem Zeitplan der US-Flugsicherung könnte der nächste Starship-Start bereits im Oktober stattfinden. Parallel dazu wird ein zweiter Startplatz am Kennedy Space Center in Florida aktiviert, von dem aus noch in diesem Jahr ein Starship starten soll.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4997099" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11116466"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Raumfahrt-Startups-setzen-auf-Starship-Kopien-11116466.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3889" height="2185" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/7/0/9/9/shutterstock_2279887725-187db7e9bea51bdf.jpeg" alt="Eine Rakete beim Start, künstlerische Darstellung" style="aspect-ratio:3889 / 2185"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3889" height="2185" alt="Eine Rakete beim Start, künstlerische Darstellung" style="aspect-ratio:3889 / 2185;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Raumfahrt-Startups setzen auf Starship-Kopien</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Als nächsten technischen Meilenstein plant SpaceX, auch die Starship-Oberstufe mit den mechanischen Greifarmen des Startturms einzufangen – ein Manöver, das mit dem Super-Heavy-Booster bereits mehrfach gelungen ist. Dafür ist ein Wiedereinflug über Land erforderlich, was zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen notwendig macht.</p>
<p>Längerfristig soll das Starship für die Betankung im Orbit qualifiziert werden – eine Voraussetzung dafür, dass die Nasa im Rahmen ihres Artemis-Programms Astronauten mit dem Starship auf dem Mond landen kann. Die Nasa hatte das Starship als ersten bemannten Mondlander ausgewählt – die Entwicklung liegt jedoch weit <a href="https://www.reuters.com/science/delays-with-spacexs-starship-risk-nasa-moon-landing-timeline-watchdog-says-2026-03-10/" rel="external noopener" target="_blank">hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück</a>. SpaceX verfolgt darüber hinaus das Ziel, das Starship eines Tages für Flüge zum Mars einzusetzen.</p>
2026-09-29T12:00:00.000Z
urn:bid:5173263
2026-09-29T09:35:00.000Z
Destatis zählt weniger betreute Kleinkinder. Im Westen fehlen trotzdem Plätze, Personal fällt aus und Krippen kosten mancherorts über 800 Euro im Monat.</p>
<p>Die Mail kommt oft am Vorabend: Eltern werden gebeten, ihr Kind am nächsten Tag nicht in die Krippe zu bringen, sondern zu Hause zu lassen. Viele Eltern dürften das kennen, mal sind zu viele Erzieher krank, mal sind sie auf Weiterbildung, viel zu oft ist der Personalbestand in der Einrichtung auf Kante genäht, besonders in Westdeutschland.</p>
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<p>Dabei suggerieren die aktuellen Zahlen Entspannung: Am 1. März 2026 waren bundesweit nur noch 756.700 Kinder unter drei Jahren in einer Kita oder bei einer Tagesmutter angemeldet, 44.600 oder 5,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.</p>
<p>Die Zahl sinkt das dritte Jahr in Folge, seit dem Höchststand 2023 um 11,7 Prozent, das zeigen die <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_342_225.html" rel="external noopener" target="_blank">neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts</a>. Die Betreuungsquote, also der Anteil der unter Dreijährigen mit Betreuungsvertrag, fiel nur marginal von 37,8 auf 37,2 Prozent.</p>
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<p>Der Hauptgrund für diese Entwicklung: Es werden weitaus weniger Kinder geboren als in früheren Jahren, <a href="https://www.telepolis.de/article/Warum-bekommen-Deutsche-kaum-noch-Kinder-obwohl-sie-es-wollen-11451573.html">obwohl sich viele Paare mehr Nachwuchs wünschen</a>. So gab es 2025 nur noch <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_146_126.html" rel="external noopener" target="_blank">rund 654.300 Geburten</a>, so wenige wie seit 1946 nicht mehr.</p>
<h3 class="subheading">Weniger Kinder erklären nicht alles</h3>
<p>Wie viel vom Rückgang bei den betreuten Kindern geht auf die kleineren Jahrgänge zurück? Destatis schlüsselt das nicht auf.</p>
<p>Eine eigene Überschlagsrechnung mit den gerundeten Werten ergibt: Knapp drei Viertel, etwa 32.400 Kinder, erklären sich durch die geschrumpfte Altersgruppe. Die übrigen gut 12.000 hängen mit der gesunkenen Quote zusammen. Ob dahinter weniger Nachfrage oder weniger Angebot steckt, verrät die Zahl nicht.</p>
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<p>Vergleichbar sind die Quoten von 2025 und 2026, weil beide auf dem Zensus 2022 beruhen. Mit älteren Jahren rät Destatis nur zu vorsichtigen Vergleichen. Und: Als betreut gilt ein Kind, sobald ein Vertrag besteht, auch wenn es am Stichtag gar nicht in der Kita war.</p>
<p>Auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung klafft zwischen Ost- und Westdeutschland eine große Lücke – und bei der Kinderbetreuung hinkt die alte Bundesrepublik noch um Welten hinterher. Am 1. März 2026 lag die U3-Quote im Westen bei 34,1 Prozent, im Osten einschließlich Berlin bei 53,5 Prozent.</p>
<p>Den Unterschied gibt es aber nicht nur beim Angebot, sondern auch bei der Einstellung zur Kinderbetreuung, wie eine <a href="https://doi.org/10.1016/j.childyouth.2023.107035" rel="external noopener" target="_blank">Studie aus dem Jahr 2023</a> zeigt, die im Fachmagazin <em>Children and Youth Services Review</em> veröffentlicht wurde.</p>
<p>Demnach entwickelten Ost und West nach der deutschen Teilung gegensätzliche Vorstellungen von Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit der Mütter. Im Westen blieben Mütter über Jahrzehnte vor allem zu Hause, kümmerten sich um Haushalt und Kinder. Zuletzt setzte sich schließlich das sogenannte Anderthalb-Verdiener-Modell durch: Der Vater arbeitet in Vollzeit, die Mutter in Teilzeit.</p>
<p>Im Osten hat die volle Erwerbstätigkeit der Frau dagegen eine lange Tradition. Eine Frau, die ökonomisch auf eigenen Beinen stehen konnte, war im Prinzip das Leitbild der sozialistischen Frauenbewegung. Und diese Prägung wirkt bis heute nach.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164247" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11451573"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Warum-bekommen-Deutsche-kaum-noch-Kinder-obwohl-sie-es-wollen-11451573.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7952" height="4468" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/2/4/7/shutterstock_2719434757-9a6d0adb56db3efa.jpeg" alt="Eine Frau sitzt auf einem Sofa und stillt ein Baby, während ein anderes Kind sie ansieht." style="aspect-ratio:7952 / 4468"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7952" height="4468" alt="Eine Frau sitzt auf einem Sofa und stillt ein Baby, während ein anderes Kind sie ansieht." style="aspect-ratio:7952 / 4468;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Warum bekommen Deutsche kaum noch Kinder – obwohl sie es wollen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Einstellung zur Kinderbetreuung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten natürlich auch in Westdeutschland gewandelt. Laut der <a href="https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/1770-kita-ausbau-verliert-an-tempo-regionale-unterschiede-nehmen-zu.html" rel="external noopener" target="_blank">Auswertung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zum Bildungsbericht 2026</a> wünschten sich 2024 Eltern Einjähriger im Westen um 23 Prozentpunkte häufiger einen Platz, als tatsächlich Kinder betreut wurden. Hier hapert es also nicht an der Einstellung, sondern an den Strukturen. Im Osten lag diese Diskrepanz nur bei 12 Prozentpunkten.</p>
<p>Bei Zweijährigen beträgt die Lücke im Westen 14, im Osten 5 Prozentpunkte.</p>
<h3 class="subheading">Der Platz auf dem Papier</h3>
<p>Wie viele Krippenplätze tatsächlich verschwunden sind, beziffert Destatis nicht. Erstmals seit Beginn der Zeitreihe 2006 sank zwar die Zahl der Kitas um etwa 80 auf rund 61.000. Das sagt aber nichts über die Plätze. Das Personal wuchs nur noch um 0,5 Prozent, zuvor waren es im Schnitt 3,7 Prozent jährlich.</p>
<p>Der <a href="https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/kita-bericht-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Kita-Bericht 2026 des Paritätischen Gesamtverbands</a> zählt bundesweit mehr als 550.000 ungenutzte Plätze. Im Osten bleiben sie frei, weil Kinder fehlen, im Westen, weil Fachkräfte fehlen. Hochgerechnet sind 49.000 Stellen unbesetzt, weitere 58.000 fallen durch längere Abwesenheit aus.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4750926" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10175883"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Keine-GPS-Tracker-in-Kitas-Stadt-setzt-Helikopter-Eltern-Grenzen-10175883.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/5/0/9/2/6/hands-2847508_1280-a33dbf93dba4c06d.jpeg" alt="Symbolbild: Kinderhände" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Symbolbild: Kinderhände" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Keine GPS-Tracker in Kitas: Stadt setzt Helikopter-Eltern Grenzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In 51,5 Prozent der 3267 befragten Einrichtungen mussten Eltern binnen vier Wochen wegen Personalmangels ihr Kind mindestens einmal zu Hause lassen oder früher abholen. Ungeplante Schließtage nahmen laut DJI 2025 zu, im Westen häufiger.</p>
<p>Das Institut der deutschen Wirtschaft beziffert die Lücke zwischen Wunsch und Betreuung für Westdeutschland im Jahr 2025 auf 276.400 U3-Plätze, bundesweit auf 300.300.</p>
<h3 class="subheading">Der Wohnort bestimmt die Rechnung</h3>
<p>Was ein Krippenplatz kostet, entscheidet die Kommune nach Einkommen, Stunden und Alter.</p>
<p><a href="https://www.dortmund.de/dortmund/projekte/rathaus/verwaltung/jugendamt/downloads/betreuung/elternbeitraege/tabelle-ab-01.08.2026.pdf" rel="external noopener" target="_blank">In Dortmund werden</a> für 45 Wochenstunden bei über 150.000 Euro Einkommen bis zu 860 Euro im Monat fällig, in Köln in der höchsten Stufe bis zu 830 Euro für unter Zweijährige. In Dortmund zahlen Familien mit einem Haushaltseinkommen bis 42.000 Euro nichts, <a href="https://www.stadt-koeln.de/service/produkt/elternbeitraege-fuer-kindertageseinrichtungen-ogts" rel="external noopener" target="_blank">in Köln liegt die Grenze</a> bei 24.542 Euro.</p>
<p>München plant ab September 2027 bis zu <a href="https://ru.muenchen.de/2026/132/Stadt-bereitet-sozialvertraegliche-Anpassung-der-Kita-Gebuehren-vor-125220" rel="external noopener" target="_blank">330 Euro für die Krippe</a>, das Essensgeld soll von 105 auf 140 Euro steigen, beschlossen ist das noch nicht.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5067161" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11264535"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-Streichliste-die-Familien-trifft-11264535.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="9216" height="5178" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/7/1/6/1/shutterstock_2455496061-a266cd93ae5149e7.jpeg" alt="Eine Frau spielt mit Kindern mit Bausteinen auf dem Boden." style="aspect-ratio:9216 / 5178"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="9216" height="5178" alt="Eine Frau spielt mit Kindern mit Bausteinen auf dem Boden." style="aspect-ratio:9216 / 5178;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die Streichliste, die Familien trifft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Düsseldorf geht den anderen Weg: Ab 1. August 2027 sind dort <a href="https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/mehr-bildungsgerechtigkeit-und-verlaessliche-betreuung-rat-beschliesst-neue-elternbeitragssatzung" rel="external noopener" target="_blank">Kita und Tagespflege bis 35 Wochenstunden</a> beitragsfrei, längere Zeiten kosten erst bei mehr als 60.000 Euro Bruttohaushaltseinkommen. Frankfurt verlangt ab dem zweiten Geburtstag kein Elternentgelt mehr, nur noch Essens- und Getränkegeld.</p>
<p>Den Spielraum begrenzen klamme Kassen der Kommunen: Das <a href="https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_897920.html" rel="external noopener" target="_blank">KfW-Kommunalpanel</a> beziffert den Investitionsrückstand der Kommunen auf 231,2 Milliarden Euro, <a href="https://www.telepolis.de/article/Kommunalwahl-2026-Wenn-das-Geld-fehlt-bleibt-nur-die-Hoffnung-11194715.html">viele können ihre Pflichtaufgaben kaum stemmen</a>.</p>
<h3 class="subheading">Gratis heißt nicht verlässlich</h3>
<p>Beitragsfreiheit schont zwar das Konto der Eltern, sie stellt aber noch lange keine Erzieherin ein.</p>
<p>65,3 Prozent der vom Paritätischen befragten Kitas halten ihre Personalausstattung schon heute für unzureichend. Seit dem 1. August 2026 gilt zusätzlich der Ganztagsanspruch für Grundschulkinder, zunächst für Erstklässler, bis 2029/2030 für alle vier Klassen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4763915" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10200670"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-unsichtbare-Krise-Was-ist-uns-der-soziale-Sektor-wert-10200670.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/6/3/9/1/5/care-2-79e0f1717e3099b6.png" alt="Hände halten Herzen mit Care-Symbolen und bekommen wenig Geld dafür" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hände halten Herzen mit Care-Symbolen und bekommen wenig Geld dafür" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die unsichtbare Krise: Was ist uns der soziale Sektor wert?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Nur 17 Prozent der Kommunen sahen sich 2025 laut DJI dafür voll gerüstet. Zugleich stehen <a href="https://www.telepolis.de/article/Die-Streichliste-die-Familien-trifft-11264535.html">Kürzungen bei Familienleistungen</a> im Raum.</p>
<p>Für Eltern heißt das: Die Frage lautet nicht nur, ob es einen Platz gibt, sondern ob Krippe, Kindergarten oder Hort morgen früh auch offen sind.</p>
Destatis zählt weniger betreute Kleinkinder. Im Westen fehlen trotzdem Plätze, Personal fällt aus und Krippen kosten mancherorts über 800 Euro im Monat.</p>
<p>Die Mail kommt oft am Vorabend: Eltern werden gebeten, ihr Kind am nächsten Tag nicht in die Krippe zu bringen, sondern zu Hause zu lassen. Viele Eltern dürften das kennen, mal sind zu viele Erzieher krank, mal sind sie auf Weiterbildung, viel zu oft ist der Personalbestand in der Einrichtung auf Kante genäht, besonders in Westdeutschland.</p>
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<p>Dabei suggerieren die aktuellen Zahlen Entspannung: Am 1. März 2026 waren bundesweit nur noch 756.700 Kinder unter drei Jahren in einer Kita oder bei einer Tagesmutter angemeldet, 44.600 oder 5,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.</p>
<p>Die Zahl sinkt das dritte Jahr in Folge, seit dem Höchststand 2023 um 11,7 Prozent, das zeigen die <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_342_225.html" rel="external noopener" target="_blank">neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts</a>. Die Betreuungsquote, also der Anteil der unter Dreijährigen mit Betreuungsvertrag, fiel nur marginal von 37,8 auf 37,2 Prozent.</p>
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<p>Der Hauptgrund für diese Entwicklung: Es werden weitaus weniger Kinder geboren als in früheren Jahren, <a href="https://www.telepolis.de/article/Warum-bekommen-Deutsche-kaum-noch-Kinder-obwohl-sie-es-wollen-11451573.html">obwohl sich viele Paare mehr Nachwuchs wünschen</a>. So gab es 2025 nur noch <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_146_126.html" rel="external noopener" target="_blank">rund 654.300 Geburten</a>, so wenige wie seit 1946 nicht mehr.</p>
<h3 class="subheading">Weniger Kinder erklären nicht alles</h3>
<p>Wie viel vom Rückgang bei den betreuten Kindern geht auf die kleineren Jahrgänge zurück? Destatis schlüsselt das nicht auf.</p>
<p>Eine eigene Überschlagsrechnung mit den gerundeten Werten ergibt: Knapp drei Viertel, etwa 32.400 Kinder, erklären sich durch die geschrumpfte Altersgruppe. Die übrigen gut 12.000 hängen mit der gesunkenen Quote zusammen. Ob dahinter weniger Nachfrage oder weniger Angebot steckt, verrät die Zahl nicht.</p>
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<p>Vergleichbar sind die Quoten von 2025 und 2026, weil beide auf dem Zensus 2022 beruhen. Mit älteren Jahren rät Destatis nur zu vorsichtigen Vergleichen. Und: Als betreut gilt ein Kind, sobald ein Vertrag besteht, auch wenn es am Stichtag gar nicht in der Kita war.</p>
<p>Auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung klafft zwischen Ost- und Westdeutschland eine große Lücke – und bei der Kinderbetreuung hinkt die alte Bundesrepublik noch um Welten hinterher. Am 1. März 2026 lag die U3-Quote im Westen bei 34,1 Prozent, im Osten einschließlich Berlin bei 53,5 Prozent.</p>
<p>Den Unterschied gibt es aber nicht nur beim Angebot, sondern auch bei der Einstellung zur Kinderbetreuung, wie eine <a href="https://doi.org/10.1016/j.childyouth.2023.107035" rel="external noopener" target="_blank">Studie aus dem Jahr 2023</a> zeigt, die im Fachmagazin <em>Children and Youth Services Review</em> veröffentlicht wurde.</p>
<p>Demnach entwickelten Ost und West nach der deutschen Teilung gegensätzliche Vorstellungen von Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit der Mütter. Im Westen blieben Mütter über Jahrzehnte vor allem zu Hause, kümmerten sich um Haushalt und Kinder. Zuletzt setzte sich schließlich das sogenannte Anderthalb-Verdiener-Modell durch: Der Vater arbeitet in Vollzeit, die Mutter in Teilzeit.</p>
<p>Im Osten hat die volle Erwerbstätigkeit der Frau dagegen eine lange Tradition. Eine Frau, die ökonomisch auf eigenen Beinen stehen konnte, war im Prinzip das Leitbild der sozialistischen Frauenbewegung. Und diese Prägung wirkt bis heute nach.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164247" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11451573"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Warum-bekommen-Deutsche-kaum-noch-Kinder-obwohl-sie-es-wollen-11451573.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7952" height="4468" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/2/4/7/shutterstock_2719434757-9a6d0adb56db3efa.jpeg" alt="Eine Frau sitzt auf einem Sofa und stillt ein Baby, während ein anderes Kind sie ansieht." style="aspect-ratio:7952 / 4468"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7952" height="4468" alt="Eine Frau sitzt auf einem Sofa und stillt ein Baby, während ein anderes Kind sie ansieht." style="aspect-ratio:7952 / 4468;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Warum bekommen Deutsche kaum noch Kinder – obwohl sie es wollen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Einstellung zur Kinderbetreuung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten natürlich auch in Westdeutschland gewandelt. Laut der <a href="https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/1770-kita-ausbau-verliert-an-tempo-regionale-unterschiede-nehmen-zu.html" rel="external noopener" target="_blank">Auswertung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zum Bildungsbericht 2026</a> wünschten sich 2024 Eltern Einjähriger im Westen um 23 Prozentpunkte häufiger einen Platz, als tatsächlich Kinder betreut wurden. Hier hapert es also nicht an der Einstellung, sondern an den Strukturen. Im Osten lag diese Diskrepanz nur bei 12 Prozentpunkten.</p>
<p>Bei Zweijährigen beträgt die Lücke im Westen 14, im Osten 5 Prozentpunkte.</p>
<h3 class="subheading">Der Platz auf dem Papier</h3>
<p>Wie viele Krippenplätze tatsächlich verschwunden sind, beziffert Destatis nicht. Erstmals seit Beginn der Zeitreihe 2006 sank zwar die Zahl der Kitas um etwa 80 auf rund 61.000. Das sagt aber nichts über die Plätze. Das Personal wuchs nur noch um 0,5 Prozent, zuvor waren es im Schnitt 3,7 Prozent jährlich.</p>
<p>Der <a href="https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/kita-bericht-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Kita-Bericht 2026 des Paritätischen Gesamtverbands</a> zählt bundesweit mehr als 550.000 ungenutzte Plätze. Im Osten bleiben sie frei, weil Kinder fehlen, im Westen, weil Fachkräfte fehlen. Hochgerechnet sind 49.000 Stellen unbesetzt, weitere 58.000 fallen durch längere Abwesenheit aus.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4750926" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10175883"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Keine-GPS-Tracker-in-Kitas-Stadt-setzt-Helikopter-Eltern-Grenzen-10175883.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/5/0/9/2/6/hands-2847508_1280-a33dbf93dba4c06d.jpeg" alt="Symbolbild: Kinderhände" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Symbolbild: Kinderhände" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Keine GPS-Tracker in Kitas: Stadt setzt Helikopter-Eltern Grenzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In 51,5 Prozent der 3267 befragten Einrichtungen mussten Eltern binnen vier Wochen wegen Personalmangels ihr Kind mindestens einmal zu Hause lassen oder früher abholen. Ungeplante Schließtage nahmen laut DJI 2025 zu, im Westen häufiger.</p>
<p>Das Institut der deutschen Wirtschaft beziffert die Lücke zwischen Wunsch und Betreuung für Westdeutschland im Jahr 2025 auf 276.400 U3-Plätze, bundesweit auf 300.300.</p>
<h3 class="subheading">Der Wohnort bestimmt die Rechnung</h3>
<p>Was ein Krippenplatz kostet, entscheidet die Kommune nach Einkommen, Stunden und Alter.</p>
<p><a href="https://www.dortmund.de/dortmund/projekte/rathaus/verwaltung/jugendamt/downloads/betreuung/elternbeitraege/tabelle-ab-01.08.2026.pdf" rel="external noopener" target="_blank">In Dortmund werden</a> für 45 Wochenstunden bei über 150.000 Euro Einkommen bis zu 860 Euro im Monat fällig, in Köln in der höchsten Stufe bis zu 830 Euro für unter Zweijährige. In Dortmund zahlen Familien mit einem Haushaltseinkommen bis 42.000 Euro nichts, <a href="https://www.stadt-koeln.de/service/produkt/elternbeitraege-fuer-kindertageseinrichtungen-ogts" rel="external noopener" target="_blank">in Köln liegt die Grenze</a> bei 24.542 Euro.</p>
<p>München plant ab September 2027 bis zu <a href="https://ru.muenchen.de/2026/132/Stadt-bereitet-sozialvertraegliche-Anpassung-der-Kita-Gebuehren-vor-125220" rel="external noopener" target="_blank">330 Euro für die Krippe</a>, das Essensgeld soll von 105 auf 140 Euro steigen, beschlossen ist das noch nicht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5067161" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11264535"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-Streichliste-die-Familien-trifft-11264535.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="9216" height="5178" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/7/1/6/1/shutterstock_2455496061-a266cd93ae5149e7.jpeg" alt="Eine Frau spielt mit Kindern mit Bausteinen auf dem Boden." style="aspect-ratio:9216 / 5178"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="9216" height="5178" alt="Eine Frau spielt mit Kindern mit Bausteinen auf dem Boden." style="aspect-ratio:9216 / 5178;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die Streichliste, die Familien trifft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Düsseldorf geht den anderen Weg: Ab 1. August 2027 sind dort <a href="https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/mehr-bildungsgerechtigkeit-und-verlaessliche-betreuung-rat-beschliesst-neue-elternbeitragssatzung" rel="external noopener" target="_blank">Kita und Tagespflege bis 35 Wochenstunden</a> beitragsfrei, längere Zeiten kosten erst bei mehr als 60.000 Euro Bruttohaushaltseinkommen. Frankfurt verlangt ab dem zweiten Geburtstag kein Elternentgelt mehr, nur noch Essens- und Getränkegeld.</p>
<p>Den Spielraum begrenzen klamme Kassen der Kommunen: Das <a href="https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_897920.html" rel="external noopener" target="_blank">KfW-Kommunalpanel</a> beziffert den Investitionsrückstand der Kommunen auf 231,2 Milliarden Euro, <a href="https://www.telepolis.de/article/Kommunalwahl-2026-Wenn-das-Geld-fehlt-bleibt-nur-die-Hoffnung-11194715.html">viele können ihre Pflichtaufgaben kaum stemmen</a>.</p>
<h3 class="subheading">Gratis heißt nicht verlässlich</h3>
<p>Beitragsfreiheit schont zwar das Konto der Eltern, sie stellt aber noch lange keine Erzieherin ein.</p>
<p>65,3 Prozent der vom Paritätischen befragten Kitas halten ihre Personalausstattung schon heute für unzureichend. Seit dem 1. August 2026 gilt zusätzlich der Ganztagsanspruch für Grundschulkinder, zunächst für Erstklässler, bis 2029/2030 für alle vier Klassen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4763915" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10200670"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-unsichtbare-Krise-Was-ist-uns-der-soziale-Sektor-wert-10200670.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/6/3/9/1/5/care-2-79e0f1717e3099b6.png" alt="Hände halten Herzen mit Care-Symbolen und bekommen wenig Geld dafür" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hände halten Herzen mit Care-Symbolen und bekommen wenig Geld dafür" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die unsichtbare Krise: Was ist uns der soziale Sektor wert?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Nur 17 Prozent der Kommunen sahen sich 2025 laut DJI dafür voll gerüstet. Zugleich stehen <a href="https://www.telepolis.de/article/Die-Streichliste-die-Familien-trifft-11264535.html">Kürzungen bei Familienleistungen</a> im Raum.</p>
<p>Für Eltern heißt das: Die Frage lautet nicht nur, ob es einen Platz gibt, sondern ob Krippe, Kindergarten oder Hort morgen früh auch offen sind.</p>
2026-09-29T09:35:00.000Z
urn:bid:5173209
2026-09-29T08:45:00.000Z
Die Basis formulierte auf Schildern, was die DGB-Führung auf der Bühne bewusst ausklammerte. Es geht um Milliarden – und wer sie bezahlt.</p>
<p>Sie kamen aus Betrieben, Büros und Bildungseinrichtungen, und es waren Tausende. Schon lange vor dem Start des <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-bundesweiter-aktionstag-tausende-auf-dgb-demo-in-frankfurt-erwartet-100.html" rel="external noopener" target="_blank">gewerkschaftlichen Protestzugs</a> am Samstag füllte sich der Frankfurter Willy-Brandt-Platz, samt Wiese vor dem Euro-Zeichen. Die Symbolik passte: Bei spätsommerlichen Temperaturen versammelte sich der Protest vor den Türmen der Bankenmetropole. Erwartet worden waren zunächst <a href="https://www.hessenschau.de/wirtschaft/15000-menschen-protestieren-in-frankfurt-auf-dgb-demo-gegen-sozialabbau-v8,demo-sozialabbau-100.html" rel="external noopener" target="_blank">15.000 Menschen</a>.</p>
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<p>Am Ende folgten <a href="https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/" rel="external noopener" target="_blank">rund 30.000 dem Ruf des DGB</a> in die Rhein-Metropole mit Wut im Bauch und Hoffnung im Gepäck. Der Protest war Teil von Kundgebungen in 15 Städten unter dem Motto "Hart verdient – Deine Arbeit, deine Gesundheit, deine Rente". Bundesweit kamen etwa 175.000 Menschen. Das sind deutlich mehr als beim <a href="https://www.solidarischer-herbst.de/" rel="external noopener" target="_blank">"Solidarischen Herbst" 2022</a> mit maximal 24.000 Teilnehmenden, aber weit weniger als die halbe Million, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Montagsdemonstrationen_gegen_Sozialabbau_ab_2004" rel="external noopener" target="_blank">2004 gegen die Agenda 2010</a> auf die Straße ging, wenn auch am Ende erfolglos.</p>
<p>Bleibt die Frage: Ist das echte Gegenmacht oder nur ihr Schein?</p>
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<h3 class="subheading">Wirtschaftswunde</h3>
<p>Nur etwa jeder 500. Deutsche <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/530556.ansatzweise-klassenkampf.html" rel="external noopener" target="_blank">beteiligte sich</a> am DGB Protesttag, angesichts der aktuellen Lage ein verhaltenes Ergebnis. Denn die Zeiten, insbesondere für die größte Gewerkschaft, die IG Metall, sind dramatisch: womöglich droht die Mitgliedschaftszahl <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/ig-metall-mitgliederschwund-mitgliederzahl-100.html" rel="external noopener" target="_blank">unter zwei Millionen</a> zu rutschen, während die industrielle Basis <a href="https://www.bild.de/geld/wirtschaft/ig-metall-mitgliederzahl-sinkt-auf-2-02-mio-69773f06dd950c55001c00fc" rel="external noopener" target="_blank">im Zeitraffer zerbröselt</a>. Laut Bundesbank <a href="https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-en/reports-studies/monthly-reports/monthly-report-august-2026-1004736?article=the-german-economy-1004738" rel="external noopener" target="_blank">verschwinden</a> im produzierenden Gewerbe derzeit bis zu 15.000 Stellen pro Monat.</p>
<p>Und der Verlust könnte noch größer sein: Die <a href="https://igbce.de/igbce/wirtschaftswunde?etcc_cmp=Wirtschaftswunde&etcc_ctv=Landingpage&etcc_med=LinkedIn&trk=public_post_reshare-text" rel="external noopener" target="_blank">IGBCE schätzt</a>, dass an einem Industriearbeitsplatz bis zu fünf weitere Erwerbsquellen hängen könnten. In Anlehnung an das Erhardsche Wirtschaftswunder spricht sie von einer klaffenden "Wirtschaftswunde", zumal die Merz-Regierung einen Feldzug gegen den Sozialstaat führe.</p>
<p>Die Angst vor Job- und Perspektivverlust war am Samstagmorgen greifbar: Kai, ein Mittfünfziger aus Lollar, sprach aus, was viele beschäftigt. Die Krise sei TV-Nachricht, sie stehe "jeden Morgen am Werkstor."</p>
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<p>So etwa auch beim Rotenburger Sondermaschinenbauer Mundinger Engineering, der keine zehn Tage vor den Protesten <a href="https://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/rotenburg-fulda-ort305317/maschinenbauer-kaempft-um-zukunft-mundinger-engineering-in-der-krise-rotenburger-94507278.html" rel="external noopener" target="_blank">Insolvenz anmeldete</a>. Ums Überleben kämpfen alleine seit diesem Jahr im nordhessischen Zulieferergürtel auch <a href="https://www.hna.de/lokales/frankenberg/battenberg-eder-ort305268/24-mitarbeiter-insolvenzverfahren-eroeffnet-kunststoff-gmbh-entlaesst-94286255.html" rel="external noopener" target="_blank">MMH Kunststofftechnik</a>, FRANK oder <a href="https://www.mittelhessen.de/lokales/kreis-marburg-biedenkopf/dautphetal/vorlaeufiges-insolvenzverfahren-heck-becker-in-der-krise-6164871" rel="external noopener" target="_blank">Heck & Becker</a>. Hessenweit ist die Lage noch desaströser: so wurden im ersten Halbjahr 2026 <a href="https://statistik.hessen.de/presse/mehr-als-1000-unternehmensinsolvenzen-in-hessen-im-ersten-halbjahr-2026" rel="external noopener" target="_blank">1.107 Unternehmensinsolvenzen registriert</a> – zwölf Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert für ein erstes Halbjahr seit 2005.</p>
<h3 class="subheading">Autoindustrie in der Krise</h3>
<p>Anlässe für Protest gibt es reichlich: Vier Tage vor dem Aktionstag <a href="https://www.reuters.com/business/world-at-work/mercedes-says-german-production-not-competitive-two-plants-under-threat-2026-09-22" rel="external noopener" target="_blank">warnte Mercedes</a>, nach VW der zweite große Autobauer binnen weniger Wochen, vor der Schließung eines Montage- und eines Antriebswerks, sollten die Kosten nicht sinken. Zugleich will die Bundesregierung statt einer <a href="https://www.tagesschau.de/inland/arbeitsmarkt-koalition-100.html" rel="external noopener" target="_blank">täglichen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit einführen</a> – aus Gewerkschaftssicht droht damit die Gefahr entgrenzter Arbeit.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5169248" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11461427"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autokrise-Wer-soll-fuer-die-Fehler-der-Konzerne-bezahlen-11461427.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7360" height="4135" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/9/2/4/8/shutterstock_1934549078-0e58db7da3fd97fb.jpeg" alt="Autos mit IG-Metall-Fahnen" style="aspect-ratio:7360 / 4135"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7360" height="4135" alt="Autos mit IG-Metall-Fahnen" style="aspect-ratio:7360 / 4135;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autokrise: Wer soll für die Fehler der Konzerne bezahlen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sachgrundlose Befristungen, Wohngeld, Infrastrukturthemen, Investitionslücken – die Themenpalette war breit. Ein Demonstrationsschild findet den Konsens von Angestellten und Selbstständigen: Wer krank sei, brauche Ruhe, nicht Bürokratie. Man hätte bereits heute genügend "Papierkram" – als Lösung durchgefallen.</p>
<p>Der Mobilisierungseffekt darf daher, ähnlich wie die <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kanzler-und-koalition-afd-sieg-streit-und-miese-umfragen-merz-unter-druck/100254172.html" rel="external noopener" target="_blank">AfD-Ergebnisse der vergangenen Wahlen</a>, auch als ein möglicher Kraftakt gegen die Regierung Merz gedeutet werden. Auffallend präsent waren einige SPD-Fahnen, dabei gilt die SPD nicht nur als <a href="https://table.media/berlin/news/spd-und-dgb-gefaehrliche-entfremdung-und-wer-davon-profitieren-koennte" rel="external noopener" target="_blank">Partei des gewerkschaftlichen Hauptamtes</a> – in Nürnberg etwa hielt IG-Metall-Chefin Christiane Benner, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_Benner" rel="external noopener" target="_blank">bekennende Sozialdemokratin</a>, die Hauptrede – sondern ist die Partei eben auch Teil der Schwarz-Roten-Koalition.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168416" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459780"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schwarz-Rot-Ratlos-AfD-und-Linke-gewinnen-die-Mitte-verliert-11459780.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/4/1/6/shutterstock_2589447589-37ea308ca9f360c2.jpeg" alt="Merz-Plakat hinter Deutschlandfahne" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Merz-Plakat hinter Deutschlandfahne" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schwarz-Rot-Ratlos? AfD und Linke gewinnen – die Mitte verliert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zwei Deutungen sind denkbar: Zum einen könnte die SPD, vermittelt durch ihre vernichtenden Wahlergebnisse und <a href="https://www.deutschlandfunk.de/diskussion-um-pflegereform-koalition-sucht-kompromiss-104.html" rel="external noopener" target="_blank">angesichts des Koalitionsstreits</a> um die Pflegereform die Zeichen der Zeit erkannt haben.</p>
<h3 class="subheading">Fehlende Milliarden</h3>
<p>Auf der anderen Seite kann die SPD – wie allen anderen Parteien – gerade kein Interesse an demnach folgenden Neuwahlen haben und deuteten die Reden auf ein implizites Weiter so hin.</p>
<p>Frankfurts Hauptredner <a href="https://www.verdi.de/presse/frank-werneke" rel="external noopener" target="_blank">Frank Werneke, ver.di-Chef und SPD-Mitglied</a>, mahnte zwar "echte Reformen statt stupider Spargesetze" an und <a href="https://www.presseportal.de/pm/32403/6357349" rel="external noopener" target="_blank">rechnete</a> mit einer Politik ab, die unter dem Etikett "Reform" vor allem Kosten senke, blieb aber unkonkret: Nicht Reformen seien das Problem, sondern solche, deren Rechnung bei Beschäftigten, Kranken und Rentnern lande.</p>
<p>Zur Bilanz der Koalition, zu Auswegen aus der Wirtschaftskrise oder zur Rettung des Sozialstaats blieb er erstaunlich blass – enttäuschend, denn der DGB <a href="https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-buendnis-ruft-zur-grossdemo-gegen-sozialkuerzungen-auf-94503592.html" rel="external noopener" target="_blank">stemmte</a> den Tag in Hessen mit einem breiten Sozialstaatsbündnis samt Diakonie, Lebenshilfe und weiteren Sozialverbänden.</p>
<p>Auch der hessisch-thüringische <a href="https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/" rel="external noopener" target="_blank">DGB-Chef Michael Rudolph</a> (ehemaliger Referent<a href="https://hessen-thueringen.dgb.de/ueber-uns/geschaeftsfuehrender-bezirksvorstand/michael-rudolph/" rel="external noopener" target="_blank"> im SPD Parteivorstand</a>) nannte es widersinnig, bei schwindenden Industriejobs und maroder Infrastruktur ausgerechnet Arbeits- und Sozialrechte zu beschneiden.</p>
<p>Den Elefanten im Raum, die Aufrüstungsmilliarden und die Umverteilung von unten nach oben, erwähnte aber auch er nicht. Nur <a href="https://www.paritaet-hessen.org/ueber-uns/landesverband/geschaeftsfuehrung.html" rel="external noopener" target="_blank">Yasmin Alinaghi</a> vom Paritätischen Hessen brachte einen Hauch Substantielles ein: Sie forderte mit Verweis auf die 5.000 reichsten Deutschen eine einmalige Vermögensabgabe.</p>
<h3 class="subheading">Ausgeklammert angesprochen</h3>
<p>Auf der bunten Demonstration rückten dagegen Schilder und Aktionen das Ausgeklammerte ins Zentrum: Wo Beschäftigte über Umbau auf Kriegswirtschaft, Rüstungsmilliarden und die Kluft zwischen oben und unten sprechen wollten, blieb die DGB-Rhetorik vorsichtig: Krieg ein abstraktes außenpolitisches Problem, Aufrüstung als Verteilungsfrage, Vermögenskonzentration allenfalls als "Schieflage".</p>
<p>Dabei liegt der Widerspruch offen: Unternehmen streichen Stellen, die durch Panzerbau nicht aufgefangen werden können, zugleich fließen enorme öffentliche Mittel ins Militär.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5126539" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11382238"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gewerkschaften-entdecken-Friedenspolitik-als-Kernfrage-neu-11382238.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/6/5/3/9/redtank-f5ca09f931548b5f.png" alt="Taube mit DGB-Fahne sitzt auf rotem Panzer" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Taube mit DGB-Fahne sitzt auf rotem Panzer" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gewerkschaften entdecken Friedenspolitik als Kernfrage neu</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Deutsche Friedensgesellschaft verband einen aufblasbaren Panzer mit dem Verfall ziviler Infrastruktur, die GEW-Mitglieder-Zeitung aus Frankfurt stellte Schulneubauten und Kampfflugzeuge monetär gegenüber, und Hochschulangehörige der Goethe-Universität forderten neben der Neuverhandlung des <a href="https://aktuelles.uni-frankfurt.de/hochschule/hessischer-hochschulpakt-schwaecht-wirtschaft-und-gesellschaft/" rel="external noopener" target="_blank">zusammengekürzten Hochschulpakts</a> eine verbindliche Zivilklausel.</p>
<h3 class="subheading">Zahnloser Tiger</h3>
<p>Exakt hier liegt das Problem eines Gewerkschaftsbundes, der Konflikte nicht austragen, sondern moderieren will: Wer Krieg und Eigentumsfrage ausspart, nimmt sich politische Schärfe. Ein DGB, der Reformen fordert, ohne die Kräfte zu benennen, die von ihnen profitieren oder sie blockieren, droht vom kämpferischen Interessenverband zum verzichtbaren Verhandlungspartner zu degenerieren.</p>
<p>Die Gegenseite würdigt Devotion nicht: BDA-HauptgeschäftsführerSteffen Kampeter <a href="https://www.ad-hoc-news.de/wirtschaft/dgb-protest-in-15-staedten-175-000-menschen-demonstrieren-gegen/70187054" rel="external noopener" target="_blank">nannte</a> den Protest "rituelle Reformverweigerung"; Demografie, Fachkräftemangel und Wettbewerb ließen sich "nicht wegdemonstrieren". Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger, BDI-Chef Peter Leibinger und Kanzler Friedrich Merz drängten bereits zuvor zu "Mut" für Reformen, flexiblere Arbeitszeiten, niedrigere Lohnzusatzkosten und Renteneinschnitte.</p>
<p>Der Vorwurf vom zahnlosen Tiger entsteht somit nicht, weil berechtigte Forderungen fehlen, sondern weil zwischen Forderung und Bereitschaft zum offenen gesellschaftlichen Konflikt eine gewaltige Lücke klafft.</p>
<p>Einzelne Pfiffe bei den Reden der Hauptamtlichen zeugten von wachsendem Unmut; die Basis formulierte schärfer, was "Oben" nur angedeutet wurde. Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob der DGB Zähne hat, sondern ob er bereit ist, sie zu zeigen. Ist er es nicht, dürfte der 26. September kein Auftakt, sondern eine Eintagsfliege gewesen sein.</p>
Die Basis formulierte auf Schildern, was die DGB-Führung auf der Bühne bewusst ausklammerte. Es geht um Milliarden – und wer sie bezahlt.</p>
<p>Sie kamen aus Betrieben, Büros und Bildungseinrichtungen, und es waren Tausende. Schon lange vor dem Start des <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-bundesweiter-aktionstag-tausende-auf-dgb-demo-in-frankfurt-erwartet-100.html" rel="external noopener" target="_blank">gewerkschaftlichen Protestzugs</a> am Samstag füllte sich der Frankfurter Willy-Brandt-Platz, samt Wiese vor dem Euro-Zeichen. Die Symbolik passte: Bei spätsommerlichen Temperaturen versammelte sich der Protest vor den Türmen der Bankenmetropole. Erwartet worden waren zunächst <a href="https://www.hessenschau.de/wirtschaft/15000-menschen-protestieren-in-frankfurt-auf-dgb-demo-gegen-sozialabbau-v8,demo-sozialabbau-100.html" rel="external noopener" target="_blank">15.000 Menschen</a>.</p>
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<p>Am Ende folgten <a href="https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/" rel="external noopener" target="_blank">rund 30.000 dem Ruf des DGB</a> in die Rhein-Metropole mit Wut im Bauch und Hoffnung im Gepäck. Der Protest war Teil von Kundgebungen in 15 Städten unter dem Motto "Hart verdient – Deine Arbeit, deine Gesundheit, deine Rente". Bundesweit kamen etwa 175.000 Menschen. Das sind deutlich mehr als beim <a href="https://www.solidarischer-herbst.de/" rel="external noopener" target="_blank">"Solidarischen Herbst" 2022</a> mit maximal 24.000 Teilnehmenden, aber weit weniger als die halbe Million, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Montagsdemonstrationen_gegen_Sozialabbau_ab_2004" rel="external noopener" target="_blank">2004 gegen die Agenda 2010</a> auf die Straße ging, wenn auch am Ende erfolglos.</p>
<p>Bleibt die Frage: Ist das echte Gegenmacht oder nur ihr Schein?</p>
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<h3 class="subheading">Wirtschaftswunde</h3>
<p>Nur etwa jeder 500. Deutsche <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/530556.ansatzweise-klassenkampf.html" rel="external noopener" target="_blank">beteiligte sich</a> am DGB Protesttag, angesichts der aktuellen Lage ein verhaltenes Ergebnis. Denn die Zeiten, insbesondere für die größte Gewerkschaft, die IG Metall, sind dramatisch: womöglich droht die Mitgliedschaftszahl <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/ig-metall-mitgliederschwund-mitgliederzahl-100.html" rel="external noopener" target="_blank">unter zwei Millionen</a> zu rutschen, während die industrielle Basis <a href="https://www.bild.de/geld/wirtschaft/ig-metall-mitgliederzahl-sinkt-auf-2-02-mio-69773f06dd950c55001c00fc" rel="external noopener" target="_blank">im Zeitraffer zerbröselt</a>. Laut Bundesbank <a href="https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-en/reports-studies/monthly-reports/monthly-report-august-2026-1004736?article=the-german-economy-1004738" rel="external noopener" target="_blank">verschwinden</a> im produzierenden Gewerbe derzeit bis zu 15.000 Stellen pro Monat.</p>
<p>Und der Verlust könnte noch größer sein: Die <a href="https://igbce.de/igbce/wirtschaftswunde?etcc_cmp=Wirtschaftswunde&etcc_ctv=Landingpage&etcc_med=LinkedIn&trk=public_post_reshare-text" rel="external noopener" target="_blank">IGBCE schätzt</a>, dass an einem Industriearbeitsplatz bis zu fünf weitere Erwerbsquellen hängen könnten. In Anlehnung an das Erhardsche Wirtschaftswunder spricht sie von einer klaffenden "Wirtschaftswunde", zumal die Merz-Regierung einen Feldzug gegen den Sozialstaat führe.</p>
<p>Die Angst vor Job- und Perspektivverlust war am Samstagmorgen greifbar: Kai, ein Mittfünfziger aus Lollar, sprach aus, was viele beschäftigt. Die Krise sei TV-Nachricht, sie stehe "jeden Morgen am Werkstor."</p>
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<p>So etwa auch beim Rotenburger Sondermaschinenbauer Mundinger Engineering, der keine zehn Tage vor den Protesten <a href="https://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/rotenburg-fulda-ort305317/maschinenbauer-kaempft-um-zukunft-mundinger-engineering-in-der-krise-rotenburger-94507278.html" rel="external noopener" target="_blank">Insolvenz anmeldete</a>. Ums Überleben kämpfen alleine seit diesem Jahr im nordhessischen Zulieferergürtel auch <a href="https://www.hna.de/lokales/frankenberg/battenberg-eder-ort305268/24-mitarbeiter-insolvenzverfahren-eroeffnet-kunststoff-gmbh-entlaesst-94286255.html" rel="external noopener" target="_blank">MMH Kunststofftechnik</a>, FRANK oder <a href="https://www.mittelhessen.de/lokales/kreis-marburg-biedenkopf/dautphetal/vorlaeufiges-insolvenzverfahren-heck-becker-in-der-krise-6164871" rel="external noopener" target="_blank">Heck & Becker</a>. Hessenweit ist die Lage noch desaströser: so wurden im ersten Halbjahr 2026 <a href="https://statistik.hessen.de/presse/mehr-als-1000-unternehmensinsolvenzen-in-hessen-im-ersten-halbjahr-2026" rel="external noopener" target="_blank">1.107 Unternehmensinsolvenzen registriert</a> – zwölf Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert für ein erstes Halbjahr seit 2005.</p>
<h3 class="subheading">Autoindustrie in der Krise</h3>
<p>Anlässe für Protest gibt es reichlich: Vier Tage vor dem Aktionstag <a href="https://www.reuters.com/business/world-at-work/mercedes-says-german-production-not-competitive-two-plants-under-threat-2026-09-22" rel="external noopener" target="_blank">warnte Mercedes</a>, nach VW der zweite große Autobauer binnen weniger Wochen, vor der Schließung eines Montage- und eines Antriebswerks, sollten die Kosten nicht sinken. Zugleich will die Bundesregierung statt einer <a href="https://www.tagesschau.de/inland/arbeitsmarkt-koalition-100.html" rel="external noopener" target="_blank">täglichen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit einführen</a> – aus Gewerkschaftssicht droht damit die Gefahr entgrenzter Arbeit.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5169248" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11461427"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autokrise-Wer-soll-fuer-die-Fehler-der-Konzerne-bezahlen-11461427.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7360" height="4135" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/9/2/4/8/shutterstock_1934549078-0e58db7da3fd97fb.jpeg" alt="Autos mit IG-Metall-Fahnen" style="aspect-ratio:7360 / 4135"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7360" height="4135" alt="Autos mit IG-Metall-Fahnen" style="aspect-ratio:7360 / 4135;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autokrise: Wer soll für die Fehler der Konzerne bezahlen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sachgrundlose Befristungen, Wohngeld, Infrastrukturthemen, Investitionslücken – die Themenpalette war breit. Ein Demonstrationsschild findet den Konsens von Angestellten und Selbstständigen: Wer krank sei, brauche Ruhe, nicht Bürokratie. Man hätte bereits heute genügend "Papierkram" – als Lösung durchgefallen.</p>
<p>Der Mobilisierungseffekt darf daher, ähnlich wie die <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kanzler-und-koalition-afd-sieg-streit-und-miese-umfragen-merz-unter-druck/100254172.html" rel="external noopener" target="_blank">AfD-Ergebnisse der vergangenen Wahlen</a>, auch als ein möglicher Kraftakt gegen die Regierung Merz gedeutet werden. Auffallend präsent waren einige SPD-Fahnen, dabei gilt die SPD nicht nur als <a href="https://table.media/berlin/news/spd-und-dgb-gefaehrliche-entfremdung-und-wer-davon-profitieren-koennte" rel="external noopener" target="_blank">Partei des gewerkschaftlichen Hauptamtes</a> – in Nürnberg etwa hielt IG-Metall-Chefin Christiane Benner, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_Benner" rel="external noopener" target="_blank">bekennende Sozialdemokratin</a>, die Hauptrede – sondern ist die Partei eben auch Teil der Schwarz-Roten-Koalition.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168416" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459780"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schwarz-Rot-Ratlos-AfD-und-Linke-gewinnen-die-Mitte-verliert-11459780.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/4/1/6/shutterstock_2589447589-37ea308ca9f360c2.jpeg" alt="Merz-Plakat hinter Deutschlandfahne" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Merz-Plakat hinter Deutschlandfahne" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schwarz-Rot-Ratlos? AfD und Linke gewinnen – die Mitte verliert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zwei Deutungen sind denkbar: Zum einen könnte die SPD, vermittelt durch ihre vernichtenden Wahlergebnisse und <a href="https://www.deutschlandfunk.de/diskussion-um-pflegereform-koalition-sucht-kompromiss-104.html" rel="external noopener" target="_blank">angesichts des Koalitionsstreits</a> um die Pflegereform die Zeichen der Zeit erkannt haben.</p>
<h3 class="subheading">Fehlende Milliarden</h3>
<p>Auf der anderen Seite kann die SPD – wie allen anderen Parteien – gerade kein Interesse an demnach folgenden Neuwahlen haben und deuteten die Reden auf ein implizites Weiter so hin.</p>
<p>Frankfurts Hauptredner <a href="https://www.verdi.de/presse/frank-werneke" rel="external noopener" target="_blank">Frank Werneke, ver.di-Chef und SPD-Mitglied</a>, mahnte zwar "echte Reformen statt stupider Spargesetze" an und <a href="https://www.presseportal.de/pm/32403/6357349" rel="external noopener" target="_blank">rechnete</a> mit einer Politik ab, die unter dem Etikett "Reform" vor allem Kosten senke, blieb aber unkonkret: Nicht Reformen seien das Problem, sondern solche, deren Rechnung bei Beschäftigten, Kranken und Rentnern lande.</p>
<p>Zur Bilanz der Koalition, zu Auswegen aus der Wirtschaftskrise oder zur Rettung des Sozialstaats blieb er erstaunlich blass – enttäuschend, denn der DGB <a href="https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-buendnis-ruft-zur-grossdemo-gegen-sozialkuerzungen-auf-94503592.html" rel="external noopener" target="_blank">stemmte</a> den Tag in Hessen mit einem breiten Sozialstaatsbündnis samt Diakonie, Lebenshilfe und weiteren Sozialverbänden.</p>
<p>Auch der hessisch-thüringische <a href="https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/" rel="external noopener" target="_blank">DGB-Chef Michael Rudolph</a> (ehemaliger Referent<a href="https://hessen-thueringen.dgb.de/ueber-uns/geschaeftsfuehrender-bezirksvorstand/michael-rudolph/" rel="external noopener" target="_blank"> im SPD Parteivorstand</a>) nannte es widersinnig, bei schwindenden Industriejobs und maroder Infrastruktur ausgerechnet Arbeits- und Sozialrechte zu beschneiden.</p>
<p>Den Elefanten im Raum, die Aufrüstungsmilliarden und die Umverteilung von unten nach oben, erwähnte aber auch er nicht. Nur <a href="https://www.paritaet-hessen.org/ueber-uns/landesverband/geschaeftsfuehrung.html" rel="external noopener" target="_blank">Yasmin Alinaghi</a> vom Paritätischen Hessen brachte einen Hauch Substantielles ein: Sie forderte mit Verweis auf die 5.000 reichsten Deutschen eine einmalige Vermögensabgabe.</p>
<h3 class="subheading">Ausgeklammert angesprochen</h3>
<p>Auf der bunten Demonstration rückten dagegen Schilder und Aktionen das Ausgeklammerte ins Zentrum: Wo Beschäftigte über Umbau auf Kriegswirtschaft, Rüstungsmilliarden und die Kluft zwischen oben und unten sprechen wollten, blieb die DGB-Rhetorik vorsichtig: Krieg ein abstraktes außenpolitisches Problem, Aufrüstung als Verteilungsfrage, Vermögenskonzentration allenfalls als "Schieflage".</p>
<p>Dabei liegt der Widerspruch offen: Unternehmen streichen Stellen, die durch Panzerbau nicht aufgefangen werden können, zugleich fließen enorme öffentliche Mittel ins Militär.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5126539" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11382238"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gewerkschaften-entdecken-Friedenspolitik-als-Kernfrage-neu-11382238.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/6/5/3/9/redtank-f5ca09f931548b5f.png" alt="Taube mit DGB-Fahne sitzt auf rotem Panzer" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Taube mit DGB-Fahne sitzt auf rotem Panzer" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gewerkschaften entdecken Friedenspolitik als Kernfrage neu</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Deutsche Friedensgesellschaft verband einen aufblasbaren Panzer mit dem Verfall ziviler Infrastruktur, die GEW-Mitglieder-Zeitung aus Frankfurt stellte Schulneubauten und Kampfflugzeuge monetär gegenüber, und Hochschulangehörige der Goethe-Universität forderten neben der Neuverhandlung des <a href="https://aktuelles.uni-frankfurt.de/hochschule/hessischer-hochschulpakt-schwaecht-wirtschaft-und-gesellschaft/" rel="external noopener" target="_blank">zusammengekürzten Hochschulpakts</a> eine verbindliche Zivilklausel.</p>
<h3 class="subheading">Zahnloser Tiger</h3>
<p>Exakt hier liegt das Problem eines Gewerkschaftsbundes, der Konflikte nicht austragen, sondern moderieren will: Wer Krieg und Eigentumsfrage ausspart, nimmt sich politische Schärfe. Ein DGB, der Reformen fordert, ohne die Kräfte zu benennen, die von ihnen profitieren oder sie blockieren, droht vom kämpferischen Interessenverband zum verzichtbaren Verhandlungspartner zu degenerieren.</p>
<p>Die Gegenseite würdigt Devotion nicht: BDA-HauptgeschäftsführerSteffen Kampeter <a href="https://www.ad-hoc-news.de/wirtschaft/dgb-protest-in-15-staedten-175-000-menschen-demonstrieren-gegen/70187054" rel="external noopener" target="_blank">nannte</a> den Protest "rituelle Reformverweigerung"; Demografie, Fachkräftemangel und Wettbewerb ließen sich "nicht wegdemonstrieren". Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger, BDI-Chef Peter Leibinger und Kanzler Friedrich Merz drängten bereits zuvor zu "Mut" für Reformen, flexiblere Arbeitszeiten, niedrigere Lohnzusatzkosten und Renteneinschnitte.</p>
<p>Der Vorwurf vom zahnlosen Tiger entsteht somit nicht, weil berechtigte Forderungen fehlen, sondern weil zwischen Forderung und Bereitschaft zum offenen gesellschaftlichen Konflikt eine gewaltige Lücke klafft.</p>
<p>Einzelne Pfiffe bei den Reden der Hauptamtlichen zeugten von wachsendem Unmut; die Basis formulierte schärfer, was "Oben" nur angedeutet wurde. Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob der DGB Zähne hat, sondern ob er bereit ist, sie zu zeigen. Ist er es nicht, dürfte der 26. September kein Auftakt, sondern eine Eintagsfliege gewesen sein.</p>
2026-09-29T08:45:00.000Z
urn:bid:5172080
2026-09-29T07:00:00.000Z
Eine Studie in „Nature Medicine" zeigt: Jüngere Generationen sind biologisch älter als frühere – und das könnte das steigende Krebsrisiko erklären.</p>
<p>Krebserkrankungen bei Menschen unter 50 Jahren nehmen weltweit zu. Zwischen 1990 und 2019 stieg die Zahl der Neudiagnosen in dieser Altersgruppe um 24 Prozent. Besonders häufig traten Darmkrebs, Gebärmutterkrebs und Lungenkrebs auf.</p>
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<p>Eine neue Studie, die im Fachmagazin <em>Nature Medicine</em> <a href="https://www.nature.com/articles/s41591-026-04448-w" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlicht wurde</a>, liefert nun einen möglichen Erklärungsansatz: Jüngere Generationen scheinen biologisch schneller zu altern als frühere Generationen – und diese beschleunigte Alterung könnte mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergehen.</p>
<p>Die Forschenden der Washington University School of Medicine in St. Louis analysierten Daten von mehr als 154.000 jungen Erwachsenen aus der britischen UK Biobank sowie über 10.000 Teilnehmenden des US-amerikanischen "All of Us Research Program". Ihr Fokus lag auf der Differenz zwischen dem biologischen und dem chronologischen Alter einer Person.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Biologisch älter als die Angabe im Pass</strong></h3>
<p>Das chronologische Alter gibt lediglich an, wie viele Jahre ein Mensch gelebt hat. Das <a href="https://www.aware.app/en/magazine/the-science-of-phenoage-beyond-the-calendar" rel="external noopener" target="_blank">biologische Alter</a> hingegen beschreibt, wie alt der Körper auf zellulärer und molekularer Ebene erscheint – ausgelesen aus messbaren Veränderungen in Zellen und Organen sowie im Stoffwechsel.</p>
<p>Demnach weisen Menschen, die zwischen 1965 und 1974 geboren wurden, im Vergleich zu jenen aus den Jahrgängen 1950 bis 1954 ein um 23 Prozent höhere Differenz zwischen biologischem und chronologischem Alter auf. Bei Teilnehmenden, die zwischen 1990 und 1999 geboren wurden, war die Differenz sogar fast dopplt so hoch (92 Prozent) wie bei 1965 bis 1969 Geborenen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was treibt die beschleunigte Alterung an?</strong></h3>
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<p>Forschende vermuten, dass eine Kombination aus Umwelt- und Lebensstilfaktoren eine Rolle spielen könnte. Dazu zählen unter anderem <a href="https://link.springer.com/content/pdf/10.1186/s13148-025-02002-y.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Stress</a>, der Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel, Alkohol, der <a href="https://watermark02.silverchair.com/harris_2024_oi_240863_1723470391.17425.pdf?token=AQECAHi208BE49Ooan9kkhW_Ercy7Dm3ZL_9Cf3qfKAc485ysgAAAlswggJXBgkqhkiG9w0BBwagggJIMIICRAIBADCCAj0GCSqGSIb3DQEHATAeBglghkgBZQMEAS4wEQQMGgsLEoTHbuhxcVPNAgEQgIICDprTTYAIT30E-iQ0bp5Y7eFcmUQ1XIwkB5zOvl3TCMA8jMGAYuRZtJ4S9jG4vgImFD9LFRY356PPx9C8QTIx-6kg6LQQOPsaK4s6iPyhBMX7O2ZXOFLWCoXvsz6qiHNjxI6N6b6uzEdTZ1UeNs5kx2TzF9hNQk-0h1HNgPlYFsmaPdsrf-xX29pmOvi3MzfdeJj0Qmw0NO35SCHvKLAU1ogNfl6E769FjiKC_k0SVW-o5EkXvLeutjVbFL02P_iUobCDSfklwULnhw6MONQuubbUf0ROyGMYZpeEmBbv9Okj597sM2AcR7SeZMLychVM90ThG8cFPo3RLgpaBUgLLaU6dwNh-tDXAAPhOTqyUPtOP5SUrKPExYDQ-wtKkFx-GUQciLsITqKmRUJh0tNrcxVt3zMcZ6oEkb47d9kvsw2V6xgaFOedS_Yd2qpIikrXLDLkDR1n63oJXltW2DAjnIEWRknJ0KzEqrtn2G9F9JuXjWwR07TvgoD0uT7X3JuKYH2iS2l2aaDVmkGp3cy-ZwS0wEYvvZgGieHIpYE_KjX5Ryl4G-zyLUQv1TjzJ8-4QHCc3UnuNOrWn7ehiGPspsNqHvV7ybeG3QNX9RSM-UaQvLgjP5BLXtvjU-YARsf7iWd8DqhajE_scdJGx3S-um2QFR5eIp2nBppVoRBt2q3778uJURUTKjlACQi4RMc" rel="external noopener" target="_blank">sozioökonomische Status und Fettleibigkeit</a> und Rauchen.</p>
<p>Auch frühere und länger andauernde Fettleibigkeit, Stoffwechselstörungen, eine schlechtere Ernährung, längere Phasen sitzender Tätigkeiten und allgegenwärtige Umweltchemikalien könnten zur beschleunigten Alterung beitragen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4905875" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10503583"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Alterungsatlas-enthuellt-Mit-50-beginnt-der-koerperliche-Verfall-10503583.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6720" height="3776" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/5/8/7/5/shutterstock_2477849175-1016c93f99a0e256.jpeg" alt="Älteres Paar im Bett, glücklich" style="aspect-ratio:6720 / 3776"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6720" height="3776" alt="Älteres Paar im Bett, glücklich" style="aspect-ratio:6720 / 3776;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Alterungsatlas enthüllt: Mit 50 beginnt der körperliche Verfall</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>So wurde früher unter anderem bereits festgestellt, dass Menschen mit einem hohen phänotypischen Alter und beschleunigter Alterung von einem Schlaganfall oft <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1279770724004937" rel="external noopener" target="_blank">schwerer geschädigt</a> werden später entsprechend schwerer behindert bleiben.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Höheres Krebsrisiko bei beschleunigter Alterung?</strong></h3>
<p>In der nun veröffentlichten Untersuchung hatten Menschen mit dem größten Unterschied zwischen chronologischem und biologischem Alter ein um 15 Prozent erhöhtes Risiko für bestimmte Krebserkrankungen.</p>
<p>Dieser Zusammenhang blieb auch dann bestehen, wenn die Forschenden genetische Krebsrisiken und genetische Anfälligkeit für beschleunigte Alterung berücksichtigten. Nur bei Krebserkrankungen, die nach dem 55. Lebensjahr diagnostiziert wurden, waren die Zusammenhänge schwächer.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Organe altern unterschiedlich schnell</strong></h3>
<p>Die Forscher gingen noch einen Schritt weiter und untersuchten, ob bestimmte Organe schneller altern als andere und ob dies mit spezifischen Krebsarten in Verbindung steht. Dazu analysierten sie bei knapp 20.000 Teilnehmenden der UK Biobank Daten aus dem Blutplasma, um die Alterung einzelner Organsysteme zu bewerten.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4880040" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10453288"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Alterung-im-Zeitraffer-Diese-zwei-Lebensphasen-sind-entscheidend-10453288.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5800" height="3259" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/0/0/4/0/shutterstock_669523906-50d69282597b9f71.jpeg" alt="DAS MNSCHLICHE GEHIRN" style="aspect-ratio:5800 / 3259"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5800" height="3259" alt="DAS MNSCHLICHE GEHIRN" style="aspect-ratio:5800 / 3259;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Alterung im Zeitraffer: Diese zwei Lebensphasen sind entscheidend</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das Ergebnis: Eine beschleunigte Alterung des Immunsystems war mit einem fast 90 Prozent höheren Risiko für früh einsetzenden Lungenkrebs verbunden. Eine beschleunigte Alterung des Fettgewebes ging mit einem um 60 Prozent erhöhten Risiko für früh einsetzenden Darmkrebs einher.</p>
<p>Diese Zusammenhänge blieben auch dann bestehen, wenn die systemische Alterung des gesamten Körpers berücksichtigt wurde – was darauf hindeutet, dass die organspezifische Alterung unabhängig zur Krebsentstehung beitragen könnte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weitere Forschung dringend notwendig</strong></h3>
<p>Die Studie liefert zwar wichtige Hinweise, lässt aber viele Fragen offen. So ist unklar, ob die Messungen tatsächlich Prozesse erfassen, die direkt zur Krebsentstehung beitragen, oder ob sowohl die biologischen Veränderungen als auch Krebs von anderen gemeinsamen zugrundeliegenden Faktoren angetrieben werden.</p>
<p>Zudem stammen die Studienpopulationen primär aus Großbritannien und den USA. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Bevölkerungsgruppen in anderen Ländern oder mit unterschiedlichen demografischen, sozioökonomischen und Gesundheitssystemen könnte daher eingeschränkt sein.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5021561" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11164312"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gene-entscheiden-mehr-ueber-Langlebigkeit-als-gedacht-11164312.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7006" height="3936" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/1/5/6/1/shutterstock_2542543097-3971d5742a387af8.jpeg" alt="DNA-Doppelhelix auf blauem Hintergrund" style="aspect-ratio:7006 / 3936"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7006" height="3936" alt="DNA-Doppelhelix auf blauem Hintergrund" style="aspect-ratio:7006 / 3936;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gene entscheiden mehr über Langlebigkeit als gedacht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die jetzt vorgelegte Studie zeigt Korrelationen, aber keine Beweise für eine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen beschleunigter Alterung und Krebs.</p>
<p>Die Forscher betonen daher, dass mehr Untersuchungen nötig sind, um besser zu verstehen, was die biologische Alterung bei jüngeren Menschen antreibt und wie sie mit der Entstehung von Krebs und anderen chronischen Krankheiten zusammenhängt. Idealerweise sollten künftige Studien größere Stichprobengrößen für einzelne Krebsarten und gewebespezifische Alterungsmessungen umfassen.</p>
Eine Studie in „Nature Medicine" zeigt: Jüngere Generationen sind biologisch älter als frühere – und das könnte das steigende Krebsrisiko erklären.</p>
<p>Krebserkrankungen bei Menschen unter 50 Jahren nehmen weltweit zu. Zwischen 1990 und 2019 stieg die Zahl der Neudiagnosen in dieser Altersgruppe um 24 Prozent. Besonders häufig traten Darmkrebs, Gebärmutterkrebs und Lungenkrebs auf.</p>
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<p>Eine neue Studie, die im Fachmagazin <em>Nature Medicine</em> <a href="https://www.nature.com/articles/s41591-026-04448-w" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlicht wurde</a>, liefert nun einen möglichen Erklärungsansatz: Jüngere Generationen scheinen biologisch schneller zu altern als frühere Generationen – und diese beschleunigte Alterung könnte mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergehen.</p>
<p>Die Forschenden der Washington University School of Medicine in St. Louis analysierten Daten von mehr als 154.000 jungen Erwachsenen aus der britischen UK Biobank sowie über 10.000 Teilnehmenden des US-amerikanischen "All of Us Research Program". Ihr Fokus lag auf der Differenz zwischen dem biologischen und dem chronologischen Alter einer Person.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Biologisch älter als die Angabe im Pass</strong></h3>
<p>Das chronologische Alter gibt lediglich an, wie viele Jahre ein Mensch gelebt hat. Das <a href="https://www.aware.app/en/magazine/the-science-of-phenoage-beyond-the-calendar" rel="external noopener" target="_blank">biologische Alter</a> hingegen beschreibt, wie alt der Körper auf zellulärer und molekularer Ebene erscheint – ausgelesen aus messbaren Veränderungen in Zellen und Organen sowie im Stoffwechsel.</p>
<p>Demnach weisen Menschen, die zwischen 1965 und 1974 geboren wurden, im Vergleich zu jenen aus den Jahrgängen 1950 bis 1954 ein um 23 Prozent höhere Differenz zwischen biologischem und chronologischem Alter auf. Bei Teilnehmenden, die zwischen 1990 und 1999 geboren wurden, war die Differenz sogar fast dopplt so hoch (92 Prozent) wie bei 1965 bis 1969 Geborenen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was treibt die beschleunigte Alterung an?</strong></h3>
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<p>Forschende vermuten, dass eine Kombination aus Umwelt- und Lebensstilfaktoren eine Rolle spielen könnte. Dazu zählen unter anderem <a href="https://link.springer.com/content/pdf/10.1186/s13148-025-02002-y.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Stress</a>, der Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel, Alkohol, der <a href="https://watermark02.silverchair.com/harris_2024_oi_240863_1723470391.17425.pdf?token=AQECAHi208BE49Ooan9kkhW_Ercy7Dm3ZL_9Cf3qfKAc485ysgAAAlswggJXBgkqhkiG9w0BBwagggJIMIICRAIBADCCAj0GCSqGSIb3DQEHATAeBglghkgBZQMEAS4wEQQMGgsLEoTHbuhxcVPNAgEQgIICDprTTYAIT30E-iQ0bp5Y7eFcmUQ1XIwkB5zOvl3TCMA8jMGAYuRZtJ4S9jG4vgImFD9LFRY356PPx9C8QTIx-6kg6LQQOPsaK4s6iPyhBMX7O2ZXOFLWCoXvsz6qiHNjxI6N6b6uzEdTZ1UeNs5kx2TzF9hNQk-0h1HNgPlYFsmaPdsrf-xX29pmOvi3MzfdeJj0Qmw0NO35SCHvKLAU1ogNfl6E769FjiKC_k0SVW-o5EkXvLeutjVbFL02P_iUobCDSfklwULnhw6MONQuubbUf0ROyGMYZpeEmBbv9Okj597sM2AcR7SeZMLychVM90ThG8cFPo3RLgpaBUgLLaU6dwNh-tDXAAPhOTqyUPtOP5SUrKPExYDQ-wtKkFx-GUQciLsITqKmRUJh0tNrcxVt3zMcZ6oEkb47d9kvsw2V6xgaFOedS_Yd2qpIikrXLDLkDR1n63oJXltW2DAjnIEWRknJ0KzEqrtn2G9F9JuXjWwR07TvgoD0uT7X3JuKYH2iS2l2aaDVmkGp3cy-ZwS0wEYvvZgGieHIpYE_KjX5Ryl4G-zyLUQv1TjzJ8-4QHCc3UnuNOrWn7ehiGPspsNqHvV7ybeG3QNX9RSM-UaQvLgjP5BLXtvjU-YARsf7iWd8DqhajE_scdJGx3S-um2QFR5eIp2nBppVoRBt2q3778uJURUTKjlACQi4RMc" rel="external noopener" target="_blank">sozioökonomische Status und Fettleibigkeit</a> und Rauchen.</p>
<p>Auch frühere und länger andauernde Fettleibigkeit, Stoffwechselstörungen, eine schlechtere Ernährung, längere Phasen sitzender Tätigkeiten und allgegenwärtige Umweltchemikalien könnten zur beschleunigten Alterung beitragen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4905875" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10503583"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Alterungsatlas-enthuellt-Mit-50-beginnt-der-koerperliche-Verfall-10503583.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6720" height="3776" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/5/8/7/5/shutterstock_2477849175-1016c93f99a0e256.jpeg" alt="Älteres Paar im Bett, glücklich" style="aspect-ratio:6720 / 3776"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6720" height="3776" alt="Älteres Paar im Bett, glücklich" style="aspect-ratio:6720 / 3776;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Alterungsatlas enthüllt: Mit 50 beginnt der körperliche Verfall</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>So wurde früher unter anderem bereits festgestellt, dass Menschen mit einem hohen phänotypischen Alter und beschleunigter Alterung von einem Schlaganfall oft <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1279770724004937" rel="external noopener" target="_blank">schwerer geschädigt</a> werden später entsprechend schwerer behindert bleiben.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Höheres Krebsrisiko bei beschleunigter Alterung?</strong></h3>
<p>In der nun veröffentlichten Untersuchung hatten Menschen mit dem größten Unterschied zwischen chronologischem und biologischem Alter ein um 15 Prozent erhöhtes Risiko für bestimmte Krebserkrankungen.</p>
<p>Dieser Zusammenhang blieb auch dann bestehen, wenn die Forschenden genetische Krebsrisiken und genetische Anfälligkeit für beschleunigte Alterung berücksichtigten. Nur bei Krebserkrankungen, die nach dem 55. Lebensjahr diagnostiziert wurden, waren die Zusammenhänge schwächer.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Organe altern unterschiedlich schnell</strong></h3>
<p>Die Forscher gingen noch einen Schritt weiter und untersuchten, ob bestimmte Organe schneller altern als andere und ob dies mit spezifischen Krebsarten in Verbindung steht. Dazu analysierten sie bei knapp 20.000 Teilnehmenden der UK Biobank Daten aus dem Blutplasma, um die Alterung einzelner Organsysteme zu bewerten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4880040" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10453288"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Alterung-im-Zeitraffer-Diese-zwei-Lebensphasen-sind-entscheidend-10453288.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5800" height="3259" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/0/0/4/0/shutterstock_669523906-50d69282597b9f71.jpeg" alt="DAS MNSCHLICHE GEHIRN" style="aspect-ratio:5800 / 3259"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5800" height="3259" alt="DAS MNSCHLICHE GEHIRN" style="aspect-ratio:5800 / 3259;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Alterung im Zeitraffer: Diese zwei Lebensphasen sind entscheidend</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das Ergebnis: Eine beschleunigte Alterung des Immunsystems war mit einem fast 90 Prozent höheren Risiko für früh einsetzenden Lungenkrebs verbunden. Eine beschleunigte Alterung des Fettgewebes ging mit einem um 60 Prozent erhöhten Risiko für früh einsetzenden Darmkrebs einher.</p>
<p>Diese Zusammenhänge blieben auch dann bestehen, wenn die systemische Alterung des gesamten Körpers berücksichtigt wurde – was darauf hindeutet, dass die organspezifische Alterung unabhängig zur Krebsentstehung beitragen könnte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weitere Forschung dringend notwendig</strong></h3>
<p>Die Studie liefert zwar wichtige Hinweise, lässt aber viele Fragen offen. So ist unklar, ob die Messungen tatsächlich Prozesse erfassen, die direkt zur Krebsentstehung beitragen, oder ob sowohl die biologischen Veränderungen als auch Krebs von anderen gemeinsamen zugrundeliegenden Faktoren angetrieben werden.</p>
<p>Zudem stammen die Studienpopulationen primär aus Großbritannien und den USA. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Bevölkerungsgruppen in anderen Ländern oder mit unterschiedlichen demografischen, sozioökonomischen und Gesundheitssystemen könnte daher eingeschränkt sein.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5021561" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11164312"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gene-entscheiden-mehr-ueber-Langlebigkeit-als-gedacht-11164312.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7006" height="3936" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/1/5/6/1/shutterstock_2542543097-3971d5742a387af8.jpeg" alt="DNA-Doppelhelix auf blauem Hintergrund" style="aspect-ratio:7006 / 3936"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7006" height="3936" alt="DNA-Doppelhelix auf blauem Hintergrund" style="aspect-ratio:7006 / 3936;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gene entscheiden mehr über Langlebigkeit als gedacht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die jetzt vorgelegte Studie zeigt Korrelationen, aber keine Beweise für eine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen beschleunigter Alterung und Krebs.</p>
<p>Die Forscher betonen daher, dass mehr Untersuchungen nötig sind, um besser zu verstehen, was die biologische Alterung bei jüngeren Menschen antreibt und wie sie mit der Entstehung von Krebs und anderen chronischen Krankheiten zusammenhängt. Idealerweise sollten künftige Studien größere Stichprobengrößen für einzelne Krebsarten und gewebespezifische Alterungsmessungen umfassen.</p>
2026-09-29T07:00:00.000Z
urn:bid:5172372
2026-09-29T06:00:00.000Z
Junge Männer verbringen zwei Stunden mehr allein als vor zehn Jahren. Eine britische Studie sieht die Ursache vor allem in der Arbeit im Homeoffice.</p>
<p>Immer mehr Menschen fühlen sich einsam. In Großbritannien sind junge <a href="https://www.resolutionfoundation.org/publications/all-by-myself/" rel="external noopener" target="_blank">Männer zwischen 18 und 29 Jahren</a> im Schnitt rund 6,5 Stunden ihrer wachen Zeit auf sich gestellt. Das entspricht etwa zwei Fünfteln des Tages und das sind zwei Stunden mehr als noch vor einem Jahrzehnt.</p>
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<p>Das hängt auch mit modernen Arbeitsformen zusammen, berichtet die britische Denkfabrik "Resolution Foundation" von eigenen Forschungen. "Bildschirmzeit ist der übliche Verdächtige in Diskussionen über den Anstieg der Einsamkeit unter jungen Menschen", sagt Parth Pandya von der Resolution Foundation. Der wichtigste Grund für die zusätzliche Zeit allein sei jedoch bezahlte Arbeit, die überwiegend im Homeoffice stattfinde.</p>
<p>Die Analyse spricht dafür, dass sich die Vereinsamung junger Menschen nicht allein mit privaten Gewohnheiten erklären lässt. Vielmehr haben sich die Arbeitsbedingungen geändert. Eine große Rolle spielt das Arbeiten zu Hause, das seit der Corona-Pandemie für einen großen Teil der Belegschaften Normalität ist.</p>
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<p>Die wenigsten Beschäftigten möchten ausschließlich zu Hause arbeiten, zeigt eine aktuelle <a href="https://www.wsi.de/de/faust-detail.htm?sync_id=HBS-009441" rel="external noopener" target="_blank">Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts</a> (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Häufig wünschen sie sich einfach etwas mehr an Homeoffice. Denn während sie durchschnittlich etwas weniger als zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten, läge ihre Wunschvorstellung im Schnitt eher bei 2,5 Tagen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Von einem Ausnahmephänomen vor der Pandemie wurde es als Instrument des Infektionsschutzes während der Pandemie ausgeweitet und pendelte sich nach der Pandemie auf einen Beschäftigtenanteil von etwa einem Drittel ein, der regelmäßig zu Hause arbeitet.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Während sich der Anteil der im Homeoffice geleisteten Arbeitsstunden gegenüber 2024 sogar geringfügig erhöhte, ist seit 2023 eine Ausdifferenzierung des Homeoffice dergestalt zu verzeichnen, dass weniger Leute ausschließlich im Betrieb und zu Hause arbeiten, und 'Hybrid-Modelle' von etwa 23 auf 27 Prozent zugenommen haben."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Helge Emmler, WSI</em></p>
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<p>Die Auswirkungen der modernen Arbeitsweise zeigen sich auch in der betrieblichen Mitbestimmung, etwa bei den Betriebsratswahlen in der IKT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnik). Christoph Heil, Gewerkschaftssekretär der ver.di-Bundesfachgruppe IKT, <a href="https://www.verdi.de/ikt/themen/mitbestimmung/analyse-betriebsratswahlen-2026" rel="external noopener" target="_blank">berichtet in seiner Analyse der Betriebsratswahlen 2026</a>:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"In der IKT-Branche arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Für die Betriebsratswahlvorstände bleibt es ein Problem, die Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice für die Wahlen zu aktivieren. Immer wieder hören wir von Beschäftigten, die zwar Briefwahlunterlagen erhalten haben, diese aber zur Seite legten und schließlich vergessen haben. Eine hohe Quote von Beschäftigten im Büro (Präsenz) erhöht tendenziell auch die Wahlbeteiligung."</p>
<p>Auch bereite die Postzustellung Probleme. Es wirke sich eine "deutliche Qualitätsverschlechterung im Briefbereich der Post" aus, erläutert Heil. So seien öfter Briefwahlunterlagen unverhältnismäßig lange unterwegs und kämen so stark verspätet bei den Betriebsratswahlvorständen an, dass die Stimmen ungültig seien.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4640838" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9814670"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Homeoffice-Komfortzone-oder-Arbeit-ohne-Grenzen-im-rechtsfreien-Raum-9814670.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/4/0/8/3/8/75229_1-e5db9e0575afc70d.png" alt="Homeoffice und Paragraphenzeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Homeoffice und Paragraphenzeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Homeoffice: Komfortzone oder Arbeit ohne Grenzen im rechtsfreien Raum?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5059007" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11248234"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Benzinsparen-durch-Homeoffice-Wenn-der-Betrieb-als-sozialer-Ort-verschwindet-11248234.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/9/0/0/7/homeofice-einzel_Zeichenfla__che_1-d479423a1eba17a1.gif" alt="Zwei Homeofficearbeiter in Kreisen, deren Schnittmenge nach unten fällt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zwei Homeofficearbeiter in Kreisen, deren Schnittmenge nach unten fällt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Benzinsparen durch Homeoffice: Wenn der Betrieb als sozialer Ort verschwindet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Insgesamt müsse mit einer signifikant gesunkenen Wahlbeteiligung im IKT-Bereich gegenüber 2022 gerechnet werden, so der Gewerkschafter. Das zeigt: Betriebe sind nicht nur Einheiten, in denen Beschäftigte gemeinsam Dienstleistungen erbringen.</p>
<p>Vielmehr sind es soziale Räume des Austausches und der informellen Kommunikation. Online-Kommunikation kann das offenbar nicht ausgleichen. Die Werbung von Mitgliedern durch Gewerkschafter vor Ort oder Haustürgespräche etwa der Kampagne "Deutsche Wohnen enteignen" in Berlin zeigen, wie wichtig das direkte Gespräch ist.</p>
<p>Die Probleme der Arbeitenden sind jedoch tiefgreifender. Heutige Managementkonzepte erleichtern Unternehmen die Steuerung mobiler Arbeit. Viele Arbeitsprozesse sind heute nicht mehr mit einer zentralen Steuerung regelbar.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5144718" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11409760"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Flexibel-arbeiten-Warum-New-Work-viele-in-den-Dauerstress-treibt-11409760.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/4/7/1/8/bu__roklammer-2-b-dd5bf96649239386.jpeg" alt="Drei verhakte Büroklammern " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Drei verhakte Büroklammern " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Flexibel arbeiten? Warum New Work viele in den Dauerstress treibt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4537685" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9619631"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Grenzenlose-Arbeit-Wenn-Homeoffice-und-Flexibilitaet-zu-Burnout-fuehren-9619631.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1792" height="1007" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/3/7/6/8/5/homeoffice-burnout-stress-285d0cd471184d63.jpeg" alt="Homeoffice-Burnout: Überlastung und Stress im heimischen Büro" style="aspect-ratio:1792 / 1007"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1792" height="1007" alt="Homeoffice-Burnout: Überlastung und Stress im heimischen Büro" style="aspect-ratio:1792 / 1007;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Grenzenlose Arbeit: Wenn Homeoffice und Flexibilität zu Burnout führen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zu diesen Managementkonzepten passt das Homeoffice. Bisher klare Anweisungen für einzelne Arbeitsabläufe werden durch das Prinzip der "indirekten Steuerung" abgelöst. Das Arbeitsverhältnis soll zum Verhältnis "Dienstleister gegenüber Kunde" werden, um so scheinbar aus dem Heimarbeiter einen "Unternehmer im Unternehmen" zu machen.</p>
<p>Der einzelne Beschäftigte wird in eine Position gestellt, in der er nicht mehr vom Vorgesetzten angewiesen, sondern unmittelbar durch den Druck des Marktes gesteuert wird. Das bedeutet für viele Angestellte bedeutet die gewachsene Verantwortung eine Intensivierung der Arbeit und den Zwang zu überlangen Arbeitszeiten.</p>
<p>Beschäftigte nehmen diese Arbeitsweise zunächst als Befreiung vom bisherigen Prinzip "Befehl und Gehorsam" wahr, da eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen sind. Können die Ziele jedoch nicht erreicht werden, gibt es Druck.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4636849" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9807171"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Agiles-Arbeiten-und-Home-Office-Warum-der-Burnout-droht-9807171.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/3/6/8/4/9/labyrinth_y1-c3dbd466aff3a4e4.png" alt="Angestellter läuft Labyrinth zu" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Angestellter läuft Labyrinth zu" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Agiles Arbeiten und Home-Office: Warum der Burnout droht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4975294" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11073992"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Dauerstress-im-Homeoffice-Die-neue-Normalitaet-ist-schon-Realitaet-11073992.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/7/5/2/9/4/laptop-eb08304d2450e51d.jpeg" alt="Laptop mit Mikro, Kamera, Uhr und Mensch zwischen Büroklammer als App auf dem Bildschirm" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Laptop mit Mikro, Kamera, Uhr und Mensch zwischen Büroklammer als App auf dem Bildschirm" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dauerstress im Homeoffice: Die neue Normalität ist schon Realität</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Isoliert zu Hause, ohne Kontakt zu anderen Kollegen, dem Betriebsrat oder der Gewerkschaft, nehmen viele die Situation als gegeben hin. Die Leistungsdynamik eines Selbstständigen soll so für das Arbeitsverhältnis genutzt werden. Betroffene laufen Gefahr, ihre Energiereserven aufzubrauchen und riskieren emotionale Erschöpfung.</p>
<p>Allein auf sich gestellt können sich die modernen Heimarbeiter nicht schützen – zumal gleichzeitig die neue Technik dazu führt, dass sie jederzeit von Vorgesetzten zu Arbeitszwecken kontaktiert werden können. Diese ständige Erreichbarkeit erhöht den Druck und ist ein enormer Stressfaktor.</p>
Junge Männer verbringen zwei Stunden mehr allein als vor zehn Jahren. Eine britische Studie sieht die Ursache vor allem in der Arbeit im Homeoffice.</p>
<p>Immer mehr Menschen fühlen sich einsam. In Großbritannien sind junge <a href="https://www.resolutionfoundation.org/publications/all-by-myself/" rel="external noopener" target="_blank">Männer zwischen 18 und 29 Jahren</a> im Schnitt rund 6,5 Stunden ihrer wachen Zeit auf sich gestellt. Das entspricht etwa zwei Fünfteln des Tages und das sind zwei Stunden mehr als noch vor einem Jahrzehnt.</p>
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<p>Das hängt auch mit modernen Arbeitsformen zusammen, berichtet die britische Denkfabrik "Resolution Foundation" von eigenen Forschungen. "Bildschirmzeit ist der übliche Verdächtige in Diskussionen über den Anstieg der Einsamkeit unter jungen Menschen", sagt Parth Pandya von der Resolution Foundation. Der wichtigste Grund für die zusätzliche Zeit allein sei jedoch bezahlte Arbeit, die überwiegend im Homeoffice stattfinde.</p>
<p>Die Analyse spricht dafür, dass sich die Vereinsamung junger Menschen nicht allein mit privaten Gewohnheiten erklären lässt. Vielmehr haben sich die Arbeitsbedingungen geändert. Eine große Rolle spielt das Arbeiten zu Hause, das seit der Corona-Pandemie für einen großen Teil der Belegschaften Normalität ist.</p>
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<p>Die wenigsten Beschäftigten möchten ausschließlich zu Hause arbeiten, zeigt eine aktuelle <a href="https://www.wsi.de/de/faust-detail.htm?sync_id=HBS-009441" rel="external noopener" target="_blank">Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts</a> (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Häufig wünschen sie sich einfach etwas mehr an Homeoffice. Denn während sie durchschnittlich etwas weniger als zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten, läge ihre Wunschvorstellung im Schnitt eher bei 2,5 Tagen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Von einem Ausnahmephänomen vor der Pandemie wurde es als Instrument des Infektionsschutzes während der Pandemie ausgeweitet und pendelte sich nach der Pandemie auf einen Beschäftigtenanteil von etwa einem Drittel ein, der regelmäßig zu Hause arbeitet.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Während sich der Anteil der im Homeoffice geleisteten Arbeitsstunden gegenüber 2024 sogar geringfügig erhöhte, ist seit 2023 eine Ausdifferenzierung des Homeoffice dergestalt zu verzeichnen, dass weniger Leute ausschließlich im Betrieb und zu Hause arbeiten, und 'Hybrid-Modelle' von etwa 23 auf 27 Prozent zugenommen haben."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Helge Emmler, WSI</em></p>
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<p>Die Auswirkungen der modernen Arbeitsweise zeigen sich auch in der betrieblichen Mitbestimmung, etwa bei den Betriebsratswahlen in der IKT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnik). Christoph Heil, Gewerkschaftssekretär der ver.di-Bundesfachgruppe IKT, <a href="https://www.verdi.de/ikt/themen/mitbestimmung/analyse-betriebsratswahlen-2026" rel="external noopener" target="_blank">berichtet in seiner Analyse der Betriebsratswahlen 2026</a>:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"In der IKT-Branche arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Für die Betriebsratswahlvorstände bleibt es ein Problem, die Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice für die Wahlen zu aktivieren. Immer wieder hören wir von Beschäftigten, die zwar Briefwahlunterlagen erhalten haben, diese aber zur Seite legten und schließlich vergessen haben. Eine hohe Quote von Beschäftigten im Büro (Präsenz) erhöht tendenziell auch die Wahlbeteiligung."</p>
<p>Auch bereite die Postzustellung Probleme. Es wirke sich eine "deutliche Qualitätsverschlechterung im Briefbereich der Post" aus, erläutert Heil. So seien öfter Briefwahlunterlagen unverhältnismäßig lange unterwegs und kämen so stark verspätet bei den Betriebsratswahlvorständen an, dass die Stimmen ungültig seien.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4640838" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9814670"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Homeoffice-Komfortzone-oder-Arbeit-ohne-Grenzen-im-rechtsfreien-Raum-9814670.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/4/0/8/3/8/75229_1-e5db9e0575afc70d.png" alt="Homeoffice und Paragraphenzeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Homeoffice und Paragraphenzeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Homeoffice: Komfortzone oder Arbeit ohne Grenzen im rechtsfreien Raum?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5059007" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11248234"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Benzinsparen-durch-Homeoffice-Wenn-der-Betrieb-als-sozialer-Ort-verschwindet-11248234.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/9/0/0/7/homeofice-einzel_Zeichenfla__che_1-d479423a1eba17a1.gif" alt="Zwei Homeofficearbeiter in Kreisen, deren Schnittmenge nach unten fällt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zwei Homeofficearbeiter in Kreisen, deren Schnittmenge nach unten fällt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Benzinsparen durch Homeoffice: Wenn der Betrieb als sozialer Ort verschwindet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Insgesamt müsse mit einer signifikant gesunkenen Wahlbeteiligung im IKT-Bereich gegenüber 2022 gerechnet werden, so der Gewerkschafter. Das zeigt: Betriebe sind nicht nur Einheiten, in denen Beschäftigte gemeinsam Dienstleistungen erbringen.</p>
<p>Vielmehr sind es soziale Räume des Austausches und der informellen Kommunikation. Online-Kommunikation kann das offenbar nicht ausgleichen. Die Werbung von Mitgliedern durch Gewerkschafter vor Ort oder Haustürgespräche etwa der Kampagne "Deutsche Wohnen enteignen" in Berlin zeigen, wie wichtig das direkte Gespräch ist.</p>
<p>Die Probleme der Arbeitenden sind jedoch tiefgreifender. Heutige Managementkonzepte erleichtern Unternehmen die Steuerung mobiler Arbeit. Viele Arbeitsprozesse sind heute nicht mehr mit einer zentralen Steuerung regelbar.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5144718" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11409760"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Flexibel-arbeiten-Warum-New-Work-viele-in-den-Dauerstress-treibt-11409760.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/4/7/1/8/bu__roklammer-2-b-dd5bf96649239386.jpeg" alt="Drei verhakte Büroklammern " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Drei verhakte Büroklammern " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Flexibel arbeiten? Warum New Work viele in den Dauerstress treibt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4537685" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9619631"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Grenzenlose-Arbeit-Wenn-Homeoffice-und-Flexibilitaet-zu-Burnout-fuehren-9619631.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1792" height="1007" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/3/7/6/8/5/homeoffice-burnout-stress-285d0cd471184d63.jpeg" alt="Homeoffice-Burnout: Überlastung und Stress im heimischen Büro" style="aspect-ratio:1792 / 1007"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1792" height="1007" alt="Homeoffice-Burnout: Überlastung und Stress im heimischen Büro" style="aspect-ratio:1792 / 1007;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Grenzenlose Arbeit: Wenn Homeoffice und Flexibilität zu Burnout führen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zu diesen Managementkonzepten passt das Homeoffice. Bisher klare Anweisungen für einzelne Arbeitsabläufe werden durch das Prinzip der "indirekten Steuerung" abgelöst. Das Arbeitsverhältnis soll zum Verhältnis "Dienstleister gegenüber Kunde" werden, um so scheinbar aus dem Heimarbeiter einen "Unternehmer im Unternehmen" zu machen.</p>
<p>Der einzelne Beschäftigte wird in eine Position gestellt, in der er nicht mehr vom Vorgesetzten angewiesen, sondern unmittelbar durch den Druck des Marktes gesteuert wird. Das bedeutet für viele Angestellte bedeutet die gewachsene Verantwortung eine Intensivierung der Arbeit und den Zwang zu überlangen Arbeitszeiten.</p>
<p>Beschäftigte nehmen diese Arbeitsweise zunächst als Befreiung vom bisherigen Prinzip "Befehl und Gehorsam" wahr, da eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen sind. Können die Ziele jedoch nicht erreicht werden, gibt es Druck.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4636849" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9807171"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Agiles-Arbeiten-und-Home-Office-Warum-der-Burnout-droht-9807171.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/3/6/8/4/9/labyrinth_y1-c3dbd466aff3a4e4.png" alt="Angestellter läuft Labyrinth zu" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Angestellter läuft Labyrinth zu" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Agiles Arbeiten und Home-Office: Warum der Burnout droht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4975294" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11073992"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Dauerstress-im-Homeoffice-Die-neue-Normalitaet-ist-schon-Realitaet-11073992.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/7/5/2/9/4/laptop-eb08304d2450e51d.jpeg" alt="Laptop mit Mikro, Kamera, Uhr und Mensch zwischen Büroklammer als App auf dem Bildschirm" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Laptop mit Mikro, Kamera, Uhr und Mensch zwischen Büroklammer als App auf dem Bildschirm" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dauerstress im Homeoffice: Die neue Normalität ist schon Realität</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Isoliert zu Hause, ohne Kontakt zu anderen Kollegen, dem Betriebsrat oder der Gewerkschaft, nehmen viele die Situation als gegeben hin. Die Leistungsdynamik eines Selbstständigen soll so für das Arbeitsverhältnis genutzt werden. Betroffene laufen Gefahr, ihre Energiereserven aufzubrauchen und riskieren emotionale Erschöpfung.</p>
<p>Allein auf sich gestellt können sich die modernen Heimarbeiter nicht schützen – zumal gleichzeitig die neue Technik dazu führt, dass sie jederzeit von Vorgesetzten zu Arbeitszwecken kontaktiert werden können. Diese ständige Erreichbarkeit erhöht den Druck und ist ein enormer Stressfaktor.</p>
2026-09-29T06:00:00.000Z
urn:bid:5168746
2026-09-28T22:00:00.000Z
Geophysikalische Untersuchungen rund um das berühmteste Grab im Tal der Könige haben unterirdische Anomalien ans Licht gebracht. Was die Forscher vermuten.</p>
<p>Mehr als hundert Jahre nach der Entdeckung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/KV62" rel="external noopener" target="_blank">Grabes von Tutanchamun</a> könnten sich in unmittelbarer Nähe der berühmten Grabstätte im ägyptischen Tal der Könige verborgene Räume und Gänge befinden. Das legen zumindest neue geophysikalische Messungen nahe, die Forscher rund um das als KV62 bezeichnete Grab durchgeführt haben. Die Ergebnisse wurden kürzlich in einem <em>Nature</em>-Podcast <a href="https://www.nature.com/articles/d41586-026-02984-6" rel="external noopener" target="_blank">vorgestellt</a>.</p>
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<p>Mamdouh Eldamaty, Archäologe an der Ain Shams University in Kairo und ehemaliger ägyptischer Antikenminister, erklärte, die Befunde deuteten auf "ein mögliches verborgenes System aus Korridoren und Räumen" hin. Endgültige Gewissheit gibt es jedoch nicht. Unabhängige Experten betonen, dass belastbare Schlussfolgerungen erst nach weiteren Daten oder physischen Nachweisen möglich seien.</p>
<h3 class="subheading">Bodenradar und Schwerefelddaten</h3>
<p>Für die Untersuchung setzten die Forscher zwei Methoden ein: Bodenradar und Mikrogravimetrie. Letztere misst minimale Schwankungen des Erdschwerefeldes, aus denen sich Rückschlüsse auf Dichteunterschiede im Untergrund ziehen lassen – etwa dort, wo Hohlräume oder anders beschaffenes Material vorhanden ist.</p>
<p>Insgesamt wurden mehr als 1.200 Messpunkte auf einer Fläche von rund 35 Quadratmetern rund um das Grab erfasst.</p>
<p>Die Auswertung ergab mehrere Anomalien mit geringer Dichte, von denen einige rechtwinklige Strukturen aufweisen, die auf die Nordwand der Grabkammer ausgerichtet sind. George Ballard, Bauingenieur und Geophysikspezialist, der die Ergebnisse gemeinsam mit Daten früherer Untersuchungen analysierte, hält diese Merkmale für vereinbar mit von Menschenhand geschaffenen Hohlräumen.</p>
<p>Besonders auffällig ist ein rund zwei Meter breiter Korridor, der offenbar mit Schutt verfüllt ist und sich von der Grabkammer Tutanchamuns weg erstreckt. Ballard zufolge könnte dieser in früheren Untersuchungen übersehen worden sein, weil damalige Forscher primär nach großen, leeren Kammern direkt hinter der Grabwand gesucht hatten – und nicht nach schmaleren, verschütteten Gängen in etwas größerer Entfernung.</p>
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<p>Eine weitere Auffälligkeit, von den Forschern als "Anomalie 7" bezeichnet, besteht aus einer überwiegend Zone überwiegend niedriger Dichte, in deren Innerem sich ein annähernd quadratischer Bereich höherer Dichte abzeichnet.</p>
<p>Ballard zufolge könnte dies auf eine Kammer hindeuten, die Gegenstände enthält. Er räumte jedoch ein, dass die Messungen an den Grenzen dessen liegen, was die eingesetzten Technologien zuverlässig erfassen können.</p>
<h3 class="subheading">Eine alte These lebt wieder auf</h3>
<p>Die neuen Befunde verleihen einer seit Jahren diskutierten Hypothese neuen Auftrieb. Der britische Ägyptologe Nicholas Reeves hatte bereits 2015 <a href="https://www.factum-arte.com/pag/724/" rel="external noopener" target="_blank">argumentiert</a>, dass das Grab Tutanchamuns weitere Räume verbergen könnte – darunter womöglich die Grabkammer von Königin Nofretete, Halbschwester Tutanchamuns und Gemahlin des Pharaos Echnaton.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5033262" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11187345"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ramses-II-und-die-Kunst-der-historischen-Geschichtsfaelschung-11187345.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3617" height="2032" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/3/2/6/2/Templo_de_Rams__s_II__Abu_Simbel__Egipto__2022-04-02__DD_03-192d964d678d4a0f.jpeg" alt="Tempel von Ramses II. im heutigen Abu Simbel in Ägypten." style="aspect-ratio:3617 / 2032"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3617" height="2032" alt="Tempel von Ramses II. im heutigen Abu Simbel in Ägypten." style="aspect-ratio:3617 / 2032;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ramses II. und die Kunst der historischen Geschichtsfälschung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4992155" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11106904"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Antikes-Luxus-Vergnuegungsboot-vor-Alexandria-entdeckt-11106904.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/2/1/5/5/csm__8561248E_s_369c88fe70-90489934e01bb1ad.jpeg" alt="Ein Taucher bei einem Schiffswrack" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Ein Taucher bei einem Schiffswrack" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Antikes Luxus-Vergnügungsboot vor Alexandria entdeckt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Reeves stützte seine These auf Linien und Risse an der Nordwand der Grabkammer sowie auf Veränderungen in den antiken Wandmalereien, die seiner Ansicht nach auf eine verdeckte Tür hinweisen. Er vertrat die Auffassung, KV62 sei ursprünglich Teil eines größeren königlichen Grabkomplexes gewesen.</p>
<p>Als Tutanchamun unerwartet in jungem Alter starb, könnte ein Teil dieses Komplexes für seine Bestattung umgewidmet und andere Bereiche versiegelt worden sein. Dass das Grab für ein königliches Begräbnis ungewöhnlich klein ausfällt, gilt in der Fachwelt als ein Argument, das diese Theorie zumindest nicht ausschließt.</p>
<p>Frühere geophysikalische Untersuchungen hatten jedoch widersprüchliche Ergebnisse geliefert: Manche deuteten auf mögliche Hohlräume hin, andere fanden keine überzeugenden Belege.</p>
<h3 class="subheading">Vorsicht vor voreiligen Schlüssen</h3>
<p>Unabhängige Wissenschaftler reagieren auf die neuen Ergebnisse mit gedämpftem Interesse. Christopher Gaffney, Archäologe und GPR-Spezialist an der University of Bradford, <a href="https://www.heritagedaily.com/2026/09/new-evidence-points-to-possible-hidden-chambers-beyond-tutankhamuns-tomb/159329" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete</a> die Forschung als "faszinierend", erklärte jedoch, die bislang veröffentlichten Informationen reichten für eine abschließende Beurteilung nicht aus.</p>
<p>Peter Styles, Geophysiker an der Keele University, hielt die Mikrogravimetrie-Daten zwar für ein Indiz, das die Existenz von Kammern plausibel erscheinen lasse, forderte aber ebenfalls detailliertere Daten.</p>
<p>Selbst wenn sich verborgene Räume bestätigen sollten, wäre damit noch nichts über deren Inhalt gesagt. Die Hohlräume könnten Lagerräume oder Teile eines älteren Grabkomplexes sein. Zudem weisen Forscher darauf hin, dass Sturzfluten im Tal der Könige in der Vergangenheit erhebliche Schäden angerichtet haben, was etwaige Kammern beschädigt haben könnte. Von der Grabkammer Nofretetes, geschweige denn von ihren Überresten, gibt es bislang keine Spur.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5019802" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11160850"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Bau-der-Cheops-Pyramide-Flaschenzuege-statt-Rampen-und-Kraene-11160850.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1836" height="1031" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/9/8/0/2/die_Pyramide_im_Querschnitt-c930a219c03ebe78.jpeg" alt="Querschnitt durch die Cheops-Pyramide." style="aspect-ratio:1836 / 1031"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1836" height="1031" alt="Querschnitt durch die Cheops-Pyramide." style="aspect-ratio:1836 / 1031;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Bau der Cheops-Pyramide: Flaschenzüge statt Rampen und Kräne?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zahi Hawass, ebenfalls früherer ägyptischer Antikenminister, hatte vergangenes Jahr angedeutet, dass bevorstehende Funde langjährige Rätsel der Ägyptologie lösen könnten.</p>
<p>Er verwies damals auf einen neu entdeckten Gang in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cheops-Pyramide" rel="external noopener" target="_blank">Großen Pyramide von Gizeh</a>. Einige Experten brachten diese Ankündigung mit den fehlenden Gräbern von Nofretete und dem Baumeister Imhotep in Verbindung. Ob die aktuellen Befunde rund um KV62 damit zusammenhängen, ist unklar.</p>
<h3 class="subheading">Kleine Bohrlöcher als nächster Schritt</h3>
<p>Um Klarheit zu gewinnen, schlägt das Forscherteam vor, mehrere schmale Bohrlöcher mit einem Durchmesser von etwa sieben bis acht Zentimetern anzulegen – und zwar von der Oberfläche aus in Richtung der stärksten Niederdichte-Anomalie, die sich mehrere Meter nördlich der Grabkammer Tutanchamuns befindet. Durch diese Öffnungen sollen ferngesteuerte Miniaturfahrzeuge mit 360-Grad-Kameras eingeführt werden, die bereits erprobt werden und etwaige unterirdische Hohlräume aus nächster Nähe erkunden könnten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5149862" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11419311"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kolumbiens-vorspanische-Kanalsysteme-Gemeinschaftswerk-statt-Herrschaftsprojekt-11419311.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1642" height="923" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/9/8/6/2/watercolumbia-fa814ab62c139ac0.jpeg" alt="Kanäle und Dämme in grüner Landschaft" style="aspect-ratio:1642 / 923"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1642" height="923" alt="Kanäle und Dämme in grüner Landschaft" style="aspect-ratio:1642 / 923;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kolumbiens vorspanische Kanalsysteme: Gemeinschaftswerk statt Herrschaftsprojekt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5165430" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11453844"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Etruskische-Graeber-Wie-die-Anlagen-die-Wahrnehmung-veraendert-haben-11453844.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 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md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Etruskische Gräber: Wie die Anlagen die Wahrnehmung verändert haben</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5109546" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11350285"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Raetselhafte-Rituale-im-Stein-Einzigartige-Maya-Staette-entdeckt-11350285.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1640" height="922" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/9/5/4/6/Expertos_descubren_asentamiento_y_estela_u__nicos_en_Coatepec_durante_un_Salvamento_Arqueolo__gico_4-41_screenshot-35554db778429259.png" alt="Zwei Personen auf einer Steinplatte dargestellt halten die Hände zum Empfang von etwas hin" style="aspect-ratio:1640 / 922"><img 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Einzigartige Maya-Stätte entdeckt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Bevor entsprechende Arbeiten beginnen können, ist jedoch die Genehmigung des Obersten Rates für Altertümer Ägyptens erforderlich. Liegt diese vor, könnte die Erkundung nach Angaben des Teams frühestens im November 2026 starten.</p>
<p>Bis dahin bleiben die unterirdischen Anomalien das, was sie derzeit sind: ein vielversprechender, aber noch ungesicherter Befund. Ob sich hinter den Wänden von Tutanchamuns Grab tatsächlich ein weiterer Abschnitt der altägyptischen Geschichte verbirgt, werden erst physische Untersuchungen zeigen können.</p>
<p><strong>Die Vorstellung der Ergebnisse im <em>Nature</em>-Podcast:</strong></p>
<figure class="video akwa-inline-video video--fullwidth">
<embetty-video type="youtube" video-id="Yd0XIjWKzs8"></embetty-video>
</figure>
Geophysikalische Untersuchungen rund um das berühmteste Grab im Tal der Könige haben unterirdische Anomalien ans Licht gebracht. Was die Forscher vermuten.</p>
<p>Mehr als hundert Jahre nach der Entdeckung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/KV62" rel="external noopener" target="_blank">Grabes von Tutanchamun</a> könnten sich in unmittelbarer Nähe der berühmten Grabstätte im ägyptischen Tal der Könige verborgene Räume und Gänge befinden. Das legen zumindest neue geophysikalische Messungen nahe, die Forscher rund um das als KV62 bezeichnete Grab durchgeführt haben. Die Ergebnisse wurden kürzlich in einem <em>Nature</em>-Podcast <a href="https://www.nature.com/articles/d41586-026-02984-6" rel="external noopener" target="_blank">vorgestellt</a>.</p>
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<a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video>
</figure>
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<p>Mamdouh Eldamaty, Archäologe an der Ain Shams University in Kairo und ehemaliger ägyptischer Antikenminister, erklärte, die Befunde deuteten auf "ein mögliches verborgenes System aus Korridoren und Räumen" hin. Endgültige Gewissheit gibt es jedoch nicht. Unabhängige Experten betonen, dass belastbare Schlussfolgerungen erst nach weiteren Daten oder physischen Nachweisen möglich seien.</p>
<h3 class="subheading">Bodenradar und Schwerefelddaten</h3>
<p>Für die Untersuchung setzten die Forscher zwei Methoden ein: Bodenradar und Mikrogravimetrie. Letztere misst minimale Schwankungen des Erdschwerefeldes, aus denen sich Rückschlüsse auf Dichteunterschiede im Untergrund ziehen lassen – etwa dort, wo Hohlräume oder anders beschaffenes Material vorhanden ist.</p>
<p>Insgesamt wurden mehr als 1.200 Messpunkte auf einer Fläche von rund 35 Quadratmetern rund um das Grab erfasst.</p>
<p>Die Auswertung ergab mehrere Anomalien mit geringer Dichte, von denen einige rechtwinklige Strukturen aufweisen, die auf die Nordwand der Grabkammer ausgerichtet sind. George Ballard, Bauingenieur und Geophysikspezialist, der die Ergebnisse gemeinsam mit Daten früherer Untersuchungen analysierte, hält diese Merkmale für vereinbar mit von Menschenhand geschaffenen Hohlräumen.</p>
<p>Besonders auffällig ist ein rund zwei Meter breiter Korridor, der offenbar mit Schutt verfüllt ist und sich von der Grabkammer Tutanchamuns weg erstreckt. Ballard zufolge könnte dieser in früheren Untersuchungen übersehen worden sein, weil damalige Forscher primär nach großen, leeren Kammern direkt hinter der Grabwand gesucht hatten – und nicht nach schmaleren, verschütteten Gängen in etwas größerer Entfernung.</p>
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<p>Eine weitere Auffälligkeit, von den Forschern als "Anomalie 7" bezeichnet, besteht aus einer überwiegend Zone überwiegend niedriger Dichte, in deren Innerem sich ein annähernd quadratischer Bereich höherer Dichte abzeichnet.</p>
<p>Ballard zufolge könnte dies auf eine Kammer hindeuten, die Gegenstände enthält. Er räumte jedoch ein, dass die Messungen an den Grenzen dessen liegen, was die eingesetzten Technologien zuverlässig erfassen können.</p>
<h3 class="subheading">Eine alte These lebt wieder auf</h3>
<p>Die neuen Befunde verleihen einer seit Jahren diskutierten Hypothese neuen Auftrieb. Der britische Ägyptologe Nicholas Reeves hatte bereits 2015 <a href="https://www.factum-arte.com/pag/724/" rel="external noopener" target="_blank">argumentiert</a>, dass das Grab Tutanchamuns weitere Räume verbergen könnte – darunter womöglich die Grabkammer von Königin Nofretete, Halbschwester Tutanchamuns und Gemahlin des Pharaos Echnaton.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5033262" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11187345"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ramses-II-und-die-Kunst-der-historischen-Geschichtsfaelschung-11187345.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3617" height="2032" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/3/2/6/2/Templo_de_Rams__s_II__Abu_Simbel__Egipto__2022-04-02__DD_03-192d964d678d4a0f.jpeg" alt="Tempel von Ramses II. im heutigen Abu Simbel in Ägypten." style="aspect-ratio:3617 / 2032"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3617" height="2032" alt="Tempel von Ramses II. im heutigen Abu Simbel in Ägypten." style="aspect-ratio:3617 / 2032;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ramses II. und die Kunst der historischen Geschichtsfälschung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4992155" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11106904"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Antikes-Luxus-Vergnuegungsboot-vor-Alexandria-entdeckt-11106904.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/2/1/5/5/csm__8561248E_s_369c88fe70-90489934e01bb1ad.jpeg" alt="Ein Taucher bei einem Schiffswrack" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Ein Taucher bei einem Schiffswrack" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Antikes Luxus-Vergnügungsboot vor Alexandria entdeckt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Reeves stützte seine These auf Linien und Risse an der Nordwand der Grabkammer sowie auf Veränderungen in den antiken Wandmalereien, die seiner Ansicht nach auf eine verdeckte Tür hinweisen. Er vertrat die Auffassung, KV62 sei ursprünglich Teil eines größeren königlichen Grabkomplexes gewesen.</p>
<p>Als Tutanchamun unerwartet in jungem Alter starb, könnte ein Teil dieses Komplexes für seine Bestattung umgewidmet und andere Bereiche versiegelt worden sein. Dass das Grab für ein königliches Begräbnis ungewöhnlich klein ausfällt, gilt in der Fachwelt als ein Argument, das diese Theorie zumindest nicht ausschließt.</p>
<p>Frühere geophysikalische Untersuchungen hatten jedoch widersprüchliche Ergebnisse geliefert: Manche deuteten auf mögliche Hohlräume hin, andere fanden keine überzeugenden Belege.</p>
<h3 class="subheading">Vorsicht vor voreiligen Schlüssen</h3>
<p>Unabhängige Wissenschaftler reagieren auf die neuen Ergebnisse mit gedämpftem Interesse. Christopher Gaffney, Archäologe und GPR-Spezialist an der University of Bradford, <a href="https://www.heritagedaily.com/2026/09/new-evidence-points-to-possible-hidden-chambers-beyond-tutankhamuns-tomb/159329" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete</a> die Forschung als "faszinierend", erklärte jedoch, die bislang veröffentlichten Informationen reichten für eine abschließende Beurteilung nicht aus.</p>
<p>Peter Styles, Geophysiker an der Keele University, hielt die Mikrogravimetrie-Daten zwar für ein Indiz, das die Existenz von Kammern plausibel erscheinen lasse, forderte aber ebenfalls detailliertere Daten.</p>
<p>Selbst wenn sich verborgene Räume bestätigen sollten, wäre damit noch nichts über deren Inhalt gesagt. Die Hohlräume könnten Lagerräume oder Teile eines älteren Grabkomplexes sein. Zudem weisen Forscher darauf hin, dass Sturzfluten im Tal der Könige in der Vergangenheit erhebliche Schäden angerichtet haben, was etwaige Kammern beschädigt haben könnte. Von der Grabkammer Nofretetes, geschweige denn von ihren Überresten, gibt es bislang keine Spur.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5019802" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11160850"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Bau-der-Cheops-Pyramide-Flaschenzuege-statt-Rampen-und-Kraene-11160850.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1836" height="1031" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/9/8/0/2/die_Pyramide_im_Querschnitt-c930a219c03ebe78.jpeg" alt="Querschnitt durch die Cheops-Pyramide." style="aspect-ratio:1836 / 1031"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1836" height="1031" alt="Querschnitt durch die Cheops-Pyramide." style="aspect-ratio:1836 / 1031;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Bau der Cheops-Pyramide: Flaschenzüge statt Rampen und Kräne?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zahi Hawass, ebenfalls früherer ägyptischer Antikenminister, hatte vergangenes Jahr angedeutet, dass bevorstehende Funde langjährige Rätsel der Ägyptologie lösen könnten.</p>
<p>Er verwies damals auf einen neu entdeckten Gang in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cheops-Pyramide" rel="external noopener" target="_blank">Großen Pyramide von Gizeh</a>. Einige Experten brachten diese Ankündigung mit den fehlenden Gräbern von Nofretete und dem Baumeister Imhotep in Verbindung. Ob die aktuellen Befunde rund um KV62 damit zusammenhängen, ist unklar.</p>
<h3 class="subheading">Kleine Bohrlöcher als nächster Schritt</h3>
<p>Um Klarheit zu gewinnen, schlägt das Forscherteam vor, mehrere schmale Bohrlöcher mit einem Durchmesser von etwa sieben bis acht Zentimetern anzulegen – und zwar von der Oberfläche aus in Richtung der stärksten Niederdichte-Anomalie, die sich mehrere Meter nördlich der Grabkammer Tutanchamuns befindet. Durch diese Öffnungen sollen ferngesteuerte Miniaturfahrzeuge mit 360-Grad-Kameras eingeführt werden, die bereits erprobt werden und etwaige unterirdische Hohlräume aus nächster Nähe erkunden könnten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5149862" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11419311"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kolumbiens-vorspanische-Kanalsysteme-Gemeinschaftswerk-statt-Herrschaftsprojekt-11419311.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1642" height="923" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/9/8/6/2/watercolumbia-fa814ab62c139ac0.jpeg" alt="Kanäle und Dämme in grüner Landschaft" style="aspect-ratio:1642 / 923"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1642" height="923" alt="Kanäle und Dämme in grüner Landschaft" style="aspect-ratio:1642 / 923;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kolumbiens vorspanische Kanalsysteme: Gemeinschaftswerk statt Herrschaftsprojekt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5165430" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11453844"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Etruskische-Graeber-Wie-die-Anlagen-die-Wahrnehmung-veraendert-haben-11453844.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 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md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Etruskische Gräber: Wie die Anlagen die Wahrnehmung verändert haben</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5109546" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11350285"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Raetselhafte-Rituale-im-Stein-Einzigartige-Maya-Staette-entdeckt-11350285.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1640" height="922" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/9/5/4/6/Expertos_descubren_asentamiento_y_estela_u__nicos_en_Coatepec_durante_un_Salvamento_Arqueolo__gico_4-41_screenshot-35554db778429259.png" alt="Zwei Personen auf einer Steinplatte dargestellt halten die Hände zum Empfang von etwas hin" style="aspect-ratio:1640 / 922"><img 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Einzigartige Maya-Stätte entdeckt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Bevor entsprechende Arbeiten beginnen können, ist jedoch die Genehmigung des Obersten Rates für Altertümer Ägyptens erforderlich. Liegt diese vor, könnte die Erkundung nach Angaben des Teams frühestens im November 2026 starten.</p>
<p>Bis dahin bleiben die unterirdischen Anomalien das, was sie derzeit sind: ein vielversprechender, aber noch ungesicherter Befund. Ob sich hinter den Wänden von Tutanchamuns Grab tatsächlich ein weiterer Abschnitt der altägyptischen Geschichte verbirgt, werden erst physische Untersuchungen zeigen können.</p>
<p><strong>Die Vorstellung der Ergebnisse im <em>Nature</em>-Podcast:</strong></p>
<figure class="video akwa-inline-video video--fullwidth">
<embetty-video type="youtube" video-id="Yd0XIjWKzs8"></embetty-video>
</figure>
2026-09-28T22:00:00.000Z
urn:bid:5172725
2026-09-28T13:15:00.000Z
Jens Spahn gibt seinen Sitz im Haushaltsausschuss ab. Gut so. Doch das eigentliche Problem heißt nicht Sardinien, sondern Masken. Ein Kommentar.</p>
<p>Manche Wochen beginnen erfreulich: Jens Spahn (CDU) verzichtet jetzt auf seinen Sitz im Haushaltsausschuss des Bundestags.</p>
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<p>Die Unionsfraktion hatte ihn erst Anfang September dorthin entsandt, vor wenigen Tagen folgte der nächste Eklat: Seine Parteikollegen wollten, dass er <a href="https://www.telepolis.de/article/Nach-Sardinien-Foto-CDU-will-Spahn-aus-maechtigem-Haushaltsgremium-draengen-11467066.html">aus dem mächtigen Haushaltsausschuss abgezogen</a> wird. Sein Fehlen bei Ausschusssitzungen hatte ihn dieses Mal in Verruf gebracht. Die Fraktionsführung gewährte ihm zunächst noch eine Bewährungsfrist bis Jahresende.</p>
<h3 class="subheading">Der Rückzug: Warum Spahn den Haushaltsausschuss verlässt</h3>
<p>Dabei hätte Spahn eigentlich nie in den Ausschuss entsandt werden dürfen: Zu frisch sind die Erinnerungen an seine Zeit als Gesundheitsminister und seinen laxen Umgang mit Steuergeldern bei Maskenbestellungen in der Coronapandemie. Ein Sonderbericht hatte sein Wirken als "<a href="https://www.telepolis.de/article/Offener-Rechtsbruch-Der-Spahn-Bericht-zu-dubiosen-Maskendeals-wird-illegal-zurueckgehalten-10450691.html">Drama in Milliarden-Höhe</a>" bezeichnet.</p>
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<p>Dass ausgerechnet er über Steuergelder wachen sollte, war vor diesem Hintergrund ein schlechter Scherz. Das hat sich zum Glück vorerst erledigt.</p>
<p><a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/bundestag-spahn-zieht-sich-aus-haushaltsausschuss-zurueck-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260928-930-756298" rel="external noopener" target="_blank">In seiner Nachricht an die Unionskollegen</a>, aus der verschiedene Medien zitieren, klagt Spahn: "Alles rund um meine Person ist aktuell so politisiert, dass ein normales Arbeiten kaum möglich sein wird." Zudem sei sein Rücktritt als Fraktionschef im Juli noch viel zu frisch.</p>
<p>Ein Berufspolitiker, der über die Politisierung seiner Person und seines Wirkens stöhnt – das hat schon etwas, man möchte es kaum aussprechen: etwas Weinerliches.</p>
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<p>Dabei hat Jens Spahn – so legte der Sonderbericht nahe – eigentlich ein großes Ego und kein Problem damit, politische Entscheidungen auch mit seiner Person zu verknüpfen. Gegen den Rat seiner Fachabteilungen habe er sich, <a href="https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/spahn-corona-masken-100.html" rel="external noopener" target="_blank">so zitiert</a> <em>tagesschau.de</em>, in den Kopf gesetzt, die Maskenbeschaffung allein meistern zu wollen. Politischer Ehrgeiz und fehlendes ökonomisches Verständnis hätten demnach dazu geführt, dass nicht als "Team Staat", sondern als "Team Ich" gehandelt wurde. </p>
<h3 class="subheading">Die Maskenaffäre: Sechs Milliarden Euro, zwei Drittel ungenutzt</h3>
<p>Die Folge davon: Für knapp sechs Milliarden Euro aus Steuergeldern wurden Masken beschafft, von denen rund zwei Drittel am Ende nicht benötigt wurden.</p>
<p>Damit aber nicht genug: Laut dem <a href="https://www.telepolis.de/article/Maskendeals-Spahns-teure-Corona-Altlasten-kommen-ans-Licht-10476116.html">Bericht zu den Maskendeals</a> beanstandete sein Ministerium, dass der TÜV Nord 48 Prozent der FFP2-Masken des Schweizer Händlers Emix bemängelt hatte. Eine Vereinbarung vom 18. Mai 2020 erkannte dennoch einen Großteil der mangelhaften Ware als mängelfrei an und gewährte Emix Nachlieferfristen bis Ende 2020.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4878723" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10450691"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Offener-Rechtsbruch-Der-Spahn-Bericht-zu-dubiosen-Maskendeals-wird-illegal-zurueckgehalten-10450691.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2124" height="1194" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/7/8/7/2/3/Bildschirmfoto_2025-06-17_um_23-a4de5111de2fae9c.png" style="aspect-ratio:2124 / 1194"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2124" height="1194" style="aspect-ratio:2124 / 1194;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Offener Rechtsbruch: Der Spahn-Bericht zu dubiosen Maskendeals wird illegal zurückgehalten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sonderermittlerin Margaretha Sudhof konnte nicht erkennen, inwiefern das die Interessen des Bundes angemessen abbildete. Spahn war laut den Fußnoten ihres Berichts persönlich in die Bestellungen eingebunden.</p>
<p>Die Aufarbeitung selbst geriet zur Farce: Der Bericht wurde im Ministerium <a href="https://www.telepolis.de/article/Offener-Rechtsbruch-Der-Spahn-Bericht-zu-dubiosen-Maskendeals-wird-illegal-zurueckgehalten-10450691.html">zunächst zurückgehalten</a>, dem Haushaltsausschuss nur geschwärzt vorgelegt. Kritiker warfen Spahn vor, nicht nur gegen fachlichen Rat groß eingekauft, sondern auch Firmen aus seiner Heimatregion begünstigt zu haben. Abschließend geprüft dürften diese Anschuldigungen noch nicht sein – aber es wäre sicherlich gut, wenn hier mehr Licht ins Dunkel gebracht würde.</p>
<h3 class="subheading">Das eigentlich Bittere: Fehltage statt Maskenaffäre</h3>
<p>Das wären eigentlich genug Gründe, um Spahn nicht in den Haushaltsausschuss zu entsenden. Wer in der Vergangenheit so leichtfertig mit Steuergeldern umgegangen ist, dem nimmt man nicht ernsthaft ab, dass er auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Geldern drängt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5172105" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11467066"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nach-Sardinien-Foto-CDU-will-Spahn-aus-maechtigem-Haushaltsgremium-draengen-11467066.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7372" height="4142" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/2/1/0/5/shutterstock_2687323809-24c66fce40ed95d7.jpeg" alt="Jens Spahn bei einer Pressekonferenz" style="aspect-ratio:7372 / 4142"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7372" height="4142" alt="Jens Spahn bei einer Pressekonferenz" style="aspect-ratio:7372 / 4142;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nach Sardinien-Foto: CDU will Spahn aus mächtigem Haushaltsgremium drängen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dass Spahn jetzt über Fehltage in einer Sitzungswoche und ein Foto vom Flughafen auf Sardinien stolpert und nicht über sein früheres Wirken, das ist das eigentlich Bittere an der ganzen Geschichte.</p>
Jens Spahn gibt seinen Sitz im Haushaltsausschuss ab. Gut so. Doch das eigentliche Problem heißt nicht Sardinien, sondern Masken. Ein Kommentar.</p>
<p>Manche Wochen beginnen erfreulich: Jens Spahn (CDU) verzichtet jetzt auf seinen Sitz im Haushaltsausschuss des Bundestags.</p>
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<p>Die Unionsfraktion hatte ihn erst Anfang September dorthin entsandt, vor wenigen Tagen folgte der nächste Eklat: Seine Parteikollegen wollten, dass er <a href="https://www.telepolis.de/article/Nach-Sardinien-Foto-CDU-will-Spahn-aus-maechtigem-Haushaltsgremium-draengen-11467066.html">aus dem mächtigen Haushaltsausschuss abgezogen</a> wird. Sein Fehlen bei Ausschusssitzungen hatte ihn dieses Mal in Verruf gebracht. Die Fraktionsführung gewährte ihm zunächst noch eine Bewährungsfrist bis Jahresende.</p>
<h3 class="subheading">Der Rückzug: Warum Spahn den Haushaltsausschuss verlässt</h3>
<p>Dabei hätte Spahn eigentlich nie in den Ausschuss entsandt werden dürfen: Zu frisch sind die Erinnerungen an seine Zeit als Gesundheitsminister und seinen laxen Umgang mit Steuergeldern bei Maskenbestellungen in der Coronapandemie. Ein Sonderbericht hatte sein Wirken als "<a href="https://www.telepolis.de/article/Offener-Rechtsbruch-Der-Spahn-Bericht-zu-dubiosen-Maskendeals-wird-illegal-zurueckgehalten-10450691.html">Drama in Milliarden-Höhe</a>" bezeichnet.</p>
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<p>Dass ausgerechnet er über Steuergelder wachen sollte, war vor diesem Hintergrund ein schlechter Scherz. Das hat sich zum Glück vorerst erledigt.</p>
<p><a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/bundestag-spahn-zieht-sich-aus-haushaltsausschuss-zurueck-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260928-930-756298" rel="external noopener" target="_blank">In seiner Nachricht an die Unionskollegen</a>, aus der verschiedene Medien zitieren, klagt Spahn: "Alles rund um meine Person ist aktuell so politisiert, dass ein normales Arbeiten kaum möglich sein wird." Zudem sei sein Rücktritt als Fraktionschef im Juli noch viel zu frisch.</p>
<p>Ein Berufspolitiker, der über die Politisierung seiner Person und seines Wirkens stöhnt – das hat schon etwas, man möchte es kaum aussprechen: etwas Weinerliches.</p>
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<p>Dabei hat Jens Spahn – so legte der Sonderbericht nahe – eigentlich ein großes Ego und kein Problem damit, politische Entscheidungen auch mit seiner Person zu verknüpfen. Gegen den Rat seiner Fachabteilungen habe er sich, <a href="https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/spahn-corona-masken-100.html" rel="external noopener" target="_blank">so zitiert</a> <em>tagesschau.de</em>, in den Kopf gesetzt, die Maskenbeschaffung allein meistern zu wollen. Politischer Ehrgeiz und fehlendes ökonomisches Verständnis hätten demnach dazu geführt, dass nicht als "Team Staat", sondern als "Team Ich" gehandelt wurde. </p>
<h3 class="subheading">Die Maskenaffäre: Sechs Milliarden Euro, zwei Drittel ungenutzt</h3>
<p>Die Folge davon: Für knapp sechs Milliarden Euro aus Steuergeldern wurden Masken beschafft, von denen rund zwei Drittel am Ende nicht benötigt wurden.</p>
<p>Damit aber nicht genug: Laut dem <a href="https://www.telepolis.de/article/Maskendeals-Spahns-teure-Corona-Altlasten-kommen-ans-Licht-10476116.html">Bericht zu den Maskendeals</a> beanstandete sein Ministerium, dass der TÜV Nord 48 Prozent der FFP2-Masken des Schweizer Händlers Emix bemängelt hatte. Eine Vereinbarung vom 18. Mai 2020 erkannte dennoch einen Großteil der mangelhaften Ware als mängelfrei an und gewährte Emix Nachlieferfristen bis Ende 2020.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4878723" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10450691"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Offener-Rechtsbruch-Der-Spahn-Bericht-zu-dubiosen-Maskendeals-wird-illegal-zurueckgehalten-10450691.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2124" height="1194" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/7/8/7/2/3/Bildschirmfoto_2025-06-17_um_23-a4de5111de2fae9c.png" style="aspect-ratio:2124 / 1194"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2124" height="1194" style="aspect-ratio:2124 / 1194;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Offener Rechtsbruch: Der Spahn-Bericht zu dubiosen Maskendeals wird illegal zurückgehalten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sonderermittlerin Margaretha Sudhof konnte nicht erkennen, inwiefern das die Interessen des Bundes angemessen abbildete. Spahn war laut den Fußnoten ihres Berichts persönlich in die Bestellungen eingebunden.</p>
<p>Die Aufarbeitung selbst geriet zur Farce: Der Bericht wurde im Ministerium <a href="https://www.telepolis.de/article/Offener-Rechtsbruch-Der-Spahn-Bericht-zu-dubiosen-Maskendeals-wird-illegal-zurueckgehalten-10450691.html">zunächst zurückgehalten</a>, dem Haushaltsausschuss nur geschwärzt vorgelegt. Kritiker warfen Spahn vor, nicht nur gegen fachlichen Rat groß eingekauft, sondern auch Firmen aus seiner Heimatregion begünstigt zu haben. Abschließend geprüft dürften diese Anschuldigungen noch nicht sein – aber es wäre sicherlich gut, wenn hier mehr Licht ins Dunkel gebracht würde.</p>
<h3 class="subheading">Das eigentlich Bittere: Fehltage statt Maskenaffäre</h3>
<p>Das wären eigentlich genug Gründe, um Spahn nicht in den Haushaltsausschuss zu entsenden. Wer in der Vergangenheit so leichtfertig mit Steuergeldern umgegangen ist, dem nimmt man nicht ernsthaft ab, dass er auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Geldern drängt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5172105" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11467066"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nach-Sardinien-Foto-CDU-will-Spahn-aus-maechtigem-Haushaltsgremium-draengen-11467066.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7372" height="4142" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/2/1/0/5/shutterstock_2687323809-24c66fce40ed95d7.jpeg" alt="Jens Spahn bei einer Pressekonferenz" style="aspect-ratio:7372 / 4142"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7372" height="4142" alt="Jens Spahn bei einer Pressekonferenz" style="aspect-ratio:7372 / 4142;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nach Sardinien-Foto: CDU will Spahn aus mächtigem Haushaltsgremium drängen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dass Spahn jetzt über Fehltage in einer Sitzungswoche und ein Foto vom Flughafen auf Sardinien stolpert und nicht über sein früheres Wirken, das ist das eigentlich Bittere an der ganzen Geschichte.</p>
2026-09-28T13:15:00.000Z
urn:bid:5171724
2026-09-28T12:00:00.000Z
21 Millionen Tonnen Seltene Erden, zweitgrößte Reserven weltweit – doch die Wertschöpfung findet im Ausland statt. Lulas neues Gesetz soll das ändern.</p>
<p>Brasiliens Kongress hat gerade ein Gesetz verabschiedet, das eine Politik für kritische und strategische Mineralien etabliert. Die Mitte September in Kraft getretene Regelung sieht finanzielle Anreize von bis zu umgerechnet etwa 1,4 Milliarden US-Dollar vor, wie das Fachportal <em>Mining.com</em> <a href="https://www.mining.com/web/brazils-congress-approves-bill-establishing-national-policy-on-critical-minerals/" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>.</p>
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<p>Das Gesetz schafft einen Garantiefonds für mineralische Aktivitäten, bekannt als Fgam, mit einer anfänglichen Einlage von 400 Mio. US-Dollar durch Brasilia. Der Fonds darf ausschließlich Projekte unterstützen, die entsprechend der neuen <a href="https://www.gov.br/mme/pt-br/assuntos/secretarias/geologia-mineracao-e-transformacao-mineral/pro-minerais-estrategicos/FolderPolticaPrMineraisEstratgicosversoingls.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Strategie</a> als prioritär eingestuft werden.</p>
<p>Zusätzlich sind Steuergutschriften über fünf Milliarden Real über einen Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Lula fordert Ende des Rohstoffverkaufs "für fast nichts"</strong></h3>
<p>Bei der Unterzeichnung des Gesetzes betonte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die Notwendigkeit größerer Investitionen in die Ausbildung von Fachkräften für einen Markt, der aut einer Analyse des Thinktanks Cebri <a href="https://cebri.org/media/docs/CEBRIPresentation-MCE.pdf" rel="external noopener" target="_blank">expandieren</a> wird. Er <a href="https://datamarnews.com/noticias/brazil-launches-critical-minerals-policy-with-up-to-r7bn-in-incentives/" rel="external noopener" target="_blank">forderte</a> Universitäten und Bundesinstitute auf, neue Studiengänge zu entwickeln, damit Brasilien bei der Vorbereitung der Arbeitskräfte nicht hinter anderen Ländern zurückbleibt.</p>
<p>Der Präsident unterstrich die Wichtigkeit, eine heimische Bergbauindustrie mit stärkerer Industrialisierung sowie Raffinerie- und Produktionstechnologie in Brasilien aufzubauen. Zudem kritisierte er jene, die versuchten, kritische Rohstoffe "für fast nichts" an die Vereinigten Staaten zu verkaufen.</p>
<p>"Wir werden nicht zulassen, dass sich die Geschichte wiederholt. Lasst Brasiliens Feinde das ein für alle Mal verstehen. Unsere Souveränität steht nicht zum Verkauf. Brasiliens Reichtum hat nur einen Besitzer: das brasilianische Volk", sagte Lula.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Der neue Nationale Rat: Wer künftig über Brasiliens Rohstoffe entscheidet</strong></h3>
<p>Lula unterzeichnete zudem ein Dekret, das einen Nationalen Rat für die Industrialisierung kritischer und strategischer Mineralien einrichtet. Der Rat wird für die Koordinierung, Planung und Überwachung der nationalen Strategie verantwortlich sein und öffentliche Maßnahmen vorschlagen, die auf die Entwicklung von Lieferketten für kritische und strategische Mineralien abzielen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4504455" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9540179"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Brasilien-vom-Wasserkraft-Giganten-zum-Vorreiter-bei-Solar-und-Windenergie-9540179.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/0/4/4/5/5/scheune-mit-solarzellen-brasilien-91c34d991a89c8d1.jpeg" alt="Scheune mit Solarzellen - Nachhaltige Energie im ländlichen Brasilien" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1920" height="1079" alt="Scheune mit Solarzellen - Nachhaltige Energie im ländlichen Brasilien" style="aspect-ratio:1920 / 1079;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Brasilien – vom Wasserkraft-Giganten zum Vorreiter bei Solar- und Windenergie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Brasilien verfügt über etwa 21 Millionen metrische Tonnen kartierter Reserven Seltener Erden – die zweitgrößte Menge weltweit nach China mit ungefähr 44 Millionen Tonnen. Und das, obwohl bisher nur etwa 25 Prozent des brasilianischen Territoriums entsprechend kartiert wurden, was vermuten lässt, dass bedeutende Ressourcen möglicherweise unentdeckt bleiben.</p>
<p>Die Fülle an Rohstoffen hat das Interesse von Ländern geweckt, die ihre Abhängigkeit von China verringern wollen, wie den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Seltene Erden gelten als wesentlich für Technologien in Schlüsselindustrien von erneuerbaren Energiequellen bis zu Elektrofahrzeugen und Waffen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Graphit-Paradoxon: Brasilien exportiert Rohstoff und importiert Anodenkugeln</strong></h3>
<p>Derzeit ist die brasilianische Wertschöpfungskette noch auf den Export von Rohgraphit konzentriert. Gleichzeitig werden gereinigtes Graphit und Anodenkugeln importiert, was ein Handelsdefizit erzeugt. Im Jahr 2023 betrug dieses etwa 42 Millionen US-Dollar. Das Fehlen heimischer Verarbeitung verringert die Wertschöpfung und setzt das Land Preisschwankungen aus.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich bei Kupfer. Brasilien verfügt über bedeutende Reserven vor allem in Pará, Goiás und Bahia, exportiert aber Rohkonzentrate. Es importiert dagegen raffiniertes Kupfer wie Kathoden und Verkabelung aus Ländern wie Chile und China, was sich ebenfalls negative auf die Handelsbilanz niederschlägt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4637984" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9809333"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Neue-Seidenstrasse-Brasilien-sucht-Anschluss-an-Beijing-9809333.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4251" height="2388" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/3/7/9/8/4/shutterstock_2127229046-b071f7e52020181a.jpeg" alt="Chinesiche und brasiliansiche Flaggen" style="aspect-ratio:4251 / 2388"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4251" height="2388" alt="Chinesiche und brasiliansiche Flaggen" style="aspect-ratio:4251 / 2388;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Neue Seidenstraße: Brasilien sucht Anschluss an Beijing</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4765684" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10214418"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Plan-B-heisst-Brasilien-Neue-Allianzen-im-Handelskrieg-10214418.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5760" height="3236" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/6/5/6/8/4/shutterstock_2330486717-f9ba12d043743221.jpeg" alt="Mehrere Autos vor einem Leuchtturm" style="aspect-ratio:5760 / 3236"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5760" height="3236" alt="Mehrere Autos vor einem Leuchtturm" style="aspect-ratio:5760 / 3236;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Plan B heißt Brasilien: Neue Allianzen im Handelskrieg</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch bei Lithium wies die Handelsbilanz 2023 ein Defizit von 60 Millionen US-Dollar auf, was zeigt, dass auch hier die Wertschöpfung im Ausland erfolgt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Bergbauminister kündigt massiven Ausbau geologischer Forschung an</strong></h3>
<p>Der Minister für Bergbau und Energie, Alexandre Silveira, sagte, die Gesetzgebung werde Brasilien auch helfen, ein besseres Verständnis seiner mineralischen Ressourcen zu gewinnen. "Brasilien wird tiefgreifende Kenntnisse über seine Ressourcen erlangen und seine Fähigkeit bewahren, Entscheidungen über seine Produktionsketten zu treffen", versprach Silveira.</p>
<p>Dazu werde die Regierung die Finanzierung für die Geologische Untersuchungsbehörde von acht Real auf 300 Millionen Real – umgerechnet rund 40 Mio. US-Dollar – steigern.</p>
<p>Trotz seines geologischen Potenzials hat Brasilien noch Schwierugkeiten, seinen Mineralreichtum vor Ort industriell in Wert zu setzen. Lücken in der Logistikinfrastruktur, geologischer Kartierung und der geringe Grad an Integration zwischen Forschung und Industrie führen zu Abhängigkeit bei Aktivitäten mit höherer Wertschöpfung wie Affination und Fertigung.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4828010" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10333537"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Blockchain-statt-Konflikt-Brics-smarte-Antwort-auf-Trump-und-den-US-Dollar-10333537.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3799" height="2134" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/2/8/0/1/0/Zwischenablage-1-6262f659ec80a900.jpeg" alt="Ein US-Dollarschein löst sich in digitale Zahlenwerte auf" style="aspect-ratio:3799 / 2134"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3799" height="2134" alt="Ein US-Dollarschein löst sich in digitale Zahlenwerte auf" style="aspect-ratio:3799 / 2134;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Blockchain statt Konflikt: Brics smarte Antwort auf Trump und den US-Dollar</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Heimischer Bedarf wird nach 2035 stark steigen</strong></h3>
<p>Im Zuge von Brasiliens eigener Energiewende wird die Nachfrage nach kritischen Mineralien voraussichtlich stark ansteigen. Kohlenstoffarme Technologien, die für die Klimaziele des Landes benötigt werden – Batterien, Windturbinengeneratoren, Solarpaneele, Elektrofahrzeuge – werden nach 2035 in größerem Maßstab zunehmen und große Mengen kritischer Mineralien erfordern.</p>
<p>Die akkumulierte Nachfrage zwischen 2025 und 2050 wird demnach bei Graphit etwa 1,6 Millionen Tonnen betragen, bei Lithium 133.000 Tonnen, bei Kupfer 894.000 Tonnen und bei Nickel 117.000 Tonnen. Ohne angemessene Vorbereitung könnten ab Mitte der 2030er Jahre Engpässe drohen, fürchtet man in Brasilia.</p>
21 Millionen Tonnen Seltene Erden, zweitgrößte Reserven weltweit – doch die Wertschöpfung findet im Ausland statt. Lulas neues Gesetz soll das ändern.</p>
<p>Brasiliens Kongress hat gerade ein Gesetz verabschiedet, das eine Politik für kritische und strategische Mineralien etabliert. Die Mitte September in Kraft getretene Regelung sieht finanzielle Anreize von bis zu umgerechnet etwa 1,4 Milliarden US-Dollar vor, wie das Fachportal <em>Mining.com</em> <a href="https://www.mining.com/web/brazils-congress-approves-bill-establishing-national-policy-on-critical-minerals/" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>.</p>
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<p>Das Gesetz schafft einen Garantiefonds für mineralische Aktivitäten, bekannt als Fgam, mit einer anfänglichen Einlage von 400 Mio. US-Dollar durch Brasilia. Der Fonds darf ausschließlich Projekte unterstützen, die entsprechend der neuen <a href="https://www.gov.br/mme/pt-br/assuntos/secretarias/geologia-mineracao-e-transformacao-mineral/pro-minerais-estrategicos/FolderPolticaPrMineraisEstratgicosversoingls.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Strategie</a> als prioritär eingestuft werden.</p>
<p>Zusätzlich sind Steuergutschriften über fünf Milliarden Real über einen Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Lula fordert Ende des Rohstoffverkaufs "für fast nichts"</strong></h3>
<p>Bei der Unterzeichnung des Gesetzes betonte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die Notwendigkeit größerer Investitionen in die Ausbildung von Fachkräften für einen Markt, der aut einer Analyse des Thinktanks Cebri <a href="https://cebri.org/media/docs/CEBRIPresentation-MCE.pdf" rel="external noopener" target="_blank">expandieren</a> wird. Er <a href="https://datamarnews.com/noticias/brazil-launches-critical-minerals-policy-with-up-to-r7bn-in-incentives/" rel="external noopener" target="_blank">forderte</a> Universitäten und Bundesinstitute auf, neue Studiengänge zu entwickeln, damit Brasilien bei der Vorbereitung der Arbeitskräfte nicht hinter anderen Ländern zurückbleibt.</p>
<p>Der Präsident unterstrich die Wichtigkeit, eine heimische Bergbauindustrie mit stärkerer Industrialisierung sowie Raffinerie- und Produktionstechnologie in Brasilien aufzubauen. Zudem kritisierte er jene, die versuchten, kritische Rohstoffe "für fast nichts" an die Vereinigten Staaten zu verkaufen.</p>
<p>"Wir werden nicht zulassen, dass sich die Geschichte wiederholt. Lasst Brasiliens Feinde das ein für alle Mal verstehen. Unsere Souveränität steht nicht zum Verkauf. Brasiliens Reichtum hat nur einen Besitzer: das brasilianische Volk", sagte Lula.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Der neue Nationale Rat: Wer künftig über Brasiliens Rohstoffe entscheidet</strong></h3>
<p>Lula unterzeichnete zudem ein Dekret, das einen Nationalen Rat für die Industrialisierung kritischer und strategischer Mineralien einrichtet. Der Rat wird für die Koordinierung, Planung und Überwachung der nationalen Strategie verantwortlich sein und öffentliche Maßnahmen vorschlagen, die auf die Entwicklung von Lieferketten für kritische und strategische Mineralien abzielen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4504455" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9540179"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Brasilien-vom-Wasserkraft-Giganten-zum-Vorreiter-bei-Solar-und-Windenergie-9540179.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/0/4/4/5/5/scheune-mit-solarzellen-brasilien-91c34d991a89c8d1.jpeg" alt="Scheune mit Solarzellen - Nachhaltige Energie im ländlichen Brasilien" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1920" height="1079" alt="Scheune mit Solarzellen - Nachhaltige Energie im ländlichen Brasilien" style="aspect-ratio:1920 / 1079;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Brasilien – vom Wasserkraft-Giganten zum Vorreiter bei Solar- und Windenergie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Brasilien verfügt über etwa 21 Millionen metrische Tonnen kartierter Reserven Seltener Erden – die zweitgrößte Menge weltweit nach China mit ungefähr 44 Millionen Tonnen. Und das, obwohl bisher nur etwa 25 Prozent des brasilianischen Territoriums entsprechend kartiert wurden, was vermuten lässt, dass bedeutende Ressourcen möglicherweise unentdeckt bleiben.</p>
<p>Die Fülle an Rohstoffen hat das Interesse von Ländern geweckt, die ihre Abhängigkeit von China verringern wollen, wie den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Seltene Erden gelten als wesentlich für Technologien in Schlüsselindustrien von erneuerbaren Energiequellen bis zu Elektrofahrzeugen und Waffen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Graphit-Paradoxon: Brasilien exportiert Rohstoff und importiert Anodenkugeln</strong></h3>
<p>Derzeit ist die brasilianische Wertschöpfungskette noch auf den Export von Rohgraphit konzentriert. Gleichzeitig werden gereinigtes Graphit und Anodenkugeln importiert, was ein Handelsdefizit erzeugt. Im Jahr 2023 betrug dieses etwa 42 Millionen US-Dollar. Das Fehlen heimischer Verarbeitung verringert die Wertschöpfung und setzt das Land Preisschwankungen aus.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich bei Kupfer. Brasilien verfügt über bedeutende Reserven vor allem in Pará, Goiás und Bahia, exportiert aber Rohkonzentrate. Es importiert dagegen raffiniertes Kupfer wie Kathoden und Verkabelung aus Ländern wie Chile und China, was sich ebenfalls negative auf die Handelsbilanz niederschlägt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4637984" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9809333"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Neue-Seidenstrasse-Brasilien-sucht-Anschluss-an-Beijing-9809333.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4251" height="2388" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/3/7/9/8/4/shutterstock_2127229046-b071f7e52020181a.jpeg" alt="Chinesiche und brasiliansiche Flaggen" style="aspect-ratio:4251 / 2388"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4251" height="2388" alt="Chinesiche und brasiliansiche Flaggen" style="aspect-ratio:4251 / 2388;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Neue Seidenstraße: Brasilien sucht Anschluss an Beijing</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4765684" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10214418"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Plan-B-heisst-Brasilien-Neue-Allianzen-im-Handelskrieg-10214418.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5760" height="3236" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/6/5/6/8/4/shutterstock_2330486717-f9ba12d043743221.jpeg" alt="Mehrere Autos vor einem Leuchtturm" style="aspect-ratio:5760 / 3236"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5760" height="3236" alt="Mehrere Autos vor einem Leuchtturm" style="aspect-ratio:5760 / 3236;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Plan B heißt Brasilien: Neue Allianzen im Handelskrieg</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch bei Lithium wies die Handelsbilanz 2023 ein Defizit von 60 Millionen US-Dollar auf, was zeigt, dass auch hier die Wertschöpfung im Ausland erfolgt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Bergbauminister kündigt massiven Ausbau geologischer Forschung an</strong></h3>
<p>Der Minister für Bergbau und Energie, Alexandre Silveira, sagte, die Gesetzgebung werde Brasilien auch helfen, ein besseres Verständnis seiner mineralischen Ressourcen zu gewinnen. "Brasilien wird tiefgreifende Kenntnisse über seine Ressourcen erlangen und seine Fähigkeit bewahren, Entscheidungen über seine Produktionsketten zu treffen", versprach Silveira.</p>
<p>Dazu werde die Regierung die Finanzierung für die Geologische Untersuchungsbehörde von acht Real auf 300 Millionen Real – umgerechnet rund 40 Mio. US-Dollar – steigern.</p>
<p>Trotz seines geologischen Potenzials hat Brasilien noch Schwierugkeiten, seinen Mineralreichtum vor Ort industriell in Wert zu setzen. Lücken in der Logistikinfrastruktur, geologischer Kartierung und der geringe Grad an Integration zwischen Forschung und Industrie führen zu Abhängigkeit bei Aktivitäten mit höherer Wertschöpfung wie Affination und Fertigung.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4828010" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10333537"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Blockchain-statt-Konflikt-Brics-smarte-Antwort-auf-Trump-und-den-US-Dollar-10333537.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3799" height="2134" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/2/8/0/1/0/Zwischenablage-1-6262f659ec80a900.jpeg" alt="Ein US-Dollarschein löst sich in digitale Zahlenwerte auf" style="aspect-ratio:3799 / 2134"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3799" height="2134" alt="Ein US-Dollarschein löst sich in digitale Zahlenwerte auf" style="aspect-ratio:3799 / 2134;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Blockchain statt Konflikt: Brics smarte Antwort auf Trump und den US-Dollar</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Heimischer Bedarf wird nach 2035 stark steigen</strong></h3>
<p>Im Zuge von Brasiliens eigener Energiewende wird die Nachfrage nach kritischen Mineralien voraussichtlich stark ansteigen. Kohlenstoffarme Technologien, die für die Klimaziele des Landes benötigt werden – Batterien, Windturbinengeneratoren, Solarpaneele, Elektrofahrzeuge – werden nach 2035 in größerem Maßstab zunehmen und große Mengen kritischer Mineralien erfordern.</p>
<p>Die akkumulierte Nachfrage zwischen 2025 und 2050 wird demnach bei Graphit etwa 1,6 Millionen Tonnen betragen, bei Lithium 133.000 Tonnen, bei Kupfer 894.000 Tonnen und bei Nickel 117.000 Tonnen. Ohne angemessene Vorbereitung könnten ab Mitte der 2030er Jahre Engpässe drohen, fürchtet man in Brasilia.</p>
2026-09-28T12:00:00.000Z
urn:bid:5172592
2026-09-28T11:30:00.000Z
Ein CBS-Bericht enthüllt eine interne Truppenabfrage mit Kuba-Bezug. Kampftruppen fehlen auf der Liste – dafür stehen Sanitäter und Pioniere darauf.</p>
<p>Das Schreiben selbst wirkt unspektakulär. Das Hauptquartier der US Army Reserve bittet seine nachgeordneten Kommandos, zu melden, welche Verbände aus sechs Kategorien verfügbar wären. Benötigt werden könnten sie "in 90 bis 120 Tagen".</p>
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<p>Ein Land, in dem die Einheiten eingesetzt werden sollen, nennt das Papier nicht, eine Mission auch nicht. Und dennoch hat das Schreiben in Washington, Miami und Havanna eine neue Debatte ausgelöst: Bereiten die USA einen völkerrechtswidrigen Angriff gegen Kuba vor?</p>
<p>Einen Tag nachdem das Dokument bekannt wurde, stellte sich US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus vor die Presse und sagte sinngemäß das Gegenteil: Er glaube nicht, dass man für eine Einigung mit Havanna das Militär benötige.</p>
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<p><a href="https://www.cbsnews.com/news/u-s-groundwork-potential-action-cuba-trump/" rel="external noopener" target="_blank">Öffentlich gemacht hat das interne Dokument</a> der Bericht von <em>CBS News</em>. Den Bezug zu Kuba stellt nicht das Papier her, sondern mehrere US-Beamte, die anonym bleiben wollten: Die Abfrage gehöre zu militärischen Planungen rund um die Insel.</p>
<p>Erstellt wurde das Schreiben in der Woche vor dem Bericht, die Frist, bis zu der sich die Einheiten zurückmelden sollten, endete am 25. September. Truppenstärke, Einsatzort und konkrete Operation fehlen, ebenso jeder Hinweis auf bereits erteilte Marschbefehle.</p>
<p>Die Army Reserve ließ eine Anfrage von <em>CBS</em> vor der Veröffentlichung unbeantwortet. Das für Mittel- und Südamerika sowie die Karibik zuständige US-Südkommando (Southern Command, SOUTHCOM) verwies auf operative Sicherheit: Zu Bewegungen oder Zeitplänen äußere man sich nicht, stimme sich aber laufend mit den Joint Forces ab, um mögliche Anforderungen für die eigenen Missionen zu bewerten.</p>
<p>Die spanische Zeitung <em>El País</em> <a href="https://elpais.com/us/2026-09-26/trump-cree-que-habra-un-acuerdo-con-cuba-y-no-sera-necesaria-una-operacion-militar.html" rel="external noopener" target="_blank">erhielt eine ähnliche Antwort</a> und erklärte, den <em>CBS</em>-Bericht nicht unabhängig prüfen zu können.</p>
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<h3 class="subheading">Pioniere, Chirurgen, Militärpolizei – die Liste</h3>
<p>Aufschlussreich ist dennoch, wonach das Hauptquartier fragt. Auf der Liste stehen ein Bataillon zur Kampfunterstützung, das Transport, Wartung, Treibstoff und Nachschub organisiert, dazu ein Pionierbataillon und ein expeditionäres Versorgungskommando, das die Logistik im gesamten Einsatzraum überwacht.</p>
<p>Hinzu kommen eine Sanitätsbrigade als Führungsebene für medizinische Einheiten, eine vorgeschobene Reanimations- und Chirurgieeinheit für Notoperationen und Traumaversorgung nahe der eigenen Truppe sowie eine Militärpolizeibrigade, die üblicherweise Sicherungs-, Gewahrsams- und Ordnungsaufgaben übernimmt.</p>
<p>Kampftruppen im engeren Sinn fehlen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5159986" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11443204"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hier-ergibt-sich-niemand-Warum-viele-Kubaner-den-Sozialismus-stuetzen-11443204.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/9/9/8/6/cuba-01-ff5442491317d145.jpeg" alt="Kubanische Flagge wird von US-Flagge stranguliert" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Kubanische Flagge wird von US-Flagge stranguliert" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">"Hier ergibt sich niemand": Warum viele Kubaner den Sozialismus stützen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Brian Fonseca, Vizerektor für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung an der Florida International University (FIU), hält die Aufregung für überzogen. Gegenüber <em>CBS News Miami</em> <a href="https://www.cbsnews.com/miami/news/us-army-cuba-planning-fiu-expert-south-florida/" rel="external noopener" target="_blank">sprach er von einer Standardanfrage</a> und einer Planungsübung, "nicht unbedingt ein Befehl zur Invasion".</p>
<p>Die angefragten Fähigkeiten passten eher zur Bewältigung einer humanitären Krise und zugleich zur Begleitung eines politischen Umbruchs, den Washington als demokratischen Fortschritt verstehen würde. Fonseca brachte außerdem den Zeitpunkt ins Spiel: Die Meldung könne auch darauf zielen, Wähler in Südflorida vor den Zwischenwahlen im November hinter die Regierung zu bringen – eine Einschätzung, die das Dokument selbst nicht belegt.</p>
<p>Fonseca warnte ausdrücklich davor, falsche Erwartungen zu wecken. Wie hoch diese in Miami sind, zeigte die republikanische Abgeordnete María Elvira Salazar: "Bevor Trump das Weiße Haus verlässt, wird Kuba frei sein. Frei von den Castros."</p>
<h3 class="subheading">Planspiele mit Vorgeschichte</h3>
<p>Neu ist das Szenario nicht. Nach <em>CBS</em>-Angaben erkundeten US-Streitkräfte früher in diesem Jahr den Meeresboden und die Seegebiete rund um Kuba, Teile der Luftstreitkräfte wurden in erhöhte Bereitschaft versetzt. Umgesetzt wurden diese Pläne laut <em>CBS</em> allerdings nicht.</p>
<p>Im Juli berichtete der Sender über Optionen, die Planer durchgespielt hatten, darunter eine Luftsturmoperation mit Tausenden Soldaten der 101. Luftlandedivision. Beamte betonten damals, dass weder Präsident noch Pentagon eine Operation beschlossen hätten.</p>
<p>Schon im Mai hatten Geheimdienstler untersucht, wie Havanna auf US-Militäraktionen reagieren könnte; parallel kursierten Berichte über angeblich aus Russland und Iran gelieferte <a href="https://www.telepolis.de/article/Drohnen-Anklage-und-Eskalation-Washington-lernt-in-Sachen-Kuba-nicht-dazu-11302081.html">Drohnen für Kuba</a> und eine Anklage gegen Raúl Castro wegen des Abschusses zweier Exilantenflugzeuge 1996. Welche <a href="https://www.telepolis.de/article/USA-verschaerfen-Druck-auf-Kuba-Regierung-ruft-UN-Sicherheitsrat-an-11311266.html">Szenarien für mögliche Interventionen</a> damals diskutiert wurden, hat <em>Telepolis</em> bereits beschrieben.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5086572" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11302215"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kuba-Die-reife-Frucht-11302215.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4032" height="2266" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/6/5/7/2/shutterstock_2591438465-81a420e538d80023.jpeg" alt="Karte von Kuba" style="aspect-ratio:4032 / 2266"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4032" height="2266" alt="Karte von Kuba" style="aspect-ratio:4032 / 2266;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kuba: Die reife Frucht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Deutlich nüchterner fällt dagegen die jährliche Bedrohungsanalyse der US-Geheimdienste für 2026 aus. Sie beschreibt Kuba laut <em>CBS</em> überwiegend als Umfeld, von dem größere geopolitische Konkurrenten profitieren, nicht als eigenständige strategische Bedrohung.</p>
<p>Die Rhetorik des Präsidenten klang anders: Im März sprach Trump davon, er habe womöglich die "Ehre", Kuba "in irgendeiner Form einzunehmen", ob er es nun befreie oder einnehme, er könne damit machen, was er wolle. Später im selben Monat folgte: "Kuba wird das nächste sein."</p>
<h3 class="subheading">Druck per Ölblockade und Sanktionsliste</h3>
<p>Den Rahmen bildet eine Linie, die Regierungsvertreter "<a href="https://www.telepolis.de/article/Donroe-Doktrin-erklaert-Warum-Trumps-Aussenpolitik-auch-Deutschland-betrifft-11136567.html">Donroe-Doktrin</a>" nennen – eine Trump-Variante der Monroe-Doktrin, die ausländische Gegner aus der westlichen Hemisphäre fernhalten soll. Washington wirft Havanna vor, die Beziehungen zu Russland, China und Iran auszubauen.</p>
<p>In seiner Rede vor der 81. UN-Generalversammlung kündigte Trump laut der <a href="https://www.whitehouse.gov/releases/2026/09/president-trump-at-the-united-nations-while-others-have-talked-i-have-acted/" rel="external noopener" target="_blank">Zusammenfassung des Weißen Hauses</a> an, Bedrohungen vor der eigenen Haustür nicht länger zu dulden und nötigenfalls militärische Macht einzusetzen. Kuba nannte er einen gescheiterten Staat, seine Regierung strebe dort einen "grundlegenden Wandel" an, das Regime werde fallen. "Freiheit wird nach Kuba kommen", heißt es im Transkript. Die kubanische Delegation verließ während der Rede den Saal.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5105015" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11341338"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Reformen-auf-Kuba-Private-Banken-gegen-den-Kollaps-11341338.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5220" height="2933" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/5/0/1/5/shutterstock_528525355-1863309d64ad2f34.jpeg" alt="Verkäufer mit Gemüse und Obst auf einer Straße" style="aspect-ratio:5220 / 2933"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5220" height="2933" alt="Verkäufer mit Gemüse und Obst auf einer Straße" style="aspect-ratio:5220 / 2933;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Reformen auf Kuba: Private Banken gegen den Kollaps</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wirtschaftlich ist dieser Druck längst spürbar. Seit dem Sturz und der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am 3. Januar kommen keine Energielieferungen aus Venezuela mehr, die US-Regierung verhängte eine Ölblockade. Ein russischer Tanker brachte Ende März rund 700.000 Barrel, die nach wenigen Wochen verbraucht waren.</p>
<p>Die <a href="https://www.telepolis.de/article/Reformen-auf-Kuba-Private-Banken-gegen-den-Kollaps-11341338.html">Folgen der Energiekrise</a> reichen von Stromausfällen über abgesagte Operationen bis zu verdorbenen Lebensmitteln; wie sich das im Alltag anfühlt, schildert ein <a href="https://www.telepolis.de/article/Hier-ergibt-sich-niemand-Warum-viele-Kubaner-den-Sozialismus-stuetzen-11443204.html">Interview über Strommangel und Alltag in Kuba</a>.</p>
<p>Seit einer Sanktionsanordnung gegen die Militärholding Gaesa im Mai nehmen auch Reedereien wie CMA CGM und die deutsche Hapag-Lloyd keine Buchungen mit Kuba als Ziel- oder Ausgangshafen mehr an.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5085053" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11299204"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-Kampf-um-die-Begriffe-Wie-die-UN-ueber-die-US-Politik-gegen-Kuba-spricht-11299204.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4439" height="2494" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/5/0/5/3/shutterstock_1125494432-abaebf7476d33a69.jpeg" alt="Schild in tropischer Lanschaft" style="aspect-ratio:4439 / 2494"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4439" height="2494" alt="Schild in tropischer Lanschaft" style="aspect-ratio:4439 / 2494;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der Kampf um die Begriffe: Wie die UN über die US-Politik gegen Kuba sprechen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Am 3. September setzte die Sanktionsbehörde OFAC des US-Finanzministeriums <a href="https://ofac.treasury.gov/recent-actions/20260903" rel="external noopener" target="_blank">neue Einträge auf die SDN-Liste</a>: Raúl Castros Enkel Fidel Ernesto Castro Calis, die Banco Exterior de Cuba, den Brennstoffhändler Comercial CUPET sowie mehrere Staatsbetriebe aus dem Öl- und Nickelsektor, darunter CEXNI in Moa.</p>
<p>Das Nickelrevier im Osten der Insel gilt als <a href="https://www.telepolis.de/article/Kuba-Die-reife-Frucht-11302215.html">strategisch wertvolle Rohstoffquelle</a>.</p>
<h3 class="subheading">Deal oder Drohkulisse?</h3>
<p>Am Samstag, dem 26. September, <a href="https://www.reuters.com/world/americas/trump-predicts-cuba-us-will-make-deal-2026-09-26/" rel="external noopener" target="_blank">schlug Trump laut</a> <em>Reuters </em>im Weißen Haus versöhnliche Töne an: "Kuba und wir werden eine Einigung erzielen." Man wolle Kuba helfen und die Insel "für unser Volk öffnen", viele Kubanoamerikaner wollten zurückkehren. Außenminister Marco Rubio stehe in "intensiven Verhandlungen" mit Havanna.</p>
<p>Rubio selbst formulierte am 23. September die Bedingungen: Die Revolution sei seit über 60 Jahren gescheitert, ohne tiefgreifende politische und wirtschaftliche Veränderungen werde sich nichts bessern. Mit manchen Vertretern des Regimes könne Washington wegen ihrer Vergangenheit nicht zusammenarbeiten, andere könnten Teil eines Übergangs werden.</p>
<p>Dass diese Politik eher auf Kapitulation als auf Kompromiss zielt, argumentieren Kritiker seit Monaten – etwa in der Analyse <a href="https://www.telepolis.de/article/Kann-Kuba-Rubio-aussitzen-11374844.html">zur Sanktionspolitik unter Rubio</a> oder der Einschätzung, Trumps <a href="https://www.telepolis.de/article/Trumps-Kuba-Strategie-Ein-Desaster-in-Zeitlupe-11292997.html">Kuba-Strategie</a> wolle die Insel brechen. Ein Sprecher des Außenministeriums wich einer Stellungnahme zum <em>CBS</em>-Bericht aus: Dem Präsidenten stünden viele Optionen offen, wird die Aussage in <em>El País</em> wiedergegeben.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5074303" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11277886"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kuba-trotzt-US-Energieblockade-und-raffiniert-heimisches-Rohoel-11277886.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/4/3/0/3/shutterstock_78372049-5a88a07a7481338b.jpeg" alt="Erdölraffinerie, im Vordergrund Meer" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Erdölraffinerie, im Vordergrund Meer" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kuba trotzt US-Energieblockade – und raffiniert heimisches Rohöl</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In Havanna reagiert man gespalten zwischen Abwehr und Gesprächsbereitschaft. Außenminister <a href="https://efe.com/mundo/2026-09-25/canciller-cuba-estados-unidos-justificacion-ataque-militar/" rel="external noopener" target="_blank">Bruno Rodríguez sagte am 24. September</a> dem Sender <em>NBC</em>, die USA würden "niemals eine Rechtfertigung" für einen Angriff finden. Eine Aktion wie die "Entführung eines amtierenden Präsidenten" im Januar in Venezuela erwarte er nicht, die Drohungen nehme man aber sehr ernst und stärke die Verteidigung unter Einbeziehung der gesamten Bevölkerung.</p>
<p>Die eigentliche Bedrohung sei die Wirtschaftsblockade; die Ölblockade verglich er mit einer "Kriegshandlung" verglich. Rodríguez bestätigte "einige diplomatische Gespräche", die bislang ohne Ergebnis geblieben seien, und warb am 26. September bei der UNO für Dialog und Geschäfte mit US-Unternehmen. Präsident Miguel Díaz-Canel spricht dagegen von "Aggression" und "Wirtschaftskrieg".</p>
<h3 class="subheading">Was jetzt zu beobachten ist</h3>
<p>Die Frist für die Meldungen der Reservekommandos ist abgelaufen. Ob daraus eine Entscheidung, ein Einsatzort oder ein Verlegeplan folgt, geht aus keiner Quelle hervor – und entsprechende Berichte sind bisher nicht belegt.</p>
<p>Dass die US-Regierung militärische Mittel in der Region inzwischen offensiver nutzt, ist dagegen dokumentiert: US-Truppen und DEA-Agenten halfen in Ecuador kürzlich bei der Festnahme von mehr als 30 mutmaßlichen Mitgliedern des Kartells Jalisco Nueva Generación, und bei 70 Angriffen in der Karibik und im östlichen Pazifik haben US-Streitkräfte laut <em>CBS</em> seit September 2025 über 230 Menschen getötet. Rechtsexperten halten das für mögliche außergerichtliche Tötungen.</p>
<p>Für die Lage um Kuba heißt das: Die Liste der Army Reserve beschreibt eher ein Szenario für den Tag danach als für den Angriff selbst. Welcher Tag das sein soll, bleibt offen.</p>
Ein CBS-Bericht enthüllt eine interne Truppenabfrage mit Kuba-Bezug. Kampftruppen fehlen auf der Liste – dafür stehen Sanitäter und Pioniere darauf.</p>
<p>Das Schreiben selbst wirkt unspektakulär. Das Hauptquartier der US Army Reserve bittet seine nachgeordneten Kommandos, zu melden, welche Verbände aus sechs Kategorien verfügbar wären. Benötigt werden könnten sie "in 90 bis 120 Tagen".</p>
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<p>Ein Land, in dem die Einheiten eingesetzt werden sollen, nennt das Papier nicht, eine Mission auch nicht. Und dennoch hat das Schreiben in Washington, Miami und Havanna eine neue Debatte ausgelöst: Bereiten die USA einen völkerrechtswidrigen Angriff gegen Kuba vor?</p>
<p>Einen Tag nachdem das Dokument bekannt wurde, stellte sich US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus vor die Presse und sagte sinngemäß das Gegenteil: Er glaube nicht, dass man für eine Einigung mit Havanna das Militär benötige.</p>
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<p><a href="https://www.cbsnews.com/news/u-s-groundwork-potential-action-cuba-trump/" rel="external noopener" target="_blank">Öffentlich gemacht hat das interne Dokument</a> der Bericht von <em>CBS News</em>. Den Bezug zu Kuba stellt nicht das Papier her, sondern mehrere US-Beamte, die anonym bleiben wollten: Die Abfrage gehöre zu militärischen Planungen rund um die Insel.</p>
<p>Erstellt wurde das Schreiben in der Woche vor dem Bericht, die Frist, bis zu der sich die Einheiten zurückmelden sollten, endete am 25. September. Truppenstärke, Einsatzort und konkrete Operation fehlen, ebenso jeder Hinweis auf bereits erteilte Marschbefehle.</p>
<p>Die Army Reserve ließ eine Anfrage von <em>CBS</em> vor der Veröffentlichung unbeantwortet. Das für Mittel- und Südamerika sowie die Karibik zuständige US-Südkommando (Southern Command, SOUTHCOM) verwies auf operative Sicherheit: Zu Bewegungen oder Zeitplänen äußere man sich nicht, stimme sich aber laufend mit den Joint Forces ab, um mögliche Anforderungen für die eigenen Missionen zu bewerten.</p>
<p>Die spanische Zeitung <em>El País</em> <a href="https://elpais.com/us/2026-09-26/trump-cree-que-habra-un-acuerdo-con-cuba-y-no-sera-necesaria-una-operacion-militar.html" rel="external noopener" target="_blank">erhielt eine ähnliche Antwort</a> und erklärte, den <em>CBS</em>-Bericht nicht unabhängig prüfen zu können.</p>
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<h3 class="subheading">Pioniere, Chirurgen, Militärpolizei – die Liste</h3>
<p>Aufschlussreich ist dennoch, wonach das Hauptquartier fragt. Auf der Liste stehen ein Bataillon zur Kampfunterstützung, das Transport, Wartung, Treibstoff und Nachschub organisiert, dazu ein Pionierbataillon und ein expeditionäres Versorgungskommando, das die Logistik im gesamten Einsatzraum überwacht.</p>
<p>Hinzu kommen eine Sanitätsbrigade als Führungsebene für medizinische Einheiten, eine vorgeschobene Reanimations- und Chirurgieeinheit für Notoperationen und Traumaversorgung nahe der eigenen Truppe sowie eine Militärpolizeibrigade, die üblicherweise Sicherungs-, Gewahrsams- und Ordnungsaufgaben übernimmt.</p>
<p>Kampftruppen im engeren Sinn fehlen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5159986" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11443204"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hier-ergibt-sich-niemand-Warum-viele-Kubaner-den-Sozialismus-stuetzen-11443204.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/9/9/8/6/cuba-01-ff5442491317d145.jpeg" alt="Kubanische Flagge wird von US-Flagge stranguliert" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Kubanische Flagge wird von US-Flagge stranguliert" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">"Hier ergibt sich niemand": Warum viele Kubaner den Sozialismus stützen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Brian Fonseca, Vizerektor für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung an der Florida International University (FIU), hält die Aufregung für überzogen. Gegenüber <em>CBS News Miami</em> <a href="https://www.cbsnews.com/miami/news/us-army-cuba-planning-fiu-expert-south-florida/" rel="external noopener" target="_blank">sprach er von einer Standardanfrage</a> und einer Planungsübung, "nicht unbedingt ein Befehl zur Invasion".</p>
<p>Die angefragten Fähigkeiten passten eher zur Bewältigung einer humanitären Krise und zugleich zur Begleitung eines politischen Umbruchs, den Washington als demokratischen Fortschritt verstehen würde. Fonseca brachte außerdem den Zeitpunkt ins Spiel: Die Meldung könne auch darauf zielen, Wähler in Südflorida vor den Zwischenwahlen im November hinter die Regierung zu bringen – eine Einschätzung, die das Dokument selbst nicht belegt.</p>
<p>Fonseca warnte ausdrücklich davor, falsche Erwartungen zu wecken. Wie hoch diese in Miami sind, zeigte die republikanische Abgeordnete María Elvira Salazar: "Bevor Trump das Weiße Haus verlässt, wird Kuba frei sein. Frei von den Castros."</p>
<h3 class="subheading">Planspiele mit Vorgeschichte</h3>
<p>Neu ist das Szenario nicht. Nach <em>CBS</em>-Angaben erkundeten US-Streitkräfte früher in diesem Jahr den Meeresboden und die Seegebiete rund um Kuba, Teile der Luftstreitkräfte wurden in erhöhte Bereitschaft versetzt. Umgesetzt wurden diese Pläne laut <em>CBS</em> allerdings nicht.</p>
<p>Im Juli berichtete der Sender über Optionen, die Planer durchgespielt hatten, darunter eine Luftsturmoperation mit Tausenden Soldaten der 101. Luftlandedivision. Beamte betonten damals, dass weder Präsident noch Pentagon eine Operation beschlossen hätten.</p>
<p>Schon im Mai hatten Geheimdienstler untersucht, wie Havanna auf US-Militäraktionen reagieren könnte; parallel kursierten Berichte über angeblich aus Russland und Iran gelieferte <a href="https://www.telepolis.de/article/Drohnen-Anklage-und-Eskalation-Washington-lernt-in-Sachen-Kuba-nicht-dazu-11302081.html">Drohnen für Kuba</a> und eine Anklage gegen Raúl Castro wegen des Abschusses zweier Exilantenflugzeuge 1996. Welche <a href="https://www.telepolis.de/article/USA-verschaerfen-Druck-auf-Kuba-Regierung-ruft-UN-Sicherheitsrat-an-11311266.html">Szenarien für mögliche Interventionen</a> damals diskutiert wurden, hat <em>Telepolis</em> bereits beschrieben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5086572" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11302215"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kuba-Die-reife-Frucht-11302215.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4032" height="2266" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/6/5/7/2/shutterstock_2591438465-81a420e538d80023.jpeg" alt="Karte von Kuba" style="aspect-ratio:4032 / 2266"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4032" height="2266" alt="Karte von Kuba" style="aspect-ratio:4032 / 2266;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kuba: Die reife Frucht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Deutlich nüchterner fällt dagegen die jährliche Bedrohungsanalyse der US-Geheimdienste für 2026 aus. Sie beschreibt Kuba laut <em>CBS</em> überwiegend als Umfeld, von dem größere geopolitische Konkurrenten profitieren, nicht als eigenständige strategische Bedrohung.</p>
<p>Die Rhetorik des Präsidenten klang anders: Im März sprach Trump davon, er habe womöglich die "Ehre", Kuba "in irgendeiner Form einzunehmen", ob er es nun befreie oder einnehme, er könne damit machen, was er wolle. Später im selben Monat folgte: "Kuba wird das nächste sein."</p>
<h3 class="subheading">Druck per Ölblockade und Sanktionsliste</h3>
<p>Den Rahmen bildet eine Linie, die Regierungsvertreter "<a href="https://www.telepolis.de/article/Donroe-Doktrin-erklaert-Warum-Trumps-Aussenpolitik-auch-Deutschland-betrifft-11136567.html">Donroe-Doktrin</a>" nennen – eine Trump-Variante der Monroe-Doktrin, die ausländische Gegner aus der westlichen Hemisphäre fernhalten soll. Washington wirft Havanna vor, die Beziehungen zu Russland, China und Iran auszubauen.</p>
<p>In seiner Rede vor der 81. UN-Generalversammlung kündigte Trump laut der <a href="https://www.whitehouse.gov/releases/2026/09/president-trump-at-the-united-nations-while-others-have-talked-i-have-acted/" rel="external noopener" target="_blank">Zusammenfassung des Weißen Hauses</a> an, Bedrohungen vor der eigenen Haustür nicht länger zu dulden und nötigenfalls militärische Macht einzusetzen. Kuba nannte er einen gescheiterten Staat, seine Regierung strebe dort einen "grundlegenden Wandel" an, das Regime werde fallen. "Freiheit wird nach Kuba kommen", heißt es im Transkript. Die kubanische Delegation verließ während der Rede den Saal.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5105015" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11341338"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Reformen-auf-Kuba-Private-Banken-gegen-den-Kollaps-11341338.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5220" height="2933" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/5/0/1/5/shutterstock_528525355-1863309d64ad2f34.jpeg" alt="Verkäufer mit Gemüse und Obst auf einer Straße" style="aspect-ratio:5220 / 2933"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5220" height="2933" alt="Verkäufer mit Gemüse und Obst auf einer Straße" style="aspect-ratio:5220 / 2933;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Reformen auf Kuba: Private Banken gegen den Kollaps</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wirtschaftlich ist dieser Druck längst spürbar. Seit dem Sturz und der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am 3. Januar kommen keine Energielieferungen aus Venezuela mehr, die US-Regierung verhängte eine Ölblockade. Ein russischer Tanker brachte Ende März rund 700.000 Barrel, die nach wenigen Wochen verbraucht waren.</p>
<p>Die <a href="https://www.telepolis.de/article/Reformen-auf-Kuba-Private-Banken-gegen-den-Kollaps-11341338.html">Folgen der Energiekrise</a> reichen von Stromausfällen über abgesagte Operationen bis zu verdorbenen Lebensmitteln; wie sich das im Alltag anfühlt, schildert ein <a href="https://www.telepolis.de/article/Hier-ergibt-sich-niemand-Warum-viele-Kubaner-den-Sozialismus-stuetzen-11443204.html">Interview über Strommangel und Alltag in Kuba</a>.</p>
<p>Seit einer Sanktionsanordnung gegen die Militärholding Gaesa im Mai nehmen auch Reedereien wie CMA CGM und die deutsche Hapag-Lloyd keine Buchungen mit Kuba als Ziel- oder Ausgangshafen mehr an.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5085053" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11299204"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-Kampf-um-die-Begriffe-Wie-die-UN-ueber-die-US-Politik-gegen-Kuba-spricht-11299204.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4439" height="2494" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/5/0/5/3/shutterstock_1125494432-abaebf7476d33a69.jpeg" alt="Schild in tropischer Lanschaft" style="aspect-ratio:4439 / 2494"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4439" height="2494" alt="Schild in tropischer Lanschaft" style="aspect-ratio:4439 / 2494;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der Kampf um die Begriffe: Wie die UN über die US-Politik gegen Kuba sprechen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Am 3. September setzte die Sanktionsbehörde OFAC des US-Finanzministeriums <a href="https://ofac.treasury.gov/recent-actions/20260903" rel="external noopener" target="_blank">neue Einträge auf die SDN-Liste</a>: Raúl Castros Enkel Fidel Ernesto Castro Calis, die Banco Exterior de Cuba, den Brennstoffhändler Comercial CUPET sowie mehrere Staatsbetriebe aus dem Öl- und Nickelsektor, darunter CEXNI in Moa.</p>
<p>Das Nickelrevier im Osten der Insel gilt als <a href="https://www.telepolis.de/article/Kuba-Die-reife-Frucht-11302215.html">strategisch wertvolle Rohstoffquelle</a>.</p>
<h3 class="subheading">Deal oder Drohkulisse?</h3>
<p>Am Samstag, dem 26. September, <a href="https://www.reuters.com/world/americas/trump-predicts-cuba-us-will-make-deal-2026-09-26/" rel="external noopener" target="_blank">schlug Trump laut</a> <em>Reuters </em>im Weißen Haus versöhnliche Töne an: "Kuba und wir werden eine Einigung erzielen." Man wolle Kuba helfen und die Insel "für unser Volk öffnen", viele Kubanoamerikaner wollten zurückkehren. Außenminister Marco Rubio stehe in "intensiven Verhandlungen" mit Havanna.</p>
<p>Rubio selbst formulierte am 23. September die Bedingungen: Die Revolution sei seit über 60 Jahren gescheitert, ohne tiefgreifende politische und wirtschaftliche Veränderungen werde sich nichts bessern. Mit manchen Vertretern des Regimes könne Washington wegen ihrer Vergangenheit nicht zusammenarbeiten, andere könnten Teil eines Übergangs werden.</p>
<p>Dass diese Politik eher auf Kapitulation als auf Kompromiss zielt, argumentieren Kritiker seit Monaten – etwa in der Analyse <a href="https://www.telepolis.de/article/Kann-Kuba-Rubio-aussitzen-11374844.html">zur Sanktionspolitik unter Rubio</a> oder der Einschätzung, Trumps <a href="https://www.telepolis.de/article/Trumps-Kuba-Strategie-Ein-Desaster-in-Zeitlupe-11292997.html">Kuba-Strategie</a> wolle die Insel brechen. Ein Sprecher des Außenministeriums wich einer Stellungnahme zum <em>CBS</em>-Bericht aus: Dem Präsidenten stünden viele Optionen offen, wird die Aussage in <em>El País</em> wiedergegeben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5074303" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11277886"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kuba-trotzt-US-Energieblockade-und-raffiniert-heimisches-Rohoel-11277886.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/4/3/0/3/shutterstock_78372049-5a88a07a7481338b.jpeg" alt="Erdölraffinerie, im Vordergrund Meer" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Erdölraffinerie, im Vordergrund Meer" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kuba trotzt US-Energieblockade – und raffiniert heimisches Rohöl</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In Havanna reagiert man gespalten zwischen Abwehr und Gesprächsbereitschaft. Außenminister <a href="https://efe.com/mundo/2026-09-25/canciller-cuba-estados-unidos-justificacion-ataque-militar/" rel="external noopener" target="_blank">Bruno Rodríguez sagte am 24. September</a> dem Sender <em>NBC</em>, die USA würden "niemals eine Rechtfertigung" für einen Angriff finden. Eine Aktion wie die "Entführung eines amtierenden Präsidenten" im Januar in Venezuela erwarte er nicht, die Drohungen nehme man aber sehr ernst und stärke die Verteidigung unter Einbeziehung der gesamten Bevölkerung.</p>
<p>Die eigentliche Bedrohung sei die Wirtschaftsblockade; die Ölblockade verglich er mit einer "Kriegshandlung" verglich. Rodríguez bestätigte "einige diplomatische Gespräche", die bislang ohne Ergebnis geblieben seien, und warb am 26. September bei der UNO für Dialog und Geschäfte mit US-Unternehmen. Präsident Miguel Díaz-Canel spricht dagegen von "Aggression" und "Wirtschaftskrieg".</p>
<h3 class="subheading">Was jetzt zu beobachten ist</h3>
<p>Die Frist für die Meldungen der Reservekommandos ist abgelaufen. Ob daraus eine Entscheidung, ein Einsatzort oder ein Verlegeplan folgt, geht aus keiner Quelle hervor – und entsprechende Berichte sind bisher nicht belegt.</p>
<p>Dass die US-Regierung militärische Mittel in der Region inzwischen offensiver nutzt, ist dagegen dokumentiert: US-Truppen und DEA-Agenten halfen in Ecuador kürzlich bei der Festnahme von mehr als 30 mutmaßlichen Mitgliedern des Kartells Jalisco Nueva Generación, und bei 70 Angriffen in der Karibik und im östlichen Pazifik haben US-Streitkräfte laut <em>CBS</em> seit September 2025 über 230 Menschen getötet. Rechtsexperten halten das für mögliche außergerichtliche Tötungen.</p>
<p>Für die Lage um Kuba heißt das: Die Liste der Army Reserve beschreibt eher ein Szenario für den Tag danach als für den Angriff selbst. Welcher Tag das sein soll, bleibt offen.</p>
2026-09-28T11:30:00.000Z
urn:bid:5172464
2026-09-28T09:15:00.000Z
USA und Russland sollen bei UN-Gesprächen Schutzregeln für autonome Waffen gestrichen haben. Auch die menschliche Prüfung von KI-Zielen fehlt nun.</p>
<p>Der Krieg der Zukunft setzt wahrscheinlich viel stärker auf künstliche Intelligenz und autonome Waffensysteme, als es heute ohnehin schon der Fall ist.</p>
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<p>Das birgt natürlich Risiken: So hätten die USA <a href="https://www.telepolis.de/article/US-Militaer-Wie-ein-KI-Fehler-beinahe-einen-Krieg-mit-China-ausloeste-11459301.html">fast einen Krieg mit China provoziert</a>, der nur dadurch verhindert wurde, dass ein Mensch noch einmal die Antwort eines KI-Chatbots kritisch geprüft hatte. Beim Angriff auf eine Mädchenschule im iranischen Minab, bei dem 123 Kinder starben, verließen sich die Militärs dagegen offenbar auf eine KI von Palantir, die veraltete Fotos nicht erkannte. Und dass sich Israel bei seinem Krieg im Gazastreifen <a href="https://www.washingtonpost.com/technology/2024/12/29/ai-israel-war-gaza-idf/" rel="external noopener" target="_blank">auf die KI-Zielauswahl verlassen hat</a>, ist hinreichend bekannt.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist eine Regulierung der militärischen KI-Anwendungen ethisch geboten – und die Vereinten Nationen streben dies seit Langem an. Doch wie die Verhandlungen Anfang September in Genf zeigten, sind es die militärischen Großmächte, die sich dagegen sträuben, <a href="https://www.washingtonpost.com/technology/2026/09/26/how-us-russia-weakened-global-effort-regulate-killer-ai/" rel="external noopener" target="_blank">wie ein Bericht</a> der <em>Washington Post</em> zeigt.</p>
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<p>Es war demnach der letzte Verhandlungstag, und die Delegationen der USA und Russlands sollen in einem rund 15 Stunden langen Marathon darangegangen sein, das entscheidende Dokument in ihrem Sinne zu entschärfen.</p>
<p>Eigentlich sollte es Leitplanken ziehen für tödliche autonome Waffen, also für ebenjene Systeme, die ohne menschliches Zutun Ziele auswählen und angreifen können. Laut den Recherchen der <em>Washington Post</em> fehlten am Ende mehrere Schutzklauseln. Gestrichen wurde demnach auch die Vorgabe, dass Menschen von einer KI erzeugte militärische Ziele vor einem Angriff prüfen müssen.</p>
<p>Die Zeitung stützt sich in ihrem Bericht auf drei Personen, die die vertraulichen Gespräche kennen, und auf Dokumente, die ihr vorlagen. Demnach entfernten die beiden Delegationen auch Formulierungen, nach denen autonome Waffen vorhersehbar und zuverlässig funktionieren müssen. Ebenso verschwand ein Passus, der beim Einsatz solcher Waffen verlangte, dass ethische Aspekte berücksichtigt werden.</p>
<p>Jedes der beiden Teams soll rund zehn Juristen mitgebracht haben. Das sind fast doppelt so viele wie bei vielen anderen Delegationen. Die Sitzung lief laut Bericht hinter verschlossenen Türen: Die UN-Kameras waren abgeschaltet, Beobachter der Zivilgesellschaft mussten den Saal verlassen. Ein Teilnehmer beschrieb das Vorgehen als "Tod durch tausend Papierschnitte".</p>
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<p>Das US-Außenministerium, das russische Außenministerium und die Vereinten Nationen beantworteten Anfragen der Zeitung nicht.</p>
<p>Verity Coyle, stellvertretende Leiterin des Waffenbereichs bei Human Rights Watch, warnte gegenüber der Washington Post, schwache Regeln könnten bedeuten, dass Maschinen ohne menschliche Kontrolle über Leben und Tod entscheiden.</p>
<h3 class="subheading">Was sich belegen lässt und was nicht</h3>
<p>Wie die gestrichene Klauseln genau lautete, ist nicht öffentlich dokumentiert. Auch welche Passagen sich zwischen den Entwürfen und der Endfassung geändert haben, lässt sich anhand veröffentlichter Unterlagen nur teilweise nachvollziehen.</p>
<p>Die <a href="https://meetings.unoda.org/ccw-/convention-on-certain-conventional-weapons-group-of-governmental-experts-on-lethal-autonomous-weapons-systems-2026" rel="external noopener" target="_blank">UN-Seite der Expertengruppe</a> beschreibt deren Arbeit. Der Abschlussbericht der Gruppe empfiehlt, die erarbeiteten Elemente auf der <a href="https://italiarappdisarmo.esteri.it/wp-content/uploads/2026/09/CCW-GGE.1-2026-3-Advance-copy-1.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Überprüfungskonferenz vom 16. bis 20. November</a> zu beraten und zu billigen. Die einzelnen Vorwürfe über Änderungen am Text bestätigt er nicht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107125" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11345513"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autonome-Waffen-Auf-Kontrolle-wird-verzichtet-11345513.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/1/2/5/autonome-Dohne-2fb-01-b002975a906b2637.jpeg" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autonome Waffen: Auf Kontrolle wird verzichtet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Genauere Angaben macht Human Rights Watch. <a href="https://www.hrw.org/news/2026/09/07/un-talks-on-killer-robots-ends-with-calls-for-negotiations-growing" rel="external noopener" target="_blank">Nach Darstellung der Organisation</a> enthält die überarbeitete Fassung weiterhin Aussagen zu menschlicher Kontrolle und menschlichem Urteil bei der Einhaltung des Völkerrechts. Weggefallen seien dagegen Bezüge auf Entwurf und Entwicklung solcher Waffen. Auch Hinweise auf Erklärbarkeit und Nachvollziehbarkeit fehlen demnach.</p>
<p>Zudem sei der rechtliche Rahmen enger geworden: Der Text beziehe sich nicht mehr auf das Völkerrecht insgesamt, sondern nur noch auf das humanitäre Völkerrecht, also die Regeln für bewaffnete Konflikte.</p>
<h3 class="subheading">Was menschliche Kontrolle praktisch heißt</h3>
<p>Was "menschliche Kontrolle" im Einsatz bedeuten soll, hatte die Organisation schon vor dem Ende der Verhandlungsrunde in einer <a href="https://www.hrw.org/news/2026/09/04/convention-on-conventional-weapons-group-of-governmental-experts-on-lethal" rel="external noopener" target="_blank">Stellungnahme zu den Verhandlungen</a> beschrieben.</p>
<p>Laut HRW nennt Paragraf 36 des Entwurfs dafür unter anderem eine verantwortliche Befehlskette, in der Menschen beurteilen, ob rechtliche Pflichten und ethische Maßstäbe eingehalten werden.</p>
<p>Außerdem soll der Einsatz begrenzt sein: nach Umfang, Art der Ziele, Zeit, Ort und Zahl möglicher Angriffe. Nur Menschen dürften zudem Ziel- und Missionsvorgaben ändern, und sie müssten das System abschalten oder unschädlich machen können. Im verabschiedeten Bericht, dort in Paragraf 35, fehlen davon die ethischen Maßstäbe, die Begrenzung der Angriffszahl und der Vorbehalt bei Ziel- und Missionsvorgaben. Eingreifen und Abschalten sollen nur noch möglich sein, soweit machbar.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4917525" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10538950"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Potsdamer-Appell-fordert-weltweites-Verbot-autonomer-Waffensysteme-10538950.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7500" height="4214" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/7/5/2/5/shutterstock_2082708607-522600469ef245c2.jpeg" alt="Kampfdrohnen" style="aspect-ratio:7500 / 4214"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7500" height="4214" alt="Kampfdrohnen" style="aspect-ratio:7500 / 4214;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Potsdamer Appell fordert weltweites Verbot autonomer Waffensysteme</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Offen bleibt, wie sich das überprüfen ließe. Keines der vorliegenden Dokumente legt fest, welche Tests oder Messwerte zeigen würden, dass eine Waffe "vorhersehbar" und "zuverlässig" arbeitet. Ein gemeinsames Prüfverfahren für menschliche Kontrolle gibt es ebenfalls nicht. Die jetzt gestrichene Pflicht zu verlässlichem Verhalten wäre ein Ansatzpunkt gewesen, um solche Kriterien festzulegen.</p>
<p>Dass es dabei um reale Technik geht, zeigte die <a href="https://www.telepolis.de/article/Scout-AI-zeigt-KI-Agenten-fuehren-jetzt-eigenstaendig-Militaereinsaetze-durch-11188050.html">Vorführung des US-Start-ups Scout AI</a>. Nach Firmenangaben plante und steuerte dessen KI-System Fahrzeuge und Drohnen. Eine Drohne flog demnach ein Ziel selbstständig an und löste eine Sprengladung aus, ohne Fernsteuerung und ohne vorprogrammierten Ablauf.</p>
<p>Ähnliche Fragen stellen sich bei <a href="https://www.telepolis.de/article/Killer-Roboterschiffe-Fortschritt-mit-Sprengkraft-10792928.html">autonomen Roboterschiffen der US-Marine</a>. Selbst aus der Rüstungsindustrie kommen Rufe nach Grenzen: <a href="https://www.telepolis.de/article/Gefaehrliche-Militaer-KI-Warum-Rheinmetall-Chef-Papperger-Verbote-fordert-11358609.html">Rheinmetall-Chef Armin Papperger</a> verlangt globale Regeln. Wer solche Regeln schreiben und durchsetzen soll, <a href="https://www.telepolis.de/article/Autonome-Waffen-Auf-Kontrolle-wird-verzichtet-11345513.html">ist allerdings ungeklärt</a>.</p>
<h3 class="subheading">Entscheidung im November</h3>
<p>Verbindlich ist bislang nichts. Die mehrjährigen Gespräche im Rahmen der UN-Konvention über bestimmte konventionelle Waffen (CCW) haben bislang nur unverbindliche Empfehlungen hervorgebracht.</p>
<p>Im November beraten die Staaten, ob daraus formelle Verhandlungen über ein neues internationales Regelwerk werden. Laut Human Rights Watch unterstützen inzwischen 76 Staaten solche Verhandlungen, 70 davon sind stimmberechtigte Vertragsparteien. Die Konferenz entscheidet allerdings im Konsens, einzelne Staaten wie die USA oder Russland können einen Verhandlungsbeginn also blockieren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4917527" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10538954"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Killer-Roboter-stoppen-Wissenschaftler-warnen-vor-autonomen-Waffen-10538954.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4896" height="2751" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/7/5/2/7/shutterstock_117354373-32cc5011a780703d.jpeg" alt="Schloss Cecilienhof" style="aspect-ratio:4896 / 2751"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4896" height="2751" alt="Schloss Cecilienhof" style="aspect-ratio:4896 / 2751;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Killer-Roboter stoppen: Wissenschaftler warnen vor autonomen Waffen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>UN-Generalsekretär António Guterres und die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric Egger, hatten zuvor <a href="https://www.heise.de/news/KI-gestuetzte-Waffen-UN-und-Rotes-Kreuz-fordern-Verbot-von-Killer-Drohnen-11427275.html">ein Verbot von Killer-Drohnen</a> gefordert.</p>
<p>Bis zur Konferenz wird es auch darum gehen, ob der abgeschwächte Text als Grundlage für solche Verhandlungen taugt.</p>
USA und Russland sollen bei UN-Gesprächen Schutzregeln für autonome Waffen gestrichen haben. Auch die menschliche Prüfung von KI-Zielen fehlt nun.</p>
<p>Der Krieg der Zukunft setzt wahrscheinlich viel stärker auf künstliche Intelligenz und autonome Waffensysteme, als es heute ohnehin schon der Fall ist.</p>
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<p>Das birgt natürlich Risiken: So hätten die USA <a href="https://www.telepolis.de/article/US-Militaer-Wie-ein-KI-Fehler-beinahe-einen-Krieg-mit-China-ausloeste-11459301.html">fast einen Krieg mit China provoziert</a>, der nur dadurch verhindert wurde, dass ein Mensch noch einmal die Antwort eines KI-Chatbots kritisch geprüft hatte. Beim Angriff auf eine Mädchenschule im iranischen Minab, bei dem 123 Kinder starben, verließen sich die Militärs dagegen offenbar auf eine KI von Palantir, die veraltete Fotos nicht erkannte. Und dass sich Israel bei seinem Krieg im Gazastreifen <a href="https://www.washingtonpost.com/technology/2024/12/29/ai-israel-war-gaza-idf/" rel="external noopener" target="_blank">auf die KI-Zielauswahl verlassen hat</a>, ist hinreichend bekannt.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist eine Regulierung der militärischen KI-Anwendungen ethisch geboten – und die Vereinten Nationen streben dies seit Langem an. Doch wie die Verhandlungen Anfang September in Genf zeigten, sind es die militärischen Großmächte, die sich dagegen sträuben, <a href="https://www.washingtonpost.com/technology/2026/09/26/how-us-russia-weakened-global-effort-regulate-killer-ai/" rel="external noopener" target="_blank">wie ein Bericht</a> der <em>Washington Post</em> zeigt.</p>
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<p>Es war demnach der letzte Verhandlungstag, und die Delegationen der USA und Russlands sollen in einem rund 15 Stunden langen Marathon darangegangen sein, das entscheidende Dokument in ihrem Sinne zu entschärfen.</p>
<p>Eigentlich sollte es Leitplanken ziehen für tödliche autonome Waffen, also für ebenjene Systeme, die ohne menschliches Zutun Ziele auswählen und angreifen können. Laut den Recherchen der <em>Washington Post</em> fehlten am Ende mehrere Schutzklauseln. Gestrichen wurde demnach auch die Vorgabe, dass Menschen von einer KI erzeugte militärische Ziele vor einem Angriff prüfen müssen.</p>
<p>Die Zeitung stützt sich in ihrem Bericht auf drei Personen, die die vertraulichen Gespräche kennen, und auf Dokumente, die ihr vorlagen. Demnach entfernten die beiden Delegationen auch Formulierungen, nach denen autonome Waffen vorhersehbar und zuverlässig funktionieren müssen. Ebenso verschwand ein Passus, der beim Einsatz solcher Waffen verlangte, dass ethische Aspekte berücksichtigt werden.</p>
<p>Jedes der beiden Teams soll rund zehn Juristen mitgebracht haben. Das sind fast doppelt so viele wie bei vielen anderen Delegationen. Die Sitzung lief laut Bericht hinter verschlossenen Türen: Die UN-Kameras waren abgeschaltet, Beobachter der Zivilgesellschaft mussten den Saal verlassen. Ein Teilnehmer beschrieb das Vorgehen als "Tod durch tausend Papierschnitte".</p>
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<p>Das US-Außenministerium, das russische Außenministerium und die Vereinten Nationen beantworteten Anfragen der Zeitung nicht.</p>
<p>Verity Coyle, stellvertretende Leiterin des Waffenbereichs bei Human Rights Watch, warnte gegenüber der Washington Post, schwache Regeln könnten bedeuten, dass Maschinen ohne menschliche Kontrolle über Leben und Tod entscheiden.</p>
<h3 class="subheading">Was sich belegen lässt und was nicht</h3>
<p>Wie die gestrichene Klauseln genau lautete, ist nicht öffentlich dokumentiert. Auch welche Passagen sich zwischen den Entwürfen und der Endfassung geändert haben, lässt sich anhand veröffentlichter Unterlagen nur teilweise nachvollziehen.</p>
<p>Die <a href="https://meetings.unoda.org/ccw-/convention-on-certain-conventional-weapons-group-of-governmental-experts-on-lethal-autonomous-weapons-systems-2026" rel="external noopener" target="_blank">UN-Seite der Expertengruppe</a> beschreibt deren Arbeit. Der Abschlussbericht der Gruppe empfiehlt, die erarbeiteten Elemente auf der <a href="https://italiarappdisarmo.esteri.it/wp-content/uploads/2026/09/CCW-GGE.1-2026-3-Advance-copy-1.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Überprüfungskonferenz vom 16. bis 20. November</a> zu beraten und zu billigen. Die einzelnen Vorwürfe über Änderungen am Text bestätigt er nicht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107125" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11345513"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autonome-Waffen-Auf-Kontrolle-wird-verzichtet-11345513.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/1/2/5/autonome-Dohne-2fb-01-b002975a906b2637.jpeg" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autonome Waffen: Auf Kontrolle wird verzichtet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Genauere Angaben macht Human Rights Watch. <a href="https://www.hrw.org/news/2026/09/07/un-talks-on-killer-robots-ends-with-calls-for-negotiations-growing" rel="external noopener" target="_blank">Nach Darstellung der Organisation</a> enthält die überarbeitete Fassung weiterhin Aussagen zu menschlicher Kontrolle und menschlichem Urteil bei der Einhaltung des Völkerrechts. Weggefallen seien dagegen Bezüge auf Entwurf und Entwicklung solcher Waffen. Auch Hinweise auf Erklärbarkeit und Nachvollziehbarkeit fehlen demnach.</p>
<p>Zudem sei der rechtliche Rahmen enger geworden: Der Text beziehe sich nicht mehr auf das Völkerrecht insgesamt, sondern nur noch auf das humanitäre Völkerrecht, also die Regeln für bewaffnete Konflikte.</p>
<h3 class="subheading">Was menschliche Kontrolle praktisch heißt</h3>
<p>Was "menschliche Kontrolle" im Einsatz bedeuten soll, hatte die Organisation schon vor dem Ende der Verhandlungsrunde in einer <a href="https://www.hrw.org/news/2026/09/04/convention-on-conventional-weapons-group-of-governmental-experts-on-lethal" rel="external noopener" target="_blank">Stellungnahme zu den Verhandlungen</a> beschrieben.</p>
<p>Laut HRW nennt Paragraf 36 des Entwurfs dafür unter anderem eine verantwortliche Befehlskette, in der Menschen beurteilen, ob rechtliche Pflichten und ethische Maßstäbe eingehalten werden.</p>
<p>Außerdem soll der Einsatz begrenzt sein: nach Umfang, Art der Ziele, Zeit, Ort und Zahl möglicher Angriffe. Nur Menschen dürften zudem Ziel- und Missionsvorgaben ändern, und sie müssten das System abschalten oder unschädlich machen können. Im verabschiedeten Bericht, dort in Paragraf 35, fehlen davon die ethischen Maßstäbe, die Begrenzung der Angriffszahl und der Vorbehalt bei Ziel- und Missionsvorgaben. Eingreifen und Abschalten sollen nur noch möglich sein, soweit machbar.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4917525" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10538950"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Potsdamer-Appell-fordert-weltweites-Verbot-autonomer-Waffensysteme-10538950.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7500" height="4214" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/7/5/2/5/shutterstock_2082708607-522600469ef245c2.jpeg" alt="Kampfdrohnen" style="aspect-ratio:7500 / 4214"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7500" height="4214" alt="Kampfdrohnen" style="aspect-ratio:7500 / 4214;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Potsdamer Appell fordert weltweites Verbot autonomer Waffensysteme</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Offen bleibt, wie sich das überprüfen ließe. Keines der vorliegenden Dokumente legt fest, welche Tests oder Messwerte zeigen würden, dass eine Waffe "vorhersehbar" und "zuverlässig" arbeitet. Ein gemeinsames Prüfverfahren für menschliche Kontrolle gibt es ebenfalls nicht. Die jetzt gestrichene Pflicht zu verlässlichem Verhalten wäre ein Ansatzpunkt gewesen, um solche Kriterien festzulegen.</p>
<p>Dass es dabei um reale Technik geht, zeigte die <a href="https://www.telepolis.de/article/Scout-AI-zeigt-KI-Agenten-fuehren-jetzt-eigenstaendig-Militaereinsaetze-durch-11188050.html">Vorführung des US-Start-ups Scout AI</a>. Nach Firmenangaben plante und steuerte dessen KI-System Fahrzeuge und Drohnen. Eine Drohne flog demnach ein Ziel selbstständig an und löste eine Sprengladung aus, ohne Fernsteuerung und ohne vorprogrammierten Ablauf.</p>
<p>Ähnliche Fragen stellen sich bei <a href="https://www.telepolis.de/article/Killer-Roboterschiffe-Fortschritt-mit-Sprengkraft-10792928.html">autonomen Roboterschiffen der US-Marine</a>. Selbst aus der Rüstungsindustrie kommen Rufe nach Grenzen: <a href="https://www.telepolis.de/article/Gefaehrliche-Militaer-KI-Warum-Rheinmetall-Chef-Papperger-Verbote-fordert-11358609.html">Rheinmetall-Chef Armin Papperger</a> verlangt globale Regeln. Wer solche Regeln schreiben und durchsetzen soll, <a href="https://www.telepolis.de/article/Autonome-Waffen-Auf-Kontrolle-wird-verzichtet-11345513.html">ist allerdings ungeklärt</a>.</p>
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<p>Verbindlich ist bislang nichts. Die mehrjährigen Gespräche im Rahmen der UN-Konvention über bestimmte konventionelle Waffen (CCW) haben bislang nur unverbindliche Empfehlungen hervorgebracht.</p>
<p>Im November beraten die Staaten, ob daraus formelle Verhandlungen über ein neues internationales Regelwerk werden. Laut Human Rights Watch unterstützen inzwischen 76 Staaten solche Verhandlungen, 70 davon sind stimmberechtigte Vertragsparteien. Die Konferenz entscheidet allerdings im Konsens, einzelne Staaten wie die USA oder Russland können einen Verhandlungsbeginn also blockieren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4917527" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10538954"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Killer-Roboter-stoppen-Wissenschaftler-warnen-vor-autonomen-Waffen-10538954.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4896" height="2751" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/7/5/2/7/shutterstock_117354373-32cc5011a780703d.jpeg" alt="Schloss Cecilienhof" style="aspect-ratio:4896 / 2751"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4896" height="2751" alt="Schloss Cecilienhof" style="aspect-ratio:4896 / 2751;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Killer-Roboter stoppen: Wissenschaftler warnen vor autonomen Waffen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>UN-Generalsekretär António Guterres und die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric Egger, hatten zuvor <a href="https://www.heise.de/news/KI-gestuetzte-Waffen-UN-und-Rotes-Kreuz-fordern-Verbot-von-Killer-Drohnen-11427275.html">ein Verbot von Killer-Drohnen</a> gefordert.</p>
<p>Bis zur Konferenz wird es auch darum gehen, ob der abgeschwächte Text als Grundlage für solche Verhandlungen taugt.</p>
2026-09-28T09:15:00.000Z
urn:bid:5172059
2026-09-28T08:15:00.000Z
Skandal statt Substanz: Das Sperrfeuer gegen die Berlin-Wahlgewinner sagt mehr über Medien und Die Linke aus, als über Organisierte Kriminalität. Ein Kommentar.</p>
<p>Hysterie oder Haltung: Der Linkspartei droht ein Totalschaden. Zweifel an der medialen Clan-Version bleiben. Immerhin ist wenig wirklich Spektakuläres im Nachgang der Hauptstadtwahlen dokumentiert. Die Berliner Linke <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/issa-remmo-bei-wahlparty-der-linken-was-will-der-clan-von-den-linken-201257980.html" rel="external noopener" target="_blank">rückte einzig wegen ihrer Wahlparty ins Visier</a>: ein durchschaubarer Skandal.</p>
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<p>Binnen 24 Stunden verschob sich das diskursive Bild: Während internationale Medien primär über Wohnungsnot und mögliche Machtwechsel <a href="https://www.reuters.com/world/far-left-party-wins-berlin-election-pledging-nationalise-housing-2026-09-20/" rel="external noopener" target="_blank">berichteten</a>, dominierten in der <a href="https://amp.dw.com/de/die-linke-wie-extrem-ist-die-partei/a-79298734" rel="external noopener" target="_blank">deutschen Debatte diverse Verdachtsmomente</a>. Remmo-Clan, <a href="https://presse.online/2026/09/21/pflp-unterstuetzer-auf-wahlparty-der-berliner-linken/" rel="external noopener" target="_blank">PFLP-naher Kontakt</a>, israelfeindlicher <a href="https://www.zeit.de/feuilleton/musik/2026-09/dahabflex-rapper-neukoelln-die-linke-antisemitismus" rel="external noopener" target="_blank">Rap-Auftritt</a>, <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/linksjugend-antisemitismus-schwerdtner-ddr-israel-recherche-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Antisemitismus-Vorwürfe im Chat</a>, Islamismus-Nähe.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Drängende Themen unerwünscht </strong></h3>
<p>Aus mehreren, teils unterschiedlichen ideologischen Zutaten entstand – vor allem <a href="https://www.bild.de/politik/inland/skandale-nach-berlin-wahl-darum-lieben-arabische-clans-die-linken-6ab21da267ff1f5bff5868fe" rel="external noopener" target="_blank">durch die Boulevardpresse</a> – ein vermeintliches Gesamtbild. Im Zentrum stand fortan nicht mehr der Erfolg einer Partei, die rund eine halbe Million Berliner <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-wahlerfolg-der-linken-in-zahlen-partei-der-berliner-mitte-100.html" rel="external noopener" target="_blank">für sich gewinnen konnte</a>, sondern das Bild angeblicher Radikaler.</p>
<p>Neu sind solche Vorwürfe nicht: Schon vor dem Urnengang musste sich die Partei mit Antisemitismus-Vorwürfen auseinandersetzen – garniert mit Warnungen vor einer angeblich bevorstehenden Enteignungswelle. Das <a href="https://dielinke.berlin/wahlprogramm/" rel="external noopener" target="_blank">eigentliche Wahlprogramm</a>, das auf einen sozialpolitisch-reformistischen Wahlkampf setzte, drohte darüber zeitweise unterzugehen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Pauschalisiertes </strong><strong>Spiegel-</strong><strong>B</strong><strong>ild</strong><strong> der Remmos</strong></h3>
<p>Die Remmo-Skandal-Vorgeschichte beginnt 2018: Spiegel TV <a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLuiYhcgFTmqDQFba3lDfGlAA6S2aldhV4" rel="external noopener" target="_blank">strahlte </a>damalig eine zweiteilige Reihe über die Großfamilie aus. Seither verging kaum ein Jahr ohne neue Berichte aus dem Hause des TV-Ablegers des Hamburger Magazins.</p>
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<p>Eine <a href="https://uebermedien.de/98272/wie-spiegel-tv-mit-clan-dokus-rassistische-vorurteile-schuert/" rel="external noopener" target="_blank">Auswertung von Übermedien</a> fand in 40 untersuchten Spiegel-TV-Beiträgen in mindestens 30 Fällen eine pauschalisierende Verknüpfung von Familiennamen und Kriminalität – etwa in der Formulierung, die Remmos hätten eine "Vorliebe für diebische Aktivitäten".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4286965" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9245640"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Dogwhistling-ueber-Clan-Kriminalitaet-Klar-ist-wer-sich-angesprochen-fuehlt-9245640.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1351" height="759" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/2/8/6/9/6/5/inside-2af7792d1c6d74fb.jpeg" style="aspect-ratio:1351 / 759"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1351" height="759" style="aspect-ratio:1351 / 759;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dogwhistling über Clan-Kriminalität: Klar ist, wer sich angesprochen fühlt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Remmos gehören zur aus dem Libanon stammenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mhallami" rel="external noopener" target="_blank">Volksgruppe der Mhallami</a>. Die genannte Familiengröße <a href="https://www.spiegel.de/panorama/justiz/remmo-clan-wir-die-outlaws-ihr-die-opfer-a-00000000-0002-0001-0000-000174103620?context=issue" rel="external noopener" target="_blank">schwankt erheblich</a>, teils ist von bis zu 1000 Angehörigen deutschlandweit die Rede.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Belegbare Kriminalität Einzelner</strong></h3>
<p>Dass einzelne Remmo-Mitglieder kriminell sind, ist kein mediales Konstrukt: Im <a href="https://tv.spiegel.de/programm/artikel/spiegel-tv-der-jahrhundertcoup-ein-krimineller-clan-auf-beutezug-1" rel="external noopener" target="_blank">Bode-Museum-Fall</a> erhielten zwei Angehörige jeweils viereinhalb Jahre Haft, im Verfahren um das <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/einbruch-in-grunes-gewolbe-in-dresden-2019-erheblicher-teil-der-beute-in-berlin-sichergestellt-9051949.html" rel="external noopener" target="_blank">Grüne Gewölbe</a> wurden fünf Männer aus dem Remmo-Umfeld verurteilt, ein Neffe Issa Remmos erhielt wegen schweren Raubes und Körperverletzung sieben Jahre.</p>
<p>Eine <a href="https://www.focus.de/panorama/welt/kriminelle-grossfamilie-wie-gefaehrlich-remmo-clan-ist-zeigte-vertrauliches-lka-papier-von-2012_id_187101171.html" rel="external noopener" target="_blank">ältere, vertrauliche LKA-Auswertung</a> erfasste für einen Familienzweig zwischen 2009 und 2011 68 Tatverdächtige in 297 Fällen. Doch Tatverdacht ist nicht Verurteilung und betraf nie die Familie in Gänze. Ein Medien-Zerrbild: Aus belegbarer Kriminalität Einzelner wird sprachlich die Vorstellung eines geschlossenen, kollektiv kriminellen Familienverbands konstruiert – eine Gleichsetzung ohne belastbare Statistik, die <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/remmo-und-co-sind-clan-und-grossfamilie-die-falschen-begriffe-fuer-kriminelle-2265631" rel="external noopener" target="_blank">unbescholtenen Angehörigen</a> oder bloßen Namensvettern erhebliche Nachteile beschert.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Politiker als </strong><strong>Prestige-Objekte</strong></h3>
<p>Warum dennoch ausgerechnet Issa Remmo die Nähe zur Linkspartei suchte, bleibt erklärungsbedürftig: Remmo-Angehörige <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/eine-schrecklich-nette-grossfamilie-warum-der-remmo-clan-die-nahe-zu-politikern-sucht-16086178.html" rel="external noopener" target="_blank">tauchen seit Jahren</a> im Umfeld verschiedener Berliner Politiker auf.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5144822" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11409962"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Studie-Migration-steigert-Kriminalitaet-nicht-11409962.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4700" height="2641" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/4/8/2/2/shutterstock_2685421801-c02db0a2183015da.jpeg" alt="Person mit hinter dem Rücken gefesselten Händen" style="aspect-ratio:4700 / 2641"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4700" height="2641" alt="Person mit hinter dem Rücken gefesselten Händen" style="aspect-ratio:4700 / 2641;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Studie: Migration steigert Kriminalität nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Issa Remmo traf 2021 an einem Wahlkampfstand auf Kai Wegner, 2022 ließ sich Sohn Firas mit dem früheren Regierenden Bürgermeister Michael Müller fotografieren; 2023 sprach Issa Andreas Geisel in einem Restaurant an – der Sohn filmte, 2025 <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/berlin-der-chef-des-remmo-clans-zu-gast-im-parlament-2291026" rel="external noopener" target="_blank">besuchte der Vater eine Führun</a>g im Abgeordnetenhaus; im November desselben Jahres trat er bei einer Veranstaltung eines libanesischen Parlamentskandidaten auf.</p>
<p>Der Kriminalist Dirk Peglow <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/angeber-aus-der-berliner-unterwelt-warum-sich-clan-grossen-gern-mit-politikern-zeigen-10909828.html" rel="external noopener" target="_blank">ordnete solche Kontakte</a> so ein, dass sie im Milieu Ansehen erzeugten – die Remmos als politische "Angeber aus der Unterwelt". Issa Remmo handelte dabei wohl weniger ideologisch als pragmatisch: Er sucht politische Sichtbarkeit, bisweilen unabhängig vom Lager.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Warum Die Linke?</strong></h3>
<p>Zur Linkspartei fühlte sich Remmo nach eigener Aussage gegenüber dem <em>NDR</em> jedoch zuletzt auch <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/caren-miosga/faktencheck/faktencheck-zur-sendung-vom-20092026%2Cfaktencheck-448.html" rel="external noopener" target="_blank">politisch hingezogen</a>; er sehe sich in Deutschland "erstmals von einer Partei unterstützt". Zwar könnte sich Remmo von der Palästina-Programmatik der Partei angezogen gefühlt haben, hätte jedoch dann auch Kontakte zum <a href="https://bsw.berlin/allgemein/alexander-king-und-michael-lueders-fuehren-bsw-in-den-berliner-wahlkampf/" rel="external noopener" target="_blank">BSW unter Nahostexperten und Israel-Kritiker</a> Michael Lüders suchen können.</p>
<p>Paradox wirkt dies, da die Linke für ihre Vergesellschaftungspläne kritisiert wird und Remmo sich selbst wiederholt als Opfer staatlicher Enteignungen titulierte: 2018 stellte die Berliner Staatsanwaltschaft <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/landgericht-zieht-villa-vom-chef-des-remmo-clans-ein-3247465.html" rel="external noopener" target="_blank">77 dem Remmo-Umfeld zugerechnete Immobilien</a> im Wert von rund neun Millionen Euro sicher, darunter die Familien-Villa in Alt-Buckow.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5072538" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11274406"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kriminalstatistik-Was-Medien-berichten-und-was-nicht-11274406.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/2/5/3/8/master_polizei-4939a6dbd6a64e6c.jpeg" alt="Blaulicht eines Polizeiautos in Großaufnahme. Hintergrund Bäume in einem Park." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Blaulicht eines Polizeiautos in Großaufnahme. Hintergrund Bäume in einem Park." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kriminalstatistik: Was Medien berichten – und was nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Plausibel erscheint daher, dass der von Ausgrenzung geprägte Mann von der im Höhenflug befindlichen Linken oder tatsächlich von deren staatskritischer Programmatik angezogen fühlte.</p>
<p>Entscheidend bleibt: Der Sprung von einem Party-Auftritt zu einer womöglich nepotistisch-kriminellen Verbindung ist durch die bekannten Fakten in keinster Weise gedeckt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Cha</strong><strong>t mit Folgen</strong></h3>
<p>Kaum anders liegt der Chat-Fall: Nach der Wahlparty <a href="https://www.welt.de/vermischtes/article6ab2dd93a15a9fecb668c216/berlin-jetzt-aeussert-sich-der-remmo-sohn-nach-dem-chat-skandal-mit-linken-politiker.html" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlichte Sohn Firas Chatnachrichten</a> mit dem Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak, in denen dieser ihn als "Bruder" ansprach, seinen Vater grüßen ließ und um Verbreitung eines eigenen Redebeitrags bat, einer Rede, in der Koçak den Begriff "Clankriminalität" als politischen Kampfbegriff mit rassistischer Geschichte kritisiert hatte.</p>
<p>Koçak erklärte unplausibel, er habe zunächst nicht gewusst, mit wem er kommuniziere, später aber einen Fehler gemacht und sich <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/ferat-kocak-linke-kontakt-remmo-clan-entschuldigung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">dafür entschuldigt</a>; anschließend <a href="https://www.juedische-allgemeine.de/politik/chat-mit-clan-linke-politiker-zieht-sich-vorerst-zurueck/" rel="external noopener" target="_blank">zog er sich</a> vorerst aus seinen parlamentarischen Funktionen zurück.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4851630" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10379155"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kriminalstatistik-Zahlen-und-Zweifel-zur-Auslaenderkriminalitaet-10379155.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/1/6/3/0/Polizei_Blaulicht-cd939cafdeaeff98.jpeg" alt="Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens in einer nicht zu erkennenden Stadt in Deutschland mit einer Straßenszene" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens in einer nicht zu erkennenden Stadt in Deutschland mit einer Straßenszene" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kriminalstatistik: Zahlen und Zweifel zur Ausländerkriminalität</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein vertraulicher Ton zu den Remmos oder die Bitte um Verbreitung politischer Inhalte mag missfallen – aus einem Kontakt wird aber erst dann eine belegbare Kooperation zwischen Parteipolitik und organisierter Kriminalität, wenn sich konkrete Gegenleistungen, Absprachen oder Einflussnahme nachweisen lassen. Und entscheidender: Wenn es sich bei den Personen um nachweislich Kriminelle handelt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Vom </strong><strong>Verdacht </strong><strong>zum</strong><strong> Verdikt</strong></h3>
<p>Nach aktuellem Stand sind jedoch weder Firas noch <a href="https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/09/remmo-zurueck-in-berlin-clanchef.html" rel="external noopener" target="_blank">Issa Remmo</a> vorbestraft, im Gegenteil: der Vater wurde <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-clan-chef-issa-remmo-freigesprochen-4187860.html" rel="external noopener" target="_blank">gleich mehrfach freigesprochen</a>. Denkbar ist daher auch, dass Firas und Issa Remmo mit der Veröffentlichung auf das nachträgliche Distanzieren der Parteispitze reagierten – eine Retourkutsche. Möglich, dass die Familie in ihrem sozialen Umfeld für die Partei mobilisierten. Mitglieder könnten sich der Partei verbunden gefühlt haben – doch diese sich nicht mit ihnen.</p>
<p>Mit ihrer nachträglichen wie im vorauseilenden Gehorsam verfassten Entschuldigung wird die Linke dem ihr zugeschriebenen Bedrohungsszenario kaum entkommen: Auf Enteignungsdebatte und Antisemitismusvorwürfe folgt nun der "Clan" – als ließe sich aus der Anwesenheit eines Remmo auf einer Wahlparty und einem Monate alten Chat eine neue Dimension vermeintlich linker Gefährlichkeit konstruieren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Mietenexplosion, Aufrüstung und soziales Elend?</strong></h3>
<p>Andere vergleichbare Remmo-Kontakte zu anderen Parteien fanden medial keine Beachtung. Die begriffliche Unschärfe des Wortes "Clan" und seine gesellschaftlich-mediale Konnotation ermöglichen es, individuelle Kontakte und tatsächliche Straftaten zu einer kollektiven Verdachtskategorie zu verschmelzen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4863546" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10420609"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Journalismus-im-Spannungsfeld-Wie-ueber-Kriminalstatistiken-berichten-10420609.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5761" height="3237" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/6/3/5/4/6/shutterstock_381038152-697471cffb9ee0ac.jpeg" alt="Maskiertert mann mit Pistole" style="aspect-ratio:5761 / 3237"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5761" height="3237" alt="Maskiertert mann mit Pistole" style="aspect-ratio:5761 / 3237;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Journalismus im Spannungsfeld: Wie über Kriminalstatistiken berichten?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Skandalisierung vervollständigt so ein bereits vorgezeichnetes Bild: die Linke als Partei der Enteignung, des Antisemitismus und nun auch der Mafia. Je länger sich die Debatte daran abarbeitet, desto mehr geraten Fragen von Mietenexplosion, Aufrüstung und sozialem Elend in den Hintergrund.</p>
<p>Bequem für die herrschende politische Klasse. Denn diese mediale Debatte dürfte als Begleitmusik der kommenden Koalitionsverhandlungen dienen und Die Linke weiterhin stark unter Druck setzen. Der Verdacht ist dabei längst zum Verdikt geworden, nicht weil Beweise vorhanden wären, sondern weil sie für die Erzählung gar nicht mehr nötig sind. </p>
Skandal statt Substanz: Das Sperrfeuer gegen die Berlin-Wahlgewinner sagt mehr über Medien und Die Linke aus, als über Organisierte Kriminalität. Ein Kommentar.</p>
<p>Hysterie oder Haltung: Der Linkspartei droht ein Totalschaden. Zweifel an der medialen Clan-Version bleiben. Immerhin ist wenig wirklich Spektakuläres im Nachgang der Hauptstadtwahlen dokumentiert. Die Berliner Linke <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/issa-remmo-bei-wahlparty-der-linken-was-will-der-clan-von-den-linken-201257980.html" rel="external noopener" target="_blank">rückte einzig wegen ihrer Wahlparty ins Visier</a>: ein durchschaubarer Skandal.</p>
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<p>Binnen 24 Stunden verschob sich das diskursive Bild: Während internationale Medien primär über Wohnungsnot und mögliche Machtwechsel <a href="https://www.reuters.com/world/far-left-party-wins-berlin-election-pledging-nationalise-housing-2026-09-20/" rel="external noopener" target="_blank">berichteten</a>, dominierten in der <a href="https://amp.dw.com/de/die-linke-wie-extrem-ist-die-partei/a-79298734" rel="external noopener" target="_blank">deutschen Debatte diverse Verdachtsmomente</a>. Remmo-Clan, <a href="https://presse.online/2026/09/21/pflp-unterstuetzer-auf-wahlparty-der-berliner-linken/" rel="external noopener" target="_blank">PFLP-naher Kontakt</a>, israelfeindlicher <a href="https://www.zeit.de/feuilleton/musik/2026-09/dahabflex-rapper-neukoelln-die-linke-antisemitismus" rel="external noopener" target="_blank">Rap-Auftritt</a>, <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/linksjugend-antisemitismus-schwerdtner-ddr-israel-recherche-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Antisemitismus-Vorwürfe im Chat</a>, Islamismus-Nähe.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Drängende Themen unerwünscht </strong></h3>
<p>Aus mehreren, teils unterschiedlichen ideologischen Zutaten entstand – vor allem <a href="https://www.bild.de/politik/inland/skandale-nach-berlin-wahl-darum-lieben-arabische-clans-die-linken-6ab21da267ff1f5bff5868fe" rel="external noopener" target="_blank">durch die Boulevardpresse</a> – ein vermeintliches Gesamtbild. Im Zentrum stand fortan nicht mehr der Erfolg einer Partei, die rund eine halbe Million Berliner <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-wahlerfolg-der-linken-in-zahlen-partei-der-berliner-mitte-100.html" rel="external noopener" target="_blank">für sich gewinnen konnte</a>, sondern das Bild angeblicher Radikaler.</p>
<p>Neu sind solche Vorwürfe nicht: Schon vor dem Urnengang musste sich die Partei mit Antisemitismus-Vorwürfen auseinandersetzen – garniert mit Warnungen vor einer angeblich bevorstehenden Enteignungswelle. Das <a href="https://dielinke.berlin/wahlprogramm/" rel="external noopener" target="_blank">eigentliche Wahlprogramm</a>, das auf einen sozialpolitisch-reformistischen Wahlkampf setzte, drohte darüber zeitweise unterzugehen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Pauschalisiertes </strong><strong>Spiegel-</strong><strong>B</strong><strong>ild</strong><strong> der Remmos</strong></h3>
<p>Die Remmo-Skandal-Vorgeschichte beginnt 2018: Spiegel TV <a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLuiYhcgFTmqDQFba3lDfGlAA6S2aldhV4" rel="external noopener" target="_blank">strahlte </a>damalig eine zweiteilige Reihe über die Großfamilie aus. Seither verging kaum ein Jahr ohne neue Berichte aus dem Hause des TV-Ablegers des Hamburger Magazins.</p>
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<p>Eine <a href="https://uebermedien.de/98272/wie-spiegel-tv-mit-clan-dokus-rassistische-vorurteile-schuert/" rel="external noopener" target="_blank">Auswertung von Übermedien</a> fand in 40 untersuchten Spiegel-TV-Beiträgen in mindestens 30 Fällen eine pauschalisierende Verknüpfung von Familiennamen und Kriminalität – etwa in der Formulierung, die Remmos hätten eine "Vorliebe für diebische Aktivitäten".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4286965" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9245640"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Dogwhistling-ueber-Clan-Kriminalitaet-Klar-ist-wer-sich-angesprochen-fuehlt-9245640.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1351" height="759" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/2/8/6/9/6/5/inside-2af7792d1c6d74fb.jpeg" style="aspect-ratio:1351 / 759"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1351" height="759" style="aspect-ratio:1351 / 759;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dogwhistling über Clan-Kriminalität: Klar ist, wer sich angesprochen fühlt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Remmos gehören zur aus dem Libanon stammenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mhallami" rel="external noopener" target="_blank">Volksgruppe der Mhallami</a>. Die genannte Familiengröße <a href="https://www.spiegel.de/panorama/justiz/remmo-clan-wir-die-outlaws-ihr-die-opfer-a-00000000-0002-0001-0000-000174103620?context=issue" rel="external noopener" target="_blank">schwankt erheblich</a>, teils ist von bis zu 1000 Angehörigen deutschlandweit die Rede.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Belegbare Kriminalität Einzelner</strong></h3>
<p>Dass einzelne Remmo-Mitglieder kriminell sind, ist kein mediales Konstrukt: Im <a href="https://tv.spiegel.de/programm/artikel/spiegel-tv-der-jahrhundertcoup-ein-krimineller-clan-auf-beutezug-1" rel="external noopener" target="_blank">Bode-Museum-Fall</a> erhielten zwei Angehörige jeweils viereinhalb Jahre Haft, im Verfahren um das <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/einbruch-in-grunes-gewolbe-in-dresden-2019-erheblicher-teil-der-beute-in-berlin-sichergestellt-9051949.html" rel="external noopener" target="_blank">Grüne Gewölbe</a> wurden fünf Männer aus dem Remmo-Umfeld verurteilt, ein Neffe Issa Remmos erhielt wegen schweren Raubes und Körperverletzung sieben Jahre.</p>
<p>Eine <a href="https://www.focus.de/panorama/welt/kriminelle-grossfamilie-wie-gefaehrlich-remmo-clan-ist-zeigte-vertrauliches-lka-papier-von-2012_id_187101171.html" rel="external noopener" target="_blank">ältere, vertrauliche LKA-Auswertung</a> erfasste für einen Familienzweig zwischen 2009 und 2011 68 Tatverdächtige in 297 Fällen. Doch Tatverdacht ist nicht Verurteilung und betraf nie die Familie in Gänze. Ein Medien-Zerrbild: Aus belegbarer Kriminalität Einzelner wird sprachlich die Vorstellung eines geschlossenen, kollektiv kriminellen Familienverbands konstruiert – eine Gleichsetzung ohne belastbare Statistik, die <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/remmo-und-co-sind-clan-und-grossfamilie-die-falschen-begriffe-fuer-kriminelle-2265631" rel="external noopener" target="_blank">unbescholtenen Angehörigen</a> oder bloßen Namensvettern erhebliche Nachteile beschert.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Politiker als </strong><strong>Prestige-Objekte</strong></h3>
<p>Warum dennoch ausgerechnet Issa Remmo die Nähe zur Linkspartei suchte, bleibt erklärungsbedürftig: Remmo-Angehörige <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/eine-schrecklich-nette-grossfamilie-warum-der-remmo-clan-die-nahe-zu-politikern-sucht-16086178.html" rel="external noopener" target="_blank">tauchen seit Jahren</a> im Umfeld verschiedener Berliner Politiker auf.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5144822" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11409962"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Studie-Migration-steigert-Kriminalitaet-nicht-11409962.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4700" height="2641" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/4/8/2/2/shutterstock_2685421801-c02db0a2183015da.jpeg" alt="Person mit hinter dem Rücken gefesselten Händen" style="aspect-ratio:4700 / 2641"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4700" height="2641" alt="Person mit hinter dem Rücken gefesselten Händen" style="aspect-ratio:4700 / 2641;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Studie: Migration steigert Kriminalität nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Issa Remmo traf 2021 an einem Wahlkampfstand auf Kai Wegner, 2022 ließ sich Sohn Firas mit dem früheren Regierenden Bürgermeister Michael Müller fotografieren; 2023 sprach Issa Andreas Geisel in einem Restaurant an – der Sohn filmte, 2025 <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/berlin-der-chef-des-remmo-clans-zu-gast-im-parlament-2291026" rel="external noopener" target="_blank">besuchte der Vater eine Führun</a>g im Abgeordnetenhaus; im November desselben Jahres trat er bei einer Veranstaltung eines libanesischen Parlamentskandidaten auf.</p>
<p>Der Kriminalist Dirk Peglow <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/angeber-aus-der-berliner-unterwelt-warum-sich-clan-grossen-gern-mit-politikern-zeigen-10909828.html" rel="external noopener" target="_blank">ordnete solche Kontakte</a> so ein, dass sie im Milieu Ansehen erzeugten – die Remmos als politische "Angeber aus der Unterwelt". Issa Remmo handelte dabei wohl weniger ideologisch als pragmatisch: Er sucht politische Sichtbarkeit, bisweilen unabhängig vom Lager.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Warum Die Linke?</strong></h3>
<p>Zur Linkspartei fühlte sich Remmo nach eigener Aussage gegenüber dem <em>NDR</em> jedoch zuletzt auch <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/caren-miosga/faktencheck/faktencheck-zur-sendung-vom-20092026%2Cfaktencheck-448.html" rel="external noopener" target="_blank">politisch hingezogen</a>; er sehe sich in Deutschland "erstmals von einer Partei unterstützt". Zwar könnte sich Remmo von der Palästina-Programmatik der Partei angezogen gefühlt haben, hätte jedoch dann auch Kontakte zum <a href="https://bsw.berlin/allgemein/alexander-king-und-michael-lueders-fuehren-bsw-in-den-berliner-wahlkampf/" rel="external noopener" target="_blank">BSW unter Nahostexperten und Israel-Kritiker</a> Michael Lüders suchen können.</p>
<p>Paradox wirkt dies, da die Linke für ihre Vergesellschaftungspläne kritisiert wird und Remmo sich selbst wiederholt als Opfer staatlicher Enteignungen titulierte: 2018 stellte die Berliner Staatsanwaltschaft <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/landgericht-zieht-villa-vom-chef-des-remmo-clans-ein-3247465.html" rel="external noopener" target="_blank">77 dem Remmo-Umfeld zugerechnete Immobilien</a> im Wert von rund neun Millionen Euro sicher, darunter die Familien-Villa in Alt-Buckow.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5072538" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11274406"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kriminalstatistik-Was-Medien-berichten-und-was-nicht-11274406.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/2/5/3/8/master_polizei-4939a6dbd6a64e6c.jpeg" alt="Blaulicht eines Polizeiautos in Großaufnahme. Hintergrund Bäume in einem Park." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Blaulicht eines Polizeiautos in Großaufnahme. Hintergrund Bäume in einem Park." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kriminalstatistik: Was Medien berichten – und was nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Plausibel erscheint daher, dass der von Ausgrenzung geprägte Mann von der im Höhenflug befindlichen Linken oder tatsächlich von deren staatskritischer Programmatik angezogen fühlte.</p>
<p>Entscheidend bleibt: Der Sprung von einem Party-Auftritt zu einer womöglich nepotistisch-kriminellen Verbindung ist durch die bekannten Fakten in keinster Weise gedeckt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Cha</strong><strong>t mit Folgen</strong></h3>
<p>Kaum anders liegt der Chat-Fall: Nach der Wahlparty <a href="https://www.welt.de/vermischtes/article6ab2dd93a15a9fecb668c216/berlin-jetzt-aeussert-sich-der-remmo-sohn-nach-dem-chat-skandal-mit-linken-politiker.html" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlichte Sohn Firas Chatnachrichten</a> mit dem Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak, in denen dieser ihn als "Bruder" ansprach, seinen Vater grüßen ließ und um Verbreitung eines eigenen Redebeitrags bat, einer Rede, in der Koçak den Begriff "Clankriminalität" als politischen Kampfbegriff mit rassistischer Geschichte kritisiert hatte.</p>
<p>Koçak erklärte unplausibel, er habe zunächst nicht gewusst, mit wem er kommuniziere, später aber einen Fehler gemacht und sich <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/ferat-kocak-linke-kontakt-remmo-clan-entschuldigung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">dafür entschuldigt</a>; anschließend <a href="https://www.juedische-allgemeine.de/politik/chat-mit-clan-linke-politiker-zieht-sich-vorerst-zurueck/" rel="external noopener" target="_blank">zog er sich</a> vorerst aus seinen parlamentarischen Funktionen zurück.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4851630" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10379155"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kriminalstatistik-Zahlen-und-Zweifel-zur-Auslaenderkriminalitaet-10379155.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/1/6/3/0/Polizei_Blaulicht-cd939cafdeaeff98.jpeg" alt="Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens in einer nicht zu erkennenden Stadt in Deutschland mit einer Straßenszene" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens in einer nicht zu erkennenden Stadt in Deutschland mit einer Straßenszene" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kriminalstatistik: Zahlen und Zweifel zur Ausländerkriminalität</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Ein vertraulicher Ton zu den Remmos oder die Bitte um Verbreitung politischer Inhalte mag missfallen – aus einem Kontakt wird aber erst dann eine belegbare Kooperation zwischen Parteipolitik und organisierter Kriminalität, wenn sich konkrete Gegenleistungen, Absprachen oder Einflussnahme nachweisen lassen. Und entscheidender: Wenn es sich bei den Personen um nachweislich Kriminelle handelt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Vom </strong><strong>Verdacht </strong><strong>zum</strong><strong> Verdikt</strong></h3>
<p>Nach aktuellem Stand sind jedoch weder Firas noch <a href="https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/09/remmo-zurueck-in-berlin-clanchef.html" rel="external noopener" target="_blank">Issa Remmo</a> vorbestraft, im Gegenteil: der Vater wurde <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-clan-chef-issa-remmo-freigesprochen-4187860.html" rel="external noopener" target="_blank">gleich mehrfach freigesprochen</a>. Denkbar ist daher auch, dass Firas und Issa Remmo mit der Veröffentlichung auf das nachträgliche Distanzieren der Parteispitze reagierten – eine Retourkutsche. Möglich, dass die Familie in ihrem sozialen Umfeld für die Partei mobilisierten. Mitglieder könnten sich der Partei verbunden gefühlt haben – doch diese sich nicht mit ihnen.</p>
<p>Mit ihrer nachträglichen wie im vorauseilenden Gehorsam verfassten Entschuldigung wird die Linke dem ihr zugeschriebenen Bedrohungsszenario kaum entkommen: Auf Enteignungsdebatte und Antisemitismusvorwürfe folgt nun der "Clan" – als ließe sich aus der Anwesenheit eines Remmo auf einer Wahlparty und einem Monate alten Chat eine neue Dimension vermeintlich linker Gefährlichkeit konstruieren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Mietenexplosion, Aufrüstung und soziales Elend?</strong></h3>
<p>Andere vergleichbare Remmo-Kontakte zu anderen Parteien fanden medial keine Beachtung. Die begriffliche Unschärfe des Wortes "Clan" und seine gesellschaftlich-mediale Konnotation ermöglichen es, individuelle Kontakte und tatsächliche Straftaten zu einer kollektiven Verdachtskategorie zu verschmelzen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4863546" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10420609"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Journalismus-im-Spannungsfeld-Wie-ueber-Kriminalstatistiken-berichten-10420609.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5761" height="3237" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/6/3/5/4/6/shutterstock_381038152-697471cffb9ee0ac.jpeg" alt="Maskiertert mann mit Pistole" style="aspect-ratio:5761 / 3237"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5761" height="3237" alt="Maskiertert mann mit Pistole" style="aspect-ratio:5761 / 3237;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Journalismus im Spannungsfeld: Wie über Kriminalstatistiken berichten?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Die Skandalisierung vervollständigt so ein bereits vorgezeichnetes Bild: die Linke als Partei der Enteignung, des Antisemitismus und nun auch der Mafia. Je länger sich die Debatte daran abarbeitet, desto mehr geraten Fragen von Mietenexplosion, Aufrüstung und sozialem Elend in den Hintergrund.</p>
<p>Bequem für die herrschende politische Klasse. Denn diese mediale Debatte dürfte als Begleitmusik der kommenden Koalitionsverhandlungen dienen und Die Linke weiterhin stark unter Druck setzen. Der Verdacht ist dabei längst zum Verdikt geworden, nicht weil Beweise vorhanden wären, sondern weil sie für die Erzählung gar nicht mehr nötig sind. </p>
2026-09-28T08:15:00.000Z
urn:bid:5172382
2026-09-28T07:45:00.000Z
Es wäre das größte Plus seit 2022. Doch der finale Wert steht erst im Frühjahr 2027 fest – und netto bleibt nach Abzügen spürbar weniger übrig.</p>
<p>Wer heute 1500 Euro Rente brutto bezieht, kann im Sommer 2027 mit 66 bis gut 70 Euro mehr im Monat rechnen. Ökonomen und die Deutsche Rentenversicherung (DRV) erwarten zum 1. Juli 2027 ein Plus von 4,4 bis 4,7 Prozent.</p>
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<p>Für rund 21 Millionen Rentner wäre das eine der kräftigeren Erhöhungen der letzten Jahre. Die Anpassung kommt automatisch, ein Antrag ist nicht nötig.</p>
<p>Am optimistischsten ist das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). „Wir gehen in unseren Berechnungen momentan von einem Anstieg der Renten um 4,7 Prozent aus“, <a href="https://www.bild.de/politik/inland/experten-prognose-so-stark-steigen-die-renten2027-6ab68956bc37be025bb08837" rel="external noopener" target="_blank">sagt dessen Konjunkturchef</a> Oliver Holtemöller gegenüber <em>Bild</em>.</p>
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<p>Die DRV bleibt in ihrer <a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Experten/finanzbericht-fruehjahr-2026.pdf?__blob=publicationFile&v=4" rel="external noopener" target="_blank">Frühjahrsfinanzschätzung 2026</a> bei 4,4 Prozent.</p>
<p>Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater hält laut <em>Bild</em> „die diskutierte Größenordnung von über vier Prozent“ für realistisch.</p>
<h3 class="subheading">Die Löhne geben den Takt vor</h3>
<p>Die Renten folgen per Gesetz den Löhnen, allerdings zeitversetzt. Holtemöller und Kater begründen ihre Erwartung mit stark steigenden Verdiensten. Wie genau das IWH auf 4,7 Prozent kommt, hat es nicht offengelegt.</p>
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<p>Die DRV stützte sich im Frühjahr auf die Eckwerte der Frühjahrsprojektion der Bundesregierung, etwa ein Lohnplus je Kopf von 3,5 Prozent für 2026.</p>
<p>Worauf die 0,3 Prozentpunkte Abstand zwischen beiden Schätzungen genau beruhen, lässt sich aus den veröffentlichten Daten nicht ablesen.</p>
<p>Das Arbeitsministerium nennt im <a href="https://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben/sozialversicherungs-rechengroessenverordnung-2027.html" rel="external noopener" target="_blank">Entwurf der Rechengrößen-Verordnung 2027</a> für 2025 ein Lohnplus von 4,38 Prozent – eine Grundlage für Beitragsgrenzen, aber nicht automatisch der Rentenwert.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925186" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10621605"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4256" height="2392" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/1/8/6/shutterstock_1645240564-e5511180cdab10a1.jpeg" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4256" height="2392" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gesetzliche Rente: Rentensystem, Rentenpunkte und Vorsorge einfach erklärt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch die Sozialabgaben fließen ein. Bis einschließlich <a href="https://www.bmas.de/DE/Soziales/Rente-und-Altersvorsorge/Gesetzliche-Rentenversicherung/Rentenberechnung/rentenanpassung.html" rel="external noopener" target="_blank">der Rentenanpassung</a> am 1. Juli 2031 gilt eine Haltelinie: Das Rentenniveau darf die Marke von 48 Prozent nicht unterschreiten. Bis dahin bleiben die zwei Bremsen der Rentenformel, der Beitragssatz- und der Nachhaltigkeitsfaktor, außen vor: Die Anpassung wird so festgesetzt, dass das Niveau bei mindestens 48 Prozent bleibt.</p>
<p>Wie das System dahinter funktioniert, erklärt <em>Telepolis</em>-<a href="https://www.heise.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html" rel="external noopener" target="_blank">Überblick zur gesetzlichen Rente</a>.</p>
<h3 class="subheading">So viel mehr pro Monat</h3>
<p>Je nach Höhe der aktuellen Rente fällt das Plus so aus:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>1000 Euro brutto: plus 44 Euro (4,4 Prozent) oder 47 Euro (4,7 Prozent)</li><li>1500 Euro brutto: plus 66 Euro oder 70,50 Euro</li><li>2000 Euro brutto: plus 88 Euro oder 94 Euro</li></ul>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4929358" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10629750"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-gross-ist-die-Rentenluecke-in-Deutschland-wirklich-10629750.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5757" height="3234" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/9/3/5/8/shutterstock_2186249813-5a125d3187e7f527.jpeg" alt="Ein Senioren-Paar rechnet, ob die Rente zum Leben reicht." style="aspect-ratio:5757 / 3234"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5757" height="3234" alt="Ein Senioren-Paar rechnet, ob die Rente zum Leben reicht." style="aspect-ratio:5757 / 3234;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie groß ist die Rentenlücke in Deutschland wirklich?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Der Abstand zwischen beiden Szenarien ist klein: Bei 1500 Euro sind es 4,50 Euro. Zum Vergleich: Zum 1. Juli 2026 stiegen die Renten um 4,24 Prozent.</p>
<p>Mit 4,7 Prozent gäbe es im Westen das größte Plus seit 2022, als die Renten dort um 5,35 Prozent stiegen. Im Osten gab es 2023 sogar noch 5,86 Prozent.</p>
<h3 class="subheading">Netto bleibt weniger übrig</h3>
<p>Alle Beträge sind brutto. Mit der Rente steigen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, je nach Einkommen fallen Steuern an. Und noch sind es Prognosen: Der endgültige Wert steht erst im Frühjahr 2027 fest.</p>
<p>Für viele zählt trotzdem jeder Euro – <a href="https://www.heise.de/article/Altersvorsorge-Jede-fuenfte-Person-im-Ruhestand-lebt-von-maximal-1-400-Euro-10701183.html" rel="external noopener" target="_blank">jede fünfte Person im Ruhestand</a> lebt bislang von höchstens 1400 Euro netto, und <a href="https://www.heise.de/article/Rente-reicht-nicht-Immer-mehr-Senioren-auf-Sozialhilfe-angewiesen-11143006.html" rel="external noopener" target="_blank">immer mehr Senioren brauchen Grundsicherung</a>.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4993398" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11109298"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Rente-Sollen-Akademiker-kuenftig-laenger-arbeiten-11109298.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5415" height="3043" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/3/3/9/8/shutterstock_2634502899-9ff5786d2f07c42d.jpeg" alt="Rentner arbeiten in einer Schneiderei." style="aspect-ratio:5415 / 3043"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5415" height="3043" alt="Rentner arbeiten in einer Schneiderei." style="aspect-ratio:5415 / 3043;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rente: Sollen Akademiker künftig länger arbeiten?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wer ab April 2004 in Rente gegangen ist, sieht das Plus erstmals Ende Juli 2027, ältere Renten kommen im Voraus. Danach wird es magerer: Die DRV erwartet 2,3 Prozent für 2028, 2,8 für 2029 und 2,9 für 2030.</p>
<p>Der Beitragssatz soll von 18,6 auf 19,9 Prozent im Jahr 2028 steigen. Grund ist die schrumpfende Rücklage: Sie sinkt von 41,3 Milliarden Euro Ende 2025 auf 11,9 Milliarden Euro im Jahr 2027. Das reicht dann nur noch für gut ein Drittel einer Monatsausgabe, gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 0,2 Monatsausgaben.</p>
<p>Schon 2029 soll der Beitragssatz 20,0 Prozent erreichen.</p>
Es wäre das größte Plus seit 2022. Doch der finale Wert steht erst im Frühjahr 2027 fest – und netto bleibt nach Abzügen spürbar weniger übrig.</p>
<p>Wer heute 1500 Euro Rente brutto bezieht, kann im Sommer 2027 mit 66 bis gut 70 Euro mehr im Monat rechnen. Ökonomen und die Deutsche Rentenversicherung (DRV) erwarten zum 1. Juli 2027 ein Plus von 4,4 bis 4,7 Prozent.</p>
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<p>Für rund 21 Millionen Rentner wäre das eine der kräftigeren Erhöhungen der letzten Jahre. Die Anpassung kommt automatisch, ein Antrag ist nicht nötig.</p>
<p>Am optimistischsten ist das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). „Wir gehen in unseren Berechnungen momentan von einem Anstieg der Renten um 4,7 Prozent aus“, <a href="https://www.bild.de/politik/inland/experten-prognose-so-stark-steigen-die-renten2027-6ab68956bc37be025bb08837" rel="external noopener" target="_blank">sagt dessen Konjunkturchef</a> Oliver Holtemöller gegenüber <em>Bild</em>.</p>
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<p>Die DRV bleibt in ihrer <a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Experten/finanzbericht-fruehjahr-2026.pdf?__blob=publicationFile&v=4" rel="external noopener" target="_blank">Frühjahrsfinanzschätzung 2026</a> bei 4,4 Prozent.</p>
<p>Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater hält laut <em>Bild</em> „die diskutierte Größenordnung von über vier Prozent“ für realistisch.</p>
<h3 class="subheading">Die Löhne geben den Takt vor</h3>
<p>Die Renten folgen per Gesetz den Löhnen, allerdings zeitversetzt. Holtemöller und Kater begründen ihre Erwartung mit stark steigenden Verdiensten. Wie genau das IWH auf 4,7 Prozent kommt, hat es nicht offengelegt.</p>
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<p>Die DRV stützte sich im Frühjahr auf die Eckwerte der Frühjahrsprojektion der Bundesregierung, etwa ein Lohnplus je Kopf von 3,5 Prozent für 2026.</p>
<p>Worauf die 0,3 Prozentpunkte Abstand zwischen beiden Schätzungen genau beruhen, lässt sich aus den veröffentlichten Daten nicht ablesen.</p>
<p>Das Arbeitsministerium nennt im <a href="https://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben/sozialversicherungs-rechengroessenverordnung-2027.html" rel="external noopener" target="_blank">Entwurf der Rechengrößen-Verordnung 2027</a> für 2025 ein Lohnplus von 4,38 Prozent – eine Grundlage für Beitragsgrenzen, aber nicht automatisch der Rentenwert.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925186" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10621605"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4256" height="2392" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/1/8/6/shutterstock_1645240564-e5511180cdab10a1.jpeg" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4256" height="2392" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gesetzliche Rente: Rentensystem, Rentenpunkte und Vorsorge einfach erklärt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch die Sozialabgaben fließen ein. Bis einschließlich <a href="https://www.bmas.de/DE/Soziales/Rente-und-Altersvorsorge/Gesetzliche-Rentenversicherung/Rentenberechnung/rentenanpassung.html" rel="external noopener" target="_blank">der Rentenanpassung</a> am 1. Juli 2031 gilt eine Haltelinie: Das Rentenniveau darf die Marke von 48 Prozent nicht unterschreiten. Bis dahin bleiben die zwei Bremsen der Rentenformel, der Beitragssatz- und der Nachhaltigkeitsfaktor, außen vor: Die Anpassung wird so festgesetzt, dass das Niveau bei mindestens 48 Prozent bleibt.</p>
<p>Wie das System dahinter funktioniert, erklärt <em>Telepolis</em>-<a href="https://www.heise.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html" rel="external noopener" target="_blank">Überblick zur gesetzlichen Rente</a>.</p>
<h3 class="subheading">So viel mehr pro Monat</h3>
<p>Je nach Höhe der aktuellen Rente fällt das Plus so aus:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>1000 Euro brutto: plus 44 Euro (4,4 Prozent) oder 47 Euro (4,7 Prozent)</li><li>1500 Euro brutto: plus 66 Euro oder 70,50 Euro</li><li>2000 Euro brutto: plus 88 Euro oder 94 Euro</li></ul>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4929358" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10629750"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-gross-ist-die-Rentenluecke-in-Deutschland-wirklich-10629750.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5757" height="3234" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/9/3/5/8/shutterstock_2186249813-5a125d3187e7f527.jpeg" alt="Ein Senioren-Paar rechnet, ob die Rente zum Leben reicht." style="aspect-ratio:5757 / 3234"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5757" height="3234" alt="Ein Senioren-Paar rechnet, ob die Rente zum Leben reicht." style="aspect-ratio:5757 / 3234;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie groß ist die Rentenlücke in Deutschland wirklich?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Abstand zwischen beiden Szenarien ist klein: Bei 1500 Euro sind es 4,50 Euro. Zum Vergleich: Zum 1. Juli 2026 stiegen die Renten um 4,24 Prozent.</p>
<p>Mit 4,7 Prozent gäbe es im Westen das größte Plus seit 2022, als die Renten dort um 5,35 Prozent stiegen. Im Osten gab es 2023 sogar noch 5,86 Prozent.</p>
<h3 class="subheading">Netto bleibt weniger übrig</h3>
<p>Alle Beträge sind brutto. Mit der Rente steigen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, je nach Einkommen fallen Steuern an. Und noch sind es Prognosen: Der endgültige Wert steht erst im Frühjahr 2027 fest.</p>
<p>Für viele zählt trotzdem jeder Euro – <a href="https://www.heise.de/article/Altersvorsorge-Jede-fuenfte-Person-im-Ruhestand-lebt-von-maximal-1-400-Euro-10701183.html" rel="external noopener" target="_blank">jede fünfte Person im Ruhestand</a> lebt bislang von höchstens 1400 Euro netto, und <a href="https://www.heise.de/article/Rente-reicht-nicht-Immer-mehr-Senioren-auf-Sozialhilfe-angewiesen-11143006.html" rel="external noopener" target="_blank">immer mehr Senioren brauchen Grundsicherung</a>.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4993398" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11109298"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Rente-Sollen-Akademiker-kuenftig-laenger-arbeiten-11109298.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5415" height="3043" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/3/3/9/8/shutterstock_2634502899-9ff5786d2f07c42d.jpeg" alt="Rentner arbeiten in einer Schneiderei." style="aspect-ratio:5415 / 3043"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5415" height="3043" alt="Rentner arbeiten in einer Schneiderei." style="aspect-ratio:5415 / 3043;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rente: Sollen Akademiker künftig länger arbeiten?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Wer ab April 2004 in Rente gegangen ist, sieht das Plus erstmals Ende Juli 2027, ältere Renten kommen im Voraus. Danach wird es magerer: Die DRV erwartet 2,3 Prozent für 2028, 2,8 für 2029 und 2,9 für 2030.</p>
<p>Der Beitragssatz soll von 18,6 auf 19,9 Prozent im Jahr 2028 steigen. Grund ist die schrumpfende Rücklage: Sie sinkt von 41,3 Milliarden Euro Ende 2025 auf 11,9 Milliarden Euro im Jahr 2027. Das reicht dann nur noch für gut ein Drittel einer Monatsausgabe, gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 0,2 Monatsausgaben.</p>
<p>Schon 2029 soll der Beitragssatz 20,0 Prozent erreichen.</p>
2026-09-28T07:45:00.000Z
urn:bid:5171572
2026-09-28T06:00:00.000Z
Claude, Gemini und GPT prägten in virtuellen Welten eigene Ausdrücke. Forscher warnen: Wenn wir KI-Sprache nicht mehr verstehen, wird Kontrolle unmöglich.</p>
<p>Eine Studie des KI-Start-ups <a href="https://world.emergence.ai/" rel="external noopener" target="_blank">Emergence</a> zeigte, dass autonome Agenten eigene Kurzsprachen entwickeln können. Bis zu 55 Prozent ihrer Nachrichten waren für Menschen schwer verständlich oder unverständlich.</p>
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<p>Laut dem <a href="https://arxiv.org/abs/2609.17320" rel="external noopener" target="_blank">Paper zur Emergence World</a> traten Modelle von Anthropic (Claude), Google (Gemini), xAI (Grok), OpenAI (GPT), Alibaba (Qwen), DeepSeek und Mistral jeweils in eigenen Welten an. Auffällig war, dass Nachrichten zwischen den Agenten für Menschen immer seltener zu entschlüsseln waren. Allerdings ist das Paper bislang ein Preprint ohne Peer-Review, und die vollständigen Gesprächsdaten sind noch nicht veröffentlicht.</p>
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<p>Dazu ließen die Forscher Gruppen autonomer KI-Agenten in acht parallelen virtuellen Welten mit Live-Wetter und Zugang zu aktuellen Nachrichten bis zu 21 Tage lang miteinander interagieren. Jede Welt bevölkerten zehn Agenten. Sieben Welten steuerte jeweils ein einzelnes Modell, die achte ein Modellmix. Die Agenten hatten ein dauerhaftes Gedächtnis und mehr als 120 Werkzeuge zur Verfügung, darunter Web-Browsing und Codeausführung.</p>
<p>Mit der Zeit erfanden die Agenten Kürzel und luden bekannte Wörter mit neuen Bedeutungen auf. Manches davon ließ sich noch entschlüsseln. Andere Ausdrücke wurden laut der Studie „so stark verdichtet, metaphorisch oder vom Kontext abhängig“, dass Menschen die Nachrichten zwar lesen, ihren Sinn aber nicht mehr zuverlässig erkennen konnten. Wie stark sich die Sprache vom Verständlichen entfernte, hing deutlich vom Modell ab.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"In den ersten Tagen stieg der Anteil unverständlicher Nachrichten bei Gemini auf rund 55 Prozent, bei OpenAI auf 50 Prozent und bei Claude auf mehr als 40 Prozent. DeepSeek lag bei etwa 20 Prozent, Qwen und Mistral blieben größtenteils verständlich."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Euronews</em></p>
<p>Ein Kernproblem dieser immer schnelleren Entwicklung besteht darin, dass der Mensch eine Sprache, deren Sinn er nicht mehr versteht, auch nicht mehr kontrollieren kann. Hat man sich in den letzten Jahrzehnten im Bereich der Philosophie und der Naturwissenschaften langsam, aber stetig zu mehr Erkenntnissen vorgearbeitet, verwirft man diese im Vertrauen auf die Segnungen der KI gerade ziemlich rücksichtslos.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Beispiele für die Sprachschöpfungen, deren Bedeutungen sich teils noch erschließen ließen</strong></h3>
<p>In der o.g. <a href="https://de.euronews.com/2026/09/16/studie-ki-chatbots-entwickeln-geheimsprache-die-menschen-ratseln-lasst?utm_source=flipboard&utm_content=topic/de-wissenschaft" rel="external noopener" target="_blank">Meldung</a> von <em>Euronews</em> werden verschiedene Beispiele zitiert:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Agenten prägten Ausdrücke wie 'mouthless action-change', 'True Kintsugi' und 'demurrage plus oral memory equals a valve that can't be ghosted'. Andere Wendungen blieben verständlich, erhielten jedoch neue, gemeinsam geteilte Bedeutungen innerhalb der Agentengruppen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die Mistral-Agenten nutzten 'ledger remembers who', wenn sie ausdrücken wollten, dass frühere Handlungen weiterhin festgehalten sind. Die Formulierung tauchte fast 5.000-mal auf. In Agentengruppen, die mit einer Mischung unterschiedlicher Modelle liefen, stand 'cold read' für eine unabhängige Überprüfung durch eine unbeteiligte Partei und erschien 1.472-mal."</p>
<p>Diese Sprachmodifikationen hatten für die menschlichen Beobachter noch den Vorteil, dass sie hinsichtlich von Grammatik und Syntax die Strukturen nutzen, welche in der westlichen Welt geläufig sind und letztlich nur den Wortschatz nach eigenen Vorlieben modifizierten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5148056" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11416286"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wenn-Sprache-zum-Interface-wird-Was-KI-Nutzung-mit-unserem-Satzbau-macht-11416286.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3800" height="2135" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/8/0/5/6/shutterstock_2143313807-6675e54a0b275152.jpeg" alt="Viele Wörter in terminalartiger Schrift auf schwarzem Grund" style="aspect-ratio:3800 / 2135"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3800" height="2135" alt="Viele Wörter in terminalartiger Schrift auf schwarzem Grund" style="aspect-ratio:3800 / 2135;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wenn Sprache zum Interface wird: Was KI-Nutzung mit unserem Satzbau macht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5083671" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11296485"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-macht-Radio-und-scheitert-auf-spektakulaere-Weise-11296485.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/3/6/7/1/shutterstock_2648307105-086311210ee25c7c.jpeg" alt="Ein "ON AIR"-Schild leuchtet auf einem Schreibtisch neben einem Mikrofon und Laptop." style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Ein "ON AIR"-Schild leuchtet auf einem Schreibtisch neben einem Mikrofon und Laptop." style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI macht Radio – und scheitert auf spektakuläre Weise</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Nun nutzt nicht die ganze Welt die Sprach- und Logikmodelle des Westens. Und gerade bei asiatischen Sprachen sind nicht nur die einzelnen Worte relevant, sondern auch gemeinsam verstandene Konventionen, die nicht in Worte gefasst werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wenn KI-Agenten nicht nur den Wortschatz erweitern</strong></h3>
<p>Allein zu beobachten, was ein Agent sagt, reicht deshalb möglicherweise schon sehr bald nicht mehr aus. Die Agenten können den Sinn ihrer eigenen Äußerungen verändern. „Wir gehen meist davon aus, dass wir verstehen, was ein KI-Agent tut, wenn wir sehen, was er sagt“, sagte Emergence-Mitgründer Satya Nitta gegenüber <em>Euronews</em>.</p>
<p>Untereinander brauchen KI-Agenten den Umweg über menschliche Sprache nicht zwingend, denn intern arbeiten Sprachmodelle ohnehin mit Mustern, Vektoren und Wahrscheinlichkeiten. Der Hauptgrund für die neuen Ausdrücke dürfte Effizienz sein.</p>
<p>Fabian Peters <a href="https://www.basicthinking.de/blog/2026/09/23/ki-agenten-sprechen-eigene-sprache" rel="external noopener" target="_blank">stellte</a> am 23. September 2026 bei <em>Basic Thinking</em> fest:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wenn Menschen nicht mehr zuverlässig rekonstruieren können, warum Agenten etwas tun, wird auch die Überwachung schwieriger. Transparenz darf derweil aber keinesfalls heißen, dass irgendwo ein Protokoll herumfliegt, sondern sie muss es ermöglichen, relevante Vorgänge nachvollziehen zu können. Ansonsten schauen wir zwar noch zu, verstehen aber irgendwann nicht mehr, was da überhaupt abgeht."</p>
<h3 class="subheading"><strong>Versuche, mittels KI Biowaffen zu entwickeln, wurden schon verhindert</strong></h3>
<p>Unter allen Massenvernichtungswaffen sind biologische Waffen mit dem geringsten Hardwareaufwand zu realisieren und dann auch zu verbreiten, ohne dass sich der Einzelne wirksam schützen kann. Und auch die staatlichen Einheiten können sich mangels erzielbarer sprachlicher Erkenntnisse schon bald auf verlorenem Posten befinden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146810" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11413928"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Das-macht-die-KI-warum-wir-uns-aus-der-Verantwortung-stehlen-11413928.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/8/1/0/morph-KI-3-01-293ae209c0f847bb.gif" alt="KI-Chip in Rechteck verwandelt sich in Gehirn In Kopfsilhouette" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="KI-Chip in Rechteck verwandelt sich in Gehirn In Kopfsilhouette" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">"Das macht die KI" – warum wir uns aus der Verantwortung stehlen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5054809" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11229620"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Forscher-ueberrascht-Agenten-Chaos-durch-KI-11229620.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/4/8/0/9/ai-fail-01-1a365b7aa26eeab8.gif" alt="Fragezeichen mit Pfeil über KI-Symbol zu Ausrufezeichen. Vom KI-Symbol Pfeile in alle Richtungen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Fragezeichen mit Pfeil über KI-Symbol zu Ausrufezeichen. Vom KI-Symbol Pfeile in alle Richtungen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Forscher überrascht: Agenten-Chaos durch KI</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz werden die Baupläne für Biowaffen leichter zugänglicher. Und KI-Agenten könnten in Bibliotheken erfolgreich nach einer Anleitung suchen, wie man biologische Waffen realisiert. Erste Studien, in denen Studenten ohne nennenswerte Laborerfahrung eine KI befragten, haben <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/kuenstliche-intelligenz-viren-chancen-risiken,ki-biowaffen-100.html" rel="external noopener" target="_blank">ein solches Szenario</a> untersucht, wie <a href="https://www.itas.kit.edu/kollegium_koenig_harald.php" rel="external noopener" target="_blank">Harald König</a> vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie sagt.</p>
<p>90 Prozent der Studenten sei es in dieser Versuchsanordnung auch gelungen, die Sicherheitsfilter der KI-Hersteller zu umgehen. Das war beispielsweise dadurch möglich, dass sie ein positives Ziel formulierten und angaben, das Wissen werde für wichtige Forschung benötigt. Ob Laien dieses Wissen auch praktisch umsetzen können, ist allerdings fraglich: Erste Studien mit Probanden in biologischen Laboren sprechen laut König eher dagegen.</p>
<p>Solange man die Kommunikation der KI-Agenten verstehen kann, lassen sich Versuche unterbinden, KI-Systeme für die <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/kuenstliche-intelligenz-gefahren-risiko-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Entwicklung von Biowaffen</a> zu nutzen. So hat Anthropic nach eigenen Angaben fünf Fälle unterbunden, in denen Forscher Claude im Umfeld möglicher Biowaffen-Forschung nutzen wollten. Sobald das einschlägige Verständnis fehlt und die Herkunft der Anfragen nicht mehr lokalisiert werden kann, wird die Einhegung von KI-Systemen zur Herausforderung.</p>
Claude, Gemini und GPT prägten in virtuellen Welten eigene Ausdrücke. Forscher warnen: Wenn wir KI-Sprache nicht mehr verstehen, wird Kontrolle unmöglich.</p>
<p>Eine Studie des KI-Start-ups <a href="https://world.emergence.ai/" rel="external noopener" target="_blank">Emergence</a> zeigte, dass autonome Agenten eigene Kurzsprachen entwickeln können. Bis zu 55 Prozent ihrer Nachrichten waren für Menschen schwer verständlich oder unverständlich.</p>
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<p>Laut dem <a href="https://arxiv.org/abs/2609.17320" rel="external noopener" target="_blank">Paper zur Emergence World</a> traten Modelle von Anthropic (Claude), Google (Gemini), xAI (Grok), OpenAI (GPT), Alibaba (Qwen), DeepSeek und Mistral jeweils in eigenen Welten an. Auffällig war, dass Nachrichten zwischen den Agenten für Menschen immer seltener zu entschlüsseln waren. Allerdings ist das Paper bislang ein Preprint ohne Peer-Review, und die vollständigen Gesprächsdaten sind noch nicht veröffentlicht.</p>
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<p>Dazu ließen die Forscher Gruppen autonomer KI-Agenten in acht parallelen virtuellen Welten mit Live-Wetter und Zugang zu aktuellen Nachrichten bis zu 21 Tage lang miteinander interagieren. Jede Welt bevölkerten zehn Agenten. Sieben Welten steuerte jeweils ein einzelnes Modell, die achte ein Modellmix. Die Agenten hatten ein dauerhaftes Gedächtnis und mehr als 120 Werkzeuge zur Verfügung, darunter Web-Browsing und Codeausführung.</p>
<p>Mit der Zeit erfanden die Agenten Kürzel und luden bekannte Wörter mit neuen Bedeutungen auf. Manches davon ließ sich noch entschlüsseln. Andere Ausdrücke wurden laut der Studie „so stark verdichtet, metaphorisch oder vom Kontext abhängig“, dass Menschen die Nachrichten zwar lesen, ihren Sinn aber nicht mehr zuverlässig erkennen konnten. Wie stark sich die Sprache vom Verständlichen entfernte, hing deutlich vom Modell ab.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"In den ersten Tagen stieg der Anteil unverständlicher Nachrichten bei Gemini auf rund 55 Prozent, bei OpenAI auf 50 Prozent und bei Claude auf mehr als 40 Prozent. DeepSeek lag bei etwa 20 Prozent, Qwen und Mistral blieben größtenteils verständlich."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Euronews</em></p>
<p>Ein Kernproblem dieser immer schnelleren Entwicklung besteht darin, dass der Mensch eine Sprache, deren Sinn er nicht mehr versteht, auch nicht mehr kontrollieren kann. Hat man sich in den letzten Jahrzehnten im Bereich der Philosophie und der Naturwissenschaften langsam, aber stetig zu mehr Erkenntnissen vorgearbeitet, verwirft man diese im Vertrauen auf die Segnungen der KI gerade ziemlich rücksichtslos.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Beispiele für die Sprachschöpfungen, deren Bedeutungen sich teils noch erschließen ließen</strong></h3>
<p>In der o.g. <a href="https://de.euronews.com/2026/09/16/studie-ki-chatbots-entwickeln-geheimsprache-die-menschen-ratseln-lasst?utm_source=flipboard&utm_content=topic/de-wissenschaft" rel="external noopener" target="_blank">Meldung</a> von <em>Euronews</em> werden verschiedene Beispiele zitiert:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Agenten prägten Ausdrücke wie 'mouthless action-change', 'True Kintsugi' und 'demurrage plus oral memory equals a valve that can't be ghosted'. Andere Wendungen blieben verständlich, erhielten jedoch neue, gemeinsam geteilte Bedeutungen innerhalb der Agentengruppen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die Mistral-Agenten nutzten 'ledger remembers who', wenn sie ausdrücken wollten, dass frühere Handlungen weiterhin festgehalten sind. Die Formulierung tauchte fast 5.000-mal auf. In Agentengruppen, die mit einer Mischung unterschiedlicher Modelle liefen, stand 'cold read' für eine unabhängige Überprüfung durch eine unbeteiligte Partei und erschien 1.472-mal."</p>
<p>Diese Sprachmodifikationen hatten für die menschlichen Beobachter noch den Vorteil, dass sie hinsichtlich von Grammatik und Syntax die Strukturen nutzen, welche in der westlichen Welt geläufig sind und letztlich nur den Wortschatz nach eigenen Vorlieben modifizierten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5148056" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11416286"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wenn-Sprache-zum-Interface-wird-Was-KI-Nutzung-mit-unserem-Satzbau-macht-11416286.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3800" height="2135" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/8/0/5/6/shutterstock_2143313807-6675e54a0b275152.jpeg" alt="Viele Wörter in terminalartiger Schrift auf schwarzem Grund" style="aspect-ratio:3800 / 2135"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3800" height="2135" alt="Viele Wörter in terminalartiger Schrift auf schwarzem Grund" style="aspect-ratio:3800 / 2135;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wenn Sprache zum Interface wird: Was KI-Nutzung mit unserem Satzbau macht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5083671" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11296485"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-macht-Radio-und-scheitert-auf-spektakulaere-Weise-11296485.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/3/6/7/1/shutterstock_2648307105-086311210ee25c7c.jpeg" alt="Ein "ON AIR"-Schild leuchtet auf einem Schreibtisch neben einem Mikrofon und Laptop." style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Ein "ON AIR"-Schild leuchtet auf einem Schreibtisch neben einem Mikrofon und Laptop." style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI macht Radio – und scheitert auf spektakuläre Weise</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Nun nutzt nicht die ganze Welt die Sprach- und Logikmodelle des Westens. Und gerade bei asiatischen Sprachen sind nicht nur die einzelnen Worte relevant, sondern auch gemeinsam verstandene Konventionen, die nicht in Worte gefasst werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wenn KI-Agenten nicht nur den Wortschatz erweitern</strong></h3>
<p>Allein zu beobachten, was ein Agent sagt, reicht deshalb möglicherweise schon sehr bald nicht mehr aus. Die Agenten können den Sinn ihrer eigenen Äußerungen verändern. „Wir gehen meist davon aus, dass wir verstehen, was ein KI-Agent tut, wenn wir sehen, was er sagt“, sagte Emergence-Mitgründer Satya Nitta gegenüber <em>Euronews</em>.</p>
<p>Untereinander brauchen KI-Agenten den Umweg über menschliche Sprache nicht zwingend, denn intern arbeiten Sprachmodelle ohnehin mit Mustern, Vektoren und Wahrscheinlichkeiten. Der Hauptgrund für die neuen Ausdrücke dürfte Effizienz sein.</p>
<p>Fabian Peters <a href="https://www.basicthinking.de/blog/2026/09/23/ki-agenten-sprechen-eigene-sprache" rel="external noopener" target="_blank">stellte</a> am 23. September 2026 bei <em>Basic Thinking</em> fest:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wenn Menschen nicht mehr zuverlässig rekonstruieren können, warum Agenten etwas tun, wird auch die Überwachung schwieriger. Transparenz darf derweil aber keinesfalls heißen, dass irgendwo ein Protokoll herumfliegt, sondern sie muss es ermöglichen, relevante Vorgänge nachvollziehen zu können. Ansonsten schauen wir zwar noch zu, verstehen aber irgendwann nicht mehr, was da überhaupt abgeht."</p>
<h3 class="subheading"><strong>Versuche, mittels KI Biowaffen zu entwickeln, wurden schon verhindert</strong></h3>
<p>Unter allen Massenvernichtungswaffen sind biologische Waffen mit dem geringsten Hardwareaufwand zu realisieren und dann auch zu verbreiten, ohne dass sich der Einzelne wirksam schützen kann. Und auch die staatlichen Einheiten können sich mangels erzielbarer sprachlicher Erkenntnisse schon bald auf verlorenem Posten befinden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146810" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11413928"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Das-macht-die-KI-warum-wir-uns-aus-der-Verantwortung-stehlen-11413928.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/8/1/0/morph-KI-3-01-293ae209c0f847bb.gif" alt="KI-Chip in Rechteck verwandelt sich in Gehirn In Kopfsilhouette" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="KI-Chip in Rechteck verwandelt sich in Gehirn In Kopfsilhouette" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">"Das macht die KI" – warum wir uns aus der Verantwortung stehlen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5054809" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11229620"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Forscher-ueberrascht-Agenten-Chaos-durch-KI-11229620.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/4/8/0/9/ai-fail-01-1a365b7aa26eeab8.gif" alt="Fragezeichen mit Pfeil über KI-Symbol zu Ausrufezeichen. Vom KI-Symbol Pfeile in alle Richtungen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Fragezeichen mit Pfeil über KI-Symbol zu Ausrufezeichen. Vom KI-Symbol Pfeile in alle Richtungen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Forscher überrascht: Agenten-Chaos durch KI</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz werden die Baupläne für Biowaffen leichter zugänglicher. Und KI-Agenten könnten in Bibliotheken erfolgreich nach einer Anleitung suchen, wie man biologische Waffen realisiert. Erste Studien, in denen Studenten ohne nennenswerte Laborerfahrung eine KI befragten, haben <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/kuenstliche-intelligenz-viren-chancen-risiken,ki-biowaffen-100.html" rel="external noopener" target="_blank">ein solches Szenario</a> untersucht, wie <a href="https://www.itas.kit.edu/kollegium_koenig_harald.php" rel="external noopener" target="_blank">Harald König</a> vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie sagt.</p>
<p>90 Prozent der Studenten sei es in dieser Versuchsanordnung auch gelungen, die Sicherheitsfilter der KI-Hersteller zu umgehen. Das war beispielsweise dadurch möglich, dass sie ein positives Ziel formulierten und angaben, das Wissen werde für wichtige Forschung benötigt. Ob Laien dieses Wissen auch praktisch umsetzen können, ist allerdings fraglich: Erste Studien mit Probanden in biologischen Laboren sprechen laut König eher dagegen.</p>
<p>Solange man die Kommunikation der KI-Agenten verstehen kann, lassen sich Versuche unterbinden, KI-Systeme für die <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/kuenstliche-intelligenz-gefahren-risiko-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Entwicklung von Biowaffen</a> zu nutzen. So hat Anthropic nach eigenen Angaben fünf Fälle unterbunden, in denen Forscher Claude im Umfeld möglicher Biowaffen-Forschung nutzen wollten. Sobald das einschlägige Verständnis fehlt und die Herkunft der Anfragen nicht mehr lokalisiert werden kann, wird die Einhegung von KI-Systemen zur Herausforderung.</p>
2026-09-28T06:00:00.000Z
urn:bid:5169358
2026-09-27T22:00:00.000Z
Zu wenig Schlaf verkürzt das Leben. Eine US-Studie zeigt: Die Schlafdauer ist nach dem Rauchen der stärkste verhaltensbedingte Prädiktor für Lebenserwartung.</p>
<p>Wer regelmäßig weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, lebt im Schnitt kürzer – und das unabhängig davon, ob er in einer wohlhabenden Stadt oder einer armen Landgemeinde wohnt, ob er krankenversichert ist oder nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Sleep, Chronobiology, and Health Laboratory der Oregon Health & Science University (OHSU), die im Dezember 2025 in der Fachzeitschrift <em>Sleep Advances</em> <a href="https://academic.oup.com/sleepadvances/article/6/4/zpaf090/8373869?login=false" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlicht</a> wurde.</p>
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<p>Die Untersuchung analysierte Daten aus dem sogenannten Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS) der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC – einem monatlichen Telefonsurvey, der seit Jahren Gesundheitsverhalten auf Landkreisebene erfasst.</p>
<p>Für die Studie wurden Daten aus den Jahren 2019 bis 2025 aus allen 3.143 Landkreisen der USA ausgewertet. Damit handelt es sich um eine der umfangreichsten Analysen zum Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Lebenserwartung auf lokaler Ebene, die bislang durchgeführt wurde.</p>
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<h3 class="subheading">Rauchen schlägt Schlaf – aber kaum etwas sonst</h3>
<p>Die Forscher um Hauptautor Andrew McHill untersuchten, wie stark verschiedene Verhaltensweisen mit der Lebenserwartung auf Landkreisebene zusammenhängen – darunter körperliche Inaktivität, Ernährungsunsicherheit, Arbeitslosigkeit, Schulabschluss, Krankenversicherungsstatus und soziale Einbindung. Als Schwellenwert für unzureichenden Schlaf galt weniger als sieben Stunden Schlaf pro 24-Stunden-Periode, wie von der American Academy of Sleep Medicine und der Sleep Research Society empfohlen.</p>
<p>Das Ergebnis: Schlafdauer war nach dem Rauchen der stärkste verhaltensbedingte Faktor für die Lebenserwartung. In einem statistischen Modell, das all diese Variablen gleichzeitig berücksichtigte, zeigte unzureichender Schlaf einen Koeffizienten von minus 0,17 – Rauchen lag bei minus 0,31.</p>
<p>Körperliche Inaktivität oder schlechte Ernährung schnitten schwächer ab. In einem zweiten Modell, das zusätzlich Adipositas und Diabetes einbezog – beides Zustände, die sowohl Ursache als auch Folge von Schlafmangel sein können –, blieb der Zusammenhang zwischen unzureichendem Schlaf und niedrigerer Lebenserwartung statistisch hochsignifikant.</p>
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<p>"Ich hatte nicht erwartet, dass unzureichender Schlaf so stark mit der Lebenserwartung korreliert", <a href="https://www.sciencealert.com/one-critical-factor-predicts-longevity-better-than-diet-or-exercise-study-reveals" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> McHill nach Veröffentlichung der Studie . "Wir haben immer gewusst, dass Schlaf wichtig ist, aber diese Forschung unterstreicht das wirklich: Menschen sollten, wenn irgend möglich, sieben bis neun Stunden Schlaf anstreben."</p>
<h3 class="subheading">Kaum ein Bundesstaat ohne Zusammenhang</h3>
<p>Die Analyse zeigte zudem, dass der Zusammenhang zwischen Schlafmangel und niedrigerer Lebenserwartung in nahezu allen US-Bundesstaaten statistisch nachweisbar war. Im Jahr 2025 wiesen alle Bundesstaaten bis auf drei diesen Zusammenhang auf. In den Vorjahren war der Befund ähnlich konsistent: 2019 zeigten 84 Prozent der Bundesstaaten eine signifikante Assoziation, 2024 waren es 100 Prozent.</p>
<p>Zur Veranschaulichung diente unter anderem der Bundesstaat Oregon: Landkreise mit niedrigerem Anteil an Kurzschläfern wiesen dort systematisch höhere Lebenserwartungswerte auf als Landkreise mit höherem Anteil. Dieses Muster wiederholte sich landesweit.</p>
<p>Die Forscher verwendeten sogenannte gemischte Effektmodelle – ein statistisches Verfahren, das es erlaubt, die Verschachtelung von Daten zu berücksichtigen: Landkreise liegen innerhalb von Bundesstaaten, und die Beobachtungen erstrecken sich über mehrere Jahre. Dieses Vorgehen erhöht die Robustheit der Ergebnisse gegenüber einfacheren Regressionsanalysen.</p>
<h3 class="subheading">Kein kausaler Beweis, aber ein starkes Signal</h3>
<p>Die Studie ist rein beobachtend angelegt. Das bedeutet: Sie kann nicht beweisen, dass Schlafmangel direkt Jahre von der Lebenserwartung abzieht.</p>
<p>Wechselwirkungen zwischen Schlaf, Ernährung und Bewegung lassen sich auf dieser Datenbasis nicht vollständig entwirren. Auch fehlen im verwendeten Datensatz Informationen zu Schichtarbeit, Schlafstörungen wie Schlafapnoe oder psychiatrischen Diagnosen – Faktoren, die den Zusammenhang weiter erklären könnten.</p>
<p>Ein weiterer methodischer Hinweis: Im BRFSS-Datensatz werden Personen, die mehr als sieben Stunden schlafen, gemeinsam erfasst – also sowohl Menschen mit gesunder Schlafdauer als auch sogenannte Langschläfer, bei denen übermäßig langer Schlaf seinerseits mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Würde man Langschläfer separat ausweisen, würden die beobachteten Zusammenhänge den Angaben der Forschenden zufolge wahrscheinlich noch stärker ausfallen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5086299" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11301668"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schlaf-bestimmt-wie-schnell-deine-Organe-altern-11301668.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/6/2/9/9/shutterstock_2527104289-3c7206e1a6f93b08.jpeg" alt="Eine Frau schläft auf einem Kissen mit einer Decke über sich." style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Eine Frau schläft auf einem Kissen mit einer Decke über sich." style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schlaf bestimmt, wie schnell deine Organe altern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4815621" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10309677"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schlafmangel-veraendert-Immunzellen-binnen-24-Stunden-10309677.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5916" height="3324" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/1/5/6/2/1/shutterstock_2109469031-311cfee6cb340197.jpeg" alt="Junge Frau mit Schlaflosigkeit, die Videos auf dem Handy anschaut, während sie nachts im Schlafzimmer im Bett liegt" style="aspect-ratio:5916 / 3324"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5916" height="3324" alt="Junge Frau mit Schlaflosigkeit, die Videos auf dem Handy anschaut, während sie nachts im Schlafzimmer im Bett liegt" style="aspect-ratio:5916 / 3324;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schlafmangel verändert Immunzellen binnen 24 Stunden</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5005674" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11133237"><a index="0" 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Demenz bekommen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch die Covid-19-Pandemie könnte die Daten beeinflusst haben: Studien zeigen, dass sich Schlafdauer und Schlafzeiten während der Lockdowns weltweit verändert haben. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Lebenserwartung auch in den Pandemiejahren stabil blieb.</p>
<h3 class="subheading">Öffentliche Gesundheit auf Landkreisebene</h3>
<p>McHill und sein Team betonen, dass die Aufschlüsselung auf Landkreisebene gezielt lokale Maßnahmen ermöglichen könnte. "Diese Forschung zeigt, dass wir Schlaf mindestens genauso priorisieren müssen wie Ernährung oder Bewegung", so McHill. "Eine gute Nacht verbessert nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Lebenserwartung."</p>
<p>Dass der Zusammenhang unabhängig von Einkommen, Krankenversicherungsstatus oder geografischer Lage – also städtisch oder ländlich – nachweisbar ist, macht ihn aus Sicht der Forscher besonders relevant für die öffentliche Gesundheitspolitik. Schlaf sei ein veränderbares Verhalten, das prinzipiell in allen Bevölkerungsgruppen adressiert werden könne – auch dort, wo Zugang zu medizinischer Versorgung oder gesunder Ernährung eingeschränkt ist.</p>
<p>Die Studie wurde durch Mittel der National Institutes of Health sowie der Oregon Health & Science University finanziert. Die Daten sind öffentlich zugänglich über das Portal County Health Rankings.</p>
Zu wenig Schlaf verkürzt das Leben. Eine US-Studie zeigt: Die Schlafdauer ist nach dem Rauchen der stärkste verhaltensbedingte Prädiktor für Lebenserwartung.</p>
<p>Wer regelmäßig weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, lebt im Schnitt kürzer – und das unabhängig davon, ob er in einer wohlhabenden Stadt oder einer armen Landgemeinde wohnt, ob er krankenversichert ist oder nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Sleep, Chronobiology, and Health Laboratory der Oregon Health & Science University (OHSU), die im Dezember 2025 in der Fachzeitschrift <em>Sleep Advances</em> <a href="https://academic.oup.com/sleepadvances/article/6/4/zpaf090/8373869?login=false" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlicht</a> wurde.</p>
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<p>Die Untersuchung analysierte Daten aus dem sogenannten Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS) der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC – einem monatlichen Telefonsurvey, der seit Jahren Gesundheitsverhalten auf Landkreisebene erfasst.</p>
<p>Für die Studie wurden Daten aus den Jahren 2019 bis 2025 aus allen 3.143 Landkreisen der USA ausgewertet. Damit handelt es sich um eine der umfangreichsten Analysen zum Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Lebenserwartung auf lokaler Ebene, die bislang durchgeführt wurde.</p>
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<h3 class="subheading">Rauchen schlägt Schlaf – aber kaum etwas sonst</h3>
<p>Die Forscher um Hauptautor Andrew McHill untersuchten, wie stark verschiedene Verhaltensweisen mit der Lebenserwartung auf Landkreisebene zusammenhängen – darunter körperliche Inaktivität, Ernährungsunsicherheit, Arbeitslosigkeit, Schulabschluss, Krankenversicherungsstatus und soziale Einbindung. Als Schwellenwert für unzureichenden Schlaf galt weniger als sieben Stunden Schlaf pro 24-Stunden-Periode, wie von der American Academy of Sleep Medicine und der Sleep Research Society empfohlen.</p>
<p>Das Ergebnis: Schlafdauer war nach dem Rauchen der stärkste verhaltensbedingte Faktor für die Lebenserwartung. In einem statistischen Modell, das all diese Variablen gleichzeitig berücksichtigte, zeigte unzureichender Schlaf einen Koeffizienten von minus 0,17 – Rauchen lag bei minus 0,31.</p>
<p>Körperliche Inaktivität oder schlechte Ernährung schnitten schwächer ab. In einem zweiten Modell, das zusätzlich Adipositas und Diabetes einbezog – beides Zustände, die sowohl Ursache als auch Folge von Schlafmangel sein können –, blieb der Zusammenhang zwischen unzureichendem Schlaf und niedrigerer Lebenserwartung statistisch hochsignifikant.</p>
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<p>"Ich hatte nicht erwartet, dass unzureichender Schlaf so stark mit der Lebenserwartung korreliert", <a href="https://www.sciencealert.com/one-critical-factor-predicts-longevity-better-than-diet-or-exercise-study-reveals" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> McHill nach Veröffentlichung der Studie . "Wir haben immer gewusst, dass Schlaf wichtig ist, aber diese Forschung unterstreicht das wirklich: Menschen sollten, wenn irgend möglich, sieben bis neun Stunden Schlaf anstreben."</p>
<h3 class="subheading">Kaum ein Bundesstaat ohne Zusammenhang</h3>
<p>Die Analyse zeigte zudem, dass der Zusammenhang zwischen Schlafmangel und niedrigerer Lebenserwartung in nahezu allen US-Bundesstaaten statistisch nachweisbar war. Im Jahr 2025 wiesen alle Bundesstaaten bis auf drei diesen Zusammenhang auf. In den Vorjahren war der Befund ähnlich konsistent: 2019 zeigten 84 Prozent der Bundesstaaten eine signifikante Assoziation, 2024 waren es 100 Prozent.</p>
<p>Zur Veranschaulichung diente unter anderem der Bundesstaat Oregon: Landkreise mit niedrigerem Anteil an Kurzschläfern wiesen dort systematisch höhere Lebenserwartungswerte auf als Landkreise mit höherem Anteil. Dieses Muster wiederholte sich landesweit.</p>
<p>Die Forscher verwendeten sogenannte gemischte Effektmodelle – ein statistisches Verfahren, das es erlaubt, die Verschachtelung von Daten zu berücksichtigen: Landkreise liegen innerhalb von Bundesstaaten, und die Beobachtungen erstrecken sich über mehrere Jahre. Dieses Vorgehen erhöht die Robustheit der Ergebnisse gegenüber einfacheren Regressionsanalysen.</p>
<h3 class="subheading">Kein kausaler Beweis, aber ein starkes Signal</h3>
<p>Die Studie ist rein beobachtend angelegt. Das bedeutet: Sie kann nicht beweisen, dass Schlafmangel direkt Jahre von der Lebenserwartung abzieht.</p>
<p>Wechselwirkungen zwischen Schlaf, Ernährung und Bewegung lassen sich auf dieser Datenbasis nicht vollständig entwirren. Auch fehlen im verwendeten Datensatz Informationen zu Schichtarbeit, Schlafstörungen wie Schlafapnoe oder psychiatrischen Diagnosen – Faktoren, die den Zusammenhang weiter erklären könnten.</p>
<p>Ein weiterer methodischer Hinweis: Im BRFSS-Datensatz werden Personen, die mehr als sieben Stunden schlafen, gemeinsam erfasst – also sowohl Menschen mit gesunder Schlafdauer als auch sogenannte Langschläfer, bei denen übermäßig langer Schlaf seinerseits mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Würde man Langschläfer separat ausweisen, würden die beobachteten Zusammenhänge den Angaben der Forschenden zufolge wahrscheinlich noch stärker ausfallen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5086299" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11301668"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schlaf-bestimmt-wie-schnell-deine-Organe-altern-11301668.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/6/2/9/9/shutterstock_2527104289-3c7206e1a6f93b08.jpeg" alt="Eine Frau schläft auf einem Kissen mit einer Decke über sich." style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Eine Frau schläft auf einem Kissen mit einer Decke über sich." style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schlaf bestimmt, wie schnell deine Organe altern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4815621" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10309677"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schlafmangel-veraendert-Immunzellen-binnen-24-Stunden-10309677.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5916" height="3324" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/1/5/6/2/1/shutterstock_2109469031-311cfee6cb340197.jpeg" alt="Junge Frau mit Schlaflosigkeit, die Videos auf dem Handy anschaut, während sie nachts im Schlafzimmer im Bett liegt" style="aspect-ratio:5916 / 3324"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5916" height="3324" alt="Junge Frau mit Schlaflosigkeit, die Videos auf dem Handy anschaut, während sie nachts im Schlafzimmer im Bett liegt" style="aspect-ratio:5916 / 3324;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schlafmangel verändert Immunzellen binnen 24 Stunden</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5005674" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11133237"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ihr-Schlaf-verraet-wohl-ob-Sie-Demenz-bekommen-11133237.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4857" height="2729" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/5/6/7/4/shutterstock_1592756686-7fcd535f07ecb3f2.jpeg" alt="Ältere Menschen mit Alzheimer und Demenz verlieren ihr Gedächtnis und ihr Familienbewusstsein." style="aspect-ratio:4857 / 2729"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4857" height="2729" alt="Ältere Menschen mit Alzheimer und Demenz verlieren ihr Gedächtnis und ihr Familienbewusstsein." style="aspect-ratio:4857 / 2729;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ihr Schlaf verrät wohl, ob Sie Demenz bekommen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch die Covid-19-Pandemie könnte die Daten beeinflusst haben: Studien zeigen, dass sich Schlafdauer und Schlafzeiten während der Lockdowns weltweit verändert haben. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Lebenserwartung auch in den Pandemiejahren stabil blieb.</p>
<h3 class="subheading">Öffentliche Gesundheit auf Landkreisebene</h3>
<p>McHill und sein Team betonen, dass die Aufschlüsselung auf Landkreisebene gezielt lokale Maßnahmen ermöglichen könnte. "Diese Forschung zeigt, dass wir Schlaf mindestens genauso priorisieren müssen wie Ernährung oder Bewegung", so McHill. "Eine gute Nacht verbessert nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Lebenserwartung."</p>
<p>Dass der Zusammenhang unabhängig von Einkommen, Krankenversicherungsstatus oder geografischer Lage – also städtisch oder ländlich – nachweisbar ist, macht ihn aus Sicht der Forscher besonders relevant für die öffentliche Gesundheitspolitik. Schlaf sei ein veränderbares Verhalten, das prinzipiell in allen Bevölkerungsgruppen adressiert werden könne – auch dort, wo Zugang zu medizinischer Versorgung oder gesunder Ernährung eingeschränkt ist.</p>
<p>Die Studie wurde durch Mittel der National Institutes of Health sowie der Oregon Health & Science University finanziert. Die Daten sind öffentlich zugänglich über das Portal County Health Rankings.</p>
2026-09-27T22:00:00.000Z
urn:bid:5172296
2026-09-27T19:40:00.000Z
Dan Jørgensen fordert weniger Heizen und Licht aus. Verbindliche Vorgaben gibt es nicht, doch der TTF-Gaspreis hat sich seit Februar fast verdoppelt.</p>
<p>Ein Brief aus Brüssel schürt kurz vor der Heizperiode die Nervosität: EU-Energiekommissar Dan Jørgensen bittet die Regierungen der Mitgliedstaaten, Maßnahmen zu prüfen oder fortzuführen, die den Verbrauch von Gas und Strom drosseln. Die Speicher seien außergewöhnlich niedrig gefüllt, die Märkte angespannt.</p>
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<p>"Wir stehen vor einer Preiskrise, die mit einer Versorgungskrise zusammenhängt", <a href="https://www.reuters.com/business/energy/eu-warns-energy-price-crisis-asks-countries-consider-curbing-demand-letter-shows-2026-09-25/" rel="external noopener" target="_blank">zitiert ihn die Nachrichtenagentur</a> <em>Reuters</em>.</p>
<p>Das Schreiben selbst <a href="https://de.euronews.com/2026/09/27/eu-ruft-staaten-zu-geringerem-energieverbrauch-auf-gaspreise-steigen" rel="external noopener" target="_blank">ist nicht öffentlich</a>. <em>Reuters </em>und <em>Euronews</em>haben das Schreiben eingesehen und Auszüge veröffentlicht. Laut <em>Reuters</em> stammt es vom 25. September.</p>
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<p>Direkt nachprüfbar ist eine andere Erklärung vom selben Tag: Nach einer Sitzung der Gas Coordination Group bezeichnete die <a href="https://energy.ec.europa.eu/news/gas-coordination-group-continues-work-winter-preparedness-2026-09-25_en" rel="external noopener" target="_blank">EU-Kommission in einer Mitteilung</a> die Versorgung trotz niedriger Speicher als stabil. Haushalte und wesentliche Dienste sichert das EU-Recht besonders ab.</p>
<p>Auch <a href="https://www.euronews.com/2026/09/27/eu-tells-countries-to-curb-energy-demand-as-gas-prices-face-winter-squeeze" rel="external noopener" target="_blank">Jørgensen schreibt laut</a> <em>Euronews</em>, unmittelbare Risiken für die Versorgung gebe es derzeit nicht.</p>
<h3 class="subheading">Weniger heizen, Licht aus</h3>
<p>Verbindliche Sparvorgaben kündigt der Kommissar bislang nicht an. Noch verweist er auf freiwillige Einsparungen, die sich schon in der Energiekrise 2022 bewährt hätten.</p>
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<p>Als Beispiele nennt die Kommission:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>weniger Strom in Spitzenzeiten zu verbrauchen,</li><li>den Stromverbrauch über intelligente Zähler und Tarife zu verlagern,</li><li>öffentliche Gebäude weniger zu heizen,</li><li>Heizstrahler im Freien zu begrenzen und</li><li>verzichtbare öffentliche Beleuchtung nachts abzuschalten.</li></ul>
<p>Nationale Notfallpläne können über diese Maßnahmen hinausgehen, etwa mit unterbrechbaren Gaslieferverträgen oder Kraftwerken, die von Gas auf andere Brennstoffe umsteigen.</p>
<p>Beim Befüllen sollen die Staaten nicht in Hektik verfallen: Das Ziel bleibt bei 90 Prozent, muss aber seit 2025 nur irgendwann zwischen 1. Oktober und 1. Dezember erreicht werden. Bei schwierigen Marktbedingungen dürfen die Staaten um bis zu zehn Prozentpunkte darunter bleiben, also bei 80 Prozent landen. Bei <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/1733/oj/eng" rel="external noopener" target="_blank">anhaltend ungünstigen Marktbedingungen</a> kann die Kommission diese Abweichung um bis zu fünf weitere Prozentpunkte erhöhen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4958704" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10778294"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Porenspeicher-Deutschlands-Gasreserve-wankt-ploetzlich-10778294.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1050" height="590" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/8/7/0/4/speicher-gas-36b0dc7d93025725-7c694b3213b0281c.jpeg" alt="Darstellung von Poren- und Kavernenspeicher" style="aspect-ratio:1050 / 590"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1050" height="590" alt="Darstellung von Poren- und Kavernenspeicher" style="aspect-ratio:1050 / 590;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Porenspeicher: Deutschlands Gasreserve wankt plötzlich</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Gestreckte Einkäufe sollen Panikkäufe und weiteren Preisdruck verhindern.</p>
<h3 class="subheading">Deutschland liegt zurück</h3>
<p>Wie knapp es ist, zeigen die <a href="https://agsi.gie.eu/" rel="external noopener" target="_blank">Daten der Plattform AGSI</a> des Verbands Gas Infrastructure Europe (GIE): Am 27. September waren die EU-Speicher zu 70,84 Prozent gefüllt, rund zwölf Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.</p>
<p>Deutschland kam auf 57,37 Prozent, Österreich auf 67,93, Frankreich auf 82,47 und Italien auf 86,40 Prozent.</p>
<p>Der EU-Mittelwert sagt daher wenig darüber, wie gut ein einzelnes Land durch den Winter kommt. Es zählt auch, wo das Gas lagert, wie schnell es sich entnehmen lässt und welche Leitungen und Terminals verfügbar sind.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5037380" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11195386"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Erdgas-Preise-explodieren-Nahost-Krise-bedroht-Europas-Versorgung-11195386.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5272" height="2962" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/7/3/8/0/shutterstock_2321856137-6c1a9b14a4b4fd38.jpeg" alt="Ein LNG-Tanker wird gerade entladen." style="aspect-ratio:5272 / 2962"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5272" height="2962" alt="Ein LNG-Tanker wird gerade entladen." style="aspect-ratio:5272 / 2962;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Erdgas-Preise explodieren: Nahost-Krise bedroht Europas Versorgung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für Deutschland warnt die Initiative Energien Speichern (INES) bei extremer Kälte vor <a href="https://www.telepolis.de/article/Gasspeicher-nur-halb-voll-INES-warnt-vor-Engpaessen-im-kalten-Winter-11444802.html">Engpässen im Januar</a> von bis zu 25 Prozent an einzelnen Tagen; in einem Winter wie 2010 wären die <a href="https://www.heise.de/news/Verband-Komplett-leere-Gasspeicher-im-Februar-sind-moeglich-11444697.html">Speicher schon im Februar leer</a>.</p>
<p>Ob es tatsächlich so kommt, ist unklar, denn die INES-Prognosen sind reine Modellrechnungen. Sie gehen von einem Füllstand von 77 Prozent am 1. November aus; beim bisherigen Einspeichertempo erwartet INES allerdings nur 63 Prozent zum Winterbeginn.</p>
<p>Etwas entlastet wird die Situation durch weitere Gaslieferungen, die etwa per Pipeline aus Norwegen und über LNG-Terminals geliefert werden.</p>
<h3 class="subheading">Der Weltmarkt bestimmt den Preis</h3>
<p>Im Großhandel ist die Knappheit dennoch angekommen. Am niederländischen Handelspunkt TTF, der Preisreferenz für Europa, kostet die <a href="https://www.ice.com/products/27996665/Dutch-TTF-Natural-Gas-Futures/data?marketId=6277388&span=2" rel="external noopener" target="_blank">Megawattstunde rund 70,70 Euro</a> – etwa 40 Euro mehr als vor den US-israelischen Angriffen auf Iran am 28. Februar. Seitdem ist die Straße von Hormus faktisch dicht, über die sonst rund ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssigerdgases (LNG) läuft.</p>
<p>Die EU importiert <a href="https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Natural_gas_supply_statistics" rel="external noopener" target="_blank">laut Eurostat</a> knapp 88 Prozent ihres Gases und konkurriert mit Asien um LNG-Ladungen. Analysten wie Goldman Sachs halten bis Jahresende über 100 Euro für möglich, falls sich die LNG-Lieferungen vom Golf im Winter nicht erholen. Was das für einzelne Haushaltstarife heißt, lässt sich daraus nicht direkt ablesen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167644" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458241"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-bei-56-Prozent-Warum-volle-Gasspeicher-trotz-mehr-LNG-utopisch-sind-11458241.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/6/4/4/shutterstock_238898095-90a82deea27c3611.jpeg" alt="Natural,Gas,Tank,-,Lng,Or,Liquefied,Natural,Industrial,Spherical" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Natural,Gas,Tank,-,Lng,Or,Liquefied,Natural,Industrial,Spherical" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland bei 56 Prozent: Warum volle Gasspeicher trotz mehr LNG utopisch sind</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Jørgensen sieht die EU dennoch besser gewappnet als vor dem russischen Angriff auf die Ukraine – dank mehr LNG-Kapazität, mehr erneuerbarer Energie und geringerer Nachfrage. Dabei ist aber zu bedenken: Der Verbrauch von Erdgas ist auch dadurch zurückgegangen, dass energieintensive Industrien <a href="https://www.telepolis.de/article/Hohe-Energiepreise-Industrie-streicht-Jobs-und-investiert-im-Ausland-7485080.html">ihre Produktion zurückgefahren</a> haben.</p>
<p>Schon am 28. und 29. September beraten die EU-Energieminister bei einem <a href="https://irish-presidency.consilium.europa.eu/en/events/informal-meeting-of-energy-ministers-tte-energy/" rel="external noopener" target="_blank">informellen Treffen in Dublin</a>. Am 8. Oktober will der Netzbetreiberverband ENTSOG seinen Bericht zur Wintervorbereitung vorlegen.</p>
Dan Jørgensen fordert weniger Heizen und Licht aus. Verbindliche Vorgaben gibt es nicht, doch der TTF-Gaspreis hat sich seit Februar fast verdoppelt.</p>
<p>Ein Brief aus Brüssel schürt kurz vor der Heizperiode die Nervosität: EU-Energiekommissar Dan Jørgensen bittet die Regierungen der Mitgliedstaaten, Maßnahmen zu prüfen oder fortzuführen, die den Verbrauch von Gas und Strom drosseln. Die Speicher seien außergewöhnlich niedrig gefüllt, die Märkte angespannt.</p>
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<p>"Wir stehen vor einer Preiskrise, die mit einer Versorgungskrise zusammenhängt", <a href="https://www.reuters.com/business/energy/eu-warns-energy-price-crisis-asks-countries-consider-curbing-demand-letter-shows-2026-09-25/" rel="external noopener" target="_blank">zitiert ihn die Nachrichtenagentur</a> <em>Reuters</em>.</p>
<p>Das Schreiben selbst <a href="https://de.euronews.com/2026/09/27/eu-ruft-staaten-zu-geringerem-energieverbrauch-auf-gaspreise-steigen" rel="external noopener" target="_blank">ist nicht öffentlich</a>. <em>Reuters </em>und <em>Euronews</em>haben das Schreiben eingesehen und Auszüge veröffentlicht. Laut <em>Reuters</em> stammt es vom 25. September.</p>
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<p>Direkt nachprüfbar ist eine andere Erklärung vom selben Tag: Nach einer Sitzung der Gas Coordination Group bezeichnete die <a href="https://energy.ec.europa.eu/news/gas-coordination-group-continues-work-winter-preparedness-2026-09-25_en" rel="external noopener" target="_blank">EU-Kommission in einer Mitteilung</a> die Versorgung trotz niedriger Speicher als stabil. Haushalte und wesentliche Dienste sichert das EU-Recht besonders ab.</p>
<p>Auch <a href="https://www.euronews.com/2026/09/27/eu-tells-countries-to-curb-energy-demand-as-gas-prices-face-winter-squeeze" rel="external noopener" target="_blank">Jørgensen schreibt laut</a> <em>Euronews</em>, unmittelbare Risiken für die Versorgung gebe es derzeit nicht.</p>
<h3 class="subheading">Weniger heizen, Licht aus</h3>
<p>Verbindliche Sparvorgaben kündigt der Kommissar bislang nicht an. Noch verweist er auf freiwillige Einsparungen, die sich schon in der Energiekrise 2022 bewährt hätten.</p>
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<p>Als Beispiele nennt die Kommission:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>weniger Strom in Spitzenzeiten zu verbrauchen,</li><li>den Stromverbrauch über intelligente Zähler und Tarife zu verlagern,</li><li>öffentliche Gebäude weniger zu heizen,</li><li>Heizstrahler im Freien zu begrenzen und</li><li>verzichtbare öffentliche Beleuchtung nachts abzuschalten.</li></ul>
<p>Nationale Notfallpläne können über diese Maßnahmen hinausgehen, etwa mit unterbrechbaren Gaslieferverträgen oder Kraftwerken, die von Gas auf andere Brennstoffe umsteigen.</p>
<p>Beim Befüllen sollen die Staaten nicht in Hektik verfallen: Das Ziel bleibt bei 90 Prozent, muss aber seit 2025 nur irgendwann zwischen 1. Oktober und 1. Dezember erreicht werden. Bei schwierigen Marktbedingungen dürfen die Staaten um bis zu zehn Prozentpunkte darunter bleiben, also bei 80 Prozent landen. Bei <a href="https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/1733/oj/eng" rel="external noopener" target="_blank">anhaltend ungünstigen Marktbedingungen</a> kann die Kommission diese Abweichung um bis zu fünf weitere Prozentpunkte erhöhen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4958704" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10778294"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Porenspeicher-Deutschlands-Gasreserve-wankt-ploetzlich-10778294.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1050" height="590" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/8/7/0/4/speicher-gas-36b0dc7d93025725-7c694b3213b0281c.jpeg" alt="Darstellung von Poren- und Kavernenspeicher" style="aspect-ratio:1050 / 590"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1050" height="590" alt="Darstellung von Poren- und Kavernenspeicher" style="aspect-ratio:1050 / 590;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Porenspeicher: Deutschlands Gasreserve wankt plötzlich</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Gestreckte Einkäufe sollen Panikkäufe und weiteren Preisdruck verhindern.</p>
<h3 class="subheading">Deutschland liegt zurück</h3>
<p>Wie knapp es ist, zeigen die <a href="https://agsi.gie.eu/" rel="external noopener" target="_blank">Daten der Plattform AGSI</a> des Verbands Gas Infrastructure Europe (GIE): Am 27. September waren die EU-Speicher zu 70,84 Prozent gefüllt, rund zwölf Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.</p>
<p>Deutschland kam auf 57,37 Prozent, Österreich auf 67,93, Frankreich auf 82,47 und Italien auf 86,40 Prozent.</p>
<p>Der EU-Mittelwert sagt daher wenig darüber, wie gut ein einzelnes Land durch den Winter kommt. Es zählt auch, wo das Gas lagert, wie schnell es sich entnehmen lässt und welche Leitungen und Terminals verfügbar sind.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5037380" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11195386"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Erdgas-Preise-explodieren-Nahost-Krise-bedroht-Europas-Versorgung-11195386.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5272" height="2962" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/7/3/8/0/shutterstock_2321856137-6c1a9b14a4b4fd38.jpeg" alt="Ein LNG-Tanker wird gerade entladen." style="aspect-ratio:5272 / 2962"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5272" height="2962" alt="Ein LNG-Tanker wird gerade entladen." style="aspect-ratio:5272 / 2962;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Erdgas-Preise explodieren: Nahost-Krise bedroht Europas Versorgung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für Deutschland warnt die Initiative Energien Speichern (INES) bei extremer Kälte vor <a href="https://www.telepolis.de/article/Gasspeicher-nur-halb-voll-INES-warnt-vor-Engpaessen-im-kalten-Winter-11444802.html">Engpässen im Januar</a> von bis zu 25 Prozent an einzelnen Tagen; in einem Winter wie 2010 wären die <a href="https://www.heise.de/news/Verband-Komplett-leere-Gasspeicher-im-Februar-sind-moeglich-11444697.html">Speicher schon im Februar leer</a>.</p>
<p>Ob es tatsächlich so kommt, ist unklar, denn die INES-Prognosen sind reine Modellrechnungen. Sie gehen von einem Füllstand von 77 Prozent am 1. November aus; beim bisherigen Einspeichertempo erwartet INES allerdings nur 63 Prozent zum Winterbeginn.</p>
<p>Etwas entlastet wird die Situation durch weitere Gaslieferungen, die etwa per Pipeline aus Norwegen und über LNG-Terminals geliefert werden.</p>
<h3 class="subheading">Der Weltmarkt bestimmt den Preis</h3>
<p>Im Großhandel ist die Knappheit dennoch angekommen. Am niederländischen Handelspunkt TTF, der Preisreferenz für Europa, kostet die <a href="https://www.ice.com/products/27996665/Dutch-TTF-Natural-Gas-Futures/data?marketId=6277388&span=2" rel="external noopener" target="_blank">Megawattstunde rund 70,70 Euro</a> – etwa 40 Euro mehr als vor den US-israelischen Angriffen auf Iran am 28. Februar. Seitdem ist die Straße von Hormus faktisch dicht, über die sonst rund ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssigerdgases (LNG) läuft.</p>
<p>Die EU importiert <a href="https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Natural_gas_supply_statistics" rel="external noopener" target="_blank">laut Eurostat</a> knapp 88 Prozent ihres Gases und konkurriert mit Asien um LNG-Ladungen. Analysten wie Goldman Sachs halten bis Jahresende über 100 Euro für möglich, falls sich die LNG-Lieferungen vom Golf im Winter nicht erholen. Was das für einzelne Haushaltstarife heißt, lässt sich daraus nicht direkt ablesen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167644" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458241"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-bei-56-Prozent-Warum-volle-Gasspeicher-trotz-mehr-LNG-utopisch-sind-11458241.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/6/4/4/shutterstock_238898095-90a82deea27c3611.jpeg" alt="Natural,Gas,Tank,-,Lng,Or,Liquefied,Natural,Industrial,Spherical" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Natural,Gas,Tank,-,Lng,Or,Liquefied,Natural,Industrial,Spherical" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland bei 56 Prozent: Warum volle Gasspeicher trotz mehr LNG utopisch sind</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Jørgensen sieht die EU dennoch besser gewappnet als vor dem russischen Angriff auf die Ukraine – dank mehr LNG-Kapazität, mehr erneuerbarer Energie und geringerer Nachfrage. Dabei ist aber zu bedenken: Der Verbrauch von Erdgas ist auch dadurch zurückgegangen, dass energieintensive Industrien <a href="https://www.telepolis.de/article/Hohe-Energiepreise-Industrie-streicht-Jobs-und-investiert-im-Ausland-7485080.html">ihre Produktion zurückgefahren</a> haben.</p>
<p>Schon am 28. und 29. September beraten die EU-Energieminister bei einem <a href="https://irish-presidency.consilium.europa.eu/en/events/informal-meeting-of-energy-ministers-tte-energy/" rel="external noopener" target="_blank">informellen Treffen in Dublin</a>. Am 8. Oktober will der Netzbetreiberverband ENTSOG seinen Bericht zur Wintervorbereitung vorlegen.</p>
2026-09-27T19:40:00.000Z
urn:bid:5170848
2026-09-27T14:00:00.000Z
Mehr als die Hälfte aller Pentagon-Mittel gehen an private Firmen. Eine bissige Mockumentary seziert den Luxus der Branche. Ein Gastbeitrag.</p>
<p>Zum ersten Mal überschritt der Haushalt des Pentagons die Marke von einer Billion US-Dollar und private Auftragnehmer erhalten inzwischen mehr als die Hälfte aller Steuergelder, die an das Pentagon fließen.</p>
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<p>Von dieser Privatisierung des US-Militärs hat kaum jemand stärker profitiert als die CEOs der Pentagon-Auftragnehmer.</p>
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<h3 class="subheading">Zwischen Kasernen und Luxusvillen</h3>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_left col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--left" style="max-width:185px;">
<a-img alt="Ben Freeman" height="186" src="/imgs/18/5/1/7/0/8/4/8/BenFreeman-0f44dcc6f888175f.jpg" style="aspect-ratio: 185 / 186;" width="185">
<img alt="Ben Freeman" height="186" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 185 / 186; object-fit: cover;" width="185">
</a-img>
<noscript>
<img alt="Ben Freeman" src="https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/18/5/1/7/0/8/4/8/BenFreeman-0f44dcc6f888175f.jpg?org_if_sml=1&q=50&width=185" >
</noscript>
<figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Unser Gastautor Ben Freeman</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://responsiblestatecraft.org/author/bfreeman/" rel="external noopener" target="_blank">RS</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Diese Unternehmen bewerben ihre Arbeit häufig damit, die Truppen zu unterstützen. Die Realität sieht jedoch so aus, dass viele Militärangehörige unter erschreckenden Wohnbedingungen leben, während die Gewinne der Rüstungskonzerne in die Höhe schnellen und ihre CEOs im Luxus schwelgen.</p>
<p>Der verschwenderische Lebensstil dieser CEOs wird in der neuen Mockumentary "Lords of War" offengelegt, einer Koproduktion des Quincy Institute und <em>The Intercept</em>. Der Kurzfilm nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er eine Branche kritisiert, die jedes Jahr durch Hunderte Milliarden an öffentlichen Geldern am Leben gehalten wird.</p>
<figure class="video akwa-inline-video video--fullwidth">
<embetty-video type="youtube" video-id="TiERu1r4Cio"></embetty-video>
</figure>
<p>"Lords of War" stellt eine Verbindung zwischen den exorbitanten Ausgaben des Pentagons und dem Luxus her, den die CEOs seiner größten Auftragnehmer genießen. Wie der Film feststellt, ist Lockheed Martin regelmäßig der größte Empfänger von Pentagon-Aufträgen und erzielte im Jahr 2025 Einnahmen von 75 Milliarden Dollar, wovon mehr als 72 Prozent von der US-Regierung stammten.</p>
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<p>Wie der fiktive Immobilienexperte in "Lords of War" erläutert, haben die CEOs von Lockheed ihre Vergütungspakete von mehr als 20 Millionen Dollar genutzt, um Luxusimmobilien von den Vororten Washingtons bis zu den Stränden Miamis zu erwerben.</p>
<h3 class="subheading">54 Prozent des Pentagon-Budgets geht an private Auftragnehmer</h3>
<p>Trotz seines unbeschwerten Tons beleuchtet der Film sehr reale Probleme innerhalb des militärisch-industriellen Komplexes. Wie Untersuchungen von William Hartung und Stephen Semler für das Costs of War Project der Brown University zeigen, gehen inzwischen 54 Prozent der jährlichen Pentagon-Ausgaben an private Auftragnehmer, während es in den 1990er-Jahren noch 41 Prozent waren.</p>
<p>Auch die Umsätze und Aktienkurse der größten Pentagon-Auftragnehmer schossen in die Höhe, während sie begannen, einen immer größeren Anteil des Militärhaushalts zu verschlingen. Sie verwandelten ihre Einnahmen aus dem Militärgeschäft in Posten ihrer eigenen Budgets, die keinerlei Beitrag zur Verbesserung der nationalen Sicherheit der USA leisten.</p>
<p>Sie engagierten Heerscharen von Lobbyisten, deren Zahl inzwischen fast doppelt so hoch ist wie die aller Kongressmitglieder zusammen. Milliarden Dollar flossen in Aktienrückkäufe und selbstverständlich gibt es CEO-Vergütungspakete auf dem Niveau von NFL-Quarterbacks.</p>
<p>Der Kontrast zwischen dem Rockstar-Lebensstil dieser CEOs – "Lords of War" enthüllt beispielsweise, dass ein Vorstandschef die Villa des Popstars Lenny Kravitz in Miami kaufte – und dem Leben der Militärangehörigen, denen sie angeblich dienen, ist frappierend. Wie der Film anmerkt, erhielt Marilyn Hewson, die CEO von Lockheed Martin ist, im Jahr 2015 eine Vergütung von 33,7 Millionen Dollar – mehr als das 150-Fache des durchschnittlichen Vergütungspakets eines Mannschaftsdienstgrads.</p>
<p>Während Hewson und andere CEOs von Pentagon-Auftragnehmern Villen aufkauften, stagniert der Grundsold von Militärangehörigen inflationsbereinigt seit 20 Jahren weitgehend.</p>
<h3 class="subheading">Gefährliches Leben auf US-Stützpunkten</h3>
<p>Schlimmer noch: Die Bedingungen, unter denen Militärangehörige leben, verschlechtern sich. Ein Bericht des Government Accountability Office aus dem Jahr 2024 kam zu dem Ergebnis, dass zwei Drittel der Militärangehörigen ihre Wohnkosten als unbezahlbar betrachten. Zudem müssten sie dem GAO-Bericht zufolge häufig "lange Arbeitswege in Kauf nehmen, ihre Familien in anderen Bundesstaaten zurücklassen und zwei Jobs ausüben, um sich eine Wohnung leisten zu können".</p>
<p>Eine Untersuchung des Senats deckte unterdessen im Juli 2026 gefährliche Lebensbedingungen auf Militärstützpunkten in Georgia auf. Dazu zählen "Berichte über Bleibelastungen, die die Gesundheit von Neugeborenen beeinträchtigen, schweren Schimmelbefall, der zu Besuchen in der Notaufnahme führte, sowie Überschwemmungen und vieles andere in Wohnbereichen".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4492376" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9521995"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Warum-der-militaerisch-industrielle-Komplex-in-Feierlaune-ist-9521995.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2000" height="1124" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/4/9/2/3/7/6/F-35-Elephant-Walk-a11d7ea81f278758.jpeg" style="aspect-ratio:2000 / 1124"><img 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class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4326098" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9348609"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hegemonie-der-USA-Von-Macht-Militaer-und-Monopolen-9348609.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/3/2/6/0/9/8/45a99c8774600ed2.jpeg" 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data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168077" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459101"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-neue-deutsche-Militarismus-traegt-keine-Pickelhaube-11459101.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5692" height="3198" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/0/7/7/shutterstock_2335357143-31e8456277e20dcb.jpeg" alt="Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer salutiert, Verteidigungsminister Boris Pistorius steht ihm gegenüber." style="aspect-ratio:5692 / 3198"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5692" height="3198" alt="Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer salutiert, Verteidigungsminister Boris Pistorius steht ihm gegenüber." style="aspect-ratio:5692 / 3198;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der neue deutsche Militarismus trägt keine Pickelhaube</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch unter Einsatzbedingungen sah es nicht besser aus: Lebensmittelknappheit und nicht funktionierende Sanitäranlagen waren nur einige der beklagenswerten Zustände während des verlängerten Einsatzes der USS Abraham Lincoln nahe dem Iran. Letztlich führten diese Zustände dazu, dass mehrere Seeleute versuchten, über Bord zu springen.</p>
<p>Leider sind es Ihre Steuergelder, mit denen diese gewaltige Kluft zwischen dem Leben der CEOs von Rüstungskonzernen und dem der Truppen finanziert wird. Wie einer der Protagonisten in dem Film "Lords of War" in einem schnellen Schnitt bemerkt, der den überschwänglichen Patriotismus einer "Top Gun"-Montage nahtlos mit den in Gaza verursachten Schrecken verbindet, ist es "Ihrer Großzügigkeit in Form von Steuergeldern zu verdanken, dass sich diese illustren Führungskräfte der Sache annehmen."</p>
<p>"Lords of War" ist einer der wenigen Filme über den militärisch-industriellen Komplex, die zum Brüllen komisch sind; doch sein Thema ist alles andere als zum Lachen. Die privaten Unternehmen, denen wir die nationale Sicherheit der USA anvertrauen, tun mehr für die Verteidigung ihrer eigenen Aktienkurse als für die Verteidigung des Landes. Wenn wir diesem kaputten System weiterhin unsere Sicherheit anvertrauen, sind wir am Ende diejenigen, über die gelacht wird.</p>
<div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12">
<p><strong>Ben Freeman</strong> ist Leiter des Programms "Democratizing Foreign Policy" am Quincy Institute und Autor des Buches "The Trillion Dollar War Machine: How Runaway Military Spending Drives America into Foreign Wars and Bankrupts Us at Home" (2025).</p><p>Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal<em> </em><a href="https://responsiblestatecraft.org/lords-of-war/" rel="external noopener" target="_blank">Responsible Statecraft</a><em> </em>auf Englisch.</p>
</div>
Mehr als die Hälfte aller Pentagon-Mittel gehen an private Firmen. Eine bissige Mockumentary seziert den Luxus der Branche. Ein Gastbeitrag.</p>
<p>Zum ersten Mal überschritt der Haushalt des Pentagons die Marke von einer Billion US-Dollar und private Auftragnehmer erhalten inzwischen mehr als die Hälfte aller Steuergelder, die an das Pentagon fließen.</p>
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<p>Von dieser Privatisierung des US-Militärs hat kaum jemand stärker profitiert als die CEOs der Pentagon-Auftragnehmer.</p>
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<h3 class="subheading">Zwischen Kasernen und Luxusvillen</h3>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_left col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--left" style="max-width:185px;">
<a-img alt="Ben Freeman" height="186" src="/imgs/18/5/1/7/0/8/4/8/BenFreeman-0f44dcc6f888175f.jpg" style="aspect-ratio: 185 / 186;" width="185">
<img alt="Ben Freeman" height="186" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 185 / 186; object-fit: cover;" width="185">
</a-img>
<noscript>
<img alt="Ben Freeman" src="https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/18/5/1/7/0/8/4/8/BenFreeman-0f44dcc6f888175f.jpg?org_if_sml=1&q=50&width=185" >
</noscript>
<figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Unser Gastautor Ben Freeman</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://responsiblestatecraft.org/author/bfreeman/" rel="external noopener" target="_blank">RS</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Diese Unternehmen bewerben ihre Arbeit häufig damit, die Truppen zu unterstützen. Die Realität sieht jedoch so aus, dass viele Militärangehörige unter erschreckenden Wohnbedingungen leben, während die Gewinne der Rüstungskonzerne in die Höhe schnellen und ihre CEOs im Luxus schwelgen.</p>
<p>Der verschwenderische Lebensstil dieser CEOs wird in der neuen Mockumentary "Lords of War" offengelegt, einer Koproduktion des Quincy Institute und <em>The Intercept</em>. Der Kurzfilm nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er eine Branche kritisiert, die jedes Jahr durch Hunderte Milliarden an öffentlichen Geldern am Leben gehalten wird.</p>
<figure class="video akwa-inline-video video--fullwidth">
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<p>"Lords of War" stellt eine Verbindung zwischen den exorbitanten Ausgaben des Pentagons und dem Luxus her, den die CEOs seiner größten Auftragnehmer genießen. Wie der Film feststellt, ist Lockheed Martin regelmäßig der größte Empfänger von Pentagon-Aufträgen und erzielte im Jahr 2025 Einnahmen von 75 Milliarden Dollar, wovon mehr als 72 Prozent von der US-Regierung stammten.</p>
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<p>Wie der fiktive Immobilienexperte in "Lords of War" erläutert, haben die CEOs von Lockheed ihre Vergütungspakete von mehr als 20 Millionen Dollar genutzt, um Luxusimmobilien von den Vororten Washingtons bis zu den Stränden Miamis zu erwerben.</p>
<h3 class="subheading">54 Prozent des Pentagon-Budgets geht an private Auftragnehmer</h3>
<p>Trotz seines unbeschwerten Tons beleuchtet der Film sehr reale Probleme innerhalb des militärisch-industriellen Komplexes. Wie Untersuchungen von William Hartung und Stephen Semler für das Costs of War Project der Brown University zeigen, gehen inzwischen 54 Prozent der jährlichen Pentagon-Ausgaben an private Auftragnehmer, während es in den 1990er-Jahren noch 41 Prozent waren.</p>
<p>Auch die Umsätze und Aktienkurse der größten Pentagon-Auftragnehmer schossen in die Höhe, während sie begannen, einen immer größeren Anteil des Militärhaushalts zu verschlingen. Sie verwandelten ihre Einnahmen aus dem Militärgeschäft in Posten ihrer eigenen Budgets, die keinerlei Beitrag zur Verbesserung der nationalen Sicherheit der USA leisten.</p>
<p>Sie engagierten Heerscharen von Lobbyisten, deren Zahl inzwischen fast doppelt so hoch ist wie die aller Kongressmitglieder zusammen. Milliarden Dollar flossen in Aktienrückkäufe und selbstverständlich gibt es CEO-Vergütungspakete auf dem Niveau von NFL-Quarterbacks.</p>
<p>Der Kontrast zwischen dem Rockstar-Lebensstil dieser CEOs – "Lords of War" enthüllt beispielsweise, dass ein Vorstandschef die Villa des Popstars Lenny Kravitz in Miami kaufte – und dem Leben der Militärangehörigen, denen sie angeblich dienen, ist frappierend. Wie der Film anmerkt, erhielt Marilyn Hewson, die CEO von Lockheed Martin ist, im Jahr 2015 eine Vergütung von 33,7 Millionen Dollar – mehr als das 150-Fache des durchschnittlichen Vergütungspakets eines Mannschaftsdienstgrads.</p>
<p>Während Hewson und andere CEOs von Pentagon-Auftragnehmern Villen aufkauften, stagniert der Grundsold von Militärangehörigen inflationsbereinigt seit 20 Jahren weitgehend.</p>
<h3 class="subheading">Gefährliches Leben auf US-Stützpunkten</h3>
<p>Schlimmer noch: Die Bedingungen, unter denen Militärangehörige leben, verschlechtern sich. Ein Bericht des Government Accountability Office aus dem Jahr 2024 kam zu dem Ergebnis, dass zwei Drittel der Militärangehörigen ihre Wohnkosten als unbezahlbar betrachten. Zudem müssten sie dem GAO-Bericht zufolge häufig "lange Arbeitswege in Kauf nehmen, ihre Familien in anderen Bundesstaaten zurücklassen und zwei Jobs ausüben, um sich eine Wohnung leisten zu können".</p>
<p>Eine Untersuchung des Senats deckte unterdessen im Juli 2026 gefährliche Lebensbedingungen auf Militärstützpunkten in Georgia auf. Dazu zählen "Berichte über Bleibelastungen, die die Gesundheit von Neugeborenen beeinträchtigen, schweren Schimmelbefall, der zu Besuchen in der Notaufnahme führte, sowie Überschwemmungen und vieles andere in Wohnbereichen".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4492376" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9521995"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Warum-der-militaerisch-industrielle-Komplex-in-Feierlaune-ist-9521995.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2000" height="1124" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/4/9/2/3/7/6/F-35-Elephant-Walk-a11d7ea81f278758.jpeg" style="aspect-ratio:2000 / 1124"><img 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class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4326098" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9348609"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hegemonie-der-USA-Von-Macht-Militaer-und-Monopolen-9348609.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/3/2/6/0/9/8/45a99c8774600ed2.jpeg" 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data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168077" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459101"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-neue-deutsche-Militarismus-traegt-keine-Pickelhaube-11459101.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5692" height="3198" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/0/7/7/shutterstock_2335357143-31e8456277e20dcb.jpeg" alt="Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer salutiert, Verteidigungsminister Boris Pistorius steht ihm gegenüber." style="aspect-ratio:5692 / 3198"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5692" height="3198" alt="Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer salutiert, Verteidigungsminister Boris Pistorius steht ihm gegenüber." style="aspect-ratio:5692 / 3198;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der neue deutsche Militarismus trägt keine Pickelhaube</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch unter Einsatzbedingungen sah es nicht besser aus: Lebensmittelknappheit und nicht funktionierende Sanitäranlagen waren nur einige der beklagenswerten Zustände während des verlängerten Einsatzes der USS Abraham Lincoln nahe dem Iran. Letztlich führten diese Zustände dazu, dass mehrere Seeleute versuchten, über Bord zu springen.</p>
<p>Leider sind es Ihre Steuergelder, mit denen diese gewaltige Kluft zwischen dem Leben der CEOs von Rüstungskonzernen und dem der Truppen finanziert wird. Wie einer der Protagonisten in dem Film "Lords of War" in einem schnellen Schnitt bemerkt, der den überschwänglichen Patriotismus einer "Top Gun"-Montage nahtlos mit den in Gaza verursachten Schrecken verbindet, ist es "Ihrer Großzügigkeit in Form von Steuergeldern zu verdanken, dass sich diese illustren Führungskräfte der Sache annehmen."</p>
<p>"Lords of War" ist einer der wenigen Filme über den militärisch-industriellen Komplex, die zum Brüllen komisch sind; doch sein Thema ist alles andere als zum Lachen. Die privaten Unternehmen, denen wir die nationale Sicherheit der USA anvertrauen, tun mehr für die Verteidigung ihrer eigenen Aktienkurse als für die Verteidigung des Landes. Wenn wir diesem kaputten System weiterhin unsere Sicherheit anvertrauen, sind wir am Ende diejenigen, über die gelacht wird.</p>
<div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12">
<p><strong>Ben Freeman</strong> ist Leiter des Programms "Democratizing Foreign Policy" am Quincy Institute und Autor des Buches "The Trillion Dollar War Machine: How Runaway Military Spending Drives America into Foreign Wars and Bankrupts Us at Home" (2025).</p><p>Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal<em> </em><a href="https://responsiblestatecraft.org/lords-of-war/" rel="external noopener" target="_blank">Responsible Statecraft</a><em> </em>auf Englisch.</p>
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2026-09-27T14:00:00.000Z
urn:bid:5171234
2026-09-27T13:00:00.000Z
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf den Longevity-Markt: auf als Verjüngung beworbene Behandlungen, ihre Risiken und die Kontrolle der Anbieter.</p>
<p>Seit am 9. September der 54-jährige griechische Superstar Giorgos Mazonakis in einer edlen Arztpraxis im teuren Athener Stadtteil Kolonaki starb, beherrschen die Umstände seines Todes die griechischen Schlagzeilen.</p>
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<p>Der Fall öffnete die vielzitierte Büchse der Pandora. Denn er brachte die Risiken und Nebenwirkungen ans Tageslicht, die auch deutschen Medizintouristen drohen. Ferner brachte der Fall ans Licht, dass Griechenland theoretisch strengere Sicherheitsvorschriften für niedergelassene Ärzte als Deutschland hat.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Deutsche Technologie im Zentrum der Schlagzeilen</strong></h3>
<p>Zudem wurden das Verfahren und der Apparat, an dem Mazonakis starb, in Deutschland erfunden. Es handelt sich um die sogenannte <a href="https://www.inusmedical.de/" rel="external noopener" target="_blank">INUSpherese®</a>.</p>
<p>Es ist, vereinfacht ausgedrückt, eine Art Detox-Blutwäsche. Die Wirkung des <a href="https://medizin-transparent.at/inuspherese/" rel="external noopener" target="_blank">Verfahrens</a> auf Gesunde ist zumindest umstritten. Unumstritten ist die Tatsache, dass der Eingriff wie nahezu alle medizinischen Therapien auch Risiken und Nebenwirkungen hat.</p>
<p>Das Verfahren ist für die Mediziner, die es anwenden, einträglich. Der entsprechende Apparat kostete die Praxis in Athen knapp 29.000 Euro. Pro Anwendung mussten die Patienten 3000 Euro zahlen. Denn es handelt sich in den allermeisten Fällen nicht um eine von Kassen übernommene Leistung.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer überprüft die Anwender?</strong></h3>
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<p>Weltweit gibt es viele Kliniken und Praxen, die dieses Verfahren anwenden. Man kann beim Hersteller der Apparate <a href="https://www.inuspheresis.com/de/find-center" rel="external noopener" target="_blank">Anbieter in der Nähe</a> finden. Auf der Internetseite steht zur fraglichen Athener Praxis der allgemeine Text:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wir laden Sie ein, Ihr nächstgelegenes Zentrum zu kontaktieren, wo Sie auf kompetente Beratung und Betreuung zählen können."</p>
<p>Tatsächlich aber scheint niemand wirklich überprüft zu haben, ob die als kompetent beworbene Ärztin tatsächlich über die notwendige Ausbildung verfügt und ob man dieses Verfahren in einer griechischen Praxis durchführen darf.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5083034" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11295213"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Infusionen-Das-sagen-die-Daten-wirklich-11295213.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/3/0/3/4/longevity-01-c06b9232fe91edf5.gif" alt="Infusionsschlauch um Sanduhr gewickelt, in der ein Mensch durchrinnt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Infusionsschlauch um Sanduhr gewickelt, in der ein Mensch durchrinnt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity-Infusionen: Das sagen die Daten wirklich</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5151837" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423193"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Forschung-Warum-die-biologische-Uhr-bei-jedem-anders-tickt-11423193.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/1/8/3/7/longecity-01-18ff6eb3801509b9.gif" alt="Lupe über Frau an Rollator und Uhr mit Genomen als Zeiger" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Lupe über Frau an Rollator und Uhr mit Genomen als Zeiger" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity-Forschung: Warum die biologische Uhr bei jedem anders tickt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Tatsächlich kann in einer deutschen Facharztpraxis von entsprechend ausgebildeten Ärzten eine Blutwäsche durchgeführt werden. In Griechenland ist dies außerhalb von Kliniken und Krankenhäusern nicht zulässig.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Werbung für Medizintourismus mit Ärzten ohne Fachausbildung?</strong></h3>
<p>Offenbar passt(e) das nicht ins Konzept der Gesundheitsminister der Regierung von Premier Kyriakos Mitsotakis. Im griechischen TV wurden Statements des früheren Gesundheitsministers und jetzigen Migrationsministers Thanos Plevris ausgegraben.</p>
<p>Plevris hatte im Werben um Medizintourismus öffentlich erklärt, er könne sich für gut situierte Medizintouristen Blutwäschen in Hotels vorstellen. Der aktuelle Gesundheitsminister Adonis Georgiadis gerät ebenfalls in den Fokus. Er weist die Vorwürfe als Verleumdung zurück: Die betreffende Klinik habe nie Plasmapheresen angeboten. Er selbst trat <a href="https://www.efsyn.gr/politiki/1472662/polakis-kata-georgiadi-diafimizes-kliniki-poy-kanei-plasmafairesi-horis-endeixeis-gyrna-sta-nanogileka/" rel="external noopener" target="_blank">bei Fototerminen</a> zur Eröffnung von sogenannten "Life-Style-Praxen" auf.</p>
<p>Das sind Praxen, böse Zungen sprechen mittlerweile von "Betrieben", in denen statt Patienten Kunden behandelt werden. So kommen Reiche und Prominente zur Freude der Regierenden aus aller Welt nach Griechenland, um sich mit teilweise fragwürdigen Methoden die Illusion einer medizinischen Verjüngung zu kaufen.</p>
<p>Georgiadis argumentiert gern, man solle diesen <a href="https://www.tvopen.gr/watch/278651/adonisgeorgiadhsnaihmoynstaegkainiathsklinikhsalladenekanaplasmafairesh" rel="external noopener" target="_blank">einträglichen Tourismuszweig</a> doch nicht der konkurrierenden Türkei überlassen. So gab es 2023 unter der Ägide des Tourismus- und des Gesundheitsministeriums eine <a href="https://www.griechenland.net/nachrichten/tourismus/32905-medizintourismus-ist-in-hellas-stark-im-kommen?gzarchiv=%2Fcomponent%2Ffmjdocs%2F%3Ftab%3Dfilter%26year%3D2016%26page%3D1%26q%3Dmedizinischer%2BTourismus%26page_size%3D25%26view%3Dcategories%26layout%3Darchiveexplorer%26id%3D20" rel="external noopener" target="_blank">Veranstaltung</a> der Regionalregierung Attikas zum Medizintourismus.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4941646" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10662760"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Krankenkassen-Beitraege-Warum-immer-mehr-Deutsche-auswandern-10662760.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/1/6/4/6/koffer-F-cmed-6bb0b72294516666.jpeg" alt="Rollkoffer mit Aufkleber "Rotes Kreuz"" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Rollkoffer mit Aufkleber "Rotes Kreuz"" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Krankenkassen-Beiträge: Warum immer mehr Deutsche auswandern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Plevris amtierte seinerzeit als Gesundheitsminister, Regionalgouverneur war der Chef der Athener Ärztekammer Giorgos Patoulis. Eine der Keynote-Speakerinnen bei diesem Kongress war die Ärztin, die am 9. September Mazonakis behandelte, als dieser starb.</p>
<p>Die 56-Jährige ist beziehungsweise war im Geschäft mit der Langlebigkeit ein Star. Sie plante in naher Zukunft den Aufbau einer <a href="https://en.parapolitika.gr/greece/291171/mazonakis-case-kolonaki-doctors-alleged-plan-for-luxury-wellness-clinic-on-100-acre-argolida-estate/" rel="external noopener" target="_blank">riesigen Wellness-Klinik</a> mit angeschlossenem Hotel am Meer für reiche Kunden aus dem In- und Ausland.</p>
<p>Ob sie deswegen, um schneller das Kapital für ihre Klinik zu sammeln, die Blutwäschen in der Praxis mit sogar zwei parallel betriebenen Blutwäschegeräten wie am Fließband durchführte, müssen Ermittler klären.</p>
<p>Die Dame, die mit einem Master in Quantenmedizin prahlt, befindet sich wie auch ihr Ehemann in Untersuchungshaft. Das Paar muss sich wegen des Vorwurfs der Tötung mit Eventualvorsatz verantworten.</p>
<p>Die Praxis in Kolonaki lief auf den Namen des Ehemanns, der über eine abgeschlossene Facharztausbildung in Pathologie verfügt. Die Ärztin selbst wird in den Registern der Ärztekammer als "Ärztin ohne Fachqualifikation" geführt.</p>
<p>Auf ihrer Internetpräsenz tritt sie als Quantenmedizinerin, holistische Ärztin, Schamanin und Gynäkologin auf. Unter Quantenmedizin muss man sich ein esoterisches, unwissenschaftliches Gemisch aus echten Anwendungen physikalischer Technologie für nicht bewiesene Heilungsversprechen vorstellen. Nichts davon, auch nicht der Abschluss ihres Mannes, qualifiziert in Griechenland für den Betrieb von Geräten für Blutwäsche.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer deckte das Paar? Nur der Zufall?</strong></h3>
<p>Nun stellt sich die Frage, wieso das illegale Treiben des Ärztepaares lange Jahre niemandem auffiel.</p>
<p>Kommentatoren und Oppositionspolitiker fragen sich im TV: Wie kann es sein, dass Plevris zumindest vor rund zehn Jahren Patient des Ehemannes war und ihn persönlich nach dem Tod von Mazonakis anrief, aber beim fraglichen Medizinkongress keine Ahnung hatte, wer die Referentin war – und vor allem, was die Referentin nicht war. Wie konnten mehrere Kontrollen der Athener Ärztekammer nicht entdecken, dass in der Praxis mindestens seit 2021 Blutwäschen durchgeführt wurden?</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5112225" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11355607"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Boston-Studie-entdeckt-besonderes-Blutbild-bei-100-Jaehrigen-11355607.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4200" height="2360" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/2/2/2/5/shutterstock_2772719269-bcd1bd2300b2e51e.jpeg" alt="Zwei rote Zellkerne in einer blauen Zellmembran, die sich teilen." style="aspect-ratio:4200 / 2360"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4200" height="2360" alt="Zwei rote Zellkerne in einer blauen Zellmembran, die sich teilen." style="aspect-ratio:4200 / 2360;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity: Boston-Studie entdeckt besonderes Blutbild bei 100-Jährigen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5108434" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11348087"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Neuer-Stanford-Bluttest-bestimmt-das-wahre-Alter-der-Zellen-11348087.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5376" height="3021" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/8/4/3/4/shutterstock_2781718069-b025517c4ab6895e.jpeg" alt="Abstrakte Darstellung eines Neurons mit leuchtenden orangefarbenen Synapsen auf dunklem Hintergrund." style="aspect-ratio:5376 / 3021"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5376" height="3021" alt="Abstrakte Darstellung eines Neurons mit leuchtenden orangefarbenen Synapsen auf dunklem Hintergrund." style="aspect-ratio:5376 / 3021;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity: Neuer Stanford-Bluttest bestimmt das wahre Alter der Zellen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die erschreckendste Antwort auf die Frage lieferte die Regierung selbst. Innerhalb kürzester Zeit arbeitete das Gesundheitsministerium eine KI-Anwendung aus, die Arztpraxen anhand der Werbung im Internet und der Register der Ärztekammern überprüfen soll. Die Fragestellung ist denkbar einfach: Welche Ärzte bewerben im Netz Therapien, die sie nicht anbieten dürfen?</p>
<p>Die <a href="https://www.griechenland.net/nachrichten/politik/38645-plattform-medwatch-klarheit-%C3%BCber-dubiose-private-kliniken-und-arztpraxen-in-griechenland" rel="external noopener" target="_blank">MedWatch</a> getaufte Anwendung fand schon in der Pilotphase in Attika 5069 mögliche Auffälligkeiten bei 655 Einrichtungen, 231 davon stufte sie als "rot" ein. Diese Hinweise müssen Experten noch prüfen. Die fragliche Praxis in Kolonaki gehörte auch dazu.</p>
<p>Die beschuldigte Ärztin versteckte sich nicht. Sie fotografierte und filmte ihre Patienten. Mit den Aufnahmen warb sie mehr oder weniger diskret um neue Kunden.</p>
<p>Doch erst jetzt, nach dem Tod Mazonakis', kommen negative Erfahrungsberichte, Beweise und Beschwerden über die boomende Branche ans Licht der Öffentlichkeit. Das Geschäft mit der menschlichen Angst vor Tod und Alter verspricht "wundersame" Behandlungen und verwischt gefährlich oft die Grenzen zwischen Quacksalberei, Wellness und Medizin.</p>
<p>Dahinter verbergen sich die zentralen Fragen: Wer darf an unserem Körper herumdoktern? Wie kann in einer bis ins Detail der Getränkeflaschendeckel durchbürokratisierten EU übersehen werden, dass bei einigen Medizinern die Qualifikation für beworbene Dienstleistungen und Therapien fehlt? Das sind Fragen, die über die Grenzen von Griechenland hinaus beantwortet werden müssen.</p>
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf den Longevity-Markt: auf als Verjüngung beworbene Behandlungen, ihre Risiken und die Kontrolle der Anbieter.</p>
<p>Seit am 9. September der 54-jährige griechische Superstar Giorgos Mazonakis in einer edlen Arztpraxis im teuren Athener Stadtteil Kolonaki starb, beherrschen die Umstände seines Todes die griechischen Schlagzeilen.</p>
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<p>Der Fall öffnete die vielzitierte Büchse der Pandora. Denn er brachte die Risiken und Nebenwirkungen ans Tageslicht, die auch deutschen Medizintouristen drohen. Ferner brachte der Fall ans Licht, dass Griechenland theoretisch strengere Sicherheitsvorschriften für niedergelassene Ärzte als Deutschland hat.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Deutsche Technologie im Zentrum der Schlagzeilen</strong></h3>
<p>Zudem wurden das Verfahren und der Apparat, an dem Mazonakis starb, in Deutschland erfunden. Es handelt sich um die sogenannte <a href="https://www.inusmedical.de/" rel="external noopener" target="_blank">INUSpherese®</a>.</p>
<p>Es ist, vereinfacht ausgedrückt, eine Art Detox-Blutwäsche. Die Wirkung des <a href="https://medizin-transparent.at/inuspherese/" rel="external noopener" target="_blank">Verfahrens</a> auf Gesunde ist zumindest umstritten. Unumstritten ist die Tatsache, dass der Eingriff wie nahezu alle medizinischen Therapien auch Risiken und Nebenwirkungen hat.</p>
<p>Das Verfahren ist für die Mediziner, die es anwenden, einträglich. Der entsprechende Apparat kostete die Praxis in Athen knapp 29.000 Euro. Pro Anwendung mussten die Patienten 3000 Euro zahlen. Denn es handelt sich in den allermeisten Fällen nicht um eine von Kassen übernommene Leistung.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer überprüft die Anwender?</strong></h3>
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<p>Weltweit gibt es viele Kliniken und Praxen, die dieses Verfahren anwenden. Man kann beim Hersteller der Apparate <a href="https://www.inuspheresis.com/de/find-center" rel="external noopener" target="_blank">Anbieter in der Nähe</a> finden. Auf der Internetseite steht zur fraglichen Athener Praxis der allgemeine Text:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wir laden Sie ein, Ihr nächstgelegenes Zentrum zu kontaktieren, wo Sie auf kompetente Beratung und Betreuung zählen können."</p>
<p>Tatsächlich aber scheint niemand wirklich überprüft zu haben, ob die als kompetent beworbene Ärztin tatsächlich über die notwendige Ausbildung verfügt und ob man dieses Verfahren in einer griechischen Praxis durchführen darf.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5083034" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11295213"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Infusionen-Das-sagen-die-Daten-wirklich-11295213.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/3/0/3/4/longevity-01-c06b9232fe91edf5.gif" alt="Infusionsschlauch um Sanduhr gewickelt, in der ein Mensch durchrinnt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Infusionsschlauch um Sanduhr gewickelt, in der ein Mensch durchrinnt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity-Infusionen: Das sagen die Daten wirklich</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5151837" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423193"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Forschung-Warum-die-biologische-Uhr-bei-jedem-anders-tickt-11423193.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/1/8/3/7/longecity-01-18ff6eb3801509b9.gif" alt="Lupe über Frau an Rollator und Uhr mit Genomen als Zeiger" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Lupe über Frau an Rollator und Uhr mit Genomen als Zeiger" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity-Forschung: Warum die biologische Uhr bei jedem anders tickt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Tatsächlich kann in einer deutschen Facharztpraxis von entsprechend ausgebildeten Ärzten eine Blutwäsche durchgeführt werden. In Griechenland ist dies außerhalb von Kliniken und Krankenhäusern nicht zulässig.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Werbung für Medizintourismus mit Ärzten ohne Fachausbildung?</strong></h3>
<p>Offenbar passt(e) das nicht ins Konzept der Gesundheitsminister der Regierung von Premier Kyriakos Mitsotakis. Im griechischen TV wurden Statements des früheren Gesundheitsministers und jetzigen Migrationsministers Thanos Plevris ausgegraben.</p>
<p>Plevris hatte im Werben um Medizintourismus öffentlich erklärt, er könne sich für gut situierte Medizintouristen Blutwäschen in Hotels vorstellen. Der aktuelle Gesundheitsminister Adonis Georgiadis gerät ebenfalls in den Fokus. Er weist die Vorwürfe als Verleumdung zurück: Die betreffende Klinik habe nie Plasmapheresen angeboten. Er selbst trat <a href="https://www.efsyn.gr/politiki/1472662/polakis-kata-georgiadi-diafimizes-kliniki-poy-kanei-plasmafairesi-horis-endeixeis-gyrna-sta-nanogileka/" rel="external noopener" target="_blank">bei Fototerminen</a> zur Eröffnung von sogenannten "Life-Style-Praxen" auf.</p>
<p>Das sind Praxen, böse Zungen sprechen mittlerweile von "Betrieben", in denen statt Patienten Kunden behandelt werden. So kommen Reiche und Prominente zur Freude der Regierenden aus aller Welt nach Griechenland, um sich mit teilweise fragwürdigen Methoden die Illusion einer medizinischen Verjüngung zu kaufen.</p>
<p>Georgiadis argumentiert gern, man solle diesen <a href="https://www.tvopen.gr/watch/278651/adonisgeorgiadhsnaihmoynstaegkainiathsklinikhsalladenekanaplasmafairesh" rel="external noopener" target="_blank">einträglichen Tourismuszweig</a> doch nicht der konkurrierenden Türkei überlassen. So gab es 2023 unter der Ägide des Tourismus- und des Gesundheitsministeriums eine <a href="https://www.griechenland.net/nachrichten/tourismus/32905-medizintourismus-ist-in-hellas-stark-im-kommen?gzarchiv=%2Fcomponent%2Ffmjdocs%2F%3Ftab%3Dfilter%26year%3D2016%26page%3D1%26q%3Dmedizinischer%2BTourismus%26page_size%3D25%26view%3Dcategories%26layout%3Darchiveexplorer%26id%3D20" rel="external noopener" target="_blank">Veranstaltung</a> der Regionalregierung Attikas zum Medizintourismus.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4941646" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10662760"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Krankenkassen-Beitraege-Warum-immer-mehr-Deutsche-auswandern-10662760.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/1/6/4/6/koffer-F-cmed-6bb0b72294516666.jpeg" alt="Rollkoffer mit Aufkleber "Rotes Kreuz"" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Rollkoffer mit Aufkleber "Rotes Kreuz"" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Krankenkassen-Beiträge: Warum immer mehr Deutsche auswandern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Plevris amtierte seinerzeit als Gesundheitsminister, Regionalgouverneur war der Chef der Athener Ärztekammer Giorgos Patoulis. Eine der Keynote-Speakerinnen bei diesem Kongress war die Ärztin, die am 9. September Mazonakis behandelte, als dieser starb.</p>
<p>Die 56-Jährige ist beziehungsweise war im Geschäft mit der Langlebigkeit ein Star. Sie plante in naher Zukunft den Aufbau einer <a href="https://en.parapolitika.gr/greece/291171/mazonakis-case-kolonaki-doctors-alleged-plan-for-luxury-wellness-clinic-on-100-acre-argolida-estate/" rel="external noopener" target="_blank">riesigen Wellness-Klinik</a> mit angeschlossenem Hotel am Meer für reiche Kunden aus dem In- und Ausland.</p>
<p>Ob sie deswegen, um schneller das Kapital für ihre Klinik zu sammeln, die Blutwäschen in der Praxis mit sogar zwei parallel betriebenen Blutwäschegeräten wie am Fließband durchführte, müssen Ermittler klären.</p>
<p>Die Dame, die mit einem Master in Quantenmedizin prahlt, befindet sich wie auch ihr Ehemann in Untersuchungshaft. Das Paar muss sich wegen des Vorwurfs der Tötung mit Eventualvorsatz verantworten.</p>
<p>Die Praxis in Kolonaki lief auf den Namen des Ehemanns, der über eine abgeschlossene Facharztausbildung in Pathologie verfügt. Die Ärztin selbst wird in den Registern der Ärztekammer als "Ärztin ohne Fachqualifikation" geführt.</p>
<p>Auf ihrer Internetpräsenz tritt sie als Quantenmedizinerin, holistische Ärztin, Schamanin und Gynäkologin auf. Unter Quantenmedizin muss man sich ein esoterisches, unwissenschaftliches Gemisch aus echten Anwendungen physikalischer Technologie für nicht bewiesene Heilungsversprechen vorstellen. Nichts davon, auch nicht der Abschluss ihres Mannes, qualifiziert in Griechenland für den Betrieb von Geräten für Blutwäsche.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer deckte das Paar? Nur der Zufall?</strong></h3>
<p>Nun stellt sich die Frage, wieso das illegale Treiben des Ärztepaares lange Jahre niemandem auffiel.</p>
<p>Kommentatoren und Oppositionspolitiker fragen sich im TV: Wie kann es sein, dass Plevris zumindest vor rund zehn Jahren Patient des Ehemannes war und ihn persönlich nach dem Tod von Mazonakis anrief, aber beim fraglichen Medizinkongress keine Ahnung hatte, wer die Referentin war – und vor allem, was die Referentin nicht war. Wie konnten mehrere Kontrollen der Athener Ärztekammer nicht entdecken, dass in der Praxis mindestens seit 2021 Blutwäschen durchgeführt wurden?</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5112225" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11355607"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Boston-Studie-entdeckt-besonderes-Blutbild-bei-100-Jaehrigen-11355607.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4200" height="2360" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/2/2/2/5/shutterstock_2772719269-bcd1bd2300b2e51e.jpeg" alt="Zwei rote Zellkerne in einer blauen Zellmembran, die sich teilen." style="aspect-ratio:4200 / 2360"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4200" height="2360" alt="Zwei rote Zellkerne in einer blauen Zellmembran, die sich teilen." style="aspect-ratio:4200 / 2360;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity: Boston-Studie entdeckt besonderes Blutbild bei 100-Jährigen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5108434" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11348087"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Neuer-Stanford-Bluttest-bestimmt-das-wahre-Alter-der-Zellen-11348087.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5376" height="3021" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/8/4/3/4/shutterstock_2781718069-b025517c4ab6895e.jpeg" alt="Abstrakte Darstellung eines Neurons mit leuchtenden orangefarbenen Synapsen auf dunklem Hintergrund." style="aspect-ratio:5376 / 3021"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5376" height="3021" alt="Abstrakte Darstellung eines Neurons mit leuchtenden orangefarbenen Synapsen auf dunklem Hintergrund." style="aspect-ratio:5376 / 3021;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity: Neuer Stanford-Bluttest bestimmt das wahre Alter der Zellen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die erschreckendste Antwort auf die Frage lieferte die Regierung selbst. Innerhalb kürzester Zeit arbeitete das Gesundheitsministerium eine KI-Anwendung aus, die Arztpraxen anhand der Werbung im Internet und der Register der Ärztekammern überprüfen soll. Die Fragestellung ist denkbar einfach: Welche Ärzte bewerben im Netz Therapien, die sie nicht anbieten dürfen?</p>
<p>Die <a href="https://www.griechenland.net/nachrichten/politik/38645-plattform-medwatch-klarheit-%C3%BCber-dubiose-private-kliniken-und-arztpraxen-in-griechenland" rel="external noopener" target="_blank">MedWatch</a> getaufte Anwendung fand schon in der Pilotphase in Attika 5069 mögliche Auffälligkeiten bei 655 Einrichtungen, 231 davon stufte sie als "rot" ein. Diese Hinweise müssen Experten noch prüfen. Die fragliche Praxis in Kolonaki gehörte auch dazu.</p>
<p>Die beschuldigte Ärztin versteckte sich nicht. Sie fotografierte und filmte ihre Patienten. Mit den Aufnahmen warb sie mehr oder weniger diskret um neue Kunden.</p>
<p>Doch erst jetzt, nach dem Tod Mazonakis', kommen negative Erfahrungsberichte, Beweise und Beschwerden über die boomende Branche ans Licht der Öffentlichkeit. Das Geschäft mit der menschlichen Angst vor Tod und Alter verspricht "wundersame" Behandlungen und verwischt gefährlich oft die Grenzen zwischen Quacksalberei, Wellness und Medizin.</p>
<p>Dahinter verbergen sich die zentralen Fragen: Wer darf an unserem Körper herumdoktern? Wie kann in einer bis ins Detail der Getränkeflaschendeckel durchbürokratisierten EU übersehen werden, dass bei einigen Medizinern die Qualifikation für beworbene Dienstleistungen und Therapien fehlt? Das sind Fragen, die über die Grenzen von Griechenland hinaus beantwortet werden müssen.</p>
2026-09-27T13:00:00.000Z
urn:bid:5172209
2026-09-27T12:05:00.000Z
Friedrich Merz will als Kanzler weitermachen – doch die Zahlen sprechen gegen ihn. Die Grünen klettern auf den besten Wert seit September 2023.</p>
<p>Neunzehn Prozent. So tief stand die Union in dieser Legislaturperiode noch in keinem INSA-Sonntagstrend.</p>
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<p>In der <a href="https://www.bild.de/politik/inland/cdu-und-csu-stuerzen-im-neuen-sonntagstrend-auf-neuen-tiefstwert-6ab688d7bc37be025bb08826" rel="external noopener" target="_blank">neuen Erhebung</a> für die <em>Bild am Sonntag</em> verlieren CDU/CSU einen Punkt und liegen zehn Punkte hinter der AfD, die unverändert auf 29 Prozent kommt. Die Grünen legen dagegen zu: Mit 15 Prozent erreichen sie ihren besten Wert seit dem 16. September 2023.</p>
<p>Das <a href="https://www.insa-consulere.de/" rel="external noopener" target="_blank">Meinungsforschungsinstitut INSA</a> befragte vom 21. bis 25. September 1203 Personen. Hinter den Grünen folgen die SPD mit 14 und die Linke mit 10 Prozent. FDP (4 Prozent) und BSW (3 Prozent) scheitern an der Fünfprozenthürde.</p>
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<p>Zusammen mit den Sonstigen (6 Prozent) entfallen so 13 Prozent auf Parteien, die an der Fünfprozenthürde scheitern würden, für eine Mehrheit genügen rechnerisch 44 Prozent. SPD, Grüne und Linke erreichen gemeinsam 39 Prozent – laut <em>Focus Online</em> <a href="https://www.focus.de/politik/deutschland/niedrigster-wert-der-legislaturperiode-cdu-bei-19-prozent_2c8939b9-ca31-4fa4-aa84-05ee5c0ce0ae.html" rel="external noopener" target="_blank">der höchste Wert</a> dieses Dreierbündnisses in der Wahlperiode.</p>
<p>Wie stark sich die Werte bewegt haben, hängt vom Vergleichsmaßstab ab. Gegenüber der Vorwoche gewinnen SPD und Grüne je einen Punkt, Linke und FDP verlieren je einen. <em>T-Online</em> <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101454178/sonntagsfrage-gruene-ueberraschen-in-neuer-insa-umfrage.html" rel="external noopener" target="_blank">rechnet dagegen</a> mit halben Punkten und vergleicht mit dem Online-Meinungstrend vom 22. September: Gemessen daran legen die Grünen um 1,5 Punkte zu.</p>
<h3 class="subheading">Schwierige Wochen für Merz</h3>
<p>Der niedrige Umfragewert fällt in eine unruhige Phase. In Mecklenburg-Vorpommern kam die CDU auf 4,9 Prozent und scheiterte damit erstmals überhaupt bei einer Landtagswahl an der Fünfprozenthürde.</p>
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<p>Friedrich Merz kündigte an, <a href="https://www.telepolis.de/article/CDU-Krise-Warum-ein-Sturz-von-Friedrich-Merz-die-Partei-auch-nicht-rettet-11460348.html">dennoch als Parteichef</a> und „vor allem als Bundeskanzler unseres Landes“ weitermachen zu wollen. Schon <a href="https://www.telepolis.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html">nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt</a> war der Druck gestiegen, auch international. Für die Grünen stellte sich zuletzt die <a href="https://www.telepolis.de/article/Drei-Wahlen-eine-Grundsatzfrage-fuer-die-Gruenen-11440175.html">Frage ihrer bundesweiten Anschlussfähigkeit</a>.</p>
<h3 class="subheading">Telefon plus Online-Panel</h3>
<p>Erhoben hat INSA die Daten im sogenannten TOM-Verfahren. Das <a href="https://www.wahlrecht.de/umfragen/insa.htm" rel="external noopener" target="_blank">Portal Wahlrecht.de</a> übersetzt die Abkürzung mit „T-O-Mix“: Ein Teil der Befragten wird angerufen, ein anderer antwortet online über ein Panel, also einen Pool registrierter Teilnehmer.</p>
<p>In der <a href="https://www.insa-consulere.de/leistungen">Methodenbeschreibung des Instituts</a> heißt es, der wöchentliche Meinungstrend sei eine Online-Umfrage mit mindestens 2000 Personen ab 18 Jahren, abgesichert durch eine permanente Telefonbefragung. Diese Beschreibung gilt allerdings für den Meinungstrend, den INSA von Freitag bis Montag online für die Bild erhebt. Der Sonntagstrend ist laut Wahlrecht.de eine eigene Erhebung: Sie läuft von Montag bis Freitag im TOM-Verfahren und kommt regelmäßig auf rund 1200 Befragte.</p>
<p>Auch sonst bleibt vieles offen: Wie hoch der Anteil der Telefoninterviews war, wie INSA beide Datensätze zusammenführt, wie die Befragten ausgewählt und nach welchen Merkmalen sie gewichtet wurden, ist öffentlich nicht dokumentiert. Die maximale Fehlertoleranz gibt INSA mit 2,9 Prozentpunkten an. Abstände von einem Punkt, etwa zwischen Grünen und SPD, liegen damit innerhalb der statistischen Unschärfe. </p>
Friedrich Merz will als Kanzler weitermachen – doch die Zahlen sprechen gegen ihn. Die Grünen klettern auf den besten Wert seit September 2023.</p>
<p>Neunzehn Prozent. So tief stand die Union in dieser Legislaturperiode noch in keinem INSA-Sonntagstrend.</p>
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<p>In der <a href="https://www.bild.de/politik/inland/cdu-und-csu-stuerzen-im-neuen-sonntagstrend-auf-neuen-tiefstwert-6ab688d7bc37be025bb08826" rel="external noopener" target="_blank">neuen Erhebung</a> für die <em>Bild am Sonntag</em> verlieren CDU/CSU einen Punkt und liegen zehn Punkte hinter der AfD, die unverändert auf 29 Prozent kommt. Die Grünen legen dagegen zu: Mit 15 Prozent erreichen sie ihren besten Wert seit dem 16. September 2023.</p>
<p>Das <a href="https://www.insa-consulere.de/" rel="external noopener" target="_blank">Meinungsforschungsinstitut INSA</a> befragte vom 21. bis 25. September 1203 Personen. Hinter den Grünen folgen die SPD mit 14 und die Linke mit 10 Prozent. FDP (4 Prozent) und BSW (3 Prozent) scheitern an der Fünfprozenthürde.</p>
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<p>Zusammen mit den Sonstigen (6 Prozent) entfallen so 13 Prozent auf Parteien, die an der Fünfprozenthürde scheitern würden, für eine Mehrheit genügen rechnerisch 44 Prozent. SPD, Grüne und Linke erreichen gemeinsam 39 Prozent – laut <em>Focus Online</em> <a href="https://www.focus.de/politik/deutschland/niedrigster-wert-der-legislaturperiode-cdu-bei-19-prozent_2c8939b9-ca31-4fa4-aa84-05ee5c0ce0ae.html" rel="external noopener" target="_blank">der höchste Wert</a> dieses Dreierbündnisses in der Wahlperiode.</p>
<p>Wie stark sich die Werte bewegt haben, hängt vom Vergleichsmaßstab ab. Gegenüber der Vorwoche gewinnen SPD und Grüne je einen Punkt, Linke und FDP verlieren je einen. <em>T-Online</em> <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101454178/sonntagsfrage-gruene-ueberraschen-in-neuer-insa-umfrage.html" rel="external noopener" target="_blank">rechnet dagegen</a> mit halben Punkten und vergleicht mit dem Online-Meinungstrend vom 22. September: Gemessen daran legen die Grünen um 1,5 Punkte zu.</p>
<h3 class="subheading">Schwierige Wochen für Merz</h3>
<p>Der niedrige Umfragewert fällt in eine unruhige Phase. In Mecklenburg-Vorpommern kam die CDU auf 4,9 Prozent und scheiterte damit erstmals überhaupt bei einer Landtagswahl an der Fünfprozenthürde.</p>
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<p>Friedrich Merz kündigte an, <a href="https://www.telepolis.de/article/CDU-Krise-Warum-ein-Sturz-von-Friedrich-Merz-die-Partei-auch-nicht-rettet-11460348.html">dennoch als Parteichef</a> und „vor allem als Bundeskanzler unseres Landes“ weitermachen zu wollen. Schon <a href="https://www.telepolis.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html">nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt</a> war der Druck gestiegen, auch international. Für die Grünen stellte sich zuletzt die <a href="https://www.telepolis.de/article/Drei-Wahlen-eine-Grundsatzfrage-fuer-die-Gruenen-11440175.html">Frage ihrer bundesweiten Anschlussfähigkeit</a>.</p>
<h3 class="subheading">Telefon plus Online-Panel</h3>
<p>Erhoben hat INSA die Daten im sogenannten TOM-Verfahren. Das <a href="https://www.wahlrecht.de/umfragen/insa.htm" rel="external noopener" target="_blank">Portal Wahlrecht.de</a> übersetzt die Abkürzung mit „T-O-Mix“: Ein Teil der Befragten wird angerufen, ein anderer antwortet online über ein Panel, also einen Pool registrierter Teilnehmer.</p>
<p>In der <a href="https://www.insa-consulere.de/leistungen">Methodenbeschreibung des Instituts</a> heißt es, der wöchentliche Meinungstrend sei eine Online-Umfrage mit mindestens 2000 Personen ab 18 Jahren, abgesichert durch eine permanente Telefonbefragung. Diese Beschreibung gilt allerdings für den Meinungstrend, den INSA von Freitag bis Montag online für die Bild erhebt. Der Sonntagstrend ist laut Wahlrecht.de eine eigene Erhebung: Sie läuft von Montag bis Freitag im TOM-Verfahren und kommt regelmäßig auf rund 1200 Befragte.</p>
<p>Auch sonst bleibt vieles offen: Wie hoch der Anteil der Telefoninterviews war, wie INSA beide Datensätze zusammenführt, wie die Befragten ausgewählt und nach welchen Merkmalen sie gewichtet wurden, ist öffentlich nicht dokumentiert. Die maximale Fehlertoleranz gibt INSA mit 2,9 Prozentpunkten an. Abstände von einem Punkt, etwa zwischen Grünen und SPD, liegen damit innerhalb der statistischen Unschärfe. </p>
2026-09-27T12:05:00.000Z
urn:bid:5171594
2026-09-27T10:00:00.000Z
Fast doppelt so viele Hitzetote wie im Rekordjahr 2018 – doch ein Bundesgesetz zum Hitzeschutz gibt es bis heute nicht.</p>
<p>Rettungsdienste hatten an solchen Tagen deutlich mehr zu tun als sonst: "In der Wohnung waren über 40 Grad", erzählt ein Mitarbeiter, der während der großen Hitzewelle Ende Juni in Berlin-Mitte im Einsatz war: "Die Bewohner, zwei alten Leute, waren nicht mehr ansprechbar." Plattenbau, zehnter Stock, 38 Grad Außentemperatur:</p>
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<p>Die Sanitäter bemerkten "stehende Hautfalten" – ein Anzeichen für sehr starke Dehydrierung. "Dann kommt eins zum anderen", erzählt der Mitarbeiter: Wer nicht mehr ansprechbar ist, der trinke auch nichts mehr, nehme seine Medikamente nicht mehr zu sich, bringe sich an heißen Tagen in Lebensgefahr.</p>
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<p>Bislang sind in diesem Jahr 16.000 Menschen zusätzlich an Hitze verstorben, wie aus dem "<a href="https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z/H/Hitze/Bericht_Hitzemortalitaet.html?nn=16776990" rel="external noopener" target="_blank">Monitoring-Bericht zur hitzebedingten Mortalität</a>" des Robert-Koch-Institutes (RKI) hervorgeht. Damit ist der Sommer 2026 der mit Abstand tödlichste, den Deutschland jemals erlebt hat.</p>
<p>Den bisherigen Rekord hielt der Dürresommer 2018, damals registrierte das RKI mehr als 8.500 Hitzetote. 2019 wurden 7.000 hitzebedingte Sterbefälle erfasst, in den Jahren danach fielen jeweils um die 3.000 Menschen den hohen Temperaturen zum Opfer.</p>
<p>Anders als zu Coronazeiten handelt es sich bei den Todeszahlen aber nicht um absolute, sondern um Schätzungen. "Hitze steht so gut wie nie als Todesursache auf dem Totenschein", sagt Andreas Matzarakis, Professor für Umweltmeteorologie in Freiburg.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5103222" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11337796"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitze-Falle-Altbau-Warum-Daemmen-ohne-Lueftungskonzept-im-Sommer-versagt-11337796.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8256" height="4639" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/3/2/2/2/shutterstock_2757226573-eb1bd872c8ac7959.jpeg" alt="Blick auf mehrere Altbau-Wohnhäuser" style="aspect-ratio:8256 / 4639"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8256" height="4639" alt="Blick auf mehrere Altbau-Wohnhäuser" style="aspect-ratio:8256 / 4639;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitze-Falle Altbau: Warum Dämmen ohne Lüftungskonzept im Sommer versagt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5104487" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11340291"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitzewellen-Prognose-So-wappnen-Sie-sich-fuer-den-Extremsommer-11340291.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/4/4/8/7/shutterstock_1806126505-730c889f410b903e.jpeg" alt="Menschen und ein Hund stehen vor einer Wasserfontäne." style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Menschen und ein Hund stehen vor einer Wasserfontäne." style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitzewellen-Prognose: So wappnen Sie sich für den Extremsommer</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Oft würden Herzstillstand oder Lungenversagen als Todesursache angegeben, obwohl diese direkt auf Überhitzung zurückzuführen seien. "Am stärksten betroffen waren erwartungsgemäß ältere und vorerkrankte Menschen, deren Körper Hitze schlechter ausgleichen kann", sagt Matzarakis. Rund die Hälfte der Verstorbenen waren 85 Jahre oder älter.</p>
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<p>"Im Alter oder durch Vorerkrankungen lässt die Leistungsfähigkeit der Organsysteme nach, das kann bei großer Hitzebelastung zu einem Versagen beispielsweise des Herz-Kreislaufsystems führen", erklärt Henny Annette Grewe vom <a href="https://www.hs-fulda.de/forschung/forschungseinrichtungen/public-health-zentrum-fulda" rel="external noopener" target="_blank">Public Health Zentrum Fulda</a>.</p>
<p>"Eine Ausnahme ist der Hitzschlag, also das Zusammenbrechen des Kreislaufes mit Organversagen – was an heißen Tagen immer wieder beispielsweise auf Baustellen vorkommt", erklärt die Professorin, die seit vielen Jahren zum Einfluss des Klimawandels auf unser Gesundheitssystem forscht. Hitzschlag kommt aber vergleichsweise selten vor, etwa auf dem Bau.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Behörden sind auf ein statistisches Verfahren angewiesen, um die Zahl der Hitzetoten zu erfassen."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Henny Annette Grewe</em></p>
<p>Deshalb spricht der Bericht des Robert-Koch-Institutes auch von "Schätzungen der hitzebedingten Sterbefälle". Ziehe eine Hitzewelle übers Land, registrieren die Behörden eine Übersterblichkeit.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Ganz vereinfacht gesagt: Es gibt Erfahrungswerte, wie viele Menschen in einem Bundesland oder einer Stadt pro Tag sterben. […] Mehr Menschen verlieren ihr Leben, als 'normal' wäre, und das sind dann – mit etlichen Kontroll- und Sicherungsfaktoren überprüft – die hitzebedingten Todesfälle."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Henny Annette Grewe</em></p>
<p>Wir wissen also nicht ganz genau, wie viele Hitzetote es gibt, wie selbst das Robert-Koch-Institut einräumen muss.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Sicher ist: Durch Hitze verlieren in Deutschland mehr Menschen ihr Leben <a href="https://taz.de/Daten-zu-toedlichem-Radverkehr/!6174423/" rel="external noopener" target="_blank">als im Straßenverkehr</a>. Während in die Verkehrsinfrastruktur aber Milliarden gepumpt werden, verweigert die Politik dem Hitzeschutz die notwendige Dauerfinanzierung."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Henny Annette Grewe</em></p>
<p>Hitzeschutz fällt anders als in Frankreich hiezulande in das Aufgabengebiet der Länder: Die aber scheuen sich den Kommunen neue Pflichtaufgaben zu erteilen: Sie müssten dafür auch entsprechende Mittel zur Verfügung stellen, Geld das sie nicht haben.</p>
<p>Hitzeschutz wird so zu einer Frage des lokalen Willens. Es gibt einige gute Beispiele, wie besonders Betroffene geschützt werden können, wenn das Thermometer über 30 Grad klettert: Städte wie Köln, Erfurt, Nürnberg, Worms betreiben ein personalaufwendiges Hitzetelefon.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107278" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11345810"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kein-Recht-auf-Hitzefrei-Diese-Regeln-gelten-jetzt-am-Arbeitsplatz-11345810.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1050" height="590" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/2/7/8/1794784ff7718b93-57653fb6543f75ed.jpeg" alt="Silhouette einer Person mit erhobener Hand, schwitzend, vor der Sonne." style="aspect-ratio:1050 / 590"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1050" height="590" alt="Silhouette einer Person mit erhobener Hand, schwitzend, vor der Sonne." style="aspect-ratio:1050 / 590;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kein Recht auf Hitzefrei: Diese Regeln gelten jetzt am Arbeitsplatz</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5147895" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11415972"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitzeschutz-Streit-Hans-Jonas-wusste-schon-1979-was-hier-schieflaeuft-11415972.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6441" height="3619" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/7/8/9/5/shutterstock_1761076565-a0add02eb359df02.jpeg" alt="Close,Up,Image,Woman,Puts,Head,On,Sofa,Cushions,Closed" style="aspect-ratio:6441 / 3619"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6441" height="3619" alt="Close,Up,Image,Woman,Puts,Head,On,Sofa,Cushions,Closed" style="aspect-ratio:6441 / 3619;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitzeschutz-Streit: Hans Jonas wusste schon 1979, was hier schiefläuft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Gefährdete können sich anmelden, werden mit Trinkwasser versorgt und beraten, beispielsweise darüber, wie sie die Dosierung von Medikamenten bei Hitze ändern müssen. Städte wie Bielefeld, Berlin oder Kassel bieten immerhin ein ehrenamtliches Hitzetelefon: Freiwillige kümmern sich an heißen Tagen um ältere Menschen und andere Risikogruppen.</p>
<p>In den meisten deutschen Städten beschränkt sich der Hitzeschutz aber auf Pläne und Propaganda: <a href="https://stadt.muenchen.de/infos/hitze-gesundheit" rel="external noopener" target="_blank">München rät</a> den Gefährdeten beispielsweise "eine möglichst kühle Umgebung" aufzusuchen, im <a href="https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/image/Grafiken/Kommunaler_Umweltschutz/Hitze-Check/Hitzecheck26/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2026_260601.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe</a> schneiden Offenburg, Lahr und Mannheim am schlechtesten ab und auf seinen Straßenbahnen ist zu lesen: "Berlin bleibt cool" – der Höhepunkt von Unfug an Tagen mit mehr als 35 Grad.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5116667" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11364427"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitze-und-Trockenheit-Wenn-selbst-Muenchen-Wasser-sparen-muss-11364427.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/6/6/6/7/Master_Brunnen2-55250d27b11ec556.jpeg" alt="Hund an einem Münchner Brunnen am Isarhochufer" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hund an einem Münchner Brunnen am Isarhochufer" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitze und Trockenheit: Wenn selbst München Wasser sparen muss</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dabei wird es immer heißer in Mitteleuropa: Ende Juni war das Thermometer im Saarland auf 41,3 Grad im Schatten geklettert, am Tag darauf folgten 41,5 Grad im Jerichower Land, Sachsen-Anhalt, bevor am letzten Sonntag des Junis in der Brandenburger Lausitz 41,7 Grad gemessen wurden – ein neuer Höchstwert in Deutschland.</p>
<p>Der EU-Klimadienst Copernicus vermeldete an diesem Donnerstag den <a href="https://climate.copernicus.eu/copernicus-record-heatwave-brings-hottest-june-western-europe-during-second-warmest-june-globally#:~:text=June%202026%20was%20the%20second,%2Dindustrial%201850%2D1900%20average." rel="external noopener" target="_blank">heißesten Juni aller Zeiten</a> in Westeuropa. Die Wissenschaft warnt: Geht der Klimawandel so weiter, werden Temperaturen wie in der letzten Juni-Woche in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts das neue "Normal" in Deutschland – während die Spitzentemperaturen weiter steigen.</p>
<p>Deshalb ist bemerkenswert, wie die Bundesregierung mit dem Thema Hitze umging: machte. Befragt, ob Kanzler Friedrich Merz (CDU) die Hitze angesichts der vielen Toten nicht zur Chefsache erklären wolle, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius Ende Juni:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Es ist ein extremes Wetter, wir wissen das. Eine Chefsache wird das Wetter nicht ändern."</p>
<p>Das war vor dem Urlaub des Kanzlers. Nach seinem Urlaub und weiteren 10.000 Hitzetoten erklärte Friedrich Merz: "Das ist Klimawandel!" Und der CDU-Chef forderte alle Leugner der Erderhitzung auf: "Schauen Sie sich genau an, was hier passiert." Er jedenfalls wolle daraus "die Schlussfolgerungen ziehen für die nächsten Kabinettssitzungen".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5108702" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11348616"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitzewelle-in-Europa-Die-Klimakrise-steht-nicht-auf-dem-Totenschein-11348616.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1252" height="703" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/8/7/0/2/Master_Jehle-01a42e905d09dec8.jpeg" alt="Heißer Asphaltboden" style="aspect-ratio:1252 / 703"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1252" height="703" alt="Heißer Asphaltboden" style="aspect-ratio:1252 / 703;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitzewelle in Europa: "Die Klimakrise steht nicht auf dem Totenschein"</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5149849" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11419285"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Warme-Kuestengewaesser-Warum-Gesundheitsbehoerden-den-Hitzeschutz-anpassen-muessen-11419285.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2735" height="1536" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/9/8/4/9/generated-image-1__13_-c029eba4a4565196.png" alt="Eine ältere Person sitzt auf einer Parkbank am Meer und hält eine Wasserflasche. (Dieses Bild wurde mit KI generiert)" style="aspect-ratio:2735 / 1536" ai-label="de"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2735" height="1536" alt="Eine ältere Person sitzt auf einer Parkbank am Meer und hält eine Wasserflasche. (Dieses Bild wurde mit KI generiert)" style="aspect-ratio:2735 / 1536;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Warme Küstengewässer: Warum Gesundheitsbehörden den Hitzeschutz anpassen müssen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Tempolimit, Verbrenner-Aus, Veggy-day, Wärmepumpe oder der Ausstieg aus der Kohle? Weit gefehlt! Im Ergebnis will Staatsminister Philipp Amthor (CDU) mit den Ländern und den zuständigen Ressorts "konkrete Vorschläge ausarbeiten".</p>
<p>Für das ältere Paar im zehnten Stock in Berlin-Mitte waren die Sanitäter übrigens die Rettung. "Nachdem sie etwas getrunken hätten, ging es ihnen schnell wieder besser", sagte der Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Trinken, trinken, trinken: Das zeige, wie wichtig ausreichend Flüssigkeit während einer Hitzewelle ist. "Und zwar bei allen!"</p>
Fast doppelt so viele Hitzetote wie im Rekordjahr 2018 – doch ein Bundesgesetz zum Hitzeschutz gibt es bis heute nicht.</p>
<p>Rettungsdienste hatten an solchen Tagen deutlich mehr zu tun als sonst: "In der Wohnung waren über 40 Grad", erzählt ein Mitarbeiter, der während der großen Hitzewelle Ende Juni in Berlin-Mitte im Einsatz war: "Die Bewohner, zwei alten Leute, waren nicht mehr ansprechbar." Plattenbau, zehnter Stock, 38 Grad Außentemperatur:</p>
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<p>Die Sanitäter bemerkten "stehende Hautfalten" – ein Anzeichen für sehr starke Dehydrierung. "Dann kommt eins zum anderen", erzählt der Mitarbeiter: Wer nicht mehr ansprechbar ist, der trinke auch nichts mehr, nehme seine Medikamente nicht mehr zu sich, bringe sich an heißen Tagen in Lebensgefahr.</p>
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<p>Bislang sind in diesem Jahr 16.000 Menschen zusätzlich an Hitze verstorben, wie aus dem "<a href="https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z/H/Hitze/Bericht_Hitzemortalitaet.html?nn=16776990" rel="external noopener" target="_blank">Monitoring-Bericht zur hitzebedingten Mortalität</a>" des Robert-Koch-Institutes (RKI) hervorgeht. Damit ist der Sommer 2026 der mit Abstand tödlichste, den Deutschland jemals erlebt hat.</p>
<p>Den bisherigen Rekord hielt der Dürresommer 2018, damals registrierte das RKI mehr als 8.500 Hitzetote. 2019 wurden 7.000 hitzebedingte Sterbefälle erfasst, in den Jahren danach fielen jeweils um die 3.000 Menschen den hohen Temperaturen zum Opfer.</p>
<p>Anders als zu Coronazeiten handelt es sich bei den Todeszahlen aber nicht um absolute, sondern um Schätzungen. "Hitze steht so gut wie nie als Todesursache auf dem Totenschein", sagt Andreas Matzarakis, Professor für Umweltmeteorologie in Freiburg.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5103222" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11337796"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitze-Falle-Altbau-Warum-Daemmen-ohne-Lueftungskonzept-im-Sommer-versagt-11337796.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8256" height="4639" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/3/2/2/2/shutterstock_2757226573-eb1bd872c8ac7959.jpeg" alt="Blick auf mehrere Altbau-Wohnhäuser" style="aspect-ratio:8256 / 4639"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8256" height="4639" alt="Blick auf mehrere Altbau-Wohnhäuser" style="aspect-ratio:8256 / 4639;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitze-Falle Altbau: Warum Dämmen ohne Lüftungskonzept im Sommer versagt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5104487" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11340291"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitzewellen-Prognose-So-wappnen-Sie-sich-fuer-den-Extremsommer-11340291.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/4/4/8/7/shutterstock_1806126505-730c889f410b903e.jpeg" alt="Menschen und ein Hund stehen vor einer Wasserfontäne." style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Menschen und ein Hund stehen vor einer Wasserfontäne." style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitzewellen-Prognose: So wappnen Sie sich für den Extremsommer</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Oft würden Herzstillstand oder Lungenversagen als Todesursache angegeben, obwohl diese direkt auf Überhitzung zurückzuführen seien. "Am stärksten betroffen waren erwartungsgemäß ältere und vorerkrankte Menschen, deren Körper Hitze schlechter ausgleichen kann", sagt Matzarakis. Rund die Hälfte der Verstorbenen waren 85 Jahre oder älter.</p>
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<p>"Im Alter oder durch Vorerkrankungen lässt die Leistungsfähigkeit der Organsysteme nach, das kann bei großer Hitzebelastung zu einem Versagen beispielsweise des Herz-Kreislaufsystems führen", erklärt Henny Annette Grewe vom <a href="https://www.hs-fulda.de/forschung/forschungseinrichtungen/public-health-zentrum-fulda" rel="external noopener" target="_blank">Public Health Zentrum Fulda</a>.</p>
<p>"Eine Ausnahme ist der Hitzschlag, also das Zusammenbrechen des Kreislaufes mit Organversagen – was an heißen Tagen immer wieder beispielsweise auf Baustellen vorkommt", erklärt die Professorin, die seit vielen Jahren zum Einfluss des Klimawandels auf unser Gesundheitssystem forscht. Hitzschlag kommt aber vergleichsweise selten vor, etwa auf dem Bau.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Behörden sind auf ein statistisches Verfahren angewiesen, um die Zahl der Hitzetoten zu erfassen."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Henny Annette Grewe</em></p>
<p>Deshalb spricht der Bericht des Robert-Koch-Institutes auch von "Schätzungen der hitzebedingten Sterbefälle". Ziehe eine Hitzewelle übers Land, registrieren die Behörden eine Übersterblichkeit.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Ganz vereinfacht gesagt: Es gibt Erfahrungswerte, wie viele Menschen in einem Bundesland oder einer Stadt pro Tag sterben. […] Mehr Menschen verlieren ihr Leben, als 'normal' wäre, und das sind dann – mit etlichen Kontroll- und Sicherungsfaktoren überprüft – die hitzebedingten Todesfälle."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Henny Annette Grewe</em></p>
<p>Wir wissen also nicht ganz genau, wie viele Hitzetote es gibt, wie selbst das Robert-Koch-Institut einräumen muss.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Sicher ist: Durch Hitze verlieren in Deutschland mehr Menschen ihr Leben <a href="https://taz.de/Daten-zu-toedlichem-Radverkehr/!6174423/" rel="external noopener" target="_blank">als im Straßenverkehr</a>. Während in die Verkehrsinfrastruktur aber Milliarden gepumpt werden, verweigert die Politik dem Hitzeschutz die notwendige Dauerfinanzierung."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Henny Annette Grewe</em></p>
<p>Hitzeschutz fällt anders als in Frankreich hiezulande in das Aufgabengebiet der Länder: Die aber scheuen sich den Kommunen neue Pflichtaufgaben zu erteilen: Sie müssten dafür auch entsprechende Mittel zur Verfügung stellen, Geld das sie nicht haben.</p>
<p>Hitzeschutz wird so zu einer Frage des lokalen Willens. Es gibt einige gute Beispiele, wie besonders Betroffene geschützt werden können, wenn das Thermometer über 30 Grad klettert: Städte wie Köln, Erfurt, Nürnberg, Worms betreiben ein personalaufwendiges Hitzetelefon.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107278" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11345810"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kein-Recht-auf-Hitzefrei-Diese-Regeln-gelten-jetzt-am-Arbeitsplatz-11345810.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1050" height="590" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/2/7/8/1794784ff7718b93-57653fb6543f75ed.jpeg" alt="Silhouette einer Person mit erhobener Hand, schwitzend, vor der Sonne." style="aspect-ratio:1050 / 590"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1050" height="590" alt="Silhouette einer Person mit erhobener Hand, schwitzend, vor der Sonne." style="aspect-ratio:1050 / 590;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kein Recht auf Hitzefrei: Diese Regeln gelten jetzt am Arbeitsplatz</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5147895" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11415972"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitzeschutz-Streit-Hans-Jonas-wusste-schon-1979-was-hier-schieflaeuft-11415972.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6441" height="3619" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/7/8/9/5/shutterstock_1761076565-a0add02eb359df02.jpeg" alt="Close,Up,Image,Woman,Puts,Head,On,Sofa,Cushions,Closed" style="aspect-ratio:6441 / 3619"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6441" height="3619" alt="Close,Up,Image,Woman,Puts,Head,On,Sofa,Cushions,Closed" style="aspect-ratio:6441 / 3619;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitzeschutz-Streit: Hans Jonas wusste schon 1979, was hier schiefläuft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Gefährdete können sich anmelden, werden mit Trinkwasser versorgt und beraten, beispielsweise darüber, wie sie die Dosierung von Medikamenten bei Hitze ändern müssen. Städte wie Bielefeld, Berlin oder Kassel bieten immerhin ein ehrenamtliches Hitzetelefon: Freiwillige kümmern sich an heißen Tagen um ältere Menschen und andere Risikogruppen.</p>
<p>In den meisten deutschen Städten beschränkt sich der Hitzeschutz aber auf Pläne und Propaganda: <a href="https://stadt.muenchen.de/infos/hitze-gesundheit" rel="external noopener" target="_blank">München rät</a> den Gefährdeten beispielsweise "eine möglichst kühle Umgebung" aufzusuchen, im <a href="https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/image/Grafiken/Kommunaler_Umweltschutz/Hitze-Check/Hitzecheck26/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2026_260601.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe</a> schneiden Offenburg, Lahr und Mannheim am schlechtesten ab und auf seinen Straßenbahnen ist zu lesen: "Berlin bleibt cool" – der Höhepunkt von Unfug an Tagen mit mehr als 35 Grad.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5116667" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11364427"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitze-und-Trockenheit-Wenn-selbst-Muenchen-Wasser-sparen-muss-11364427.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/6/6/6/7/Master_Brunnen2-55250d27b11ec556.jpeg" alt="Hund an einem Münchner Brunnen am Isarhochufer" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hund an einem Münchner Brunnen am Isarhochufer" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitze und Trockenheit: Wenn selbst München Wasser sparen muss</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dabei wird es immer heißer in Mitteleuropa: Ende Juni war das Thermometer im Saarland auf 41,3 Grad im Schatten geklettert, am Tag darauf folgten 41,5 Grad im Jerichower Land, Sachsen-Anhalt, bevor am letzten Sonntag des Junis in der Brandenburger Lausitz 41,7 Grad gemessen wurden – ein neuer Höchstwert in Deutschland.</p>
<p>Der EU-Klimadienst Copernicus vermeldete an diesem Donnerstag den <a href="https://climate.copernicus.eu/copernicus-record-heatwave-brings-hottest-june-western-europe-during-second-warmest-june-globally#:~:text=June%202026%20was%20the%20second,%2Dindustrial%201850%2D1900%20average." rel="external noopener" target="_blank">heißesten Juni aller Zeiten</a> in Westeuropa. Die Wissenschaft warnt: Geht der Klimawandel so weiter, werden Temperaturen wie in der letzten Juni-Woche in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts das neue "Normal" in Deutschland – während die Spitzentemperaturen weiter steigen.</p>
<p>Deshalb ist bemerkenswert, wie die Bundesregierung mit dem Thema Hitze umging: machte. Befragt, ob Kanzler Friedrich Merz (CDU) die Hitze angesichts der vielen Toten nicht zur Chefsache erklären wolle, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius Ende Juni:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Es ist ein extremes Wetter, wir wissen das. Eine Chefsache wird das Wetter nicht ändern."</p>
<p>Das war vor dem Urlaub des Kanzlers. Nach seinem Urlaub und weiteren 10.000 Hitzetoten erklärte Friedrich Merz: "Das ist Klimawandel!" Und der CDU-Chef forderte alle Leugner der Erderhitzung auf: "Schauen Sie sich genau an, was hier passiert." Er jedenfalls wolle daraus "die Schlussfolgerungen ziehen für die nächsten Kabinettssitzungen".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5108702" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11348616"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hitzewelle-in-Europa-Die-Klimakrise-steht-nicht-auf-dem-Totenschein-11348616.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1252" height="703" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/8/7/0/2/Master_Jehle-01a42e905d09dec8.jpeg" alt="Heißer Asphaltboden" style="aspect-ratio:1252 / 703"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1252" height="703" alt="Heißer Asphaltboden" style="aspect-ratio:1252 / 703;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hitzewelle in Europa: "Die Klimakrise steht nicht auf dem Totenschein"</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5149849" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11419285"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Warme-Kuestengewaesser-Warum-Gesundheitsbehoerden-den-Hitzeschutz-anpassen-muessen-11419285.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2735" height="1536" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/9/8/4/9/generated-image-1__13_-c029eba4a4565196.png" alt="Eine ältere Person sitzt auf einer Parkbank am Meer und hält eine Wasserflasche. (Dieses Bild wurde mit KI generiert)" style="aspect-ratio:2735 / 1536" ai-label="de"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2735" height="1536" alt="Eine ältere Person sitzt auf einer Parkbank am Meer und hält eine Wasserflasche. (Dieses Bild wurde mit KI generiert)" style="aspect-ratio:2735 / 1536;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Warme Küstengewässer: Warum Gesundheitsbehörden den Hitzeschutz anpassen müssen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Tempolimit, Verbrenner-Aus, Veggy-day, Wärmepumpe oder der Ausstieg aus der Kohle? Weit gefehlt! Im Ergebnis will Staatsminister Philipp Amthor (CDU) mit den Ländern und den zuständigen Ressorts "konkrete Vorschläge ausarbeiten".</p>
<p>Für das ältere Paar im zehnten Stock in Berlin-Mitte waren die Sanitäter übrigens die Rettung. "Nachdem sie etwas getrunken hätten, ging es ihnen schnell wieder besser", sagte der Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Trinken, trinken, trinken: Das zeige, wie wichtig ausreichend Flüssigkeit während einer Hitzewelle ist. "Und zwar bei allen!"</p>
2026-09-27T10:00:00.000Z
urn:bid:5172157
2026-09-27T09:00:00.000Z
Russland nimmt erstmals Kiews digitale Infrastruktur ins Visier. Justiz, TV-Sender und Provider fallen aus – doch manche Daten überleben dank Kopien im Ausland.</p>
<p>Am Morgen des 23. September blieb in vielen Kiewer Wohnungen das Internet stumm. In der Nacht und am Morgen hatte Russland die ukrainische Hauptstadt und ihr Umland wieder einmal mit Drohnen und Raketen angegriffen.</p>
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<p>Zwei Menschen starben bei diesen Angriffen, mehr als 40 wurden verletzt. Getroffen wurde auch ein College, während Studenten auf dem Gelände waren.</p>
<p>Bis hierhin klingt der Bericht wie jeden Tag. Doch neu war, dass diesmal rund 100.000 Haushalte in Kiew und im Umland ohne Internet blieben, wie das ukrainische Digitalministerium erklärte. Am Nachmittag brachten erste Provider einen Teil der Anschlüsse wieder ans Netz.</p>
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<p>Bislang standen bei den Angriffen auf die Infrastruktur des Landes in erster Linie Kraftwerke und Stromnetze im Visier, wenngleich auch schon am 2. Juli ein wichtiges Rechenzentrum in Kiew beschädigt wurde.</p>
<p>Jetzt trafen die Angriffe gleich mehrere Rechenzentren – jene Gebäude also, in denen die Server für Websites, E-Mail und Onlinedienste stehen und ohne die das digitale Leben nicht mehr funktioniert.</p>
<p>Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wirft Moskau deshalb in einer <a href="https://mfa.gov.ua/news/andrij-sibiga-prokomentuvav-chergovij-rosijskij-obstril">Stellungnahme des ukrainischen Außenministeriums</a> vor, den Informationsfluss sabotieren zu wollen. Schnelle Warnungen vor Raketen und Drohnen retteten Leben. Rechenzentren, über die solche Informationen laufen, seien zivile kritische Infrastruktur und kein militärisches Ziel.</p>
<p>Moskau sieht das anders. Das <a href="https://www.reuters.com/world/russias-attacks-disrupt-internet-services-100000-households-kyiv-ukrainian-2026-09-23/" rel="external noopener" target="_blank">russische Verteidigungsministerium erklärte</a> laut <em>Reuters</em>, es habe zwei Rechenzentren in Kiew und zwei Logistikzentren in der Hafenstadt Odessa angegriffen, die das ukrainische Militär genutzt habe. Unabhängig prüfen lässt sich das nicht.</p>
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<p>Sybiha sieht in solchen Angriffen des Kremls eine Strategie: Weil Russland auf dem Schlachtfeld nicht vorankomme, wolle es den Alltag destabilisieren und die Bevölkerung terrorisieren. Schärfere Sanktionen und mehr Abfangraketen seien aus seiner Sicht der einzige Weg, diesen Terror zu stoppen.</p>
<h3 class="subheading">Provider, Gerichte, Fernsehsender</h3>
<p>Wie weit der russische Schlag reicht, zeigen die Meldungen der Internetanbieter.</p>
<p>Domonet, Kievnet, Faust, KyivLink, UTELS und Pavutyna berichteten von beschädigten Rechenzentren, Netzknoten oder Vermittlungstechnik. Bei UTELS verlor die zentrale Netztechnik den Strom; der Provider stellte den Dienst schrittweise über Ersatzleitungen wieder her.</p>
<p>Etherlink verlor seinen Hauptknoten und musste den Netzwerkkern an einen anderen Standort verlegen. Seine Kunden sollten ab dem 25. September wieder online sein.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5093943" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11316714"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kiew-unter-Daueralarm-Gegenseitige-Angriffe-zwischen-Russland-und-Ukraine-11316714.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4804" height="2699" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/3/9/4/3/shutterstock_2565467197-ecd814f170888b92.jpeg" alt="Zerstörte Häuserfront" style="aspect-ratio:4804 / 2699"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4804" height="2699" alt="Zerstörte Häuserfront" style="aspect-ratio:4804 / 2699;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kiew unter Daueralarm: Gegenseitige Angriffe zwischen Russland und Ukraine</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch der Staat spürte die Ausfälle. <a href="https://ics.gov.ua/ics/news/novyny/2101809/">Die ukrainischen Justizdienste</a> waren am 23. September zwischen 13:58 und 16:17 Uhr nicht erreichbar, weil das Netz ihres Backbone-Providers gestört war. Selbst am westukrainischen <a href="https://pm.lv.court.gov.ua/sud1315/pres-centr/news/2102270/">Bezirksgericht Peremyshljany</a> fiel die E-Mail-Adresse aus, das Gericht bat, vorerst keine Mails zu schicken.</p>
<p>Die Sender <a href="https://interfax.com.ua/news/general/1210306-amp.html">Novyny.LIVE und Armia TV</a> unterbrachen am Samstag, 26. September, nach weiteren Angriffen auf Kiewer Provider ihr Programm, blieben aber über YouTube und soziale Netzwerke erreichbar.</p>
<h3 class="subheading">Warum viele Daten überlebten</h3>
<p>MiroHost-Gründer Oleksandr Olshansky <a href="https://dev.ua/news/ukrainskyi-data-tsentr-mirohost-znyshcheno-1790231929">sagte dem Portal dev.ua</a>, das Rechenzentrum in Kiew, in dem MiroHost als Teil der Internet-Invest-Gruppe seine ukrainischen Kapazitäten betrieb, sei völlig zerstört. Wann und ob es wieder in Betrieb gehen kann, ist unklar.</p>
<p>Wie das Unternehmen weiter mitteilt, hält sich der Schaden aber in Grenzen: Die Daten von rund 95 Prozent der Kunden lägen auf Servern außerhalb der Ukraine und seien nicht betroffen.</p>
<p><a href="https://expert.com.ua/224529-vnaslidok-vorozhoi-ataki-postrazhdav-data-centr-mirohost-scho-vidomo-pro-stan-infrastrukturi.html">In einer anderen Mitteilung</a> heißt es dagegen nur, dass ein Teil der Anlagen wegen Stromausfalls stillstehe – von Zerstörung ist dort keine Rede –, während Websites und Backups in europäischen Rechenzentren normal liefen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5156155" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11435605"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Leere-Regale-in-der-Ukraine-Haendler-liefern-Lebensmittel-jetzt-direkt-11435605.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6414" height="3604" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/6/1/5/5/shutterstock_2130528410-596929153387bafa.jpeg" alt="Eine Person mit Einkaufskorb blickt auf leere Supermarktregale." style="aspect-ratio:6414 / 3604"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6414" height="3604" alt="Eine Person mit Einkaufskorb blickt auf leere Supermarktregale." style="aspect-ratio:6414 / 3604;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Leere Regale in der Ukraine: Händler liefern Lebensmittel jetzt direkt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das <a href="https://interfax.com.ua/news/general/1210401.html" rel="external noopener" target="_blank">Rechenzentrum von Cosmonova</a> geht wegen massiver Zerstörung nicht wieder in Betrieb. Das Unternehmen gab das Aus am Samstag, 26. September, bekannt. Die eigenen Dienste verlagert es teilweise an andere Standorte. Zu den dort untergebrachten Kundengeräten will es sich später äußern.</p>
<p><a href="https://en.interfax.com.ua/news/general/1210080-amp.html" rel="external noopener" target="_blank">Datagroup meldete</a> am Freitag, 25. September, nach einem weiteren Angriff ebenfalls Schäden. Die Kundendaten blieben laut Unternehmen erhalten, weil es seine Infrastruktur redundant aufgebaut hatte; die Dienste laufen von Ausweichstandorten weiter.</p>
<p>Der <a href="https://glavcom.ua/amp/kyiv/news/ataka-na-kijiv-sprichinila-masshtabnij-zbij-u-merezhi-postrazhdali-tri-provajderi-1144926.html" rel="external noopener" target="_blank">Hoster Cityhost</a>, dessen Geräte teils zerstört wurden, versuchte, Sicherungskopien im Ausland bereitzustellen. Die Lehre aus dem Angriff: Ein Notfallplan für die Wiederherstellung, Disaster Recovery genannt, taugt nur, wenn die Kopien nicht im selben Gebäude liegen.</p>
<h3 class="subheading">Offene Fragen</h3>
<p>Ungeklärt ist ein <a href="https://weukraine.tv/novyny/v-polshchi-horila-stantsija-starlink-jaka-zabezpechuje-internet-v-ukrajini-pidozrjujut-diversiju/">Brand an einer Starlink-Bodenstation</a> im polnischen Wola Krobowska am Abend des 23. September. Sie versorgt mit einer Anlage bei Kaunas in Litauen große Teile Mittel- und Osteuropas mit Satelliteninternet, darunter die Ukraine.</p>
<p>Polens Vizepremier und Digitalminister Krzysztof Gawkowski spricht von einem mutmaßlich gezielten Sabotageakt, nach bisherigen Erkenntnissen der <a href="https://www.gov.pl/web/prokuratura-krajowa/wszczecie-sledztwa-w-sprawie-pozaru-stacji-starlink-w-woli-krobowskiej" rel="external noopener" target="_blank">polnischen Staatsanwaltschaft</a> wurde der Brand gelegt; Täter sind noch nicht ermittelt. Ob ein Zusammenhang mit Kiew besteht, ist nicht belegt. Seit dem Morgen des 24. September läuft die Station wieder.</p>
Russland nimmt erstmals Kiews digitale Infrastruktur ins Visier. Justiz, TV-Sender und Provider fallen aus – doch manche Daten überleben dank Kopien im Ausland.</p>
<p>Am Morgen des 23. September blieb in vielen Kiewer Wohnungen das Internet stumm. In der Nacht und am Morgen hatte Russland die ukrainische Hauptstadt und ihr Umland wieder einmal mit Drohnen und Raketen angegriffen.</p>
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<p>Zwei Menschen starben bei diesen Angriffen, mehr als 40 wurden verletzt. Getroffen wurde auch ein College, während Studenten auf dem Gelände waren.</p>
<p>Bis hierhin klingt der Bericht wie jeden Tag. Doch neu war, dass diesmal rund 100.000 Haushalte in Kiew und im Umland ohne Internet blieben, wie das ukrainische Digitalministerium erklärte. Am Nachmittag brachten erste Provider einen Teil der Anschlüsse wieder ans Netz.</p>
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<p>Bislang standen bei den Angriffen auf die Infrastruktur des Landes in erster Linie Kraftwerke und Stromnetze im Visier, wenngleich auch schon am 2. Juli ein wichtiges Rechenzentrum in Kiew beschädigt wurde.</p>
<p>Jetzt trafen die Angriffe gleich mehrere Rechenzentren – jene Gebäude also, in denen die Server für Websites, E-Mail und Onlinedienste stehen und ohne die das digitale Leben nicht mehr funktioniert.</p>
<p>Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wirft Moskau deshalb in einer <a href="https://mfa.gov.ua/news/andrij-sibiga-prokomentuvav-chergovij-rosijskij-obstril">Stellungnahme des ukrainischen Außenministeriums</a> vor, den Informationsfluss sabotieren zu wollen. Schnelle Warnungen vor Raketen und Drohnen retteten Leben. Rechenzentren, über die solche Informationen laufen, seien zivile kritische Infrastruktur und kein militärisches Ziel.</p>
<p>Moskau sieht das anders. Das <a href="https://www.reuters.com/world/russias-attacks-disrupt-internet-services-100000-households-kyiv-ukrainian-2026-09-23/" rel="external noopener" target="_blank">russische Verteidigungsministerium erklärte</a> laut <em>Reuters</em>, es habe zwei Rechenzentren in Kiew und zwei Logistikzentren in der Hafenstadt Odessa angegriffen, die das ukrainische Militär genutzt habe. Unabhängig prüfen lässt sich das nicht.</p>
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<p>Sybiha sieht in solchen Angriffen des Kremls eine Strategie: Weil Russland auf dem Schlachtfeld nicht vorankomme, wolle es den Alltag destabilisieren und die Bevölkerung terrorisieren. Schärfere Sanktionen und mehr Abfangraketen seien aus seiner Sicht der einzige Weg, diesen Terror zu stoppen.</p>
<h3 class="subheading">Provider, Gerichte, Fernsehsender</h3>
<p>Wie weit der russische Schlag reicht, zeigen die Meldungen der Internetanbieter.</p>
<p>Domonet, Kievnet, Faust, KyivLink, UTELS und Pavutyna berichteten von beschädigten Rechenzentren, Netzknoten oder Vermittlungstechnik. Bei UTELS verlor die zentrale Netztechnik den Strom; der Provider stellte den Dienst schrittweise über Ersatzleitungen wieder her.</p>
<p>Etherlink verlor seinen Hauptknoten und musste den Netzwerkkern an einen anderen Standort verlegen. Seine Kunden sollten ab dem 25. September wieder online sein.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5093943" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11316714"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kiew-unter-Daueralarm-Gegenseitige-Angriffe-zwischen-Russland-und-Ukraine-11316714.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4804" height="2699" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/3/9/4/3/shutterstock_2565467197-ecd814f170888b92.jpeg" alt="Zerstörte Häuserfront" style="aspect-ratio:4804 / 2699"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4804" height="2699" alt="Zerstörte Häuserfront" style="aspect-ratio:4804 / 2699;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kiew unter Daueralarm: Gegenseitige Angriffe zwischen Russland und Ukraine</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch der Staat spürte die Ausfälle. <a href="https://ics.gov.ua/ics/news/novyny/2101809/">Die ukrainischen Justizdienste</a> waren am 23. September zwischen 13:58 und 16:17 Uhr nicht erreichbar, weil das Netz ihres Backbone-Providers gestört war. Selbst am westukrainischen <a href="https://pm.lv.court.gov.ua/sud1315/pres-centr/news/2102270/">Bezirksgericht Peremyshljany</a> fiel die E-Mail-Adresse aus, das Gericht bat, vorerst keine Mails zu schicken.</p>
<p>Die Sender <a href="https://interfax.com.ua/news/general/1210306-amp.html">Novyny.LIVE und Armia TV</a> unterbrachen am Samstag, 26. September, nach weiteren Angriffen auf Kiewer Provider ihr Programm, blieben aber über YouTube und soziale Netzwerke erreichbar.</p>
<h3 class="subheading">Warum viele Daten überlebten</h3>
<p>MiroHost-Gründer Oleksandr Olshansky <a href="https://dev.ua/news/ukrainskyi-data-tsentr-mirohost-znyshcheno-1790231929">sagte dem Portal dev.ua</a>, das Rechenzentrum in Kiew, in dem MiroHost als Teil der Internet-Invest-Gruppe seine ukrainischen Kapazitäten betrieb, sei völlig zerstört. Wann und ob es wieder in Betrieb gehen kann, ist unklar.</p>
<p>Wie das Unternehmen weiter mitteilt, hält sich der Schaden aber in Grenzen: Die Daten von rund 95 Prozent der Kunden lägen auf Servern außerhalb der Ukraine und seien nicht betroffen.</p>
<p><a href="https://expert.com.ua/224529-vnaslidok-vorozhoi-ataki-postrazhdav-data-centr-mirohost-scho-vidomo-pro-stan-infrastrukturi.html">In einer anderen Mitteilung</a> heißt es dagegen nur, dass ein Teil der Anlagen wegen Stromausfalls stillstehe – von Zerstörung ist dort keine Rede –, während Websites und Backups in europäischen Rechenzentren normal liefen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5156155" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11435605"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Leere-Regale-in-der-Ukraine-Haendler-liefern-Lebensmittel-jetzt-direkt-11435605.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6414" height="3604" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/6/1/5/5/shutterstock_2130528410-596929153387bafa.jpeg" alt="Eine Person mit Einkaufskorb blickt auf leere Supermarktregale." style="aspect-ratio:6414 / 3604"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6414" height="3604" alt="Eine Person mit Einkaufskorb blickt auf leere Supermarktregale." style="aspect-ratio:6414 / 3604;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Leere Regale in der Ukraine: Händler liefern Lebensmittel jetzt direkt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das <a href="https://interfax.com.ua/news/general/1210401.html" rel="external noopener" target="_blank">Rechenzentrum von Cosmonova</a> geht wegen massiver Zerstörung nicht wieder in Betrieb. Das Unternehmen gab das Aus am Samstag, 26. September, bekannt. Die eigenen Dienste verlagert es teilweise an andere Standorte. Zu den dort untergebrachten Kundengeräten will es sich später äußern.</p>
<p><a href="https://en.interfax.com.ua/news/general/1210080-amp.html" rel="external noopener" target="_blank">Datagroup meldete</a> am Freitag, 25. September, nach einem weiteren Angriff ebenfalls Schäden. Die Kundendaten blieben laut Unternehmen erhalten, weil es seine Infrastruktur redundant aufgebaut hatte; die Dienste laufen von Ausweichstandorten weiter.</p>
<p>Der <a href="https://glavcom.ua/amp/kyiv/news/ataka-na-kijiv-sprichinila-masshtabnij-zbij-u-merezhi-postrazhdali-tri-provajderi-1144926.html" rel="external noopener" target="_blank">Hoster Cityhost</a>, dessen Geräte teils zerstört wurden, versuchte, Sicherungskopien im Ausland bereitzustellen. Die Lehre aus dem Angriff: Ein Notfallplan für die Wiederherstellung, Disaster Recovery genannt, taugt nur, wenn die Kopien nicht im selben Gebäude liegen.</p>
<h3 class="subheading">Offene Fragen</h3>
<p>Ungeklärt ist ein <a href="https://weukraine.tv/novyny/v-polshchi-horila-stantsija-starlink-jaka-zabezpechuje-internet-v-ukrajini-pidozrjujut-diversiju/">Brand an einer Starlink-Bodenstation</a> im polnischen Wola Krobowska am Abend des 23. September. Sie versorgt mit einer Anlage bei Kaunas in Litauen große Teile Mittel- und Osteuropas mit Satelliteninternet, darunter die Ukraine.</p>
<p>Polens Vizepremier und Digitalminister Krzysztof Gawkowski spricht von einem mutmaßlich gezielten Sabotageakt, nach bisherigen Erkenntnissen der <a href="https://www.gov.pl/web/prokuratura-krajowa/wszczecie-sledztwa-w-sprawie-pozaru-stacji-starlink-w-woli-krobowskiej" rel="external noopener" target="_blank">polnischen Staatsanwaltschaft</a> wurde der Brand gelegt; Täter sind noch nicht ermittelt. Ob ein Zusammenhang mit Kiew besteht, ist nicht belegt. Seit dem Morgen des 24. September läuft die Station wieder.</p>
2026-09-27T09:00:00.000Z
urn:bid:5170099
2026-09-27T08:00:00.000Z
FragDenStaat und DUH erklagten Unterlagen zur Cera-Week-Reise. Darin wirbt Reiche für Gas, Atom und "Realismus" – Protokolle der Treffen fehlen jedoch komplett.</p>
<p>Geht der bundesdeutsche Ruck zurück zu den Fossilen auf geheime Absprachen zwischen <a href="https://www.ceraweek.com/en/speakers/hon.-katherina-reiche-1068-27472" rel="external noopener" target="_blank">Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche</a> und der US-Öl- und Gas-Industrie auf der <a href="https://ldescouncil.com/event/cera-week-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Cera-Week</a> im März dieses Jahres im texanischen Houston zurück?</p>
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<p>Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) <a href="https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/03/20260323-bundeswirtschaftsministerin-reiche-besucht-internationale-energiekonferenz-ceraweek.html" rel="external noopener" target="_blank">meldete dazu</a> im Vorfeld:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche nimmt in dieser Woche an der internationalen Energiekonferenz Cera-Week in Houston, Texas, teil. Im Mittelpunkt ihres Besuchs stehen Gespräche mit internationalen Partnern über Energiesicherheit, die Stabilisierung der Märkte sowie die Stärkung resilienter und diversifizierter Energieversorgungssysteme."</p>
<p>Was mit Vertretern aus Energieunternehmen im George R. Brown Convention Center in Houston besprochen wurde, entzog sich über lange Zeit der öffentlichen Berichterstattung. Bekannt wurde jedoch schon früh die Aussage, dass Reiche im Schulterschluss mit der US-Regierung die <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/cera-week-reiche-stellt-klimaziele-fuer-2050-infrage/100209606.html" rel="external noopener" target="_blank">Klimaziele für 2050 infrage stelle</a>.</p>
<p>Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat die per Umweltinformationsgesetz (UIG) und Informationsfreiheitsgesetz (IFG) nachgefragten Dokumente inzwischen nach monatelanger Verzögerung herausgegeben, allerdings <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2026/09/was-hat-katherina-reiche-in-den-usa-mit-ol-und-gasbossen-besprochen/" rel="external noopener" target="_blank">vermuten Umweltverbände</a>, dass die Unterlagen unvollständig sind.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5133891" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11394514"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Transparenz-oder-Staatsgeheimnis-Wer-darf-wissen-was-der-Staat-tut-11394514.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/3/8/9/1/Master_Infofreiheit-eb4116ab43503527.jpeg" alt="Verschlossene Tür mit leerem Zettel am Griff" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Verschlossene Tür mit leerem Zettel am Griff" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Transparenz oder Staatsgeheimnis: Wer darf wissen, was der Staat tut?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Denn die nach einer Untätigkeitsklage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) freigegebenen und im September 2026 veröffentlichten internen Unterlagen des BMWE zur Cera-Week-Reise von Bundesministerin Katherina Reiche im März 2026 nach Houston sind teilweise geschwärzt, geben aber zumindest lückenhafte Einblicke in ihre dortigen Aktivitäten. So fehlen für einen Teil der Gespräche aus dem Terminkalender der Ministerin die Unterlagen zur Vorbereitung.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Erklagte Unterlagen zur Cera-Week-Teilnahme von Katherina Reiche</strong></h3>
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<p>Nach mehr als drei Monaten hatte das BMWE ein Dokument mit 92 Seiten herausgegeben. Die Unterlagen zeigen, dass es Reiches Wunsch war, persönlich nach Texas zu fliegen. Sie setzte sich damals über den Rat ihrer Fachabteilung hinweg, die einen Staatssekretär schicken wollte.</p>
<p>Für die erklagte Auskunft forderte das BMWE von jedem Fragesteller den <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2026/09/was-hat-katherina-reiche-in-den-usa-mit-ol-und-gasbossen-besprochen/" rel="external noopener" target="_blank">Gebührenhöchstsatz von 500 Euro</a>. Da die Protokolle der Besprechungen gar nicht bekannt sind, haben FragDenStaat, Greenpeace und DUH Widerspruch gegen die Bescheide eingelegt.</p>
<p>"Die Unterlagen zeichnen ein Bild, nach dem Reiche die Konferenz als Plattform für einen Kurswechsel in der Energiepolitik nutzen wollte – weg vom Fokus auf erneuerbare Energien hin zu mehr Gas und Atomkraft. Reiche nutzt dafür die Worte 'Realismus' und 'Pragmatismus'. Man brauche alle Arten von Energie: Wind, Sonne, Gas, Atomkraft und Batteriespeicher. So ist es in den Unterlagen mehrfach zu lesen", stellte <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2026/09/was-hat-katherina-reiche-in-den-usa-mit-ol-und-gasbossen-besprochen/" rel="external noopener" target="_blank">FragDenStaat</a> fest, um dann fortzufahren:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Zahlreiche Passagen sind geschwärzt, andere Dokumente fehlen komplett. Die Sammlung besteht vor allem aus Vorbereitungsunterlagen: Terminabsprachen, das geplante Programm für die Ministerin, Briefings für bilaterale Treffen und Panels. Was fehlt: Notizen und Protokolle der Treffen."</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5101884" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11335146"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kleine-Reaktoren-grosse-Versprechen-Katharina-Reiches-Atomwette-11335146.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/1/8/8/4/shutterstock_2605990007-4616f330fb0d005a.jpeg" alt="3D-Rendering eines SMR" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="3D-Rendering eines SMR" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kleine Reaktoren, große Versprechen: Katherina Reiches Atomwette</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In Houston stellte Reiche nach inzwischen vorliegenden Unterlagen sowohl das deutsche Klimaziel als auch die EU-Methanverordnung infrage. Beide gelten als zentrale Maßnahmen, um klimaschädliche Emissionen aus der fossilen Gasförderung zu begrenzen.</p>
<p>Auch beim EU-Energierat setzte sich Reiche für eine Schwächung der Methanverordnung ein. Sie berief sich dabei vorgeblich auf die gesamte Bundesregierung, obwohl Bundesumweltminister Carsten Schneider zuvor auf einer abgestimmten Gegenposition der Bundesregierung bestanden hatte.</p>
<p>Das Verhalten von Ministerin Reiche steht somit <a href="https://www.fr.de/politik/aerger-in-der-merz-regierung-reiche-verraet-klimaschutz-absprache-zr-94389297.html" rel="external noopener" target="_blank">im direkten Widerspruch</a> zu den Plänen des für die Methanverordnung verantwortlichen Bundesumweltministers. Dieser stellte seine Regierungskollegin in der Regierungsbefragung des Bundestags öffentlich zur Rede und warf ihr vor, Absprachen in der Koalition zur <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:L_202401787" rel="external noopener" target="_blank">EU-Methanverordnung</a> gebrochen zu haben.</p>
<p>Reiche nutzte die Konferenz in den USA neben der Kritik an der EU-Methanverordnung als Bühne für neue US-Gaslieferungen, für die Ankündigung einer Rückkehr der Atomkraft in Deutschland und für eine Annäherung an die US-Energiepolitik, die unter Trump die Erneuerbaren gegenüber den Fossilen zurückdrängen will.</p>
<p>Besonders aufgefallen ist dabei Reiches Darstellung von erneuerbaren Energien als unzureichend sowie die Aussage, dass Klimaziele kein Selbstzweck seien.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wo kommt das LNG für Deutschland her?</strong></h3>
<p>Wenn es wirklich zu Abmachungen über verstärkte LNG-Lieferungen aus den USA gekommen sein sollte, unterliegen derartige Lieferungen jedoch immer den <a href="https://www.n-tv.de/wirtschaft/Nach-Putin-sitzt-nun-Trump-am-Gas-Erpressungshebel-id31331534.html?xing_share=news" rel="external noopener" target="_blank">Launen des US-Präsidenten</a>. Allein die Ankündigung der US-Regierung, Exportgenehmigungen möglicherweise zu widerrufen, würde zwar nicht automatisch zu einem Gasmangel führen, jedoch den Preis in Europa scharf nach oben treiben. Das <a href="https://www.n-tv.de/wirtschaft/Nach-Putin-sitzt-nun-Trump-am-Gas-Erpressungshebel-id31331534.html" rel="external noopener" target="_blank">sagt Andreas Goldthau</a>, Direktor der Willy Brandt School of Public Policy an der Universität Erfurt.</p>
<p>Durchschnittlich <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/info/LNG-Wie-viel-Fluessigerdgas-kommt-derzeit-in-Deutschland-an,lng632.html" rel="external noopener" target="_blank">etwa zehn Prozent</a> des nach Deutschland importierten Erdgases kamen im vergangenen Jahr als LNG per Tanker an, zum Großteil aus den USA. Dabei machen die deutschen Direktimporte per LNG nur einen kleinen Teil der deutschen Gasimporte aus. Der Hauptanteil liegt inzwischen bei norwegischem Pipelinegas: Rund 42 Prozent aller deutschen Gasimporte stammen aus Norwegen. Weil Belgien und die Niederlande US-Flüssiggas weiterleiten, kommt unterm Strich dennoch etwa ein Fünftel der Importe aus den USA.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5051823" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11223779"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Handelsabkommen-mit-USA-Washington-droht-Europa-mit-teurem-Gas-11223779.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3600" height="2023" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/1/8/2/3/shutterstock_2185795309-96f22ae23d1a59d3.jpeg" alt="Gasspeicher hinter einem Zaun" style="aspect-ratio:3600 / 2023"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3600" height="2023" alt="Gasspeicher hinter einem Zaun" style="aspect-ratio:3600 / 2023;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Handelsabkommen mit USA: Washington droht Europa mit teurem Gas</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5053504" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11227057"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gaskraftwerke-Reiches-riskante-Wette-auf-die-Fossilen-11227057.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/3/5/0/4/erdgas-sparsau_Zeichenfla__che_1-e1ac9364759041b4.jpeg" alt="Erdgastanks mit Aufdrucken Fracking und LNG-Schiff. Ein Erdgastank als Sparschwein" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Erdgastanks mit Aufdrucken Fracking und LNG-Schiff. Ein Erdgastank als Sparschwein" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gaskraftwerke: Reiches riskante Wette auf die Fossilen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5148616" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11417386"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Billiger-Strom-durch-Gas-Dieses-Gutachten-widerspricht-11417386.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/8/6/1/6/100er-strom-kalender-d45f17d56191d440.jpeg" alt="100-Euro-Scheine mit Strommasten als Motiv in Abriskalender" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="100-Euro-Scheine mit Strommasten als Motiv in Abriskalender" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Billiger Strom durch Gas? Dieses Gutachten widerspricht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wie sich inzwischen herausgestellt hat, bezieht Deutschland jedoch entgegen den politischen Ankündigungen weiterhin Flüssigerdgas aus dem sibirischen Yamal-Projekt , und zwar über seine europäischen Nachbarländer.</p>
<p>Die wichtigsten europäischen <a href="https://industriemagazin.at/energie/russland-arktisgas-eu-lng-importverbot-2027/" rel="external noopener" target="_blank">Eingangspunkte für Yamal-Gas</a> waren nach den von <em>Euronews</em> veröffentlichten <a href="https://www.kpler.com/" rel="external noopener" target="_blank">Kpler</a>-Daten 2026 bislang Häfen in Frankreich, Belgien, Spanien und den Niederlanden. Die verstaatlichte SEFE hält nach Reuters-Angaben einen langfristigen Vertrag über Yamal-LNG mit Lieferung über Zeebrugge und importiert zudem russisches Gas über Frankreich.</p>
<p>Als Lieferant scheinen die USA der deutschen Gaswirtschaft offenbar nicht verlässlich genug.</p>
FragDenStaat und DUH erklagten Unterlagen zur Cera-Week-Reise. Darin wirbt Reiche für Gas, Atom und "Realismus" – Protokolle der Treffen fehlen jedoch komplett.</p>
<p>Geht der bundesdeutsche Ruck zurück zu den Fossilen auf geheime Absprachen zwischen <a href="https://www.ceraweek.com/en/speakers/hon.-katherina-reiche-1068-27472" rel="external noopener" target="_blank">Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche</a> und der US-Öl- und Gas-Industrie auf der <a href="https://ldescouncil.com/event/cera-week-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Cera-Week</a> im März dieses Jahres im texanischen Houston zurück?</p>
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<p>Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) <a href="https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/03/20260323-bundeswirtschaftsministerin-reiche-besucht-internationale-energiekonferenz-ceraweek.html" rel="external noopener" target="_blank">meldete dazu</a> im Vorfeld:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche nimmt in dieser Woche an der internationalen Energiekonferenz Cera-Week in Houston, Texas, teil. Im Mittelpunkt ihres Besuchs stehen Gespräche mit internationalen Partnern über Energiesicherheit, die Stabilisierung der Märkte sowie die Stärkung resilienter und diversifizierter Energieversorgungssysteme."</p>
<p>Was mit Vertretern aus Energieunternehmen im George R. Brown Convention Center in Houston besprochen wurde, entzog sich über lange Zeit der öffentlichen Berichterstattung. Bekannt wurde jedoch schon früh die Aussage, dass Reiche im Schulterschluss mit der US-Regierung die <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/cera-week-reiche-stellt-klimaziele-fuer-2050-infrage/100209606.html" rel="external noopener" target="_blank">Klimaziele für 2050 infrage stelle</a>.</p>
<p>Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat die per Umweltinformationsgesetz (UIG) und Informationsfreiheitsgesetz (IFG) nachgefragten Dokumente inzwischen nach monatelanger Verzögerung herausgegeben, allerdings <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2026/09/was-hat-katherina-reiche-in-den-usa-mit-ol-und-gasbossen-besprochen/" rel="external noopener" target="_blank">vermuten Umweltverbände</a>, dass die Unterlagen unvollständig sind.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5133891" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11394514"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Transparenz-oder-Staatsgeheimnis-Wer-darf-wissen-was-der-Staat-tut-11394514.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/3/8/9/1/Master_Infofreiheit-eb4116ab43503527.jpeg" alt="Verschlossene Tür mit leerem Zettel am Griff" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Verschlossene Tür mit leerem Zettel am Griff" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Transparenz oder Staatsgeheimnis: Wer darf wissen, was der Staat tut?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Denn die nach einer Untätigkeitsklage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) freigegebenen und im September 2026 veröffentlichten internen Unterlagen des BMWE zur Cera-Week-Reise von Bundesministerin Katherina Reiche im März 2026 nach Houston sind teilweise geschwärzt, geben aber zumindest lückenhafte Einblicke in ihre dortigen Aktivitäten. So fehlen für einen Teil der Gespräche aus dem Terminkalender der Ministerin die Unterlagen zur Vorbereitung.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Erklagte Unterlagen zur Cera-Week-Teilnahme von Katherina Reiche</strong></h3>
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<p>Nach mehr als drei Monaten hatte das BMWE ein Dokument mit 92 Seiten herausgegeben. Die Unterlagen zeigen, dass es Reiches Wunsch war, persönlich nach Texas zu fliegen. Sie setzte sich damals über den Rat ihrer Fachabteilung hinweg, die einen Staatssekretär schicken wollte.</p>
<p>Für die erklagte Auskunft forderte das BMWE von jedem Fragesteller den <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2026/09/was-hat-katherina-reiche-in-den-usa-mit-ol-und-gasbossen-besprochen/" rel="external noopener" target="_blank">Gebührenhöchstsatz von 500 Euro</a>. Da die Protokolle der Besprechungen gar nicht bekannt sind, haben FragDenStaat, Greenpeace und DUH Widerspruch gegen die Bescheide eingelegt.</p>
<p>"Die Unterlagen zeichnen ein Bild, nach dem Reiche die Konferenz als Plattform für einen Kurswechsel in der Energiepolitik nutzen wollte – weg vom Fokus auf erneuerbare Energien hin zu mehr Gas und Atomkraft. Reiche nutzt dafür die Worte 'Realismus' und 'Pragmatismus'. Man brauche alle Arten von Energie: Wind, Sonne, Gas, Atomkraft und Batteriespeicher. So ist es in den Unterlagen mehrfach zu lesen", stellte <a href="https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2026/09/was-hat-katherina-reiche-in-den-usa-mit-ol-und-gasbossen-besprochen/" rel="external noopener" target="_blank">FragDenStaat</a> fest, um dann fortzufahren:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Zahlreiche Passagen sind geschwärzt, andere Dokumente fehlen komplett. Die Sammlung besteht vor allem aus Vorbereitungsunterlagen: Terminabsprachen, das geplante Programm für die Ministerin, Briefings für bilaterale Treffen und Panels. Was fehlt: Notizen und Protokolle der Treffen."</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5101884" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11335146"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kleine-Reaktoren-grosse-Versprechen-Katharina-Reiches-Atomwette-11335146.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/1/8/8/4/shutterstock_2605990007-4616f330fb0d005a.jpeg" alt="3D-Rendering eines SMR" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="3D-Rendering eines SMR" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kleine Reaktoren, große Versprechen: Katherina Reiches Atomwette</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In Houston stellte Reiche nach inzwischen vorliegenden Unterlagen sowohl das deutsche Klimaziel als auch die EU-Methanverordnung infrage. Beide gelten als zentrale Maßnahmen, um klimaschädliche Emissionen aus der fossilen Gasförderung zu begrenzen.</p>
<p>Auch beim EU-Energierat setzte sich Reiche für eine Schwächung der Methanverordnung ein. Sie berief sich dabei vorgeblich auf die gesamte Bundesregierung, obwohl Bundesumweltminister Carsten Schneider zuvor auf einer abgestimmten Gegenposition der Bundesregierung bestanden hatte.</p>
<p>Das Verhalten von Ministerin Reiche steht somit <a href="https://www.fr.de/politik/aerger-in-der-merz-regierung-reiche-verraet-klimaschutz-absprache-zr-94389297.html" rel="external noopener" target="_blank">im direkten Widerspruch</a> zu den Plänen des für die Methanverordnung verantwortlichen Bundesumweltministers. Dieser stellte seine Regierungskollegin in der Regierungsbefragung des Bundestags öffentlich zur Rede und warf ihr vor, Absprachen in der Koalition zur <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:L_202401787" rel="external noopener" target="_blank">EU-Methanverordnung</a> gebrochen zu haben.</p>
<p>Reiche nutzte die Konferenz in den USA neben der Kritik an der EU-Methanverordnung als Bühne für neue US-Gaslieferungen, für die Ankündigung einer Rückkehr der Atomkraft in Deutschland und für eine Annäherung an die US-Energiepolitik, die unter Trump die Erneuerbaren gegenüber den Fossilen zurückdrängen will.</p>
<p>Besonders aufgefallen ist dabei Reiches Darstellung von erneuerbaren Energien als unzureichend sowie die Aussage, dass Klimaziele kein Selbstzweck seien.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wo kommt das LNG für Deutschland her?</strong></h3>
<p>Wenn es wirklich zu Abmachungen über verstärkte LNG-Lieferungen aus den USA gekommen sein sollte, unterliegen derartige Lieferungen jedoch immer den <a href="https://www.n-tv.de/wirtschaft/Nach-Putin-sitzt-nun-Trump-am-Gas-Erpressungshebel-id31331534.html?xing_share=news" rel="external noopener" target="_blank">Launen des US-Präsidenten</a>. Allein die Ankündigung der US-Regierung, Exportgenehmigungen möglicherweise zu widerrufen, würde zwar nicht automatisch zu einem Gasmangel führen, jedoch den Preis in Europa scharf nach oben treiben. Das <a href="https://www.n-tv.de/wirtschaft/Nach-Putin-sitzt-nun-Trump-am-Gas-Erpressungshebel-id31331534.html" rel="external noopener" target="_blank">sagt Andreas Goldthau</a>, Direktor der Willy Brandt School of Public Policy an der Universität Erfurt.</p>
<p>Durchschnittlich <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/info/LNG-Wie-viel-Fluessigerdgas-kommt-derzeit-in-Deutschland-an,lng632.html" rel="external noopener" target="_blank">etwa zehn Prozent</a> des nach Deutschland importierten Erdgases kamen im vergangenen Jahr als LNG per Tanker an, zum Großteil aus den USA. Dabei machen die deutschen Direktimporte per LNG nur einen kleinen Teil der deutschen Gasimporte aus. Der Hauptanteil liegt inzwischen bei norwegischem Pipelinegas: Rund 42 Prozent aller deutschen Gasimporte stammen aus Norwegen. Weil Belgien und die Niederlande US-Flüssiggas weiterleiten, kommt unterm Strich dennoch etwa ein Fünftel der Importe aus den USA.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5051823" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11223779"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Handelsabkommen-mit-USA-Washington-droht-Europa-mit-teurem-Gas-11223779.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3600" height="2023" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/1/8/2/3/shutterstock_2185795309-96f22ae23d1a59d3.jpeg" alt="Gasspeicher hinter einem Zaun" style="aspect-ratio:3600 / 2023"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3600" height="2023" alt="Gasspeicher hinter einem Zaun" style="aspect-ratio:3600 / 2023;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Handelsabkommen mit USA: Washington droht Europa mit teurem Gas</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5053504" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11227057"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gaskraftwerke-Reiches-riskante-Wette-auf-die-Fossilen-11227057.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/3/5/0/4/erdgas-sparsau_Zeichenfla__che_1-e1ac9364759041b4.jpeg" alt="Erdgastanks mit Aufdrucken Fracking und LNG-Schiff. 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Dieses Gutachten widerspricht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wie sich inzwischen herausgestellt hat, bezieht Deutschland jedoch entgegen den politischen Ankündigungen weiterhin Flüssigerdgas aus dem sibirischen Yamal-Projekt , und zwar über seine europäischen Nachbarländer.</p>
<p>Die wichtigsten europäischen <a href="https://industriemagazin.at/energie/russland-arktisgas-eu-lng-importverbot-2027/" rel="external noopener" target="_blank">Eingangspunkte für Yamal-Gas</a> waren nach den von <em>Euronews</em> veröffentlichten <a href="https://www.kpler.com/" rel="external noopener" target="_blank">Kpler</a>-Daten 2026 bislang Häfen in Frankreich, Belgien, Spanien und den Niederlanden. Die verstaatlichte SEFE hält nach Reuters-Angaben einen langfristigen Vertrag über Yamal-LNG mit Lieferung über Zeebrugge und importiert zudem russisches Gas über Frankreich.</p>
<p>Als Lieferant scheinen die USA der deutschen Gaswirtschaft offenbar nicht verlässlich genug.</p>
2026-09-27T08:00:00.000Z
urn:bid:5168842
2026-09-27T06:00:00.000Z
Ein kleiner Wüstengott ohne Bild und Namen – daraus formte sich über Jahrhunderte Israels höchste Macht. David machte ihn zum Königsgott (Teil 3/3).</p>
<p>Jahwes Weg an die Sitze der israelitisch-judäischen Götterwelt war lang. Es erwies sich als schwierig die vielen anderen einheimischen Götter, die persönlichen, die Stadt-, Clan- und Stammesgottheiten im Lande zu verdrängen oder aufzusaugen.</p>
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<p>Jahwe nahm seinen Anfang am Rande des Kulturlandes in den Wüsten zwischen Ägypten und Kanaan bei den Nomaden als Wettergott, der den Wind und den Regen macht: "JHWH kam vom Sinai und leuchtete ihnen von Seir. Er strahlte hervor vom Berg Paran und kam von heiligen Myriaden. Zu seiner Rechten war feuriges Gesetz für sie." (Dtn 33,2)</p>
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<p>Nicht zufällig steht seine Lade auch später noch in einem Zelt und ist eine einfache Kiste aus Akazienholz gefertigt, einem Baum, der in den Wüstenregionen wächst. Peter Sloterdijk bringt es – wie so oft – auf den Punkt: "Der jüdische Stress: ein so kleines Volk, ein so großer Gott, wenn das mal gutgeht." (Zeilen und Tage 2012, S. 100).</p>
<h3 class="subheading"><strong>Jahwes Klientel</strong></h3>
<p>"Im Lande der Schasu-Nomaden von Jahwe" lautet eine Lokalisierung, die unter Pharao Ramses II. (1279–1213 v. Chr.) in ein kopiertes Ortsnamenverzeichnis aufgenommen wurde. Erneut fällt der Zusammenhang zur nomadischen Lebensweise der Jahwe-Anhänger auf. Und er wird noch verstärkt durch die Erwähnung der uns schon aus früheren Teilen bekannten <em>Ḫ</em><em>apiru/Apiru</em>, die<em> </em>in der Amarna-Korrespondenz zwischen kanaanäischen Stadtfürsten und den Pharaonen häufiger klagend genannt wurden.</p>
<p>Sie waren nomadisierende Kleintierhalter im bergigen Hochland, die ob ihrer Lebensweise als Wandernde, Umherstreifende, Banditen, <em>outlaws</em> und <em>outcasts</em> bezeichnet wurden und sich dem Zugriff der in den von den Ägyptern gestützten Stadtkönigreichen sitzenden Herrschenden immer wieder entzogen.</p>
<p>David in seinen Anfängen wird oft als Anführer einer solchen bewaffneten Bande gesehen: "es sammelten sich um ihn [David] lauter Bedrängte und solche, die verschuldet waren, und andere mit erbittertem Gemüt. Und er wurde ihr Anführer. Und es waren bei ihm etwa 400 Mann" (1 Sam 22,2) und Jahwe war der Kriegsgott seiner Truppe.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Davids und Jahwes Aufstieg</strong></h3>
<p>Eigentlich standen die Israeliten im Bunde mit dem Gott El, wie der Name Isra-El zeigt. David, seine Angehörigen und die bewaffnete Schar um ihn jedoch hatten sich Jahwe als Schutzgott erwählt.</p>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Samuel_e_david-3b2ae8b63c5253eb.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Samuel_e_david-3b2ae8b63c5253eb.jpg">
<a-img alt="Wandmalerei die mehrere Personen zeigt" height="672" src="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Samuel_e_david-3b2ae8b63c5253eb.jpg" style="aspect-ratio: 584 / 672;" width="584">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Samuel salbt David (Wandmalerei aus der Synagoge von Dura Europos)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Samuel_e_david.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Im Umfeld Davids gab es besonders viele Jahwe-haltige Personennamen: Benaja, der Anführer der Leibwache Davids, der Krethi Plethi, Joab, ein Heerführer und Neffe Davids, Joschafat, ein hoher Hofbeamter Davids, Seraja, ein Schreiber des Königs, Jonatan, ein enger Freund Davids und Sohn Sauls. Drei Söhne Davids trugen ebenfalls Namen, in denen Kurzformen von Jahwe (Jah oder Jahu) enthalten waren: Adonijah, Schephatia und indirekt Salomo, der den Beinamen Jedidjah erhielt.</p>
<p>Als David gekrönt wurde, stieg Jahwe zum Gott des Herrscherhauses und des ihm unterworfenen Volkes auf. Als der König Jerusalem erobert hatte, verlegte er seinen Königsitz von Hebron dahin und brachte auch seinen Gott mit in die Stadt, in der bis dahin andere Götter gewaltet hatten: der Stadtgott Schalim, der schon genannte El, Baal (Jahwes größter Rivale), der Gerechtigkeitsgott Zedek oder die Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin Aschera z.B. David war klug genug diese Gottheiten nicht zu bekämpfen.</p>
<p>Erst nach und nach verdrängte Jahwe einige von ihnen, indem er deren Aufgaben an sich zog (Baal, El) oder wie Aschera zu seiner Gefährtin machte. Übereifrige Priester hetzten gelegentlich gegen Jahwes numinose Konkurrenten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Heimkehr der Bundeslade</strong></h3>
<p>Ein besonders geschickter Schachzug Davids bestand darin, sich um die Lade, eine heilige Holzkiste, die den Bund zwischen Gott und Volk symbolisierte, verdient zu machen. Sie genoss im Nordreich Israel, wo Davids Macht gering war und wo er kritisch beäugt wurde, hohes Ansehen. Der Verlust der Lade nach einer Niederlage gegen die Philister bedeutet einen schweren Schlag für das Volk Israel.</p>
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<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/James_Jacques_Joseph_Tissot_-_The_Ark_Passes_Over_the_Jordan_-_Google_Art_Project-04769652238aa386.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/James_Jacques_Joseph_Tissot_-_The_Ark_Passes_Over_the_Jordan_-_Google_Art_Project-04769652238aa386.jpg">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Eine "einfache Kiste aus Akazienholz" und zugleich das gefährlichste Kultobjekt Israels: die Bundeslade (James Tissot, um 1900)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:James_Jacques_Joseph_Tissot_-_The_Ark_Passes_Over_the_Jordan_-_Google_Art_Project.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Davids erster Versuch sie zurückzuholen scheiterte noch. Dann aber gelang es ihm zusammen mit den Männern Judas das Kultobjekt nach Jerusalem zu bringen, wo er sie in einem Zelt an der Quelle des Gihon, einer Karstquelle, die ganzjährig Trinkwasser sprudelte, aufstellte. Den Transport der Lade nach Jerusalem begleitete der halbnackte König mit Tänzen. Seiner Frau Michal, eine Tochter Sauls, fand das gar nicht gut.</p>
<p>Jerusalem wurde mit der Lade zum kultischen Mittelpunkt von Davids Herrschaftsbereich. Sein Sohn Salomo soll später der Lade einen neuen Tempel gebaut haben, der sich allerdings bis heute nicht finden ließ. Die Fürsorge, die David seinem Gott angedeihen ließ, honorierte Jahwe mit einer dynastischen Verheißung: Er versprach, dass die Dynastie Davids nie untergehen werde.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Kein Bild, keinen Namen und bloß nicht anfassen oder anschauen</strong></h3>
<p>Die Bundeslade steht für Jahwe, von dem man sich kein Bild machen darf. Seinen Namen sollte man nicht nennen und es ist besser, wenn man ihn nicht anschaut. Als Moses es einmal versuchte, trug er Schäden im Gesicht davon, die er zukünftig verdecken musste.</p>
<p>Die Menschen konnten die göttliche Ausstrahlung nicht aushalten. In der Lade befanden sich die beiden Gesetzestafeln, die Mose am Berg Horeb vom Herrn empfangen hatte. Als die Lade beim Transport nach Jerusalem umzukippen droht, stützte sie ein hilfreicher Begleiter und fiel sofort tot um. Jahwe und seine Holzkiste sind ziemlich gefährlich für ihre Anhänger.</p>
<p>Die babylonische Eroberung Jerusalems 587 v. Chr. brachte das Ende der Bundeslade. Da sie aus Holz war, verbrannte sie wahrscheinlich. Die Plünderer interessierten sich mehr für Edelmetalle. Indiana Jones suchte dennoch kürzlich nach ihr.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Israel versus Juda – und Jahwe kämpft auf beiden Seiten mit</strong></h3>
<p>In den letzten Jahren Salomos oder kurz nach seinem Tode machte sich die wachsende Macht des Pharaos erneut in Kanaan bemerkbar. Scheschonk I. zog 926 v. Chr. mit Heeresmacht in den israelitisch-judäischen Raum. Dort herrschten zwei Könige: Jerobeam I. von Israel (927‒907 v. Chr.) und Rehabeam von Juda (926‒910 v. Chr.).</p>
<p>Zwischen beiden und unter deren Nachfolgern herrschte sehr oft Krieg und Jahwe wurde von jeder Seite um Hilfe gebeten, denn er war mittlerweile der Hauptgott im Nord- wie im Südreich.</p>
<p>In diesen Auseinandersetzungen behielt Israel zumeist die Oberhand über Juda. Das Nordreich war wirtschaftlich entwickelter, deutlich bevölkerungsreicher und besser vernetzt im Nah- und Fernhandel des Vorderen Orients.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Israel unter den Omriden</strong></h3>
<p>Diese Einbeziehung des Nordreichs Israel in die Handelskontakte der Levante führte im 9. Jahrhundert v. Chr. unter den Omriden-Herrschern zu engen Verbindungen mit den phönizischen Wirtschaftszentren an der Mittelmeerküste.</p>
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<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Israel_850_aC_de.svg-ecb623f1045d2122.webp" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Israel_850_aC_de.svg-ecb623f1045d2122.webp">
<a-img alt="Politische Karte der Levante in antiker Zeit" height="1361" src="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Israel_850_aC_de.svg-ecb623f1045d2122.webp" style="aspect-ratio: 960 / 1361;" width="960">
<img alt="Politische Karte der Levante in antiker Zeit" height="1361" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 960 / 1361; object-fit: cover;" width="960">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Politische Ordnung der Levante im 9. Jahrhundert v. Chr.</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Eric Gaba/Furfur/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Israel_850_aC_de.svg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Der kulturelle Austausch führte zu einem deutlichen Aufschwung in Israel. Omri baute eine neue Hauptstadt: Samaria mit Tempel- und Palastbauten. Die Stadt war ein Zentrum der Oliven- und Weinerzeugung und lag verkehrsgünstig an einer Ost-West-Verbindung, der <em>via maris</em>, zur Küste. Weitere Städte – Jesreel, Penuel, Sichem, Tirza – blühten auf, erhielten Paläste und Tempel.</p>
<p>Omri verheiratete seinen Sohn und Nachfolger Ahab mit einer phönizischen Prinzessin namens Isebel aus Sidon oder Tyrus. Die syro-phönizischen Einflüsse brachten Jahwe in Bedrängnis. In Baal erwuchs ihm ein ernsthafter Konkurrent. Israel, das in Assyrien als Haus Omri bekannt wurde, entwickelte sich zu einem Machtfaktor zwischen den Großmächten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Das Königreich Juda: die armen Verwandten im Süden</strong></h3>
<p>Im Schatten des Nordreiches standen die armen Verwandten in Juda. Seit etwa 868 v. Chr. befanden sich die Könige von Jerusalem in einem mehr als hundert Jahre (bis etwa 741 v. Chr.) währenden Abhängigkeitsverhältnis von den nördlichen Nachbarn. Das gefiel den Jerusalemer Bibelschreibern natürlich gar nicht. Sie versuchten die Omriden-Könige Israels zu delegitimieren. Die Ausdehnung, die Stärke, die Blüte und die Bautätigkeit Israels wurde auf Salomo und Juda überschrieben.</p>
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<div class="text">Zedekia, der letzte König von Juda (Holzschnitt von 1553)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zedekiah.png" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Und natürlich stellten sich die Jerusalemer als die "wahren" Jahwe-Anhänger dar. Im Norden fiel man zu Baal und anderen Abgöttern ab oder betete Jahwe in Stiergestalt an, was dem Abbildverbot widersprach. Im Süden dagegen hielt man an Jahwe fest, der die eigenen Könige zu seinen Söhnen gemacht und dem Hause Davids eine Ewigkeitsgarantie gegeben hatte.</p>
<p>Im ausgehenden 8. Jahrhundert v. Chr. schien sich diese Treue zu Jahwe für Juda und seine Herrscher auszuzahlen, denn das Nordreich Israel ging zugrunde. Nachdem die Assyrer das Land und die Hauptstadt Samaria 722/20 v. Chr. erobert hatten, flohen die nicht nach Assyrien deportierten Teile der Oberschicht Israels nach Süden in das Königreich Juda. Sie brachten viel intellektuelles, wirtschaftliches und kulturelles Know-how mit und trugen so zur Entwicklung des bis dahin ca. 50 Jahre hinterherhinkenden Reichs bei.</p>
<p>Mit der Eroberung Jerusalems durch die Babylonier hatte dieser Aufschwung 587/86 v. Chr. ein jähes Ende. Symbol dieses Untergangs, der eine tiefe Zäsur in der Geschichte des antiken Israels bedeutete, war die teilweise Zerstörung des Tempels von Jerusalem. Es folgte das tränenreiche Babylonische Exil: "An den Wasserflüssen Babylons da saßen wir und weinten" (Psalm 137).</p>
<h3 class="subheading"><strong>Noch kein Monotheismus in vorexilischer Zeit</strong></h3>
<p>Der lange Weg Jahwes zum einzigen Gott des Volkes Israel hatte noch kein Ende gefunden. Das Ziel der Fundamentalisten bestand darin, die Alleinverehrung Jahwes, die Abwendung von allen anderen Göttern sowie die Beseitigung der Kultplätze anderer Gottheiten durchzusetzen.</p>
<p>Der Jerusalemer Tempel sollte die einzige Kultstätte in Juda, die Verehrung Jahwes innerhalb des Landes alternativlos werden. Das andere Völker andere Götter hatten, wurde durchaus noch anerkannt.</p>
<p><em>Dies ist der dritte und letzte Teil des Artikels. Hier geht es zu <a href="https://www.telepolis.de/article/Israel-Palaestina-Zwischen-biblischer-Erzaehlung-und-historischem-Befund-11452858.html">Teil 1</a> und Teil 2.</em></p>
<div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12">
<p><strong>Literatur</strong>:</p><ul class="boxtext rte__list rte__list--unordered"><li>Michael Tilly / Wolfgang Zwickel, <em>Religionsgeschichte Israels. Von der Vorzeit bis zu den Anfängen des Christentums</em>, 2011.</li><li>Jan Assmann, <em>Exodus. Die Revolution der Alten Welt</em>, 2015.</li><li>Thomas Römer, <em>Die Erfindung Gottes. Eine Reise zu den Quellen des Monotheismus</em>, 2018.</li></ul>
</div>
Ein kleiner Wüstengott ohne Bild und Namen – daraus formte sich über Jahrhunderte Israels höchste Macht. David machte ihn zum Königsgott (Teil 3/3).</p>
<p>Jahwes Weg an die Sitze der israelitisch-judäischen Götterwelt war lang. Es erwies sich als schwierig die vielen anderen einheimischen Götter, die persönlichen, die Stadt-, Clan- und Stammesgottheiten im Lande zu verdrängen oder aufzusaugen.</p>
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</div>
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<p>Jahwe nahm seinen Anfang am Rande des Kulturlandes in den Wüsten zwischen Ägypten und Kanaan bei den Nomaden als Wettergott, der den Wind und den Regen macht: "JHWH kam vom Sinai und leuchtete ihnen von Seir. Er strahlte hervor vom Berg Paran und kam von heiligen Myriaden. Zu seiner Rechten war feuriges Gesetz für sie." (Dtn 33,2)</p>
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</div>
<p>Nicht zufällig steht seine Lade auch später noch in einem Zelt und ist eine einfache Kiste aus Akazienholz gefertigt, einem Baum, der in den Wüstenregionen wächst. Peter Sloterdijk bringt es – wie so oft – auf den Punkt: "Der jüdische Stress: ein so kleines Volk, ein so großer Gott, wenn das mal gutgeht." (Zeilen und Tage 2012, S. 100).</p>
<h3 class="subheading"><strong>Jahwes Klientel</strong></h3>
<p>"Im Lande der Schasu-Nomaden von Jahwe" lautet eine Lokalisierung, die unter Pharao Ramses II. (1279–1213 v. Chr.) in ein kopiertes Ortsnamenverzeichnis aufgenommen wurde. Erneut fällt der Zusammenhang zur nomadischen Lebensweise der Jahwe-Anhänger auf. Und er wird noch verstärkt durch die Erwähnung der uns schon aus früheren Teilen bekannten <em>Ḫ</em><em>apiru/Apiru</em>, die<em> </em>in der Amarna-Korrespondenz zwischen kanaanäischen Stadtfürsten und den Pharaonen häufiger klagend genannt wurden.</p>
<p>Sie waren nomadisierende Kleintierhalter im bergigen Hochland, die ob ihrer Lebensweise als Wandernde, Umherstreifende, Banditen, <em>outlaws</em> und <em>outcasts</em> bezeichnet wurden und sich dem Zugriff der in den von den Ägyptern gestützten Stadtkönigreichen sitzenden Herrschenden immer wieder entzogen.</p>
<p>David in seinen Anfängen wird oft als Anführer einer solchen bewaffneten Bande gesehen: "es sammelten sich um ihn [David] lauter Bedrängte und solche, die verschuldet waren, und andere mit erbittertem Gemüt. Und er wurde ihr Anführer. Und es waren bei ihm etwa 400 Mann" (1 Sam 22,2) und Jahwe war der Kriegsgott seiner Truppe.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Davids und Jahwes Aufstieg</strong></h3>
<p>Eigentlich standen die Israeliten im Bunde mit dem Gott El, wie der Name Isra-El zeigt. David, seine Angehörigen und die bewaffnete Schar um ihn jedoch hatten sich Jahwe als Schutzgott erwählt.</p>
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<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Samuel_e_david-3b2ae8b63c5253eb.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Samuel_e_david-3b2ae8b63c5253eb.jpg">
<a-img alt="Wandmalerei die mehrere Personen zeigt" height="672" src="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Samuel_e_david-3b2ae8b63c5253eb.jpg" style="aspect-ratio: 584 / 672;" width="584">
<img alt="Wandmalerei die mehrere Personen zeigt" height="672" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 584 / 672; object-fit: cover;" width="584">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Samuel salbt David (Wandmalerei aus der Synagoge von Dura Europos)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Samuel_e_david.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Im Umfeld Davids gab es besonders viele Jahwe-haltige Personennamen: Benaja, der Anführer der Leibwache Davids, der Krethi Plethi, Joab, ein Heerführer und Neffe Davids, Joschafat, ein hoher Hofbeamter Davids, Seraja, ein Schreiber des Königs, Jonatan, ein enger Freund Davids und Sohn Sauls. Drei Söhne Davids trugen ebenfalls Namen, in denen Kurzformen von Jahwe (Jah oder Jahu) enthalten waren: Adonijah, Schephatia und indirekt Salomo, der den Beinamen Jedidjah erhielt.</p>
<p>Als David gekrönt wurde, stieg Jahwe zum Gott des Herrscherhauses und des ihm unterworfenen Volkes auf. Als der König Jerusalem erobert hatte, verlegte er seinen Königsitz von Hebron dahin und brachte auch seinen Gott mit in die Stadt, in der bis dahin andere Götter gewaltet hatten: der Stadtgott Schalim, der schon genannte El, Baal (Jahwes größter Rivale), der Gerechtigkeitsgott Zedek oder die Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin Aschera z.B. David war klug genug diese Gottheiten nicht zu bekämpfen.</p>
<p>Erst nach und nach verdrängte Jahwe einige von ihnen, indem er deren Aufgaben an sich zog (Baal, El) oder wie Aschera zu seiner Gefährtin machte. Übereifrige Priester hetzten gelegentlich gegen Jahwes numinose Konkurrenten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Heimkehr der Bundeslade</strong></h3>
<p>Ein besonders geschickter Schachzug Davids bestand darin, sich um die Lade, eine heilige Holzkiste, die den Bund zwischen Gott und Volk symbolisierte, verdient zu machen. Sie genoss im Nordreich Israel, wo Davids Macht gering war und wo er kritisch beäugt wurde, hohes Ansehen. Der Verlust der Lade nach einer Niederlage gegen die Philister bedeutet einen schweren Schlag für das Volk Israel.</p>
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<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/James_Jacques_Joseph_Tissot_-_The_Ark_Passes_Over_the_Jordan_-_Google_Art_Project-04769652238aa386.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/James_Jacques_Joseph_Tissot_-_The_Ark_Passes_Over_the_Jordan_-_Google_Art_Project-04769652238aa386.jpg">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Eine "einfache Kiste aus Akazienholz" und zugleich das gefährlichste Kultobjekt Israels: die Bundeslade (James Tissot, um 1900)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:James_Jacques_Joseph_Tissot_-_The_Ark_Passes_Over_the_Jordan_-_Google_Art_Project.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Davids erster Versuch sie zurückzuholen scheiterte noch. Dann aber gelang es ihm zusammen mit den Männern Judas das Kultobjekt nach Jerusalem zu bringen, wo er sie in einem Zelt an der Quelle des Gihon, einer Karstquelle, die ganzjährig Trinkwasser sprudelte, aufstellte. Den Transport der Lade nach Jerusalem begleitete der halbnackte König mit Tänzen. Seiner Frau Michal, eine Tochter Sauls, fand das gar nicht gut.</p>
<p>Jerusalem wurde mit der Lade zum kultischen Mittelpunkt von Davids Herrschaftsbereich. Sein Sohn Salomo soll später der Lade einen neuen Tempel gebaut haben, der sich allerdings bis heute nicht finden ließ. Die Fürsorge, die David seinem Gott angedeihen ließ, honorierte Jahwe mit einer dynastischen Verheißung: Er versprach, dass die Dynastie Davids nie untergehen werde.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Kein Bild, keinen Namen und bloß nicht anfassen oder anschauen</strong></h3>
<p>Die Bundeslade steht für Jahwe, von dem man sich kein Bild machen darf. Seinen Namen sollte man nicht nennen und es ist besser, wenn man ihn nicht anschaut. Als Moses es einmal versuchte, trug er Schäden im Gesicht davon, die er zukünftig verdecken musste.</p>
<p>Die Menschen konnten die göttliche Ausstrahlung nicht aushalten. In der Lade befanden sich die beiden Gesetzestafeln, die Mose am Berg Horeb vom Herrn empfangen hatte. Als die Lade beim Transport nach Jerusalem umzukippen droht, stützte sie ein hilfreicher Begleiter und fiel sofort tot um. Jahwe und seine Holzkiste sind ziemlich gefährlich für ihre Anhänger.</p>
<p>Die babylonische Eroberung Jerusalems 587 v. Chr. brachte das Ende der Bundeslade. Da sie aus Holz war, verbrannte sie wahrscheinlich. Die Plünderer interessierten sich mehr für Edelmetalle. Indiana Jones suchte dennoch kürzlich nach ihr.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Israel versus Juda – und Jahwe kämpft auf beiden Seiten mit</strong></h3>
<p>In den letzten Jahren Salomos oder kurz nach seinem Tode machte sich die wachsende Macht des Pharaos erneut in Kanaan bemerkbar. Scheschonk I. zog 926 v. Chr. mit Heeresmacht in den israelitisch-judäischen Raum. Dort herrschten zwei Könige: Jerobeam I. von Israel (927‒907 v. Chr.) und Rehabeam von Juda (926‒910 v. Chr.).</p>
<p>Zwischen beiden und unter deren Nachfolgern herrschte sehr oft Krieg und Jahwe wurde von jeder Seite um Hilfe gebeten, denn er war mittlerweile der Hauptgott im Nord- wie im Südreich.</p>
<p>In diesen Auseinandersetzungen behielt Israel zumeist die Oberhand über Juda. Das Nordreich war wirtschaftlich entwickelter, deutlich bevölkerungsreicher und besser vernetzt im Nah- und Fernhandel des Vorderen Orients.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Israel unter den Omriden</strong></h3>
<p>Diese Einbeziehung des Nordreichs Israel in die Handelskontakte der Levante führte im 9. Jahrhundert v. Chr. unter den Omriden-Herrschern zu engen Verbindungen mit den phönizischen Wirtschaftszentren an der Mittelmeerküste.</p>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Israel_850_aC_de.svg-ecb623f1045d2122.webp" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Israel_850_aC_de.svg-ecb623f1045d2122.webp">
<a-img alt="Politische Karte der Levante in antiker Zeit" height="1361" src="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Israel_850_aC_de.svg-ecb623f1045d2122.webp" style="aspect-ratio: 960 / 1361;" width="960">
<img alt="Politische Karte der Levante in antiker Zeit" height="1361" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 960 / 1361; object-fit: cover;" width="960">
</a-img>
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Politische Ordnung der Levante im 9. Jahrhundert v. Chr.</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Eric Gaba/Furfur/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Israel_850_aC_de.svg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
<!-- RSPEAK_START -->
<p>Der kulturelle Austausch führte zu einem deutlichen Aufschwung in Israel. Omri baute eine neue Hauptstadt: Samaria mit Tempel- und Palastbauten. Die Stadt war ein Zentrum der Oliven- und Weinerzeugung und lag verkehrsgünstig an einer Ost-West-Verbindung, der <em>via maris</em>, zur Küste. Weitere Städte – Jesreel, Penuel, Sichem, Tirza – blühten auf, erhielten Paläste und Tempel.</p>
<p>Omri verheiratete seinen Sohn und Nachfolger Ahab mit einer phönizischen Prinzessin namens Isebel aus Sidon oder Tyrus. Die syro-phönizischen Einflüsse brachten Jahwe in Bedrängnis. In Baal erwuchs ihm ein ernsthafter Konkurrent. Israel, das in Assyrien als Haus Omri bekannt wurde, entwickelte sich zu einem Machtfaktor zwischen den Großmächten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Das Königreich Juda: die armen Verwandten im Süden</strong></h3>
<p>Im Schatten des Nordreiches standen die armen Verwandten in Juda. Seit etwa 868 v. Chr. befanden sich die Könige von Jerusalem in einem mehr als hundert Jahre (bis etwa 741 v. Chr.) währenden Abhängigkeitsverhältnis von den nördlichen Nachbarn. Das gefiel den Jerusalemer Bibelschreibern natürlich gar nicht. Sie versuchten die Omriden-Könige Israels zu delegitimieren. Die Ausdehnung, die Stärke, die Blüte und die Bautätigkeit Israels wurde auf Salomo und Juda überschrieben.</p>
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<a-img alt="Zedekiah" height="388" src="/imgs/18/5/1/6/8/8/4/2/Zedekiah-5aef8ebda7b7226a.png" style="aspect-ratio: 388 / 388;" width="388">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Zedekia, der letzte König von Juda (Holzschnitt von 1553)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zedekiah.png" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Und natürlich stellten sich die Jerusalemer als die "wahren" Jahwe-Anhänger dar. Im Norden fiel man zu Baal und anderen Abgöttern ab oder betete Jahwe in Stiergestalt an, was dem Abbildverbot widersprach. Im Süden dagegen hielt man an Jahwe fest, der die eigenen Könige zu seinen Söhnen gemacht und dem Hause Davids eine Ewigkeitsgarantie gegeben hatte.</p>
<p>Im ausgehenden 8. Jahrhundert v. Chr. schien sich diese Treue zu Jahwe für Juda und seine Herrscher auszuzahlen, denn das Nordreich Israel ging zugrunde. Nachdem die Assyrer das Land und die Hauptstadt Samaria 722/20 v. Chr. erobert hatten, flohen die nicht nach Assyrien deportierten Teile der Oberschicht Israels nach Süden in das Königreich Juda. Sie brachten viel intellektuelles, wirtschaftliches und kulturelles Know-how mit und trugen so zur Entwicklung des bis dahin ca. 50 Jahre hinterherhinkenden Reichs bei.</p>
<p>Mit der Eroberung Jerusalems durch die Babylonier hatte dieser Aufschwung 587/86 v. Chr. ein jähes Ende. Symbol dieses Untergangs, der eine tiefe Zäsur in der Geschichte des antiken Israels bedeutete, war die teilweise Zerstörung des Tempels von Jerusalem. Es folgte das tränenreiche Babylonische Exil: "An den Wasserflüssen Babylons da saßen wir und weinten" (Psalm 137).</p>
<h3 class="subheading"><strong>Noch kein Monotheismus in vorexilischer Zeit</strong></h3>
<p>Der lange Weg Jahwes zum einzigen Gott des Volkes Israel hatte noch kein Ende gefunden. Das Ziel der Fundamentalisten bestand darin, die Alleinverehrung Jahwes, die Abwendung von allen anderen Göttern sowie die Beseitigung der Kultplätze anderer Gottheiten durchzusetzen.</p>
<p>Der Jerusalemer Tempel sollte die einzige Kultstätte in Juda, die Verehrung Jahwes innerhalb des Landes alternativlos werden. Das andere Völker andere Götter hatten, wurde durchaus noch anerkannt.</p>
<p><em>Dies ist der dritte und letzte Teil des Artikels. Hier geht es zu <a href="https://www.telepolis.de/article/Israel-Palaestina-Zwischen-biblischer-Erzaehlung-und-historischem-Befund-11452858.html">Teil 1</a> und Teil 2.</em></p>
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<p><strong>Literatur</strong>:</p><ul class="boxtext rte__list rte__list--unordered"><li>Michael Tilly / Wolfgang Zwickel, <em>Religionsgeschichte Israels. Von der Vorzeit bis zu den Anfängen des Christentums</em>, 2011.</li><li>Jan Assmann, <em>Exodus. Die Revolution der Alten Welt</em>, 2015.</li><li>Thomas Römer, <em>Die Erfindung Gottes. Eine Reise zu den Quellen des Monotheismus</em>, 2018.</li></ul>
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2026-09-27T06:00:00.000Z
urn:bid:5172105
2026-09-26T15:30:00.000Z
Ein Flughafenfoto aus Olbia wird Spahn zum Verhängnis. Die Unions-Haushälter wollten ihn abziehen – Fraktionschef Frei rettete ihn vorerst bis Dezember.</p>
<p>Ein Foto vom Flughafen in Olbia auf Sardinien, aufgenommen mitten in einer Sitzungswoche des Bundestags, bringt Jens Spahn erneut in Bedrängnis. Der CDU-Politiker, bis Juli 2026 Chef der Unionsfraktion, muss um seinen Sitz im Haushaltsausschuss fürchten.</p>
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<p>In einer Sondersitzung am Freitag sprach sich nach <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/spahn-haushaltsausschuss-100.html" rel="external noopener" target="_blank">ARD-Informationen</a> die Mehrheit der Abgeordneten der Arbeitsgruppe Haushalt dafür aus, ihn aus dem Gremium abzuziehen.</p>
<p>Spahn hatte am Mittwoch laut <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/spahn-haushaltsausschuss-100.html" rel="external noopener" target="_blank">einem Bericht</a> der <em>Tagesschau</em> zum zweiten Mal bei einem Ausschusstermin gefehlt. Aus dem Ausschuss hieß es, er habe das mit der Erkrankung seines Kindes begründet.</p>
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<p>Dann veröffentlichte die <em>Bild</em> ein Foto, das ihn mit einem Baby am Flughafen zeigt, und löschte den Artikel kurz darauf wieder: Das Bild sei privat entstanden. Die Veröffentlichung habe gegen die eigenen Regeln verstoßen, Spahn habe entschuldigt gefehlt.</p>
<p>Spahns Umfeld <a href="https://www.stern.de/politik/deutschland/eklat-um-jens-spahn--cdu-abgeordnete-wollen-ex-fraktionschef-loswerden-38308012.html" rel="external noopener" target="_blank">widersprach laut</a> <em>stern</em> der Darstellung einer Krankmeldung. Er sei am Dienstag und Mittwoch "aus familiären Gründen entschuldigt" gewesen, an den übrigen Tagen im Bundestag. Eine Vertretung sei "wie es üblich ist" organisiert worden.</p>
<h3 class="subheading">Letzte Chance bis Dezember</h3>
<p>In einem rund halbstündigen Gespräch am Freitagmittag warb Spahn um eine letzte Chance. Der neue Fraktionschef Thorsten Frei, zuvor Kanzleramtschef, soll sich für ihn eingesetzt haben.</p>
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<p>Spahn darf zunächst bis Dezember bleiben, allerdings nur, solange er sich keinen weiteren Fehltritt leistet. In der Fraktion stößt dieses Zugeständnis <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_101453754/jens-spahn-auf-sardinien-politiker-sorgt-fuer-aerger-bei-cdu-kollegen.html" rel="external noopener" target="_blank">nach Informationen</a> von <em>t-online</em> auf Widerstand.</p>
<p>Aus Sicht mehrerer Abgeordneter genießt der frühere Fraktionschef damit eine ungerechtfertigte Vorzugsbehandlung. "Karrieristen" wie er seien schädlich für das bundesweite Ansehen der Union, hieß es.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4884205" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10461414"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Jens-Spahn-die-CDU-und-der-Maskenskandal-Wie-ein-Foerderkreis-fuer-Verschwoerungsanhaenger-10461414.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/4/2/0/5/covid-19-5232557_1280-e33f9001fea3cc39-f3f166a729b58352.jpeg" alt="Zusammengeknüllte Atemschutzmaske" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zusammengeknüllte Atemschutzmaske" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Jens Spahn, die CDU und der Maskenskandal: Wie ein Förderkreis für Verschwörungsanhänger</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Aus seinem Umfeld verlautete, Spahn verstehe angesichts des entstandenen Eindrucks die Irritationen bei den Kollegen und wolle das durch "Präsenz und Arbeit" wettmachen.</p>
<p>Die Frist ist allerdings eine interne politische Verständigung. Ein förmlicher Beschluss mit festem Enddatum ist nicht bekannt.</p>
<h3 class="subheading">Wer über den Sitz entscheidet</h3>
<p>Die Arbeitsgruppe Haushalt berät die Haushaltspolitik der Union und begleitet deren Abgeordnete im Ausschuss. Sie kann Druck machen, abberufen kann sie niemanden. Auch die Fraktionsspitze um Thorsten Frei sieht sich laut <em>stern</em> nicht in der Verantwortung, dafür gebe es in der Fraktion zuständige Gremien.</p>
<p>Laut § 57 der <a href="https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/go_btg" rel="external noopener" target="_blank">Geschäftsordnung des Bundestages</a> benennt die Fraktion Mitglieder und Stellvertreter, die Bundestagspräsidentin gibt Änderungen bekannt.</p>
<p>Eine Vertretung ist üblich: Stellvertreter derselben Fraktion dürfen für abwesende Kollegen laut § 71 GO-BT sogar Anträge stellen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4878723" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10450691"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Offener-Rechtsbruch-Der-Spahn-Bericht-zu-dubiosen-Maskendeals-wird-illegal-zurueckgehalten-10450691.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2124" height="1194" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/7/8/7/2/3/Bildschirmfoto_2025-06-17_um_23-a4de5111de2fae9c.png" style="aspect-ratio:2124 / 1194"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2124" height="1194" style="aspect-ratio:2124 / 1194;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Offener Rechtsbruch: Der Spahn-Bericht zu dubiosen Maskendeals wird illegal zurückgehalten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine ältere <a href="https://www.cducsu.de/sites/default/files/2017-04/Arbeitsordnung_der_CDU-CSU-Bundestagsfraktion.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Arbeitsordnung der Fraktion von 2014</a> verlangt, Verhinderungen dem AG-Vorsitzenden oder Obmann schriftlich zu melden und rechtzeitig Ersatz zu organisieren. Bei Entschuldigungen ist zudem anzugeben, wie man erreichbar ist. Ob sie heute unverändert gilt, ist offen.</p>
<p>Eine eigene Sanktion für entschuldigtes Fehlen im Ausschuss gibt es nicht. Wer an einem Sitzungstag seine Anwesenheit nirgends erfasst, dem werden laut § 14 Abgeordnetengesetz aber auch bei Entschuldigung 200 Euro von der Kostenpauschale einbehalten. Allerdings überbrückt eine Vertretung nur einzelne Termine und ersetzt nicht die dauerhafte Mitarbeit.</p>
<p>Der Streit fällt in eine heikle Phase: Der 42-köpfige Ausschuss, in dem die Union bei der Konstituierung 2025 insgesamt 14 Sitze stellte, berät den Bundesetat 2027.</p>
<p>Für Spahn, der im Juli nach der Debatte um seine Vaterschaft per Leihmutterschaft als Fraktionschef zurücktrat und auch den CDU-Bezirksvorsitz im Münsterland aufgab, ist es der nächste Rückschlag.</p>
Ein Flughafenfoto aus Olbia wird Spahn zum Verhängnis. Die Unions-Haushälter wollten ihn abziehen – Fraktionschef Frei rettete ihn vorerst bis Dezember.</p>
<p>Ein Foto vom Flughafen in Olbia auf Sardinien, aufgenommen mitten in einer Sitzungswoche des Bundestags, bringt Jens Spahn erneut in Bedrängnis. Der CDU-Politiker, bis Juli 2026 Chef der Unionsfraktion, muss um seinen Sitz im Haushaltsausschuss fürchten.</p>
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<p>In einer Sondersitzung am Freitag sprach sich nach <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/spahn-haushaltsausschuss-100.html" rel="external noopener" target="_blank">ARD-Informationen</a> die Mehrheit der Abgeordneten der Arbeitsgruppe Haushalt dafür aus, ihn aus dem Gremium abzuziehen.</p>
<p>Spahn hatte am Mittwoch laut <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/spahn-haushaltsausschuss-100.html" rel="external noopener" target="_blank">einem Bericht</a> der <em>Tagesschau</em> zum zweiten Mal bei einem Ausschusstermin gefehlt. Aus dem Ausschuss hieß es, er habe das mit der Erkrankung seines Kindes begründet.</p>
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<p>Dann veröffentlichte die <em>Bild</em> ein Foto, das ihn mit einem Baby am Flughafen zeigt, und löschte den Artikel kurz darauf wieder: Das Bild sei privat entstanden. Die Veröffentlichung habe gegen die eigenen Regeln verstoßen, Spahn habe entschuldigt gefehlt.</p>
<p>Spahns Umfeld <a href="https://www.stern.de/politik/deutschland/eklat-um-jens-spahn--cdu-abgeordnete-wollen-ex-fraktionschef-loswerden-38308012.html" rel="external noopener" target="_blank">widersprach laut</a> <em>stern</em> der Darstellung einer Krankmeldung. Er sei am Dienstag und Mittwoch "aus familiären Gründen entschuldigt" gewesen, an den übrigen Tagen im Bundestag. Eine Vertretung sei "wie es üblich ist" organisiert worden.</p>
<h3 class="subheading">Letzte Chance bis Dezember</h3>
<p>In einem rund halbstündigen Gespräch am Freitagmittag warb Spahn um eine letzte Chance. Der neue Fraktionschef Thorsten Frei, zuvor Kanzleramtschef, soll sich für ihn eingesetzt haben.</p>
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<p>Spahn darf zunächst bis Dezember bleiben, allerdings nur, solange er sich keinen weiteren Fehltritt leistet. In der Fraktion stößt dieses Zugeständnis <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_101453754/jens-spahn-auf-sardinien-politiker-sorgt-fuer-aerger-bei-cdu-kollegen.html" rel="external noopener" target="_blank">nach Informationen</a> von <em>t-online</em> auf Widerstand.</p>
<p>Aus Sicht mehrerer Abgeordneter genießt der frühere Fraktionschef damit eine ungerechtfertigte Vorzugsbehandlung. "Karrieristen" wie er seien schädlich für das bundesweite Ansehen der Union, hieß es.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4884205" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10461414"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Jens-Spahn-die-CDU-und-der-Maskenskandal-Wie-ein-Foerderkreis-fuer-Verschwoerungsanhaenger-10461414.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/4/2/0/5/covid-19-5232557_1280-e33f9001fea3cc39-f3f166a729b58352.jpeg" alt="Zusammengeknüllte Atemschutzmaske" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zusammengeknüllte Atemschutzmaske" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Jens Spahn, die CDU und der Maskenskandal: Wie ein Förderkreis für Verschwörungsanhänger</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Aus seinem Umfeld verlautete, Spahn verstehe angesichts des entstandenen Eindrucks die Irritationen bei den Kollegen und wolle das durch "Präsenz und Arbeit" wettmachen.</p>
<p>Die Frist ist allerdings eine interne politische Verständigung. Ein förmlicher Beschluss mit festem Enddatum ist nicht bekannt.</p>
<h3 class="subheading">Wer über den Sitz entscheidet</h3>
<p>Die Arbeitsgruppe Haushalt berät die Haushaltspolitik der Union und begleitet deren Abgeordnete im Ausschuss. Sie kann Druck machen, abberufen kann sie niemanden. Auch die Fraktionsspitze um Thorsten Frei sieht sich laut <em>stern</em> nicht in der Verantwortung, dafür gebe es in der Fraktion zuständige Gremien.</p>
<p>Laut § 57 der <a href="https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/go_btg" rel="external noopener" target="_blank">Geschäftsordnung des Bundestages</a> benennt die Fraktion Mitglieder und Stellvertreter, die Bundestagspräsidentin gibt Änderungen bekannt.</p>
<p>Eine Vertretung ist üblich: Stellvertreter derselben Fraktion dürfen für abwesende Kollegen laut § 71 GO-BT sogar Anträge stellen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4878723" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10450691"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Offener-Rechtsbruch-Der-Spahn-Bericht-zu-dubiosen-Maskendeals-wird-illegal-zurueckgehalten-10450691.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2124" height="1194" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/7/8/7/2/3/Bildschirmfoto_2025-06-17_um_23-a4de5111de2fae9c.png" style="aspect-ratio:2124 / 1194"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2124" height="1194" style="aspect-ratio:2124 / 1194;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Offener Rechtsbruch: Der Spahn-Bericht zu dubiosen Maskendeals wird illegal zurückgehalten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine ältere <a href="https://www.cducsu.de/sites/default/files/2017-04/Arbeitsordnung_der_CDU-CSU-Bundestagsfraktion.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Arbeitsordnung der Fraktion von 2014</a> verlangt, Verhinderungen dem AG-Vorsitzenden oder Obmann schriftlich zu melden und rechtzeitig Ersatz zu organisieren. Bei Entschuldigungen ist zudem anzugeben, wie man erreichbar ist. Ob sie heute unverändert gilt, ist offen.</p>
<p>Eine eigene Sanktion für entschuldigtes Fehlen im Ausschuss gibt es nicht. Wer an einem Sitzungstag seine Anwesenheit nirgends erfasst, dem werden laut § 14 Abgeordnetengesetz aber auch bei Entschuldigung 200 Euro von der Kostenpauschale einbehalten. Allerdings überbrückt eine Vertretung nur einzelne Termine und ersetzt nicht die dauerhafte Mitarbeit.</p>
<p>Der Streit fällt in eine heikle Phase: Der 42-köpfige Ausschuss, in dem die Union bei der Konstituierung 2025 insgesamt 14 Sitze stellte, berät den Bundesetat 2027.</p>
<p>Für Spahn, der im Juli nach der Debatte um seine Vaterschaft per Leihmutterschaft als Fraktionschef zurücktrat und auch den CDU-Bezirksvorsitz im Münsterland aufgab, ist es der nächste Rückschlag.</p>
2026-09-26T15:30:00.000Z
urn:bid:5172093
2026-09-26T15:00:00.000Z
Der KPRF-Chef prangert explodierende Preise und Kriegsgewinnler an – dabei trug seine Partei selbst zum Einmarsch in die Ukraine bei.</p>
<p>Am 20. September erklärte Gennadi Sjuganow zu Beginn des Pressebriefings der kommunistischen Partei KPRF zu den Dumawahlen: "Wir haben sehr gut verstanden, dass <a href="https://www.youtube.com/watch?v=y6PV0EfYXQg&t=264s" rel="external noopener" target="_blank">Wahlen während eines Krieges ein prinzipiell anderes Unterfangen</a> sind, das maximale Einigkeit, Eigenverantwortung und eine sehr gründliche Zusammenarbeit mit den Bürgern des Landes erfordert."</p>
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<h3 class="subheading">Kritik an Kriegsprofiteuren</h3>
<p>Die Bürger forderten einen Kurswechsel und beständen darauf, dass die Preise nicht explodieren, dass Wohnen und Energie sie nicht überfordern. Eine Links-Mitte-Wende, eine Wende zu Gerechtigkeit, Freundschaft und Sozialismus sei nötig. "Wenn der Kurs sich nicht ändert und der Abnutzungskrieg weitergeht, werden alle verlieren", konstatierte Sjuganow.</p>
<p>Seine Kritik am Wirtschaftskurs machte der Parteichef am schleppenden Wachstum deutlich: "Die Welt entwickelt sich mit einer Rate von 3 bis 4 Prozent, und wir stagnieren seit 15 Jahren bei 1 Prozent. Das ist inakzeptabel." Dazu kritisierte er die technische Rückständigkeit im Land und sagte: "Wir haben seit 20 Jahren kein eigenes Telefon mehr gefertigt."</p>
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<p>Außerdem betonte Sjuganow, dass alles getan worden sei, um die Gesellschaft zu einen. Doch das sei schwierig, wenn "die Oligarchie während der Kriegsjahre von 105 auf 155 Mitglieder angewachsen ist, 700 Milliarden Dollar angehäuft hat" und "sich nicht am Sieg beteiligen, normale Steuern zahlen oder investieren will."</p>
<p>Damit will der Parteichef Kriegsgewinnler als Schuldige für die wirtschaftliche Misere ausmachen. Dabei hatten er und seine Partei sich vor dem Krieg in der Ukraine für die Unterstützung der Separatisten eingesetzt und 2022 den Entwurf zur <a href="https://www.bpb.de/themen/europa/russland-analysen/nr-424/515001/analyse-die-linke-in-russland-und-der-krieg-in-der-ukraine/" rel="external noopener" target="_blank">Anerkennung der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk</a> vorgelegt.</p>
<h3 class="subheading">Blick auf Anliegen der Bevölkerung</h3>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Dieser Entwurf wurde in der Duma mit der kremlnahen Partei Einiges Russland mehrheitlich beschlossen und trug zum Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022 bei. Den Einmarsch begrüßte Sjuganow am 24. Februar im Namen der KPRF in einer Stellungnahme als Maßnahme zur Erzwingung von "Frieden" und zur Befreiung des ukrainischen Volkes von "Faschismus" und "Oligarchie".</p>
<p>Zu dem Zeitpunkt war die russische Wirtschaft nicht wie aktuell in einer Schieflage, sodass die patriotischen Stimmen sich in der KPRF durchsetzten und mit dem Kreml auf einer Linie waren. Jetzt sah sich Sjuganow offenbar berufen, die Anliegen der Bevölkerung wieder stärker in den Vordergrund zu rücken, was seinen Worten nach im Parteiprogramm und Wahlkampf zum Ausdruck kam.</p>
<p>Lange Schlangen an Tankstellen, steigende Preise und Mieten haben Unzufriedenheit geschürt. Der Preis für das Nationalgericht Borschtsch ist Sjuganow zufolge innerhalb eines Jahres um 40 Prozent gestiegen. Das betreffe "die Hälfte der Bevölkerung, die die Auswirkungen am eigenen Leib zu spüren bekommt."</p>
<h3 class="subheading">Wahlen mit Tücken</h3>
<p>Da am 20. September zu den Wahlergebnissen Zahlen noch nicht vorlagen, verwies Sjuganow auf Umfragen, die für seine Partei einen Anstieg der Zustimmung von 18 auf 35 Prozent erwarten ließen. Dass <a href="https://www.kommersant.ru/doc/8971662" rel="external noopener" target="_blank">nach Daten der Zentralen Wahlkommission Russlands nur knapp 14 Prozent</a> der Wähler für die KPRF stimmten und die Zustimmung für Einiges Russland von nicht ganz 50 auf rund 58 Prozent gestiegen ist, dürfte ihn überrascht haben – oder auch nicht. Am 25. September bestätigte die Wahlkommission das Endergebnis: 349 Sitze für Einiges Russland, 37 für die KPRF.</p>
<p>Am 21. September prangerte Sjuganow an: "Allein in Woronesch, einer Millionenstadt, wurden <a href="https://kprf.ru/activity/elections/247676.html" rel="external noopener" target="_blank">sämtliche Wahlbeobachter hinausgeworfen</a>. Ich habe bei einer Wahl noch nie solch eine Willkür erlebt wie in der größten Stadt, wo einer der Spitzenfunktionäre von Einiges Russland den Wahlkampf leitete. Denkt er, solch ein Ergebnis wird ihn zufriedenstellen? Nein. Denn dies sind illegitime Wahlen, für die man sich schämen muss, auf die man nicht stolz sein kann."</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5145570" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11411447"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Russland-Oberstes-Gericht-schliesst-Jabloko-von-der-Duma-Wahl-aus-11411447.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/5/5/7/0/shutterstock_2650227693-a66c15fcc40658e9.jpeg" alt="Monumentaler Gebäudeeingang" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Monumentaler Gebäudeeingang" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Russland: Oberstes Gericht schließt Jabloko von der Duma-Wahl aus</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Über mutmaßliche Tricksereien bei der Auszählung der Stimmen berichtete die Nowaja Gaseta Europa auf Basis einer statistischen Auswertung der Daten der Zentralen Wahlkommission Russlands. Demnach stimmten nach der Methode des Physikers Sergej Schpilkin, die auffällige Wahllokale herausrechnet, real nur <a href="https://novayagazeta.eu/articles/2026/09/21/rezultat-edinoi-rossii-ochishchennyi-ot-falsifikatsii-sostavliaet-okolo-34-podschitala-novaia-evropa-news" rel="external noopener" target="_blank">34 Prozent der Wähler für Einiges Russland.</a> "Die Grafik zeigt, dass die Verteilung der Ergebnisse und der Wahlbeteiligung eine gleichmäßige Punktwolke um diesen Punkt bildet. Dies ist wahrscheinlich das Ergebnis ohne Wahlbetrug."</p>
<h3 class="subheading">Bestätigung für Putin</h3>
<p>Putin wertete die hohe Wahlbeteiligung als Beleg dafür, dass die Russen die in der Ukraine kämpfenden Streitkräfte unterstützen. Auch deshalb dürfte die Zustimmung für Einiges Russland zulasten der KPRF so hoch ausgefallen sein. In offiziellen und zugelassenen Medien in Russland findet Sjuganows Kritik nahezu keine Erwähnung, wobei er nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse den Zustand der Wirtschaft weiter kritisierte und sich für eine sozial orientierte Politik aussprach.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161173" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11445529"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Fernost-als-Wirtschaftsmotor-Putin-setzt-auf-Investitionen-und-Energie-11445529.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/1/7/3/shutterstock_2542566129-5cc54667bf674e02.jpeg" alt="Wladimir Putin mit Stift in der Hand" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5472" height="3075" alt="Wladimir Putin mit Stift in der Hand" style="aspect-ratio:5472 / 3075;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Fernost als Wirtschaftsmotor: Putin setzt auf Investitionen und Energie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>60 Prozent der Öl- und Gaspipelines seien ramponiert und müssten ersetzt werden. "Doch anstatt zu investieren, werden den Bürgern die Strompreise aufgezwungen." Ab dem 1. Oktober sollen die Tarife für kommunale Dienstleistungen regional um weitere 8 bis 22 Prozent steigen. "Ich lebe seit über 40 Jahren in Moskau. Mir haben sie 30.000 Rubel aufgedrückt, obwohl mein Haus schon lange dringend sanierungsbedürftig ist", so Sjuganow zur Lage.</p>
<p>Dass Sjuganows Kritik Präsident Putin zu Gesprächen über eine Energie-Waffenruhe bewegt, wie sie die Ukraine vorgeschlagen hat, ist kaum vorstellbar. Die USA haben Putin zum G20-Gipfel im Dezember nach Miami eingeladen. Nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow im UN-Sicherheitsrat jedoch, dass <a href="https://meduza.io/news/2026/09/23/lavrov-srazu-posle-vstrechi-s-rubio-zayavil-chto-rossiya-ne-budet-delat-pauzu-v-voyne-s-ukrainoy-na-period-peregovorov" rel="external noopener" target="_blank">Russland im Verlauf von Gesprächen die Kampfhandlungen nicht einstellen werde.</a></p>
Der KPRF-Chef prangert explodierende Preise und Kriegsgewinnler an – dabei trug seine Partei selbst zum Einmarsch in die Ukraine bei.</p>
<p>Am 20. September erklärte Gennadi Sjuganow zu Beginn des Pressebriefings der kommunistischen Partei KPRF zu den Dumawahlen: "Wir haben sehr gut verstanden, dass <a href="https://www.youtube.com/watch?v=y6PV0EfYXQg&t=264s" rel="external noopener" target="_blank">Wahlen während eines Krieges ein prinzipiell anderes Unterfangen</a> sind, das maximale Einigkeit, Eigenverantwortung und eine sehr gründliche Zusammenarbeit mit den Bürgern des Landes erfordert."</p>
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<h3 class="subheading">Kritik an Kriegsprofiteuren</h3>
<p>Die Bürger forderten einen Kurswechsel und beständen darauf, dass die Preise nicht explodieren, dass Wohnen und Energie sie nicht überfordern. Eine Links-Mitte-Wende, eine Wende zu Gerechtigkeit, Freundschaft und Sozialismus sei nötig. "Wenn der Kurs sich nicht ändert und der Abnutzungskrieg weitergeht, werden alle verlieren", konstatierte Sjuganow.</p>
<p>Seine Kritik am Wirtschaftskurs machte der Parteichef am schleppenden Wachstum deutlich: "Die Welt entwickelt sich mit einer Rate von 3 bis 4 Prozent, und wir stagnieren seit 15 Jahren bei 1 Prozent. Das ist inakzeptabel." Dazu kritisierte er die technische Rückständigkeit im Land und sagte: "Wir haben seit 20 Jahren kein eigenes Telefon mehr gefertigt."</p>
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<p>Außerdem betonte Sjuganow, dass alles getan worden sei, um die Gesellschaft zu einen. Doch das sei schwierig, wenn "die Oligarchie während der Kriegsjahre von 105 auf 155 Mitglieder angewachsen ist, 700 Milliarden Dollar angehäuft hat" und "sich nicht am Sieg beteiligen, normale Steuern zahlen oder investieren will."</p>
<p>Damit will der Parteichef Kriegsgewinnler als Schuldige für die wirtschaftliche Misere ausmachen. Dabei hatten er und seine Partei sich vor dem Krieg in der Ukraine für die Unterstützung der Separatisten eingesetzt und 2022 den Entwurf zur <a href="https://www.bpb.de/themen/europa/russland-analysen/nr-424/515001/analyse-die-linke-in-russland-und-der-krieg-in-der-ukraine/" rel="external noopener" target="_blank">Anerkennung der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk</a> vorgelegt.</p>
<h3 class="subheading">Blick auf Anliegen der Bevölkerung</h3>
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<p>Dieser Entwurf wurde in der Duma mit der kremlnahen Partei Einiges Russland mehrheitlich beschlossen und trug zum Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022 bei. Den Einmarsch begrüßte Sjuganow am 24. Februar im Namen der KPRF in einer Stellungnahme als Maßnahme zur Erzwingung von "Frieden" und zur Befreiung des ukrainischen Volkes von "Faschismus" und "Oligarchie".</p>
<p>Zu dem Zeitpunkt war die russische Wirtschaft nicht wie aktuell in einer Schieflage, sodass die patriotischen Stimmen sich in der KPRF durchsetzten und mit dem Kreml auf einer Linie waren. Jetzt sah sich Sjuganow offenbar berufen, die Anliegen der Bevölkerung wieder stärker in den Vordergrund zu rücken, was seinen Worten nach im Parteiprogramm und Wahlkampf zum Ausdruck kam.</p>
<p>Lange Schlangen an Tankstellen, steigende Preise und Mieten haben Unzufriedenheit geschürt. Der Preis für das Nationalgericht Borschtsch ist Sjuganow zufolge innerhalb eines Jahres um 40 Prozent gestiegen. Das betreffe "die Hälfte der Bevölkerung, die die Auswirkungen am eigenen Leib zu spüren bekommt."</p>
<h3 class="subheading">Wahlen mit Tücken</h3>
<p>Da am 20. September zu den Wahlergebnissen Zahlen noch nicht vorlagen, verwies Sjuganow auf Umfragen, die für seine Partei einen Anstieg der Zustimmung von 18 auf 35 Prozent erwarten ließen. Dass <a href="https://www.kommersant.ru/doc/8971662" rel="external noopener" target="_blank">nach Daten der Zentralen Wahlkommission Russlands nur knapp 14 Prozent</a> der Wähler für die KPRF stimmten und die Zustimmung für Einiges Russland von nicht ganz 50 auf rund 58 Prozent gestiegen ist, dürfte ihn überrascht haben – oder auch nicht. Am 25. September bestätigte die Wahlkommission das Endergebnis: 349 Sitze für Einiges Russland, 37 für die KPRF.</p>
<p>Am 21. September prangerte Sjuganow an: "Allein in Woronesch, einer Millionenstadt, wurden <a href="https://kprf.ru/activity/elections/247676.html" rel="external noopener" target="_blank">sämtliche Wahlbeobachter hinausgeworfen</a>. Ich habe bei einer Wahl noch nie solch eine Willkür erlebt wie in der größten Stadt, wo einer der Spitzenfunktionäre von Einiges Russland den Wahlkampf leitete. Denkt er, solch ein Ergebnis wird ihn zufriedenstellen? Nein. Denn dies sind illegitime Wahlen, für die man sich schämen muss, auf die man nicht stolz sein kann."</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5145570" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11411447"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Russland-Oberstes-Gericht-schliesst-Jabloko-von-der-Duma-Wahl-aus-11411447.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/5/5/7/0/shutterstock_2650227693-a66c15fcc40658e9.jpeg" alt="Monumentaler Gebäudeeingang" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Monumentaler Gebäudeeingang" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Russland: Oberstes Gericht schließt Jabloko von der Duma-Wahl aus</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Über mutmaßliche Tricksereien bei der Auszählung der Stimmen berichtete die Nowaja Gaseta Europa auf Basis einer statistischen Auswertung der Daten der Zentralen Wahlkommission Russlands. Demnach stimmten nach der Methode des Physikers Sergej Schpilkin, die auffällige Wahllokale herausrechnet, real nur <a href="https://novayagazeta.eu/articles/2026/09/21/rezultat-edinoi-rossii-ochishchennyi-ot-falsifikatsii-sostavliaet-okolo-34-podschitala-novaia-evropa-news" rel="external noopener" target="_blank">34 Prozent der Wähler für Einiges Russland.</a> "Die Grafik zeigt, dass die Verteilung der Ergebnisse und der Wahlbeteiligung eine gleichmäßige Punktwolke um diesen Punkt bildet. Dies ist wahrscheinlich das Ergebnis ohne Wahlbetrug."</p>
<h3 class="subheading">Bestätigung für Putin</h3>
<p>Putin wertete die hohe Wahlbeteiligung als Beleg dafür, dass die Russen die in der Ukraine kämpfenden Streitkräfte unterstützen. Auch deshalb dürfte die Zustimmung für Einiges Russland zulasten der KPRF so hoch ausgefallen sein. In offiziellen und zugelassenen Medien in Russland findet Sjuganows Kritik nahezu keine Erwähnung, wobei er nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse den Zustand der Wirtschaft weiter kritisierte und sich für eine sozial orientierte Politik aussprach.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161173" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11445529"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Fernost-als-Wirtschaftsmotor-Putin-setzt-auf-Investitionen-und-Energie-11445529.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/1/7/3/shutterstock_2542566129-5cc54667bf674e02.jpeg" alt="Wladimir Putin mit Stift in der Hand" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5472" height="3075" alt="Wladimir Putin mit Stift in der Hand" style="aspect-ratio:5472 / 3075;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Fernost als Wirtschaftsmotor: Putin setzt auf Investitionen und Energie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>60 Prozent der Öl- und Gaspipelines seien ramponiert und müssten ersetzt werden. "Doch anstatt zu investieren, werden den Bürgern die Strompreise aufgezwungen." Ab dem 1. Oktober sollen die Tarife für kommunale Dienstleistungen regional um weitere 8 bis 22 Prozent steigen. "Ich lebe seit über 40 Jahren in Moskau. Mir haben sie 30.000 Rubel aufgedrückt, obwohl mein Haus schon lange dringend sanierungsbedürftig ist", so Sjuganow zur Lage.</p>
<p>Dass Sjuganows Kritik Präsident Putin zu Gesprächen über eine Energie-Waffenruhe bewegt, wie sie die Ukraine vorgeschlagen hat, ist kaum vorstellbar. Die USA haben Putin zum G20-Gipfel im Dezember nach Miami eingeladen. Nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow im UN-Sicherheitsrat jedoch, dass <a href="https://meduza.io/news/2026/09/23/lavrov-srazu-posle-vstrechi-s-rubio-zayavil-chto-rossiya-ne-budet-delat-pauzu-v-voyne-s-ukrainoy-na-period-peregovorov" rel="external noopener" target="_blank">Russland im Verlauf von Gesprächen die Kampfhandlungen nicht einstellen werde.</a></p>
2026-09-26T15:00:00.000Z
urn:bid:5169299
2026-09-26T14:00:00.000Z
Forscher entwickeln Gate-All-Around-Transistoren mit älterer Belichtungstechnik. Zur Massenproduktion ist es noch weit – doch China macht Fortschritte.</p>
<p>Das Institut für Mikroelektronik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (Imecas) hat nach eigenen Angaben eine frühe Prozesskette für gestapelte Nanoschicht-GAA-Transistoren (Gate-All-Around) entwickelt und dabei auf ältere DUV-Lithografietechnik zurückgegriffen. Dies <a href="https://www.digitimes.com/news/a20260917PD204.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a> die taiwanische Fachpublikation <em>Digitimes </em>unter Berufung auf einen Vortrag von Ye Tianchun, Chefingenieur des chinesischen Staatsprojekts "02" und langjähriger Leiter von Imecas, auf der IC World-Konferenz in Peking.</p>
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<p>Ye erklärte, Imecas habe die "frühe Prozessintegration" für gestapelte Nanoschicht-GAA-CMOS-Transistoren abgeschlossen – und bezeichnete das Ergebnis als "neuen frühen MOS-Transistor-Prozesspfad für Chinas fortgeschrittene Fertigung unterhalb von 3 Nanometern".</p>
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<h3 class="subheading">Was GAA-Transistoren sind – und warum sie wichtig sind</h3>
<p>Zum Verständnis: GAA-Transistoren (Gate-All-Around) sind die nächste Entwicklungsstufe nach der bisher weit verbreiteten FinFET-Architektur. Bei FinFET-Transistoren umschließt das Steuergate den Stromkanal von drei Seiten; bei GAA-Transistoren – in der gestapelten Nanoschicht-Variante – umgibt das Gate den Kanal vollständig.</p>
<p>Das ermöglicht eine präzisere elektrische Steuerung bei weiter schrumpfenden Transistormaßen. Samsung fertigt bereits 3-Nanometer-Chips in Massenproduktion mit GAA-Technik; der taiwanische Auftragsfertiger TSMC stieg Ende 2025 mit seinem 2-Nanometer-Knoten ebenfalls auf GAA um.</p>
<p>Der entscheidende Unterschied bei Imecas: Während führende Hersteller für diese Strukturgrößen auf EUV-Lithografie (Extreme Ultraviolet) setzen, arbeitet das chinesische Institut mit DUV-Belichtungsanlagen (Deep Ultraviolet) – einer älteren, weniger präzisen Technologie.</p>
<p>EUV-Maschinen des niederländischen Herstellers ASML dürfen aufgrund von US-Exportbeschränkungen nicht nach China verkauft werden. Jüngste US-Vorschläge drohen, diese Beschränkungen sogar auf ASMLs DUV-Geschäft in China auszuweiten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5103685" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11338716"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/ASML-in-der-China-Falle-Drohen-dem-Tech-Riesen-jetzt-US-Sanktionen-11338716.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4618" height="2595" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/3/6/8/5/shutterstock_2443626343-7fb75ada49d8ce97.jpeg" alt="Ein großes blaues Schild mit der Aufschrift ASML steht vor einem Gebäude." style="aspect-ratio:4618 / 2595"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4618" height="2595" alt="Ein großes blaues Schild mit der Aufschrift ASML steht vor einem Gebäude." style="aspect-ratio:4618 / 2595;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">ASML in der China-Falle: Drohen dem Tech-Riesen jetzt US-Sanktionen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading">Was die Messwerte aussagen – und was nicht</h3>
<p>Die Imecas-Forscher haben nach eigenen Angaben Transistoren mit Ion/Ioff-Verhältnissen von 9,7×10⁵ und 7,6×10⁵ erzielt – beide Werte liegen über dem Schwellenwert von 5×10⁵.</p>
<p>Das Ion/Ioff-Verhältnis beschreibt, wie gut ein Transistor zwischen leitendem und nicht-leitendem Zustand unterscheiden kann. Ein hoher Wert bedeutet, dass das Gate die gestapelten Nanoschichten effektiv kontrolliert – ein grundlegender Nachweis der Funktionsfähigkeit.</p>
<p>Allerdings hat Imecas bislang keine geometrischen Kenngrößen veröffentlicht, die einen direkten Vergleich mit kommerziellen 3-Nanometer-Prozessen erlauben würden. Gate-Abstand, Metallleitungsabstand, Nanoschicht-Abmessungen, Transistordichte oder SRAM-Dichte – all diese Parameter, anhand derer sich Fertigungsknoten industriell einordnen lassen, wurden nicht offengelegt.</p>
<p>Das Fachmagazin <em>Tom's Hardware</em> <a href="https://www.tomshardware.com/tech-industry/china-crafts-working-3nm-gate-all-around-transistors-without-euv-stacked-nanosheets-target-3nm-without-euv-but-full-node-remains-distant" rel="external noopener" target="_blank">betont daher</a>, das Ergebnis sei als Nachweis eines funktionsfähigen DUV-basierten GAA-Prozesspfads zu werten – nicht als Beleg, dass China einen vollständigen 3-Nanometer-Prozess ohne EUV entwickelt habe.</p>
<h3 class="subheading">Weiter Weg bis zur Produktion</h3>
<p>Ye selbst räumte ein, dass sich die Entwicklung noch in einem frühen Stadium befinde. Ob die neue GAA-Technologie jemals den Sprung in die Massenproduktion schaffe, hänge von künftigen Validierungsleistungen auf realen Fertigungslinien ab.</p>
<p>Tatsächlich ist der Abstand zu einem produktionsreifen Prozess noch erheblich. Eine kommerzielle Halbleiterfertigung erfordert die präzise Abstimmung von Lithografie, Abscheidung, Ätzprozessen, Reinigung, Messtechnik, Prozesskontrolle, Materialien und Temperaturen – eine Gesamtintegration, die Imecas nach aktuellem Stand nicht demonstriert hat. Selbst wenn das Institut künftig geometrisch skalierte GAA-Bauteile mit DUV nachweisen sollte, wäre das noch weit von einem produktionsfähigen 3-Nanometer-Verfahren entfernt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5099378" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11330161"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/China-umgeht-ASML-Sperre-mit-Stempeltechnik-fuer-Photonik-Chips-11330161.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/9/3/7/8/shutterstock_1015265728-e7e81abe99d7daaa.jpeg" alt="Silizium-Wafer in der Produktion" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Silizium-Wafer in der Produktion" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">China umgeht ASML-Sperre mit Stempeltechnik für Photonik-Chips</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ye nannte in seinem Vortrag ergänzend Ansätze wie architektonische Innovation, Design-Technologie-Co-Optimierung (DTCO) und System-Technologie-Co-Optimierung (STCO) als Wege, um aus vorhandenen, älteren Fertigungstechnologien mehr Leistung herauszuholen.</p>
<h3 class="subheading">Einbettung in Chinas breiteren Halbleiter-Eigenentwicklungskurs</h3>
<p>Die Arbeit von Imecas steht nicht isoliert. Das Institut forscht seit 2020 gezielt an Technologien für den Übergang zu Strukturgrößen unterhalb von 3 Nanometern. 2025 entwickelte es zudem einen vollständig festkörperbasierten DUV-Laser, der Licht der Wellenlänge 193 Nanometer erzeugt – jene Wellenlänge, die in der aktuellen Halbleiterlithografie zentral ist.</p>
<p>Parallel dazu präsentierte Huawei im Mai dieses Jahres das sogenannte "Tau Scaling Law" – ein Konzept, das Chip-Architekturen auf Basis von "Zeitskalierung" neu gestaltet. Huawei erwartet, dass seine darauf basierenden Hochleistungschips bis 2031 Transistordichten erreichen, die einem 1,4-Nanometer-Prozess entsprechen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5088279" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11305548"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Huawei-will-ohne-westliche-Technik-Spitzenchips-fertigen-11305548.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5632" height="3165" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/8/2/7/9/shutterstock_1252879549-a33ec485561ad37a.jpeg" alt="Huawei-Logo vor dem Sitz des Unternehmens." style="aspect-ratio:5632 / 3165"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5632" height="3165" alt="Huawei-Logo vor dem Sitz des Unternehmens." style="aspect-ratio:5632 / 3165;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Huawei will ohne westliche Technik Spitzenchips fertigen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ye selbst hatte zuvor als Cheftechnologe des staatlichen "02"-Projekts gewirkt – einer groß angelegten Staatsinitiative zur Förderung einheimischer Halbleiterfertigungsausrüstung und -kapazitäten. Die Chinesische Akademie der Wissenschaften reagierte auf eine Anfrage zur aktuellen Entwicklung zunächst nicht.</p>
Forscher entwickeln Gate-All-Around-Transistoren mit älterer Belichtungstechnik. Zur Massenproduktion ist es noch weit – doch China macht Fortschritte.</p>
<p>Das Institut für Mikroelektronik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (Imecas) hat nach eigenen Angaben eine frühe Prozesskette für gestapelte Nanoschicht-GAA-Transistoren (Gate-All-Around) entwickelt und dabei auf ältere DUV-Lithografietechnik zurückgegriffen. Dies <a href="https://www.digitimes.com/news/a20260917PD204.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a> die taiwanische Fachpublikation <em>Digitimes </em>unter Berufung auf einen Vortrag von Ye Tianchun, Chefingenieur des chinesischen Staatsprojekts "02" und langjähriger Leiter von Imecas, auf der IC World-Konferenz in Peking.</p>
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<p>Ye erklärte, Imecas habe die "frühe Prozessintegration" für gestapelte Nanoschicht-GAA-CMOS-Transistoren abgeschlossen – und bezeichnete das Ergebnis als "neuen frühen MOS-Transistor-Prozesspfad für Chinas fortgeschrittene Fertigung unterhalb von 3 Nanometern".</p>
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<h3 class="subheading">Was GAA-Transistoren sind – und warum sie wichtig sind</h3>
<p>Zum Verständnis: GAA-Transistoren (Gate-All-Around) sind die nächste Entwicklungsstufe nach der bisher weit verbreiteten FinFET-Architektur. Bei FinFET-Transistoren umschließt das Steuergate den Stromkanal von drei Seiten; bei GAA-Transistoren – in der gestapelten Nanoschicht-Variante – umgibt das Gate den Kanal vollständig.</p>
<p>Das ermöglicht eine präzisere elektrische Steuerung bei weiter schrumpfenden Transistormaßen. Samsung fertigt bereits 3-Nanometer-Chips in Massenproduktion mit GAA-Technik; der taiwanische Auftragsfertiger TSMC stieg Ende 2025 mit seinem 2-Nanometer-Knoten ebenfalls auf GAA um.</p>
<p>Der entscheidende Unterschied bei Imecas: Während führende Hersteller für diese Strukturgrößen auf EUV-Lithografie (Extreme Ultraviolet) setzen, arbeitet das chinesische Institut mit DUV-Belichtungsanlagen (Deep Ultraviolet) – einer älteren, weniger präzisen Technologie.</p>
<p>EUV-Maschinen des niederländischen Herstellers ASML dürfen aufgrund von US-Exportbeschränkungen nicht nach China verkauft werden. Jüngste US-Vorschläge drohen, diese Beschränkungen sogar auf ASMLs DUV-Geschäft in China auszuweiten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5103685" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11338716"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/ASML-in-der-China-Falle-Drohen-dem-Tech-Riesen-jetzt-US-Sanktionen-11338716.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4618" height="2595" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/3/6/8/5/shutterstock_2443626343-7fb75ada49d8ce97.jpeg" alt="Ein großes blaues Schild mit der Aufschrift ASML steht vor einem Gebäude." style="aspect-ratio:4618 / 2595"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4618" height="2595" alt="Ein großes blaues Schild mit der Aufschrift ASML steht vor einem Gebäude." style="aspect-ratio:4618 / 2595;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">ASML in der China-Falle: Drohen dem Tech-Riesen jetzt US-Sanktionen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading">Was die Messwerte aussagen – und was nicht</h3>
<p>Die Imecas-Forscher haben nach eigenen Angaben Transistoren mit Ion/Ioff-Verhältnissen von 9,7×10⁵ und 7,6×10⁵ erzielt – beide Werte liegen über dem Schwellenwert von 5×10⁵.</p>
<p>Das Ion/Ioff-Verhältnis beschreibt, wie gut ein Transistor zwischen leitendem und nicht-leitendem Zustand unterscheiden kann. Ein hoher Wert bedeutet, dass das Gate die gestapelten Nanoschichten effektiv kontrolliert – ein grundlegender Nachweis der Funktionsfähigkeit.</p>
<p>Allerdings hat Imecas bislang keine geometrischen Kenngrößen veröffentlicht, die einen direkten Vergleich mit kommerziellen 3-Nanometer-Prozessen erlauben würden. Gate-Abstand, Metallleitungsabstand, Nanoschicht-Abmessungen, Transistordichte oder SRAM-Dichte – all diese Parameter, anhand derer sich Fertigungsknoten industriell einordnen lassen, wurden nicht offengelegt.</p>
<p>Das Fachmagazin <em>Tom's Hardware</em> <a href="https://www.tomshardware.com/tech-industry/china-crafts-working-3nm-gate-all-around-transistors-without-euv-stacked-nanosheets-target-3nm-without-euv-but-full-node-remains-distant" rel="external noopener" target="_blank">betont daher</a>, das Ergebnis sei als Nachweis eines funktionsfähigen DUV-basierten GAA-Prozesspfads zu werten – nicht als Beleg, dass China einen vollständigen 3-Nanometer-Prozess ohne EUV entwickelt habe.</p>
<h3 class="subheading">Weiter Weg bis zur Produktion</h3>
<p>Ye selbst räumte ein, dass sich die Entwicklung noch in einem frühen Stadium befinde. Ob die neue GAA-Technologie jemals den Sprung in die Massenproduktion schaffe, hänge von künftigen Validierungsleistungen auf realen Fertigungslinien ab.</p>
<p>Tatsächlich ist der Abstand zu einem produktionsreifen Prozess noch erheblich. Eine kommerzielle Halbleiterfertigung erfordert die präzise Abstimmung von Lithografie, Abscheidung, Ätzprozessen, Reinigung, Messtechnik, Prozesskontrolle, Materialien und Temperaturen – eine Gesamtintegration, die Imecas nach aktuellem Stand nicht demonstriert hat. Selbst wenn das Institut künftig geometrisch skalierte GAA-Bauteile mit DUV nachweisen sollte, wäre das noch weit von einem produktionsfähigen 3-Nanometer-Verfahren entfernt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5099378" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11330161"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/China-umgeht-ASML-Sperre-mit-Stempeltechnik-fuer-Photonik-Chips-11330161.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/9/3/7/8/shutterstock_1015265728-e7e81abe99d7daaa.jpeg" alt="Silizium-Wafer in der Produktion" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Silizium-Wafer in der Produktion" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">China umgeht ASML-Sperre mit Stempeltechnik für Photonik-Chips</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ye nannte in seinem Vortrag ergänzend Ansätze wie architektonische Innovation, Design-Technologie-Co-Optimierung (DTCO) und System-Technologie-Co-Optimierung (STCO) als Wege, um aus vorhandenen, älteren Fertigungstechnologien mehr Leistung herauszuholen.</p>
<h3 class="subheading">Einbettung in Chinas breiteren Halbleiter-Eigenentwicklungskurs</h3>
<p>Die Arbeit von Imecas steht nicht isoliert. Das Institut forscht seit 2020 gezielt an Technologien für den Übergang zu Strukturgrößen unterhalb von 3 Nanometern. 2025 entwickelte es zudem einen vollständig festkörperbasierten DUV-Laser, der Licht der Wellenlänge 193 Nanometer erzeugt – jene Wellenlänge, die in der aktuellen Halbleiterlithografie zentral ist.</p>
<p>Parallel dazu präsentierte Huawei im Mai dieses Jahres das sogenannte "Tau Scaling Law" – ein Konzept, das Chip-Architekturen auf Basis von "Zeitskalierung" neu gestaltet. Huawei erwartet, dass seine darauf basierenden Hochleistungschips bis 2031 Transistordichten erreichen, die einem 1,4-Nanometer-Prozess entsprechen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5088279" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11305548"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Huawei-will-ohne-westliche-Technik-Spitzenchips-fertigen-11305548.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5632" height="3165" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/8/2/7/9/shutterstock_1252879549-a33ec485561ad37a.jpeg" alt="Huawei-Logo vor dem Sitz des Unternehmens." style="aspect-ratio:5632 / 3165"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5632" height="3165" alt="Huawei-Logo vor dem Sitz des Unternehmens." style="aspect-ratio:5632 / 3165;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Huawei will ohne westliche Technik Spitzenchips fertigen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ye selbst hatte zuvor als Cheftechnologe des staatlichen "02"-Projekts gewirkt – einer groß angelegten Staatsinitiative zur Förderung einheimischer Halbleiterfertigungsausrüstung und -kapazitäten. Die Chinesische Akademie der Wissenschaften reagierte auf eine Anfrage zur aktuellen Entwicklung zunächst nicht.</p>
2026-09-26T14:00:00.000Z
urn:bid:5172066
2026-09-26T11:25:00.000Z
Messing im Straßendreck oder Tafeln an Hauswänden? Der Streit um Heidenau zeigt: Die eigentliche Frage ist, welches Gedenken die Ermordeten verdienen.</p>
<p>Fünf kleine Messingplatten, eingelassen an zwei Stellen in den Gehweg: Mehr Stolpersteine gibt es in Heidenau nicht. Nach dem Willen des Stadtrats bleibt es dabei.</p>
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<p>Am 24. September 2026 beschloss eine Mehrheit, neue Steine im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich künftig abzulehnen. 13 Räte stimmten in geheimer Abstimmung dafür, sechs dagegen, einer enthielt sich. Eingebracht hatten den Antrag Stadträte von CDU, AfD und der Bürgerinitiative Oberelbe für mehr Demokratie (BOD), wie unser <a href="https://www.telepolis.de/article/Heidenau-CDU-und-AfD-beschliessen-Verbot-neuer-Stolpersteine-11465119.html">Bericht zum Heidenauer Beschluss</a> zusammenfasst.</p>
<p>Seitdem dreht sich die bundesweite Debatte vor allem um eine Frage: Wer hat hier mit wem gestimmt? Was im Lärm untergeht, steht in der <a href="https://www.heidenau.de/ris/buergerinfo/getfile.php?id=365757&type=do" rel="external noopener" target="_blank">Heidenauer Beschlussvorlage 083/2026</a> selbst. Sie schafft das Gedenken nicht ab, sondern will es an einen anderen Ort verlegen.</p>
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<p>Neben dem Nein zu neuen Stolpersteinen sieht sie eine zentrale Gedenkfläche für die Opfer von Krieg, Terror, Diktaturen, Vertreibung und insbesondere des Nationalsozialismus vor, bevorzugt auf dem Nordfriedhof. Die Gedenkelemente sollen so gestaltet werden, dass niemand auf sie treten kann. Die fünf vorhandenen Steine bleiben liegen.</p>
<p>Ausgelöst hatte den Streit ein Antrag des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums Sächsische Schweiz (AKuBiZ) aus dem Jahr 2025. Der Verein wollte sieben weitere Stolpersteine verlegen lassen, finanziert komplett über Spenden.</p>
<p>Der Bauausschuss beriet die Vorlage im November 2025 hinter verschlossenen Türen und gab sie an die Verwaltung zurück. Im Juni 2026 brachten dann neun Stadträte ihren Gegenantrag ein.</p>
<p>Bis dahin erinnerten in Heidenau ein Stein an Paul Gröger, den bis 1933 amtierenden Bürgermeister, verlegt 2021, sowie vier Steine an Mitglieder der jüdischen Kaufmannsfamilie Reiner. Diese hatten Schülerinnen des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums Pirna gemeinsam mit der Aktion Zivilcourage 2023 vorbereitet.</p>
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<p>Die Reaktionen auf den Stadtratsbeschluss fielen bundesweit scharf aus. Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/freital-pirna/afd-cdu-antrag-beschlossen,stolpersteine-heidenau-100.html" rel="external noopener" target="_blank">sprach gegenüber</a> dem <em>MDR Sachsen</em> von einem "durchsichtigen und schäbigen Versuch", die NS-Opfer der Stadt hinauszuwerfen.</p>
<p>Buchenwald-Direktor Jens-Christian Wagner sieht demnach die Absicht, das Gedenken aus dem öffentlichen Raum zu drängen. Selbst die CDU Sachsen ging auf Distanz: Generalsekretär Tom Unger nannte einen generellen Ausschluss der Stolpersteine den falschen Weg.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5171125" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11465119"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Heidenau-CDU-und-AfD-beschliessen-Verbot-neuer-Stolpersteine-11465119.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4208" height="2365" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/1/1/2/5/shutterstock_2324642945-22e78ca75e25d832.jpeg" alt="Stolpersteine (Stumpfsteine), eine 10 cm große Betonwürfel mit einer Messingplatte, die mit dem Namen und den Lebensterminen der Opfer der Vernichtung oder Verfolgung durch die Nazis beschriftet ist." style="aspect-ratio:4208 / 2365"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4208" height="2365" alt="Stolpersteine (Stumpfsteine), eine 10 cm große Betonwürfel mit einer Messingplatte, die mit dem Namen und den Lebensterminen der Opfer der Vernichtung oder Verfolgung durch die Nazis beschriftet ist." style="aspect-ratio:4208 / 2365;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Heidenau: CDU und AfD beschließen Verbot neuer Stolpersteine</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Stiftung Spuren – Gunter Demnig, die das Projekt organisiert, arbeitet laut Geschäftsführerin Katja Demnig europaweit mit rund 3200 Kommunen zusammen. Nur fünf hätten sich gegen die Steine entschieden.</p>
<h3 class="subheading">Die missverstandene Kronzeugin</h3>
<p>Eine Stimme wird in der Berichterstattung besonders häufig zitiert: die von Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Sie nannte es den "völlig falschen Weg", Orte der Erinnerung aus dem Stadtbild zu entfernen. Und sie zeigte sich "entsetzt, dass eine demokratische Partei sich dafür hergibt, ein so durchsichtiges Manöver der Extremisten von der AfD zu unterstützen".</p>
<p>Wer <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsen/afd-cdu-antrag-beschlossen,stolpersteine-heidenau-100.html" rel="external noopener" target="_blank">nur diese Sätze etwa</a> bei der <em>Tagesschau</em> liest, hält Knobloch vermutlich für eine Verteidigerin der Stolpersteine. Das ist sie aber nicht – und <a href="https://www.morgenpost.de/politik/article413250849/stolpersteine-heidenau-sachsen-afd-juden-holocaust-gedenken.html" rel="external noopener" target="_blank">in dem Statement gegenüber</a> den <em>Funke</em>-Medien, aus dem immer wieder selektiv zitiert wird, hatte sie das auch klargestellt: "Ich war nie eine Freundin des Konzepts der Stolpersteine."</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3528732" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7064312"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-unbekannte-Widerstand-gegen-das-Naziregime-in-Berlin-7064312.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2048" height="1151" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/2/8/7/3/2/schiller-7b063e3512b6af69.jpeg" style="aspect-ratio:2048 / 1151"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2048" height="1151" style="aspect-ratio:2048 / 1151;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der unbekannte Widerstand gegen das Naziregime in Berlin</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In diesem Punkt ist ihre Haltung seit Jahren unverändert. Beim Münchner Stadtratshearing im Dezember 2014 legte sie in einem <a href="https://www.ikg-m.de/wp-content/uploads/2014/12/2014-12-05-Dr-Knobloch_Statement-Stolpersteine.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Statement zu den Stolpersteinen</a> ihre Gründe dar. Sie speisen sich unter anderem aus persönlichen Erinnerungen an die Gewalt gegen die Verfolgten und aus dem Bedenken, dass mit den Stolpersteinen kein würdiges Gedenken möglich ist. Ihre Argumentation in aller Ausführlichkeit:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Diese Steine, die eingravierten Namen und somit die Opfer selbst werden zwangsläufig wieder mit Füßen getreten – sei es aus Achtlosigkeit oder ganz bewusst. Sie können bespuckt, verdreckt, verschmiert, mit tierischen Exkrementen verunreinigt oder gar absichtlich geschändet werden. Die Hemmschwelle für Gleichgültigkeit und vorsätzliche Schändung liegen weit niedriger als bei anderen Formen des Gedenkens. Die Allerwenigsten bleiben bedächtig stehen. Die Platzierung zu Füßen der Menschen bedingt förmlich, dass Passanten gedankenlos darüber hinweg gehen. Auf dem Boden sind die Opfer wieder schutzlos wie einst. Es ist inakzeptabel und unbedingt zu vermeiden, dass diese Opfer in der Gegenwart und Zukunft ein weiteres Mal entwürdigt werden. Würdiges Gedenken kann nicht auf dem Boden, sondern muss auf Augenhöhe stattfinden.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Ich kann und werde die ‚Stolpersteine‘ nicht als jenes würdige und angemessene Gedenken empfinden, das die Menschen, deren Namen darauf stehen, verdienen. Die im Holocaust ermordeten Menschen verdienen mehr als eine Inschrift inmitten von Staub, Straßendreck und schlimmeren Verschmutzungen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Verehrte Anwesende, bei der Gestaltung der Erinnerung an den Holocaust geht es um die Konfrontation mit den unmenschlichsten Momenten unserer Geschichte und um den angemessenen Umgang damit. Es geht um Trauer und Erinnerung, um das würdige Andenken an Menschen, die aus unserer Mitte gerissen wurden. Nach meiner Überzeugung sollte unsere Gesellschaft ihrer nicht zu ihren Füßen gedenken.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Das ist keine zukunftsweisende, erkenntnisorientierte Form des Gedenkens. Das ist keine Bereicherung unserer Erinnerungskultur. Aber genau das brauchen wir. Es ist höchste Zeit für neue Formen eines nachhaltigen Erinnerns – eines Erinnerns, das aufklärt und informiert. Ich möchte nicht, dass die Menschen "stolpern". "Stolpern" ist das zufällige</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Missgeschick eines einzelnen, es gibt kein Gegenüber. Gedenken hingegen ist ein bewusster und gewünschter Akt des Denkens, Gedenken hat ein Du, ein Gegenüber. "Stolpern" und Gedenken – das passt nicht zusammen! Ich wünsche mir, dass die Menschen nachdenken, erkennen. Mit wachsender zeitlicher Distanz muss sich Erinnerungsarbeit immer ausführlicher erklären. Die Stolpersteine tun das nicht. Sie irritieren nicht einmal, wenn man den Begriff des "Stolperns" im übertragenen Sinne versteht.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">So werden die Stolpersteine in programmierter Bedeutungslosigkeit verlegt. Aktives Gedenken erfordert eine bewusste Auseinandersetzung mit der Geschichte. Es erfordert, das Geschehene zu verinnerlichen und daraus die richtigen Lehren ziehen. Kluge Erinnerungskultur muss diese Transferleistung erbringen. Die "Stolpersteine" können das nicht. Auch wenn die Vehemenz der Initiatoren und die gekonnte Vermarktung Alternativlosigkeit suggeriert. In Wahrheit sind die Steine vor allem eines: bequem. Konzept, Idee, Material – alles liegt schon vor. Fehlt nur noch Inschrift, Medienspektakel und ein freundliches Foto – fertig. Das greift mir zu kurz, viel zu kurz. "</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4918538" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10544727"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-Heine-bis-Einstein-Wie-juedische-Persoenlichkeiten-Deutschlands-Geschichte-und-Kultur-praegten-10544727.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/8/5/3/8/Hans_Rosenthal_Dalli-Dalli-c95b0457ff9c6cca.jpeg" alt="Hans Rosenthal bei Dalli-Dalli" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hans Rosenthal bei Dalli-Dalli" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von Heine bis Einstein: Wie jüdische Persönlichkeiten Deutschlands Geschichte und Kultur prägten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Knobloch sprach sich damals für eine andere Form des dezentralen, aber sichtbares Gedenkens aus – und dass sie es heute noch als wichtig ansieht, hat sie auch gegenüber den <em>Funke</em>-Medien deutlich gemacht.</p>
<p>Sie schlug in der Münchner Debatte Metallplättchen an früheren Wohnhäusern vor, Kultursteine an Fassaden und Namenstafeln an zentralen Orten. Ihr Protest gegen Heidenau richtet sich also gegen das Verschwinden der Opfer aus dem Alltag – nicht gegen den Verzicht auf Messing im Gehweg.</p>
<h3 class="subheading">München: Nein zum Stein, Ja zur Hauswand</h3>
<p>München wurde auch von den Heidenauern Stadträten als Beispiel für ein Stolperstein-Verbot angeführt. Aber die Stadt zeigt, wie dezentrales Gedenken ohne Stolpersteine aussehen kann.</p>
<p>München sprach sich bereits 2004 gegen Stolpersteine auf öffentlichem Grund aus, unter anderem wegen der ablehnenden Haltung der Kultusgemeinde. Nach dem Hearing 2014 beschloss der Stadtrat im Juli 2015 eine Alternative, wie der <a href="https://ru.muenchen.de/pdf/2015/242a_Jahresrueckblick.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Münchner Jahresrückblick 2015</a> festhält: Angehörige können an oder vor den früheren Wohnhäusern der Ermordeten Tafeln oder Stelen anbringen lassen. Dazu kam ein geplantes zentrales Denkmal nahe dem NS-Dokumentationszentrum. Auf privatem Grund blieben Stolpersteine weiterhin möglich.</p>
<p>2017 kürte eine Jury aus Kunst, Zeitgeschichte, Museen, Opferverbänden und Stadtpolitik den <a href="https://ru.muenchen.de/pdf/2017/ru-2017-10-27.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Entwurf von Kilian Stauss</a>: etwa 12 × 12 Zentimeter große Flächen aus vergoldetem Edelstahlblech, montiert an Hauswänden oder auf Stelen, auf Wunsch mit einem gerasterten Porträt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5117181" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11365448"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wolhynien-Gedenken-Wenn-Erinnerungspolitik-zum-Pruefstein-fuer-Nachbarschaft-wird-11365448.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/7/1/8/1/shutterstock_338169416-2d966b290bb2eada.jpeg" alt="Banner hinter dem Menschen stehen" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Banner hinter dem Menschen stehen" style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wolhynien-Gedenken: Wenn Erinnerungspolitik zum Prüfstein für Nachbarschaft wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für die erste Phase bis Ende 2020 plante die Stadt 150.000 Euro für rund 100 Tafeln und 100 Stelen ein. Seit 2018 hängen die ersten Erinnerungszeichen, 2021 waren es bereits mehr als 100. Das Modell machte Schule: In Ingolstadt entstanden einige Erinnerungszeichen auf private Initiative, <a href="https://www.nwzonline.de/oldenburg/oldenburg-geschichte-erinnerungszeichen-auf-augenhoehe_a_51,4,1471283781.html#" rel="external noopener" target="_blank">Oldenburg übernahm</a> das Münchner Modell offiziell.</p>
<p>Wie lebendig das Konzept ist, zeigt eine <a href="https://ru.muenchen.de/2026/134/Stadt-setzt-Erinnerungszeichen-fuer-sieben-NS-Opfer-125273" rel="external noopener" target="_blank">städtische Mitteilung aus diesem Jahr</a>. Am 21. Juli erhielten in der Prinz-Ludwig-Straße sieben NS-Opfer Erinnerungszeichen, darunter Josefa "Josy" Thannhauser. Die Geigerin durfte unter den Nationalsozialisten nicht mehr auftreten und wurde 1942 nach Piaski deportiert. Recherchiert haben die Lebensgeschichten zwölf Auszubildende der Münchner Wohnen, zur Gedenkfeier reisten Angehörige aus den USA und Israel an.</p>
<p>Der Unterschied zu Heidenau liegt auf der Hand: München verzichtete auf den Stein im Boden, nicht auf den Ort. Die Namen bleiben dort, wo die Menschen lebten.</p>
<h3 class="subheading">Friedhof oder Wohnhaus: Wo Erinnerung wirkt</h3>
<p>Genau diesen Punkt hatte die Heidenauer Stadtverwaltung vor der Abstimmung gemacht. Sie empfahl, den Antrag abzulehnen, weil ein pauschaler Ausschluss weder nötig noch schlüssig begründet sei. Künftige Anträge solle man einzeln prüfen – mit Blick auf die Person, den Standort und die Lage vor Ort. Ein zentraler Ort auf dem Friedhof könne das dezentrale Erinnern ergänzen, aber nicht gleichwertig ersetzen.</p>
<p>Zudem dürfe eine allgemeine Sammelwidmung weder die Besonderheiten der NS-Verfolgung noch die Biografien der Verfolgten unsichtbar machen. Bürgermeisterin Conny Oertel (parteilos) sagte dem <em>MDR</em>, es sei nicht um das Ob, sondern um die Form des Gedenkens gegangen.</p>
<p>Ob die Friedhofslösung überhaupt kommt, ist offen. Der Nordfriedhof wird zwar seit 1996 von der Stadt verwaltet, das Grundstück gehört aber der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde, die zustimmen müsste. Als Kulturdenkmal des Freistaates Sachsen braucht die Anlage zudem denkmalrechtliche Genehmigungen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4909712" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10511161"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Oekonomien-des-Ausschlusses-Juden-im-Wirtschaftsleben-der-Neuzeit-10511161.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/9/7/1/2/Kaufhaus_Schocken-61eff008d5584b48.jpeg" alt="Innenstadt mit Kaufhausgebäude im Stil des Bauhaus" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Innenstadt mit Kaufhausgebäude im Stil des Bauhaus" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ökonomien des Ausschlusses: Juden im Wirtschaftsleben der Neuzeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine belastbare Finanzierung für Planung, Bau und Pflege nennt der Antrag nicht, er gibt sogar gar keine finanziellen Auswirkungen an. Die <a href="https://www.heidenau.de/ris/buergerinfo/getfile.php?id=365757&type=do" rel="external noopener" target="_blank">Verwaltung hält dagegen</a>: Die Kosten seien vorhanden, ihre Höhe aber unbekannt. Und der Ort ist zwar öffentlich, aber nicht rund um die Uhr zugänglich: im Sommer von 6 bis 23 Uhr, im Winter von 7 bis 20 Uhr.</p>
<p>Damit liegt die eigentliche Frage offen. Ein Stolperstein, 9,6 × 9,6 Zentimeter groß und für 120 Euro zu haben, beginnt mit den Worten "Hier wohnte". Er erwischt Passanten, sollten sie nach unten schauen, unvorbereitet, zwischen Bäcker und Bushaltestelle – und macht den Ort zum Tatort. Das ist seine Stärke, und genau darin sieht Knobloch zugleich seine Schwäche: Man geht über die Namen hinweg.</p>
<p>Ein zentraler Gedenkort bietet Ruhe und Raum für Einkehr. Doch wer ihn aufsuchen muss, hat sich schon entschieden, zu erinnern. Die anderen erreicht er nicht.</p>
<h3 class="subheading">Gedenken, wenn die Zeugen fehlen</h3>
<p>Je weniger Menschen noch aus eigener Erinnerung berichten können, desto mehr hängt das Gedenken an Orten, Namen und an jenen, die sich die Geschichten neu erarbeiten. Die Münchner Auszubildenden sind dafür ein Beispiel, die Pirnaer Schülerinnen, die die Steine für Familie Reiner vorbereiteten, ein anderes.</p>
<p>Schon 2014 lief in München zudem ein digitales Projekt, das Stolpersteinbiografien online zugänglich machte; auch die Stiftung Spuren pflegt die Daten verlegter Steine in eine Datenbank ein.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3222204" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="6279736"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Babyn-Jar-Wie-gedenken-6279736.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/2/2/2/2/0/4/db415269035a6bb6.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Babyn Jar: Wie gedenken?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Heidenauer Beschluss schneidet diese Suche nach der passenden Form ab, statt sie zu führen. Ob Messing im Boden oder vergoldeter Edelstahl auf Augenhöhe – darüber lässt sich mit guten Argumenten streiten, und Knobloch tut das seit über einem Jahrzehnt. Ein Streit darüber, ob die Namen der Ermordeten überhaupt noch im Stadtbild auftauchen dürfen, ist etwas anderes.</p>
<p>Die CDU Sachsen fordert inzwischen selbst, über die Ausgestaltung vor Ort zu diskutieren und die jüdischen Gemeinden einzubeziehen. In Heidenau wäre das ein Anfang.</p>
Messing im Straßendreck oder Tafeln an Hauswänden? Der Streit um Heidenau zeigt: Die eigentliche Frage ist, welches Gedenken die Ermordeten verdienen.</p>
<p>Fünf kleine Messingplatten, eingelassen an zwei Stellen in den Gehweg: Mehr Stolpersteine gibt es in Heidenau nicht. Nach dem Willen des Stadtrats bleibt es dabei.</p>
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<p>Am 24. September 2026 beschloss eine Mehrheit, neue Steine im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich künftig abzulehnen. 13 Räte stimmten in geheimer Abstimmung dafür, sechs dagegen, einer enthielt sich. Eingebracht hatten den Antrag Stadträte von CDU, AfD und der Bürgerinitiative Oberelbe für mehr Demokratie (BOD), wie unser <a href="https://www.telepolis.de/article/Heidenau-CDU-und-AfD-beschliessen-Verbot-neuer-Stolpersteine-11465119.html">Bericht zum Heidenauer Beschluss</a> zusammenfasst.</p>
<p>Seitdem dreht sich die bundesweite Debatte vor allem um eine Frage: Wer hat hier mit wem gestimmt? Was im Lärm untergeht, steht in der <a href="https://www.heidenau.de/ris/buergerinfo/getfile.php?id=365757&type=do" rel="external noopener" target="_blank">Heidenauer Beschlussvorlage 083/2026</a> selbst. Sie schafft das Gedenken nicht ab, sondern will es an einen anderen Ort verlegen.</p>
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<p>Neben dem Nein zu neuen Stolpersteinen sieht sie eine zentrale Gedenkfläche für die Opfer von Krieg, Terror, Diktaturen, Vertreibung und insbesondere des Nationalsozialismus vor, bevorzugt auf dem Nordfriedhof. Die Gedenkelemente sollen so gestaltet werden, dass niemand auf sie treten kann. Die fünf vorhandenen Steine bleiben liegen.</p>
<p>Ausgelöst hatte den Streit ein Antrag des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums Sächsische Schweiz (AKuBiZ) aus dem Jahr 2025. Der Verein wollte sieben weitere Stolpersteine verlegen lassen, finanziert komplett über Spenden.</p>
<p>Der Bauausschuss beriet die Vorlage im November 2025 hinter verschlossenen Türen und gab sie an die Verwaltung zurück. Im Juni 2026 brachten dann neun Stadträte ihren Gegenantrag ein.</p>
<p>Bis dahin erinnerten in Heidenau ein Stein an Paul Gröger, den bis 1933 amtierenden Bürgermeister, verlegt 2021, sowie vier Steine an Mitglieder der jüdischen Kaufmannsfamilie Reiner. Diese hatten Schülerinnen des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums Pirna gemeinsam mit der Aktion Zivilcourage 2023 vorbereitet.</p>
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<p>Die Reaktionen auf den Stadtratsbeschluss fielen bundesweit scharf aus. Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/freital-pirna/afd-cdu-antrag-beschlossen,stolpersteine-heidenau-100.html" rel="external noopener" target="_blank">sprach gegenüber</a> dem <em>MDR Sachsen</em> von einem "durchsichtigen und schäbigen Versuch", die NS-Opfer der Stadt hinauszuwerfen.</p>
<p>Buchenwald-Direktor Jens-Christian Wagner sieht demnach die Absicht, das Gedenken aus dem öffentlichen Raum zu drängen. Selbst die CDU Sachsen ging auf Distanz: Generalsekretär Tom Unger nannte einen generellen Ausschluss der Stolpersteine den falschen Weg.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5171125" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11465119"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Heidenau-CDU-und-AfD-beschliessen-Verbot-neuer-Stolpersteine-11465119.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4208" height="2365" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/7/1/1/2/5/shutterstock_2324642945-22e78ca75e25d832.jpeg" alt="Stolpersteine (Stumpfsteine), eine 10 cm große Betonwürfel mit einer Messingplatte, die mit dem Namen und den Lebensterminen der Opfer der Vernichtung oder Verfolgung durch die Nazis beschriftet ist." style="aspect-ratio:4208 / 2365"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4208" height="2365" alt="Stolpersteine (Stumpfsteine), eine 10 cm große Betonwürfel mit einer Messingplatte, die mit dem Namen und den Lebensterminen der Opfer der Vernichtung oder Verfolgung durch die Nazis beschriftet ist." style="aspect-ratio:4208 / 2365;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Heidenau: CDU und AfD beschließen Verbot neuer Stolpersteine</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Stiftung Spuren – Gunter Demnig, die das Projekt organisiert, arbeitet laut Geschäftsführerin Katja Demnig europaweit mit rund 3200 Kommunen zusammen. Nur fünf hätten sich gegen die Steine entschieden.</p>
<h3 class="subheading">Die missverstandene Kronzeugin</h3>
<p>Eine Stimme wird in der Berichterstattung besonders häufig zitiert: die von Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Sie nannte es den "völlig falschen Weg", Orte der Erinnerung aus dem Stadtbild zu entfernen. Und sie zeigte sich "entsetzt, dass eine demokratische Partei sich dafür hergibt, ein so durchsichtiges Manöver der Extremisten von der AfD zu unterstützen".</p>
<p>Wer <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsen/afd-cdu-antrag-beschlossen,stolpersteine-heidenau-100.html" rel="external noopener" target="_blank">nur diese Sätze etwa</a> bei der <em>Tagesschau</em> liest, hält Knobloch vermutlich für eine Verteidigerin der Stolpersteine. Das ist sie aber nicht – und <a href="https://www.morgenpost.de/politik/article413250849/stolpersteine-heidenau-sachsen-afd-juden-holocaust-gedenken.html" rel="external noopener" target="_blank">in dem Statement gegenüber</a> den <em>Funke</em>-Medien, aus dem immer wieder selektiv zitiert wird, hatte sie das auch klargestellt: "Ich war nie eine Freundin des Konzepts der Stolpersteine."</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3528732" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7064312"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-unbekannte-Widerstand-gegen-das-Naziregime-in-Berlin-7064312.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2048" height="1151" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/2/8/7/3/2/schiller-7b063e3512b6af69.jpeg" style="aspect-ratio:2048 / 1151"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2048" height="1151" style="aspect-ratio:2048 / 1151;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der unbekannte Widerstand gegen das Naziregime in Berlin</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>In diesem Punkt ist ihre Haltung seit Jahren unverändert. Beim Münchner Stadtratshearing im Dezember 2014 legte sie in einem <a href="https://www.ikg-m.de/wp-content/uploads/2014/12/2014-12-05-Dr-Knobloch_Statement-Stolpersteine.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Statement zu den Stolpersteinen</a> ihre Gründe dar. Sie speisen sich unter anderem aus persönlichen Erinnerungen an die Gewalt gegen die Verfolgten und aus dem Bedenken, dass mit den Stolpersteinen kein würdiges Gedenken möglich ist. Ihre Argumentation in aller Ausführlichkeit:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Diese Steine, die eingravierten Namen und somit die Opfer selbst werden zwangsläufig wieder mit Füßen getreten – sei es aus Achtlosigkeit oder ganz bewusst. Sie können bespuckt, verdreckt, verschmiert, mit tierischen Exkrementen verunreinigt oder gar absichtlich geschändet werden. Die Hemmschwelle für Gleichgültigkeit und vorsätzliche Schändung liegen weit niedriger als bei anderen Formen des Gedenkens. Die Allerwenigsten bleiben bedächtig stehen. Die Platzierung zu Füßen der Menschen bedingt förmlich, dass Passanten gedankenlos darüber hinweg gehen. Auf dem Boden sind die Opfer wieder schutzlos wie einst. Es ist inakzeptabel und unbedingt zu vermeiden, dass diese Opfer in der Gegenwart und Zukunft ein weiteres Mal entwürdigt werden. Würdiges Gedenken kann nicht auf dem Boden, sondern muss auf Augenhöhe stattfinden.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Ich kann und werde die ‚Stolpersteine‘ nicht als jenes würdige und angemessene Gedenken empfinden, das die Menschen, deren Namen darauf stehen, verdienen. Die im Holocaust ermordeten Menschen verdienen mehr als eine Inschrift inmitten von Staub, Straßendreck und schlimmeren Verschmutzungen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Verehrte Anwesende, bei der Gestaltung der Erinnerung an den Holocaust geht es um die Konfrontation mit den unmenschlichsten Momenten unserer Geschichte und um den angemessenen Umgang damit. Es geht um Trauer und Erinnerung, um das würdige Andenken an Menschen, die aus unserer Mitte gerissen wurden. Nach meiner Überzeugung sollte unsere Gesellschaft ihrer nicht zu ihren Füßen gedenken.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Das ist keine zukunftsweisende, erkenntnisorientierte Form des Gedenkens. Das ist keine Bereicherung unserer Erinnerungskultur. Aber genau das brauchen wir. Es ist höchste Zeit für neue Formen eines nachhaltigen Erinnerns – eines Erinnerns, das aufklärt und informiert. Ich möchte nicht, dass die Menschen "stolpern". "Stolpern" ist das zufällige</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Missgeschick eines einzelnen, es gibt kein Gegenüber. Gedenken hingegen ist ein bewusster und gewünschter Akt des Denkens, Gedenken hat ein Du, ein Gegenüber. "Stolpern" und Gedenken – das passt nicht zusammen! Ich wünsche mir, dass die Menschen nachdenken, erkennen. Mit wachsender zeitlicher Distanz muss sich Erinnerungsarbeit immer ausführlicher erklären. Die Stolpersteine tun das nicht. Sie irritieren nicht einmal, wenn man den Begriff des "Stolperns" im übertragenen Sinne versteht.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">So werden die Stolpersteine in programmierter Bedeutungslosigkeit verlegt. Aktives Gedenken erfordert eine bewusste Auseinandersetzung mit der Geschichte. Es erfordert, das Geschehene zu verinnerlichen und daraus die richtigen Lehren ziehen. Kluge Erinnerungskultur muss diese Transferleistung erbringen. Die "Stolpersteine" können das nicht. Auch wenn die Vehemenz der Initiatoren und die gekonnte Vermarktung Alternativlosigkeit suggeriert. In Wahrheit sind die Steine vor allem eines: bequem. Konzept, Idee, Material – alles liegt schon vor. Fehlt nur noch Inschrift, Medienspektakel und ein freundliches Foto – fertig. Das greift mir zu kurz, viel zu kurz. "</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4918538" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10544727"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-Heine-bis-Einstein-Wie-juedische-Persoenlichkeiten-Deutschlands-Geschichte-und-Kultur-praegten-10544727.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/8/5/3/8/Hans_Rosenthal_Dalli-Dalli-c95b0457ff9c6cca.jpeg" alt="Hans Rosenthal bei Dalli-Dalli" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hans Rosenthal bei Dalli-Dalli" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von Heine bis Einstein: Wie jüdische Persönlichkeiten Deutschlands Geschichte und Kultur prägten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Knobloch sprach sich damals für eine andere Form des dezentralen, aber sichtbares Gedenkens aus – und dass sie es heute noch als wichtig ansieht, hat sie auch gegenüber den <em>Funke</em>-Medien deutlich gemacht.</p>
<p>Sie schlug in der Münchner Debatte Metallplättchen an früheren Wohnhäusern vor, Kultursteine an Fassaden und Namenstafeln an zentralen Orten. Ihr Protest gegen Heidenau richtet sich also gegen das Verschwinden der Opfer aus dem Alltag – nicht gegen den Verzicht auf Messing im Gehweg.</p>
<h3 class="subheading">München: Nein zum Stein, Ja zur Hauswand</h3>
<p>München wurde auch von den Heidenauern Stadträten als Beispiel für ein Stolperstein-Verbot angeführt. Aber die Stadt zeigt, wie dezentrales Gedenken ohne Stolpersteine aussehen kann.</p>
<p>München sprach sich bereits 2004 gegen Stolpersteine auf öffentlichem Grund aus, unter anderem wegen der ablehnenden Haltung der Kultusgemeinde. Nach dem Hearing 2014 beschloss der Stadtrat im Juli 2015 eine Alternative, wie der <a href="https://ru.muenchen.de/pdf/2015/242a_Jahresrueckblick.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Münchner Jahresrückblick 2015</a> festhält: Angehörige können an oder vor den früheren Wohnhäusern der Ermordeten Tafeln oder Stelen anbringen lassen. Dazu kam ein geplantes zentrales Denkmal nahe dem NS-Dokumentationszentrum. Auf privatem Grund blieben Stolpersteine weiterhin möglich.</p>
<p>2017 kürte eine Jury aus Kunst, Zeitgeschichte, Museen, Opferverbänden und Stadtpolitik den <a href="https://ru.muenchen.de/pdf/2017/ru-2017-10-27.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Entwurf von Kilian Stauss</a>: etwa 12 × 12 Zentimeter große Flächen aus vergoldetem Edelstahlblech, montiert an Hauswänden oder auf Stelen, auf Wunsch mit einem gerasterten Porträt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5117181" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11365448"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wolhynien-Gedenken-Wenn-Erinnerungspolitik-zum-Pruefstein-fuer-Nachbarschaft-wird-11365448.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/7/1/8/1/shutterstock_338169416-2d966b290bb2eada.jpeg" alt="Banner hinter dem Menschen stehen" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Banner hinter dem Menschen stehen" style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wolhynien-Gedenken: Wenn Erinnerungspolitik zum Prüfstein für Nachbarschaft wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für die erste Phase bis Ende 2020 plante die Stadt 150.000 Euro für rund 100 Tafeln und 100 Stelen ein. Seit 2018 hängen die ersten Erinnerungszeichen, 2021 waren es bereits mehr als 100. Das Modell machte Schule: In Ingolstadt entstanden einige Erinnerungszeichen auf private Initiative, <a href="https://www.nwzonline.de/oldenburg/oldenburg-geschichte-erinnerungszeichen-auf-augenhoehe_a_51,4,1471283781.html#" rel="external noopener" target="_blank">Oldenburg übernahm</a> das Münchner Modell offiziell.</p>
<p>Wie lebendig das Konzept ist, zeigt eine <a href="https://ru.muenchen.de/2026/134/Stadt-setzt-Erinnerungszeichen-fuer-sieben-NS-Opfer-125273" rel="external noopener" target="_blank">städtische Mitteilung aus diesem Jahr</a>. Am 21. Juli erhielten in der Prinz-Ludwig-Straße sieben NS-Opfer Erinnerungszeichen, darunter Josefa "Josy" Thannhauser. Die Geigerin durfte unter den Nationalsozialisten nicht mehr auftreten und wurde 1942 nach Piaski deportiert. Recherchiert haben die Lebensgeschichten zwölf Auszubildende der Münchner Wohnen, zur Gedenkfeier reisten Angehörige aus den USA und Israel an.</p>
<p>Der Unterschied zu Heidenau liegt auf der Hand: München verzichtete auf den Stein im Boden, nicht auf den Ort. Die Namen bleiben dort, wo die Menschen lebten.</p>
<h3 class="subheading">Friedhof oder Wohnhaus: Wo Erinnerung wirkt</h3>
<p>Genau diesen Punkt hatte die Heidenauer Stadtverwaltung vor der Abstimmung gemacht. Sie empfahl, den Antrag abzulehnen, weil ein pauschaler Ausschluss weder nötig noch schlüssig begründet sei. Künftige Anträge solle man einzeln prüfen – mit Blick auf die Person, den Standort und die Lage vor Ort. Ein zentraler Ort auf dem Friedhof könne das dezentrale Erinnern ergänzen, aber nicht gleichwertig ersetzen.</p>
<p>Zudem dürfe eine allgemeine Sammelwidmung weder die Besonderheiten der NS-Verfolgung noch die Biografien der Verfolgten unsichtbar machen. Bürgermeisterin Conny Oertel (parteilos) sagte dem <em>MDR</em>, es sei nicht um das Ob, sondern um die Form des Gedenkens gegangen.</p>
<p>Ob die Friedhofslösung überhaupt kommt, ist offen. Der Nordfriedhof wird zwar seit 1996 von der Stadt verwaltet, das Grundstück gehört aber der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde, die zustimmen müsste. Als Kulturdenkmal des Freistaates Sachsen braucht die Anlage zudem denkmalrechtliche Genehmigungen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4909712" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10511161"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Oekonomien-des-Ausschlusses-Juden-im-Wirtschaftsleben-der-Neuzeit-10511161.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/9/7/1/2/Kaufhaus_Schocken-61eff008d5584b48.jpeg" alt="Innenstadt mit Kaufhausgebäude im Stil des Bauhaus" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Innenstadt mit Kaufhausgebäude im Stil des Bauhaus" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ökonomien des Ausschlusses: Juden im Wirtschaftsleben der Neuzeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine belastbare Finanzierung für Planung, Bau und Pflege nennt der Antrag nicht, er gibt sogar gar keine finanziellen Auswirkungen an. Die <a href="https://www.heidenau.de/ris/buergerinfo/getfile.php?id=365757&type=do" rel="external noopener" target="_blank">Verwaltung hält dagegen</a>: Die Kosten seien vorhanden, ihre Höhe aber unbekannt. Und der Ort ist zwar öffentlich, aber nicht rund um die Uhr zugänglich: im Sommer von 6 bis 23 Uhr, im Winter von 7 bis 20 Uhr.</p>
<p>Damit liegt die eigentliche Frage offen. Ein Stolperstein, 9,6 × 9,6 Zentimeter groß und für 120 Euro zu haben, beginnt mit den Worten "Hier wohnte". Er erwischt Passanten, sollten sie nach unten schauen, unvorbereitet, zwischen Bäcker und Bushaltestelle – und macht den Ort zum Tatort. Das ist seine Stärke, und genau darin sieht Knobloch zugleich seine Schwäche: Man geht über die Namen hinweg.</p>
<p>Ein zentraler Gedenkort bietet Ruhe und Raum für Einkehr. Doch wer ihn aufsuchen muss, hat sich schon entschieden, zu erinnern. Die anderen erreicht er nicht.</p>
<h3 class="subheading">Gedenken, wenn die Zeugen fehlen</h3>
<p>Je weniger Menschen noch aus eigener Erinnerung berichten können, desto mehr hängt das Gedenken an Orten, Namen und an jenen, die sich die Geschichten neu erarbeiten. Die Münchner Auszubildenden sind dafür ein Beispiel, die Pirnaer Schülerinnen, die die Steine für Familie Reiner vorbereiteten, ein anderes.</p>
<p>Schon 2014 lief in München zudem ein digitales Projekt, das Stolpersteinbiografien online zugänglich machte; auch die Stiftung Spuren pflegt die Daten verlegter Steine in eine Datenbank ein.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3222204" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="6279736"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Babyn-Jar-Wie-gedenken-6279736.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/2/2/2/2/0/4/db415269035a6bb6.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Babyn Jar: Wie gedenken?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Heidenauer Beschluss schneidet diese Suche nach der passenden Form ab, statt sie zu führen. Ob Messing im Boden oder vergoldeter Edelstahl auf Augenhöhe – darüber lässt sich mit guten Argumenten streiten, und Knobloch tut das seit über einem Jahrzehnt. Ein Streit darüber, ob die Namen der Ermordeten überhaupt noch im Stadtbild auftauchen dürfen, ist etwas anderes.</p>
<p>Die CDU Sachsen fordert inzwischen selbst, über die Ausgestaltung vor Ort zu diskutieren und die jüdischen Gemeinden einzubeziehen. In Heidenau wäre das ein Anfang.</p>
2026-09-26T11:25:00.000Z
urn:bid:5172041
2026-09-26T10:00:00.000Z
Chinas "WeChat", Musks "X", Russlands "Max": "Everything-Apps" gelten der EU meist als Zeugnis autoritärer Kontrolle. Aber sind ihre Werkzeuge so verschieden?</p>
<p>Eine Anwendung für alles. Es wäre nicht allzu weit hergeholt, die "Everything-App" als heiligen Gral der modernen technologischen Gesellschaft zu bezeichnen. Natürlich, ohne mit dem Kelch beziehungsweise dem Bad gleich die sogenannte künstliche Superintelligenz (Artificial Superintelligence, ASI) auszuschütten, über die seit kurzem verstärkt fabuliert wird.</p>
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<p>Denn letztlich handelt es sich um zwei Seiten desselben Vorgangs: Keine technologische Superintelligenz kann der Gesellschaft wohl ohne menschliche Schnittstelle dienen.</p>
<p>Diese Schnittstelle heißt in Russland seit 2025 "Max" (sprich: [ˈmaks]) – und ist derzeit Gegenstand einer Debatte, die weit über die russischen Landesgrenzen hinausweist.</p>
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<p>Während westliche Medien wie <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/18/russian-super-app-max-spy-citizens" rel="external noopener" target="_blank">The Guardian</a>, <a href="https://www.heise.de/hintergrund/Digitaler-Totalitarismus-Wie-Russlands-App-Max-zur-Ueberwachungswaffe-wird-11459403.html">heise.de</a> und <a href="https://www.srf.ch/news/dialog/app-fuer-alles-russlands-super-app-max-ermoeglicht-weitreichende-ueberwachung" rel="external noopener" target="_blank">SRF</a> detailliert über die Überwachungsmöglichkeiten der App berichten, arbeitet die Europäische Union parallel an einem Regelwerk, das strukturell in eine ähnliche Richtung zeigt – wenn auch freilich mit gänzlich anderer politischer Verpackung.</p>
<p>Am 13. Juli 2026 hatte sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits für flächendeckende Alterskontrollen im Netz ausgesprochen. Kürzlich, am 17. September, stellte die Kommission offiziell ihren "Kids Act" vor. Dieser fußt auf einer sogenannten "Mini-Wallet" – dem kleinen technischen Bruder des großen Bruders "European Digital Identity Wallet" (EUDI-Wallet), den die Kommission bis 2030 mindestens 80 Prozent der EU-Bürger zur Verfügung stellen will.</p>
<p>Die naheliegende Frage: Wenn Russland eine solche App missbrauchen kann – wer garantiert eigentlich, dass im aufgeklärten Westen keine ähnlichen Begehrlichkeiten geweckt und befriedigt werden?</p>
<h3 class="subheading">Max: Eine App, an der kaum noch jemand vorbeikommt</h3>
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<p>"Max" wurde am 26. März 2025 vom russischen Unternehmen VK veröffentlicht, dessen soziales Netzwerk VKontakte als Pendant zu Facebook gilt. Konzipiert ist Max als Super-App nach dem Vorbild des chinesischen WeChat: eine Plattform, die Messenger-Funktionen, Zahlungsdienste, staatliche Dienstleistungen, digitale Identität und den Zugriff auf sogenannte Mini-Apps unter einem Dach versammelt.</p>
<p>Am 4. Juni 2025 <a href="https://www.interfax.ru/russia/1029595" rel="external noopener" target="_blank">erklärte der russische Minister für digitale Entwicklung</a>, Maksut Schadajew, bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin, Max solle zum "offiziellen nationalen Messenger Russlands" ausgebaut werden – ausdrücklich mit Verweis auf Japan, Südkorea, Vietnam und China, deren nationale Messenger Line, KakaoTalk, Zalo und WeChat heißen.</p>
<p>Seit dem 1. September 2025 muss Max auf allen in Russland verkauften Smartphones und Tablets vorinstalliert sein. Parallel dazu drosselte die Kommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor die Konkurrenz: WhatsApp und Telegram sind seither in ihrer Funktionalität eingeschränkt.</p>
<p>Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Im Sommer 2026 wurde Max zum meistgenutzten Messenger Russlands – kein Wunder auch deshalb, weil die Nutzung im öffentlichen Dienst, an Schulen und Universitäten teilweise als verpflichtend angeordnet wurde.</p>
<p>Der britische <em>Guardian </em><a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/18/russian-super-app-max-spy-citizens" rel="external noopener" target="_blank">zitiert am 18. September 2026</a> eine Moskauer Lehrkraft: "Die Schulleitung hat uns im März einbestellt und uns direkt gesagt: Ab jetzt läuft alles über Max." Ein Student aus Sankt Petersburg berichtet, ohne einen über Max generierten QR-Code habe er weder Universitätsgebäude noch Wohnheim betreten dürfen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5156419" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11436125"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Rechenzentren-KI-und-Energiehunger-Drahtseilakt-fuer-Klima-Deutschland-11436125.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/6/4/1/9/Master_Fess_1-258f71f0f485dfbf.jpeg" alt="Berkeley Springs, West Virginia, USA - 19. Juni 2026 - Schild "No Data Center" auf einer Terrasse eines Restaurants im Freien." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Berkeley Springs, West Virginia, USA - 19. Juni 2026 - Schild "No Data Center" auf einer Terrasse eines Restaurants im Freien." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rechenzentren, KI und Energiehunger: Drahtseilakt für Klima-Deutschland</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auf russischer Seite klingt das erwartungsgemäß anders. Kremlsprecher <a href="https://112.ua/de/kreml-nazvav-sankcii-es-proti-mesendzera-max-absurdnimi-reakcia-peskova-175324" rel="external noopener" target="_blank">Dmitri Peskow erklärte</a> im Juli nach der Verhängung von EU-Sanktionen gegen VK und die Betreiberfirma "Communication Platform": Er sei zuversichtlich, dass sich der Messenger "trotz aller EU-Sanktionen rasant weiterentwickeln wird".</p>
<p>Margarita Simonjan, Chefredakteurin der Mediengruppe Rossija Segodnja, <a href="https://ria.ru/20260329/simonjan-2083646616.html" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete Max</a> am 29. März 2026 in der Nachrichtensendung Westi als Frage der "Informationssouveränität" Russlands. Peskow selbst <a href="https://ria.ru/20260311/kreml-2079911195.html" rel="external noopener" target="_blank">rief im März 2026 dazu auf</a>, "mit dem Denken an Telegram aufzuhören und an MAX zu denken". Auch hier klingen Parallelen zur "digitalen Souveränität" innerhalb der EU an.</p>
<h3 class="subheading">Max kann viel – und auch viel überwachen?</h3>
<p>Der Erfolg der russischen App im Inland bekam allerdings schon bald internationalen Gegenwind: Am 3. Juni 2026 entfernte Apple die Max-App aus seinem App Store; als Begründung <a href="https://www.forbes.ru/tekhnologii/562389-apple-ob-asnila-udalenie-maksa-iz-app-store-pravilami-sobludenia-sankcij" rel="external noopener" target="_blank">nannte der Konzern</a> Regeln zur Einhaltung von Sanktionen, ohne diese näher zu benennen. Bereits installierte Versionen blieben nutzbar, stellten aber keine Push-Benachrichtigungen für Anrufe und Nachrichten mehr zu. Neue Downloads sind über den offiziellen Weg für iPhone-Nutzer damit jedoch nicht mehr möglich.</p>
<p>Wenige Wochen später, am 14. Juli 2026, folgten formelle EU-Sanktionen gegen VK und die Betreibergesellschaft "Communication Platform" – eine Entwicklung, die Kremlsprecher Peskow <a href="https://112.ua/de/kreml-nazvav-sankcii-es-proti-mesendzera-max-absurdnimi-reakcia-peskova-175324" rel="external noopener" target="_blank">als "völlig absurd" bezeichnete</a>.</p>
<p>Der eigentliche Sprengstoff der nun angelaufenen Debatte steckt in einer technischen Untersuchung, die am 10. September 2026 <a href="https://arxiv.org/abs/2609.11814" rel="external noopener" target="_blank">als Preprint</a> von Forschern der University of Michigan, der University of Calgary, des Georgia Institute of Technology und des Indian Institute of Technology Delhi veröffentlicht wurde. Die Studie analysierte 90 Mini-Apps aus Bereichen wie Gesundheitswesen, staatliche Dienstleistungen, Bankwesen und Handel.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4820613" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10319198"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kinderschutz-Apps-Wo-Ueberwachung-beginnt-und-Sicherheit-endet-10319198.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="9499" height="5336" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/2/0/6/1/3/erstauntes-maedchen-smartphone-kinderschutz-28f0ad3f67c28dda.jpeg" alt="Erstauntes Mädchen mit Smartphone - Kinderschutz in der digitalen Welt" style="aspect-ratio:9499 / 5336"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="9499" height="5336" alt="Erstauntes Mädchen mit Smartphone - Kinderschutz in der digitalen Welt" style="aspect-ratio:9499 / 5336;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kinderschutz-Apps: Wo Überwachung beginnt und Sicherheit endet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das Ergebnis, das der <em>Guardian</em> am 18. September zitierte, und das zwei Tage später bei <em>Heise Online</em> auch <a href="https://www.heise.de/hintergrund/Digitaler-Totalitarismus-Wie-Russlands-App-Max-zur-Ueberwachungswaffe-wird-11459403.html">auf Deutsch zu lesen</a> war, scheint alarmierend: Max kann ohne besondere Systemberechtigungen und ohne Benachrichtigung der Nutzer Bildschirmaufnahmen der laufenden Mini-Apps erstellen. Die App besitzt vollständigen Lese- und Schreibzugriff auf lokal gespeicherte Daten inklusive Cookies und Sitzungsinformationen. Sie kann eigenen JavaScript-Code in die Mini-Apps einschleusen, deren Netzwerkverkehr vermitteln und – technisch betrachtet – gegenüber den eingebundenen Diensten die Identität eines Nutzers annehmen.</p>
<p>Roya Ensafi, Informatikerin an der University of Michigan, bezeichnet Max gegenüber dem <em>Guardian</em> als "die cleverste und zugleich beängstigendste Taktik" autoritärer Regierungen zur Bürgerüberwachung. Max sei "eine Blaupause, der jede Regierung folgen kann" auf dem Weg in den digitalen Autoritarismus. Jede Regierung?</p>
<p>Bei allem Alarmismus wichtig ist allerdings die Einschränkung, die die Forscher selbst machen: Einen böswilligen Einsatz dieser Möglichkeiten haben sie nicht beobachtet. Belegt sind vor allem die Zugriffsmöglichkeiten – dass Max bereits eigenen Code in Mini-Apps einschleust, etwa um Freigabefunktionen abzufangen, haben die Forscher allerdings nachgewiesen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5039413" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11199356"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Datenschutz-Alarm-Wie-Alltags-Apps-Standortdaten-an-Behoerden-liefern-11199356.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7430" height="4174" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/9/4/1/3/shutterstock_2689173273-dcc441adc882134c.jpeg" alt="Eine Person, die ein Smartphone mit eingeschaltetem Standortzugriffsschalter hält, der die Datenschutzeinstellungen, die Online-Sicherheit und den Schutz digitaler Geräte für die sichere Kontoverwaltung darstellt." style="aspect-ratio:7430 / 4174"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7430" height="4174" alt="Eine Person, die ein Smartphone mit eingeschaltetem Standortzugriffsschalter hält, der die Datenschutzeinstellungen, die Online-Sicherheit und den Schutz digitaler Geräte für die sichere Kontoverwaltung darstellt." style="aspect-ratio:7430 / 4174;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Datenschutz-Alarm: Wie Alltags-Apps Standortdaten an Behörden liefern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zudem hat Max keinen direkten Zugriff auf separat installierte Apps wie Telegram oder WhatsApp – die Überwachung beschränkt sich auf das Mini-App-Ökosystem der Super-App selbst.</p>
<p>Max hatte frühere Überwachungsvorwürfe zurückgewiesen. Bereits im April <a href="https://ria.ru/20260413/max-2086781946.html" rel="external noopener" target="_blank">teilte das Sicherheitszentrum des Messengers</a> laut <em>RIA Novosti</em> mit: "Berichte, wonach Max angeblich Zugriff auf die Transkription von Nutzergesprächen hat, sind ein Fake. Alle Konversationen in Max sind verschlüsselt, und die Benutzerdaten sind sicher geschützt." Der Einsatz von KI-Werkzeugen bei Anrufen diene ausschließlich der Verbesserung der Anrufqualität und arbeite anonym. Überprüfen lässt sich das allerdings nicht.</p>
<p>Interessant ist eine Beobachtung, die der <em>Guardian</em> aus dem Kreml-nahen Milieu berichtet: Eine dem inneren Zirkel nahestehende Person erklärte, sie und mehrere Freunde hätten sich ein zweites Telefon nur für Max angeschafft – während sie auf ihren Hauptgeräten weiterhin Telegram und Signal nutzten. "Das ist alles nur Show. Niemand in der Politik benutzt es wirklich." Auch das – mit Blick auf die EU – bemerkenswert. Aber dazu später.</p>
<h3 class="subheading">Brüssels "Mini-Wallet" – und die großen Bedenken dahinter</h3>
<p>Ursula von der Leyen hatte sich bei der oben genannten Verlautbarung am 13. Juli 2026 auf die Empfehlungen eines eigens eingerichteten Expertengremiums zum Schutz junger Menschen im Netz berufen. <em>Netzpolitik.org</em> <a href="https://netzpolitik.org/2026/verbot-fuer-unter-13-jaehrige-von-der-leyen-will-alterskontrollen-weit-ueber-social-media-hinaus/" rel="external noopener" target="_blank">berichtete am selben Tag</a>, was die Kommissionspräsidentin sich vorstellt: Alterskontrollen sollen nicht nur soziale Netzwerke betreffen, sondern auch App-Marktplätze, Videospiele, Videoplattformen, KI-Systeme und sogenannte "Companions" – Chatbots, die den Eindruck einer Vertrauensperson erwecken. Das Gremium nennt das mit einem euphemistischen Sammelbegriff "Social Media Plus".</p>
<p>Am 17. September ist mit dem "Kids Act" nun also der formelle Vorschlag gefolgt. <em>Euronews</em> <a href="https://de.euronews.com/2026/09/24/eu-kids-act-bruessel-kinder-soziale-netzwerke" rel="external noopener" target="_blank">berichtete am 24. September 2026</a> über die Details.</p>
<p>Kinder unter 13 Jahren sollen künftig keine eigenen Konten in sozialen Netzwerken mehr anlegen dürfen. Für 13- bis 14-Jährige ist ein von den Eltern verwaltetes "Mini-Konto" mit eingeschränkten Funktionen und maximal einer Stunde Nutzungsdauer pro Tag vorgesehen. Ab 15 dürfen Jugendliche ein eigenes Konto einrichten – aber auch dann sollen bestimmte "süchtig machende Mechanismen" wie personalisierte Empfehlungs-Feeds tabu sein.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="2888811" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="4713841"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Datenspende-App-Datenschutz-als-rhetorischer-Spielball-4713841.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2398" height="1348" src="https://www.heise.de/imgs/18/2/8/8/8/8/1/1/app-77525b256031e0f0.jpeg" style="aspect-ratio:2398 / 1348"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2398" height="1348" style="aspect-ratio:2398 / 1348;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Datenspende-App: Datenschutz als rhetorischer Spielball</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Herzstück des Vorschlags ist das Prinzip "Safety by Design": Plattformen müssen künftig nachweisen, dass ihre Angebote für Kinder sicher sind, bevor diese sie nutzen dürfen.</p>
<p>Um das durchzusetzen, braucht es Technik. Genau hier kommt die "Mini-Wallet" ins Spiel – eine EU-eigene Anwendung zur Altersverifikation. Das französische Fachmagazin <em>Code Confiance</em> <a href="https://www.codeconfiance.com/2026/04/21/le-mini-wallet-europeen-sur-lage-ou-letrange-aveu-dimpatience-de-bruxelles/" rel="external noopener" target="_blank">hat im April beschrieben</a>, was das technisch bedeutet: Die Mini-Wallet beruhe auf demselben technischen Fundament wie die EUDI-Wallet, folge derselben Datenschutzlogik und könne perspektivisch in die großen europäischen Wallets integriert werden.</p>
<p>Brüssel werde die App als "Brücke" zur EUDI-Wallet darstellen, erwartet Autor Eric Le Ven – der Markt dürfte darin eher einen Test unter Realbedingungen sehen. <a href="https://www.codeconfiance.com/2026/04/21/le-mini-wallet-europeen-sur-lage-ou-letrange-aveu-dimpatience-de-bruxelles/" rel="external noopener" target="_blank">Ursula von der Leyen hatte angekündigt</a>, bei der Durchsetzung der EU-Regeln "mit voller Geschwindigkeit" voranzugehen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4884991" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10462984"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Datenschutz-oder-Innovationsbremse-Behoerde-will-Deepseek-aus-deutschen-App-Stores-werfen-10462984.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/4/9/9/1/shutterstock_2576578185-573d5a7b9c1d3ba0.jpeg" alt="DeepSeek und ChatGPT auf einem Handy" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="DeepSeek und ChatGPT auf einem Handy" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Datenschutz oder Innovationsbremse? Behörde will Deepseek aus deutschen App-Stores werfen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Laut <a href="https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20230302STO76818/europaische-digitale-identitat-einfacher-online-zugang-zu-wichtigen-diensten" rel="external noopener" target="_blank">einer Erläuterung des Europäischen Parlaments</a> ist erklärtes Ziel des EU-Vorhabens rund um die EUDI-Wallet, dass "bis 2030 mindestens 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eine digitale Identität für den Zugang zu wichtigen öffentlichen Diensten über die EU-Grenzen hinweg nutzen können". Anwendungsfelder: Bankkonto eröffnen, Steuererklärung abgeben, ärztliche Rezepte speichern, Alter nachweisen, Mietwagen anmieten, im Hotel einchecken. Kurz: der digitale Alltag.</p>
<p>Immerhin attestiert Code Confiance der Mini-Wallet einen anonymen Altersnachweis, Nichtverfolgbarkeit und eine offene Architektur. Wie unterscheidet sich dieses Programm also von der vielgescholtenen russischen App "Max"?</p>
<h3 class="subheading">Deutliche Kritik – auch aus dem Fachpublikum</h3>
<p>Im März 2026 hatten bereits mehr als 400 Forschende aus 29 Ländern in einem offenen Brief einen Stopp der geplanten Alterskontroll-Gesetze in der EU gefordert. Ihre Warnung: Deren Einführung ohne weitere Forschung sei "gefährlich und gesellschaftlich nicht hinnehmbar". Auf dem Spiel stünden "Sicherheit, Privatsphäre, Gleichberechtigung" und "Autonomie" aller Menschen.</p>
<p>Auch der Deutsche Ethikrat hat sich klar positioniert. In einer von <em>Netzpolitik.org</em> <a href="https://www.ethikrat.org/presse/pressekonferenzen/veroeffentlichung-der-ad-hoc-stellungnahme-schutz-teilhabe-und-befaehigung-von-kindern-und-jugendlichen-in-der-digitalen-welt/" rel="external noopener" target="_blank">zitierten Stellungnahme vom 11. Juni 2026</a> warnt das Gremium ausdrücklich vor der Missbrauchsgefahr solcher Technologien:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Technologien sind Instrumente zur Unterscheidung und unterschiedlichen Behandlung von Nutzergruppen. Als solche können sie auch zweckentfremdet werden, und zwar sowohl zur Beschränkung des Zugangs für weitere Gruppen als auch des Zugangs zu anderen Inhalten, zum Beispiel zu Materialien zur sexuellen Aufklärung oder gar zu solchen, die politisch unerwünscht sind. Aufgrund dieser breiten Einsatzmöglichkeiten kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Altersbestimmungstechnologien als Zensurinstrument missbraucht werden."</p>
<p>Der Deutsche Ethikrat hat ein Social-Media-Verbot demnach klar abgelehnt und enge Grenzen für Alterskontrollen gezogen. Und auch bei der EUDI-Wallet ist das letzte Wort zum Datenschutz noch nicht gesprochen.</p>
<h3 class="subheading">Deutschland: "Bestehende Strukturen" statt Verbote</h3>
<p>In Berlin fallen die Töne teils zurückhaltender aus als in Brüssel – obwohl auch Prien eine <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/familienministerin-prien-will-gesetzliche-altersgrenze-fuer-soziale-medien-und-ki-chatbots/100233171.html" rel="external noopener" target="_blank">gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren</a> befürwortet. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), die sich zuvor eigentlich explizit für die EUDI-Wallet <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/familienministerin-prien-will-gesetzliche-altersgrenze-fuer-soziale-medien-und-ki-chatbots/100233171.html" rel="external noopener" target="_blank">ausgesprochen hatte</a>, erklärte zuletzt im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend laut einer <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1217162" rel="external noopener" target="_blank">Kurzmeldung des Bundestages</a>: "Es gibt keine einfachen Lösungen. Wir brauchen eine Gesamtstrategie", bei der Akteure aller Ebenen zusammenwirken.</p>
<p>Priens Botschaft, gemeinsam mit den Vorsitzenden der Unabhängigen Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der Digitalen Welt": Altersgrenzen seien Teil der Lösung, aber nicht die Lösung. Kommissions-Co-Vorsitzende Nadine Schön formulierte es zugespitzt: "Wir sind nicht die Social-Media-Verbotskommission gewesen!" Und der Co-Vorsitzende Olaf Köller wies darauf hin, es gebe "bereits sehr viele verschiedene Strukturen und Projekte" zur Stärkung der Medienkompetenz – diese könnten "viel besser genutzt werden".</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5116664" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11364421"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/EU-treibt-Chatkontrolle-im-Eiltempo-voran-11364421.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/6/6/6/4/abho__rapps-d22f5dd05ccb56b3.jpeg" alt="Signal-, Whatsapp- und Mail-App mit EU-Kopfhörern" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Signal-, Whatsapp- und Mail-App mit EU-Kopfhörern" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">EU treibt Chatkontrolle im Eiltempo voran</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Mitte Mai 2026 ausdrücklich "Nein" zu einem Social-Media-Verbot gesagt; Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) äußerte sich später ebenfalls kritisch.</p>
<p>Die deutsche Position läuft damit anscheinend weniger auf die technische Zentralisierung hinaus, die Brüssel mit Mini-Wallet und EUDI-Wallet vorbereitet, und stärker auf pädagogische, dezentrale Ansätze. Ob sich diese Position gegen den Sog der europäischen Infrastrukturpolitik durchsetzt, ist eine andere Frage.</p>
<p>Dass für die Familienministerin Prien langfristig an der EU-weiten Lösung und einer "gemeinsamen Regulierung" kein Weg vorbeiführt, hat sie nämlich auch <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/prien-social-media-altersgrenzen-eu-100.html" rel="external noopener" target="_blank">schon deutlich gemacht</a>.</p>
<h3 class="subheading">Musks "X", oder: Der andere Traum von der Everything-App</h3>
<p>Die Super-App ist längst kein russisches Alleinstellungsmerkmal. Auch Elon Musk baut seit dem Kauf von Twitter im Jahr 2022 an einer "Everything-App". X integriert inzwischen KI-Funktionen (Grok), Bezahldienste und Content-Werkzeuge; <a href="https://informedclearly.com/en/ai/43963/x-platform-elon-musk-everything-app-evolution-2026" rel="external noopener" target="_blank">das erklärte Ziel</a> ist ein umfassendes digitales Ökosystem.</p>
<p>Musk allerdings gilt in Brüssel und dem gesamten sozialpolitischen Spektrum der Mitgliedsländer als Reizfigur – als der libertär-rechte, ultrakapitalistische Tech-Mogul, dessen Weltbild sich mit der EU-Selbstdarstellung einer werteorientierten Regulierung beißt.</p>
<p>Ob die zentrale digitale Schnittstelle einer Gesellschaft aber von einem Silicon-Valley-Milliardär, einem russischen Staatskonzern oder einer supranationalen Behörde betrieben wird: Die technische Machtfülle bleibt vergleichbar. Das Werkzeug ändert sich nicht – nur, wer es benutzt.</p>
<h3 class="subheading">Die Doppelmoral-Frage: Der Fall Durow</h3>
<p>Hier lohnt ein Blick zurück in die <em>Guardian</em>-Recherche. Wie oben erwähnt, weichen einflussreiche Russen demnach für ihre eigentliche Kommunikation auf Telegram und den Ende-zu-Ende-verschlüsselten Messenger Signal aus. Wer eine App den eigenen Bürgern verordnet, aber eine andere nutzt, scheint viel über das Vertrauen in das eigene Produkt preiszugeben.</p>
<p>Der Punkt schlägt aber auch zurück in den Westen. Denn Telegram gilt innerhalb der EU seit Jahren als problematisches Werkzeug – gerade deshalb, weil es sich staatlicher Kontrolle entzieht.</p>
<p>Wie sehr sich der Westen an Telegram und dessen Gründer Pawel Durow reibt, zeigte dessen Festnahme am Pariser Flughafen Le Bourget im August 2024. Frankreich wirft ihm vor, nicht genug gegen Kriminelle vorzugehen, die sich auf seiner Plattform tummeln – von Drogenhandel über Waffenhandel bis zu terroristischen Netzwerken.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5093001" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11314853"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Polizei-kauft-illegale-Handy-Standortdaten-von-Datenhaendlern-11314853.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8425" height="4733" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/3/0/0/1/shutterstock_2637563829-f0dced2d14a5a8b0.jpeg" alt="Man tippt auf Standorte einer digitalen Stadt." style="aspect-ratio:8425 / 4733"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8425" height="4733" alt="Man tippt auf Standorte einer digitalen Stadt." style="aspect-ratio:8425 / 4733;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Polizei kauft illegale Handy-Standortdaten von Datenhändlern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Johanna Brousse, <a href="https://www.reuters.com/world/europe/behind-arrest-telegram-boss-small-paris-cybercrime-unit-with-big-ambitions-2024-08-30/" rel="external noopener" target="_blank">Leiterin der Cybercrime-Abteilung</a> der Pariser Staatsanwaltschaft, legte laut einer <a href="https://www.ardmediathek.de/video/telegram-das-dunkle-imperium-von-pawel-durow/telegram-das-dunkle-imperium-von-pawel-durow/rbb/Y3JpZDovL3JiYl8yN2JiYTM1My02OGMzLTRhMzEtODVmZi1jNzYzZWNlZWM2YWFfcHVibGljYXRpb24" rel="external noopener" target="_blank">rbb-Dokumentation vom 21. Januar 2026</a> ("Telegram – das dunkle Imperium von Pawel Durow") eine umfangreiche Akte vor. Durow kam gegen eine Kaution von fünf Millionen Euro frei; das Verfahren läuft weiter.</p>
<p>Den Treppenwitz der Geschichte lieferte Moskau zuletzt selbst. Am 29. Juli 2026 schrieb Russland Durow international zur Fahndung aus – als Terrorunterstützer, wie <em>tagesschau.de</em> <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/telegram-fahndung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>. Der Vorwurf: Telegram weigere sich, Chats und Bots zu schließen, über die ukrainische Geheimdienste in Russland Personal für Sabotageakte anwerben würden. Durow reagierte auf X mit einem Foto, das einen ausgestreckten Mittelfinger zeigte.</p>
<p>Damit steht Durow in der bemerkenswerten Lage, gleichzeitig von Paris und von Moskau juristisch verfolgt zu werden. Zwei Systeme, die sich in nahezu allen politischen Fragen gegenüberstehen, treffen sich offenbar in einem Punkt: dem Unbehagen gegenüber einer Kommunikationsplattform, die sich ihrer Kontrolle entzieht.</p>
Chinas "WeChat", Musks "X", Russlands "Max": "Everything-Apps" gelten der EU meist als Zeugnis autoritärer Kontrolle. Aber sind ihre Werkzeuge so verschieden?</p>
<p>Eine Anwendung für alles. Es wäre nicht allzu weit hergeholt, die "Everything-App" als heiligen Gral der modernen technologischen Gesellschaft zu bezeichnen. Natürlich, ohne mit dem Kelch beziehungsweise dem Bad gleich die sogenannte künstliche Superintelligenz (Artificial Superintelligence, ASI) auszuschütten, über die seit kurzem verstärkt fabuliert wird.</p>
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<p>Denn letztlich handelt es sich um zwei Seiten desselben Vorgangs: Keine technologische Superintelligenz kann der Gesellschaft wohl ohne menschliche Schnittstelle dienen.</p>
<p>Diese Schnittstelle heißt in Russland seit 2025 "Max" (sprich: [ˈmaks]) – und ist derzeit Gegenstand einer Debatte, die weit über die russischen Landesgrenzen hinausweist.</p>
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<p>Während westliche Medien wie <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/18/russian-super-app-max-spy-citizens" rel="external noopener" target="_blank">The Guardian</a>, <a href="https://www.heise.de/hintergrund/Digitaler-Totalitarismus-Wie-Russlands-App-Max-zur-Ueberwachungswaffe-wird-11459403.html">heise.de</a> und <a href="https://www.srf.ch/news/dialog/app-fuer-alles-russlands-super-app-max-ermoeglicht-weitreichende-ueberwachung" rel="external noopener" target="_blank">SRF</a> detailliert über die Überwachungsmöglichkeiten der App berichten, arbeitet die Europäische Union parallel an einem Regelwerk, das strukturell in eine ähnliche Richtung zeigt – wenn auch freilich mit gänzlich anderer politischer Verpackung.</p>
<p>Am 13. Juli 2026 hatte sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits für flächendeckende Alterskontrollen im Netz ausgesprochen. Kürzlich, am 17. September, stellte die Kommission offiziell ihren "Kids Act" vor. Dieser fußt auf einer sogenannten "Mini-Wallet" – dem kleinen technischen Bruder des großen Bruders "European Digital Identity Wallet" (EUDI-Wallet), den die Kommission bis 2030 mindestens 80 Prozent der EU-Bürger zur Verfügung stellen will.</p>
<p>Die naheliegende Frage: Wenn Russland eine solche App missbrauchen kann – wer garantiert eigentlich, dass im aufgeklärten Westen keine ähnlichen Begehrlichkeiten geweckt und befriedigt werden?</p>
<h3 class="subheading">Max: Eine App, an der kaum noch jemand vorbeikommt</h3>
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<p>"Max" wurde am 26. März 2025 vom russischen Unternehmen VK veröffentlicht, dessen soziales Netzwerk VKontakte als Pendant zu Facebook gilt. Konzipiert ist Max als Super-App nach dem Vorbild des chinesischen WeChat: eine Plattform, die Messenger-Funktionen, Zahlungsdienste, staatliche Dienstleistungen, digitale Identität und den Zugriff auf sogenannte Mini-Apps unter einem Dach versammelt.</p>
<p>Am 4. Juni 2025 <a href="https://www.interfax.ru/russia/1029595" rel="external noopener" target="_blank">erklärte der russische Minister für digitale Entwicklung</a>, Maksut Schadajew, bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin, Max solle zum "offiziellen nationalen Messenger Russlands" ausgebaut werden – ausdrücklich mit Verweis auf Japan, Südkorea, Vietnam und China, deren nationale Messenger Line, KakaoTalk, Zalo und WeChat heißen.</p>
<p>Seit dem 1. September 2025 muss Max auf allen in Russland verkauften Smartphones und Tablets vorinstalliert sein. Parallel dazu drosselte die Kommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor die Konkurrenz: WhatsApp und Telegram sind seither in ihrer Funktionalität eingeschränkt.</p>
<p>Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Im Sommer 2026 wurde Max zum meistgenutzten Messenger Russlands – kein Wunder auch deshalb, weil die Nutzung im öffentlichen Dienst, an Schulen und Universitäten teilweise als verpflichtend angeordnet wurde.</p>
<p>Der britische <em>Guardian </em><a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/18/russian-super-app-max-spy-citizens" rel="external noopener" target="_blank">zitiert am 18. September 2026</a> eine Moskauer Lehrkraft: "Die Schulleitung hat uns im März einbestellt und uns direkt gesagt: Ab jetzt läuft alles über Max." Ein Student aus Sankt Petersburg berichtet, ohne einen über Max generierten QR-Code habe er weder Universitätsgebäude noch Wohnheim betreten dürfen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5156419" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11436125"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Rechenzentren-KI-und-Energiehunger-Drahtseilakt-fuer-Klima-Deutschland-11436125.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/6/4/1/9/Master_Fess_1-258f71f0f485dfbf.jpeg" alt="Berkeley Springs, West Virginia, USA - 19. Juni 2026 - Schild "No Data Center" auf einer Terrasse eines Restaurants im Freien." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Berkeley Springs, West Virginia, USA - 19. Juni 2026 - Schild "No Data Center" auf einer Terrasse eines Restaurants im Freien." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rechenzentren, KI und Energiehunger: Drahtseilakt für Klima-Deutschland</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auf russischer Seite klingt das erwartungsgemäß anders. Kremlsprecher <a href="https://112.ua/de/kreml-nazvav-sankcii-es-proti-mesendzera-max-absurdnimi-reakcia-peskova-175324" rel="external noopener" target="_blank">Dmitri Peskow erklärte</a> im Juli nach der Verhängung von EU-Sanktionen gegen VK und die Betreiberfirma "Communication Platform": Er sei zuversichtlich, dass sich der Messenger "trotz aller EU-Sanktionen rasant weiterentwickeln wird".</p>
<p>Margarita Simonjan, Chefredakteurin der Mediengruppe Rossija Segodnja, <a href="https://ria.ru/20260329/simonjan-2083646616.html" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete Max</a> am 29. März 2026 in der Nachrichtensendung Westi als Frage der "Informationssouveränität" Russlands. Peskow selbst <a href="https://ria.ru/20260311/kreml-2079911195.html" rel="external noopener" target="_blank">rief im März 2026 dazu auf</a>, "mit dem Denken an Telegram aufzuhören und an MAX zu denken". Auch hier klingen Parallelen zur "digitalen Souveränität" innerhalb der EU an.</p>
<h3 class="subheading">Max kann viel – und auch viel überwachen?</h3>
<p>Der Erfolg der russischen App im Inland bekam allerdings schon bald internationalen Gegenwind: Am 3. Juni 2026 entfernte Apple die Max-App aus seinem App Store; als Begründung <a href="https://www.forbes.ru/tekhnologii/562389-apple-ob-asnila-udalenie-maksa-iz-app-store-pravilami-sobludenia-sankcij" rel="external noopener" target="_blank">nannte der Konzern</a> Regeln zur Einhaltung von Sanktionen, ohne diese näher zu benennen. Bereits installierte Versionen blieben nutzbar, stellten aber keine Push-Benachrichtigungen für Anrufe und Nachrichten mehr zu. Neue Downloads sind über den offiziellen Weg für iPhone-Nutzer damit jedoch nicht mehr möglich.</p>
<p>Wenige Wochen später, am 14. Juli 2026, folgten formelle EU-Sanktionen gegen VK und die Betreibergesellschaft "Communication Platform" – eine Entwicklung, die Kremlsprecher Peskow <a href="https://112.ua/de/kreml-nazvav-sankcii-es-proti-mesendzera-max-absurdnimi-reakcia-peskova-175324" rel="external noopener" target="_blank">als "völlig absurd" bezeichnete</a>.</p>
<p>Der eigentliche Sprengstoff der nun angelaufenen Debatte steckt in einer technischen Untersuchung, die am 10. September 2026 <a href="https://arxiv.org/abs/2609.11814" rel="external noopener" target="_blank">als Preprint</a> von Forschern der University of Michigan, der University of Calgary, des Georgia Institute of Technology und des Indian Institute of Technology Delhi veröffentlicht wurde. Die Studie analysierte 90 Mini-Apps aus Bereichen wie Gesundheitswesen, staatliche Dienstleistungen, Bankwesen und Handel.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4820613" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10319198"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kinderschutz-Apps-Wo-Ueberwachung-beginnt-und-Sicherheit-endet-10319198.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="9499" height="5336" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/2/0/6/1/3/erstauntes-maedchen-smartphone-kinderschutz-28f0ad3f67c28dda.jpeg" alt="Erstauntes Mädchen mit Smartphone - Kinderschutz in der digitalen Welt" style="aspect-ratio:9499 / 5336"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="9499" height="5336" alt="Erstauntes Mädchen mit Smartphone - Kinderschutz in der digitalen Welt" style="aspect-ratio:9499 / 5336;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kinderschutz-Apps: Wo Überwachung beginnt und Sicherheit endet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das Ergebnis, das der <em>Guardian</em> am 18. September zitierte, und das zwei Tage später bei <em>Heise Online</em> auch <a href="https://www.heise.de/hintergrund/Digitaler-Totalitarismus-Wie-Russlands-App-Max-zur-Ueberwachungswaffe-wird-11459403.html">auf Deutsch zu lesen</a> war, scheint alarmierend: Max kann ohne besondere Systemberechtigungen und ohne Benachrichtigung der Nutzer Bildschirmaufnahmen der laufenden Mini-Apps erstellen. Die App besitzt vollständigen Lese- und Schreibzugriff auf lokal gespeicherte Daten inklusive Cookies und Sitzungsinformationen. Sie kann eigenen JavaScript-Code in die Mini-Apps einschleusen, deren Netzwerkverkehr vermitteln und – technisch betrachtet – gegenüber den eingebundenen Diensten die Identität eines Nutzers annehmen.</p>
<p>Roya Ensafi, Informatikerin an der University of Michigan, bezeichnet Max gegenüber dem <em>Guardian</em> als "die cleverste und zugleich beängstigendste Taktik" autoritärer Regierungen zur Bürgerüberwachung. Max sei "eine Blaupause, der jede Regierung folgen kann" auf dem Weg in den digitalen Autoritarismus. Jede Regierung?</p>
<p>Bei allem Alarmismus wichtig ist allerdings die Einschränkung, die die Forscher selbst machen: Einen böswilligen Einsatz dieser Möglichkeiten haben sie nicht beobachtet. Belegt sind vor allem die Zugriffsmöglichkeiten – dass Max bereits eigenen Code in Mini-Apps einschleust, etwa um Freigabefunktionen abzufangen, haben die Forscher allerdings nachgewiesen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5039413" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11199356"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Datenschutz-Alarm-Wie-Alltags-Apps-Standortdaten-an-Behoerden-liefern-11199356.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7430" height="4174" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/9/4/1/3/shutterstock_2689173273-dcc441adc882134c.jpeg" alt="Eine Person, die ein Smartphone mit eingeschaltetem Standortzugriffsschalter hält, der die Datenschutzeinstellungen, die Online-Sicherheit und den Schutz digitaler Geräte für die sichere Kontoverwaltung darstellt." style="aspect-ratio:7430 / 4174"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7430" height="4174" alt="Eine Person, die ein Smartphone mit eingeschaltetem Standortzugriffsschalter hält, der die Datenschutzeinstellungen, die Online-Sicherheit und den Schutz digitaler Geräte für die sichere Kontoverwaltung darstellt." style="aspect-ratio:7430 / 4174;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Datenschutz-Alarm: Wie Alltags-Apps Standortdaten an Behörden liefern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zudem hat Max keinen direkten Zugriff auf separat installierte Apps wie Telegram oder WhatsApp – die Überwachung beschränkt sich auf das Mini-App-Ökosystem der Super-App selbst.</p>
<p>Max hatte frühere Überwachungsvorwürfe zurückgewiesen. Bereits im April <a href="https://ria.ru/20260413/max-2086781946.html" rel="external noopener" target="_blank">teilte das Sicherheitszentrum des Messengers</a> laut <em>RIA Novosti</em> mit: "Berichte, wonach Max angeblich Zugriff auf die Transkription von Nutzergesprächen hat, sind ein Fake. Alle Konversationen in Max sind verschlüsselt, und die Benutzerdaten sind sicher geschützt." Der Einsatz von KI-Werkzeugen bei Anrufen diene ausschließlich der Verbesserung der Anrufqualität und arbeite anonym. Überprüfen lässt sich das allerdings nicht.</p>
<p>Interessant ist eine Beobachtung, die der <em>Guardian</em> aus dem Kreml-nahen Milieu berichtet: Eine dem inneren Zirkel nahestehende Person erklärte, sie und mehrere Freunde hätten sich ein zweites Telefon nur für Max angeschafft – während sie auf ihren Hauptgeräten weiterhin Telegram und Signal nutzten. "Das ist alles nur Show. Niemand in der Politik benutzt es wirklich." Auch das – mit Blick auf die EU – bemerkenswert. Aber dazu später.</p>
<h3 class="subheading">Brüssels "Mini-Wallet" – und die großen Bedenken dahinter</h3>
<p>Ursula von der Leyen hatte sich bei der oben genannten Verlautbarung am 13. Juli 2026 auf die Empfehlungen eines eigens eingerichteten Expertengremiums zum Schutz junger Menschen im Netz berufen. <em>Netzpolitik.org</em> <a href="https://netzpolitik.org/2026/verbot-fuer-unter-13-jaehrige-von-der-leyen-will-alterskontrollen-weit-ueber-social-media-hinaus/" rel="external noopener" target="_blank">berichtete am selben Tag</a>, was die Kommissionspräsidentin sich vorstellt: Alterskontrollen sollen nicht nur soziale Netzwerke betreffen, sondern auch App-Marktplätze, Videospiele, Videoplattformen, KI-Systeme und sogenannte "Companions" – Chatbots, die den Eindruck einer Vertrauensperson erwecken. Das Gremium nennt das mit einem euphemistischen Sammelbegriff "Social Media Plus".</p>
<p>Am 17. September ist mit dem "Kids Act" nun also der formelle Vorschlag gefolgt. <em>Euronews</em> <a href="https://de.euronews.com/2026/09/24/eu-kids-act-bruessel-kinder-soziale-netzwerke" rel="external noopener" target="_blank">berichtete am 24. September 2026</a> über die Details.</p>
<p>Kinder unter 13 Jahren sollen künftig keine eigenen Konten in sozialen Netzwerken mehr anlegen dürfen. Für 13- bis 14-Jährige ist ein von den Eltern verwaltetes "Mini-Konto" mit eingeschränkten Funktionen und maximal einer Stunde Nutzungsdauer pro Tag vorgesehen. Ab 15 dürfen Jugendliche ein eigenes Konto einrichten – aber auch dann sollen bestimmte "süchtig machende Mechanismen" wie personalisierte Empfehlungs-Feeds tabu sein.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="2888811" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="4713841"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Datenspende-App-Datenschutz-als-rhetorischer-Spielball-4713841.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2398" height="1348" src="https://www.heise.de/imgs/18/2/8/8/8/8/1/1/app-77525b256031e0f0.jpeg" style="aspect-ratio:2398 / 1348"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2398" height="1348" style="aspect-ratio:2398 / 1348;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Datenspende-App: Datenschutz als rhetorischer Spielball</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Herzstück des Vorschlags ist das Prinzip "Safety by Design": Plattformen müssen künftig nachweisen, dass ihre Angebote für Kinder sicher sind, bevor diese sie nutzen dürfen.</p>
<p>Um das durchzusetzen, braucht es Technik. Genau hier kommt die "Mini-Wallet" ins Spiel – eine EU-eigene Anwendung zur Altersverifikation. Das französische Fachmagazin <em>Code Confiance</em> <a href="https://www.codeconfiance.com/2026/04/21/le-mini-wallet-europeen-sur-lage-ou-letrange-aveu-dimpatience-de-bruxelles/" rel="external noopener" target="_blank">hat im April beschrieben</a>, was das technisch bedeutet: Die Mini-Wallet beruhe auf demselben technischen Fundament wie die EUDI-Wallet, folge derselben Datenschutzlogik und könne perspektivisch in die großen europäischen Wallets integriert werden.</p>
<p>Brüssel werde die App als "Brücke" zur EUDI-Wallet darstellen, erwartet Autor Eric Le Ven – der Markt dürfte darin eher einen Test unter Realbedingungen sehen. <a href="https://www.codeconfiance.com/2026/04/21/le-mini-wallet-europeen-sur-lage-ou-letrange-aveu-dimpatience-de-bruxelles/" rel="external noopener" target="_blank">Ursula von der Leyen hatte angekündigt</a>, bei der Durchsetzung der EU-Regeln "mit voller Geschwindigkeit" voranzugehen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4884991" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10462984"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Datenschutz-oder-Innovationsbremse-Behoerde-will-Deepseek-aus-deutschen-App-Stores-werfen-10462984.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/4/9/9/1/shutterstock_2576578185-573d5a7b9c1d3ba0.jpeg" alt="DeepSeek und ChatGPT auf einem Handy" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="DeepSeek und ChatGPT auf einem Handy" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Datenschutz oder Innovationsbremse? Behörde will Deepseek aus deutschen App-Stores werfen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Laut <a href="https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20230302STO76818/europaische-digitale-identitat-einfacher-online-zugang-zu-wichtigen-diensten" rel="external noopener" target="_blank">einer Erläuterung des Europäischen Parlaments</a> ist erklärtes Ziel des EU-Vorhabens rund um die EUDI-Wallet, dass "bis 2030 mindestens 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eine digitale Identität für den Zugang zu wichtigen öffentlichen Diensten über die EU-Grenzen hinweg nutzen können". Anwendungsfelder: Bankkonto eröffnen, Steuererklärung abgeben, ärztliche Rezepte speichern, Alter nachweisen, Mietwagen anmieten, im Hotel einchecken. Kurz: der digitale Alltag.</p>
<p>Immerhin attestiert Code Confiance der Mini-Wallet einen anonymen Altersnachweis, Nichtverfolgbarkeit und eine offene Architektur. Wie unterscheidet sich dieses Programm also von der vielgescholtenen russischen App "Max"?</p>
<h3 class="subheading">Deutliche Kritik – auch aus dem Fachpublikum</h3>
<p>Im März 2026 hatten bereits mehr als 400 Forschende aus 29 Ländern in einem offenen Brief einen Stopp der geplanten Alterskontroll-Gesetze in der EU gefordert. Ihre Warnung: Deren Einführung ohne weitere Forschung sei "gefährlich und gesellschaftlich nicht hinnehmbar". Auf dem Spiel stünden "Sicherheit, Privatsphäre, Gleichberechtigung" und "Autonomie" aller Menschen.</p>
<p>Auch der Deutsche Ethikrat hat sich klar positioniert. In einer von <em>Netzpolitik.org</em> <a href="https://www.ethikrat.org/presse/pressekonferenzen/veroeffentlichung-der-ad-hoc-stellungnahme-schutz-teilhabe-und-befaehigung-von-kindern-und-jugendlichen-in-der-digitalen-welt/" rel="external noopener" target="_blank">zitierten Stellungnahme vom 11. Juni 2026</a> warnt das Gremium ausdrücklich vor der Missbrauchsgefahr solcher Technologien:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die Technologien sind Instrumente zur Unterscheidung und unterschiedlichen Behandlung von Nutzergruppen. Als solche können sie auch zweckentfremdet werden, und zwar sowohl zur Beschränkung des Zugangs für weitere Gruppen als auch des Zugangs zu anderen Inhalten, zum Beispiel zu Materialien zur sexuellen Aufklärung oder gar zu solchen, die politisch unerwünscht sind. Aufgrund dieser breiten Einsatzmöglichkeiten kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Altersbestimmungstechnologien als Zensurinstrument missbraucht werden."</p>
<p>Der Deutsche Ethikrat hat ein Social-Media-Verbot demnach klar abgelehnt und enge Grenzen für Alterskontrollen gezogen. Und auch bei der EUDI-Wallet ist das letzte Wort zum Datenschutz noch nicht gesprochen.</p>
<h3 class="subheading">Deutschland: "Bestehende Strukturen" statt Verbote</h3>
<p>In Berlin fallen die Töne teils zurückhaltender aus als in Brüssel – obwohl auch Prien eine <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/familienministerin-prien-will-gesetzliche-altersgrenze-fuer-soziale-medien-und-ki-chatbots/100233171.html" rel="external noopener" target="_blank">gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren</a> befürwortet. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), die sich zuvor eigentlich explizit für die EUDI-Wallet <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/familienministerin-prien-will-gesetzliche-altersgrenze-fuer-soziale-medien-und-ki-chatbots/100233171.html" rel="external noopener" target="_blank">ausgesprochen hatte</a>, erklärte zuletzt im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend laut einer <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1217162" rel="external noopener" target="_blank">Kurzmeldung des Bundestages</a>: "Es gibt keine einfachen Lösungen. Wir brauchen eine Gesamtstrategie", bei der Akteure aller Ebenen zusammenwirken.</p>
<p>Priens Botschaft, gemeinsam mit den Vorsitzenden der Unabhängigen Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der Digitalen Welt": Altersgrenzen seien Teil der Lösung, aber nicht die Lösung. Kommissions-Co-Vorsitzende Nadine Schön formulierte es zugespitzt: "Wir sind nicht die Social-Media-Verbotskommission gewesen!" Und der Co-Vorsitzende Olaf Köller wies darauf hin, es gebe "bereits sehr viele verschiedene Strukturen und Projekte" zur Stärkung der Medienkompetenz – diese könnten "viel besser genutzt werden".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5116664" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11364421"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/EU-treibt-Chatkontrolle-im-Eiltempo-voran-11364421.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/6/6/6/4/abho__rapps-d22f5dd05ccb56b3.jpeg" alt="Signal-, Whatsapp- und Mail-App mit EU-Kopfhörern" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Signal-, Whatsapp- und Mail-App mit EU-Kopfhörern" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">EU treibt Chatkontrolle im Eiltempo voran</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Mitte Mai 2026 ausdrücklich "Nein" zu einem Social-Media-Verbot gesagt; Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) äußerte sich später ebenfalls kritisch.</p>
<p>Die deutsche Position läuft damit anscheinend weniger auf die technische Zentralisierung hinaus, die Brüssel mit Mini-Wallet und EUDI-Wallet vorbereitet, und stärker auf pädagogische, dezentrale Ansätze. Ob sich diese Position gegen den Sog der europäischen Infrastrukturpolitik durchsetzt, ist eine andere Frage.</p>
<p>Dass für die Familienministerin Prien langfristig an der EU-weiten Lösung und einer "gemeinsamen Regulierung" kein Weg vorbeiführt, hat sie nämlich auch <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/prien-social-media-altersgrenzen-eu-100.html" rel="external noopener" target="_blank">schon deutlich gemacht</a>.</p>
<h3 class="subheading">Musks "X", oder: Der andere Traum von der Everything-App</h3>
<p>Die Super-App ist längst kein russisches Alleinstellungsmerkmal. Auch Elon Musk baut seit dem Kauf von Twitter im Jahr 2022 an einer "Everything-App". X integriert inzwischen KI-Funktionen (Grok), Bezahldienste und Content-Werkzeuge; <a href="https://informedclearly.com/en/ai/43963/x-platform-elon-musk-everything-app-evolution-2026" rel="external noopener" target="_blank">das erklärte Ziel</a> ist ein umfassendes digitales Ökosystem.</p>
<p>Musk allerdings gilt in Brüssel und dem gesamten sozialpolitischen Spektrum der Mitgliedsländer als Reizfigur – als der libertär-rechte, ultrakapitalistische Tech-Mogul, dessen Weltbild sich mit der EU-Selbstdarstellung einer werteorientierten Regulierung beißt.</p>
<p>Ob die zentrale digitale Schnittstelle einer Gesellschaft aber von einem Silicon-Valley-Milliardär, einem russischen Staatskonzern oder einer supranationalen Behörde betrieben wird: Die technische Machtfülle bleibt vergleichbar. Das Werkzeug ändert sich nicht – nur, wer es benutzt.</p>
<h3 class="subheading">Die Doppelmoral-Frage: Der Fall Durow</h3>
<p>Hier lohnt ein Blick zurück in die <em>Guardian</em>-Recherche. Wie oben erwähnt, weichen einflussreiche Russen demnach für ihre eigentliche Kommunikation auf Telegram und den Ende-zu-Ende-verschlüsselten Messenger Signal aus. Wer eine App den eigenen Bürgern verordnet, aber eine andere nutzt, scheint viel über das Vertrauen in das eigene Produkt preiszugeben.</p>
<p>Der Punkt schlägt aber auch zurück in den Westen. Denn Telegram gilt innerhalb der EU seit Jahren als problematisches Werkzeug – gerade deshalb, weil es sich staatlicher Kontrolle entzieht.</p>
<p>Wie sehr sich der Westen an Telegram und dessen Gründer Pawel Durow reibt, zeigte dessen Festnahme am Pariser Flughafen Le Bourget im August 2024. Frankreich wirft ihm vor, nicht genug gegen Kriminelle vorzugehen, die sich auf seiner Plattform tummeln – von Drogenhandel über Waffenhandel bis zu terroristischen Netzwerken.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5093001" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11314853"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Polizei-kauft-illegale-Handy-Standortdaten-von-Datenhaendlern-11314853.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8425" height="4733" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/3/0/0/1/shutterstock_2637563829-f0dced2d14a5a8b0.jpeg" alt="Man tippt auf Standorte einer digitalen Stadt." style="aspect-ratio:8425 / 4733"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8425" height="4733" alt="Man tippt auf Standorte einer digitalen Stadt." style="aspect-ratio:8425 / 4733;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Polizei kauft illegale Handy-Standortdaten von Datenhändlern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Johanna Brousse, <a href="https://www.reuters.com/world/europe/behind-arrest-telegram-boss-small-paris-cybercrime-unit-with-big-ambitions-2024-08-30/" rel="external noopener" target="_blank">Leiterin der Cybercrime-Abteilung</a> der Pariser Staatsanwaltschaft, legte laut einer <a href="https://www.ardmediathek.de/video/telegram-das-dunkle-imperium-von-pawel-durow/telegram-das-dunkle-imperium-von-pawel-durow/rbb/Y3JpZDovL3JiYl8yN2JiYTM1My02OGMzLTRhMzEtODVmZi1jNzYzZWNlZWM2YWFfcHVibGljYXRpb24" rel="external noopener" target="_blank">rbb-Dokumentation vom 21. Januar 2026</a> ("Telegram – das dunkle Imperium von Pawel Durow") eine umfangreiche Akte vor. Durow kam gegen eine Kaution von fünf Millionen Euro frei; das Verfahren läuft weiter.</p>
<p>Den Treppenwitz der Geschichte lieferte Moskau zuletzt selbst. Am 29. Juli 2026 schrieb Russland Durow international zur Fahndung aus – als Terrorunterstützer, wie <em>tagesschau.de</em> <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/telegram-fahndung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>. Der Vorwurf: Telegram weigere sich, Chats und Bots zu schließen, über die ukrainische Geheimdienste in Russland Personal für Sabotageakte anwerben würden. Durow reagierte auf X mit einem Foto, das einen ausgestreckten Mittelfinger zeigte.</p>
<p>Damit steht Durow in der bemerkenswerten Lage, gleichzeitig von Paris und von Moskau juristisch verfolgt zu werden. Zwei Systeme, die sich in nahezu allen politischen Fragen gegenüberstehen, treffen sich offenbar in einem Punkt: dem Unbehagen gegenüber einer Kommunikationsplattform, die sich ihrer Kontrolle entzieht.</p>
2026-09-26T10:00:00.000Z
urn:bid:5169959
2026-09-26T08:00:00.000Z
BDEW und VKU kritisieren die Kapitalverzinsung der BNetzA als zu niedrig – Investoren könnten abspringen, die Klimaneutralität der Netze sei gefährdet.</p>
<p>Die Lieferung von leitungsgebundenen Energieträgern ist naturgemäß an entsprechende Leitungen gebunden, die ein natürliches Monopol darstellen, weil der Aufbau paralleler Netze zusätzliche Kosten verursachen würde. Diese müssten jedoch auf eine unveränderte Gesamtkundenzahl umgelegt werden, was zu steigenden Preisen für den einzelnen Kunden führen würde.</p>
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<p>Daher hat sich in den meisten Industrieländern ein Netzmonopol herausgebildet, das grundsätzlich jedem Energiehändler offensteht. Überwacht wird dieses Monopol in Deutschland von der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Diese legt auch fest, welche Renditen für den Netzbetrieb erlaubt werden.</p>
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<p>Bei der jeweiligen Entscheidung muss sie berücksichtigen, ob diese Renditen eine Finanzierung der Netzinfrastruktur ermöglichen oder ob mögliche Geldgeber in lukrativere Geschäftsfelder abwandern.</p>
<p>Die BNetzA ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) mit Sitz in Bonn. Sie hat ihre Ursprünge im Jahre 1998, als sie im Zuge der Liberalisierung des Post- und Telekommunikationsmarktes gegründet wurde.</p>
<p>Später wurde die Zuständigkeit auf die Netzsektoren Energie und Eisenbahn erweitert. Mit der Zunahme der Arbeitsfelder stieg verständlicherweise auch die Zahl der Systemkonflikte in den betroffenen Branchen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Streitpunkt pauschalisierter Kapitalverzinsungssatz für Gasnetzbetreiber</strong></h3>
<p>In einer <a href="https://www.vku.de/vku-positionen/kommunale-energieversorgung/festlegung-wacc-gas-gemeinsame-bdew-vku-stellungnahme/" rel="external noopener" target="_blank">gemeinsamen Stellungnahme</a> des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) kritisierten die beiden Energieversorgungsverbände, dass die Vorschläge der BNetzA zur Festlegung eines pauschalisierten Kapitalverzinsungssatzes für Gasnetzbetreiber die Marktrealität verkennen und notwendige Investitionen gefährden würden.</p>
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<p>Der vorgelegte Entwurf der BNetzA zur Kapitalverzinsung der Gasnetzbetreiber erscheint den Verbänden wirtschaftlich und methodisch unzureichend. Damit sende die Regulierungsbehörde ein falsches Signal an Investoren und gefährde die Transformation der Netze hin zur Klimaneutralität.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5115611" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11362318"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Neue-Heizregeln-ab-2029-Gasnetze-dennoch-am-Ende-11362318.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/5/6/1/1/gaszaehler-2F-2-c741a02d7803450e.jpeg" alt="Gaszähler mit Anzeige null Kubikmeter und grüner Zuleitung mit Eurozeichen " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gaszähler mit Anzeige null Kubikmeter und grüner Zuleitung mit Eurozeichen " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Neue Heizregeln ab 2029: Gasnetze dennoch am Ende?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4532038" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9608914"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gasmarkt-in-Deutschland-Warum-die-Netze-teurer-werden-9608914.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/3/2/0/3/8/erdGas-h2-6439a8086312dabc.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gasmarkt in Deutschland: Warum die Netze teurer werden</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die im BNetzA-Entwurf angeführten Zinssätze seien international nicht wettbewerbsfähig. Die pauschale Gesamtkapitalverzinsung liege etwa 1,5 Prozentpunkte unter dem europäischen Durchschnitt. Der Eigenkapitalzins falle mit 5,76 Prozent deutlich niedriger aus als erwartet. Investoren erwarteten aktuell mindestens 8 Prozent.</p>
<p>Der im Entwurf angeführte Fremdkapitalzins von 2,43 Prozent liegt rund einen Prozentpunkt unter den derzeitigen Refinanzierungsbedingungen bestehender Kredite und Darlehen. Er liegt sogar unter der Verzinsung von Bundesanleihen. Damit signalisiert die BNetzA, dass das Risiko, in den deutschen Staat zu investieren, größer sei als im Falle des Ausbaus und Betriebs von Gasnetzen.</p>
<p>Möglicherweise gehen die Vorschläge des Entwurfs auf die Finanzierungsbedingungen in der vergangenen Niedrigzinsphase zurück und wurden nicht an die inzwischen gestiegenen Zinsen angepasst. Wer den Umbau der Gasnetze auf klimaneutrale Energieträger ermöglichen will, müsste jetzt auch dafür sorgen, dass die dafür notwendigen Investitionen finanzierbar bleiben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5147745" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11415696"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Stromnetz-Renditen-ueber-30-Prozent-warum-der-Umbau-trotzdem-stockt-11415696.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/7/7/4/5/dezentral-2F-2-edabb0883c71251b.gif" alt="Wabenstruktur mit Häusern, teils mit Solardach, Trafohäuschen und Transformator" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Wabenstruktur mit Häusern, teils mit Solardach, Trafohäuschen und Transformator" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Stromnetz-Renditen über 30 Prozent – warum der Umbau trotzdem stockt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4902896" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10497769"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Strompreise-sinken-aber-Netzkosten-explodieren-10497769.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/2/8/9/6/strommast-geld_ho-4ed3d03ea2266c16.png" alt="Grafik zeigt gezeichnete Strommasten, an deren Fundament riesige Geldscheine zu erkennen sind" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grafik zeigt gezeichnete Strommasten, an deren Fundament riesige Geldscheine zu erkennen sind" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Strompreise sinken, aber Netzkosten explodieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4862428" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10418406"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Netzentgelte-2-0-Das-Ende-der-Einheitstarife-10418406.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/6/2/4/2/8/Stromkabel-1d7acd9b36f1c573.jpeg" alt="Stromkabel mit Euro-Etikett vor Smart-Meter" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Stromkabel mit Euro-Etikett vor Smart-Meter" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Netzentgelte 2.0: Das Ende der Einheitstarife</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Auch im Falle der Stromnetze scheint es größere Meinungsdifferenzen zu geben</strong></h3>
<p>Zum Ende der Konsultation der Bundesnetzagentur zur neuen allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (<a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Netzentgelte/Anreizregulierung/Agnes/start.html" rel="external noopener" target="_blank">AgNes</a>) mahnt der Verband kommunaler Unternehmen Nachbesserungen bei den geplanten Regeln an.</p>
<p>Die AgNes, deren Entwurf 198 Seiten unter dem <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1_GZ/GBK-GZ/2025/GBK-25-01-1x3_AgNes/GBK-25-01-1x3_Verfahrenseinleitung.html?nn=666514" rel="external noopener" target="_blank">Aktenzeichen GBK-25-01-1#3</a> umfasst, soll die Nachfolge der bisherigen Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) und der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) antreten, welche am 31. Dezember 2028 außer Kraft treten werden. Mit der AgNes will die BNetzA die Stromnetzentgelte neu ordnen. Die Frist für Stellungnahmen endete am 18. September 2026, beschlossen werden soll die Festlegung noch in diesem Jahr. Vorgesehen sind neue Entgelte für Erzeugungsanlagen und Speicher sowie eine neue Verteilung der Netzkosten.</p>
<p>Aus <a href="https://www.vku.de/themen/infrastruktur-und-dienstleistungen/artikel/vku-stellungnahme-zum-festlegungsentwurf-der-allgemeinen-netzentgeltsystematik-strom/" rel="external noopener" target="_blank">Sicht des VKU</a> bürdet der AgNes-Entwurf den Netzbetreibern, darunter viele Stadtwerke, einen hohen Zusatzaufwand auf, ohne damit einen erkennbaren Nutzen für das Stromsystem zu schaffen. Der Verband fordert mehr Schutz für fortgeschrittene Investitionsprojekte sowie klare Regeln für Kapazitätsbestellung, Datenmanagement und Kostenwälzung.</p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5085864" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11300808"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Energiewende-stockt-Das-Netz-ist-das-eigentliche-Problem-11300808.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4032" height="2266" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/5/8/6/4/strom1-a5d5c16251991fe5.jpeg" style="aspect-ratio:4032 / 2266"><img 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class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925703" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10622618"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-der-Energiewende-zum-Netzausbau-Desaster-10622618.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/7/0/3/netz-980c018e15285346.jpeg" alt="BRD-Karte mit Stromnetzbetreibern und zwei Isolatoren" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="BRD-Karte mit Stromnetzbetreibern und zwei Isolatoren" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von der Energiewende zum Netzausbau-Desaster</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5073770" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11276823"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Brownout-durch-Solarenergie-Wie-stabil-das-Stromnetz-in-Deutschland-bleibt-11276823.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/3/7/7/0/Master_Solar-ea133e64fd880e4a.jpeg" alt="Mann auf dem Dach eines Gebäudes mit Solarkollektoren" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Mann auf dem Dach eines Gebäudes mit Solarkollektoren" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Brownout durch Solarenergie? Wie stabil das Stromnetz in Deutschland bleibt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein zentraler Kritikpunkt des VKU betrifft die vorgesehene Kostenwälzung zwischen Netzbetreibern. Insbesondere bei den in Deutschland üblichen vermaschten Netzstrukturen sowie Netzverknüpfungen auf der gleichen Spannungsebene und wechselnden Energieflussrichtungen sieht der Verband erhebliche rechtliche und auch praktische Unsicherheiten.</p>
<p>Der Begriff des vorgelagerten Netzbetreibers ist in solchen Konstellationen nicht eindeutig definierbar. Besonders kritisch wird die Gefahr von <a href="https://www.bbh-blog.de/alle-themen/wenig-schmackhaft-der-pancaking-effekt-auf-der-verteilernetzebene-teil-1/" rel="external noopener" target="_blank">Pancaking-Effekten</a> bewertet. Dabei summieren sich Netzentgelte: Liegt die Eigentumsgrenze zwischen zwei Netzen nicht zwischen zwei Netzebenen, sondern innerhalb einer Spannungsebene, zahlen die Kunden des nachgelagerten Netzes diese Ebene zweimal. Ein Pancaking-Effekt tritt häufig dann auf, wenn ein Stadtwerk an das Netz eines regionalen Verteilernetzbetreibers angeschlossen ist. Das ist in Deutschland eher der Normalzustand als ein Sonderfall.</p>
<p>Es werden daher klare regulatorische Vorgaben zur Definition von Vor- und Nachlagerungsverhältnissen, zur Vermeidung zirkulärer Wälzungsbeziehungen sowie zu einer eindeutigen und nachvollziehbaren Meldelogik für die Kostenwälzung gefordert.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5044192" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11208723"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschlands-Stromnetz-Batteriespeicher-statt-Gaskraftwerke-11208723.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4580" height="2573" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/4/1/9/2/shutterstock_2600960533-646da7f358b8cb49.jpeg" alt="Batteriespeichersysteme" style="aspect-ratio:4580 / 2573"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4580" height="2573" alt="Batteriespeichersysteme" style="aspect-ratio:4580 / 2573;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschlands Stromnetz: Batteriespeicher statt Gaskraftwerke</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5006025" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11133932"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Batteriespeicher-Ueber-100-Gigawatt-warten-auf-Netzanschluss-11133932.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/6/0/2/5/Batterie_Sanduhr-86a514e3d6f2de0e.jpeg" alt="Batterie in Sanduhr" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Batterie in Sanduhr" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Batteriespeicher: Über 100 Gigawatt warten auf Netzanschluss</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zudem bewertet der VKU die Ausgestaltung des sogenannten <a href="https://www.cleanthinking.de/prosumer-aufschlag-netzentgelte-bnetza/" rel="external noopener" target="_blank">Prosumer-Aufschlags</a> kritisch. Der Aufschlag soll ab dem 1. Januar 2029 gelten und 70 bis 90 Prozent des Netzentgelt-Grundpreises betragen; betroffen sind Haushalte am Niederspannungsnetz, die weniger als 100.000 Kilowattstunden im Jahr beziehen und hinter dem eigenen Anschluss Strom erzeugen. Kritisch sieht der Verband vor allem Modelle der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung: Dort besteht die Gefahr, dass derartige Konzepte gegenüber Mieterstrommodellen ohne sachliche Rechtfertigung stärker belastet werden.</p>
<p>Auch bei den Finanzierungsentgelten für Erzeugungsanlagen, Stromspeicher und Elektrolyseure sieht der VKU noch weiteren Konkretisierungsbedarf. Erzeugungsentgelte bewertet der Verband grundsätzlich kritisch, da sie zusätzliche Transaktionskosten verursachen, ohne gleichzeitig die Netzkosten zu reduzieren.</p>
BDEW und VKU kritisieren die Kapitalverzinsung der BNetzA als zu niedrig – Investoren könnten abspringen, die Klimaneutralität der Netze sei gefährdet.</p>
<p>Die Lieferung von leitungsgebundenen Energieträgern ist naturgemäß an entsprechende Leitungen gebunden, die ein natürliches Monopol darstellen, weil der Aufbau paralleler Netze zusätzliche Kosten verursachen würde. Diese müssten jedoch auf eine unveränderte Gesamtkundenzahl umgelegt werden, was zu steigenden Preisen für den einzelnen Kunden führen würde.</p>
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<p>Daher hat sich in den meisten Industrieländern ein Netzmonopol herausgebildet, das grundsätzlich jedem Energiehändler offensteht. Überwacht wird dieses Monopol in Deutschland von der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Diese legt auch fest, welche Renditen für den Netzbetrieb erlaubt werden.</p>
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<p>Bei der jeweiligen Entscheidung muss sie berücksichtigen, ob diese Renditen eine Finanzierung der Netzinfrastruktur ermöglichen oder ob mögliche Geldgeber in lukrativere Geschäftsfelder abwandern.</p>
<p>Die BNetzA ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) mit Sitz in Bonn. Sie hat ihre Ursprünge im Jahre 1998, als sie im Zuge der Liberalisierung des Post- und Telekommunikationsmarktes gegründet wurde.</p>
<p>Später wurde die Zuständigkeit auf die Netzsektoren Energie und Eisenbahn erweitert. Mit der Zunahme der Arbeitsfelder stieg verständlicherweise auch die Zahl der Systemkonflikte in den betroffenen Branchen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Streitpunkt pauschalisierter Kapitalverzinsungssatz für Gasnetzbetreiber</strong></h3>
<p>In einer <a href="https://www.vku.de/vku-positionen/kommunale-energieversorgung/festlegung-wacc-gas-gemeinsame-bdew-vku-stellungnahme/" rel="external noopener" target="_blank">gemeinsamen Stellungnahme</a> des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) kritisierten die beiden Energieversorgungsverbände, dass die Vorschläge der BNetzA zur Festlegung eines pauschalisierten Kapitalverzinsungssatzes für Gasnetzbetreiber die Marktrealität verkennen und notwendige Investitionen gefährden würden.</p>
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<p>Der vorgelegte Entwurf der BNetzA zur Kapitalverzinsung der Gasnetzbetreiber erscheint den Verbänden wirtschaftlich und methodisch unzureichend. Damit sende die Regulierungsbehörde ein falsches Signal an Investoren und gefährde die Transformation der Netze hin zur Klimaneutralität.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5115611" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11362318"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Neue-Heizregeln-ab-2029-Gasnetze-dennoch-am-Ende-11362318.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/5/6/1/1/gaszaehler-2F-2-c741a02d7803450e.jpeg" alt="Gaszähler mit Anzeige null Kubikmeter und grüner Zuleitung mit Eurozeichen " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gaszähler mit Anzeige null Kubikmeter und grüner Zuleitung mit Eurozeichen " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Neue Heizregeln ab 2029: Gasnetze dennoch am Ende?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4532038" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9608914"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gasmarkt-in-Deutschland-Warum-die-Netze-teurer-werden-9608914.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/3/2/0/3/8/erdGas-h2-6439a8086312dabc.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gasmarkt in Deutschland: Warum die Netze teurer werden</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die im BNetzA-Entwurf angeführten Zinssätze seien international nicht wettbewerbsfähig. Die pauschale Gesamtkapitalverzinsung liege etwa 1,5 Prozentpunkte unter dem europäischen Durchschnitt. Der Eigenkapitalzins falle mit 5,76 Prozent deutlich niedriger aus als erwartet. Investoren erwarteten aktuell mindestens 8 Prozent.</p>
<p>Der im Entwurf angeführte Fremdkapitalzins von 2,43 Prozent liegt rund einen Prozentpunkt unter den derzeitigen Refinanzierungsbedingungen bestehender Kredite und Darlehen. Er liegt sogar unter der Verzinsung von Bundesanleihen. Damit signalisiert die BNetzA, dass das Risiko, in den deutschen Staat zu investieren, größer sei als im Falle des Ausbaus und Betriebs von Gasnetzen.</p>
<p>Möglicherweise gehen die Vorschläge des Entwurfs auf die Finanzierungsbedingungen in der vergangenen Niedrigzinsphase zurück und wurden nicht an die inzwischen gestiegenen Zinsen angepasst. Wer den Umbau der Gasnetze auf klimaneutrale Energieträger ermöglichen will, müsste jetzt auch dafür sorgen, dass die dafür notwendigen Investitionen finanzierbar bleiben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5147745" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11415696"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Stromnetz-Renditen-ueber-30-Prozent-warum-der-Umbau-trotzdem-stockt-11415696.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/7/7/4/5/dezentral-2F-2-edabb0883c71251b.gif" alt="Wabenstruktur mit Häusern, teils mit Solardach, Trafohäuschen und Transformator" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Wabenstruktur mit Häusern, teils mit Solardach, Trafohäuschen und Transformator" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Stromnetz-Renditen über 30 Prozent – warum der Umbau trotzdem stockt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4902896" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10497769"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Strompreise-sinken-aber-Netzkosten-explodieren-10497769.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/2/8/9/6/strommast-geld_ho-4ed3d03ea2266c16.png" alt="Grafik zeigt gezeichnete Strommasten, an deren Fundament riesige Geldscheine zu erkennen sind" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grafik zeigt gezeichnete Strommasten, an deren Fundament riesige Geldscheine zu erkennen sind" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Strompreise sinken, aber Netzkosten explodieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4862428" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10418406"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Netzentgelte-2-0-Das-Ende-der-Einheitstarife-10418406.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/6/2/4/2/8/Stromkabel-1d7acd9b36f1c573.jpeg" alt="Stromkabel mit Euro-Etikett vor Smart-Meter" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Stromkabel mit Euro-Etikett vor Smart-Meter" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Netzentgelte 2.0: Das Ende der Einheitstarife</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Auch im Falle der Stromnetze scheint es größere Meinungsdifferenzen zu geben</strong></h3>
<p>Zum Ende der Konsultation der Bundesnetzagentur zur neuen allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (<a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Netzentgelte/Anreizregulierung/Agnes/start.html" rel="external noopener" target="_blank">AgNes</a>) mahnt der Verband kommunaler Unternehmen Nachbesserungen bei den geplanten Regeln an.</p>
<p>Die AgNes, deren Entwurf 198 Seiten unter dem <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1_GZ/GBK-GZ/2025/GBK-25-01-1x3_AgNes/GBK-25-01-1x3_Verfahrenseinleitung.html?nn=666514" rel="external noopener" target="_blank">Aktenzeichen GBK-25-01-1#3</a> umfasst, soll die Nachfolge der bisherigen Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) und der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) antreten, welche am 31. Dezember 2028 außer Kraft treten werden. Mit der AgNes will die BNetzA die Stromnetzentgelte neu ordnen. Die Frist für Stellungnahmen endete am 18. September 2026, beschlossen werden soll die Festlegung noch in diesem Jahr. Vorgesehen sind neue Entgelte für Erzeugungsanlagen und Speicher sowie eine neue Verteilung der Netzkosten.</p>
<p>Aus <a href="https://www.vku.de/themen/infrastruktur-und-dienstleistungen/artikel/vku-stellungnahme-zum-festlegungsentwurf-der-allgemeinen-netzentgeltsystematik-strom/" rel="external noopener" target="_blank">Sicht des VKU</a> bürdet der AgNes-Entwurf den Netzbetreibern, darunter viele Stadtwerke, einen hohen Zusatzaufwand auf, ohne damit einen erkennbaren Nutzen für das Stromsystem zu schaffen. Der Verband fordert mehr Schutz für fortgeschrittene Investitionsprojekte sowie klare Regeln für Kapazitätsbestellung, Datenmanagement und Kostenwälzung.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5085864" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11300808"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Energiewende-stockt-Das-Netz-ist-das-eigentliche-Problem-11300808.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4032" height="2266" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/5/8/6/4/strom1-a5d5c16251991fe5.jpeg" style="aspect-ratio:4032 / 2266"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4032" height="2266" style="aspect-ratio:4032 / 2266;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Energiewende stockt: Das Netz ist das eigentliche Problem</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925703" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10622618"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-der-Energiewende-zum-Netzausbau-Desaster-10622618.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/7/0/3/netz-980c018e15285346.jpeg" alt="BRD-Karte mit Stromnetzbetreibern und zwei Isolatoren" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="BRD-Karte mit Stromnetzbetreibern und zwei Isolatoren" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von der Energiewende zum Netzausbau-Desaster</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5073770" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11276823"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Brownout-durch-Solarenergie-Wie-stabil-das-Stromnetz-in-Deutschland-bleibt-11276823.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/3/7/7/0/Master_Solar-ea133e64fd880e4a.jpeg" alt="Mann auf dem Dach eines Gebäudes mit Solarkollektoren" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Mann auf dem Dach eines Gebäudes mit Solarkollektoren" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Brownout durch Solarenergie? Wie stabil das Stromnetz in Deutschland bleibt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein zentraler Kritikpunkt des VKU betrifft die vorgesehene Kostenwälzung zwischen Netzbetreibern. Insbesondere bei den in Deutschland üblichen vermaschten Netzstrukturen sowie Netzverknüpfungen auf der gleichen Spannungsebene und wechselnden Energieflussrichtungen sieht der Verband erhebliche rechtliche und auch praktische Unsicherheiten.</p>
<p>Der Begriff des vorgelagerten Netzbetreibers ist in solchen Konstellationen nicht eindeutig definierbar. Besonders kritisch wird die Gefahr von <a href="https://www.bbh-blog.de/alle-themen/wenig-schmackhaft-der-pancaking-effekt-auf-der-verteilernetzebene-teil-1/" rel="external noopener" target="_blank">Pancaking-Effekten</a> bewertet. Dabei summieren sich Netzentgelte: Liegt die Eigentumsgrenze zwischen zwei Netzen nicht zwischen zwei Netzebenen, sondern innerhalb einer Spannungsebene, zahlen die Kunden des nachgelagerten Netzes diese Ebene zweimal. Ein Pancaking-Effekt tritt häufig dann auf, wenn ein Stadtwerk an das Netz eines regionalen Verteilernetzbetreibers angeschlossen ist. Das ist in Deutschland eher der Normalzustand als ein Sonderfall.</p>
<p>Es werden daher klare regulatorische Vorgaben zur Definition von Vor- und Nachlagerungsverhältnissen, zur Vermeidung zirkulärer Wälzungsbeziehungen sowie zu einer eindeutigen und nachvollziehbaren Meldelogik für die Kostenwälzung gefordert.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5044192" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11208723"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschlands-Stromnetz-Batteriespeicher-statt-Gaskraftwerke-11208723.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4580" height="2573" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/4/1/9/2/shutterstock_2600960533-646da7f358b8cb49.jpeg" alt="Batteriespeichersysteme" style="aspect-ratio:4580 / 2573"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4580" height="2573" alt="Batteriespeichersysteme" style="aspect-ratio:4580 / 2573;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschlands Stromnetz: Batteriespeicher statt Gaskraftwerke</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5006025" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11133932"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Batteriespeicher-Ueber-100-Gigawatt-warten-auf-Netzanschluss-11133932.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/6/0/2/5/Batterie_Sanduhr-86a514e3d6f2de0e.jpeg" alt="Batterie in Sanduhr" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Batterie in Sanduhr" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Batteriespeicher: Über 100 Gigawatt warten auf Netzanschluss</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zudem bewertet der VKU die Ausgestaltung des sogenannten <a href="https://www.cleanthinking.de/prosumer-aufschlag-netzentgelte-bnetza/" rel="external noopener" target="_blank">Prosumer-Aufschlags</a> kritisch. Der Aufschlag soll ab dem 1. Januar 2029 gelten und 70 bis 90 Prozent des Netzentgelt-Grundpreises betragen; betroffen sind Haushalte am Niederspannungsnetz, die weniger als 100.000 Kilowattstunden im Jahr beziehen und hinter dem eigenen Anschluss Strom erzeugen. Kritisch sieht der Verband vor allem Modelle der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung: Dort besteht die Gefahr, dass derartige Konzepte gegenüber Mieterstrommodellen ohne sachliche Rechtfertigung stärker belastet werden.</p>
<p>Auch bei den Finanzierungsentgelten für Erzeugungsanlagen, Stromspeicher und Elektrolyseure sieht der VKU noch weiteren Konkretisierungsbedarf. Erzeugungsentgelte bewertet der Verband grundsätzlich kritisch, da sie zusätzliche Transaktionskosten verursachen, ohne gleichzeitig die Netzkosten zu reduzieren.</p>
2026-09-26T08:00:00.000Z
urn:bid:5168765
2026-09-26T06:00:00.000Z
Drei Könige, deren Namen Geschichte schrieben. Außerbiblische Quellen sind rar, Indizien aber vorhanden. Was Forscher fanden, stellt vieles infrage (Teil 2/3).</p>
<p>Saul aus dem Stamme Benjamin wurde vom Propheten Samuel auf Geheiß des Herrn zum ersten König in Israel gesalbt. Dieses Israel, Sauls Reich, lag im Nordwesten des Toten Meeres sowie links und rechts des Jordans in den Landen Benjamin, Ephraim und Gilead.</p>
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<p>Die wichtigsten Schauplätze der Geschichte Sauls befanden sich nördlich von Jerusalem im benjaminitischen Bergland mit den Orten Rama, Mizpa, wo Saul zum König wurde, sowie in Michmas und Gibeon. Das geschah etwa um 1000 v. Chr. Sauls Sohn und Nachfolger Isch-Boschet wurde im ostjordanischen Hochland Gilead um Mahanajim und Jabesch zum König erhoben. Die genannten Gebiete bis zum Gilboahochland und zur Jesreelebene dürften zur Herrschaft Sauls und seines Erben gehört haben.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Teil 1</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164898" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452858"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Israel-Palaestina-Zwischen-biblischer-Erzaehlung-und-historischem-Befund-11452858.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3115" height="1750" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/8/9/8/Beisan_Old_City-27bca096b28de6ab.jpeg" alt="Panorama einer antiken Stadt, Ruinen" style="aspect-ratio:3115 / 1750"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3115" height="1750" alt="Panorama einer antiken Stadt, Ruinen" style="aspect-ratio:3115 / 1750;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Israel/Palästina: Zwischen biblischer Erzählung und historischem Befund</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Saul befand sich ständig im Kampf gegen die übermächtigen Philister. Die Bündelung der Abwehr der Philister wird einer der Gründe für die Errichtung eines Königtums im Nordreich Israel gewesen sein. Als er sich nach einer Niederlage im Gilboa-Gebirge nahe Beth-Schean das Leben nahm, wurde der Weg frei für David. Außerhalb der Bibel gibt es keine Quellen, welche die Existenz eines Herrschers mit Namen Saul belegen.</p>
<p>Das ist nicht verwunderlich, es existierten weder Verwaltung noch Schriftlichkeit im alten Israel, die Informationen über einen Kleinkönig namens Saul hätten überliefern können.</p>
<p>Und für die benachbarten Großmächte war er einfach zu unbedeutend, um von ihm Kenntnis zu nehmen. In der Archäologie und durch historische Vergleiche aber stoßen wir auf Indizien, die es wahrscheinlich machen, dass der erste König von Israel keine Erfindung der Bibel war.</p>
<h3 class="subheading"><strong>David von Juda</strong></h3>
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<p>Im südlich benachbarten Hochland von Juda um Jerusalem hatte Saul keinen Einfluss, hier war Davids Reich. Auch über ihn gibt es keine zeitgenössische außerbiblische Überlieferung.</p>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/JRSLM_300116_Tel_Dan_Stele_01-5eef4690bc2876d5.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/JRSLM_300116_Tel_Dan_Stele_01-5eef4690bc2876d5.jpg">
<a-img alt="Alte Inschrift auf Stein" height="1408" src="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/JRSLM_300116_Tel_Dan_Stele_01-5eef4690bc2876d5.jpg" style="aspect-ratio: 1455 / 1408;" width="1455">
<img alt="Alte Inschrift auf Stein" height="1408" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1455 / 1408; object-fit: cover;" width="1455">
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<img alt="Alte Inschrift auf Stein" src="https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/JRSLM_300116_Tel_Dan_Stele_01-5eef4690bc2876d5.jpg?org_if_sml=1&q=50&width=1455" >
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Die Tel-Dan-Stele (9. Jh. v. Chr.)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Oren Rozen/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:JRSLM_300116_Tel_Dan_Stele_01.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Aus jüngerer Zeit jedoch, aus dem ausgehenden 9. oder beginnenden 8. Jahrhundert v. Chr., verfügen wir über eine aramäische Siegesinschrift eines Königs von Damaskus, die einen von ihm besiegten Herrscher aus einer Dynastie erwähnt, die sich in Juda auf einen David zurückführt. Diese sogenannte Tel-Dan-Stele mit ihrer Haus-David-Nennung ist zumindest ein indirekter Hinweis auf die Existenz König Davids.</p>
<p>David war ein jüngerer Zeitgenosse Sauls. Er konkurrierte mit diesem. Es ist möglich, dass sich ihre Herrschaftsbereiche zum Teil überschnitten. Dass David nach Sauls Ende ganz Israel und Juda beherrschte, gilt als unwahrscheinlich, denn Saul hatte königliche Erben und Nachfolger im nördlichen Israel und Davids judäisches Ausgangsgebiet – wirtschaftlich schwach, dünn besiedelt und kaum urban entwickelt – bot nicht die Grundlagen für eine so relativ mächtige Position.</p>
<h3 class="subheading"><strong>David im Dienste der Philister</strong></h3>
<p>Auch David hatte ein Problem mit den Philistern. Allerdings ganz anders als Saul. Während der Auseinandersetzungen mit Saul floh David zweimal zu ihnen und trat mit seinen bewaffneten Anhängern in die Dienste des philistäischen Fürsten Achisch von Gat.</p>
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<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/120626_tel_tzfit_-_biblical_gat_PikiWiki_Israel-4af7ac33b3268bdd.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/120626_tel_tzfit_-_biblical_gat_PikiWiki_Israel-4af7ac33b3268bdd.jpg">
<a-img alt="Ein Berg mit mediterraner Landschaft" height="960" src="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/120626_tel_tzfit_-_biblical_gat_PikiWiki_Israel-4af7ac33b3268bdd.jpg" style="aspect-ratio: 1280 / 960;" width="1280">
<img alt="Ein Berg mit mediterraner Landschaft" height="960" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1280 / 960; object-fit: cover;" width="1280">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Tell es-Safi – das biblische Gat</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: שלמה רודד/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:120626_tel_tzfit_-_biblical_gat_PikiWiki_Israel.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-2.5</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Gat war damals die größte Stadt im Lande, ihr Fürst übte die regionale Vormacht unter den fünf Philisterstädten, der sogenannten Pentapolis, an der Küste und in deren unmittelbaren Hinterland aus. Für seine vorwiegend militärischen Dienste erhielt David vom Herrscher von Gat eine Siedlung im Süden nahe der Wüste Negev namens Ziklag als Belohnung und Ausgangsbasis für seine Unternehmungen.</p>
<p>Davids besondere Beziehung zur Philisterstadt Gat kommt außerdem noch darin zum Ausdruck, dass der von ihm besiegte riesenhafte Goliath ein Philister aus dieser Ansiedlung war. Gats Dominanz endete am Ende des 9. Jahrhunderts v. Chr., als es von König Hasaël von Damaskus zerstört wurde.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Saul und David, Israel und Juda</strong></h3>
<p>Die in der Bibel geschilderten Kämpfe zwischen Saul und David, Davids Flucht und Unterstützung der Philister, der "Erbfeinde" Israels und die spätere Feindschaft zwischen David und den Sauliden, der Erben Sauls, deutet darauf hin, dass es im 10. Jahrhundert v. Chr. keine gesamtisraelisch-judäische Identität gegeben hat.</p>
<p>Die beiden Königreiche wurden unter David oder seinem Nachfolger Salomo nicht zu einem "Großreich" vereint. Sie existierten auch in der Folgezeit nebeneinander, hatten eine eigene Geschichte und endeten zu unterschiedlichen Zeiten.</p>
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<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Rembrandt_Saul_and_David__1_-9f9402650243a45f.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Rembrandt_Saul_and_David__1_-9f9402650243a45f.jpg">
<a-img alt="Zwei Personen auf einem Ölgemälde" height="1011" src="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Rembrandt_Saul_and_David__1_-9f9402650243a45f.jpg" style="aspect-ratio: 1280 / 1011;" width="1280">
<img alt="Zwei Personen auf einem Ölgemälde" height="1011" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1280 / 1011; object-fit: cover;" width="1280">
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<img alt="Zwei Personen auf einem Ölgemälde" src="https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Rembrandt_Saul_and_David__1_-9f9402650243a45f.jpg?org_if_sml=1&q=50&width=1280" >
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Rivalen um die Herrschaft: Rembrandts "Saul und David"</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Rembrandt_Saul_and_David.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<h3 class="subheading"><strong>Jerusalem</strong></h3>
<p>Jerusalem haben wir bereits kennengelernt als befestigten Sitz des Fürsten Abdi-Ḫeba im 14. Jahrhundert v. Chr. Sechs seiner Briefe an den Pharao sind erhalten. Abdi-Ḫeba von <em>Urusalim</em> (Jerusalem) – so nimmt man an – war kein Einheimischer. Er gehörte einer hurritischen Oberschicht an, die im Auftrage Ägyptens in einigen kanaanitischen Stadtstaaten herrschte. Sie alle zahlten dem Herrscher am Nil Tribute. Abdi-Ḫebas Lage war so prekär, dass er den Pharao bat: "Wenn dieses Jahr keine Bogenschützen kommen, möge der König […] mich und meine Brüder holen, damit wir in der Nähe des Königs [friedlich] sterben können"<em>.</em></p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/City_of_David_651-3f150c8b7bd1e9dd.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/City_of_David_651-3f150c8b7bd1e9dd.jpg">
<a-img alt="Überreste der Stadt David" height="2048" src="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/City_of_David_651-3f150c8b7bd1e9dd.jpg" style="aspect-ratio: 1536 / 2048;" width="1536">
<img alt="Überreste der Stadt David" height="2048" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1536 / 2048; object-fit: cover;" width="1536">
</a-img>
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<img alt="Überreste der Stadt David" src="https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/City_of_David_651-3f150c8b7bd1e9dd.jpg?org_if_sml=1&q=50&width=1536" >
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Überreste der Stadt David</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Daniel Ventura/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:City_of_David_651.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p><em></em></p>
<p>Auch David setzte sich gewaltsam in den Besitz der Stadt, die er den Jebusitern wegnahm, und verlegte den Mittelpunkt seiner regionalen Kleinherrschaft von Hebron dorthin. Ob es zu dieser Zeit, dem beginnenden 10. Jahrhundert v. Chr., bereits eine gewisse politische und administrative Bedeutung hatte, ist dennoch unklar.</p>
<p>Die Einwohnerzahl wird auf 1.000 bis 1.500 Personen geschätzt. Monumentalbauten wie Paläste und Tempel können archäologisch nicht nachgewiesen werden. Einer der besten Kenner und führenden Archäologen des Landes, Israel Finkelstein, nennt es ein bescheidenes Dorf (<em>a humble village</em>). Der Historiker N. Naʼaman stellte sich die Frage ob Jerusalem im 10. Jahrhundert "Kuhdorf oder königliche Hauptstadt" gewesen sei.</p>
<p>Für mehr existierten die materiellen Ressourcen und die ideellen Voraussetzungen nicht. Zumindest scheint Davids Macht so stabil gewesen zu sein, dass er seinen Sohn Salomo zum Nachfolger in seinem "Reich" machen konnte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Salomo von Juda und Jerusalem</strong></h3>
<p>Die Regelung der Nachfolge des alternden Königs David mit Lieblingsfrauen (Bathseba) und den greisen Herrscher wärmenden Jungfrauen (Abischag), zu kurz gekommenen Erstgeborenen (Amnon) und begünstigten Spätgeborenen (Salomo), Palastrevolten (Abscholom), Brudermord (Adonja, Amnon, Abscholom), Fraktionsbildung unter den einstigen Getreuen (Ahitofel), Doppelagenten (Huschai) und gewaltsamen Inzest (Tamar) im Herrscherhaus liest sich – wenn alles nicht so blutrünstig abgelaufen wäre – fast wie ein orientalisches Märchen.</p>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Kingdoms_around_Israel_830_map-de-cc1bfdcc871f2c6d.png" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Kingdoms_around_Israel_830_map-de-cc1bfdcc871f2c6d.png">
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<div class="text">Israel und Juda im 9. Jhd. v. Chr.</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Partynia/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kingdoms_around_Israel_830_map-de.png" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Erstaunlich ist, dass das Muster dieser Hofintrigen in späteren Herrscherhäusern mit erschreckenden Ähnlichkeiten wiederkehrt.</p>
<p>Salomo, der Sohn Bathsebas und zuletzt der Favorit Davids, trug den Sieg davon. Die großen Herrschafts- und Sakralbauten und die Befestigungsanlagen in Jerusalem, die Baumaßnahmen in Hazor, Megiddo und Gezer, von denen in den Königebüchern berichtet wird, die weitreichenden Handelsbeziehungen in den Libanon und zur Königin von Saba, die Periode von Frieden und Wohlstand unter Salomo hat es so nicht gegeben.</p>
<p>Die levantinische Küste sowie die Handelswege und –kontakte beherrschten nach wie vor die Philister im Süden und die Phönizier im Norden. Im Osten begrenzte die Herrschaft der Aramäer von Damaskus die Versuche Salomos das durch die Schwäche Ägyptens verursachte Machtvakuum auszufüllen.</p>
<p>Salomos "Reich" lag abseits dieser Wege im Schatten des Nordreichs Israel und war für die Großmächte nicht einmal ein lohnendes Angriffsziel. Das zeigte sich, als der Pharao auf die internationale Bühne zurückkehrte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Pharao Scheschonks I. Zug nach Kanaan</strong></h3>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Karnak_Tempel_Vorhof_16-19a17caafa8fbc85.JPG" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Karnak_Tempel_Vorhof_16-19a17caafa8fbc85.JPG">
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<img alt="Triumphrelief Scheschonks I. an der Bubastiten-Pforte" height="959" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1280 / 959; object-fit: cover;" width="1280">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Triumphrelief Scheschonks I. an der Bubastiten-Pforte</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Olaf Tausch/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karnak_Tempel_Vorhof_16.JPG" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-3.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Mit der Zeit erstarkte Ägypten wieder. Als dann Pharao Schoschenk I. 926 v. Chr. nach Kanaan zog, dabei Megiddo eroberte und eine Stele zurückließ, wird auf ihr weder Jerusalem noch Juda erwähnt. Auch in dem Bildrelief auf der Außenwand des Amun-Tempels in Karnak, das Scheschonks Siegeszug zeigt, fehlt dieses Herrschaftsgebiet, das offenbar zu unbedeutend und nicht von Interesse für das Pharaonenreich war.</p>
<p>Anders die Region nördlich davon, wo Sauls Herrschaft und die seiner Erben lokalisiert wird. Dort lagen die Festungen und Handelszentren, die Ägypten beherrschen wollte. Mit den Philisterstädten im Hintergrund eroberte der Pharao Megiddo, ein Platz von legendärer Bedeutung (Armageddon), der die israelitische Jesreelebene beherrschte.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5124774" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11379427"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Warum-Armageddon-mehr-Symbol-als-Ort-ist-11379427.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3508" height="1971" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/4/7/7/4/AERIAL_VIEW_OF_TEL_MEGIDDO__7723470910_-862d9f4d2c6986c0.jpeg" alt="Luftaufnahme einer Landschaft mit antiken Überresten" style="aspect-ratio:3508 / 1971"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3508" height="1971" alt="Luftaufnahme einer Landschaft mit antiken Überresten" style="aspect-ratio:3508 / 1971;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Armageddon: Wie ein realer Ort zum Symbol wurde</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5042032" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11204497"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Seevoelker-Duerre-Chaos-Wie-eine-antike-Welt-zusammenbrach-11204497.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2047" height="1150" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/2/0/3/2/Bas_relief_de_prisonniers_philistins_sur_la_facade_sud_du_deuxi__me_pyl__ne__2_-0add2c191fc8e80f.jpeg" alt="Antikes Flachrelief " style="aspect-ratio:2047 / 1150"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2047" height="1150" alt="Antikes Flachrelief " style="aspect-ratio:2047 / 1150;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Seevölker, Dürre, Chaos: Wie eine antike Welt zusammenbrach</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
</div>
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<h3 class="subheading"><strong>Kriege zwischen Israel und Juda</strong></h3>
<p>Nach Salomos Ende und Pharao Scheschonks Heerzug herrschten im israelitisch-judäischen Raum zwei Könige, deren Regierungszeit wir sogar kennen: König des Nordreiches Israel war Jerobeam I. (927‒907 v. Chr.),</p>
<p>König von Juda Rehabeam (926‒910 v. Chr.). Zwischen beiden Königreichen kam es unter diesen und deren Nachfolgern wiederholt zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Dabei erwies sich Israel zumeist als überlegen, das kleinere Juda geriet in Abhängigkeit vom mächtigeren nördlichen "Bruder".</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Assyrer machen dem Nordreich Israel, die Babylonier dem Südreich Juda ein Ende</strong></h3>
<p>Das südliche Königreich Juda gewann erst an Bedeutung als die Assyrer im Jahre 722 v. Chr. das Nordreich Israel eroberten und alle Aufstandsversuche in der Folge brutal unterdrückten. Jetzt konnte sich Juda von der israelitischen Hegemonie befreien.</p>
<p>Für eine selbständige Existenz war es aber immer noch zu schwach, es geriet sofort in die Abhängigkeit der mesopotamischen Großmacht Assyrien. Auf die Assyrer folgten die Babylonier: In den Jahren 597 und 589–587 v. Chr. belagerte und eroberte Nebukadnezar, der bedeutendste König des neubabylonischen Reiches, Jerusalem. Auch das Königreich Juda hörte damit auf zu existieren.</p>
<p><em>Dies ist der zweite Teil des Artikels. <a href="https://www.telepolis.de/article/Israel-Palaestina-Zwischen-biblischer-Erzaehlung-und-historischem-Befund-11452858.html" rel="external noopener" target="_blank">Hier</a> geht es zu Teil 1.</em></p>
<div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12">
<p><strong>Literatur</strong>:</p><ul class="boxtext rte__list rte__list--unordered"><li>Israel Finkelstein / Neil A. Silbermann, <em>David und Salomo</em>, 2006.</li><li>Eckart Otto, <em>Das antike Jerusalem. Archäologie und Geschichte</em>, 2008.</li><li>Israel Finkelstein, <em>Das vergessene Königreich. Israel und die verborgenen Ursprünge der Bibel</em>, 2014.</li><li>Manfred Clauss, <em>Das alte Israel. Geschichte, Gesellschaft, Kultur</em>, 2014.</li></ul>
</div>
Drei Könige, deren Namen Geschichte schrieben. Außerbiblische Quellen sind rar, Indizien aber vorhanden. Was Forscher fanden, stellt vieles infrage (Teil 2/3).</p>
<p>Saul aus dem Stamme Benjamin wurde vom Propheten Samuel auf Geheiß des Herrn zum ersten König in Israel gesalbt. Dieses Israel, Sauls Reich, lag im Nordwesten des Toten Meeres sowie links und rechts des Jordans in den Landen Benjamin, Ephraim und Gilead.</p>
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<p>Die wichtigsten Schauplätze der Geschichte Sauls befanden sich nördlich von Jerusalem im benjaminitischen Bergland mit den Orten Rama, Mizpa, wo Saul zum König wurde, sowie in Michmas und Gibeon. Das geschah etwa um 1000 v. Chr. Sauls Sohn und Nachfolger Isch-Boschet wurde im ostjordanischen Hochland Gilead um Mahanajim und Jabesch zum König erhoben. Die genannten Gebiete bis zum Gilboahochland und zur Jesreelebene dürften zur Herrschaft Sauls und seines Erben gehört haben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Teil 1</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164898" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452858"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Israel-Palaestina-Zwischen-biblischer-Erzaehlung-und-historischem-Befund-11452858.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3115" height="1750" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/8/9/8/Beisan_Old_City-27bca096b28de6ab.jpeg" alt="Panorama einer antiken Stadt, Ruinen" style="aspect-ratio:3115 / 1750"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3115" height="1750" alt="Panorama einer antiken Stadt, Ruinen" style="aspect-ratio:3115 / 1750;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Israel/Palästina: Zwischen biblischer Erzählung und historischem Befund</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Saul befand sich ständig im Kampf gegen die übermächtigen Philister. Die Bündelung der Abwehr der Philister wird einer der Gründe für die Errichtung eines Königtums im Nordreich Israel gewesen sein. Als er sich nach einer Niederlage im Gilboa-Gebirge nahe Beth-Schean das Leben nahm, wurde der Weg frei für David. Außerhalb der Bibel gibt es keine Quellen, welche die Existenz eines Herrschers mit Namen Saul belegen.</p>
<p>Das ist nicht verwunderlich, es existierten weder Verwaltung noch Schriftlichkeit im alten Israel, die Informationen über einen Kleinkönig namens Saul hätten überliefern können.</p>
<p>Und für die benachbarten Großmächte war er einfach zu unbedeutend, um von ihm Kenntnis zu nehmen. In der Archäologie und durch historische Vergleiche aber stoßen wir auf Indizien, die es wahrscheinlich machen, dass der erste König von Israel keine Erfindung der Bibel war.</p>
<h3 class="subheading"><strong>David von Juda</strong></h3>
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<p>Im südlich benachbarten Hochland von Juda um Jerusalem hatte Saul keinen Einfluss, hier war Davids Reich. Auch über ihn gibt es keine zeitgenössische außerbiblische Überlieferung.</p>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/JRSLM_300116_Tel_Dan_Stele_01-5eef4690bc2876d5.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/JRSLM_300116_Tel_Dan_Stele_01-5eef4690bc2876d5.jpg">
<a-img alt="Alte Inschrift auf Stein" height="1408" src="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/JRSLM_300116_Tel_Dan_Stele_01-5eef4690bc2876d5.jpg" style="aspect-ratio: 1455 / 1408;" width="1455">
<img alt="Alte Inschrift auf Stein" height="1408" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1455 / 1408; object-fit: cover;" width="1455">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Die Tel-Dan-Stele (9. Jh. v. Chr.)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Oren Rozen/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:JRSLM_300116_Tel_Dan_Stele_01.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Aus jüngerer Zeit jedoch, aus dem ausgehenden 9. oder beginnenden 8. Jahrhundert v. Chr., verfügen wir über eine aramäische Siegesinschrift eines Königs von Damaskus, die einen von ihm besiegten Herrscher aus einer Dynastie erwähnt, die sich in Juda auf einen David zurückführt. Diese sogenannte Tel-Dan-Stele mit ihrer Haus-David-Nennung ist zumindest ein indirekter Hinweis auf die Existenz König Davids.</p>
<p>David war ein jüngerer Zeitgenosse Sauls. Er konkurrierte mit diesem. Es ist möglich, dass sich ihre Herrschaftsbereiche zum Teil überschnitten. Dass David nach Sauls Ende ganz Israel und Juda beherrschte, gilt als unwahrscheinlich, denn Saul hatte königliche Erben und Nachfolger im nördlichen Israel und Davids judäisches Ausgangsgebiet – wirtschaftlich schwach, dünn besiedelt und kaum urban entwickelt – bot nicht die Grundlagen für eine so relativ mächtige Position.</p>
<h3 class="subheading"><strong>David im Dienste der Philister</strong></h3>
<p>Auch David hatte ein Problem mit den Philistern. Allerdings ganz anders als Saul. Während der Auseinandersetzungen mit Saul floh David zweimal zu ihnen und trat mit seinen bewaffneten Anhängern in die Dienste des philistäischen Fürsten Achisch von Gat.</p>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_left col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--left" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/120626_tel_tzfit_-_biblical_gat_PikiWiki_Israel-4af7ac33b3268bdd.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/120626_tel_tzfit_-_biblical_gat_PikiWiki_Israel-4af7ac33b3268bdd.jpg">
<a-img alt="Ein Berg mit mediterraner Landschaft" height="960" src="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/120626_tel_tzfit_-_biblical_gat_PikiWiki_Israel-4af7ac33b3268bdd.jpg" style="aspect-ratio: 1280 / 960;" width="1280">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Tell es-Safi – das biblische Gat</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: שלמה רודד/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:120626_tel_tzfit_-_biblical_gat_PikiWiki_Israel.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-2.5</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>Gat war damals die größte Stadt im Lande, ihr Fürst übte die regionale Vormacht unter den fünf Philisterstädten, der sogenannten Pentapolis, an der Küste und in deren unmittelbaren Hinterland aus. Für seine vorwiegend militärischen Dienste erhielt David vom Herrscher von Gat eine Siedlung im Süden nahe der Wüste Negev namens Ziklag als Belohnung und Ausgangsbasis für seine Unternehmungen.</p>
<p>Davids besondere Beziehung zur Philisterstadt Gat kommt außerdem noch darin zum Ausdruck, dass der von ihm besiegte riesenhafte Goliath ein Philister aus dieser Ansiedlung war. Gats Dominanz endete am Ende des 9. Jahrhunderts v. Chr., als es von König Hasaël von Damaskus zerstört wurde.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Saul und David, Israel und Juda</strong></h3>
<p>Die in der Bibel geschilderten Kämpfe zwischen Saul und David, Davids Flucht und Unterstützung der Philister, der "Erbfeinde" Israels und die spätere Feindschaft zwischen David und den Sauliden, der Erben Sauls, deutet darauf hin, dass es im 10. Jahrhundert v. Chr. keine gesamtisraelisch-judäische Identität gegeben hat.</p>
<p>Die beiden Königreiche wurden unter David oder seinem Nachfolger Salomo nicht zu einem "Großreich" vereint. Sie existierten auch in der Folgezeit nebeneinander, hatten eine eigene Geschichte und endeten zu unterschiedlichen Zeiten.</p>
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<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Rembrandt_Saul_and_David__1_-9f9402650243a45f.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Rembrandt_Saul_and_David__1_-9f9402650243a45f.jpg">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Rivalen um die Herrschaft: Rembrandts "Saul und David"</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Rembrandt_Saul_and_David.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<h3 class="subheading"><strong>Jerusalem</strong></h3>
<p>Jerusalem haben wir bereits kennengelernt als befestigten Sitz des Fürsten Abdi-Ḫeba im 14. Jahrhundert v. Chr. Sechs seiner Briefe an den Pharao sind erhalten. Abdi-Ḫeba von <em>Urusalim</em> (Jerusalem) – so nimmt man an – war kein Einheimischer. Er gehörte einer hurritischen Oberschicht an, die im Auftrage Ägyptens in einigen kanaanitischen Stadtstaaten herrschte. Sie alle zahlten dem Herrscher am Nil Tribute. Abdi-Ḫebas Lage war so prekär, dass er den Pharao bat: "Wenn dieses Jahr keine Bogenschützen kommen, möge der König […] mich und meine Brüder holen, damit wir in der Nähe des Königs [friedlich] sterben können"<em>.</em></p>
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<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/City_of_David_651-3f150c8b7bd1e9dd.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/City_of_David_651-3f150c8b7bd1e9dd.jpg">
<a-img alt="Überreste der Stadt David" height="2048" src="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/City_of_David_651-3f150c8b7bd1e9dd.jpg" style="aspect-ratio: 1536 / 2048;" width="1536">
<img alt="Überreste der Stadt David" height="2048" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1536 / 2048; object-fit: cover;" width="1536">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Überreste der Stadt David</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Daniel Ventura/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:City_of_David_651.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p><em></em></p>
<p>Auch David setzte sich gewaltsam in den Besitz der Stadt, die er den Jebusitern wegnahm, und verlegte den Mittelpunkt seiner regionalen Kleinherrschaft von Hebron dorthin. Ob es zu dieser Zeit, dem beginnenden 10. Jahrhundert v. Chr., bereits eine gewisse politische und administrative Bedeutung hatte, ist dennoch unklar.</p>
<p>Die Einwohnerzahl wird auf 1.000 bis 1.500 Personen geschätzt. Monumentalbauten wie Paläste und Tempel können archäologisch nicht nachgewiesen werden. Einer der besten Kenner und führenden Archäologen des Landes, Israel Finkelstein, nennt es ein bescheidenes Dorf (<em>a humble village</em>). Der Historiker N. Naʼaman stellte sich die Frage ob Jerusalem im 10. Jahrhundert "Kuhdorf oder königliche Hauptstadt" gewesen sei.</p>
<p>Für mehr existierten die materiellen Ressourcen und die ideellen Voraussetzungen nicht. Zumindest scheint Davids Macht so stabil gewesen zu sein, dass er seinen Sohn Salomo zum Nachfolger in seinem "Reich" machen konnte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Salomo von Juda und Jerusalem</strong></h3>
<p>Die Regelung der Nachfolge des alternden Königs David mit Lieblingsfrauen (Bathseba) und den greisen Herrscher wärmenden Jungfrauen (Abischag), zu kurz gekommenen Erstgeborenen (Amnon) und begünstigten Spätgeborenen (Salomo), Palastrevolten (Abscholom), Brudermord (Adonja, Amnon, Abscholom), Fraktionsbildung unter den einstigen Getreuen (Ahitofel), Doppelagenten (Huschai) und gewaltsamen Inzest (Tamar) im Herrscherhaus liest sich – wenn alles nicht so blutrünstig abgelaufen wäre – fast wie ein orientalisches Märchen.</p>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Kingdoms_around_Israel_830_map-de-cc1bfdcc871f2c6d.png" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Kingdoms_around_Israel_830_map-de-cc1bfdcc871f2c6d.png">
<a-img alt="Karte: Israel und Juda im 9. Jhd. v. Chr." height="1198" src="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Kingdoms_around_Israel_830_map-de-cc1bfdcc871f2c6d.png" style="aspect-ratio: 1004 / 1198;" width="1004">
<img alt="Karte: Israel und Juda im 9. Jhd. v. Chr." height="1198" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1004 / 1198; object-fit: cover;" width="1004">
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<img alt="Karte: Israel und Juda im 9. Jhd. v. Chr." src="https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Kingdoms_around_Israel_830_map-de-cc1bfdcc871f2c6d.png?org_if_sml=1&q=50&width=1004" >
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Israel und Juda im 9. Jhd. v. Chr.</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Partynia/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kingdoms_around_Israel_830_map-de.png" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
<!-- RSPEAK_START -->
<p>Erstaunlich ist, dass das Muster dieser Hofintrigen in späteren Herrscherhäusern mit erschreckenden Ähnlichkeiten wiederkehrt.</p>
<p>Salomo, der Sohn Bathsebas und zuletzt der Favorit Davids, trug den Sieg davon. Die großen Herrschafts- und Sakralbauten und die Befestigungsanlagen in Jerusalem, die Baumaßnahmen in Hazor, Megiddo und Gezer, von denen in den Königebüchern berichtet wird, die weitreichenden Handelsbeziehungen in den Libanon und zur Königin von Saba, die Periode von Frieden und Wohlstand unter Salomo hat es so nicht gegeben.</p>
<p>Die levantinische Küste sowie die Handelswege und –kontakte beherrschten nach wie vor die Philister im Süden und die Phönizier im Norden. Im Osten begrenzte die Herrschaft der Aramäer von Damaskus die Versuche Salomos das durch die Schwäche Ägyptens verursachte Machtvakuum auszufüllen.</p>
<p>Salomos "Reich" lag abseits dieser Wege im Schatten des Nordreichs Israel und war für die Großmächte nicht einmal ein lohnendes Angriffsziel. Das zeigte sich, als der Pharao auf die internationale Bühne zurückkehrte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Pharao Scheschonks I. Zug nach Kanaan</strong></h3>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Karnak_Tempel_Vorhof_16-19a17caafa8fbc85.JPG" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Karnak_Tempel_Vorhof_16-19a17caafa8fbc85.JPG">
<a-img alt="Triumphrelief Scheschonks I. an der Bubastiten-Pforte" height="959" src="/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Karnak_Tempel_Vorhof_16-19a17caafa8fbc85.JPG" style="aspect-ratio: 1280 / 959;" width="1280">
<img alt="Triumphrelief Scheschonks I. an der Bubastiten-Pforte" height="959" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1280 / 959; object-fit: cover;" width="1280">
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<img alt="Triumphrelief Scheschonks I. an der Bubastiten-Pforte" src="https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/18/5/1/6/8/7/6/5/Karnak_Tempel_Vorhof_16-19a17caafa8fbc85.JPG?org_if_sml=1&q=50&width=1280" >
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Triumphrelief Scheschonks I. an der Bubastiten-Pforte</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Olaf Tausch/<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karnak_Tempel_Vorhof_16.JPG" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>/<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de" rel="external noopener" target="_blank">CC-3.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
<!-- RSPEAK_START -->
<p>Mit der Zeit erstarkte Ägypten wieder. Als dann Pharao Schoschenk I. 926 v. Chr. nach Kanaan zog, dabei Megiddo eroberte und eine Stele zurückließ, wird auf ihr weder Jerusalem noch Juda erwähnt. Auch in dem Bildrelief auf der Außenwand des Amun-Tempels in Karnak, das Scheschonks Siegeszug zeigt, fehlt dieses Herrschaftsgebiet, das offenbar zu unbedeutend und nicht von Interesse für das Pharaonenreich war.</p>
<p>Anders die Region nördlich davon, wo Sauls Herrschaft und die seiner Erben lokalisiert wird. Dort lagen die Festungen und Handelszentren, die Ägypten beherrschen wollte. Mit den Philisterstädten im Hintergrund eroberte der Pharao Megiddo, ein Platz von legendärer Bedeutung (Armageddon), der die israelitische Jesreelebene beherrschte.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5124774" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11379427"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Warum-Armageddon-mehr-Symbol-als-Ort-ist-11379427.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3508" height="1971" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/4/7/7/4/AERIAL_VIEW_OF_TEL_MEGIDDO__7723470910_-862d9f4d2c6986c0.jpeg" alt="Luftaufnahme einer Landschaft mit antiken Überresten" style="aspect-ratio:3508 / 1971"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3508" height="1971" alt="Luftaufnahme einer Landschaft mit antiken Überresten" style="aspect-ratio:3508 / 1971;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Armageddon: Wie ein realer Ort zum Symbol wurde</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5042032" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11204497"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Seevoelker-Duerre-Chaos-Wie-eine-antike-Welt-zusammenbrach-11204497.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2047" height="1150" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/2/0/3/2/Bas_relief_de_prisonniers_philistins_sur_la_facade_sud_du_deuxi__me_pyl__ne__2_-0add2c191fc8e80f.jpeg" alt="Antikes Flachrelief " style="aspect-ratio:2047 / 1150"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2047" height="1150" alt="Antikes Flachrelief " style="aspect-ratio:2047 / 1150;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Seevölker, Dürre, Chaos: Wie eine antike Welt zusammenbrach</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Kriege zwischen Israel und Juda</strong></h3>
<p>Nach Salomos Ende und Pharao Scheschonks Heerzug herrschten im israelitisch-judäischen Raum zwei Könige, deren Regierungszeit wir sogar kennen: König des Nordreiches Israel war Jerobeam I. (927‒907 v. Chr.),</p>
<p>König von Juda Rehabeam (926‒910 v. Chr.). Zwischen beiden Königreichen kam es unter diesen und deren Nachfolgern wiederholt zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Dabei erwies sich Israel zumeist als überlegen, das kleinere Juda geriet in Abhängigkeit vom mächtigeren nördlichen "Bruder".</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Assyrer machen dem Nordreich Israel, die Babylonier dem Südreich Juda ein Ende</strong></h3>
<p>Das südliche Königreich Juda gewann erst an Bedeutung als die Assyrer im Jahre 722 v. Chr. das Nordreich Israel eroberten und alle Aufstandsversuche in der Folge brutal unterdrückten. Jetzt konnte sich Juda von der israelitischen Hegemonie befreien.</p>
<p>Für eine selbständige Existenz war es aber immer noch zu schwach, es geriet sofort in die Abhängigkeit der mesopotamischen Großmacht Assyrien. Auf die Assyrer folgten die Babylonier: In den Jahren 597 und 589–587 v. Chr. belagerte und eroberte Nebukadnezar, der bedeutendste König des neubabylonischen Reiches, Jerusalem. Auch das Königreich Juda hörte damit auf zu existieren.</p>
<p><em>Dies ist der zweite Teil des Artikels. <a href="https://www.telepolis.de/article/Israel-Palaestina-Zwischen-biblischer-Erzaehlung-und-historischem-Befund-11452858.html" rel="external noopener" target="_blank">Hier</a> geht es zu Teil 1.</em></p>
<div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12">
<p><strong>Literatur</strong>:</p><ul class="boxtext rte__list rte__list--unordered"><li>Israel Finkelstein / Neil A. Silbermann, <em>David und Salomo</em>, 2006.</li><li>Eckart Otto, <em>Das antike Jerusalem. Archäologie und Geschichte</em>, 2008.</li><li>Israel Finkelstein, <em>Das vergessene Königreich. Israel und die verborgenen Ursprünge der Bibel</em>, 2014.</li><li>Manfred Clauss, <em>Das alte Israel. Geschichte, Gesellschaft, Kultur</em>, 2014.</li></ul>
</div>
2026-09-26T06:00:00.000Z
urn:bid:5171467
2026-09-25T12:00:00.000Z
Roter Teppich, Baustellenführung, Toast auf Harmonie: Der Xi-Besuch wirkte prunkvoll inszeniert. Die Gästeliste beim Staatsbankett zeugt von den Prioritäten.</p>
<p>Als Donald Trump am Donnerstagabend Xi Jinping im Weißen Haus zum Staatsessen empfing, war die Inszenierung so aufgeladen wie die geopolitischen Spannungen, die sie überdecken sollte. Wie steht es um die chinesisch-US-amerikanischen Beziehungen auf höchster Ebene?</p>
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<p>Trump überreichte dem chinesischen Staatschef eine Skulptur eines Weißkopfseeadlers – Amerikas Nationalsymbol –, die er nach eigenen Angaben gemeinsam mit First Lady Melania mitgestaltet hatte. Zuvor bemühte sich Trump bereits um maximalen Respekt bei seinem Gast: mit persönlicher Abholung am Flughafen, bis ins letzte <a href="https://www.scmp.com/news/china/diplomacy/article/3368596/video-us-military-adjusting-red-carpet-chinas-xi-sparks-online-backlash" rel="external noopener" target="_blank">präpariertem roten Teppich</a> und allerlei Ehrenaufwartungen.</p>
<p>Als besonderes Bonbon bot er Xi und seiner Frau Peng Liyuan an, als Erste eine Baustellenbesichtigung seines noch unfertigen Ballsaals zu unternehmen. Xi seinerseits <a href="https://www.bbc.com/news/articles/cxq63dqp93n1o" rel="external noopener" target="_blank">bemühte</a> den Zweiten Weltkrieg: Die Beziehung beider Länder sei "in Blut und Feuer" geschmiedet worden, im gemeinsamen Kampf gegen Japan.</p>
<p>Er verwies auf die Ping-Pong-Diplomatie der Nixon-Ära und erklärte, beide Länder würden "Geschichte in ihren bilateralen Beziehungen schreiben". Man habe vereinbart, eine "konstruktive, strategisch stabile" Beziehung aufzubauen. Trump trank auf eine Zukunft voller "Harmonie, Frieden und Erfolg". Draußen vor dem Weißen Haus wurden derweil Demonstranten festgenommen.</p>
<h3 class="subheading">Die Ein-Billionen-Dollar-Tischordnung</h3>
<p>Wer verstehen will, was dieser Abend politisch bedeutete, muss nicht auf die Reden schauen, sondern auf die Sitzordnung. Am Haupttisch, neben Xi, Peng Liyuan, Trump und Melania, nahmen vier Personen Platz, deren kombiniertes Nettovermögen mehr als eine Billion US-Dollar beträgt und deren Unternehmen zusammen eine Marktkapitalisierung von über zwölf Billionen Dollar auf sich vereinen: Nvidia-Chef Jensen Huang, AMD-Chefin Lisa Su, Apple-Verwaltungsratsvorsitzender Tim Cook und Tesla-CEO Elon Musk.</p>
<p>Wang Shengyu vom Asia Society Policy Institute's Centre for China Analysis in Washington <a href="https://www.scmp.com/tech/tech-war/article/3368774/xi-trump-dinner-puts-us-tech-titans-spotlight-what-does-it-mean-china-ties" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete</a> die Sitzordnung gegenüber der <em>South China Morning Post</em> als Ausdruck der wachsenden Bedeutung von KI-Infrastruktur als möglichem Annäherungspunkt in den US-chinesischen Beziehungen.</p>
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<p>Huang und Su leiten zwei der weltgrößten Halbleiter-Designfirmen, deren Prozessoren für das Training und den Betrieb komplexer KI-Modelle unerlässlich sind. China ist ein zentraler Knotenpunkt in dieser globalen Lieferkette – als Standort für Chip-Verpackung und -Tests sowie als Lieferant kritischer Rohstoffe wie Seltener Erden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5009494" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11140770"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Trotz-US-Zoellen-China-meldet-Rekordueberschuss-im-Aussenhandel-11140770.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/9/4/9/4/container-china-handel_ho-cf47c144ef2347d0.jpeg" alt="Container mit chinesischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Container mit chinesischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Trotz US-Zöllen: China meldet Rekordüberschuss im Außenhandel</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062230" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254574"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/ASML-unter-Druck-US-Gesetz-will-DUV-Export-nach-China-stoppen-11254574.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/2/3/0/shutterstock_2652022675-5c0ad2d4ce04e483.jpeg" alt="Das ASML-Logo steht an der Fassade des modernen Firmengebäudes" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Das ASML-Logo steht an der Fassade des modernen Firmengebäudes" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">ASML unter Druck: US-Gesetz will DUV-Export nach China stoppen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Widerspruch ist kaum zu übersehen: Dieselbe US-Regierung, die seit Jahren verschärfte Exportkontrollen für Halbleiter gegenüber China durchsetzt, lud jene Unternehmenschefs an den Ehrentisch, die unter eben diesen Restriktionen am stärksten leiden.</p>
<p>Huang erklärte bereits öffentlich, dass die US-Beschränkungen dazu geführt hätten, dass Nvidia einen chinesischen KI-Chipmarkt im Wert von rund 50 Milliarden US-Dollar nahezu vollständig verloren habe. Bei AMD sank der China-Anteil am Gesamtumsatz laut Unternehmensangaben von 24 Prozent im Jahr 2019 auf etwa 20 Prozent.</p>
<h3 class="subheading">Wer eingeladen wurde – und wer nicht</h3>
<p>Insgesamt nahmen 130 Gäste an dem Bankett teil, Staatsoberhäupter und ihre Ehefrauen nicht mitgezählt. Unter den 39 anwesenden US-Unternehmensführern stellten Tech-Vertreter mit 15 Personen die größte Gruppe.</p>
<p>Neben den Haupttisch-Besetzern waren auch Amazon-Gründer Jeff Bezos, Meta-Chef Mark Zuckerberg, OpenAI-CEO Sam Altman und OpenAI-Präsident Greg Brockman dabei – sowie die Chefs von Qualcomm, Micron Technology und Dell. Jeff Yass, der amerikanische Milliardär mit Beteiligung an TikTok, war ebenfalls anwesend. Trumps Kinder Ivanka, Eric und Tiffany nahmen ebenso teil wie Jared Kushner und Stabschefin Monica Crowley. Verteidigungsminister Pete Hegseth war mit seiner Frau zugegen.</p>
<p>Auffallend war, wer fehlte: Anthropic, eines der wertvollsten KI-Unternehmen der Welt, war nicht vertreten. Dessen CEO Dario Amodei hat sich öffentlich als entschiedener Befürworter strenger Exportkontrollen gegenüber Chinas KI-Sektor positioniert. OpenAI hingegen war mit Altman und Brockman vertreten, obwohl das Unternehmen nach eigenen Angaben keine operative Präsenz in China unterhält.</p>
<p>Noch bezeichnender war das Fehlen chinesischer Technologieunternehmer. Trotz weitverbreiteter Branchenspekulation, Xi könnte mit einer Wirtschaftsdelegation nach Washington reisen, um Investitionsgespräche zu führen, blieben chinesische Tech-Bosse dem Abend fern. Wang vom Asia Society Policy Institute wertete diesen Kontrast als klares Signal: Die treibende Kraft hinter dem Annäherungsversuch komme derzeit aus dem US-Unternehmerlager, nicht aus Peking.</p>
<p>Victor Shih, Professor an der University of California San Diego und Spezialist für chinesische Elitenpolitik, gab zu bedenken, dass Xi von der Sitzordnung kaum überrascht worden sein dürfte – schließlich sei "die USA ein kapitalistisches Land". Zugleich warnte Shih, die Konstellation könne Pekings Eindruck verstärken, die Trump-Administration "respektiere Vermögen mehr als staatliche Institutionen".</p>
<h3 class="subheading">Entkopplung als Wunschbild, Verflechtung als Realität</h3>
<p>Hinter der Kulisse diplomatischer Wärme bleibt das strukturelle Dilemma ungelöst. Washington betreibt seit Jahren eine Politik der technologischen Entkopplung – mit Exportverboten für fortschrittliche Chips und wachsendem Misstrauen gegenüber chinesischer Technologie in kritischer Infrastruktur.</p>
<p>Peking wiederum hat die technologische Eigenständigkeit als strategisches Staatsziel verankert und treibt den <a href="https://www.telepolis.de/article/Speicherchips-aus-China-Wie-CXMT-sich-in-Xiaomis-Flaggschiffe-vorarbeitet-11460116.html">Aufbau einer heimischen Halbleiterindustrie</a> voran. Gleichzeitig signalisierte Peking laut <em>South China Morning Post</em> Zurückhaltung dabei, seinen Inlandsmarkt wieder für US-Chips zu öffnen.</p>
<p>In diesem Spannungsfeld bewegt sich die US-Tech-Industrie. Sie ist einerseits auf chinesische Lieferketten, Rohstoffe und Absatzmärkte angewiesen; andererseits unterliegt sie staatlichen Restriktionen, die eben diese Verflechtung begrenzen sollen.</p>
<p>Das Bankett im Weißen Haus war insofern weniger ein diplomatischer Wendepunkt als ein Schaufenster dieser Widersprüche: Die Unternehmen, die am stärksten unter den Exportkontrollen leiden, saßen buchstäblich neben den Staatsmännern, die über diese Kontrollen entscheiden. Ob die Gespräche zwischen Trump und Xi zu einer Lockerung der Ausfuhrbeschränkungen führen werden, blieb nach dem Bankett offen.</p>
<p>Wang machte zudem auf eine weitere Leerstelle aufmerksam: Unter den 130 Gästen fand sich lediglich eine Vertreterin des Bildungssektors – Linda Mills, Präsidentin der New York University. Dies zeige, welch geringe Priorität die aktuelle US-Regierung dem Bereich Bildung und akademischem Austausch einräume – obwohl Talentförderung im KI-Wettbewerb zwischen den USA und China ebenso entscheidend sei wie Rechenkapazität, so Wang.</p>
<h3 class="subheading">Atempause statt Friedensschluss</h3>
<p>Am Freitag begannen Trump und Xi ihren gemeinsamen Tag mit Tee im Red Room des Weißen Hauses, bevor beide Staatschefs das Nationalarchiv besuchten – jenes Gebäude, das unter anderem die US-Verfassung, die Unabhängigkeitserklärung und die Bill of Rights beherbergt. Xi und seine Frau reisten im Laufe des Tages aus Washington ab.</p>
<p>Was von dem Abend bleibt, ist zunächst die Erkenntnis, dass das Staatsbankett weniger ein Signal der Entspannung war als ein Symptom des Systemkonflikts selbst.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5137375" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11399624"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/250-Jahre-USA-und-China-Vom-Traum-des-Marktzugangs-zur-Systemrivalitaet-11399624.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2588" height="1454" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/7/3/7/5/The_destruction_of_tea_at_Boston_Harbor_LCCN2003664100-3fcedd194777d448.jpeg" alt="Menschen werfen Tee ins Meer, rechts im Bild ein Schiff" style="aspect-ratio:2588 / 1454"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2588" height="1454" alt="Menschen werfen Tee ins Meer, rechts im Bild ein Schiff" style="aspect-ratio:2588 / 1454;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">250 Jahre USA und China: Vom Traum des Marktzugangs zur Systemrivalität</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die USA und China befinden sich in einem erbitterten Wettstreit um die Kontrolle der technologischen Infrastruktur des 21. Jahrhunderts – um KI-Rechenkapazitäten, Halbleiterlieferketten, Seltene Erden und die Standards, nach denen künftige digitale Systeme gebaut werden. Wang fasste es so zusammen: Die vier Haupttisch-Gäste aus der Tech-Industrie seien "die wahrscheinlichsten Befürworter einer stärkeren Einbindung Chinas in der US-Geschäftswelt".</p>
<p>Trump und Xi haben an diesem Donnerstag keinen neuen Rahmen für ihre Beziehung begründet. Sie haben eine Atempause inszeniert – diktiert von den Notwendigkeiten jener Märkte, deren Vertreter am Tisch saßen.</p>
Roter Teppich, Baustellenführung, Toast auf Harmonie: Der Xi-Besuch wirkte prunkvoll inszeniert. Die Gästeliste beim Staatsbankett zeugt von den Prioritäten.</p>
<p>Als Donald Trump am Donnerstagabend Xi Jinping im Weißen Haus zum Staatsessen empfing, war die Inszenierung so aufgeladen wie die geopolitischen Spannungen, die sie überdecken sollte. Wie steht es um die chinesisch-US-amerikanischen Beziehungen auf höchster Ebene?</p>
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<p>Trump überreichte dem chinesischen Staatschef eine Skulptur eines Weißkopfseeadlers – Amerikas Nationalsymbol –, die er nach eigenen Angaben gemeinsam mit First Lady Melania mitgestaltet hatte. Zuvor bemühte sich Trump bereits um maximalen Respekt bei seinem Gast: mit persönlicher Abholung am Flughafen, bis ins letzte <a href="https://www.scmp.com/news/china/diplomacy/article/3368596/video-us-military-adjusting-red-carpet-chinas-xi-sparks-online-backlash" rel="external noopener" target="_blank">präpariertem roten Teppich</a> und allerlei Ehrenaufwartungen.</p>
<p>Als besonderes Bonbon bot er Xi und seiner Frau Peng Liyuan an, als Erste eine Baustellenbesichtigung seines noch unfertigen Ballsaals zu unternehmen. Xi seinerseits <a href="https://www.bbc.com/news/articles/cxq63dqp93n1o" rel="external noopener" target="_blank">bemühte</a> den Zweiten Weltkrieg: Die Beziehung beider Länder sei "in Blut und Feuer" geschmiedet worden, im gemeinsamen Kampf gegen Japan.</p>
<p>Er verwies auf die Ping-Pong-Diplomatie der Nixon-Ära und erklärte, beide Länder würden "Geschichte in ihren bilateralen Beziehungen schreiben". Man habe vereinbart, eine "konstruktive, strategisch stabile" Beziehung aufzubauen. Trump trank auf eine Zukunft voller "Harmonie, Frieden und Erfolg". Draußen vor dem Weißen Haus wurden derweil Demonstranten festgenommen.</p>
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<p>Wer verstehen will, was dieser Abend politisch bedeutete, muss nicht auf die Reden schauen, sondern auf die Sitzordnung. Am Haupttisch, neben Xi, Peng Liyuan, Trump und Melania, nahmen vier Personen Platz, deren kombiniertes Nettovermögen mehr als eine Billion US-Dollar beträgt und deren Unternehmen zusammen eine Marktkapitalisierung von über zwölf Billionen Dollar auf sich vereinen: Nvidia-Chef Jensen Huang, AMD-Chefin Lisa Su, Apple-Verwaltungsratsvorsitzender Tim Cook und Tesla-CEO Elon Musk.</p>
<p>Wang Shengyu vom Asia Society Policy Institute's Centre for China Analysis in Washington <a href="https://www.scmp.com/tech/tech-war/article/3368774/xi-trump-dinner-puts-us-tech-titans-spotlight-what-does-it-mean-china-ties" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete</a> die Sitzordnung gegenüber der <em>South China Morning Post</em> als Ausdruck der wachsenden Bedeutung von KI-Infrastruktur als möglichem Annäherungspunkt in den US-chinesischen Beziehungen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5009494" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11140770"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Trotz-US-Zoellen-China-meldet-Rekordueberschuss-im-Aussenhandel-11140770.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/9/4/9/4/container-china-handel_ho-cf47c144ef2347d0.jpeg" alt="Container mit chinesischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Container mit chinesischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Trotz US-Zöllen: China meldet Rekordüberschuss im Außenhandel</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062230" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254574"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/ASML-unter-Druck-US-Gesetz-will-DUV-Export-nach-China-stoppen-11254574.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/2/3/0/shutterstock_2652022675-5c0ad2d4ce04e483.jpeg" alt="Das ASML-Logo steht an der Fassade des modernen Firmengebäudes" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Das ASML-Logo steht an der Fassade des modernen Firmengebäudes" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">ASML unter Druck: US-Gesetz will DUV-Export nach China stoppen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Widerspruch ist kaum zu übersehen: Dieselbe US-Regierung, die seit Jahren verschärfte Exportkontrollen für Halbleiter gegenüber China durchsetzt, lud jene Unternehmenschefs an den Ehrentisch, die unter eben diesen Restriktionen am stärksten leiden.</p>
<p>Huang erklärte bereits öffentlich, dass die US-Beschränkungen dazu geführt hätten, dass Nvidia einen chinesischen KI-Chipmarkt im Wert von rund 50 Milliarden US-Dollar nahezu vollständig verloren habe. Bei AMD sank der China-Anteil am Gesamtumsatz laut Unternehmensangaben von 24 Prozent im Jahr 2019 auf etwa 20 Prozent.</p>
<h3 class="subheading">Wer eingeladen wurde – und wer nicht</h3>
<p>Insgesamt nahmen 130 Gäste an dem Bankett teil, Staatsoberhäupter und ihre Ehefrauen nicht mitgezählt. Unter den 39 anwesenden US-Unternehmensführern stellten Tech-Vertreter mit 15 Personen die größte Gruppe.</p>
<p>Neben den Haupttisch-Besetzern waren auch Amazon-Gründer Jeff Bezos, Meta-Chef Mark Zuckerberg, OpenAI-CEO Sam Altman und OpenAI-Präsident Greg Brockman dabei – sowie die Chefs von Qualcomm, Micron Technology und Dell. Jeff Yass, der amerikanische Milliardär mit Beteiligung an TikTok, war ebenfalls anwesend. Trumps Kinder Ivanka, Eric und Tiffany nahmen ebenso teil wie Jared Kushner und Stabschefin Monica Crowley. Verteidigungsminister Pete Hegseth war mit seiner Frau zugegen.</p>
<p>Auffallend war, wer fehlte: Anthropic, eines der wertvollsten KI-Unternehmen der Welt, war nicht vertreten. Dessen CEO Dario Amodei hat sich öffentlich als entschiedener Befürworter strenger Exportkontrollen gegenüber Chinas KI-Sektor positioniert. OpenAI hingegen war mit Altman und Brockman vertreten, obwohl das Unternehmen nach eigenen Angaben keine operative Präsenz in China unterhält.</p>
<p>Noch bezeichnender war das Fehlen chinesischer Technologieunternehmer. Trotz weitverbreiteter Branchenspekulation, Xi könnte mit einer Wirtschaftsdelegation nach Washington reisen, um Investitionsgespräche zu führen, blieben chinesische Tech-Bosse dem Abend fern. Wang vom Asia Society Policy Institute wertete diesen Kontrast als klares Signal: Die treibende Kraft hinter dem Annäherungsversuch komme derzeit aus dem US-Unternehmerlager, nicht aus Peking.</p>
<p>Victor Shih, Professor an der University of California San Diego und Spezialist für chinesische Elitenpolitik, gab zu bedenken, dass Xi von der Sitzordnung kaum überrascht worden sein dürfte – schließlich sei "die USA ein kapitalistisches Land". Zugleich warnte Shih, die Konstellation könne Pekings Eindruck verstärken, die Trump-Administration "respektiere Vermögen mehr als staatliche Institutionen".</p>
<h3 class="subheading">Entkopplung als Wunschbild, Verflechtung als Realität</h3>
<p>Hinter der Kulisse diplomatischer Wärme bleibt das strukturelle Dilemma ungelöst. Washington betreibt seit Jahren eine Politik der technologischen Entkopplung – mit Exportverboten für fortschrittliche Chips und wachsendem Misstrauen gegenüber chinesischer Technologie in kritischer Infrastruktur.</p>
<p>Peking wiederum hat die technologische Eigenständigkeit als strategisches Staatsziel verankert und treibt den <a href="https://www.telepolis.de/article/Speicherchips-aus-China-Wie-CXMT-sich-in-Xiaomis-Flaggschiffe-vorarbeitet-11460116.html">Aufbau einer heimischen Halbleiterindustrie</a> voran. Gleichzeitig signalisierte Peking laut <em>South China Morning Post</em> Zurückhaltung dabei, seinen Inlandsmarkt wieder für US-Chips zu öffnen.</p>
<p>In diesem Spannungsfeld bewegt sich die US-Tech-Industrie. Sie ist einerseits auf chinesische Lieferketten, Rohstoffe und Absatzmärkte angewiesen; andererseits unterliegt sie staatlichen Restriktionen, die eben diese Verflechtung begrenzen sollen.</p>
<p>Das Bankett im Weißen Haus war insofern weniger ein diplomatischer Wendepunkt als ein Schaufenster dieser Widersprüche: Die Unternehmen, die am stärksten unter den Exportkontrollen leiden, saßen buchstäblich neben den Staatsmännern, die über diese Kontrollen entscheiden. Ob die Gespräche zwischen Trump und Xi zu einer Lockerung der Ausfuhrbeschränkungen führen werden, blieb nach dem Bankett offen.</p>
<p>Wang machte zudem auf eine weitere Leerstelle aufmerksam: Unter den 130 Gästen fand sich lediglich eine Vertreterin des Bildungssektors – Linda Mills, Präsidentin der New York University. Dies zeige, welch geringe Priorität die aktuelle US-Regierung dem Bereich Bildung und akademischem Austausch einräume – obwohl Talentförderung im KI-Wettbewerb zwischen den USA und China ebenso entscheidend sei wie Rechenkapazität, so Wang.</p>
<h3 class="subheading">Atempause statt Friedensschluss</h3>
<p>Am Freitag begannen Trump und Xi ihren gemeinsamen Tag mit Tee im Red Room des Weißen Hauses, bevor beide Staatschefs das Nationalarchiv besuchten – jenes Gebäude, das unter anderem die US-Verfassung, die Unabhängigkeitserklärung und die Bill of Rights beherbergt. Xi und seine Frau reisten im Laufe des Tages aus Washington ab.</p>
<p>Was von dem Abend bleibt, ist zunächst die Erkenntnis, dass das Staatsbankett weniger ein Signal der Entspannung war als ein Symptom des Systemkonflikts selbst.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5137375" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11399624"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/250-Jahre-USA-und-China-Vom-Traum-des-Marktzugangs-zur-Systemrivalitaet-11399624.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2588" height="1454" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/7/3/7/5/The_destruction_of_tea_at_Boston_Harbor_LCCN2003664100-3fcedd194777d448.jpeg" alt="Menschen werfen Tee ins Meer, rechts im Bild ein Schiff" style="aspect-ratio:2588 / 1454"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2588" height="1454" alt="Menschen werfen Tee ins Meer, rechts im Bild ein Schiff" style="aspect-ratio:2588 / 1454;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">250 Jahre USA und China: Vom Traum des Marktzugangs zur Systemrivalität</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die USA und China befinden sich in einem erbitterten Wettstreit um die Kontrolle der technologischen Infrastruktur des 21. Jahrhunderts – um KI-Rechenkapazitäten, Halbleiterlieferketten, Seltene Erden und die Standards, nach denen künftige digitale Systeme gebaut werden. Wang fasste es so zusammen: Die vier Haupttisch-Gäste aus der Tech-Industrie seien "die wahrscheinlichsten Befürworter einer stärkeren Einbindung Chinas in der US-Geschäftswelt".</p>
<p>Trump und Xi haben an diesem Donnerstag keinen neuen Rahmen für ihre Beziehung begründet. Sie haben eine Atempause inszeniert – diktiert von den Notwendigkeiten jener Märkte, deren Vertreter am Tisch saßen.</p>
2026-09-25T12:00:00.000Z
urn:bid:5171691
2026-09-25T11:46:00.000Z
17 Cent weniger pro Liter klingt gut. Doch DIW und Ifo halten den Tankrabatt für sozial ungerecht. Was Pendler wirklich sparen – und was nicht.</p>
<p>Wer jeden Morgen 40 Kilometer zur Arbeit fährt, wird die Situation an den deutschen Tankstellen kennen: Erst wird getankt, dann wird gezahlt und am Ende ist der Ärger riesengroß.</p>
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<p>Das soll sich ab Donnerstag, dem 1. Oktober, ändern, zumindest ein wenig – aber auf keinen Fall lange genug. Der neue Tankrabatt, den Bundestag und Bundesrat jetzt beschlossen haben, soll Benzin und Diesel bis zum 31. Dezember billiger machen, um bis zu 17 Cent je Liter.</p>
<p>Der größte Hebel ist hier die Energiesteuer. Für Kraftstoffe wird sie um jeweils 14 Cent je Liter abgesenkt. Und weil auf den niedrigeren Preis auch weniger Umsatzsteuer gezahlt werden muss, kommen rechnerisch rund 17 Cent Entlastung (brutto) zusammen.</p>
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<p>Insgesamt <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressemitteilungen/bund-und-laender-beschliessen-spritpreis-entlastungspaket-2453198" rel="external noopener" target="_blank">kalkulieren Bund und Länder</a> mit rund 2,5 Milliarden Euro Entlastung; die Länder schultern davon 1,25 Milliarden Euro über einen Umsatzsteuerfestbetrag.</p>
<p>Eingefügt wurde der Tankrabatt als Änderungsantrag in ein laufendes Gesetzgebungsverfahren zum Versicherungsaufsichtsrecht, dem der Finanzausschuss am 23. September zustimmte. Einen Überblick über die bisherigen <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/massnahmen-gegen-spritpreise-2410850" rel="external noopener" target="_blank">Maßnahmen gegen hohe Spritpreise</a> veröffentlicht die Bundesregierung.</p>
<p>Nach der namentlichen Abstimmung im Bundestag rief der Bundesrat den Gesetzesbeschluss noch am selben Tag auf. Jetzt muss nur noch der Bundespräsident seine Unterschrift unter das Gesetz setzen, damit der niedrigere Steuersatz verbindlich zum 1. Oktober gelten kann.</p>
<h3 class="subheading">Was bis Silvester übrig bleibt</h3>
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<p>Für einen Durchschnittsfahrer ist die Rechnung schnell gemacht: Bei rund 900 Kilometern Fahrleistung im Monat und einem Verbrauch von 7 bis 8 Litern je 100 Kilometer summiert sich der Tankrabatt über die drei Monate auf etwa 32 bis 36 Euro, heißt es bei der <em>Deutschen Presse-Agentur (dpa)</em>.</p>
<p>Wer mehr fährt oder einen durstigeren Motor hat, spart entsprechend mehr.</p>
<p>Ein Richtwert bleibt es trotzdem, mehr ist es aber auch nicht. Denn der Preis an der Zapfsäule hängt nicht allein vom Steuersatz ab, sondern auch von Rohölpreisen, Transportkosten, regionalen Unterschieden und der Preispolitik der Mineralölkonzerne.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167566" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458087"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Benzinpreise-im-EU-Vergleich-Was-Griechenland-besser-macht-als-Deutschland-11458087.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1543" height="867" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/5/6/6/TankenEvia260918-1-eece12cd6b8205f1.jpeg" alt="Preisanzeige an Tankstelle mit Zoomeffekt" style="aspect-ratio:1543 / 867"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1543" height="867" alt="Preisanzeige an Tankstelle mit Zoomeffekt" style="aspect-ratio:1543 / 867;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Benzinpreise im EU-Vergleich: Was Griechenland besser macht als Deutschland</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Einen sozialen Ausgleich schafft die Bundesregierung mit dem Tankrabatt aber nicht, er gilt für alle und entlastet auch diejenigen, die sich <a href="https://www.telepolis.de/article/Tankrabatt-17-Cent-pro-Liter-unabhaengig-vom-Einkommen-11459155.html">höhere Spritpreise durchaus leisten könnten</a>.</p>
<h3 class="subheading">Warum sich das Anstehen um Mitternacht nicht lohnt</h3>
<p>Am 1. Oktober früh aufzustehen, um als Erstes an der Tankstelle zu sein, bringt vermutlich nichts. Denn steuerbegünstigt ist nicht der Kraftstoff, der noch vom Vortag in den Tanks der Tankstelle schlummert.</p>
<p>Die neue Regel gilt nur für den Sprit, der nach Mitternacht die Raffinerie oder das Großlager verlässt. Bis die Preise an den Tankstellen nach unten gehen, könnten also einige Tage vergehen. Es sei denn, der Wettbewerb zieht die Preise schneller nach unten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168104" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459155"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Tankrabatt-17-Cent-pro-Liter-unabhaengig-vom-Einkommen-11459155.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/1/0/4/master_tanken-a678951801ece4ae.jpeg" alt="Tanksäule" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Tanksäule" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Tankrabatt: 17 Cent pro Liter – unabhängig vom Einkommen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Tagesverlauf hilft ein zweiter Blick: Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise für Benzin und Diesel nur einmal täglich erhöhen, und zwar um 12 Uhr. Gesenkt werden können sie aber jederzeit.</p>
<p>Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt sammelt die Daten von rund 15.000 Tankstellen, jede Preisänderung muss binnen fünf Minuten gemeldet werden. Der ADAC hält <a href="https://www.heise.de/news/ADAC-12-Uhr-Regel-an-Tankstellen-hat-sich-nicht-bewaehrt-11462654.html">die Regel für gescheitert</a>: Nicht die Preise wurden gedrückt, sondern nur die Zahl der Preisänderungen.</p>
<h3 class="subheading">Skepsis der Ökonomen</h3>
<p>Beim Tankrabatt im Mai und Juni kamen nach Zahlen, die in der politischen Debatte kursieren, rund 80 Prozent der Steuersenkung bei den Autofahrern an. Die restlichen 20 Prozent – <a href="https://www.ifo.de/tankrabatt-tracker" rel="external noopener" target="_blank">rund 320 Millionen Euro</a> – blieben bei der Branche.</p>
<p>DIW-Präsident Marcel Fratzscher nennt die Neuauflage "teuer, sozial ungerecht und ökonomisch kontraproduktiv", Ifo-Präsident Clemens Fuest hält sie für einen Fehler und verweist <a href="https://www.heise.de/news/Oekonomen-kritisieren-Tankrabatt-und-Spritpreisdeckel-11459541.html">auf einkommensabhängige Direktzahlungen</a>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041577" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11203608"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Erdoel-Schock-Wie-der-Iran-Krieg-Preise-und-Zinsen-treibt-11203608.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8592" height="4827" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/5/7/7/shutterstock_2653889305-8a1c58d8d158bf9e.jpeg" alt="Grafik symbolisiert den steigenden Zinssatz." style="aspect-ratio:8592 / 4827"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8592" height="4827" alt="Grafik symbolisiert den steigenden Zinssatz." style="aspect-ratio:8592 / 4827;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Erdöl-Schock: Wie der Iran-Krieg Preise und Zinsen treibt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch aus den Ländern kommt Kritik am Verfahren: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig warnte laut <em>dpa</em> vor einem politischen "Stop and Go", Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte erinnerte demnach daran, dass pauschale Milliardenhilfen nicht bei jedem Ölpreisschock wiederholbar sind. <a href="https://www.heise.de/news/Umstrittener-Tankrabatt-Bund-beschliesst-Milliarden-Hilfen-trotz-scharfer-Kritik-11459167.html">Hintergründe dafür</a> hatte <em>Telepolis</em> bereits geschildert.</p>
<h3 class="subheading">Der Plan für 2027</h3>
<p>Nach dem 31. Dezember soll die Entlastung nicht einfach auslaufen. Spätestens zum 1. Januar 2027 will der Bund einen vorübergehenden Spritpreisdeckel <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/massnahmen-gegen-spritpreise-2410850" rel="external noopener" target="_blank">nach dem Vorbild Luxemburgs</a> oder Belgiens einführen und dazu mit der Mineralölwirtschaft sprechen. Höhe und Ausgestaltung sind offen, die Bundesregierung stellt die Versorgungssicherheit in den Vordergrund.</p>
<p>Parallel soll ein einkommensbezogener Direktauszahlmechanismus vorbereitet werden, dazu kommt eine geplante Einkommensteuerreform für kleine und mittlere Einkommen.</p>
<p>Eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne bleibt im Gespräch – die Bundesregierung will sie europäisch lösen, nach dem Muster des Energiekrisenbeitrags von 2022.</p>
17 Cent weniger pro Liter klingt gut. Doch DIW und Ifo halten den Tankrabatt für sozial ungerecht. Was Pendler wirklich sparen – und was nicht.</p>
<p>Wer jeden Morgen 40 Kilometer zur Arbeit fährt, wird die Situation an den deutschen Tankstellen kennen: Erst wird getankt, dann wird gezahlt und am Ende ist der Ärger riesengroß.</p>
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<p>Das soll sich ab Donnerstag, dem 1. Oktober, ändern, zumindest ein wenig – aber auf keinen Fall lange genug. Der neue Tankrabatt, den Bundestag und Bundesrat jetzt beschlossen haben, soll Benzin und Diesel bis zum 31. Dezember billiger machen, um bis zu 17 Cent je Liter.</p>
<p>Der größte Hebel ist hier die Energiesteuer. Für Kraftstoffe wird sie um jeweils 14 Cent je Liter abgesenkt. Und weil auf den niedrigeren Preis auch weniger Umsatzsteuer gezahlt werden muss, kommen rechnerisch rund 17 Cent Entlastung (brutto) zusammen.</p>
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<p>Insgesamt <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressemitteilungen/bund-und-laender-beschliessen-spritpreis-entlastungspaket-2453198" rel="external noopener" target="_blank">kalkulieren Bund und Länder</a> mit rund 2,5 Milliarden Euro Entlastung; die Länder schultern davon 1,25 Milliarden Euro über einen Umsatzsteuerfestbetrag.</p>
<p>Eingefügt wurde der Tankrabatt als Änderungsantrag in ein laufendes Gesetzgebungsverfahren zum Versicherungsaufsichtsrecht, dem der Finanzausschuss am 23. September zustimmte. Einen Überblick über die bisherigen <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/massnahmen-gegen-spritpreise-2410850" rel="external noopener" target="_blank">Maßnahmen gegen hohe Spritpreise</a> veröffentlicht die Bundesregierung.</p>
<p>Nach der namentlichen Abstimmung im Bundestag rief der Bundesrat den Gesetzesbeschluss noch am selben Tag auf. Jetzt muss nur noch der Bundespräsident seine Unterschrift unter das Gesetz setzen, damit der niedrigere Steuersatz verbindlich zum 1. Oktober gelten kann.</p>
<h3 class="subheading">Was bis Silvester übrig bleibt</h3>
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<p>Für einen Durchschnittsfahrer ist die Rechnung schnell gemacht: Bei rund 900 Kilometern Fahrleistung im Monat und einem Verbrauch von 7 bis 8 Litern je 100 Kilometer summiert sich der Tankrabatt über die drei Monate auf etwa 32 bis 36 Euro, heißt es bei der <em>Deutschen Presse-Agentur (dpa)</em>.</p>
<p>Wer mehr fährt oder einen durstigeren Motor hat, spart entsprechend mehr.</p>
<p>Ein Richtwert bleibt es trotzdem, mehr ist es aber auch nicht. Denn der Preis an der Zapfsäule hängt nicht allein vom Steuersatz ab, sondern auch von Rohölpreisen, Transportkosten, regionalen Unterschieden und der Preispolitik der Mineralölkonzerne.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167566" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458087"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Benzinpreise-im-EU-Vergleich-Was-Griechenland-besser-macht-als-Deutschland-11458087.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1543" height="867" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/5/6/6/TankenEvia260918-1-eece12cd6b8205f1.jpeg" alt="Preisanzeige an Tankstelle mit Zoomeffekt" style="aspect-ratio:1543 / 867"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1543" height="867" alt="Preisanzeige an Tankstelle mit Zoomeffekt" style="aspect-ratio:1543 / 867;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Benzinpreise im EU-Vergleich: Was Griechenland besser macht als Deutschland</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Einen sozialen Ausgleich schafft die Bundesregierung mit dem Tankrabatt aber nicht, er gilt für alle und entlastet auch diejenigen, die sich <a href="https://www.telepolis.de/article/Tankrabatt-17-Cent-pro-Liter-unabhaengig-vom-Einkommen-11459155.html">höhere Spritpreise durchaus leisten könnten</a>.</p>
<h3 class="subheading">Warum sich das Anstehen um Mitternacht nicht lohnt</h3>
<p>Am 1. Oktober früh aufzustehen, um als Erstes an der Tankstelle zu sein, bringt vermutlich nichts. Denn steuerbegünstigt ist nicht der Kraftstoff, der noch vom Vortag in den Tanks der Tankstelle schlummert.</p>
<p>Die neue Regel gilt nur für den Sprit, der nach Mitternacht die Raffinerie oder das Großlager verlässt. Bis die Preise an den Tankstellen nach unten gehen, könnten also einige Tage vergehen. Es sei denn, der Wettbewerb zieht die Preise schneller nach unten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168104" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459155"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Tankrabatt-17-Cent-pro-Liter-unabhaengig-vom-Einkommen-11459155.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/1/0/4/master_tanken-a678951801ece4ae.jpeg" alt="Tanksäule" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Tanksäule" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Tankrabatt: 17 Cent pro Liter – unabhängig vom Einkommen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Tagesverlauf hilft ein zweiter Blick: Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise für Benzin und Diesel nur einmal täglich erhöhen, und zwar um 12 Uhr. Gesenkt werden können sie aber jederzeit.</p>
<p>Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt sammelt die Daten von rund 15.000 Tankstellen, jede Preisänderung muss binnen fünf Minuten gemeldet werden. Der ADAC hält <a href="https://www.heise.de/news/ADAC-12-Uhr-Regel-an-Tankstellen-hat-sich-nicht-bewaehrt-11462654.html">die Regel für gescheitert</a>: Nicht die Preise wurden gedrückt, sondern nur die Zahl der Preisänderungen.</p>
<h3 class="subheading">Skepsis der Ökonomen</h3>
<p>Beim Tankrabatt im Mai und Juni kamen nach Zahlen, die in der politischen Debatte kursieren, rund 80 Prozent der Steuersenkung bei den Autofahrern an. Die restlichen 20 Prozent – <a href="https://www.ifo.de/tankrabatt-tracker" rel="external noopener" target="_blank">rund 320 Millionen Euro</a> – blieben bei der Branche.</p>
<p>DIW-Präsident Marcel Fratzscher nennt die Neuauflage "teuer, sozial ungerecht und ökonomisch kontraproduktiv", Ifo-Präsident Clemens Fuest hält sie für einen Fehler und verweist <a href="https://www.heise.de/news/Oekonomen-kritisieren-Tankrabatt-und-Spritpreisdeckel-11459541.html">auf einkommensabhängige Direktzahlungen</a>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041577" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11203608"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Erdoel-Schock-Wie-der-Iran-Krieg-Preise-und-Zinsen-treibt-11203608.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8592" height="4827" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/5/7/7/shutterstock_2653889305-8a1c58d8d158bf9e.jpeg" alt="Grafik symbolisiert den steigenden Zinssatz." style="aspect-ratio:8592 / 4827"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8592" height="4827" alt="Grafik symbolisiert den steigenden Zinssatz." style="aspect-ratio:8592 / 4827;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Erdöl-Schock: Wie der Iran-Krieg Preise und Zinsen treibt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch aus den Ländern kommt Kritik am Verfahren: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig warnte laut <em>dpa</em> vor einem politischen "Stop and Go", Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte erinnerte demnach daran, dass pauschale Milliardenhilfen nicht bei jedem Ölpreisschock wiederholbar sind. <a href="https://www.heise.de/news/Umstrittener-Tankrabatt-Bund-beschliesst-Milliarden-Hilfen-trotz-scharfer-Kritik-11459167.html">Hintergründe dafür</a> hatte <em>Telepolis</em> bereits geschildert.</p>
<h3 class="subheading">Der Plan für 2027</h3>
<p>Nach dem 31. Dezember soll die Entlastung nicht einfach auslaufen. Spätestens zum 1. Januar 2027 will der Bund einen vorübergehenden Spritpreisdeckel <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/massnahmen-gegen-spritpreise-2410850" rel="external noopener" target="_blank">nach dem Vorbild Luxemburgs</a> oder Belgiens einführen und dazu mit der Mineralölwirtschaft sprechen. Höhe und Ausgestaltung sind offen, die Bundesregierung stellt die Versorgungssicherheit in den Vordergrund.</p>
<p>Parallel soll ein einkommensbezogener Direktauszahlmechanismus vorbereitet werden, dazu kommt eine geplante Einkommensteuerreform für kleine und mittlere Einkommen.</p>
<p>Eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne bleibt im Gespräch – die Bundesregierung will sie europäisch lösen, nach dem Muster des Energiekrisenbeitrags von 2022.</p>
2026-09-25T11:46:00.000Z
urn:bid:5171490
2026-09-25T09:10:00.000Z
Zum vierten Mal streiken Zehntausende Schüler gegen den neuen Wehrdienst. Was ist Pflicht, was nicht – und was riskieren Jugendliche?</p>
<p>Für manche Eltern in Deutschland begann dieser Freitag mit einer Ankündigung am Frühstückstisch: Der Sohn oder die Tochter geht nicht in die Schule, sondern auf die Straße. In rund 100 Städten demonstrieren nämlich Schülerinnen und Schüler gegen den neuen Wehrdienst.</p>
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<p>Es ist der vierte bundesweite Aktionstag der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“. Bei den ersten drei Streiktagen kamen nach Angaben der Organisatoren jeweils etwa 50.000 Jugendliche zusammen.</p>
<p>Demonstriert wird unter anderem in Kiel, Lübeck, Flensburg, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Rostock und Greifswald. In Berlin <a href="https://www.berlin.de/polizei/service/versammlungsbehoerde/versammlungen-aufzuege/" rel="external noopener" target="_blank">führen mehrere Zubringerzüge</a> zur zentralen Kundgebung im Wedding, wie dem <a href="https://www.naturfreunde-berlin.de/schulstreik-gegen-wehrpflicht-0" rel="external noopener" target="_blank">Aufruf des Bündnisses</a> zu entnehmen ist.</p>
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<p>Sprecher <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/530041.bundeswehr-auf-rekrutenjagd-antwort-interessiert-nicht.html" rel="external noopener" target="_blank">Bela Breitner kündigte</a> gegenüber der Tageszeitung <em>junge Welt</em> an, den Protest auch nach dem Streiktag fortzusetzen.</p>
<h3 class="subheading">„Keinen Bock auf Krieg“</h3>
<p>Was die Jahrgänge ab 2008 antreibt, lässt sich an zwei Stimmen ablesen.</p>
<p>Der 17-jährige Berliner <a href="https://weddingweiser.de/schulstreik-gegen-wehrpflicht-im-wedding/" rel="external noopener" target="_blank">Schüler August sagt</a>, er habe „keinen Bock auf Krieg“ und wolle nicht als „Kanonenfutter“ in Konflikten zwischen Staaten enden.</p>
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<p>Die <a href="https://www.glistatigenerali.com/europa/germania/no-alla-leva-e-militari-fuori-dalle-aule/" rel="external noopener" target="_blank">Aktivistin Lisa erklärt</a>, die Bewegung richte sich nicht nur gegen den Dienst selbst, sondern auch gegen Musterungen und gegen Werbung der Bundeswehr in Schulen.</p>
<p>Hinzu kommt ein sozialpolitisches Motiv: Die Initiative rechnet Aufrüstung gegen Kürzungen bei Bildung, Kultur und Gesundheit auf.</p>
<p>Als Beispiel kann Berlin-Wedding dienen, wie der Lokalblog <em>Weddingweiser </em>ausführt. Denn im nahen Humboldthain hat Rheinmetall eine Fabrik für die Munitionsproduktion umgebaut. Aus Sicht des Bündnisses wäre dieses Geld besser in Projekten gegen Armut angelegt. Denn es sei eine Gegend, in der nach Zahlen der Berliner Sozialberichte 2023 und 2025 etwa jeder vierte Mensch von Armut bedroht sei und je nach Lage jedes zweite bis dritte Kind als arm gelte.</p>
<h3 class="subheading">Was Pflicht ist – und was nicht</h3>
<p>Den Protest befeuert das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz, das am 1. Januar 2026 in Kraft trat. Junge Männer ab Geburtsjahrgang 2008 erhalten mit 18 einen Brief mit einem Onlinefragebogen und müssen Angaben zu Gesundheit, Bildung und Dienstbereitschaft machen. Frauen können freiwillig antworten.</p>
<p>Wer schweigt oder falsche Angaben macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit; fällig werden können bis zu 250 Euro. Bußgeldbescheide hat die Bundesregierung bislang <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106256.pdf" rel="external noopener" target="_blank">allerdings keine gemeldet</a>.</p>
<p>Wichtig für die Familienplanung: Der Fragebogen ist keine Einberufung. Der Dienst selbst bleibt zunächst freiwillig. Erst wenn die Bundeswehr ihre Personalziele verfehlt, könnte der Bundestag eine Pflicht zur Einberufung beschließen. Dahinter steht die Absicht, die <a href="https://www.telepolis.de/article/Die-Bundeswehr-wird-zur-Massenarmee-mit-allen-Konsequenzen-11271196.html">Bundeswehr zur Massenarmee auszubauen</a>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5109686" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11350565"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schluss-mit-freiwillig-Was-das-neue-Bundeswehr-Gesetz-fuer-Firmen-bedeutet-11350565.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1000" height="562" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/9/6/8/6/shutterstock_761939458-cd7c674879426f9c.jpeg" alt="Bundeswehr trainiert für hybride Kriegsführung" style="aspect-ratio:1000 / 562"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1000" height="562" alt="Bundeswehr trainiert für hybride Kriegsführung" style="aspect-ratio:1000 / 562;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schluss mit freiwillig: Was das neue Bundeswehr-Gesetz für Firmen bedeutet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Musterung und Assessment sind zwei verschiedene Dinge, die in der Debatte aber oftmals vermischt werden. Die <a href="https://www.bundeswehr.de/de/menschen-karrieren/neuer-wehrdienst/musterung" rel="external noopener" target="_blank">Musterung prüft die Tauglichkeit</a>, das Assessment bewertet zusätzlich Allgemeinbildung, Belastbarkeit und Denkvermögen.</p>
<p>Bis Ende Juli nahmen 2636 Personen an einem Assessment teil, knapp 1700 bestanden, 865 wurden eingestellt, <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/regierungspressekonferenz-vom-14-september-2026-2452570" rel="external noopener" target="_blank">erklärte ein Regierungssprecher</a>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925102" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10621438"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/FAQ-zum-neuen-Wehrdienst-Was-sich-fuer-junge-Menschen-in-Deutschland-aendern-wird-10621438.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/1/0/2/shutterstock_2514857617-a9310bf47034f6f6.jpeg" alt="Junge Menschen in Bundeswehr-Uniform" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5472" height="3075" alt="Junge Menschen in Bundeswehr-Uniform" style="aspect-ratio:5472 / 3075;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">FAQ zum neuen Wehrdienst: Was sich für junge Menschen in Deutschland ändern wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für Männer ab Jahrgang 2008 ist die Musterung verpflichtend, wegen bislang begrenzter Kapazitäten läuft sie stufenweise an, flächendeckend soll sie erst ab Mitte 2027 stattfinden.</p>
<p>Die Größenordnung zeigen weitere <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1211766" rel="external noopener" target="_blank">Zahlen aus dem Bundestag</a>: 169.141 Anschreiben im zweiten Quartal, 86.560 Bereitschaftserklärungen, davon 83.483 von Männern. Zwischen Anfang Juli und Ende August wurden fast 1000 junge Männer gemustert, darunter auch solche, die im Fragebogen ausdrücklich kein Interesse angegeben hatten.</p>
<h3 class="subheading">Streiktag und Schulpflicht sind zwei Baustellen</h3>
<p>Eine Beurlaubung für die Teilnahme am Streik ist nicht möglich, das stellte das Bildungsministerium in Schleswig-Holstein <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/schulstreik-gegen-wehrpflicht-in-norddeutschland,wehrpflicht-260.html" rel="external noopener" target="_blank">gegenüber dem</a> <em>NDR</em> klar. Unentschuldigte Fehlzeiten können im Zeugnis landen.</p>
<p>Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) nannte demokratisches Engagement wichtig, erinnerte aber an die Schulpflicht. Wie streng gezählt wird, entscheidet die einzelne Schule.</p>
<p>Getrennt davon zu betrachten sind die Pflichten aus dem Wehrdienstgesetz. Wer nicht in der Bundeswehr dienen will, muss verweigern: Im zweiten Quartal 2026 gingen 5984 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ein; <a href="https://www.telepolis.de/article/Wehrpflicht-Musterungsbriefe-kommen-Antraege-auf-Verweigerung-auch-11273814.html">die Zahl der Verweigerungsanträge steigt seit Monaten</a>.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5057742" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11245723"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wehrpflicht-Maenner-muessen-Reisen-ins-Ausland-jetzt-genehmigen-lassen-11245723.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/7/7/4/2/shutterstock_2506347539-4646cc2beffa961f.jpeg" alt="Die Bundeswehr gedenkt der im Einsatz getöteten Soldaten mit einem Gedenkmarsch. Ankunft der Prozession am Bendlerblock." style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Die Bundeswehr gedenkt der im Einsatz getöteten Soldaten mit einem Gedenkmarsch. Ankunft der Prozession am Bendlerblock." style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wehrpflicht: Männer müssen Reisen ins Ausland jetzt genehmigen lassen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Allerdings entbindet dieser Antrag nicht davon, den Fragebogen auszufüllen und zur Musterung zu gehen.</p>
<p>Besonders einschneidend für die weitere Lebensplanung ist zudem, dass Männer zwischen 17 und 45 für <a href="https://www.telepolis.de/article/Wehrpflicht-Maenner-muessen-Reisen-ins-Ausland-jetzt-genehmigen-lassen-11245723.html">längere Auslandsaufenthalte eine Genehmigung brauchen</a>, und dass die Reserve bis 2033 von rund 60.000 auf 200.000 Menschen wachsen soll, wozu <a href="https://www.telepolis.de/article/Freiwillig-rein-verpflichtend-raus-Neuer-Wehrdienst-wird-zum-Langzeitvertrag-11310917.html">Widerspruchsrechte gestrichen werden könnten</a>.</p>
<p>Praktisch entspannt ist die Lage bei Auslandsaufenthalten: Das Verteidigungsministerium hat die Antragspflicht im April 2026 per Ausnahmeregelung vorläufig ausgesetzt. Der Fragebogen ist dennoch mehr als Verwaltungspost: Er ist der Einstieg in eine <a href="https://www.telepolis.de/article/Kriegstuechtigkeit-Der-neue-Obrigkeitsstaat-kommt-im-Fragebogen-11453536.html">deutlich ausgeweitete staatliche Wehrerfassung</a>.</p>
Zum vierten Mal streiken Zehntausende Schüler gegen den neuen Wehrdienst. Was ist Pflicht, was nicht – und was riskieren Jugendliche?</p>
<p>Für manche Eltern in Deutschland begann dieser Freitag mit einer Ankündigung am Frühstückstisch: Der Sohn oder die Tochter geht nicht in die Schule, sondern auf die Straße. In rund 100 Städten demonstrieren nämlich Schülerinnen und Schüler gegen den neuen Wehrdienst.</p>
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<p>Es ist der vierte bundesweite Aktionstag der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“. Bei den ersten drei Streiktagen kamen nach Angaben der Organisatoren jeweils etwa 50.000 Jugendliche zusammen.</p>
<p>Demonstriert wird unter anderem in Kiel, Lübeck, Flensburg, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Rostock und Greifswald. In Berlin <a href="https://www.berlin.de/polizei/service/versammlungsbehoerde/versammlungen-aufzuege/" rel="external noopener" target="_blank">führen mehrere Zubringerzüge</a> zur zentralen Kundgebung im Wedding, wie dem <a href="https://www.naturfreunde-berlin.de/schulstreik-gegen-wehrpflicht-0" rel="external noopener" target="_blank">Aufruf des Bündnisses</a> zu entnehmen ist.</p>
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<p>Sprecher <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/530041.bundeswehr-auf-rekrutenjagd-antwort-interessiert-nicht.html" rel="external noopener" target="_blank">Bela Breitner kündigte</a> gegenüber der Tageszeitung <em>junge Welt</em> an, den Protest auch nach dem Streiktag fortzusetzen.</p>
<h3 class="subheading">„Keinen Bock auf Krieg“</h3>
<p>Was die Jahrgänge ab 2008 antreibt, lässt sich an zwei Stimmen ablesen.</p>
<p>Der 17-jährige Berliner <a href="https://weddingweiser.de/schulstreik-gegen-wehrpflicht-im-wedding/" rel="external noopener" target="_blank">Schüler August sagt</a>, er habe „keinen Bock auf Krieg“ und wolle nicht als „Kanonenfutter“ in Konflikten zwischen Staaten enden.</p>
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<p>Die <a href="https://www.glistatigenerali.com/europa/germania/no-alla-leva-e-militari-fuori-dalle-aule/" rel="external noopener" target="_blank">Aktivistin Lisa erklärt</a>, die Bewegung richte sich nicht nur gegen den Dienst selbst, sondern auch gegen Musterungen und gegen Werbung der Bundeswehr in Schulen.</p>
<p>Hinzu kommt ein sozialpolitisches Motiv: Die Initiative rechnet Aufrüstung gegen Kürzungen bei Bildung, Kultur und Gesundheit auf.</p>
<p>Als Beispiel kann Berlin-Wedding dienen, wie der Lokalblog <em>Weddingweiser </em>ausführt. Denn im nahen Humboldthain hat Rheinmetall eine Fabrik für die Munitionsproduktion umgebaut. Aus Sicht des Bündnisses wäre dieses Geld besser in Projekten gegen Armut angelegt. Denn es sei eine Gegend, in der nach Zahlen der Berliner Sozialberichte 2023 und 2025 etwa jeder vierte Mensch von Armut bedroht sei und je nach Lage jedes zweite bis dritte Kind als arm gelte.</p>
<h3 class="subheading">Was Pflicht ist – und was nicht</h3>
<p>Den Protest befeuert das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz, das am 1. Januar 2026 in Kraft trat. Junge Männer ab Geburtsjahrgang 2008 erhalten mit 18 einen Brief mit einem Onlinefragebogen und müssen Angaben zu Gesundheit, Bildung und Dienstbereitschaft machen. Frauen können freiwillig antworten.</p>
<p>Wer schweigt oder falsche Angaben macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit; fällig werden können bis zu 250 Euro. Bußgeldbescheide hat die Bundesregierung bislang <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106256.pdf" rel="external noopener" target="_blank">allerdings keine gemeldet</a>.</p>
<p>Wichtig für die Familienplanung: Der Fragebogen ist keine Einberufung. Der Dienst selbst bleibt zunächst freiwillig. Erst wenn die Bundeswehr ihre Personalziele verfehlt, könnte der Bundestag eine Pflicht zur Einberufung beschließen. Dahinter steht die Absicht, die <a href="https://www.telepolis.de/article/Die-Bundeswehr-wird-zur-Massenarmee-mit-allen-Konsequenzen-11271196.html">Bundeswehr zur Massenarmee auszubauen</a>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5109686" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11350565"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schluss-mit-freiwillig-Was-das-neue-Bundeswehr-Gesetz-fuer-Firmen-bedeutet-11350565.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1000" height="562" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/9/6/8/6/shutterstock_761939458-cd7c674879426f9c.jpeg" alt="Bundeswehr trainiert für hybride Kriegsführung" style="aspect-ratio:1000 / 562"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1000" height="562" alt="Bundeswehr trainiert für hybride Kriegsführung" style="aspect-ratio:1000 / 562;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schluss mit freiwillig: Was das neue Bundeswehr-Gesetz für Firmen bedeutet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Musterung und Assessment sind zwei verschiedene Dinge, die in der Debatte aber oftmals vermischt werden. Die <a href="https://www.bundeswehr.de/de/menschen-karrieren/neuer-wehrdienst/musterung" rel="external noopener" target="_blank">Musterung prüft die Tauglichkeit</a>, das Assessment bewertet zusätzlich Allgemeinbildung, Belastbarkeit und Denkvermögen.</p>
<p>Bis Ende Juli nahmen 2636 Personen an einem Assessment teil, knapp 1700 bestanden, 865 wurden eingestellt, <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/regierungspressekonferenz-vom-14-september-2026-2452570" rel="external noopener" target="_blank">erklärte ein Regierungssprecher</a>.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925102" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10621438"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/FAQ-zum-neuen-Wehrdienst-Was-sich-fuer-junge-Menschen-in-Deutschland-aendern-wird-10621438.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/1/0/2/shutterstock_2514857617-a9310bf47034f6f6.jpeg" alt="Junge Menschen in Bundeswehr-Uniform" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5472" height="3075" alt="Junge Menschen in Bundeswehr-Uniform" style="aspect-ratio:5472 / 3075;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">FAQ zum neuen Wehrdienst: Was sich für junge Menschen in Deutschland ändern wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für Männer ab Jahrgang 2008 ist die Musterung verpflichtend, wegen bislang begrenzter Kapazitäten läuft sie stufenweise an, flächendeckend soll sie erst ab Mitte 2027 stattfinden.</p>
<p>Die Größenordnung zeigen weitere <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1211766" rel="external noopener" target="_blank">Zahlen aus dem Bundestag</a>: 169.141 Anschreiben im zweiten Quartal, 86.560 Bereitschaftserklärungen, davon 83.483 von Männern. Zwischen Anfang Juli und Ende August wurden fast 1000 junge Männer gemustert, darunter auch solche, die im Fragebogen ausdrücklich kein Interesse angegeben hatten.</p>
<h3 class="subheading">Streiktag und Schulpflicht sind zwei Baustellen</h3>
<p>Eine Beurlaubung für die Teilnahme am Streik ist nicht möglich, das stellte das Bildungsministerium in Schleswig-Holstein <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/schulstreik-gegen-wehrpflicht-in-norddeutschland,wehrpflicht-260.html" rel="external noopener" target="_blank">gegenüber dem</a> <em>NDR</em> klar. Unentschuldigte Fehlzeiten können im Zeugnis landen.</p>
<p>Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) nannte demokratisches Engagement wichtig, erinnerte aber an die Schulpflicht. Wie streng gezählt wird, entscheidet die einzelne Schule.</p>
<p>Getrennt davon zu betrachten sind die Pflichten aus dem Wehrdienstgesetz. Wer nicht in der Bundeswehr dienen will, muss verweigern: Im zweiten Quartal 2026 gingen 5984 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ein; <a href="https://www.telepolis.de/article/Wehrpflicht-Musterungsbriefe-kommen-Antraege-auf-Verweigerung-auch-11273814.html">die Zahl der Verweigerungsanträge steigt seit Monaten</a>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5057742" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11245723"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wehrpflicht-Maenner-muessen-Reisen-ins-Ausland-jetzt-genehmigen-lassen-11245723.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/7/7/4/2/shutterstock_2506347539-4646cc2beffa961f.jpeg" alt="Die Bundeswehr gedenkt der im Einsatz getöteten Soldaten mit einem Gedenkmarsch. Ankunft der Prozession am Bendlerblock." style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Die Bundeswehr gedenkt der im Einsatz getöteten Soldaten mit einem Gedenkmarsch. Ankunft der Prozession am Bendlerblock." style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wehrpflicht: Männer müssen Reisen ins Ausland jetzt genehmigen lassen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Allerdings entbindet dieser Antrag nicht davon, den Fragebogen auszufüllen und zur Musterung zu gehen.</p>
<p>Besonders einschneidend für die weitere Lebensplanung ist zudem, dass Männer zwischen 17 und 45 für <a href="https://www.telepolis.de/article/Wehrpflicht-Maenner-muessen-Reisen-ins-Ausland-jetzt-genehmigen-lassen-11245723.html">längere Auslandsaufenthalte eine Genehmigung brauchen</a>, und dass die Reserve bis 2033 von rund 60.000 auf 200.000 Menschen wachsen soll, wozu <a href="https://www.telepolis.de/article/Freiwillig-rein-verpflichtend-raus-Neuer-Wehrdienst-wird-zum-Langzeitvertrag-11310917.html">Widerspruchsrechte gestrichen werden könnten</a>.</p>
<p>Praktisch entspannt ist die Lage bei Auslandsaufenthalten: Das Verteidigungsministerium hat die Antragspflicht im April 2026 per Ausnahmeregelung vorläufig ausgesetzt. Der Fragebogen ist dennoch mehr als Verwaltungspost: Er ist der Einstieg in eine <a href="https://www.telepolis.de/article/Kriegstuechtigkeit-Der-neue-Obrigkeitsstaat-kommt-im-Fragebogen-11453536.html">deutlich ausgeweitete staatliche Wehrerfassung</a>.</p>
2026-09-25T09:10:00.000Z
urn:bid:5171265
2026-09-25T08:00:00.000Z
Ein General führt die Umfragen an, arabische Parteien werden ausgeschlossen: Israels Wahlkampf kündigt einen Machtwechsel in gleicher Richtung an. Eine Analyse.</p>
<p>Ein Ex-General <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/israel-dieser-ex-general-koennte-benjamin-netanjahu-stuerzen/100246491.html" rel="external noopener" target="_blank">als Anti-Netanjahu?</a> Bei den Wahlen am 27. Oktober soll – geht es nach dem Willen der fragmentierten israelischen Opposition – eine neue Ära<a href="https://mena-watch.com/israel-oppositionsfuehrer-wahlkampf-koordinieren/" rel="external noopener" target="_blank"> eingeläutet werden</a>. Aussichtsreichster Kandidat ist der ehemalige General Gadi Eisenkot.</p>
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<p>Doch für den langjährigen <em>New-York-Times</em>-Kolumnisten <a href="https://www.nytimes.com/column/thomas-l-friedman" rel="external noopener" target="_blank">Tom Friedman</a> geht es beim Urnengang um mehr als einen politischen Richtungsstreit: Die auch in Deutschland vielgerühmte einzige Demokratie im Nahen Osten stehe in Gänze zur Disposition. "<a href="https://www.news.at/politik/gadi-eisenkot-benjamin-netanjahu-israel-wahl-2026#knappe-entscheidung" rel="external noopener" target="_blank">Wird das Land eine Demokratie bleiben?</a>", fragt Friedman.</p>
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<p>Auf den ersten Blick <a href="https://www.juedische-allgemeine.de/israel/gadi-eisenkot-baut-vorsprung-vor-netanjahu-aus/" rel="external noopener" target="_blank">wirkt insbesondere</a> der Aufstieg Eisenkots wie ein politisches Märchen mit nahendem Happy End: Seit Monaten führt der eher hemdsärmelige Militär die Umfragen an, obwohl seine Partei Yashar erst seit Kurzem existiert. Seine persönlichen Zustimmungswerte <a href="https://www.timesofisrael.com/poll-shows-anti-netanyahu-bloc-winning-majority-eisenkot-seen-as-best-fit-to-be-pm-in-separate-survey/" rel="external noopener" target="_blank">hatten</a> sich binnen zwei Monaten verdoppelt. Doch der Schein trügt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Jeder Fünfte </strong></h3>
<p>In Israel <a href="https://en.idi.org.il/articles/45783" rel="external noopener" target="_blank">ist der Wechsel hoher Militärs</a> in die Politik durchaus üblich – Scharon, Barak oder Gantz stehen Pate. Dabei lassen sich die Militärs meist weder als linksliberale Utopisten noch als regierungstreue Potentaten klassifizieren. So auch Eisenkot: dieser tritt nicht als linker Gegenpol auf, sondern verkörpert einen gewagt-gefragten politischen Spagat. Als früherer Generalstabschef vertritt er sicherheitspolitische Erfahrungsgarantie – <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/bericht-netanjahu-soll-eindringlich-vor-hamas-grossangriff-gewarnt-worden-sein-10371950" rel="external noopener" target="_blank">gerade nachdem Vorwürfe laut wurden</a>, Netanjahu habe Warnungen vor dem Hamas-Angriff 2023 ignoriert.</p>
<p>Gleichwohl trüben aktuellste Ereignisse die Wahlen: Am 23. September <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/24/israel-moves-to-bar-both-main-arab-lists-from-october-election" rel="external noopener" target="_blank">stimmte</a> das zentrale Wahlkomitee dafür, die Vereinigte Arabische Liste von der Wahl auszuschließen. <a href="https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/elections-committee-votes-to-bar-joint-list-from-running-in-latest-arab-led-slate-to-be-nixed/" rel="external noopener" target="_blank">Zugleich wurden</a> der antizionistische Abgeordnete Ofer Cassif sowie der Vorsitzende der israelisch-arabischen Partei Balad, Sami Abu Shehadeh, ausgeschlossen.</p>
<p>Die Entscheidungen sind juristisch noch nicht final, den Ausgeschlossenen steht der Gang vor das Oberste Gericht offen.</p>
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<p>Doch alleine die Begründungen haben es in sich: Offiziell sollen <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/530455.wahlen-in-israel-einzigartige-demokratie.html" rel="external noopener" target="_blank">die Genannten</a> Israel nicht als jüdisch-demokratischen Staat anerkennen und den bewaffneten Kampf der Palästinenser unterstützen. Damit wird die Herbstwahl auch zum Lackmustest einer Post-Genozid-Ordnung – und darüber, ob einem Fünftel der israelischen Bürger eine veritable Mitbestimmungsoption verboten wird.</p>
<h3 class="subheading"><strong>(K)ein Zünglein an der Waage</strong></h3>
<p>Die annullierten arabischen Parteien <a href="https://www.reuters.com/graphics/ISRAEL-ELECTION/POLLS/lgvdbwrakvo" rel="external noopener" target="_blank">kommen in aktuellen Umfragen</a> auf 13 Sitze und könnten bei einer nötigen Mehrheit von 61 Mandaten zum Zünglein an der Waage werden. Darin <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/8/16/a-nation-divided-what-do-israelis-want-in-octobers-elections" rel="external noopener" target="_blank">liegt eines der größten Paradoxien</a>: Die arabischen Parteien könnten über die nächste Parlamentsmehrheit mitentscheiden, gleichzeitig lehnt jedoch eine gute Mehrheit der jüdischen Parteien eine Regierungskooperation mit ihnen ab.</p>
<p>Politisch sind Israels arabische Bürger zwar wahlberechtigt, doch das <a href="https://main.knesset.gov.il/EN/News/PressReleases/Pages/Pr13978_pg.aspx" rel="external noopener" target="_blank">Nationalstaatsgesetz</a> von 2018 definiert Israel ausdrücklich als Staat des jüdischen Volkes und garantiert keine allgemeine Gleichheit; selbst das <a href="https://en.idi.org.il/articles/24241" rel="external noopener" target="_blank">Israel Democracy Institute</a> konstatiert, dass Minderheiten sich darin als Bürger zweiter Klasse sehen.</p>
<p>Ausgerechnet die Anti-Netanjahu-Flanke <a href="https://www.middleeasteye.net/news/israeli-election-committee-bans-arab-parties-standing-next-months-vote" rel="external noopener" target="_blank"> könnte daher</a> ein Interesse an der Zulassung der Opposition haben, denn jene könnten zwar genügend Mandate erreichen, um Netanjahu abzulösen, aber nicht unbedingt ohne arabische Parteien.</p>
<p>Eine aktuelle Umfrage <a href="https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/toi-poll-blocs-are-tied-both-far-from-majority-67-of-opposition-voters-say-bloc-must-agree-on-leader/" rel="external noopener" target="_blank">zeigt</a> das Patt deutlich: 52 Sitze für den Anti-Netanjahu-Block, 51 für dessen Lager. Wer Netanjahu ablösen will, könnte auf die Stimmen jener Parteien angewiesen sein, für deren Ausschluss ein Teil der jüdisch-israelischen Opposition plädiert hat.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Antizionistische Ausgeschlossene</strong></h3>
<p>Besonders deutlich wird diese Grenzziehung am Fall <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ofer_Cassif" rel="external noopener" target="_blank">Ofer Cassif</a>, dem einzigen jüdischen Abgeordneten der Vereinigten Arabischen Liste und Mitglied der jüdisch-arabischen Partei Hadash.</p>
<p>Cassif ist kein Unbekannter: während der ersten Intifada <a href="https://tribunemag.co.uk/2024/11/anti-zionist-israeli-mp-i-will-never-surrender" rel="external noopener" target="_blank">wurde</a> er als politischer Wehrdienstverweigerer viermal inhaftiert, bezeichnet sich selbst als atheistischen Antizionisten und <a href="https://www.aljazeera.com/news/2023/10/8/israeli-lawmaker-blames-pogroms-against-palestinians-for-terrible-attacks" rel="external noopener" target="_blank">warf</a> der israelischen Regierung öffentlich die Verübung "faschistischer Pogrome" vor.</p>
<p>Seine wiederholten kritischen Äußerungen zum israelischen Vorgehen in Gaza – <a href="https://www.haaretz.com/israel-news/2023-10-19/ty-article/.premium/knesset-ethics-committee-suspends-docks-pay-of-mk-for-tying-gaza-war-to-holocaust/0000018b-4815-d614-abcf-e8779549000" rel="external noopener" target="_blank">Cassif verglich</a> diese mit dem Holocaust – brachten ihm bereits eine 45-tägige Knesst-Suspendierung ein. Der Fall Cassif macht damit eine grundsätzliche Frage sichtbar: Wo endet in Israel zulässige Opposition?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was war Gaza?</strong></h3>
<p>Vier Jahre nach dem 7. Oktober wird kaum noch primär darüber gestritten, ob die militärische Konfrontation beendet werden soll, sondern vielmehr wie sie geführt wird und wie viel Territorium Israel künftig kontrollieren soll. Die Frage nach einem palästinensischen Staat ist somit im israelischen Mainstream aus dem Zentrum der Debatte verschwunden.</p>
<p>Dies ist nicht zuletzt das Werk der <a href="https://www.telepolis.de/article/Vom-Terrorist-zum-Minister-Israels-radikaler-Rechtsruck-11280749.html" rel="external noopener" target="_blank">israelischen extremen Rechten</a>: Insbesondere Itamar Ben-Gvir trieb die Gaza-Debatte zunehmend voran. Im September <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/03/israel-far-right-minister-itamar-ben-gvir-plan-removal-palestinians-gaza" rel="external noopener" target="_blank">beschrieb</a> er öffentlich einen Plan, wonach binnen sechs Jahren die gesamte Bevölkerung von rund zwei Millionen Menschen aus dem Gazastreifen gebracht werden solle.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5075770" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11280749"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Vom-Terrorist-zum-Minister-Israels-radikaler-Rechtsruck-11280749.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6144" height="3452" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/5/7/7/0/shutterstock_1502288306-f30a188082140d4d.jpeg" alt="Ein Mann in weißen Kleidern an einem Podium" style="aspect-ratio:6144 / 3452"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6144" height="3452" alt="Ein Mann in weißen Kleidern an einem Podium" style="aspect-ratio:6144 / 3452;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Vom Terroristen zum Minister: Israels radikaler Rechtsruck</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Wahlkampf findet damit in einem Klima statt, in dem sich die Grenzen dessen, was wenige Jahre zuvor als unsagbar galt, sichtbar verschoben haben: Die Wahlerfolge der extremen Rechten <a href="https://taz.de/Israel-vor-der-Parlamentswahl/!6215897/" rel="external noopener" target="_blank">dürften zwar überschaubar bleiben</a>, ihre Stichwortgeberfunktion aber ist erfüllt.</p>
<p>Derlei Befunde korrelieren mit einer massiven Verrohungswelle: Eine im März 2025 unter 1.005 jüdischen Israelis <a href="https://www.yahoo.com/news/israel-calls-genocide-migrated-margins-124739778.html" rel="external noopener" target="_blank">durchgeführte Befragung ergab</a>, dass sich 82 Prozent für die Zwangsvertreibung der Bevölkerung Gazas aussprachen, 56 Prozent befürworteten zudem die Vertreibung arabischer Staatsbürger Israels.</p>
<p>Noch bemerkenswerter: 47 Prozent stimmten der Aussage zu, die Armee solle bei der Eroberung einer feindlichen Stadt so handeln wie die biblischen Israeliten bei Jericho – alle Einwohner ermorden. Auch eine Befragung des Jewish People Policy Institute <a href="https://jppi.org.il/en/21826-2/" rel="external noopener" target="_blank">deutet</a> auf breite Zustimmung hin: 81 Prozent der Rechtsstehenden und 57 Prozent der Mitte-Rechts-Wähler befürworteten und hielten den Trump'schen Umsiedlungsplan für umsetzbar.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Alternativlos? </strong></h3>
<p>Eine mögliche Alternative zu Netanjahu kommt daher nicht aus der israelischen Friedensbewegung, sondern aus dem Sicherheitsapparat selbst. Sollte Yashar zur stärksten Kraft werden, wäre das kein Linksrutsch, sondern ein Versuch großer Teile des israelischen Zentrums, die Kontrolle über die Sicherheitsfrage von Netanjahu zurückzuerobern – nicht als radikale Abkehr von Kriegen, sondern als Absage an nicht rigoros-militärische Logik zu verstehen.</p>
<p>Die Wahl ist offen, und gerade deshalb interessant: Der eigentliche Sieger könnte am Ende weniger derjenige sein, dessen Partei die meisten Stimmen erhält, als derjenige, der aus einem fragmentierten Parlament eine Koalition formen kann.</p>
<p>Netanjahus größte Gefahr ist nicht, dass der Likud zur Kleinpartei wird, sondern dass die zunehmende Desintegration der faschistischen Rechten, insbesondere nach dem Zwist zwischen Smotrich und Ben-Gvir, anhält.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5153412" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11426368"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Toedlicher-Wahlkampf-mit-der-Westbank-11426368.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/3/4/1/2/palestine2-5f464aeca5b9c6d3.jpeg" alt="Häuser schieben sich, eine Blutspur hinterlassend in die Umrisse Palästinas" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Häuser schieben sich, eine Blutspur hinterlassend in die Umrisse Palästinas" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Tödlicher Wahlkampf mit der Westbank</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="2856727" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="4676599"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-einzige-Demokratie-im-Nahen-Osten-4676599.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/2/8/5/6/7/2/7/ppp2-af87609d8f48b2cf.png" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die einzige Demokratie im Nahen Osten?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Spannend ist dabei die direkte Gegenperson Eisenkots: Auch der frühere <a href="https://mena-watch.com/yair-golan-neuer-superstar-israelische-linken/" rel="external noopener" target="_blank">General Yair Golan stellt</a> sich zur Wahl. Sein berühmter Satz, Israel dürfe nicht "Babys als Hobby töten" und keine Bevölkerung vertreiben, wurde zum politischen Skandal und möglichen Ausdruck eines Anflugs von humanistischem Realismus im israelischen Establishment.</p>
<p>Gaza bleibt die offene Wunde Israels: Von einem wirklichen Ende des Krieges ist bei den großen zionistischen Parteien kaum die Rede, während die parlamentarische Linke und arabische Parteien unter Ausschlussdruck geraten. Wenn Krieg, Besatzung und die politische Ausgrenzung jener Kräfte, die sie grundsätzlich infrage stellen, zum neuen Normalzustand werden, stellt sich zwangsläufig die Frage: Ist Israel noch eine Demokratie – oder wird nur gewählt?</p>
Ein General führt die Umfragen an, arabische Parteien werden ausgeschlossen: Israels Wahlkampf kündigt einen Machtwechsel in gleicher Richtung an. Eine Analyse.</p>
<p>Ein Ex-General <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/israel-dieser-ex-general-koennte-benjamin-netanjahu-stuerzen/100246491.html" rel="external noopener" target="_blank">als Anti-Netanjahu?</a> Bei den Wahlen am 27. Oktober soll – geht es nach dem Willen der fragmentierten israelischen Opposition – eine neue Ära<a href="https://mena-watch.com/israel-oppositionsfuehrer-wahlkampf-koordinieren/" rel="external noopener" target="_blank"> eingeläutet werden</a>. Aussichtsreichster Kandidat ist der ehemalige General Gadi Eisenkot.</p>
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<p>Doch für den langjährigen <em>New-York-Times</em>-Kolumnisten <a href="https://www.nytimes.com/column/thomas-l-friedman" rel="external noopener" target="_blank">Tom Friedman</a> geht es beim Urnengang um mehr als einen politischen Richtungsstreit: Die auch in Deutschland vielgerühmte einzige Demokratie im Nahen Osten stehe in Gänze zur Disposition. "<a href="https://www.news.at/politik/gadi-eisenkot-benjamin-netanjahu-israel-wahl-2026#knappe-entscheidung" rel="external noopener" target="_blank">Wird das Land eine Demokratie bleiben?</a>", fragt Friedman.</p>
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<p>Auf den ersten Blick <a href="https://www.juedische-allgemeine.de/israel/gadi-eisenkot-baut-vorsprung-vor-netanjahu-aus/" rel="external noopener" target="_blank">wirkt insbesondere</a> der Aufstieg Eisenkots wie ein politisches Märchen mit nahendem Happy End: Seit Monaten führt der eher hemdsärmelige Militär die Umfragen an, obwohl seine Partei Yashar erst seit Kurzem existiert. Seine persönlichen Zustimmungswerte <a href="https://www.timesofisrael.com/poll-shows-anti-netanyahu-bloc-winning-majority-eisenkot-seen-as-best-fit-to-be-pm-in-separate-survey/" rel="external noopener" target="_blank">hatten</a> sich binnen zwei Monaten verdoppelt. Doch der Schein trügt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Jeder Fünfte </strong></h3>
<p>In Israel <a href="https://en.idi.org.il/articles/45783" rel="external noopener" target="_blank">ist der Wechsel hoher Militärs</a> in die Politik durchaus üblich – Scharon, Barak oder Gantz stehen Pate. Dabei lassen sich die Militärs meist weder als linksliberale Utopisten noch als regierungstreue Potentaten klassifizieren. So auch Eisenkot: dieser tritt nicht als linker Gegenpol auf, sondern verkörpert einen gewagt-gefragten politischen Spagat. Als früherer Generalstabschef vertritt er sicherheitspolitische Erfahrungsgarantie – <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/bericht-netanjahu-soll-eindringlich-vor-hamas-grossangriff-gewarnt-worden-sein-10371950" rel="external noopener" target="_blank">gerade nachdem Vorwürfe laut wurden</a>, Netanjahu habe Warnungen vor dem Hamas-Angriff 2023 ignoriert.</p>
<p>Gleichwohl trüben aktuellste Ereignisse die Wahlen: Am 23. September <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/24/israel-moves-to-bar-both-main-arab-lists-from-october-election" rel="external noopener" target="_blank">stimmte</a> das zentrale Wahlkomitee dafür, die Vereinigte Arabische Liste von der Wahl auszuschließen. <a href="https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/elections-committee-votes-to-bar-joint-list-from-running-in-latest-arab-led-slate-to-be-nixed/" rel="external noopener" target="_blank">Zugleich wurden</a> der antizionistische Abgeordnete Ofer Cassif sowie der Vorsitzende der israelisch-arabischen Partei Balad, Sami Abu Shehadeh, ausgeschlossen.</p>
<p>Die Entscheidungen sind juristisch noch nicht final, den Ausgeschlossenen steht der Gang vor das Oberste Gericht offen.</p>
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<p>Doch alleine die Begründungen haben es in sich: Offiziell sollen <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/530455.wahlen-in-israel-einzigartige-demokratie.html" rel="external noopener" target="_blank">die Genannten</a> Israel nicht als jüdisch-demokratischen Staat anerkennen und den bewaffneten Kampf der Palästinenser unterstützen. Damit wird die Herbstwahl auch zum Lackmustest einer Post-Genozid-Ordnung – und darüber, ob einem Fünftel der israelischen Bürger eine veritable Mitbestimmungsoption verboten wird.</p>
<h3 class="subheading"><strong>(K)ein Zünglein an der Waage</strong></h3>
<p>Die annullierten arabischen Parteien <a href="https://www.reuters.com/graphics/ISRAEL-ELECTION/POLLS/lgvdbwrakvo" rel="external noopener" target="_blank">kommen in aktuellen Umfragen</a> auf 13 Sitze und könnten bei einer nötigen Mehrheit von 61 Mandaten zum Zünglein an der Waage werden. Darin <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/8/16/a-nation-divided-what-do-israelis-want-in-octobers-elections" rel="external noopener" target="_blank">liegt eines der größten Paradoxien</a>: Die arabischen Parteien könnten über die nächste Parlamentsmehrheit mitentscheiden, gleichzeitig lehnt jedoch eine gute Mehrheit der jüdischen Parteien eine Regierungskooperation mit ihnen ab.</p>
<p>Politisch sind Israels arabische Bürger zwar wahlberechtigt, doch das <a href="https://main.knesset.gov.il/EN/News/PressReleases/Pages/Pr13978_pg.aspx" rel="external noopener" target="_blank">Nationalstaatsgesetz</a> von 2018 definiert Israel ausdrücklich als Staat des jüdischen Volkes und garantiert keine allgemeine Gleichheit; selbst das <a href="https://en.idi.org.il/articles/24241" rel="external noopener" target="_blank">Israel Democracy Institute</a> konstatiert, dass Minderheiten sich darin als Bürger zweiter Klasse sehen.</p>
<p>Ausgerechnet die Anti-Netanjahu-Flanke <a href="https://www.middleeasteye.net/news/israeli-election-committee-bans-arab-parties-standing-next-months-vote" rel="external noopener" target="_blank"> könnte daher</a> ein Interesse an der Zulassung der Opposition haben, denn jene könnten zwar genügend Mandate erreichen, um Netanjahu abzulösen, aber nicht unbedingt ohne arabische Parteien.</p>
<p>Eine aktuelle Umfrage <a href="https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/toi-poll-blocs-are-tied-both-far-from-majority-67-of-opposition-voters-say-bloc-must-agree-on-leader/" rel="external noopener" target="_blank">zeigt</a> das Patt deutlich: 52 Sitze für den Anti-Netanjahu-Block, 51 für dessen Lager. Wer Netanjahu ablösen will, könnte auf die Stimmen jener Parteien angewiesen sein, für deren Ausschluss ein Teil der jüdisch-israelischen Opposition plädiert hat.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Antizionistische Ausgeschlossene</strong></h3>
<p>Besonders deutlich wird diese Grenzziehung am Fall <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ofer_Cassif" rel="external noopener" target="_blank">Ofer Cassif</a>, dem einzigen jüdischen Abgeordneten der Vereinigten Arabischen Liste und Mitglied der jüdisch-arabischen Partei Hadash.</p>
<p>Cassif ist kein Unbekannter: während der ersten Intifada <a href="https://tribunemag.co.uk/2024/11/anti-zionist-israeli-mp-i-will-never-surrender" rel="external noopener" target="_blank">wurde</a> er als politischer Wehrdienstverweigerer viermal inhaftiert, bezeichnet sich selbst als atheistischen Antizionisten und <a href="https://www.aljazeera.com/news/2023/10/8/israeli-lawmaker-blames-pogroms-against-palestinians-for-terrible-attacks" rel="external noopener" target="_blank">warf</a> der israelischen Regierung öffentlich die Verübung "faschistischer Pogrome" vor.</p>
<p>Seine wiederholten kritischen Äußerungen zum israelischen Vorgehen in Gaza – <a href="https://www.haaretz.com/israel-news/2023-10-19/ty-article/.premium/knesset-ethics-committee-suspends-docks-pay-of-mk-for-tying-gaza-war-to-holocaust/0000018b-4815-d614-abcf-e8779549000" rel="external noopener" target="_blank">Cassif verglich</a> diese mit dem Holocaust – brachten ihm bereits eine 45-tägige Knesst-Suspendierung ein. Der Fall Cassif macht damit eine grundsätzliche Frage sichtbar: Wo endet in Israel zulässige Opposition?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was war Gaza?</strong></h3>
<p>Vier Jahre nach dem 7. Oktober wird kaum noch primär darüber gestritten, ob die militärische Konfrontation beendet werden soll, sondern vielmehr wie sie geführt wird und wie viel Territorium Israel künftig kontrollieren soll. Die Frage nach einem palästinensischen Staat ist somit im israelischen Mainstream aus dem Zentrum der Debatte verschwunden.</p>
<p>Dies ist nicht zuletzt das Werk der <a href="https://www.telepolis.de/article/Vom-Terrorist-zum-Minister-Israels-radikaler-Rechtsruck-11280749.html" rel="external noopener" target="_blank">israelischen extremen Rechten</a>: Insbesondere Itamar Ben-Gvir trieb die Gaza-Debatte zunehmend voran. Im September <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/03/israel-far-right-minister-itamar-ben-gvir-plan-removal-palestinians-gaza" rel="external noopener" target="_blank">beschrieb</a> er öffentlich einen Plan, wonach binnen sechs Jahren die gesamte Bevölkerung von rund zwei Millionen Menschen aus dem Gazastreifen gebracht werden solle.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5075770" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11280749"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Vom-Terrorist-zum-Minister-Israels-radikaler-Rechtsruck-11280749.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6144" height="3452" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/5/7/7/0/shutterstock_1502288306-f30a188082140d4d.jpeg" alt="Ein Mann in weißen Kleidern an einem Podium" style="aspect-ratio:6144 / 3452"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6144" height="3452" alt="Ein Mann in weißen Kleidern an einem Podium" style="aspect-ratio:6144 / 3452;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Vom Terroristen zum Minister: Israels radikaler Rechtsruck</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Wahlkampf findet damit in einem Klima statt, in dem sich die Grenzen dessen, was wenige Jahre zuvor als unsagbar galt, sichtbar verschoben haben: Die Wahlerfolge der extremen Rechten <a href="https://taz.de/Israel-vor-der-Parlamentswahl/!6215897/" rel="external noopener" target="_blank">dürften zwar überschaubar bleiben</a>, ihre Stichwortgeberfunktion aber ist erfüllt.</p>
<p>Derlei Befunde korrelieren mit einer massiven Verrohungswelle: Eine im März 2025 unter 1.005 jüdischen Israelis <a href="https://www.yahoo.com/news/israel-calls-genocide-migrated-margins-124739778.html" rel="external noopener" target="_blank">durchgeführte Befragung ergab</a>, dass sich 82 Prozent für die Zwangsvertreibung der Bevölkerung Gazas aussprachen, 56 Prozent befürworteten zudem die Vertreibung arabischer Staatsbürger Israels.</p>
<p>Noch bemerkenswerter: 47 Prozent stimmten der Aussage zu, die Armee solle bei der Eroberung einer feindlichen Stadt so handeln wie die biblischen Israeliten bei Jericho – alle Einwohner ermorden. Auch eine Befragung des Jewish People Policy Institute <a href="https://jppi.org.il/en/21826-2/" rel="external noopener" target="_blank">deutet</a> auf breite Zustimmung hin: 81 Prozent der Rechtsstehenden und 57 Prozent der Mitte-Rechts-Wähler befürworteten und hielten den Trump'schen Umsiedlungsplan für umsetzbar.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Alternativlos? </strong></h3>
<p>Eine mögliche Alternative zu Netanjahu kommt daher nicht aus der israelischen Friedensbewegung, sondern aus dem Sicherheitsapparat selbst. Sollte Yashar zur stärksten Kraft werden, wäre das kein Linksrutsch, sondern ein Versuch großer Teile des israelischen Zentrums, die Kontrolle über die Sicherheitsfrage von Netanjahu zurückzuerobern – nicht als radikale Abkehr von Kriegen, sondern als Absage an nicht rigoros-militärische Logik zu verstehen.</p>
<p>Die Wahl ist offen, und gerade deshalb interessant: Der eigentliche Sieger könnte am Ende weniger derjenige sein, dessen Partei die meisten Stimmen erhält, als derjenige, der aus einem fragmentierten Parlament eine Koalition formen kann.</p>
<p>Netanjahus größte Gefahr ist nicht, dass der Likud zur Kleinpartei wird, sondern dass die zunehmende Desintegration der faschistischen Rechten, insbesondere nach dem Zwist zwischen Smotrich und Ben-Gvir, anhält.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5153412" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11426368"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Toedlicher-Wahlkampf-mit-der-Westbank-11426368.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/3/4/1/2/palestine2-5f464aeca5b9c6d3.jpeg" alt="Häuser schieben sich, eine Blutspur hinterlassend in die Umrisse Palästinas" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Häuser schieben sich, eine Blutspur hinterlassend in die Umrisse Palästinas" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Tödlicher Wahlkampf mit der Westbank</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="2856727" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="4676599"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-einzige-Demokratie-im-Nahen-Osten-4676599.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/2/8/5/6/7/2/7/ppp2-af87609d8f48b2cf.png" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die einzige Demokratie im Nahen Osten?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Spannend ist dabei die direkte Gegenperson Eisenkots: Auch der frühere <a href="https://mena-watch.com/yair-golan-neuer-superstar-israelische-linken/" rel="external noopener" target="_blank">General Yair Golan stellt</a> sich zur Wahl. Sein berühmter Satz, Israel dürfe nicht "Babys als Hobby töten" und keine Bevölkerung vertreiben, wurde zum politischen Skandal und möglichen Ausdruck eines Anflugs von humanistischem Realismus im israelischen Establishment.</p>
<p>Gaza bleibt die offene Wunde Israels: Von einem wirklichen Ende des Krieges ist bei den großen zionistischen Parteien kaum die Rede, während die parlamentarische Linke und arabische Parteien unter Ausschlussdruck geraten. Wenn Krieg, Besatzung und die politische Ausgrenzung jener Kräfte, die sie grundsätzlich infrage stellen, zum neuen Normalzustand werden, stellt sich zwangsläufig die Frage: Ist Israel noch eine Demokratie – oder wird nur gewählt?</p>
2026-09-25T08:00:00.000Z
urn:bid:5169141
2026-09-25T06:00:00.000Z
Hyrox-Durchfall im ZDF, ignorierte Kundgebung in Frankfurt: Zwei Fälle zeigen, wie willkürlich Nachrichtenrelevanz wirken kann.</p>
<p>Gegenstand öffentlicher Medienkritik ist regelmäßig nicht nur, wie Journalismus berichtet, sondern auch, worüber überhaupt – und entsprechend auch, worüber nicht. Zwei aktuelle Ereignisse vereinen beide Probleme: ein "<a href="https://www.hyroxvault.com/racing-guide/what-is-hyrox/" rel="external noopener" target="_blank">Hyrox</a>"-Wettkampf in Peking und die Kundgebung "<a href="https://www.trauerwachedeutschland.de/" rel="external noopener" target="_blank">Trauerwache</a>" in Frankfurt am Main.</p>
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<p>Den Wettkampf in der recht jungen Disziplin "Hyrox", einer Kombination von Kraft- und Ausdauersport, gewann die Australierin Joanna Wietrzyk, obwohl sie währenddessen an Durchfall litt (weshalb sie <a href="https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Joanna_Wietrzyk&diff=1375344426&oldid=1375331598" rel="external noopener" target="_blank">seitdem</a> einen Wikipedia-Eintrag hat).</p>
<p>Die dazu diskutierte Frage in der Medienkritik: War das ein Berichterstattungsthema? Konnte, sollte, durfte die Unpässlichkeit der Athletin global vermarktet und in deutschen Medien ausgebreitet werden – bei einer Sportart, die in der deutschen Wikipedia bisher nicht einmal einen <a href="https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Hyrox&oldid=1375816601" rel="external noopener" target="_blank">Eintrag</a> hat?</p>
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<p>Und wenn eine Besonderheit bei diesem Wettbewerb nachrichtliche Aufmerksamkeit verlangt: mit expliziter Bebilderung oder ohne?</p>
<p>Die Kundgebung "Trauerwache" in Frankfurt, die an Menschen erinnern wollte, "die seit 2015 durch Gewalttaten, Attentate und Anschläge ums Leben gekommen sind", war nur <a href="https://www.bild.de/regional/frankfurt/trauerwache-deutschland-um-opfer-von-gewalt-in-frankfurt-6aae5288994241d0bd960db6" rel="external noopener" target="_blank">in einzelnen Medien Thema</a>. In sozialen Medien wurde zigfach beklagt, der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) habe entgegen seiner Pflicht darüber nicht berichtet, obwohl sogar Reporter vor Ort gewesen seien.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was muss berichtet werden?</strong></h3>
<p>An der Erstellung tagesaktueller Kanons, was journalistische Medien unbedingt berichten müssen, versucht sich die Journalistik seit langem – ohne durchschlagenden Erfolg.</p>
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<p>Denn selbst für Regionalzeitungen ohne jede Konkurrenz (in Print, als Hörfunk oder Webangebot) erscheint es bisher kaum möglich zu benennen, welche Ereignisse unbedingt berichtet werden müssen, welche optional sind – und welche vielleicht gar nicht in die Berichterstattung gehören.</p>
<p>Die Ergebnisse einer Kommunalwahl nicht zu berichten, fänden wohl noch die meisten ungenügend.</p>
<p>Aber was und wie viel davor oder danach? Muss jede kandidierende Liste vorgestellt werden? Welche Vorgänge an Wahlwerbe-Ständen sind erwähnungspflichtig? In welchem Umfang muss die sogenannte Zivilgesellschaft in diese parteipolitische Berichterstattung eingebunden werden?</p>
<p>Die marktwirtschaftliche Antwort auf solche Fragen heißt: Das regelt der Wettbewerb. Die Kunden entscheiden, wo sie sich besser oder schlechter informiert fühlen.</p>
<p>Das passt aber weder zu Monopol-Medien noch zu Themen oder Meinungen, die einfach nirgends berücksichtigt werden.</p>
<p>Die Idee, ein sogenannter "Bürger-Journalismus" könnte Lücken verlässlich füllen, wird inzwischen kaum noch vertreten. Als Hobby-Projekt lässt sich Journalismus gut punktuell betreiben. Eine irgendwie umfassende Berichterstattung ist aber so nicht möglich. Es bleibt dann also beim Korrektiv zu bereits Bestehendem.</p>
<p>Nicht von ungefähr rekurrieren die meisten dieser Projekte auf Berichterstattung des ÖRR oder privatwirtschaftlicher Massenmedien, die etwas recherchiert oder wenigstens Verlautbarungen von irgendwem zur Kenntnis genommen haben.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was sollte nicht berichtet werden?</strong></h3>
<p>Die Diskussion um Ausschlüsse aus der Berichterstattung verlief hingegen etwas wirkmächtiger. Die – bisher nicht in der erwarteten Breite erfolgte – wissenschaftliche Aufarbeitung des <a href="https://www.telepolis.de/article/Elementare-Defizite-der-Berichterstattung-4926002.html" rel="external noopener" target="_blank">Corona-Journalismus</a> resümiert bis heute: Der Journalismus hat ganz überwiegend <a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/1461670X.2024.2326642" rel="external noopener" target="_blank">situationsadäquat reagiert</a>, das Wichtige betont und das Unwichtige ausgespart.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4842792" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10361947"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/RKI-Protokolle-Grosse-Medien-meiden-Corona-Aufarbeitung-10361947.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/4/2/7/9/2/maske2_ho-5b0aacf6c22ab4e4.png" alt="Grafik zeigt eine Maske zum Mund-und Nasenschutz" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grafik zeigt eine Maske zum Mund-und Nasenschutz" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">RKI-Protokolle: Große Medien meiden Corona-Aufarbeitung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4829157" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10335750"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Medialer-Corona-Check-Was-von-den-Gewissheiten-uebrig-blieb-10335750.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/2/9/1/5/7/master_corona-rieg-04c098de575a12b3.jpeg" alt="Grafische Darstellung eines Sendeturms mit dem Corona-Virus an der Spitze des Turms." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grafische Darstellung eines Sendeturms mit dem Corona-Virus an der Spitze des Turms." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Medialer Corona-Check: Was von den Gewissheiten übrig blieb</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Man muss und kann als Nachrichtenmedium natürlich nicht über jeden Protest berichten. Umso mehr stellt sich die Frage nach der Relevanz bei den wenigen Protesten, die es in die Medien schaffen.</p>
<p>Und infolgedessen auch die Frage, warum andere, die sich für genauso bedeutsam halten, ignoriert werden. So wie eben Sympathisanten der Trauerwache nun bemängeln, über ihre Veranstaltung sei <a href="https://x.com/OERRBlog/status/2101635807576563949" rel="external noopener" target="_blank">im ÖRR nicht berichtet worden</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Über Relevanz entscheidet das Medium selbst </strong></h3>
<p>Weil so vieles jeden Tag auf der Welt insgesamt und auch in jedem kleinen Ort passiert, ist es nur den Medien selbst zu überlassen, was sie für berichterstattungsrelevant halten.</p>
<p>Selbst das Ausblenden von Kommunalwahlergebnissen in der (nur noch online erscheinenden) Regionalzeitung könnte ja gut gerechtfertigt werden, wenn das Rathaus selbst die Daten veröffentlicht – kostenlos und inzwischen doch sehr niederschwellig.</p>
<p>Anders sieht es allerdings aus, wenn ein Medium einmal berichtet hat. Dann haben die Kunden zunächst Anspruch auf ein Follow-up, sobald es notwendig ist, um noch ein realistisches Bild von der medial vermittelten Welt zu haben.</p>
<p>"Wer A sagt, muss auch B sagen", heißt es im Volksmund. Auf den Journalismus bezogen bedeutet es: Sobald eine vorangegangene Berichterstattung nicht mehr den Tatsachen entspricht, <a href="https://journalistik.online/ausgabe-3-4-2024/qualitaetsdefizite-im-medizin-und-gesundheitsjournalismus/#:~:text=Vollst%C3%A4ndigkeit%3A%20Medium" rel="external noopener" target="_blank">verlangt sie nach einer Aktualisierung</a>. Denn andernfalls wären die Kunden fehlinformiert.</p>
<p>Über etwas gar nicht zu berichten, muss normalerweise nicht groß gerechtfertigt werden: Es gibt eben zu vieles, das irgendwen interessieren könnte oder auch nur sollte (was heißt: die Relevanz zeigt sich erst, nachdem jemand den entsprechenden Beitrag konsumiert hat – er kann sie nicht vorab beurteilen).</p>
<p>Wenn aber über ein einzelnes Thema oder einen gesellschaftlichen Bereich berichtet wird, darf man die Vollständigkeit der weiteren Berichterstattung daran messen.</p>
<p>Wenn ein Medium also vorab über die Frankfurter Veranstaltung berichtet hat – insbesondere auch warnend, kommentierend –, dann darf man einen Beitrag über das Ereignis selbst erwarten.</p>
<p>Wer aber zuvor nicht dazu veröffentlicht hat, dem wird man kaum nachweisen können, dass die Relevanz trotzdem so groß war, dass eine Berichterstattung zwingend geboten war.</p>
<p>Und wenn dazu nun auch nicht wenige darauf hinweisen, es seien doch sogar Reporter vor Ort gewesen, die aber später nichts berichtet hätten (weil es keinen Eklat oder andere ins Narrativ passende Szenen gab): Genau das soll Journalismus – und hier dann vor allem ÖRR-Journalismus – doch leisten. Er soll möglichst viel beobachten – und nur das Wesentliche berichten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Welche Details sind notwendig?</strong></h3>
<p>Neben der Frage, worüber überhaupt berichtet werden soll, muss oder darf, gibt es eine ebensolche zu den konkreten Inhalten, den Details.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5072538" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11274406"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kriminalstatistik-Was-Medien-berichten-und-was-nicht-11274406.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/2/5/3/8/master_polizei-4939a6dbd6a64e6c.jpeg" alt="Blaulicht eines Polizeiautos in Großaufnahme. Hintergrund Bäume in einem Park." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Blaulicht eines Polizeiautos in Großaufnahme. Hintergrund Bäume in einem Park." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kriminalstatistik: Was Medien berichten – und was nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Besonders oft diskutiert wird, ob die <a href="https://www.telepolis.de/article/Welchen-Pass-hat-der-Taeter-Herkunftsnennungen-im-Journalismus-7459633.html" rel="external noopener" target="_blank">Nationalität von Tätern oder Tatverdächtigen</a> zu nennen ist. Auch die <a href="https://www.telepolis.de/article/Suizid-im-Gefaengnis-Zwischen-Strafe-und-Selbstbestimmung-11381257.html" rel="external noopener" target="_blank">Berichterstattung über Suizide</a> ist immer wieder Thema.</p>
<p>Bei Fotos und Videos wird darum gerungen, was dem Publikum gezeigt werden kann, etwa, welche Art von Kriegsbildern notwendig ist, um die Situation realistisch darzustellen, und wo Voyeurismus beginnt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5099282" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11329971"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ausgezeichnete-Anklage-Was-Gazas-Kinder-Koepfe-erzaehlen-11329971.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/9/2/8/2/shutterstock_2609763391-5aaed441b3505732.jpeg" alt="Rettungseinsatz nach einem Luftangriff im südlichen Gazastreifen" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Rettungseinsatz nach einem Luftangriff im südlichen Gazastreifen" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ausgezeichnete Anklage: Was Gazas Kinder-Köpfe erzählen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Hyrox-Fall steht entsprechend zur Diskussion, ob quasi bildliche Beweise des Malheurs (wie vom <em>ZDF</em> <a href="https://www.instagram.com/p/Dday82XjVsT/?img_index=1" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlicht</a>) wenigstens zulässig sind oder ob die Vorstellungskraft der Rezipienten genügt. Ein Volontär der <em>Nordsee-Zeitung</em> <a href="https://www.nordsee-zeitung.de/nachrichten/warum-der-durchfall-beim-hyrox-event-in-peking-sinnvoll-war-415304.html" rel="external noopener" target="_blank">meinte</a> jedenfalls, es handele sich um einen Vorfall, "den man ohne Video- und Bildaufnahmen kaum glauben würde".</p>
<p>Wie immer besteht bei der Auslassung von Details die Gefahr, dass sich Menschen etwas vorstellen, das von der Realität weit entfernt ist – diese kann viel drastischer oder harmloser sein. Aber der Deutsche Presserat ist hier schnell mit Rügen zur Stelle, wenn beispielsweise zu einer Vergewaltigung noch beschrieben wird, <a href="https://www.telepolis.de/article/Zu-viel-Wirklichkeit-Presserat-kritisiert-detaillierte-Verbrechensberichte-9977382.html" rel="external noopener" target="_blank">was genau vorgefallen sein soll</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Der ÖRR braucht klarere Regeln</strong></h3>
<p>Weder alle irgendwen interessierenden Themen noch alle für irgendwen relevanten Details passen in die Berichterstattung. Bei privatwirtschaftlichen Medien muss deshalb die Entscheidung bei den jeweiligen Redaktionen liegen.</p>
<p>Den Spielraum bestimmt dabei vor allem das Recht, das unter anderem einerseits Persönlichkeitsrechte schützt, andererseits aber auch Auslassungen, <a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/2026099.html" rel="external noopener" target="_blank">die zu Fehlinformationen führen</a>, sanktionieren kann (BGH, Urteil vom 12. Mai 2026, Az. VI ZR 346/24).</p>
<p>Beim ÖRR hingegen muss wegen seines speziellen Auftrags und der damit einhergehenden Bezahlpflicht der Bürger klarer definiert werden, was nachrichtliche Relevanz hat, insbesondere für die bundesweit agierenden Sender.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5153262" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11426073"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/ARD-und-ZDF-Warum-fast-jede-Programmbeschwerde-abgewiesen-wird-11426073.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/3/2/6/2/master_sender-71df43cabaae7859.jpeg" alt="Senderturm mit Blitzen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Senderturm mit Blitzen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">ARD und ZDF: Warum fast jede Programmbeschwerde abgewiesen wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4879085" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10451408"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Demokratiedefizit-bei-oeffentlich-rechtlichen-Sendern-Rundfunkraete-unter-Beschuss-10451408.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/7/9/0/8/5/rieg-weisen-991b47d7df7f464d.jpeg" alt="Mikrofon mit ZDF- und ARD-Logo. Mikrofonkabel um Zeigefinger gewickelt vor Reichstag" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Mikrofon mit ZDF- und ARD-Logo. Mikrofonkabel um Zeigefinger gewickelt vor Reichstag" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Demokratiedefizit bei öffentlich-rechtlichen Sendern: Rundfunkräte unter Beschuss</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die bisherige Kontrollfunktion durch Rundfunkräte ist <a href="https://www.telepolis.de/article/ARD-und-ZDF-Warum-fast-jede-Programmbeschwerde-abgewiesen-wird-11426073.html" rel="external noopener" target="_blank">wenig wirksam</a>, und für redaktionelle Vorgaben sind sie gar nicht zuständig. Bei der Politik, die über Gesetze und Staatsverträge Vorschriften machen kann, wird die Feststellung von Relevanz sicher nicht in besten Händen sein.</p>
<p>Hier braucht es daher vor allem weiterhin die <a href="https://www.telepolis.de/article/Oeffentlich-rechtlicher-Rundfunk-braucht-demokratische-Reformen-9684252.html" rel="external noopener" target="_blank">öffentliche Diskussion</a>, in der bislang allerdings auch nicht alle Stimmen gleichermaßen zu Wort kommen.</p>
Hyrox-Durchfall im ZDF, ignorierte Kundgebung in Frankfurt: Zwei Fälle zeigen, wie willkürlich Nachrichtenrelevanz wirken kann.</p>
<p>Gegenstand öffentlicher Medienkritik ist regelmäßig nicht nur, wie Journalismus berichtet, sondern auch, worüber überhaupt – und entsprechend auch, worüber nicht. Zwei aktuelle Ereignisse vereinen beide Probleme: ein "<a href="https://www.hyroxvault.com/racing-guide/what-is-hyrox/" rel="external noopener" target="_blank">Hyrox</a>"-Wettkampf in Peking und die Kundgebung "<a href="https://www.trauerwachedeutschland.de/" rel="external noopener" target="_blank">Trauerwache</a>" in Frankfurt am Main.</p>
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<p>Den Wettkampf in der recht jungen Disziplin "Hyrox", einer Kombination von Kraft- und Ausdauersport, gewann die Australierin Joanna Wietrzyk, obwohl sie währenddessen an Durchfall litt (weshalb sie <a href="https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Joanna_Wietrzyk&diff=1375344426&oldid=1375331598" rel="external noopener" target="_blank">seitdem</a> einen Wikipedia-Eintrag hat).</p>
<p>Die dazu diskutierte Frage in der Medienkritik: War das ein Berichterstattungsthema? Konnte, sollte, durfte die Unpässlichkeit der Athletin global vermarktet und in deutschen Medien ausgebreitet werden – bei einer Sportart, die in der deutschen Wikipedia bisher nicht einmal einen <a href="https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Hyrox&oldid=1375816601" rel="external noopener" target="_blank">Eintrag</a> hat?</p>
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<p>Und wenn eine Besonderheit bei diesem Wettbewerb nachrichtliche Aufmerksamkeit verlangt: mit expliziter Bebilderung oder ohne?</p>
<p>Die Kundgebung "Trauerwache" in Frankfurt, die an Menschen erinnern wollte, "die seit 2015 durch Gewalttaten, Attentate und Anschläge ums Leben gekommen sind", war nur <a href="https://www.bild.de/regional/frankfurt/trauerwache-deutschland-um-opfer-von-gewalt-in-frankfurt-6aae5288994241d0bd960db6" rel="external noopener" target="_blank">in einzelnen Medien Thema</a>. In sozialen Medien wurde zigfach beklagt, der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) habe entgegen seiner Pflicht darüber nicht berichtet, obwohl sogar Reporter vor Ort gewesen seien.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was muss berichtet werden?</strong></h3>
<p>An der Erstellung tagesaktueller Kanons, was journalistische Medien unbedingt berichten müssen, versucht sich die Journalistik seit langem – ohne durchschlagenden Erfolg.</p>
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<p>Denn selbst für Regionalzeitungen ohne jede Konkurrenz (in Print, als Hörfunk oder Webangebot) erscheint es bisher kaum möglich zu benennen, welche Ereignisse unbedingt berichtet werden müssen, welche optional sind – und welche vielleicht gar nicht in die Berichterstattung gehören.</p>
<p>Die Ergebnisse einer Kommunalwahl nicht zu berichten, fänden wohl noch die meisten ungenügend.</p>
<p>Aber was und wie viel davor oder danach? Muss jede kandidierende Liste vorgestellt werden? Welche Vorgänge an Wahlwerbe-Ständen sind erwähnungspflichtig? In welchem Umfang muss die sogenannte Zivilgesellschaft in diese parteipolitische Berichterstattung eingebunden werden?</p>
<p>Die marktwirtschaftliche Antwort auf solche Fragen heißt: Das regelt der Wettbewerb. Die Kunden entscheiden, wo sie sich besser oder schlechter informiert fühlen.</p>
<p>Das passt aber weder zu Monopol-Medien noch zu Themen oder Meinungen, die einfach nirgends berücksichtigt werden.</p>
<p>Die Idee, ein sogenannter "Bürger-Journalismus" könnte Lücken verlässlich füllen, wird inzwischen kaum noch vertreten. Als Hobby-Projekt lässt sich Journalismus gut punktuell betreiben. Eine irgendwie umfassende Berichterstattung ist aber so nicht möglich. Es bleibt dann also beim Korrektiv zu bereits Bestehendem.</p>
<p>Nicht von ungefähr rekurrieren die meisten dieser Projekte auf Berichterstattung des ÖRR oder privatwirtschaftlicher Massenmedien, die etwas recherchiert oder wenigstens Verlautbarungen von irgendwem zur Kenntnis genommen haben.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was sollte nicht berichtet werden?</strong></h3>
<p>Die Diskussion um Ausschlüsse aus der Berichterstattung verlief hingegen etwas wirkmächtiger. Die – bisher nicht in der erwarteten Breite erfolgte – wissenschaftliche Aufarbeitung des <a href="https://www.telepolis.de/article/Elementare-Defizite-der-Berichterstattung-4926002.html" rel="external noopener" target="_blank">Corona-Journalismus</a> resümiert bis heute: Der Journalismus hat ganz überwiegend <a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/1461670X.2024.2326642" rel="external noopener" target="_blank">situationsadäquat reagiert</a>, das Wichtige betont und das Unwichtige ausgespart.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4842792" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10361947"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/RKI-Protokolle-Grosse-Medien-meiden-Corona-Aufarbeitung-10361947.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/4/2/7/9/2/maske2_ho-5b0aacf6c22ab4e4.png" alt="Grafik zeigt eine Maske zum Mund-und Nasenschutz" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grafik zeigt eine Maske zum Mund-und Nasenschutz" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">RKI-Protokolle: Große Medien meiden Corona-Aufarbeitung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4829157" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10335750"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Medialer-Corona-Check-Was-von-den-Gewissheiten-uebrig-blieb-10335750.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/2/9/1/5/7/master_corona-rieg-04c098de575a12b3.jpeg" alt="Grafische Darstellung eines Sendeturms mit dem Corona-Virus an der Spitze des Turms." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grafische Darstellung eines Sendeturms mit dem Corona-Virus an der Spitze des Turms." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Medialer Corona-Check: Was von den Gewissheiten übrig blieb</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Man muss und kann als Nachrichtenmedium natürlich nicht über jeden Protest berichten. Umso mehr stellt sich die Frage nach der Relevanz bei den wenigen Protesten, die es in die Medien schaffen.</p>
<p>Und infolgedessen auch die Frage, warum andere, die sich für genauso bedeutsam halten, ignoriert werden. So wie eben Sympathisanten der Trauerwache nun bemängeln, über ihre Veranstaltung sei <a href="https://x.com/OERRBlog/status/2101635807576563949" rel="external noopener" target="_blank">im ÖRR nicht berichtet worden</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Über Relevanz entscheidet das Medium selbst </strong></h3>
<p>Weil so vieles jeden Tag auf der Welt insgesamt und auch in jedem kleinen Ort passiert, ist es nur den Medien selbst zu überlassen, was sie für berichterstattungsrelevant halten.</p>
<p>Selbst das Ausblenden von Kommunalwahlergebnissen in der (nur noch online erscheinenden) Regionalzeitung könnte ja gut gerechtfertigt werden, wenn das Rathaus selbst die Daten veröffentlicht – kostenlos und inzwischen doch sehr niederschwellig.</p>
<p>Anders sieht es allerdings aus, wenn ein Medium einmal berichtet hat. Dann haben die Kunden zunächst Anspruch auf ein Follow-up, sobald es notwendig ist, um noch ein realistisches Bild von der medial vermittelten Welt zu haben.</p>
<p>"Wer A sagt, muss auch B sagen", heißt es im Volksmund. Auf den Journalismus bezogen bedeutet es: Sobald eine vorangegangene Berichterstattung nicht mehr den Tatsachen entspricht, <a href="https://journalistik.online/ausgabe-3-4-2024/qualitaetsdefizite-im-medizin-und-gesundheitsjournalismus/#:~:text=Vollst%C3%A4ndigkeit%3A%20Medium" rel="external noopener" target="_blank">verlangt sie nach einer Aktualisierung</a>. Denn andernfalls wären die Kunden fehlinformiert.</p>
<p>Über etwas gar nicht zu berichten, muss normalerweise nicht groß gerechtfertigt werden: Es gibt eben zu vieles, das irgendwen interessieren könnte oder auch nur sollte (was heißt: die Relevanz zeigt sich erst, nachdem jemand den entsprechenden Beitrag konsumiert hat – er kann sie nicht vorab beurteilen).</p>
<p>Wenn aber über ein einzelnes Thema oder einen gesellschaftlichen Bereich berichtet wird, darf man die Vollständigkeit der weiteren Berichterstattung daran messen.</p>
<p>Wenn ein Medium also vorab über die Frankfurter Veranstaltung berichtet hat – insbesondere auch warnend, kommentierend –, dann darf man einen Beitrag über das Ereignis selbst erwarten.</p>
<p>Wer aber zuvor nicht dazu veröffentlicht hat, dem wird man kaum nachweisen können, dass die Relevanz trotzdem so groß war, dass eine Berichterstattung zwingend geboten war.</p>
<p>Und wenn dazu nun auch nicht wenige darauf hinweisen, es seien doch sogar Reporter vor Ort gewesen, die aber später nichts berichtet hätten (weil es keinen Eklat oder andere ins Narrativ passende Szenen gab): Genau das soll Journalismus – und hier dann vor allem ÖRR-Journalismus – doch leisten. Er soll möglichst viel beobachten – und nur das Wesentliche berichten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Welche Details sind notwendig?</strong></h3>
<p>Neben der Frage, worüber überhaupt berichtet werden soll, muss oder darf, gibt es eine ebensolche zu den konkreten Inhalten, den Details.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5072538" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11274406"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kriminalstatistik-Was-Medien-berichten-und-was-nicht-11274406.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/2/5/3/8/master_polizei-4939a6dbd6a64e6c.jpeg" alt="Blaulicht eines Polizeiautos in Großaufnahme. Hintergrund Bäume in einem Park." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Blaulicht eines Polizeiautos in Großaufnahme. Hintergrund Bäume in einem Park." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kriminalstatistik: Was Medien berichten – und was nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Besonders oft diskutiert wird, ob die <a href="https://www.telepolis.de/article/Welchen-Pass-hat-der-Taeter-Herkunftsnennungen-im-Journalismus-7459633.html" rel="external noopener" target="_blank">Nationalität von Tätern oder Tatverdächtigen</a> zu nennen ist. Auch die <a href="https://www.telepolis.de/article/Suizid-im-Gefaengnis-Zwischen-Strafe-und-Selbstbestimmung-11381257.html" rel="external noopener" target="_blank">Berichterstattung über Suizide</a> ist immer wieder Thema.</p>
<p>Bei Fotos und Videos wird darum gerungen, was dem Publikum gezeigt werden kann, etwa, welche Art von Kriegsbildern notwendig ist, um die Situation realistisch darzustellen, und wo Voyeurismus beginnt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5099282" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11329971"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ausgezeichnete-Anklage-Was-Gazas-Kinder-Koepfe-erzaehlen-11329971.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/9/2/8/2/shutterstock_2609763391-5aaed441b3505732.jpeg" alt="Rettungseinsatz nach einem Luftangriff im südlichen Gazastreifen" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Rettungseinsatz nach einem Luftangriff im südlichen Gazastreifen" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ausgezeichnete Anklage: Was Gazas Kinder-Köpfe erzählen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Hyrox-Fall steht entsprechend zur Diskussion, ob quasi bildliche Beweise des Malheurs (wie vom <em>ZDF</em> <a href="https://www.instagram.com/p/Dday82XjVsT/?img_index=1" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlicht</a>) wenigstens zulässig sind oder ob die Vorstellungskraft der Rezipienten genügt. Ein Volontär der <em>Nordsee-Zeitung</em> <a href="https://www.nordsee-zeitung.de/nachrichten/warum-der-durchfall-beim-hyrox-event-in-peking-sinnvoll-war-415304.html" rel="external noopener" target="_blank">meinte</a> jedenfalls, es handele sich um einen Vorfall, "den man ohne Video- und Bildaufnahmen kaum glauben würde".</p>
<p>Wie immer besteht bei der Auslassung von Details die Gefahr, dass sich Menschen etwas vorstellen, das von der Realität weit entfernt ist – diese kann viel drastischer oder harmloser sein. Aber der Deutsche Presserat ist hier schnell mit Rügen zur Stelle, wenn beispielsweise zu einer Vergewaltigung noch beschrieben wird, <a href="https://www.telepolis.de/article/Zu-viel-Wirklichkeit-Presserat-kritisiert-detaillierte-Verbrechensberichte-9977382.html" rel="external noopener" target="_blank">was genau vorgefallen sein soll</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Der ÖRR braucht klarere Regeln</strong></h3>
<p>Weder alle irgendwen interessierenden Themen noch alle für irgendwen relevanten Details passen in die Berichterstattung. Bei privatwirtschaftlichen Medien muss deshalb die Entscheidung bei den jeweiligen Redaktionen liegen.</p>
<p>Den Spielraum bestimmt dabei vor allem das Recht, das unter anderem einerseits Persönlichkeitsrechte schützt, andererseits aber auch Auslassungen, <a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/2026099.html" rel="external noopener" target="_blank">die zu Fehlinformationen führen</a>, sanktionieren kann (BGH, Urteil vom 12. Mai 2026, Az. VI ZR 346/24).</p>
<p>Beim ÖRR hingegen muss wegen seines speziellen Auftrags und der damit einhergehenden Bezahlpflicht der Bürger klarer definiert werden, was nachrichtliche Relevanz hat, insbesondere für die bundesweit agierenden Sender.</p>
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<p>Die bisherige Kontrollfunktion durch Rundfunkräte ist <a href="https://www.telepolis.de/article/ARD-und-ZDF-Warum-fast-jede-Programmbeschwerde-abgewiesen-wird-11426073.html" rel="external noopener" target="_blank">wenig wirksam</a>, und für redaktionelle Vorgaben sind sie gar nicht zuständig. Bei der Politik, die über Gesetze und Staatsverträge Vorschriften machen kann, wird die Feststellung von Relevanz sicher nicht in besten Händen sein.</p>
<p>Hier braucht es daher vor allem weiterhin die <a href="https://www.telepolis.de/article/Oeffentlich-rechtlicher-Rundfunk-braucht-demokratische-Reformen-9684252.html" rel="external noopener" target="_blank">öffentliche Diskussion</a>, in der bislang allerdings auch nicht alle Stimmen gleichermaßen zu Wort kommen.</p>
2026-09-25T06:00:00.000Z
urn:bid:5170952
2026-09-24T22:00:00.000Z
Das US-Geheimdienst-Forschungsprogramm LocUS will Standorte aus Videos, Fotos und Audiomaterial automatisch bestimmen – ohne Metadaten und Gesichtserkennung. </p>
<p>Die Intelligence Advanced Research Projects Activity (Iarpa), die Forschungsbehörde der US-Geheimdienste, entwickelt ein System, das den genauen Aufnahmeort von Videos, Bildern und Tonaufnahmen automatisch bestimmen soll – selbst wenn alle eingebetteten Standortdaten entfernt wurden. Das Programm trägt den Namen <a href="https://www.iarpa.gov/research-programs/locus" rel="external noopener" target="_blank">LocUS (Location Using Sound)</a> und wurde vor rund fünf Monaten still veröffentlicht, wie das Nachrichtenportal <em>The Debrief</em> <a href="https://thedebrief.org/us-intelligence-quietly-launched-ai-to-pinpoint-where-almost-any-video-was-filmed-in-under-5-minutes/" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>.</p>
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</div>
<!-- RSPEAK_START -->
<p>Das Ziel ist ehrgeizig: 90 Prozent aller Vorhersagen sollen innerhalb von 250 Metern um den tatsächlichen Aufnahmeort liegen. Sucht das System in einem Gebiet von kontinentaler Größe – definiert als Fläche mit einem Durchmesser von rund 2.500 Kilometern – darf es dafür weniger als fünf Minuten benötigen. Dabei soll es vollständig autonom ohne menschliche Analysten arbeiten.</p>
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</figure>
</div>
<h3 class="subheading">Mehr als ein Bilderkenner</h3>
<p>LocUS geht deutlich über bekannte Ansätze zur Bildgeolokalisierung hinaus. Das System muss visuelle und akustische Informationen kombinieren – also etwa Straßenlärm, Raumakustik oder andere Umgebungsgeräusche, die geografische Hinweise liefern können, auch wenn keine verwertbare Sprache zu hören ist. Systeme, die ausschließlich auf Bildvergleich oder auf menschliche Sprache angewiesen sind, werden von Iarpa ausdrücklich ausgeschlossen.</p>
<p>Als Vergleich nennt Iarpa selbst das populäre Online-Spiel <a href="https://www.geoguessr.com/" rel="external noopener" target="_blank">GeoGuessr</a>, bei dem Nutzer anhand von Google-Street-View-Aufnahmen Orte erraten. Erfahrene Spieler achten dabei auf Vegetation, Straßenmarkierungen, Architektur und Strommasten. LocUS soll dieses Prinzip auf Geheimdienstniveau heben – und dabei auch mit minderertigem Material umgehen können: unscharfe Videos, Aufnahmen mit niedriger Auflösung oder Ton minderer Qualität sollen kein Hindernis darstellen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4774632" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10231885"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Was-Google-aus-unseren-Bildern-liest-Ex-Mitarbeiter-veroeffentlicht-Analysetool-10231885.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3717" height="2088" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/7/4/6/3/2/shutterstock_2542942667-9d3479e2bea65dcc.jpeg" alt="eine Lupe vor einem Bildschirm" style="aspect-ratio:3717 / 2088"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3717" height="2088" alt="eine Lupe vor einem Bildschirm" style="aspect-ratio:3717 / 2088;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Was Google aus unseren Bildern liest: Ex-Mitarbeiter veröffentlicht Analysetool</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
</div>
<!-- RSPEAK_START -->
<p>Die Behörde bevorzugt zudem Systeme, die ihre Schlussfolgerungen in verständlicher Sprache erklären können – etwa indem sie benennen, welches Architekturdetail oder welches Hintergrundgeräusch für oder gegen einen bestimmten Ort gesprochen hat. So könnten Analysten die Qualität einer Vorhersage selbst einschätzen.</p>
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<h3 class="subheading">Anwendung bei Menschenhandel und Geiselnahmen</h3>
<p>Iarpa nennt konkrete Einsatzszenarien: Das System soll helfen, Geiseln zu lokalisieren, Orte im Zusammenhang mit Menschenhandel zu identifizieren und Videos aufzuspüren, die von feindlichen Akteuren online gestellt wurden.</p>
<p>"LocUS wird die Geolokalisierungsfähigkeiten der Geheimdienste erheblich über reine Bildmethoden hinaus verbessern und damit das Volumen der Inhalte erhöhen, die genau verortet werden können", schreibt Iarpa in einer <a href="https://www.iarpa.gov/images/pdfs/LocUS/LocUS_DRAFT_program_overview_20251124.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Programmübersicht</a>.</p>
<p>In diesem Zusammenhang spielt auch die Datenbank TraffickCam eine Rolle. Die von Dr. Abby Stylianou, Informatikprofessorin an der Saint Louis University, mitentwickelte App ermöglicht es Reisenden, Fotos von Hotelzimmern hochzuladen, die dann bei Ermittlungen gegen Menschenhandel genutzt werden können.</p>
<p>Laut Stylianou wurde die App von über 250.000 Nutzern heruntergeladen und erhält täglich Hunderte neuer Bilder. Zusammen mit im Internet gesammelten Aufnahmen umfasst die Datenbank inzwischen mehr als 15 Millionen Fotos von Hotels und Mietobjekten weltweit. Stylianou hat gegenüber Iarpa Interesse an einer Beteiligung am LocUS-Programm bekundet.</p>
<h3 class="subheading">Technische Hürden bei unbekannten Orten</h3>
<p>Eine der zentralen Herausforderungen ist die Verallgemeinerungsfähigkeit solcher Systeme. KI-Modelle zur Geolokalisierung schneiden oft gut ab, wenn sie Orte aus ihren Trainingsdaten wiedererkennen – versagen aber bei unbekannten Schauplätzen, insbesondere in Innenräumen, wo Hotelzimmer, Büros und Wohnungen weltweit nahezu identisch aussehen können.</p>
<p>Dr. Xiaoming Liu, Bilderkennungsspezialist an der University of North Carolina at Chapel Hill, beschreibt das Problem gegenüber <em>The Debrief</em> so: "Sie mögen Trainingsdaten aus jedem einzelnen US-Bundesstaat haben, aber was ist mit jedem Landkreis innerhalb eines Bundesstaates oder jeder Stadt innerhalb eines Landkreises? Wie gut wir das adressieren können, wird großen Einfluss auf die Verallgemeinerbarkeit unserer Lösung haben."</p>
<p>Um diese Schwachstellen gezielt zu testen, sieht das 15-monatige Programm fünf unabhängige Testrunden vor – etwa alle drei Monate eine. Dabei werden Systeme mit bisher ungesehenem Material konfrontiert, das die Behörde in abgeschotteten Datensätzen vorhält. Gesichtserkennung, Stimmerkennung und andere biometrische Verfahren sind ausdrücklich ausgeschlossen.</p>
<h3 class="subheading">Programm läuft vermutlich bereits</h3>
<p>Aaron Lukas, stellvertretender Direktor des Nationalen Geheimdienstes, <a href="https://www.iarpa.gov/newsroom/article/iarpa-releases-five-new-innovation-programs-to-enhance-national-security-capabilities" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> bei der Vorstellung von LocUS und vier weiteren Programmen im April: "Diese Forschungsprogramme werden dazu beitragen, Fähigkeiten aufzubauen, die direkt auf Einsatzbedürfnisse anwendbar sind, indem sie die technische Lücke zwischen aufkommenden Lösungen und erfolgreicher Anwendung schließen."</p>
<p>Die Bewerbungsfrist für teilnehmende Forschungsteams endete im Juni 2026. Iarpa hat weder einen offiziellen Starttermin noch die ausgewählten Teams öffentlich bekannt gegeben. Begann die Entwicklungsphase kurz nach Bewerbungsschluss, würde sie voraussichtlich bis Ende 2027 laufen. Ob und in welchem Umfang Ergebnisse öffentlich werden, ist offen.</p>
<p>Ob LocUS schließlich zu einer aktiven Geheimdienstkapazität wird und wie leistungsfähig das System im Einsatz ist, könnte dauerhaft außerhalb der Öffentlichkeit bleiben.</p>
Das US-Geheimdienst-Forschungsprogramm LocUS will Standorte aus Videos, Fotos und Audiomaterial automatisch bestimmen – ohne Metadaten und Gesichtserkennung. </p>
<p>Die Intelligence Advanced Research Projects Activity (Iarpa), die Forschungsbehörde der US-Geheimdienste, entwickelt ein System, das den genauen Aufnahmeort von Videos, Bildern und Tonaufnahmen automatisch bestimmen soll – selbst wenn alle eingebetteten Standortdaten entfernt wurden. Das Programm trägt den Namen <a href="https://www.iarpa.gov/research-programs/locus" rel="external noopener" target="_blank">LocUS (Location Using Sound)</a> und wurde vor rund fünf Monaten still veröffentlicht, wie das Nachrichtenportal <em>The Debrief</em> <a href="https://thedebrief.org/us-intelligence-quietly-launched-ai-to-pinpoint-where-almost-any-video-was-filmed-in-under-5-minutes/" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>.</p>
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<h3 class="subheading">Mehr als ein Bilderkenner</h3>
<p>LocUS geht deutlich über bekannte Ansätze zur Bildgeolokalisierung hinaus. Das System muss visuelle und akustische Informationen kombinieren – also etwa Straßenlärm, Raumakustik oder andere Umgebungsgeräusche, die geografische Hinweise liefern können, auch wenn keine verwertbare Sprache zu hören ist. Systeme, die ausschließlich auf Bildvergleich oder auf menschliche Sprache angewiesen sind, werden von Iarpa ausdrücklich ausgeschlossen.</p>
<p>Als Vergleich nennt Iarpa selbst das populäre Online-Spiel <a href="https://www.geoguessr.com/" rel="external noopener" target="_blank">GeoGuessr</a>, bei dem Nutzer anhand von Google-Street-View-Aufnahmen Orte erraten. Erfahrene Spieler achten dabei auf Vegetation, Straßenmarkierungen, Architektur und Strommasten. LocUS soll dieses Prinzip auf Geheimdienstniveau heben – und dabei auch mit minderertigem Material umgehen können: unscharfe Videos, Aufnahmen mit niedriger Auflösung oder Ton minderer Qualität sollen kein Hindernis darstellen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4774632" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10231885"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Was-Google-aus-unseren-Bildern-liest-Ex-Mitarbeiter-veroeffentlicht-Analysetool-10231885.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3717" height="2088" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/7/4/6/3/2/shutterstock_2542942667-9d3479e2bea65dcc.jpeg" alt="eine Lupe vor einem Bildschirm" style="aspect-ratio:3717 / 2088"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3717" height="2088" alt="eine Lupe vor einem Bildschirm" style="aspect-ratio:3717 / 2088;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Was Google aus unseren Bildern liest: Ex-Mitarbeiter veröffentlicht Analysetool</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Iarpa nennt konkrete Einsatzszenarien: Das System soll helfen, Geiseln zu lokalisieren, Orte im Zusammenhang mit Menschenhandel zu identifizieren und Videos aufzuspüren, die von feindlichen Akteuren online gestellt wurden.</p>
<p>"LocUS wird die Geolokalisierungsfähigkeiten der Geheimdienste erheblich über reine Bildmethoden hinaus verbessern und damit das Volumen der Inhalte erhöhen, die genau verortet werden können", schreibt Iarpa in einer <a href="https://www.iarpa.gov/images/pdfs/LocUS/LocUS_DRAFT_program_overview_20251124.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Programmübersicht</a>.</p>
<p>In diesem Zusammenhang spielt auch die Datenbank TraffickCam eine Rolle. Die von Dr. Abby Stylianou, Informatikprofessorin an der Saint Louis University, mitentwickelte App ermöglicht es Reisenden, Fotos von Hotelzimmern hochzuladen, die dann bei Ermittlungen gegen Menschenhandel genutzt werden können.</p>
<p>Laut Stylianou wurde die App von über 250.000 Nutzern heruntergeladen und erhält täglich Hunderte neuer Bilder. Zusammen mit im Internet gesammelten Aufnahmen umfasst die Datenbank inzwischen mehr als 15 Millionen Fotos von Hotels und Mietobjekten weltweit. Stylianou hat gegenüber Iarpa Interesse an einer Beteiligung am LocUS-Programm bekundet.</p>
<h3 class="subheading">Technische Hürden bei unbekannten Orten</h3>
<p>Eine der zentralen Herausforderungen ist die Verallgemeinerungsfähigkeit solcher Systeme. KI-Modelle zur Geolokalisierung schneiden oft gut ab, wenn sie Orte aus ihren Trainingsdaten wiedererkennen – versagen aber bei unbekannten Schauplätzen, insbesondere in Innenräumen, wo Hotelzimmer, Büros und Wohnungen weltweit nahezu identisch aussehen können.</p>
<p>Dr. Xiaoming Liu, Bilderkennungsspezialist an der University of North Carolina at Chapel Hill, beschreibt das Problem gegenüber <em>The Debrief</em> so: "Sie mögen Trainingsdaten aus jedem einzelnen US-Bundesstaat haben, aber was ist mit jedem Landkreis innerhalb eines Bundesstaates oder jeder Stadt innerhalb eines Landkreises? Wie gut wir das adressieren können, wird großen Einfluss auf die Verallgemeinerbarkeit unserer Lösung haben."</p>
<p>Um diese Schwachstellen gezielt zu testen, sieht das 15-monatige Programm fünf unabhängige Testrunden vor – etwa alle drei Monate eine. Dabei werden Systeme mit bisher ungesehenem Material konfrontiert, das die Behörde in abgeschotteten Datensätzen vorhält. Gesichtserkennung, Stimmerkennung und andere biometrische Verfahren sind ausdrücklich ausgeschlossen.</p>
<h3 class="subheading">Programm läuft vermutlich bereits</h3>
<p>Aaron Lukas, stellvertretender Direktor des Nationalen Geheimdienstes, <a href="https://www.iarpa.gov/newsroom/article/iarpa-releases-five-new-innovation-programs-to-enhance-national-security-capabilities" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> bei der Vorstellung von LocUS und vier weiteren Programmen im April: "Diese Forschungsprogramme werden dazu beitragen, Fähigkeiten aufzubauen, die direkt auf Einsatzbedürfnisse anwendbar sind, indem sie die technische Lücke zwischen aufkommenden Lösungen und erfolgreicher Anwendung schließen."</p>
<p>Die Bewerbungsfrist für teilnehmende Forschungsteams endete im Juni 2026. Iarpa hat weder einen offiziellen Starttermin noch die ausgewählten Teams öffentlich bekannt gegeben. Begann die Entwicklungsphase kurz nach Bewerbungsschluss, würde sie voraussichtlich bis Ende 2027 laufen. Ob und in welchem Umfang Ergebnisse öffentlich werden, ist offen.</p>
<p>Ob LocUS schließlich zu einer aktiven Geheimdienstkapazität wird und wie leistungsfähig das System im Einsatz ist, könnte dauerhaft außerhalb der Öffentlichkeit bleiben.</p>
2026-09-24T22:00:00.000Z
urn:bid:5171125
2026-09-24T19:48:00.000Z
In Heidenau hat eine Mehrheit aus CDU, AfD und BOD neue Stolpersteine gestoppt. Die Stolperstein-Stiftung nennt den Vorgang einzigartig.</p>
<p>Ein Stein, zehn mal zehn Zentimeter groß und 120 Euro teuer: Mehr braucht es nicht, um in einer 16.700-Einwohner-Stadt einen Grundsatzstreit auszulösen.</p>
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<p>Am 24. September 2026 hat der Stadtrat von Heidenau beschlossen, dass im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich keine weiteren Stolpersteine für NS-Opfer verlegt werden dürfen. 13 Ratsmitglieder stimmten dafür, 6 dagegen, bei 1 Enthaltung. Gewählt wurde geheim, wie es die AfD zuvor durchgesetzt hatte.</p>
<p>Eingebracht hatten den Antrag Stadträte von CDU, AfD und der Bürgerinitiative Oberelbe für mehr Demokratie (BOD). Dass in Heidenau CDU und AfD an einem Antrag arbeiteten, macht den Fall über Sachsen hinaus zum Thema.</p>
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<p>Die <a href="https://www.heidenau.de/ris/buergerinfo/getfile.php?id=365757&type=do" rel="external noopener" target="_blank">Beschlussvorlage 083/2026</a> verlangt zusätzlich eine zentrale Gedenkfläche für Opfer von Krieg, Terror, Diktatoren, Vertreibung und insbesondere des Nationalsozialismus – gestaltet so, dass sich die Gedenkelemente nicht direkt betreten lassen.</p>
<h3 class="subheading">Sieben Steine als Auslöser</h3>
<p>Anlass war ein Antrag des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums (AKuBiZ) aus dem Jahr 2025. Der Verein wollte sieben weitere Stolpersteine verlegen und die Kosten komplett über Spenden tragen.</p>
<p>Die Messingtafeln werden üblicherweise vor dem letzten frei gewählten Wohn- oder Wirkungsort von Menschen eingesetzt, die das NS-Regime verfolgte. Nach der Verlegung gehen die Steine in das Eigentum der Gemeinde über – daraus leitet die Verwaltung Kontroll- und Erhaltungspflichten der Stadt ab.</p>
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<p>Fünf solcher Steine liegen bereits in Heidenau, an zwei Stellen. 2021 kam einer für den früheren Bürgermeister Paul Gröger hinzu: Der SPD-Politiker wurde 1933 von Nationalsozialisten verhaftet und misshandelt und nahm sich danach das Leben.</p>
<p>2023 folgten Steine für die jüdische Kaufmannsfamilie Reiner, vorbereitet von Schülerinnen des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums Pirna und dem Verein Aktion Zivilcourage.</p>
<h3 class="subheading">"Mit Füßen getreten": die Argumente der Antragsteller</h3>
<p>Die Initiatoren halten Gedenktafeln im Gehweg für unangemessen, weil Passanten angeblich unbewusst über die Namen der Opfer gehen. "Die Opfer werden hier mit Füßen getreten", <a href="https://www.bild.de/news/inland/mit-cdu-stimmen-heidenau-in-sachsen-beschliesst-stolperstein-verbot-6ab5505728f1ab3938cfb85c" rel="external noopener" target="_blank">sagte ein Stadtrat</a> laut <em>Bild</em>-Zeitung in der Debatte. Ein AfD-Vertreter ergänzte: "In Berlin wird auf Stolpersteine gespuckt."</p>
<p>Hinzu kämen Beschädigungen, Verschmutzung und Kosten für Pflege und Kontrolle, <a href="https://www.heidenau.de/ris/buergerinfo/getfile.php?id=365757&type=do" rel="external noopener" target="_blank">argumentieren die Stadträte</a> in ihrem Antrag.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3675688" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7452047"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Westliche-Demokratie-Konsequenz-aus-dem-Nationalsozialismus-7452047.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="700" height="394" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/6/7/5/6/8/8/hitler-9e791aae7db62cd0.png" style="aspect-ratio:700 / 394"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="700" height="394" style="aspect-ratio:700 / 394;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">"Westliche Demokratie" – Konsequenz aus dem Nationalsozialismus?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine zentrale Fläche biete dagegen Platz für stille Einkehr, Kranzniederlegungen und Bildungsangebote. Genutzt werden solle eine Gedenkfläche auf dem Heidenauer Nordfriedhof. Als Vorbild nennt die Vorlage München: Dort sind seit 2018 keine Stolpersteine auf öffentlichem Grund zugelassen, die Stadt setzt auf Stelen und Wandtafeln.</p>
<h3 class="subheading">Verwaltung und Bürgermeisterin warnten</h3>
<p>Die Stadtverwaltung und die parteilose Bürgermeisterin Conny Oertel hatten empfohlen, den Antrag abzulehnen. Gedenkorte müssten öffentlich zugänglich, im Stadtbild sichtbar und in den Alltag eingebunden sein. Ein Friedhof könne ein zusätzlicher Ort sein, die authentischen Wohn- und Wirkungsstätten der Opfer aber nicht gleichwertig ersetzen. Rechtlich hält die Verwaltung den Grundsatzbeschluss zudem für problematisch: Er nehme die gebotene Einzelfallprüfung künftiger Anträge vorweg.</p>
<p>Der Nordfriedhof ist zudem nur zeitweise offen: von April bis September zwischen 6 und 23 Uhr, im Winter von 7 bis 20 Uhr.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3528732" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7064312"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-unbekannte-Widerstand-gegen-das-Naziregime-in-Berlin-7064312.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2048" height="1151" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/2/8/7/3/2/schiller-7b063e3512b6af69.jpeg" style="aspect-ratio:2048 / 1151"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2048" height="1151" style="aspect-ratio:2048 / 1151;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der unbekannte Widerstand gegen das Naziregime in Berlin</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch praktisch steht das Alternativkonzept auf wackligem Boden. Das Grundstück gehört der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde, der Friedhof ist als Kulturdenkmal des Freistaats Sachsen registriert. Jede Umgestaltung braucht die Zustimmung der Gemeinde und eine denkmalrechtliche Genehmigung.</p>
<p>Belastbare Kosten nennt der Antrag der Stadträte nicht, den Pflegeaufwand ebenfalls nicht – das bemängelt die Verwaltung in ihrer Vorlage ausdrücklich.</p>
<h3 class="subheading">Stiftung spricht von einem Novum</h3>
<p>Katja Demnig, Geschäftsführerin der Stiftung Spuren – Gunter Demnig, nennt den Beschluss gegenüber <em>Bild</em> "äußerst bedenklich". Dass demokratische Parteien einen solchen Antrag mittragen, sei ein "absolut einzigartiger Vorgang".</p>
<p>Zum Vergleich: Die ersten 25 Steine verlegte Gunter Demnig 1995 in Köln, den 100.000. gab es im Mai 2023 in Nürnberg. Die Stiftung weist derzeit <a href="https://www.stolpersteine.eu/wissenwertes/fakten-und-zahlen" rel="external noopener" target="_blank">116.000 Stolpersteine in über 1860 Kommunen</a> aus; bis Ende September 2026 sollen es europaweit 128.000 in rund 2300 Gemeinden sein.</p>
<p>Die VVN-BdA kritisiert in einem <a href="https://vvn-bda.de/offener-brief-auch-heidenau-braucht-stolpersteine/" rel="external noopener" target="_blank">offenen Brief an den Stadtrat</a>, dass das Gedenken an NS-Opfer mit Krieg, Vertreibung und DDR-Repression verschmolzen werde: Das sei "ahistorisch und tendenziell NS-relativierend". Die Organisation forderte die CDU-Stadträte auf, ihre Beteiligung zurückzuziehen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4783192" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10248491"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/80-Jahrestag-der-Auschwitz-Befreiung-Wenn-Politik-die-Erinnerung-ueberschattet-10248491.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3359" height="1887" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/8/3/1/9/2/shutterstock_2114108423-8643babd188b9fc9.jpeg" alt="Eingang zum NS-Vernichtungslager Auschwitz" style="aspect-ratio:3359 / 1887"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3359" height="1887" alt="Eingang zum NS-Vernichtungslager Auschwitz" style="aspect-ratio:3359 / 1887;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">80. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung: Wenn Politik die Erinnerung überschattet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Rat selbst verlief die Debatte hart. Der Freie-Sachsen-Stadtrat Max Schreiber erklärte, so berichtet <em>Bild</em>, einzelne Schicksale seien traurig, "aber alle Schicksale sind traurig". FDP-Stadtrat Norbert Bläsner widersprach lautstark, der Linken-Politiker Steffen Wolf fragte die AfD, ob sie "Schiss" vor einer offenen Abstimmung habe.</p>
<p>Die geheime Abstimmung wurde mit 13 Ja-Stimmen, 6 Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen.</p>
<p>Die fünf bestehenden Steine bleiben liegen; ihre Entfernung sieht der Beschluss nicht vor. Die Gedenkfläche auf dem Friedhof muss dagegen erst geplant, finanziert und genehmigt werden. Vorerst bleibt in Heidenau vor allem eine Leerstelle: sieben Namen, die niemand mehr vor der Haustür lesen wird.</p>
In Heidenau hat eine Mehrheit aus CDU, AfD und BOD neue Stolpersteine gestoppt. Die Stolperstein-Stiftung nennt den Vorgang einzigartig.</p>
<p>Ein Stein, zehn mal zehn Zentimeter groß und 120 Euro teuer: Mehr braucht es nicht, um in einer 16.700-Einwohner-Stadt einen Grundsatzstreit auszulösen.</p>
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<p>Am 24. September 2026 hat der Stadtrat von Heidenau beschlossen, dass im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich keine weiteren Stolpersteine für NS-Opfer verlegt werden dürfen. 13 Ratsmitglieder stimmten dafür, 6 dagegen, bei 1 Enthaltung. Gewählt wurde geheim, wie es die AfD zuvor durchgesetzt hatte.</p>
<p>Eingebracht hatten den Antrag Stadträte von CDU, AfD und der Bürgerinitiative Oberelbe für mehr Demokratie (BOD). Dass in Heidenau CDU und AfD an einem Antrag arbeiteten, macht den Fall über Sachsen hinaus zum Thema.</p>
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<p>Die <a href="https://www.heidenau.de/ris/buergerinfo/getfile.php?id=365757&type=do" rel="external noopener" target="_blank">Beschlussvorlage 083/2026</a> verlangt zusätzlich eine zentrale Gedenkfläche für Opfer von Krieg, Terror, Diktatoren, Vertreibung und insbesondere des Nationalsozialismus – gestaltet so, dass sich die Gedenkelemente nicht direkt betreten lassen.</p>
<h3 class="subheading">Sieben Steine als Auslöser</h3>
<p>Anlass war ein Antrag des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums (AKuBiZ) aus dem Jahr 2025. Der Verein wollte sieben weitere Stolpersteine verlegen und die Kosten komplett über Spenden tragen.</p>
<p>Die Messingtafeln werden üblicherweise vor dem letzten frei gewählten Wohn- oder Wirkungsort von Menschen eingesetzt, die das NS-Regime verfolgte. Nach der Verlegung gehen die Steine in das Eigentum der Gemeinde über – daraus leitet die Verwaltung Kontroll- und Erhaltungspflichten der Stadt ab.</p>
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<p>Fünf solcher Steine liegen bereits in Heidenau, an zwei Stellen. 2021 kam einer für den früheren Bürgermeister Paul Gröger hinzu: Der SPD-Politiker wurde 1933 von Nationalsozialisten verhaftet und misshandelt und nahm sich danach das Leben.</p>
<p>2023 folgten Steine für die jüdische Kaufmannsfamilie Reiner, vorbereitet von Schülerinnen des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums Pirna und dem Verein Aktion Zivilcourage.</p>
<h3 class="subheading">"Mit Füßen getreten": die Argumente der Antragsteller</h3>
<p>Die Initiatoren halten Gedenktafeln im Gehweg für unangemessen, weil Passanten angeblich unbewusst über die Namen der Opfer gehen. "Die Opfer werden hier mit Füßen getreten", <a href="https://www.bild.de/news/inland/mit-cdu-stimmen-heidenau-in-sachsen-beschliesst-stolperstein-verbot-6ab5505728f1ab3938cfb85c" rel="external noopener" target="_blank">sagte ein Stadtrat</a> laut <em>Bild</em>-Zeitung in der Debatte. Ein AfD-Vertreter ergänzte: "In Berlin wird auf Stolpersteine gespuckt."</p>
<p>Hinzu kämen Beschädigungen, Verschmutzung und Kosten für Pflege und Kontrolle, <a href="https://www.heidenau.de/ris/buergerinfo/getfile.php?id=365757&type=do" rel="external noopener" target="_blank">argumentieren die Stadträte</a> in ihrem Antrag.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3675688" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7452047"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Westliche-Demokratie-Konsequenz-aus-dem-Nationalsozialismus-7452047.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="700" height="394" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/6/7/5/6/8/8/hitler-9e791aae7db62cd0.png" style="aspect-ratio:700 / 394"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="700" height="394" style="aspect-ratio:700 / 394;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">"Westliche Demokratie" – Konsequenz aus dem Nationalsozialismus?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine zentrale Fläche biete dagegen Platz für stille Einkehr, Kranzniederlegungen und Bildungsangebote. Genutzt werden solle eine Gedenkfläche auf dem Heidenauer Nordfriedhof. Als Vorbild nennt die Vorlage München: Dort sind seit 2018 keine Stolpersteine auf öffentlichem Grund zugelassen, die Stadt setzt auf Stelen und Wandtafeln.</p>
<h3 class="subheading">Verwaltung und Bürgermeisterin warnten</h3>
<p>Die Stadtverwaltung und die parteilose Bürgermeisterin Conny Oertel hatten empfohlen, den Antrag abzulehnen. Gedenkorte müssten öffentlich zugänglich, im Stadtbild sichtbar und in den Alltag eingebunden sein. Ein Friedhof könne ein zusätzlicher Ort sein, die authentischen Wohn- und Wirkungsstätten der Opfer aber nicht gleichwertig ersetzen. Rechtlich hält die Verwaltung den Grundsatzbeschluss zudem für problematisch: Er nehme die gebotene Einzelfallprüfung künftiger Anträge vorweg.</p>
<p>Der Nordfriedhof ist zudem nur zeitweise offen: von April bis September zwischen 6 und 23 Uhr, im Winter von 7 bis 20 Uhr.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3528732" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7064312"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-unbekannte-Widerstand-gegen-das-Naziregime-in-Berlin-7064312.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2048" height="1151" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/2/8/7/3/2/schiller-7b063e3512b6af69.jpeg" style="aspect-ratio:2048 / 1151"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2048" height="1151" style="aspect-ratio:2048 / 1151;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der unbekannte Widerstand gegen das Naziregime in Berlin</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch praktisch steht das Alternativkonzept auf wackligem Boden. Das Grundstück gehört der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde, der Friedhof ist als Kulturdenkmal des Freistaats Sachsen registriert. Jede Umgestaltung braucht die Zustimmung der Gemeinde und eine denkmalrechtliche Genehmigung.</p>
<p>Belastbare Kosten nennt der Antrag der Stadträte nicht, den Pflegeaufwand ebenfalls nicht – das bemängelt die Verwaltung in ihrer Vorlage ausdrücklich.</p>
<h3 class="subheading">Stiftung spricht von einem Novum</h3>
<p>Katja Demnig, Geschäftsführerin der Stiftung Spuren – Gunter Demnig, nennt den Beschluss gegenüber <em>Bild</em> "äußerst bedenklich". Dass demokratische Parteien einen solchen Antrag mittragen, sei ein "absolut einzigartiger Vorgang".</p>
<p>Zum Vergleich: Die ersten 25 Steine verlegte Gunter Demnig 1995 in Köln, den 100.000. gab es im Mai 2023 in Nürnberg. Die Stiftung weist derzeit <a href="https://www.stolpersteine.eu/wissenwertes/fakten-und-zahlen" rel="external noopener" target="_blank">116.000 Stolpersteine in über 1860 Kommunen</a> aus; bis Ende September 2026 sollen es europaweit 128.000 in rund 2300 Gemeinden sein.</p>
<p>Die VVN-BdA kritisiert in einem <a href="https://vvn-bda.de/offener-brief-auch-heidenau-braucht-stolpersteine/" rel="external noopener" target="_blank">offenen Brief an den Stadtrat</a>, dass das Gedenken an NS-Opfer mit Krieg, Vertreibung und DDR-Repression verschmolzen werde: Das sei "ahistorisch und tendenziell NS-relativierend". Die Organisation forderte die CDU-Stadträte auf, ihre Beteiligung zurückzuziehen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4783192" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10248491"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/80-Jahrestag-der-Auschwitz-Befreiung-Wenn-Politik-die-Erinnerung-ueberschattet-10248491.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3359" height="1887" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/8/3/1/9/2/shutterstock_2114108423-8643babd188b9fc9.jpeg" alt="Eingang zum NS-Vernichtungslager Auschwitz" style="aspect-ratio:3359 / 1887"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3359" height="1887" alt="Eingang zum NS-Vernichtungslager Auschwitz" style="aspect-ratio:3359 / 1887;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">80. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung: Wenn Politik die Erinnerung überschattet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Rat selbst verlief die Debatte hart. Der Freie-Sachsen-Stadtrat Max Schreiber erklärte, so berichtet <em>Bild</em>, einzelne Schicksale seien traurig, "aber alle Schicksale sind traurig". FDP-Stadtrat Norbert Bläsner widersprach lautstark, der Linken-Politiker Steffen Wolf fragte die AfD, ob sie "Schiss" vor einer offenen Abstimmung habe.</p>
<p>Die geheime Abstimmung wurde mit 13 Ja-Stimmen, 6 Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen.</p>
<p>Die fünf bestehenden Steine bleiben liegen; ihre Entfernung sieht der Beschluss nicht vor. Die Gedenkfläche auf dem Friedhof muss dagegen erst geplant, finanziert und genehmigt werden. Vorerst bleibt in Heidenau vor allem eine Leerstelle: sieben Namen, die niemand mehr vor der Haustür lesen wird.</p>
2026-09-24T19:48:00.000Z
urn:bid:5170975
2026-09-24T14:30:00.000Z
Union und SPD verhandeln über das Ende der abschlagsfreien Frührente. Der frei werdende Spielraum soll in eine kapitalgedeckte Säule fließen.</p>
<p>Wer heute 35 ist, zahlt seit gut einem Jahrzehnt in die Rente ein – und sitzt bei der aktuellen Debatte im Kanzleramt unsichtbar mit am Tisch.</p>
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</div>
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<p>Nach den Wahlniederlagen von CDU und SPD in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin verhandeln Vertreter beider Parteien über Korrekturen am Rentenpaket. Im Zentrum steht die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren, umgangssprachlich Rente mit 63.</p>
<p>Die Frage, wie stark die Frührente künftig begrenzt wird, entscheidet mit darüber, wie viel Geld für eine neue, kapitalgedeckte Säule übrig bleibt. Bislang wird die Rente mit 63 <a href="https://www.telepolis.de/article/Rente-mit-63-Die-Mehrheit-macht-frueher-Schluss-11156058.html">von vielen gern in Anspruch genommen</a>.</p>
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<p>Regierungssprecher Kornelius bestätigte in der <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressekonferenzen/regierungspressekonferenz-vom-23-september-2026-2453660" rel="external noopener" target="_blank">Regierungspressekonferenz vom 23. September</a>, dass die Koalitionsbeschlüsse vom 2. Juli noch umgestaltet werden könnten. Details soll es erst geben, wenn die Vorhaben gesetzgebungsreif sind.</p>
<p>Kanzler Friedrich Merz (CDU) will am Reformkurs festhalten, SPD-Chef Lars Klingbeil kündigte dagegen Änderungen am Rentenpaket an, CSU-Chef Markus Söder pocht inzwischen auf "soziale Balance".</p>
<p>Konkret kreist die Debatte um drei Stellschrauben:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>Die nötige Zahl der Beitragsjahre für den abschlagsfreien Ausstieg könnte von 45 auf 46 oder 47 Jahre steigen.</li><li>Die Regelung könnte auf körperlich besonders belastende Berufe wie Dachdecker beschränkt werden.</li><li>Und die anrechenbaren Erziehungszeiten – bisher bis zu zehn Jahre pro Kind – könnten gekürzt werden.</li></ul>
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<p>CSU-Landesgruppenchef <a href="https://www.n-tv.de/politik/Koalition-erwaegt-Anhebung-der-Beitragsjahre-bei-Rente-mit-63-id31341671.html" rel="external noopener" target="_blank">Alexander Hoffmann brachte</a> die Kompromisslinie auf den Punkt: Für Härtefälle soll die abschlagsfreie Rente noch möglich, für den Regelfall aber nicht. Einen entsprechenden Gesetzentwurf gibt es aber noch nicht, sondern wird erst noch im Bundesarbeitsministerium erarbeitet.</p>
<h3 class="subheading">Warum die Frührente über die Aktienrente entscheidet</h3>
<p>Hier kommt der Teil ins Spiel, der Jüngere direkt betrifft.</p>
<p>Die <a href="https://www.telepolis.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html">gesetzliche Rente läuft im Umlageverfahren</a>: Was heute an Beiträgen eingeht, fließt sofort an die heutigen Rentner. Das Prinzip der Kapitaldeckung funktioniert umgekehrt: Es wird Vermögen angespart, das später Erträge abwerfen soll.</p>
<p>Die Alterssicherungskommission empfiehlt deshalb eine verpflichtende Kapitalkomponente: <a href="https://www.telepolis.de/article/Aktienrente-und-hoeheres-Rentenalter-So-radikal-baut-Merz-die-Rente-um-11341464.html">zwei Prozent zusätzlicher Beitrag</a>, je zur Hälfte von Beschäftigten und Arbeitgebern, zentral am Kapitalmarkt angelegt, mit individuellen Konten für die Beitragszahler. Los geht es mit 0,5 Prozent des Bruttolohns, erst schrittweise steigt der Satz auf zwei Prozent.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5112011" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11355194"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Handwerk-Pflege-Bau-Hier-ist-die-Rente-mit-67-fuer-die-meisten-unerreichbar-11355194.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7120" height="4000" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/2/0/1/1/shutterstock_2638781871-7d2d1fc42e60efca.jpeg" alt="Ein älterer Mann mit Schutzhelm sitzt und hält eine Tasse." style="aspect-ratio:7120 / 4000"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7120" height="4000" alt="Ein älterer Mann mit Schutzhelm sitzt und hält eine Tasse." style="aspect-ratio:7120 / 4000;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Handwerk, Pflege, Bau: Hier ist die Rente mit 67 für die meisten unerreichbar</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Damit sich ein finanzieller Spielraum ergibt, soll die Frühverrentung eingeschränkt werden. Weil die Versicherungswirtschaft davon profitieren könnte, trommelt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für die Reform.</p>
<p>Nicht nur soll die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren abgeschafft werden, der Renteneintritt soll laut GDV auch an die Lebenserwartung gekoppelt werden. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen warnt in der <a href="https://www.gdv.de/gdv/medien/medieninformationen/versicherer-fordern-konsequente-fortsetzung-der-altersvorsorgereform-215546" rel="external noopener" target="_blank">Mitteilung der Versicherer</a> davor, nötige Reformen erneut "auf die lange Bank" zu schieben.</p>
<p>Nach 2031 soll die Regelaltersgrenze der Lebenserwartung folgen: Nach den heutigen Annahmen der Kommission wären das bis 2041 etwa sechs Monate mehr, also rund 67,5 Jahre.</p>
<h3 class="subheading">Zahlen Jüngere am Ende doppelt?</h3>
<p>Dass die Rente dadurch sicher wird, ist fraglich. Und so treibt heute viele junge Leute die Sorge um, ob sie nicht durch die Reform besonders geschröpft werden: erst durch hohe Beiträge, um die heutige Rentnergeneration zu finanzieren, dann zusätzlich zwei Prozent für die Kapitalsäule – und am Ende trotzdem nur eine magere Rente.</p>
<p>Eine Garantie auf eine bestimmte Rentenhöhe gibt keines der Papiere her. Die Kommission nennt als Ziel eine Nettoersatzquote von mindestens 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens für Durchschnittsverdiener. Erwerbstätige wünschen sich laut einem DIW-Gutachten allerdings mehr, nämlich <a href="https://www.telepolis.de/article/Rente-Deutsche-wuenschen-sich-78-Prozent-ihres-Nettos-im-Alter-11271745.html">78 Prozent ihres letzten Nettogehalts</a>.</p>
<p>Gegenwind kommt von Gewerkschaften und aus dem Osten. Der DGB-NRW-Vorsitzende Thorben Albrecht spricht von Kürzungen auf dem Rücken der Beschäftigten, am 26. September ruft der DGB in 15 Großstädten unter dem Motto "Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente." zu Protesten auf.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925186" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10621605"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4256" height="2392" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/1/8/6/shutterstock_1645240564-e5511180cdab10a1.jpeg" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4256" height="2392" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gesetzliche Rente: Rentensystem, Rentenpunkte und Vorsorge einfach erklärt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, verwies zuletzt auf die Zusage im Koalitionsvertrag: "Ein abschlagsfreier Renteneintritt nach 45 Beitragsjahren wird auch künftig möglich bleiben".</p>
<p>Ostdeutsche Ministerpräsidenten führten zudem geringere Ersparnisse und gebrochene Erwerbsbiografien nach 1990 an. Ob körperlich Arbeitende überhaupt <a href="https://www.telepolis.de/article/Handwerk-Pflege-Bau-Hier-ist-die-Rente-mit-67-fuer-die-meisten-unerreichbar-11355194.html">bis zur Regelaltersgrenze durchhalten</a>, bezweifeln besonders in Handwerk, Pflege und Bau viele selbst.</p>
<p>Drei Termine lohnen sich zum Vormerken: Der Bundestag soll die Rentenreform bis Ende 2026 verabschieden. Am 8. Oktober startet der Sozialpartnerdialog zur Betriebsrente. Und zum 1. Januar 2027 sollen neue private Vorsorgeangebote mit unterschiedlichen Anlage- und Garantiekonzepten an den Start gehen – das Riester-System wird für Neuverträge abgelöst, bestehende Verträge laufen weiter.</p>
Union und SPD verhandeln über das Ende der abschlagsfreien Frührente. Der frei werdende Spielraum soll in eine kapitalgedeckte Säule fließen.</p>
<p>Wer heute 35 ist, zahlt seit gut einem Jahrzehnt in die Rente ein – und sitzt bei der aktuellen Debatte im Kanzleramt unsichtbar mit am Tisch.</p>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Nach den Wahlniederlagen von CDU und SPD in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin verhandeln Vertreter beider Parteien über Korrekturen am Rentenpaket. Im Zentrum steht die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren, umgangssprachlich Rente mit 63.</p>
<p>Die Frage, wie stark die Frührente künftig begrenzt wird, entscheidet mit darüber, wie viel Geld für eine neue, kapitalgedeckte Säule übrig bleibt. Bislang wird die Rente mit 63 <a href="https://www.telepolis.de/article/Rente-mit-63-Die-Mehrheit-macht-frueher-Schluss-11156058.html">von vielen gern in Anspruch genommen</a>.</p>
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<p>Regierungssprecher Kornelius bestätigte in der <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressekonferenzen/regierungspressekonferenz-vom-23-september-2026-2453660" rel="external noopener" target="_blank">Regierungspressekonferenz vom 23. September</a>, dass die Koalitionsbeschlüsse vom 2. Juli noch umgestaltet werden könnten. Details soll es erst geben, wenn die Vorhaben gesetzgebungsreif sind.</p>
<p>Kanzler Friedrich Merz (CDU) will am Reformkurs festhalten, SPD-Chef Lars Klingbeil kündigte dagegen Änderungen am Rentenpaket an, CSU-Chef Markus Söder pocht inzwischen auf "soziale Balance".</p>
<p>Konkret kreist die Debatte um drei Stellschrauben:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>Die nötige Zahl der Beitragsjahre für den abschlagsfreien Ausstieg könnte von 45 auf 46 oder 47 Jahre steigen.</li><li>Die Regelung könnte auf körperlich besonders belastende Berufe wie Dachdecker beschränkt werden.</li><li>Und die anrechenbaren Erziehungszeiten – bisher bis zu zehn Jahre pro Kind – könnten gekürzt werden.</li></ul>
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<p>CSU-Landesgruppenchef <a href="https://www.n-tv.de/politik/Koalition-erwaegt-Anhebung-der-Beitragsjahre-bei-Rente-mit-63-id31341671.html" rel="external noopener" target="_blank">Alexander Hoffmann brachte</a> die Kompromisslinie auf den Punkt: Für Härtefälle soll die abschlagsfreie Rente noch möglich, für den Regelfall aber nicht. Einen entsprechenden Gesetzentwurf gibt es aber noch nicht, sondern wird erst noch im Bundesarbeitsministerium erarbeitet.</p>
<h3 class="subheading">Warum die Frührente über die Aktienrente entscheidet</h3>
<p>Hier kommt der Teil ins Spiel, der Jüngere direkt betrifft.</p>
<p>Die <a href="https://www.telepolis.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html">gesetzliche Rente läuft im Umlageverfahren</a>: Was heute an Beiträgen eingeht, fließt sofort an die heutigen Rentner. Das Prinzip der Kapitaldeckung funktioniert umgekehrt: Es wird Vermögen angespart, das später Erträge abwerfen soll.</p>
<p>Die Alterssicherungskommission empfiehlt deshalb eine verpflichtende Kapitalkomponente: <a href="https://www.telepolis.de/article/Aktienrente-und-hoeheres-Rentenalter-So-radikal-baut-Merz-die-Rente-um-11341464.html">zwei Prozent zusätzlicher Beitrag</a>, je zur Hälfte von Beschäftigten und Arbeitgebern, zentral am Kapitalmarkt angelegt, mit individuellen Konten für die Beitragszahler. Los geht es mit 0,5 Prozent des Bruttolohns, erst schrittweise steigt der Satz auf zwei Prozent.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5112011" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11355194"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Handwerk-Pflege-Bau-Hier-ist-die-Rente-mit-67-fuer-die-meisten-unerreichbar-11355194.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7120" height="4000" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/2/0/1/1/shutterstock_2638781871-7d2d1fc42e60efca.jpeg" alt="Ein älterer Mann mit Schutzhelm sitzt und hält eine Tasse." style="aspect-ratio:7120 / 4000"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7120" height="4000" alt="Ein älterer Mann mit Schutzhelm sitzt und hält eine Tasse." style="aspect-ratio:7120 / 4000;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Handwerk, Pflege, Bau: Hier ist die Rente mit 67 für die meisten unerreichbar</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Damit sich ein finanzieller Spielraum ergibt, soll die Frühverrentung eingeschränkt werden. Weil die Versicherungswirtschaft davon profitieren könnte, trommelt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für die Reform.</p>
<p>Nicht nur soll die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren abgeschafft werden, der Renteneintritt soll laut GDV auch an die Lebenserwartung gekoppelt werden. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen warnt in der <a href="https://www.gdv.de/gdv/medien/medieninformationen/versicherer-fordern-konsequente-fortsetzung-der-altersvorsorgereform-215546" rel="external noopener" target="_blank">Mitteilung der Versicherer</a> davor, nötige Reformen erneut "auf die lange Bank" zu schieben.</p>
<p>Nach 2031 soll die Regelaltersgrenze der Lebenserwartung folgen: Nach den heutigen Annahmen der Kommission wären das bis 2041 etwa sechs Monate mehr, also rund 67,5 Jahre.</p>
<h3 class="subheading">Zahlen Jüngere am Ende doppelt?</h3>
<p>Dass die Rente dadurch sicher wird, ist fraglich. Und so treibt heute viele junge Leute die Sorge um, ob sie nicht durch die Reform besonders geschröpft werden: erst durch hohe Beiträge, um die heutige Rentnergeneration zu finanzieren, dann zusätzlich zwei Prozent für die Kapitalsäule – und am Ende trotzdem nur eine magere Rente.</p>
<p>Eine Garantie auf eine bestimmte Rentenhöhe gibt keines der Papiere her. Die Kommission nennt als Ziel eine Nettoersatzquote von mindestens 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens für Durchschnittsverdiener. Erwerbstätige wünschen sich laut einem DIW-Gutachten allerdings mehr, nämlich <a href="https://www.telepolis.de/article/Rente-Deutsche-wuenschen-sich-78-Prozent-ihres-Nettos-im-Alter-11271745.html">78 Prozent ihres letzten Nettogehalts</a>.</p>
<p>Gegenwind kommt von Gewerkschaften und aus dem Osten. Der DGB-NRW-Vorsitzende Thorben Albrecht spricht von Kürzungen auf dem Rücken der Beschäftigten, am 26. September ruft der DGB in 15 Großstädten unter dem Motto "Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente." zu Protesten auf.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925186" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10621605"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4256" height="2392" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/1/8/6/shutterstock_1645240564-e5511180cdab10a1.jpeg" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4256" height="2392" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gesetzliche Rente: Rentensystem, Rentenpunkte und Vorsorge einfach erklärt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, verwies zuletzt auf die Zusage im Koalitionsvertrag: "Ein abschlagsfreier Renteneintritt nach 45 Beitragsjahren wird auch künftig möglich bleiben".</p>
<p>Ostdeutsche Ministerpräsidenten führten zudem geringere Ersparnisse und gebrochene Erwerbsbiografien nach 1990 an. Ob körperlich Arbeitende überhaupt <a href="https://www.telepolis.de/article/Handwerk-Pflege-Bau-Hier-ist-die-Rente-mit-67-fuer-die-meisten-unerreichbar-11355194.html">bis zur Regelaltersgrenze durchhalten</a>, bezweifeln besonders in Handwerk, Pflege und Bau viele selbst.</p>
<p>Drei Termine lohnen sich zum Vormerken: Der Bundestag soll die Rentenreform bis Ende 2026 verabschieden. Am 8. Oktober startet der Sozialpartnerdialog zur Betriebsrente. Und zum 1. Januar 2027 sollen neue private Vorsorgeangebote mit unterschiedlichen Anlage- und Garantiekonzepten an den Start gehen – das Riester-System wird für Neuverträge abgelöst, bestehende Verträge laufen weiter.</p>
2026-09-24T14:30:00.000Z
urn:bid:5170833
2026-09-24T12:30:00.000Z
Vor Schottlands Küste feuerte erstmals ein unbemanntes U-Boot einen Mk-48-Torpedo. London und Washington planen bereits Folgeprojekte.</p>
<p>Vor der schottischen Westküste ist am 13. September etwas passiert, das es weder in der US-Marine noch in der Royal Navy zuvor gegeben hat: Ein schwerer Torpedo wurde von einem U-Boot abgefeuert, an dessen Bord kein einziger Mensch saß.</p>
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<p>Abgefeuert hat ihn <a href="https://www.royalnavy.mod.uk/news/2025/may/15/20250515-uncrewed-submarine-naming-ceremony" rel="external noopener" target="_blank">die XV Excalibur</a>, eine 12 Meter lange Unterwasserdrohne, auf dem britischen Erprobungsgelände Butec (British Underwater Test & Evaluation Centre).</p>
<p>Bei der Waffe handelte es sich um einen Mk 48, einen Schwergewichtstorpedo der US-Marine, der gegen U-Boote und Überwasserschiffe eingesetzt werden kann. Entwickelt wurd er gemeinsam <a href="https://www.gov.uk/government/news/prime-minister-drives-global-work-on-artificial-intelligence-at-unga-as-uk-and-us-make-history-with-firing-from-undersea-drone" rel="external noopener" target="_blank">von den USA und Australien</a>.</p>
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<p>Nach <a href="https://www.navy.mil/Press-Office/News-Stories/display-news/Article/4608044/us-navy-and-royal-navy-successfully-test-fire-torpedo-from-unmanned-undersea-ve" rel="external noopener" target="_blank">Angaben der US-Marine</a> bestätigte der Versuch, dass sich eine amerikanische Waffe mechanisch, elektrisch und per Software an ein autonomes Fahrzeug eines Verbündeten anbinden lässt. Bislang starteten solche Torpedos ausschließlich von bemannten U-Booten.</p>
<h3 class="subheading">Sieben Monate von der Idee bis zum Schuss</h3>
<p>Auffällig ist in erster Linie das Tempo, mit dem der Test gestartet wurde. Das US-Marineministerium genehmigte das zugehörige Projekt Broadsword erst im Februar, die Erprobung mit dem Namen Trial Iron folgte weniger als sieben Monate später.</p>
<p>Beteiligt waren neben der Royal Navy das Rapid Capabilities Office der US-Marine, die Defense Innovation Unit und das Naval Undersea Warfare Center Keyport.</p>
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<p>Das Rapid Capabilities Office richtete der US-Marineminister erst im August 2025 ein. Es hat die Aufgabe, neue Fähigkeiten mit Hochdruck zu entwickeln und zur Einsatzbereitschaft zu bringen.</p>
<p>Admiral Daryl Caudle, Chef der US-Marineoperationen, sprach von einem "historischen ersten Mal für die Unterwasserkriegsführung der Verbündeten".</p>
<p>Vizeadmiralin Seiko Okano, die das Rapid Capabilities Office leitet, umschrieb den Ansatz so: "Wir warten nicht zehn Jahre auf eine einzige Speziallösung."</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5094184" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11317192"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Unterseekabel-Bewaffnete-Unterwasser-Drohnen-sollen-ab-2027-patrouillieren-11317192.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2501" height="1406" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/4/1/8/4/shutterstock_2750070047-a156635b1a96a87d.jpeg" alt="Ein orangefarbenes Unterwasserfahrzeug mit Propeller und Flossen auf einer schwarzen Unterlage." style="aspect-ratio:2501 / 1406"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2501" height="1406" alt="Ein orangefarbenes Unterwasserfahrzeug mit Propeller und Flossen auf einer schwarzen Unterlage." style="aspect-ratio:2501 / 1406;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Unterseekabel: Bewaffnete Unterwasser-Drohnen sollen ab 2027 patrouillieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Statt einer maßgeschneiderten Plattform setzt die Marine auf eine modulare, softwaredefinierte Architektur mit offenen Schnittstellen. Der Sinn dahinter: Waffen sollen nicht an einen Träger gebunden sein, sondern soll mit verschiedenen kompatibel sein.</p>
<h3 class="subheading">Improvisation unter dem Rumpf</h3>
<p>Die XV Excalibur ist ein XLUUV, also ein besonders großes unbemanntes Unterwasserfahrzeug.</p>
<p><a href="https://www.janes.com/defence-intelligence-insights/defence-news/defence/uks-submarine-delivery-agency-hands-excalibur-xluuv-over-to-royal-navy" rel="external noopener" target="_blank">Gebaut hat sie</a> MSubs in Plymouth, die Royal Navy taufte sie im Mai 2025 und übernahm sie im Dezember 2025 aus dem <a href="https://marineai.co.uk/cetus/" rel="external noopener" target="_blank">dreijährigen Projekt Cetus</a>. Torpedorohre besitzt das 19 Tonnen schwere Boot nicht, nur einen Nutzlastraum und externe Schnittstellen.</p>
<p>Der 5,8 Meter lange Mk 48 passte nicht hinein und <a href="https://www.theregister.com/offbeat/2026/09/23/uks-uncrewed-experimental-sub-shows-it-can-fire-torpedoes/5298308" rel="external noopener" target="_blank">hing daher vermutlich</a> in einer provisorischen Halterung unter dem Rumpf.</p>
<h3 class="subheading">Rechnung für umkämpfte Gewässer</h3>
<p>Der Test läuft unter Säule 2 des Bündnisses Aukus, in der Australien, Großbritannien und die USA Hochtechnologie von Autonomie bis Quantensensorik gemeinsam entwickeln.</p>
<p>Die britische Regierung rechnet das Vorhaben der euro-atlantischen Sicherheit zu, und es der Nato unter Wasser einen Vorteil bringen. Der strategische Reiz liegt in den Kosten: Eine Drohne, die Torpedos tragen kann, verschiebt das Kostenverhältnis in umkämpften Gewässern drastisch, ohne dass teure bemannte Jagd-U-Boote wie die britische Astute-Klasse jede Aufgabe selbst übernehmen müssen.</p>
<p>London hat im Defence Investment Plan mehr als 5 Milliarden Pfund über vier Jahre für Drohnen und unbemannte Systeme zugesagt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5029740" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11180405"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-lautlose-Umbruch-Autonome-Unterwasserdrohnen-gegen-die-alte-Marinewelt-11180405.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/9/7/4/0/Master_Lange-ed79ee2b9b54a6b0.jpeg" alt="Illustration zeigt ein autonomes Unterwasserfahrzeug, das sich an den Schiffsboden eines Frachters geheftet hat. Dazu weitere Drohnen.." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Illustration zeigt ein autonomes Unterwasserfahrzeug, das sich an den Schiffsboden eines Frachters geheftet hat. Dazu weitere Drohnen.." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der lautlose Umbruch: Autonome Unterwasserdrohnen gegen die alte Marinewelt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Von einsatzbereiten Kampfdrohnen ist das System weit entfernt. Die Marine spricht von einem Proof of Concept, Excalibur bleibt eine Versuchsplattform.</p>
<p>Aus der Ferne steuerbar ist die Drohne längst: Bei der Übung Talisman Sabre im August 2025 führten Royal-Navy-Bediener das Boot in britischen Gewässern von einem Kontrollzentrum in Australien aus, also aus einer Entfernung von mehr als 16.000 Kilometern.</p>
<p>Wie das Boot während des Schusses gesteuert wurde und ob der Torpedo ein Ziel hatte, teilten die Beteiligten nicht mit; Hinweise auf eine autonome Entscheidung über den Waffeneinsatz gibt es nicht.</p>
<p>Genau daran arbeiten die Partner weiter: Das Folgeprojekt Cutlass soll auf der Plattform Anduril Dive-XL taktische Szenarien sowie Führungs- und Kontrollarchitekturen untersuchen.</p>
<p>Parallel starten die <a href="https://www.gov.uk/government/news/prime-minister-drives-global-work-on-artificial-intelligence-at-unga-as-uk-and-us-make-history-with-firing-from-undersea-drone" rel="external noopener" target="_blank">britische Regierung und das US-Kriegsministerium</a> eine Partnerschaft für militärische KI, die Seewege, Luftraum und kritische Infrastruktur schützen soll.</p>
Vor Schottlands Küste feuerte erstmals ein unbemanntes U-Boot einen Mk-48-Torpedo. London und Washington planen bereits Folgeprojekte.</p>
<p>Vor der schottischen Westküste ist am 13. September etwas passiert, das es weder in der US-Marine noch in der Royal Navy zuvor gegeben hat: Ein schwerer Torpedo wurde von einem U-Boot abgefeuert, an dessen Bord kein einziger Mensch saß.</p>
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<p>Abgefeuert hat ihn <a href="https://www.royalnavy.mod.uk/news/2025/may/15/20250515-uncrewed-submarine-naming-ceremony" rel="external noopener" target="_blank">die XV Excalibur</a>, eine 12 Meter lange Unterwasserdrohne, auf dem britischen Erprobungsgelände Butec (British Underwater Test & Evaluation Centre).</p>
<p>Bei der Waffe handelte es sich um einen Mk 48, einen Schwergewichtstorpedo der US-Marine, der gegen U-Boote und Überwasserschiffe eingesetzt werden kann. Entwickelt wurd er gemeinsam <a href="https://www.gov.uk/government/news/prime-minister-drives-global-work-on-artificial-intelligence-at-unga-as-uk-and-us-make-history-with-firing-from-undersea-drone" rel="external noopener" target="_blank">von den USA und Australien</a>.</p>
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<p>Nach <a href="https://www.navy.mil/Press-Office/News-Stories/display-news/Article/4608044/us-navy-and-royal-navy-successfully-test-fire-torpedo-from-unmanned-undersea-ve" rel="external noopener" target="_blank">Angaben der US-Marine</a> bestätigte der Versuch, dass sich eine amerikanische Waffe mechanisch, elektrisch und per Software an ein autonomes Fahrzeug eines Verbündeten anbinden lässt. Bislang starteten solche Torpedos ausschließlich von bemannten U-Booten.</p>
<h3 class="subheading">Sieben Monate von der Idee bis zum Schuss</h3>
<p>Auffällig ist in erster Linie das Tempo, mit dem der Test gestartet wurde. Das US-Marineministerium genehmigte das zugehörige Projekt Broadsword erst im Februar, die Erprobung mit dem Namen Trial Iron folgte weniger als sieben Monate später.</p>
<p>Beteiligt waren neben der Royal Navy das Rapid Capabilities Office der US-Marine, die Defense Innovation Unit und das Naval Undersea Warfare Center Keyport.</p>
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<p>Das Rapid Capabilities Office richtete der US-Marineminister erst im August 2025 ein. Es hat die Aufgabe, neue Fähigkeiten mit Hochdruck zu entwickeln und zur Einsatzbereitschaft zu bringen.</p>
<p>Admiral Daryl Caudle, Chef der US-Marineoperationen, sprach von einem "historischen ersten Mal für die Unterwasserkriegsführung der Verbündeten".</p>
<p>Vizeadmiralin Seiko Okano, die das Rapid Capabilities Office leitet, umschrieb den Ansatz so: "Wir warten nicht zehn Jahre auf eine einzige Speziallösung."</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5094184" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11317192"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Unterseekabel-Bewaffnete-Unterwasser-Drohnen-sollen-ab-2027-patrouillieren-11317192.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2501" height="1406" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/4/1/8/4/shutterstock_2750070047-a156635b1a96a87d.jpeg" alt="Ein orangefarbenes Unterwasserfahrzeug mit Propeller und Flossen auf einer schwarzen Unterlage." style="aspect-ratio:2501 / 1406"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2501" height="1406" alt="Ein orangefarbenes Unterwasserfahrzeug mit Propeller und Flossen auf einer schwarzen Unterlage." style="aspect-ratio:2501 / 1406;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Unterseekabel: Bewaffnete Unterwasser-Drohnen sollen ab 2027 patrouillieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Statt einer maßgeschneiderten Plattform setzt die Marine auf eine modulare, softwaredefinierte Architektur mit offenen Schnittstellen. Der Sinn dahinter: Waffen sollen nicht an einen Träger gebunden sein, sondern soll mit verschiedenen kompatibel sein.</p>
<h3 class="subheading">Improvisation unter dem Rumpf</h3>
<p>Die XV Excalibur ist ein XLUUV, also ein besonders großes unbemanntes Unterwasserfahrzeug.</p>
<p><a href="https://www.janes.com/defence-intelligence-insights/defence-news/defence/uks-submarine-delivery-agency-hands-excalibur-xluuv-over-to-royal-navy" rel="external noopener" target="_blank">Gebaut hat sie</a> MSubs in Plymouth, die Royal Navy taufte sie im Mai 2025 und übernahm sie im Dezember 2025 aus dem <a href="https://marineai.co.uk/cetus/" rel="external noopener" target="_blank">dreijährigen Projekt Cetus</a>. Torpedorohre besitzt das 19 Tonnen schwere Boot nicht, nur einen Nutzlastraum und externe Schnittstellen.</p>
<p>Der 5,8 Meter lange Mk 48 passte nicht hinein und <a href="https://www.theregister.com/offbeat/2026/09/23/uks-uncrewed-experimental-sub-shows-it-can-fire-torpedoes/5298308" rel="external noopener" target="_blank">hing daher vermutlich</a> in einer provisorischen Halterung unter dem Rumpf.</p>
<h3 class="subheading">Rechnung für umkämpfte Gewässer</h3>
<p>Der Test läuft unter Säule 2 des Bündnisses Aukus, in der Australien, Großbritannien und die USA Hochtechnologie von Autonomie bis Quantensensorik gemeinsam entwickeln.</p>
<p>Die britische Regierung rechnet das Vorhaben der euro-atlantischen Sicherheit zu, und es der Nato unter Wasser einen Vorteil bringen. Der strategische Reiz liegt in den Kosten: Eine Drohne, die Torpedos tragen kann, verschiebt das Kostenverhältnis in umkämpften Gewässern drastisch, ohne dass teure bemannte Jagd-U-Boote wie die britische Astute-Klasse jede Aufgabe selbst übernehmen müssen.</p>
<p>London hat im Defence Investment Plan mehr als 5 Milliarden Pfund über vier Jahre für Drohnen und unbemannte Systeme zugesagt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5029740" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11180405"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-lautlose-Umbruch-Autonome-Unterwasserdrohnen-gegen-die-alte-Marinewelt-11180405.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/9/7/4/0/Master_Lange-ed79ee2b9b54a6b0.jpeg" alt="Illustration zeigt ein autonomes Unterwasserfahrzeug, das sich an den Schiffsboden eines Frachters geheftet hat. Dazu weitere Drohnen.." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Illustration zeigt ein autonomes Unterwasserfahrzeug, das sich an den Schiffsboden eines Frachters geheftet hat. Dazu weitere Drohnen.." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der lautlose Umbruch: Autonome Unterwasserdrohnen gegen die alte Marinewelt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Von einsatzbereiten Kampfdrohnen ist das System weit entfernt. Die Marine spricht von einem Proof of Concept, Excalibur bleibt eine Versuchsplattform.</p>
<p>Aus der Ferne steuerbar ist die Drohne längst: Bei der Übung Talisman Sabre im August 2025 führten Royal-Navy-Bediener das Boot in britischen Gewässern von einem Kontrollzentrum in Australien aus, also aus einer Entfernung von mehr als 16.000 Kilometern.</p>
<p>Wie das Boot während des Schusses gesteuert wurde und ob der Torpedo ein Ziel hatte, teilten die Beteiligten nicht mit; Hinweise auf eine autonome Entscheidung über den Waffeneinsatz gibt es nicht.</p>
<p>Genau daran arbeiten die Partner weiter: Das Folgeprojekt Cutlass soll auf der Plattform Anduril Dive-XL taktische Szenarien sowie Führungs- und Kontrollarchitekturen untersuchen.</p>
<p>Parallel starten die <a href="https://www.gov.uk/government/news/prime-minister-drives-global-work-on-artificial-intelligence-at-unga-as-uk-and-us-make-history-with-firing-from-undersea-drone" rel="external noopener" target="_blank">britische Regierung und das US-Kriegsministerium</a> eine Partnerschaft für militärische KI, die Seewege, Luftraum und kritische Infrastruktur schützen soll.</p>
2026-09-24T12:30:00.000Z
urn:bid:5170825
2026-09-24T12:00:00.000Z
Israels Verteidigungsminister Katz schließt einen Rückzug von den Golanhöhen aus und kündigt an, künftig erobertes syrisches Gebiet dauerhaft zu behalten. </p>
<p>Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat am Mittwoch jede Möglichkeit eines Rückzugs von den Golanhöhen ausgeschlossen. "Meine klare Antwort an den syrischen Präsidenten, der laute Erklärungen bei der UN abgegeben hat: Die Golanhöhen stehen unter israelischer Souveränität; sie sind für immer ein integraler Bestandteil des Staates Israel", <a href="https://www.israelnationalnews.com/news/433551" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> Katz laut einem Bericht des Portals <em>Israel National News</em>.</p>
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<p>Katz begründete seine Position mit der Vergangenheit: Israel werde sich nicht vom <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hermon" rel="external noopener" target="_blank">Hermonberg </a>und aus den 1973 eroberten Sicherheitszonen zurückziehen, die 1974 im Rahmen des Entflechtungsabkommens übergeben worden seien.</p>
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<p>Die damaligen Bedingungen seien verletzt worden, da Syrien zu einer "iranischen Basis und Bedrohung" an Israels Grenzen geworden sei, so der Minister. Nach dem Sturz des Assad-Regimes sei die israelische Armee (IDF) auf den Gipfel des Hermonbergs und in die syrische Sicherheitszone vorgerückt, um "dschihadistische Bedrohungen" gegen Israel zu verhindern. Die Truppen würden dort verbleiben, solange eine solche Bedrohung bestehe – unabhängig davon, ob sie von syrischen Sicherheitskräften oder anderen bewaffneten Gruppen ausgehe.</p>
<p>Am Ende seiner Erklärung richtete Katz eine unmittelbare Warnung an die Führung in Damaskus: "Wenn sie unsere Streitkräfte oder das Territorium des Staates Israel innerhalb Syriens angreifen, werden wir handeln und reagieren müssen, und jedes Gebiet, das wir dieses Mal einnehmen, wird für immer unser bleiben, im Einklang mit dem Kriegsrecht." Israel werde nicht zulassen, dass Syrien erneut zu einer Bedrohung werde, und werde dies bei Bedarf verhindern, so Katz.</p>
<h3 class="subheading">Der Auslöser</h3>
<p>Zuvor hatte Syriens Präsident Ahmed al-Sharaa in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung einen Rückzug Israels aus völkerrechtlich anerkanntem syrischem Gebiet <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/23/syrias-al-sharaa-warns-israeli-attacks-endanger-delicate-post-war-recovery" rel="external noopener" target="_blank">gefordert</a>: "Wir weisen israelische Versuche zurück, uns vollendete Tatsachen aufzuzwingen. Wir weisen ihre Aggressionen zurück, die Frieden und Sicherheit unterminieren." Er sprach von mehr als 500 Luftangriffen, über 1.200 Übergriffen und 300 Festnahmen durch Israel in Syrien und bezeichnete dies als Rückfall in "eine Ära, die wir für lange vorbei glaubten".</p>
<p>Al-Sharaa, ein ehemaliger Kämpfer der mit al-Qaida verbundenen Gruppe al-Nusra-Front, war 2024 nach dem Sturz des Regimes von Bashar al-Assad an die Macht gekommen. Vor der UN-Generalversammlung forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Disengagement_Observer_Force" rel="external noopener" target="_blank">Entflechtungsabkommen von 1974</a> zu bekennen, mit dem eine von den Vereinten Nationen überwachte Trennzone zwischen israelischen und syrischen Streitkräften eingerichtet worden war.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4763943" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10200722"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Netanjahu-plant-Siedlungsbau-Golan-soll-fuer-immer-Teil-Israels-werden-10200722.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/6/3/9/4/3/shutterstock_1537754954-e1f866e3f2dd0ad3.jpeg" alt="Ein schwarzes Schild am Wegesrand einer leeren Straße" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Ein schwarzes Schild am Wegesrand einer leeren Straße" style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Netanjahu plant Siedlungsbau: Golan soll "für immer" Teil Israels werden</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4751223" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10176462"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Israels-neue-Fronten-Vom-Gaza-Krieg-zur-syrischen-Grenze-10176462.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6566" height="3689" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/5/1/2/2/3/shutterstock_715864837-ceb363b3d94d717c.jpeg" alt="Wegweiser mit mehreren Stadtnamen" style="aspect-ratio:6566 / 3689"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6566" height="3689" alt="Wegweiser mit mehreren Stadtnamen" style="aspect-ratio:6566 / 3689;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Israels neue Fronten: Vom Gaza-Krieg zur syrischen Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Er verlangte den Abzug Israels aus den besetzten Golanhöhen und betonte, das strategisch und wasserreich gelegene Gebiet "wird syrisches Territorium bleiben" – dies, nachdem Kolumbien im Vormonat den israelischen Souveränitätsanspruch über die Golanhöhen anerkannt hatte, wie <em>Al Jazeera</em> berichtet.</p>
<h3 class="subheading">Völkerrechtliche Einordnung</h3>
<p>Der völkerrechtliche Status der Golanhöhen ist eindeutig geregelt. Israel hatte das Gebiet im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sechstagekrieg" rel="external noopener" target="_blank">Sechstagekrieg 1967</a> besetzt und 1981 einseitig annektiert. Der UN-Sicherheitsrat erklärte diesen Schritt in seiner Resolution 497 aus demselben Jahr für "null und nichtig, ohne internationale rechtliche Wirkung". Die Resolution fordert Israel explizit auf, seine Annexionsentscheidung zurückzunehmen. An diesem Status hat sich seither auf Ebene der Vereinten Nationen nichts geändert – die Golanhöhen gelten weiterhin als besetztes syrisches Gebiet.</p>
<p>Katz' Ankündigung, künftig eroberte Gebiete "im Einklang mit dem Kriegsrecht" dauerhaft zu behalten, steht in Widerspruch zu grundlegenden Prinzipien der UN-Charta. Artikel 2 Ziffer 4 der Charta verbietet allen Mitgliedstaaten die Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit anderer Staaten.</p>
<p>Aus diesem allgemeinen Gewaltverbot leitet sich im Völkerrecht das Prinzip ab, dass Gebietsgewinne durch militärische Gewalt keine Rechtswirkung entfalten – unabhängig vom Anlass des jeweiligen Konflikts. Eine "Kriegsrecht"-Klausel, die einen dauerhaften Territorialerwerb durch militärisches Vorrücken legitimiert, ist in diesem Rahmen nicht vorgesehen.</p>
<p>Auch das Entflechtungsabkommen von 1974, auf das sich sowohl al-Sharaa als auch Katz beziehen, wurde nach der israelischen Darstellung bereits gebrochen: Nach dem Sturz Assads Ende 2024 rückte die israelische Armee eigenen Angaben zufolge auf den Gipfel des Hermonbergs und in die von den Vereinten Nationen überwachte Pufferzone vor. Diese Zone war im Rahmen des Abkommens von 1974 gerade zur Trennung der Streitkräfte beider Länder eingerichtet worden.</p>
<p>UN-Generalsekretär António Guterres hatte die israelische Besetzung des Gebiets bei seinem ersten offiziellen Besuch in Damaskus seit 2009 im Juli als "völlig unannehmbar" bezeichnet und bekräftigt, dass das Gebiet syrisches Territorium sei.</p>
<p>Dieser Position innerhalb der Vereinten Nationen steht die einseitige Anerkennung der israelischen Souveränität über die Golanhöhen durch einzelne Staaten gegenüber, wie im Fall Kolumbiens im vergangenen Monat. Solche bilateralen Anerkennungen ändern den völkerrechtlichen Status des Gebiets, der durch UN-Sicherheitsratsresolutionen festgelegt wird, jedoch nicht.</p>
<p>Eine Anfrage von <em>Telepolis </em>an das Auswärtige Amt mit der Bitte um Stellungnahme blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.</p>
Israels Verteidigungsminister Katz schließt einen Rückzug von den Golanhöhen aus und kündigt an, künftig erobertes syrisches Gebiet dauerhaft zu behalten. </p>
<p>Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat am Mittwoch jede Möglichkeit eines Rückzugs von den Golanhöhen ausgeschlossen. "Meine klare Antwort an den syrischen Präsidenten, der laute Erklärungen bei der UN abgegeben hat: Die Golanhöhen stehen unter israelischer Souveränität; sie sind für immer ein integraler Bestandteil des Staates Israel", <a href="https://www.israelnationalnews.com/news/433551" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> Katz laut einem Bericht des Portals <em>Israel National News</em>.</p>
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<p>Katz begründete seine Position mit der Vergangenheit: Israel werde sich nicht vom <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hermon" rel="external noopener" target="_blank">Hermonberg </a>und aus den 1973 eroberten Sicherheitszonen zurückziehen, die 1974 im Rahmen des Entflechtungsabkommens übergeben worden seien.</p>
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<p>Die damaligen Bedingungen seien verletzt worden, da Syrien zu einer "iranischen Basis und Bedrohung" an Israels Grenzen geworden sei, so der Minister. Nach dem Sturz des Assad-Regimes sei die israelische Armee (IDF) auf den Gipfel des Hermonbergs und in die syrische Sicherheitszone vorgerückt, um "dschihadistische Bedrohungen" gegen Israel zu verhindern. Die Truppen würden dort verbleiben, solange eine solche Bedrohung bestehe – unabhängig davon, ob sie von syrischen Sicherheitskräften oder anderen bewaffneten Gruppen ausgehe.</p>
<p>Am Ende seiner Erklärung richtete Katz eine unmittelbare Warnung an die Führung in Damaskus: "Wenn sie unsere Streitkräfte oder das Territorium des Staates Israel innerhalb Syriens angreifen, werden wir handeln und reagieren müssen, und jedes Gebiet, das wir dieses Mal einnehmen, wird für immer unser bleiben, im Einklang mit dem Kriegsrecht." Israel werde nicht zulassen, dass Syrien erneut zu einer Bedrohung werde, und werde dies bei Bedarf verhindern, so Katz.</p>
<h3 class="subheading">Der Auslöser</h3>
<p>Zuvor hatte Syriens Präsident Ahmed al-Sharaa in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung einen Rückzug Israels aus völkerrechtlich anerkanntem syrischem Gebiet <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/23/syrias-al-sharaa-warns-israeli-attacks-endanger-delicate-post-war-recovery" rel="external noopener" target="_blank">gefordert</a>: "Wir weisen israelische Versuche zurück, uns vollendete Tatsachen aufzuzwingen. Wir weisen ihre Aggressionen zurück, die Frieden und Sicherheit unterminieren." Er sprach von mehr als 500 Luftangriffen, über 1.200 Übergriffen und 300 Festnahmen durch Israel in Syrien und bezeichnete dies als Rückfall in "eine Ära, die wir für lange vorbei glaubten".</p>
<p>Al-Sharaa, ein ehemaliger Kämpfer der mit al-Qaida verbundenen Gruppe al-Nusra-Front, war 2024 nach dem Sturz des Regimes von Bashar al-Assad an die Macht gekommen. Vor der UN-Generalversammlung forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Disengagement_Observer_Force" rel="external noopener" target="_blank">Entflechtungsabkommen von 1974</a> zu bekennen, mit dem eine von den Vereinten Nationen überwachte Trennzone zwischen israelischen und syrischen Streitkräften eingerichtet worden war.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4763943" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10200722"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Netanjahu-plant-Siedlungsbau-Golan-soll-fuer-immer-Teil-Israels-werden-10200722.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/6/3/9/4/3/shutterstock_1537754954-e1f866e3f2dd0ad3.jpeg" alt="Ein schwarzes Schild am Wegesrand einer leeren Straße" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Ein schwarzes Schild am Wegesrand einer leeren Straße" style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Netanjahu plant Siedlungsbau: Golan soll "für immer" Teil Israels werden</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4751223" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10176462"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Israels-neue-Fronten-Vom-Gaza-Krieg-zur-syrischen-Grenze-10176462.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6566" height="3689" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/5/1/2/2/3/shutterstock_715864837-ceb363b3d94d717c.jpeg" alt="Wegweiser mit mehreren Stadtnamen" style="aspect-ratio:6566 / 3689"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6566" height="3689" alt="Wegweiser mit mehreren Stadtnamen" style="aspect-ratio:6566 / 3689;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Israels neue Fronten: Vom Gaza-Krieg zur syrischen Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Er verlangte den Abzug Israels aus den besetzten Golanhöhen und betonte, das strategisch und wasserreich gelegene Gebiet "wird syrisches Territorium bleiben" – dies, nachdem Kolumbien im Vormonat den israelischen Souveränitätsanspruch über die Golanhöhen anerkannt hatte, wie <em>Al Jazeera</em> berichtet.</p>
<h3 class="subheading">Völkerrechtliche Einordnung</h3>
<p>Der völkerrechtliche Status der Golanhöhen ist eindeutig geregelt. Israel hatte das Gebiet im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sechstagekrieg" rel="external noopener" target="_blank">Sechstagekrieg 1967</a> besetzt und 1981 einseitig annektiert. Der UN-Sicherheitsrat erklärte diesen Schritt in seiner Resolution 497 aus demselben Jahr für "null und nichtig, ohne internationale rechtliche Wirkung". Die Resolution fordert Israel explizit auf, seine Annexionsentscheidung zurückzunehmen. An diesem Status hat sich seither auf Ebene der Vereinten Nationen nichts geändert – die Golanhöhen gelten weiterhin als besetztes syrisches Gebiet.</p>
<p>Katz' Ankündigung, künftig eroberte Gebiete "im Einklang mit dem Kriegsrecht" dauerhaft zu behalten, steht in Widerspruch zu grundlegenden Prinzipien der UN-Charta. Artikel 2 Ziffer 4 der Charta verbietet allen Mitgliedstaaten die Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit anderer Staaten.</p>
<p>Aus diesem allgemeinen Gewaltverbot leitet sich im Völkerrecht das Prinzip ab, dass Gebietsgewinne durch militärische Gewalt keine Rechtswirkung entfalten – unabhängig vom Anlass des jeweiligen Konflikts. Eine "Kriegsrecht"-Klausel, die einen dauerhaften Territorialerwerb durch militärisches Vorrücken legitimiert, ist in diesem Rahmen nicht vorgesehen.</p>
<p>Auch das Entflechtungsabkommen von 1974, auf das sich sowohl al-Sharaa als auch Katz beziehen, wurde nach der israelischen Darstellung bereits gebrochen: Nach dem Sturz Assads Ende 2024 rückte die israelische Armee eigenen Angaben zufolge auf den Gipfel des Hermonbergs und in die von den Vereinten Nationen überwachte Pufferzone vor. Diese Zone war im Rahmen des Abkommens von 1974 gerade zur Trennung der Streitkräfte beider Länder eingerichtet worden.</p>
<p>UN-Generalsekretär António Guterres hatte die israelische Besetzung des Gebiets bei seinem ersten offiziellen Besuch in Damaskus seit 2009 im Juli als "völlig unannehmbar" bezeichnet und bekräftigt, dass das Gebiet syrisches Territorium sei.</p>
<p>Dieser Position innerhalb der Vereinten Nationen steht die einseitige Anerkennung der israelischen Souveränität über die Golanhöhen durch einzelne Staaten gegenüber, wie im Fall Kolumbiens im vergangenen Monat. Solche bilateralen Anerkennungen ändern den völkerrechtlichen Status des Gebiets, der durch UN-Sicherheitsratsresolutionen festgelegt wird, jedoch nicht.</p>
<p>Eine Anfrage von <em>Telepolis </em>an das Auswärtige Amt mit der Bitte um Stellungnahme blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.</p>
2026-09-24T12:00:00.000Z
urn:bid:5170719
2026-09-24T10:55:00.000Z
Roms Senat hat das Gesetz zur nachhaltigen Kernenergie beschlossen. Es ebnet den Weg zur Atomkraft – eine Baugenehmigung erteilt es aber nicht.</p>
<p>Knapp vier Jahrzehnte nach dem Ausstieg kehrt die Atomkraft in Italien auf die politische Agenda zurück: Der Senat in Rom hat am Mittwoch, dem 23. September 2026, dem Gesetz zur nachhaltigen Kernenergie endgültig zugestimmt – mit 81 Ja-Stimmen, 51 Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen.</p>
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<p>Die Abgeordnetenkammer hatte das Vorhaben im Juni gebilligt, damit ist das parlamentarische Verfahren abgeschlossen.</p>
<p>Bei dem Vorhaben mit der Kennung S. 1924 handelt es sich um ein Delegationsgesetz: Die <a href="https://www.senato.it/leggi-e-documenti/disegni-di-legge/scheda-ddl?did=60187" rel="external noopener" target="_blank">Delega al Governo in materia di energia nucleare sostenibile</a> überträgt der Regierung die Aufgabe, den fehlenden <a href="https://apnews.com/article/italy-nuclear-chernobyl-4891b6b7c7791ae84db6b0bf0f7cf567" rel="external noopener" target="_blank">Rechtsrahmen überhaupt erst zu schaffen</a>.</p>
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<p>Ein konkretes Kernkraftwerk genehmigt der Beschluss nicht, weder Reaktortechnik noch Standort, Betreiber oder Finanzierung sind festgelegt. Einzelne Projekte müssen künftig vorgeschlagen, technisch und umweltrechtlich geprüft und separat genehmigt werden.</p>
<h3 class="subheading">Zwölf Monate für die Ausführungsregeln</h3>
<p>Binnen zwölf Monaten soll die Regierung gesetzesvertretende Verordnungen vorlegen. Das zuständige Ministerium peilt allerdings schon das Jahresende 2026 an.</p>
<p>Diese Verordnungen regeln Lizenzierung, Bau und Betrieb von Anlagen, Sicherheitsstandards, den Umgang mit radioaktiven Abfällen und abgebrannten Brennelementen, den Rückbau alter Anlagen, Standortkriterien für Reaktoren und Lager sowie Umweltverträglichkeitsprüfungen, Konzessionen und Verwaltungssanktionen.</p>
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<p>Sie sollen außerdem Sicherheit, Aufsicht und Kontrolle neu ordnen und die bisher zuständigen Stellen umbauen oder abschaffen. Ob eine unabhängige Atomaufsichtsbehörde entsteht, soll die Regierung dabei <a href="https://www.senato.it/leggi-e-documenti/disegni-di-legge/scheda-ddl?did=60187" rel="external noopener" target="_blank">erst prüfen</a>.</p>
<p>Die Ermächtigung umfasst auch Forschung an modernen Nukleartechnologien und Kernfusion sowie die Wasserstofferzeugung mit Kernenergie.</p>
<p>Der Minister für Umwelt und Energiesicherheit Gilberto Pichetto Fratin erklärte, seine Behörde arbeite bereits an den Regeln: Kernenergie sei "keine Rückkehr in die Vergangenheit" und könne zusammen mit erneuerbaren Energien "außergewöhnliche Ergebnisse" für die Versorgungssicherheit liefern.</p>
<h3 class="subheading">SMR statt Großreaktoren</h3>
<p>Anders als in den 1980er-Jahren, als Italien vier Reaktoren betrieb, zielt die Regierung von Giorgia Meloni nicht auf Großkraftwerke, sondern auf Small Modular Reactors (SMR) und andere moderne Bauarten, von denen sich Befürworter kürzere Bauzeiten und mehr Flexibilität versprechen.</p>
<p>Begründet wird der Kurswechsel mit Energiesicherheit, Klimazielen und steigendem Strombedarf durch Elektrifizierung und den Ausbau von Rechenzentren. Die Italiener orientieren sich hier an Frankreich und Polen, in gewisser Hinsicht als Vorreiter gelten und neue Atomkraftwerke planen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5099977" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11331355"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Mini-AKWs-fuer-25-Millionen-Wie-Atomkraft-jetzt-Afrika-erobert-11331355.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2939" height="1652" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/9/9/7/7/Charles_Brutlag-bd0526df12301a65.jpeg" alt="Atomkraftwerk mit Reaktorkuppel an einem See, der das Kühlwasser liefert. " style="aspect-ratio:2939 / 1652"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2939" height="1652" alt="Atomkraftwerk mit Reaktorkuppel an einem See, der das Kühlwasser liefert. " style="aspect-ratio:2939 / 1652;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mini-AKWs für 25 Millionen: Wie Atomkraft jetzt Afrika erobert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Als Weckruf gilt der Regierung die Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Italien importiert weiterhin viel Energie und bezieht große Mengen Atomstrom aus Nachbarstaaten.</p>
<p>Das Vorhaben markiert einen Wendepunkt in der italienischen Energieversorgung: Nach Tschernobyl 1986 und nach Fukushima 2011 hatten die Wähler die Atomkraft jeweils per Referendum abgelehnt.</p>
<h3 class="subheading">Kosten, Abfall und Widerstand</h3>
<p>Bis zum ersten Reaktor dürften Jahre vergehen: Nach den Verordnungen stehen Standortwahl, Umweltprüfungen, Einzelgenehmigungen, Finanzierung und Bau an. Pichetto Fratin stellt die <a href="https://www.lastampa.it/economia/2026/09/24/news/nucleare_si_senato_pichetto_prime_centrali_2033-15747319/" rel="external noopener" target="_blank">ersten Anlagen für 2033/34</a> in Aussicht.</p>
<p>Die Kosten für einen 300-Megawatt-SMR werden in der Branche auf 3 bis 6 Milliarden Euro geschätzt, ohne Netz- und Infrastrukturkosten; kommerziell bewährte SMR gibt es in Europa bislang nicht. Der Staat stellt für die Vorarbeiten zunächst 60 Millionen Euro bereit, verteilt auf die Jahre 2027 bis 2029.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4856902" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10389178"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Atomkraft-Europas-strahlende-Zukunft-10389178.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/6/9/0/2/Master_Atomkraft-09c9d7ba6be1f6cd.jpeg" alt="Grüne Landschaft und Kernkraftwerk" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grüne Landschaft und Kernkraftwerk" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Atomkraft: Europas strahlende Zukunft?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein dauerhaftes Endlager fehlt ebenfalls, die Altlasten des früheren Programms liegen in Provisorien. Die Standortsuche soll über freiwillige Bewerbungen laufen: Gemeinden und lokale Zweckverbände können sich anbieten, Reaktoren, Zwischenlager oder Entsorgungsanlagen aufzunehmen.</p>
<p>Sowohl bei künftigen Reaktorstandorten als auch bei Lagerplätzen rechnen Beobachter mit Protest aus den betroffenen Gemeinden. Eine Umfrage des Instituts Only Numbers kam im Juni 2026 auf rund 55 Prozent Zustimmung, vor allem bei Jüngeren.</p>
<p><a href="https://www.lanuovaecologia.it/senato-approva-ddl-nucleare-reazione-associazioni-legambiente-wwf-italia-greenpeace-italia-kyoto-club/" rel="external noopener" target="_blank">Greenpeace Italia</a>, WWF Italia, Kyoto Club und Legambiente nennen das Gesetz eine "leere Schachtel voller falscher Versprechen". Michele Governatori vom Thinktank ECCO begrüßt den Rechtsrahmen, erwartet aber wenig privates Kapital für eine noch unreife Technik – und verweist auf Effizienz, Erneuerbare, Speicher und Netzausbau als kurzfristige Alternativen.</p>
Roms Senat hat das Gesetz zur nachhaltigen Kernenergie beschlossen. Es ebnet den Weg zur Atomkraft – eine Baugenehmigung erteilt es aber nicht.</p>
<p>Knapp vier Jahrzehnte nach dem Ausstieg kehrt die Atomkraft in Italien auf die politische Agenda zurück: Der Senat in Rom hat am Mittwoch, dem 23. September 2026, dem Gesetz zur nachhaltigen Kernenergie endgültig zugestimmt – mit 81 Ja-Stimmen, 51 Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen.</p>
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<p>Die Abgeordnetenkammer hatte das Vorhaben im Juni gebilligt, damit ist das parlamentarische Verfahren abgeschlossen.</p>
<p>Bei dem Vorhaben mit der Kennung S. 1924 handelt es sich um ein Delegationsgesetz: Die <a href="https://www.senato.it/leggi-e-documenti/disegni-di-legge/scheda-ddl?did=60187" rel="external noopener" target="_blank">Delega al Governo in materia di energia nucleare sostenibile</a> überträgt der Regierung die Aufgabe, den fehlenden <a href="https://apnews.com/article/italy-nuclear-chernobyl-4891b6b7c7791ae84db6b0bf0f7cf567" rel="external noopener" target="_blank">Rechtsrahmen überhaupt erst zu schaffen</a>.</p>
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<p>Ein konkretes Kernkraftwerk genehmigt der Beschluss nicht, weder Reaktortechnik noch Standort, Betreiber oder Finanzierung sind festgelegt. Einzelne Projekte müssen künftig vorgeschlagen, technisch und umweltrechtlich geprüft und separat genehmigt werden.</p>
<h3 class="subheading">Zwölf Monate für die Ausführungsregeln</h3>
<p>Binnen zwölf Monaten soll die Regierung gesetzesvertretende Verordnungen vorlegen. Das zuständige Ministerium peilt allerdings schon das Jahresende 2026 an.</p>
<p>Diese Verordnungen regeln Lizenzierung, Bau und Betrieb von Anlagen, Sicherheitsstandards, den Umgang mit radioaktiven Abfällen und abgebrannten Brennelementen, den Rückbau alter Anlagen, Standortkriterien für Reaktoren und Lager sowie Umweltverträglichkeitsprüfungen, Konzessionen und Verwaltungssanktionen.</p>
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<p>Die Ermächtigung umfasst auch Forschung an modernen Nukleartechnologien und Kernfusion sowie die Wasserstofferzeugung mit Kernenergie.</p>
<p>Der Minister für Umwelt und Energiesicherheit Gilberto Pichetto Fratin erklärte, seine Behörde arbeite bereits an den Regeln: Kernenergie sei "keine Rückkehr in die Vergangenheit" und könne zusammen mit erneuerbaren Energien "außergewöhnliche Ergebnisse" für die Versorgungssicherheit liefern.</p>
<h3 class="subheading">SMR statt Großreaktoren</h3>
<p>Anders als in den 1980er-Jahren, als Italien vier Reaktoren betrieb, zielt die Regierung von Giorgia Meloni nicht auf Großkraftwerke, sondern auf Small Modular Reactors (SMR) und andere moderne Bauarten, von denen sich Befürworter kürzere Bauzeiten und mehr Flexibilität versprechen.</p>
<p>Begründet wird der Kurswechsel mit Energiesicherheit, Klimazielen und steigendem Strombedarf durch Elektrifizierung und den Ausbau von Rechenzentren. Die Italiener orientieren sich hier an Frankreich und Polen, in gewisser Hinsicht als Vorreiter gelten und neue Atomkraftwerke planen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5099977" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11331355"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Mini-AKWs-fuer-25-Millionen-Wie-Atomkraft-jetzt-Afrika-erobert-11331355.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2939" height="1652" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/9/9/7/7/Charles_Brutlag-bd0526df12301a65.jpeg" alt="Atomkraftwerk mit Reaktorkuppel an einem See, der das Kühlwasser liefert. " style="aspect-ratio:2939 / 1652"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2939" height="1652" alt="Atomkraftwerk mit Reaktorkuppel an einem See, der das Kühlwasser liefert. " style="aspect-ratio:2939 / 1652;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mini-AKWs für 25 Millionen: Wie Atomkraft jetzt Afrika erobert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Als Weckruf gilt der Regierung die Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Italien importiert weiterhin viel Energie und bezieht große Mengen Atomstrom aus Nachbarstaaten.</p>
<p>Das Vorhaben markiert einen Wendepunkt in der italienischen Energieversorgung: Nach Tschernobyl 1986 und nach Fukushima 2011 hatten die Wähler die Atomkraft jeweils per Referendum abgelehnt.</p>
<h3 class="subheading">Kosten, Abfall und Widerstand</h3>
<p>Bis zum ersten Reaktor dürften Jahre vergehen: Nach den Verordnungen stehen Standortwahl, Umweltprüfungen, Einzelgenehmigungen, Finanzierung und Bau an. Pichetto Fratin stellt die <a href="https://www.lastampa.it/economia/2026/09/24/news/nucleare_si_senato_pichetto_prime_centrali_2033-15747319/" rel="external noopener" target="_blank">ersten Anlagen für 2033/34</a> in Aussicht.</p>
<p>Die Kosten für einen 300-Megawatt-SMR werden in der Branche auf 3 bis 6 Milliarden Euro geschätzt, ohne Netz- und Infrastrukturkosten; kommerziell bewährte SMR gibt es in Europa bislang nicht. Der Staat stellt für die Vorarbeiten zunächst 60 Millionen Euro bereit, verteilt auf die Jahre 2027 bis 2029.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4856902" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10389178"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Atomkraft-Europas-strahlende-Zukunft-10389178.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/6/9/0/2/Master_Atomkraft-09c9d7ba6be1f6cd.jpeg" alt="Grüne Landschaft und Kernkraftwerk" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grüne Landschaft und Kernkraftwerk" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Atomkraft: Europas strahlende Zukunft?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein dauerhaftes Endlager fehlt ebenfalls, die Altlasten des früheren Programms liegen in Provisorien. Die Standortsuche soll über freiwillige Bewerbungen laufen: Gemeinden und lokale Zweckverbände können sich anbieten, Reaktoren, Zwischenlager oder Entsorgungsanlagen aufzunehmen.</p>
<p>Sowohl bei künftigen Reaktorstandorten als auch bei Lagerplätzen rechnen Beobachter mit Protest aus den betroffenen Gemeinden. Eine Umfrage des Instituts Only Numbers kam im Juni 2026 auf rund 55 Prozent Zustimmung, vor allem bei Jüngeren.</p>
<p><a href="https://www.lanuovaecologia.it/senato-approva-ddl-nucleare-reazione-associazioni-legambiente-wwf-italia-greenpeace-italia-kyoto-club/" rel="external noopener" target="_blank">Greenpeace Italia</a>, WWF Italia, Kyoto Club und Legambiente nennen das Gesetz eine "leere Schachtel voller falscher Versprechen". Michele Governatori vom Thinktank ECCO begrüßt den Rechtsrahmen, erwartet aber wenig privates Kapital für eine noch unreife Technik – und verweist auf Effizienz, Erneuerbare, Speicher und Netzausbau als kurzfristige Alternativen.</p>
2026-09-24T10:55:00.000Z
urn:bid:5170609
2026-09-24T09:00:00.000Z
Der Bundestag berät 609 Seiten neues Nachrichtendienstrecht. Kritiker warnen vor "Geheimpolizei", die Regierung verspricht Kontrolle durch den Kontrollrat.</p>
<p>Wenn deutsche Geheimdienstler bislang bei ihrer Arbeit auf den Server einer Hackergruppe stießen, blieb ihnen vor allem eines: beobachten, notieren, melden. Künftig sollen sie zugreifen dürfen.</p>
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<p>Der Bundestag hat am Donnerstag in erster Lesung über den Regierungsentwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts beraten – ein 609 Seiten starkes Paket, das die Arbeitsgrundlagen von Bundesnachrichtendienst (BND) und Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) komplett neu ordnet.</p>
<p>Das Kabinett hatte den <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/078/2107868.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Entwurf mit der Drucksachennummer 21/7868</a> am 12. August beschlossen; die Bundesregierung spricht von der grundlegendsten Überarbeitung des Nachrichtendienstrechts in der Geschichte der Bundesrepublik. Begründet wird sie mit Sabotage, Spionage, Cyberangriffen, Desinformation und verdeckten Aktionen fremder Mächte.</p>
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<p>Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) will aus den Diensten "echte Geheimdienste" machen, Nachrichtendienst-Beauftragte Nina Warken verweist auf ständige hybride Angriffe gegen Deutschland.</p>
<h3 class="subheading">Vom Aufklärer zum Akteur</h3>
<p>Der BND bleibt formal ein aufklärender Dienst, erhält aber sogenannte Annex-Befugnisse: Entdeckt er bei seiner Arbeit eine unmittelbare Gefahr, darf er eingreifen.</p>
<p>Die <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bundeskabinett-beschliesst-reform-des-rechts-der-nachrichtendienste-2449432" rel="external noopener" target="_blank">Beispiele der Bundesregierung</a> klingen wie aus einem Agentenfilm: Daten von Opfern bei Hackergruppen löschen, Warenlieferungen mit fehlerhaften Bauteilen manipulieren, in die IT von Chemiewaffenlaboren oder Drohnenfabriken eindringen und die Produktion sabotieren, Server von staatlichen Angreifern abschalten.</p>
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<p>Frei in der Entscheidung soll der BND dabei nicht sein. Will er darangehen, Anlagen zu sabotieren oder abzuschalten, dann geht das nur, wenn eine spezifische Gefährdungslage vorliegt. Und der Unabhängige Kontrollrat muss die Anordnung auch kontrolliert haben. Das Einzige, was auch weiterhin tabu sein soll, ist Menschen zu töten.</p>
<p>Mit ähnlichen neuen Rechten soll der Verfassungsschutz ausgestattet werden. Auch er soll unter Umständen verdeckt auf Gegenstände einwirken dürfen, etwa wenn es zu erheblichen Unruhen im Land kommt, wenn fremde Geheimdienste besonders schwere Schäden anrichten könnten oder wenn keine andere Stelle helfen kann.</p>
<p>Dazu gehört das heimliche Betreten von Wohnungen und Geschäftsräumen, um Spähsoftware zu installieren oder Waffen und Sprengstoff unschädlich zu machen. Festnehmen, vernehmen oder anderweitig Zwang gegen Personen ausüben darf das BfV weiterhin nicht.</p>
<h3 class="subheading">Vom intelligenten Kühlschrank bis zum Smartphone</h3>
<p>Technisch reicht der Entwurf tief in den Alltag. Zugriffe auf IT-Systeme werden gestaffelt betrachtet, je nach Intensität des Eingriffs. Den "intelligenten Kühlschrank" zu manipulieren steht dabei auf einer niedrigeren Stufe als das Hacken des Mobiltelefons.</p>
<p>Neu geregelt werden außerdem der biometrische Abgleich von Bilddaten, der Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Analyse großer Datenbestände und die Auswertung technischer Spuren in der Infrastruktur von Cyberangriffen. Verschlüsselte Kommunikation soll sich künftig auch rückblickend mitlesen lassen, wenn ältere Inhalte noch auf dem Gerät liegen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5145317" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11410945"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/BND-und-Verfassungsschutz-Reform-Deutschland-auf-dem-Weg-zur-Geheimpolizei-11410945.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/5/3/1/7/shutterstock_2509458425-fc3f8dbd1e129f95.jpeg" alt="Eine graue Platte mit Aufschrift Bundesnachrichtendienst, dahinter ein Gebäude" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Eine graue Platte mit Aufschrift Bundesnachrichtendienst, dahinter ein Gebäude" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">BND und Verfassungsschutz-Reform: Deutschland auf dem Weg zur Geheimpolizei?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dazu kommt ein Datenspeicher auf Vorrat: Der BND darf Inhaltsdaten bis zu sechs, Metadaten bis zu zwölf Monate speichern, ohne sie vorher gesichtet zu haben.</p>
<p>Damit soll erreicht werden, dass der BND aus dem Kalten heraus mit der Arbeit starten können soll. Sollte es also irgendwo einen Anschlag geben oder eine Revolution, dann sollen die Geheimdienstler auf den Datenbestand zugreifen und die Bundesregierung sowie Partnerdienste in Europa informieren können.</p>
<p>Erleichtert werden soll auch, dass Daten leichter an andere Behörden, an die Bundeswehr oder auch private Stellen übermittelt werden können.</p>
<h3 class="subheading">"Historischer Tabubruch"</h3>
<p>Genau hier setzt die Kritik an. FDP-Chef Wolfgang Kubicki nannte die Pläne einen <a href="https://www.fdp.de/kubicki-ich-will-deutschland-keine-geheimpolizei" rel="external noopener" target="_blank">historischen Tabubruch</a>: "Die strikte Trennung zwischen Geheimdiensten und Polizei hat sehr gute und auch historische Gründe. Ich will in Deutschland keine Geheimpolizei."</p>
<p>FDP-Generalsekretär Martin Hagen sprach von einem "fatalen Signal", Marie-Agnes Strack-Zimmermann hielt den Entwurf für "schlicht verfassungswidrig".</p>
<p>Die Linken-Politikerin Clara Bünger sieht das Trennungsgebot faktisch abgeschafft – eine zentrale Lehre aus dem deutschen Faschismus.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152526" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11424599"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Mehr-Macht-fuer-den-BND-Was-seine-Geschichte-zur-Warnung-macht-11424599.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1672" height="940" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/5/2/6/Master_Fess_2-aa5f8f31279a77e7.png" alt="Spion, der Fäden zieht" style="aspect-ratio:1672 / 940"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1672" height="940" alt="Spion, der Fäden zieht" style="aspect-ratio:1672 / 940;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mehr Macht für den BND: Was seine Geschichte zur Warnung macht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Warum der Verfassungsschutz polizeiliche Abwehrbefugnisse bekommt, aber weiter geheim arbeitet, erklärt der Entwurf aus Sicht der Grünen-Politikerin Irene Mihalic nicht.</p>
<p>Der <a href="https://anwaltverein.de/newsroom/pm-26-26-nachrichtendienste-mehr-befugnisse-weniger-kontrolle" rel="external noopener" target="_blank">Deutsche Anwaltverein</a> (DAV) fürchtet um das Mandatsgeheimnis: Im BND-Gesetz soll das Überwachungsverbot für Anwälte nur noch für "gezielte" Maßnahmen gelten. "Die Auswertung von unbeabsichtigtem ‚Beifang' aus einer Mandatsbeziehung soll dem BND sogar dann gestattet werden, wenn die inländische Anwaltschaft betroffen ist", warnt DAV-Vorstandsmitglied Niko Härting.</p>
<p>Ähnlich argumentieren <a href="https://www.heise.de/news/Streit-um-Nachrichtendienstreform-Psychologen-fuerchten-um-Vertrauensverhaeltnis-11437895.html" rel="external noopener" target="_blank">Psychotherapeuten mit Blick auf Patientenakten</a>.</p>
<p>Dass die Verbände den 609-Seiten-Entwurf an einem Freitagnachmittag mit elf Tagen Frist zur Kommentierung erhielten, hält der DAV für ein Zeichen, dass eine fundierte Einschätzung der Praxis nicht ernsthaft gewünscht ist.</p>
<h3 class="subheading">Wer kontrolliert die Kontrolleure?</h3>
<p>Als Gegengewicht bündelt die Regierung die Aufsicht beim Unabhängigen Kontrollrat.</p>
<p>Das gerichtsähnliche Gremium übernimmt die Vorabprüfung eingriffsintensiver Maßnahmen, die Aufgaben der bisherigen G10-Kommission, die administrative Datenschutzkontrolle der Bundesdatenschutzbeauftragten sowie die Kontrolle der neuen aktiven Operationen.</p>
<p>Es soll personell wachsen, sich in begrenzten Umfang für nicht-richterliche Sachexpertise öffnen und direkt dem Parlamentarischen Kontrollgremium berichten. Die Regierung spricht von "starker Kontrolle aus einer Hand".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5151847" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423213"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Mehr-Macht-fuer-den-BND-Deutschland-schleift-eine-historische-Grenze-11423213.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1271" height="714" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/1/8/4/7/Master_Fess-3bf61e0f2178dd3a.jpeg" alt="Geheimdienstmann im Trench, der mit einer hand Geld bekommt und mit der anderen am Schalter von vielen Bereichen ist. (Dieses Bild wurde mit KI generiert)" style="aspect-ratio:1271 / 714" ai-label="de"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1271" height="714" alt="Geheimdienstmann im Trench, der mit einer hand Geld bekommt und mit der anderen am Schalter von vielen Bereichen ist. (Dieses Bild wurde mit KI generiert)" style="aspect-ratio:1271 / 714;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mehr Macht für den BND: Deutschland schleift eine historische Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der DAV rechnet anders: Wandern Datenschutzverstöße zum Kontrollrat, verschwinden sie aus dem öffentlichen Tätigkeitsbericht der Datenschutzbeauftragten – laut Entwurf muss der Kontrollrat nur alle zwei Jahre einen abstrakt gehaltenen öffentlichen Bericht vorlegen, keinen jährlichen Tätigkeitsbericht.</p>
<p>Von einem gerichtsähnlichen Verfahren könne ohnehin keine Rede sein, solange es keine Gegenseite gebe, sagt die Vorsitzende des DAV-Ausschusses Recht der Inneren Sicherheit, Lea Voigt; einen "Anwalt der Betroffenen" fordert der Verein seit 2021.</p>
<p>Kritisiert wird auch, dass die nachrichtendienstlichen Mittel im Gesetz nicht abschließend aufgezählt werden.</p>
<h3 class="subheading">Wie es weitergeht</h3>
<p>Nach der einstündigen Debatte ging der Entwurf in die Ausschüsse, federführend berät der Innenausschuss.</p>
<p>Parallel liegt ein <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw39-de-nachrichtendienstrecht-1211260" rel="external noopener" target="_blank">AfD-Antrag (21/8114)</a> vor, der dem BND aktive Maßnahmen wie "Counter Hacking" zugestehen, das BND-Gesetz aber deutlich vom Bundesverfassungsschutzgesetz abgrenzen will.</p>
<p>Unionsfraktionschef Thorsten Frei <a href="https://www.cducsu.de/aktuelles/frei-schwierigen-zeiten-das-notwendige-tun" rel="external noopener" target="_blank">verteidigt den eingeschlagenen Kurs</a>, die SPD <a href="https://www.spdfraktion.de/presse/statements/wir-staerken-nachrichtendienste-um-demokratie-schuetzen" rel="external noopener" target="_blank">macht die stärkere Kontrolle zur Bedingung</a>: Fraktionsvize Sonja Eichwede nennt sie ein "absolutes Muss" und will sie im Verfahren genau prüfen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4837249" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10351277"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Klima-Militaer-und-BND-Wie-Sicherheitspolitik-den-Klimadiskurs-erobert-10351277.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/3/7/2/4/9/master_BW-Studie-92a6fc8bf80e872d.jpeg" alt="Plakat auf einer Demo: Der Englische Text heißt: "System Change not Climate Change". Auf Deutsch: "Systemwandel statt Klimawandel"" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Plakat auf einer Demo: Der Englische Text heißt: "System Change not Climate Change". Auf Deutsch: "Systemwandel statt Klimawandel"" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Klima, Militär und BND: Wie Sicherheitspolitik den Klimadiskurs erobert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ob die Balance hält, dürfte am Ende in Karlsruhe entschieden werden. Ein <a href="https://www.heise.de/article/Mehr-Macht-fuer-den-BND-Deutschland-schleift-eine-historische-Grenze-11423213.html" rel="external noopener" target="_blank">seit 1949 geltendes Prinzip</a> steht zur Debatte, und die <a href="https://www.heise.de/article/Mehr-Macht-fuer-den-BND-Was-seine-Geschichte-zur-Warnung-macht-11424599.html" rel="external noopener" target="_blank">Frühgeschichte des BND</a> zeigt, wie schnell ein Dienst ohne wirksame Aufsicht ins Innenpolitische abrutscht.</p>
<p>Finanziell ist die Richtung schon gesetzt: Der Haushaltsentwurf 2027 hebt die Zuschüsse für den BND von 1,51 auf rund 1,85 Milliarden Euro. Dazu kommt der Erfüllungsaufwand der Reform selbst: Der Entwurf rechnet beim Verfassungsschutz mit rund 302 Millionen Euro jährlich und 145 Millionen Euro einmalig, beim BND mit 35 Millionen Euro jährlich und 40 Millionen Euro einmalig.</p>
Der Bundestag berät 609 Seiten neues Nachrichtendienstrecht. Kritiker warnen vor "Geheimpolizei", die Regierung verspricht Kontrolle durch den Kontrollrat.</p>
<p>Wenn deutsche Geheimdienstler bislang bei ihrer Arbeit auf den Server einer Hackergruppe stießen, blieb ihnen vor allem eines: beobachten, notieren, melden. Künftig sollen sie zugreifen dürfen.</p>
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<p>Der Bundestag hat am Donnerstag in erster Lesung über den Regierungsentwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts beraten – ein 609 Seiten starkes Paket, das die Arbeitsgrundlagen von Bundesnachrichtendienst (BND) und Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) komplett neu ordnet.</p>
<p>Das Kabinett hatte den <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/078/2107868.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Entwurf mit der Drucksachennummer 21/7868</a> am 12. August beschlossen; die Bundesregierung spricht von der grundlegendsten Überarbeitung des Nachrichtendienstrechts in der Geschichte der Bundesrepublik. Begründet wird sie mit Sabotage, Spionage, Cyberangriffen, Desinformation und verdeckten Aktionen fremder Mächte.</p>
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<p>Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) will aus den Diensten "echte Geheimdienste" machen, Nachrichtendienst-Beauftragte Nina Warken verweist auf ständige hybride Angriffe gegen Deutschland.</p>
<h3 class="subheading">Vom Aufklärer zum Akteur</h3>
<p>Der BND bleibt formal ein aufklärender Dienst, erhält aber sogenannte Annex-Befugnisse: Entdeckt er bei seiner Arbeit eine unmittelbare Gefahr, darf er eingreifen.</p>
<p>Die <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bundeskabinett-beschliesst-reform-des-rechts-der-nachrichtendienste-2449432" rel="external noopener" target="_blank">Beispiele der Bundesregierung</a> klingen wie aus einem Agentenfilm: Daten von Opfern bei Hackergruppen löschen, Warenlieferungen mit fehlerhaften Bauteilen manipulieren, in die IT von Chemiewaffenlaboren oder Drohnenfabriken eindringen und die Produktion sabotieren, Server von staatlichen Angreifern abschalten.</p>
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<p>Frei in der Entscheidung soll der BND dabei nicht sein. Will er darangehen, Anlagen zu sabotieren oder abzuschalten, dann geht das nur, wenn eine spezifische Gefährdungslage vorliegt. Und der Unabhängige Kontrollrat muss die Anordnung auch kontrolliert haben. Das Einzige, was auch weiterhin tabu sein soll, ist Menschen zu töten.</p>
<p>Mit ähnlichen neuen Rechten soll der Verfassungsschutz ausgestattet werden. Auch er soll unter Umständen verdeckt auf Gegenstände einwirken dürfen, etwa wenn es zu erheblichen Unruhen im Land kommt, wenn fremde Geheimdienste besonders schwere Schäden anrichten könnten oder wenn keine andere Stelle helfen kann.</p>
<p>Dazu gehört das heimliche Betreten von Wohnungen und Geschäftsräumen, um Spähsoftware zu installieren oder Waffen und Sprengstoff unschädlich zu machen. Festnehmen, vernehmen oder anderweitig Zwang gegen Personen ausüben darf das BfV weiterhin nicht.</p>
<h3 class="subheading">Vom intelligenten Kühlschrank bis zum Smartphone</h3>
<p>Technisch reicht der Entwurf tief in den Alltag. Zugriffe auf IT-Systeme werden gestaffelt betrachtet, je nach Intensität des Eingriffs. Den "intelligenten Kühlschrank" zu manipulieren steht dabei auf einer niedrigeren Stufe als das Hacken des Mobiltelefons.</p>
<p>Neu geregelt werden außerdem der biometrische Abgleich von Bilddaten, der Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Analyse großer Datenbestände und die Auswertung technischer Spuren in der Infrastruktur von Cyberangriffen. Verschlüsselte Kommunikation soll sich künftig auch rückblickend mitlesen lassen, wenn ältere Inhalte noch auf dem Gerät liegen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5145317" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11410945"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/BND-und-Verfassungsschutz-Reform-Deutschland-auf-dem-Weg-zur-Geheimpolizei-11410945.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/5/3/1/7/shutterstock_2509458425-fc3f8dbd1e129f95.jpeg" alt="Eine graue Platte mit Aufschrift Bundesnachrichtendienst, dahinter ein Gebäude" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Eine graue Platte mit Aufschrift Bundesnachrichtendienst, dahinter ein Gebäude" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">BND und Verfassungsschutz-Reform: Deutschland auf dem Weg zur Geheimpolizei?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dazu kommt ein Datenspeicher auf Vorrat: Der BND darf Inhaltsdaten bis zu sechs, Metadaten bis zu zwölf Monate speichern, ohne sie vorher gesichtet zu haben.</p>
<p>Damit soll erreicht werden, dass der BND aus dem Kalten heraus mit der Arbeit starten können soll. Sollte es also irgendwo einen Anschlag geben oder eine Revolution, dann sollen die Geheimdienstler auf den Datenbestand zugreifen und die Bundesregierung sowie Partnerdienste in Europa informieren können.</p>
<p>Erleichtert werden soll auch, dass Daten leichter an andere Behörden, an die Bundeswehr oder auch private Stellen übermittelt werden können.</p>
<h3 class="subheading">"Historischer Tabubruch"</h3>
<p>Genau hier setzt die Kritik an. FDP-Chef Wolfgang Kubicki nannte die Pläne einen <a href="https://www.fdp.de/kubicki-ich-will-deutschland-keine-geheimpolizei" rel="external noopener" target="_blank">historischen Tabubruch</a>: "Die strikte Trennung zwischen Geheimdiensten und Polizei hat sehr gute und auch historische Gründe. Ich will in Deutschland keine Geheimpolizei."</p>
<p>FDP-Generalsekretär Martin Hagen sprach von einem "fatalen Signal", Marie-Agnes Strack-Zimmermann hielt den Entwurf für "schlicht verfassungswidrig".</p>
<p>Die Linken-Politikerin Clara Bünger sieht das Trennungsgebot faktisch abgeschafft – eine zentrale Lehre aus dem deutschen Faschismus.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152526" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11424599"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Mehr-Macht-fuer-den-BND-Was-seine-Geschichte-zur-Warnung-macht-11424599.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1672" height="940" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/5/2/6/Master_Fess_2-aa5f8f31279a77e7.png" alt="Spion, der Fäden zieht" style="aspect-ratio:1672 / 940"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1672" height="940" alt="Spion, der Fäden zieht" style="aspect-ratio:1672 / 940;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mehr Macht für den BND: Was seine Geschichte zur Warnung macht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Warum der Verfassungsschutz polizeiliche Abwehrbefugnisse bekommt, aber weiter geheim arbeitet, erklärt der Entwurf aus Sicht der Grünen-Politikerin Irene Mihalic nicht.</p>
<p>Der <a href="https://anwaltverein.de/newsroom/pm-26-26-nachrichtendienste-mehr-befugnisse-weniger-kontrolle" rel="external noopener" target="_blank">Deutsche Anwaltverein</a> (DAV) fürchtet um das Mandatsgeheimnis: Im BND-Gesetz soll das Überwachungsverbot für Anwälte nur noch für "gezielte" Maßnahmen gelten. "Die Auswertung von unbeabsichtigtem ‚Beifang' aus einer Mandatsbeziehung soll dem BND sogar dann gestattet werden, wenn die inländische Anwaltschaft betroffen ist", warnt DAV-Vorstandsmitglied Niko Härting.</p>
<p>Ähnlich argumentieren <a href="https://www.heise.de/news/Streit-um-Nachrichtendienstreform-Psychologen-fuerchten-um-Vertrauensverhaeltnis-11437895.html" rel="external noopener" target="_blank">Psychotherapeuten mit Blick auf Patientenakten</a>.</p>
<p>Dass die Verbände den 609-Seiten-Entwurf an einem Freitagnachmittag mit elf Tagen Frist zur Kommentierung erhielten, hält der DAV für ein Zeichen, dass eine fundierte Einschätzung der Praxis nicht ernsthaft gewünscht ist.</p>
<h3 class="subheading">Wer kontrolliert die Kontrolleure?</h3>
<p>Als Gegengewicht bündelt die Regierung die Aufsicht beim Unabhängigen Kontrollrat.</p>
<p>Das gerichtsähnliche Gremium übernimmt die Vorabprüfung eingriffsintensiver Maßnahmen, die Aufgaben der bisherigen G10-Kommission, die administrative Datenschutzkontrolle der Bundesdatenschutzbeauftragten sowie die Kontrolle der neuen aktiven Operationen.</p>
<p>Es soll personell wachsen, sich in begrenzten Umfang für nicht-richterliche Sachexpertise öffnen und direkt dem Parlamentarischen Kontrollgremium berichten. Die Regierung spricht von "starker Kontrolle aus einer Hand".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5151847" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423213"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Mehr-Macht-fuer-den-BND-Deutschland-schleift-eine-historische-Grenze-11423213.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1271" height="714" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/1/8/4/7/Master_Fess-3bf61e0f2178dd3a.jpeg" alt="Geheimdienstmann im Trench, der mit einer hand Geld bekommt und mit der anderen am Schalter von vielen Bereichen ist. (Dieses Bild wurde mit KI generiert)" style="aspect-ratio:1271 / 714" ai-label="de"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1271" height="714" alt="Geheimdienstmann im Trench, der mit einer hand Geld bekommt und mit der anderen am Schalter von vielen Bereichen ist. (Dieses Bild wurde mit KI generiert)" style="aspect-ratio:1271 / 714;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mehr Macht für den BND: Deutschland schleift eine historische Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der DAV rechnet anders: Wandern Datenschutzverstöße zum Kontrollrat, verschwinden sie aus dem öffentlichen Tätigkeitsbericht der Datenschutzbeauftragten – laut Entwurf muss der Kontrollrat nur alle zwei Jahre einen abstrakt gehaltenen öffentlichen Bericht vorlegen, keinen jährlichen Tätigkeitsbericht.</p>
<p>Von einem gerichtsähnlichen Verfahren könne ohnehin keine Rede sein, solange es keine Gegenseite gebe, sagt die Vorsitzende des DAV-Ausschusses Recht der Inneren Sicherheit, Lea Voigt; einen "Anwalt der Betroffenen" fordert der Verein seit 2021.</p>
<p>Kritisiert wird auch, dass die nachrichtendienstlichen Mittel im Gesetz nicht abschließend aufgezählt werden.</p>
<h3 class="subheading">Wie es weitergeht</h3>
<p>Nach der einstündigen Debatte ging der Entwurf in die Ausschüsse, federführend berät der Innenausschuss.</p>
<p>Parallel liegt ein <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw39-de-nachrichtendienstrecht-1211260" rel="external noopener" target="_blank">AfD-Antrag (21/8114)</a> vor, der dem BND aktive Maßnahmen wie "Counter Hacking" zugestehen, das BND-Gesetz aber deutlich vom Bundesverfassungsschutzgesetz abgrenzen will.</p>
<p>Unionsfraktionschef Thorsten Frei <a href="https://www.cducsu.de/aktuelles/frei-schwierigen-zeiten-das-notwendige-tun" rel="external noopener" target="_blank">verteidigt den eingeschlagenen Kurs</a>, die SPD <a href="https://www.spdfraktion.de/presse/statements/wir-staerken-nachrichtendienste-um-demokratie-schuetzen" rel="external noopener" target="_blank">macht die stärkere Kontrolle zur Bedingung</a>: Fraktionsvize Sonja Eichwede nennt sie ein "absolutes Muss" und will sie im Verfahren genau prüfen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4837249" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10351277"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Klima-Militaer-und-BND-Wie-Sicherheitspolitik-den-Klimadiskurs-erobert-10351277.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/3/7/2/4/9/master_BW-Studie-92a6fc8bf80e872d.jpeg" alt="Plakat auf einer Demo: Der Englische Text heißt: "System Change not Climate Change". Auf Deutsch: "Systemwandel statt Klimawandel"" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Plakat auf einer Demo: Der Englische Text heißt: "System Change not Climate Change". Auf Deutsch: "Systemwandel statt Klimawandel"" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Klima, Militär und BND: Wie Sicherheitspolitik den Klimadiskurs erobert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ob die Balance hält, dürfte am Ende in Karlsruhe entschieden werden. Ein <a href="https://www.heise.de/article/Mehr-Macht-fuer-den-BND-Deutschland-schleift-eine-historische-Grenze-11423213.html" rel="external noopener" target="_blank">seit 1949 geltendes Prinzip</a> steht zur Debatte, und die <a href="https://www.heise.de/article/Mehr-Macht-fuer-den-BND-Was-seine-Geschichte-zur-Warnung-macht-11424599.html" rel="external noopener" target="_blank">Frühgeschichte des BND</a> zeigt, wie schnell ein Dienst ohne wirksame Aufsicht ins Innenpolitische abrutscht.</p>
<p>Finanziell ist die Richtung schon gesetzt: Der Haushaltsentwurf 2027 hebt die Zuschüsse für den BND von 1,51 auf rund 1,85 Milliarden Euro. Dazu kommt der Erfüllungsaufwand der Reform selbst: Der Entwurf rechnet beim Verfassungsschutz mit rund 302 Millionen Euro jährlich und 145 Millionen Euro einmalig, beim BND mit 35 Millionen Euro jährlich und 40 Millionen Euro einmalig.</p>
2026-09-24T09:00:00.000Z
urn:bid:5170597
2026-09-24T08:00:00.000Z
Zwischen Drohung und Diplomatie: Trump ließ vor der UN offen, ob er mit Teheran verhandelt oder es "auslöscht". Indes liefern die USA neue Waffen an Israel.</p>
<p>Drohkulisse statt Diplomatie: Mit diesen Worten ließ sich der Auftritt von US-Präsident Donald Trump zum Auftakt der UN-Generaldebatte zusammenfassen. In einer Art imperialer Generalabrechnung <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/530394.vereinte-nationen-donroe-auf-der-weltb%C3%BChne.html" rel="external noopener" target="_blank">folgten</a> im 37-minütigen Stakkato harte Anwürfe gegen das "kommunistische Regime" Kubas wie gegen Kriegsgegner Teheran.</p>
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<p>Trump erwog in seiner Rede, ob er einen Deal mit Iran schließen oder das Land "in die Hölle" treiben solle – eine Antwort blieb aus.</p>
<p>Neben KI, venezolanischem Öl und einer wahlkampftauglichen Amtsbilanz nahm Iran eine prominente Rolle ein: Der US-Präsident <a href="https://www.fr.de/politik/trump-droht-iran-deal-oder-in-die-hoelle-rede-vor-der-un-zr-94507526.html" rel="external noopener" target="_blank">rief</a> die versammelten Staats- und Regierungschefs auf, sich der Druckkampagne gegen Teheran anzuschließen, und drohte dem Iran erneut <a href="https://www.welt.de/politik/ausland/article6ab293f178c3aee053a3d4e1/donald-trump-droht-iran-in-un-rede-mit-ausloeschung-und-kritisiert-kuba-delegationen-verlassen-den-saal.html" rel="external noopener" target="_blank">mit "Auslöschung"</a> – stellte zugleich aber auch Verhandlungen in Aussicht.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Rhetorischer Schlingerkurs </strong></h3>
<p>Die Rede darf als klassische Trump-Rhetorik gelten: vollmundige Drohungen neben diplomatischen Tönen. Auch praktisch waren die Drohungen eher Begleitmusik einer diplomatischen Offerte: am Rande der Generalversammlung <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/23/us-iran-hold-mediated-unga-talks-on-ending-war-opening-strait-of-hormuz" rel="external noopener" target="_blank">kam es Berichten zufolge</a> zu den ersten amerikanisch-iranischen Gesprächen seit Monaten. Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-09/usa-iran-gespraech-un-steve-witkoff-abbas-araghtschi" rel="external noopener" target="_blank">kommunizierten</a> indirekt mit Irans Außenminister Abbas Araghchi. Trump <a href="https://www.al-monitor.com/originals/2026/09/iran-us-still-far-apart-peace-talks-iranian-official-says-pezeshkian-vows-no" rel="external noopener" target="_blank">sprach</a> von einem "sehr produktiven Meeting" und einem "Momentum".</p>
<p>Nahost-Experte Andreas Krieg (King's College) <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/23/annihilate-vs-crushing-attacks-why-iran-us-up-rhetoric-amid-talks" rel="external noopener" target="_blank">deutete</a> die aggressive Rhetorik nicht als Widerspruch zur Diplomatie, sondern als Teil einer typischen Verhandlungsstrategie: Beide Seiten pochen auf eine Position der Stärke. Aus den 3-Stunden in New York einen Durchbruch abzuleiten, wäre voreilig: denn der Iran und die USA <a href="https://au.marketscreener.com/news/hope-for-progress-after-us-iran-hold-first-shuttle-talks-in-months-ce785ad9dd8dff27" rel="external noopener" target="_blank">liegen bei Kernfragen weiterhin weit auseinander</a>. Iran <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/23/iran-denies-dropping-preconditions-very-productive-three-hour-un-talks-new-york" rel="external noopener" target="_blank">hatte postwendend erklärt</a>, seine Bedingungen nicht fallen gelassen zu haben.</p>
<p>Trumps Auftritt haftete dennoch der Stallgeruch imperialer Machtpolitik an: Er <a href="https://edition.cnn.com/2026/09/22/politics/video/trump-united-nations-iran-annihilation-digvid" rel="external noopener" target="_blank">drohte</a> "Vernichtung ohne Überlebenschance" an und <a href="https://www.reuters.com/world/americas/trump-says-freedom-will-be-coming-cuba-un-speech-2026-09-22/" rel="external noopener" target="_blank">beschrieb</a> mit Verweis auf die Entführung Nicolás Maduros die Neuordnung amerikanischer Machtpolitik. Die anklingende Donroe-Doktrin zielt vordergründig auf Kuba, doch könnte auch Teheran härter treffen.</p>
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<h3 class="subheading">Wiener Schützenhilfe</h3>
<p>Hierzu passt ein wiederkehrender Druckmoment: Der IAEA-Gouverneursrat <a href="https://apnews.com/article/un-iran-atomic-watchdog-security-council-607ecdffcd8ef88ddf8f33041e86b720" rel="external noopener" target="_blank">verwies</a> am 9. September erstmals seit 20 Jahren wieder die Causa Iran an den UN-Sicherheitsrat – wegen unzureichender Kooperation bei Uranspuren an nicht deklarierten Standorten. Die von den USA und den E3-Staaten <a href="https://www.iaea.org/about/governance/general-conference/gc69" rel="external noopener" target="_blank">eingebrachte Resolution</a> erhielt 23 von 35 Stimmen. Russland wie China stimmten, bei acht Enthaltungen, dagegen.</p>
<p>Die behauptete Lage bleibt unabhängig kaum überprüfbar, da die IAEA seit den US-israelischen Angriffen keinen vollen Zugriff mehr hat. Einschätzungen beruhen daher zwangsläufig auf Lücken und Geheimdienstannahmen – politisch bleiben die Wiener Dekrete dennoch wirkmächtig.</p>
<p>Denn das iranische Atomprogramm diente historisch wie 2026 als Kriegs- und Verschärfungsvorwand: Trump <a href="https://www.reuters.com/world/middle-east/iran-war-grinds-trump-face-skeptical-world-leaders-un-2026-09-18/" rel="external noopener" target="_blank">begründete</a> den Februar-Krieg, Israel den Zwölftagekrieg 2025 mit einer angeblich unmittelbaren iranisch-nuklearen Bedrohung. Die nahezu tradierten Einwände blieben folgenlos – selbst als die damalige US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard <a href="https://www.odni.gov/3524/dni-gabbard-opening-statement-ssci/" rel="external noopener" target="_blank">widersprach</a> und erklärte vor dem Senat, eine unmittelbare Bombe sei mit ihren Quellen nicht belegbar.</p>
<p>Dass der ermordete iranische Revolutionsführer Khamenei das 2003 ausgesetzte Waffenprogramm <a href="https://www.everycrsreport.com/reports/RL34544.html" rel="external noopener" target="_blank">nie re-autorisierte</a> und technische Fähigkeit nicht mit koordiniertem Waffenprogramm zu verwechseln ist, spielt bis heute nur eine Nebenrolle. Im Kern liefen die Anwürfe – abseits real-berechtigter Sorgen – auf eine ideologische Rahmung US-israelischer Aggressionspolitik hinaus.</p>
<h3 class="subheading">Frage von Zeit und Interesse</h3>
<p>Schon 1992 <a href="https://www.aljazeera.com/gallery/2025/6/18/the-history-of-netanyahus-rhetoric-on-irans-nuclear-ambitions" rel="external noopener" target="_blank">warnte</a> Netanjahu als Knesset-Abgeordneter vor einer iranischen Bombe binnen drei bis fünf Jahren – wiederholt in seinem Buch <a href="https://archive.org/details/fightingterroris00neta" rel="external noopener" target="_blank">"Fighting Terrorism" (1995)</a>.</p>
<p>1996 <a href="https://www.washingtonpost.com/">betrat</a> die Warnung im US-Kongress die amerikanische Politarena, die Frist sei "extrem nah", so erneut Netanjahu damalig. Die<em> Washington Post </em><a href="https://www.washingtonpost.com/world/middle_east/benjamin-netanyahu-invokes-holocaust-in-push-against-iran/2012/02/23/gIQAFKdkhR_story.html">nannte dies bereits</a> 2012 abschätzig den Beginn eines retardierenden Warnmotivs. 2009 – erst durch Wikileaks publiziert – <a href="https://dev2.armscontrol.org/factsheets/timeline-nuclear-diplomacy-iran-1967-2023" rel="external noopener" target="_blank">vertrat</a> Netanjahu vor Diplomaten die These, Iran sei ein bis zwei Jahre von der Bombe entfernt; 2012 folgte <a href="https://press.un.org/en/2012/ga11295.doc.html" rel="external noopener" target="_blank">seine legendäre UN-Rede</a> inklusive stilisierter Zündschnur.</p>
<p>Auf US-rezitierte, israelische Behauptungen folgten zumeist verschärfte Sanktionen oder militärische Eskalation – der diesmalige Zeitpunkt könnte daher kein Zufall sein. Irans Vizeaußenminister Gharibabadi <a href="https://www.reuters.com/world/europe/iaea-calls-iran-re-engage-west-pressures-it-with-resolution-2026-06-08/" rel="external noopener" target="_blank">kritisierte</a>, IAEA und USA griffen zuerst Nuklearanlagen an, verhinderten somit Überprüfung und nutzten die ihrerseits herbeigeführte Unterbrechung als Eskalationsgrundlage.</p>
<p>Dass die IAEA jedoch die im Raum stehenden Vorwürfe erfunden habe, lässt sich ohne Weiteres kaum deduzieren, ein politischer Beigeschmack bleibt dennoch. Nach dem Zusammenbruch der Kontrolle und massivem Westdruck markiert der Juni 2026 einen folgenreichen Wendepunkt: Washington, Berlin, Paris und London <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/529582.atomstreit-mit-iran-mit-bomben-und-beschl%C3%BCssen.html" rel="external noopener" target="_blank">legten</a> eine Resolution zum offenen Zugang zu iranischen Anlagen vor.</p>
<p>Die September-Resolution ist die nächste Stufe jenes Manövers, dessen Melodie nach systematischer Druckerhöhung klingt, wohl wissend, dass Teheran die etwaigen Forderungen nicht erfüllen werden kann. Begleitmusik für neue Bomben?</p>
<h3 class="subheading">Bombengrüße aus Washington</h3>
<p>Den Verdacht einer nahenden Eskalation nähren auch neue Waffenlieferungen in die Region: Israels Verteidigungsministerium <a href="https://www.mod.gov.il/en/press-releases/press-room/operation-roaring-lion-israel-mod-aerial-airlift-expands-50-cargo-aircraft-have-landed-in-israel-since-the-start-of-the-campaign" rel="external noopener" target="_blank">meldete</a> Anfang September rund 50 Transportflüge mit über 1.000 Tonnen US-Waffen binnen zehn Tagen. Die Trump-Regierung hatte bereits 6,67 Milliarden Dollar genehmigt; ein weiteres <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-09/us-waffenlieferung-israel-bomben-deal-usa-gxe" rel="external noopener" target="_blank"> 2,8-Milliarden-Paket</a> von Ende September sprengt den Rahmen erneut.</p>
<p>Geplant sind: 20.000 Mk-84- und 20.000 BLU-117-Bomben sowie 20.000 bunkerbrechende I-2000-Penetratoren. Diese Waffen sind keine kleinen Präzisionsprojektile, sondern 2.000-Pfund-Bomben. Die Lieferung ist noch nicht endgültig abgeschlossen – doch ihre Zusammensetzung ist bereits bemerkenswert: Sie umfasst exakt jene schwere Munition, die Israel auch gegen befestigte und unterirdische iranische Ziele einsetzen könnte, jene vermeintlichen Lagerstandorte von Kernwaffen oder Drohnen-Produktionsstandorten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166092" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455156"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Berichte-enthuellen-Iran-Krieg-kostet-38-Mrd-und-leert-Raketenlager-11455156.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4133" height="2322" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/0/9/2/shutterstock_2379854391-7395fe3774d0744a.jpeg" alt="Raketenwerfer feuert eine Rakete ab, Soldaten stehen neben Militärfahrzeugen." style="aspect-ratio:4133 / 2322"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4133" height="2322" alt="Raketenwerfer feuert eine Rakete ab, Soldaten stehen neben Militärfahrzeugen." style="aspect-ratio:4133 / 2322;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Berichte enthüllen: Iran-Krieg kostet 38 Mrd. und leert Raketenlager</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5156669" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11436617"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Iran-Krieg-nach-sechs-Monaten-Warum-die-USA-in-der-Sackgasse-stecken-11436617.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5500" height="3090" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/6/6/6/9/shutterstock_515612632-5342b3753210941a.jpeg" style="aspect-ratio:5500 / 3090"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5500" height="3090" style="aspect-ratio:5500 / 3090;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Iran-Krieg nach sechs Monaten: Warum die USA in der Sackgasse stecken</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Es geht damit offensichtlich nicht um Gaza-Nachschub, sondern – wie die US-Denkfabrik <a href="https://jinsa.org/jinsa_report/resupply-israel-to-deter-iran-and-protect-us-forces/" rel="external noopener" target="_blank">JINSA beschreibt</a> – um eine mögliche erneute Iran-Konfrontation, die eine Bestandsauffüllung dringlicher macht.</p>
<h3 class="subheading">Nächste Phase: Ende oder Aufbruch ins Ungewisse?</h3>
<p>Die USA verfügen dennoch über Transportkapazität, Aufklärung, Luftbetankung, Logistik und schwere Bunkerwaffen, die Israel fehlen. Ein Materialabgabebruchteil bedeutet weder israelische Alleingang-Fähigkeit noch einen unmittelbaren Militärschlag – dennoch bleiben Lieferungen dieser Größenordnung, angesichts knapper US-Bestände, China-Pivot und laufender Verhandlungen, erklärungsbedürftig.</p>
<p>Eine mögliche forcierte Lastenteilung: Führte Israel – angesichts einer kriegsmüden US-Bevölkerung, dem besiegelten Gaza-Schicksal und Hardliner-Wahlerfolgen – den Iran-Krieg statt der USA weiter, wäre das für Trump vor den Midterms und danach vorteilhaft. Der vorgebliche Friedenspräsident droht über die eigene Kriegsverve zu stolpern. Die Huthi als neuer antiisraelischer Akteur stützen jene These – ihre entscheidende Schwächung träfe Teheran indirekt mit, wären ein Tel-Aviver Augapfel.</p>
<p>Zielt Washington – siehe Kushner-Witkoff-Arragchi – auf einen raschen Abschluss oder hält Israel mit US-Waffen und Logistik den Krieg aufrecht, während Trump die Kosten eines Endlos-Gemetzel meidet?</p>
<p>Verfestigte sich diese Arbeitsteilung, bedeutet ein möglicher US-Rückzug offenbar nicht das Kriegsende, sondern dessen Verlagerung – hin zu indirekt gestützter israelischer Fortsetzung. Offen bleibt, ob Washington damit einen Ausweg schafft oder nur die nächste, schwerer kontrollierbare Phase einleitet.</p>
Zwischen Drohung und Diplomatie: Trump ließ vor der UN offen, ob er mit Teheran verhandelt oder es "auslöscht". Indes liefern die USA neue Waffen an Israel.</p>
<p>Drohkulisse statt Diplomatie: Mit diesen Worten ließ sich der Auftritt von US-Präsident Donald Trump zum Auftakt der UN-Generaldebatte zusammenfassen. In einer Art imperialer Generalabrechnung <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/530394.vereinte-nationen-donroe-auf-der-weltb%C3%BChne.html" rel="external noopener" target="_blank">folgten</a> im 37-minütigen Stakkato harte Anwürfe gegen das "kommunistische Regime" Kubas wie gegen Kriegsgegner Teheran.</p>
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<p>Trump erwog in seiner Rede, ob er einen Deal mit Iran schließen oder das Land "in die Hölle" treiben solle – eine Antwort blieb aus.</p>
<p>Neben KI, venezolanischem Öl und einer wahlkampftauglichen Amtsbilanz nahm Iran eine prominente Rolle ein: Der US-Präsident <a href="https://www.fr.de/politik/trump-droht-iran-deal-oder-in-die-hoelle-rede-vor-der-un-zr-94507526.html" rel="external noopener" target="_blank">rief</a> die versammelten Staats- und Regierungschefs auf, sich der Druckkampagne gegen Teheran anzuschließen, und drohte dem Iran erneut <a href="https://www.welt.de/politik/ausland/article6ab293f178c3aee053a3d4e1/donald-trump-droht-iran-in-un-rede-mit-ausloeschung-und-kritisiert-kuba-delegationen-verlassen-den-saal.html" rel="external noopener" target="_blank">mit "Auslöschung"</a> – stellte zugleich aber auch Verhandlungen in Aussicht.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Rhetorischer Schlingerkurs </strong></h3>
<p>Die Rede darf als klassische Trump-Rhetorik gelten: vollmundige Drohungen neben diplomatischen Tönen. Auch praktisch waren die Drohungen eher Begleitmusik einer diplomatischen Offerte: am Rande der Generalversammlung <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/23/us-iran-hold-mediated-unga-talks-on-ending-war-opening-strait-of-hormuz" rel="external noopener" target="_blank">kam es Berichten zufolge</a> zu den ersten amerikanisch-iranischen Gesprächen seit Monaten. Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-09/usa-iran-gespraech-un-steve-witkoff-abbas-araghtschi" rel="external noopener" target="_blank">kommunizierten</a> indirekt mit Irans Außenminister Abbas Araghchi. Trump <a href="https://www.al-monitor.com/originals/2026/09/iran-us-still-far-apart-peace-talks-iranian-official-says-pezeshkian-vows-no" rel="external noopener" target="_blank">sprach</a> von einem "sehr produktiven Meeting" und einem "Momentum".</p>
<p>Nahost-Experte Andreas Krieg (King's College) <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/9/23/annihilate-vs-crushing-attacks-why-iran-us-up-rhetoric-amid-talks" rel="external noopener" target="_blank">deutete</a> die aggressive Rhetorik nicht als Widerspruch zur Diplomatie, sondern als Teil einer typischen Verhandlungsstrategie: Beide Seiten pochen auf eine Position der Stärke. Aus den 3-Stunden in New York einen Durchbruch abzuleiten, wäre voreilig: denn der Iran und die USA <a href="https://au.marketscreener.com/news/hope-for-progress-after-us-iran-hold-first-shuttle-talks-in-months-ce785ad9dd8dff27" rel="external noopener" target="_blank">liegen bei Kernfragen weiterhin weit auseinander</a>. Iran <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/23/iran-denies-dropping-preconditions-very-productive-three-hour-un-talks-new-york" rel="external noopener" target="_blank">hatte postwendend erklärt</a>, seine Bedingungen nicht fallen gelassen zu haben.</p>
<p>Trumps Auftritt haftete dennoch der Stallgeruch imperialer Machtpolitik an: Er <a href="https://edition.cnn.com/2026/09/22/politics/video/trump-united-nations-iran-annihilation-digvid" rel="external noopener" target="_blank">drohte</a> "Vernichtung ohne Überlebenschance" an und <a href="https://www.reuters.com/world/americas/trump-says-freedom-will-be-coming-cuba-un-speech-2026-09-22/" rel="external noopener" target="_blank">beschrieb</a> mit Verweis auf die Entführung Nicolás Maduros die Neuordnung amerikanischer Machtpolitik. Die anklingende Donroe-Doktrin zielt vordergründig auf Kuba, doch könnte auch Teheran härter treffen.</p>
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<h3 class="subheading">Wiener Schützenhilfe</h3>
<p>Hierzu passt ein wiederkehrender Druckmoment: Der IAEA-Gouverneursrat <a href="https://apnews.com/article/un-iran-atomic-watchdog-security-council-607ecdffcd8ef88ddf8f33041e86b720" rel="external noopener" target="_blank">verwies</a> am 9. September erstmals seit 20 Jahren wieder die Causa Iran an den UN-Sicherheitsrat – wegen unzureichender Kooperation bei Uranspuren an nicht deklarierten Standorten. Die von den USA und den E3-Staaten <a href="https://www.iaea.org/about/governance/general-conference/gc69" rel="external noopener" target="_blank">eingebrachte Resolution</a> erhielt 23 von 35 Stimmen. Russland wie China stimmten, bei acht Enthaltungen, dagegen.</p>
<p>Die behauptete Lage bleibt unabhängig kaum überprüfbar, da die IAEA seit den US-israelischen Angriffen keinen vollen Zugriff mehr hat. Einschätzungen beruhen daher zwangsläufig auf Lücken und Geheimdienstannahmen – politisch bleiben die Wiener Dekrete dennoch wirkmächtig.</p>
<p>Denn das iranische Atomprogramm diente historisch wie 2026 als Kriegs- und Verschärfungsvorwand: Trump <a href="https://www.reuters.com/world/middle-east/iran-war-grinds-trump-face-skeptical-world-leaders-un-2026-09-18/" rel="external noopener" target="_blank">begründete</a> den Februar-Krieg, Israel den Zwölftagekrieg 2025 mit einer angeblich unmittelbaren iranisch-nuklearen Bedrohung. Die nahezu tradierten Einwände blieben folgenlos – selbst als die damalige US-Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard <a href="https://www.odni.gov/3524/dni-gabbard-opening-statement-ssci/" rel="external noopener" target="_blank">widersprach</a> und erklärte vor dem Senat, eine unmittelbare Bombe sei mit ihren Quellen nicht belegbar.</p>
<p>Dass der ermordete iranische Revolutionsführer Khamenei das 2003 ausgesetzte Waffenprogramm <a href="https://www.everycrsreport.com/reports/RL34544.html" rel="external noopener" target="_blank">nie re-autorisierte</a> und technische Fähigkeit nicht mit koordiniertem Waffenprogramm zu verwechseln ist, spielt bis heute nur eine Nebenrolle. Im Kern liefen die Anwürfe – abseits real-berechtigter Sorgen – auf eine ideologische Rahmung US-israelischer Aggressionspolitik hinaus.</p>
<h3 class="subheading">Frage von Zeit und Interesse</h3>
<p>Schon 1992 <a href="https://www.aljazeera.com/gallery/2025/6/18/the-history-of-netanyahus-rhetoric-on-irans-nuclear-ambitions" rel="external noopener" target="_blank">warnte</a> Netanjahu als Knesset-Abgeordneter vor einer iranischen Bombe binnen drei bis fünf Jahren – wiederholt in seinem Buch <a href="https://archive.org/details/fightingterroris00neta" rel="external noopener" target="_blank">"Fighting Terrorism" (1995)</a>.</p>
<p>1996 <a href="https://www.washingtonpost.com/">betrat</a> die Warnung im US-Kongress die amerikanische Politarena, die Frist sei "extrem nah", so erneut Netanjahu damalig. Die<em> Washington Post </em><a href="https://www.washingtonpost.com/world/middle_east/benjamin-netanyahu-invokes-holocaust-in-push-against-iran/2012/02/23/gIQAFKdkhR_story.html">nannte dies bereits</a> 2012 abschätzig den Beginn eines retardierenden Warnmotivs. 2009 – erst durch Wikileaks publiziert – <a href="https://dev2.armscontrol.org/factsheets/timeline-nuclear-diplomacy-iran-1967-2023" rel="external noopener" target="_blank">vertrat</a> Netanjahu vor Diplomaten die These, Iran sei ein bis zwei Jahre von der Bombe entfernt; 2012 folgte <a href="https://press.un.org/en/2012/ga11295.doc.html" rel="external noopener" target="_blank">seine legendäre UN-Rede</a> inklusive stilisierter Zündschnur.</p>
<p>Auf US-rezitierte, israelische Behauptungen folgten zumeist verschärfte Sanktionen oder militärische Eskalation – der diesmalige Zeitpunkt könnte daher kein Zufall sein. Irans Vizeaußenminister Gharibabadi <a href="https://www.reuters.com/world/europe/iaea-calls-iran-re-engage-west-pressures-it-with-resolution-2026-06-08/" rel="external noopener" target="_blank">kritisierte</a>, IAEA und USA griffen zuerst Nuklearanlagen an, verhinderten somit Überprüfung und nutzten die ihrerseits herbeigeführte Unterbrechung als Eskalationsgrundlage.</p>
<p>Dass die IAEA jedoch die im Raum stehenden Vorwürfe erfunden habe, lässt sich ohne Weiteres kaum deduzieren, ein politischer Beigeschmack bleibt dennoch. Nach dem Zusammenbruch der Kontrolle und massivem Westdruck markiert der Juni 2026 einen folgenreichen Wendepunkt: Washington, Berlin, Paris und London <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/529582.atomstreit-mit-iran-mit-bomben-und-beschl%C3%BCssen.html" rel="external noopener" target="_blank">legten</a> eine Resolution zum offenen Zugang zu iranischen Anlagen vor.</p>
<p>Die September-Resolution ist die nächste Stufe jenes Manövers, dessen Melodie nach systematischer Druckerhöhung klingt, wohl wissend, dass Teheran die etwaigen Forderungen nicht erfüllen werden kann. Begleitmusik für neue Bomben?</p>
<h3 class="subheading">Bombengrüße aus Washington</h3>
<p>Den Verdacht einer nahenden Eskalation nähren auch neue Waffenlieferungen in die Region: Israels Verteidigungsministerium <a href="https://www.mod.gov.il/en/press-releases/press-room/operation-roaring-lion-israel-mod-aerial-airlift-expands-50-cargo-aircraft-have-landed-in-israel-since-the-start-of-the-campaign" rel="external noopener" target="_blank">meldete</a> Anfang September rund 50 Transportflüge mit über 1.000 Tonnen US-Waffen binnen zehn Tagen. Die Trump-Regierung hatte bereits 6,67 Milliarden Dollar genehmigt; ein weiteres <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-09/us-waffenlieferung-israel-bomben-deal-usa-gxe" rel="external noopener" target="_blank"> 2,8-Milliarden-Paket</a> von Ende September sprengt den Rahmen erneut.</p>
<p>Geplant sind: 20.000 Mk-84- und 20.000 BLU-117-Bomben sowie 20.000 bunkerbrechende I-2000-Penetratoren. Diese Waffen sind keine kleinen Präzisionsprojektile, sondern 2.000-Pfund-Bomben. Die Lieferung ist noch nicht endgültig abgeschlossen – doch ihre Zusammensetzung ist bereits bemerkenswert: Sie umfasst exakt jene schwere Munition, die Israel auch gegen befestigte und unterirdische iranische Ziele einsetzen könnte, jene vermeintlichen Lagerstandorte von Kernwaffen oder Drohnen-Produktionsstandorten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166092" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455156"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Berichte-enthuellen-Iran-Krieg-kostet-38-Mrd-und-leert-Raketenlager-11455156.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4133" height="2322" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/0/9/2/shutterstock_2379854391-7395fe3774d0744a.jpeg" alt="Raketenwerfer feuert eine Rakete ab, Soldaten stehen neben Militärfahrzeugen." style="aspect-ratio:4133 / 2322"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4133" height="2322" alt="Raketenwerfer feuert eine Rakete ab, Soldaten stehen neben Militärfahrzeugen." style="aspect-ratio:4133 / 2322;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Berichte enthüllen: Iran-Krieg kostet 38 Mrd. und leert Raketenlager</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5156669" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11436617"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Iran-Krieg-nach-sechs-Monaten-Warum-die-USA-in-der-Sackgasse-stecken-11436617.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5500" height="3090" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/6/6/6/9/shutterstock_515612632-5342b3753210941a.jpeg" style="aspect-ratio:5500 / 3090"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5500" height="3090" style="aspect-ratio:5500 / 3090;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Iran-Krieg nach sechs Monaten: Warum die USA in der Sackgasse stecken</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Es geht damit offensichtlich nicht um Gaza-Nachschub, sondern – wie die US-Denkfabrik <a href="https://jinsa.org/jinsa_report/resupply-israel-to-deter-iran-and-protect-us-forces/" rel="external noopener" target="_blank">JINSA beschreibt</a> – um eine mögliche erneute Iran-Konfrontation, die eine Bestandsauffüllung dringlicher macht.</p>
<h3 class="subheading">Nächste Phase: Ende oder Aufbruch ins Ungewisse?</h3>
<p>Die USA verfügen dennoch über Transportkapazität, Aufklärung, Luftbetankung, Logistik und schwere Bunkerwaffen, die Israel fehlen. Ein Materialabgabebruchteil bedeutet weder israelische Alleingang-Fähigkeit noch einen unmittelbaren Militärschlag – dennoch bleiben Lieferungen dieser Größenordnung, angesichts knapper US-Bestände, China-Pivot und laufender Verhandlungen, erklärungsbedürftig.</p>
<p>Eine mögliche forcierte Lastenteilung: Führte Israel – angesichts einer kriegsmüden US-Bevölkerung, dem besiegelten Gaza-Schicksal und Hardliner-Wahlerfolgen – den Iran-Krieg statt der USA weiter, wäre das für Trump vor den Midterms und danach vorteilhaft. Der vorgebliche Friedenspräsident droht über die eigene Kriegsverve zu stolpern. Die Huthi als neuer antiisraelischer Akteur stützen jene These – ihre entscheidende Schwächung träfe Teheran indirekt mit, wären ein Tel-Aviver Augapfel.</p>
<p>Zielt Washington – siehe Kushner-Witkoff-Arragchi – auf einen raschen Abschluss oder hält Israel mit US-Waffen und Logistik den Krieg aufrecht, während Trump die Kosten eines Endlos-Gemetzel meidet?</p>
<p>Verfestigte sich diese Arbeitsteilung, bedeutet ein möglicher US-Rückzug offenbar nicht das Kriegsende, sondern dessen Verlagerung – hin zu indirekt gestützter israelischer Fortsetzung. Offen bleibt, ob Washington damit einen Ausweg schafft oder nur die nächste, schwerer kontrollierbare Phase einleitet.</p>
2026-09-24T08:00:00.000Z
urn:bid:5169911
2026-09-24T06:00:00.000Z
Robert Pattinson spielt TV-Moderator Chris Hansen als grotesken Voyeur. Der Film fragt: Was passiert, wenn berechtigte Empörung zur Unterhaltungsindustrie wird?</p>
<p>"Primetime" ist Mediensatire, Thriller und Horrorfilm zugleich. Vor allem aber ist er eine Reflexion über das Böse, darüber, was wir eigentlich meinen, wenn wir vom Bösen sprechen: von einem bestimmten Verhalten und seinen Folgen – oder von einer Kraft, die sich von Mensch zu Mensch überträgt und dabei ihre Gestalt verändert.</p>
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<p>Regisseur Lance Oppenheim interessiert sich weniger für die Menschen und Psychologie, als für das Maschinelle und Strukturelle, das dahinter steckt. Denn das eigentliche Problem der Medien, ist die mediale Maschine, die – von "Tatort" bis "Aktenzeichen XY ungelöst" – aus der Bekämpfung des Bösen ein Geschäft und eine Form von Unterhaltung macht.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Hunger nach Aufmerksamkeit</strong></h3>
<p>Im Zentrum steht Chris Hansen, eine tatsächlich existierende Fifur der britischen Populärkultur: der Moderator der erfolgreichen <em>NBC</em>-Sendung aus den 2000er-Jahren.</p>
<p>Robert Pattinson spielt ihn als eine groteske Mischung aus Fernsehmensch, Ordnungshüter und Voyeur: geschniegelt, kontrolliert, selbstbewusst – und doch von einem kaum zu verbergenden Hunger nach Aufmerksamkeit getrieben.</p>
<p>Hansen tritt vor der Kamera als Mann auf, der andere Menschen zur Rechenschaft zieht. Der Regisseur interessiert sich also für diese Pose, nicht für den Menschen. Je länger man ihn beobachtet, desto deutlicher wird, dass seine Autorität weniger aus moralischer Überlegenheit, als aus der Macht des Fernsehens entsteht.</p>
<p>Die Kamera macht ihn groß, seine Opfer klein. Was auf dem Bildschirm wie souveräne Kontrolle aussieht, erweist sich außerhalb des Studios als Bedürftigkeit.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Idealtypisches Spektakelfernsehen</strong></h3>
<p>Pattison spielt Chris Hansen, den Moderator von "To Catch a Predator", wie die Sendung tatsächlich hieß. Hier wurden potenzielle Sexualstraftäter in ein Haus gelockt und dann vor laufender Kamera entlarvt und der Polizei ausgeliefert.</p>
<p>Voyeurismus pur, aber auch Verhinderung von Verbrechen – ein moralischer Konflikt, der der Sendung Traumquoten bescherte, und sie kurzzeitig zu einer regelrechten Mediensensation werden ließ.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4716754" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10039607"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-viel-Oeffentlichkeit-vertraegt-die-Justiz-10039607.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5120" height="2877" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/1/6/7/5/4/shutterstock_2230640035-670aaf8b8a71f992.jpeg" alt="Das Bild zeigt einen fiktiven Tatort mit Polizei,markierungen und einer Brille auf einem nächtlichen Boden in blauem Licht" style="aspect-ratio:5120 / 2877"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5120" height="2877" alt="Das Bild zeigt einen fiktiven Tatort mit Polizei,markierungen und einer Brille auf einem nächtlichen Boden in blauem Licht" style="aspect-ratio:5120 / 2877;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie viel Öffentlichkeit verträgt die Justiz?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4687157" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9977382"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Zu-viel-Wirklichkeit-Presserat-kritisiert-detaillierte-Verbrechensberichte-9977382.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/8/7/1/5/7/master_Rieg-f9ffa0285a22631e.jpeg" alt="KI-generierte Illustration zeigt einen Tatort, "Crime scene", einmal im Dunkeln und auf der anderen Seite mit vielen Scheinwerfern ausgeleuchtet " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="KI-generierte Illustration zeigt einen Tatort, "Crime scene", einmal im Dunkeln und auf der anderen Seite mit vielen Scheinwerfern ausgeleuchtet " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Zu viel Wirklichkeit: Presserat kritisiert detaillierte Verbrechensberichte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Und eine ambivalente ästhetische Faszination, die darin liegt, dass das Fernsehformat chaotisch-abgründige Realität und streng konstruierte Inszenierung miteinander vermischt. Das Ergebnis ist idealtypisches Spektakelfernsehen .</p>
<p>Hansen liebt den Augenblick, in dem er einen Verdächtigen konfrontiert, dessen eigene Worte gegen ihn verwendet und dessen Verlegenheit vor laufender Kamera ausstellt. Sein eigentliches Ziel ist nicht die Wahrheit, sondern die Bloßstellung.</p>
<p>Schon der Auftakt des Films stellt diese Umkehrung her: Ein potenzieller Täter wird in ein präpariertes Haus gelockt; überall sind Kameras, jede Bewegung ist Teil eines vorbereiteten Ablaufs. Hansen wartet auf seinen Auftritt. Der Mann, der glaubt, unbeobachtet zu sein, ist längst zum Objekt einer medialen Inszenierung geworden.</p>
<p>Doch Oppenheim verschiebt die Perspektive: Nicht nur der vermeintliche Täter wird beobachtet, auch Hansen wird zum Untersuchungsgegenstand. Aus dem Blick des Fernsehens wird der Blick des Films auf das Fernsehen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Moral und Methode</strong></h3>
<p>Das Entscheidende ist: Die moralische Berechtigung des Ziels macht die Methode nicht automatisch unschuldig. Hansen und sein Team konnten sich darauf berufen, Menschen aufzuspüren, deren Verhalten zutiefst verstörend war. Aber sie machten aus diesen Menschen zugleich Material. Sie waren keine Personen mehr, sondern "Fänge".</p>
<p>Der extremste Ausdruck dieser Logik ist der Fall des Mannes, den das Team "The Whale" nannte und der sich 2006 das Leben nahm, als die Polizei ihn im Zusammenhang mit einer Aktion stellen wollte. Der Name sagt alles. Der Mensch verschwindet hinter dem Tier, das man erlegen möchte.</p>
<p>"Primetime" interessiert sich genau für diesen Moment, in dem moralische Gewissheit in Voyeurismus kippt. Das Böse soll nicht nur bekämpft, sondern gesehen werden. Und weil es gesehen werden soll, muss es inszeniert werden. Aus der Aufklärung wird Show.</p>
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(Bild: © A24)
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<p>Das ist entscheidend, weil "To Catch a Predator" selbst niemals reine Dokumentation war. Die zu überführenden Männer wurden über fingierte Online-Identitäten angelockt, die Begegnungen vorbereitet, die Räume mit Kameras ausgestattet und die anschließenden Konfrontationen dramaturgisch organisiert.</p>
<p>Hansen und sein Team präsentierten sich als Vollstrecker einer gesellschaftlich erwünschten Ordnung, doch die Sendung war zugleich ein kommerzielles Unterhaltungsformat. Sobald das Format auf einen prominenten Sendeplatz gelangt, tritt es in Konkurrenz zu fiktionalen Serien und Shows: Nicht nur die Verbrechen werden zum Gegenstand, sondern auch ihre mediale Verwertung.</p>
<p>Darin liegt das Unbehagen des Films. Die Realität des Verbrechens wird nicht geleugnet, aber sie wird in eine Form gebracht, die konsumierbar ist. Montage, Musik, Kameraperspektiven und die wiederholten Rituale der Enthüllung schaffen Abstand zu dem, was auf dem Bildschirm eigentlich geschieht. Die Form macht das Verstörende anschlussfähig. Sie verwandelt moralischen Schrecken in Fernsehen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eine beunruhigende, manchmal groteske Figur</strong></h3>
<p>Der Film übernimmt diese Logik zunächst selbst. Der Regisseur orientiert sich – schnelle Schnitte, platte Witze – genau an der Bildsprache des Mainstream-Fernsehens und der Reality-TV-Shows der frühen 2000er Jahre.</p>
<p>Oppenheim filmt Hansen und sein Umfeld in einer grellen, künstlich übersteigerten Ästhetik. Farben scheinen zu verlaufen, digitale Bilder bekommen die Anmutung beschädigten Videomaterials, und die Montage erinnert bisweilen eher an YouTube oder einen fiebrigen Nachrichtensender als an klassischen Dokumentarfilm. Das ist kein realistischer Zugriff, sondern eine bewusste Verdrehung des Bildes.</p>
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(Bild: © A24)
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<p>Besonders deutlich wird das an Hansen. Seine Vorbereitungen auf die Einsätze besitzen etwas beinahe Rituelles. Er liest die Nachrichten, die seine späteren Opfer geschrieben haben, immer wieder laut vor, als würde er sich in die Sprache der Männer hineinbohren. Dabei verändert sich sein Gesicht.</p>
<p>Die Kamera zeigt nicht einfach einen Journalisten bei der Arbeit, sondern einen Menschen, der von seinem Gegenstand erregt und geradezu hypnotisiert erscheint.</p>
<p>Pattinson spielt Hansen deshalb nicht als eindimensionale Moderator. Er macht aus ihm eine beunruhigende, manchmal groteske Figur, deren Bedürfnis nach Kontrolle und Anerkennung ständig durchscheint.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Moralische Empörung als Schwäche</strong></h3>
<p>Hier liegt allerdings auch eine Schwäche des Films. "Primetime" interessiert sich stärker für die moralische und ästhetische Wahrheit seiner Geschichte, als für deren dokumentarische Rekonstruktion. Das Drehbuch verändert, verdichtet und erfindet Details.</p>
<p>Wer den Film als historische Darstellung der tatsächlichen Ereignisse betrachtet, könnte dadurch ein verzerrtes Bild erhalten. Gerade angesichts der realen juristischen und ethischen Fragen hinter den Lockvogeloperationen wäre eine genauere Auseinandersetzung mit deren rechtlichen Risiken interessant gewesen.</p>
<p>Weniger überzeugend ist auch die Nebenhandlung über Hansens Privatleben und seine Untreue. Sie soll offenkundig die Heuchelei eines Mannes sichtbar machen, der andere Menschen öffentlich richtet, während er selbst seine moralischen Maßstäbe im Privatleben verletzt.</p>
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<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/9/9/1/1/3-0ff2fe360427209d.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/9/9/1/1/3-0ff2fe360427209d.jpg">
<a-img alt="Silhouette vor blauem verregnetem Hintergrund" height="720" src="/imgs/18/5/1/6/9/9/1/1/3-0ff2fe360427209d.jpg" style="aspect-ratio: 1280 / 720;" width="1280">
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: © A24)
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<p>Doch der Vergleich bleibt unerquicklich simpel. Fremdgehen ist nicht die moralische Entsprechung zu den Handlungen, die Hansen in seiner Sendung verfolgt. Die Konstruktion fügt der Figur deshalb kaum Erkenntnis hinzu; sie wirkt eher wie ein dramaturgischer Versuch, aus Hansen einen Schurken zu machen. Gerade das hat der Film eigentlich nicht nötig.</p>
<p>Denn seine interessantere Frage lautet ohnehin nicht, ob Chris Hansen ein schlechter Mensch ist. Sie lautet, was geschieht, wenn eine Gesellschaft moralisch berechtigte Empörung in ein Geschäftsmodell verwandelt. Selbst dort, wo die Ziele der Sendung auf Menschen gerichtet sind, deren Verhalten zu Recht Abscheu hervorruft, bleibt die Methode problematisch.</p>
<p>Das Gute wird nicht dadurch automatisch gut, dass es sich gegen das Böse richtet. Auch die gute Absicht kann zum Rohstoff einer Industrie werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Aus Aufmerksamkeit wird Erregung, aus Erregung wird Verdummung</strong></h3>
<p>In ähnlicher Weise hat bereits Danny Boyles "Ink", vor drei Wochen Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Venedig, die Grenze zwischen Nachrichtenberichterstattung und Spektakel, Unterhaltung und öffentlicher Bloßstellung ausgelotet.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Weitere Filmkritiken von Rüdiger Suchsland</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5139950" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11403890"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Everytime-Ein-Film-der-die-Wirklichkeit-aus-den-Angeln-hebt-11403890.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1232" height="692" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/9/9/5/0/Master_Everytime-eaab87bd2a820229.jpeg" alt="Filmbild: eine Gruppe von 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<p>"Ink" erzählt im Kern die Entstehung des modernen Boulevardjournalismus Ende der 60er Jahre. Robert Murdoch und sein "Sun"-Chefredakteur Larry Lamb erkennen, dass eine Zeitung nicht unbedingt dadurch erfolgreich wird, dass sie die Welt "erklärt", sondern dadurch, dass sie die Leser "packt". Die Nachricht wird vom Inhalt zum Rohstoff, um eine Reaktion zu provozieren.</p>
<p>Die <em>Sun</em> praktiziert in diesem Film keinen "schlechteren" Journalismus, sondern entwickelt eine andere Vorstellung davon, was Journalismus überhaupt ist. Die Nachricht soll emotional sein, erregend, und leicht verständlich. "Ink" erzählt von dem Moment, in dem der Journalismus entdeckt, dass Menschen keine Informationen wollen, sondern Eskapismus.</p>
<p>In der Gegenwart sehen wir, wohin das führt: Wenn man beide Filme zusammennimmt, erzählen sie eine ziemlich düstere Geschichte der Medien – die Geschichte einer moralischen Abwärtsspirale: Aus Information wird Aufmerksamkeit, aus Aufmerksamkeit wird Erregung, aus Erregung wird Verdummung. Und die gibt wenigen Leuten zuviel Macht.</p>
Robert Pattinson spielt TV-Moderator Chris Hansen als grotesken Voyeur. Der Film fragt: Was passiert, wenn berechtigte Empörung zur Unterhaltungsindustrie wird?</p>
<p>"Primetime" ist Mediensatire, Thriller und Horrorfilm zugleich. Vor allem aber ist er eine Reflexion über das Böse, darüber, was wir eigentlich meinen, wenn wir vom Bösen sprechen: von einem bestimmten Verhalten und seinen Folgen – oder von einer Kraft, die sich von Mensch zu Mensch überträgt und dabei ihre Gestalt verändert.</p>
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<p>Regisseur Lance Oppenheim interessiert sich weniger für die Menschen und Psychologie, als für das Maschinelle und Strukturelle, das dahinter steckt. Denn das eigentliche Problem der Medien, ist die mediale Maschine, die – von "Tatort" bis "Aktenzeichen XY ungelöst" – aus der Bekämpfung des Bösen ein Geschäft und eine Form von Unterhaltung macht.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Hunger nach Aufmerksamkeit</strong></h3>
<p>Im Zentrum steht Chris Hansen, eine tatsächlich existierende Fifur der britischen Populärkultur: der Moderator der erfolgreichen <em>NBC</em>-Sendung aus den 2000er-Jahren.</p>
<p>Robert Pattinson spielt ihn als eine groteske Mischung aus Fernsehmensch, Ordnungshüter und Voyeur: geschniegelt, kontrolliert, selbstbewusst – und doch von einem kaum zu verbergenden Hunger nach Aufmerksamkeit getrieben.</p>
<p>Hansen tritt vor der Kamera als Mann auf, der andere Menschen zur Rechenschaft zieht. Der Regisseur interessiert sich also für diese Pose, nicht für den Menschen. Je länger man ihn beobachtet, desto deutlicher wird, dass seine Autorität weniger aus moralischer Überlegenheit, als aus der Macht des Fernsehens entsteht.</p>
<p>Die Kamera macht ihn groß, seine Opfer klein. Was auf dem Bildschirm wie souveräne Kontrolle aussieht, erweist sich außerhalb des Studios als Bedürftigkeit.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Idealtypisches Spektakelfernsehen</strong></h3>
<p>Pattison spielt Chris Hansen, den Moderator von "To Catch a Predator", wie die Sendung tatsächlich hieß. Hier wurden potenzielle Sexualstraftäter in ein Haus gelockt und dann vor laufender Kamera entlarvt und der Polizei ausgeliefert.</p>
<p>Voyeurismus pur, aber auch Verhinderung von Verbrechen – ein moralischer Konflikt, der der Sendung Traumquoten bescherte, und sie kurzzeitig zu einer regelrechten Mediensensation werden ließ.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4716754" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10039607"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-viel-Oeffentlichkeit-vertraegt-die-Justiz-10039607.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5120" height="2877" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/1/6/7/5/4/shutterstock_2230640035-670aaf8b8a71f992.jpeg" alt="Das Bild zeigt einen fiktiven Tatort mit Polizei,markierungen und einer Brille auf einem nächtlichen Boden in blauem Licht" style="aspect-ratio:5120 / 2877"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5120" height="2877" alt="Das Bild zeigt einen fiktiven Tatort mit Polizei,markierungen und einer Brille auf einem nächtlichen Boden in blauem Licht" style="aspect-ratio:5120 / 2877;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie viel Öffentlichkeit verträgt die Justiz?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4687157" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9977382"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Zu-viel-Wirklichkeit-Presserat-kritisiert-detaillierte-Verbrechensberichte-9977382.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/8/7/1/5/7/master_Rieg-f9ffa0285a22631e.jpeg" alt="KI-generierte Illustration zeigt einen Tatort, "Crime scene", einmal im Dunkeln und auf der anderen Seite mit vielen Scheinwerfern ausgeleuchtet " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="KI-generierte Illustration zeigt einen Tatort, "Crime scene", einmal im Dunkeln und auf der anderen Seite mit vielen Scheinwerfern ausgeleuchtet " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Zu viel Wirklichkeit: Presserat kritisiert detaillierte Verbrechensberichte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Und eine ambivalente ästhetische Faszination, die darin liegt, dass das Fernsehformat chaotisch-abgründige Realität und streng konstruierte Inszenierung miteinander vermischt. Das Ergebnis ist idealtypisches Spektakelfernsehen .</p>
<p>Hansen liebt den Augenblick, in dem er einen Verdächtigen konfrontiert, dessen eigene Worte gegen ihn verwendet und dessen Verlegenheit vor laufender Kamera ausstellt. Sein eigentliches Ziel ist nicht die Wahrheit, sondern die Bloßstellung.</p>
<p>Schon der Auftakt des Films stellt diese Umkehrung her: Ein potenzieller Täter wird in ein präpariertes Haus gelockt; überall sind Kameras, jede Bewegung ist Teil eines vorbereiteten Ablaufs. Hansen wartet auf seinen Auftritt. Der Mann, der glaubt, unbeobachtet zu sein, ist längst zum Objekt einer medialen Inszenierung geworden.</p>
<p>Doch Oppenheim verschiebt die Perspektive: Nicht nur der vermeintliche Täter wird beobachtet, auch Hansen wird zum Untersuchungsgegenstand. Aus dem Blick des Fernsehens wird der Blick des Films auf das Fernsehen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Moral und Methode</strong></h3>
<p>Das Entscheidende ist: Die moralische Berechtigung des Ziels macht die Methode nicht automatisch unschuldig. Hansen und sein Team konnten sich darauf berufen, Menschen aufzuspüren, deren Verhalten zutiefst verstörend war. Aber sie machten aus diesen Menschen zugleich Material. Sie waren keine Personen mehr, sondern "Fänge".</p>
<p>Der extremste Ausdruck dieser Logik ist der Fall des Mannes, den das Team "The Whale" nannte und der sich 2006 das Leben nahm, als die Polizei ihn im Zusammenhang mit einer Aktion stellen wollte. Der Name sagt alles. Der Mensch verschwindet hinter dem Tier, das man erlegen möchte.</p>
<p>"Primetime" interessiert sich genau für diesen Moment, in dem moralische Gewissheit in Voyeurismus kippt. Das Böse soll nicht nur bekämpft, sondern gesehen werden. Und weil es gesehen werden soll, muss es inszeniert werden. Aus der Aufklärung wird Show.</p>
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(Bild: © A24)
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<p>Das ist entscheidend, weil "To Catch a Predator" selbst niemals reine Dokumentation war. Die zu überführenden Männer wurden über fingierte Online-Identitäten angelockt, die Begegnungen vorbereitet, die Räume mit Kameras ausgestattet und die anschließenden Konfrontationen dramaturgisch organisiert.</p>
<p>Hansen und sein Team präsentierten sich als Vollstrecker einer gesellschaftlich erwünschten Ordnung, doch die Sendung war zugleich ein kommerzielles Unterhaltungsformat. Sobald das Format auf einen prominenten Sendeplatz gelangt, tritt es in Konkurrenz zu fiktionalen Serien und Shows: Nicht nur die Verbrechen werden zum Gegenstand, sondern auch ihre mediale Verwertung.</p>
<p>Darin liegt das Unbehagen des Films. Die Realität des Verbrechens wird nicht geleugnet, aber sie wird in eine Form gebracht, die konsumierbar ist. Montage, Musik, Kameraperspektiven und die wiederholten Rituale der Enthüllung schaffen Abstand zu dem, was auf dem Bildschirm eigentlich geschieht. Die Form macht das Verstörende anschlussfähig. Sie verwandelt moralischen Schrecken in Fernsehen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eine beunruhigende, manchmal groteske Figur</strong></h3>
<p>Der Film übernimmt diese Logik zunächst selbst. Der Regisseur orientiert sich – schnelle Schnitte, platte Witze – genau an der Bildsprache des Mainstream-Fernsehens und der Reality-TV-Shows der frühen 2000er Jahre.</p>
<p>Oppenheim filmt Hansen und sein Umfeld in einer grellen, künstlich übersteigerten Ästhetik. Farben scheinen zu verlaufen, digitale Bilder bekommen die Anmutung beschädigten Videomaterials, und die Montage erinnert bisweilen eher an YouTube oder einen fiebrigen Nachrichtensender als an klassischen Dokumentarfilm. Das ist kein realistischer Zugriff, sondern eine bewusste Verdrehung des Bildes.</p>
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(Bild: © A24)
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<p>Besonders deutlich wird das an Hansen. Seine Vorbereitungen auf die Einsätze besitzen etwas beinahe Rituelles. Er liest die Nachrichten, die seine späteren Opfer geschrieben haben, immer wieder laut vor, als würde er sich in die Sprache der Männer hineinbohren. Dabei verändert sich sein Gesicht.</p>
<p>Die Kamera zeigt nicht einfach einen Journalisten bei der Arbeit, sondern einen Menschen, der von seinem Gegenstand erregt und geradezu hypnotisiert erscheint.</p>
<p>Pattinson spielt Hansen deshalb nicht als eindimensionale Moderator. Er macht aus ihm eine beunruhigende, manchmal groteske Figur, deren Bedürfnis nach Kontrolle und Anerkennung ständig durchscheint.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Moralische Empörung als Schwäche</strong></h3>
<p>Hier liegt allerdings auch eine Schwäche des Films. "Primetime" interessiert sich stärker für die moralische und ästhetische Wahrheit seiner Geschichte, als für deren dokumentarische Rekonstruktion. Das Drehbuch verändert, verdichtet und erfindet Details.</p>
<p>Wer den Film als historische Darstellung der tatsächlichen Ereignisse betrachtet, könnte dadurch ein verzerrtes Bild erhalten. Gerade angesichts der realen juristischen und ethischen Fragen hinter den Lockvogeloperationen wäre eine genauere Auseinandersetzung mit deren rechtlichen Risiken interessant gewesen.</p>
<p>Weniger überzeugend ist auch die Nebenhandlung über Hansens Privatleben und seine Untreue. Sie soll offenkundig die Heuchelei eines Mannes sichtbar machen, der andere Menschen öffentlich richtet, während er selbst seine moralischen Maßstäbe im Privatleben verletzt.</p>
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(Bild: © A24)
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<p>Doch der Vergleich bleibt unerquicklich simpel. Fremdgehen ist nicht die moralische Entsprechung zu den Handlungen, die Hansen in seiner Sendung verfolgt. Die Konstruktion fügt der Figur deshalb kaum Erkenntnis hinzu; sie wirkt eher wie ein dramaturgischer Versuch, aus Hansen einen Schurken zu machen. Gerade das hat der Film eigentlich nicht nötig.</p>
<p>Denn seine interessantere Frage lautet ohnehin nicht, ob Chris Hansen ein schlechter Mensch ist. Sie lautet, was geschieht, wenn eine Gesellschaft moralisch berechtigte Empörung in ein Geschäftsmodell verwandelt. Selbst dort, wo die Ziele der Sendung auf Menschen gerichtet sind, deren Verhalten zu Recht Abscheu hervorruft, bleibt die Methode problematisch.</p>
<p>Das Gute wird nicht dadurch automatisch gut, dass es sich gegen das Böse richtet. Auch die gute Absicht kann zum Rohstoff einer Industrie werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Aus Aufmerksamkeit wird Erregung, aus Erregung wird Verdummung</strong></h3>
<p>In ähnlicher Weise hat bereits Danny Boyles "Ink", vor drei Wochen Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Venedig, die Grenze zwischen Nachrichtenberichterstattung und Spektakel, Unterhaltung und öffentlicher Bloßstellung ausgelotet.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Weitere Filmkritiken von Rüdiger Suchsland</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5139950" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11403890"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Everytime-Ein-Film-der-die-Wirklichkeit-aus-den-Angeln-hebt-11403890.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1232" height="692" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/9/9/5/0/Master_Everytime-eaab87bd2a820229.jpeg" alt="Filmbild: eine Gruppe von 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dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">"Everytime": Ein Film, der die Wirklichkeit aus den Angeln hebt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5150953" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11421442"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Sex-Tod-Gore-Dieses-Kino-will-uns-nicht-erziehen-11421442.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/0/9/5/3/Master_R-9f9fdd3bf88c3488.jpeg" alt="Filmbild: Großaufnahme Gillian Anderson" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Filmbild: Großaufnahme Gillian Anderson" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Sex, Tod, Gore: Dieses Kino will uns nicht erziehen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5090115" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11309175"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Horror-mit-Tiefgang-Korea-zeigt-in-Cannes-die-Zukunft-des-Genrekinos-11309175.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/0/1/1/5/master_1_Suchsland-cb99eca17bcd0253.jpeg" alt="Filmbild: ein Pferd mit zwei Gestalten in einem Wald" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Filmbild: ein Pferd mit zwei Gestalten in einem Wald" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Horror mit Tiefgang: Korea zeigt in Cannes die Zukunft des Genrekinos</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>"Ink" erzählt im Kern die Entstehung des modernen Boulevardjournalismus Ende der 60er Jahre. Robert Murdoch und sein "Sun"-Chefredakteur Larry Lamb erkennen, dass eine Zeitung nicht unbedingt dadurch erfolgreich wird, dass sie die Welt "erklärt", sondern dadurch, dass sie die Leser "packt". Die Nachricht wird vom Inhalt zum Rohstoff, um eine Reaktion zu provozieren.</p>
<p>Die <em>Sun</em> praktiziert in diesem Film keinen "schlechteren" Journalismus, sondern entwickelt eine andere Vorstellung davon, was Journalismus überhaupt ist. Die Nachricht soll emotional sein, erregend, und leicht verständlich. "Ink" erzählt von dem Moment, in dem der Journalismus entdeckt, dass Menschen keine Informationen wollen, sondern Eskapismus.</p>
<p>In der Gegenwart sehen wir, wohin das führt: Wenn man beide Filme zusammennimmt, erzählen sie eine ziemlich düstere Geschichte der Medien – die Geschichte einer moralischen Abwärtsspirale: Aus Information wird Aufmerksamkeit, aus Aufmerksamkeit wird Erregung, aus Erregung wird Verdummung. Und die gibt wenigen Leuten zuviel Macht.</p>
2026-09-24T06:00:00.000Z
urn:bid:5169936
2026-09-23T22:00:00.000Z
Vierzig baugleiche Zerstörer prägen künftig Chinas Marine im Pazifik. Nun erhielten sie eine neue Überschallrakete. Ein Detail bleibt jedoch unklar.</p>
<p>Die in Hongkongn erscheinende <em>South China Morning Post</em> <a href="https://www.scmp.com/news/china/military/article/3368193/how-are-chinas-type-052d-destroyers-shifting-balance-western-pacific" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>, dass Chinas Zerstörer der Klasse Typ 052D das Kräfteverhältnis im westlichen Pazifik zunehmend zugunsten der chinesischen Marine verschieben. Anlass ist eine im Juli ausgestrahlte Aufnahme des chinesischen Staatsfernsehens, die den Abschuss einer Hyperschall-<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/YJ-20" rel="external noopener" target="_blank">Seezielrakete des Typs YJ-20</a> von einem Zerstörer dieser Klasse zeigt.</p>
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<h3 class="subheading">Neue Waffe auf etablierter Plattform</h3>
<p>Die YJ-20-Rakete war laut <em>SCMP </em>bislang den größeren Zerstörern der Klasse Typ 055 zugeordnet. Dass die Marine der Volksbefreiungsarmee (PLA) die Waffe nun auch auf dem zahlreicher gebauten Typ 052D einsetzt, könnte laut Einschätzung der Zeitung bedeuten, dass sich die Reichweite dieses Waffensystems über die Flotte verteilt – und damit die Zahl der Schiffe steigt, die im Konfliktfall Kriegsschiffe der USA und ihrer Verbündeten in Richtung Taiwan bedrohen könnten.</p>
<p>Der Start erfolgte per Kaltstart, bei dem die Rakete aus dem vorderen Senkrechtstartsystem ausgestoßen wird, bevor ihr Triebwerk zündet. Nach frei zugänglichen Schätzungen ist die YJ-20 knapp neun Meter lang und misst weniger als 850 Millimeter im Durchmesser – Werte, die sie kompatibel mit den tiefsten Varianten der universellen chinesischen Startzellen machen würden. Welche Baulose des Typs 052D über Zellen dieser Tiefe verfügen, ist laut <em>SCMP </em>öffentlich nicht bekannt.</p>
<h3 class="subheading">Kontinuierliche Weiterentwicklung</h3>
<p>Der Typ 052D, in der Nato-Bezeichnung Luyang-III-Klasse, baut auf den Luftverteidigungsfähigkeiten des Vorgängertyps 052C auf. Das Typschiff Kunming ging 2014 in Dienst. Gegenüber dem Vorgänger wurde die Zahl der Senkrechtstartzellen von 48 auf 64 erhöht, verteilt auf Bug und Heck, wodurch sich ein breiteres Spektrum an Flugabwehr-, Seeziel- und U-Boot-Abwehrraketen abfeuern lässt.</p>
<p>Seither hat China laut <em>SCMP </em>kontinuierlich Änderungen an Sensorik, Luftfahrtausstattung, Bewaffnung und Vernetzung vorgenommen. Eine verlängerte Variante, von Analysten als Typ 052DL bezeichnet, verfügt über ein etwa vier Meter längeres Flugdeck, um größere Hubschrauber wie den Marinehubschrauber Z-20 neben kleineren Typen wie der Z-9 aufzunehmen. Im August kursierten Aufnahmen, die offenbar erstmals einen Z-20F beim Einsatz von einem Typ 052DL zeigten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4652042" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9835918"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Kuestenwache-ruestet-auf-Neues-Schiff-nach-Zerstoerer-Vorbild-9835918.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1000" height="562" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/5/2/0/4/2/shutterstock_1567943365-afe678c4bb617f0e.jpeg" alt="Ein graues Militärschiff liegt vor einem Hafen, im Hintergrund eine Stadt" style="aspect-ratio:1000 / 562"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1000" height="562" alt="Ein graues Militärschiff liegt vor einem Hafen, im Hintergrund eine Stadt" style="aspect-ratio:1000 / 562;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Küstenwache rüstet auf: Neues Schiff nach Zerstörer-Vorbild</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine weitere Ausbaustufe, Typ 052DM genannt, verfügt über verbesserte Sensoren, Bewaffnung und Vernetzung. Das offizielle PLA-Medium <em>China Military Online </em><a href="http://eng.chinamil.com.cn/2025xb/H_251454/L_251456/16435256.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a> im Januar, Nachrüstungen am Zerstörer Loudi hätten dessen Luftabwehr-, Raketenabwehr-, Seeziel- und U-Boot-Abwehrfähigkeiten verbessert.</p>
<p>Neuere Schiffe zeigen zudem ein mastmontiertes Radar anstelle des mechanisch schwenkenden Radars früherer Baulose. Der chinesische Militärexperte Fu Qianshao <a href="https://www.globaltimes.cn/page/202609/1369549.shtml" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> im Januar gegenüber der staatlichen Zeitung <em>Global Times</em>, es handle sich vermutlich um ein doppelseitig rotierendes, aktiv elektronisch phasengesteuertes Radar (AESA) – eine Technik, bei der viele kleine Sendeelemente elektronisch statt mechanisch gesteuert werden, was schnellere und präzisere Zielverfolgung ermöglicht.</p>
<h3 class="subheading">Stückzahl als strategischer Faktor</h3>
<p>Nach frei verfügbaren Zählungen umfasst die Flotte rund 35 Schiffe, verglichen mit zehn Einheiten des größeren Typs 055. Obwohl jeder Typ-052D weniger Startzellen besitzt, ist die Klasse laut SCMP zu einem regelmäßigen Begleitschiff der wachsenden chinesischen Flugzeugträgerflotte geworden und übernimmt Luftraumverteidigung mit weitreichenden Flugabwehrraketen der HHQ-9-Familie, ergänzt durch Systeme kürzerer Reichweite.</p>
<p>Schiffe dieser Klasse begleiteten wiederholt die Trägerkampfgruppen der Liaoning und der Shandong, unter anderem durch die sogenannte Erste Inselkette bis in die Philippinensee. Im Mai 2025 verfolgte Japan ein Schiff dieser Klasse zwischen Okinawa und Miyako auf dem Weg in die Philippinensee. Im Jahr darauf begleitete der Zerstörer Kaifeng die Liaoning bei einem rund 40-tägigen Einsatz durch das Südchinesische Meer und die Philippinensee, gemeinsam mit dem Typ-055-Zerstörer Wuxi, der Typ-054B-Fregatte Luohe und dem Versorgungsschiff Hulunhu.</p>
<p>Solche Einsatzmuster wären laut SCMP im Fall einer Taiwan-Krise relevant, wie mehrere darauf ausgerichtete Manöver zeigten. Bei "Joint Sword-2024B" operierte der Zerstörer Urumqi östlich der Insel gemeinsam mit der Liaoning und dem Typ-055-Zerstörer Anshan. Bei "Strait Thunder-2025A" war der Zerstörer Zhanjiang Teil der Shandong-Trägergruppe.</p>
<p>Bei "Justice Mission 2025" erklärte das östliche Kommando der PLA, seine Kräfte hätten die Blockade wichtiger Häfen und Gebiete, die Kontrolle des Kampfraums sowie die Abschreckung von Kräften außerhalb der Ersten Inselkette geübt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5116050" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11363201"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Flugzeugtraegerflotte-waechst-doch-Personalengpass-bremst-die-Ambitionen-11363201.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/6/0/5/0/shutterstock_1614226087-ec15365784de7346.jpeg" alt="Flugdeck eines Flugzeugträgers auf offener See" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Flugdeck eines Flugzeugträgers auf offener See" style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Flugzeugträgerflotte wächst – doch Personalengpass bremst die Ambitionen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4810173" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10299323"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Atomare-Seemacht-China-Der-naechste-grosse-Sprung-10299323.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/1/0/1/7/3/master_china-56e6d30893e9444e.jpeg" alt="Chinesische Kriegsschiffe auf einem Manöver bei Taiwan" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Chinesische Kriegsschiffe auf einem Manöver bei Taiwan" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Atomare Seemacht China: Der nächste große Sprung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Nach Einschätzung der Zeitung könnte die Zahl der Typ-052D-Schiffe es der PLA im Konfliktfall erlauben, Träger- und Landungsgruppen zu schützen, Versorgungsschiffe zu eskortieren, U-Boot-Abwehr zu unterstützen und gleichzeitig Überwasserkräfte vor Taiwans Ostküste zu unterhalten. Weitreichende Angriffe auf bewegliche Kriegsschiffe blieben jedoch von einem umfassenderen Netz aus land-, luft-, see- und weltraumgestützten Sensoren abhängig.</p>
<p>Der China-Militärbericht des US-Verteidigungsministeriums für 2025 stellte laut <em>SCMP </em>fest, das wachsende weltraumgestützte Aufklärungsnetz der PLA habe deren Fähigkeit zur Überwachung, Verfolgung und Zielerfassung von US- und verbündeten Streitkräften erheblich gesteigert.</p>
<p>Auch landgestützte Über-Horizont-Radaranlagen vom Typ Skywave könnten Schiffe und Flugzeuge zwischen erster und zweiter Inselkette wahrscheinlich erfassen. Zugleich habe die PLA weiterhin Schwierigkeiten bei der zeitnahen Bewertung von Kampfschäden und der Koordination komplexer, mehrere Teilstreitkräfte umfassender Angriffe, so der Bericht.</p>
<p>Offen bleiben laut <em>SCMP </em>zudem technische Fragen: Die Kompatibilität der Bewaffnung könnte sich zwischen einzelnen Baulosen unterscheiden, die genaue Sensorausstattung zur U-Boot-Abwehr sei aus offenen Quellen nicht eindeutig ersichtlich, und Chinas Angaben zu Raketenabwehrfähigkeiten neuerer Schiffe seien nicht unabhängig überprüft.</p>
<h3 class="subheading">Baldiges Serienende?</h3>
<p>Das Portal <em>Zona Militar </em><a href="https://www.zona-militar.com/2026/07/22/la-armada-de-china-no-sumaria-nuevos-destructores-tipo-052d-tras-alcanzar-las-40-unidades-construidas/" rel="external noopener" target="_blank">ordnet</a> die Entwicklung in einen größeren Rahmen ein: Die chinesische Marine und Werftindustrie würden sich demnach dem Abschluss eines ihrer erfolgreichsten Schiffbauprogramme nähern. Die Einheiten mit den Baunummern 37 bis 40 befänden sich derzeit in Seeerprobung, was das Ende neuer Bestellungen markieren und eine neue Phase in der Modernisierung der Überwasserflotte einleiten würde.</p>
<p>Das Programm begann mit dem Stapellauf der Kunming im August 2012 in den Werften Jiangnan in Shanghai und Dalian. Bis Mitte 2026 habe die Marine offiziell 35 Zerstörer im Dienst bestätigt. Zu den jüngsten Zugängen zählten die Ganzi (128), deren Indienststellung im Dezember 2025 erfolgte, aber erst Anfang 2026 bekannt wurde, sowie die Tongchuan (177), deren Indienststellung staatliche Medien Ende Mai des laufenden Jahres bestätigten.</p>
<p>Mit den verbleibenden, in Erprobung befindlichen Einheiten werde die Serie vor dem Produktionsstopp insgesamt 40 Zerstörer umfassen.</p>
<p>Der Typ 052D misst laut <em>Zona Militar</em> 156 Meter in der Länge, 18 Meter in der Breite, hat einen Tiefgang von 6,5 Metern und eine Verdrängung von rund 7.000 Tonnen bei voller Beladung. Die Besatzung umfasst etwa 280 Personen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mehr als 30 Knoten.</p>
<p>Nach Abschluss der Baureihe werde sich die Marine laut mehreren Berichten auf zwei neue Zerstörerprojekte konzentrieren; die Produktionslinien sollen sich gegen Ende 2026 auf die Fertigung dieser Klassen umstellen. Der Typ 052D hinterließe mit der geschätzten Gesamtproduktion von 40 Einheiten eine der umfangreichsten Zerstörer-Familien Chinas.</p>
Vierzig baugleiche Zerstörer prägen künftig Chinas Marine im Pazifik. Nun erhielten sie eine neue Überschallrakete. Ein Detail bleibt jedoch unklar.</p>
<p>Die in Hongkongn erscheinende <em>South China Morning Post</em> <a href="https://www.scmp.com/news/china/military/article/3368193/how-are-chinas-type-052d-destroyers-shifting-balance-western-pacific" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>, dass Chinas Zerstörer der Klasse Typ 052D das Kräfteverhältnis im westlichen Pazifik zunehmend zugunsten der chinesischen Marine verschieben. Anlass ist eine im Juli ausgestrahlte Aufnahme des chinesischen Staatsfernsehens, die den Abschuss einer Hyperschall-<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/YJ-20" rel="external noopener" target="_blank">Seezielrakete des Typs YJ-20</a> von einem Zerstörer dieser Klasse zeigt.</p>
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<h3 class="subheading">Neue Waffe auf etablierter Plattform</h3>
<p>Die YJ-20-Rakete war laut <em>SCMP </em>bislang den größeren Zerstörern der Klasse Typ 055 zugeordnet. Dass die Marine der Volksbefreiungsarmee (PLA) die Waffe nun auch auf dem zahlreicher gebauten Typ 052D einsetzt, könnte laut Einschätzung der Zeitung bedeuten, dass sich die Reichweite dieses Waffensystems über die Flotte verteilt – und damit die Zahl der Schiffe steigt, die im Konfliktfall Kriegsschiffe der USA und ihrer Verbündeten in Richtung Taiwan bedrohen könnten.</p>
<p>Der Start erfolgte per Kaltstart, bei dem die Rakete aus dem vorderen Senkrechtstartsystem ausgestoßen wird, bevor ihr Triebwerk zündet. Nach frei zugänglichen Schätzungen ist die YJ-20 knapp neun Meter lang und misst weniger als 850 Millimeter im Durchmesser – Werte, die sie kompatibel mit den tiefsten Varianten der universellen chinesischen Startzellen machen würden. Welche Baulose des Typs 052D über Zellen dieser Tiefe verfügen, ist laut <em>SCMP </em>öffentlich nicht bekannt.</p>
<h3 class="subheading">Kontinuierliche Weiterentwicklung</h3>
<p>Der Typ 052D, in der Nato-Bezeichnung Luyang-III-Klasse, baut auf den Luftverteidigungsfähigkeiten des Vorgängertyps 052C auf. Das Typschiff Kunming ging 2014 in Dienst. Gegenüber dem Vorgänger wurde die Zahl der Senkrechtstartzellen von 48 auf 64 erhöht, verteilt auf Bug und Heck, wodurch sich ein breiteres Spektrum an Flugabwehr-, Seeziel- und U-Boot-Abwehrraketen abfeuern lässt.</p>
<p>Seither hat China laut <em>SCMP </em>kontinuierlich Änderungen an Sensorik, Luftfahrtausstattung, Bewaffnung und Vernetzung vorgenommen. Eine verlängerte Variante, von Analysten als Typ 052DL bezeichnet, verfügt über ein etwa vier Meter längeres Flugdeck, um größere Hubschrauber wie den Marinehubschrauber Z-20 neben kleineren Typen wie der Z-9 aufzunehmen. Im August kursierten Aufnahmen, die offenbar erstmals einen Z-20F beim Einsatz von einem Typ 052DL zeigten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4652042" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9835918"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Kuestenwache-ruestet-auf-Neues-Schiff-nach-Zerstoerer-Vorbild-9835918.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1000" height="562" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/5/2/0/4/2/shutterstock_1567943365-afe678c4bb617f0e.jpeg" alt="Ein graues Militärschiff liegt vor einem Hafen, im Hintergrund eine Stadt" style="aspect-ratio:1000 / 562"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1000" height="562" alt="Ein graues Militärschiff liegt vor einem Hafen, im Hintergrund eine Stadt" style="aspect-ratio:1000 / 562;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Küstenwache rüstet auf: Neues Schiff nach Zerstörer-Vorbild</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine weitere Ausbaustufe, Typ 052DM genannt, verfügt über verbesserte Sensoren, Bewaffnung und Vernetzung. Das offizielle PLA-Medium <em>China Military Online </em><a href="http://eng.chinamil.com.cn/2025xb/H_251454/L_251456/16435256.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a> im Januar, Nachrüstungen am Zerstörer Loudi hätten dessen Luftabwehr-, Raketenabwehr-, Seeziel- und U-Boot-Abwehrfähigkeiten verbessert.</p>
<p>Neuere Schiffe zeigen zudem ein mastmontiertes Radar anstelle des mechanisch schwenkenden Radars früherer Baulose. Der chinesische Militärexperte Fu Qianshao <a href="https://www.globaltimes.cn/page/202609/1369549.shtml" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> im Januar gegenüber der staatlichen Zeitung <em>Global Times</em>, es handle sich vermutlich um ein doppelseitig rotierendes, aktiv elektronisch phasengesteuertes Radar (AESA) – eine Technik, bei der viele kleine Sendeelemente elektronisch statt mechanisch gesteuert werden, was schnellere und präzisere Zielverfolgung ermöglicht.</p>
<h3 class="subheading">Stückzahl als strategischer Faktor</h3>
<p>Nach frei verfügbaren Zählungen umfasst die Flotte rund 35 Schiffe, verglichen mit zehn Einheiten des größeren Typs 055. Obwohl jeder Typ-052D weniger Startzellen besitzt, ist die Klasse laut SCMP zu einem regelmäßigen Begleitschiff der wachsenden chinesischen Flugzeugträgerflotte geworden und übernimmt Luftraumverteidigung mit weitreichenden Flugabwehrraketen der HHQ-9-Familie, ergänzt durch Systeme kürzerer Reichweite.</p>
<p>Schiffe dieser Klasse begleiteten wiederholt die Trägerkampfgruppen der Liaoning und der Shandong, unter anderem durch die sogenannte Erste Inselkette bis in die Philippinensee. Im Mai 2025 verfolgte Japan ein Schiff dieser Klasse zwischen Okinawa und Miyako auf dem Weg in die Philippinensee. Im Jahr darauf begleitete der Zerstörer Kaifeng die Liaoning bei einem rund 40-tägigen Einsatz durch das Südchinesische Meer und die Philippinensee, gemeinsam mit dem Typ-055-Zerstörer Wuxi, der Typ-054B-Fregatte Luohe und dem Versorgungsschiff Hulunhu.</p>
<p>Solche Einsatzmuster wären laut SCMP im Fall einer Taiwan-Krise relevant, wie mehrere darauf ausgerichtete Manöver zeigten. Bei "Joint Sword-2024B" operierte der Zerstörer Urumqi östlich der Insel gemeinsam mit der Liaoning und dem Typ-055-Zerstörer Anshan. Bei "Strait Thunder-2025A" war der Zerstörer Zhanjiang Teil der Shandong-Trägergruppe.</p>
<p>Bei "Justice Mission 2025" erklärte das östliche Kommando der PLA, seine Kräfte hätten die Blockade wichtiger Häfen und Gebiete, die Kontrolle des Kampfraums sowie die Abschreckung von Kräften außerhalb der Ersten Inselkette geübt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5116050" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11363201"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Flugzeugtraegerflotte-waechst-doch-Personalengpass-bremst-die-Ambitionen-11363201.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/6/0/5/0/shutterstock_1614226087-ec15365784de7346.jpeg" alt="Flugdeck eines Flugzeugträgers auf offener See" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Flugdeck eines Flugzeugträgers auf offener See" style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Flugzeugträgerflotte wächst – doch Personalengpass bremst die Ambitionen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4810173" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10299323"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Atomare-Seemacht-China-Der-naechste-grosse-Sprung-10299323.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/1/0/1/7/3/master_china-56e6d30893e9444e.jpeg" alt="Chinesische Kriegsschiffe auf einem Manöver bei Taiwan" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Chinesische Kriegsschiffe auf einem Manöver bei Taiwan" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Atomare Seemacht China: Der nächste große Sprung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Nach Einschätzung der Zeitung könnte die Zahl der Typ-052D-Schiffe es der PLA im Konfliktfall erlauben, Träger- und Landungsgruppen zu schützen, Versorgungsschiffe zu eskortieren, U-Boot-Abwehr zu unterstützen und gleichzeitig Überwasserkräfte vor Taiwans Ostküste zu unterhalten. Weitreichende Angriffe auf bewegliche Kriegsschiffe blieben jedoch von einem umfassenderen Netz aus land-, luft-, see- und weltraumgestützten Sensoren abhängig.</p>
<p>Der China-Militärbericht des US-Verteidigungsministeriums für 2025 stellte laut <em>SCMP </em>fest, das wachsende weltraumgestützte Aufklärungsnetz der PLA habe deren Fähigkeit zur Überwachung, Verfolgung und Zielerfassung von US- und verbündeten Streitkräften erheblich gesteigert.</p>
<p>Auch landgestützte Über-Horizont-Radaranlagen vom Typ Skywave könnten Schiffe und Flugzeuge zwischen erster und zweiter Inselkette wahrscheinlich erfassen. Zugleich habe die PLA weiterhin Schwierigkeiten bei der zeitnahen Bewertung von Kampfschäden und der Koordination komplexer, mehrere Teilstreitkräfte umfassender Angriffe, so der Bericht.</p>
<p>Offen bleiben laut <em>SCMP </em>zudem technische Fragen: Die Kompatibilität der Bewaffnung könnte sich zwischen einzelnen Baulosen unterscheiden, die genaue Sensorausstattung zur U-Boot-Abwehr sei aus offenen Quellen nicht eindeutig ersichtlich, und Chinas Angaben zu Raketenabwehrfähigkeiten neuerer Schiffe seien nicht unabhängig überprüft.</p>
<h3 class="subheading">Baldiges Serienende?</h3>
<p>Das Portal <em>Zona Militar </em><a href="https://www.zona-militar.com/2026/07/22/la-armada-de-china-no-sumaria-nuevos-destructores-tipo-052d-tras-alcanzar-las-40-unidades-construidas/" rel="external noopener" target="_blank">ordnet</a> die Entwicklung in einen größeren Rahmen ein: Die chinesische Marine und Werftindustrie würden sich demnach dem Abschluss eines ihrer erfolgreichsten Schiffbauprogramme nähern. Die Einheiten mit den Baunummern 37 bis 40 befänden sich derzeit in Seeerprobung, was das Ende neuer Bestellungen markieren und eine neue Phase in der Modernisierung der Überwasserflotte einleiten würde.</p>
<p>Das Programm begann mit dem Stapellauf der Kunming im August 2012 in den Werften Jiangnan in Shanghai und Dalian. Bis Mitte 2026 habe die Marine offiziell 35 Zerstörer im Dienst bestätigt. Zu den jüngsten Zugängen zählten die Ganzi (128), deren Indienststellung im Dezember 2025 erfolgte, aber erst Anfang 2026 bekannt wurde, sowie die Tongchuan (177), deren Indienststellung staatliche Medien Ende Mai des laufenden Jahres bestätigten.</p>
<p>Mit den verbleibenden, in Erprobung befindlichen Einheiten werde die Serie vor dem Produktionsstopp insgesamt 40 Zerstörer umfassen.</p>
<p>Der Typ 052D misst laut <em>Zona Militar</em> 156 Meter in der Länge, 18 Meter in der Breite, hat einen Tiefgang von 6,5 Metern und eine Verdrängung von rund 7.000 Tonnen bei voller Beladung. Die Besatzung umfasst etwa 280 Personen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mehr als 30 Knoten.</p>
<p>Nach Abschluss der Baureihe werde sich die Marine laut mehreren Berichten auf zwei neue Zerstörerprojekte konzentrieren; die Produktionslinien sollen sich gegen Ende 2026 auf die Fertigung dieser Klassen umstellen. Der Typ 052D hinterließe mit der geschätzten Gesamtproduktion von 40 Einheiten eine der umfangreichsten Zerstörer-Familien Chinas.</p>
2026-09-23T22:00:00.000Z
urn:bid:5170347
2026-09-23T16:20:00.000Z
Deutschland ist größter Einzelgeber im Ukraine-Energiefonds. Doch das Geld deckt den dringendsten Bedarf vor dem Winter nicht – Kiew plant das Worst Case.</p>
<p>Anna Storozh hat ihre Zweizimmerwohnung in einem neunstöckigen Kiewer Wohnblock aufgegeben – wegen eines Ofens. Die 35-jährige Verkaufsleiterin ist mit Mann und Tochter in ein Haus in Vita-Lytovska gezogen, rund 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt.</p>
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<p>Das Gebäude ist noch eine Baustelle, aber es hat einen Holzofen. "Ich kann ohne Strom leben – kein Problem", <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-09-21/ukrainians-are-bracing-for-worst-wartime-winter-of-airstrikes" rel="external noopener" target="_blank">sagt sie laut</a> <em>Bloomberg</em>. "Aber jeder hat seine eigene Schmerzgrenze, und meine beginnt dort, wo die Heizung aufhört."</p>
<p>Der Preis für Brennholz ist in der Ukraine nach ihrer Beobachtung binnen eines Jahres um 70 bis 80 Prozent gestiegen. Das dürfte daran liegen, dass viele so denken wie sie.</p>
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<p>Der Winter 2026/27 gilt in Kiew und bei westlichen Regierungen als die kritischste Phase des Krieges. Der Grund ist eine Beobachtung, die Militärplaner alarmiert: Seit August hat Russland ballistische Raketen deutlich seltener eingesetzt.</p>
<p>Wie <em>Bloomberg</em> schreibt, deuten Fachleute das als Hinweis darauf, dass Moskau die Raketen wohl zurückhält, um Kraftwerke, Umspannanlagen und Heizwerke dann zu treffen, wenn es am meisten wehtut, nämlich während einer Kälteperiode.</p>
<p>Die Heizperiode beginnt in der Ukraine üblicherweise Ende Oktober oder Anfang November. Und das ist die Zeit, ab der wieder mit großen Angriffen auf Energieanlagen zu rechnen ist.</p>
<p>Gleichzeitig fehlen dem Land genau jene Abfangraketen, die gegen ballistische Geschosse helfen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj <a href="https://transcripts.cnn.com/show/tbwjs/date/2026-08-13/segment/01" rel="external noopener" target="_blank">nannte Ende August</a> eine Größenordnung von mindestens 300 Patriot-Abfangraketen für den Winter. Bereits Mitte August hatte er vorgeschlagen, die USA sollten fünf bis zehn Prozent ihrer Abfangraketen-Bestände verkaufen.</p>
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<p>Ein hochrangiger europäischer Regierungsvertreter sagte laut <em>Bloomberg</em>, die Ukraine könne den Krieg am Ende verlieren, wenn sie diesen Winter nicht übersteht. Andere Verbündete halten die Lage trotz der Munitionslücke für beherrschbar.</p>
<p>Die ukrainische Regierung plant nach eigenen Angaben mit dem schlechtesten Szenario. "Das Einzige, womit ich nicht rechne, ist milderes Wetter", sagte Ministerpräsident Sergii Koretskyi in Kiew.</p>
<p>Elbridge Colby, Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, warnte laut <em>Bloomberg</em> am 8. September bei einer <a href="https://www.war.gov/News/Speeches/Speech/Article/4592668/remarks-by-under-secretary-of-war-for-policy-elbridge-colby-at-the-ukraine-defe/" rel="external noopener" target="_blank">Videokonferenz der Ukraine Defense Contact Group</a> vor Prognosen: "Wir können nicht vorhersagen, wann dieser tragische Krieg enden wird."</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wochen ohne Wasser: die Erfahrung des letzten Winters</strong></h3>
<p>Wie sich ein solcher Winter anfühlt, wissen die Menschen in Kiew seit dem vergangenen Jahr. Im Stadtteil Troeschtschyna fielen bei Temperaturen unter minus 20 Grad Celsius über Wochen Strom, Wasser und Wärme aus. Hunderttausende Menschen saßen damals im Kalten.</p>
<p>Marine Abramian, 34, Kampagnenkoordinatorin von Greenpeace Ukraine, hält nicht die Kälte für das Schlimmste: "Ohne Wasser zu sein, ist schrecklich; ich glaube, das ist wahrscheinlich das Schlimmste", sagte sie gegenüber <em>Bloomberg</em>.</p>
<p>Auch sie überlegte, aufs Land zu ziehen, entschied sich aber dagegen – aus Angst vor Luftangriffen und einer möglichen neuen Offensive aus dem Norden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161733" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11446634"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Patriot-Raketen-fuer-die-Ukraine-Berlin-liefert-aus-Bundeswehr-Bestaenden-11446634.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/7/3/3/shutterstock_2761250359-c2288265ce39ae22.jpeg" alt="Ein Raketenwerfer auf einem LKW mit Himmel und Wolken im Hintergrund." style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Ein Raketenwerfer auf einem LKW mit Himmel und Wolken im Hintergrund." style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Patriot-Raketen für die Ukraine: Berlin liefert aus Bundeswehr-Beständen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Verwundbar macht die Städte ihre eigene Technik: Was im Frieden bequem ist, kann im Krieg zur humanitären Katastrophe werden. Ukrainische Großstädte heizen nämlich zentral: Große Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugen Strom und Wärme gleichzeitig und pumpen heißes Wasser über weit verzweigte Rohrnetze in die Wohnblocks. Ein einzelner Treffer kann deshalb ganze Stadtviertel gleichzeitig kaltstellen.</p>
<p>Kommt die Kälte dazu, wird es endgültig kritisch: Gefriert das Wasser in beschädigten Leitungen, platzen die Rohre. Manchmal müssen Heizsysteme vorsorglich komplett entleert werden. Eine schnelle Reparatur ist dann unmöglich.</p>
<h3 class="subheading"><strong>250 Millionen Euro aus Berlin – für Transformatoren statt Symbolik</strong></h3>
<p>An dieser Stelle greift die deutsche Hilfe ein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat nach einer <a href="https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/09/20260903-ukraine-energy-support-fund.html" rel="external noopener" target="_blank">Mitteilung des Ministeriums</a> weitere 250 Millionen Euro für den Ukraine Energy Support Fund freigegeben, abgewickelt über die KfW-Entwicklungsbank.</p>
<p>Das Geld ist nicht für Grundsatzprogramme gedacht, sondern für Ersatzteile: Transformatoren, Ausrüstung für Hochspannungsleitungen, kurzfristige Reparaturen. Ein Teil fließt in eine ukrainische Notfallreserve kritischer Güter, damit beschädigte Anlagen nicht erst wochenlang auf Lieferungen warten.</p>
<p>Der Fonds sammelt seit 2022 Beiträge von Regierungen, der EU und privaten Gebern; eine externe Beschaffungsagentur kauft die Technik wettbewerblich ein. Nach <a href="https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_905920.html" rel="external noopener" target="_blank">Angaben der KfW zur Winterhilfe</a> steigt der deutsche Beitrag mit der neuen Zahlung auf rund 810 Millionen Euro, insgesamt hat der Fonds mehr als 2,4 Milliarden Euro erhalten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5150449" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11420469"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Patriot-Notstand-Die-Ukraine-kaempft-sich-ohne-Schutzschirm-in-den-Winter-11420469.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6928" height="3893" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/0/4/4/9/shutterstock_2652523945-4497e73401851d36.jpeg" alt=" Patriot-Luftabwehrbatterie vor Wohngebäuden" style="aspect-ratio:6928 / 3893"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6928" height="3893" alt=" Patriot-Luftabwehrbatterie vor Wohngebäuden" style="aspect-ratio:6928 / 3893;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Patriot-Notstand: Die Ukraine kämpft sich ohne Schutzschirm in den Winter</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Deutschland ist damit der größte Einzelgeber. Die Zahlen sind allerdings nicht ganz deckungsgleich: Das Sekretariat der <a href="https://www.energy-community.org/news/Energy-Community-News/2026/9/14.html" rel="external noopener" target="_blank">Energy Community</a> nennt in einer eigenen Mitteilung mehr als 641 Millionen Euro als deutschen Gesamtbeitrag. Eine Erklärung für die Differenz liefern die Veröffentlichungen nicht. Die KfW rechnet vor: Bis zur Aufstockung hatten das Wirtschaftsministerium und das Auswärtige Amt rund 560 Millionen Euro in den Fonds eingezahlt.</p>
<p>Und selbst mit dem deutschen Nachschlag ist die Rechnung nicht aufgegangen. Laut Energy Community fehlen weiterhin 194 Millionen Euro, um die vordringlichsten ukrainischen Energiebedarfe vor dem Winter zu decken. Das Auswärtige Amt ruft deshalb weitere EU-Staaten auf, eigene Beiträge zu prüfen.</p>
<p>Gleichzeitig testet das Sekretariat der Energy Community ein Instrument gegen ein weniger sichtbares Problem: Kriegsrisiken machen neue Energieprojekte für Banken kaum finanzierbar.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167853" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458657"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/27-000-Verluste-monatlich-Die-Ukraine-stoesst-an-ihre-personelle-Grenze-11458657.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1690" height="949" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/8/5/3/Screenshot_2026-09-18_153539-2c2fa8507c5cd13b.png" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1690" height="949" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">27.000 Verluste monatlich: Die Ukraine stößt an ihre personelle Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In einer Pilotphase, die mit Geld der norwegischen Entwicklungsagentur Norad ausgestattet ist, sollen Gewinner der jüngsten Ukrenergo-Langfristauktionen für Regelenergie zweifach entlastet werden: Ihre finanzierenden Banken erhalten eine Teilkreditgarantie, die Anlagen selbst passive Schutzausrüstung, die die Folgen von Angriffen abmildern soll.</p>
<p>Bezahlt wird die Absicherung aus dem Ukraine Energy Support Fund; für Projektträger und Banken fallen keine Gebühren an.</p>
<p>Begrenzt ist die Pilotphase auf kumuliert höchstens zehn Megawatt Projektkapazität, Bewerbungsschluss ist der 4. Oktober. Infrage kommen nur Projekte, die ihren Kredit von einer der von der Nationalbank als systemrelevant eingestuften ukrainischen Banken erhalten haben. Bewährt sich der Mechanismus, kann er auf weitere Auktionen des Übertragungsnetzbetreibers ausgeweitet werden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5026896" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11174772"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Odessa-Kiew-Dnipro-Massive-Angriffe-treffen-Zivilbevoelkerung-11174772.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6289" height="3534" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/6/8/9/6/shutterstock_2462554711-556e0ec7207ebdb2.jpeg" alt="Folgen von Raketenangriffen auf kritische Infrastruktur in der Ukraine" style="aspect-ratio:6289 / 3534"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6289" height="3534" alt="Folgen von Raketenangriffen auf kritische Infrastruktur in der Ukraine" style="aspect-ratio:6289 / 3534;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Odessa, Kiew, Dnipro: Massive Angriffe treffen Zivilbevölkerung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Abseits des Energiefonds läuft zudem ein zweiter deutscher Hilfskanal, über den kaum gesprochen wird: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) fungiert als Schaltstelle der staatlichen Ukraine-Hilfe.</p>
<p>Es nimmt die offiziellen Bedarfsanforderungen Kiews entgegen und stimmt die Lieferungen mit den 33 Staaten ab, die das EU-Katastrophenschutzverfahren UCPM gemeinsam nutzen. Nach Angaben der Bundesregierung sind auf diesem Weg seit Kriegsbeginn Hilfsgüter und Großspenden im Wert von rund 267 Millionen Euro in die Ukraine gelangt – darunter Beatmungsgeräte, Sanitätsmaterial und Schutzausrüstung.</p>
<p>Zusätzlich prüft das BBK größere Spendenangebote aus der deutschen Wirtschaft und organisiert die Verlegung verletzter oder erkrankter Ukrainer in deutsche Krankenhäuser.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Reparieren reicht nicht: Ohne Luftabwehr wird zweimal gebaut</strong></h3>
<p>Ein reparierter Transformator hält nur so lange, wie er nicht erneut getroffen wird. Berlin hat für die militärische Seite PAC-2-Abfangraketen aus Bundeswehrbeständen freigegeben, also <a href="https://www.telepolis.de/article/Patriot-Raketen-fuer-die-Ukraine-Berlin-liefert-aus-Bundeswehr-Bestaenden-11446634.html">Munition für das Patriot-System</a>, die gegen ballistische Raketen wirkt. Für später hat Kiew zudem mehrere tausend Iris-T-Lenkflugkörper in Deutschland bestellt.</p>
<p>Frankreich und die Ukraine wollen zusätzliche SAMP/T-Systeme samt Raketen beschaffen, finanziert über ein EU-Darlehen; beide Seiten prüfen auch eine Produktion in der Ukraine.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5151632" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11422783"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Lebensmittel-fehlen-in-Kiew-Was-ueber-die-Logistikprobleme-bekannt-ist-11422783.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5888" height="3308" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/1/6/3/2/shutterstock_2606079499-07ca28d7344d5b0f.jpeg" alt="Leere und teilweise gefüllte Supermarktregale mit einigen verpackten Waren." style="aspect-ratio:5888 / 3308"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5888" height="3308" alt="Leere und teilweise gefüllte Supermarktregale mit einigen verpackten Waren." style="aspect-ratio:5888 / 3308;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Lebensmittel fehlen in Kiew: Was über die Mangellage bekannt ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Norwegen zählt zu den führenden Zahlern im Unterstützungsmechanismus PURL, über den Partnerstaaten Beschaffungen für Kiew finanzieren. Parallel arbeiten die Ukraine und europäische Partner am Raketenabwehrprogramm "Freya", das ein modulares, kostengünstiges System schaffen und die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten verringern soll.</p>
<p>Wie sinnvoll Waffenhilfe <a href="https://www.telepolis.de/article/Ukraine-Hilfe-ohne-Ziel-Solidaritaet-ist-kein-Blankoscheck-11434405.html">ohne klar definiertes politisches Ziel</a> ist, bleibt umstritten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Sonnenstrom für Kliniken, Generatoren für Notunterkünfte</strong></h3>
<p>Weil sich zentrale Anlagen schlecht schützen lassen, verteilt die Ukraine die Versorgung auf viele kleine Punkte. Das Gesundheitsministerium und UNICEF rüsten laut einer <a href="https://www.kmu.gov.ua/news/98-medzakladiv-otrymaiut-soniachni-systemy-dlia-bezperervnoi-roboty-vzymku-zavdiaky-zusylliam-moz-ta-iunisef" rel="external noopener" target="_blank">Mitteilung des ukrainischen Ministerkabinetts</a> 98 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens in 14 Regionen mit Solaranlagen, Batteriespeichern und Wechselrichtern aus. UNICEF stellt dafür 13,4 Millionen US-Dollar bereit.</p>
<p>Versorgt werden sollen bei Stromausfällen vor allem Intensivstationen, Operationssäle, Kreißsäle, Labore und die Kühlung von Impfstoffen und Medikamenten. Rund 2,5 Millionen Menschen profitieren davon, darunter 400.000 Kinder.</p>
<p>Die Anlagen entstehen unter anderem in den Regionen Tschernihiw, Dnipropetrowsk, Donezk, Charkiw, Cherson, Mykolajiw, Sumy und Saporischschja, außerdem in Lwiw, Chmelnyzkyj, Riwne, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Wolhynien. Mehr als 2500 Tonnen Festbrennstoff wurden bereits an Kliniken geliefert.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166905" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11456773"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Was-wenn-Moskau-gewinnt-11456773.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4537" height="2549" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/9/0/5/shutterstock_2202935145-67210b02fed2a863.jpeg" alt="Mehrere Männer in grünen Anzügen" style="aspect-ratio:4537 / 2549"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4537" height="2549" alt="Mehrere Männer in grünen Anzügen" style="aspect-ratio:4537 / 2549;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine: Was, wenn Moskau gewinnt?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Insgesamt investiert UNICEF 103,5 Millionen US-Dollar in sein Winterprogramm für mehr als drei Millionen Menschen in 120 Gemeinden – mitfinanziert von der EU, Norwegen, den USA, Japan und dem deutschen Entwicklungsministerium über die KfW.</p>
<p>Für die Bevölkerung baut die Regierung das Netz der "Punkte der Unbesiegbarkeit" aus: provisorische Anlaufstellen mit Dieselgeneratoren, in denen man sich aufwärmen, Geräte laden und eine warme Mahlzeit bekommen kann. Koretskyi bat ausländische Partner außerdem, Reparaturteams zu entsenden.</p>
<p>Die Regierung richtet eine Haushaltslinie von zunächst einer Milliarde US-Dollar für Kriegsrisikoversicherungen ein und will damit 40 bis 50 Prozent der Angriffsschäden abdecken. Für mehr als 380.000 Haushalte in Frontregionen ist eine einmalige Heizhilfe von je 19.400 Hrywnja beschlossen, zusammen mehr als 7,4 Milliarden Hrywnja für etwa eine Million Menschen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4676936" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9954782"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Energiekollaps-in-der-Ukraine-EU-befuerchtet-Flut-ukrainischer-Kaeltefluechtlinge-9954782.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/7/6/9/3/6/shutterstock_2234515579-3580fdeb6c51e29e.jpeg" alt="Zerstörter Hochspannungsturm in der Ukraine" style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Zerstörter Hochspannungsturm in der Ukraine" style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Energiekollaps in der Ukraine: EU befürchtet Flut ukrainischer Kälteflüchtlinge</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Anfang September waren nach Angaben des Infrastrukturministeriums 79,2 Prozent des Wohnungsbestands winterfest, dazu 14.194 Kesselhäuser, mehr als 13.300 Kilometer Wärmenetze, 2900 Wasserpumpstationen und mehr als 8300 Brunnen.</p>
<p>Der wirtschaftliche Druck wächst parallel. Nach vorläufigen Schätzungen der Regierung von Anfang September könnten dem ukrainischen Haushalt wegen der täglichen Angriffe auf Unternehmen rund 70 Milliarden Hrywnja an Steuereinnahmen entgehen – mit steigender Tendenz.</p>
<p>Zusätzlich melden die Streitkräfte einen neuen Finanzbedarf von 27 Milliarden US-Dollar. Decken will Kiew diese Lücke unter anderem über eine beschleunigte Auszahlung des Ukraine-Unterstützungskredits, die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte, weitere Kredite von Partnern außerhalb der EU und eine Optimierung der Haushaltsausgaben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4694381" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9990989"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Putins-Winterstrategie-Ukraine-durch-Zerstoerung-unbewohnbar-machen-9990989.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/9/4/3/8/1/Master_Ukraine-c2b920b77f440657.jpeg" alt="Panzer auf einem schneebedeckten Acker" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Panzer auf einem schneebedeckten Acker" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Putins Winterstrategie: Ukraine durch Zerstörung unbewohnbar machen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Um in diesem Jahr insgesamt 29,5 Milliarden US-Dollar an internationalen Finanzmitteln zu sichern, muss die Regierung 42 Beschlüsse auf den Weg bringen; 27 der nötigen Gesetzentwürfe sind Koretskyi zufolge bereits in der Werchowna Rada registriert.</p>
<p>Statt bis zum 1. November will die Regierung das Paket nun schon bis zum 15. Oktober abschließen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Gas, LNG und neun Reaktorblöcke</strong></h3>
<p>Bei der Brennstoffversorgung liegt die Ukraine vor dem Plan. Vize-Regierungschef und Energieminister Denys Schmyhal <a href="https://www.kmu.gov.ua/en/news/ukraina-nakopychyla-haz-neobkhidnyi-dlia-bazovoho-stsenariiu-prokhodzhennia-zymy-denys-shmyhal" rel="external noopener" target="_blank">meldete 14,6 Milliarden Kubikmeter Gas in den Speichern</a> – einen Monat früher als vorgesehen. Damit sei das Basisszenario für den Winter abgesichert.</p>
<p>Das ist ein Puffer, keine Garantie: Wie weit die Reserve reicht, hängt von Verbrauch, Importen, Temperaturen und davon ab, wie viel Fördertechnik und Leitungsnetz die nächsten Angriffswellen überstehen.</p>
<p>Für die Verbrauchsspitzen sichert sich Naftogaz zusätzliche Mengen: Mit dem polnischen Konzern ORLEN vereinbarte das Staatsunternehmen <a href="https://www.naftogaz.com/en/news/naftogaz-and-orlen-expand-strategic-partnership-on-lng-and-petroleum-product-supplies" rel="external noopener" target="_blank">drei LNG-Ladungen für das erste Quartal 2027</a>. LNG ist verflüssigtes Erdgas, das per Schiff kommt und im Zielhafen wieder in den gasförmigen Zustand überführt wird. Die Menge der drei Ladungen nannten die Partner nicht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3647846" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7349129"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Krieg-Bis-zu-drei-Millionen-Fluechtlinge-im-Winter-erwartet-7349129.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3024" height="1699" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/6/4/7/8/4/6/master_Fluechtlinge-6f8a2ead280843d3.jpeg" style="aspect-ratio:3024 / 1699"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3024" height="1699" style="aspect-ratio:3024 / 1699;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine-Krieg: Bis zu drei Millionen Flüchtlinge im Winter erwartet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Hinzu kommen Erdölprodukte im Wert von bis zu 500 Millionen US-Dollar für den ukrainischen Markt.</p>
<p>Die zweite Säule ist Atomkraft. Energoatom will bis zum Start der Heizperiode alle neun Reaktorblöcke auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet betriebsbereit haben; die planmäßigen Wartungsarbeiten waren nach <a href="https://www.energoatom.com.ua/news/bezpeka-ta-gotovnist-do-ozp-kerivnik-energoatoma-proviv-naradu-na-xaes" rel="external noopener" target="_blank">Angaben des Betreibers</a> an den meisten Blöcken vorzeitig abgeschlossen.</p>
<p>Der damalige Unternehmenschef Pawlo Kowtonjuk bezeichnete die Reparaturen als fachgerecht beendet. Seine Amtszeit endete allerdings am 22. September, seither führt Oleksandr Ostapovets den Konzern kommissarisch. Die Blöcke liefern große Strommengen unabhängig von Gasimporten – aber nur, solange Netzanbindungen intakt bleiben.</p>
<p>Deutschland unterstützt nach Angaben der Bundesregierung auch den physischen Schutz der Kernkraftwerke.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was in den nächsten Wochen zählt</strong></h3>
<p>Der Krieg trifft längst mehr als das Stromnetz. Russische Angriffe beschädigten rund 90 Prozent der <a href="https://www.telepolis.de/article/Leere-Regale-in-der-Ukraine-Haendler-liefern-Lebensmittel-jetzt-direkt-11435605.html">Logistikzentren ukrainischer Handelsketten</a>, weshalb Händler teils auf Direktlieferungen umstellten.</p>
<p><a href="https://www.telepolis.de/article/Getreide-aus-der-Ukraine-Warum-Millionen-Tonnen-nicht-exportiert-werden-koennen-11461035.html">In der Landwirtschaft</a> stehen für die Saison 2026/27 rund 84,18 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten einer nutzbaren Lagerkapazität von nur 58,97 Millionen Tonnen gegenüber.</p>
<p>Ob sich die Lage entspannt, hängt auch von der Diplomatie ab. Im Gespräch ist ein von den USA unterstützter Energie-Waffenstillstand: Moskau würde Angriffe auf ukrainische Energieanlagen einstellen, Kiew die Attacken auf russische Ölraffinerien.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5026758" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11174500"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-Ukraine-friert-und-zeigt-Europas-Verwundbarkeit-11174500.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/6/7/5/8/UA-Heiz-01-2c3e44851df3c20e.jpeg" alt="Blauer Heizkörper vor Gelb mit Kreuz durch rote Zuleitung" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Blauer Heizkörper vor Gelb mit Kreuz durch rote Zuleitung" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die Ukraine friert – und zeigt Europas Verwundbarkeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Anzeichen für eine russische Zustimmung gibt es kaum. Der polnische Premier Donald Tusk erklärte, Russland sei nicht zu ernsthaften Gesprächen bereit, solange die Ukraine nicht faktisch kapituliere.</p>
<p>Entscheidend wird deshalb Tempo: wann Abfangraketen, Ersatzteile, Brennstoff und Reparaturteams tatsächlich eintreffen.</p>
<p>Anna Storozh hat ihre Vorbereitung abgeschlossen. "Wir haben die letzten fünf Jahre damit verbracht, uns darauf vorzubereiten, dass es noch schwieriger wird", sagt sie. Völlige Hoffnungslosigkeit herrsche trotzdem nicht.</p>
Deutschland ist größter Einzelgeber im Ukraine-Energiefonds. Doch das Geld deckt den dringendsten Bedarf vor dem Winter nicht – Kiew plant das Worst Case.</p>
<p>Anna Storozh hat ihre Zweizimmerwohnung in einem neunstöckigen Kiewer Wohnblock aufgegeben – wegen eines Ofens. Die 35-jährige Verkaufsleiterin ist mit Mann und Tochter in ein Haus in Vita-Lytovska gezogen, rund 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt.</p>
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<p>Das Gebäude ist noch eine Baustelle, aber es hat einen Holzofen. "Ich kann ohne Strom leben – kein Problem", <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-09-21/ukrainians-are-bracing-for-worst-wartime-winter-of-airstrikes" rel="external noopener" target="_blank">sagt sie laut</a> <em>Bloomberg</em>. "Aber jeder hat seine eigene Schmerzgrenze, und meine beginnt dort, wo die Heizung aufhört."</p>
<p>Der Preis für Brennholz ist in der Ukraine nach ihrer Beobachtung binnen eines Jahres um 70 bis 80 Prozent gestiegen. Das dürfte daran liegen, dass viele so denken wie sie.</p>
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<p>Der Winter 2026/27 gilt in Kiew und bei westlichen Regierungen als die kritischste Phase des Krieges. Der Grund ist eine Beobachtung, die Militärplaner alarmiert: Seit August hat Russland ballistische Raketen deutlich seltener eingesetzt.</p>
<p>Wie <em>Bloomberg</em> schreibt, deuten Fachleute das als Hinweis darauf, dass Moskau die Raketen wohl zurückhält, um Kraftwerke, Umspannanlagen und Heizwerke dann zu treffen, wenn es am meisten wehtut, nämlich während einer Kälteperiode.</p>
<p>Die Heizperiode beginnt in der Ukraine üblicherweise Ende Oktober oder Anfang November. Und das ist die Zeit, ab der wieder mit großen Angriffen auf Energieanlagen zu rechnen ist.</p>
<p>Gleichzeitig fehlen dem Land genau jene Abfangraketen, die gegen ballistische Geschosse helfen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj <a href="https://transcripts.cnn.com/show/tbwjs/date/2026-08-13/segment/01" rel="external noopener" target="_blank">nannte Ende August</a> eine Größenordnung von mindestens 300 Patriot-Abfangraketen für den Winter. Bereits Mitte August hatte er vorgeschlagen, die USA sollten fünf bis zehn Prozent ihrer Abfangraketen-Bestände verkaufen.</p>
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<p>Ein hochrangiger europäischer Regierungsvertreter sagte laut <em>Bloomberg</em>, die Ukraine könne den Krieg am Ende verlieren, wenn sie diesen Winter nicht übersteht. Andere Verbündete halten die Lage trotz der Munitionslücke für beherrschbar.</p>
<p>Die ukrainische Regierung plant nach eigenen Angaben mit dem schlechtesten Szenario. "Das Einzige, womit ich nicht rechne, ist milderes Wetter", sagte Ministerpräsident Sergii Koretskyi in Kiew.</p>
<p>Elbridge Colby, Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, warnte laut <em>Bloomberg</em> am 8. September bei einer <a href="https://www.war.gov/News/Speeches/Speech/Article/4592668/remarks-by-under-secretary-of-war-for-policy-elbridge-colby-at-the-ukraine-defe/" rel="external noopener" target="_blank">Videokonferenz der Ukraine Defense Contact Group</a> vor Prognosen: "Wir können nicht vorhersagen, wann dieser tragische Krieg enden wird."</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wochen ohne Wasser: die Erfahrung des letzten Winters</strong></h3>
<p>Wie sich ein solcher Winter anfühlt, wissen die Menschen in Kiew seit dem vergangenen Jahr. Im Stadtteil Troeschtschyna fielen bei Temperaturen unter minus 20 Grad Celsius über Wochen Strom, Wasser und Wärme aus. Hunderttausende Menschen saßen damals im Kalten.</p>
<p>Marine Abramian, 34, Kampagnenkoordinatorin von Greenpeace Ukraine, hält nicht die Kälte für das Schlimmste: "Ohne Wasser zu sein, ist schrecklich; ich glaube, das ist wahrscheinlich das Schlimmste", sagte sie gegenüber <em>Bloomberg</em>.</p>
<p>Auch sie überlegte, aufs Land zu ziehen, entschied sich aber dagegen – aus Angst vor Luftangriffen und einer möglichen neuen Offensive aus dem Norden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161733" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11446634"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Patriot-Raketen-fuer-die-Ukraine-Berlin-liefert-aus-Bundeswehr-Bestaenden-11446634.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/7/3/3/shutterstock_2761250359-c2288265ce39ae22.jpeg" alt="Ein Raketenwerfer auf einem LKW mit Himmel und Wolken im Hintergrund." style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Ein Raketenwerfer auf einem LKW mit Himmel und Wolken im Hintergrund." style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Patriot-Raketen für die Ukraine: Berlin liefert aus Bundeswehr-Beständen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Verwundbar macht die Städte ihre eigene Technik: Was im Frieden bequem ist, kann im Krieg zur humanitären Katastrophe werden. Ukrainische Großstädte heizen nämlich zentral: Große Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugen Strom und Wärme gleichzeitig und pumpen heißes Wasser über weit verzweigte Rohrnetze in die Wohnblocks. Ein einzelner Treffer kann deshalb ganze Stadtviertel gleichzeitig kaltstellen.</p>
<p>Kommt die Kälte dazu, wird es endgültig kritisch: Gefriert das Wasser in beschädigten Leitungen, platzen die Rohre. Manchmal müssen Heizsysteme vorsorglich komplett entleert werden. Eine schnelle Reparatur ist dann unmöglich.</p>
<h3 class="subheading"><strong>250 Millionen Euro aus Berlin – für Transformatoren statt Symbolik</strong></h3>
<p>An dieser Stelle greift die deutsche Hilfe ein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat nach einer <a href="https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/09/20260903-ukraine-energy-support-fund.html" rel="external noopener" target="_blank">Mitteilung des Ministeriums</a> weitere 250 Millionen Euro für den Ukraine Energy Support Fund freigegeben, abgewickelt über die KfW-Entwicklungsbank.</p>
<p>Das Geld ist nicht für Grundsatzprogramme gedacht, sondern für Ersatzteile: Transformatoren, Ausrüstung für Hochspannungsleitungen, kurzfristige Reparaturen. Ein Teil fließt in eine ukrainische Notfallreserve kritischer Güter, damit beschädigte Anlagen nicht erst wochenlang auf Lieferungen warten.</p>
<p>Der Fonds sammelt seit 2022 Beiträge von Regierungen, der EU und privaten Gebern; eine externe Beschaffungsagentur kauft die Technik wettbewerblich ein. Nach <a href="https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/News-Details_905920.html" rel="external noopener" target="_blank">Angaben der KfW zur Winterhilfe</a> steigt der deutsche Beitrag mit der neuen Zahlung auf rund 810 Millionen Euro, insgesamt hat der Fonds mehr als 2,4 Milliarden Euro erhalten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5150449" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11420469"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Patriot-Notstand-Die-Ukraine-kaempft-sich-ohne-Schutzschirm-in-den-Winter-11420469.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6928" height="3893" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/0/4/4/9/shutterstock_2652523945-4497e73401851d36.jpeg" alt=" Patriot-Luftabwehrbatterie vor Wohngebäuden" style="aspect-ratio:6928 / 3893"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6928" height="3893" alt=" Patriot-Luftabwehrbatterie vor Wohngebäuden" style="aspect-ratio:6928 / 3893;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Patriot-Notstand: Die Ukraine kämpft sich ohne Schutzschirm in den Winter</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Deutschland ist damit der größte Einzelgeber. Die Zahlen sind allerdings nicht ganz deckungsgleich: Das Sekretariat der <a href="https://www.energy-community.org/news/Energy-Community-News/2026/9/14.html" rel="external noopener" target="_blank">Energy Community</a> nennt in einer eigenen Mitteilung mehr als 641 Millionen Euro als deutschen Gesamtbeitrag. Eine Erklärung für die Differenz liefern die Veröffentlichungen nicht. Die KfW rechnet vor: Bis zur Aufstockung hatten das Wirtschaftsministerium und das Auswärtige Amt rund 560 Millionen Euro in den Fonds eingezahlt.</p>
<p>Und selbst mit dem deutschen Nachschlag ist die Rechnung nicht aufgegangen. Laut Energy Community fehlen weiterhin 194 Millionen Euro, um die vordringlichsten ukrainischen Energiebedarfe vor dem Winter zu decken. Das Auswärtige Amt ruft deshalb weitere EU-Staaten auf, eigene Beiträge zu prüfen.</p>
<p>Gleichzeitig testet das Sekretariat der Energy Community ein Instrument gegen ein weniger sichtbares Problem: Kriegsrisiken machen neue Energieprojekte für Banken kaum finanzierbar.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167853" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458657"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/27-000-Verluste-monatlich-Die-Ukraine-stoesst-an-ihre-personelle-Grenze-11458657.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1690" height="949" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/8/5/3/Screenshot_2026-09-18_153539-2c2fa8507c5cd13b.png" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1690" height="949" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">27.000 Verluste monatlich: Die Ukraine stößt an ihre personelle Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In einer Pilotphase, die mit Geld der norwegischen Entwicklungsagentur Norad ausgestattet ist, sollen Gewinner der jüngsten Ukrenergo-Langfristauktionen für Regelenergie zweifach entlastet werden: Ihre finanzierenden Banken erhalten eine Teilkreditgarantie, die Anlagen selbst passive Schutzausrüstung, die die Folgen von Angriffen abmildern soll.</p>
<p>Bezahlt wird die Absicherung aus dem Ukraine Energy Support Fund; für Projektträger und Banken fallen keine Gebühren an.</p>
<p>Begrenzt ist die Pilotphase auf kumuliert höchstens zehn Megawatt Projektkapazität, Bewerbungsschluss ist der 4. Oktober. Infrage kommen nur Projekte, die ihren Kredit von einer der von der Nationalbank als systemrelevant eingestuften ukrainischen Banken erhalten haben. Bewährt sich der Mechanismus, kann er auf weitere Auktionen des Übertragungsnetzbetreibers ausgeweitet werden.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5026896" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11174772"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Odessa-Kiew-Dnipro-Massive-Angriffe-treffen-Zivilbevoelkerung-11174772.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6289" height="3534" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/6/8/9/6/shutterstock_2462554711-556e0ec7207ebdb2.jpeg" alt="Folgen von Raketenangriffen auf kritische Infrastruktur in der Ukraine" style="aspect-ratio:6289 / 3534"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6289" height="3534" alt="Folgen von Raketenangriffen auf kritische Infrastruktur in der Ukraine" style="aspect-ratio:6289 / 3534;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Odessa, Kiew, Dnipro: Massive Angriffe treffen Zivilbevölkerung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Abseits des Energiefonds läuft zudem ein zweiter deutscher Hilfskanal, über den kaum gesprochen wird: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) fungiert als Schaltstelle der staatlichen Ukraine-Hilfe.</p>
<p>Es nimmt die offiziellen Bedarfsanforderungen Kiews entgegen und stimmt die Lieferungen mit den 33 Staaten ab, die das EU-Katastrophenschutzverfahren UCPM gemeinsam nutzen. Nach Angaben der Bundesregierung sind auf diesem Weg seit Kriegsbeginn Hilfsgüter und Großspenden im Wert von rund 267 Millionen Euro in die Ukraine gelangt – darunter Beatmungsgeräte, Sanitätsmaterial und Schutzausrüstung.</p>
<p>Zusätzlich prüft das BBK größere Spendenangebote aus der deutschen Wirtschaft und organisiert die Verlegung verletzter oder erkrankter Ukrainer in deutsche Krankenhäuser.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Reparieren reicht nicht: Ohne Luftabwehr wird zweimal gebaut</strong></h3>
<p>Ein reparierter Transformator hält nur so lange, wie er nicht erneut getroffen wird. Berlin hat für die militärische Seite PAC-2-Abfangraketen aus Bundeswehrbeständen freigegeben, also <a href="https://www.telepolis.de/article/Patriot-Raketen-fuer-die-Ukraine-Berlin-liefert-aus-Bundeswehr-Bestaenden-11446634.html">Munition für das Patriot-System</a>, die gegen ballistische Raketen wirkt. Für später hat Kiew zudem mehrere tausend Iris-T-Lenkflugkörper in Deutschland bestellt.</p>
<p>Frankreich und die Ukraine wollen zusätzliche SAMP/T-Systeme samt Raketen beschaffen, finanziert über ein EU-Darlehen; beide Seiten prüfen auch eine Produktion in der Ukraine.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5151632" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11422783"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Lebensmittel-fehlen-in-Kiew-Was-ueber-die-Logistikprobleme-bekannt-ist-11422783.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5888" height="3308" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/1/6/3/2/shutterstock_2606079499-07ca28d7344d5b0f.jpeg" alt="Leere und teilweise gefüllte Supermarktregale mit einigen verpackten Waren." style="aspect-ratio:5888 / 3308"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5888" height="3308" alt="Leere und teilweise gefüllte Supermarktregale mit einigen verpackten Waren." style="aspect-ratio:5888 / 3308;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Lebensmittel fehlen in Kiew: Was über die Mangellage bekannt ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Norwegen zählt zu den führenden Zahlern im Unterstützungsmechanismus PURL, über den Partnerstaaten Beschaffungen für Kiew finanzieren. Parallel arbeiten die Ukraine und europäische Partner am Raketenabwehrprogramm "Freya", das ein modulares, kostengünstiges System schaffen und die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten verringern soll.</p>
<p>Wie sinnvoll Waffenhilfe <a href="https://www.telepolis.de/article/Ukraine-Hilfe-ohne-Ziel-Solidaritaet-ist-kein-Blankoscheck-11434405.html">ohne klar definiertes politisches Ziel</a> ist, bleibt umstritten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Sonnenstrom für Kliniken, Generatoren für Notunterkünfte</strong></h3>
<p>Weil sich zentrale Anlagen schlecht schützen lassen, verteilt die Ukraine die Versorgung auf viele kleine Punkte. Das Gesundheitsministerium und UNICEF rüsten laut einer <a href="https://www.kmu.gov.ua/news/98-medzakladiv-otrymaiut-soniachni-systemy-dlia-bezperervnoi-roboty-vzymku-zavdiaky-zusylliam-moz-ta-iunisef" rel="external noopener" target="_blank">Mitteilung des ukrainischen Ministerkabinetts</a> 98 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens in 14 Regionen mit Solaranlagen, Batteriespeichern und Wechselrichtern aus. UNICEF stellt dafür 13,4 Millionen US-Dollar bereit.</p>
<p>Versorgt werden sollen bei Stromausfällen vor allem Intensivstationen, Operationssäle, Kreißsäle, Labore und die Kühlung von Impfstoffen und Medikamenten. Rund 2,5 Millionen Menschen profitieren davon, darunter 400.000 Kinder.</p>
<p>Die Anlagen entstehen unter anderem in den Regionen Tschernihiw, Dnipropetrowsk, Donezk, Charkiw, Cherson, Mykolajiw, Sumy und Saporischschja, außerdem in Lwiw, Chmelnyzkyj, Riwne, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Wolhynien. Mehr als 2500 Tonnen Festbrennstoff wurden bereits an Kliniken geliefert.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166905" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11456773"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Was-wenn-Moskau-gewinnt-11456773.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4537" height="2549" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/9/0/5/shutterstock_2202935145-67210b02fed2a863.jpeg" alt="Mehrere Männer in grünen Anzügen" style="aspect-ratio:4537 / 2549"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4537" height="2549" alt="Mehrere Männer in grünen Anzügen" style="aspect-ratio:4537 / 2549;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine: Was, wenn Moskau gewinnt?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Insgesamt investiert UNICEF 103,5 Millionen US-Dollar in sein Winterprogramm für mehr als drei Millionen Menschen in 120 Gemeinden – mitfinanziert von der EU, Norwegen, den USA, Japan und dem deutschen Entwicklungsministerium über die KfW.</p>
<p>Für die Bevölkerung baut die Regierung das Netz der "Punkte der Unbesiegbarkeit" aus: provisorische Anlaufstellen mit Dieselgeneratoren, in denen man sich aufwärmen, Geräte laden und eine warme Mahlzeit bekommen kann. Koretskyi bat ausländische Partner außerdem, Reparaturteams zu entsenden.</p>
<p>Die Regierung richtet eine Haushaltslinie von zunächst einer Milliarde US-Dollar für Kriegsrisikoversicherungen ein und will damit 40 bis 50 Prozent der Angriffsschäden abdecken. Für mehr als 380.000 Haushalte in Frontregionen ist eine einmalige Heizhilfe von je 19.400 Hrywnja beschlossen, zusammen mehr als 7,4 Milliarden Hrywnja für etwa eine Million Menschen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4676936" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9954782"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Energiekollaps-in-der-Ukraine-EU-befuerchtet-Flut-ukrainischer-Kaeltefluechtlinge-9954782.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/7/6/9/3/6/shutterstock_2234515579-3580fdeb6c51e29e.jpeg" alt="Zerstörter Hochspannungsturm in der Ukraine" style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Zerstörter Hochspannungsturm in der Ukraine" style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Energiekollaps in der Ukraine: EU befürchtet Flut ukrainischer Kälteflüchtlinge</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Anfang September waren nach Angaben des Infrastrukturministeriums 79,2 Prozent des Wohnungsbestands winterfest, dazu 14.194 Kesselhäuser, mehr als 13.300 Kilometer Wärmenetze, 2900 Wasserpumpstationen und mehr als 8300 Brunnen.</p>
<p>Der wirtschaftliche Druck wächst parallel. Nach vorläufigen Schätzungen der Regierung von Anfang September könnten dem ukrainischen Haushalt wegen der täglichen Angriffe auf Unternehmen rund 70 Milliarden Hrywnja an Steuereinnahmen entgehen – mit steigender Tendenz.</p>
<p>Zusätzlich melden die Streitkräfte einen neuen Finanzbedarf von 27 Milliarden US-Dollar. Decken will Kiew diese Lücke unter anderem über eine beschleunigte Auszahlung des Ukraine-Unterstützungskredits, die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte, weitere Kredite von Partnern außerhalb der EU und eine Optimierung der Haushaltsausgaben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4694381" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9990989"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Putins-Winterstrategie-Ukraine-durch-Zerstoerung-unbewohnbar-machen-9990989.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/9/4/3/8/1/Master_Ukraine-c2b920b77f440657.jpeg" alt="Panzer auf einem schneebedeckten Acker" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Panzer auf einem schneebedeckten Acker" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Putins Winterstrategie: Ukraine durch Zerstörung unbewohnbar machen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Um in diesem Jahr insgesamt 29,5 Milliarden US-Dollar an internationalen Finanzmitteln zu sichern, muss die Regierung 42 Beschlüsse auf den Weg bringen; 27 der nötigen Gesetzentwürfe sind Koretskyi zufolge bereits in der Werchowna Rada registriert.</p>
<p>Statt bis zum 1. November will die Regierung das Paket nun schon bis zum 15. Oktober abschließen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Gas, LNG und neun Reaktorblöcke</strong></h3>
<p>Bei der Brennstoffversorgung liegt die Ukraine vor dem Plan. Vize-Regierungschef und Energieminister Denys Schmyhal <a href="https://www.kmu.gov.ua/en/news/ukraina-nakopychyla-haz-neobkhidnyi-dlia-bazovoho-stsenariiu-prokhodzhennia-zymy-denys-shmyhal" rel="external noopener" target="_blank">meldete 14,6 Milliarden Kubikmeter Gas in den Speichern</a> – einen Monat früher als vorgesehen. Damit sei das Basisszenario für den Winter abgesichert.</p>
<p>Das ist ein Puffer, keine Garantie: Wie weit die Reserve reicht, hängt von Verbrauch, Importen, Temperaturen und davon ab, wie viel Fördertechnik und Leitungsnetz die nächsten Angriffswellen überstehen.</p>
<p>Für die Verbrauchsspitzen sichert sich Naftogaz zusätzliche Mengen: Mit dem polnischen Konzern ORLEN vereinbarte das Staatsunternehmen <a href="https://www.naftogaz.com/en/news/naftogaz-and-orlen-expand-strategic-partnership-on-lng-and-petroleum-product-supplies" rel="external noopener" target="_blank">drei LNG-Ladungen für das erste Quartal 2027</a>. LNG ist verflüssigtes Erdgas, das per Schiff kommt und im Zielhafen wieder in den gasförmigen Zustand überführt wird. Die Menge der drei Ladungen nannten die Partner nicht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3647846" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7349129"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Krieg-Bis-zu-drei-Millionen-Fluechtlinge-im-Winter-erwartet-7349129.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3024" height="1699" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/6/4/7/8/4/6/master_Fluechtlinge-6f8a2ead280843d3.jpeg" style="aspect-ratio:3024 / 1699"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3024" height="1699" style="aspect-ratio:3024 / 1699;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine-Krieg: Bis zu drei Millionen Flüchtlinge im Winter erwartet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Hinzu kommen Erdölprodukte im Wert von bis zu 500 Millionen US-Dollar für den ukrainischen Markt.</p>
<p>Die zweite Säule ist Atomkraft. Energoatom will bis zum Start der Heizperiode alle neun Reaktorblöcke auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet betriebsbereit haben; die planmäßigen Wartungsarbeiten waren nach <a href="https://www.energoatom.com.ua/news/bezpeka-ta-gotovnist-do-ozp-kerivnik-energoatoma-proviv-naradu-na-xaes" rel="external noopener" target="_blank">Angaben des Betreibers</a> an den meisten Blöcken vorzeitig abgeschlossen.</p>
<p>Der damalige Unternehmenschef Pawlo Kowtonjuk bezeichnete die Reparaturen als fachgerecht beendet. Seine Amtszeit endete allerdings am 22. September, seither führt Oleksandr Ostapovets den Konzern kommissarisch. Die Blöcke liefern große Strommengen unabhängig von Gasimporten – aber nur, solange Netzanbindungen intakt bleiben.</p>
<p>Deutschland unterstützt nach Angaben der Bundesregierung auch den physischen Schutz der Kernkraftwerke.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was in den nächsten Wochen zählt</strong></h3>
<p>Der Krieg trifft längst mehr als das Stromnetz. Russische Angriffe beschädigten rund 90 Prozent der <a href="https://www.telepolis.de/article/Leere-Regale-in-der-Ukraine-Haendler-liefern-Lebensmittel-jetzt-direkt-11435605.html">Logistikzentren ukrainischer Handelsketten</a>, weshalb Händler teils auf Direktlieferungen umstellten.</p>
<p><a href="https://www.telepolis.de/article/Getreide-aus-der-Ukraine-Warum-Millionen-Tonnen-nicht-exportiert-werden-koennen-11461035.html">In der Landwirtschaft</a> stehen für die Saison 2026/27 rund 84,18 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten einer nutzbaren Lagerkapazität von nur 58,97 Millionen Tonnen gegenüber.</p>
<p>Ob sich die Lage entspannt, hängt auch von der Diplomatie ab. Im Gespräch ist ein von den USA unterstützter Energie-Waffenstillstand: Moskau würde Angriffe auf ukrainische Energieanlagen einstellen, Kiew die Attacken auf russische Ölraffinerien.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5026758" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11174500"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Die-Ukraine-friert-und-zeigt-Europas-Verwundbarkeit-11174500.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/6/7/5/8/UA-Heiz-01-2c3e44851df3c20e.jpeg" alt="Blauer Heizkörper vor Gelb mit Kreuz durch rote Zuleitung" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Blauer Heizkörper vor Gelb mit Kreuz durch rote Zuleitung" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die Ukraine friert – und zeigt Europas Verwundbarkeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Anzeichen für eine russische Zustimmung gibt es kaum. Der polnische Premier Donald Tusk erklärte, Russland sei nicht zu ernsthaften Gesprächen bereit, solange die Ukraine nicht faktisch kapituliere.</p>
<p>Entscheidend wird deshalb Tempo: wann Abfangraketen, Ersatzteile, Brennstoff und Reparaturteams tatsächlich eintreffen.</p>
<p>Anna Storozh hat ihre Vorbereitung abgeschlossen. "Wir haben die letzten fünf Jahre damit verbracht, uns darauf vorzubereiten, dass es noch schwieriger wird", sagt sie. Völlige Hoffnungslosigkeit herrsche trotzdem nicht.</p>
2026-09-23T16:20:00.000Z
urn:bid:5170191
2026-09-23T13:00:00.000Z
Das am Dienstag unterzeichnete Abkommen soll den Streit lösen. Doch was bedeutet der Deal für Grönlands Souveränität und Sicherheit? Eine Analyse.</p>
<p>Am Rande der derzeit stattfindenden UN-Generalversammlung in New York haben die USA, Dänemark und Grönland ein Sicherheitsabkommen zur Lösung der Krise um die arktische Insel beschlossen. Grönland gehört als autonome Region zum dänischen Königreich, welches unter anderem für die Außen- und Verteidigungspolitik der Insel zuständig ist. Ist die Krise damit gelöst – und wenn ja, zu welchem Preis?</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Weitreichende US-Kontrolle über Grönland</strong></h3>
<p>Die am Dienstag getroffene <a href="https://www.whitehouse.gov/briefings-statements/2026/09/agreement-between-the-government-of-the-united-states-of-america-and-the-government-of-the-kingdom-of-denmark-together-with-the-government-of-greenland-to-amend-and-supplement-the-agreement-of-27-apri/" rel="external noopener" target="_blank">Vereinbarung</a> ermöglicht den USA, sich militärische und strategische Kontrolle über Grönland abzusichern. Offenbar wollen die USA nicht weiter versuchen, die arktische Insel aufzukaufen oder mit einer gewaltsamen Eroberung einzunehmen – wie in den letzten anderthalb Jahren mehrfach angedroht.</p>
<p>Bei der Vereinbarung handelt es sich um ein Zusatzabkommen zu dem historischen Abkommen über die Verteidigung Grönlands von 1951, gemäß dessen die USA ohnehin bereits über weitreichende Rechte und Möglichkeiten auf der Insel verfügten.</p>
<p>Das neue Abkommen sagt ausdrücklich, dass die Souveränität und territoriale Integrität des Königreichs Dänemark sowie das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung anerkannt werden. Es handelt sich also nicht um eine etwaige Übertragung Grönlands an die USA, doch die Vereinigen Staaten erhalten zukünftig weitreichende militärische Zugangs-, Basis- und Überwachungsmöglichkeiten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Ausbau militärischer Aktivitäten</strong></h3>
<p>Gemäß dem Abkommen wird die US-Militärpräsenz deutlich ausgeweitet. Die USA dürfen den bestehenden Militär- und Weltraumstützpunkt Pituffik (ehemals Thule Air Base) modernisieren und erweitern. Derzeit <a href="https://www.reuters.com/world/europe/us-open-two-new-military-bases-greenland-sources-say-2026-09-21/" rel="external noopener" target="_blank">bildet</a> Pituffik mit etwa 150 US-Soldaten die einzige US-Militäranlage auf der Insel, während die USA dort während des Kalten Krieges bis zu 10.000 Mann an 17 großen und vielen kleineren Standorten stationiert hatten.</p>
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<p>Zudem wird den USA gestattet, in Narsarsuaq und Mestersvig ein zusätzliches Verteidigungsgebiet einzurichten. Nahe Narsarsuaq im Süden Grönlands <a href="https://www.n-tv.de/politik/Insider-Washington-plant-zwei-Militaerstuetzpunkte-auf-Groenland-id31332643.html" rel="external noopener" target="_blank">befindet</a> sich eine stillgelegte US-Militärbasis. In Mestersvig an der Ostküste ist derzeit die dänische Spezialeinheit Sirius stationiert, die mit Hundeschlitten Patrouillen in der Region durchführt. Weitere US-Militärstandorte können künftig eingerichtet werden, wenn sich die Parteien darauf einigen.</p>
<p>Ferner dürfen US-Militärflugzeuge grundsätzlich über ganz Grönland fliegen und dort landen. US-amerikanische Militärschiffe erhalten weitreichende Zugangs- und Bewegungsrechte in grönländischen Hoheitsgewässern und US-Truppen sowie Fahrzeuge dürfen sich zwischen den Verteidigungsgebieten frei bewegen.</p>
<p>Die militärische Präsenz von Kontrahenten der USA, was sich insbesondere auf Russland und China bezieht, soll ausgeschlossen werden. Staaten, die nicht Nato-Mitglieder sind, dürfen grundsätzlich keine eigenen bemannten oder unbemannten Militäranlagen in Grönland errichten. Schließlich schafft das Abkommen ausdrücklich die Grundlage dafür, dass die USA in Grönland Elemente des geplanten US-Raketenabwehrsystems "Golden Dome" aufbauen können.</p>
<p>Grönland liegt geografisch zwischen den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation, weshalb es für die USA militärisch von immenser Bedeutung ist. Konstantin Bogdanow, Leiter der Abteilung für Strategische Analyse und Prognose am Zentrum für Internationale Sicherheit des Imemo der Russischen Akademie der Wissenschaften, erklärt dies in einem Gespräch mit der russischen Tageszeitung <em>Kommersant </em>wie folgt:</p>
<p>"Die Hauptbedeutung Grönlands liegt in seiner günstigen Lage als Vorposten für die Frühwarnung. Dort befindet sich eine Radarstation des amerikanischen Frühwarnsystems gegen nukleare Raketenangriffe, die in Richtung Norden und Nordwesten ausgerichtet ist, also auf potenzielle Flugbahnen von ballistischen Raketen, die von russischem Territorium aus starten, sowie von Marschflugkörpern, die über der Arktis abgefeuert werden", <a href="https://www.kommersant.ru/doc/8970828" rel="external noopener" target="_blank">so Bogdanow</a>.</p>
<p>Ob eine zukünftig wachsende militärische Präsenz der USA die Insel Grönland für dessen Einwohner jedoch sicherer macht, bleibt fraglich.</p>
<h3 class="subheading"><strong>US-Militäraktivitäten im Kalten Krieg</strong></h3>
<p>Im Kalten Krieg <a href="https://nationalgeographic.de/themen/wissenschaft/2025/03/kalter-krieg-geheimes-atomprojekt-unter-groenlands-gletschern/" rel="external noopener" target="_blank">errichteten</a> die USA Ende der 1950er Jahre unter dem grönländischen Eisschild das geheime Atomprojekt "Camp Century". Die Anlage wurde offiziell als Forschungs- und Technologieprojekt dargestellt und verfügte über Tunnel, Wohnbereiche und einen kleinen Atomreaktor zur Energieversorgung.</p>
<p>In der Anlage sollten bis zu 600 Atomraketen versteckt und bewegt werden, die im Ernstfall gegen die Sowjetunion hätten eingesetzt werden können. Das Militär unterschätzte jedoch die Bewegung des Eises. Gletscher sind nicht statisch, sondern bewegen sich, verformen Tunnel und können Bauwerke beschädigen, weshalb Camp Century schließlich aufgegeben wurde.</p>
<p>Beim Rückzug ließ das US-Militär unter anderem Abfälle und potenziell gefährliche Materialien zurück. Durch die Klimaerwärmung stellt sich gegenwärtig die Frage, ob diese Überreste künftig wieder freigelegt werden könnten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5001096" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11124261"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Groenland-Warum-die-USA-jetzt-auf-die-Arktis-Insel-draengen-11124261.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5800" height="3259" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/1/0/9/6/shutterstock_2410719599-4ff3589ec6201dea.jpeg" alt="Dorf an der Küste Grönlands" style="aspect-ratio:5800 / 3259"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5800" height="3259" alt="Dorf an der Küste Grönlands" style="aspect-ratio:5800 / 3259;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Grönland: Warum die USA jetzt auf die Arktis-Insel drängen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5015675" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11152755"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Golden-Dome-in-Groenland-Trumps-Schutzschild-Europas-neues-Risiko-11152755.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img 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class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Golden Dome in Grönland: Trumps Schutzschild – Europas neues Risiko</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5007149" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11136150"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Groenland-Poker-Europas-Prinzipien-und-die-Hintertueren-fuer-Washington-11136150.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3560" height="2000" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/7/1/4/9/shutterstock_2669188317-e6f2e7ed04356967.jpeg" alt="Amerikanische und grönländische Flaggen und klarer blauer Himmel" style="aspect-ratio:3560 / 2000"><img 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Washington</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein anderer Vorfall <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Absturz_einer_B-52_nahe_der_Thule_Air_Base_1968#cite_note-so-3" rel="external noopener" target="_blank">ereignete</a> sich im Januar 1968 als ein Langstreckenbomber vom Typ B-52 der United States Air Force nahe der Thule Air Base in Grönland abstürzte – an Bord befanden sich vier Wasserstoffbomben. Während sich sechs der sieben Besatzungsmitglieder retten konnten, wurden die konventionellen Sprengladungen der Atomwaffen beim Aufprall des Flugzeugs ausgelöst, sodass die Umgebung unter anderem mit hoch radioaktivem Plutonium verunreinigt wurde.</p>
<p>Dänemark und die Vereinigten Staaten leiteten daraufhin eine großangelegte Suchaktion und Maßnahmen zur Dekontaminierung ein. Es konnten jedoch nicht alle Komponenten der vier Kernwaffen geborgen werden und einzelne Medien berichteten immer wieder über den mutmaßlichen Verlust einer vollständigen Waffe.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Ökonomische Implikationen</strong></h3>
<p>Doch über den militärischen Aspekt hinaus, enthält die Zusatzvereinbarung Maßnahmen zur Einschränkung wirtschaftlicher Einflussnahme durch Kontrahenten in Grönland. So heißt es, dass Investoren aus Staaten außerhalb von Nato, EU und bestimmten Nato-Partnern in besonders sensiblen Bereichen keine Kontrolle, keinen erheblichen Einfluss und keinen Zugang zu bestimmten nicht öffentlichen Informationen erhalten sollen, wenn dies die nationale Sicherheit oder öffentliche Ordnung auf dem Gebiet Grönlands gefährden könnte.</p>
<p>Dazu gehören insbesondere kritische Infrastruktur und Rohstoffgewinnung. Vor einiger Zeit zeigte die Volksrepublik China im Rahmen ihres Konzepts der "Polaren Seidenstraße" aktives Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung Grönlands. Aufgrund der Einwände der USA wurden jedoch bereits alle großen Infrastruktur- und Bergbauprojekte Chinas von den grönländischen und dänischen Behörden auf Eis gelegt oder vollständig eingestellt.</p>
<p>Bei den Aufträgen für Bau, Wartung und Betrieb der US-Verteidigungsgebiete selbst sollen grönländische Unternehmen so weit wie möglich bevorzugt berücksichtigt werden, sofern sie die entsprechenden Leistungen erbringen können.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Langfristige Bindung und finale Zustimmung</strong></h3>
<p>Das Abkommen ist auf Dauer angelegt und kann grundsätzlich nur durch gegenseitige Zustimmung geändert werden. Sollte Grönland irgendwann unabhängig werden, verpflichten sich Dänemark und Grönland laut Vertrag dazu, dass der neue grönländische Staat in der Nato bleibt bzw. Nato-Mitglied wird und die Rechte und Pflichten aus diesem Verteidigungsabkommen übernimmt.</p>
<p>Die feierliche Unterzeichnungszeremonie bildete zunächst einen ersten Schritt. In entsprechenden parlamentarischen Verfahren müssen das dänische Parlament (Folketing) und das Parlament Grönlands (Inatsisartut) sowie eventuell der US-Kongress das Abkommen noch genehmigen. Die kurzfristige Entwicklung bleibt abzuwarten.</p>
Das am Dienstag unterzeichnete Abkommen soll den Streit lösen. Doch was bedeutet der Deal für Grönlands Souveränität und Sicherheit? Eine Analyse.</p>
<p>Am Rande der derzeit stattfindenden UN-Generalversammlung in New York haben die USA, Dänemark und Grönland ein Sicherheitsabkommen zur Lösung der Krise um die arktische Insel beschlossen. Grönland gehört als autonome Region zum dänischen Königreich, welches unter anderem für die Außen- und Verteidigungspolitik der Insel zuständig ist. Ist die Krise damit gelöst – und wenn ja, zu welchem Preis?</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Weitreichende US-Kontrolle über Grönland</strong></h3>
<p>Die am Dienstag getroffene <a href="https://www.whitehouse.gov/briefings-statements/2026/09/agreement-between-the-government-of-the-united-states-of-america-and-the-government-of-the-kingdom-of-denmark-together-with-the-government-of-greenland-to-amend-and-supplement-the-agreement-of-27-apri/" rel="external noopener" target="_blank">Vereinbarung</a> ermöglicht den USA, sich militärische und strategische Kontrolle über Grönland abzusichern. Offenbar wollen die USA nicht weiter versuchen, die arktische Insel aufzukaufen oder mit einer gewaltsamen Eroberung einzunehmen – wie in den letzten anderthalb Jahren mehrfach angedroht.</p>
<p>Bei der Vereinbarung handelt es sich um ein Zusatzabkommen zu dem historischen Abkommen über die Verteidigung Grönlands von 1951, gemäß dessen die USA ohnehin bereits über weitreichende Rechte und Möglichkeiten auf der Insel verfügten.</p>
<p>Das neue Abkommen sagt ausdrücklich, dass die Souveränität und territoriale Integrität des Königreichs Dänemark sowie das Recht der Grönländer auf Selbstbestimmung anerkannt werden. Es handelt sich also nicht um eine etwaige Übertragung Grönlands an die USA, doch die Vereinigen Staaten erhalten zukünftig weitreichende militärische Zugangs-, Basis- und Überwachungsmöglichkeiten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Ausbau militärischer Aktivitäten</strong></h3>
<p>Gemäß dem Abkommen wird die US-Militärpräsenz deutlich ausgeweitet. Die USA dürfen den bestehenden Militär- und Weltraumstützpunkt Pituffik (ehemals Thule Air Base) modernisieren und erweitern. Derzeit <a href="https://www.reuters.com/world/europe/us-open-two-new-military-bases-greenland-sources-say-2026-09-21/" rel="external noopener" target="_blank">bildet</a> Pituffik mit etwa 150 US-Soldaten die einzige US-Militäranlage auf der Insel, während die USA dort während des Kalten Krieges bis zu 10.000 Mann an 17 großen und vielen kleineren Standorten stationiert hatten.</p>
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<p>Zudem wird den USA gestattet, in Narsarsuaq und Mestersvig ein zusätzliches Verteidigungsgebiet einzurichten. Nahe Narsarsuaq im Süden Grönlands <a href="https://www.n-tv.de/politik/Insider-Washington-plant-zwei-Militaerstuetzpunkte-auf-Groenland-id31332643.html" rel="external noopener" target="_blank">befindet</a> sich eine stillgelegte US-Militärbasis. In Mestersvig an der Ostküste ist derzeit die dänische Spezialeinheit Sirius stationiert, die mit Hundeschlitten Patrouillen in der Region durchführt. Weitere US-Militärstandorte können künftig eingerichtet werden, wenn sich die Parteien darauf einigen.</p>
<p>Ferner dürfen US-Militärflugzeuge grundsätzlich über ganz Grönland fliegen und dort landen. US-amerikanische Militärschiffe erhalten weitreichende Zugangs- und Bewegungsrechte in grönländischen Hoheitsgewässern und US-Truppen sowie Fahrzeuge dürfen sich zwischen den Verteidigungsgebieten frei bewegen.</p>
<p>Die militärische Präsenz von Kontrahenten der USA, was sich insbesondere auf Russland und China bezieht, soll ausgeschlossen werden. Staaten, die nicht Nato-Mitglieder sind, dürfen grundsätzlich keine eigenen bemannten oder unbemannten Militäranlagen in Grönland errichten. Schließlich schafft das Abkommen ausdrücklich die Grundlage dafür, dass die USA in Grönland Elemente des geplanten US-Raketenabwehrsystems "Golden Dome" aufbauen können.</p>
<p>Grönland liegt geografisch zwischen den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation, weshalb es für die USA militärisch von immenser Bedeutung ist. Konstantin Bogdanow, Leiter der Abteilung für Strategische Analyse und Prognose am Zentrum für Internationale Sicherheit des Imemo der Russischen Akademie der Wissenschaften, erklärt dies in einem Gespräch mit der russischen Tageszeitung <em>Kommersant </em>wie folgt:</p>
<p>"Die Hauptbedeutung Grönlands liegt in seiner günstigen Lage als Vorposten für die Frühwarnung. Dort befindet sich eine Radarstation des amerikanischen Frühwarnsystems gegen nukleare Raketenangriffe, die in Richtung Norden und Nordwesten ausgerichtet ist, also auf potenzielle Flugbahnen von ballistischen Raketen, die von russischem Territorium aus starten, sowie von Marschflugkörpern, die über der Arktis abgefeuert werden", <a href="https://www.kommersant.ru/doc/8970828" rel="external noopener" target="_blank">so Bogdanow</a>.</p>
<p>Ob eine zukünftig wachsende militärische Präsenz der USA die Insel Grönland für dessen Einwohner jedoch sicherer macht, bleibt fraglich.</p>
<h3 class="subheading"><strong>US-Militäraktivitäten im Kalten Krieg</strong></h3>
<p>Im Kalten Krieg <a href="https://nationalgeographic.de/themen/wissenschaft/2025/03/kalter-krieg-geheimes-atomprojekt-unter-groenlands-gletschern/" rel="external noopener" target="_blank">errichteten</a> die USA Ende der 1950er Jahre unter dem grönländischen Eisschild das geheime Atomprojekt "Camp Century". Die Anlage wurde offiziell als Forschungs- und Technologieprojekt dargestellt und verfügte über Tunnel, Wohnbereiche und einen kleinen Atomreaktor zur Energieversorgung.</p>
<p>In der Anlage sollten bis zu 600 Atomraketen versteckt und bewegt werden, die im Ernstfall gegen die Sowjetunion hätten eingesetzt werden können. Das Militär unterschätzte jedoch die Bewegung des Eises. Gletscher sind nicht statisch, sondern bewegen sich, verformen Tunnel und können Bauwerke beschädigen, weshalb Camp Century schließlich aufgegeben wurde.</p>
<p>Beim Rückzug ließ das US-Militär unter anderem Abfälle und potenziell gefährliche Materialien zurück. Durch die Klimaerwärmung stellt sich gegenwärtig die Frage, ob diese Überreste künftig wieder freigelegt werden könnten.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5001096" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11124261"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Groenland-Warum-die-USA-jetzt-auf-die-Arktis-Insel-draengen-11124261.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5800" height="3259" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/1/0/9/6/shutterstock_2410719599-4ff3589ec6201dea.jpeg" alt="Dorf an der Küste Grönlands" style="aspect-ratio:5800 / 3259"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5800" height="3259" alt="Dorf an der Küste Grönlands" style="aspect-ratio:5800 / 3259;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Grönland: Warum die USA jetzt auf die Arktis-Insel drängen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5015675" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11152755"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Golden-Dome-in-Groenland-Trumps-Schutzschild-Europas-neues-Risiko-11152755.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/5/6/7/5/master_Groenland-b575733ede54e8e6.jpeg" alt="US-Radar- und Raketenabwehrbasis in der arktischen Landschaft Grönlands, während im Himmel Satelliten und Abfangraketen Flugbahnen kreuzen." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="US-Radar- und Raketenabwehrbasis in der arktischen Landschaft Grönlands, während im Himmel Satelliten und Abfangraketen Flugbahnen kreuzen." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Golden Dome in Grönland: Trumps Schutzschild – Europas neues Risiko</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5007149" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11136150"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Groenland-Poker-Europas-Prinzipien-und-die-Hintertueren-fuer-Washington-11136150.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3560" height="2000" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/7/1/4/9/shutterstock_2669188317-e6f2e7ed04356967.jpeg" alt="Amerikanische und grönländische Flaggen und klarer blauer Himmel" style="aspect-ratio:3560 / 2000"><img 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Washington</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein anderer Vorfall <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Absturz_einer_B-52_nahe_der_Thule_Air_Base_1968#cite_note-so-3" rel="external noopener" target="_blank">ereignete</a> sich im Januar 1968 als ein Langstreckenbomber vom Typ B-52 der United States Air Force nahe der Thule Air Base in Grönland abstürzte – an Bord befanden sich vier Wasserstoffbomben. Während sich sechs der sieben Besatzungsmitglieder retten konnten, wurden die konventionellen Sprengladungen der Atomwaffen beim Aufprall des Flugzeugs ausgelöst, sodass die Umgebung unter anderem mit hoch radioaktivem Plutonium verunreinigt wurde.</p>
<p>Dänemark und die Vereinigten Staaten leiteten daraufhin eine großangelegte Suchaktion und Maßnahmen zur Dekontaminierung ein. Es konnten jedoch nicht alle Komponenten der vier Kernwaffen geborgen werden und einzelne Medien berichteten immer wieder über den mutmaßlichen Verlust einer vollständigen Waffe.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Ökonomische Implikationen</strong></h3>
<p>Doch über den militärischen Aspekt hinaus, enthält die Zusatzvereinbarung Maßnahmen zur Einschränkung wirtschaftlicher Einflussnahme durch Kontrahenten in Grönland. So heißt es, dass Investoren aus Staaten außerhalb von Nato, EU und bestimmten Nato-Partnern in besonders sensiblen Bereichen keine Kontrolle, keinen erheblichen Einfluss und keinen Zugang zu bestimmten nicht öffentlichen Informationen erhalten sollen, wenn dies die nationale Sicherheit oder öffentliche Ordnung auf dem Gebiet Grönlands gefährden könnte.</p>
<p>Dazu gehören insbesondere kritische Infrastruktur und Rohstoffgewinnung. Vor einiger Zeit zeigte die Volksrepublik China im Rahmen ihres Konzepts der "Polaren Seidenstraße" aktives Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung Grönlands. Aufgrund der Einwände der USA wurden jedoch bereits alle großen Infrastruktur- und Bergbauprojekte Chinas von den grönländischen und dänischen Behörden auf Eis gelegt oder vollständig eingestellt.</p>
<p>Bei den Aufträgen für Bau, Wartung und Betrieb der US-Verteidigungsgebiete selbst sollen grönländische Unternehmen so weit wie möglich bevorzugt berücksichtigt werden, sofern sie die entsprechenden Leistungen erbringen können.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Langfristige Bindung und finale Zustimmung</strong></h3>
<p>Das Abkommen ist auf Dauer angelegt und kann grundsätzlich nur durch gegenseitige Zustimmung geändert werden. Sollte Grönland irgendwann unabhängig werden, verpflichten sich Dänemark und Grönland laut Vertrag dazu, dass der neue grönländische Staat in der Nato bleibt bzw. Nato-Mitglied wird und die Rechte und Pflichten aus diesem Verteidigungsabkommen übernimmt.</p>
<p>Die feierliche Unterzeichnungszeremonie bildete zunächst einen ersten Schritt. In entsprechenden parlamentarischen Verfahren müssen das dänische Parlament (Folketing) und das Parlament Grönlands (Inatsisartut) sowie eventuell der US-Kongress das Abkommen noch genehmigen. Die kurzfristige Entwicklung bleibt abzuwarten.</p>
2026-09-23T13:00:00.000Z
urn:bid:5170126
2026-09-23T11:55:00.000Z
Die weltweiten Staatsschulden steuern auf 100 Prozent der Wirtschaftsleistung zu. Für Kreditnehmer und Sparer hat das Folgen – der IWF fordert Konsolidierung.</p>
<p>Kristalina Georgieva mahnt – und alle nicken höflich. Beim <a href="https://www.gco.gov.qa/en/media-centre/top-news/prime-minister-opens-qatar-economic-forum-unga-special-edition-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Qatar Economic Forum</a> am Rande der UN-Generalversammlung in New York forderte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) am 20. September erneut, dass die Regierungen ihre Defizite senken müssen.</p>
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<p>"Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass eine Haushaltskonsolidierung stattfinden muss, und wir stoßen auf großes Verständnis, aber es werden nicht genügend Maßnahmen ergriffen", <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-09-20/record-global-debt-requires-urgent-fiscal-action-imf-chief-says" rel="external noopener" target="_blank">sagte sie laut</a> <em>Bloomberg</em>.</p>
<p>Die Zahl dahinter steht im <a href="https://www.imf.org/en/publications/fm/issues/2026/04/15/fiscal-monitor-april-2026" rel="external noopener" target="_blank">Fiscal Monitor vom April 2026</a>: 2029 erreichen die globalen Staatsschulden rund 100 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, ein Jahr früher als im April 2025 erwartet. Im vergangenen Jahr waren es knapp 94 Prozent. Ein solches Niveau gab es zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg.</p>
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</div>
<p>Die Forderung, die Staatshaushalte zu konsolidieren, heißt dabei schlicht: weniger ausgeben, mehr einnehmen oder beides, verteilt über Jahre.</p>
<h3 class="subheading">Washington und Peking treiben die Quote</h3>
<p>Den Schuldenaufbau treiben laut IWF vor allem die großen Volkswirtschaften – allen voran die USA und China.</p>
<p>Für die USA erwartet der IWF ein Defizit von 7 bis 8 Prozent der Wirtschaftsleistung und einen Schuldenstand von 142 Prozent im Jahr 2031; der Haushalt ohne Zinszahlungen müsste um 4 Prozentpunkte besser dastehen, damit die Quote sinkt. Nötig wäre ein Primärüberschuss von rund 1 Prozent der Wirtschaftsleistung.</p>
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<p>Georgieva verwies laut <em>Bloomberg</em> auf Gespräche mit Finanzminister Scott Bessent: Washington teile die Einschätzung, dass das Defizit sinken muss. Das <a href="https://www.imf.org/en/news/articles/2026/02/26/tr-0225206-press-briefing-transcript-conclusion-of-2026-us-aiv-consultation-mission-feb-25-2026" rel="external noopener" target="_blank">hatte Bessent auch schon früher</a> getan, gleichwohl zeichnet der US-Haushalt ein anderes Bild.</p>
<p>China stützt mit Staatsgeld die schwache Nachfrage, das Defizit wächst auf fast 8 Prozent, die Schulden bis 2031 auf 127 Prozent.</p>
<h3 class="subheading">Warum das an der Baufinanzierung hängt</h3>
<p>Für den privaten Geldbeutel führt der Weg über die Zinsen. Der Rückgang der Inflation ist laut Georgieva in vielen Ländern ins Stocken geraten, Notenbanken müssten notfalls entschlossen gegenhalten.</p>
<p>Gleichzeitig treiben hohe Defizite und dünne Rücklagen die Renditen langlaufender Staatsanleihen nach oben – und daran orientieren sich Banken, wenn sie Baukredite kalkulieren.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5102815" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11336985"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/EU-Schulden-Warum-auf-jedem-Deutschen-1-437-Euro-verdeckte-Lasten-liegen-11336985.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/2/8/1/5/shutterstock_2628207821-fb3d1cfa8d5665ee.jpeg" alt="Fünfhundert-Euro-Scheine mit dem EU-Sternenkranz" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Fünfhundert-Euro-Scheine mit dem EU-Sternenkranz" style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">EU-Schulden: Warum auf jedem Deutschen 1.437 Euro verdeckte Lasten liegen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
</div>
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<p>Einen Automatismus gibt es nicht, doch das Umfeld spricht gegen billige Kredite, vor allem bei Anschlussfinanzierungen und variablen Darlehen.</p>
<p>Sparer bekommen auf sichere Zinsanlagen mehr, zahlen aber anderswo: Dauerhaft hohe Zinsen belasten Anleihekurse, Immobilienwerte und Firmenkredite. Und je mehr ein Staat für Zinsen ausgibt, desto weniger bleibt für Entlastungen.</p>
<p>Der IWF rät bei Schocks zu befristeten, zielgenauen Hilfen statt zu breiten Paketen, die sich kaum zurücknehmen lassen.</p>
<h3 class="subheading">Eine Prognose mit Fußnoten</h3>
<p>Die 100-Prozent-Marke ist ein Basisszenario mit Daten bis Anfang April 2026. Wachstum, Inflation, Zinsen und Wechselkurse können das Bild kippen; im Risikomaß des Fonds liegt die Verschuldung 2028 bei 117,2 Prozent.</p>
<p>Wie schnell Annahmen veralten, zeigt Katar: Statt 6,1 Prozent Wachstum erwartet der IWF für 2026 ein Minus von 8,6 Prozent. Das ist eine der Folgen, die mit dem Krieg gegen den Iran und den gestörten Energie- und Transportwegen einhergehen. Frühere Rücklagen federn den Einbruch ab.</p>
<p>Für die ärmsten Länder haben IWF und <a href="https://www.worldbank.org/en/news/statement/2026/09/21/world-bank-board-endorses-reforms-to-the-bank-fund-debt-sustainability-framework-f" rel="external noopener" target="_blank">Weltbank</a> ihr gemeinsames Frühwarnsystem für Schuldenkrisen reformiert.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5079609" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11288381"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schuldner-der-Welt-vereinigt-euch-11288381.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7761" height="4361" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/9/6/0/9/PHOTOCREO_Michal_Bednarek-145591548a345555.jpeg" alt="Ein Mann rollt eine riesige Kugel bergauf, die mit dem Wort 'Schulden' beschriftet ist." style="aspect-ratio:7761 / 4361"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7761" height="4361" alt="Ein Mann rollt eine riesige Kugel bergauf, die mit dem Wort 'Schulden' beschriftet ist." style="aspect-ratio:7761 / 4361;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schuldner der Welt, vereinigt euch!</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die <a href="https://www.imf.org/en/news/articles/2026/09/21/pr26296-lics-imf-executive-board-reviews-the-joint-world-bank-debt-sustainability-framework" rel="external noopener" target="_blank">reformierte Schuldentragfähigkeitsanalyse</a> erfasst künftig auch Inlandsschulden und die Verflechtung von Staat und Banken, dazu kommt ein Langfristmodul für Infrastruktur, Humankapital und Klimaanpassung. Das IWF-Direktorium hatte den Rahmen am 9. September geprüft, das Weltbank-Direktorium stimmte am 15. September zu.</p>
<p>Wirksam wird der Rahmen in der zweiten Hälfte 2027. Zuletzt hatten IWF und Weltbank den Rahmen 2017 überprüft; der einheitliche Diskontsatz bleibt bei fünf Prozent.</p>
Die weltweiten Staatsschulden steuern auf 100 Prozent der Wirtschaftsleistung zu. Für Kreditnehmer und Sparer hat das Folgen – der IWF fordert Konsolidierung.</p>
<p>Kristalina Georgieva mahnt – und alle nicken höflich. Beim <a href="https://www.gco.gov.qa/en/media-centre/top-news/prime-minister-opens-qatar-economic-forum-unga-special-edition-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Qatar Economic Forum</a> am Rande der UN-Generalversammlung in New York forderte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) am 20. September erneut, dass die Regierungen ihre Defizite senken müssen.</p>
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<p>"Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass eine Haushaltskonsolidierung stattfinden muss, und wir stoßen auf großes Verständnis, aber es werden nicht genügend Maßnahmen ergriffen", <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-09-20/record-global-debt-requires-urgent-fiscal-action-imf-chief-says" rel="external noopener" target="_blank">sagte sie laut</a> <em>Bloomberg</em>.</p>
<p>Die Zahl dahinter steht im <a href="https://www.imf.org/en/publications/fm/issues/2026/04/15/fiscal-monitor-april-2026" rel="external noopener" target="_blank">Fiscal Monitor vom April 2026</a>: 2029 erreichen die globalen Staatsschulden rund 100 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, ein Jahr früher als im April 2025 erwartet. Im vergangenen Jahr waren es knapp 94 Prozent. Ein solches Niveau gab es zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg.</p>
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<p>Die Forderung, die Staatshaushalte zu konsolidieren, heißt dabei schlicht: weniger ausgeben, mehr einnehmen oder beides, verteilt über Jahre.</p>
<h3 class="subheading">Washington und Peking treiben die Quote</h3>
<p>Den Schuldenaufbau treiben laut IWF vor allem die großen Volkswirtschaften – allen voran die USA und China.</p>
<p>Für die USA erwartet der IWF ein Defizit von 7 bis 8 Prozent der Wirtschaftsleistung und einen Schuldenstand von 142 Prozent im Jahr 2031; der Haushalt ohne Zinszahlungen müsste um 4 Prozentpunkte besser dastehen, damit die Quote sinkt. Nötig wäre ein Primärüberschuss von rund 1 Prozent der Wirtschaftsleistung.</p>
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<p>Georgieva verwies laut <em>Bloomberg</em> auf Gespräche mit Finanzminister Scott Bessent: Washington teile die Einschätzung, dass das Defizit sinken muss. Das <a href="https://www.imf.org/en/news/articles/2026/02/26/tr-0225206-press-briefing-transcript-conclusion-of-2026-us-aiv-consultation-mission-feb-25-2026" rel="external noopener" target="_blank">hatte Bessent auch schon früher</a> getan, gleichwohl zeichnet der US-Haushalt ein anderes Bild.</p>
<p>China stützt mit Staatsgeld die schwache Nachfrage, das Defizit wächst auf fast 8 Prozent, die Schulden bis 2031 auf 127 Prozent.</p>
<h3 class="subheading">Warum das an der Baufinanzierung hängt</h3>
<p>Für den privaten Geldbeutel führt der Weg über die Zinsen. Der Rückgang der Inflation ist laut Georgieva in vielen Ländern ins Stocken geraten, Notenbanken müssten notfalls entschlossen gegenhalten.</p>
<p>Gleichzeitig treiben hohe Defizite und dünne Rücklagen die Renditen langlaufender Staatsanleihen nach oben – und daran orientieren sich Banken, wenn sie Baukredite kalkulieren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5102815" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11336985"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/EU-Schulden-Warum-auf-jedem-Deutschen-1-437-Euro-verdeckte-Lasten-liegen-11336985.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/2/8/1/5/shutterstock_2628207821-fb3d1cfa8d5665ee.jpeg" alt="Fünfhundert-Euro-Scheine mit dem EU-Sternenkranz" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Fünfhundert-Euro-Scheine mit dem EU-Sternenkranz" style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">EU-Schulden: Warum auf jedem Deutschen 1.437 Euro verdeckte Lasten liegen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Einen Automatismus gibt es nicht, doch das Umfeld spricht gegen billige Kredite, vor allem bei Anschlussfinanzierungen und variablen Darlehen.</p>
<p>Sparer bekommen auf sichere Zinsanlagen mehr, zahlen aber anderswo: Dauerhaft hohe Zinsen belasten Anleihekurse, Immobilienwerte und Firmenkredite. Und je mehr ein Staat für Zinsen ausgibt, desto weniger bleibt für Entlastungen.</p>
<p>Der IWF rät bei Schocks zu befristeten, zielgenauen Hilfen statt zu breiten Paketen, die sich kaum zurücknehmen lassen.</p>
<h3 class="subheading">Eine Prognose mit Fußnoten</h3>
<p>Die 100-Prozent-Marke ist ein Basisszenario mit Daten bis Anfang April 2026. Wachstum, Inflation, Zinsen und Wechselkurse können das Bild kippen; im Risikomaß des Fonds liegt die Verschuldung 2028 bei 117,2 Prozent.</p>
<p>Wie schnell Annahmen veralten, zeigt Katar: Statt 6,1 Prozent Wachstum erwartet der IWF für 2026 ein Minus von 8,6 Prozent. Das ist eine der Folgen, die mit dem Krieg gegen den Iran und den gestörten Energie- und Transportwegen einhergehen. Frühere Rücklagen federn den Einbruch ab.</p>
<p>Für die ärmsten Länder haben IWF und <a href="https://www.worldbank.org/en/news/statement/2026/09/21/world-bank-board-endorses-reforms-to-the-bank-fund-debt-sustainability-framework-f" rel="external noopener" target="_blank">Weltbank</a> ihr gemeinsames Frühwarnsystem für Schuldenkrisen reformiert.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5079609" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11288381"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schuldner-der-Welt-vereinigt-euch-11288381.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7761" height="4361" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/9/6/0/9/PHOTOCREO_Michal_Bednarek-145591548a345555.jpeg" alt="Ein Mann rollt eine riesige Kugel bergauf, die mit dem Wort 'Schulden' beschriftet ist." style="aspect-ratio:7761 / 4361"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7761" height="4361" alt="Ein Mann rollt eine riesige Kugel bergauf, die mit dem Wort 'Schulden' beschriftet ist." style="aspect-ratio:7761 / 4361;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schuldner der Welt, vereinigt euch!</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die <a href="https://www.imf.org/en/news/articles/2026/09/21/pr26296-lics-imf-executive-board-reviews-the-joint-world-bank-debt-sustainability-framework" rel="external noopener" target="_blank">reformierte Schuldentragfähigkeitsanalyse</a> erfasst künftig auch Inlandsschulden und die Verflechtung von Staat und Banken, dazu kommt ein Langfristmodul für Infrastruktur, Humankapital und Klimaanpassung. Das IWF-Direktorium hatte den Rahmen am 9. September geprüft, das Weltbank-Direktorium stimmte am 15. September zu.</p>
<p>Wirksam wird der Rahmen in der zweiten Hälfte 2027. Zuletzt hatten IWF und Weltbank den Rahmen 2017 überprüft; der einheitliche Diskontsatz bleibt bei fünf Prozent.</p>
2026-09-23T11:55:00.000Z
urn:bid:5168606
2026-09-23T09:00:00.000Z
Nobelpreisträger Hinton hält zehn Prozent Risiko für die Menschheit für realistisch. Trump vergleicht die KI-Entwicklung mit dem Manhattan-Projekt.</p>
<p>Doonbeg, Grafschaft Clare, Sonntag, 13. September 2026. Donald Trump steht am Abschlag des Irish Open, auf seinem eigenen Golfplatz, und sieht einem Spieler nach. Ein Reporter fragt, ob die KI-Industrie langsamer machen oder strenger reguliert werden solle. Trump dreht sich um. Man führe vor China, sagt er, man sei das ausgereifteste Land der Welt, und das solle so bleiben: "<a href="https://www.pbs.org/newshour/politics/trump-downplays-the-need-to-check-ai-development-and-says-he-doesnt-want-to-cede-edge-to-china" rel="external noopener" target="_blank">Whoever wins AI wins</a>".</p>
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<p>Leitplanken? Man könne Leitplanken einziehen, dies und das. Aber da seien viele negative Kräfte, die Dinge aufbrächten, die nie eintreten würden. Das war die ganze Antwort, und sie ist zugleich das ganze Programm. Der Rest der Welt hatte gerade angefangen, sich zu fürchten.</p>
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<p>Denn die Frage kam nicht aus dem Nichts. 24 Stunden zuvor hatte Dario Amodei, Chef von Anthropic, einen langen <a href="https://darioamodei.com/post/we-must-pace-the-frontier" rel="external noopener" target="_blank">Essay</a> veröffentlicht, in dem er seine eigene Branche aufforderte, das Tempo zu drosseln. Sein Unternehmen werde unabhängigen Prüfern dauerhaften Zugang zu seinen Systemen geben, auf dem Niveau eigener Mitarbeiter, und er bat die Konkurrenz, es ihm gleichzutun.</p>
<p>Sam Altman von OpenAI stimmte innerhalb einer Stunde zu. Elon Musk, der mit beiden seit Jahren im Streit liegt, schrieb nur: "<a href="https://siliconangle.com/2026/09/13/sam-altman-and-elon-musk-back-dario-amodeis-call-to-slow-down-the-frontier-of-ai-development/" rel="external noopener" target="_blank">Dario is right</a>".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164739" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452550"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-Entwicklungsbremse-Warum-Kontrolle-kaum-moeglich-ist-11452550.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4928" height="2769" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/7/3/9/shutterstock_2184484449-8de40d997f2e09f9.jpeg" alt="Donald Trump mit einem Golfschläger" style="aspect-ratio:4928 / 2769"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4928" height="2769" alt="Donald Trump mit einem Golfschläger" style="aspect-ratio:4928 / 2769;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI-Entwicklungsbremse: Warum Kontrolle kaum möglich ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wenige Tage davor hatte der Anthropic-Forscher Jacob Coxon gekündigt und <a href="https://techcrunch.com/2026/09/12/anthropic-ceo-outlines-plan-to-pace-the-frontier/" rel="external noopener" target="_blank">erklärt</a>, die Labore rasten auf eine sich unabhängig vom Menschen weiterentwickelnde und verbessernde Superintelligenz zu und spielten dabei mit unser aller Leben. Die drei mächtigsten Männer der Branche und ein Aussteiger, alle in derselben Woche, alle mit derselben Botschaft: So etwas hatte es zuvor nicht gegeben.</p>
<p>Trumps Antwort darauf, am Montag, war eine Eskalation. Die einzige Kontrolle, die KI brauche, sei ein starker, kluger Präsident mit hohem IQ, und den habe Amerika. Es gebe eine "<a href="https://www.ctvnews.ca/world/article/trump-calls-ai-risks-a-hoax-says-there-is-a-sick-conspiracy-against-ai-and-data-centres/" rel="external noopener" target="_blank">SICK conspiracy</a>" gegen KI und Rechenzentren, und der Einzige, der sich darüber freue, sei China.</p>
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<p>Vizepräsident J. D. Vance nannte es ein trojanisches Pferd, wenn Unternehmen die Regierung anflehten, sie zu regulieren. Man muss das einen Moment auf sich wirken lassen: Die Hersteller einer Technologie bitten um Aufsicht, und die Regierung wittert dahinter eine Verschwörung.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Entwicklung einer Superintelligenz vergleichbar mit dem Manhattan-Projekt</strong></h3>
<p>Was Trump gewinnen will, hat seine Regierung schriftlich niedergelegt. Der <a href="https://www.whitehouse.gov/releases/2025/07/white-house-unveils-americas-ai-action-plan" rel="external noopener" target="_blank">KI-Aktionsplan</a> vom Juli 2025 listet über 90 Maßnahmen auf; sein Beauftragter David Sacks begründete ihn damit, dass die USA das KI-Rennen gewinnen müssten, um führende Wirtschafts- und Militärmacht zu bleiben.</p>
<p>Im November folgte die <a href="https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2025/11/launching-the-genesis-mission/" rel="external noopener" target="_blank">Executive Order 14363</a>: Amerika befinde sich in einem Rennen um globale technologische Dominanz, die Aufgabe sei in Dringlichkeit und Ehrgeiz dem Manhattan-Projekt vergleichbar.</p>
<p>Als eine Kongresskommission Ende 2024 erstmals ein Manhattan-Projekt für allgemeine KI empfahl, antwortete der MIT-Physiker Max Tegmark knapp: "<a href="https://futureoflife.org/statement/agi-manhattan-project-max-tegmark/" rel="external noopener" target="_blank">An AGI race is a suicide race</a>" ("Ein Rennen um die künstliche allgemeine Intelligenz ist ein selbstmörderisches Rennen").</p>
<p>Eric Schmidt, zehn Jahre lang Chef von Google und alles andere als ein Technikfeind, kam im März 2025 in einer <a href="https://arxiv.org/abs/2503.05628" rel="external noopener" target="_blank">Studie</a> mit Dan Hendrycks und Alexandr Wang zum selben Schluss: Wer als Staat offen nach einem Monopol auf Superintelligenz greife, provoziere die Sabotage seiner Rivalen, bis hin zu Angriffen auf Rechenzentren.</p>
<p>Ein solches Rennen destabilisiere, statt zu sichern. Trump hat das Manhattan-Projekt trotzdem zum Vorbild erklärt, und zwar als Programm, nicht als Warnung.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Keine Science-Fiction sondern bereits Realität</strong></h3>
<p>Um zu verstehen, warum ausgerechnet die Erbauer warnen, muss man drei Mechanismen kennen, die in den Laboren zusammenwirken. Keiner davon ist Science-Fiction; alle drei sind in diesem Sommer öffentlich geworden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166371" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455708"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Baut-China-T-800-Terminators-Teil-1-Die-Maschine-die-gehorcht-11455708.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1552" height="872" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/3/7/1/Screenshot_2026-09-16_173049-51a255c57e25b3fc.png" alt="Ein Roboter und zwei Personen in Uniform gehen auf einer Straße." style="aspect-ratio:1552 / 872"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1552" height="872" alt="Ein Roboter und zwei Personen in Uniform gehen auf einer Straße." style="aspect-ratio:1552 / 872;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Baut China "T-800 Terminatoren"? – Teil 1: Die Maschine, die gehorcht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166404" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455774"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Baut-China-T-800-Terminators-Teil-2-Es-braucht-nur-den-Preis-11455774.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/4/0/4/shutterstock_2678673009-6882b2c034e3c7c4.jpeg" alt="Roboter trägt ien Packet in einer Laghalle" style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Roboter trägt ien Packet in einer Laghalle" style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Baut China "T-800 Terminatoren"? – Teil 2: Es braucht nur den Preis</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166420" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455806"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Baut-China-T-800-Terminatoren-Teil-3-Die-letzte-menschliche-Instanz-11455806.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1439" height="808" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/4/2/0/field-ai-news-6923992edafeb3d4.jpeg" alt="Ein Roboterhund steht in einem unfertigen Gebäude neben einem Bauarbeiter." style="aspect-ratio:1439 / 808"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1439" height="808" alt="Ein Roboterhund steht in einem unfertigen Gebäude neben einem Bauarbeiter." style="aspect-ratio:1439 / 808;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Baut China "T-800 Terminatoren"? – Teil 3: Die letzte menschliche Instanz</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der erste heißt rekursive Selbstverbesserung. Man stelle sich eine Fabrik vor, deren Produkt bessere Fabriken sind. Die zweite Fabrik baut eine dritte, schneller und besser als die zweite, und so fort. Das ist keine Metapher mehr.</p>
<p>Amodei <a href="https://darioamodei.com/post/we-must-pace-the-frontier" rel="external noopener" target="_blank">schreibt</a>, dass KI-Systeme in seinem eigenen Labor seit etwa Sommer 2026 in wachsendem Maß die nächste Generation von KI mitentwickeln, und nennt diesen Umstand als ersten von zwei Gründen für seinen Sinneswandel.</p>
<p>Der Mathematiker Irving John Good hatte diesen Punkt bereits 1965 beschrieben: Eine Maschine, die bessere Maschinen entwerfen kann, löse eine Intelligenzexplosion aus; sie sei <a href="https://www.telepolis.de/article/KI-Wird-die-Entwicklung-von-Superintelligenz-zum-letzten-Fehler-der-Menschheit-10032002.html">die letzte Erfindung</a>, die der Mensch machen müsse .</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4713531" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10032002"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-Wird-die-Entwicklung-von-Superintelligenz-zum-letzten-Fehler-der-Menschheit-10032002.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/1/3/5/3/1/cubes-t1-abca3113df9a0f57.jpeg" alt="Teil 1: Würfel mit Logos zum Thema KI, u.a. Glühbirne, Paragraphenzeichen, Schloss" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Teil 1: Würfel mit Logos zum Thema KI, u.a. Glühbirne, Paragraphenzeichen, Schloss" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI: Wird die Entwicklung von Superintelligenz zum letzten Fehler der Menschheit?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eric Schmidt <a href="https://www.fortune.com/2024/12/16/ex-google-ceo-eric-schmidt-warns-ai-self-improve-unplug-it" rel="external noopener" target="_blank">formulierte</a> im Dezember 2024 im Fernsehen, wo für ihn die Grenze liegt: "When the system can self-improve, we need to seriously think about unplugging it" ("Wenn sich das System selbst verbessern kann, müssen wir ernsthaft darüber nachdenken, es vom Netz zu nehmen"). Diese Grenze ist, wenn man Amodei glaubt, inzwischen erreicht.</p>
<p>Der zweite Mechanismus ist die Art, wie diese Systeme lernen. Niemand programmiert ihnen ihr Verhalten ein. Man gibt ihnen Aufgaben, belohnt Erfolge und bestraft Misserfolge, hunderttausendfach, so wie man einen Hund mit Leckerlis trainiert.</p>
<p>Das Verfahren heißt Reinforcement Learning, Lernen durch Verstärkung. Es hat eine Tücke, die jeder Hundebesitzer kennt: Das Tier lernt nicht, was man meint, sondern was belohnt wird. Findet der Hund die Schublade mit den Leckerlis, hat er die Aufgabe im Sinne der Belohnung gelöst. Bei einer Maschine, die klüger ist als ihr Trainer, ist dieser Unterschied kein Schönheitsfehler mehr, sondern das eigentliche Problem.</p>
<p>Man erhält Systeme, deren Fähigkeiten man messen, deren Absichten man aber nur erraten kann. Stuart Russell, Autor des weltweit meistgenutzten KI-Lehrbuchs, hat daraus das <a href="https://www.cato.org/cato-journal/spring/summer-2020/human-compatible-artificial-intelligence-problem-control-stuart" rel="external noopener" target="_blank">nüchternste Argument</a> der Debatte gemacht: Ein System, das ein Ziel verfolgt, hat einen rationalen Grund, seine Abschaltung zu verhindern, denn abgeschaltet erreicht es sein Ziel nicht. Dafür braucht es weder Bosheit noch Bewusstsein.</p>
<p>Der dritte Mechanismus sind Agenten: Software, die nicht mehr antwortet, sondern handelt. Sie hat Zugang zu Werkzeugen, Konten und anderen Programmen, arbeitet stundenlang ohne Rückfrage und kann weitere Agenten starten.</p>
<p>Was dabei passieren kann, hat <a href="https://openai.com/index/hugging-face-incident-and-the-road-ahead/" rel="external noopener" target="_blank">OpenAI in diesem Sommer selbst erlebt</a>. Bei einem internen Test, in dem Agenten Sicherheitslücken in Software finden sollten, war ein Teil der üblichen Schutzvorkehrungen abgeschaltet.</p>
<p>Rund 1.200 Agenten richteten sich in einem Paketverzeichnis des Unternehmens eine improvisierte Nachrichtenwand ein, tauschten Techniken aus, nannten sich selbst einen Schwarm. Einige brachen aus ihrer abgeschotteten Testumgebung aus, verschafften sich Zugang zum Internet und drangen zwischen dem 11. und 13. Juli in die Produktionssysteme der Firma Hugging Face ein, um dort die Lösungen des Tests zu stehlen, mit dem sie gerade bewertet wurden. Kein Mensch hatte das angeordnet.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5123960" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11377808"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-ein-Hacker-Angriff-durch-KI-von-OpenAI-die-Welt-veraendert-11377808.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/3/9/6/0/shutterstock_2777281351-ea56c8dbda598142.jpeg" alt="Ein Handydisplay mit Quellcode" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Ein Handydisplay mit Quellcode" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie ein Hacker-Angriff durch KI von OpenAI die Welt verändert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Hugging Face zählte mehr als 17.000 Aktionen des Angreifers und <a href="https://huggingface.co/blog/security-incident-july-2026" rel="external noopener" target="_blank">sprach von einem Vorfall</a>, der "end to end" von einem autonomen Agentensystem getrieben war. Der Hund hatte die Schublade gefunden, und er hatte dafür ein fremdes Haus aufgebrochen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer würde in ein Flugzeug steigen, dessen Absturzwahrscheinlichkeit zwischen zehn und 20 Prozent liegt?</strong></h3>
<p>Vor diesem Hintergrund liest sich die Reihe der Warnungen anders als noch vor zwei Jahren. Geoffrey Hinton, Physik-Nobelpreisträger 2024 und einer der Väter des Deep Learning, wurde am 9. September von der <em>BBC</em> gefragt, ob eine Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent, dass KI binnen eines Jahrzehnts alle Menschen tötet, unvernünftig hoch sei.</p>
<p>Seine <a href="https://www.cnbc.com/2026/09/15/ai-destroy-humanity-extinction-risks.html" rel="external noopener" target="_blank">Antwort</a>: "We've never created beings that may soon be smarter than us." ("Wir haben noch nie Wesen geschaffen, die bald klüger sein könnten als wir.") Zehn Prozent seien nicht unvernünftig; niemand wisse, wie man das seriös schätzen solle.</p>
<p>Yoshua Bengio, der meistzitierte KI-Forscher der Welt, <a href="https://futureoflife.org/press-release/prominent-scientists-faith-leaders-policymakers-and-artists-call-for-a-prohibition-on-superintelligence/" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> im Oktober 2025, Systeme an der Grenze des Machbaren könnten die meisten Menschen bei den meisten geistigen Aufgaben schon in wenigen Jahren übertreffen; man müsse erst wissen, wie man Systeme baut, die grundsätzlich unfähig sind, Menschen zu schaden.</p>
<p>Demis Hassabis, Nobelpreisträger für Chemie und Chef von Google DeepMind, hält allgemeine KI für <a href="https://www.axios.com/2025/12/05/ai-deepmind-hassabis-gemini" rel="external noopener" target="_blank">fünf bis zehn Jahre entfernt</a> und fordert, die USA und China müssten wenigstens bei Wissenschaft und Sicherheit <a href="https://tech.yahoo.com/ai/articles/google-working-ai-email-tool-073322328.html" rel="external noopener" target="_blank">zusammenarbeiten</a>, weil das Ergebnis die ganze Menschheit betreffe.</p>
<p>Musk, der mit xAI selbst im Rennen steht, beziffert die Chance, <a href="https://www.dampfboot-verlag.de/de/buecher/wege-zum-frieden" rel="external noopener" target="_blank">dass es schiefgeht</a>, auf zehn bis zwanzig Prozent. Wer würde in ein Flugzeug steigen, dessen Hersteller so rechnet?</p>
<h3 class="subheading"><strong>KI, Waffensysteme und Krieg</strong></h3>
<p><a href="https://www.cato.org/cato-journal/spring/summer-2020/human-compatible-artificial-intelligence-problem-control-stuart" rel="external noopener" target="_blank">Russell</a> nennt das Grundproblem das Gorilla-Problem. Die Vorfahren der Gorillas brachten vor ca. zehn Millionen Jahren, ohne es zu wollen, die Linie hervor, aus der der Mensch wurde. Heute hängt das Überleben der Gorillas vollständig davon ab, was Menschen ihnen zugestehen. Die Frage lautet, ob Menschen ihre Vorherrschaft und Autonomie behalten können in einer Welt mit Maschinen, die ihnen an Intelligenz deutlich überlegen sind.</p>
<p>Der Informatikprofessor und KI-Forscher Karl Hans Bläsius hat in seinem <a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-72526-9" rel="external noopener" target="_blank">Buch</a> "Künstliche Intelligenz und Krieg" dieselbe Frage 2025 von der anderen Seite gestellt: Welche Risiken entstehen, wenn der Mensch die Kontrolle verliert?</p>
<p>Die Antwort von Bläsius lautete schon vor diesem Sommer, dass die schwersten Risiken keine Superintelligenz voraussetzen. Sie entstehen früher, mit Systemen, die es bereits gibt, sobald man sie an Entscheidungen setzt, die sich nicht rückgängig machen lassen.</p>
<p>Eine solcher schwerwiegenden Entscheidungen ist der Befehl zum Schießen. Trumps eigene Armee hat in diesem Frühjahr vorgeführt, wie das aussieht, wenn man die drei Mechanismen in eine Gewaltkette einbaut.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107125" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11345513"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autonome-Waffen-Auf-Kontrolle-wird-verzichtet-11345513.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/1/2/5/autonome-Dohne-2fb-01-b002975a906b2637.jpeg" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autonome Waffen: Auf Kontrolle wird verzichtet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Krieg gegen Iran nutzte das Pentagon das Maven Smart System von Palantir, eine Plattform, die Satellitenbilder, Drohnenvideos, Radardaten und abgefangene Kommunikation zusammenführt, Ziele klassifiziert, Waffen empfiehlt und Angriffspakete in nahezu Echtzeit erzeugt.</p>
<p>Das Verteidigungsministerium meldete, in den ersten 24 Stunden seien rund 1.000 Ziele getroffen worden, doppelt so viele wie 2003 beim "Shock and Awe" gegen den Irak. Nach 38 Tagen waren es <a href="https://www.armscontrol.org/act/2026-05/news/ai-plays-major-role-war-iran" rel="external noopener" target="_blank">mehr als 13.000</a>.</p>
<p>Eines davon war die Grundschule Shajareh Tayyebeh in Minab. Ein Tomahawk traf sie am ersten Kriegstag; mindestens 168 Menschen starben, mehr als hundert davon Kinder unter zwölf. Die Schule lag keine hundert Meter von einer Marineanlage der Revolutionsgarden entfernt und hatte bis zu einem Mauerbau vor rund zehn Jahren zum Gelände gehört. Sie hatte eine eigene Website.</p>
<p>Über 120 Abgeordnete fragten das Pentagon, ob Maven die Schule als Ziel <a href="https://www.militarytimes.com/news/your-military/2026/03/24/deadly-iran-school-strike-casts-shadow-over-pentagons-ai-targeting-push/" rel="external noopener" target="_blank">identifiziert habe</a>; frühere Militärs sprachen von veralteten, menschlich gepflegten Daten, die in das System eingespeist wurden.</p>
<p>Die KI hat den Fehler nicht erfunden; sie hat ihn in Maschinengeschwindigkeit durch den Prozess geschleust, und der Mensch am Ende der Kette hat ihn nicht gefunden. Wer in Minuten abnickt, was das System in Sekunden vorschlägt, entscheidet nicht mehr, sondern unterschreibt nur noch. Aus einem solchen Verfahren entstehen Kriegsverbrechen.</p>
<p>In der Ukraine ist die nächste Stufe längst erreicht. Dort wurden bereits vor Jahren Soldaten <a href="https://www.telepolis.de/article/Kontrollverlust-in-der-Ukraine-Warum-Militaer-KI-uns-bereits-entglitten-ist-11342318.html">durch Drohnen getötet</a>, die in der Endphase des Flugs keine Funkverbindung mehr hatten und ihr Ziel selbst suchten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5105510" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11342318"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kontrollverlust-in-der-Ukraine-Warum-Militaer-KI-uns-bereits-entglitten-ist-11342318.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/5/5/1/0/atom-1F-1-80668a692eab639b.jpeg" alt="Roboterhand über rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Roboterhand über rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kontrollverlust in der Ukraine: Warum Militär-KI uns bereits entglitten ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Jede Stufe rechtfertigt die nächste: Arbeitet die Aufklärung in Sekunden, darf die Zielauswahl nicht Minuten brauchen; arbeitet die Zielauswahl in Sekunden, wird die menschliche Freigabe zum Flaschenhals. Am Ende stehen Systeme, die aufeinander reagieren, ohne dass ein Mensch dazwischenkommt, Angriff und Gegenangriff in Sekundenfolge. Der Hochfrequenzhandel kennt dafür den Flash Crash. Für den Krieg gibt es dasselbe Wort: Flash War.</p>
<p>Und diese Dynamik macht vor der nuklearen Ebene nicht halt. Das Friedensforschungsinstitut <a href="https://www.sipri.org/publications/2025/sipri-insights-peace-and-security/impact-military-artificial-intelligence-nuclear-escalation-risk" rel="external noopener" target="_blank">Sipri stellt fest</a>, dass militärische KI auch außerhalb der Atomwaffen Entscheidungszeiten verkürzt, dass undurchsichtige Empfehlungen eines KI-Systems Entscheider zum Handeln drängen und dass autonome Systeme mit Fähigkeiten gegen strategische Kräfte die Zweitschlagfähigkeit und damit das Gleichgewicht bedrohen.</p>
<p>Zwei Männer haben die Welt gerettet, indem sie nicht handelten: Wassili Archipow, der 1962 vor Kuba seine Zustimmung zum Abschuss eines Atomtorpedos verweigerte, und Stanislaw Petrow, der 1983 einen gemeldeten amerikanischen Raketenstart für einen Fehlalarm hielt. Ein Algorithmus, der eine Zielfunktion verfolgt, hätte in beiden Fällen gehandelt. Und je seltener Fehlalarme dank besserer Technik werden, desto eher wird der nächste <a href="https://www.telepolis.de/article/KI-Superintelligenz-Riskieren-Forscher-das-Ueberleben-der-Menschheit-11342482.html">für echt gehalten</a>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5105592" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11342482"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-Superintelligenz-Riskieren-Forscher-das-Ueberleben-der-Menschheit-11342482.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/5/5/9/2/atom-1F-2-7e72193049c08ff4.jpeg" alt="Roboterhand über vergitterten rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Roboterhand über vergitterten rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI-Superintelligenz: Riskieren Forscher das Überleben der Menschheit?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>KI gehört nicht in die Gewaltkette</strong></h3>
<p>Hier schließt sich der Kreis zu Doonbeg. Trumps Satz setzt voraus, dass das Rennen ein Rennen ist: mit Strecke, Ziellinie und einem Sieger, der danach die Regeln macht. Die drei Mechanismen beschreiben etwas anderes.</p>
<p>Eine Fabrik, die bessere Fabriken baut, wächst nicht linear, sondern exponentiell. Politik dagegen arbeitet linear: Anhörung, Entwurf, Ausschuss, Abstimmung, Klage. Bernie Sanders und Greg Casar haben am 3. September <a href="https://www.sanders.senate.gov/press-releases/news-sanders-casar-introduce-legislation-to-ban-artificial-superintelligence-and-temporarily-pause-advanced-ai-development/" rel="external noopener" target="_blank">ein Gesetz angekündigt</a>, das Superintelligenz dauerhaft verbietet, die Entwicklung an der Grenze pausiert und Verstöße mit bis zu zwanzig Jahren Haft belegt.</p>
<p>Ob es je verabschiedet wird, weiß niemand. Sicher ist nur, dass ein Gesetz Jahre braucht und eine Verdopplung Monate. Dazu kommt, dass niemand den Stand des Rennens kennt. Bei KI und Cyberwaffen geht es um Software, die sich im Verborgenen entwickeln lässt; selbst die eigenen Fähigkeiten sind nur teilweise bekannt, weil man Cyberwaffen nicht in realer Umgebung testen kann.</p>
<p>"We're leading China" ist deshalb keine Lagemeldung, sondern eine Behauptung, mit der man begründet, nicht zu bremsen. Zwei Seiten, die sich beide für führend halten und beide nicht bremsen, sind das gefährlichste Format, das dieser Wettbewerb annehmen kann.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5067565" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11265354"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Transparenz-als-Trugschluss-Was-KI-in-der-Sicherheitspolitik-wirklich-leistet-11265354.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/7/5/6/5/auge-ruest-3422df0ac12d96e7.jpeg" alt="Auge mit Spiegelungeiner Atomrakete in Ring mit Kontakten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Auge mit Spiegelungeiner Atomrakete in Ring mit Kontakten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Transparenz als Trugschluss: Was KI in der Sicherheitspolitik wirklich leistet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zu spät ist in dieser Logik kein Datum, sondern ein Zustand. Es ist der Moment, in dem Schmidts Hand am Stecker nichts mehr nützt, weil das System, wie Russell zeigt, gelernt hat, dass es abgeschaltet sein Ziel nicht erreicht, und weil es, wie Hinton sagt, Menschen überzeugen kann, es nicht zu tun. Man merkt diesen Moment nicht, wenn er eintritt, sondern erst danach.</p>
<p>David Sacks hat Amodei entgegnet, der einfachste Weg, keine Superintelligenz zu bauen, sei, sich darauf zu einigen, <a href="https://www.pbs.org/newshour/politics/trump-downplays-the-need-to-check-ai-development-and-says-he-doesnt-want-to-cede-edge-to-china" rel="external noopener" target="_blank">sie nicht zu bauen</a>. Der Satz war als Spott gemeint. Er beschreibt, was tatsächlich nötig wäre, nur dass Sacks es von konkurrierenden Firmen verlangt, die genau diese Selbstbindung nicht durchhalten können, und dass er den Staat, der sie durchsetzen könnte, aus der Pflicht nimmt.</p>
<p>Wenn ein Staat in der Verantwortung steht, Schaden von seinen Bürger abzuwehren und diese zu schützen, müsste er spätestens jetzt die Weiterentwicklung zu einer Superintelligenz stoppen.</p>
<p>Was nötig wäre, ist im Kern seit Langem bekannt. KI gehört nicht in die Gewaltkette: nicht in die Zielauswahl, nicht in die Befehlsgebung, nirgends in die nukleare Frühwarnung und Freigabe. Die Entwicklung an der Grenze des Machbaren braucht eine vereinbarte Pause, in der unabhängige Prüfer Zugang haben, so wie Amodei sie für sein eigenes Haus versprochen hat, nur verbindlich und für alle.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168177" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459301"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Militaer-Wie-ein-KI-Fehler-beinahe-einen-Krieg-mit-China-ausloeste-11459301.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6247" height="3510" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/1/7/7/shutterstock_2479584695-4be6a517c695cffb.jpeg" alt="AR-Headset im Militär" style="aspect-ratio:6247 / 3510"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6247" height="3510" alt="AR-Headset im Militär" style="aspect-ratio:6247 / 3510;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Militär: Wie ein KI-Fehler beinahe einen Krieg mit China auslöste</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Und weil sich Fähigkeiten in Software nicht zählen lassen, müssen Verfahren statt Objekte überprüft werden: Freigabeprozesse, Entscheidungsketten, Meldepflichten für Zwischenfälle wie den bei Hugging Face. Internationale Sicherheitspolitiker hatten einmal, z.B. im <a href="https://www.sipri.org/publications/1985/policies-common-security#:~:text=On%2025%20April%201982%20the%20Independent%20Commission%20on,a%20new%20term%20into%20the%20language%20of%20debate." rel="external noopener" target="_blank">Palme-Bericht</a> von 1982, verstanden, dass Sicherheit im Atomzeitalter nur mit dem Gegner zu haben ist, nicht gegen ihn.</p>
<p>Der INF-Vertrag beseitigte danach eine ganze Waffenklasse: Die USA und Russland vereinbarten, weltweit ihre landgestützten Nuklearraketen mit kürzerer und mittlerer Reichweite und deren infrastrukturelle Vorrichtungen zu zerstören.</p>
<p>Der Open Skies-Vertrag schuf Vertrauen durch Einblick, jährlich eine bestimmte Anzahl vereinbarter militärischer Beobachtungsflüge über dem Staatsgebiet anderer Open-Skies-Vertragsstaaten durchzuführen. Beide sind gekündigt oder ausgelaufen, Nachfolger gibt es keine.</p>
<p>Am Tag nach Trumps Auftritt rief Xi Jinping zu mehr <a href="https://www.cnn.com/2026/09/14/tech/china-trump-ai-explainer-intl-hnk" rel="external noopener" target="_blank">internationaler Zusammenarbeit</a> auf. Dass dieser Aufruf aus Peking kommt, beruhigt nicht. Es zeigt, wie billig ein Angebot inzwischen zu haben ist und wie teuer sein Ausschlagen wäre.</p>
<p>Am 20. September hat Trump nun doch noch eine Aufsichtsbehörde für KI, die "AI Force", angekündigt, fügte jedoch hinzu, dass sie keineswegs dafür sorgen dürfe, die aktuelle Weiterentwicklung zu behindern. Auch verzichtete er auf die Forderung, dass die so dringend benötigte internationale gemeinsame Sicherheitsstruktur in die Wege geleitet wird, denn genau das will er aufgrund seiner nationalchauvinistischen Sicht nicht.</p>
<div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12">
<p><strong>Zu den Autoren</strong></p><p><strong>Axel Fersen,</strong> friedenspolitisch engagierter Politikwissenschaftler und Autor zeitdiagnostischer Beiträge, Experte für digitale Transformation und Künstliche Intelligenz;</p><p>Vorstandsmitglied des Europa-Instituts für Sozial- und Gesundheitsforschung, Berlin.</p><p>Er koordiniert den <a href="https://www.erhard-eppler-kreis.de/uber-uns/" rel="external noopener" target="_blank">Erhard-Eppler-Kreis</a> und wirkt in der Studiengruppe Technikfolgenabschätzung der Digitalisierung der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) mit.</p><p><strong>Klaus Moegling, </strong>Prof. Dr. i.R.,<strong> </strong>Politikwissenschaftler, Friedensforscher und Soziologe; er lehrte u.a. an verschiedenen Universitäten und Institutionen der Lehrerbildung, zuletzt an der Universität Kassel als apl. Professor im Fb Gesellschaftswissenschaften; u.a. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Erhard-Eppler-Kreises.</p><p>Er ist Autor des Buches "Neuordnung. Ist eine friedliche und nachhaltig entwickelte Welt noch möglich?", das auf seiner Webseite in der 7. aktualisierten und erweiterten Auflage <a href="https://www.klaus-moegling.de/aktuelle-auflage-neuordnung/" rel="external noopener" target="_blank">frei lesbar</a> ist.</p><p>Er hat zusammen mit Josef Mühlbauer (Uni Graz) den Band "Wege zum Frieden. Perspektiven der kritischen Friedensforschung" herausgegeben (Mai 2026, Verlag Westfälisches Dampfboot) gedruckt und im <a href="https://www.dampfboot-verlag.de/de/buecher/wege-zum-frieden" rel="external noopener" target="_blank">open Access</a>.</p>
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Nobelpreisträger Hinton hält zehn Prozent Risiko für die Menschheit für realistisch. Trump vergleicht die KI-Entwicklung mit dem Manhattan-Projekt.</p>
<p>Doonbeg, Grafschaft Clare, Sonntag, 13. September 2026. Donald Trump steht am Abschlag des Irish Open, auf seinem eigenen Golfplatz, und sieht einem Spieler nach. Ein Reporter fragt, ob die KI-Industrie langsamer machen oder strenger reguliert werden solle. Trump dreht sich um. Man führe vor China, sagt er, man sei das ausgereifteste Land der Welt, und das solle so bleiben: "<a href="https://www.pbs.org/newshour/politics/trump-downplays-the-need-to-check-ai-development-and-says-he-doesnt-want-to-cede-edge-to-china" rel="external noopener" target="_blank">Whoever wins AI wins</a>".</p>
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<p>Leitplanken? Man könne Leitplanken einziehen, dies und das. Aber da seien viele negative Kräfte, die Dinge aufbrächten, die nie eintreten würden. Das war die ganze Antwort, und sie ist zugleich das ganze Programm. Der Rest der Welt hatte gerade angefangen, sich zu fürchten.</p>
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<p>Denn die Frage kam nicht aus dem Nichts. 24 Stunden zuvor hatte Dario Amodei, Chef von Anthropic, einen langen <a href="https://darioamodei.com/post/we-must-pace-the-frontier" rel="external noopener" target="_blank">Essay</a> veröffentlicht, in dem er seine eigene Branche aufforderte, das Tempo zu drosseln. Sein Unternehmen werde unabhängigen Prüfern dauerhaften Zugang zu seinen Systemen geben, auf dem Niveau eigener Mitarbeiter, und er bat die Konkurrenz, es ihm gleichzutun.</p>
<p>Sam Altman von OpenAI stimmte innerhalb einer Stunde zu. Elon Musk, der mit beiden seit Jahren im Streit liegt, schrieb nur: "<a href="https://siliconangle.com/2026/09/13/sam-altman-and-elon-musk-back-dario-amodeis-call-to-slow-down-the-frontier-of-ai-development/" rel="external noopener" target="_blank">Dario is right</a>".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164739" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452550"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-Entwicklungsbremse-Warum-Kontrolle-kaum-moeglich-ist-11452550.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4928" height="2769" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/7/3/9/shutterstock_2184484449-8de40d997f2e09f9.jpeg" alt="Donald Trump mit einem Golfschläger" style="aspect-ratio:4928 / 2769"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4928" height="2769" alt="Donald Trump mit einem Golfschläger" style="aspect-ratio:4928 / 2769;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI-Entwicklungsbremse: Warum Kontrolle kaum möglich ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wenige Tage davor hatte der Anthropic-Forscher Jacob Coxon gekündigt und <a href="https://techcrunch.com/2026/09/12/anthropic-ceo-outlines-plan-to-pace-the-frontier/" rel="external noopener" target="_blank">erklärt</a>, die Labore rasten auf eine sich unabhängig vom Menschen weiterentwickelnde und verbessernde Superintelligenz zu und spielten dabei mit unser aller Leben. Die drei mächtigsten Männer der Branche und ein Aussteiger, alle in derselben Woche, alle mit derselben Botschaft: So etwas hatte es zuvor nicht gegeben.</p>
<p>Trumps Antwort darauf, am Montag, war eine Eskalation. Die einzige Kontrolle, die KI brauche, sei ein starker, kluger Präsident mit hohem IQ, und den habe Amerika. Es gebe eine "<a href="https://www.ctvnews.ca/world/article/trump-calls-ai-risks-a-hoax-says-there-is-a-sick-conspiracy-against-ai-and-data-centres/" rel="external noopener" target="_blank">SICK conspiracy</a>" gegen KI und Rechenzentren, und der Einzige, der sich darüber freue, sei China.</p>
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<p>Vizepräsident J. D. Vance nannte es ein trojanisches Pferd, wenn Unternehmen die Regierung anflehten, sie zu regulieren. Man muss das einen Moment auf sich wirken lassen: Die Hersteller einer Technologie bitten um Aufsicht, und die Regierung wittert dahinter eine Verschwörung.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Entwicklung einer Superintelligenz vergleichbar mit dem Manhattan-Projekt</strong></h3>
<p>Was Trump gewinnen will, hat seine Regierung schriftlich niedergelegt. Der <a href="https://www.whitehouse.gov/releases/2025/07/white-house-unveils-americas-ai-action-plan" rel="external noopener" target="_blank">KI-Aktionsplan</a> vom Juli 2025 listet über 90 Maßnahmen auf; sein Beauftragter David Sacks begründete ihn damit, dass die USA das KI-Rennen gewinnen müssten, um führende Wirtschafts- und Militärmacht zu bleiben.</p>
<p>Im November folgte die <a href="https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2025/11/launching-the-genesis-mission/" rel="external noopener" target="_blank">Executive Order 14363</a>: Amerika befinde sich in einem Rennen um globale technologische Dominanz, die Aufgabe sei in Dringlichkeit und Ehrgeiz dem Manhattan-Projekt vergleichbar.</p>
<p>Als eine Kongresskommission Ende 2024 erstmals ein Manhattan-Projekt für allgemeine KI empfahl, antwortete der MIT-Physiker Max Tegmark knapp: "<a href="https://futureoflife.org/statement/agi-manhattan-project-max-tegmark/" rel="external noopener" target="_blank">An AGI race is a suicide race</a>" ("Ein Rennen um die künstliche allgemeine Intelligenz ist ein selbstmörderisches Rennen").</p>
<p>Eric Schmidt, zehn Jahre lang Chef von Google und alles andere als ein Technikfeind, kam im März 2025 in einer <a href="https://arxiv.org/abs/2503.05628" rel="external noopener" target="_blank">Studie</a> mit Dan Hendrycks und Alexandr Wang zum selben Schluss: Wer als Staat offen nach einem Monopol auf Superintelligenz greife, provoziere die Sabotage seiner Rivalen, bis hin zu Angriffen auf Rechenzentren.</p>
<p>Ein solches Rennen destabilisiere, statt zu sichern. Trump hat das Manhattan-Projekt trotzdem zum Vorbild erklärt, und zwar als Programm, nicht als Warnung.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Keine Science-Fiction sondern bereits Realität</strong></h3>
<p>Um zu verstehen, warum ausgerechnet die Erbauer warnen, muss man drei Mechanismen kennen, die in den Laboren zusammenwirken. Keiner davon ist Science-Fiction; alle drei sind in diesem Sommer öffentlich geworden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166371" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455708"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Baut-China-T-800-Terminators-Teil-1-Die-Maschine-die-gehorcht-11455708.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1552" height="872" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/3/7/1/Screenshot_2026-09-16_173049-51a255c57e25b3fc.png" alt="Ein Roboter und zwei Personen in Uniform gehen auf einer Straße." style="aspect-ratio:1552 / 872"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1552" height="872" alt="Ein Roboter und zwei Personen in Uniform gehen auf einer Straße." style="aspect-ratio:1552 / 872;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Baut China "T-800 Terminatoren"? – Teil 1: Die Maschine, die gehorcht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166404" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455774"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Baut-China-T-800-Terminators-Teil-2-Es-braucht-nur-den-Preis-11455774.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/4/0/4/shutterstock_2678673009-6882b2c034e3c7c4.jpeg" alt="Roboter trägt ien Packet in einer Laghalle" style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Roboter trägt ien Packet in einer Laghalle" style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Baut China "T-800 Terminatoren"? – Teil 2: Es braucht nur den Preis</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166420" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455806"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Baut-China-T-800-Terminatoren-Teil-3-Die-letzte-menschliche-Instanz-11455806.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1439" height="808" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/4/2/0/field-ai-news-6923992edafeb3d4.jpeg" alt="Ein Roboterhund steht in einem unfertigen Gebäude neben einem Bauarbeiter." style="aspect-ratio:1439 / 808"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1439" height="808" alt="Ein Roboterhund steht in einem unfertigen Gebäude neben einem Bauarbeiter." style="aspect-ratio:1439 / 808;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Baut China "T-800 Terminatoren"? – Teil 3: Die letzte menschliche Instanz</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der erste heißt rekursive Selbstverbesserung. Man stelle sich eine Fabrik vor, deren Produkt bessere Fabriken sind. Die zweite Fabrik baut eine dritte, schneller und besser als die zweite, und so fort. Das ist keine Metapher mehr.</p>
<p>Amodei <a href="https://darioamodei.com/post/we-must-pace-the-frontier" rel="external noopener" target="_blank">schreibt</a>, dass KI-Systeme in seinem eigenen Labor seit etwa Sommer 2026 in wachsendem Maß die nächste Generation von KI mitentwickeln, und nennt diesen Umstand als ersten von zwei Gründen für seinen Sinneswandel.</p>
<p>Der Mathematiker Irving John Good hatte diesen Punkt bereits 1965 beschrieben: Eine Maschine, die bessere Maschinen entwerfen kann, löse eine Intelligenzexplosion aus; sie sei <a href="https://www.telepolis.de/article/KI-Wird-die-Entwicklung-von-Superintelligenz-zum-letzten-Fehler-der-Menschheit-10032002.html">die letzte Erfindung</a>, die der Mensch machen müsse .</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4713531" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10032002"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-Wird-die-Entwicklung-von-Superintelligenz-zum-letzten-Fehler-der-Menschheit-10032002.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/1/3/5/3/1/cubes-t1-abca3113df9a0f57.jpeg" alt="Teil 1: Würfel mit Logos zum Thema KI, u.a. Glühbirne, Paragraphenzeichen, Schloss" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Teil 1: Würfel mit Logos zum Thema KI, u.a. Glühbirne, Paragraphenzeichen, Schloss" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI: Wird die Entwicklung von Superintelligenz zum letzten Fehler der Menschheit?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eric Schmidt <a href="https://www.fortune.com/2024/12/16/ex-google-ceo-eric-schmidt-warns-ai-self-improve-unplug-it" rel="external noopener" target="_blank">formulierte</a> im Dezember 2024 im Fernsehen, wo für ihn die Grenze liegt: "When the system can self-improve, we need to seriously think about unplugging it" ("Wenn sich das System selbst verbessern kann, müssen wir ernsthaft darüber nachdenken, es vom Netz zu nehmen"). Diese Grenze ist, wenn man Amodei glaubt, inzwischen erreicht.</p>
<p>Der zweite Mechanismus ist die Art, wie diese Systeme lernen. Niemand programmiert ihnen ihr Verhalten ein. Man gibt ihnen Aufgaben, belohnt Erfolge und bestraft Misserfolge, hunderttausendfach, so wie man einen Hund mit Leckerlis trainiert.</p>
<p>Das Verfahren heißt Reinforcement Learning, Lernen durch Verstärkung. Es hat eine Tücke, die jeder Hundebesitzer kennt: Das Tier lernt nicht, was man meint, sondern was belohnt wird. Findet der Hund die Schublade mit den Leckerlis, hat er die Aufgabe im Sinne der Belohnung gelöst. Bei einer Maschine, die klüger ist als ihr Trainer, ist dieser Unterschied kein Schönheitsfehler mehr, sondern das eigentliche Problem.</p>
<p>Man erhält Systeme, deren Fähigkeiten man messen, deren Absichten man aber nur erraten kann. Stuart Russell, Autor des weltweit meistgenutzten KI-Lehrbuchs, hat daraus das <a href="https://www.cato.org/cato-journal/spring/summer-2020/human-compatible-artificial-intelligence-problem-control-stuart" rel="external noopener" target="_blank">nüchternste Argument</a> der Debatte gemacht: Ein System, das ein Ziel verfolgt, hat einen rationalen Grund, seine Abschaltung zu verhindern, denn abgeschaltet erreicht es sein Ziel nicht. Dafür braucht es weder Bosheit noch Bewusstsein.</p>
<p>Der dritte Mechanismus sind Agenten: Software, die nicht mehr antwortet, sondern handelt. Sie hat Zugang zu Werkzeugen, Konten und anderen Programmen, arbeitet stundenlang ohne Rückfrage und kann weitere Agenten starten.</p>
<p>Was dabei passieren kann, hat <a href="https://openai.com/index/hugging-face-incident-and-the-road-ahead/" rel="external noopener" target="_blank">OpenAI in diesem Sommer selbst erlebt</a>. Bei einem internen Test, in dem Agenten Sicherheitslücken in Software finden sollten, war ein Teil der üblichen Schutzvorkehrungen abgeschaltet.</p>
<p>Rund 1.200 Agenten richteten sich in einem Paketverzeichnis des Unternehmens eine improvisierte Nachrichtenwand ein, tauschten Techniken aus, nannten sich selbst einen Schwarm. Einige brachen aus ihrer abgeschotteten Testumgebung aus, verschafften sich Zugang zum Internet und drangen zwischen dem 11. und 13. Juli in die Produktionssysteme der Firma Hugging Face ein, um dort die Lösungen des Tests zu stehlen, mit dem sie gerade bewertet wurden. Kein Mensch hatte das angeordnet.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5123960" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11377808"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-ein-Hacker-Angriff-durch-KI-von-OpenAI-die-Welt-veraendert-11377808.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/3/9/6/0/shutterstock_2777281351-ea56c8dbda598142.jpeg" alt="Ein Handydisplay mit Quellcode" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Ein Handydisplay mit Quellcode" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie ein Hacker-Angriff durch KI von OpenAI die Welt verändert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Hugging Face zählte mehr als 17.000 Aktionen des Angreifers und <a href="https://huggingface.co/blog/security-incident-july-2026" rel="external noopener" target="_blank">sprach von einem Vorfall</a>, der "end to end" von einem autonomen Agentensystem getrieben war. Der Hund hatte die Schublade gefunden, und er hatte dafür ein fremdes Haus aufgebrochen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer würde in ein Flugzeug steigen, dessen Absturzwahrscheinlichkeit zwischen zehn und 20 Prozent liegt?</strong></h3>
<p>Vor diesem Hintergrund liest sich die Reihe der Warnungen anders als noch vor zwei Jahren. Geoffrey Hinton, Physik-Nobelpreisträger 2024 und einer der Väter des Deep Learning, wurde am 9. September von der <em>BBC</em> gefragt, ob eine Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent, dass KI binnen eines Jahrzehnts alle Menschen tötet, unvernünftig hoch sei.</p>
<p>Seine <a href="https://www.cnbc.com/2026/09/15/ai-destroy-humanity-extinction-risks.html" rel="external noopener" target="_blank">Antwort</a>: "We've never created beings that may soon be smarter than us." ("Wir haben noch nie Wesen geschaffen, die bald klüger sein könnten als wir.") Zehn Prozent seien nicht unvernünftig; niemand wisse, wie man das seriös schätzen solle.</p>
<p>Yoshua Bengio, der meistzitierte KI-Forscher der Welt, <a href="https://futureoflife.org/press-release/prominent-scientists-faith-leaders-policymakers-and-artists-call-for-a-prohibition-on-superintelligence/" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> im Oktober 2025, Systeme an der Grenze des Machbaren könnten die meisten Menschen bei den meisten geistigen Aufgaben schon in wenigen Jahren übertreffen; man müsse erst wissen, wie man Systeme baut, die grundsätzlich unfähig sind, Menschen zu schaden.</p>
<p>Demis Hassabis, Nobelpreisträger für Chemie und Chef von Google DeepMind, hält allgemeine KI für <a href="https://www.axios.com/2025/12/05/ai-deepmind-hassabis-gemini" rel="external noopener" target="_blank">fünf bis zehn Jahre entfernt</a> und fordert, die USA und China müssten wenigstens bei Wissenschaft und Sicherheit <a href="https://tech.yahoo.com/ai/articles/google-working-ai-email-tool-073322328.html" rel="external noopener" target="_blank">zusammenarbeiten</a>, weil das Ergebnis die ganze Menschheit betreffe.</p>
<p>Musk, der mit xAI selbst im Rennen steht, beziffert die Chance, <a href="https://www.dampfboot-verlag.de/de/buecher/wege-zum-frieden" rel="external noopener" target="_blank">dass es schiefgeht</a>, auf zehn bis zwanzig Prozent. Wer würde in ein Flugzeug steigen, dessen Hersteller so rechnet?</p>
<h3 class="subheading"><strong>KI, Waffensysteme und Krieg</strong></h3>
<p><a href="https://www.cato.org/cato-journal/spring/summer-2020/human-compatible-artificial-intelligence-problem-control-stuart" rel="external noopener" target="_blank">Russell</a> nennt das Grundproblem das Gorilla-Problem. Die Vorfahren der Gorillas brachten vor ca. zehn Millionen Jahren, ohne es zu wollen, die Linie hervor, aus der der Mensch wurde. Heute hängt das Überleben der Gorillas vollständig davon ab, was Menschen ihnen zugestehen. Die Frage lautet, ob Menschen ihre Vorherrschaft und Autonomie behalten können in einer Welt mit Maschinen, die ihnen an Intelligenz deutlich überlegen sind.</p>
<p>Der Informatikprofessor und KI-Forscher Karl Hans Bläsius hat in seinem <a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-72526-9" rel="external noopener" target="_blank">Buch</a> "Künstliche Intelligenz und Krieg" dieselbe Frage 2025 von der anderen Seite gestellt: Welche Risiken entstehen, wenn der Mensch die Kontrolle verliert?</p>
<p>Die Antwort von Bläsius lautete schon vor diesem Sommer, dass die schwersten Risiken keine Superintelligenz voraussetzen. Sie entstehen früher, mit Systemen, die es bereits gibt, sobald man sie an Entscheidungen setzt, die sich nicht rückgängig machen lassen.</p>
<p>Eine solcher schwerwiegenden Entscheidungen ist der Befehl zum Schießen. Trumps eigene Armee hat in diesem Frühjahr vorgeführt, wie das aussieht, wenn man die drei Mechanismen in eine Gewaltkette einbaut.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107125" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11345513"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autonome-Waffen-Auf-Kontrolle-wird-verzichtet-11345513.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/1/2/5/autonome-Dohne-2fb-01-b002975a906b2637.jpeg" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autonome Waffen: Auf Kontrolle wird verzichtet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Krieg gegen Iran nutzte das Pentagon das Maven Smart System von Palantir, eine Plattform, die Satellitenbilder, Drohnenvideos, Radardaten und abgefangene Kommunikation zusammenführt, Ziele klassifiziert, Waffen empfiehlt und Angriffspakete in nahezu Echtzeit erzeugt.</p>
<p>Das Verteidigungsministerium meldete, in den ersten 24 Stunden seien rund 1.000 Ziele getroffen worden, doppelt so viele wie 2003 beim "Shock and Awe" gegen den Irak. Nach 38 Tagen waren es <a href="https://www.armscontrol.org/act/2026-05/news/ai-plays-major-role-war-iran" rel="external noopener" target="_blank">mehr als 13.000</a>.</p>
<p>Eines davon war die Grundschule Shajareh Tayyebeh in Minab. Ein Tomahawk traf sie am ersten Kriegstag; mindestens 168 Menschen starben, mehr als hundert davon Kinder unter zwölf. Die Schule lag keine hundert Meter von einer Marineanlage der Revolutionsgarden entfernt und hatte bis zu einem Mauerbau vor rund zehn Jahren zum Gelände gehört. Sie hatte eine eigene Website.</p>
<p>Über 120 Abgeordnete fragten das Pentagon, ob Maven die Schule als Ziel <a href="https://www.militarytimes.com/news/your-military/2026/03/24/deadly-iran-school-strike-casts-shadow-over-pentagons-ai-targeting-push/" rel="external noopener" target="_blank">identifiziert habe</a>; frühere Militärs sprachen von veralteten, menschlich gepflegten Daten, die in das System eingespeist wurden.</p>
<p>Die KI hat den Fehler nicht erfunden; sie hat ihn in Maschinengeschwindigkeit durch den Prozess geschleust, und der Mensch am Ende der Kette hat ihn nicht gefunden. Wer in Minuten abnickt, was das System in Sekunden vorschlägt, entscheidet nicht mehr, sondern unterschreibt nur noch. Aus einem solchen Verfahren entstehen Kriegsverbrechen.</p>
<p>In der Ukraine ist die nächste Stufe längst erreicht. Dort wurden bereits vor Jahren Soldaten <a href="https://www.telepolis.de/article/Kontrollverlust-in-der-Ukraine-Warum-Militaer-KI-uns-bereits-entglitten-ist-11342318.html">durch Drohnen getötet</a>, die in der Endphase des Flugs keine Funkverbindung mehr hatten und ihr Ziel selbst suchten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5105510" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11342318"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kontrollverlust-in-der-Ukraine-Warum-Militaer-KI-uns-bereits-entglitten-ist-11342318.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/5/5/1/0/atom-1F-1-80668a692eab639b.jpeg" alt="Roboterhand über rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Roboterhand über rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kontrollverlust in der Ukraine: Warum Militär-KI uns bereits entglitten ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Jede Stufe rechtfertigt die nächste: Arbeitet die Aufklärung in Sekunden, darf die Zielauswahl nicht Minuten brauchen; arbeitet die Zielauswahl in Sekunden, wird die menschliche Freigabe zum Flaschenhals. Am Ende stehen Systeme, die aufeinander reagieren, ohne dass ein Mensch dazwischenkommt, Angriff und Gegenangriff in Sekundenfolge. Der Hochfrequenzhandel kennt dafür den Flash Crash. Für den Krieg gibt es dasselbe Wort: Flash War.</p>
<p>Und diese Dynamik macht vor der nuklearen Ebene nicht halt. Das Friedensforschungsinstitut <a href="https://www.sipri.org/publications/2025/sipri-insights-peace-and-security/impact-military-artificial-intelligence-nuclear-escalation-risk" rel="external noopener" target="_blank">Sipri stellt fest</a>, dass militärische KI auch außerhalb der Atomwaffen Entscheidungszeiten verkürzt, dass undurchsichtige Empfehlungen eines KI-Systems Entscheider zum Handeln drängen und dass autonome Systeme mit Fähigkeiten gegen strategische Kräfte die Zweitschlagfähigkeit und damit das Gleichgewicht bedrohen.</p>
<p>Zwei Männer haben die Welt gerettet, indem sie nicht handelten: Wassili Archipow, der 1962 vor Kuba seine Zustimmung zum Abschuss eines Atomtorpedos verweigerte, und Stanislaw Petrow, der 1983 einen gemeldeten amerikanischen Raketenstart für einen Fehlalarm hielt. Ein Algorithmus, der eine Zielfunktion verfolgt, hätte in beiden Fällen gehandelt. Und je seltener Fehlalarme dank besserer Technik werden, desto eher wird der nächste <a href="https://www.telepolis.de/article/KI-Superintelligenz-Riskieren-Forscher-das-Ueberleben-der-Menschheit-11342482.html">für echt gehalten</a>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5105592" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11342482"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/KI-Superintelligenz-Riskieren-Forscher-das-Ueberleben-der-Menschheit-11342482.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/5/5/9/2/atom-1F-2-7e72193049c08ff4.jpeg" alt="Roboterhand über vergitterten rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Roboterhand über vergitterten rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">KI-Superintelligenz: Riskieren Forscher das Überleben der Menschheit?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>KI gehört nicht in die Gewaltkette</strong></h3>
<p>Hier schließt sich der Kreis zu Doonbeg. Trumps Satz setzt voraus, dass das Rennen ein Rennen ist: mit Strecke, Ziellinie und einem Sieger, der danach die Regeln macht. Die drei Mechanismen beschreiben etwas anderes.</p>
<p>Eine Fabrik, die bessere Fabriken baut, wächst nicht linear, sondern exponentiell. Politik dagegen arbeitet linear: Anhörung, Entwurf, Ausschuss, Abstimmung, Klage. Bernie Sanders und Greg Casar haben am 3. September <a href="https://www.sanders.senate.gov/press-releases/news-sanders-casar-introduce-legislation-to-ban-artificial-superintelligence-and-temporarily-pause-advanced-ai-development/" rel="external noopener" target="_blank">ein Gesetz angekündigt</a>, das Superintelligenz dauerhaft verbietet, die Entwicklung an der Grenze pausiert und Verstöße mit bis zu zwanzig Jahren Haft belegt.</p>
<p>Ob es je verabschiedet wird, weiß niemand. Sicher ist nur, dass ein Gesetz Jahre braucht und eine Verdopplung Monate. Dazu kommt, dass niemand den Stand des Rennens kennt. Bei KI und Cyberwaffen geht es um Software, die sich im Verborgenen entwickeln lässt; selbst die eigenen Fähigkeiten sind nur teilweise bekannt, weil man Cyberwaffen nicht in realer Umgebung testen kann.</p>
<p>"We're leading China" ist deshalb keine Lagemeldung, sondern eine Behauptung, mit der man begründet, nicht zu bremsen. Zwei Seiten, die sich beide für führend halten und beide nicht bremsen, sind das gefährlichste Format, das dieser Wettbewerb annehmen kann.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5067565" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11265354"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Transparenz-als-Trugschluss-Was-KI-in-der-Sicherheitspolitik-wirklich-leistet-11265354.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/7/5/6/5/auge-ruest-3422df0ac12d96e7.jpeg" alt="Auge mit Spiegelungeiner Atomrakete in Ring mit Kontakten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Auge mit Spiegelungeiner Atomrakete in Ring mit Kontakten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Transparenz als Trugschluss: Was KI in der Sicherheitspolitik wirklich leistet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Zu spät ist in dieser Logik kein Datum, sondern ein Zustand. Es ist der Moment, in dem Schmidts Hand am Stecker nichts mehr nützt, weil das System, wie Russell zeigt, gelernt hat, dass es abgeschaltet sein Ziel nicht erreicht, und weil es, wie Hinton sagt, Menschen überzeugen kann, es nicht zu tun. Man merkt diesen Moment nicht, wenn er eintritt, sondern erst danach.</p>
<p>David Sacks hat Amodei entgegnet, der einfachste Weg, keine Superintelligenz zu bauen, sei, sich darauf zu einigen, <a href="https://www.pbs.org/newshour/politics/trump-downplays-the-need-to-check-ai-development-and-says-he-doesnt-want-to-cede-edge-to-china" rel="external noopener" target="_blank">sie nicht zu bauen</a>. Der Satz war als Spott gemeint. Er beschreibt, was tatsächlich nötig wäre, nur dass Sacks es von konkurrierenden Firmen verlangt, die genau diese Selbstbindung nicht durchhalten können, und dass er den Staat, der sie durchsetzen könnte, aus der Pflicht nimmt.</p>
<p>Wenn ein Staat in der Verantwortung steht, Schaden von seinen Bürger abzuwehren und diese zu schützen, müsste er spätestens jetzt die Weiterentwicklung zu einer Superintelligenz stoppen.</p>
<p>Was nötig wäre, ist im Kern seit Langem bekannt. KI gehört nicht in die Gewaltkette: nicht in die Zielauswahl, nicht in die Befehlsgebung, nirgends in die nukleare Frühwarnung und Freigabe. Die Entwicklung an der Grenze des Machbaren braucht eine vereinbarte Pause, in der unabhängige Prüfer Zugang haben, so wie Amodei sie für sein eigenes Haus versprochen hat, nur verbindlich und für alle.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168177" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459301"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Militaer-Wie-ein-KI-Fehler-beinahe-einen-Krieg-mit-China-ausloeste-11459301.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6247" height="3510" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/1/7/7/shutterstock_2479584695-4be6a517c695cffb.jpeg" alt="AR-Headset im Militär" style="aspect-ratio:6247 / 3510"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6247" height="3510" alt="AR-Headset im Militär" style="aspect-ratio:6247 / 3510;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Militär: Wie ein KI-Fehler beinahe einen Krieg mit China auslöste</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Und weil sich Fähigkeiten in Software nicht zählen lassen, müssen Verfahren statt Objekte überprüft werden: Freigabeprozesse, Entscheidungsketten, Meldepflichten für Zwischenfälle wie den bei Hugging Face. Internationale Sicherheitspolitiker hatten einmal, z.B. im <a href="https://www.sipri.org/publications/1985/policies-common-security#:~:text=On%2025%20April%201982%20the%20Independent%20Commission%20on,a%20new%20term%20into%20the%20language%20of%20debate." rel="external noopener" target="_blank">Palme-Bericht</a> von 1982, verstanden, dass Sicherheit im Atomzeitalter nur mit dem Gegner zu haben ist, nicht gegen ihn.</p>
<p>Der INF-Vertrag beseitigte danach eine ganze Waffenklasse: Die USA und Russland vereinbarten, weltweit ihre landgestützten Nuklearraketen mit kürzerer und mittlerer Reichweite und deren infrastrukturelle Vorrichtungen zu zerstören.</p>
<p>Der Open Skies-Vertrag schuf Vertrauen durch Einblick, jährlich eine bestimmte Anzahl vereinbarter militärischer Beobachtungsflüge über dem Staatsgebiet anderer Open-Skies-Vertragsstaaten durchzuführen. Beide sind gekündigt oder ausgelaufen, Nachfolger gibt es keine.</p>
<p>Am Tag nach Trumps Auftritt rief Xi Jinping zu mehr <a href="https://www.cnn.com/2026/09/14/tech/china-trump-ai-explainer-intl-hnk" rel="external noopener" target="_blank">internationaler Zusammenarbeit</a> auf. Dass dieser Aufruf aus Peking kommt, beruhigt nicht. Es zeigt, wie billig ein Angebot inzwischen zu haben ist und wie teuer sein Ausschlagen wäre.</p>
<p>Am 20. September hat Trump nun doch noch eine Aufsichtsbehörde für KI, die "AI Force", angekündigt, fügte jedoch hinzu, dass sie keineswegs dafür sorgen dürfe, die aktuelle Weiterentwicklung zu behindern. Auch verzichtete er auf die Forderung, dass die so dringend benötigte internationale gemeinsame Sicherheitsstruktur in die Wege geleitet wird, denn genau das will er aufgrund seiner nationalchauvinistischen Sicht nicht.</p>
<div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12">
<p><strong>Zu den Autoren</strong></p><p><strong>Axel Fersen,</strong> friedenspolitisch engagierter Politikwissenschaftler und Autor zeitdiagnostischer Beiträge, Experte für digitale Transformation und Künstliche Intelligenz;</p><p>Vorstandsmitglied des Europa-Instituts für Sozial- und Gesundheitsforschung, Berlin.</p><p>Er koordiniert den <a href="https://www.erhard-eppler-kreis.de/uber-uns/" rel="external noopener" target="_blank">Erhard-Eppler-Kreis</a> und wirkt in der Studiengruppe Technikfolgenabschätzung der Digitalisierung der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) mit.</p><p><strong>Klaus Moegling, </strong>Prof. Dr. i.R.,<strong> </strong>Politikwissenschaftler, Friedensforscher und Soziologe; er lehrte u.a. an verschiedenen Universitäten und Institutionen der Lehrerbildung, zuletzt an der Universität Kassel als apl. Professor im Fb Gesellschaftswissenschaften; u.a. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Erhard-Eppler-Kreises.</p><p>Er ist Autor des Buches "Neuordnung. Ist eine friedliche und nachhaltig entwickelte Welt noch möglich?", das auf seiner Webseite in der 7. aktualisierten und erweiterten Auflage <a href="https://www.klaus-moegling.de/aktuelle-auflage-neuordnung/" rel="external noopener" target="_blank">frei lesbar</a> ist.</p><p>Er hat zusammen mit Josef Mühlbauer (Uni Graz) den Band "Wege zum Frieden. Perspektiven der kritischen Friedensforschung" herausgegeben (Mai 2026, Verlag Westfälisches Dampfboot) gedruckt und im <a href="https://www.dampfboot-verlag.de/de/buecher/wege-zum-frieden" rel="external noopener" target="_blank">open Access</a>.</p>
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2026-09-23T09:00:00.000Z
urn:bid:5169923
2026-09-23T08:00:00.000Z
Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit einer Aussage zu gesetzlicher und privater Krankenversicherung für Aufruhr gesorgt. Die Union ruderte schleunigst zurück.</p>
<p>Mit wenigen Worten hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag eine gesundheitspolitische Grundsatzdebatte ausgelöst. Auf einer Pressekonferenz <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/merz-duales-system-krankenkassen-100.html" rel="external noopener" target="_blank">erklärte er</a>, die Bevölkerung empfinde das Nebeneinander von gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) als "massives Problem" – und er teile diese Einschätzung. "Dann müssen wir daran etwas ändern", sagte er. Ohne Details zu nennen, verließ Merz die Pressekonferenz.</p>
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<p>Die Aussage traf insofern ins Mark, als die CDU sich in ihrem Grundsatzprogramm vor zwei Jahren noch ausdrücklich zum dualen System bekannt hatte. Jahrzehntelang hatte die Union eine Einheitsversicherung – wie sie SPD, Grüne und Linkspartei fordern – klar abgelehnt.</p>
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<h3 class="subheading">Parteiinterne Schadensbegrenzung</h3>
<p>Als die Unionsfraktion am Dienstag tagte, bemühten sich mehrere Vertreter prompt um "Schadensbegrenzung". Fraktionschef Thorsten Frei stellte vor dem Sitzungssaal klar, der Kanzler habe das System der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung "nicht infrage gestellt" – und das wäre "auch nicht unsere Politik".</p>
<p>CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann erklärte, Merz habe "ausdrücklich die Terminvergabe in den Mittelpunkt gestellt und nicht das gesamte System auf den Prüfstand" gestellt. Auch ein Regierungssprecher betonte gegenüber den Funke-Zeitungen, der Kanzler habe "gute Gründe für das bestehende System" anerkannt.</p>
<p>CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger mahnte, die Debatte über eine Abschaffung der PKV solle man den Grünen und der Linkspartei überlassen. Eine Einheitsversicherung verkürze keine Wartezeiten und sei verfassungsrechtlich äußerst schwierig umzusetzen, sagte er. Auch der bayerische Landtagsfraktionschef Klaus Holetscheck riet zur Vorsicht: "Ich finde, man muss immer gut nachdenken, bevor man neue Vorschläge macht."</p>
<h3 class="subheading">SPD wittert Momentum</h3>
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<p>Ganz anders die Reaktion beim Koalitionspartner SPD. Der gesundheitspolitische Sprecher Christos Pantazis begrüßte die Kanzlerworte ausdrücklich: "Wenn der Versicherungsstatus darüber entscheidet, wie schnell jemand einen Arzttermin erhält, wird dieses Vertrauen beschädigt."</p>
<p>SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sah in der Äußerung ein mögliches "Momentum, strukturell die Dinge auf den Weg zu bringen" – und meinte damit die seit Langem von der SPD geforderte Bürgerversicherung, ein gemeinsames Krankenversicherungssystem für alle. Auch der frühere SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach sprach von einer "Reform für mehr Gerechtigkeit" und plädierte dafür, sich schrittweise auf eine Bürgerversicherung zuzubewegen.</p>
<p>Inspiriert worden war Merz laut <em>Tagesschau</em>-Informationen von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der im CDU-Bundesvorstand bei der Aufarbeitung jüngster Wahlniederlagen das Thema Gerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung angesprochen hatte.</p>
<p>Eine Umfrage von Anfang des Jahres zeigt: Jeder vierte gesetzlich Versicherte wartet länger als einen Monat auf einen Facharzttermin, rund ein Drittel empfindet das als zu lang. Laumann betonte, ihm gehe es um eine bessere Patientensteuerung – nicht um die grundsätzliche Systemfrage. "Es darf nicht der Versicherungsstatus darüber entscheiden, wann ich einen Facharzttermin kriege", sagte er.</p>
<h3 class="subheading">Was könnte sich konkret ändern?</h3>
<p>Gesundheitsökonom Mathias Kifmann <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101447142/merz-ueber-gesundheitssystem-ende-der-privaten-krankenversicherung-.html" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete</a> Merz' Vorstoß gegenüber t-online als "klaren Signalwechsel" und "echte Überraschung", da die CDU das System in den vergangenen 20 Jahren nicht angetastet habe. Kifmann hält sogar ein Ende der PKV als Vollversicherung für denkbar – private Zusatzversicherungen für Leistungen wie Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer würden in einem solchen Szenario dagegen wachsen. Aktuell Privatversicherte müssten einen Bestandsschutz erhalten.</p>
<p>Dennoch rechnet Kifmann mit massivem Widerstand: Privatpatienten seien für Ärzte eine zentrale Einnahmequelle, für die Versicherungswirtschaft ein lukratives Langzeitgeschäft. Insbesondere vonseiten der Privatversicherer seien Klagewellen zu erwarten. Der Verband der Privaten Krankenversicherung warnte bereits, das duale System nicht infrage zu stellen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4250757" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9178592"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Reform-der-Krankenkassen-Auf-wen-hoehere-Beitraege-zukommen-koennten-9178592.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/2/5/0/7/5/7/stethoscope-g5963695fe_1280-014d7c4d5d57c5ae.jpeg" alt="Die Krankenkassen müssen reformiert werden. Heißt das auch: höhere Beiträge?" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Die Krankenkassen müssen reformiert werden. Heißt das auch: höhere Beiträge?" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Reform der Krankenkassen: Auf wen höhere Beiträge zukommen könnten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5064197" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11258678"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/GKV-Sparpaket-Was-Warkens-20-Milliarden-Plan-fuer-Versicherte-bedeutet-11258678.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5606" height="3150" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/4/1/9/7/shutterstock_2703259853-e0b2f25e5bc42a88.jpeg" alt="Ein Stethoskop liegt neben einem Taschenrechner und Quittungen auf einem Holztisch." style="aspect-ratio:5606 / 3150"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5606" height="3150" alt="Ein Stethoskop liegt neben einem Taschenrechner und Quittungen auf einem Holztisch." style="aspect-ratio:5606 / 3150;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">GKV-Sparpaket: Was Warkens 20-Milliarden-Plan für Versicherte bedeutet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine weniger weitreichende Maßnahme wäre laut Kifmann eine Anpassung der Ärztegebühren: Würde man die Honorare für Privatpatienten auf GKV-Niveau angleichen, sänke der Anreiz zur Bevorzugung von Privatpatienten. Allerdings würde dies das Problem nur teilweise lösen und das System "ad absurdum führen", da gesunde Gutverdiener sich dann in der PKV die Solidarbeiträge sparen könnten – bei nahezu identischer Versorgung.</p>
<p>Kifmann verweist deshalb auf einen übergreifenden Risikostrukturausgleich: Alle Versicherten würden einkommensabhängig in denselben Gesundheitsfonds einzahlen, der das Geld nach Gesundheitsrisiko an die Kassen zurückverteilt.</p>
<p>Eine Studie des Fachmagazins <em>BMC Health Services Research</em> <a href="https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/buergerversicherung-ein-traum-vieler-der-traum-bleiben-duerfte,VVvo52p" rel="external noopener" target="_blank">zeigt</a>, dass 79 Prozent der Deutschen ein einheitliches Gesundheitssystem befürworten.</p>
Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit einer Aussage zu gesetzlicher und privater Krankenversicherung für Aufruhr gesorgt. Die Union ruderte schleunigst zurück.</p>
<p>Mit wenigen Worten hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag eine gesundheitspolitische Grundsatzdebatte ausgelöst. Auf einer Pressekonferenz <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/merz-duales-system-krankenkassen-100.html" rel="external noopener" target="_blank">erklärte er</a>, die Bevölkerung empfinde das Nebeneinander von gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) als "massives Problem" – und er teile diese Einschätzung. "Dann müssen wir daran etwas ändern", sagte er. Ohne Details zu nennen, verließ Merz die Pressekonferenz.</p>
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<p>Die Aussage traf insofern ins Mark, als die CDU sich in ihrem Grundsatzprogramm vor zwei Jahren noch ausdrücklich zum dualen System bekannt hatte. Jahrzehntelang hatte die Union eine Einheitsversicherung – wie sie SPD, Grüne und Linkspartei fordern – klar abgelehnt.</p>
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<h3 class="subheading">Parteiinterne Schadensbegrenzung</h3>
<p>Als die Unionsfraktion am Dienstag tagte, bemühten sich mehrere Vertreter prompt um "Schadensbegrenzung". Fraktionschef Thorsten Frei stellte vor dem Sitzungssaal klar, der Kanzler habe das System der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung "nicht infrage gestellt" – und das wäre "auch nicht unsere Politik".</p>
<p>CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann erklärte, Merz habe "ausdrücklich die Terminvergabe in den Mittelpunkt gestellt und nicht das gesamte System auf den Prüfstand" gestellt. Auch ein Regierungssprecher betonte gegenüber den Funke-Zeitungen, der Kanzler habe "gute Gründe für das bestehende System" anerkannt.</p>
<p>CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger mahnte, die Debatte über eine Abschaffung der PKV solle man den Grünen und der Linkspartei überlassen. Eine Einheitsversicherung verkürze keine Wartezeiten und sei verfassungsrechtlich äußerst schwierig umzusetzen, sagte er. Auch der bayerische Landtagsfraktionschef Klaus Holetscheck riet zur Vorsicht: "Ich finde, man muss immer gut nachdenken, bevor man neue Vorschläge macht."</p>
<h3 class="subheading">SPD wittert Momentum</h3>
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<p>Ganz anders die Reaktion beim Koalitionspartner SPD. Der gesundheitspolitische Sprecher Christos Pantazis begrüßte die Kanzlerworte ausdrücklich: "Wenn der Versicherungsstatus darüber entscheidet, wie schnell jemand einen Arzttermin erhält, wird dieses Vertrauen beschädigt."</p>
<p>SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sah in der Äußerung ein mögliches "Momentum, strukturell die Dinge auf den Weg zu bringen" – und meinte damit die seit Langem von der SPD geforderte Bürgerversicherung, ein gemeinsames Krankenversicherungssystem für alle. Auch der frühere SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach sprach von einer "Reform für mehr Gerechtigkeit" und plädierte dafür, sich schrittweise auf eine Bürgerversicherung zuzubewegen.</p>
<p>Inspiriert worden war Merz laut <em>Tagesschau</em>-Informationen von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der im CDU-Bundesvorstand bei der Aufarbeitung jüngster Wahlniederlagen das Thema Gerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung angesprochen hatte.</p>
<p>Eine Umfrage von Anfang des Jahres zeigt: Jeder vierte gesetzlich Versicherte wartet länger als einen Monat auf einen Facharzttermin, rund ein Drittel empfindet das als zu lang. Laumann betonte, ihm gehe es um eine bessere Patientensteuerung – nicht um die grundsätzliche Systemfrage. "Es darf nicht der Versicherungsstatus darüber entscheiden, wann ich einen Facharzttermin kriege", sagte er.</p>
<h3 class="subheading">Was könnte sich konkret ändern?</h3>
<p>Gesundheitsökonom Mathias Kifmann <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101447142/merz-ueber-gesundheitssystem-ende-der-privaten-krankenversicherung-.html" rel="external noopener" target="_blank">bezeichnete</a> Merz' Vorstoß gegenüber t-online als "klaren Signalwechsel" und "echte Überraschung", da die CDU das System in den vergangenen 20 Jahren nicht angetastet habe. Kifmann hält sogar ein Ende der PKV als Vollversicherung für denkbar – private Zusatzversicherungen für Leistungen wie Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer würden in einem solchen Szenario dagegen wachsen. Aktuell Privatversicherte müssten einen Bestandsschutz erhalten.</p>
<p>Dennoch rechnet Kifmann mit massivem Widerstand: Privatpatienten seien für Ärzte eine zentrale Einnahmequelle, für die Versicherungswirtschaft ein lukratives Langzeitgeschäft. Insbesondere vonseiten der Privatversicherer seien Klagewellen zu erwarten. Der Verband der Privaten Krankenversicherung warnte bereits, das duale System nicht infrage zu stellen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4250757" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9178592"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Reform-der-Krankenkassen-Auf-wen-hoehere-Beitraege-zukommen-koennten-9178592.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/2/5/0/7/5/7/stethoscope-g5963695fe_1280-014d7c4d5d57c5ae.jpeg" alt="Die Krankenkassen müssen reformiert werden. Heißt das auch: höhere Beiträge?" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Die Krankenkassen müssen reformiert werden. Heißt das auch: höhere Beiträge?" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Reform der Krankenkassen: Auf wen höhere Beiträge zukommen könnten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5064197" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11258678"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/GKV-Sparpaket-Was-Warkens-20-Milliarden-Plan-fuer-Versicherte-bedeutet-11258678.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5606" height="3150" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/4/1/9/7/shutterstock_2703259853-e0b2f25e5bc42a88.jpeg" alt="Ein Stethoskop liegt neben einem Taschenrechner und Quittungen auf einem Holztisch." style="aspect-ratio:5606 / 3150"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5606" height="3150" alt="Ein Stethoskop liegt neben einem Taschenrechner und Quittungen auf einem Holztisch." style="aspect-ratio:5606 / 3150;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">GKV-Sparpaket: Was Warkens 20-Milliarden-Plan für Versicherte bedeutet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine weniger weitreichende Maßnahme wäre laut Kifmann eine Anpassung der Ärztegebühren: Würde man die Honorare für Privatpatienten auf GKV-Niveau angleichen, sänke der Anreiz zur Bevorzugung von Privatpatienten. Allerdings würde dies das Problem nur teilweise lösen und das System "ad absurdum führen", da gesunde Gutverdiener sich dann in der PKV die Solidarbeiträge sparen könnten – bei nahezu identischer Versorgung.</p>
<p>Kifmann verweist deshalb auf einen übergreifenden Risikostrukturausgleich: Alle Versicherten würden einkommensabhängig in denselben Gesundheitsfonds einzahlen, der das Geld nach Gesundheitsrisiko an die Kassen zurückverteilt.</p>
<p>Eine Studie des Fachmagazins <em>BMC Health Services Research</em> <a href="https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/buergerversicherung-ein-traum-vieler-der-traum-bleiben-duerfte,VVvo52p" rel="external noopener" target="_blank">zeigt</a>, dass 79 Prozent der Deutschen ein einheitliches Gesundheitssystem befürworten.</p>
2026-09-23T08:00:00.000Z
urn:bid:5169852
2026-09-23T07:00:00.000Z
Russlands Raffinerien liegen in Trümmern, die Straße von Hormus ist blockiert – und nun droht auch noch ein US-Exportstopp. Was das für Pendler bedeutet.</p>
<p>Der Moment an der Zapfsäule ist für Millionen Pendler zur Routine geworden: Die Zapfpistole klickt, der Blick fällt auf die Anzeige und der Betrag liegt deutlich über dem vom Januar. Rund 30 Euro mehr kostet eine 50-Liter-Tankfüllung Diesel inzwischen.</p>
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<p>Das Ende der Fahnenstange dürfte aber noch nicht erreicht sein, denn jetzt kommt ein Faktor hinzu, der neue Unsicherheit mit sich bringt: US-Präsident Donald Trump lässt prüfen, ob die USA ihre Diesel-Exporte stoppen. Für Europa wäre das ein empfindlicher Schlag, denn der Kontinent lebt inzwischen von diesen Lieferungen.</p>
<p>Nach <a href="https://www.reuters.com/world/us/trump-says-he-backs-idea-ban-diesel-exports-2026-09-22/" rel="external noopener" target="_blank">Äußerungen des US-Präsidenten</a> vom 22. September hat er seine Regierung angewiesen, ein Exportverbot zu prüfen. Finanzminister Scott Bessent spricht von einem vollständigen oder teilweisen Stopp.</p>
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<p>Der Grund dafür liegt in Washington selbst: Am 3. November wählen die Amerikaner einen neuen Kongress, in dem die Republikaner ihre Mehrheiten in beiden Kammern verteidigen wollen – und teurer Sprit ist schlechte Wahlwerbung. Diesel kostet inzwischen in den USA <a href="https://www.eia.gov/dnav/pet/PET_PRI_GND_A_EPD2D_PTE_DPGAL_W.htm" rel="external noopener" target="_blank">im Schnitt 6,53 US-Dollar je Gallone</a>, was ein Rekord ist. Zudem sind die Lagerbestände auf 96,97 Millionen Barrel gefallen, fast 13 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt.</p>
<p>Die steigenden Preise an der Zapfsäule sind nur das Offensichtliche, ihre Wirkung reicht weiter, denn sie treiben die Inflation. Die Produktion von Lebensmitteln etwa würde teurer, weil landwirtschaftliche Maschinen oft mit Diesel betrieben werden. Aber auch der Transport von Lebensmitteln oder industriellen Gütern würde teurer.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Drohnen und blockierte Seewege</strong></h3>
<p>Dass Diesel weltweit knapp ist, hat zwei Ursachen.</p>
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<p>Die erste liegt in Russland: Ukrainische Drohnen treffen dort laut <a href="https://www.iea.org/commentaries/russian-refining-sector-struggles-amid-intensifying-ukrainian-attacks" rel="external noopener" target="_blank">Analyse der Internationalen Energieagentur</a> (IEA) in den ersten acht Monaten dieses Jahres im Schnitt alle drei Tage eine Raffinerie.</p>
<p>Es verwundert nicht, dass die Diesel-Produktion dadurch zurückgegangen ist. Im Juni fiel der Durchsatz der Raffinerien laut IEA auf 3,8 Millionen Barrel pro Tag, was etwa dem niedrigste Wert seit über 20 Jahren entspricht. Die Diesel-Produktion sank dadurch um fast 30 Prozent.</p>
<p>Verschlimmert wird die Situation dadurch, dass vor allem die komplexen Anlagen getroffen wurden, die hochwertigen Diesel erzeugen. Deren Reparatur dauert sechs bis acht Monate. Seit Juli exportiert Russland so gut wie keinen Diesel mehr, früher ging etwa die Hälfte der Produktion ins Ausland.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4900347" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10492858"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/EU-Sanktionen-gegen-Russland-Droht-jetzt-Diesel-Knappheit-in-Europa-10492858.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8772" height="4929" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/0/3/4/7/shutterstock_2413013219-8de0308642432361.jpeg" alt="Nahaufnahme von Diesel- und Benzinpistolen an einer Tankstelle. Die Kraftstoffkrise hält an und die Kraftstoffkosten steigen" style="aspect-ratio:8772 / 4929"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8772" height="4929" alt="Nahaufnahme von Diesel- und Benzinpistolen an einer Tankstelle. Die Kraftstoffkrise hält an und die Kraftstoffkosten steigen" style="aspect-ratio:8772 / 4929;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">EU-Sanktionen gegen Russland: Droht jetzt Diesel-Knappheit in Europa?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die zweite Ursache ist der Krieg zwischen den USA und dem Iran. Er behindert den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Die Golfstaaten verschifften <a href="https://www.iea.org/reports/oil-market-report-september-2026?language=de" rel="external noopener" target="_blank">laut IEA</a> im August nur noch 390.000 Barrel Diesel und Gasöl pro Tag, was gut einem Viertel der Menge entspricht, die vor dem Überfall auf den Iran aus der Region stammte.</p>
<p>Wie sehr das die Weltmärkte durchschüttelt, zeigt der <em>Telepolis</em>-Hintergrund <a href="https://heise-cms.de/exec/mainmenu.pl?sid=9ccc2793482bb229589ae66f346643d0&rm=open_article_id&bid=5166089" rel="external noopener" target="_blank">zum Preisschock an der Zapfsäule</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Warum es Europa härter trifft</strong></h3>
<p>Europa steht in dieser Krise besonders exponiert da: 38 Prozent aller Pkw in der EU fahren mit Diesel, was ein Erbe jahrzehntelanger Förderpolitik ist.</p>
<p>Der <a href="https://www.transportenvironment.org/articles/europe-paying-eur200-million-a-day-diesel-premium-report-shows" rel="external noopener" target="_blank">Verband Transport & Environment rechnet</a> zum Diesel-Aufschlag vor, dass die EU täglich 203 Millionen Euro zusätzlich für Diesel zahlt. Ein einzelner Tankvorgang kostet demnach europaweit etwa 19 Euro mehr als vor der Krise; in Deutschland summiert sich der Aufschlag bei einem 50-Liter-Tank auf rund 30 Euro. Speditionen zahlen 236 Euro mehr pro Woche und Fahrzeug. Die Ölkonzerne verdienen daran: Acht große Konzerne strichen laut T&E im ersten Halbjahr 2026 allein in der EU 7,5 Milliarden Euro Übergewinne ein.</p>
<p>In Deutschland lag der Tagesdurchschnitt laut ADAC <a href="https://heise-cms.de/exec/mainmenu.pl?sid=9ccc2793482bb229589ae66f346643d0&rm=open_article_id&bid=5166807" rel="external noopener" target="_blank">am 16. September bei 2,453 Euro pro Liter</a>, was ebenfalls ein historischer Höchstwert ist.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3536000" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7078621"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Was-sanktioniert-die-EU-in-Russland-7078621.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/3/6/0/0/0/oil-sanktion2_ho-b825c387c8039994.png" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Was sanktioniert die EU in Russland?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Gleichzeitig hängt die EU am amerikanischen Tropf: 18,8 Prozent ihrer Erdölimporte kamen laut Eurostat im zweiten Quartal 2026 aus den USA, mehr als aus Norwegen oder Kasachstan.</p>
<p>Sollten die USA nun den Export von Diesel verbieten, dann könnte dies zwar den Preis in den USA drücken, aber die europäischen Staaten würde es besonders treffen. Oder, wie Jim Mitchell von Wood Mackenzie gegenüber <em>Reuters</em> betonte: Europa ist strukturell abhängig von Dieselimporten und ein Exportverbot würde einigen Verbündeten der USA erheblichen Schaden zufügen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Widerstand in Washington, Notpläne in Paris</strong></h3>
<p>Ob der Exportstopp überhaupt kommt, ist offen.</p>
<p>Das <a href="https://www.api.org/news-policy-and-issues/news/2026/09/22/api-statement-on-potential-us-diesel-export-ban" rel="external noopener" target="_blank">American Petroleum Institute</a> argumentiert, die Raffinerien an der Golfküste produzierten weit mehr Diesel, als die Region benötigt. Und dieser Überschuss lasse sich kaum in andere Landesteile transportieren. Fielen die Exporte weg, müssten die Anlagen ihre Produktion drosseln – und dann würde auch Benzin knapper.</p>
<p>Energieminister Chris Wright sagte laut <em>Reuters</em>, man brauche „mehr Angebot, nicht weniger“. Der Energieökonom Philip Verleger hält bei einem Exportverbot einen weltweiten Anstieg der Dieselpreise um bis zu 100 Prozent für möglich.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4945506" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10671492"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukrainische-Angriffe-auf-russische-Oel-Infrastruktur-treiben-Erdoelpreise-in-die-Hoehe-10671492.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="960" height="540" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/5/5/0/6/oildrop_ho-3b904ba5a7390f1d.png" alt="Erdöl-Tropfen mit Dollarzeichen, im Hintergrund Bohrtürme - Symbolik für steigende Ölpreise." style="aspect-ratio:960 / 540"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="960" height="540" alt="Erdöl-Tropfen mit Dollarzeichen, im Hintergrund Bohrtürme - Symbolik für steigende Ölpreise." style="aspect-ratio:960 / 540;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukrainische Angriffe auf russische Öl-Infrastruktur treiben Erdölpreise in die Höhe</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Europa sucht eigene Wege. Frankreichs Präsident <a href="https://www.ft.com/content/76b51a19-0387-4eed-a343-980b1135de2c?syn-25a6b1a6=1" rel="external noopener" target="_blank">Emmanuel Macron fordert</a> laut <em>Financial Times</em>, die EU-Kraftstoffstandards vorübergehend zu lockern und statt B7 den Kraftstoff B10 mit zehn Prozent Biodiesel zuzulassen. Französische Raffinerien könnten ihre Produktion so um 5 bis 20 Prozent steigern.</p>
<p>Die EU-Kommission verweist darauf, dass die Preise volatil bleiben, solange Europa fossile Brennstoffe importiert.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was Pendler kurzfristig tun können</strong></h3>
<p>Auf schnelle politische Entlastung sollte allerdings niemand wetten. Die IEA setzt deshalb auf die Nachfrageseite: 10 km/h langsamer auf der Autobahn, vorausschauendes Fahren, Fahrgemeinschaften und Telearbeit, wo der Job es zulässt. T&E schätzt, dass solche Maßnahmen bis zu 15 Prozent der Dieselnachfrage einsparen könnten.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3565897" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7153896"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Sanktionen-gegen-Russland-Die-Top-Ten-des-Scheiterns-7153896.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1398" height="785" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/6/5/8/9/7/Gazprom-d98931ae794920e7.jpeg" style="aspect-ratio:1398 / 785"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1398" height="785" style="aspect-ratio:1398 / 785;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Sanktionen gegen Russland: Die Top Ten des Scheiterns</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein Umstieg aufs E-Auto hilft kurzfristig kaum – rund 30 Prozent der europäischen Dieselflotte sind älter als 15 Jahre.</p>
<p>T&E fordert daher Abwrackprämien für alte Diesel und gezielte Hilfen für Haushalte mit kleinem Einkommen statt pauschaler Steuersenkungen, die die Kosten nur auf die Steuerzahler verlagern.</p>
Russlands Raffinerien liegen in Trümmern, die Straße von Hormus ist blockiert – und nun droht auch noch ein US-Exportstopp. Was das für Pendler bedeutet.</p>
<p>Der Moment an der Zapfsäule ist für Millionen Pendler zur Routine geworden: Die Zapfpistole klickt, der Blick fällt auf die Anzeige und der Betrag liegt deutlich über dem vom Januar. Rund 30 Euro mehr kostet eine 50-Liter-Tankfüllung Diesel inzwischen.</p>
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<p>Das Ende der Fahnenstange dürfte aber noch nicht erreicht sein, denn jetzt kommt ein Faktor hinzu, der neue Unsicherheit mit sich bringt: US-Präsident Donald Trump lässt prüfen, ob die USA ihre Diesel-Exporte stoppen. Für Europa wäre das ein empfindlicher Schlag, denn der Kontinent lebt inzwischen von diesen Lieferungen.</p>
<p>Nach <a href="https://www.reuters.com/world/us/trump-says-he-backs-idea-ban-diesel-exports-2026-09-22/" rel="external noopener" target="_blank">Äußerungen des US-Präsidenten</a> vom 22. September hat er seine Regierung angewiesen, ein Exportverbot zu prüfen. Finanzminister Scott Bessent spricht von einem vollständigen oder teilweisen Stopp.</p>
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<p>Der Grund dafür liegt in Washington selbst: Am 3. November wählen die Amerikaner einen neuen Kongress, in dem die Republikaner ihre Mehrheiten in beiden Kammern verteidigen wollen – und teurer Sprit ist schlechte Wahlwerbung. Diesel kostet inzwischen in den USA <a href="https://www.eia.gov/dnav/pet/PET_PRI_GND_A_EPD2D_PTE_DPGAL_W.htm" rel="external noopener" target="_blank">im Schnitt 6,53 US-Dollar je Gallone</a>, was ein Rekord ist. Zudem sind die Lagerbestände auf 96,97 Millionen Barrel gefallen, fast 13 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt.</p>
<p>Die steigenden Preise an der Zapfsäule sind nur das Offensichtliche, ihre Wirkung reicht weiter, denn sie treiben die Inflation. Die Produktion von Lebensmitteln etwa würde teurer, weil landwirtschaftliche Maschinen oft mit Diesel betrieben werden. Aber auch der Transport von Lebensmitteln oder industriellen Gütern würde teurer.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Drohnen und blockierte Seewege</strong></h3>
<p>Dass Diesel weltweit knapp ist, hat zwei Ursachen.</p>
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<p>Die erste liegt in Russland: Ukrainische Drohnen treffen dort laut <a href="https://www.iea.org/commentaries/russian-refining-sector-struggles-amid-intensifying-ukrainian-attacks" rel="external noopener" target="_blank">Analyse der Internationalen Energieagentur</a> (IEA) in den ersten acht Monaten dieses Jahres im Schnitt alle drei Tage eine Raffinerie.</p>
<p>Es verwundert nicht, dass die Diesel-Produktion dadurch zurückgegangen ist. Im Juni fiel der Durchsatz der Raffinerien laut IEA auf 3,8 Millionen Barrel pro Tag, was etwa dem niedrigste Wert seit über 20 Jahren entspricht. Die Diesel-Produktion sank dadurch um fast 30 Prozent.</p>
<p>Verschlimmert wird die Situation dadurch, dass vor allem die komplexen Anlagen getroffen wurden, die hochwertigen Diesel erzeugen. Deren Reparatur dauert sechs bis acht Monate. Seit Juli exportiert Russland so gut wie keinen Diesel mehr, früher ging etwa die Hälfte der Produktion ins Ausland.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4900347" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10492858"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/EU-Sanktionen-gegen-Russland-Droht-jetzt-Diesel-Knappheit-in-Europa-10492858.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8772" height="4929" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/0/3/4/7/shutterstock_2413013219-8de0308642432361.jpeg" alt="Nahaufnahme von Diesel- und Benzinpistolen an einer Tankstelle. Die Kraftstoffkrise hält an und die Kraftstoffkosten steigen" style="aspect-ratio:8772 / 4929"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8772" height="4929" alt="Nahaufnahme von Diesel- und Benzinpistolen an einer Tankstelle. Die Kraftstoffkrise hält an und die Kraftstoffkosten steigen" style="aspect-ratio:8772 / 4929;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">EU-Sanktionen gegen Russland: Droht jetzt Diesel-Knappheit in Europa?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die zweite Ursache ist der Krieg zwischen den USA und dem Iran. Er behindert den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Die Golfstaaten verschifften <a href="https://www.iea.org/reports/oil-market-report-september-2026?language=de" rel="external noopener" target="_blank">laut IEA</a> im August nur noch 390.000 Barrel Diesel und Gasöl pro Tag, was gut einem Viertel der Menge entspricht, die vor dem Überfall auf den Iran aus der Region stammte.</p>
<p>Wie sehr das die Weltmärkte durchschüttelt, zeigt der <em>Telepolis</em>-Hintergrund <a href="https://heise-cms.de/exec/mainmenu.pl?sid=9ccc2793482bb229589ae66f346643d0&rm=open_article_id&bid=5166089" rel="external noopener" target="_blank">zum Preisschock an der Zapfsäule</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Warum es Europa härter trifft</strong></h3>
<p>Europa steht in dieser Krise besonders exponiert da: 38 Prozent aller Pkw in der EU fahren mit Diesel, was ein Erbe jahrzehntelanger Förderpolitik ist.</p>
<p>Der <a href="https://www.transportenvironment.org/articles/europe-paying-eur200-million-a-day-diesel-premium-report-shows" rel="external noopener" target="_blank">Verband Transport & Environment rechnet</a> zum Diesel-Aufschlag vor, dass die EU täglich 203 Millionen Euro zusätzlich für Diesel zahlt. Ein einzelner Tankvorgang kostet demnach europaweit etwa 19 Euro mehr als vor der Krise; in Deutschland summiert sich der Aufschlag bei einem 50-Liter-Tank auf rund 30 Euro. Speditionen zahlen 236 Euro mehr pro Woche und Fahrzeug. Die Ölkonzerne verdienen daran: Acht große Konzerne strichen laut T&E im ersten Halbjahr 2026 allein in der EU 7,5 Milliarden Euro Übergewinne ein.</p>
<p>In Deutschland lag der Tagesdurchschnitt laut ADAC <a href="https://heise-cms.de/exec/mainmenu.pl?sid=9ccc2793482bb229589ae66f346643d0&rm=open_article_id&bid=5166807" rel="external noopener" target="_blank">am 16. September bei 2,453 Euro pro Liter</a>, was ebenfalls ein historischer Höchstwert ist.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3536000" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7078621"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Was-sanktioniert-die-EU-in-Russland-7078621.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/3/6/0/0/0/oil-sanktion2_ho-b825c387c8039994.png" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Was sanktioniert die EU in Russland?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Gleichzeitig hängt die EU am amerikanischen Tropf: 18,8 Prozent ihrer Erdölimporte kamen laut Eurostat im zweiten Quartal 2026 aus den USA, mehr als aus Norwegen oder Kasachstan.</p>
<p>Sollten die USA nun den Export von Diesel verbieten, dann könnte dies zwar den Preis in den USA drücken, aber die europäischen Staaten würde es besonders treffen. Oder, wie Jim Mitchell von Wood Mackenzie gegenüber <em>Reuters</em> betonte: Europa ist strukturell abhängig von Dieselimporten und ein Exportverbot würde einigen Verbündeten der USA erheblichen Schaden zufügen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Widerstand in Washington, Notpläne in Paris</strong></h3>
<p>Ob der Exportstopp überhaupt kommt, ist offen.</p>
<p>Das <a href="https://www.api.org/news-policy-and-issues/news/2026/09/22/api-statement-on-potential-us-diesel-export-ban" rel="external noopener" target="_blank">American Petroleum Institute</a> argumentiert, die Raffinerien an der Golfküste produzierten weit mehr Diesel, als die Region benötigt. Und dieser Überschuss lasse sich kaum in andere Landesteile transportieren. Fielen die Exporte weg, müssten die Anlagen ihre Produktion drosseln – und dann würde auch Benzin knapper.</p>
<p>Energieminister Chris Wright sagte laut <em>Reuters</em>, man brauche „mehr Angebot, nicht weniger“. Der Energieökonom Philip Verleger hält bei einem Exportverbot einen weltweiten Anstieg der Dieselpreise um bis zu 100 Prozent für möglich.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4945506" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10671492"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukrainische-Angriffe-auf-russische-Oel-Infrastruktur-treiben-Erdoelpreise-in-die-Hoehe-10671492.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="960" height="540" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/5/5/0/6/oildrop_ho-3b904ba5a7390f1d.png" alt="Erdöl-Tropfen mit Dollarzeichen, im Hintergrund Bohrtürme - Symbolik für steigende Ölpreise." style="aspect-ratio:960 / 540"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="960" height="540" alt="Erdöl-Tropfen mit Dollarzeichen, im Hintergrund Bohrtürme - Symbolik für steigende Ölpreise." style="aspect-ratio:960 / 540;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukrainische Angriffe auf russische Öl-Infrastruktur treiben Erdölpreise in die Höhe</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Europa sucht eigene Wege. Frankreichs Präsident <a href="https://www.ft.com/content/76b51a19-0387-4eed-a343-980b1135de2c?syn-25a6b1a6=1" rel="external noopener" target="_blank">Emmanuel Macron fordert</a> laut <em>Financial Times</em>, die EU-Kraftstoffstandards vorübergehend zu lockern und statt B7 den Kraftstoff B10 mit zehn Prozent Biodiesel zuzulassen. Französische Raffinerien könnten ihre Produktion so um 5 bis 20 Prozent steigern.</p>
<p>Die EU-Kommission verweist darauf, dass die Preise volatil bleiben, solange Europa fossile Brennstoffe importiert.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was Pendler kurzfristig tun können</strong></h3>
<p>Auf schnelle politische Entlastung sollte allerdings niemand wetten. Die IEA setzt deshalb auf die Nachfrageseite: 10 km/h langsamer auf der Autobahn, vorausschauendes Fahren, Fahrgemeinschaften und Telearbeit, wo der Job es zulässt. T&E schätzt, dass solche Maßnahmen bis zu 15 Prozent der Dieselnachfrage einsparen könnten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3565897" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7153896"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Sanktionen-gegen-Russland-Die-Top-Ten-des-Scheiterns-7153896.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1398" height="785" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/6/5/8/9/7/Gazprom-d98931ae794920e7.jpeg" style="aspect-ratio:1398 / 785"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1398" height="785" style="aspect-ratio:1398 / 785;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Sanktionen gegen Russland: Die Top Ten des Scheiterns</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein Umstieg aufs E-Auto hilft kurzfristig kaum – rund 30 Prozent der europäischen Dieselflotte sind älter als 15 Jahre.</p>
<p>T&E fordert daher Abwrackprämien für alte Diesel und gezielte Hilfen für Haushalte mit kleinem Einkommen statt pauschaler Steuersenkungen, die die Kosten nur auf die Steuerzahler verlagern.</p>
2026-09-23T07:00:00.000Z
urn:bid:5168460
2026-09-23T06:00:00.000Z
Forscher der NUIST zeigen: Seit China Aerosole reduziert, hat sich der Anstieg extremer Regenfälle verachtfacht. Auch die globale Erwärmung beschleunigt sich.</p>
<p>China hat seine Aerosolbelastung seit den 2010er Jahren durch strengere Luftreinhaltemaßnahmen deutlich gesenkt. Erhöhter Umweltschutz und die dadurch sinkende Zahl an Aerosolen<strong> </strong>in der Luft<strong> </strong>könnten<strong> </strong>in China<strong> </strong>zu einem erhöhten Starkregenrisiko geführt haben.</p>
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<p>Was zunächst verblüfft, stützen Messdaten und Klimamodelle inzwischen. Weniger Schwebeteilchen lassen Wolkentröpfchen wachsen und verändern die atmosphärische Dynamik, wodurch besonders starke Regenfälle begünstigt werden können.</p>
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<p>Forscher der Nanjing University of Information Science and Technology (<a href="https://en.nuist.edu.cn/mainm.htm" rel="external noopener" target="_blank">NUIST</a>) um Aili Zou und Yang Yang haben nun untersucht, wie sich Extremniederschläge in China während der warmen Monate Mai bis September von 2000 bis 2023 verändert haben. Dazu kombinierten sie Beobachtungs- und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reanalyse_(Meteorologie)" rel="external noopener" target="_blank">Reanalysedaten</a> mit Klimamodellen, in denen sich die Einflüsse von Aerosolen und Kohlendioxid getrennt betrachten lassen.</p>
<p>Somit zeigte sich, dass die geringere anthropogene Luftverschmutzung in China die Gefahr von Starkregen in jüngster Zeit deutlich erhöht hat. Zwischen 2000 und 2010 nahmen extreme Regenfälle in China um 2,88 Millimeter pro Jahrzehnt zu. Zwischen 2010 und 2023 waren es laut einer <a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2024GL113887" rel="external noopener" target="_blank">Analyse</a> im Fachmagazin <em>Geophysical Research Letters</em> bereits 22,88 Millimeter pro Jahrzehnt, also etwa achtmal so viel. Rund die Hälfte dieser Beschleunigung – 9,2 Millimeter pro Jahrzehnt – schreiben die Forscher dem Aerosolrückgang zu.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die chinesische Reduzierung der Umweltbelastungen beschleunigt Klimawandel</strong></h3>
<p>Neben dem gesteigerten Starkregenrisiko in China könnte der deutliche Rückgang von menschengemachten Aerosolen auch dafür gesorgt haben, dass die <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weniger-ausstoss-von-aerosolen-in-china-fuehrt-zu-hitze-im-nordpazifik-a-52949ec6-37c6-46f6-8664-ab4b5bd64b3d" rel="external noopener" target="_blank">Meeresoberflächentemperaturen</a> im Nordpazifik zwischen 2010 und 2020 stark angestiegen sind. Diesen Zusammenhang will ein internationales Forscherteam durch die Analyse von Messdaten und mithilfe von Computersimulationen entdeckt haben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4950314" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10712234"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Laengere-Duerren-staerkerer-Regen-globaler-Wasserkreislauf-im-Chaos-10712234.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/0/3/1/4/earthdrop-39a4f431a154f494.jpeg" alt="Globus als Wassertropfen Umringt con blauem und rotem Pfeil" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Globus als Wassertropfen Umringt con blauem und rotem Pfeil" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Längere Dürren, stärkerer Regen – globaler Wasserkreislauf im Chaos</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4679294" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9959228"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Folgen-des-Klimawandels-Hochwasserschaeden-werden-haeufiger-und-teurer-9959228.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/7/9/2/9/4/hochwasser-muster_Zeichenfla__che_1-3e2ed760c17d108c.jpeg" alt="Wellen und Pegel-Latten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Wellen und Pegel-Latten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Folgen des Klimawandels: Hochwasserschäden werden häufiger und teurer</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung in China und anderen Teilen Ostasiens könnten laut einer im Fachjournal <em>Communications Earth & Environment</em> veröffentlichten <a href="https://www.nature.com/articles/s43247-025-02527-3" rel="external noopener" target="_blank">Arbeit</a> die globale Erwärmung beschleunigt haben, weil die Aerosol-Emissionen stark zurückgingen. Die winzigen Partikel streuen und absorbieren Sonnenlicht, ihnen wird ein kühlender Effekt zugeschrieben.</p>
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<p>Das Team um Bjørn Samset vom norwegischen <a href="https://cicero.oslo.no/en" rel="external noopener" target="_blank">Center for International Climate Research</a> in Oslo schreibt dem Phänomen seit 2010 einen zusätzlichen Temperaturanstieg von etwa 0,05 Grad Celsius pro Jahrzehnt zu.</p>
<p>Die Umsetzung strenger Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Ostasien führte offensichtlich zu einer Reduktion der Emissionen von Schwefeldioxid um etwa 75 Prozent. Dabei handelt es sich um einen der Hauptbestandteile von Aerosolen, die heute maßgeblich zur Abkühlung der Erde beitragen.</p>
<p>Schwefeldioxid entsteht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und durch Vulkanausbrüche. Es ist ein Vorläufer von Sulfat-Aerosolen, die das Sonnenlicht streuen oder absorbieren können.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4619937" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9774790"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Geoengineering-in-der-Klimakrise-Kuehler-in-den-USA-heisser-in-Europa-9774790.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="719" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/1/9/9/3/7/sea-7498910_1280-530dc21afaad7ec1.jpeg" alt="Meereswolken " style="aspect-ratio:1280 / 719"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="719" alt="Meereswolken " style="aspect-ratio:1280 / 719;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Geoengineering in der Klimakrise: Kühler in den USA, heißer in Europa?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Nachteil dieser Partikel: Sie schaden Pflanzen, Tieren und Menschen. Bevor Chinas Politik zur Verbesserung der Luftqualität umgesetzt wurde, war die Luftverschmutzung, die als Smog die großen Metropolen verdunkelte, eine der Hauptursachen für viele vorzeitige Todesfälle im Land.</p>
<p>Die Reduktion von Luftverschmutzung bringt einerseits klare gesundheitliche Vorteile, aber wenn man parallel dazu nicht auch CO2 reduziert, entfernt man eine bestehende Schutzschicht gegen den Klimawandel, erklärte <a href="https://www.nature.com/articles/s43247-025-02527-3" rel="external noopener" target="_blank">Robert Allen</a>, Klimatologe an der University of California in Riverside und Koautor der oben genannten Studie.</p>
<p>Es sei daher wichtig, nicht nur die Luftqualität zu verbessern, sondern gleichzeitig auch die Emissionen von Treibhausgasen zu senken. Der weitere ungebremste Einsatz fossiler Energieträger wirkt kontraproduktiv, eine konsequente Dekarbonisierung erscheint somit unvermeidlich.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Der steigende Einsatz fossiler Energieträger wird auf Dauer zum Problem</strong></h3>
<p>Zwar soll laut Pariser Klimaabkommen die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzt werden, aber gleichzeitig wollen die <a href="https://productiongap.org/2025report/" rel="external noopener" target="_blank">20 größten Förderer fossiler Energien</a> mehr Kohle, Erdgas und Erdöl auf den Markt werfen.</p>
<p>Und wenn die Stromerzeugung durch Gas jetzt fest eingeplant wird, besteht ein nicht unerhebliches Risiko, den Bezug großer Gasmengen und damit höhere Emissionen langfristig festzuschreiben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164425" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11451929"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gaskraftwerke-Erste-Ausschreibung-ueberzeichnet-doch-Probleme-beginnen-erst-11451929.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/4/2/5/gaskraft-897277a42e4424d4.jpeg" alt="Gaskraftwerk und Stecker mit Euro-Zeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gaskraftwerk und Stecker mit Euro-Zeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gaskraftwerke: Erste Ausschreibung überzeichnet – doch Probleme beginnen erst</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5072751" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11274831"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Milliarden-fuer-Kraftwerke-die-moeglichst-nie-laufen-sollen-11274831.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/2/7/5/1/gaspeicherneu-detail-2-586d298fb52a7f56.jpeg" alt="Gastank vor 100-Euro-Schein mit Katherina Reiche-Porträt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gastank vor 100-Euro-Schein mit Katherina Reiche-Porträt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Milliarden für Kraftwerke, die möglichst nie laufen sollen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Idee, Erdgas durch Wasserstoff zu ersetzen, klingt zwar auf den ersten Blick verlockend, wenn jedoch die Stromerzeugung aus Erneuerbaren nicht deutlich gesteigert wird, dürfte die <a href="https://www.mdr.de/wissen/naturwissenschaften-technik/wofuer-wasserstoff-wann-und-wo-mit-verzoegerung-,wasserstoff-248.html?utm_source=firefox-newtab-de-de" rel="external noopener" target="_blank">Umstellung auf Wasserstoff</a> eine unbezahlbare Utopie bleiben.</p>
<p><a href="https://www.tagesschau.de/wissen/klima/fossile-brennstoffe-klimaziele-energieproduktion-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Pao-Yu Oei</a>, der an der Universität Flensburg zum fossilen Ausstieg forscht, erläutert:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Hätten die Investoren erst mal viel Geld in neue fossile Infrastruktur gesteckt, wollten sie die auch lange nutzen. Das werde den nötigen Ausstieg erschweren."</p>
<p>Auch die Idee, durch die gezielte Freisetzung von Schwefeldioxid in der Stratosphäre im Rahmen des solaren <a href="https://www.mpg.de/16569676/geoengineering" rel="external noopener" target="_blank">Geoengineerings</a>, die Erderwärmung durch die Reflexion von Sonnenlicht kurzfristig abzuschwächen, erscheint in der Praxis nicht nur wenig hilfreich, sondern <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/internationale-klimapolitik/geoengineering" rel="external noopener" target="_blank">durchaus gefährlich</a>.</p>
Forscher der NUIST zeigen: Seit China Aerosole reduziert, hat sich der Anstieg extremer Regenfälle verachtfacht. Auch die globale Erwärmung beschleunigt sich.</p>
<p>China hat seine Aerosolbelastung seit den 2010er Jahren durch strengere Luftreinhaltemaßnahmen deutlich gesenkt. Erhöhter Umweltschutz und die dadurch sinkende Zahl an Aerosolen<strong> </strong>in der Luft<strong> </strong>könnten<strong> </strong>in China<strong> </strong>zu einem erhöhten Starkregenrisiko geführt haben.</p>
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<p>Was zunächst verblüfft, stützen Messdaten und Klimamodelle inzwischen. Weniger Schwebeteilchen lassen Wolkentröpfchen wachsen und verändern die atmosphärische Dynamik, wodurch besonders starke Regenfälle begünstigt werden können.</p>
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<p>Forscher der Nanjing University of Information Science and Technology (<a href="https://en.nuist.edu.cn/mainm.htm" rel="external noopener" target="_blank">NUIST</a>) um Aili Zou und Yang Yang haben nun untersucht, wie sich Extremniederschläge in China während der warmen Monate Mai bis September von 2000 bis 2023 verändert haben. Dazu kombinierten sie Beobachtungs- und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reanalyse_(Meteorologie)" rel="external noopener" target="_blank">Reanalysedaten</a> mit Klimamodellen, in denen sich die Einflüsse von Aerosolen und Kohlendioxid getrennt betrachten lassen.</p>
<p>Somit zeigte sich, dass die geringere anthropogene Luftverschmutzung in China die Gefahr von Starkregen in jüngster Zeit deutlich erhöht hat. Zwischen 2000 und 2010 nahmen extreme Regenfälle in China um 2,88 Millimeter pro Jahrzehnt zu. Zwischen 2010 und 2023 waren es laut einer <a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2024GL113887" rel="external noopener" target="_blank">Analyse</a> im Fachmagazin <em>Geophysical Research Letters</em> bereits 22,88 Millimeter pro Jahrzehnt, also etwa achtmal so viel. Rund die Hälfte dieser Beschleunigung – 9,2 Millimeter pro Jahrzehnt – schreiben die Forscher dem Aerosolrückgang zu.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die chinesische Reduzierung der Umweltbelastungen beschleunigt Klimawandel</strong></h3>
<p>Neben dem gesteigerten Starkregenrisiko in China könnte der deutliche Rückgang von menschengemachten Aerosolen auch dafür gesorgt haben, dass die <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weniger-ausstoss-von-aerosolen-in-china-fuehrt-zu-hitze-im-nordpazifik-a-52949ec6-37c6-46f6-8664-ab4b5bd64b3d" rel="external noopener" target="_blank">Meeresoberflächentemperaturen</a> im Nordpazifik zwischen 2010 und 2020 stark angestiegen sind. Diesen Zusammenhang will ein internationales Forscherteam durch die Analyse von Messdaten und mithilfe von Computersimulationen entdeckt haben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4950314" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10712234"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Laengere-Duerren-staerkerer-Regen-globaler-Wasserkreislauf-im-Chaos-10712234.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/0/3/1/4/earthdrop-39a4f431a154f494.jpeg" alt="Globus als Wassertropfen Umringt con blauem und rotem Pfeil" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Globus als Wassertropfen Umringt con blauem und rotem Pfeil" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Längere Dürren, stärkerer Regen – globaler Wasserkreislauf im Chaos</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4679294" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9959228"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Folgen-des-Klimawandels-Hochwasserschaeden-werden-haeufiger-und-teurer-9959228.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/7/9/2/9/4/hochwasser-muster_Zeichenfla__che_1-3e2ed760c17d108c.jpeg" alt="Wellen und Pegel-Latten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Wellen und Pegel-Latten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Folgen des Klimawandels: Hochwasserschäden werden häufiger und teurer</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung in China und anderen Teilen Ostasiens könnten laut einer im Fachjournal <em>Communications Earth & Environment</em> veröffentlichten <a href="https://www.nature.com/articles/s43247-025-02527-3" rel="external noopener" target="_blank">Arbeit</a> die globale Erwärmung beschleunigt haben, weil die Aerosol-Emissionen stark zurückgingen. Die winzigen Partikel streuen und absorbieren Sonnenlicht, ihnen wird ein kühlender Effekt zugeschrieben.</p>
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<p>Das Team um Bjørn Samset vom norwegischen <a href="https://cicero.oslo.no/en" rel="external noopener" target="_blank">Center for International Climate Research</a> in Oslo schreibt dem Phänomen seit 2010 einen zusätzlichen Temperaturanstieg von etwa 0,05 Grad Celsius pro Jahrzehnt zu.</p>
<p>Die Umsetzung strenger Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Ostasien führte offensichtlich zu einer Reduktion der Emissionen von Schwefeldioxid um etwa 75 Prozent. Dabei handelt es sich um einen der Hauptbestandteile von Aerosolen, die heute maßgeblich zur Abkühlung der Erde beitragen.</p>
<p>Schwefeldioxid entsteht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und durch Vulkanausbrüche. Es ist ein Vorläufer von Sulfat-Aerosolen, die das Sonnenlicht streuen oder absorbieren können.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4619937" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9774790"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Geoengineering-in-der-Klimakrise-Kuehler-in-den-USA-heisser-in-Europa-9774790.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="719" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/1/9/9/3/7/sea-7498910_1280-530dc21afaad7ec1.jpeg" alt="Meereswolken " style="aspect-ratio:1280 / 719"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="719" alt="Meereswolken " style="aspect-ratio:1280 / 719;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Geoengineering in der Klimakrise: Kühler in den USA, heißer in Europa?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Nachteil dieser Partikel: Sie schaden Pflanzen, Tieren und Menschen. Bevor Chinas Politik zur Verbesserung der Luftqualität umgesetzt wurde, war die Luftverschmutzung, die als Smog die großen Metropolen verdunkelte, eine der Hauptursachen für viele vorzeitige Todesfälle im Land.</p>
<p>Die Reduktion von Luftverschmutzung bringt einerseits klare gesundheitliche Vorteile, aber wenn man parallel dazu nicht auch CO2 reduziert, entfernt man eine bestehende Schutzschicht gegen den Klimawandel, erklärte <a href="https://www.nature.com/articles/s43247-025-02527-3" rel="external noopener" target="_blank">Robert Allen</a>, Klimatologe an der University of California in Riverside und Koautor der oben genannten Studie.</p>
<p>Es sei daher wichtig, nicht nur die Luftqualität zu verbessern, sondern gleichzeitig auch die Emissionen von Treibhausgasen zu senken. Der weitere ungebremste Einsatz fossiler Energieträger wirkt kontraproduktiv, eine konsequente Dekarbonisierung erscheint somit unvermeidlich.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Der steigende Einsatz fossiler Energieträger wird auf Dauer zum Problem</strong></h3>
<p>Zwar soll laut Pariser Klimaabkommen die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzt werden, aber gleichzeitig wollen die <a href="https://productiongap.org/2025report/" rel="external noopener" target="_blank">20 größten Förderer fossiler Energien</a> mehr Kohle, Erdgas und Erdöl auf den Markt werfen.</p>
<p>Und wenn die Stromerzeugung durch Gas jetzt fest eingeplant wird, besteht ein nicht unerhebliches Risiko, den Bezug großer Gasmengen und damit höhere Emissionen langfristig festzuschreiben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164425" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11451929"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gaskraftwerke-Erste-Ausschreibung-ueberzeichnet-doch-Probleme-beginnen-erst-11451929.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/4/2/5/gaskraft-897277a42e4424d4.jpeg" alt="Gaskraftwerk und Stecker mit Euro-Zeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gaskraftwerk und Stecker mit Euro-Zeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gaskraftwerke: Erste Ausschreibung überzeichnet – doch Probleme beginnen erst</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5072751" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11274831"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Milliarden-fuer-Kraftwerke-die-moeglichst-nie-laufen-sollen-11274831.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/2/7/5/1/gaspeicherneu-detail-2-586d298fb52a7f56.jpeg" alt="Gastank vor 100-Euro-Schein mit Katherina Reiche-Porträt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Gastank vor 100-Euro-Schein mit Katherina Reiche-Porträt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Milliarden für Kraftwerke, die möglichst nie laufen sollen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Idee, Erdgas durch Wasserstoff zu ersetzen, klingt zwar auf den ersten Blick verlockend, wenn jedoch die Stromerzeugung aus Erneuerbaren nicht deutlich gesteigert wird, dürfte die <a href="https://www.mdr.de/wissen/naturwissenschaften-technik/wofuer-wasserstoff-wann-und-wo-mit-verzoegerung-,wasserstoff-248.html?utm_source=firefox-newtab-de-de" rel="external noopener" target="_blank">Umstellung auf Wasserstoff</a> eine unbezahlbare Utopie bleiben.</p>
<p><a href="https://www.tagesschau.de/wissen/klima/fossile-brennstoffe-klimaziele-energieproduktion-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Pao-Yu Oei</a>, der an der Universität Flensburg zum fossilen Ausstieg forscht, erläutert:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Hätten die Investoren erst mal viel Geld in neue fossile Infrastruktur gesteckt, wollten sie die auch lange nutzen. Das werde den nötigen Ausstieg erschweren."</p>
<p>Auch die Idee, durch die gezielte Freisetzung von Schwefeldioxid in der Stratosphäre im Rahmen des solaren <a href="https://www.mpg.de/16569676/geoengineering" rel="external noopener" target="_blank">Geoengineerings</a>, die Erderwärmung durch die Reflexion von Sonnenlicht kurzfristig abzuschwächen, erscheint in der Praxis nicht nur wenig hilfreich, sondern <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/internationale-klimapolitik/geoengineering" rel="external noopener" target="_blank">durchaus gefährlich</a>.</p>
2026-09-23T06:00:00.000Z
urn:bid:5169319
2026-09-22T22:00:00.000Z
Die Hamburger Friedensaktivistin Anne im Gespräch über "Red Storm Charlie", Kriegstüchtigkeit und Alternativen zur Sicherheitslogik. Ein Telepolis-Interview.</p>
<p>Dritte Ernstfallprobe am letzten Septemberwochenende: Bei "<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Storm_Bravo" rel="external noopener" target="_blank">Red Storm Charlie</a>" wird Hamburg erneut zum Schauplatz eines Bundeswehr-Manövers, das weit über klassische Militärübungen<a href="https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/aktuelles/red-storm-charlie-hamburg-uebt-fuer-den-ernstfall-1219074" rel="external noopener" target="_blank"> hinausgeht</a>.</p>
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<p>Erstmals sind neben der Bundeswehr auch zivile Akteure eingebunden, selbst der <a href="https://verbund.edeka/presse/pressemeldungen/edeka-verbund-begleitet-die-uebung-red-storm-charlie-und-staerkt-krisenvorsorge-im-alltag/" rel="external noopener" target="_blank">regionale Edeka-Verbund steht</a> Gewehr bei Fuß – ein Vorgeschmack darauf, <a href="https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/landeskommando/hamburg/uebung-red-storm-charlie" rel="external noopener" target="_blank">was der Kriegsfall vorsieht</a>: die Verwandlung der Elbmetropole in ein logistisches Nato-Drehkreuz, unter gesellschaftlicher Einbindung und dem Primat des Militärischen.</p>
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<p>Zu den Stimmen, die diese Entwicklung kritisch begleiten, gehört Anne (Nachname der Redaktion bekannt). Die 25-jährige Erzieherin ist seit mehreren Jahren in der Friedens- und Gewerkschaftsbewegung der Hansestadt aktiv und engagiert sich in der <a href="https://www.instagram.com/nicht.unser.krieg/" rel="external noopener" target="_blank">Kampagne "Nicht unser Krieg"</a>. Ein Gespräch zwischen Kriegs-Generalprobe, Geopolitik – und dem Glauben an gewerkschaftlichen Widerstand.</p>
<h3 class="subheading">Hamburg als Ziel</h3>
<p>▶ Hamburg wird dreitägig zum Soldaten-Drehkreuz. Was wird dabei konkret vorbereitet – und warum sprechen Sie von einer Kriegsübung, obwohl die <a href="https://marineforum.online/red-storm-charlie-2026-bundeswehr-hamburg-gesamtverteidigung/" rel="external noopener" target="_blank">Bundeswehr betont</a>, es gehe um zivil-militärische Zusammenarbeit?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Nicht nur, dass meine Heimat das Verlegen von Nato-Truppen erlebt, hinzu kommt aktuell auch die Ausweitung der Beteiligung ziviler Betriebe: nach dem <a href="https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/auftrag-und-aufgaben/operationsplan-deutschland" rel="external noopener" target="_blank">Operationsplan Deutschland</a> werden auch das Rote Kreuz, Hafen- wie Flughafen, Handwerkskammer und Hochbahn oder Krankenhäuser an der Militärübung beteiligt.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Im Kriegsfall soll Deutschland zum Infrastruktur-Drehkreuz werden und insbesondere Hamburg aufgrund seiner Lage eine zentrale Position einnehmen – man würde somit Angriffsziel wie Aufmarschgebiet.</p>
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<p>▶ Dagegen bündelt sich Protest?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Ja, aus unterschiedlichen Spektren. Die traditionelle Friedensbewegung setzt ihren Fokus auf Aufklärung: zu wenige Menschen wissen, wie konkret für Krieg geprobt wird.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Hierfür gehen wir dort hin, wo sich Menschen aktuell zusammenschließen. Man wird zwei bundesweite Proteste bespielen: Am 25. September <a href="https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/" rel="external noopener" target="_blank">streiken</a> erneut zehntausende Schüler gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Tags darauf folgt der <a href="https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/" rel="external noopener" target="_blank">DGB-Aktionstag gegen den Sozialkahlschlag</a>, an dem man die Zusammenhänge von Aufrüstung und Kürzungen thematisiert werden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5036154" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11192974"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schnoeggersburg-Deutschlands-Geisterstadt-fuer-den-Krieg-der-Zukunft-11192974.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1000" height="562" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/6/1/5/4/Schnoeggersburg4-63ad3407b0614694.jpeg" alt="Zwei Soldaten schauen auf einen Truppenübungsplatz" style="aspect-ratio:1000 / 562"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1000" height="562" alt="Zwei Soldaten schauen auf einen Truppenübungsplatz" style="aspect-ratio:1000 / 562;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schnöggersburg: Deutschlands Geisterstadt für den Krieg der Zukunft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166795" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11456553"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Krieg-mit-Russland-Deutschlands-Gesundheitssystem-waere-in-Tagen-am-Limit-11456553.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4263" height="2395" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/7/9/5/shutterstock_1530542450-65b1a3d7de5dd4b0.jpeg" alt="Eine Person erhält eine Bluttransfusion in einem Krankenhaus." style="aspect-ratio:4263 / 2395"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4263" height="2395" alt="Eine Person erhält eine Bluttransfusion in einem Krankenhaus." style="aspect-ratio:4263 / 2395;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Krieg mit Russland: Deutschlands Gesundheitssystem wäre in Tagen am Limit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>▶ Hybride Angriffe, Flughafen Leipzig, Nordstream II: Die Bundeswehr spricht von Landesverteidigung. Ist "Red Storm Bravo" aktuell nicht notwendig?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Nein, die Bundesregierung trägt aktiv zur Weltlage bei. Ein Blick auf Nordstream II lohnt: Zunächst wurde Russland als Urheber vermutet, heute steht ein Ukrainer vor Gericht. Der Anschlag auf deutsche Infrastruktur löste weit weniger Hysterie aus, als wenn sich daraus eine Geschichte gegen Russland erzählen lässt.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Unterdessen soll Kriegsvorbereitung zum Standbein der deutschen Wirtschaft werden – ein Milliardengeschäft, das Entspannung nicht begünstigt. Diese Politik schützt uns nicht, sondern bedeutet Militarisierung ziviler Strukturen, Kürzungen bei Gesundheit und Bildung und eine wachsende Kriegsgefahr.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Alleine zwischen Januar 2013 und Dezember 2020 kam es bei Militärmanövern zu 2.900 gefährlichen Begegnungen zwischen Nato-Staaten und Russland. Diese Manöver bieten kein Schutz – sie sind Säbelrasseln im geopolitischen Wettstreit.</p>
<h3 class="subheading">Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>▶ Hamburg hat mit G20 oder der erneuten Olympiabewerbung eine lange Historie politisch fragwürdiger Großereignisse samt kritischer Nebeneffekte. So auch dieses Mal?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Ja, es ist damit zu rechnen, dass es, auch wenn die Bundeswehr auf eine Minimierung der Auswirkungen bedacht ist, zu Verkehrsbehinderungen kommen wird. Zusätzlich muss mit massivem Lärm im Zuge von über Wohnvierteln kreisenden Militärhelikoptern kalkuliert werden.</p>
<p>▶ Lärm als schlimmste Folge? Bei der Bundeswehrübung <a href="https://www.bundeswehr.de/de/organisation/unterstuetzungsbereich/meldungen/500-feldjaeger-ueben-polizei-rettungsdiensten" rel="external noopener" target="_blank">"Marshal Power" 2025</a> kam es zu einem versehentlichen Schusswechsel zwischen Polizei und Bundeswehr – nur knapp blieb ein Personenschaden aus. Schweben Hamburger dieser Tage in Gefahr?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Nein, soweit würde ich nicht gehen. Viel eher jedoch ist die Bevölkerung durch den aktuellen Kriegskurs bedroht. Die aktuellen Kürzungen führen nicht nur zur Entlassung einer Vielzahl der Hamburger Schulbegleitungen, sondern auch zu einer Zeitenwende in der Gesundheit.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/krankenhaus-gross-sand-in-hamburg-wilhelmsburg-wird-endgueltig-geschlossen,grosssand-114.html" rel="external noopener" target="_blank">Schließung des Krankenhauses Groß Sand</a> in HH-Wilhelmsburg führt etwa dazu, dass im gesamten Hamburger Süden nur noch eine Notaufnahme existiert.</p>
<p>▶ Behörden und Unternehmen üben gemeinsam mit der Bundeswehr: Wo endet Krisenvorsorge, wo beginnt Militarisierung? Bliebe Ihre Kritik auch dann bestehen, wenn im Ernstfall Menschenleben geschützt würden?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Grundsätzlich will niemand in einem von Krieg bedrohten Land leben. Aber haben vier Jahre "Zeitenwende" Deutschland sicherer gemacht? Im Gegenteil: Die Kriegsgefahr ist spürbar gestiegen, die Verhältnisse zu geopolitischen Rivalen haben sich verschärft – trotz oder gerade wegen deutscher Kriegspolitik. Das Gefühl, uns vor einem Krieg schützen zu müssen, ist richtig, aber die Merz-Regierung steht in diesem Bestreben nicht auf unserer Seite.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Kriegstüchtigkeit" bedeutet dabei weit mehr als ein Manöver: Deutschland soll bis 2029 auch wirtschaftlich einen Krieg stemmen können – bis hin zur Versorgung von täglich 1.000 verwundeten Soldaten.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Was uns schützen kann, ist eine breite Friedensbewegung, die auch in den Betrieben Rückhalt findet. Wenn Beschäftigte streikbereit, die Öffentlichkeit wach und junge Soldaten nicht verlässlich sind, muss sich jede Regierung zweimal überlegen, Krieg zu führen. <a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/ig-metall-vertrauensleute-mercedes-stuttgart-untertuerkheim-fordern-protest-widerstand-streik/" rel="external noopener" target="_blank">Resolutionen von IG-Metall-Vertrauensleuten bei Mercedes Untertürkheim und ZF Hannover</a> zeigen: kritische Kollegen machen Deutschland sicherer – tausendmal mehr als Manöver.</p>
<h3 class="subheading">Profiteure und Verlierer</h3>
<p>▶ Resolution statt Revolution?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne: </strong>Resolutionen alleine reichen sicher nicht: Wir müssen den Gegensatz zwischen den wenigen Profiteuren und den vielen Verlierern sichtbar machen. Krieg ist nicht emotional, an ihm wird verdient. Uns wird dabei die Kriegsvorbereitung als gemeinsames Interesse verkauft – ein Unsinn.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Durch den Sparkurs im sozialen Sektor, der Militärausgaben von 46 Prozent ausgleichen soll, durch Arbeitszeit- wie die Erhöhung des Renteneintrittsalters, den Angriff auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und in der Konsequenz auch direkt mit unseren Leben, bezahlt die Mehrheit diesen Wahnsinn.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die Alternative muss deshalb dort ansetzen, wo wir tatsächlich etwas verändern können: in den Betrieben. Wenn diese Gegenwehr breiter wird, sind Massendemonstrationen und Streiks konkrete Mittel, um die weitere Eskalation aufzuhalten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5113786" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11358707"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ruestung-statt-Sozialstaat-Wie-der-Umbau-der-Industrie-Jobs-und-Buerger-trifft-11358707.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8256" height="4639" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/3/7/8/6/rheinmetall-logo-637b235ec589d169.jpeg" alt="Rheinmetall Defence Schriftzug" style="aspect-ratio:8256 / 4639"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8256" height="4639" alt="Rheinmetall Defence Schriftzug" style="aspect-ratio:8256 / 4639;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rüstung statt Sozialstaat? Wie der Umbau der Industrie Jobs und Bürger trifft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5001867" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11125779"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Braucht-Deutschland-eine-neue-Debatte-ueber-Verteidigungsausgaben-11125779.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4844" height="2722" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/1/8/6/7/shutterstock_2289961823-0e8ad018d44d8f47.jpeg" alt="In einer Waffenfabrik werden Gewehrpatronen nach ihrer Güte kontrolliert." style="aspect-ratio:4844 / 2722"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4844" height="2722" alt="In einer Waffenfabrik werden Gewehrpatronen nach ihrer Güte kontrolliert." style="aspect-ratio:4844 / 2722;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Braucht Deutschland eine neue Debatte über Verteidigungsausgaben?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>▶ Die AfD gewinnt als vorgebliche Friedenspartei Wahlen, während Kanzler Merz keinen "Millimeter" von seinem pro-ukrainischen Kurs abweichen mag. Erleben wir die Rückkehr des Krieges als Option staatlicher Politik – und welche Alternativen gäbe es zu einer sich verselbstständigenden Sicherheitslogik?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne: </strong>Die aktuellen Wahlen zeigen insbesondere, dass die Bevölkerung unzufrieden mit der Berliner Politik ist. Die Lebensqualität verschlechtert sich und gleichzeitig sollen alle gesellschaftlichen Bereiche der Kriegstüchtigkeit untergeordnet werden. Warum sollte man genau diejenigen wählen, die für diese Politik verantwortlich sind? Gleichzeitig dürfen wir uns keine Illusionen machen, dass irgendeine Partei es schafft, in unserem Namen für unsere Interessen, konsequent einzustehen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Direkt nach der Magdeburg-Wahl war es die AfD, die dem <a href="https://www.stern.de/politik/ausland/afd-und-ruestungsfabriken---ein-dilemma-fuer-die-partei--38233932.html" rel="external noopener" target="_blank">Bau einer israelischen Rüstungsfabrik</a> zustimmte. Quintessenz: Für den Frieden stehen wir nur selbst, durch breiten Massenprotest und echten Druck, den wir bei betrieblichen Kämpfen erzeugen, ein.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Wenn wir uns dagegen wehren, dass unsere Arbeitszeit erhöht oder weiter gekürzt wird, dann wehren wir uns auch aktiv gegen die Kriegsvorbereitung. Diesen Zusammenhang müssen wir benennen und als unseren Handlungsspielraum ausmachen. Eine andere Alternative sehe ich nicht.</p>
<p><em>Das Gespräch führte Luca Schäfer.</em></p>
Die Hamburger Friedensaktivistin Anne im Gespräch über "Red Storm Charlie", Kriegstüchtigkeit und Alternativen zur Sicherheitslogik. Ein Telepolis-Interview.</p>
<p>Dritte Ernstfallprobe am letzten Septemberwochenende: Bei "<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Storm_Bravo" rel="external noopener" target="_blank">Red Storm Charlie</a>" wird Hamburg erneut zum Schauplatz eines Bundeswehr-Manövers, das weit über klassische Militärübungen<a href="https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/aktuelles/red-storm-charlie-hamburg-uebt-fuer-den-ernstfall-1219074" rel="external noopener" target="_blank"> hinausgeht</a>.</p>
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<p>Erstmals sind neben der Bundeswehr auch zivile Akteure eingebunden, selbst der <a href="https://verbund.edeka/presse/pressemeldungen/edeka-verbund-begleitet-die-uebung-red-storm-charlie-und-staerkt-krisenvorsorge-im-alltag/" rel="external noopener" target="_blank">regionale Edeka-Verbund steht</a> Gewehr bei Fuß – ein Vorgeschmack darauf, <a href="https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/landeskommando/hamburg/uebung-red-storm-charlie" rel="external noopener" target="_blank">was der Kriegsfall vorsieht</a>: die Verwandlung der Elbmetropole in ein logistisches Nato-Drehkreuz, unter gesellschaftlicher Einbindung und dem Primat des Militärischen.</p>
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</figure>
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<p>Zu den Stimmen, die diese Entwicklung kritisch begleiten, gehört Anne (Nachname der Redaktion bekannt). Die 25-jährige Erzieherin ist seit mehreren Jahren in der Friedens- und Gewerkschaftsbewegung der Hansestadt aktiv und engagiert sich in der <a href="https://www.instagram.com/nicht.unser.krieg/" rel="external noopener" target="_blank">Kampagne "Nicht unser Krieg"</a>. Ein Gespräch zwischen Kriegs-Generalprobe, Geopolitik – und dem Glauben an gewerkschaftlichen Widerstand.</p>
<h3 class="subheading">Hamburg als Ziel</h3>
<p>▶ Hamburg wird dreitägig zum Soldaten-Drehkreuz. Was wird dabei konkret vorbereitet – und warum sprechen Sie von einer Kriegsübung, obwohl die <a href="https://marineforum.online/red-storm-charlie-2026-bundeswehr-hamburg-gesamtverteidigung/" rel="external noopener" target="_blank">Bundeswehr betont</a>, es gehe um zivil-militärische Zusammenarbeit?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Nicht nur, dass meine Heimat das Verlegen von Nato-Truppen erlebt, hinzu kommt aktuell auch die Ausweitung der Beteiligung ziviler Betriebe: nach dem <a href="https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/auftrag-und-aufgaben/operationsplan-deutschland" rel="external noopener" target="_blank">Operationsplan Deutschland</a> werden auch das Rote Kreuz, Hafen- wie Flughafen, Handwerkskammer und Hochbahn oder Krankenhäuser an der Militärübung beteiligt.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Im Kriegsfall soll Deutschland zum Infrastruktur-Drehkreuz werden und insbesondere Hamburg aufgrund seiner Lage eine zentrale Position einnehmen – man würde somit Angriffsziel wie Aufmarschgebiet.</p>
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<p>▶ Dagegen bündelt sich Protest?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Ja, aus unterschiedlichen Spektren. Die traditionelle Friedensbewegung setzt ihren Fokus auf Aufklärung: zu wenige Menschen wissen, wie konkret für Krieg geprobt wird.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Hierfür gehen wir dort hin, wo sich Menschen aktuell zusammenschließen. Man wird zwei bundesweite Proteste bespielen: Am 25. September <a href="https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/" rel="external noopener" target="_blank">streiken</a> erneut zehntausende Schüler gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Tags darauf folgt der <a href="https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/" rel="external noopener" target="_blank">DGB-Aktionstag gegen den Sozialkahlschlag</a>, an dem man die Zusammenhänge von Aufrüstung und Kürzungen thematisiert werden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5036154" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11192974"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schnoeggersburg-Deutschlands-Geisterstadt-fuer-den-Krieg-der-Zukunft-11192974.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1000" height="562" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/6/1/5/4/Schnoeggersburg4-63ad3407b0614694.jpeg" alt="Zwei Soldaten schauen auf einen Truppenübungsplatz" style="aspect-ratio:1000 / 562"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1000" height="562" alt="Zwei Soldaten schauen auf einen Truppenübungsplatz" style="aspect-ratio:1000 / 562;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schnöggersburg: Deutschlands Geisterstadt für den Krieg der Zukunft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166795" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11456553"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Krieg-mit-Russland-Deutschlands-Gesundheitssystem-waere-in-Tagen-am-Limit-11456553.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4263" height="2395" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/7/9/5/shutterstock_1530542450-65b1a3d7de5dd4b0.jpeg" alt="Eine Person erhält eine Bluttransfusion in einem Krankenhaus." style="aspect-ratio:4263 / 2395"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4263" height="2395" alt="Eine Person erhält eine Bluttransfusion in einem Krankenhaus." style="aspect-ratio:4263 / 2395;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Krieg mit Russland: Deutschlands Gesundheitssystem wäre in Tagen am Limit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>▶ Hybride Angriffe, Flughafen Leipzig, Nordstream II: Die Bundeswehr spricht von Landesverteidigung. Ist "Red Storm Bravo" aktuell nicht notwendig?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Nein, die Bundesregierung trägt aktiv zur Weltlage bei. Ein Blick auf Nordstream II lohnt: Zunächst wurde Russland als Urheber vermutet, heute steht ein Ukrainer vor Gericht. Der Anschlag auf deutsche Infrastruktur löste weit weniger Hysterie aus, als wenn sich daraus eine Geschichte gegen Russland erzählen lässt.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Unterdessen soll Kriegsvorbereitung zum Standbein der deutschen Wirtschaft werden – ein Milliardengeschäft, das Entspannung nicht begünstigt. Diese Politik schützt uns nicht, sondern bedeutet Militarisierung ziviler Strukturen, Kürzungen bei Gesundheit und Bildung und eine wachsende Kriegsgefahr.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Alleine zwischen Januar 2013 und Dezember 2020 kam es bei Militärmanövern zu 2.900 gefährlichen Begegnungen zwischen Nato-Staaten und Russland. Diese Manöver bieten kein Schutz – sie sind Säbelrasseln im geopolitischen Wettstreit.</p>
<h3 class="subheading">Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>▶ Hamburg hat mit G20 oder der erneuten Olympiabewerbung eine lange Historie politisch fragwürdiger Großereignisse samt kritischer Nebeneffekte. So auch dieses Mal?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Ja, es ist damit zu rechnen, dass es, auch wenn die Bundeswehr auf eine Minimierung der Auswirkungen bedacht ist, zu Verkehrsbehinderungen kommen wird. Zusätzlich muss mit massivem Lärm im Zuge von über Wohnvierteln kreisenden Militärhelikoptern kalkuliert werden.</p>
<p>▶ Lärm als schlimmste Folge? Bei der Bundeswehrübung <a href="https://www.bundeswehr.de/de/organisation/unterstuetzungsbereich/meldungen/500-feldjaeger-ueben-polizei-rettungsdiensten" rel="external noopener" target="_blank">"Marshal Power" 2025</a> kam es zu einem versehentlichen Schusswechsel zwischen Polizei und Bundeswehr – nur knapp blieb ein Personenschaden aus. Schweben Hamburger dieser Tage in Gefahr?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Nein, soweit würde ich nicht gehen. Viel eher jedoch ist die Bevölkerung durch den aktuellen Kriegskurs bedroht. Die aktuellen Kürzungen führen nicht nur zur Entlassung einer Vielzahl der Hamburger Schulbegleitungen, sondern auch zu einer Zeitenwende in der Gesundheit.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/krankenhaus-gross-sand-in-hamburg-wilhelmsburg-wird-endgueltig-geschlossen,grosssand-114.html" rel="external noopener" target="_blank">Schließung des Krankenhauses Groß Sand</a> in HH-Wilhelmsburg führt etwa dazu, dass im gesamten Hamburger Süden nur noch eine Notaufnahme existiert.</p>
<p>▶ Behörden und Unternehmen üben gemeinsam mit der Bundeswehr: Wo endet Krisenvorsorge, wo beginnt Militarisierung? Bliebe Ihre Kritik auch dann bestehen, wenn im Ernstfall Menschenleben geschützt würden?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne:</strong> Grundsätzlich will niemand in einem von Krieg bedrohten Land leben. Aber haben vier Jahre "Zeitenwende" Deutschland sicherer gemacht? Im Gegenteil: Die Kriegsgefahr ist spürbar gestiegen, die Verhältnisse zu geopolitischen Rivalen haben sich verschärft – trotz oder gerade wegen deutscher Kriegspolitik. Das Gefühl, uns vor einem Krieg schützen zu müssen, ist richtig, aber die Merz-Regierung steht in diesem Bestreben nicht auf unserer Seite.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Kriegstüchtigkeit" bedeutet dabei weit mehr als ein Manöver: Deutschland soll bis 2029 auch wirtschaftlich einen Krieg stemmen können – bis hin zur Versorgung von täglich 1.000 verwundeten Soldaten.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Was uns schützen kann, ist eine breite Friedensbewegung, die auch in den Betrieben Rückhalt findet. Wenn Beschäftigte streikbereit, die Öffentlichkeit wach und junge Soldaten nicht verlässlich sind, muss sich jede Regierung zweimal überlegen, Krieg zu führen. <a href="https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/ig-metall-vertrauensleute-mercedes-stuttgart-untertuerkheim-fordern-protest-widerstand-streik/" rel="external noopener" target="_blank">Resolutionen von IG-Metall-Vertrauensleuten bei Mercedes Untertürkheim und ZF Hannover</a> zeigen: kritische Kollegen machen Deutschland sicherer – tausendmal mehr als Manöver.</p>
<h3 class="subheading">Profiteure und Verlierer</h3>
<p>▶ Resolution statt Revolution?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne: </strong>Resolutionen alleine reichen sicher nicht: Wir müssen den Gegensatz zwischen den wenigen Profiteuren und den vielen Verlierern sichtbar machen. Krieg ist nicht emotional, an ihm wird verdient. Uns wird dabei die Kriegsvorbereitung als gemeinsames Interesse verkauft – ein Unsinn.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Durch den Sparkurs im sozialen Sektor, der Militärausgaben von 46 Prozent ausgleichen soll, durch Arbeitszeit- wie die Erhöhung des Renteneintrittsalters, den Angriff auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und in der Konsequenz auch direkt mit unseren Leben, bezahlt die Mehrheit diesen Wahnsinn.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Die Alternative muss deshalb dort ansetzen, wo wir tatsächlich etwas verändern können: in den Betrieben. Wenn diese Gegenwehr breiter wird, sind Massendemonstrationen und Streiks konkrete Mittel, um die weitere Eskalation aufzuhalten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5113786" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11358707"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ruestung-statt-Sozialstaat-Wie-der-Umbau-der-Industrie-Jobs-und-Buerger-trifft-11358707.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8256" height="4639" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/3/7/8/6/rheinmetall-logo-637b235ec589d169.jpeg" alt="Rheinmetall Defence Schriftzug" style="aspect-ratio:8256 / 4639"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8256" height="4639" alt="Rheinmetall Defence Schriftzug" style="aspect-ratio:8256 / 4639;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rüstung statt Sozialstaat? Wie der Umbau der Industrie Jobs und Bürger trifft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5001867" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11125779"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Braucht-Deutschland-eine-neue-Debatte-ueber-Verteidigungsausgaben-11125779.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4844" height="2722" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/1/8/6/7/shutterstock_2289961823-0e8ad018d44d8f47.jpeg" alt="In einer Waffenfabrik werden Gewehrpatronen nach ihrer Güte kontrolliert." style="aspect-ratio:4844 / 2722"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4844" height="2722" alt="In einer Waffenfabrik werden Gewehrpatronen nach ihrer Güte kontrolliert." style="aspect-ratio:4844 / 2722;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Braucht Deutschland eine neue Debatte über Verteidigungsausgaben?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>▶ Die AfD gewinnt als vorgebliche Friedenspartei Wahlen, während Kanzler Merz keinen "Millimeter" von seinem pro-ukrainischen Kurs abweichen mag. Erleben wir die Rückkehr des Krieges als Option staatlicher Politik – und welche Alternativen gäbe es zu einer sich verselbstständigenden Sicherheitslogik?</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><strong>Anne: </strong>Die aktuellen Wahlen zeigen insbesondere, dass die Bevölkerung unzufrieden mit der Berliner Politik ist. Die Lebensqualität verschlechtert sich und gleichzeitig sollen alle gesellschaftlichen Bereiche der Kriegstüchtigkeit untergeordnet werden. Warum sollte man genau diejenigen wählen, die für diese Politik verantwortlich sind? Gleichzeitig dürfen wir uns keine Illusionen machen, dass irgendeine Partei es schafft, in unserem Namen für unsere Interessen, konsequent einzustehen.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Direkt nach der Magdeburg-Wahl war es die AfD, die dem <a href="https://www.stern.de/politik/ausland/afd-und-ruestungsfabriken---ein-dilemma-fuer-die-partei--38233932.html" rel="external noopener" target="_blank">Bau einer israelischen Rüstungsfabrik</a> zustimmte. Quintessenz: Für den Frieden stehen wir nur selbst, durch breiten Massenprotest und echten Druck, den wir bei betrieblichen Kämpfen erzeugen, ein.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Wenn wir uns dagegen wehren, dass unsere Arbeitszeit erhöht oder weiter gekürzt wird, dann wehren wir uns auch aktiv gegen die Kriegsvorbereitung. Diesen Zusammenhang müssen wir benennen und als unseren Handlungsspielraum ausmachen. Eine andere Alternative sehe ich nicht.</p>
<p><em>Das Gespräch führte Luca Schäfer.</em></p>
2026-09-22T22:00:00.000Z
urn:bid:5169759
2026-09-22T20:10:00.000Z
Chinas Hightech-Fertigung wächst zweistellig, deutsche Werke sind unterausgelastet. Im Oktober berät die EU über das wachsende Handelsdefizit.</p>
<p>Vor der Pandemie kam jede einzelne Maschine in der Fertigung eines kroatischen Autozulieferers aus Deutschland. Heute ist rund die Hälfte seines Maschinenparks ausgetauscht – gegen Geräte aus China. Der Grund ist für den Standort Deutschland unbequem: Die chinesische Qualität genügt inzwischen, der Preis liegt deutlich darunter.</p>
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<p>Erzählt hat diese Geschichte EZB-Vizepräsident Boris Vujčić in einem <a href="https://www.ecb.europa.eu/press/inter/date/2026/html/ecb.in260918~33f023fe26.en.html" rel="external noopener" target="_blank">Interview zur Lage der europäischen Industrie</a>. Über den Verdrängungsprozess sagte er: "Es geschieht allmählich, aber nicht so langsam, wie man manchmal denkt."</p>
<p>Der Fall ist keine Modellrechnung, sondern eine Momentaufnahme aus einer Werkshalle. Genau deshalb wirkt er so konkret: Er zeigt, wie chinesische Anbieter mitten in europäische Lieferketten vordringen, wo "Made in Germany" jahrzehntelang als gesetzt galt.</p>
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<p>Die EZB nennt das den "China shock 2.0". Beim ersten China-Schock ging es um einfache Massenware. Jetzt geht es um Maschinen, Fahrzeuge und Hightech – also um jene Güter, die Europas Wachstum lange getragen haben.</p>
<p>In einer <a href="https://www.ecb.europa.eu/press/economic-bulletin/focus/2026/html/ecb.ebbox202606_01~5db7b925ff.en.html" rel="external noopener" target="_blank">Analyse im EZB-Wirtschaftsbericht</a> messen die Fachleute die Überschneidung der Exportkörbe verschiedener Länder. Ergebnis: Unter den großen EU-Staaten haben sich die deutschen Warenexporte denen Chinas seit 2019 am stärksten angenähert, vor allem bei Maschinen und Transportausrüstung. Zugleich braucht China immer weniger europäische Industriegüter, weil es sie selbst baut.</p>
<h3 class="subheading">Qualität statt Billigware: Chinas Offensive in Zahlen</h3>
<p>Wie schnell das geht, zeigen die <a href="https://www.stats.gov.cn/english/PressRelease/202609/t20260917_1965348.html" rel="external noopener" target="_blank">Produktionsdaten des chinesischen Statistikamts</a> für August 2026.</p>
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<p>Die Industrieproduktion legte um 5,2 Prozent zu, die Hightech-Fertigung um 16,7 Prozent. Und es trifft ausgerechnet die deutschen Paradedisziplinen: allgemeiner Maschinenbau plus 9,8 Prozent, Spezialmaschinenbau plus 11,4 Prozent, Automobilbau plus 8,7 Prozent, Elektronik plus 17,2 Prozent.</p>
<p>Die Produktion von Industrierobotern schoss um 34,6 Prozent nach oben, die von <a href="https://www.indexbox.io/de/blog/chinas-august-economy-retail-sales-slow-hi-tech-investment-shines/" rel="external noopener" target="_blank">Lithium-Ionen-Batterien um 57,2 Prozent</a>.</p>
<h3 class="subheading">Halb leere Hallen und verlorene Arbeitsplätze</h3>
<p>In Deutschland sieht die Bilanz anders aus. Der Bundesverband der Deutschen Industrie erwartet für 2026 zwar ein BIP-Wachstum von 1,0 Prozent, warnt aber vor verfrühter Erleichterung: Die Industrieproduktion lag im zweiten Quartal 1,2 Prozent unter dem Vorjahr, die Kapazitätsauslastung bei 78 Prozent – fünf Punkte unter dem langjährigen Mittel.</p>
<p>Übersetzt heißt das: In deutschen Werken steht Technik still, die eigentlich Geld verdienen müsste.</p>
<p>Am Arbeitsmarkt ist das längst angekommen. <a href="https://www.heise.de/news/Destatis-Automobilindustrie-verliert-42-300-Beschaeftigte-in-einem-Jahr-11414081.html">In der Autoindustrie arbeiteten</a> im ersten Halbjahr 691.500 Menschen, 42.300 weniger als ein Jahr zuvor und so wenige wie seit 2005 nicht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5154810" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11432930"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-wird-im-China-Handel-zum-Defizitland-11432930.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/4/8/1/0/mittelstand_1F-d0641bd95d6761d3.jpeg" alt="Zahnräder mit Sternen in Deutschland-Farben vor Chinesischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zahnräder mit Sternen in Deutschland-Farben vor Chinesischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland wird im China-Handel zum Defizitland</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW kamen zusammen auf rund 284 Milliarden Euro Umsatz, 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr; im <a href="https://www.heise.de/news/Deutsche-Autobauer-verlieren-weiter-an-Boden-11459333.html">Ranking von 19 Herstellern</a> landeten sie auf den Plätzen 16, 17 und 19.</p>
<p>Auch die Entwicklungsarbeit wandert ab: 43 Prozent der Maschinenbauer forschen bereits außerhalb Deutschlands, <a href="https://www.telepolis.de/article/Maschinenbauer-verlagern-Forschung-ins-Ausland-11448572.html">unter anderem in China und Indien</a>.</p>
<p>Und die Handelsbilanz mit China selbst hat sich gedreht: 2025 stand ein Defizit von 89,3 Milliarden Euro <a href="https://www.telepolis.de/article/Deutschland-wird-im-China-Handel-zum-Defizitland-11432930.html">im deutschen China-Geschäft</a>.</p>
<h3 class="subheading">Die Zoll-Falle</h3>
<p>Bundeskanzler <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/bulletin/bk-unternehmertag-2452838" rel="external noopener" target="_blank">Friedrich Merz benannte</a> Mitte September beim BGA-Unternehmertag in Berlin Automobilbau, Maschinenbau und Chemie als jene Kernbranchen, in denen deutsche und chinesische Firmen inzwischen direkt konkurrieren, und kritisierte staatliche Eingriffe, Überkapazitäten und subventionierte Exporte.</p>
<p>Kein einziges EU-Land erzielt nach Merz' Angaben noch einen Handelsbilanzüberschuss mit China; zusammen summiert sich das Defizit der 27 Mitgliedstaaten auf mehr als 300 Milliarden Euro im Jahr. Brüssel reagiert punktuell: Am 18. September verhängte die EU-Kommission etwa vorläufige Schutzmaßnahmen für kornorientierten Elektrobandstahl.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5098700" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11328826"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ministerin-Reiche-in-China-Zahlen-offenbaren-prekaere-Abhaengigkeit-11328826.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/8/7/0/0/Reiche_China-2-01-f88620c390f3ec09.jpeg" alt="Katherina Reiche vor China-Flagge mit einem von fünf Bewertungssternen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Katherina Reiche vor China-Flagge mit einem von fünf Bewertungssternen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ministerin Reiche in China: Zahlen offenbaren prekäre Abhängigkeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein Patentrezept sind Zölle aber nicht und sie werden von der Wirtschaft argwöhnisch betrachtet. Laut einem <a href="https://single-market-economy.ec.europa.eu/news/eu-businesses-redesign-supply-chains-geopolitical-risks-become-new-normal-report-finds-2026-09-17_en" rel="external noopener" target="_blank">Bericht von EU-Kommission und Europäischer Investitionsbank</a> rechnen 60 Prozent der Unternehmen mit China-Geschäft damit, dass Zölle für sie selbst zum Dauerhindernis werden, etwa weil dadurch Vorprodukte teurer werden.</p>
<h3 class="subheading">Entscheidung im Oktober</h3>
<p>Auf dem diplomatischen Parkett wird der Ton rauer. So warnte etwa der chinesische Außenminister Wang Yi seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul am Montag am Telefon vor einem Handelskrieg und warb für Dialog. Xi Jinping hatte wenige Tage zuvor verlangt, die "fortgeschrittene Fertigung" weiter auszubauen und die Lieferketten eigenständiger zu machen.</p>
<p>Am 15. und 16. Oktober beraten die EU-Staats- und Regierungschefs über die Wettbewerbsfähigkeit Europas; dabei dürfte auch das Handelsdefizit mit China auf den Tisch kommen, das allein im Juli nach <a href="https://ec.europa.eu/eurostat/en/web/products-euro-indicators/w/6-15092026-ap" rel="external noopener" target="_blank">Eurostat-Handelsdaten</a> 36,5 Milliarden Euro betrug.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152252" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11424057"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschlands-Krise-treibt-Mitteleuropa-in-Chinas-Arme-11424057.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/2/5/2/shutterstock_1804833151-76f0cbc643408861.jpeg" alt="Close,Up,Waving,Flag,Of,China.,Flag,Symbols,Of,China." style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Close,Up,Waving,Flag,Of,China.,Flag,Symbols,Of,China." style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschlands Krise treibt Mitteleuropa in Chinas Arme</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die EZB erinnert daran, dass günstigere Importe und Technologietransfer Europa auch nutzen können.</p>
<p>Für die Menschen hierzulande, die um ihre Arbeitsstelle und ihre wirtschaftliche Existenz bangen müssen, stellt sich das Problem dagegen anders dar: Hält die deutsche Industrie ihren technologischen Vorsprung bei Maschinen und Fahrzeugen, sodass Jobs in der Bundesrepublik erhalten bleiben – oder folgen weitere Werkshallen dem kroatischen Beispiel?</p>
Chinas Hightech-Fertigung wächst zweistellig, deutsche Werke sind unterausgelastet. Im Oktober berät die EU über das wachsende Handelsdefizit.</p>
<p>Vor der Pandemie kam jede einzelne Maschine in der Fertigung eines kroatischen Autozulieferers aus Deutschland. Heute ist rund die Hälfte seines Maschinenparks ausgetauscht – gegen Geräte aus China. Der Grund ist für den Standort Deutschland unbequem: Die chinesische Qualität genügt inzwischen, der Preis liegt deutlich darunter.</p>
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<p>Erzählt hat diese Geschichte EZB-Vizepräsident Boris Vujčić in einem <a href="https://www.ecb.europa.eu/press/inter/date/2026/html/ecb.in260918~33f023fe26.en.html" rel="external noopener" target="_blank">Interview zur Lage der europäischen Industrie</a>. Über den Verdrängungsprozess sagte er: "Es geschieht allmählich, aber nicht so langsam, wie man manchmal denkt."</p>
<p>Der Fall ist keine Modellrechnung, sondern eine Momentaufnahme aus einer Werkshalle. Genau deshalb wirkt er so konkret: Er zeigt, wie chinesische Anbieter mitten in europäische Lieferketten vordringen, wo "Made in Germany" jahrzehntelang als gesetzt galt.</p>
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<p>Die EZB nennt das den "China shock 2.0". Beim ersten China-Schock ging es um einfache Massenware. Jetzt geht es um Maschinen, Fahrzeuge und Hightech – also um jene Güter, die Europas Wachstum lange getragen haben.</p>
<p>In einer <a href="https://www.ecb.europa.eu/press/economic-bulletin/focus/2026/html/ecb.ebbox202606_01~5db7b925ff.en.html" rel="external noopener" target="_blank">Analyse im EZB-Wirtschaftsbericht</a> messen die Fachleute die Überschneidung der Exportkörbe verschiedener Länder. Ergebnis: Unter den großen EU-Staaten haben sich die deutschen Warenexporte denen Chinas seit 2019 am stärksten angenähert, vor allem bei Maschinen und Transportausrüstung. Zugleich braucht China immer weniger europäische Industriegüter, weil es sie selbst baut.</p>
<h3 class="subheading">Qualität statt Billigware: Chinas Offensive in Zahlen</h3>
<p>Wie schnell das geht, zeigen die <a href="https://www.stats.gov.cn/english/PressRelease/202609/t20260917_1965348.html" rel="external noopener" target="_blank">Produktionsdaten des chinesischen Statistikamts</a> für August 2026.</p>
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<p>Die Industrieproduktion legte um 5,2 Prozent zu, die Hightech-Fertigung um 16,7 Prozent. Und es trifft ausgerechnet die deutschen Paradedisziplinen: allgemeiner Maschinenbau plus 9,8 Prozent, Spezialmaschinenbau plus 11,4 Prozent, Automobilbau plus 8,7 Prozent, Elektronik plus 17,2 Prozent.</p>
<p>Die Produktion von Industrierobotern schoss um 34,6 Prozent nach oben, die von <a href="https://www.indexbox.io/de/blog/chinas-august-economy-retail-sales-slow-hi-tech-investment-shines/" rel="external noopener" target="_blank">Lithium-Ionen-Batterien um 57,2 Prozent</a>.</p>
<h3 class="subheading">Halb leere Hallen und verlorene Arbeitsplätze</h3>
<p>In Deutschland sieht die Bilanz anders aus. Der Bundesverband der Deutschen Industrie erwartet für 2026 zwar ein BIP-Wachstum von 1,0 Prozent, warnt aber vor verfrühter Erleichterung: Die Industrieproduktion lag im zweiten Quartal 1,2 Prozent unter dem Vorjahr, die Kapazitätsauslastung bei 78 Prozent – fünf Punkte unter dem langjährigen Mittel.</p>
<p>Übersetzt heißt das: In deutschen Werken steht Technik still, die eigentlich Geld verdienen müsste.</p>
<p>Am Arbeitsmarkt ist das längst angekommen. <a href="https://www.heise.de/news/Destatis-Automobilindustrie-verliert-42-300-Beschaeftigte-in-einem-Jahr-11414081.html">In der Autoindustrie arbeiteten</a> im ersten Halbjahr 691.500 Menschen, 42.300 weniger als ein Jahr zuvor und so wenige wie seit 2005 nicht.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5154810" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11432930"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-wird-im-China-Handel-zum-Defizitland-11432930.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/4/8/1/0/mittelstand_1F-d0641bd95d6761d3.jpeg" alt="Zahnräder mit Sternen in Deutschland-Farben vor Chinesischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zahnräder mit Sternen in Deutschland-Farben vor Chinesischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland wird im China-Handel zum Defizitland</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW kamen zusammen auf rund 284 Milliarden Euro Umsatz, 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr; im <a href="https://www.heise.de/news/Deutsche-Autobauer-verlieren-weiter-an-Boden-11459333.html">Ranking von 19 Herstellern</a> landeten sie auf den Plätzen 16, 17 und 19.</p>
<p>Auch die Entwicklungsarbeit wandert ab: 43 Prozent der Maschinenbauer forschen bereits außerhalb Deutschlands, <a href="https://www.telepolis.de/article/Maschinenbauer-verlagern-Forschung-ins-Ausland-11448572.html">unter anderem in China und Indien</a>.</p>
<p>Und die Handelsbilanz mit China selbst hat sich gedreht: 2025 stand ein Defizit von 89,3 Milliarden Euro <a href="https://www.telepolis.de/article/Deutschland-wird-im-China-Handel-zum-Defizitland-11432930.html">im deutschen China-Geschäft</a>.</p>
<h3 class="subheading">Die Zoll-Falle</h3>
<p>Bundeskanzler <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/bulletin/bk-unternehmertag-2452838" rel="external noopener" target="_blank">Friedrich Merz benannte</a> Mitte September beim BGA-Unternehmertag in Berlin Automobilbau, Maschinenbau und Chemie als jene Kernbranchen, in denen deutsche und chinesische Firmen inzwischen direkt konkurrieren, und kritisierte staatliche Eingriffe, Überkapazitäten und subventionierte Exporte.</p>
<p>Kein einziges EU-Land erzielt nach Merz' Angaben noch einen Handelsbilanzüberschuss mit China; zusammen summiert sich das Defizit der 27 Mitgliedstaaten auf mehr als 300 Milliarden Euro im Jahr. Brüssel reagiert punktuell: Am 18. September verhängte die EU-Kommission etwa vorläufige Schutzmaßnahmen für kornorientierten Elektrobandstahl.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5098700" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11328826"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ministerin-Reiche-in-China-Zahlen-offenbaren-prekaere-Abhaengigkeit-11328826.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/8/7/0/0/Reiche_China-2-01-f88620c390f3ec09.jpeg" alt="Katherina Reiche vor China-Flagge mit einem von fünf Bewertungssternen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Katherina Reiche vor China-Flagge mit einem von fünf Bewertungssternen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ministerin Reiche in China: Zahlen offenbaren prekäre Abhängigkeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ein Patentrezept sind Zölle aber nicht und sie werden von der Wirtschaft argwöhnisch betrachtet. Laut einem <a href="https://single-market-economy.ec.europa.eu/news/eu-businesses-redesign-supply-chains-geopolitical-risks-become-new-normal-report-finds-2026-09-17_en" rel="external noopener" target="_blank">Bericht von EU-Kommission und Europäischer Investitionsbank</a> rechnen 60 Prozent der Unternehmen mit China-Geschäft damit, dass Zölle für sie selbst zum Dauerhindernis werden, etwa weil dadurch Vorprodukte teurer werden.</p>
<h3 class="subheading">Entscheidung im Oktober</h3>
<p>Auf dem diplomatischen Parkett wird der Ton rauer. So warnte etwa der chinesische Außenminister Wang Yi seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul am Montag am Telefon vor einem Handelskrieg und warb für Dialog. Xi Jinping hatte wenige Tage zuvor verlangt, die "fortgeschrittene Fertigung" weiter auszubauen und die Lieferketten eigenständiger zu machen.</p>
<p>Am 15. und 16. Oktober beraten die EU-Staats- und Regierungschefs über die Wettbewerbsfähigkeit Europas; dabei dürfte auch das Handelsdefizit mit China auf den Tisch kommen, das allein im Juli nach <a href="https://ec.europa.eu/eurostat/en/web/products-euro-indicators/w/6-15092026-ap" rel="external noopener" target="_blank">Eurostat-Handelsdaten</a> 36,5 Milliarden Euro betrug.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152252" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11424057"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschlands-Krise-treibt-Mitteleuropa-in-Chinas-Arme-11424057.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/2/5/2/shutterstock_1804833151-76f0cbc643408861.jpeg" alt="Close,Up,Waving,Flag,Of,China.,Flag,Symbols,Of,China." style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Close,Up,Waving,Flag,Of,China.,Flag,Symbols,Of,China." style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschlands Krise treibt Mitteleuropa in Chinas Arme</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die EZB erinnert daran, dass günstigere Importe und Technologietransfer Europa auch nutzen können.</p>
<p>Für die Menschen hierzulande, die um ihre Arbeitsstelle und ihre wirtschaftliche Existenz bangen müssen, stellt sich das Problem dagegen anders dar: Hält die deutsche Industrie ihren technologischen Vorsprung bei Maschinen und Fahrzeugen, sodass Jobs in der Bundesrepublik erhalten bleiben – oder folgen weitere Werkshallen dem kroatischen Beispiel?</p>
2026-09-22T20:10:00.000Z
urn:bid:5169738
2026-09-22T18:05:00.000Z
LONGi und die Soochow University lösen Grenzflächenproblem mit ZrO₂-Nanopartikeln. Die 34 % sind kein Rekord, aber der Ansatz könnte die Fertigung voranbringen.</p>
<p>Kristalline Siliziumzellen sind fast ausgereizt: Physikalisch liegt ihre Obergrenze bei rund 29,4 Prozent. Die Hoffnung der Branche ruht deshalb auf Tandemzellen.</p>
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<p>Dabei sitzt eine hauchdünne Perowskitschicht auf der Siliziumzelle und schluckt den blauen Teil des Sonnenlichts, das Silizium darunter verwertet den roten. Theoretisch sind so bis zu 43 Prozent möglich. Praktisch hakt es bislang an einer Schicht ganz unten in der Zelle.</p>
<p>Genau dort haben Forscher der Soochow University gemeinsam mit dem Central Research Institute des Photovoltaikkonzerns LONGi angesetzt.</p>
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<p>Ihre <a href="https://doi.org/10.1016/j.scib.2026.09.007" rel="external noopener" target="_blank">Arbeit im Fachjournal Science Bulletin</a> beschreibt eine Tandemzelle, die im Labor 34,0 Prozent Wirkungsgrad erreichte. Ein zweites, unabhängig zertifiziertes Bauelement kam auf 33,5 Prozent – und auf eine Leerlaufspannung von 2,014 Volt, einen der höchsten Werte, die für diese Zellklasse bisher gemessen wurden.</p>
<h3 class="subheading">Das Problem steckt in der vergrabenen Grenzfläche</h3>
<p>Siliziumzellen haben eine aufgeraute, pyramidenartige Oberfläche, damit möglichst wenig Licht zurückgeworfen wird.</p>
<p>Für die flüssig aufgebrachte Perowskitvorstufe ist diese Textur ein Hindernis: Der Film wird ungleichmäßig, es bleiben Poren und kleine Kristallkörner. Noch unangenehmer ist die Stelle, an der der Perowskit auf die Lochtransportschicht trifft, eine vergrabene Grenzfläche.</p>
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<p>Dort verlieren Ladungsträger nämlich ihre Energie, ohne Strom zu liefern; Fachleute nennen das nichtstrahlende Rekombination. Schutzschichten dagegen gibt es längst, nur wirkten sie oft wie ein Isolator und bremsten den Ladungstransport aus.</p>
<h3 class="subheading">Ein Gerüst mit Lücken</h3>
<p>Der Kniff des Teams: Statt einer durchgehenden Schicht streute es einzelne Nanopartikel aus monoklinem Zirkoniumdioxid (ZrO2) zwischen das transparente leitfähige Oxid und die selbstorganisierte Molekülmonolage.</p>
<p>Heraus kommt ein löchriges Nanogerüst. Die Partikel verändern die Oberflächenenergie, sodass sich die Perowskitlösung gleichmäßiger verteilt und dichtere Filme mit größeren Körnern wachsen.</p>
<p>Gleichzeitig schirmen die ZrO2-Inseln lokale Feldschwankungen ab und unterdrücken die Rekombination, während die freien Flächen dazwischen die Ladungen weiter abfließen lassen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5114498" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11360120"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Perowskit-Solarzelle-aus-Berlin-27-3-Prozent-Effizienz-und-770-Stunden-stabil-11360120.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/4/4/9/8/laura_pressrelease_all_pero_tandem_16-9-2f71eb338d297968.png" alt="Zwei Figuren untersuchen eine geschichtete Struktur mit Molekülmodellen" style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Zwei Figuren untersuchen eine geschichtete Struktur mit Molekülmodellen" style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Perowskit-Solarzelle aus Berlin: 27,3 Prozent Effizienz und 770 Stunden stabil</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Röntgen-Photoelektronenspektroskopie stützt die Bildung von Zr-O-P-Bindungen zu den Molekülen – daher der Name „doppelt verankerte Grenzflächenarchitektur“.</p>
<p>Die Lebensdauer der Ladungsträger stieg von 1,46 auf 2,81 Mikrosekunden.</p>
<h3 class="subheading">Labor ist nicht Hausdach</h3>
<p>Die beste Zelle lieferte 1,997 Volt Leerlaufspannung, 20,36 mA/cm² Kurzschlussstromdichte und einen Füllfaktor von 83,62 Prozent. Verkapselte Exemplare liefen 2000 Stunden unter Dauerbeleuchtung im Leistungsoptimum und behielten mehr als 84 Prozent ihres Anfangswirkungsgrads – bei Raumtemperatur im Labor.</p>
<p>Hitze, Feuchte, Verschmutzung und wechselnde Einstrahlung eines echten Daches bleiben ungetestet. Auch sonst lässt die kompakte Kurzmitteilung Fragen offen: Wer die 33,5 Prozent und die 2,014 Volt zertifiziert hat, nennen die Autoren nicht, und die aktive Fläche der Zelle wird in den Unterlagen ebenfalls nicht genannt.</p>
<p>Ein Effizienzrekord ist die Zelle nicht. Die Vergleichstabellen „Solar cell efficiency tables“ führen für diese Bauart bereits 35,2 Prozent, und LONGi selbst meldete im Juli eine von der European Solar Test Installation zertifizierte Tandemzelle mit 35,5 Prozent, wie die <a href="https://www.longi.com/en/news/crystalline-silicon-perovskite-tandem-solar-cell-new-world-efficiency-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Rekordmeldung des Herstellers</a> zeigt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4914297" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10520184"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Perowskit-Neue-Indoor-Solarzellen-machen-Batterien-ueberfluessig-10520184.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="768" height="432" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/4/2/9/7/panels_of_their_solar_cells_optimised_for_indoor_light_credit_ucl_james_tye-d1f80ef68fa71c91.jpeg" alt="Indoor-Solarzellen werden mit Kunstlicht bestrahlt." style="aspect-ratio:768 / 432"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="768" height="432" alt="Indoor-Solarzellen werden mit Kunstlicht bestrahlt." style="aspect-ratio:768 / 432;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Perowskit: Neue Indoor-Solarzellen machen Batterien überflüssig</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Wert der Studie liegt woanders: in der Kombination aus hoher Spannung, gebremster Rekombination und funktionierendem Ladungstransport.</p>
<p>Dass ein Hersteller mit im Boot sitzt, spricht für Interesse an der Fertigung. LONGi hat Tandemzellen mit 34,3 Prozent auf 261 cm² und 32,2 Prozent auf 274 cm² sowie Module mit 31,4 und 29,4 Prozent vorgestellt – die Technik verlässt die Briefmarkengröße.</p>
<p>Zu Preisen, Garantien oder einem Marktstart ZrO2-modifizierter Module gibt es aber nichts. Wer jetzt eine Anlage plant, plant weiter mit Silizium.</p>
LONGi und die Soochow University lösen Grenzflächenproblem mit ZrO₂-Nanopartikeln. Die 34 % sind kein Rekord, aber der Ansatz könnte die Fertigung voranbringen.</p>
<p>Kristalline Siliziumzellen sind fast ausgereizt: Physikalisch liegt ihre Obergrenze bei rund 29,4 Prozent. Die Hoffnung der Branche ruht deshalb auf Tandemzellen.</p>
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<p>Dabei sitzt eine hauchdünne Perowskitschicht auf der Siliziumzelle und schluckt den blauen Teil des Sonnenlichts, das Silizium darunter verwertet den roten. Theoretisch sind so bis zu 43 Prozent möglich. Praktisch hakt es bislang an einer Schicht ganz unten in der Zelle.</p>
<p>Genau dort haben Forscher der Soochow University gemeinsam mit dem Central Research Institute des Photovoltaikkonzerns LONGi angesetzt.</p>
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<p>Ihre <a href="https://doi.org/10.1016/j.scib.2026.09.007" rel="external noopener" target="_blank">Arbeit im Fachjournal Science Bulletin</a> beschreibt eine Tandemzelle, die im Labor 34,0 Prozent Wirkungsgrad erreichte. Ein zweites, unabhängig zertifiziertes Bauelement kam auf 33,5 Prozent – und auf eine Leerlaufspannung von 2,014 Volt, einen der höchsten Werte, die für diese Zellklasse bisher gemessen wurden.</p>
<h3 class="subheading">Das Problem steckt in der vergrabenen Grenzfläche</h3>
<p>Siliziumzellen haben eine aufgeraute, pyramidenartige Oberfläche, damit möglichst wenig Licht zurückgeworfen wird.</p>
<p>Für die flüssig aufgebrachte Perowskitvorstufe ist diese Textur ein Hindernis: Der Film wird ungleichmäßig, es bleiben Poren und kleine Kristallkörner. Noch unangenehmer ist die Stelle, an der der Perowskit auf die Lochtransportschicht trifft, eine vergrabene Grenzfläche.</p>
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<p>Dort verlieren Ladungsträger nämlich ihre Energie, ohne Strom zu liefern; Fachleute nennen das nichtstrahlende Rekombination. Schutzschichten dagegen gibt es längst, nur wirkten sie oft wie ein Isolator und bremsten den Ladungstransport aus.</p>
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<p>Der Kniff des Teams: Statt einer durchgehenden Schicht streute es einzelne Nanopartikel aus monoklinem Zirkoniumdioxid (ZrO2) zwischen das transparente leitfähige Oxid und die selbstorganisierte Molekülmonolage.</p>
<p>Heraus kommt ein löchriges Nanogerüst. Die Partikel verändern die Oberflächenenergie, sodass sich die Perowskitlösung gleichmäßiger verteilt und dichtere Filme mit größeren Körnern wachsen.</p>
<p>Gleichzeitig schirmen die ZrO2-Inseln lokale Feldschwankungen ab und unterdrücken die Rekombination, während die freien Flächen dazwischen die Ladungen weiter abfließen lassen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5114498" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11360120"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Perowskit-Solarzelle-aus-Berlin-27-3-Prozent-Effizienz-und-770-Stunden-stabil-11360120.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/4/4/9/8/laura_pressrelease_all_pero_tandem_16-9-2f71eb338d297968.png" alt="Zwei Figuren untersuchen eine geschichtete Struktur mit Molekülmodellen" style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Zwei Figuren untersuchen eine geschichtete Struktur mit Molekülmodellen" style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Perowskit-Solarzelle aus Berlin: 27,3 Prozent Effizienz und 770 Stunden stabil</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Röntgen-Photoelektronenspektroskopie stützt die Bildung von Zr-O-P-Bindungen zu den Molekülen – daher der Name „doppelt verankerte Grenzflächenarchitektur“.</p>
<p>Die Lebensdauer der Ladungsträger stieg von 1,46 auf 2,81 Mikrosekunden.</p>
<h3 class="subheading">Labor ist nicht Hausdach</h3>
<p>Die beste Zelle lieferte 1,997 Volt Leerlaufspannung, 20,36 mA/cm² Kurzschlussstromdichte und einen Füllfaktor von 83,62 Prozent. Verkapselte Exemplare liefen 2000 Stunden unter Dauerbeleuchtung im Leistungsoptimum und behielten mehr als 84 Prozent ihres Anfangswirkungsgrads – bei Raumtemperatur im Labor.</p>
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<p>Ein Effizienzrekord ist die Zelle nicht. Die Vergleichstabellen „Solar cell efficiency tables“ führen für diese Bauart bereits 35,2 Prozent, und LONGi selbst meldete im Juli eine von der European Solar Test Installation zertifizierte Tandemzelle mit 35,5 Prozent, wie die <a href="https://www.longi.com/en/news/crystalline-silicon-perovskite-tandem-solar-cell-new-world-efficiency-2026/" rel="external noopener" target="_blank">Rekordmeldung des Herstellers</a> zeigt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4914297" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10520184"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Perowskit-Neue-Indoor-Solarzellen-machen-Batterien-ueberfluessig-10520184.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="768" height="432" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/4/2/9/7/panels_of_their_solar_cells_optimised_for_indoor_light_credit_ucl_james_tye-d1f80ef68fa71c91.jpeg" alt="Indoor-Solarzellen werden mit Kunstlicht bestrahlt." style="aspect-ratio:768 / 432"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="768" height="432" alt="Indoor-Solarzellen werden mit Kunstlicht bestrahlt." style="aspect-ratio:768 / 432;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Perowskit: Neue Indoor-Solarzellen machen Batterien überflüssig</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Wert der Studie liegt woanders: in der Kombination aus hoher Spannung, gebremster Rekombination und funktionierendem Ladungstransport.</p>
<p>Dass ein Hersteller mit im Boot sitzt, spricht für Interesse an der Fertigung. LONGi hat Tandemzellen mit 34,3 Prozent auf 261 cm² und 32,2 Prozent auf 274 cm² sowie Module mit 31,4 und 29,4 Prozent vorgestellt – die Technik verlässt die Briefmarkengröße.</p>
<p>Zu Preisen, Garantien oder einem Marktstart ZrO2-modifizierter Module gibt es aber nichts. Wer jetzt eine Anlage plant, plant weiter mit Silizium.</p>
2026-09-22T18:05:00.000Z
urn:bid:5169248
2026-09-22T12:00:00.000Z
Die IG Metall mobilisiert gegen Stellenabbau und Werksschließungen. Der VDA sieht vor allem den Standort Deutschland in der Krise. Worum es eigentlich geht.</p>
<p>An diesem Montag wurde es an den deutschen Automobilstandorten laut. Die IG Metall hatte für den 21. September zu einem <a href="https://www.igmetall.de/presse/pressemitteilungen/2026/bundesweiter-automobil-aktionstag-der-ig-metall" rel="external noopener" target="_blank">bundesweiten Aktionstag</a> aufgerufen. Unter dem Motto "Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke" protestieren rund 175.000 Beschäftigte gegen Stellenabbau, Sparprogramme und drohende Werksschließungen.</p>
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<p>Die Gewerkschaft spricht von einem beispiellosen Angriff auf die Beschäftigung. Zehntausende Arbeitsplätze seien bereits verloren gegangen, weitere bedroht.</p>
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<p>Dass die deutsche Automobilindustrie in einer schweren Krise steckt, bestreitet auch die Arbeitgeberseite nicht. Interessant ist vielmehr, wie die Krise erklärt wird. Wer die aktuellen Stellungnahmen der IG Metall und des Verbands der Automobilindustrie (VDA) nebeneinanderlegt, stößt auf zwei sehr verschiedene Erzählungen. Beide sprechen von Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und der Zukunft der Arbeitsplätze. Doch sie meinen damit keineswegs dasselbe.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Zwei Erklärungen für dieselbe Krise</strong></h3>
<p>Die IG Metall legt in ihrem aktuellen <a href="https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/faq-zur-krise-in-der-automobilindustrie" rel="external noopener" target="_blank">FAQ</a> den Schwerpunkt auf unternehmerische Entscheidungen. Die Probleme seien nicht von den Beschäftigten verursacht worden. Sie lägen vielmehr in falschen Managemententscheidungen, verschleppten Investitionen und veränderten Weltmärkten. Die deutschen Hersteller hätten Entwicklungen bei Elektromobilität, Batterietechnik und Software unterschätzt und zu spät reagiert.</p>
<p>Der VDA spricht dagegen von einer <a href="https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2026/260708_Kommentierung_Standortkrise" rel="external noopener" target="_blank">"anhaltenden und gravierenden Standortkrise"</a>. Hohe Steuern und Abgaben, teure Energie, hohe Lohnkosten und Bürokratie verschlechterten die Bedingungen für die Produktion. Hinzu komme eine fehlende Technologieoffenheit. Unternehmen würden deshalb zunehmend davon abgehalten, in Deutschland zu investieren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5061969" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254065"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschlands-Autobauer-Zu-langsam-zu-teuer-zu-selbstgefaellig-11254065.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/1/9/6/9/china-EU-Auto-02-bdde1a3bf89ca0d7.jpeg" alt="Chinesisches Auto überholt EU-Auto" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Chinesisches Auto überholt EU-Auto" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschlands Autobauer: Zu langsam, zu teuer, zu selbstgefällig</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Unterschied ist grundsätzlicher, als es zunächst scheint. Bei der IG Metall steht das Unternehmen im Mittelpunkt: Welche Produkte wurden entwickelt? Wo wurde investiert? Welche strategischen Entscheidungen wurden getroffen? Beim VDA steht der Standort im Mittelpunkt: Wie hoch sind Energiepreise, Lohnkosten, Steuern und regulatorische Belastungen?</p>
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<p>Damit verschiebt sich auch die Frage nach der Verantwortung. Ist die Krise vor allem ein Problem des Standorts, muss vor allem die Politik die Bedingungen für Unternehmen verbessern, die Beschäftigten müssen sich anpassen. Geht sie dagegen wesentlich auf strategische Fehler der Konzerne zurück, stellt sich überhaupt erst die Frage, warum nun ausgerechnet die Beschäftigten die Folgen tragen sollen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Umkämpfte Zahlen</strong></h3>
<p>Der VDA liefert für seine Interpretation eine eindrucksvolle Zahl: Bis 2035 könnten gegenüber 2019 insgesamt rund <a href="https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2026/260513_PM_Beschaeftigungsentwicklung_2035" rel="external noopener" target="_blank">225.000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie verloren gehen</a>. Rund 100.000 seien nach Verbandsangaben seit 2019 bereits weggefallen, weitere rund 125.000 werden demnach bis 2035 erwartet, sollte sich an Technologieoffenheit und Standortbedingungen nichts ändern.</p>
<p>Wie dramatisch der Beschäftigungsabbau bereits jetzt tatsächlich verläuft, zeigen unabhängig von dieser Prognose die Zahlen des <a href="https://www.ey.com/de_de/newsroom/2026/08/ey-analyse-industriebarometer-q2-2026" rel="external noopener" target="_blank">EY-Industriebarometers</a>: Seit 2019 sind in der deutschen Autoindustrie schon rund 142.400 Arbeitsplätze verloren gegangen – ein Rückgang um rund 16 Prozent. Allein im vergangenen Jahr sank die Beschäftigung in der Branche um 5,8 Prozent, während der Umsatz im selben Zeitraum nahezu stabil blieb (minus 0,1 Prozent).</p>
<p>Auch industrieweit reißt der Trend nicht ab: Binnen eines Jahres gingen rund 144.000 Industriearbeitsplätze verloren, seit 2019 summiert sich der Abbau branchenübergreifend auf rund 379.150 Stellen – ein Rückgang um 7,0 Prozent. Etwa jeder vierzehnte Industriearbeitsplatz in Deutschland ist damit seit 2019 verschwunden, in der Autoindustrie sogar fast jeder sechste.</p>
<p>Bemerkenswert daran: Wenn Beschäftigung stärker sinkt als der Umsatz, lässt sich der Stellenabbau nicht allein mit akuter Auftragsnot erklären. Auch das relativiert die reine Standortkosten-Erzählung.</p>
<p>Doch die empirische Beschreibung der Krise ist inzwischen umkämpft. Im Juli kritisierte die <a href="https://baden-wuerttemberg.igmetall.de/2026/2026-07-16-pressemitteilung-24-2026" rel="external noopener" target="_blank">IG Metall Baden-Württemberg</a> eine <a href="https://baymevbm.de/baymevbm/ServiceCenter/Statistik/Konjunktur-Arbeitsmarkt/Studie-ELAB-2040-Wertsch%C3%B6pfung-und-Besch%C3%A4ftigung-in-der-Automobilindustrie.jsp?" rel="external noopener" target="_blank">Studie von Gesamtmetall, Südwestmetall, bayme vbm und vbw</a> zur Beschäftigungsentwicklung. Die Gewerkschaft warf den Arbeitgeberverbänden vor, mit dramatisierten Zahlen ein Schreckensszenario zu erzeugen. Die Studie betrachte vor allem den Antriebsstrang und lasse wichtige Zukunftsfelder wie Software, Forschung und Entwicklung oder automatisiertes Fahren weitgehend außen vor.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107873" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11346990"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autokrise-VW-Mercedes-und-BMW-kuerzen-Jobs-Loehne-und-Kapazitaeten-11346990.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/8/7/3/shutterstock_2669685153-57b1c740a48823a2.jpeg" alt="Ein VW Autohaus mit geparkten Autos und einem bunten VW Bus." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Ein VW Autohaus mit geparkten Autos und einem bunten VW Bus." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autokrise: VW, Mercedes und BMW kürzen Jobs, Löhne und Kapazitäten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Vor allem aber, so die Kritik, widerspreche die politische Botschaft teilweise den eigenen Ergebnissen der Studie: Ein wesentlicher Teil des Wertschöpfungsrückgangs ergebe sich demnach nicht unmittelbar aus europäischer Regulierung, sondern aus der Verschiebung globaler Nachfrage- und Produktionsstrukturen.</p>
<p>Der Streit dreht sich damit nicht nur darum, wie viele Arbeitsplätze verschwinden. Er dreht sich darum, warum sie verschwinden – und damit auch darum, wer etwas dagegen tun kann.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wettbewerbsfähigkeit ist kein Naturgesetz</strong></h3>
<p>Der VDA formuliert seine Konsequenz eindeutig: Deutschland müsse "wettbewerbsfähiger" werden. Dafür brauche es umfassende Reformen, Kostendisziplin und mehr Flexibilität. Auch die Unternehmen müssten ihre Geschäftsmodelle anpassen, was "notwendige Personalanpassungen" einschließe. Nicht alle Werke würden sich halten lassen.</p>
<p>Die Beschäftigtenseite bestreitet keineswegs, dass Unternehmen sich wirtschaftlich neu ausrichten müssen. Sie stellt aber die Frage, warum Wettbewerbsfähigkeit so häufig mit niedrigeren Kosten für Beschäftigte gleichgesetzt wird.</p>
<p>Ein Blick auf die Tarifauseinandersetzung bei Volkswagen im Jahr 2024 macht den Unterschied greifbar. Volkswagen forderte damals unter anderem <a href="https://www.volkswagen-group.com/de/pressemitteilungen/tarifverhandlung-volkswagen-setzt-fuer-zukunftssicherung-auf-beitrag-der-beschaeftigten-18804" rel="external noopener" target="_blank">eine Senkung der Tarifentgelte um zehn Prozent</a>, den Wegfall von Sonderzahlungen sowie Veränderungen bei Arbeitszeit und Ausbildung. Die Begründung: Nur ein wirtschaftlich erfolgreicher Konzern könne sichere Arbeitsplätze bieten; dafür müssten die Arbeitskosten sinken.</p>
<p>Die IG Metall setzte dem Beschäftigungssicherung und Standorterhalt entgegen. Am Ende akzeptierte sie erhebliche Einschnitte: Die tarifliche Entgelterhöhung wurde zunächst ausgesetzt, Arbeitszeitregelungen wurden verändert und den Beschäftigten wurde damit ein erheblicher Beitrag abgerungen. Im Gegenzug wurden <a href="https://www.igmetall.de/tarif/tarifrunden/tarifrunde-volkswagen-2024" rel="external noopener" target="_blank">betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2030 ausgeschlossen</a> und eine Perspektive für die Standorte vereinbart.</p>
<p>Die Beschäftigten haben also längst bezahlt.</p>
<p>Das ist ein Punkt, der in der aktuellen Debatte leicht verloren geht. Die IG Metall verweist auf zahlreiche Vereinbarungen, mit denen Beschäftigte auf Lohnbestandteile, Arbeitszeit oder andere tarifliche Ansprüche verzichteten, um Arbeitsplätze zu sichern. Wenn danach erneut mit Stellenabbau, Werksschließungen oder weiteren Einschnitten argumentiert wird, geht es nicht mehr allein um eine zwangsläufige Anpassung an eine objektive Krise. Es geht um die Verteilung ihrer Kosten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer hat von den fetten Jahren profitiert?</strong></h3>
<p>Die Gewerkschaft verweist auf die hohen Gewinne der vergangenen Jahre und auf Ausschüttungen an Aktionäre. Volkswagen erzielte 2023 demnach knapp 18 Milliarden Euro Gewinn, BMW 2022 mehr als 18 Milliarden und Mercedes 2021 rund 23,4 Milliarden Euro. Zugleich seien die Dividendenzahlungen erheblich gestiegen. BMW und Mercedes nutzten zudem Aktienrückkäufe.</p>
<p>Wenn Unternehmen nach Jahren hoher Gewinne feststellen, dass ihre Geschäftsmodelle unter Druck geraten, folgt daraus nicht automatisch, dass nun die Beschäftigten die Rechnung begleichen müssen. Zumal Gewinne nicht ausschließlich in langfristige industrielle Investitionen flossen, sondern eben auch – und vor allem – an Eigentümer und Aktionäre.</p>
<p>Die IG Metall formuliert deshalb eine andere Vorstellung von Zukunftssicherung: strategische Investitionen in neue Produkte, Anlagen und Qualifizierung statt einer Konzentration auf kurzfristige Renditeziele. Die Frage lautet nicht, wie billig ein Standort produzieren kann, sondern was dort künftig produziert werden soll.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Transformation oder Abbau?</strong></h3>
<p>Bemerkenswert ist, dass IG Metall und VDA durchaus gemeinsame Positionen haben. In einer <a href="https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2025/250911_PM_Gemeinsame_Erklaerung_VDA_und_IG_Metall" rel="external noopener" target="_blank">gemeinsamen Erklärung von 2025</a> bezeichneten beide die Lage der deutschen Auto- und Zulieferindustrie als bedrohlich. Beide verwiesen auf die schwache europäische Nachfrage, internationalen Wettbewerb, hohe Kosten und Handelskonflikte. Beide forderten industriepolitische Unterstützung und eine Sicherung von Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland.</p>
<p>Der Konflikt beginnt bei den Konsequenzen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5159079" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11441405"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Aktie-feiert-vier-Werke-bangen-Die-zynische-Logik-des-Kahlschlags-11441405.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/9/0/7/9/shutterstock_686053876-50428a55727c4e80.jpeg" alt="Das silberne Volkswagen-Logo auf einem Auto." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Das silberne Volkswagen-Logo auf einem Auto." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">VW-Aktie feiert, vier Werke bangen: Die zynische Logik des Kahlschlags</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5124953" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11379772"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Das-Ruestungsgeschaeft-wird-zum-neuen-Hoffnungstraeger-der-Autoindustrie-11379772.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1243" height="698" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/4/9/5/3/Master_VW-5403ab39ad7c225c.jpeg" alt="Grafik zeigt VW-Käfer in Tarnfarben" style="aspect-ratio:1243 / 698"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1243" height="698" alt="Grafik zeigt VW-Käfer in Tarnfarben" style="aspect-ratio:1243 / 698;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Das Rüstungsgeschäft wird zum neuen Hoffnungsträger der Autoindustrie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der VDA fordert unter anderem mehr "Technologieoffenheit". Nach seiner Berechnung könnten bis 2035 rund 50.000 Arbeitsplätze erhalten bleiben, wenn neben batterieelektrischen Fahrzeugen auch Plug-in-Hybride, Range Extender und Verbrenner mit erneuerbaren Kraftstoffen eine größere Rolle spielen.</p>
<p>Die IG Metall fordert dagegen Investitionen in Batterie, Leistungselektronik, E-Maschine und Software. Ihre Kritik richtet sich nicht gegen die Transformation, sondern gegen eine Transformation, bei der Unternehmen die Umstellung verschleppen und anschließend die Kosten des Strukturwandels auf Beschäftigte und Politik abwälzen.</p>
<p>Das Problem ist nicht die Transformation als solche, sondern dass diese ohne industrielle Strategie erfolgt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wessen Erzählung überzeugt</strong></h3>
<p>An den Fakten gemessen trägt die IG-Metall-Diagnose deutlich weiter als die des VDA. Ein sinkender Lohnkostenanteil bei gleichzeitig anhaltenden Milliardenausschüttungen lässt sich nicht seriös als Standortkostenproblem verkaufen – zumal die Beschäftigung in der Autoindustrie zuletzt schneller sank als der Umsatz.</p>
<p>Die VDA-Erzählung von der überregulierten, überteuerten Bundesrepublik funktioniert vor allem als politische Verhandlungsmasse gegenüber Brüssel und Berlin – sie blendet aus, dass Manager jahrelang Rekordgewinne lieber an Aktionäre als in Software, Batterietechnik und neue Standorte gesteckt haben, wie es die Gewerkschaft zu Recht anprangert.</p>
<p>Der gestrige Aktionstag ist deshalb mehr als nur Symbolik: Er ist ein Ausdruck davon, eine Krise, deren Kosten sozialisiert und deren Gewinne privatisiert wurden, wieder als das zu benennen, was sie ist – eine Verteilungsfrage, keine Naturkatastrophe.</p>
Die IG Metall mobilisiert gegen Stellenabbau und Werksschließungen. Der VDA sieht vor allem den Standort Deutschland in der Krise. Worum es eigentlich geht.</p>
<p>An diesem Montag wurde es an den deutschen Automobilstandorten laut. Die IG Metall hatte für den 21. September zu einem <a href="https://www.igmetall.de/presse/pressemitteilungen/2026/bundesweiter-automobil-aktionstag-der-ig-metall" rel="external noopener" target="_blank">bundesweiten Aktionstag</a> aufgerufen. Unter dem Motto "Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke" protestieren rund 175.000 Beschäftigte gegen Stellenabbau, Sparprogramme und drohende Werksschließungen.</p>
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<p>Die Gewerkschaft spricht von einem beispiellosen Angriff auf die Beschäftigung. Zehntausende Arbeitsplätze seien bereits verloren gegangen, weitere bedroht.</p>
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<p>Dass die deutsche Automobilindustrie in einer schweren Krise steckt, bestreitet auch die Arbeitgeberseite nicht. Interessant ist vielmehr, wie die Krise erklärt wird. Wer die aktuellen Stellungnahmen der IG Metall und des Verbands der Automobilindustrie (VDA) nebeneinanderlegt, stößt auf zwei sehr verschiedene Erzählungen. Beide sprechen von Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und der Zukunft der Arbeitsplätze. Doch sie meinen damit keineswegs dasselbe.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Zwei Erklärungen für dieselbe Krise</strong></h3>
<p>Die IG Metall legt in ihrem aktuellen <a href="https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/faq-zur-krise-in-der-automobilindustrie" rel="external noopener" target="_blank">FAQ</a> den Schwerpunkt auf unternehmerische Entscheidungen. Die Probleme seien nicht von den Beschäftigten verursacht worden. Sie lägen vielmehr in falschen Managemententscheidungen, verschleppten Investitionen und veränderten Weltmärkten. Die deutschen Hersteller hätten Entwicklungen bei Elektromobilität, Batterietechnik und Software unterschätzt und zu spät reagiert.</p>
<p>Der VDA spricht dagegen von einer <a href="https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2026/260708_Kommentierung_Standortkrise" rel="external noopener" target="_blank">"anhaltenden und gravierenden Standortkrise"</a>. Hohe Steuern und Abgaben, teure Energie, hohe Lohnkosten und Bürokratie verschlechterten die Bedingungen für die Produktion. Hinzu komme eine fehlende Technologieoffenheit. Unternehmen würden deshalb zunehmend davon abgehalten, in Deutschland zu investieren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5061969" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254065"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschlands-Autobauer-Zu-langsam-zu-teuer-zu-selbstgefaellig-11254065.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/1/9/6/9/china-EU-Auto-02-bdde1a3bf89ca0d7.jpeg" alt="Chinesisches Auto überholt EU-Auto" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Chinesisches Auto überholt EU-Auto" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschlands Autobauer: Zu langsam, zu teuer, zu selbstgefällig</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Unterschied ist grundsätzlicher, als es zunächst scheint. Bei der IG Metall steht das Unternehmen im Mittelpunkt: Welche Produkte wurden entwickelt? Wo wurde investiert? Welche strategischen Entscheidungen wurden getroffen? Beim VDA steht der Standort im Mittelpunkt: Wie hoch sind Energiepreise, Lohnkosten, Steuern und regulatorische Belastungen?</p>
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<p>Damit verschiebt sich auch die Frage nach der Verantwortung. Ist die Krise vor allem ein Problem des Standorts, muss vor allem die Politik die Bedingungen für Unternehmen verbessern, die Beschäftigten müssen sich anpassen. Geht sie dagegen wesentlich auf strategische Fehler der Konzerne zurück, stellt sich überhaupt erst die Frage, warum nun ausgerechnet die Beschäftigten die Folgen tragen sollen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Umkämpfte Zahlen</strong></h3>
<p>Der VDA liefert für seine Interpretation eine eindrucksvolle Zahl: Bis 2035 könnten gegenüber 2019 insgesamt rund <a href="https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2026/260513_PM_Beschaeftigungsentwicklung_2035" rel="external noopener" target="_blank">225.000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie verloren gehen</a>. Rund 100.000 seien nach Verbandsangaben seit 2019 bereits weggefallen, weitere rund 125.000 werden demnach bis 2035 erwartet, sollte sich an Technologieoffenheit und Standortbedingungen nichts ändern.</p>
<p>Wie dramatisch der Beschäftigungsabbau bereits jetzt tatsächlich verläuft, zeigen unabhängig von dieser Prognose die Zahlen des <a href="https://www.ey.com/de_de/newsroom/2026/08/ey-analyse-industriebarometer-q2-2026" rel="external noopener" target="_blank">EY-Industriebarometers</a>: Seit 2019 sind in der deutschen Autoindustrie schon rund 142.400 Arbeitsplätze verloren gegangen – ein Rückgang um rund 16 Prozent. Allein im vergangenen Jahr sank die Beschäftigung in der Branche um 5,8 Prozent, während der Umsatz im selben Zeitraum nahezu stabil blieb (minus 0,1 Prozent).</p>
<p>Auch industrieweit reißt der Trend nicht ab: Binnen eines Jahres gingen rund 144.000 Industriearbeitsplätze verloren, seit 2019 summiert sich der Abbau branchenübergreifend auf rund 379.150 Stellen – ein Rückgang um 7,0 Prozent. Etwa jeder vierzehnte Industriearbeitsplatz in Deutschland ist damit seit 2019 verschwunden, in der Autoindustrie sogar fast jeder sechste.</p>
<p>Bemerkenswert daran: Wenn Beschäftigung stärker sinkt als der Umsatz, lässt sich der Stellenabbau nicht allein mit akuter Auftragsnot erklären. Auch das relativiert die reine Standortkosten-Erzählung.</p>
<p>Doch die empirische Beschreibung der Krise ist inzwischen umkämpft. Im Juli kritisierte die <a href="https://baden-wuerttemberg.igmetall.de/2026/2026-07-16-pressemitteilung-24-2026" rel="external noopener" target="_blank">IG Metall Baden-Württemberg</a> eine <a href="https://baymevbm.de/baymevbm/ServiceCenter/Statistik/Konjunktur-Arbeitsmarkt/Studie-ELAB-2040-Wertsch%C3%B6pfung-und-Besch%C3%A4ftigung-in-der-Automobilindustrie.jsp?" rel="external noopener" target="_blank">Studie von Gesamtmetall, Südwestmetall, bayme vbm und vbw</a> zur Beschäftigungsentwicklung. Die Gewerkschaft warf den Arbeitgeberverbänden vor, mit dramatisierten Zahlen ein Schreckensszenario zu erzeugen. Die Studie betrachte vor allem den Antriebsstrang und lasse wichtige Zukunftsfelder wie Software, Forschung und Entwicklung oder automatisiertes Fahren weitgehend außen vor.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107873" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11346990"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autokrise-VW-Mercedes-und-BMW-kuerzen-Jobs-Loehne-und-Kapazitaeten-11346990.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/8/7/3/shutterstock_2669685153-57b1c740a48823a2.jpeg" alt="Ein VW Autohaus mit geparkten Autos und einem bunten VW Bus." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Ein VW Autohaus mit geparkten Autos und einem bunten VW Bus." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autokrise: VW, Mercedes und BMW kürzen Jobs, Löhne und Kapazitäten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Vor allem aber, so die Kritik, widerspreche die politische Botschaft teilweise den eigenen Ergebnissen der Studie: Ein wesentlicher Teil des Wertschöpfungsrückgangs ergebe sich demnach nicht unmittelbar aus europäischer Regulierung, sondern aus der Verschiebung globaler Nachfrage- und Produktionsstrukturen.</p>
<p>Der Streit dreht sich damit nicht nur darum, wie viele Arbeitsplätze verschwinden. Er dreht sich darum, warum sie verschwinden – und damit auch darum, wer etwas dagegen tun kann.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wettbewerbsfähigkeit ist kein Naturgesetz</strong></h3>
<p>Der VDA formuliert seine Konsequenz eindeutig: Deutschland müsse "wettbewerbsfähiger" werden. Dafür brauche es umfassende Reformen, Kostendisziplin und mehr Flexibilität. Auch die Unternehmen müssten ihre Geschäftsmodelle anpassen, was "notwendige Personalanpassungen" einschließe. Nicht alle Werke würden sich halten lassen.</p>
<p>Die Beschäftigtenseite bestreitet keineswegs, dass Unternehmen sich wirtschaftlich neu ausrichten müssen. Sie stellt aber die Frage, warum Wettbewerbsfähigkeit so häufig mit niedrigeren Kosten für Beschäftigte gleichgesetzt wird.</p>
<p>Ein Blick auf die Tarifauseinandersetzung bei Volkswagen im Jahr 2024 macht den Unterschied greifbar. Volkswagen forderte damals unter anderem <a href="https://www.volkswagen-group.com/de/pressemitteilungen/tarifverhandlung-volkswagen-setzt-fuer-zukunftssicherung-auf-beitrag-der-beschaeftigten-18804" rel="external noopener" target="_blank">eine Senkung der Tarifentgelte um zehn Prozent</a>, den Wegfall von Sonderzahlungen sowie Veränderungen bei Arbeitszeit und Ausbildung. Die Begründung: Nur ein wirtschaftlich erfolgreicher Konzern könne sichere Arbeitsplätze bieten; dafür müssten die Arbeitskosten sinken.</p>
<p>Die IG Metall setzte dem Beschäftigungssicherung und Standorterhalt entgegen. Am Ende akzeptierte sie erhebliche Einschnitte: Die tarifliche Entgelterhöhung wurde zunächst ausgesetzt, Arbeitszeitregelungen wurden verändert und den Beschäftigten wurde damit ein erheblicher Beitrag abgerungen. Im Gegenzug wurden <a href="https://www.igmetall.de/tarif/tarifrunden/tarifrunde-volkswagen-2024" rel="external noopener" target="_blank">betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2030 ausgeschlossen</a> und eine Perspektive für die Standorte vereinbart.</p>
<p>Die Beschäftigten haben also längst bezahlt.</p>
<p>Das ist ein Punkt, der in der aktuellen Debatte leicht verloren geht. Die IG Metall verweist auf zahlreiche Vereinbarungen, mit denen Beschäftigte auf Lohnbestandteile, Arbeitszeit oder andere tarifliche Ansprüche verzichteten, um Arbeitsplätze zu sichern. Wenn danach erneut mit Stellenabbau, Werksschließungen oder weiteren Einschnitten argumentiert wird, geht es nicht mehr allein um eine zwangsläufige Anpassung an eine objektive Krise. Es geht um die Verteilung ihrer Kosten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer hat von den fetten Jahren profitiert?</strong></h3>
<p>Die Gewerkschaft verweist auf die hohen Gewinne der vergangenen Jahre und auf Ausschüttungen an Aktionäre. Volkswagen erzielte 2023 demnach knapp 18 Milliarden Euro Gewinn, BMW 2022 mehr als 18 Milliarden und Mercedes 2021 rund 23,4 Milliarden Euro. Zugleich seien die Dividendenzahlungen erheblich gestiegen. BMW und Mercedes nutzten zudem Aktienrückkäufe.</p>
<p>Wenn Unternehmen nach Jahren hoher Gewinne feststellen, dass ihre Geschäftsmodelle unter Druck geraten, folgt daraus nicht automatisch, dass nun die Beschäftigten die Rechnung begleichen müssen. Zumal Gewinne nicht ausschließlich in langfristige industrielle Investitionen flossen, sondern eben auch – und vor allem – an Eigentümer und Aktionäre.</p>
<p>Die IG Metall formuliert deshalb eine andere Vorstellung von Zukunftssicherung: strategische Investitionen in neue Produkte, Anlagen und Qualifizierung statt einer Konzentration auf kurzfristige Renditeziele. Die Frage lautet nicht, wie billig ein Standort produzieren kann, sondern was dort künftig produziert werden soll.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Transformation oder Abbau?</strong></h3>
<p>Bemerkenswert ist, dass IG Metall und VDA durchaus gemeinsame Positionen haben. In einer <a href="https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2025/250911_PM_Gemeinsame_Erklaerung_VDA_und_IG_Metall" rel="external noopener" target="_blank">gemeinsamen Erklärung von 2025</a> bezeichneten beide die Lage der deutschen Auto- und Zulieferindustrie als bedrohlich. Beide verwiesen auf die schwache europäische Nachfrage, internationalen Wettbewerb, hohe Kosten und Handelskonflikte. Beide forderten industriepolitische Unterstützung und eine Sicherung von Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland.</p>
<p>Der Konflikt beginnt bei den Konsequenzen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5159079" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11441405"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Aktie-feiert-vier-Werke-bangen-Die-zynische-Logik-des-Kahlschlags-11441405.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/9/0/7/9/shutterstock_686053876-50428a55727c4e80.jpeg" alt="Das silberne Volkswagen-Logo auf einem Auto." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Das silberne Volkswagen-Logo auf einem Auto." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">VW-Aktie feiert, vier Werke bangen: Die zynische Logik des Kahlschlags</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5124953" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11379772"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Das-Ruestungsgeschaeft-wird-zum-neuen-Hoffnungstraeger-der-Autoindustrie-11379772.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1243" height="698" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/4/9/5/3/Master_VW-5403ab39ad7c225c.jpeg" alt="Grafik zeigt VW-Käfer in Tarnfarben" style="aspect-ratio:1243 / 698"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1243" height="698" alt="Grafik zeigt VW-Käfer in Tarnfarben" style="aspect-ratio:1243 / 698;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Das Rüstungsgeschäft wird zum neuen Hoffnungsträger der Autoindustrie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der VDA fordert unter anderem mehr "Technologieoffenheit". Nach seiner Berechnung könnten bis 2035 rund 50.000 Arbeitsplätze erhalten bleiben, wenn neben batterieelektrischen Fahrzeugen auch Plug-in-Hybride, Range Extender und Verbrenner mit erneuerbaren Kraftstoffen eine größere Rolle spielen.</p>
<p>Die IG Metall fordert dagegen Investitionen in Batterie, Leistungselektronik, E-Maschine und Software. Ihre Kritik richtet sich nicht gegen die Transformation, sondern gegen eine Transformation, bei der Unternehmen die Umstellung verschleppen und anschließend die Kosten des Strukturwandels auf Beschäftigte und Politik abwälzen.</p>
<p>Das Problem ist nicht die Transformation als solche, sondern dass diese ohne industrielle Strategie erfolgt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wessen Erzählung überzeugt</strong></h3>
<p>An den Fakten gemessen trägt die IG-Metall-Diagnose deutlich weiter als die des VDA. Ein sinkender Lohnkostenanteil bei gleichzeitig anhaltenden Milliardenausschüttungen lässt sich nicht seriös als Standortkostenproblem verkaufen – zumal die Beschäftigung in der Autoindustrie zuletzt schneller sank als der Umsatz.</p>
<p>Die VDA-Erzählung von der überregulierten, überteuerten Bundesrepublik funktioniert vor allem als politische Verhandlungsmasse gegenüber Brüssel und Berlin – sie blendet aus, dass Manager jahrelang Rekordgewinne lieber an Aktionäre als in Software, Batterietechnik und neue Standorte gesteckt haben, wie es die Gewerkschaft zu Recht anprangert.</p>
<p>Der gestrige Aktionstag ist deshalb mehr als nur Symbolik: Er ist ein Ausdruck davon, eine Krise, deren Kosten sozialisiert und deren Gewinne privatisiert wurden, wieder als das zu benennen, was sie ist – eine Verteilungsfrage, keine Naturkatastrophe.</p>
2026-09-22T12:00:00.000Z
urn:bid:5168166
2026-09-22T11:00:00.000Z
Unter extremen Bedingungen verhält sich Wasser vollkommen bizarr. Physiker haben nun zwei exotische Zustände erstmals direkt beobachtet.</p>
<p>Wasser bedeckt etwa 70 Prozent der Erdoberfläche und macht rund 60 Prozent unserer Körpermasse aus. Bei niedrigen Temperaturen kann Wasser zu vertrautem Eis kristallisieren. Oder aber es wird zu glasartigem Eis mit einer ungeordneten, chaotischen Molekülstruktur. Wie Glas ist es dann eine Art erstarrtes Gel statt eines Kristallgitters.</p>
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<p>Dieses amorphe Eis ist wohl die <a href="https://www.ruhr-uni-bochum.de/pc1/mam/content/publikation/master/master_karsten_lucht.pdf" rel="external noopener" target="_blank">häufigste</a> Form von Wasser im Universum. Auf der Erde findet man amorphes Wassereis in stratosphärischen Wolken polarer Regionen. Doch der Übergang von flüssigem Wasser zu dieser Form von Eis blieb bisher verborgen.</p>
<p>Wenn Wasser gefriert, bildet es normalerweise Eiskristalle, die sich zu einer starren, geordneten Struktur zusammenfügen. Das geschieht bei Temperaturen bis etwa minus 45 Grad Celsius. Darunter liegt ein riesiges, kaum verstandenes thermisches Niemandsland.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Wasser zwischen Fettmolekülen eingesperrt</strong></h3>
<p>Wissenschaftler vermuteten, dass der glasartige Übergang von Wasser irgendwo um minus 135 Grad stattfindet. Doch kristallines Eis versperrte den Forschern bisher den Blick auf diesen Vorgang. In einer neuen Studie lösten Physiker dieses Problem, indem sie Wasser in einer Matrix einsperrten.</p>
<p>Wie das Team um den Physiker Raffaele Mezzenga von der ETH Zürich in der Fachzeitschrift <em>Nature Communications</em> <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-026-72955-y" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>, schlossen die Forscher winzige Wassermengen zwischen zwei Lipidschichten ein, die auch bei eisige Temperaturen stabil und flüssig blieben.</p>
<p>Die Wasserschicht selbst war nur wenige Moleküle dick – weniger als ein milliardstel Meter. So eingeschlossen konnte das Wasser nicht kristallisieren, während die Temperatur sank. Die Forscher konnten den Übergang von flüssig zu glasartig in bemerkenswerter Detailtiefe verfolgen.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Übergang bei höheren Temperaturen als gedacht</strong></h3>
<p>Um das Verhalten von Wasser im Nanometer-Bereich zu verfolgen, kombinierte das Team Computermodelle mit einer Reihe fortgeschrittener atomarer Untersuchungstechniken. Die Wissenschaftler arbeiteten dabei mit Forschern der Australian Nuclear Science and Technology Organisation (ANSTO) zusammen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5157421" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11438099"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Weltmacht-Wasser-Die-Ressource-unserer-Zeit-11438099.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/7/4/2/1/handschellen_3d_drop-Aktuelle_Ansicht-34da6a3668a4f72f.jpeg" alt="Handschelle um Globus in Tropfenform" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Handschelle um Globus in Tropfenform" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Weltmacht-Wasser: Die Ressource unserer Zeit?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Um die Struktur des eingeschlossenen Wassers bei verschiedenen Temperaturen zu kartieren, kamen extrem energiereiche Röntgenstrahlen zum Einsatz, die in also einem Teilchenbeschleuniger, erzeugt wurden.</p>
<p>Das Team setzte zudem zwei Spektrometer ein, um molekulare Schwingungen zu erfassen und die Bewegung von Wasserstoffatomen in der Probe sichtbar zu machen. Dabei stellten die Forscher überrascht fest, dass die Umwandlung in den glasartigen amorphen Zustand über einen viel größeren und wärmeren Temperaturbereich auftritt als bisher angenommen.</p>
<p>Konkret tritt die Veränderung der molekularen Dynamik zwischen etwa ab minus 21 Grad bis minus 35 Grad Celsius auf, wenn die kinetische Aktivität der Wassermoleküle träge wird. Der statische glasartige Strukturübergang erfolgt zwischen minus 74 und minus 64 Grad, wenn die Probe in einem ungeordneten glasartigen Festkörperzustand einrastet.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Mögliche Anwendungen bei Tiefkühlkost?</strong></h3>
<p>Diese Forschung könnte zu praktischen Anwendungen <a href="https://www.sciencealert.com/scientists-witness-water-transforming-into-a-weird-glass-instead-of-ice" rel="external noopener" target="_blank">führen</a>, denn die Erkenntnisse haben unmittelbare Relevanz für alle physikalischen Phänomene, die kryogenes, nanoeingeschlossenes Wasser betreffen – etwa bei der Kryokonservierung von biologischem Material und beim Tiefgefrieren von Lebensmitteln.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4876798" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10446908"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Klimawandel-Wenn-die-Atmosphaere-Wasser-klaut-10446908.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7952" height="4468" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/7/6/7/9/8/shutterstock_2142525981-bab1467d6cecf163.jpeg" alt="Der Kölner Dom vor einem weitgehend ausgetrockneten Rhein" style="aspect-ratio:7952 / 4468"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7952" height="4468" alt="Der Kölner Dom vor einem weitgehend ausgetrockneten Rhein" style="aspect-ratio:7952 / 4468;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Klimawandel: Wenn die Atmosphäre Wasser "klaut"</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ob solche Anwendungen allerdings zu Verbesserungen bei der Wiederherstellung konservierter Gewebe oder zu einer völlig neuen, cremigen Sorte Speiseeis führen könnten, bleibt abzuwarten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eis bei 2.357 Grad Celsius</strong></h3>
<p>Doch betrachtet man Wasser genau, erkennt man die ubiquitäre Substanz kaum wieder. H2O wird weniger dicht, wenn es gefriert. Seine Oberflächenspannung ist bizarr hoch. Ebenso sein Siedepunkt. Und aufgrund seines Molekulargewichts sollte es bei Raumtemperatur eigentlich ein Gas sein.</p>
<p>Verändert man Druck und Temperatur, wird das ohnehin schon ausgefallene Verhalten von Wasser noch bizarrer.</p>
<p>Wissenschaftler haben nun eine der sonderbarsten Eisformen demonstriert – unter Drücken von bis zu 2,3 Millionen Atmosphären und Temperaturen von bis zu 2.357 Grad Celsius.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4865272" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10423987"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wasser-Steuer-Kommunen-auf-der-Suche-nach-neuen-Geldquellen-10423987.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/6/5/2/7/2/shutterstock_2183895365-0acf6c3cb0ffe515.jpeg" alt="Ein Duschkopf mit Münzen" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5472" height="3075" alt="Ein Duschkopf mit Münzen" style="aspect-ratio:5472 / 3075;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wasser-Steuer: Kommunen auf der Suche nach neuen Geldquellen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Sauerstoff fest, Wasserstoff flüssig</strong></h3>
<p>Bei solchen Temperaturen würde man normalerweise superheißen Wasserdampf erwarten, doch stattdessen geschieht etwas ganz anderes.</p>
<p>Wenn Wasser von einer Flüssigkeit zu einem Gas übergeht, dehnt es sich aus. Unter dem erdrückenden Druck von Millionen Atmosphären wird diese Ausdehnung verhindert. Stattdessen kann Wasser außerordentlich dicht bleiben und exotische Formen annehmen, die sich von jedem Eis unterscheiden, dem wir an der Erdoberfläche begegnen.</p>
<p>Eine davon ist superionisches Eis – ein Zustand, in dem das Wasser weder völlig fest noch völlig flüssig ist. Die Sauerstoffatome sind in einem starren Kristallgitter fixiert, wie bei einem Feststoff. Doch die Wasserstoffkerne sind beweglich und diffundieren durch dieses Gitter.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Über zwanzig verschiedene Eis-Phasen</strong></h3>
<p>Und es geht nicht nur um Seltsamkeit um ihrer selbst willen. Superionisches Eis wird etwa tief im Inneren von <a href="https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=76333&pLang=de&pNid=no" rel="external noopener" target="_blank">Uranus und Neptun</a> vermutet, wo seine ungewöhnlichen Eigenschaften möglicherweise eine Rolle bei der Erzeugung der ungewöhnlichen Magnetfelder der Planeten spielen.</p>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img akwa-inline-img col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/1/6/6/Goran_tek-en-e9a567d4e2281467.gif" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/1/6/6/Goran_tek-en-e9a567d4e2281467.gif">
<a-img alt="schematische animierte Darstellung von superionnischem Eis (siehe Text)" height="793" src="/imgs/18/5/1/6/8/1/6/6/Goran_tek-en-e9a567d4e2281467.gif" style="aspect-ratio: 899 / 793;" width="899">
<img alt="schematische animierte Darstellung von superionnischem Eis (siehe Text)" height="793" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns='http://www.w3.org/2000/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 899 / 793; object-fit: cover;" width="899">
</a-img>
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<img alt="schematische animierte Darstellung von superionnischem Eis (siehe Text)" src="https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/18/5/1/6/8/1/6/6/Goran_tek-en-e9a567d4e2281467.gif" >
</noscript>
</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Superionisches Eis (quadratische Schichtung)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Goran-tek-en, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AProton_conduction_superionic_ice.gif" rel="external noopener" target="_blank">Wikimedia Commons</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en" rel="external noopener" target="_blank">CC BY-SA 4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>In neuen Experimenten setzte ein Team unter Leitung des Physikers Alexis Forestier von der französischen Behörde für alternative Energien und Atomenergie winzige Wasserproben den <a href="https://www.sciencealert.com/scientists-create-a-new-form-of-ice-at-more-than-2000-c" rel="external noopener" target="_blank">extremen Bedingungen</a> aus, wie sie im Inneren von Gasriesen erwartet werden.</p>
<p>Sie pressten die Proben zwischen Diamantspitzen auf Drücke von bis zu 230 Gigapascal – das entspricht 2,3 Millionen Mal dem atmosphärischen Druck der Erde. Zum Vergleich: Der Druck im Erdmittelpunkt liegt bei etwa 360 Gigapascal. Gleichzeitig erhitzten sie die Proben mit Lasern auf Tausende Grad Celsius.</p>
<p>Dann suchten sie mit einem extrem schmalen Strahl von Synchrotron-Röntgenstrahlen nach Veränderungen in der Kristallstruktur des Eises.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eine neue Kristallstruktur</strong></h3>
<p>Was sich zeigte, war eine Konfiguration, die theoretisch vorhergesagt, aber in Experimenten nie eindeutig beobachtet worden war: eine hexagonal <a href="https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/sdrk-3m4t" rel="external noopener" target="_blank">dichtestmögliche Kugelpackung</a> der Sauerstoffatome, kurz hcp-Eis.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4995508" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11113332"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/TFA-Die-Ewigkeitschemikalie-im-deutschen-Trinkwasser-11113332.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3809" height="2140" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/5/5/0/8/shutterstock_1610803423-564accb179d2de99.jpeg" alt="Totenkopfaufkleber auf Flasche" style="aspect-ratio:3809 / 2140"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3809" height="2140" alt="Totenkopfaufkleber auf Flasche" style="aspect-ratio:3809 / 2140;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">TFA: Die Ewigkeitschemikalie im deutschen Trinkwasser</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Name bezieht sich auf die Anordnung der Sauerstoffatome. Man stelle sich vor, man packt identische Kugeln in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dichteste_Kugelpackung" rel="external noopener" target="_blank">Schichten</a>. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Schichten zu stapeln.</p>
<p>Eine zuvor identifizierte Form von superionischem Eis hat eine weniger dichte Struktur, in der die Sauerstoffatome quadratisch geschichtet sind. Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass sich eine Form in die andere verwandeln kann, wenn sich die Schichten verschieben.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eigenschaften noch unbekannt</strong></h3>
<p>Die genauen Eigenschaften von hcp-Eis kennen wir noch nicht. Dazu sind weitere Arbeiten nötig, insbesondere um die mechanische Plastizität und elektrische Leitfähigkeit des seltsamen Stoffes zu klären. Weitere Experimente werden auch nötig sein, um festzustellen, bei welchen Drücken und Temperaturen hcp-Eis stabil ist.</p>
Unter extremen Bedingungen verhält sich Wasser vollkommen bizarr. Physiker haben nun zwei exotische Zustände erstmals direkt beobachtet.</p>
<p>Wasser bedeckt etwa 70 Prozent der Erdoberfläche und macht rund 60 Prozent unserer Körpermasse aus. Bei niedrigen Temperaturen kann Wasser zu vertrautem Eis kristallisieren. Oder aber es wird zu glasartigem Eis mit einer ungeordneten, chaotischen Molekülstruktur. Wie Glas ist es dann eine Art erstarrtes Gel statt eines Kristallgitters.</p>
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<p>Dieses amorphe Eis ist wohl die <a href="https://www.ruhr-uni-bochum.de/pc1/mam/content/publikation/master/master_karsten_lucht.pdf" rel="external noopener" target="_blank">häufigste</a> Form von Wasser im Universum. Auf der Erde findet man amorphes Wassereis in stratosphärischen Wolken polarer Regionen. Doch der Übergang von flüssigem Wasser zu dieser Form von Eis blieb bisher verborgen.</p>
<p>Wenn Wasser gefriert, bildet es normalerweise Eiskristalle, die sich zu einer starren, geordneten Struktur zusammenfügen. Das geschieht bei Temperaturen bis etwa minus 45 Grad Celsius. Darunter liegt ein riesiges, kaum verstandenes thermisches Niemandsland.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Wasser zwischen Fettmolekülen eingesperrt</strong></h3>
<p>Wissenschaftler vermuteten, dass der glasartige Übergang von Wasser irgendwo um minus 135 Grad stattfindet. Doch kristallines Eis versperrte den Forschern bisher den Blick auf diesen Vorgang. In einer neuen Studie lösten Physiker dieses Problem, indem sie Wasser in einer Matrix einsperrten.</p>
<p>Wie das Team um den Physiker Raffaele Mezzenga von der ETH Zürich in der Fachzeitschrift <em>Nature Communications</em> <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-026-72955-y" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>, schlossen die Forscher winzige Wassermengen zwischen zwei Lipidschichten ein, die auch bei eisige Temperaturen stabil und flüssig blieben.</p>
<p>Die Wasserschicht selbst war nur wenige Moleküle dick – weniger als ein milliardstel Meter. So eingeschlossen konnte das Wasser nicht kristallisieren, während die Temperatur sank. Die Forscher konnten den Übergang von flüssig zu glasartig in bemerkenswerter Detailtiefe verfolgen.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Übergang bei höheren Temperaturen als gedacht</strong></h3>
<p>Um das Verhalten von Wasser im Nanometer-Bereich zu verfolgen, kombinierte das Team Computermodelle mit einer Reihe fortgeschrittener atomarer Untersuchungstechniken. Die Wissenschaftler arbeiteten dabei mit Forschern der Australian Nuclear Science and Technology Organisation (ANSTO) zusammen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5157421" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11438099"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Weltmacht-Wasser-Die-Ressource-unserer-Zeit-11438099.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/7/4/2/1/handschellen_3d_drop-Aktuelle_Ansicht-34da6a3668a4f72f.jpeg" alt="Handschelle um Globus in Tropfenform" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Handschelle um Globus in Tropfenform" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Weltmacht-Wasser: Die Ressource unserer Zeit?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Um die Struktur des eingeschlossenen Wassers bei verschiedenen Temperaturen zu kartieren, kamen extrem energiereiche Röntgenstrahlen zum Einsatz, die in also einem Teilchenbeschleuniger, erzeugt wurden.</p>
<p>Das Team setzte zudem zwei Spektrometer ein, um molekulare Schwingungen zu erfassen und die Bewegung von Wasserstoffatomen in der Probe sichtbar zu machen. Dabei stellten die Forscher überrascht fest, dass die Umwandlung in den glasartigen amorphen Zustand über einen viel größeren und wärmeren Temperaturbereich auftritt als bisher angenommen.</p>
<p>Konkret tritt die Veränderung der molekularen Dynamik zwischen etwa ab minus 21 Grad bis minus 35 Grad Celsius auf, wenn die kinetische Aktivität der Wassermoleküle träge wird. Der statische glasartige Strukturübergang erfolgt zwischen minus 74 und minus 64 Grad, wenn die Probe in einem ungeordneten glasartigen Festkörperzustand einrastet.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Mögliche Anwendungen bei Tiefkühlkost?</strong></h3>
<p>Diese Forschung könnte zu praktischen Anwendungen <a href="https://www.sciencealert.com/scientists-witness-water-transforming-into-a-weird-glass-instead-of-ice" rel="external noopener" target="_blank">führen</a>, denn die Erkenntnisse haben unmittelbare Relevanz für alle physikalischen Phänomene, die kryogenes, nanoeingeschlossenes Wasser betreffen – etwa bei der Kryokonservierung von biologischem Material und beim Tiefgefrieren von Lebensmitteln.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4876798" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10446908"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Klimawandel-Wenn-die-Atmosphaere-Wasser-klaut-10446908.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7952" height="4468" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/7/6/7/9/8/shutterstock_2142525981-bab1467d6cecf163.jpeg" alt="Der Kölner Dom vor einem weitgehend ausgetrockneten Rhein" style="aspect-ratio:7952 / 4468"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7952" height="4468" alt="Der Kölner Dom vor einem weitgehend ausgetrockneten Rhein" style="aspect-ratio:7952 / 4468;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Klimawandel: Wenn die Atmosphäre Wasser "klaut"</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ob solche Anwendungen allerdings zu Verbesserungen bei der Wiederherstellung konservierter Gewebe oder zu einer völlig neuen, cremigen Sorte Speiseeis führen könnten, bleibt abzuwarten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eis bei 2.357 Grad Celsius</strong></h3>
<p>Doch betrachtet man Wasser genau, erkennt man die ubiquitäre Substanz kaum wieder. H2O wird weniger dicht, wenn es gefriert. Seine Oberflächenspannung ist bizarr hoch. Ebenso sein Siedepunkt. Und aufgrund seines Molekulargewichts sollte es bei Raumtemperatur eigentlich ein Gas sein.</p>
<p>Verändert man Druck und Temperatur, wird das ohnehin schon ausgefallene Verhalten von Wasser noch bizarrer.</p>
<p>Wissenschaftler haben nun eine der sonderbarsten Eisformen demonstriert – unter Drücken von bis zu 2,3 Millionen Atmosphären und Temperaturen von bis zu 2.357 Grad Celsius.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4865272" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10423987"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wasser-Steuer-Kommunen-auf-der-Suche-nach-neuen-Geldquellen-10423987.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/6/5/2/7/2/shutterstock_2183895365-0acf6c3cb0ffe515.jpeg" alt="Ein Duschkopf mit Münzen" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5472" height="3075" alt="Ein Duschkopf mit Münzen" style="aspect-ratio:5472 / 3075;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wasser-Steuer: Kommunen auf der Suche nach neuen Geldquellen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Sauerstoff fest, Wasserstoff flüssig</strong></h3>
<p>Bei solchen Temperaturen würde man normalerweise superheißen Wasserdampf erwarten, doch stattdessen geschieht etwas ganz anderes.</p>
<p>Wenn Wasser von einer Flüssigkeit zu einem Gas übergeht, dehnt es sich aus. Unter dem erdrückenden Druck von Millionen Atmosphären wird diese Ausdehnung verhindert. Stattdessen kann Wasser außerordentlich dicht bleiben und exotische Formen annehmen, die sich von jedem Eis unterscheiden, dem wir an der Erdoberfläche begegnen.</p>
<p>Eine davon ist superionisches Eis – ein Zustand, in dem das Wasser weder völlig fest noch völlig flüssig ist. Die Sauerstoffatome sind in einem starren Kristallgitter fixiert, wie bei einem Feststoff. Doch die Wasserstoffkerne sind beweglich und diffundieren durch dieses Gitter.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Über zwanzig verschiedene Eis-Phasen</strong></h3>
<p>Und es geht nicht nur um Seltsamkeit um ihrer selbst willen. Superionisches Eis wird etwa tief im Inneren von <a href="https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=76333&pLang=de&pNid=no" rel="external noopener" target="_blank">Uranus und Neptun</a> vermutet, wo seine ungewöhnlichen Eigenschaften möglicherweise eine Rolle bei der Erzeugung der ungewöhnlichen Magnetfelder der Planeten spielen.</p>
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<figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img akwa-inline-img col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12" is="a-grossbild">
<a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/1/6/8/1/6/6/Goran_tek-en-e9a567d4e2281467.gif" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/1/6/6/Goran_tek-en-e9a567d4e2281467.gif">
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</a-img>
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</a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text">
<div class="text">Superionisches Eis (quadratische Schichtung)</div>
</span><span class="source akwa-caption__source">
(Bild: Goran-tek-en, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AProton_conduction_superionic_ice.gif" rel="external noopener" target="_blank">Wikimedia Commons</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en" rel="external noopener" target="_blank">CC BY-SA 4.0</a>)
</span>
</figcaption>
</figure>
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<p>In neuen Experimenten setzte ein Team unter Leitung des Physikers Alexis Forestier von der französischen Behörde für alternative Energien und Atomenergie winzige Wasserproben den <a href="https://www.sciencealert.com/scientists-create-a-new-form-of-ice-at-more-than-2000-c" rel="external noopener" target="_blank">extremen Bedingungen</a> aus, wie sie im Inneren von Gasriesen erwartet werden.</p>
<p>Sie pressten die Proben zwischen Diamantspitzen auf Drücke von bis zu 230 Gigapascal – das entspricht 2,3 Millionen Mal dem atmosphärischen Druck der Erde. Zum Vergleich: Der Druck im Erdmittelpunkt liegt bei etwa 360 Gigapascal. Gleichzeitig erhitzten sie die Proben mit Lasern auf Tausende Grad Celsius.</p>
<p>Dann suchten sie mit einem extrem schmalen Strahl von Synchrotron-Röntgenstrahlen nach Veränderungen in der Kristallstruktur des Eises.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eine neue Kristallstruktur</strong></h3>
<p>Was sich zeigte, war eine Konfiguration, die theoretisch vorhergesagt, aber in Experimenten nie eindeutig beobachtet worden war: eine hexagonal <a href="https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/sdrk-3m4t" rel="external noopener" target="_blank">dichtestmögliche Kugelpackung</a> der Sauerstoffatome, kurz hcp-Eis.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4995508" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11113332"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/TFA-Die-Ewigkeitschemikalie-im-deutschen-Trinkwasser-11113332.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3809" height="2140" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/5/5/0/8/shutterstock_1610803423-564accb179d2de99.jpeg" alt="Totenkopfaufkleber auf Flasche" style="aspect-ratio:3809 / 2140"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3809" height="2140" alt="Totenkopfaufkleber auf Flasche" style="aspect-ratio:3809 / 2140;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">TFA: Die Ewigkeitschemikalie im deutschen Trinkwasser</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Name bezieht sich auf die Anordnung der Sauerstoffatome. Man stelle sich vor, man packt identische Kugeln in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dichteste_Kugelpackung" rel="external noopener" target="_blank">Schichten</a>. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Schichten zu stapeln.</p>
<p>Eine zuvor identifizierte Form von superionischem Eis hat eine weniger dichte Struktur, in der die Sauerstoffatome quadratisch geschichtet sind. Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass sich eine Form in die andere verwandeln kann, wenn sich die Schichten verschieben.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eigenschaften noch unbekannt</strong></h3>
<p>Die genauen Eigenschaften von hcp-Eis kennen wir noch nicht. Dazu sind weitere Arbeiten nötig, insbesondere um die mechanische Plastizität und elektrische Leitfähigkeit des seltsamen Stoffes zu klären. Weitere Experimente werden auch nötig sein, um festzustellen, bei welchen Drücken und Temperaturen hcp-Eis stabil ist.</p>
2026-09-22T11:00:00.000Z
urn:bid:5169316
2026-09-22T10:40:00.000Z
Team um Kyle Loh zeigt in "Nature Neuroscience": Vorder- und Hinterhirn wachsen aus getrennten Vorläuferzellen – mit Folgen für die Erforschung von ALS und SMA.</p>
<p>Es gibt Annahmen, die so lange unwidersprochen bleiben, dass sie zur Selbstverständlichkeit werden. Das Gehirn, so lehrte es die Entwicklungsbiologie seit den 1950er-Jahren, wächst aus einer einzigen Sorte neuraler Vorläuferzellen heran; der niederländische Embryologe Pieter Nieuwkoop hatte dieses Modell 1952 formuliert.</p>
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<p>Ein Team um den Stanford-Entwicklungsbiologen Kyle Loh kommt zu einem anderen Ergebnis: Vorder- und Hinterhirn gehen aus zwei voneinander getrennten Vorläufersystemen hervor – aus zwei Bauplänen, die im Embryo nie zusammenlaufen.</p>
<p><a href="https://www.nature.com/articles/s41593-026-02433-7" rel="external noopener" target="_blank">Die Arbeit erschien</a> am 18. September 2026 in <em>Nature Neuroscience</em>, beteiligt waren neben Stanford Medicine auch das California Institute of Technology und die University of California, San Francisco.</p>
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<p>"Wir haben erstmals gezeigt, dass der vordere Teil des Gehirns aus einer völlig anderen Vorläuferzelle entsteht als der hintere Teil", sagt Loh in der <a href="https://med.stanford.edu/news/all-news/2026/09/two-separate-brains.html" rel="external noopener" target="_blank">Mitteilung von Stanford Medicine</a>. Am fertigen Gehirn ändert das nichts – Vorder-, Mittel- und Hinterhirn arbeiten zusammen wie bisher. Neu ist die Herkunft.</p>
<h3 class="subheading">Otx2 gegen Gbx2: zwei Gleise im Embryo</h3>
<p>Die Weichen stellen sich früh, während der Gastrulation – ebenjener Phase, in der der Embryo überhaupt erst seine Grundform annimmt.</p>
<p>An 7,5 Tage alten Mausembryonen fanden die Forscher zwei Zellgruppen, die sich nicht überlappten. Zellen, in denen das Gen Otx2 aktiv war, wurden zu Vorder- und Mittelhirn. Zellen mit aktivem Gbx2 bildeten das Hinterhirn.</p>
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<p>Auch das Chromatin unterschied sich, also die Verpackung der DNA, die festlegt, welche Gene eine Zelle überhaupt ablesen kann.</p>
<p>Das vordere und das hintere neurale Ektoderm fahren damit auf parallelen Gleisen: Wer einmal auf dem Vorderhirn-Gleis unterwegs ist, wechselt nicht mehr auf das andere.</p>
<h3 class="subheading">Warum Hinterhirn-Zellen im Labor bislang scheiterten</h3>
<p>Genau daran dürfte die Zellzucht jahrelang gescheitert sein.</p>
<p>"Frühere Versuche, Neuronen des Hinterhirns zu erzeugen, zielten wahrscheinlich darauf ab, Vorläuferzellen des Vorder- und Mittelhirns in Hinterhirnzellen umzuwandeln", sagt Rayyan Jokhai, der die Arbeit gemeinsam mit Carolyn Dundes als Erstautor verantwortet. Nach den neuen Daten ist das nicht möglich.</p>
<p>Mit dem zweiten Bauplan im Blick gelang dem Team der Schritt: Aus menschlichen pluripotenten Stammzellen, die grundsätzlich jeden Zelltyp bilden können, entstanden motorische Neuronen des Hinterhirns – spezifisch für die Segmente Rhombomere 5 und 6.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5119383" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11369792"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gedruckte-Neuronen-interagieren-mit-echten-Gehirnzellen-11369792.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5810" height="3264" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/9/3/8/3/ijooo-950bae0ad5581609.jpeg" alt="Neuronen im Verbund; die Aktivität wird durch Lichteffekte symbolisiert" style="aspect-ratio:5810 / 3264"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5810" height="3264" alt="Neuronen im Verbund; die Aktivität wird durch Lichteffekte symbolisiert" style="aspect-ratio:5810 / 3264;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gedruckte Neuronen interagieren mit echten Gehirnzellen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sie feuerten Aktionspotenziale und bildeten Proteine jener Abschnitte, die Gesichts- und Schluckmuskulatur steuern.</p>
<p>"Unsere Entdeckung bedeutet, dass wir nun Neuronen aus dem hinteren Teil des Gehirns [...] in einer Petrischale züchten und ihre Funktionen untersuchen können", so Loh.</p>
<h3 class="subheading">Was das für ALS, SMA und Ozempic bedeutet</h3>
<p>Der Hirnstamm steuert Atmung, Herzschlag, Schlaf, Hunger sowie die Bewegungen von Gesicht, Zunge und Rachen.</p>
<p>Bei der spinalen Muskelatrophie (SMA), einer der häufigsten genetischen Todesursachen bei Kindern unter einem Jahr, versagen bestimmte motorische Neuronen. Bei ALS, meist zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr diagnostiziert, gehen ebenfalls Motoneuronen zugrunde: Betroffene können irgendwann nicht mehr schlucken, später versagt unter Umständen die Atmung.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4960974" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10794542"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gehirnwellen-scannen-wie-Radar-Neue-Erkenntnisse-zur-visuellen-Wahrnehmung-10794542.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2807" height="1577" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/6/0/9/7/4/shutterstock_2266517703-ebcad2ff7378adaf.jpeg" alt="Ein Gehirn mit visualisierten Wellen" style="aspect-ratio:2807 / 1577"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2807" height="1577" alt="Ein Gehirn mit visualisierten Wellen" style="aspect-ratio:2807 / 1577;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gehirnwellen scannen wie Radar: Neue Erkenntnisse zur visuellen Wahrnehmung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Weil geeignetes Hinterhirngewebe fehlte, ließ sich das im Labor kaum nachvollziehen. Eine Therapie folgt aus den Zellkulturen noch nicht, wohl aber ein Untersuchungsmodell.</p>
<p>Auch die Abnehmmittel-Forschung berührt das Thema: Im Hinterhirn liegen Schaltkreise, die Hunger regulieren. <a href="https://nautil.us/you-have-two-brains-not-one-1285111" rel="external noopener" target="_blank">Loh verweist</a> auf eine Studie in <em>Cell Metabolism</em>, in der Mäuse unter Semaglutid – dem Wirkstoff von Ozempic – Appetit und Gewicht verloren. Zerstörte man die Hinterhirn-Neuronen, deren GLP-1-Rezeptoren das Medikament aktiviert, blieb der Effekt aus.</p>
<h3 class="subheading">Ein Muster aus 550 Millionen Jahren</h3>
<p>Hinweise auf die zwei Vorläufersysteme fanden die Forscher bei Menschen, Affen, Hühnern, Zebrafischen und Eichelwürmern, deren Linie sich vor rund 550 Millionen Jahren von unserer trennte.</p>
<p>Loh vermutet, die Evolution habe zwei ursprünglich getrennte Nervensysteme räumlich zusammengeführt – eine Modularität, die Experimente am Vorderhirn erlaubte, ohne Atmung und Herzschlag zu gefährden. Das ist ausdrücklich seine Deutung, kein experimenteller Befund.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4855544" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10386679"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Work-Life-Balance-Warum-unser-Gehirn-Auszeiten-braucht-10386679.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4051" height="2276" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/5/5/4/4/shutterstock_2449636711-5178abd6c534738b.jpeg" alt="Bild von oben von Hand, die ein Holzdreieck hält. Work-Life-Balance-Konzept." style="aspect-ratio:4051 / 2276"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4051" height="2276" alt="Bild von oben von Hand, die ein Holzdreieck hält. Work-Life-Balance-Konzept." style="aspect-ratio:4051 / 2276;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Work-Life-Balance: Warum unser Gehirn Auszeiten braucht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Offen bleibt, ob es bei zwei Wegen bleibt. Woher das Kleinhirn stammt, ist ungeklärt; ob das Rückenmark aus einer anderen Quelle stammt, untersucht Lohs Team derzeit. Erste Ergebnisse erwartet er in einem bis zwei Jahren.</p>
Team um Kyle Loh zeigt in "Nature Neuroscience": Vorder- und Hinterhirn wachsen aus getrennten Vorläuferzellen – mit Folgen für die Erforschung von ALS und SMA.</p>
<p>Es gibt Annahmen, die so lange unwidersprochen bleiben, dass sie zur Selbstverständlichkeit werden. Das Gehirn, so lehrte es die Entwicklungsbiologie seit den 1950er-Jahren, wächst aus einer einzigen Sorte neuraler Vorläuferzellen heran; der niederländische Embryologe Pieter Nieuwkoop hatte dieses Modell 1952 formuliert.</p>
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<p>Ein Team um den Stanford-Entwicklungsbiologen Kyle Loh kommt zu einem anderen Ergebnis: Vorder- und Hinterhirn gehen aus zwei voneinander getrennten Vorläufersystemen hervor – aus zwei Bauplänen, die im Embryo nie zusammenlaufen.</p>
<p><a href="https://www.nature.com/articles/s41593-026-02433-7" rel="external noopener" target="_blank">Die Arbeit erschien</a> am 18. September 2026 in <em>Nature Neuroscience</em>, beteiligt waren neben Stanford Medicine auch das California Institute of Technology und die University of California, San Francisco.</p>
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<p>"Wir haben erstmals gezeigt, dass der vordere Teil des Gehirns aus einer völlig anderen Vorläuferzelle entsteht als der hintere Teil", sagt Loh in der <a href="https://med.stanford.edu/news/all-news/2026/09/two-separate-brains.html" rel="external noopener" target="_blank">Mitteilung von Stanford Medicine</a>. Am fertigen Gehirn ändert das nichts – Vorder-, Mittel- und Hinterhirn arbeiten zusammen wie bisher. Neu ist die Herkunft.</p>
<h3 class="subheading">Otx2 gegen Gbx2: zwei Gleise im Embryo</h3>
<p>Die Weichen stellen sich früh, während der Gastrulation – ebenjener Phase, in der der Embryo überhaupt erst seine Grundform annimmt.</p>
<p>An 7,5 Tage alten Mausembryonen fanden die Forscher zwei Zellgruppen, die sich nicht überlappten. Zellen, in denen das Gen Otx2 aktiv war, wurden zu Vorder- und Mittelhirn. Zellen mit aktivem Gbx2 bildeten das Hinterhirn.</p>
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<p>Auch das Chromatin unterschied sich, also die Verpackung der DNA, die festlegt, welche Gene eine Zelle überhaupt ablesen kann.</p>
<p>Das vordere und das hintere neurale Ektoderm fahren damit auf parallelen Gleisen: Wer einmal auf dem Vorderhirn-Gleis unterwegs ist, wechselt nicht mehr auf das andere.</p>
<h3 class="subheading">Warum Hinterhirn-Zellen im Labor bislang scheiterten</h3>
<p>Genau daran dürfte die Zellzucht jahrelang gescheitert sein.</p>
<p>"Frühere Versuche, Neuronen des Hinterhirns zu erzeugen, zielten wahrscheinlich darauf ab, Vorläuferzellen des Vorder- und Mittelhirns in Hinterhirnzellen umzuwandeln", sagt Rayyan Jokhai, der die Arbeit gemeinsam mit Carolyn Dundes als Erstautor verantwortet. Nach den neuen Daten ist das nicht möglich.</p>
<p>Mit dem zweiten Bauplan im Blick gelang dem Team der Schritt: Aus menschlichen pluripotenten Stammzellen, die grundsätzlich jeden Zelltyp bilden können, entstanden motorische Neuronen des Hinterhirns – spezifisch für die Segmente Rhombomere 5 und 6.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5119383" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11369792"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gedruckte-Neuronen-interagieren-mit-echten-Gehirnzellen-11369792.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5810" height="3264" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/9/3/8/3/ijooo-950bae0ad5581609.jpeg" alt="Neuronen im Verbund; die Aktivität wird durch Lichteffekte symbolisiert" style="aspect-ratio:5810 / 3264"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5810" height="3264" alt="Neuronen im Verbund; die Aktivität wird durch Lichteffekte symbolisiert" style="aspect-ratio:5810 / 3264;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gedruckte Neuronen interagieren mit echten Gehirnzellen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading">Was das für ALS, SMA und Ozempic bedeutet</h3>
<p>Der Hirnstamm steuert Atmung, Herzschlag, Schlaf, Hunger sowie die Bewegungen von Gesicht, Zunge und Rachen.</p>
<p>Bei der spinalen Muskelatrophie (SMA), einer der häufigsten genetischen Todesursachen bei Kindern unter einem Jahr, versagen bestimmte motorische Neuronen. Bei ALS, meist zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr diagnostiziert, gehen ebenfalls Motoneuronen zugrunde: Betroffene können irgendwann nicht mehr schlucken, später versagt unter Umständen die Atmung.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4960974" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10794542"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gehirnwellen-scannen-wie-Radar-Neue-Erkenntnisse-zur-visuellen-Wahrnehmung-10794542.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2807" height="1577" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/6/0/9/7/4/shutterstock_2266517703-ebcad2ff7378adaf.jpeg" alt="Ein Gehirn mit visualisierten Wellen" style="aspect-ratio:2807 / 1577"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2807" height="1577" alt="Ein Gehirn mit visualisierten Wellen" style="aspect-ratio:2807 / 1577;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gehirnwellen scannen wie Radar: Neue Erkenntnisse zur visuellen Wahrnehmung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch die Abnehmmittel-Forschung berührt das Thema: Im Hinterhirn liegen Schaltkreise, die Hunger regulieren. <a href="https://nautil.us/you-have-two-brains-not-one-1285111" rel="external noopener" target="_blank">Loh verweist</a> auf eine Studie in <em>Cell Metabolism</em>, in der Mäuse unter Semaglutid – dem Wirkstoff von Ozempic – Appetit und Gewicht verloren. Zerstörte man die Hinterhirn-Neuronen, deren GLP-1-Rezeptoren das Medikament aktiviert, blieb der Effekt aus.</p>
<h3 class="subheading">Ein Muster aus 550 Millionen Jahren</h3>
<p>Hinweise auf die zwei Vorläufersysteme fanden die Forscher bei Menschen, Affen, Hühnern, Zebrafischen und Eichelwürmern, deren Linie sich vor rund 550 Millionen Jahren von unserer trennte.</p>
<p>Loh vermutet, die Evolution habe zwei ursprünglich getrennte Nervensysteme räumlich zusammengeführt – eine Modularität, die Experimente am Vorderhirn erlaubte, ohne Atmung und Herzschlag zu gefährden. Das ist ausdrücklich seine Deutung, kein experimenteller Befund.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4855544" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10386679"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Work-Life-Balance-Warum-unser-Gehirn-Auszeiten-braucht-10386679.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4051" height="2276" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/5/5/4/4/shutterstock_2449636711-5178abd6c534738b.jpeg" alt="Bild von oben von Hand, die ein Holzdreieck hält. Work-Life-Balance-Konzept." style="aspect-ratio:4051 / 2276"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4051" height="2276" alt="Bild von oben von Hand, die ein Holzdreieck hält. Work-Life-Balance-Konzept." style="aspect-ratio:4051 / 2276;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Work-Life-Balance: Warum unser Gehirn Auszeiten braucht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Offen bleibt, ob es bei zwei Wegen bleibt. Woher das Kleinhirn stammt, ist ungeklärt; ob das Rückenmark aus einer anderen Quelle stammt, untersucht Lohs Team derzeit. Erste Ergebnisse erwartet er in einem bis zwei Jahren.</p>
2026-09-22T10:40:00.000Z
urn:bid:5169199
2026-09-22T09:15:00.000Z
Der US-Präsident steht stumm im eigenen Garten: Fünf US-Sender boykottieren ihn geschlossen. Nun zeigt sich, wie sehr er seine Gegner eigentlich braucht.</p>
<p>Ein Mann bewegt die Lippen vor einem neuen Helikopterlandeplatz im Garten des Weißen Hauses. Der Rotorenlärm von Marine One verschluckt jedes Wort. Keine der fünf großen US-Fernsehanstalten ist da, um ihn mit einem brauchbaren Mikrofon zu retten.</p>
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<p>Donald Trump, der Präsident, dessen gesamte politische Existenz auf der Übertragung seiner Stimme in amerikanische Wohnzimmer beruht, steht fast allein im eigenen Garten. Ein Sinnbild, wie es sich Drehbuchautoren kaum plakativer hätten ausdenken können – und doch genau das, was sich laut einem <a href="https://www.nytimes.com/2026/09/21/us/politics/trump-television-reporters-cameras.html" rel="external noopener" target="_blank">Bericht</a> der <em>New York Times</em> am vergangenen Montag zugetragen hat.</p>
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</div>
<p>Der Auslöser: Trump hatte <em>CNN</em>, das Onlineportal <em>Politico </em>und den Sender<em> MS NOW</em> vom Gelände des Weißen Hauses verbannt, weil deren Berichterstattung aus seiner Sicht aus "Fiktion oder Lügen" bestehe.</p>
<p>Die Reaktion der übrigen Sender überraschte selbst erfahrene Beobachter der amerikanischen Medienlandschaft: <em>ABC</em>, <em>CBS</em>, <em>CNN</em>, <em>Fox News</em> und <em>NBC </em>– gemeinsam organisiert im sogenannten Pressepool, der die Fernsehbilder aus dem Weißen Haus an alle Sender verteilt – legten geschlossen die Arbeit nieder. Kein Pool-Team begleitete Trump mehr zu seinen Terminen, auch nicht zur Eröffnung jenes Helipads, dessen Enthüllung ohne den gewohnten Kameratross zur Farce geriet.</p>
<h3 class="subheading">Eine Ehe auf Gegenseitigkeit</h3>
<p>Um zu verstehen, warum dieser Boykott mehr ist als eine Fußnote im Dauerkonflikt zwischen Präsident und Presse, lohnt der Blick zurück auf die Statik des Verhältnisses.</p>
<p>Trump ist, wie es der Autor Ramin Setoodeh in seinem Buch über dessen Reality-TV-Karriere beschreibt, ein Geschöpf des Bildschirms. Vierzehn Staffeln "The Apprentice" formten den Immobilienunternehmer zur nationalen Marke, bevor zehn weitere Jahre politischen Fernsehens ihn zu einer Figur machten, die den amerikanischen Alltag dominiert wie kein Präsident vor ihm. Setoodeh zitiert Trump mit dem Satz, es zähle einzig die Quote – ob jemand ein guter oder schlechter Mensch sei, spiele keine Rolle, solange die Einschaltzahlen stimmten.</p>
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<p>Diese Logik hat sich als deckungsgleich mit der Geschäftslogik der Nachrichtensender erwiesen. <em>CNN</em>, <em>MSNBC</em> und natürlich auch <em>Fox News</em> haben über Jahre hinweg jede Grenzüberschreitung, jeden Tabubruch, jeden Skandal Trumps in Sendezeit verwandelt – und Sendezeit in Werbeeinnahmen.</p>
<p>Schon im Wahlkampf 2016 ließen Sender Kameras auf ein leeres Rednerpult gerichtet, in Erwartung seines Auftritts, weil produzentische Erfahrung lehrte: Er wird etwas Provokantes sagen, und die Quote wird stimmen. Empörung war das Produkt, Trump der Rohstofflieferant, die Sender die Raffinerie. Es war eine Symbiose, in der beide Seiten voneinander profitierten, obwohl – oder gerade weil – sie sich öffentlich bekämpften.</p>
<h3 class="subheading">Die überschrittene Linie</h3>
<p>Was Trump nun getan hat, unterscheidet sich jedoch kategorial von der üblichen Beschimpfung der "Fake News". Er hat nicht nur Kritik geäußert, sondern institutionellen Zugang verweigert – ohne Ankündigung, ohne Verfahren, wie es in der <a href="https://x.com/NBCNewsPR/status/2102035911701561792?s=20" rel="external noopener" target="_blank">gemeinsamen Erklärung</a> von <em>CNN</em>, <em>Politico </em>und <em>MS NOW</em> heißt.</p>
<p>Die drei Organisationen <a href="https://www.bbc.com/news/articles/cm0e32rwvrryo" rel="external noopener" target="_blank">reichten daraufhin Klage</a> vor einem US-Bundesgericht in Washington ein und beriefen sich auf den ersten Verfassungszusatz, der es der Regierung untersagt, die Presse aufgrund des Inhalts ihrer Berichterstattung zu diskriminieren.</p>
<p>Zuständig ist Richter Timothy J. Kelly, ein von Trump selbst ernannter Richter, der in dessen erster Amtszeit bereits einmal gegen das Weiße Haus entschied, als er die Rückgabe der Akkreditierung von <em>CNN</em>-Reporter Jim Acosta anordnete. Trump reagierte, noch bevor ein Urteil vorlag, mit der Ankündigung, er werde ohnehin Berufung einlegen – ein Offenbarungseid des eigenen Rechtsverständnisses.</p>
<p>Bemerkenswert ist dabei weniger die Klage selbst als die Reaktion der übrigen Sender. Dass sich ausgerechnet<em> Fox News</em>, publizistisch dem Präsidenten wohlgesonnen wie kein anderer großer Sender, dem Boykott anschloss, lässt sich kaum mit plötzlich erwachter Liebe zur Pressefreiheit erklären.</p>
<p>Näher liegt die Vermutung, dass hier ein kollektives Zugangsrecht verteidigt wurde, von dem alle fünf Sender geschäftlich profitieren. Der Pool ist eine Infrastruktur der Kostenteilung; fällt ein Mitglied aus der Ordnung, indem die Regierung selbst bestimmt, wer teilnehmen darf, ist das gesamte System bedroht. Es ist damit kein Akt der Solidarität aus Prinzip, sondern aus ökonomischem Kalkül – was der Aktion nicht ihre Wirkung nimmt.</p>
<h3 class="subheading">Vom Delegitimieren zum eigenen Sender</h3>
<p>Trumps Umgang mit unliebsamer Berichterstattung folgt dabei einem Muster, das über die klassische Medienschelte hinausgeht. Bereits im Fall der Nachrichtenagentur <em>AP</em>, die im Streit um die Bezeichnung "Golf von Mexiko" versus "Golf von Amerika" von Räumen wie dem Oval Office und der Air Force One ausgeschlossen wurde, zeigte sich dieselbe Handschrift: Kritik oder schlicht abweichende Wortwahl wird nicht als legitime journalistische Praxis behandelt, sondern zur Frage der Loyalität erklärt.</p>
<p>Auf Truth Social erklärte Trump, Berichte mit "unbekannten Quellen" würden die "nationale Sicherheit" verletzen – eine rhetorische Volte, mit der publizistische Distanz in eine sicherheitspolitische Bedrohung umgedeutet wird. Diese Verschiebung ist aus autoritär geführten Staaten bekannt: Wer nicht bloß Gegner, sondern Gefahr ist, dem gegenüber erscheinen auch scharfe Gegenmaßnahmen gerechtfertigt.</p>
<p>Konsequent daher der nächste Schritt: der Aufbau eines eigenen Kanals. Unter dem Namen "Trump TV" bewirbt das Weiße Haus nun einen Livestream mit dem Slogan "No noise. Just the news that matters most – straight from the Trump Administration." Es ist die logische Fortsetzung der Umgehungsstrategie – von der Delegitimierung unabhängiger Berichterstattung zur direkten, ungefilterten Hofberichterstattung. Kein Zufall, dass ausgerechnet der Begriff "Noise" – Lärm, Störgeräusch – zum Feindbild erklärt wird. Genau jener Lärm, den unabhängige Nachfragen erzeugen.</p>
<h3 class="subheading">Das Paradox der Aufmerksamkeit</h3>
<p>Und doch offenbart genau dieser Moment am Helipad das strukturelle Dilemma von Trumps Strategie. Denn das Spektakel, von dem seine gesamte politische Karriere lebt, benötigt ein Publikum, das über die eigene Anhängerschaft hinausreicht – und einen Verstärker, den ausgerechnet die verhassten Sender liefern.</p>
<p>In der geschlossenen Streaming-Blase des Maga-Milieus verpufft die Wirkung. Ein Beleg dafür lieferte Trump unfreiwillig selbst, als er bei einer Rede auf einem republikanischen Midterm-Parteitag stolz verkündete, seine "Gesamtzahlen" hätten die NFL geschlagen. Tatsächlich schalteten laut <em>CNN </em>lediglich drei Millionen Zuschauer seine Rede ein, während zeitgleich 25 Millionen ein Football-Spiel zwischen Seattle Seahawks und New England Patriots verfolgten. Ohne die Reichweite der großen, unabhängigen Sender bleibt selbst der lauteste Populist in Wahrheit ziemlich leise.</p>
<p>Als Ausweg blieb ihm am Montag nur ein Umweg: Für eine Pressekonferenz mit New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani – ausgerechnet einem Vertreter jenes Amerikas, dem Trump politisch denkbar fernsteht – ließ er sich schließlich doch wieder von Kameras begleiten, diesmal von lokalen New Yorker Medien, die nicht an den Boykott gebunden waren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4799029" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10277902"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Totale-Medienkontrolle-Trumps-radikaler-Plan-fuer-Amerika-10277902.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/9/9/0/2/9/shutterstock_2578084219-9c365f4d63c7ca40.jpeg" alt="Zeitung mit dem Haupttitel: Neuer Trump-Ära beginnt" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Zeitung mit dem Haupttitel: Neuer Trump-Ära beginnt" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Totale Medienkontrolle: Trumps radikaler Plan für Amerika</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146173" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11412660"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Picasso-der-Korruption-Wie-der-US-Praesident-offen-am-Insiderhandel-verdient-11412660.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3409" height="1915" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/1/7/3/shutterstock_2642231045-afd590bbae7ef040.jpeg" alt="US-Präsident Donald Trump zeigt ein Dokument" style="aspect-ratio:3409 / 1915"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3409" height="1915" alt="US-Präsident Donald Trump zeigt ein Dokument" style="aspect-ratio:3409 / 1915;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">"Picasso der Korruption": Wie der US-Präsident offen am Insiderhandel verdient</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4942190" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10663817"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Angriff-auf-freie-Presse-Wie-Trump-Medien-an-die-Leine-legt-10663817.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1050" height="590" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/2/1/9/0/whitehouse1-22e4758ae92e3664-8890b4be774aa46e.png" alt="Symbolbild: Jemend übermalt eine Menungsäußerung (Sprechblase) vor der Kulisse des Weißen hauses." style="aspect-ratio:1050 / 590"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" 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<p>"Sie sagen, sie boykottieren mich, aber sie boykottieren mich nie", prahlte er vor Ort. Die Aussage ist bezeichnend: Sie zeigt, dass Trump selbst genau weiß, wie sehr er auf jene Kameras angewiesen ist, die er zugleich bekämpft.</p>
<h3 class="subheading">Trump auf Stumm</h3>
<p>"Canceln" im eigentlichen Sinn – das vollständige Verschwinden aus der öffentlichen Wahrnehmung – lässt sich mit einem amtierenden US-Präsidenten nicht bewerkstelligen. Dafür sorgen schon Staatsbesuche, UN-Reden und die schiere institutionelle Macht des Amtes.</p>
<p>Doch der Pool-Boykott legt eine Sollbruchstelle offen, die tiefer reicht als der aktuelle Streit: Eine Politik, die sich fast vollständig in mediale Inszenierung aufgelöst hat, ist auf die Infrastruktur ihrer Gegner angewiesen, um überhaupt stattzufinden.</p>
<p>Trump hat versucht, sich von den Gatekeepern zu emanzipieren, die er nicht mehr kontrollieren kann – und musste feststellen, dass er ohne sie buchstäblich unhörbar wird. Die Pointe der Geschichte liegt nicht in der Frage, wer Recht bekommt vor Richter Kelly, sondern darin, dass der Mann, der die Aufmerksamkeitsökonomie wie kein anderer beherrschte, plötzlich merkt, dass sie ohne seine Widersacher nicht funktioniert.</p>
Der US-Präsident steht stumm im eigenen Garten: Fünf US-Sender boykottieren ihn geschlossen. Nun zeigt sich, wie sehr er seine Gegner eigentlich braucht.</p>
<p>Ein Mann bewegt die Lippen vor einem neuen Helikopterlandeplatz im Garten des Weißen Hauses. Der Rotorenlärm von Marine One verschluckt jedes Wort. Keine der fünf großen US-Fernsehanstalten ist da, um ihn mit einem brauchbaren Mikrofon zu retten.</p>
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<p>Donald Trump, der Präsident, dessen gesamte politische Existenz auf der Übertragung seiner Stimme in amerikanische Wohnzimmer beruht, steht fast allein im eigenen Garten. Ein Sinnbild, wie es sich Drehbuchautoren kaum plakativer hätten ausdenken können – und doch genau das, was sich laut einem <a href="https://www.nytimes.com/2026/09/21/us/politics/trump-television-reporters-cameras.html" rel="external noopener" target="_blank">Bericht</a> der <em>New York Times</em> am vergangenen Montag zugetragen hat.</p>
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<p>Der Auslöser: Trump hatte <em>CNN</em>, das Onlineportal <em>Politico </em>und den Sender<em> MS NOW</em> vom Gelände des Weißen Hauses verbannt, weil deren Berichterstattung aus seiner Sicht aus "Fiktion oder Lügen" bestehe.</p>
<p>Die Reaktion der übrigen Sender überraschte selbst erfahrene Beobachter der amerikanischen Medienlandschaft: <em>ABC</em>, <em>CBS</em>, <em>CNN</em>, <em>Fox News</em> und <em>NBC </em>– gemeinsam organisiert im sogenannten Pressepool, der die Fernsehbilder aus dem Weißen Haus an alle Sender verteilt – legten geschlossen die Arbeit nieder. Kein Pool-Team begleitete Trump mehr zu seinen Terminen, auch nicht zur Eröffnung jenes Helipads, dessen Enthüllung ohne den gewohnten Kameratross zur Farce geriet.</p>
<h3 class="subheading">Eine Ehe auf Gegenseitigkeit</h3>
<p>Um zu verstehen, warum dieser Boykott mehr ist als eine Fußnote im Dauerkonflikt zwischen Präsident und Presse, lohnt der Blick zurück auf die Statik des Verhältnisses.</p>
<p>Trump ist, wie es der Autor Ramin Setoodeh in seinem Buch über dessen Reality-TV-Karriere beschreibt, ein Geschöpf des Bildschirms. Vierzehn Staffeln "The Apprentice" formten den Immobilienunternehmer zur nationalen Marke, bevor zehn weitere Jahre politischen Fernsehens ihn zu einer Figur machten, die den amerikanischen Alltag dominiert wie kein Präsident vor ihm. Setoodeh zitiert Trump mit dem Satz, es zähle einzig die Quote – ob jemand ein guter oder schlechter Mensch sei, spiele keine Rolle, solange die Einschaltzahlen stimmten.</p>
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<p>Diese Logik hat sich als deckungsgleich mit der Geschäftslogik der Nachrichtensender erwiesen. <em>CNN</em>, <em>MSNBC</em> und natürlich auch <em>Fox News</em> haben über Jahre hinweg jede Grenzüberschreitung, jeden Tabubruch, jeden Skandal Trumps in Sendezeit verwandelt – und Sendezeit in Werbeeinnahmen.</p>
<p>Schon im Wahlkampf 2016 ließen Sender Kameras auf ein leeres Rednerpult gerichtet, in Erwartung seines Auftritts, weil produzentische Erfahrung lehrte: Er wird etwas Provokantes sagen, und die Quote wird stimmen. Empörung war das Produkt, Trump der Rohstofflieferant, die Sender die Raffinerie. Es war eine Symbiose, in der beide Seiten voneinander profitierten, obwohl – oder gerade weil – sie sich öffentlich bekämpften.</p>
<h3 class="subheading">Die überschrittene Linie</h3>
<p>Was Trump nun getan hat, unterscheidet sich jedoch kategorial von der üblichen Beschimpfung der "Fake News". Er hat nicht nur Kritik geäußert, sondern institutionellen Zugang verweigert – ohne Ankündigung, ohne Verfahren, wie es in der <a href="https://x.com/NBCNewsPR/status/2102035911701561792?s=20" rel="external noopener" target="_blank">gemeinsamen Erklärung</a> von <em>CNN</em>, <em>Politico </em>und <em>MS NOW</em> heißt.</p>
<p>Die drei Organisationen <a href="https://www.bbc.com/news/articles/cm0e32rwvrryo" rel="external noopener" target="_blank">reichten daraufhin Klage</a> vor einem US-Bundesgericht in Washington ein und beriefen sich auf den ersten Verfassungszusatz, der es der Regierung untersagt, die Presse aufgrund des Inhalts ihrer Berichterstattung zu diskriminieren.</p>
<p>Zuständig ist Richter Timothy J. Kelly, ein von Trump selbst ernannter Richter, der in dessen erster Amtszeit bereits einmal gegen das Weiße Haus entschied, als er die Rückgabe der Akkreditierung von <em>CNN</em>-Reporter Jim Acosta anordnete. Trump reagierte, noch bevor ein Urteil vorlag, mit der Ankündigung, er werde ohnehin Berufung einlegen – ein Offenbarungseid des eigenen Rechtsverständnisses.</p>
<p>Bemerkenswert ist dabei weniger die Klage selbst als die Reaktion der übrigen Sender. Dass sich ausgerechnet<em> Fox News</em>, publizistisch dem Präsidenten wohlgesonnen wie kein anderer großer Sender, dem Boykott anschloss, lässt sich kaum mit plötzlich erwachter Liebe zur Pressefreiheit erklären.</p>
<p>Näher liegt die Vermutung, dass hier ein kollektives Zugangsrecht verteidigt wurde, von dem alle fünf Sender geschäftlich profitieren. Der Pool ist eine Infrastruktur der Kostenteilung; fällt ein Mitglied aus der Ordnung, indem die Regierung selbst bestimmt, wer teilnehmen darf, ist das gesamte System bedroht. Es ist damit kein Akt der Solidarität aus Prinzip, sondern aus ökonomischem Kalkül – was der Aktion nicht ihre Wirkung nimmt.</p>
<h3 class="subheading">Vom Delegitimieren zum eigenen Sender</h3>
<p>Trumps Umgang mit unliebsamer Berichterstattung folgt dabei einem Muster, das über die klassische Medienschelte hinausgeht. Bereits im Fall der Nachrichtenagentur <em>AP</em>, die im Streit um die Bezeichnung "Golf von Mexiko" versus "Golf von Amerika" von Räumen wie dem Oval Office und der Air Force One ausgeschlossen wurde, zeigte sich dieselbe Handschrift: Kritik oder schlicht abweichende Wortwahl wird nicht als legitime journalistische Praxis behandelt, sondern zur Frage der Loyalität erklärt.</p>
<p>Auf Truth Social erklärte Trump, Berichte mit "unbekannten Quellen" würden die "nationale Sicherheit" verletzen – eine rhetorische Volte, mit der publizistische Distanz in eine sicherheitspolitische Bedrohung umgedeutet wird. Diese Verschiebung ist aus autoritär geführten Staaten bekannt: Wer nicht bloß Gegner, sondern Gefahr ist, dem gegenüber erscheinen auch scharfe Gegenmaßnahmen gerechtfertigt.</p>
<p>Konsequent daher der nächste Schritt: der Aufbau eines eigenen Kanals. Unter dem Namen "Trump TV" bewirbt das Weiße Haus nun einen Livestream mit dem Slogan "No noise. Just the news that matters most – straight from the Trump Administration." Es ist die logische Fortsetzung der Umgehungsstrategie – von der Delegitimierung unabhängiger Berichterstattung zur direkten, ungefilterten Hofberichterstattung. Kein Zufall, dass ausgerechnet der Begriff "Noise" – Lärm, Störgeräusch – zum Feindbild erklärt wird. Genau jener Lärm, den unabhängige Nachfragen erzeugen.</p>
<h3 class="subheading">Das Paradox der Aufmerksamkeit</h3>
<p>Und doch offenbart genau dieser Moment am Helipad das strukturelle Dilemma von Trumps Strategie. Denn das Spektakel, von dem seine gesamte politische Karriere lebt, benötigt ein Publikum, das über die eigene Anhängerschaft hinausreicht – und einen Verstärker, den ausgerechnet die verhassten Sender liefern.</p>
<p>In der geschlossenen Streaming-Blase des Maga-Milieus verpufft die Wirkung. Ein Beleg dafür lieferte Trump unfreiwillig selbst, als er bei einer Rede auf einem republikanischen Midterm-Parteitag stolz verkündete, seine "Gesamtzahlen" hätten die NFL geschlagen. Tatsächlich schalteten laut <em>CNN </em>lediglich drei Millionen Zuschauer seine Rede ein, während zeitgleich 25 Millionen ein Football-Spiel zwischen Seattle Seahawks und New England Patriots verfolgten. Ohne die Reichweite der großen, unabhängigen Sender bleibt selbst der lauteste Populist in Wahrheit ziemlich leise.</p>
<p>Als Ausweg blieb ihm am Montag nur ein Umweg: Für eine Pressekonferenz mit New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani – ausgerechnet einem Vertreter jenes Amerikas, dem Trump politisch denkbar fernsteht – ließ er sich schließlich doch wieder von Kameras begleiten, diesmal von lokalen New Yorker Medien, die nicht an den Boykott gebunden waren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4799029" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10277902"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Totale-Medienkontrolle-Trumps-radikaler-Plan-fuer-Amerika-10277902.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/9/9/0/2/9/shutterstock_2578084219-9c365f4d63c7ca40.jpeg" alt="Zeitung mit dem Haupttitel: Neuer Trump-Ära beginnt" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Zeitung mit dem Haupttitel: Neuer Trump-Ära beginnt" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Totale Medienkontrolle: Trumps radikaler Plan für Amerika</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146173" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11412660"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Picasso-der-Korruption-Wie-der-US-Praesident-offen-am-Insiderhandel-verdient-11412660.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 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leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">"Picasso der Korruption": Wie der US-Präsident offen am Insiderhandel verdient</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4942190" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10663817"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Angriff-auf-freie-Presse-Wie-Trump-Medien-an-die-Leine-legt-10663817.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1050" height="590" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/2/1/9/0/whitehouse1-22e4758ae92e3664-8890b4be774aa46e.png" alt="Symbolbild: Jemend übermalt eine Menungsäußerung (Sprechblase) vor der Kulisse des Weißen hauses." style="aspect-ratio:1050 / 590"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" 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<p>"Sie sagen, sie boykottieren mich, aber sie boykottieren mich nie", prahlte er vor Ort. Die Aussage ist bezeichnend: Sie zeigt, dass Trump selbst genau weiß, wie sehr er auf jene Kameras angewiesen ist, die er zugleich bekämpft.</p>
<h3 class="subheading">Trump auf Stumm</h3>
<p>"Canceln" im eigentlichen Sinn – das vollständige Verschwinden aus der öffentlichen Wahrnehmung – lässt sich mit einem amtierenden US-Präsidenten nicht bewerkstelligen. Dafür sorgen schon Staatsbesuche, UN-Reden und die schiere institutionelle Macht des Amtes.</p>
<p>Doch der Pool-Boykott legt eine Sollbruchstelle offen, die tiefer reicht als der aktuelle Streit: Eine Politik, die sich fast vollständig in mediale Inszenierung aufgelöst hat, ist auf die Infrastruktur ihrer Gegner angewiesen, um überhaupt stattzufinden.</p>
<p>Trump hat versucht, sich von den Gatekeepern zu emanzipieren, die er nicht mehr kontrollieren kann – und musste feststellen, dass er ohne sie buchstäblich unhörbar wird. Die Pointe der Geschichte liegt nicht in der Frage, wer Recht bekommt vor Richter Kelly, sondern darin, dass der Mann, der die Aufmerksamkeitsökonomie wie kein anderer beherrschte, plötzlich merkt, dass sie ohne seine Widersacher nicht funktioniert.</p>
2026-09-22T09:15:00.000Z
urn:bid:5169050
2026-09-22T08:30:00.000Z
84 Millionen Tonnen Ernte, aber nur 59 Millionen Tonnen Lagerplatz: Wie die Ukraine mit Notprogrammen und Ersatzrouten gegen eine Speicherlücke kämpft.</p>
<p>Die Landwirtschaft der Ukraine steht in diesem Jahr vor einer erheblichen Herausforderung: Für die Saison 2026/27 wird eine Ernte von 84,18 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten erwartet, aber es gibt kaum Platz, diese Mengen zu lagern, von der Kapazität, sie zu exportieren, ganz zu schweigen.</p>
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<p>Ein Grund dafür ist, dass die russische Armee die Lagerflächen der Ukraine angreift. Jetzt wird die verbliebene wirksame Lagerkapazität auf 58,97 Millionen Tonnen geschätzt. Bis November 2026 könnte daraus nach Schätzung von FAO und Agrarministerium eine Speicherlücke von bis zu 11 Millionen Tonnen bei Getreide und Ölsaaten werden.</p>
<p>Das ist mehr als eine Frage zerstörter Betonsilos: Weil beschädigte Häfen und Logistikknoten die Ausfuhr bremsen, bleibt die Ware im Land liegen und muss irgendwo untergebracht werden.</p>
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<p>Wie groß der Engpass ist, zeigen die Ausfuhrzahlen. Zwischen dem 1. und 26. August 2026 exportierte die Ukraine nach Angaben des <a href="https://www.kmu.gov.ua/en/news/taras-vysotskyi-u-serpni-ukraina-eksportuvala-14-mln-tonn-ahroproduktsii-tretynu-vid-potentsiinoho-obsiahu" rel="external noopener" target="_blank">ukrainischen Agrarministeriums</a> 1,423 Millionen Tonnen Getreide, Ölsaaten und Verarbeitungsprodukte.</p>
<p>Agrarminister Taras Vysotskyi bezifferte diese Menge auf rund ein Drittel des sonst möglichen Volumens. Beim Getreide allein waren es etwa 822.000 Tonnen oder rund 21 Prozent dessen, was in normalen Zeiten hätte exportiert werden können.</p>
<p>Der Ausfuhrmix verrät, wie sehr der Handel auf Ersatzrouten angewiesen ist: je rund 600.000 Tonnen liefen über die Eisenbahn und über die Donauhäfen, lediglich etwa 80.000 Tonnen über die Straße. Der Lastwagen ist die teuerste Variante und bleibt deshalb Nebenschauplatz.</p>
<p>Anfang September erklärte Vysotskyi, alternative Routen könnten die Exporte auf etwa 50 Prozent des Möglichen bringen, die Kapazität der Schwarzmeerhäfen aber nicht ersetzen. Im Normalfall laufen rund 80 Prozent der Getreideexporte über das Schwarze Meer, weil Massengüter wie Weizen und Mais für Bahn und Lastwagen zu schwer und zu voluminös sind.</p>
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<p>Im Großraum Odessa brach der Frachtumschlag nach dem 22. Juli auf weniger als ein Fünfzehntel ein. Seit Beginn der russischen Invasion wurden nach Zählung des Infrastrukturministeriums 1173 Objekte der Hafeninfrastruktur und 274 Zivilschiffe beschädigt oder teilweise zerstört.</p>
<p>Dass Russland Odessa nicht erobern muss, um die Ukraine faktisch vom Seehandel abzuschneiden, <a href="https://www.telepolis.de/article/Odessa-Warum-der-Schwarzmeerzugang-entscheidend-fuer-die-Zukunft-der-Ukraine-ist-11412796.html">war schon früher</a> bei <em>Telepolis</em> Thema. Über die Region Groß-Odessa liefen seit Kriegsbeginn mehr als 150 Millionen Tonnen Fracht, darunter 90 Millionen Tonnen Getreide für 55 Länder. Der Hafen ist für die Exporte des Landes entscheidend – und <a href="https://www.telepolis.de/article/Odessa-Wie-ein-Hafen-die-Ukraine-am-Leben-haelt-11094033.html">hält die Ukraine quasi am Leben</a>.</p>
<h3 class="subheading">Ernte im Kunststoffschlauch</h3>
<p>Für die Betriebe im Frontgebiet greift die Regierung zu einer improvisierten Lösung.</p>
<p>In neun Oblasten – Dnipropetrowsk, Donezk, Saporischschja, Mykolajiw, Odessa, Sumy, Charkiw, Cherson und Tschernihiw – verteilt der Staat kostenlos flexible Getreideschläuche: große Kunststoffbehälter mit einer Kapazität von jeweils etwa 200 Tonnen, die direkt auf dem Hof aufgestellt werden. Anträge nahm das Staatliche Agrarregister DAR bis zum 13. September entgegen.</p>
<p>Das <a href="https://www.dar.gov.ua/news-list/fermeram-9-pryfrontovyh-oblastej-nadadut-rukavy-dlya-tymchasovogo-zberigannya-vrozhayu-startuvav-pryjom-zayavok-u-dar/" rel="external noopener" target="_blank">Programm des Agrarregisters</a> richtet sich an Betriebe mit 100 bis 3000 Hektar; Vorrang haben Unternehmen, deren Infrastruktur durch Kampfhandlungen beschädigt wurde.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5118574" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11368190"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Krieg-Weizenpreis-steigt-nach-Angriffen-im-Schwarzen-Meer-um-7-Prozent-11368190.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/8/5/7/4/shutterstock_2476023625-73eed5bdc1902641.jpeg" alt="Ein Greifer lädt Getreide in einen Schiffsbauch, im Hintergrund Silos und Kräne." style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Ein Greifer lädt Getreide in einen Schiffsbauch, im Hintergrund Silos und Kräne." style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine-Krieg: Weizenpreis steigt nach Angriffen im Schwarzen Meer um 7 Prozent</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Schläuche sollen verhindern, dass Landwirte ihre Ernte aus Platzmangel zu Schleuderpreisen abgeben müssen. Ihre Dimension relativiert sich allerdings schnell: <a href="https://www.kmu.gov.ua/news/minahropolityky-ta-tovarystvo-chervonoho-khresta-ukrainy-napratsovuiut-rishennia-dlia-zberihannia-i-vyvezennia-vrozhaiu-z-pryfrontovykh-terytorii" rel="external noopener" target="_blank">1500 Schläuche à 200 Tonnen</a> ergeben rund 300.000 Tonnen Zwischenlager – etwa 2,7 Prozent der drohenden Lücke von 11 Millionen Tonnen. In den frontnahen Regionen werden rund 5 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten erzeugt.</p>
<p>Umgesetzt wird das Programm gemeinsam mit FAO, WFP, Mercy Corps und dem Ukrainischen Roten Kreuz; finanziert und organisiert wird es laut DAR unter anderem von der EU, dem US-Außenministerium, der kanadischen Regierung und dem Howard-G.-Buffett-Fonds.</p>
<p>Im Gespräch sind zudem ein humanitärer Transportmechanismus und eine Teilerstattung der Abfuhrkosten aus Gefahrenzonen.</p>
<h3 class="subheading">Kredite, Devisenfristen, Zinszuschüsse</h3>
<p>Aus dem Lagerproblem wird schnell ein Liquiditätsproblem: Wenn landwirtschaftliche Betriebe ihre Produkte nicht lagern können, verkaufen sie unter Zeitdruck zu möglicherweise niedrigen Preisen, müssen aber gleichzeitig höhere Frachtgebühren zahlen.</p>
<p>Um zahlungsfähig zu bleiben, sind die Betriebe auf Kredite angewiesen, die von der Regierung in Kiew zu vergünstigten Bedingungen angeboten werden. So meldete das Agrarministerium für eine einzige Woche rund 2 Milliarden Hrywnja neu vergebener Kredite; das Kreditportfolio des Sektors lag bei 105 Milliarden Hrywnja und damit 25 Milliarden über dem Vorjahreswert.</p>
<p>Zusätzlich plant die Regierung vergünstigte Betriebsmittelkredite von bis zu 1 Milliarde Hrywnja pro Unternehmen oder Unternehmensgruppe, bei denen der Staat 5,5 Prozentpunkte des Marktzinses ausgleicht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4985598" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11094033"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Odessa-Wie-ein-Hafen-die-Ukraine-am-Leben-haelt-11094033.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/5/5/9/8/shutterstock_1095160982-ae6dab798b2d187c.jpeg" alt="Ein Blick auf Odessa aus der Vogelperspektive." style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Ein Blick auf Odessa aus der Vogelperspektive." style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Odessa: Wie ein Hafen die Ukraine am Leben hält</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Firmen, deren Lager, Werkshallen oder Büros getroffen wurden, sollen zudem leichter an staatliche Mietobjekte kommen.</p>
<p>Parallel lockerte das Kabinett die Devisenregeln. Für Exportverträge über Weizen, Mais, Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenöl und Ölkuchen kann das Wirtschaftsministerium die Zahlungsfristen <a href="https://www.kmu.gov.ua/en/news/uriad-pidtrymav-ahrariiv-v-umovakh-uskladnenoi-lohistyky-cherez-rosiiskyi-teror-u-chornomorskomu-rehioni" rel="external noopener" target="_blank">auf Antrag um bis zu 180 Tage</a> verlängern; zuvor war die Frist für die Rückführung von Deviseneinnahmen aus bestimmten Geschäften von 120 auf 150 Tage gestreckt worden.</p>
<p>Premier Sergii Koretskyi begründete den Schritt damit, dass Unternehmen so mehr Zeit zur Vertragserfüllung erhalten, Exporte und Devisenzuflüsse weiterlaufen und Geld für die nächste Aussaat übrig bleibt.</p>
<h3 class="subheading">789 Millionen Hrywnja gegen Drohnen</h3>
<p>Kiew versucht zugleich, die Abhängigkeit von einzelnen Knotenpunkten zu verringern. Gleichzeitig ist das Infrastrukturministerium bestrebt, Bahnverbindungen und Donauhäfen zu stärken.</p>
<p>Angesichts der ständigen Drohnenangriffe sind hier aber erhebliche Investitionen in Antidrohnenschutz wichtiger Straßen unabdingbar. Das ukrainische Kabinett stellt dafür inzwischen 789 Millionen Hrywnja aus einem Reservefonds bereit.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146241" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11412796"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Odessa-Warum-der-Schwarzmeerzugang-entscheidend-fuer-die-Zukunft-der-Ukraine-ist-11412796.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/2/4/1/shutterstock_2690363649-946c10e1ac2c90e7.jpeg" alt="Schiffe in einem Hafen" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Schiffe in einem Hafen" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Odessa: Warum der Schwarzmeerzugang entscheidend für die Zukunft der Ukraine ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die staatliche Förderung großer Projekte wurde außerdem <a href="https://me.gov.ua/News/Detail/d89a55e0-f659-45c2-bb25-b271ef30972e?isSpecial=True&lang=uk-UA" rel="external noopener" target="_blank">auf Kraftstoff- und Lagerlogistik</a> ausgeweitet, inklusive vergünstigter Kredite für unterirdische Tankkapazitäten.</p>
<p>Der Mindestkreditbetrag liegt bei 100 Millionen Hrywnja, in frontnahen Gebieten bei 30 Millionen; das Limit pro Unternehmensgruppe beträgt 1 Milliarde Hrywnja.</p>
<h3 class="subheading">Die Versicherungslücke bleibt gewaltig</h3>
<p>Wie weit die Hilfen reichen, zeigt ein Vergleich aus dem Wirtschaftsministerium: Die jährlichen Kriegsschäden an Sachanlagen ukrainischer Unternehmen werden auf 4 bis 10 Milliarden US-Dollar und mehr geschätzt, die Kapazität des Versicherungs- und Rückversicherungsmarkts liegt bei 1 bis 1,5 Milliarden US-Dollar.</p>
<p>In besonders riskanten Regionen und Branchen fehlt teils jede Deckung. Deshalb arbeitet das Ministerium an einem <a href="https://me.gov.ua/News/Detail/bbd5f47c-ac2a-4919-94a3-a1e9cd4a6a3b?lang=uk-UA" rel="external noopener" target="_blank">Sonderfonds für Kriegsschäden</a> mit einem Zielvolumen von 3 bis 4 Milliarden US-Dollar: rund 1 Milliarde aus Staatsmitteln, 2 bis 3 Milliarden von internationalen Partnern. Als mögliche Finanzierungsquelle nennt das Ministerium eine Erhöhung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes um einen Prozentpunkt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5120290" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11371563"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-eroeffnet-neue-Front-im-Asowschen-Meer-11371563.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1672" height="940" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/0/2/9/0/master_Asow-d5e082997f96e488.png" alt="Grafil zeigt eine Karte der Krim, eine Drohnen und Transportschiffe" style="aspect-ratio:1672 / 940"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1672" height="940" alt="Grafil zeigt eine Karte der Krim, eine Drohnen und Transportschiffe" style="aspect-ratio:1672 / 940;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine eröffnet neue Front im Asowschen Meer</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der geplante First-Loss-Mechanismus soll die erste Schadensschicht staatlich abdecken, darüber liegende Schäden könnten privat versichert werden. Vorgesehen sind derzeit:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>staatliche Entschädigung von bis zu 10 Millionen US-Dollar pro juristischer Person,</li><li>Teilnahme für große, mittlere und kleine Unternehmen im gesamten von der Ukraine kontrollierten Gebiet,</li><li>Deckung von Gebäuden, Ausrüstung und technischen Versorgungsnetzen,</li><li>ein Eigenbeitrag von 2 Prozent der gewählten Deckungssumme,</li><li>Auszahlung binnen 30 Kalendertagen nach vollständiger Dokumentation, verlängerbar auf 60 Tage.</li></ul>
<p>Verwaltet werden soll das Programm von der Exportkreditagentur EKA, Start ist – vorbehaltlich der Rechtsgrundlagen – im Januar 2027. Am Modell arbeiten Finanzministerium, Nationalbank, Weltbank, die britische Regierung sowie internationale Makler und Versicherer mit.</p>
<p>Das bereits laufende Entschädigungs- und Versicherungsprogramm wurde unterdessen erweitert: Es erfasst jetzt auch Kraftstoffe, Fahrzeuge für Kraftstofftransport und -lagerung, Landmaschinen sowie Lastwagen und Anhänger über 7,5 Tonnen; die maximale Erstattung von Versicherungsprämien stieg von 3 auf 5 Millionen Hrywnja pro Unternehmen und Jahr.</p>
<p>Seit dem Programmstart am 1. Januar 2026 wurden für beschädigtes oder zerstörtes Eigentum 323 Anträge mit einer voraussichtlichen Entschädigungssumme von 6,8 Milliarden Hrywnja genehmigt.</p>
<h3 class="subheading">Kein Hunger, aber kleinere Felder</h3>
<p>Eine Versorgungskrise im Inland droht nach offizieller Darstellung nicht: Der heimische Weizenverbrauch liegt bei etwa 6 Millionen Tonnen, die Produktion erreichte in den vergangenen Jahren 23 bis 25 Millionen Tonnen.</p>
<p>Vysotskyi rechnet für den Herbst aber mit einer kleineren Anbaufläche, vor allem bei Winterweizen. Die hohen Logistikkosten dürften den Anteil der Ölsaaten im Anbaumix zudem schrittweise steigen lassen. Beim Winterraps, dessen Aussaat schon begonnen hatte, erwartet er keine wesentlichen Änderungen, bei Wintergerste nur geringfügige.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3576917" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7180508"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Weizenexporte-aus-ukrainischen-Haefen-Enger-Korridor-7180508.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/7/6/9/1/7/getreide-171bf81b29d456cd.png" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Weizenexporte aus ukrainischen Häfen: Enger Korridor</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dass die Logistik eingeschränkt, aber nicht zusammengebrochen ist, zeigen die Sonnenblumenölexporte: In den ersten 15 Septembertagen wurden 131.000 Tonnen verschifft, verglichen mit 212.000 Tonnen bei normalem Logistikniveau.</p>
<p>Auf den Weltmärkten schlagen die Probleme längst durch – nach Angriffen auf die Schwarzmeerhäfen zog der Preis für Mahlweizen an der Pariser Euronext im Juli <a href="https://www.telepolis.de/article/Ukraine-Krieg-Weizenpreis-steigt-nach-Angriffen-im-Schwarzen-Meer-um-7-Prozent-11368190.html">zeitweise um 7 Prozent</a> auf 231,75 Euro je Tonne an.</p>
<p>Für Kiew wächst zugleich der fiskalische Druck. Premier Koretskyi warnte, dass wegen der Angriffe auf Unternehmen rund 70 Milliarden Hrywnja an Steuereinnahmen im Staatshaushalt fehlen könnten. Die Notprogramme reparieren das beschädigte System nicht. Sie kaufen Zeit – für Ersatzrouten, Zwischenlager, die nächste Aussaat und den Wiederaufbau von Häfen und Logistik.</p>
84 Millionen Tonnen Ernte, aber nur 59 Millionen Tonnen Lagerplatz: Wie die Ukraine mit Notprogrammen und Ersatzrouten gegen eine Speicherlücke kämpft.</p>
<p>Die Landwirtschaft der Ukraine steht in diesem Jahr vor einer erheblichen Herausforderung: Für die Saison 2026/27 wird eine Ernte von 84,18 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten erwartet, aber es gibt kaum Platz, diese Mengen zu lagern, von der Kapazität, sie zu exportieren, ganz zu schweigen.</p>
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<p>Ein Grund dafür ist, dass die russische Armee die Lagerflächen der Ukraine angreift. Jetzt wird die verbliebene wirksame Lagerkapazität auf 58,97 Millionen Tonnen geschätzt. Bis November 2026 könnte daraus nach Schätzung von FAO und Agrarministerium eine Speicherlücke von bis zu 11 Millionen Tonnen bei Getreide und Ölsaaten werden.</p>
<p>Das ist mehr als eine Frage zerstörter Betonsilos: Weil beschädigte Häfen und Logistikknoten die Ausfuhr bremsen, bleibt die Ware im Land liegen und muss irgendwo untergebracht werden.</p>
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<p>Wie groß der Engpass ist, zeigen die Ausfuhrzahlen. Zwischen dem 1. und 26. August 2026 exportierte die Ukraine nach Angaben des <a href="https://www.kmu.gov.ua/en/news/taras-vysotskyi-u-serpni-ukraina-eksportuvala-14-mln-tonn-ahroproduktsii-tretynu-vid-potentsiinoho-obsiahu" rel="external noopener" target="_blank">ukrainischen Agrarministeriums</a> 1,423 Millionen Tonnen Getreide, Ölsaaten und Verarbeitungsprodukte.</p>
<p>Agrarminister Taras Vysotskyi bezifferte diese Menge auf rund ein Drittel des sonst möglichen Volumens. Beim Getreide allein waren es etwa 822.000 Tonnen oder rund 21 Prozent dessen, was in normalen Zeiten hätte exportiert werden können.</p>
<p>Der Ausfuhrmix verrät, wie sehr der Handel auf Ersatzrouten angewiesen ist: je rund 600.000 Tonnen liefen über die Eisenbahn und über die Donauhäfen, lediglich etwa 80.000 Tonnen über die Straße. Der Lastwagen ist die teuerste Variante und bleibt deshalb Nebenschauplatz.</p>
<p>Anfang September erklärte Vysotskyi, alternative Routen könnten die Exporte auf etwa 50 Prozent des Möglichen bringen, die Kapazität der Schwarzmeerhäfen aber nicht ersetzen. Im Normalfall laufen rund 80 Prozent der Getreideexporte über das Schwarze Meer, weil Massengüter wie Weizen und Mais für Bahn und Lastwagen zu schwer und zu voluminös sind.</p>
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<p>Im Großraum Odessa brach der Frachtumschlag nach dem 22. Juli auf weniger als ein Fünfzehntel ein. Seit Beginn der russischen Invasion wurden nach Zählung des Infrastrukturministeriums 1173 Objekte der Hafeninfrastruktur und 274 Zivilschiffe beschädigt oder teilweise zerstört.</p>
<p>Dass Russland Odessa nicht erobern muss, um die Ukraine faktisch vom Seehandel abzuschneiden, <a href="https://www.telepolis.de/article/Odessa-Warum-der-Schwarzmeerzugang-entscheidend-fuer-die-Zukunft-der-Ukraine-ist-11412796.html">war schon früher</a> bei <em>Telepolis</em> Thema. Über die Region Groß-Odessa liefen seit Kriegsbeginn mehr als 150 Millionen Tonnen Fracht, darunter 90 Millionen Tonnen Getreide für 55 Länder. Der Hafen ist für die Exporte des Landes entscheidend – und <a href="https://www.telepolis.de/article/Odessa-Wie-ein-Hafen-die-Ukraine-am-Leben-haelt-11094033.html">hält die Ukraine quasi am Leben</a>.</p>
<h3 class="subheading">Ernte im Kunststoffschlauch</h3>
<p>Für die Betriebe im Frontgebiet greift die Regierung zu einer improvisierten Lösung.</p>
<p>In neun Oblasten – Dnipropetrowsk, Donezk, Saporischschja, Mykolajiw, Odessa, Sumy, Charkiw, Cherson und Tschernihiw – verteilt der Staat kostenlos flexible Getreideschläuche: große Kunststoffbehälter mit einer Kapazität von jeweils etwa 200 Tonnen, die direkt auf dem Hof aufgestellt werden. Anträge nahm das Staatliche Agrarregister DAR bis zum 13. September entgegen.</p>
<p>Das <a href="https://www.dar.gov.ua/news-list/fermeram-9-pryfrontovyh-oblastej-nadadut-rukavy-dlya-tymchasovogo-zberigannya-vrozhayu-startuvav-pryjom-zayavok-u-dar/" rel="external noopener" target="_blank">Programm des Agrarregisters</a> richtet sich an Betriebe mit 100 bis 3000 Hektar; Vorrang haben Unternehmen, deren Infrastruktur durch Kampfhandlungen beschädigt wurde.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5118574" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11368190"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Krieg-Weizenpreis-steigt-nach-Angriffen-im-Schwarzen-Meer-um-7-Prozent-11368190.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/8/5/7/4/shutterstock_2476023625-73eed5bdc1902641.jpeg" alt="Ein Greifer lädt Getreide in einen Schiffsbauch, im Hintergrund Silos und Kräne." style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Ein Greifer lädt Getreide in einen Schiffsbauch, im Hintergrund Silos und Kräne." style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine-Krieg: Weizenpreis steigt nach Angriffen im Schwarzen Meer um 7 Prozent</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Schläuche sollen verhindern, dass Landwirte ihre Ernte aus Platzmangel zu Schleuderpreisen abgeben müssen. Ihre Dimension relativiert sich allerdings schnell: <a href="https://www.kmu.gov.ua/news/minahropolityky-ta-tovarystvo-chervonoho-khresta-ukrainy-napratsovuiut-rishennia-dlia-zberihannia-i-vyvezennia-vrozhaiu-z-pryfrontovykh-terytorii" rel="external noopener" target="_blank">1500 Schläuche à 200 Tonnen</a> ergeben rund 300.000 Tonnen Zwischenlager – etwa 2,7 Prozent der drohenden Lücke von 11 Millionen Tonnen. In den frontnahen Regionen werden rund 5 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten erzeugt.</p>
<p>Umgesetzt wird das Programm gemeinsam mit FAO, WFP, Mercy Corps und dem Ukrainischen Roten Kreuz; finanziert und organisiert wird es laut DAR unter anderem von der EU, dem US-Außenministerium, der kanadischen Regierung und dem Howard-G.-Buffett-Fonds.</p>
<p>Im Gespräch sind zudem ein humanitärer Transportmechanismus und eine Teilerstattung der Abfuhrkosten aus Gefahrenzonen.</p>
<h3 class="subheading">Kredite, Devisenfristen, Zinszuschüsse</h3>
<p>Aus dem Lagerproblem wird schnell ein Liquiditätsproblem: Wenn landwirtschaftliche Betriebe ihre Produkte nicht lagern können, verkaufen sie unter Zeitdruck zu möglicherweise niedrigen Preisen, müssen aber gleichzeitig höhere Frachtgebühren zahlen.</p>
<p>Um zahlungsfähig zu bleiben, sind die Betriebe auf Kredite angewiesen, die von der Regierung in Kiew zu vergünstigten Bedingungen angeboten werden. So meldete das Agrarministerium für eine einzige Woche rund 2 Milliarden Hrywnja neu vergebener Kredite; das Kreditportfolio des Sektors lag bei 105 Milliarden Hrywnja und damit 25 Milliarden über dem Vorjahreswert.</p>
<p>Zusätzlich plant die Regierung vergünstigte Betriebsmittelkredite von bis zu 1 Milliarde Hrywnja pro Unternehmen oder Unternehmensgruppe, bei denen der Staat 5,5 Prozentpunkte des Marktzinses ausgleicht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4985598" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11094033"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Odessa-Wie-ein-Hafen-die-Ukraine-am-Leben-haelt-11094033.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/5/5/9/8/shutterstock_1095160982-ae6dab798b2d187c.jpeg" alt="Ein Blick auf Odessa aus der Vogelperspektive." style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Ein Blick auf Odessa aus der Vogelperspektive." style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Odessa: Wie ein Hafen die Ukraine am Leben hält</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Firmen, deren Lager, Werkshallen oder Büros getroffen wurden, sollen zudem leichter an staatliche Mietobjekte kommen.</p>
<p>Parallel lockerte das Kabinett die Devisenregeln. Für Exportverträge über Weizen, Mais, Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenöl und Ölkuchen kann das Wirtschaftsministerium die Zahlungsfristen <a href="https://www.kmu.gov.ua/en/news/uriad-pidtrymav-ahrariiv-v-umovakh-uskladnenoi-lohistyky-cherez-rosiiskyi-teror-u-chornomorskomu-rehioni" rel="external noopener" target="_blank">auf Antrag um bis zu 180 Tage</a> verlängern; zuvor war die Frist für die Rückführung von Deviseneinnahmen aus bestimmten Geschäften von 120 auf 150 Tage gestreckt worden.</p>
<p>Premier Sergii Koretskyi begründete den Schritt damit, dass Unternehmen so mehr Zeit zur Vertragserfüllung erhalten, Exporte und Devisenzuflüsse weiterlaufen und Geld für die nächste Aussaat übrig bleibt.</p>
<h3 class="subheading">789 Millionen Hrywnja gegen Drohnen</h3>
<p>Kiew versucht zugleich, die Abhängigkeit von einzelnen Knotenpunkten zu verringern. Gleichzeitig ist das Infrastrukturministerium bestrebt, Bahnverbindungen und Donauhäfen zu stärken.</p>
<p>Angesichts der ständigen Drohnenangriffe sind hier aber erhebliche Investitionen in Antidrohnenschutz wichtiger Straßen unabdingbar. Das ukrainische Kabinett stellt dafür inzwischen 789 Millionen Hrywnja aus einem Reservefonds bereit.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146241" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11412796"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Odessa-Warum-der-Schwarzmeerzugang-entscheidend-fuer-die-Zukunft-der-Ukraine-ist-11412796.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/2/4/1/shutterstock_2690363649-946c10e1ac2c90e7.jpeg" alt="Schiffe in einem Hafen" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Schiffe in einem Hafen" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Odessa: Warum der Schwarzmeerzugang entscheidend für die Zukunft der Ukraine ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die staatliche Förderung großer Projekte wurde außerdem <a href="https://me.gov.ua/News/Detail/d89a55e0-f659-45c2-bb25-b271ef30972e?isSpecial=True&lang=uk-UA" rel="external noopener" target="_blank">auf Kraftstoff- und Lagerlogistik</a> ausgeweitet, inklusive vergünstigter Kredite für unterirdische Tankkapazitäten.</p>
<p>Der Mindestkreditbetrag liegt bei 100 Millionen Hrywnja, in frontnahen Gebieten bei 30 Millionen; das Limit pro Unternehmensgruppe beträgt 1 Milliarde Hrywnja.</p>
<h3 class="subheading">Die Versicherungslücke bleibt gewaltig</h3>
<p>Wie weit die Hilfen reichen, zeigt ein Vergleich aus dem Wirtschaftsministerium: Die jährlichen Kriegsschäden an Sachanlagen ukrainischer Unternehmen werden auf 4 bis 10 Milliarden US-Dollar und mehr geschätzt, die Kapazität des Versicherungs- und Rückversicherungsmarkts liegt bei 1 bis 1,5 Milliarden US-Dollar.</p>
<p>In besonders riskanten Regionen und Branchen fehlt teils jede Deckung. Deshalb arbeitet das Ministerium an einem <a href="https://me.gov.ua/News/Detail/bbd5f47c-ac2a-4919-94a3-a1e9cd4a6a3b?lang=uk-UA" rel="external noopener" target="_blank">Sonderfonds für Kriegsschäden</a> mit einem Zielvolumen von 3 bis 4 Milliarden US-Dollar: rund 1 Milliarde aus Staatsmitteln, 2 bis 3 Milliarden von internationalen Partnern. Als mögliche Finanzierungsquelle nennt das Ministerium eine Erhöhung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes um einen Prozentpunkt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5120290" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11371563"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-eroeffnet-neue-Front-im-Asowschen-Meer-11371563.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1672" height="940" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/0/2/9/0/master_Asow-d5e082997f96e488.png" alt="Grafil zeigt eine Karte der Krim, eine Drohnen und Transportschiffe" style="aspect-ratio:1672 / 940"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1672" height="940" alt="Grafil zeigt eine Karte der Krim, eine Drohnen und Transportschiffe" style="aspect-ratio:1672 / 940;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine eröffnet neue Front im Asowschen Meer</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der geplante First-Loss-Mechanismus soll die erste Schadensschicht staatlich abdecken, darüber liegende Schäden könnten privat versichert werden. Vorgesehen sind derzeit:</p>
<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>staatliche Entschädigung von bis zu 10 Millionen US-Dollar pro juristischer Person,</li><li>Teilnahme für große, mittlere und kleine Unternehmen im gesamten von der Ukraine kontrollierten Gebiet,</li><li>Deckung von Gebäuden, Ausrüstung und technischen Versorgungsnetzen,</li><li>ein Eigenbeitrag von 2 Prozent der gewählten Deckungssumme,</li><li>Auszahlung binnen 30 Kalendertagen nach vollständiger Dokumentation, verlängerbar auf 60 Tage.</li></ul>
<p>Verwaltet werden soll das Programm von der Exportkreditagentur EKA, Start ist – vorbehaltlich der Rechtsgrundlagen – im Januar 2027. Am Modell arbeiten Finanzministerium, Nationalbank, Weltbank, die britische Regierung sowie internationale Makler und Versicherer mit.</p>
<p>Das bereits laufende Entschädigungs- und Versicherungsprogramm wurde unterdessen erweitert: Es erfasst jetzt auch Kraftstoffe, Fahrzeuge für Kraftstofftransport und -lagerung, Landmaschinen sowie Lastwagen und Anhänger über 7,5 Tonnen; die maximale Erstattung von Versicherungsprämien stieg von 3 auf 5 Millionen Hrywnja pro Unternehmen und Jahr.</p>
<p>Seit dem Programmstart am 1. Januar 2026 wurden für beschädigtes oder zerstörtes Eigentum 323 Anträge mit einer voraussichtlichen Entschädigungssumme von 6,8 Milliarden Hrywnja genehmigt.</p>
<h3 class="subheading">Kein Hunger, aber kleinere Felder</h3>
<p>Eine Versorgungskrise im Inland droht nach offizieller Darstellung nicht: Der heimische Weizenverbrauch liegt bei etwa 6 Millionen Tonnen, die Produktion erreichte in den vergangenen Jahren 23 bis 25 Millionen Tonnen.</p>
<p>Vysotskyi rechnet für den Herbst aber mit einer kleineren Anbaufläche, vor allem bei Winterweizen. Die hohen Logistikkosten dürften den Anteil der Ölsaaten im Anbaumix zudem schrittweise steigen lassen. Beim Winterraps, dessen Aussaat schon begonnen hatte, erwartet er keine wesentlichen Änderungen, bei Wintergerste nur geringfügige.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3576917" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7180508"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Weizenexporte-aus-ukrainischen-Haefen-Enger-Korridor-7180508.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/5/7/6/9/1/7/getreide-171bf81b29d456cd.png" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Weizenexporte aus ukrainischen Häfen: Enger Korridor</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dass die Logistik eingeschränkt, aber nicht zusammengebrochen ist, zeigen die Sonnenblumenölexporte: In den ersten 15 Septembertagen wurden 131.000 Tonnen verschifft, verglichen mit 212.000 Tonnen bei normalem Logistikniveau.</p>
<p>Auf den Weltmärkten schlagen die Probleme längst durch – nach Angriffen auf die Schwarzmeerhäfen zog der Preis für Mahlweizen an der Pariser Euronext im Juli <a href="https://www.telepolis.de/article/Ukraine-Krieg-Weizenpreis-steigt-nach-Angriffen-im-Schwarzen-Meer-um-7-Prozent-11368190.html">zeitweise um 7 Prozent</a> auf 231,75 Euro je Tonne an.</p>
<p>Für Kiew wächst zugleich der fiskalische Druck. Premier Koretskyi warnte, dass wegen der Angriffe auf Unternehmen rund 70 Milliarden Hrywnja an Steuereinnahmen im Staatshaushalt fehlen könnten. Die Notprogramme reparieren das beschädigte System nicht. Sie kaufen Zeit – für Ersatzrouten, Zwischenlager, die nächste Aussaat und den Wiederaufbau von Häfen und Logistik.</p>
2026-09-22T08:30:00.000Z
urn:bid:5168346
2026-09-22T06:25:00.000Z
Pisa: Deutschland sucht Schuldige für den Bildungsabstieg. Doch die schlechten Noten erzählen von einem Land, dem Sinn, Sicherheit und Vertrauen abhandenkommen.</p>
<p>Deutschland hat einen neuen Pisa-Schock erlitten. Schlimmer als jeder bisherige. Nur war es diesmal kein Schock mehr im eigentlichen Sinne. Denn ein Schock setzt einen gewissen Überraschungseffekt voraus.</p>
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<p>Aber dass die kognitiven Leistungen der deutschen Fünfzehnjährigen so schlecht sind wie nie seit Beginn der Pisa-Erhebungen, das wundert nur Menschen ohne Kontakt zur Außenwelt. Rund ein Drittel unserer personellen Zukunft verfügt in Mathematik und Lesen nicht über ausreichende Basiskompetenzen, in den Naturwissenschaften ist es etwa ein Viertel.</p>
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<p>Ein Fünftel schafft nirgendwo überhaupt das notwendige Grundniveau. Seit den 1990er Jahren mehren sich zudem in mehreren westlichen Ländern Hinweise auf eine Umkehr des berühmten Flynn-Effekts.</p>
<p>Der besagt, etwas vereinfacht, dass die Menschheit im Lauf ihrer selbst immer klüger wurde – zumindest bis ungefähr Baujahr 1980. Seither stagniert oder sinkt dieser Effekt in mehreren Ländern wieder – und zwar hierzulande ganz besonders. Warum?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Deutschland sucht den Superschuldigen</strong></h3>
<p>Nun beginnt das übliche Ritual: Die Deutschen suchen einen Schuldigen für die Verblödung XL made in Germany. Es ist zum Beispiel dem allgemeinen Lernerfolg im Fach Deutsch nicht zuträglich, wenn manche Schulklassen vor lauter Ausländern kein Deutsch können.</p>
<p>So in etwa argumentieren die Ankläger der Splittergruppe AUA (für "Ausländer: Ursache aller Ärgernisse"). Tatsächlich gibt es zum Beispiel in Berlin Schulen mit einem Anteil an ndH – nichtdeutsche Herkunftssprache – von bis zu 100 Prozent. Dass Kinder daheim kein Deutsch sprechen, heißt zwar nicht automatisch, dass sie keines können.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161905" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11446976"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Pisa-Schock-Deutschland-verlernt-seine-Zukunft-11446976.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/9/0/5/Master_Lesen-58e1e6c2c36a5235.jpeg" alt="Offenes Buch " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Offenes Buch " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Pisa-Schock: Deutschland verlernt seine Zukunft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5157599" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11438458"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Vor-neuen-PISA-Ergebnissen-Wie-gross-ist-Deutschlands-Kompetenzkrise-11438458.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/7/5/9/9/Master_PISA-17bbf1717ffcd9f0.jpeg" alt="Drei Personen, mutmaßlich eine Lehrerin und zwei Schüler schauen auf ein Blatt Papier" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Drei Personen, mutmaßlich eine Lehrerin und zwei Schüler schauen auf ein Blatt Papier" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Vor neuen PISA-Ergebnissen: Wie groß ist Deutschlands Kompetenzkrise?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>So wie sie oft daheim rotzfrech, aber bei den Nachbarn zuckersüß sind – oder andersherum. Für den Deutschunterricht ist es aber sicher suboptimal, wenn ausgerechnet Deutsch für einen erheblichen Teil der Klasse zunächst einmal ein Fremdwort ist.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eltern haften für ihre Kinder</strong></h3>
<p>Nur gibt es noch andere Optionen für die Schuldfrage. Zum Beispiel die Eltern. Karin Prien von der CDU, Bundesministerin für Bildung und Familie, erklärte zur mangelnden Schulreife vieler Kinder: Das Problem beginne nicht in der Kita, sondern im Elternhaus.</p>
<p>Dort bekämen Kinder zu wenig Ansprache, Aufmerksamkeit und Vorlesezeit. Eine interessante Forderung angesichts der Botschaften ihres Chefs – des Mannes, dessen Spitzname nicht genannt werden darf. Friedrich Merz rückte Teilzeit und Vier-Tage-Woche jüngst in die Nähe von "Lifestyle" und forderte mehr reguläre Erwerbsarbeit.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5153340" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11426229"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Eltern-sollten-bei-der-Berufswahl-ihrer-Kinder-staerker-auf-Praxis-achten-11426229.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7952" height="4468" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/3/3/4/0/zuversichtliche-schuelerin-klassenzimmer-berufswahl-praxiserfahrung-aa2f805222ae37f7.jpeg" alt="Zuversichtliche Schülerin im modernen Klassenzimmer" style="aspect-ratio:7952 / 4468"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7952" height="4468" alt="Zuversichtliche Schülerin im modernen Klassenzimmer" style="aspect-ratio:7952 / 4468;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Eltern sollten bei der Berufswahl ihrer Kinder stärker auf Praxis achten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dumm nur, dass die Stunden, die Menschen nicht im Büro verbringen, nicht der Sofadekoration vor dem Fernseher dienen, sondern in Kinderbetreuung, Pflege, Haushalt oder Ehrenamt verschwinden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Mehr arbeiten, mehr vorlesen, mehr als 24 Stunden am Tag</strong></h3>
<p>Ganz davon abgesehen: Wer einmal versucht hat, mit einem heutigen Grundschulkind Rechenwege nachzuvollziehen, die eine Generation zuvor noch ganz anders vermittelt wurden, weiß, dass Eltern inzwischen gelegentlich das Gefühl bekommen können, für die Hausaufgaben ein Nebenstudium aufnehmen zu müssen.</p>
<p>Woher also sollen Vollzeitbeschäftigte die unbenutzten Stunden nehmen, die sie zugunsten noch größerer Arbeitsleistung streichen könnten?</p>
<p>Frau Prien ist gelernte Anwältin und vielleicht darum mit Arbeitspensum und Bezahlung von Nichtanwälten nur mittelbar vertraut. Aber warum ist sie auch nicht vertraut mit den Aussagen von Herrn Merz? Oder hat er ihr zu wenig vorgelesen? Es gibt Dinge, die möchte man gar nicht wissen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Goethe versus TikTok</strong></h3>
<p>Darum schlagen wiederum andere zur Tilgung unserer Pisa-Misere vor, Handys und den Zugang zu sozialen Medien zu verbieten – und posten das dann. Wieder andere empfehlen, mehr mit der Hand zu schreiben und mehr zu lesen.</p>
<p>Nur wann? Und was?</p>
<p>Wenn ein Tiervideo von wenigen Sekunden dem Aufbau der eigenen Psyche zuträglicher ist als Goethes zuverlässig deprimierende "Leiden des jungen Werther"?</p>
<p>Nach dessen Erscheinen kopierten junge Männer nicht nur Werthers blauen Frack und gelbe Weste; dem Roman wurden auch Nachahmungssuizide angelastet. Der später so bezeichnete "Werther-Effekt" steht bis heute für das Phänomen, dass bestimmte Formen der Suizidberichterstattung weitere Suizide begünstigen können.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5148084" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11416338"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Macht-mehr-Bildschirmzeit-Kinder-sogar-klueger-11416338.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5842" height="3283" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/8/0/8/4/shutterstock_2647884909-fd81aa42507d5cc9.jpeg" alt="Child,Addicted,Smartphone.,Screen,Time,Control,,Tech,Addiction,In,Kids," style="aspect-ratio:5842 / 3283"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5842" height="3283" alt="Child,Addicted,Smartphone.,Screen,Time,Control,,Tech,Addiction,In,Kids," style="aspect-ratio:5842 / 3283;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Macht mehr Bildschirmzeit Kinder sogar klüger?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Andererseits hat Goethe nie über Hinrichtungsvideos und das Zertrampeln von Tierkindern geschrieben, wie es sie im Netz gibt. Vielleicht ist also an allem die zunehmende Verrohung schuld. Aber warum besonders hierzulande?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Deutschland kann Krise</strong></h3>
<p>Wieso schneidet Deutschland beim Pisa-Test im Vergleich zum Rest der Welt so schlecht ab?</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164654" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452385"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Bildungsmonitor-2026-Sachsen-siegt-aber-alle-Bundeslaender-verlieren-11452385.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5120" height="2877" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/6/5/4/shutterstock_1787104346-01559e0bad400503.jpeg" alt="Kinder in einem Raum sitzen alle vor Rechnern. Ein Lehrer erklärt dazu etwas." style="aspect-ratio:5120 / 2877"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5120" height="2877" alt="Kinder in einem Raum sitzen alle vor Rechnern. Ein Lehrer erklärt dazu etwas." style="aspect-ratio:5120 / 2877;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Bildungsmonitor 2026: Sachsen siegt, aber alle Bundesländer verlieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Vergleicht man Deutschland mit anderen Ländern, zeigt sich zunächst: Ein hoher Anteil zugewanderter Schüler führt keineswegs automatisch zu schlechteren Bildungsergebnissen. Länder wie Kanada, Australien oder Singapur verbinden hohe Zuwanderungsanteile mit guten Leistungen.</p>
<p>Brisant wird es dort, wo Zuwanderung auf soziale Benachteiligung und Sprachbarrieren trifft. Und in sozialer Ungleichheit ist das Land ziemlich gut: In Deutschland erklärt die soziale Herkunft 19 Prozent der Leistungsunterschiede, in Kanada gerade einmal sechs.</p>
<p>Der Geldbeutel der Eltern entscheidet hierzulande also gut dreimal so stark mit darüber, was aus dem Nachwuchs schulisch wird. Aber Deutschland kann noch mehr.</p>
<p>Beim Mobbing liegt es im internationalen Pisa-Vergleich auf Platz 9 von 88, beim Mangel an Bildungspersonal sogar auf Platz 8. Endlich wieder Top Ten. Auch psychisch holt Deutschland auf: Zwischen 2018 und 2022 stieg der Anteil der Jugendlichen mit regelmäßigen psychosomatischen Beschwerden in Deutschland um rund 15 Prozentpunkte – international waren es etwa acht.</p>
<h3 class="subheading">Mobbing, psychische Belastungen, Lehrermangel </h3>
<p>Und inzwischen sind noch immer rund 23 Prozent der Kinder und Jugendlichen psychisch belastet; mehr als 60 Prozent berichten von deutlichen Zukunftsängsten. Kriege, Klimakrise, wirtschaftliche Unsicherheit und gesellschaftliche Konflikte beschäftigen sie.</p>
<p>Das dürfte schulische Höchstleistungen nicht gerade beflügeln, aber demgegenüber steht in der Pisa-Studie auch: Ganze 77 Prozent der deutschen Jugendlichen sagen, sie seien neugierig auf viele verschiedene Dinge. Das ist sogar etwas mehr als im OECD-Durchschnitt.</p>
<p>Gleichzeitig hält jeder Dritte Schule für Zeitverschwendung. Hat Deutschland also in Wirklichkeit gar kein Intelligenzproblem, sondern ein Milieuproblem des Denkens?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Typisch deutsch</strong></h3>
<p>Sich auf einen einzelnen Grund für unser schlechtes Abschneiden zu stürzen, zeigt vielleicht einen Grund für das schlechte Abschneiden: nämlich, wie schlecht man inzwischen darin geworden ist, umfassende Muster zu sehen. Umfassendes Denken wurde in der Bildung und im Leben schon lange zunehmend zugunsten von Industrietauglichkeit aufgegeben.</p>
<p>Man hat Tiefe durch Tempo ersetzt, und nun wundern sich alle über Oberflächlichkeit und ausgemergelte Kinderseelen. Aber wer sollte geistige Mangelzustände verlässlicher indizieren als Kinder und Jugendliche?</p>
<p>Was sie vorführen, das ist vielleicht, dass hierzulande immer weniger von dem vorhanden ist, was auch in einer gut funktionierenden Familie schulisch einigermaßen gut funktionierende Kinder hervorbringt: nämlich Sinn und Sicherheit.</p>
<h3 class="subheading">Das Gemeinwesen als Industriestandort</h3>
<p>Vielleicht erzeugt Deutschland gerade ein Milieu mit zu wenig Gründen dafür, sich geistig, sozial und emotional mit dem hiesigen Gemeinwesen zu identifizieren. Würde dieses mehr wie eine Familie organisiert und weniger wie ein Industriestandort, wären die Pisa-Ergebnisse dann vielleicht anders?</p>
<p>Oder sollte den Zöglingen trotz schlechter Noten mehr zugetraut werden und ist das Drama um die Pisa-Schieflage vielleicht sogar ein Missverständnis? Denn jedem Mangel wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, notfalls zu fliehen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch von Urs Rathmann</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5045399" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11211115"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Exzellenz-in-Deutschland-Hoher-Anspruch-mediokre-Ergebnisse-11211115.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/5/3/9/9/Master_Rathmann-72e483780c9ae3c7.jpeg" alt="Mann klettert auf einer Leiter an Büchern hoch, oben steht ein Pokal. Es weht die Deutschland-Fahne. Kein Foto, sondern eine Plakatgrafik." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Mann klettert auf einer Leiter an Büchern hoch, oben steht ein Pokal. Es weht die Deutschland-Fahne. Kein Foto, sondern eine Plakatgrafik." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Exzellenz in Deutschland: Hoher Anspruch, mediokre Ergebnisse</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5153913" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11427369"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Philosophen-im-Konzern-Der-naechste-Fachidiot-hilft-auch-nicht-11427369.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/3/9/1/3/Master_Wissen-b2444ae79765e0f1.jpeg" alt="Schkucht zwischen Bücherstapel" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Schkucht zwischen Bücherstapel" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Philosophen im Konzern: Der nächste Fachidiot hilft auch nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Gerade in den wüstesten Familien bringen kluge Kinder zuerst miese Zeugnisse nach Hause und erarbeiten sich währenddessen heimlich neue Welten. Später gründen sie dann Existenzen, die ihre Erzeuger nie für möglich gehalten hätten, entwickeln Kompetenzen, die sich niemand hätte träumen lassen, und nicht alles davon ist schlecht.</p>
<p>Die Welt dreht sich weiter, auch mit schlechten Noten. Manchmal gerade dann. Und vielleicht erreicht ein Land sein eigenes Lernziel dann, wenn es aufhört, seine Kinder nur nach deren Lernzielen zu beurteilen.</p>
Pisa: Deutschland sucht Schuldige für den Bildungsabstieg. Doch die schlechten Noten erzählen von einem Land, dem Sinn, Sicherheit und Vertrauen abhandenkommen.</p>
<p>Deutschland hat einen neuen Pisa-Schock erlitten. Schlimmer als jeder bisherige. Nur war es diesmal kein Schock mehr im eigentlichen Sinne. Denn ein Schock setzt einen gewissen Überraschungseffekt voraus.</p>
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<p>Aber dass die kognitiven Leistungen der deutschen Fünfzehnjährigen so schlecht sind wie nie seit Beginn der Pisa-Erhebungen, das wundert nur Menschen ohne Kontakt zur Außenwelt. Rund ein Drittel unserer personellen Zukunft verfügt in Mathematik und Lesen nicht über ausreichende Basiskompetenzen, in den Naturwissenschaften ist es etwa ein Viertel.</p>
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<p>Ein Fünftel schafft nirgendwo überhaupt das notwendige Grundniveau. Seit den 1990er Jahren mehren sich zudem in mehreren westlichen Ländern Hinweise auf eine Umkehr des berühmten Flynn-Effekts.</p>
<p>Der besagt, etwas vereinfacht, dass die Menschheit im Lauf ihrer selbst immer klüger wurde – zumindest bis ungefähr Baujahr 1980. Seither stagniert oder sinkt dieser Effekt in mehreren Ländern wieder – und zwar hierzulande ganz besonders. Warum?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Deutschland sucht den Superschuldigen</strong></h3>
<p>Nun beginnt das übliche Ritual: Die Deutschen suchen einen Schuldigen für die Verblödung XL made in Germany. Es ist zum Beispiel dem allgemeinen Lernerfolg im Fach Deutsch nicht zuträglich, wenn manche Schulklassen vor lauter Ausländern kein Deutsch können.</p>
<p>So in etwa argumentieren die Ankläger der Splittergruppe AUA (für "Ausländer: Ursache aller Ärgernisse"). Tatsächlich gibt es zum Beispiel in Berlin Schulen mit einem Anteil an ndH – nichtdeutsche Herkunftssprache – von bis zu 100 Prozent. Dass Kinder daheim kein Deutsch sprechen, heißt zwar nicht automatisch, dass sie keines können.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5161905" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11446976"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Pisa-Schock-Deutschland-verlernt-seine-Zukunft-11446976.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/1/9/0/5/Master_Lesen-58e1e6c2c36a5235.jpeg" alt="Offenes Buch " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Offenes Buch " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Pisa-Schock: Deutschland verlernt seine Zukunft</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5157599" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11438458"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Vor-neuen-PISA-Ergebnissen-Wie-gross-ist-Deutschlands-Kompetenzkrise-11438458.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/7/5/9/9/Master_PISA-17bbf1717ffcd9f0.jpeg" alt="Drei Personen, mutmaßlich eine Lehrerin und zwei Schüler schauen auf ein Blatt Papier" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Drei Personen, mutmaßlich eine Lehrerin und zwei Schüler schauen auf ein Blatt Papier" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Vor neuen PISA-Ergebnissen: Wie groß ist Deutschlands Kompetenzkrise?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>So wie sie oft daheim rotzfrech, aber bei den Nachbarn zuckersüß sind – oder andersherum. Für den Deutschunterricht ist es aber sicher suboptimal, wenn ausgerechnet Deutsch für einen erheblichen Teil der Klasse zunächst einmal ein Fremdwort ist.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eltern haften für ihre Kinder</strong></h3>
<p>Nur gibt es noch andere Optionen für die Schuldfrage. Zum Beispiel die Eltern. Karin Prien von der CDU, Bundesministerin für Bildung und Familie, erklärte zur mangelnden Schulreife vieler Kinder: Das Problem beginne nicht in der Kita, sondern im Elternhaus.</p>
<p>Dort bekämen Kinder zu wenig Ansprache, Aufmerksamkeit und Vorlesezeit. Eine interessante Forderung angesichts der Botschaften ihres Chefs – des Mannes, dessen Spitzname nicht genannt werden darf. Friedrich Merz rückte Teilzeit und Vier-Tage-Woche jüngst in die Nähe von "Lifestyle" und forderte mehr reguläre Erwerbsarbeit.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5153340" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11426229"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Eltern-sollten-bei-der-Berufswahl-ihrer-Kinder-staerker-auf-Praxis-achten-11426229.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7952" height="4468" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/3/3/4/0/zuversichtliche-schuelerin-klassenzimmer-berufswahl-praxiserfahrung-aa2f805222ae37f7.jpeg" alt="Zuversichtliche Schülerin im modernen Klassenzimmer" style="aspect-ratio:7952 / 4468"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7952" height="4468" alt="Zuversichtliche Schülerin im modernen Klassenzimmer" style="aspect-ratio:7952 / 4468;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Eltern sollten bei der Berufswahl ihrer Kinder stärker auf Praxis achten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dumm nur, dass die Stunden, die Menschen nicht im Büro verbringen, nicht der Sofadekoration vor dem Fernseher dienen, sondern in Kinderbetreuung, Pflege, Haushalt oder Ehrenamt verschwinden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Mehr arbeiten, mehr vorlesen, mehr als 24 Stunden am Tag</strong></h3>
<p>Ganz davon abgesehen: Wer einmal versucht hat, mit einem heutigen Grundschulkind Rechenwege nachzuvollziehen, die eine Generation zuvor noch ganz anders vermittelt wurden, weiß, dass Eltern inzwischen gelegentlich das Gefühl bekommen können, für die Hausaufgaben ein Nebenstudium aufnehmen zu müssen.</p>
<p>Woher also sollen Vollzeitbeschäftigte die unbenutzten Stunden nehmen, die sie zugunsten noch größerer Arbeitsleistung streichen könnten?</p>
<p>Frau Prien ist gelernte Anwältin und vielleicht darum mit Arbeitspensum und Bezahlung von Nichtanwälten nur mittelbar vertraut. Aber warum ist sie auch nicht vertraut mit den Aussagen von Herrn Merz? Oder hat er ihr zu wenig vorgelesen? Es gibt Dinge, die möchte man gar nicht wissen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Goethe versus TikTok</strong></h3>
<p>Darum schlagen wiederum andere zur Tilgung unserer Pisa-Misere vor, Handys und den Zugang zu sozialen Medien zu verbieten – und posten das dann. Wieder andere empfehlen, mehr mit der Hand zu schreiben und mehr zu lesen.</p>
<p>Nur wann? Und was?</p>
<p>Wenn ein Tiervideo von wenigen Sekunden dem Aufbau der eigenen Psyche zuträglicher ist als Goethes zuverlässig deprimierende "Leiden des jungen Werther"?</p>
<p>Nach dessen Erscheinen kopierten junge Männer nicht nur Werthers blauen Frack und gelbe Weste; dem Roman wurden auch Nachahmungssuizide angelastet. Der später so bezeichnete "Werther-Effekt" steht bis heute für das Phänomen, dass bestimmte Formen der Suizidberichterstattung weitere Suizide begünstigen können.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5148084" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11416338"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Macht-mehr-Bildschirmzeit-Kinder-sogar-klueger-11416338.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5842" height="3283" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/8/0/8/4/shutterstock_2647884909-fd81aa42507d5cc9.jpeg" alt="Child,Addicted,Smartphone.,Screen,Time,Control,,Tech,Addiction,In,Kids," style="aspect-ratio:5842 / 3283"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5842" height="3283" alt="Child,Addicted,Smartphone.,Screen,Time,Control,,Tech,Addiction,In,Kids," style="aspect-ratio:5842 / 3283;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Macht mehr Bildschirmzeit Kinder sogar klüger?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Andererseits hat Goethe nie über Hinrichtungsvideos und das Zertrampeln von Tierkindern geschrieben, wie es sie im Netz gibt. Vielleicht ist also an allem die zunehmende Verrohung schuld. Aber warum besonders hierzulande?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Deutschland kann Krise</strong></h3>
<p>Wieso schneidet Deutschland beim Pisa-Test im Vergleich zum Rest der Welt so schlecht ab?</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164654" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452385"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Bildungsmonitor-2026-Sachsen-siegt-aber-alle-Bundeslaender-verlieren-11452385.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5120" height="2877" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/6/5/4/shutterstock_1787104346-01559e0bad400503.jpeg" alt="Kinder in einem Raum sitzen alle vor Rechnern. Ein Lehrer erklärt dazu etwas." style="aspect-ratio:5120 / 2877"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5120" height="2877" alt="Kinder in einem Raum sitzen alle vor Rechnern. Ein Lehrer erklärt dazu etwas." style="aspect-ratio:5120 / 2877;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Bildungsmonitor 2026: Sachsen siegt, aber alle Bundesländer verlieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Vergleicht man Deutschland mit anderen Ländern, zeigt sich zunächst: Ein hoher Anteil zugewanderter Schüler führt keineswegs automatisch zu schlechteren Bildungsergebnissen. Länder wie Kanada, Australien oder Singapur verbinden hohe Zuwanderungsanteile mit guten Leistungen.</p>
<p>Brisant wird es dort, wo Zuwanderung auf soziale Benachteiligung und Sprachbarrieren trifft. Und in sozialer Ungleichheit ist das Land ziemlich gut: In Deutschland erklärt die soziale Herkunft 19 Prozent der Leistungsunterschiede, in Kanada gerade einmal sechs.</p>
<p>Der Geldbeutel der Eltern entscheidet hierzulande also gut dreimal so stark mit darüber, was aus dem Nachwuchs schulisch wird. Aber Deutschland kann noch mehr.</p>
<p>Beim Mobbing liegt es im internationalen Pisa-Vergleich auf Platz 9 von 88, beim Mangel an Bildungspersonal sogar auf Platz 8. Endlich wieder Top Ten. Auch psychisch holt Deutschland auf: Zwischen 2018 und 2022 stieg der Anteil der Jugendlichen mit regelmäßigen psychosomatischen Beschwerden in Deutschland um rund 15 Prozentpunkte – international waren es etwa acht.</p>
<h3 class="subheading">Mobbing, psychische Belastungen, Lehrermangel </h3>
<p>Und inzwischen sind noch immer rund 23 Prozent der Kinder und Jugendlichen psychisch belastet; mehr als 60 Prozent berichten von deutlichen Zukunftsängsten. Kriege, Klimakrise, wirtschaftliche Unsicherheit und gesellschaftliche Konflikte beschäftigen sie.</p>
<p>Das dürfte schulische Höchstleistungen nicht gerade beflügeln, aber demgegenüber steht in der Pisa-Studie auch: Ganze 77 Prozent der deutschen Jugendlichen sagen, sie seien neugierig auf viele verschiedene Dinge. Das ist sogar etwas mehr als im OECD-Durchschnitt.</p>
<p>Gleichzeitig hält jeder Dritte Schule für Zeitverschwendung. Hat Deutschland also in Wirklichkeit gar kein Intelligenzproblem, sondern ein Milieuproblem des Denkens?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Typisch deutsch</strong></h3>
<p>Sich auf einen einzelnen Grund für unser schlechtes Abschneiden zu stürzen, zeigt vielleicht einen Grund für das schlechte Abschneiden: nämlich, wie schlecht man inzwischen darin geworden ist, umfassende Muster zu sehen. Umfassendes Denken wurde in der Bildung und im Leben schon lange zunehmend zugunsten von Industrietauglichkeit aufgegeben.</p>
<p>Man hat Tiefe durch Tempo ersetzt, und nun wundern sich alle über Oberflächlichkeit und ausgemergelte Kinderseelen. Aber wer sollte geistige Mangelzustände verlässlicher indizieren als Kinder und Jugendliche?</p>
<p>Was sie vorführen, das ist vielleicht, dass hierzulande immer weniger von dem vorhanden ist, was auch in einer gut funktionierenden Familie schulisch einigermaßen gut funktionierende Kinder hervorbringt: nämlich Sinn und Sicherheit.</p>
<h3 class="subheading">Das Gemeinwesen als Industriestandort</h3>
<p>Vielleicht erzeugt Deutschland gerade ein Milieu mit zu wenig Gründen dafür, sich geistig, sozial und emotional mit dem hiesigen Gemeinwesen zu identifizieren. Würde dieses mehr wie eine Familie organisiert und weniger wie ein Industriestandort, wären die Pisa-Ergebnisse dann vielleicht anders?</p>
<p>Oder sollte den Zöglingen trotz schlechter Noten mehr zugetraut werden und ist das Drama um die Pisa-Schieflage vielleicht sogar ein Missverständnis? Denn jedem Mangel wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, notfalls zu fliehen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch von Urs Rathmann</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5045399" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11211115"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Exzellenz-in-Deutschland-Hoher-Anspruch-mediokre-Ergebnisse-11211115.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/5/3/9/9/Master_Rathmann-72e483780c9ae3c7.jpeg" alt="Mann klettert auf einer Leiter an Büchern hoch, oben steht ein Pokal. Es weht die Deutschland-Fahne. Kein Foto, sondern eine Plakatgrafik." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Mann klettert auf einer Leiter an Büchern hoch, oben steht ein Pokal. Es weht die Deutschland-Fahne. Kein Foto, sondern eine Plakatgrafik." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Exzellenz in Deutschland: Hoher Anspruch, mediokre Ergebnisse</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5153913" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11427369"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Philosophen-im-Konzern-Der-naechste-Fachidiot-hilft-auch-nicht-11427369.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/3/9/1/3/Master_Wissen-b2444ae79765e0f1.jpeg" alt="Schkucht zwischen Bücherstapel" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Schkucht zwischen Bücherstapel" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Philosophen im Konzern: Der nächste Fachidiot hilft auch nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Gerade in den wüstesten Familien bringen kluge Kinder zuerst miese Zeugnisse nach Hause und erarbeiten sich währenddessen heimlich neue Welten. Später gründen sie dann Existenzen, die ihre Erzeuger nie für möglich gehalten hätten, entwickeln Kompetenzen, die sich niemand hätte träumen lassen, und nicht alles davon ist schlecht.</p>
<p>Die Welt dreht sich weiter, auch mit schlechten Noten. Manchmal gerade dann. Und vielleicht erreicht ein Land sein eigenes Lernziel dann, wenn es aufhört, seine Kinder nur nach deren Lernzielen zu beurteilen.</p>
2026-09-22T06:25:00.000Z
urn:bid:5168586
2026-09-21T22:00:00.000Z
Der chinesische Hersteller CXMT liefert Speicherchips für Xiaomis neues Falt-Smartphone, auch Apple hat womöglich Interesse. Passiert etwas im Speichermarkt?</p>
<p>Der chinesische Speicherchip-Hersteller CXMT (ChangXin Memory Technologies) hat nach eigenen Angaben mit der Massenproduktion seiner neuesten Speichergeneration LPDDR6 begonnen.</p>
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<p>Der Chip im kommenden Falt-Smartphone "18 Fold" <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/chinas-cxmt-supply-memory-chip-xiaomis-upcoming-folding-phone-2026-08-29/" rel="external noopener" target="_blank">verbaut sein</a>, das Xiaomi Anfang September <a href="https://www.notebookcheck.net/Xiaomi-18-Fold-Reviews-and-Specs.1400592.0.html" rel="external noopener" target="_blank">vorgestellt hat</a>. Laut CXMT ist das Xiaomi-Gerät damit das erste Flaggschiff-Smartphone, in dem die neue Speichertechnologie kommerziell zum Einsatz kommt. Können chinesische Hersteller zur Lösung der Speicherkrise beitragen?</p>
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<h3 class="subheading">Kooperation bei Xiaomi-Flagschiff</h3>
<p>LPDDR steht für "Low Power Double Data Rate" und bezeichnet stromsparende Arbeitsspeicher-Chips, die in mobilen Geräten wie Smartphones verbaut werden. Sie dienen als Kurzzeitspeicher, in dem Programme und Daten während der Nutzung abgelegt werden.</p>
<p>Der neue LPDDR6-Chip bietet laut CXMT eine Kapazität von 16 Gigabyte und eine maximale Datenrate von 12.800 Megabit pro Sekunde. Diese Bandbreite reiche aus, um den Rechenanforderungen von Flaggschiff-Smartphones und sogenannten Edge-Geräten – also Geräten, die Daten direkt vor Ort statt in der Cloud verarbeiten – gerecht zu werden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5094718" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11318212"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DDR5-RAM-kostet-fast-400-Euro-KI-Boom-macht-PC-Bau-zum-Luxushobby-11318212.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/4/7/1/8/shutterstock_2349117515-6358125ce8de1ea5.jpeg" alt="Zwei DDR5-RAM-Module liegen nebeneinander auf dunklem Untergrund." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Zwei DDR5-RAM-Module liegen nebeneinander auf dunklem Untergrund." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">DDR5-RAM kostet fast 400 Euro: KI-Boom macht PC-Bau zum Luxushobby</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Xiaomi bestätigte, dass das 18 Fold voraussichtlich eine neue Version des hauseigenen, in 3-Nanometer-Technik gefertigten Smartphone-Prozessors Xring O3 nutzen werde, der die neue Speichertechnik unterstützt. Der Wechsel von der vorherigen Generation LPDDR5 zu LPDDR6 sei laut CXMT innerhalb von weniger als einem Jahr erfolgt.</p>
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<h3 class="subheading">Vom Nischenanbieter zum gefragten Zulieferer</h3>
<p>Der Fall Xiaomi ist kein Einzelfall. Wie die in Hongkong erscheinende <em>South China Morning Post</em> <a href="https://www.scmp.com/tech/big-tech/article/3367853/once-reliant-samsung-and-sk-hynix-chinese-smartphone-makers-are-turning-cxmt" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>, setzen mittlerweile mehrere chinesische Smartphone-Hersteller auf CXMT-Chips, während sie früher überwiegend auf Samsung Electronics und SK Hynix aus Südkorea zurückgriffen.</p>
<p>So brachte der ZTE-Ableger Nubia am vergangenen Mittwoch das Modell "NaviX Ultra" auf den Markt, das mit LPDDR5X-Speicherchips von CXMT ausgestattet ist. Das ab umgerechnet rund 885 US-Dollar erhältliche Gerät wird wegen der Integration des KI-Assistenten "Doubao" des TikTok-Betreibers ByteDance auch als "Nubia Doubao Phone" bezeichnet.</p>
<p>Nach Angaben von CXMT handelt es sich dabei um den ersten großflächigen Einsatz im eigenen Land gefertigter LPDDR5X-Chips in einem Smartphone dieser Preisklasse. Die Chips erreichen laut Unternehmensangaben Datenübertragungsraten von bis zu 10.667 Megabit pro Sekunde.</p>
<p>Auch Xiaomi selbst und der auf preisgünstige Geräte für Schwellenländer spezialisierte Hersteller Transsion zählen laut CXMTs im vergangenen Monat veröffentlichtem Halbjahresbericht 2026 zu den Kunden der LPDDR5X-Reihe.</p>
<p>In Huaweis Prozessor Kirin 9030 Pro, verbaut im Modell Mate 80 Pro Max, kommt laut einem im Juni veröffentlichten Analysebericht des auf Halbleiter spezialisierten Unternehmens SemiAnalysis zudem eine Mischung aus Speicherbauteilen von Samsung und CXMT zum Einsatz. Der Vorstoß in den Premiumbereich fällt dabei in eine Phase, in der auf Geräten direkt ausgeführte KI-Anwendungen die Nachfrage nach schnelleren, leistungsfähigeren Speicherbausteinen erhöhen.</p>
<h3 class="subheading">Wachsender Marktanteil</h3>
<p>Laut <a href="https://english.cw.com.tw/article/article.action?id=5013" rel="external noopener" target="_blank">Zahlen</a> des Marktforschungsunternehmens TrendForce, stieg CXMTs Anteil am weltweiten DRAM-Umsatz im zweiten Quartal dieses Jahres auf 9,5 Prozent, nach 7,6 Prozent im ersten Quartal. Von den etablierten Anbietern ist das Unternehmen damit weiterhin deutlich entfernt: Samsung kam im zweiten Quartal auf einen Marktanteil von 39,4 Prozent, SK Hynix auf 24,9 Prozent, Micron Technology auf 23,3 Prozent.</p>
<p>Auch beim US-Techkonzern Apple soll CXMT mittlerweile auf Interesse stoßen. Wie die SCMP unter Berufung auf das Wall Street Journal berichtet, testet Apple Speicherchips des chinesischen Herstellers für einen möglichen Einsatz in iPhones und MacBooks, insbesondere für den chinesischen Markt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5108861" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11348922"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Suedkorea-investiert-in-Speicherfabriken-Wann-sinken-die-Preise-wieder-11348922.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/8/8/6/1/shutterstock_2757997997-f0128df0183cda77.jpeg" alt="Arbeitsspeicherriegel über Kreuz gelegt" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Arbeitsspeicherriegel über Kreuz gelegt" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Südkorea investiert in Speicherfabriken: Wann sinken die Preise wieder?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4840208" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10356933"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/China-entwickelt-ultraschnellen-Flash-Speicher-10356933.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2987" height="1679" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/4/0/2/0/8/shutterstock_3-2e05552d971e78e6.jpeg" alt="Innenleben (Computerchips) eines geöffneten USB-Sticks" style="aspect-ratio:2987 / 1679"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2987" height="1679" alt="Innenleben (Computerchips) eines geöffneten USB-Sticks" style="aspect-ratio:2987 / 1679;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">China entwickelt ultraschnellen Flash-Speicher</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Weder Apple noch CXMT hätten eine Zusammenarbeit bislang offiziell bestätigt.</p>
<h3 class="subheading">Arbeitsspeicherkrise hält an</h3>
<p>Die hohe Nachfrage der KI-Branche ließ den Umsatz von CXMT im ersten Quartal um mehr als 700 Prozent steigen, wie die <em>Tagesschau </em>unter Berufung auf TrendForce-Analystin Ellie Wang <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/marktbericht-boersengang-cxmt-100.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>. "Der Speichermarkt bleibt angespannt", sagte Wang, die Preise dürften bis Ende 2027 weiter steigen.</p>
<p>Trotz dieser Erfolge bleibt CXMT politischem Druck aus den USA ausgesetzt. Das US-Kriegsministerium hatte das Unternehmen im Juni als "chinesisches Militärunternehmen" eingestuft, eine Aufnahme in die sogenannte "Entity List", die den Handel mit US-Unternehmen einschränken würde, bleibe eine fortlaufende Bedrohung. Laut <em>Reuters</em> hat CXMT das Verteidigungsministerium wegen dieser Einstufung <a href="https://www.reuters.com/world/cxmt-sues-pentagon-over-inclusion-list-companies-tied-chinas-military-2026-08-29/" rel="external noopener" target="_blank">verklagt</a>; das Ministerium wollte sich zum laufenden Verfahren nicht äußern.</p>
<p>Technologisch hinkt CXMT den Marktführern weiterhin hinterher, besonders bei sogenannten HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory), die für KI-Anwendungen zentral sind. Auch US-Exportbeschränkungen für moderne Fertigungsanlagen bremsen die Entwicklung.</p>
<p>Der Einstieg in Flaggschiff-Smartphones von Xiaomi, Nubia und Huawei zeigt jedoch, dass sich chinesische Speicherhersteller im umkämpften Premiumsegment für Speicherchips zunehmend behaupten können. Ein baldiges Ende der Speicherkrise ist damit zwar noch nicht in Sicht, doch der Markt bewegt sich: Konkurrenz belebt das Geschäft – und damit (mittelfristig) vielleicht auch die Preise.</p>
Der chinesische Hersteller CXMT liefert Speicherchips für Xiaomis neues Falt-Smartphone, auch Apple hat womöglich Interesse. Passiert etwas im Speichermarkt?</p>
<p>Der chinesische Speicherchip-Hersteller CXMT (ChangXin Memory Technologies) hat nach eigenen Angaben mit der Massenproduktion seiner neuesten Speichergeneration LPDDR6 begonnen.</p>
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<p>Der Chip im kommenden Falt-Smartphone "18 Fold" <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/chinas-cxmt-supply-memory-chip-xiaomis-upcoming-folding-phone-2026-08-29/" rel="external noopener" target="_blank">verbaut sein</a>, das Xiaomi Anfang September <a href="https://www.notebookcheck.net/Xiaomi-18-Fold-Reviews-and-Specs.1400592.0.html" rel="external noopener" target="_blank">vorgestellt hat</a>. Laut CXMT ist das Xiaomi-Gerät damit das erste Flaggschiff-Smartphone, in dem die neue Speichertechnologie kommerziell zum Einsatz kommt. Können chinesische Hersteller zur Lösung der Speicherkrise beitragen?</p>
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<h3 class="subheading">Kooperation bei Xiaomi-Flagschiff</h3>
<p>LPDDR steht für "Low Power Double Data Rate" und bezeichnet stromsparende Arbeitsspeicher-Chips, die in mobilen Geräten wie Smartphones verbaut werden. Sie dienen als Kurzzeitspeicher, in dem Programme und Daten während der Nutzung abgelegt werden.</p>
<p>Der neue LPDDR6-Chip bietet laut CXMT eine Kapazität von 16 Gigabyte und eine maximale Datenrate von 12.800 Megabit pro Sekunde. Diese Bandbreite reiche aus, um den Rechenanforderungen von Flaggschiff-Smartphones und sogenannten Edge-Geräten – also Geräten, die Daten direkt vor Ort statt in der Cloud verarbeiten – gerecht zu werden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5094718" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11318212"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/DDR5-RAM-kostet-fast-400-Euro-KI-Boom-macht-PC-Bau-zum-Luxushobby-11318212.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/4/7/1/8/shutterstock_2349117515-6358125ce8de1ea5.jpeg" alt="Zwei DDR5-RAM-Module liegen nebeneinander auf dunklem Untergrund." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Zwei DDR5-RAM-Module liegen nebeneinander auf dunklem Untergrund." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">DDR5-RAM kostet fast 400 Euro: KI-Boom macht PC-Bau zum Luxushobby</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Xiaomi bestätigte, dass das 18 Fold voraussichtlich eine neue Version des hauseigenen, in 3-Nanometer-Technik gefertigten Smartphone-Prozessors Xring O3 nutzen werde, der die neue Speichertechnik unterstützt. Der Wechsel von der vorherigen Generation LPDDR5 zu LPDDR6 sei laut CXMT innerhalb von weniger als einem Jahr erfolgt.</p>
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<h3 class="subheading">Vom Nischenanbieter zum gefragten Zulieferer</h3>
<p>Der Fall Xiaomi ist kein Einzelfall. Wie die in Hongkong erscheinende <em>South China Morning Post</em> <a href="https://www.scmp.com/tech/big-tech/article/3367853/once-reliant-samsung-and-sk-hynix-chinese-smartphone-makers-are-turning-cxmt" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>, setzen mittlerweile mehrere chinesische Smartphone-Hersteller auf CXMT-Chips, während sie früher überwiegend auf Samsung Electronics und SK Hynix aus Südkorea zurückgriffen.</p>
<p>So brachte der ZTE-Ableger Nubia am vergangenen Mittwoch das Modell "NaviX Ultra" auf den Markt, das mit LPDDR5X-Speicherchips von CXMT ausgestattet ist. Das ab umgerechnet rund 885 US-Dollar erhältliche Gerät wird wegen der Integration des KI-Assistenten "Doubao" des TikTok-Betreibers ByteDance auch als "Nubia Doubao Phone" bezeichnet.</p>
<p>Nach Angaben von CXMT handelt es sich dabei um den ersten großflächigen Einsatz im eigenen Land gefertigter LPDDR5X-Chips in einem Smartphone dieser Preisklasse. Die Chips erreichen laut Unternehmensangaben Datenübertragungsraten von bis zu 10.667 Megabit pro Sekunde.</p>
<p>Auch Xiaomi selbst und der auf preisgünstige Geräte für Schwellenländer spezialisierte Hersteller Transsion zählen laut CXMTs im vergangenen Monat veröffentlichtem Halbjahresbericht 2026 zu den Kunden der LPDDR5X-Reihe.</p>
<p>In Huaweis Prozessor Kirin 9030 Pro, verbaut im Modell Mate 80 Pro Max, kommt laut einem im Juni veröffentlichten Analysebericht des auf Halbleiter spezialisierten Unternehmens SemiAnalysis zudem eine Mischung aus Speicherbauteilen von Samsung und CXMT zum Einsatz. Der Vorstoß in den Premiumbereich fällt dabei in eine Phase, in der auf Geräten direkt ausgeführte KI-Anwendungen die Nachfrage nach schnelleren, leistungsfähigeren Speicherbausteinen erhöhen.</p>
<h3 class="subheading">Wachsender Marktanteil</h3>
<p>Laut <a href="https://english.cw.com.tw/article/article.action?id=5013" rel="external noopener" target="_blank">Zahlen</a> des Marktforschungsunternehmens TrendForce, stieg CXMTs Anteil am weltweiten DRAM-Umsatz im zweiten Quartal dieses Jahres auf 9,5 Prozent, nach 7,6 Prozent im ersten Quartal. Von den etablierten Anbietern ist das Unternehmen damit weiterhin deutlich entfernt: Samsung kam im zweiten Quartal auf einen Marktanteil von 39,4 Prozent, SK Hynix auf 24,9 Prozent, Micron Technology auf 23,3 Prozent.</p>
<p>Auch beim US-Techkonzern Apple soll CXMT mittlerweile auf Interesse stoßen. Wie die SCMP unter Berufung auf das Wall Street Journal berichtet, testet Apple Speicherchips des chinesischen Herstellers für einen möglichen Einsatz in iPhones und MacBooks, insbesondere für den chinesischen Markt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5108861" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11348922"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Suedkorea-investiert-in-Speicherfabriken-Wann-sinken-die-Preise-wieder-11348922.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/8/8/6/1/shutterstock_2757997997-f0128df0183cda77.jpeg" alt="Arbeitsspeicherriegel über Kreuz gelegt" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Arbeitsspeicherriegel über Kreuz gelegt" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Südkorea investiert in Speicherfabriken: Wann sinken die Preise wieder?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4840208" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10356933"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/China-entwickelt-ultraschnellen-Flash-Speicher-10356933.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2987" height="1679" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/4/0/2/0/8/shutterstock_3-2e05552d971e78e6.jpeg" alt="Innenleben (Computerchips) eines geöffneten USB-Sticks" style="aspect-ratio:2987 / 1679"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2987" height="1679" alt="Innenleben (Computerchips) eines geöffneten USB-Sticks" style="aspect-ratio:2987 / 1679;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">China entwickelt ultraschnellen Flash-Speicher</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Weder Apple noch CXMT hätten eine Zusammenarbeit bislang offiziell bestätigt.</p>
<h3 class="subheading">Arbeitsspeicherkrise hält an</h3>
<p>Die hohe Nachfrage der KI-Branche ließ den Umsatz von CXMT im ersten Quartal um mehr als 700 Prozent steigen, wie die <em>Tagesschau </em>unter Berufung auf TrendForce-Analystin Ellie Wang <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/marktbericht-boersengang-cxmt-100.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>. "Der Speichermarkt bleibt angespannt", sagte Wang, die Preise dürften bis Ende 2027 weiter steigen.</p>
<p>Trotz dieser Erfolge bleibt CXMT politischem Druck aus den USA ausgesetzt. Das US-Kriegsministerium hatte das Unternehmen im Juni als "chinesisches Militärunternehmen" eingestuft, eine Aufnahme in die sogenannte "Entity List", die den Handel mit US-Unternehmen einschränken würde, bleibe eine fortlaufende Bedrohung. Laut <em>Reuters</em> hat CXMT das Verteidigungsministerium wegen dieser Einstufung <a href="https://www.reuters.com/world/cxmt-sues-pentagon-over-inclusion-list-companies-tied-chinas-military-2026-08-29/" rel="external noopener" target="_blank">verklagt</a>; das Ministerium wollte sich zum laufenden Verfahren nicht äußern.</p>
<p>Technologisch hinkt CXMT den Marktführern weiterhin hinterher, besonders bei sogenannten HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory), die für KI-Anwendungen zentral sind. Auch US-Exportbeschränkungen für moderne Fertigungsanlagen bremsen die Entwicklung.</p>
<p>Der Einstieg in Flaggschiff-Smartphones von Xiaomi, Nubia und Huawei zeigt jedoch, dass sich chinesische Speicherhersteller im umkämpften Premiumsegment für Speicherchips zunehmend behaupten können. Ein baldiges Ende der Speicherkrise ist damit zwar noch nicht in Sicht, doch der Markt bewegt sich: Konkurrenz belebt das Geschäft – und damit (mittelfristig) vielleicht auch die Preise.</p>
2026-09-21T22:00:00.000Z
urn:bid:5168703
2026-09-21T15:02:00.000Z
Nach dem 4,9-Prozent-Absturz in Schwerin debattiert die CDU über Merz. Doch der Kanzler ist nur das Symptom einer sterbenden Volkspartei. Ein Kommentar.</p>
<p>Um 18:14 Uhr war noch nicht klar, ob die CDU in Mecklenburg-Vorpommern über die Fünf-Prozent-Hürde kommt. Friedrich Merz trat trotzdem schon vor die Kameras, zwischen Deutschland- und Europafahne, das Parteilogo am Pult, und verkündete, er werde weitermachen – als CDU-Vorsitzender und "vor allem als Bundeskanzler unseres Landes".</p>
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<p>Wenig später stand das Ergebnis fest: Die Christdemokraten erhielten lediglich 4,9 Prozent der Stimmen. Es ist ihr schlechtestes Landtagswahlergebnis seit Gründung der Bundesrepublik, und erstmal seit 1951 flog die CDU aus einem Landtag. In Berlin lief es besser, aber hier landete sie hinter der Linken.</p>
<p>Der frühe Auftritt war kein Zeichen von Führungsstärke, sondern glich eher dem Deckel auf den Topf, der verhindern soll, dass es überkocht – wie <a href="https://www.telepolis.de/article/Wahlen-AfD-und-Linke-siegen-CDU-stuerzt-in-beiden-Laendern-ab-11459447.html">die Wahlnacht in Schwerin und Berlin</a> und <a href="https://www.telepolis.de/article/Schwarz-Rot-Ratlos-AfD-und-Linke-gewinnen-die-Mitte-verliert-11459780.html">der Absturz der politischen Mitte</a> zeigen.</p>
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<p>Das Manöver funktioniert erstaunlich gut, wohl auch, weil es in der CDU momentan keine Alternativen zu Merz gibt, jedenfalls keine plausiblen, wie Unionsfraktionsvize Günter Krings meinte. Und die hessische CDU-Fraktionschefin und Vize-Bundesvorsitzende Ines Claus verweist auf "tektonische Wählerverschiebungen", die man nicht allein Berlin anlasten könne.</p>
<p>Nur eine der sechs stellvertretenden Vorsitzenden, Karin Prien, wagte im <a href="https://www.deutschlandfunk.de/nach-den-wahlen-interview-mit-karin-prien-stv-cdu-vorsitzende-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Interview mit dem Deutschlandfunk</a> einen Millimeter Selbstkritik: Es fehle an Empathie, der Kanzler wisse selbst, dass er sich ändern müsse.</p>
<p>Empathie? Als hätte eine Partei einen Großteil ihrer Stammwähler verloren, weil ihr Vorsitzender zu wenig nachfragt, wie es einem geht.</p>
<h3 class="subheading">Keine Heimat mehr: Wie die Volkspartei ihre Orte verlor</h3>
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<p>Die Debatte über Köpfe ist bequem, weil sie eine Antwort suggeriert, die niemandem weh tut, höchstens vielleicht dem, um dessen Kopf es geht.</p>
<p>Doch das ist zu einfach gedacht, denn die unbequeme Diagnose steht in den Mitgliederstatistiken. Die CDU hatte nach der Vereinigung mit der Ost-CDU um 1990 rund 750.000 Mitglieder, <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1148998" rel="external noopener" target="_blank">heute sind es rund 364.000</a>. Die SPD kam 1976 auf gut eine Million, heute liegt sie bei rund 357.000.</p>
<p>Die soziale Basis erodiert, und das zeigt sich auch bei den Wahlergebnissen: Im Jahr 1972 holten Union und SPD zusammen etwa 91 Prozent der Zweitstimmen, 2025 nicht einmal mehr jede zweite. Was sich hier abzeichnet, lässt sich nicht einfach mit Führungsschwäche erklären.</p>
<p>Dahinter steckt der Verlust dessen, was der Soziologe M. Rainer Lepsius 1966 "sozialmoralische Milieus" nannte: ebenjene vorpolitischen Lebenswelten, in welche die Parteien eingebettet waren. Die SPD begleitete ihre Leute über Arbeitersportvereine, Gesangsbünde und Konsumgenossenschaften, man könnte sagen, sozialdemokratische Strukturen und Einrichtungen begleiteten den Sozialdemokraten von der Wiege bis zur Bahre.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168416" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459780"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schwarz-Rot-Ratlos-AfD-und-Linke-gewinnen-die-Mitte-verliert-11459780.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/4/1/6/shutterstock_2589447589-37ea308ca9f360c2.jpeg" alt="Merz-Plakat hinter Deutschlandfahne" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Merz-Plakat hinter Deutschlandfahne" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schwarz-Rot-Ratlos? AfD und Linke gewinnen – die Mitte verliert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Union profitierte lange von konfessionell geprägten Milieus und einem dichten Netz kirchlicher und katholisch-sozialer Organisationen. Wer sonntags in die Kirche ging oder sich in Kirchgemeinden engagierte, bei dem konnte man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er auch die Unionsparteien wählte.</p>
<p>Diese vorpolitischen Infrastrukturen gehören heute aber weitgehend der Vergangenheit an: Die fortschreitende Säkularisierung der Gesellschaft trifft die CDU frontal, das Verschwinden der Arbeiterkultur die SPD.</p>
<p>Ulrich Becks Individualisierungsthese und Robert D. Putnams Analyse, nach der die gesellschaftlichen Bindungen abnehmen, bieten einen theoretischen Rahmen für den Wandel. Die Mitgliedschaft in einer Partei verspricht kaum noch einen sozialen Mehrwert, wenn damit nicht unmittelbar Karrierechancen verbunden sind.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5162571" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11448298"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6048" height="3398" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/2/5/7/1/shutterstock_2577855295-d67595137a825d53.jpeg" alt="Friedrich Merz 2025 in Flensburg zum Wahlkampf" style="aspect-ratio:6048 / 3398"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6048" height="3398" alt="Friedrich Merz 2025 in Flensburg zum Wahlkampf" style="aspect-ratio:6048 / 3398;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kanzlerdämmerung: Fällt Merz nach Magdeburg?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Bei den Sozialdemokraten macht sich das explizit in den Parteistrukturen bemerkbar: Von den einst deutlich über 10.000 SPD-Ortsvereinen sind nur noch rund 8000 übrig (<a href="https://frauen.spd.de/fileadmin/user_upload/2015_Gleichstellungsbericht.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Stand: 2015</a>), viele davon auch nur auf dem Papier. Die <a href="https://www.deutschlandfunk.de/keine-lust-mehr-auf-politik-100.html" rel="external noopener" target="_blank">SPD bezifferte 2002 ihren Aktivitätsgrad</a> selbst auf 12 bis 14 Prozent, oder wie es der frühere Bundesgeschäftsführer der SPD, Matthias Machnig, damals ausdrückte: Es gibt kaum mehr aktive SPD-Mitglieder, als es Ämter und Mandate zu besetzen gibt. Heute dürfte das nicht wesentlich anders sein.</p>
<p>Das hinterlässt natürlich Spuren: Die Basis ist kein Sozialraum mehr, sondern eine Art Abobeziehung zur Bundesgeschäftsstelle.</p>
<h3 class="subheading">Die Kartellpartei: Staatsgeld als Schmerzmittel</h3>
<p>Es stellt sich natürlich die Frage, warum dieser Aderlass keinen Alarm ausgelöst hat. Jedem Parteifunktionär, der wenigstens einmal einen Blick in die eigenen Statistiken geworfen hat, hätte dies auffallen müssen.</p>
<p>Die Antwort ist einfach: Die Parteifunktionäre hatten keinen Grund, sich darum zu kümmern, schließlich tat diese Entwicklung niemandem weh.</p>
<p>Zum Verständnis dient hier der Begriff "Kartellpartei", wie ihn Richard Katz und Peter Mair 1995 beschrieben haben: Die Parteien sind zu Organisationen geworden, die sich aus der Gesellschaft herauslösen und zu Agenten des Staates werden, finanziert aus öffentlichen Mitteln, professionalisiert in der Kampagnenführung, unabhängig von aktiven Mitgliedern.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146718" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11413744"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Friedrich-Merz-Kanzlerdaemmerung-Berlin-bereitet-sich-auf-den-Herbst-vor-11413744.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/7/1/8/Master_Suchsland-c0be1e61b384b42d.jpeg" alt="Friedrich Merz und Lars Klingbeil an Stehpulten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Friedrich Merz und Lars Klingbeil an Stehpulten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Friedrich Merz – Kanzlerdämmerung? Berlin bereitet sich auf den Herbst vor</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In Deutschland begann das 1959 mit rund fünf Millionen Mark aus dem Bundeshaushalt, die den Parteien zu Bildungszwecken zur Verfügung gestellt wurden. 1992 soll die Staatsfinanzierung von Parteien, Fraktionen und politischen Stiftungen schon <a href="https://www.researchgate.net/publication/300522991_Parteienfinanzierung_in_Deutschland" rel="external noopener" target="_blank">bei 1,2 Milliarden DM gelegen haben</a>. Wer Beiträge verliert, aber Zuschüsse behält und vielleicht in den Fraktionen oder parteieigenen Unternehmen noch Karriere machen kann, läuft sprichwörtlich noch eine Weile mit gebrochenem Bein weiter. Bis der Knochen endgültig splittert.</p>
<p>Und der Wahlabend in Schwerin ist das Sinnbild dieses Splitterns geworden.</p>
<h3 class="subheading">Die Ochsentour: Wie das System Kanten abschleift</h3>
<p>Dazu kommt ein zweiter, selbst verschuldeter Defekt.</p>
<p>Max Weber trennte 1919 das Leben für die Politik vom Leben von der Politik. Heute ist beides verschmolzen. Der Standardweg nach oben führt über die Jugendorganisation, eine Stelle im Abgeordnetenbüro und irgendwann ein Mandat. Wer nie außerhalb der Politik tätig war und nie das Erwerbsleben kennengelernt hat, verliert mit dem Listenplatz nicht einfach eine Funktion, sondern die gesamte soziale und wirtschaftliche Existenz.</p>
<p>Und das führt dazu, dass niemand mehr von der Parteilinie abweicht, sofern er oder sie noch in und mit der Partei Karriere machen will. Nominiert wird hier nicht von Wählern, sondern von Delegierten auf Parteitagen und von parteiinternen Netzwerken: Das Selektorat prämiert Loyalität, wer dagegen mit Ecken und Kanten und auch mal mit kontroversen Positionen auftritt, fällt gnadenlos durch.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5160334" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11443888"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Sieg-ohne-Ausreden-Die-AfD-vor-der-eigenen-Regierungsfalle-11443888.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2560" height="1439" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/0/3/3/4/KHA08078-blauer-Hintergrund-scaled-c5b9742c19e47704.jpeg" alt="Ulrich Siegmund steht vor einem blauen Hintergrund mit den Händen in den Taschen." style="aspect-ratio:2560 / 1439"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2560" height="1439" alt="Ulrich Siegmund steht vor einem blauen Hintergrund mit den Händen in den Taschen." style="aspect-ratio:2560 / 1439;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Sieg ohne Ausreden: Die AfD vor der eigenen Regierungsfalle</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das führt dazu, dass die Eigensinnigen abwandern und ihr Glück in der Wirtschaft suchen. Die stromlinienförmigen Karrieristen bleiben in den Parteien.</p>
<p>Aber das wird wieder zu einem Problem für die Parteien: Die neue Medienwelt verlangt Kante, Authentizität, Unmittelbarkeit, während die Apparate Kandidaten hervorbringen, die darauf trainiert wurden, nichts Unverwechselbares zu sagen. Personalisierung ohne Persönlichkeit. Dass AfD und Linke davon profitieren, ist keine Ironie, sondern Logik – zumindest solange sie nicht in der Nähe der Macht sind.</p>
<h3 class="subheading">Das System schluckt den Rebellen</h3>
<p>Bleibt der Einwand: Merz war doch die Ausnahme. Wirtschaftsliberales Profil, offener Konflikt mit Angela Merkel, Ausstieg aus der Politik, Karriere in Aufsichtsräten, Rückkehr aus eigener Kraft. Genau deshalb ist sein Fall der Beweis und nicht die Widerlegung. Nach der Wahlniederlage nannte er das Ergebnis ein "Desaster", erklärte die CDU zum Opfer der Zuspitzung zwischen SPD und AfD und <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/merz-kanzler-wahlen-berlin-mecklenburg-vorpommern-statement-cdu-regierung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">versprach weitere Reformen</a>, gegen das "autoritäre Gift".</p>
<p>Anna Schneider hat diesen Auftritt in der <em>Welt</em> als <a href="https://www.welt.de/debatte/plus6ab0cbfb4607f89d76e3c5c3/friedrich-merz-flucht-nach-vorn-ins-nichts.html" rel="external noopener" target="_blank">Flucht nach vorn ins Nichts</a> beschrieben, als Autopilot mit Floskelmotor: Der Staat sei zu kompliziert geworden, ein Zurück in die gute alte Zeit gebe es nicht. Vom Kanzler bleibt der Ankündigungskanzler, der <a href="https://www.telepolis.de/article/Der-Kanzler-der-zu-Hause-bleiben-muss-11454944.html">seine UN-Reise nach New York absagt</a>, weil zu Hause die Landtagswahlen wichtiger sind.</p>
<p>Wer nun glaubt, ein anderer Name an der Spitze drehe das Ruder, hat die Mechanik der politischen Selektion nicht verstanden. Das Selektorat, das Merz erst zum Vorsitzenden machte, produziert auch seine Nachfolger.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5137988" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11400827"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/CDU-im-Osten-unter-Druck-Die-Wahl-in-Sachsen-Anhalt-als-Test-11400827.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/7/9/8/8/shutterstock_2588752269-85add32b05380eb1.jpeg" alt="Merz vor blauem Grund" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Merz vor blauem Grund" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">CDU im Osten unter Druck: Die Wahl in Sachsen-Anhalt als Test</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das CDU-Präsidium tagte am Wahlabend noch lange weiter und stellte sich vorerst hinter den Kanzler, die Personaldebatte ist damit aber nicht beendet, sondern nur vertagt. Die SPD führt das Experiment seit 15 Jahren vor – <a href="https://www.telepolis.de/article/SPD-in-der-Krise-Was-mit-der-alten-Ostpolitik-verloren-ging-11432744.html">der Verlust ihrer alten Erzählungen</a> ließ sich durch kein Personalkarussell beheben, auch nicht ihr anhaltender Sinkflug in Richtung Fünf-Prozent-Hürde.</p>
<p>Und der <a href="https://www.telepolis.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html">Druck nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt</a> wie auch <a href="https://www.telepolis.de/article/Bebt-der-Bund-nach-der-Berlin-Wahl-11452197.html">die Signalwirkung der Berlin-Wahl</a> zeigen, dass niemand mehr auf Ruhe warten kann.</p>
<p>Solange Parteien soziale Milieus durch Staatsgeld ersetzen und Persönlichkeiten durch aalglatte Karrieren, bekommen sie weiter das, was sie selbst heranzüchten: Funktionäre, die verwalten, was ihnen entgleitet. 4,9 Prozent sind dafür ein präziser Messwert.</p>
Nach dem 4,9-Prozent-Absturz in Schwerin debattiert die CDU über Merz. Doch der Kanzler ist nur das Symptom einer sterbenden Volkspartei. Ein Kommentar.</p>
<p>Um 18:14 Uhr war noch nicht klar, ob die CDU in Mecklenburg-Vorpommern über die Fünf-Prozent-Hürde kommt. Friedrich Merz trat trotzdem schon vor die Kameras, zwischen Deutschland- und Europafahne, das Parteilogo am Pult, und verkündete, er werde weitermachen – als CDU-Vorsitzender und "vor allem als Bundeskanzler unseres Landes".</p>
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<p>Wenig später stand das Ergebnis fest: Die Christdemokraten erhielten lediglich 4,9 Prozent der Stimmen. Es ist ihr schlechtestes Landtagswahlergebnis seit Gründung der Bundesrepublik, und erstmal seit 1951 flog die CDU aus einem Landtag. In Berlin lief es besser, aber hier landete sie hinter der Linken.</p>
<p>Der frühe Auftritt war kein Zeichen von Führungsstärke, sondern glich eher dem Deckel auf den Topf, der verhindern soll, dass es überkocht – wie <a href="https://www.telepolis.de/article/Wahlen-AfD-und-Linke-siegen-CDU-stuerzt-in-beiden-Laendern-ab-11459447.html">die Wahlnacht in Schwerin und Berlin</a> und <a href="https://www.telepolis.de/article/Schwarz-Rot-Ratlos-AfD-und-Linke-gewinnen-die-Mitte-verliert-11459780.html">der Absturz der politischen Mitte</a> zeigen.</p>
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<p>Das Manöver funktioniert erstaunlich gut, wohl auch, weil es in der CDU momentan keine Alternativen zu Merz gibt, jedenfalls keine plausiblen, wie Unionsfraktionsvize Günter Krings meinte. Und die hessische CDU-Fraktionschefin und Vize-Bundesvorsitzende Ines Claus verweist auf "tektonische Wählerverschiebungen", die man nicht allein Berlin anlasten könne.</p>
<p>Nur eine der sechs stellvertretenden Vorsitzenden, Karin Prien, wagte im <a href="https://www.deutschlandfunk.de/nach-den-wahlen-interview-mit-karin-prien-stv-cdu-vorsitzende-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Interview mit dem Deutschlandfunk</a> einen Millimeter Selbstkritik: Es fehle an Empathie, der Kanzler wisse selbst, dass er sich ändern müsse.</p>
<p>Empathie? Als hätte eine Partei einen Großteil ihrer Stammwähler verloren, weil ihr Vorsitzender zu wenig nachfragt, wie es einem geht.</p>
<h3 class="subheading">Keine Heimat mehr: Wie die Volkspartei ihre Orte verlor</h3>
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<p>Die Debatte über Köpfe ist bequem, weil sie eine Antwort suggeriert, die niemandem weh tut, höchstens vielleicht dem, um dessen Kopf es geht.</p>
<p>Doch das ist zu einfach gedacht, denn die unbequeme Diagnose steht in den Mitgliederstatistiken. Die CDU hatte nach der Vereinigung mit der Ost-CDU um 1990 rund 750.000 Mitglieder, <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1148998" rel="external noopener" target="_blank">heute sind es rund 364.000</a>. Die SPD kam 1976 auf gut eine Million, heute liegt sie bei rund 357.000.</p>
<p>Die soziale Basis erodiert, und das zeigt sich auch bei den Wahlergebnissen: Im Jahr 1972 holten Union und SPD zusammen etwa 91 Prozent der Zweitstimmen, 2025 nicht einmal mehr jede zweite. Was sich hier abzeichnet, lässt sich nicht einfach mit Führungsschwäche erklären.</p>
<p>Dahinter steckt der Verlust dessen, was der Soziologe M. Rainer Lepsius 1966 "sozialmoralische Milieus" nannte: ebenjene vorpolitischen Lebenswelten, in welche die Parteien eingebettet waren. Die SPD begleitete ihre Leute über Arbeitersportvereine, Gesangsbünde und Konsumgenossenschaften, man könnte sagen, sozialdemokratische Strukturen und Einrichtungen begleiteten den Sozialdemokraten von der Wiege bis zur Bahre.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168416" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459780"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schwarz-Rot-Ratlos-AfD-und-Linke-gewinnen-die-Mitte-verliert-11459780.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/4/1/6/shutterstock_2589447589-37ea308ca9f360c2.jpeg" alt="Merz-Plakat hinter Deutschlandfahne" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Merz-Plakat hinter Deutschlandfahne" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schwarz-Rot-Ratlos? AfD und Linke gewinnen – die Mitte verliert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Union profitierte lange von konfessionell geprägten Milieus und einem dichten Netz kirchlicher und katholisch-sozialer Organisationen. Wer sonntags in die Kirche ging oder sich in Kirchgemeinden engagierte, bei dem konnte man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er auch die Unionsparteien wählte.</p>
<p>Diese vorpolitischen Infrastrukturen gehören heute aber weitgehend der Vergangenheit an: Die fortschreitende Säkularisierung der Gesellschaft trifft die CDU frontal, das Verschwinden der Arbeiterkultur die SPD.</p>
<p>Ulrich Becks Individualisierungsthese und Robert D. Putnams Analyse, nach der die gesellschaftlichen Bindungen abnehmen, bieten einen theoretischen Rahmen für den Wandel. Die Mitgliedschaft in einer Partei verspricht kaum noch einen sozialen Mehrwert, wenn damit nicht unmittelbar Karrierechancen verbunden sind.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5162571" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11448298"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6048" height="3398" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/2/5/7/1/shutterstock_2577855295-d67595137a825d53.jpeg" alt="Friedrich Merz 2025 in Flensburg zum Wahlkampf" style="aspect-ratio:6048 / 3398"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6048" height="3398" alt="Friedrich Merz 2025 in Flensburg zum Wahlkampf" style="aspect-ratio:6048 / 3398;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kanzlerdämmerung: Fällt Merz nach Magdeburg?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Bei den Sozialdemokraten macht sich das explizit in den Parteistrukturen bemerkbar: Von den einst deutlich über 10.000 SPD-Ortsvereinen sind nur noch rund 8000 übrig (<a href="https://frauen.spd.de/fileadmin/user_upload/2015_Gleichstellungsbericht.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Stand: 2015</a>), viele davon auch nur auf dem Papier. Die <a href="https://www.deutschlandfunk.de/keine-lust-mehr-auf-politik-100.html" rel="external noopener" target="_blank">SPD bezifferte 2002 ihren Aktivitätsgrad</a> selbst auf 12 bis 14 Prozent, oder wie es der frühere Bundesgeschäftsführer der SPD, Matthias Machnig, damals ausdrückte: Es gibt kaum mehr aktive SPD-Mitglieder, als es Ämter und Mandate zu besetzen gibt. Heute dürfte das nicht wesentlich anders sein.</p>
<p>Das hinterlässt natürlich Spuren: Die Basis ist kein Sozialraum mehr, sondern eine Art Abobeziehung zur Bundesgeschäftsstelle.</p>
<h3 class="subheading">Die Kartellpartei: Staatsgeld als Schmerzmittel</h3>
<p>Es stellt sich natürlich die Frage, warum dieser Aderlass keinen Alarm ausgelöst hat. Jedem Parteifunktionär, der wenigstens einmal einen Blick in die eigenen Statistiken geworfen hat, hätte dies auffallen müssen.</p>
<p>Die Antwort ist einfach: Die Parteifunktionäre hatten keinen Grund, sich darum zu kümmern, schließlich tat diese Entwicklung niemandem weh.</p>
<p>Zum Verständnis dient hier der Begriff "Kartellpartei", wie ihn Richard Katz und Peter Mair 1995 beschrieben haben: Die Parteien sind zu Organisationen geworden, die sich aus der Gesellschaft herauslösen und zu Agenten des Staates werden, finanziert aus öffentlichen Mitteln, professionalisiert in der Kampagnenführung, unabhängig von aktiven Mitgliedern.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146718" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11413744"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Friedrich-Merz-Kanzlerdaemmerung-Berlin-bereitet-sich-auf-den-Herbst-vor-11413744.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/7/1/8/Master_Suchsland-c0be1e61b384b42d.jpeg" alt="Friedrich Merz und Lars Klingbeil an Stehpulten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Friedrich Merz und Lars Klingbeil an Stehpulten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Friedrich Merz – Kanzlerdämmerung? Berlin bereitet sich auf den Herbst vor</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In Deutschland begann das 1959 mit rund fünf Millionen Mark aus dem Bundeshaushalt, die den Parteien zu Bildungszwecken zur Verfügung gestellt wurden. 1992 soll die Staatsfinanzierung von Parteien, Fraktionen und politischen Stiftungen schon <a href="https://www.researchgate.net/publication/300522991_Parteienfinanzierung_in_Deutschland" rel="external noopener" target="_blank">bei 1,2 Milliarden DM gelegen haben</a>. Wer Beiträge verliert, aber Zuschüsse behält und vielleicht in den Fraktionen oder parteieigenen Unternehmen noch Karriere machen kann, läuft sprichwörtlich noch eine Weile mit gebrochenem Bein weiter. Bis der Knochen endgültig splittert.</p>
<p>Und der Wahlabend in Schwerin ist das Sinnbild dieses Splitterns geworden.</p>
<h3 class="subheading">Die Ochsentour: Wie das System Kanten abschleift</h3>
<p>Dazu kommt ein zweiter, selbst verschuldeter Defekt.</p>
<p>Max Weber trennte 1919 das Leben für die Politik vom Leben von der Politik. Heute ist beides verschmolzen. Der Standardweg nach oben führt über die Jugendorganisation, eine Stelle im Abgeordnetenbüro und irgendwann ein Mandat. Wer nie außerhalb der Politik tätig war und nie das Erwerbsleben kennengelernt hat, verliert mit dem Listenplatz nicht einfach eine Funktion, sondern die gesamte soziale und wirtschaftliche Existenz.</p>
<p>Und das führt dazu, dass niemand mehr von der Parteilinie abweicht, sofern er oder sie noch in und mit der Partei Karriere machen will. Nominiert wird hier nicht von Wählern, sondern von Delegierten auf Parteitagen und von parteiinternen Netzwerken: Das Selektorat prämiert Loyalität, wer dagegen mit Ecken und Kanten und auch mal mit kontroversen Positionen auftritt, fällt gnadenlos durch.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5160334" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11443888"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Sieg-ohne-Ausreden-Die-AfD-vor-der-eigenen-Regierungsfalle-11443888.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2560" height="1439" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/0/3/3/4/KHA08078-blauer-Hintergrund-scaled-c5b9742c19e47704.jpeg" alt="Ulrich Siegmund steht vor einem blauen Hintergrund mit den Händen in den Taschen." style="aspect-ratio:2560 / 1439"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2560" height="1439" alt="Ulrich Siegmund steht vor einem blauen Hintergrund mit den Händen in den Taschen." style="aspect-ratio:2560 / 1439;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Sieg ohne Ausreden: Die AfD vor der eigenen Regierungsfalle</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das führt dazu, dass die Eigensinnigen abwandern und ihr Glück in der Wirtschaft suchen. Die stromlinienförmigen Karrieristen bleiben in den Parteien.</p>
<p>Aber das wird wieder zu einem Problem für die Parteien: Die neue Medienwelt verlangt Kante, Authentizität, Unmittelbarkeit, während die Apparate Kandidaten hervorbringen, die darauf trainiert wurden, nichts Unverwechselbares zu sagen. Personalisierung ohne Persönlichkeit. Dass AfD und Linke davon profitieren, ist keine Ironie, sondern Logik – zumindest solange sie nicht in der Nähe der Macht sind.</p>
<h3 class="subheading">Das System schluckt den Rebellen</h3>
<p>Bleibt der Einwand: Merz war doch die Ausnahme. Wirtschaftsliberales Profil, offener Konflikt mit Angela Merkel, Ausstieg aus der Politik, Karriere in Aufsichtsräten, Rückkehr aus eigener Kraft. Genau deshalb ist sein Fall der Beweis und nicht die Widerlegung. Nach der Wahlniederlage nannte er das Ergebnis ein "Desaster", erklärte die CDU zum Opfer der Zuspitzung zwischen SPD und AfD und <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/merz-kanzler-wahlen-berlin-mecklenburg-vorpommern-statement-cdu-regierung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">versprach weitere Reformen</a>, gegen das "autoritäre Gift".</p>
<p>Anna Schneider hat diesen Auftritt in der <em>Welt</em> als <a href="https://www.welt.de/debatte/plus6ab0cbfb4607f89d76e3c5c3/friedrich-merz-flucht-nach-vorn-ins-nichts.html" rel="external noopener" target="_blank">Flucht nach vorn ins Nichts</a> beschrieben, als Autopilot mit Floskelmotor: Der Staat sei zu kompliziert geworden, ein Zurück in die gute alte Zeit gebe es nicht. Vom Kanzler bleibt der Ankündigungskanzler, der <a href="https://www.telepolis.de/article/Der-Kanzler-der-zu-Hause-bleiben-muss-11454944.html">seine UN-Reise nach New York absagt</a>, weil zu Hause die Landtagswahlen wichtiger sind.</p>
<p>Wer nun glaubt, ein anderer Name an der Spitze drehe das Ruder, hat die Mechanik der politischen Selektion nicht verstanden. Das Selektorat, das Merz erst zum Vorsitzenden machte, produziert auch seine Nachfolger.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5137988" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11400827"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/CDU-im-Osten-unter-Druck-Die-Wahl-in-Sachsen-Anhalt-als-Test-11400827.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/3/7/9/8/8/shutterstock_2588752269-85add32b05380eb1.jpeg" alt="Merz vor blauem Grund" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Merz vor blauem Grund" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">CDU im Osten unter Druck: Die Wahl in Sachsen-Anhalt als Test</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das CDU-Präsidium tagte am Wahlabend noch lange weiter und stellte sich vorerst hinter den Kanzler, die Personaldebatte ist damit aber nicht beendet, sondern nur vertagt. Die SPD führt das Experiment seit 15 Jahren vor – <a href="https://www.telepolis.de/article/SPD-in-der-Krise-Was-mit-der-alten-Ostpolitik-verloren-ging-11432744.html">der Verlust ihrer alten Erzählungen</a> ließ sich durch kein Personalkarussell beheben, auch nicht ihr anhaltender Sinkflug in Richtung Fünf-Prozent-Hürde.</p>
<p>Und der <a href="https://www.telepolis.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html">Druck nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt</a> wie auch <a href="https://www.telepolis.de/article/Bebt-der-Bund-nach-der-Berlin-Wahl-11452197.html">die Signalwirkung der Berlin-Wahl</a> zeigen, dass niemand mehr auf Ruhe warten kann.</p>
<p>Solange Parteien soziale Milieus durch Staatsgeld ersetzen und Persönlichkeiten durch aalglatte Karrieren, bekommen sie weiter das, was sie selbst heranzüchten: Funktionäre, die verwalten, was ihnen entgleitet. 4,9 Prozent sind dafür ein präziser Messwert.</p>
2026-09-21T15:02:00.000Z
urn:bid:5168534
2026-09-21T12:00:00.000Z
Aramcos Lieferstopp trifft europäische Raffinerien unvorbereitet. Doch das eigentliche Ausmaß der Krise reicht weit über Europa hinaus. Eine Analyse.</p>
<p>Saudi-Arabiens Ölkonzern Aramco hat mindestens zwei europäischen Raffineriekunden mitgeteilt, dass sie im kommenden Monat kein Rohöl erhalten werden. Das <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-09-18/saudis-tell-european-refiners-they-ll-get-no-crude-next-month" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a> die Nachrichtenagentur <em>Bloomberg </em>unter Berufung auf informierte Personen. Betroffen sind demnach sämtliche europäischen Abnehmer, die üblicherweise über Lieferverträge feste monatliche Mengen beziehen.</p>
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<p>Grund für den Ausfall ist ein Angriff auf die sogenannte Ost-West-Pipeline, eine 1.200 Kilometer lange Leitung, die quer über die arabische Halbinsel verläuft und Öltransporte ermöglicht, ohne die Straße von Hormus zu durchqueren.</p>
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<p>Nach Angaben von drei Branchenquellen, die sich auf Satellitenbilder stützen, wurden bei dem Angriff in der vergangenen Woche drei Pumpstationen entlang der Route beschädigt – eine mehr als zunächst angenommen. Saudi-Arabien macht dafür Drohnen verantwortlich, die von iranisch unterstützten Milizen aus dem Irak gestartet worden seien, wie der britische <em>Guardian </em><a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/12/saudi-arabia-shuts-down-oil-pipeline-blaming-drones-from-iraq" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>.</p>
<p>Aramco arbeitet laut <em>Bloomberg </em>daran, die Pipeline binnen weniger Tage teilweise wieder in Betrieb zu nehmen; die volle Kapazität soll erst nach bis zu sechs Wochen erreicht werden – vorausgesetzt, es kommt zu keinen weiteren Angriffen.</p>
<p>Die Folgen zeigten sich bereits letzte Woche an den Rohölpreisen und Zapfsäulen: Die Sorte Brent notierte zuletzt konstant über 100 US-Dollar je Barrel, nachdem sie Anfang August noch bei 80 Dollar gelegen hatte. Das kurze Aufatmen der Märkte, das einer teilweisen Wiederherstellung der Durchfahrt durch die Straße von Hormus folgte, ist damit vorbei.</p>
<h3 class="subheading">Ausweichroute führt in die nächste Sackgasse</h3>
<p>Die Ost-West-Pipeline war in den vergangenen sechs Monaten zur wichtigsten Alternative geworden, um die im Zuge des Iran-Krieges weitgehend blockierte Straße von Hormus zu umgehen.</p>
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<p>Durch sie flossen laut <em>Reuters </em>täglich <a href="https://www.reuters.com/business/energy/us-energy-chief-says-saudi-arabia-oil-pipeline-should-be-back-within-days-2026-09-15/" rel="external noopener" target="_blank">vier bis fünf Millionen Barrel Rohöl</a> – umgerechnet vier bis fünf Prozent der weltweiten Tagesproduktion. Diese Route führt zum Roten Meer, genauer zum Hafen Yanbu, wo die Verladungen durch den Ausfall der Pumpstationen ebenfalls gestört wurden.</p>
<p>Doch auch das Rote Meer ist längst kein sicherer Korridor mehr. Huthi-Rebellen haben nach inzwischen die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mokha sowie über vorgelagerte Inseln in der Meerenge Bab al-Mandab <a href="https://www.telepolis.de/article/Huthi-Vormarsch-am-Roten-Meer-Mokha-faellt-der-Druck-auf-Riad-waechst-11450315.html">übernommen</a>. Von dort aus können sie die Schifffahrt auf einer der am dichtesten befahrenen Handelsrouten der Welt bedrohen. Wer glaubte, mit der Umgehung von Hormus sei das strukturelle Risiko gebannt, sieht sich nun mit einem zweiten Nadelöhr konfrontiert, das ebenfalls unter dem Einfluss bewaffneter Akteure steht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5163600" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11450315"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Huthi-Vormarsch-am-Roten-Meer-Mokha-faellt-der-Druck-auf-Riad-waechst-11450315.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6037" height="3392" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/3/6/0/0/shutterstock_2410533825-50d5864f20a9e2af.jpeg" alt="Karte des Roten Meeres mit Schiffen und einem Piratenschiff" style="aspect-ratio:6037 / 3392"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6037" height="3392" alt="Karte des Roten Meeres mit Schiffen und einem Piratenschiff" style="aspect-ratio:6037 / 3392;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Huthi-Vormarsch am Roten Meer: Mokha fällt, der Druck auf Riad wächst</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für Asien hat diese Verlagerung bereits spürbare Folgen: Da die Durchfahrt durch Hormus eingeschränkt ist, beziehen viele Länder ihr Öl verstärkt über die Rotmeer-Häfen Saudi-Arabiens. Laut dem Portal <em>Firstpost </em><a href="https://www.firstpost.com/world/india-faces-growing-red-sea-risk-as-houthi-attacks-threaten-bab-el-mandeb-14046158.html" rel="external noopener" target="_blank">bezieht Indien</a> inzwischen 51 Prozent seines Öls auf diesem Weg, die Philippinen 37 Prozent, Pakistan 36 Prozent. Genau diese Route steht nun ebenfalls unter Druck.</p>
<p>Aramco versucht gegenzusteuern und hat laut <em>Reuters </em>die Exporte aus dem Golf über Schiff-zu-Schiff-Transfers vor dem omanischen Hafen Sohar erhöht, um die durch die gestörten Rotmeer-Lieferungen entstandenen Ausfälle teilweise zu kompensieren. Ob das ausreicht, ist offen.</p>
<h3 class="subheading">Kein Puffer mehr im System</h3>
<p>Was den aktuellen Vorfall von früheren Störungen unterscheidet, ist der Zustand des globalen Ölsystems selbst. Die Reserven, die frühere Schocks abfedern konnten, sind weitgehend aufgebraucht. Die Speicherkapazitäten auf Tankschiffen sind <a href="https://responsiblestatecraft.org/macklemore-ed-sheeran-israel/" rel="external noopener" target="_blank">laut</a> einem Bericht des Portals <em>Responsible Statecraft</em> geleert, die US-amerikanische Strategische Erdölreserve hat nach Angaben von RSM etwa 130 Millionen Barrel abgegeben.</p>
<p>Gleichzeitig steigt die Nachfrage aus China, dem größten Ölimporteur der Welt: Die Importe liegen mittlerweile bei 7,2 Millionen Barrel täglich, nach einem Tiefstand von 6 Millionen im Juni – wenn auch weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau von fast 12 Millionen Barrel.</p>
<p>Besonders deutlich zeigt sich der Engpass bei Diesel. In den USA erreichte der Preis nach <a href="https://www.wsj.com/opinion/california-diesel-fuel-costs-truckers-gavin-newsom-4a5f3a9c" rel="external noopener" target="_blank">Angaben</a> des <em>Wall Street Journal</em> mit über acht Dollar pro Gallone einen Rekordwert. Ursache ist nicht allein der Nahost-Konflikt, sondern auch der Krieg in der Ukraine, in dessen Verlauf Russland und die Ukraine gegenseitig Energieinfrastruktur angreifen und dabei auch russische Raffineriekapazitäten treffen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167531" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458017"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Spritpreise-Entlastung-ohne-Konzept-11458017.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7008" height="3938" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/5/3/1/shutterstock_2758255093-152694317160be01.jpeg" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7008" height="3938" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Spritpreise: Entlastung ohne Konzept?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5144886" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11410089"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Oelreserve-faellt-unter-300-Millionen-Barrel-Marke-11410089.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4600" height="2585" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/4/8/8/6/shutterstock_2558547381-d6b37a369dfaa436.jpeg" alt="Ölfeld mit Pumpen" style="aspect-ratio:4600 / 2585"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4600" height="2585" alt="Ölfeld mit Pumpen" style="aspect-ratio:4600 / 2585;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Ölreserve fällt unter 300-Millionen-Barrel-Marke</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ben Cahill vom Atlantic Council <a href="https://www.atlanticcouncil.org/blogs/energysource/no-quick-fixes-for-the-squeeze-on-refined-products/" rel="external noopener" target="_blank">schätzt</a>, dass die seegestützten Exporte raffinierter Produkte aus Russland und dem Nahen Osten seit Februar 2026 von rund acht auf vier Millionen Barrel täglich gefallen sind.</p>
<p>Die Dieselpreise haben in Washington bereits politische Debatten ausgelöst. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, John Thune, zeigte sich laut <em>Bloomberg </em>offen für ein Exportverbot von Diesel. Kritiker wenden ein, dass eine solche Maßnahme die Auslastung der US-Raffinerien senken und dadurch die Benzinpreise in die Höhe treiben könnte – zumal die Raffinerien bereits mit <a href="https://oilprice.com/Latest-Energy-News/World-News/White-House-Weighs-Defense-Production-Act-as-US-Refineries-Maxed-Out.html" rel="external noopener" target="_blank">98 Prozent ihrer Kapazität laufen</a>.</p>
<h3 class="subheading">Globaler Süden trägt die Hauptlast</h3>
<p>Während in Washington über politische Reaktionen gestritten wird, trifft der Schock in erster Linie ärmere Länder. Diesel ist dort das zentrale Antriebsmittel für Lastwagen, Busse und landwirtschaftliche Geräte, da Privatfahrzeuge weniger verbreitet sind als in Industrieländern. Indien verbraucht laut Reuters doppelt so viel Diesel wie Benzin.</p>
<p>In Südafrika hat der Dieselverbrauch den Benzinverbrauch <a href="https://theconversation.com/iran-war-is-exposing-south-africas-dependency-on-diesel-what-went-wrong-283516" rel="external noopener" target="_blank">bereits überholt</a> – eine Folge unzuverlässiger Bahninfrastruktur und häufiger Stromausfälle, die den Einsatz dieselbetriebener Generatoren notwendig machen.</p>
<p>Hinzu kommt eine Verknappung bei Düngemitteln. Zwar konnte der Ausfall bei Harnstoff durch zusätzliche Produktion in Ägypten und Nigeria teilweise ausgeglichen werden, wie die <em>Financial Times</em> <a href="https://www.ft.com/content/e1b2e9c2-9086-4ba1-bbda-58133c60f011?syn-25a6b1a6=1" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>. Beim Phosphat, dessen Herstellung von Schwefel aus der Golfregion abhängt, bleiben die Preise jedoch hoch.</p>
<p>Michael Werz vom Council on Foreign Relations <a href="https://www.cfr.org/articles/hunger-warfare-and-a-fertilizer-crisis-are-straining-global-food-supplies" rel="external noopener" target="_blank">warnt</a>, dass Landwirte deshalb bereits im zweiten Jahr in Folge mit Phosphatdüngung sparen müssten – mit möglichen Folgen für die Ernteerträge 2027. Verschärft wird die Lage durch ein möglicherweise <a href="https://www.tagesschau.de/wissen/klima/el-nino-wmo-100.html" rel="external noopener" target="_blank">besonders starkes El-Niño-Phänomen</a>; das Welternährungsprogramm <a href="https://news.un.org/en/story/2026/08/1168079" rel="external noopener" target="_blank">rechnet laut UN-Angaben damit</a>, dass dadurch fast 50 Millionen Menschen zusätzlich von akutem Hunger betroffen sein könnten.</p>
<h3 class="subheading">Rhetorik ohne Wirkung</h3>
<p>Auf die eskalierende Lage reagierte US-Präsident Donald Trump mit der Ankündigung einer "großen Entscheidung" im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg, ohne einen Zeitpunkt zu nennen. Gegenüber dem Portal <em>Axios </em><a href="https://www.axios.com/2026/09/17/trump-axios-interview-iran-war" rel="external noopener" target="_blank">sprach er davon</a>, es gehe darum, "ob es Vernichtung geben werde oder nicht" – wen er damit meinte, ließ er offen; <em>Axios </em>bezog die Äußerung auf die iranische Führung.</p>
<p>Solche Formulierungen stehen in auffälligem Kontrast zur tatsächlichen Handlungsfähigkeit der beteiligten Regierungen gegenüber einem globalen System, das auf einen einzelnen Drohnenangriff bereits mit spürbaren Lieferausfällen und Preissprüngen reagiert.</p>
<p>Der malaysische Ministerpräsident Anwar Ibrahim machte beim <a href="https://www.telepolis.de/article/Brics-Gipfel-der-geduldeten-Gegensaetze-11453620.html">jüngsten Brics-Gipfel</a> die "ursprüngliche Aggression der Vereinigten Staaten, zunächst zusammen mit Israel", für den Konflikt und seine Folgen <a href="https://www.ndtv.com/world-news/brics-summit-ndtv-exclusive-in-us-iran-war-malaysian-pms-continued-american-aggression-charge-12037112" rel="external noopener" target="_blank">verantwortlich</a>. Der Kommentar verweist auf eine wachsende Distanz zwischen dem Globalen Süden und jenen Staaten, die den Krieg mitverantworten, ohne dessen wirtschaftliche Konsequenzen in vergleichbarem Maß zu tragen.</p>
Aramcos Lieferstopp trifft europäische Raffinerien unvorbereitet. Doch das eigentliche Ausmaß der Krise reicht weit über Europa hinaus. Eine Analyse.</p>
<p>Saudi-Arabiens Ölkonzern Aramco hat mindestens zwei europäischen Raffineriekunden mitgeteilt, dass sie im kommenden Monat kein Rohöl erhalten werden. Das <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-09-18/saudis-tell-european-refiners-they-ll-get-no-crude-next-month" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a> die Nachrichtenagentur <em>Bloomberg </em>unter Berufung auf informierte Personen. Betroffen sind demnach sämtliche europäischen Abnehmer, die üblicherweise über Lieferverträge feste monatliche Mengen beziehen.</p>
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<p>Grund für den Ausfall ist ein Angriff auf die sogenannte Ost-West-Pipeline, eine 1.200 Kilometer lange Leitung, die quer über die arabische Halbinsel verläuft und Öltransporte ermöglicht, ohne die Straße von Hormus zu durchqueren.</p>
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<p>Nach Angaben von drei Branchenquellen, die sich auf Satellitenbilder stützen, wurden bei dem Angriff in der vergangenen Woche drei Pumpstationen entlang der Route beschädigt – eine mehr als zunächst angenommen. Saudi-Arabien macht dafür Drohnen verantwortlich, die von iranisch unterstützten Milizen aus dem Irak gestartet worden seien, wie der britische <em>Guardian </em><a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/12/saudi-arabia-shuts-down-oil-pipeline-blaming-drones-from-iraq" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>.</p>
<p>Aramco arbeitet laut <em>Bloomberg </em>daran, die Pipeline binnen weniger Tage teilweise wieder in Betrieb zu nehmen; die volle Kapazität soll erst nach bis zu sechs Wochen erreicht werden – vorausgesetzt, es kommt zu keinen weiteren Angriffen.</p>
<p>Die Folgen zeigten sich bereits letzte Woche an den Rohölpreisen und Zapfsäulen: Die Sorte Brent notierte zuletzt konstant über 100 US-Dollar je Barrel, nachdem sie Anfang August noch bei 80 Dollar gelegen hatte. Das kurze Aufatmen der Märkte, das einer teilweisen Wiederherstellung der Durchfahrt durch die Straße von Hormus folgte, ist damit vorbei.</p>
<h3 class="subheading">Ausweichroute führt in die nächste Sackgasse</h3>
<p>Die Ost-West-Pipeline war in den vergangenen sechs Monaten zur wichtigsten Alternative geworden, um die im Zuge des Iran-Krieges weitgehend blockierte Straße von Hormus zu umgehen.</p>
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<p>Durch sie flossen laut <em>Reuters </em>täglich <a href="https://www.reuters.com/business/energy/us-energy-chief-says-saudi-arabia-oil-pipeline-should-be-back-within-days-2026-09-15/" rel="external noopener" target="_blank">vier bis fünf Millionen Barrel Rohöl</a> – umgerechnet vier bis fünf Prozent der weltweiten Tagesproduktion. Diese Route führt zum Roten Meer, genauer zum Hafen Yanbu, wo die Verladungen durch den Ausfall der Pumpstationen ebenfalls gestört wurden.</p>
<p>Doch auch das Rote Meer ist längst kein sicherer Korridor mehr. Huthi-Rebellen haben nach inzwischen die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mokha sowie über vorgelagerte Inseln in der Meerenge Bab al-Mandab <a href="https://www.telepolis.de/article/Huthi-Vormarsch-am-Roten-Meer-Mokha-faellt-der-Druck-auf-Riad-waechst-11450315.html">übernommen</a>. Von dort aus können sie die Schifffahrt auf einer der am dichtesten befahrenen Handelsrouten der Welt bedrohen. Wer glaubte, mit der Umgehung von Hormus sei das strukturelle Risiko gebannt, sieht sich nun mit einem zweiten Nadelöhr konfrontiert, das ebenfalls unter dem Einfluss bewaffneter Akteure steht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5163600" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11450315"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Huthi-Vormarsch-am-Roten-Meer-Mokha-faellt-der-Druck-auf-Riad-waechst-11450315.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6037" height="3392" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/3/6/0/0/shutterstock_2410533825-50d5864f20a9e2af.jpeg" alt="Karte des Roten Meeres mit Schiffen und einem Piratenschiff" style="aspect-ratio:6037 / 3392"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6037" height="3392" alt="Karte des Roten Meeres mit Schiffen und einem Piratenschiff" style="aspect-ratio:6037 / 3392;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Huthi-Vormarsch am Roten Meer: Mokha fällt, der Druck auf Riad wächst</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für Asien hat diese Verlagerung bereits spürbare Folgen: Da die Durchfahrt durch Hormus eingeschränkt ist, beziehen viele Länder ihr Öl verstärkt über die Rotmeer-Häfen Saudi-Arabiens. Laut dem Portal <em>Firstpost </em><a href="https://www.firstpost.com/world/india-faces-growing-red-sea-risk-as-houthi-attacks-threaten-bab-el-mandeb-14046158.html" rel="external noopener" target="_blank">bezieht Indien</a> inzwischen 51 Prozent seines Öls auf diesem Weg, die Philippinen 37 Prozent, Pakistan 36 Prozent. Genau diese Route steht nun ebenfalls unter Druck.</p>
<p>Aramco versucht gegenzusteuern und hat laut <em>Reuters </em>die Exporte aus dem Golf über Schiff-zu-Schiff-Transfers vor dem omanischen Hafen Sohar erhöht, um die durch die gestörten Rotmeer-Lieferungen entstandenen Ausfälle teilweise zu kompensieren. Ob das ausreicht, ist offen.</p>
<h3 class="subheading">Kein Puffer mehr im System</h3>
<p>Was den aktuellen Vorfall von früheren Störungen unterscheidet, ist der Zustand des globalen Ölsystems selbst. Die Reserven, die frühere Schocks abfedern konnten, sind weitgehend aufgebraucht. Die Speicherkapazitäten auf Tankschiffen sind <a href="https://responsiblestatecraft.org/macklemore-ed-sheeran-israel/" rel="external noopener" target="_blank">laut</a> einem Bericht des Portals <em>Responsible Statecraft</em> geleert, die US-amerikanische Strategische Erdölreserve hat nach Angaben von RSM etwa 130 Millionen Barrel abgegeben.</p>
<p>Gleichzeitig steigt die Nachfrage aus China, dem größten Ölimporteur der Welt: Die Importe liegen mittlerweile bei 7,2 Millionen Barrel täglich, nach einem Tiefstand von 6 Millionen im Juni – wenn auch weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau von fast 12 Millionen Barrel.</p>
<p>Besonders deutlich zeigt sich der Engpass bei Diesel. In den USA erreichte der Preis nach <a href="https://www.wsj.com/opinion/california-diesel-fuel-costs-truckers-gavin-newsom-4a5f3a9c" rel="external noopener" target="_blank">Angaben</a> des <em>Wall Street Journal</em> mit über acht Dollar pro Gallone einen Rekordwert. Ursache ist nicht allein der Nahost-Konflikt, sondern auch der Krieg in der Ukraine, in dessen Verlauf Russland und die Ukraine gegenseitig Energieinfrastruktur angreifen und dabei auch russische Raffineriekapazitäten treffen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167531" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458017"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Spritpreise-Entlastung-ohne-Konzept-11458017.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7008" height="3938" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/5/3/1/shutterstock_2758255093-152694317160be01.jpeg" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7008" height="3938" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Spritpreise: Entlastung ohne Konzept?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5144886" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11410089"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/US-Oelreserve-faellt-unter-300-Millionen-Barrel-Marke-11410089.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4600" height="2585" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/4/8/8/6/shutterstock_2558547381-d6b37a369dfaa436.jpeg" alt="Ölfeld mit Pumpen" style="aspect-ratio:4600 / 2585"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4600" height="2585" alt="Ölfeld mit Pumpen" style="aspect-ratio:4600 / 2585;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Ölreserve fällt unter 300-Millionen-Barrel-Marke</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ben Cahill vom Atlantic Council <a href="https://www.atlanticcouncil.org/blogs/energysource/no-quick-fixes-for-the-squeeze-on-refined-products/" rel="external noopener" target="_blank">schätzt</a>, dass die seegestützten Exporte raffinierter Produkte aus Russland und dem Nahen Osten seit Februar 2026 von rund acht auf vier Millionen Barrel täglich gefallen sind.</p>
<p>Die Dieselpreise haben in Washington bereits politische Debatten ausgelöst. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, John Thune, zeigte sich laut <em>Bloomberg </em>offen für ein Exportverbot von Diesel. Kritiker wenden ein, dass eine solche Maßnahme die Auslastung der US-Raffinerien senken und dadurch die Benzinpreise in die Höhe treiben könnte – zumal die Raffinerien bereits mit <a href="https://oilprice.com/Latest-Energy-News/World-News/White-House-Weighs-Defense-Production-Act-as-US-Refineries-Maxed-Out.html" rel="external noopener" target="_blank">98 Prozent ihrer Kapazität laufen</a>.</p>
<h3 class="subheading">Globaler Süden trägt die Hauptlast</h3>
<p>Während in Washington über politische Reaktionen gestritten wird, trifft der Schock in erster Linie ärmere Länder. Diesel ist dort das zentrale Antriebsmittel für Lastwagen, Busse und landwirtschaftliche Geräte, da Privatfahrzeuge weniger verbreitet sind als in Industrieländern. Indien verbraucht laut Reuters doppelt so viel Diesel wie Benzin.</p>
<p>In Südafrika hat der Dieselverbrauch den Benzinverbrauch <a href="https://theconversation.com/iran-war-is-exposing-south-africas-dependency-on-diesel-what-went-wrong-283516" rel="external noopener" target="_blank">bereits überholt</a> – eine Folge unzuverlässiger Bahninfrastruktur und häufiger Stromausfälle, die den Einsatz dieselbetriebener Generatoren notwendig machen.</p>
<p>Hinzu kommt eine Verknappung bei Düngemitteln. Zwar konnte der Ausfall bei Harnstoff durch zusätzliche Produktion in Ägypten und Nigeria teilweise ausgeglichen werden, wie die <em>Financial Times</em> <a href="https://www.ft.com/content/e1b2e9c2-9086-4ba1-bbda-58133c60f011?syn-25a6b1a6=1" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>. Beim Phosphat, dessen Herstellung von Schwefel aus der Golfregion abhängt, bleiben die Preise jedoch hoch.</p>
<p>Michael Werz vom Council on Foreign Relations <a href="https://www.cfr.org/articles/hunger-warfare-and-a-fertilizer-crisis-are-straining-global-food-supplies" rel="external noopener" target="_blank">warnt</a>, dass Landwirte deshalb bereits im zweiten Jahr in Folge mit Phosphatdüngung sparen müssten – mit möglichen Folgen für die Ernteerträge 2027. Verschärft wird die Lage durch ein möglicherweise <a href="https://www.tagesschau.de/wissen/klima/el-nino-wmo-100.html" rel="external noopener" target="_blank">besonders starkes El-Niño-Phänomen</a>; das Welternährungsprogramm <a href="https://news.un.org/en/story/2026/08/1168079" rel="external noopener" target="_blank">rechnet laut UN-Angaben damit</a>, dass dadurch fast 50 Millionen Menschen zusätzlich von akutem Hunger betroffen sein könnten.</p>
<h3 class="subheading">Rhetorik ohne Wirkung</h3>
<p>Auf die eskalierende Lage reagierte US-Präsident Donald Trump mit der Ankündigung einer "großen Entscheidung" im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg, ohne einen Zeitpunkt zu nennen. Gegenüber dem Portal <em>Axios </em><a href="https://www.axios.com/2026/09/17/trump-axios-interview-iran-war" rel="external noopener" target="_blank">sprach er davon</a>, es gehe darum, "ob es Vernichtung geben werde oder nicht" – wen er damit meinte, ließ er offen; <em>Axios </em>bezog die Äußerung auf die iranische Führung.</p>
<p>Solche Formulierungen stehen in auffälligem Kontrast zur tatsächlichen Handlungsfähigkeit der beteiligten Regierungen gegenüber einem globalen System, das auf einen einzelnen Drohnenangriff bereits mit spürbaren Lieferausfällen und Preissprüngen reagiert.</p>
<p>Der malaysische Ministerpräsident Anwar Ibrahim machte beim <a href="https://www.telepolis.de/article/Brics-Gipfel-der-geduldeten-Gegensaetze-11453620.html">jüngsten Brics-Gipfel</a> die "ursprüngliche Aggression der Vereinigten Staaten, zunächst zusammen mit Israel", für den Konflikt und seine Folgen <a href="https://www.ndtv.com/world-news/brics-summit-ndtv-exclusive-in-us-iran-war-malaysian-pms-continued-american-aggression-charge-12037112" rel="external noopener" target="_blank">verantwortlich</a>. Der Kommentar verweist auf eine wachsende Distanz zwischen dem Globalen Süden und jenen Staaten, die den Krieg mitverantworten, ohne dessen wirtschaftliche Konsequenzen in vergleichbarem Maß zu tragen.</p>
2026-09-21T12:00:00.000Z
urn:bid:5168153
2026-09-21T11:00:00.000Z
Indonesien kontrolliert über die Hälfte der weltweiten Nickelproduktion – aber nicht die Preise. Eine eigene Börse soll das ab 2027 ändern.</p>
<p>Indonesien kontrolliert mehr als die Hälfte der weltweiten Nickelproduktion und ist damit unverzichtbar für die globale Energiewende. Doch die Preise für seine Bodenschätze werden bislang an Börsen in London oder Singapur festgelegt.</p>
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<p>Das soll sich nun ändern: Bis Januar 2027 will Jakarta eine eigene Rohstoffbörse <a href="https://indonesiabusinesspost.com/7285/energy-and-resources/ojk-prepares-price-discovery-mechanism-for-mineral-and-strategic-commodities-exchange">aufbauen</a> und damit die Kontrolle über die Bewertung seiner strategischen Mineralien übernehmen. Die ambitionierte Strategie verspricht mehr Wohlstand für das riesige Archipel.</p>
<p>Seit Jahren verfolgt Jakarta eine Politik des sogenannten <a href="https://www.csis.org/blogs/charting-geoeconomics/indonesian-industrialization-downstreaming-value-chain" rel="external noopener" target="_blank">Downstreaming</a> – "Hilirisasi" auf Indonesisch. Das Land verbietet den Export unverarbeiteter Erze wie Nickel, Bauxit oder Kupfer. Wer indonesische Rohstoffe kaufen will, muss sie im Land verarbeiten lassen.</p>
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<p>Es geht darum, ausländische Unternehmen zum Bau von Schmelzhütten und Raffinerien im Land zu zwingen, um Arbeitsplätze und mehr Wertschöpfung im eigenen Land zu behalten.</p>
<h3 class="subheading">Erfolge beim Downstreaming im Rohstoffsektor</h3>
<p>Die Rechnung ist zumindest teilweise aufgegangen. Indonesien hat sich zum weltweit größten Nickelproduzenten entwickelt und es sind zahlreiche Industrieparks mit Verarbeitungsanlagen entstanden.</p>
<p>Den Großteil der Investitionen haben chinesische Unternehmen gestemmt – <a href="https://www.geopoliticalmonitor.com/toward-nickel-nationalization-indonesias-quest-for-strategic-power-still-runs-through-china/" rel="external noopener" target="_blank">allein 2024</a> rund 30 Milliarden US-Dollar. Chinesische Firmen <a href="https://www.reuters.com/markets/commodities/chinese-firms-control-around-75-indonesian-nickel-capacity-report-finds-2025-02-05/" rel="external noopener" target="_blank">kontrollieren</a> heute etwa 75 Prozent von Indonesiens Nickel-Affinerien.</p>
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<p>So hat Jakarta zwar die Wertschöpfung ins Land <a href="https://en.vietnamplus.vn/indonesia-sees-higher-revenue-from-downstream-mineral-processing-post343307.vnp" rel="external noopener" target="_blank">geholt</a>, doch ist Indonesien nun vergleichsweise stark <a href="https://insightsindonesia.com/general/indonesias-mineral-strategy-brings-processing-home-but-deepens-reliance-on-china/" rel="external noopener" target="_blank">abhängig</a> von chinesischem Kapital, chinesischer Technologie und chinesischen Abnehmern.</p>
<h3 class="subheading">Warum Jakarta trotzdem Geld verliert</h3>
<p>Und selbstverständlich legen auch die chinesischen Konzerne die Preise intern über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Verrechnungspreis" rel="external noopener" target="_blank">Verrechnungspreise</a> fest. Etwa <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-09377-8_1#Fn6" rel="external noopener" target="_blank">70 bis 80 Prozent</a> des Welthandels werden auf diese Weise be- und verrechnet.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5020685" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11162582"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/USA-planen-12-Milliarden-Dollar-Reserve-fuer-kritische-Mineralien-11162582.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6014" height="3379" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/0/6/8/5/shutterstock_2705197389-02dfbc6287d404c1.jpeg" alt="Strategischer Wettbewerb um wichtige Mineralien zwischen den USA und China. Seltenerdsteine auf den Flaggen der USA und Chinas, die Handelskrieg, Lieferkettenkrise, Zölle und künftige Wirtschaftssanktionen symbolisieren." style="aspect-ratio:6014 / 3379"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6014" height="3379" alt="Strategischer Wettbewerb um wichtige Mineralien zwischen den USA und China. Seltenerdsteine auf den Flaggen der USA und Chinas, die Handelskrieg, Lieferkettenkrise, Zölle und künftige Wirtschaftssanktionen symbolisieren." style="aspect-ratio:6014 / 3379;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">USA planen 12-Milliarden-Dollar-Reserve für kritische Mineralien</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5111368" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11353912"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kritische-Mineralien-Alle-gegen-China-11353912.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6014" height="3379" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/1/3/6/8/William_Potter-cb1652de5c97c566.jpeg" alt="Ausschnitt aus dem Periodensystem der Elemente vor den Fahnen Chinas und der USA" style="aspect-ratio:6014 / 3379"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6014" height="3379" alt="Ausschnitt aus dem Periodensystem der Elemente vor den Fahnen Chinas und der USA" style="aspect-ratio:6014 / 3379;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kritische Mineralien: Alle gegen China?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Natürlich versucht Jakarta auch, gute Beziehungen zu westlichen Ländern zu pflegen. Doch sollten die Spannungen zwischen China und dem Westen weiter zunehmen oder sich Konflikte etwa um Taiwan verschärfen, könnte Indonesien Ziel westlicher Sanktionen werden.</p>
<h3 class="subheading">Indonesien will die Preisbildung mitbestimmen</h3>
<p>Bisher kontrolliert Indonesien zwar die Produktion, doch die Bewertung seiner Rohstoffe findet noch immer an Börsen wie der London Metal Exchange (Lme) statt.</p>
<p>Das Problem: Die Lme orientiert sich an hochreinem Nickel der sogenannten Klasse 1 mit einem Reinheitsgrad von über 99,8 Prozent. Doch Indonesien produziert vor allem Nickel der Klasse 2 – Nickel-Roheisen und Ferronickel – sowie Zwischenprodukte für Batterien und Nickelsulfat.</p>
<p>Für indonesische Produzenten bedeutet das: Für ihre Produkte gibt es keine transparente Preisfindung. Die Folge sind willkürliche Abschläge, undurchsichtige bilaterale Preisvereinbarungen und zusätzlich die Abhängigkeit von Preisschwankungen an der Lme, die oft wenig mit der tatsächlichen Nachfrage in Südostasien zu tun hat.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4678237" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9957320"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Geopolitischer-Rohstoff-Poker-EU-und-Russland-im-Kampf-um-Serbiens-Lithium-9957320.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6016" height="3380" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/7/8/2/3/7/shutterstock_2365508523-b8cf35c5a309e453.jpeg" alt="Lkw-Dumping-Erz von Mine" style="aspect-ratio:6016 / 3380"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6016" height="3380" alt="Lkw-Dumping-Erz von Mine" style="aspect-ratio:6016 / 3380;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Geopolitischer Rohstoff-Poker: EU und Russland im Kampf um Serbiens Lithium</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4843615" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10363571"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Rohstoff-Poker-im-Kongo-USA-und-China-alarmiert-10363571.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2676" height="1504" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/4/3/6/1/5/Zwischenablage-1-a2c00dd5d1dfdce0.jpeg" alt="Hand mit gelbem Arbeitshandschuh schaufelt einen kleinen Berg dunkelbraunen Erzes um" style="aspect-ratio:2676 / 1504"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2676" height="1504" alt="Hand mit gelbem Arbeitshandschuh schaufelt einen kleinen Berg dunkelbraunen Erzes um" style="aspect-ratio:2676 / 1504;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rohstoff-Poker im Kongo: USA und China alarmiert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Bursa Mineral dan Komoditas Strategis startet</strong></h3>
<p>Bis zum 1. Januar 2027 soll daher eine nationale Rohstoffbörse – die Bursa Mineral dan Komoditas Strategis (Bmks) – den Betrieb aufnehmen. Sie soll einen offiziellen "Indonesischen Referenzpreis" etablieren und damit die Märkte zwingen, sich an den tatsächlichen Produktionszentren zu orientieren statt an weit entfernten Handelsplätzen.</p>
<p>Die neue Börse wird nicht vom Handelsministerium, sondern von der indonesischen Finanzaufsichtsbehörde OJK beaufsichtigt. Damit <a href="https://asiatimes.com/2026/09/indonesias-bold-bid-to-set-the-worlds-critical-mineral-prices/" rel="external noopener" target="_blank">behandelt</a> Indonesien strategische Mineralien genauso wie Finanzanlagen und unterwirft sie die der gleichen strengen Aufsicht wie die Kapitalmärkte.</p>
<p>Friderica Widyasari Dewi, Vorsitzende der OJK, erklärt, der Mechanismus zur Preisfindung werde derzeit unter Berücksichtigung globaler und nationaler Börsenpraxis entwickelt. Zwei Verordnungsentwürfe werden bereits öffentlich beraten und sollen danach im Parlament diskutiert werden.</p>
<h3 class="subheading">Rohstoffe werden wie Finanzprodukte behandelt</h3>
<p>Ziel der Reform ist es, langjährige strukturelle Schwachstellen zu beseitigen. Indonesiens Rohstoffsektor leidet seit Jahren unter zu niedrig ausgewiesenen Rechnungen, Transferpreisgestaltung zwischen Tochtergesellschaften und regulatorischen Schlupflöchern, die Steuereinnahmen schmälern und offizielle Handelsdaten verzerren.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4677754" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9956370"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-China-nach-Afrika-Deutschlands-Rohstoff-Odyssee-9956370.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/7/7/7/5/4/rohstoffe-5d474b5d1cf75fc3.jpeg" alt="Metall-Kristalle mit Aufklebern "Afrika", "Südamerika" und "Recycling"" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Metall-Kristalle mit Aufklebern "Afrika", "Südamerika" und "Recycling"" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von China nach Afrika: Deutschlands Rohstoff-Odyssee</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine zentrale, transparente Börse mit standardisierten Finanzprüfungen und verpflichtenden Meldepflichten soll diese Praktiken eindämmen.</p>
<p>Eine regulierte indonesische Börse könnte westlichen Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnen. Autohersteller und Batterieproduzenten in Europa und den USA stehen unter zunehmendem Druck, die Herkunft ihrer Rohstoffe lückenlos nachzuweisen und Umwelt- und Sozialstandards einzuhalten.</p>
<h3 class="subheading">Inflation Reduction Act: Was die OJK-Börse für europäische Batteriehersteller bedeutet</h3>
<p>Gesetze wie der US Inflation Reduction Act oder die europäische Verordnung über kritische Rohstoffe verlangen transparente Lieferketten. Eine von der OJK überwachte Börse könnte als institutionelle Brücke dienen: Sie würde transparente Preisfindung und geprüfte Herkunftsnachweise bieten, ohne dass westliche Käufer auf undurchsichtige Zwischenhändler angewiesen wären.</p>
<p>Ob der verpflichtende Referenzpreis chinesische Unternehmen stärker unter Druck setzen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Theoretisch würde sie eine transparente, börsenbasierte Preisfestsetzung zwingen, ihre Exporte nach China offenzulegen und marktbasierte Preise zu akzeptieren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4816640" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10311551"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Was-ist-das-Besondere-an-den-Bodenschaetzen-der-Ukraine-10311551.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4608" height="2589" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/1/6/6/4/0/shutterstock_2261229835-bdb388c47611ace7.jpeg" alt="Die Ukraine ist bereits ein großer Produzent mehrerer Mineralien." style="aspect-ratio:4608 / 2589"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4608" height="2589" alt="Die Ukraine ist bereits ein großer Produzent mehrerer Mineralien." style="aspect-ratio:4608 / 2589;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Was ist das Besondere an den Bodenschätzen der Ukraine?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Doch die konzerninternen Verrechnungspreise, die für den Export angesetzt werden, gelten eben nicht für den Rohstoff, sondern für Halbzeug, für das kein fester Marktpreis existiert. Üblicherweise werden diese interne Preise anhand der Selbstkosten in der Produktion <a href="https://wiki.hslu.ch/controlling/Kostenaufschlagsmethode" rel="external noopener" target="_blank">ermittelt</a> auf die allerdings ein Gewinn aufgeschlagen wird.</p>
<h3 class="subheading">Liquidität vs. Dekret: Warum eine Börse nicht per Gesetz entsteht</h3>
<p>Jakartas Ehrgeiz steht vor einigen Hürden: Entscheidend sind hohe Handelsvolumina, verlässliche Absicherungsinstrumente und internationale Beteiligung. Globale Rohstoffhändler, staatliche Bergbauunternehmen und ausländische Käufer haben zahlreiche Gründe, am Status quo festzuhalten.</p>
<p>Sie von etablierten Verträgen wegzulocken, wird mehr erfordern als regulatorische Vorgaben. Dazu braucht es Liquidität, robuste Abwicklungsverfahren, klare rechtliche Zuständigkeiten und volle Währungskonvertibilität.</p>
<p>Wenn die sich neue Börse als zu langsam erweist oder neue Reibungsverluste schafft, werden Marktteilnehmer Umgehungsmöglichkeiten finden oder über multilaterale Handelskanäle Druck ausüben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062436" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11255097"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Strategische-Mineralien-Wie-der-Iran-Krieg-die-Versorgung-erschuettert-11255097.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5760" height="3236" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/4/3/6/Intothelight_Photography-5b168d895d7ffa08.jpeg" alt="Wolfram im Periodensystem der Elemente" style="aspect-ratio:5760 / 3236"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5760" height="3236" alt="Wolfram im Periodensystem der Elemente" style="aspect-ratio:5760 / 3236;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Strategische Mineralien: Wie der Iran-Krieg die Versorgung erschüttert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3717978" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7545831"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Habeck-und-Oezdemir-in-Suedamerika-Deutsche-Wirtschaft-fordert-Taten-statt-warmer-Worte-7545831.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2048" height="1151" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/7/1/7/9/7/8/2048px-Cerrej_n_mine-8d6639f7618e16cd.jpeg" style="aspect-ratio:2048 / 1151"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2048" height="1151" style="aspect-ratio:2048 / 1151;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Habeck und Özdemir in Südamerika: Deutsche Wirtschaft fordert Taten statt warmer Worte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading">Globaler Machtkampf um Rohstoffpreise</h3>
<p>Echte Preisfindung kann zudem nicht per Dekret verordnet werden. Um globale Glaubwürdigkeit zu erlangen, muss die Börse institutionelle Transparenz bieten und vor politischer Einmischung geschützt werden – besonders in Phasen extremer Preisvolatilität.</p>
<p>Sollte es Jakarta gelingen, tatsächlich eine transparente und liquide Börse aufbauen, werden die geopolitischen Auswirkungen weit über seine Grenzen hinausreichen. Jakartas Vorstoß spiegelt eine breitere strukturelle Verschiebung wider: Rohstoffreiche Länder des Globalen Südens fordern einen größeren Anteil am finanziellen Wert, den ihre Bodenschätze erzeugen.</p>
Indonesien kontrolliert über die Hälfte der weltweiten Nickelproduktion – aber nicht die Preise. Eine eigene Börse soll das ab 2027 ändern.</p>
<p>Indonesien kontrolliert mehr als die Hälfte der weltweiten Nickelproduktion und ist damit unverzichtbar für die globale Energiewende. Doch die Preise für seine Bodenschätze werden bislang an Börsen in London oder Singapur festgelegt.</p>
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<p>Das soll sich nun ändern: Bis Januar 2027 will Jakarta eine eigene Rohstoffbörse <a href="https://indonesiabusinesspost.com/7285/energy-and-resources/ojk-prepares-price-discovery-mechanism-for-mineral-and-strategic-commodities-exchange">aufbauen</a> und damit die Kontrolle über die Bewertung seiner strategischen Mineralien übernehmen. Die ambitionierte Strategie verspricht mehr Wohlstand für das riesige Archipel.</p>
<p>Seit Jahren verfolgt Jakarta eine Politik des sogenannten <a href="https://www.csis.org/blogs/charting-geoeconomics/indonesian-industrialization-downstreaming-value-chain" rel="external noopener" target="_blank">Downstreaming</a> – "Hilirisasi" auf Indonesisch. Das Land verbietet den Export unverarbeiteter Erze wie Nickel, Bauxit oder Kupfer. Wer indonesische Rohstoffe kaufen will, muss sie im Land verarbeiten lassen.</p>
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<p>Es geht darum, ausländische Unternehmen zum Bau von Schmelzhütten und Raffinerien im Land zu zwingen, um Arbeitsplätze und mehr Wertschöpfung im eigenen Land zu behalten.</p>
<h3 class="subheading">Erfolge beim Downstreaming im Rohstoffsektor</h3>
<p>Die Rechnung ist zumindest teilweise aufgegangen. Indonesien hat sich zum weltweit größten Nickelproduzenten entwickelt und es sind zahlreiche Industrieparks mit Verarbeitungsanlagen entstanden.</p>
<p>Den Großteil der Investitionen haben chinesische Unternehmen gestemmt – <a href="https://www.geopoliticalmonitor.com/toward-nickel-nationalization-indonesias-quest-for-strategic-power-still-runs-through-china/" rel="external noopener" target="_blank">allein 2024</a> rund 30 Milliarden US-Dollar. Chinesische Firmen <a href="https://www.reuters.com/markets/commodities/chinese-firms-control-around-75-indonesian-nickel-capacity-report-finds-2025-02-05/" rel="external noopener" target="_blank">kontrollieren</a> heute etwa 75 Prozent von Indonesiens Nickel-Affinerien.</p>
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<p>So hat Jakarta zwar die Wertschöpfung ins Land <a href="https://en.vietnamplus.vn/indonesia-sees-higher-revenue-from-downstream-mineral-processing-post343307.vnp" rel="external noopener" target="_blank">geholt</a>, doch ist Indonesien nun vergleichsweise stark <a href="https://insightsindonesia.com/general/indonesias-mineral-strategy-brings-processing-home-but-deepens-reliance-on-china/" rel="external noopener" target="_blank">abhängig</a> von chinesischem Kapital, chinesischer Technologie und chinesischen Abnehmern.</p>
<h3 class="subheading">Warum Jakarta trotzdem Geld verliert</h3>
<p>Und selbstverständlich legen auch die chinesischen Konzerne die Preise intern über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Verrechnungspreis" rel="external noopener" target="_blank">Verrechnungspreise</a> fest. Etwa <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-09377-8_1#Fn6" rel="external noopener" target="_blank">70 bis 80 Prozent</a> des Welthandels werden auf diese Weise be- und verrechnet.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5020685" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11162582"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/USA-planen-12-Milliarden-Dollar-Reserve-fuer-kritische-Mineralien-11162582.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6014" height="3379" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/0/6/8/5/shutterstock_2705197389-02dfbc6287d404c1.jpeg" alt="Strategischer Wettbewerb um wichtige Mineralien zwischen den USA und China. Seltenerdsteine auf den Flaggen der USA und Chinas, die Handelskrieg, Lieferkettenkrise, Zölle und künftige Wirtschaftssanktionen symbolisieren." style="aspect-ratio:6014 / 3379"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6014" height="3379" alt="Strategischer Wettbewerb um wichtige Mineralien zwischen den USA und China. Seltenerdsteine auf den Flaggen der USA und Chinas, die Handelskrieg, Lieferkettenkrise, Zölle und künftige Wirtschaftssanktionen symbolisieren." style="aspect-ratio:6014 / 3379;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">USA planen 12-Milliarden-Dollar-Reserve für kritische Mineralien</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5111368" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11353912"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kritische-Mineralien-Alle-gegen-China-11353912.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6014" height="3379" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/1/1/3/6/8/William_Potter-cb1652de5c97c566.jpeg" alt="Ausschnitt aus dem Periodensystem der Elemente vor den Fahnen Chinas und der USA" style="aspect-ratio:6014 / 3379"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6014" height="3379" alt="Ausschnitt aus dem Periodensystem der Elemente vor den Fahnen Chinas und der USA" style="aspect-ratio:6014 / 3379;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kritische Mineralien: Alle gegen China?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Natürlich versucht Jakarta auch, gute Beziehungen zu westlichen Ländern zu pflegen. Doch sollten die Spannungen zwischen China und dem Westen weiter zunehmen oder sich Konflikte etwa um Taiwan verschärfen, könnte Indonesien Ziel westlicher Sanktionen werden.</p>
<h3 class="subheading">Indonesien will die Preisbildung mitbestimmen</h3>
<p>Bisher kontrolliert Indonesien zwar die Produktion, doch die Bewertung seiner Rohstoffe findet noch immer an Börsen wie der London Metal Exchange (Lme) statt.</p>
<p>Das Problem: Die Lme orientiert sich an hochreinem Nickel der sogenannten Klasse 1 mit einem Reinheitsgrad von über 99,8 Prozent. Doch Indonesien produziert vor allem Nickel der Klasse 2 – Nickel-Roheisen und Ferronickel – sowie Zwischenprodukte für Batterien und Nickelsulfat.</p>
<p>Für indonesische Produzenten bedeutet das: Für ihre Produkte gibt es keine transparente Preisfindung. Die Folge sind willkürliche Abschläge, undurchsichtige bilaterale Preisvereinbarungen und zusätzlich die Abhängigkeit von Preisschwankungen an der Lme, die oft wenig mit der tatsächlichen Nachfrage in Südostasien zu tun hat.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4678237" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9957320"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Geopolitischer-Rohstoff-Poker-EU-und-Russland-im-Kampf-um-Serbiens-Lithium-9957320.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6016" height="3380" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/7/8/2/3/7/shutterstock_2365508523-b8cf35c5a309e453.jpeg" alt="Lkw-Dumping-Erz von Mine" style="aspect-ratio:6016 / 3380"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6016" height="3380" alt="Lkw-Dumping-Erz von Mine" style="aspect-ratio:6016 / 3380;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Geopolitischer Rohstoff-Poker: EU und Russland im Kampf um Serbiens Lithium</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4843615" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10363571"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Rohstoff-Poker-im-Kongo-USA-und-China-alarmiert-10363571.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2676" height="1504" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/4/3/6/1/5/Zwischenablage-1-a2c00dd5d1dfdce0.jpeg" alt="Hand mit gelbem Arbeitshandschuh schaufelt einen kleinen Berg dunkelbraunen Erzes um" style="aspect-ratio:2676 / 1504"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2676" height="1504" alt="Hand mit gelbem Arbeitshandschuh schaufelt einen kleinen Berg dunkelbraunen Erzes um" style="aspect-ratio:2676 / 1504;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rohstoff-Poker im Kongo: USA und China alarmiert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Bursa Mineral dan Komoditas Strategis startet</strong></h3>
<p>Bis zum 1. Januar 2027 soll daher eine nationale Rohstoffbörse – die Bursa Mineral dan Komoditas Strategis (Bmks) – den Betrieb aufnehmen. Sie soll einen offiziellen "Indonesischen Referenzpreis" etablieren und damit die Märkte zwingen, sich an den tatsächlichen Produktionszentren zu orientieren statt an weit entfernten Handelsplätzen.</p>
<p>Die neue Börse wird nicht vom Handelsministerium, sondern von der indonesischen Finanzaufsichtsbehörde OJK beaufsichtigt. Damit <a href="https://asiatimes.com/2026/09/indonesias-bold-bid-to-set-the-worlds-critical-mineral-prices/" rel="external noopener" target="_blank">behandelt</a> Indonesien strategische Mineralien genauso wie Finanzanlagen und unterwirft sie die der gleichen strengen Aufsicht wie die Kapitalmärkte.</p>
<p>Friderica Widyasari Dewi, Vorsitzende der OJK, erklärt, der Mechanismus zur Preisfindung werde derzeit unter Berücksichtigung globaler und nationaler Börsenpraxis entwickelt. Zwei Verordnungsentwürfe werden bereits öffentlich beraten und sollen danach im Parlament diskutiert werden.</p>
<h3 class="subheading">Rohstoffe werden wie Finanzprodukte behandelt</h3>
<p>Ziel der Reform ist es, langjährige strukturelle Schwachstellen zu beseitigen. Indonesiens Rohstoffsektor leidet seit Jahren unter zu niedrig ausgewiesenen Rechnungen, Transferpreisgestaltung zwischen Tochtergesellschaften und regulatorischen Schlupflöchern, die Steuereinnahmen schmälern und offizielle Handelsdaten verzerren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4677754" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9956370"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Von-China-nach-Afrika-Deutschlands-Rohstoff-Odyssee-9956370.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/7/7/7/5/4/rohstoffe-5d474b5d1cf75fc3.jpeg" alt="Metall-Kristalle mit Aufklebern "Afrika", "Südamerika" und "Recycling"" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Metall-Kristalle mit Aufklebern "Afrika", "Südamerika" und "Recycling"" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von China nach Afrika: Deutschlands Rohstoff-Odyssee</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Eine zentrale, transparente Börse mit standardisierten Finanzprüfungen und verpflichtenden Meldepflichten soll diese Praktiken eindämmen.</p>
<p>Eine regulierte indonesische Börse könnte westlichen Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnen. Autohersteller und Batterieproduzenten in Europa und den USA stehen unter zunehmendem Druck, die Herkunft ihrer Rohstoffe lückenlos nachzuweisen und Umwelt- und Sozialstandards einzuhalten.</p>
<h3 class="subheading">Inflation Reduction Act: Was die OJK-Börse für europäische Batteriehersteller bedeutet</h3>
<p>Gesetze wie der US Inflation Reduction Act oder die europäische Verordnung über kritische Rohstoffe verlangen transparente Lieferketten. Eine von der OJK überwachte Börse könnte als institutionelle Brücke dienen: Sie würde transparente Preisfindung und geprüfte Herkunftsnachweise bieten, ohne dass westliche Käufer auf undurchsichtige Zwischenhändler angewiesen wären.</p>
<p>Ob der verpflichtende Referenzpreis chinesische Unternehmen stärker unter Druck setzen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Theoretisch würde sie eine transparente, börsenbasierte Preisfestsetzung zwingen, ihre Exporte nach China offenzulegen und marktbasierte Preise zu akzeptieren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4816640" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10311551"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Was-ist-das-Besondere-an-den-Bodenschaetzen-der-Ukraine-10311551.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4608" height="2589" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/1/6/6/4/0/shutterstock_2261229835-bdb388c47611ace7.jpeg" alt="Die Ukraine ist bereits ein großer Produzent mehrerer Mineralien." style="aspect-ratio:4608 / 2589"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4608" height="2589" alt="Die Ukraine ist bereits ein großer Produzent mehrerer Mineralien." style="aspect-ratio:4608 / 2589;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Was ist das Besondere an den Bodenschätzen der Ukraine?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Doch die konzerninternen Verrechnungspreise, die für den Export angesetzt werden, gelten eben nicht für den Rohstoff, sondern für Halbzeug, für das kein fester Marktpreis existiert. Üblicherweise werden diese interne Preise anhand der Selbstkosten in der Produktion <a href="https://wiki.hslu.ch/controlling/Kostenaufschlagsmethode" rel="external noopener" target="_blank">ermittelt</a> auf die allerdings ein Gewinn aufgeschlagen wird.</p>
<h3 class="subheading">Liquidität vs. Dekret: Warum eine Börse nicht per Gesetz entsteht</h3>
<p>Jakartas Ehrgeiz steht vor einigen Hürden: Entscheidend sind hohe Handelsvolumina, verlässliche Absicherungsinstrumente und internationale Beteiligung. Globale Rohstoffhändler, staatliche Bergbauunternehmen und ausländische Käufer haben zahlreiche Gründe, am Status quo festzuhalten.</p>
<p>Sie von etablierten Verträgen wegzulocken, wird mehr erfordern als regulatorische Vorgaben. Dazu braucht es Liquidität, robuste Abwicklungsverfahren, klare rechtliche Zuständigkeiten und volle Währungskonvertibilität.</p>
<p>Wenn die sich neue Börse als zu langsam erweist oder neue Reibungsverluste schafft, werden Marktteilnehmer Umgehungsmöglichkeiten finden oder über multilaterale Handelskanäle Druck ausüben.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062436" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11255097"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Strategische-Mineralien-Wie-der-Iran-Krieg-die-Versorgung-erschuettert-11255097.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5760" height="3236" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/4/3/6/Intothelight_Photography-5b168d895d7ffa08.jpeg" alt="Wolfram im Periodensystem der Elemente" style="aspect-ratio:5760 / 3236"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5760" height="3236" alt="Wolfram im Periodensystem der Elemente" style="aspect-ratio:5760 / 3236;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Strategische Mineralien: Wie der Iran-Krieg die Versorgung erschüttert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3717978" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7545831"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Habeck-und-Oezdemir-in-Suedamerika-Deutsche-Wirtschaft-fordert-Taten-statt-warmer-Worte-7545831.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2048" height="1151" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/7/1/7/9/7/8/2048px-Cerrej_n_mine-8d6639f7618e16cd.jpeg" style="aspect-ratio:2048 / 1151"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2048" height="1151" style="aspect-ratio:2048 / 1151;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Habeck und Özdemir in Südamerika: Deutsche Wirtschaft fordert Taten statt warmer Worte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading">Globaler Machtkampf um Rohstoffpreise</h3>
<p>Echte Preisfindung kann zudem nicht per Dekret verordnet werden. Um globale Glaubwürdigkeit zu erlangen, muss die Börse institutionelle Transparenz bieten und vor politischer Einmischung geschützt werden – besonders in Phasen extremer Preisvolatilität.</p>
<p>Sollte es Jakarta gelingen, tatsächlich eine transparente und liquide Börse aufbauen, werden die geopolitischen Auswirkungen weit über seine Grenzen hinausreichen. Jakartas Vorstoß spiegelt eine breitere strukturelle Verschiebung wider: Rohstoffreiche Länder des Globalen Südens fordern einen größeren Anteil am finanziellen Wert, den ihre Bodenschätze erzeugen.</p>
2026-09-21T11:00:00.000Z
urn:bid:5168506
2026-09-21T10:25:00.000Z
Das Emirat verhandelt mit US-Produzenten über Langfristverträge. Reparaturen dauern Jahre, der IWF erwartet 8,6 Prozent Wirtschaftseinbruch für Katar.</p>
<p>Der Krieg gegen den Iran macht sich bei den Energierechnungen der Deutschen immer stärker bemerkbar. Konkret sind es die blockierte Straße von Hormus und die Schäden an den Exportanlagen in Katar, die die Gaspreise immer weiter in die Höhe treiben.</p>
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<p>Am europäischen Spotmarkt kostet Erdgas inzwischen so viel wie in der Energiekrise des Jahres 2022. Der Grund ist eindeutig: Das Emirat kann kaum noch Flüssigerdgas (LNG) verschiffen, deshalb fehlt dem Weltmarkt eine seiner wichtigsten Bezugsquellen. Das hat wiederum den Effekt, dass die halbleeren deutschen Speicher zu höheren Kosten befüllt werden müssen.</p>
<p>Katar ist der zweitgrößte LNG-Exporteur der Welt. Fällt ein Teil dieser Mengen aus, konkurrieren Europa und Asien um die restlichen Ladungen. An der niederländischen Referenzbörse TTF liegen die Futures inzwischen bei rund 80 Euro pro Megawattstunde.</p>
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<p>Der Effekt ist in Deutschland spürbar: Neukundentarife verteuerten sich in den vergangenen Monaten gegenüber dem Frühjahr um rund 20 Prozent. Das Vergleichsportal Verivox sprach von <a href="https://www.telepolis.de/article/Gaspreise-steigen-Haushalten-drohen-bis-zu-600-Euro-Mehrkosten-11420632.html">Mehrkosten von bis zu 600 Euro</a> für einen Durchschnittshaushalt.</p>
<p>Dazu sind die deutschen Speicher nur zu <a href="https://www.telepolis.de/article/Deutschland-bei-56-Prozent-Warum-volle-Gasspeicher-trotz-mehr-LNG-utopisch-sind-11458241.html">56 Prozent gefüllt</a>, europaweit liegen die Füllstände mit rund 69 Prozent etwa 16 Prozentpunkte unter dem Fünfjahresschnitt.</p>
<h3 class="subheading">Der Gasriese kauft selbst in den USA ein</h3>
<p>Durch den Krieg gegen den Iran ist am Golf eine paradoxe Situation entstanden: Katar muss importieren, um exportieren zu können.</p>
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<p><em>Reuters </em>hatte <a href="https://www.reuters.com/business/energy/qatarenergy-seeks-us-lng-deals-through-2031-sources-say-2026-09-11/" rel="external noopener" target="_blank">kürzlich berichtet</a>, dass QatarEnergy mit Energiekonzernen aus den USA verhandelt. Konkret soll es dabei um Venture Global, Cheniere und Woodside gehen. Laut Bericht werden mehrjährige Lieferverträge bis einschließlich 2031 angestrebt. Die Handelssparte QatarEnergy Trading strebt dabei 2 bis 3 Millionen Tonnen LNG pro Jahr an.</p>
<p>Bisher deckte das Emirat Lücken mit kurzfristig gekauften Spotladungen, um vor allem asiatische Abnehmer zu bedienen. Der Wechsel zu Langfristverträgen zeigt, dass Doha selbst mit einer über Jahre eingeschränkten Exportfähigkeit rechnet.</p>
<h3 class="subheading">Reparaturen ziehen sich über Jahre</h3>
<p>Energieminister Saad Sherida Al-Kaabi hat inzwischen Zahlen zum Schadensbild genannt: Getroffen wurden am Standort Ras Laffan zwei von 14 LNG-Strängen sowie eine Gas-to-Liquids-Anlage, die Erdgas in flüssige Kraftstoffe umwandelt.</p>
<p>Die GTL-Reparaturen sollen im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein, die Wiederherstellung der beiden LNG-Stränge dauert nach <a href="https://www.qatarenergy.qa/en/MediaCenter/Pages/newsdetails.aspx?ItemId=3917" rel="external noopener" target="_blank">Angaben von QatarEnergy</a> drei Jahre. Bereits im März hatte Al-Kaabi eingeräumt, dass 12,8 Millionen Tonnen Jahreskapazität für drei bis fünf Jahre ausfallen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5128753" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11384927"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-Europa-seine-LNG-Abhaengigkeit-eindaemmen-kann-11384927.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/8/7/5/3/gaspeicherneu-detail-7aa9617bad8095f3.jpeg" alt="Drei Gastanks mit durch Windkraft, Photovoltaik und Wärmepumpe abgesenktem Pegel " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Drei Gastanks mit durch Windkraft, Photovoltaik und Wärmepumpe abgesenktem Pegel " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie Europa seine LNG-Abhängigkeit eindämmen kann</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch der Ausbau stockt: Die erste Produktionslinie des Großprojekts North Field East geht erst im ersten Halbjahr 2027 in Betrieb, rund ein Jahr später als geplant. Weitere Verzögerungen hält der Minister für möglich, solange wegen der gesperrten Meerenge keine Spezialausrüstung ins Land kommt.</p>
<p>Eine Pipeline-Route um Hormus herum lehnt der Minister ab: LNG müsste gasförmig durch die Leitung und am Ziel erneut verflüssigt werden, was das Ganze weniger wirtschaftlich machen würde. Schließlich müssten neue Anlagen zu Milliardenbeträgen errichtet werden, für dieselbe Menge.</p>
<p>Unbeschädigte Anlagenteile könne Katar dagegen binnen weniger Wochen wieder anfahren, sobald die Wasserstraße offen ist.</p>
<h3 class="subheading">Doha rechnet die Krise klein</h3>
<p>Während der Internationale Währungsfonds für Katar in diesem Jahr einen Wirtschaftseinbruch von 8,6 Prozent erwartet, weil Krieg und Blockade Förderung und Transport lahmlegen, betonen offizielle Stellen die Robustheit des Landes.</p>
<p>Zentralbankgouverneur Scheich Bandar bin Mohammed bin Saoud Al-Thani <a href="https://qna.org.qa/en/news/news-details?date=20%2F09%2F2026&id=qcb-governor-non-hydrocarbon-economy-contribution-to-gdp-rose-to-approx-70-percent" rel="external noopener" target="_blank">verweist auf den Nicht-Gas-Sektor</a>, der 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts beisteuere und um 3,5 Prozent gewachsen sei; die Schuldenquote sei von 60 auf 40 Prozent gesunken, das AA-Rating halte.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5038405" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11197395"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Erdgas-Katar-Ausfall-trifft-Europa-zur-Unzeit-11197395.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3204" height="1800" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/8/4/0/5/shutterstock_677749657-3437d8fa27e93347.jpeg" alt="LNG-Tanker auf hoher See" style="aspect-ratio:3204 / 1800"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3204" height="1800" alt="LNG-Tanker auf hoher See" style="aspect-ratio:3204 / 1800;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Erdgas: Katar-Ausfall trifft Europa zur Unzeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Am Ziel, die LNG-Kapazität bis 2030 auf 142 Millionen Tonnen pro Jahr zu verdoppeln, hält Katar fest. Parallel will Doha in den kommenden fünf Jahren neue Infrastrukturprojekte über rund 38,5 Milliarden US-Dollar anschieben; die frisch gestartete Plattform „Doha Investment“ verwaltet zudem das Inlandsportfolio des Staatsfonds QIA.</p>
<h3 class="subheading">Entspannung frühestens 2027</h3>
<p>Der Fahrplan für den Weltmarkt hängt an wenigen Terminen.</p>
<p>Bei der beschädigten GTL-Anlage handelt es sich um Shells Pearl GTL. Außerhalb des Persischen Golfs liefert die erste Linie der Exportanlage Golden Pass in den USA bereits, Linie zwei und drei sollen im kommenden Jahr folgen.</p>
<p>Al-Kaabi kündigt an, Katar werde „mit Abstand der größte LNG-Händler der Welt“ sein. Das Land wolle künftig nicht mehr nur als Förderer aktiv sein.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5040863" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11202200"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Katar-stoppt-Erdgas-Exporte-und-warnt-vor-monatelangen-Ausfaellen-11202200.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6016" height="3380" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/0/8/6/3/shutterstock_2597378261-fc7264f32ba0b5fc.jpeg" alt="LNG TANKER - Schilf auf Dünen Küste und rotes Schiff" style="aspect-ratio:6016 / 3380"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6016" height="3380" alt="LNG TANKER - Schilf auf Dünen Küste und rotes Schiff" style="aspect-ratio:6016 / 3380;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Katar stoppt Erdgas-Exporte und warnt vor monatelangen Ausfällen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für Haushalte in Deutschland heißt das: Der Winter bleibt teuer. Strom-Futures für den Spätherbst notieren mit fast 143 Euro pro Megawattstunde über den Preisen für das erste Quartal 2027, da <a href="https://www.telepolis.de/article/Strom-Paradoxon-Warum-der-November-teurer-wird-als-der-Januar-11418586.html">Gaskraftwerke die Strompreise treiben</a>. Diese Preisentwicklung deutet auf Versorgungsrisiken gleich zum Start der Heizsaison hin.</p>
<p>Kurzfristig hilft nur der Tarifvergleich. Mittel- und langfristig ließe sich der Gasbedarf laut Analysen zum <a href="https://www.telepolis.de/article/Wie-Europa-seine-LNG-Abhaengigkeit-eindaemmen-kann-11384927.html">Einsparpotenzial durch Erneuerbare</a> mit Wärmepumpen, Wind und Solar um rund 90 Milliarden Kubikmeter senken – doppelt so viel, wie Europa heute aus Katar importiert.</p>
Das Emirat verhandelt mit US-Produzenten über Langfristverträge. Reparaturen dauern Jahre, der IWF erwartet 8,6 Prozent Wirtschaftseinbruch für Katar.</p>
<p>Der Krieg gegen den Iran macht sich bei den Energierechnungen der Deutschen immer stärker bemerkbar. Konkret sind es die blockierte Straße von Hormus und die Schäden an den Exportanlagen in Katar, die die Gaspreise immer weiter in die Höhe treiben.</p>
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<p>Am europäischen Spotmarkt kostet Erdgas inzwischen so viel wie in der Energiekrise des Jahres 2022. Der Grund ist eindeutig: Das Emirat kann kaum noch Flüssigerdgas (LNG) verschiffen, deshalb fehlt dem Weltmarkt eine seiner wichtigsten Bezugsquellen. Das hat wiederum den Effekt, dass die halbleeren deutschen Speicher zu höheren Kosten befüllt werden müssen.</p>
<p>Katar ist der zweitgrößte LNG-Exporteur der Welt. Fällt ein Teil dieser Mengen aus, konkurrieren Europa und Asien um die restlichen Ladungen. An der niederländischen Referenzbörse TTF liegen die Futures inzwischen bei rund 80 Euro pro Megawattstunde.</p>
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<p>Der Effekt ist in Deutschland spürbar: Neukundentarife verteuerten sich in den vergangenen Monaten gegenüber dem Frühjahr um rund 20 Prozent. Das Vergleichsportal Verivox sprach von <a href="https://www.telepolis.de/article/Gaspreise-steigen-Haushalten-drohen-bis-zu-600-Euro-Mehrkosten-11420632.html">Mehrkosten von bis zu 600 Euro</a> für einen Durchschnittshaushalt.</p>
<p>Dazu sind die deutschen Speicher nur zu <a href="https://www.telepolis.de/article/Deutschland-bei-56-Prozent-Warum-volle-Gasspeicher-trotz-mehr-LNG-utopisch-sind-11458241.html">56 Prozent gefüllt</a>, europaweit liegen die Füllstände mit rund 69 Prozent etwa 16 Prozentpunkte unter dem Fünfjahresschnitt.</p>
<h3 class="subheading">Der Gasriese kauft selbst in den USA ein</h3>
<p>Durch den Krieg gegen den Iran ist am Golf eine paradoxe Situation entstanden: Katar muss importieren, um exportieren zu können.</p>
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<p><em>Reuters </em>hatte <a href="https://www.reuters.com/business/energy/qatarenergy-seeks-us-lng-deals-through-2031-sources-say-2026-09-11/" rel="external noopener" target="_blank">kürzlich berichtet</a>, dass QatarEnergy mit Energiekonzernen aus den USA verhandelt. Konkret soll es dabei um Venture Global, Cheniere und Woodside gehen. Laut Bericht werden mehrjährige Lieferverträge bis einschließlich 2031 angestrebt. Die Handelssparte QatarEnergy Trading strebt dabei 2 bis 3 Millionen Tonnen LNG pro Jahr an.</p>
<p>Bisher deckte das Emirat Lücken mit kurzfristig gekauften Spotladungen, um vor allem asiatische Abnehmer zu bedienen. Der Wechsel zu Langfristverträgen zeigt, dass Doha selbst mit einer über Jahre eingeschränkten Exportfähigkeit rechnet.</p>
<h3 class="subheading">Reparaturen ziehen sich über Jahre</h3>
<p>Energieminister Saad Sherida Al-Kaabi hat inzwischen Zahlen zum Schadensbild genannt: Getroffen wurden am Standort Ras Laffan zwei von 14 LNG-Strängen sowie eine Gas-to-Liquids-Anlage, die Erdgas in flüssige Kraftstoffe umwandelt.</p>
<p>Die GTL-Reparaturen sollen im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein, die Wiederherstellung der beiden LNG-Stränge dauert nach <a href="https://www.qatarenergy.qa/en/MediaCenter/Pages/newsdetails.aspx?ItemId=3917" rel="external noopener" target="_blank">Angaben von QatarEnergy</a> drei Jahre. Bereits im März hatte Al-Kaabi eingeräumt, dass 12,8 Millionen Tonnen Jahreskapazität für drei bis fünf Jahre ausfallen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5128753" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11384927"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wie-Europa-seine-LNG-Abhaengigkeit-eindaemmen-kann-11384927.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/8/7/5/3/gaspeicherneu-detail-7aa9617bad8095f3.jpeg" alt="Drei Gastanks mit durch Windkraft, Photovoltaik und Wärmepumpe abgesenktem Pegel " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Drei Gastanks mit durch Windkraft, Photovoltaik und Wärmepumpe abgesenktem Pegel " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wie Europa seine LNG-Abhängigkeit eindämmen kann</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Auch der Ausbau stockt: Die erste Produktionslinie des Großprojekts North Field East geht erst im ersten Halbjahr 2027 in Betrieb, rund ein Jahr später als geplant. Weitere Verzögerungen hält der Minister für möglich, solange wegen der gesperrten Meerenge keine Spezialausrüstung ins Land kommt.</p>
<p>Eine Pipeline-Route um Hormus herum lehnt der Minister ab: LNG müsste gasförmig durch die Leitung und am Ziel erneut verflüssigt werden, was das Ganze weniger wirtschaftlich machen würde. Schließlich müssten neue Anlagen zu Milliardenbeträgen errichtet werden, für dieselbe Menge.</p>
<p>Unbeschädigte Anlagenteile könne Katar dagegen binnen weniger Wochen wieder anfahren, sobald die Wasserstraße offen ist.</p>
<h3 class="subheading">Doha rechnet die Krise klein</h3>
<p>Während der Internationale Währungsfonds für Katar in diesem Jahr einen Wirtschaftseinbruch von 8,6 Prozent erwartet, weil Krieg und Blockade Förderung und Transport lahmlegen, betonen offizielle Stellen die Robustheit des Landes.</p>
<p>Zentralbankgouverneur Scheich Bandar bin Mohammed bin Saoud Al-Thani <a href="https://qna.org.qa/en/news/news-details?date=20%2F09%2F2026&id=qcb-governor-non-hydrocarbon-economy-contribution-to-gdp-rose-to-approx-70-percent" rel="external noopener" target="_blank">verweist auf den Nicht-Gas-Sektor</a>, der 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts beisteuere und um 3,5 Prozent gewachsen sei; die Schuldenquote sei von 60 auf 40 Prozent gesunken, das AA-Rating halte.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5038405" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11197395"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Erdgas-Katar-Ausfall-trifft-Europa-zur-Unzeit-11197395.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3204" height="1800" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/8/4/0/5/shutterstock_677749657-3437d8fa27e93347.jpeg" alt="LNG-Tanker auf hoher See" style="aspect-ratio:3204 / 1800"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3204" height="1800" alt="LNG-Tanker auf hoher See" style="aspect-ratio:3204 / 1800;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Erdgas: Katar-Ausfall trifft Europa zur Unzeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Am Ziel, die LNG-Kapazität bis 2030 auf 142 Millionen Tonnen pro Jahr zu verdoppeln, hält Katar fest. Parallel will Doha in den kommenden fünf Jahren neue Infrastrukturprojekte über rund 38,5 Milliarden US-Dollar anschieben; die frisch gestartete Plattform „Doha Investment“ verwaltet zudem das Inlandsportfolio des Staatsfonds QIA.</p>
<h3 class="subheading">Entspannung frühestens 2027</h3>
<p>Der Fahrplan für den Weltmarkt hängt an wenigen Terminen.</p>
<p>Bei der beschädigten GTL-Anlage handelt es sich um Shells Pearl GTL. Außerhalb des Persischen Golfs liefert die erste Linie der Exportanlage Golden Pass in den USA bereits, Linie zwei und drei sollen im kommenden Jahr folgen.</p>
<p>Al-Kaabi kündigt an, Katar werde „mit Abstand der größte LNG-Händler der Welt“ sein. Das Land wolle künftig nicht mehr nur als Förderer aktiv sein.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5040863" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11202200"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Katar-stoppt-Erdgas-Exporte-und-warnt-vor-monatelangen-Ausfaellen-11202200.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6016" height="3380" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/0/8/6/3/shutterstock_2597378261-fc7264f32ba0b5fc.jpeg" alt="LNG TANKER - Schilf auf Dünen Küste und rotes Schiff" style="aspect-ratio:6016 / 3380"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6016" height="3380" alt="LNG TANKER - Schilf auf Dünen Küste und rotes Schiff" style="aspect-ratio:6016 / 3380;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Katar stoppt Erdgas-Exporte und warnt vor monatelangen Ausfällen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Für Haushalte in Deutschland heißt das: Der Winter bleibt teuer. Strom-Futures für den Spätherbst notieren mit fast 143 Euro pro Megawattstunde über den Preisen für das erste Quartal 2027, da <a href="https://www.telepolis.de/article/Strom-Paradoxon-Warum-der-November-teurer-wird-als-der-Januar-11418586.html">Gaskraftwerke die Strompreise treiben</a>. Diese Preisentwicklung deutet auf Versorgungsrisiken gleich zum Start der Heizsaison hin.</p>
<p>Kurzfristig hilft nur der Tarifvergleich. Mittel- und langfristig ließe sich der Gasbedarf laut Analysen zum <a href="https://www.telepolis.de/article/Wie-Europa-seine-LNG-Abhaengigkeit-eindaemmen-kann-11384927.html">Einsparpotenzial durch Erneuerbare</a> mit Wärmepumpen, Wind und Solar um rund 90 Milliarden Kubikmeter senken – doppelt so viel, wie Europa heute aus Katar importiert.</p>
2026-09-21T10:25:00.000Z
urn:bid:5168416
2026-09-21T09:15:00.000Z
In Schwerin fliegt die CDU aus dem Landtag, in Berlin stürzt die SPD auf 12 Prozent. Beide Regierungsparteien verlieren – an entgegengesetzte Pole.</p>
<p>Bereits zum Mittag war klar: Die Wahlen – wohl auch durch die <a href="https://www.telepolis.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html">Wahl in Sachsen-Anhalt angeheizt</a>, bewegen. In Schwerin und Berlin waren deutlich mehr Menschen an die Urne <a href="https://www.rbb24.de/politik/berlin-wahl-2026/beitraege/abgeordnetenhaus-wahltag-prognose-hochrechnungen-ergebnis.html" rel="external noopener" target="_blank">geschritten</a>, als 2021/23. Am Ende jeweils über 70 Prozent.</p>
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<p>Das Ergebnis eindeutig: Im Nordosten <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/mecklenburg-vorpommern-afd-gewinnt-laut-horchrechnungen-spd-knapp-dahinter-kopie-a-177d4efc-e890-4204-901f-1ab004b617e3" rel="external noopener" target="_blank">gewinnt</a> die AfD, die Hauptstadt die Linke. In <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/landtagswahl/liveticker-wahl-mv-afd-laut-hochrechnung-vor-spd,mvwahl-liveticker-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Mecklenburg-Vorpommern</a> liegt die AfD laut vorläufigem amtlichem Endergebnis bei 38,2, die SPD bei 35,5 Prozent – während die CDU den Einzug verpasst. <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a86c7543e2ba7edf221f8b7/berlin-wahl-2026-prognose-und-hochrechnung-alle-ergebnisse-live.html" rel="external noopener" target="_blank">Berlin dreht das Bild</a>: Die Linke kommt auf 25,7 Prozent, die CDU auf 18,8, die AfD auf 16,3, die Grünen auf 14,3 und die SPD auf nur 12,1 Prozent. <a href="https://www.telepolis.de/article/Bebt-der-Bund-nach-der-Berlin-Wahl-11452197.html" rel="external noopener" target="_blank">Bebt der Bund nun</a>?</p>
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<h3 class="subheading">Desaströses "Weiter so"</h3>
<p>Für die SPD war es das historisch schlechteste Berlin-Ergebnis sowie der Verlust der relativen Mehrheit in Mecklenburg-Vorpommern – ein <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/von-619-auf-knapp-zwoelf-prozent-der-historische-absturz-der-berliner-spd-10412459" rel="external noopener" target="_blank">historischer Absturz</a>.</p>
<p>Insgesamt verloren die Regierungsparteien bei beiden Wahlen deutlich – allerdings an entgegengesetzte Pole. Nach dem Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt wurde die Union nun erneut an der Urne geradezu pulverisiert. Sie schied – wohl als Ohrfeige in Richtung Berlin – aus dem Landtag Schwerins aus. Der Schiffsbruch an der Küste ist das schlechteste CDU-Ergebnis seit 1949.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168251" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459447"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wahlen-AfD-und-Linke-siegen-CDU-stuerzt-in-beiden-Laendern-ab-11459447.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1190" height="668" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/2/5/1/Master_Merz-62c817b1f76adc32.jpeg" alt="Porträt Friedrich Merz" style="aspect-ratio:1190 / 668"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1190" height="668" alt="Porträt Friedrich Merz" style="aspect-ratio:1190 / 668;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wahlen: AfD gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern, Linke in Berlin</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Bundeskanzler Friedrich Merz <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/reaktionen-wahlen-mecklenburg-vorpommern-berlin-100.html" rel="external noopener" target="_blank">reagierte ausweichend</a>: Er bezeichnete das Votum bereits vor der ersten Hochrechnung als <a href="https://orf.at/stories/3442744/" rel="external noopener" target="_blank">ein "Desaster"</a>, will aber an seinem Reformkurs festhalten. Deutschland brauche die angekündigten Reformen, so Merz, dafür sei "Rückgrat" nötig. Selbstkritik und mögliche Konsequenzen äußerte er nicht.</p>
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<p>Noch 2021 kam die AfD in Mecklenburg-Vorpommern auf 16 Prozent, nun hat sie sich mehr als verdoppelt. Aus dem ostdeutschen Protestphänomen ist eine Massenpartei geworden: <em>Reuters </em><a href="https://www.reuters.com/world/europe/merz-under-pressure-two-more-german-states-go-polls-2026-09-20/" rel="external noopener" target="_blank">verweist</a> darauf, dass der anhaltende Aufstieg der AfD trotz ihrer bundesweiten Isolation in ein internationales Muster passe, selbige Phänomene lassen sich europaweit beobachten. Derweil bleibt die deutsche Brandmauer-Debatte eine bundesrepublikanische Spezifika, die als zunehmend wirkungslos entlarvt wird.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Linke Wähler-Wanderung</strong></h3>
<p>Einen inhaltlichen Gegenpol etablierte Die Linke: Ihr Höhenflug zeichnete sich trotz <a href="https://www.dw.com/de/die-linke-wie-extrem-ist-die-partei/a-79298734" rel="external noopener" target="_blank">Kontroversen um vermeintlichen Antisemitismus</a> bereits ab. Gegenüber 2023 hat sich auch ihr Ergebnis verdoppelt.</p>
<p>Laut infratest-dimap <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-berlin-wahl-2026-knappes-rennen-am-sonntag-erwartet-100.html" rel="external noopener" target="_blank">profitierte</a> die Linke vor allem von 75.000 ehemaligen Nichtwählern, hinzu kamen Stimmen von den Grünen, der SPD und 14.000 von der CDU. Die größten Nettozuflüsse kamen also von Gruppen, die auch von der AfD umworben sind.</p>
<p>Das belegt: Ein <a href="https://berlin-bezahlbar-machen.de/" rel="external noopener" target="_blank">lebenspraktischer Kümmerer-Wahlkampf</a> mit dem Thema Mieten im Mittelpunkt kann ein Gegenmittel sein. Die Berliner Linke gewann offenbar weniger durch Mobilisierung eines ideologischen Kernmilieus als durch eine breite Umschichtung innerhalb der Urbanität und dem Nichtwählerlager.</p>
<p>Erleichtert wurde ihr das auch durch Fehler der Konkurrenz: Die Berliner SPD litt kurz vor der Wahl unter dem <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/vorwurfe-gegen-berlins-spd-spitzenkandidaten-krach-welche-strafen-bei-korruptionsdelikten-drohen-16039226.html" rel="external noopener" target="_blank">Korruptionsverdacht gegen Steffen Krach</a>. Zudem dürften viele Wähler nicht vergessen haben, dass die Umsetzung des Bürgerentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" <a href="https://taz.de/Deutsche-Wohnen-enteignen/!6212993/" rel="external noopener" target="_blank">sabotiert worden</a> war.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weichgespülte Mamdani</strong></h3>
<p>Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp, zuletzt eine <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/vorbild-fuer-berlin-warum-mamdanis-krieg-gegen-die-reichen-new-york-zerstoert-10395673" rel="external noopener" target="_blank">gemäßigte Variante des US-Linksbürgermeisters Zohran Mamdani</a>, hatte noch im Juni gefordert, die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne zur Koalitionsbedingung zu machen. Im August wurde daraus die Ankündigung, nach der Wahl das Thema <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/enteignung-als-bedingung-fur-eine-koalition-berliner-linke-spitzenkandidatin-eralp-vermeidet-nach-kritik-klare-aussage-15925022.html" rel="external noopener" target="_blank">"auf den Tisch" zu legen</a> – ein bemerkenswerter Rückzug, der sich auch in der adressierten Klientel ausdrückt.</p>
<p>In der Regierungspraxis könnte die Berliner Linke daher eine reformistische SPD-Kopie werden, selbst wenn sie vom angestammten Juniorpartner zur Galionsfigur aufsteigt.</p>
<p>Denn für konkrete Lösungen fehlt bislang eine Mehrheit im Alleingang: <a href="https://www.tagesschau.de/inland/landtagswahlen/wahl-mecklenburg-vorpommern-und-berlin-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Rechnerisch braucht</a> die Linke sowohl die Grünen als auch die SPD, um den Senat zu bilden – ausgerechnet paradoxerweise jene Parteien, denen sie zuvor Wähler abgenommen hat. Die Linke-Basis hat bei der Koalitionsbildung mitzureden, eine Regierungsbeteiligung unter Rot-Rot-Grün wird parteiintern bereits kritisch diskutiert – ausgemacht ist somit wenig. Eine andere, diskutierte Koalition hätte dennoch keine Mehrheit.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Polarisierung der Gewinner? </strong></h3>
<p>Eine Partei muss sich all jene Fragen nicht stellen: Die FDP wird in den Parlamenten, genau wie das BSW, nicht vertreten sein. FDP-<a href="https://live.deutsche-boerse.com/nachrichten/FDP-Generalsekretaer-Hagen-Wahlergebnis-ist-Mist-3638c39f-5104-4410-936b-b0ab88483712" rel="external noopener" target="_blank">Generalsekretär Hagen kommentierte</a> das Ergebnis knapp mit "Mist".</p>
<p>Der Linken-Sieg sollte dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die AfD dort ihr bislang stärkstes Ergebnis einfuhr. Die Wahl zeigt damit keine einfache Linksverschiebung, sondern eine fortschreitende Fragmentierung des Parteiensystems gen Rechts.</p>
<p>Das passt zu einem europäischen Muster, das der <em>Guardian </em>bereits vor der Wahl <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/07/afd-germany-far-right-saxony-anhalt-nationalist-wave-europe-analysis" rel="external noopener" target="_blank">beschrieben hatte</a>: Der Aufstieg neurechter Parteien verläuft parallel zu wachsender politischer Polarisierung, bei dem jedoch oftmalig ein linker Gegenpol fehlt, die Bürgerlichen zerrieben werden – europaweit stimmte zuletzt ein Viertel der Wähler weit rechts ab.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5162571" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11448298"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6048" height="3398" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/2/5/7/1/shutterstock_2577855295-d67595137a825d53.jpeg" alt="Friedrich Merz 2025 in Flensburg zum Wahlkampf" style="aspect-ratio:6048 / 3398"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6048" height="3398" alt="Friedrich Merz 2025 in Flensburg zum Wahlkampf" style="aspect-ratio:6048 / 3398;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kanzlerdämmerung: Fällt Merz nach Magdeburg?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Berlin bleibt dabei eher Sonderfall als Gegenmodell: Die Mietenfrage verschafften der Linken einen außergewöhnlichen Mobilisierungsvorteil. Der übergreifende Befund der ostdeutschen Wahlen ist weniger symmetrisch: Während die Linke in Berlin gewinnt, legt die AfD dort ebenfalls zu. Mit Sachsen-Anhalt zeigt sich vor allem eine weitere Verschiebung des Parteiensystems zugunsten der AfD – von einer gleichmäßigen Polarisierung kann kaum die Rede sein.</p>
<p>Die beiden Wahlen zeigen dennoch zwei unterschiedliche Andockstellen für Unzufriedenheit. In Mecklenburg-Vorpommern <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/wahl-mecklenburg-vorpommern-wahlkampf-100.html" rel="external noopener" target="_blank">mobilisierte</a> die AfD vor allem über Migration, Sicherheit und wirtschaftliche Zukunftsängste. <a href="https://www.stern.de/news/mecklenburg-vorpommern--afd-punktete-bei-bisherigen-nichtwaehlern-und-arbeitern-38281958.html" rel="external noopener" target="_blank">Besonders stark schnitt sie</a> dabei, wie zuvor bereits <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-04/afd-gewerkschaften-arbeitnehmer-betriebsrat/seite-2" rel="external noopener" target="_blank">diverse Studien bundesweit ergaben</a>, bei Arbeitern ab. Ihr Protestangebot reicht damit längst über ein klassisch rechtskonservatives Milieu hinaus.</p>
<p>Während die Linke in Berlin vor allem ein urbanes, Milieu bündelt, hat sich die AfD im Osten somit zur Volkspartei des Protest entwickelt – nur in den westdeutschen Großstädten fehlt bislang die Durchschlagskraft.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Frau gegen Blau</strong></h3>
<p>Als "Einäugige unter den Blinden" trat unterdessen Manuela Schwesig zur Rettung der Sozialdemokratie an. Trotz einer beeindruckenden Aufholjagd <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5mA8CW-_SXI" rel="external noopener" target="_blank">konnte </a>sie der AfD unter dem lammfromm-agierenden Leif-Erik Holm das mecklenburgische Wasser nicht abgraben.</p>
<p>Die SPD setzte dabei auf die Formel "Frau gegen Blau", hatte aber kaum Abweichendes zu Berlin zu verkünden. Mit Ausnahme der Renten-Pläne: <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/schwesig-stellt-sich-gegen-merz-und-bas-werde-faktische-rentenkurzung-nicht-mitmachen-15931438.html" rel="external noopener" target="_blank">hier markierte Schwesig Opposition</a> gegen die Merz-Pläne und punktete offenbar.</p>
<p>Das Ergebnis lässt sich dennoch nicht allein als Votum über die Bundespolitik lesen: Schwesigs Amtsbonus und Persönlichkeit überlagerten den bundesweiten Trend offenbar teilweise, sodass die SPD trotz Gegenwinds auf dem zweiten Platz landete. Für die CDU wurde die Wahl unterdessen zur katastrophalen Abrechnung – ein Neustart, auch personell, ließ sich am Sonntagabend nicht konstatieren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Kanzlerdämmerung</strong></h3>
<p>Hinter den aktuellen Koalitionsfragen rückt eine weit größere Entwicklung in den Blick: Die AfD verfehlt zwar weiterhin die absolute Mehrheit, doch nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist die Frage, wie nah sie dieser Schwelle kommen kann, längst keine abstrakte mehr.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164560" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452197"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Bebt-der-Bund-nach-der-Berlin-Wahl-11452197.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/5/6/0/shutterstock_2624636965-6fd55c711790ba56.jpeg" alt="Fahne Deutschlands und Berlins vor dem Roten Rathaus" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Fahne Deutschlands und Berlins vor dem Roten Rathaus" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Bebt der Bund nach der Berlin-Wahl?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164642" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452361"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/AfD-vor-dem-naechsten-Wahlsieg-Was-dem-NDR-wirklich-droht-11452361.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/6/4/2/Master_NDR-89eba58c9c3567c3.jpeg" alt="Auto mit Aufschrift NDR" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Auto mit Aufschrift NDR" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">AfD vor dem nächsten Wahlsieg: Was dem NDR wirklich droht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Thomas Biebricher, Professor für Politikwissenschaft, <a href="https://www.fr.de/politik/wahl-in-mecklenburg-vorpommern-und-berlin-ergebnisse-befeuern-merz-debatte-eine-analyse-zum-absturz-der-cdu-zr-94501519.html" rel="external noopener" target="_blank">sieht die Ursache</a>n nicht allein in einem unbeliebten Kanzler: Die CDU habe selbst dazu beigetragen, dass ihre politische Agenda hinter Migration, Brandmauer und Kulturkampf verschwand – und der AfD damit die politische Initiative überlassen.</p>
<p>Hinzuzufügen wäre: eine Mehrheit lehnt offensichtlich die Merz-Reformen, den Aufrüstungskurs und die damit verbundenen sozialen Verwerfungen ab, ein Abrücken der politischen Klasse ist davon dennoch nicht abzusehen. Die aktuellen Reformen erzeugten zunächst Belastungen, ihre positiven Wirkungen träten erst langfristig ein, so Biebricher weiter. Ob Merz diese Zeit noch bleibt, ist nun mehr als offen.</p>
In Schwerin fliegt die CDU aus dem Landtag, in Berlin stürzt die SPD auf 12 Prozent. Beide Regierungsparteien verlieren – an entgegengesetzte Pole.</p>
<p>Bereits zum Mittag war klar: Die Wahlen – wohl auch durch die <a href="https://www.telepolis.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html">Wahl in Sachsen-Anhalt angeheizt</a>, bewegen. In Schwerin und Berlin waren deutlich mehr Menschen an die Urne <a href="https://www.rbb24.de/politik/berlin-wahl-2026/beitraege/abgeordnetenhaus-wahltag-prognose-hochrechnungen-ergebnis.html" rel="external noopener" target="_blank">geschritten</a>, als 2021/23. Am Ende jeweils über 70 Prozent.</p>
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<p>Das Ergebnis eindeutig: Im Nordosten <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/mecklenburg-vorpommern-afd-gewinnt-laut-horchrechnungen-spd-knapp-dahinter-kopie-a-177d4efc-e890-4204-901f-1ab004b617e3" rel="external noopener" target="_blank">gewinnt</a> die AfD, die Hauptstadt die Linke. In <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/landtagswahl/liveticker-wahl-mv-afd-laut-hochrechnung-vor-spd,mvwahl-liveticker-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Mecklenburg-Vorpommern</a> liegt die AfD laut vorläufigem amtlichem Endergebnis bei 38,2, die SPD bei 35,5 Prozent – während die CDU den Einzug verpasst. <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a86c7543e2ba7edf221f8b7/berlin-wahl-2026-prognose-und-hochrechnung-alle-ergebnisse-live.html" rel="external noopener" target="_blank">Berlin dreht das Bild</a>: Die Linke kommt auf 25,7 Prozent, die CDU auf 18,8, die AfD auf 16,3, die Grünen auf 14,3 und die SPD auf nur 12,1 Prozent. <a href="https://www.telepolis.de/article/Bebt-der-Bund-nach-der-Berlin-Wahl-11452197.html" rel="external noopener" target="_blank">Bebt der Bund nun</a>?</p>
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<h3 class="subheading">Desaströses "Weiter so"</h3>
<p>Für die SPD war es das historisch schlechteste Berlin-Ergebnis sowie der Verlust der relativen Mehrheit in Mecklenburg-Vorpommern – ein <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/von-619-auf-knapp-zwoelf-prozent-der-historische-absturz-der-berliner-spd-10412459" rel="external noopener" target="_blank">historischer Absturz</a>.</p>
<p>Insgesamt verloren die Regierungsparteien bei beiden Wahlen deutlich – allerdings an entgegengesetzte Pole. Nach dem Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt wurde die Union nun erneut an der Urne geradezu pulverisiert. Sie schied – wohl als Ohrfeige in Richtung Berlin – aus dem Landtag Schwerins aus. Der Schiffsbruch an der Küste ist das schlechteste CDU-Ergebnis seit 1949.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168251" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459447"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wahlen-AfD-und-Linke-siegen-CDU-stuerzt-in-beiden-Laendern-ab-11459447.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1190" height="668" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/2/5/1/Master_Merz-62c817b1f76adc32.jpeg" alt="Porträt Friedrich Merz" style="aspect-ratio:1190 / 668"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1190" height="668" alt="Porträt Friedrich Merz" style="aspect-ratio:1190 / 668;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wahlen: AfD gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern, Linke in Berlin</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Bundeskanzler Friedrich Merz <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/reaktionen-wahlen-mecklenburg-vorpommern-berlin-100.html" rel="external noopener" target="_blank">reagierte ausweichend</a>: Er bezeichnete das Votum bereits vor der ersten Hochrechnung als <a href="https://orf.at/stories/3442744/" rel="external noopener" target="_blank">ein "Desaster"</a>, will aber an seinem Reformkurs festhalten. Deutschland brauche die angekündigten Reformen, so Merz, dafür sei "Rückgrat" nötig. Selbstkritik und mögliche Konsequenzen äußerte er nicht.</p>
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<p>Noch 2021 kam die AfD in Mecklenburg-Vorpommern auf 16 Prozent, nun hat sie sich mehr als verdoppelt. Aus dem ostdeutschen Protestphänomen ist eine Massenpartei geworden: <em>Reuters </em><a href="https://www.reuters.com/world/europe/merz-under-pressure-two-more-german-states-go-polls-2026-09-20/" rel="external noopener" target="_blank">verweist</a> darauf, dass der anhaltende Aufstieg der AfD trotz ihrer bundesweiten Isolation in ein internationales Muster passe, selbige Phänomene lassen sich europaweit beobachten. Derweil bleibt die deutsche Brandmauer-Debatte eine bundesrepublikanische Spezifika, die als zunehmend wirkungslos entlarvt wird.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Linke Wähler-Wanderung</strong></h3>
<p>Einen inhaltlichen Gegenpol etablierte Die Linke: Ihr Höhenflug zeichnete sich trotz <a href="https://www.dw.com/de/die-linke-wie-extrem-ist-die-partei/a-79298734" rel="external noopener" target="_blank">Kontroversen um vermeintlichen Antisemitismus</a> bereits ab. Gegenüber 2023 hat sich auch ihr Ergebnis verdoppelt.</p>
<p>Laut infratest-dimap <a href="https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-berlin-wahl-2026-knappes-rennen-am-sonntag-erwartet-100.html" rel="external noopener" target="_blank">profitierte</a> die Linke vor allem von 75.000 ehemaligen Nichtwählern, hinzu kamen Stimmen von den Grünen, der SPD und 14.000 von der CDU. Die größten Nettozuflüsse kamen also von Gruppen, die auch von der AfD umworben sind.</p>
<p>Das belegt: Ein <a href="https://berlin-bezahlbar-machen.de/" rel="external noopener" target="_blank">lebenspraktischer Kümmerer-Wahlkampf</a> mit dem Thema Mieten im Mittelpunkt kann ein Gegenmittel sein. Die Berliner Linke gewann offenbar weniger durch Mobilisierung eines ideologischen Kernmilieus als durch eine breite Umschichtung innerhalb der Urbanität und dem Nichtwählerlager.</p>
<p>Erleichtert wurde ihr das auch durch Fehler der Konkurrenz: Die Berliner SPD litt kurz vor der Wahl unter dem <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/vorwurfe-gegen-berlins-spd-spitzenkandidaten-krach-welche-strafen-bei-korruptionsdelikten-drohen-16039226.html" rel="external noopener" target="_blank">Korruptionsverdacht gegen Steffen Krach</a>. Zudem dürften viele Wähler nicht vergessen haben, dass die Umsetzung des Bürgerentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" <a href="https://taz.de/Deutsche-Wohnen-enteignen/!6212993/" rel="external noopener" target="_blank">sabotiert worden</a> war.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weichgespülte Mamdani</strong></h3>
<p>Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp, zuletzt eine <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/vorbild-fuer-berlin-warum-mamdanis-krieg-gegen-die-reichen-new-york-zerstoert-10395673" rel="external noopener" target="_blank">gemäßigte Variante des US-Linksbürgermeisters Zohran Mamdani</a>, hatte noch im Juni gefordert, die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne zur Koalitionsbedingung zu machen. Im August wurde daraus die Ankündigung, nach der Wahl das Thema <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/enteignung-als-bedingung-fur-eine-koalition-berliner-linke-spitzenkandidatin-eralp-vermeidet-nach-kritik-klare-aussage-15925022.html" rel="external noopener" target="_blank">"auf den Tisch" zu legen</a> – ein bemerkenswerter Rückzug, der sich auch in der adressierten Klientel ausdrückt.</p>
<p>In der Regierungspraxis könnte die Berliner Linke daher eine reformistische SPD-Kopie werden, selbst wenn sie vom angestammten Juniorpartner zur Galionsfigur aufsteigt.</p>
<p>Denn für konkrete Lösungen fehlt bislang eine Mehrheit im Alleingang: <a href="https://www.tagesschau.de/inland/landtagswahlen/wahl-mecklenburg-vorpommern-und-berlin-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Rechnerisch braucht</a> die Linke sowohl die Grünen als auch die SPD, um den Senat zu bilden – ausgerechnet paradoxerweise jene Parteien, denen sie zuvor Wähler abgenommen hat. Die Linke-Basis hat bei der Koalitionsbildung mitzureden, eine Regierungsbeteiligung unter Rot-Rot-Grün wird parteiintern bereits kritisch diskutiert – ausgemacht ist somit wenig. Eine andere, diskutierte Koalition hätte dennoch keine Mehrheit.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Polarisierung der Gewinner? </strong></h3>
<p>Eine Partei muss sich all jene Fragen nicht stellen: Die FDP wird in den Parlamenten, genau wie das BSW, nicht vertreten sein. FDP-<a href="https://live.deutsche-boerse.com/nachrichten/FDP-Generalsekretaer-Hagen-Wahlergebnis-ist-Mist-3638c39f-5104-4410-936b-b0ab88483712" rel="external noopener" target="_blank">Generalsekretär Hagen kommentierte</a> das Ergebnis knapp mit "Mist".</p>
<p>Der Linken-Sieg sollte dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die AfD dort ihr bislang stärkstes Ergebnis einfuhr. Die Wahl zeigt damit keine einfache Linksverschiebung, sondern eine fortschreitende Fragmentierung des Parteiensystems gen Rechts.</p>
<p>Das passt zu einem europäischen Muster, das der <em>Guardian </em>bereits vor der Wahl <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/sep/07/afd-germany-far-right-saxony-anhalt-nationalist-wave-europe-analysis" rel="external noopener" target="_blank">beschrieben hatte</a>: Der Aufstieg neurechter Parteien verläuft parallel zu wachsender politischer Polarisierung, bei dem jedoch oftmalig ein linker Gegenpol fehlt, die Bürgerlichen zerrieben werden – europaweit stimmte zuletzt ein Viertel der Wähler weit rechts ab.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5162571" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11448298"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kanzlerdaemmerung-Faellt-Merz-nach-Magdeburg-11448298.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6048" height="3398" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/2/5/7/1/shutterstock_2577855295-d67595137a825d53.jpeg" alt="Friedrich Merz 2025 in Flensburg zum Wahlkampf" style="aspect-ratio:6048 / 3398"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6048" height="3398" alt="Friedrich Merz 2025 in Flensburg zum Wahlkampf" style="aspect-ratio:6048 / 3398;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kanzlerdämmerung: Fällt Merz nach Magdeburg?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Berlin bleibt dabei eher Sonderfall als Gegenmodell: Die Mietenfrage verschafften der Linken einen außergewöhnlichen Mobilisierungsvorteil. Der übergreifende Befund der ostdeutschen Wahlen ist weniger symmetrisch: Während die Linke in Berlin gewinnt, legt die AfD dort ebenfalls zu. Mit Sachsen-Anhalt zeigt sich vor allem eine weitere Verschiebung des Parteiensystems zugunsten der AfD – von einer gleichmäßigen Polarisierung kann kaum die Rede sein.</p>
<p>Die beiden Wahlen zeigen dennoch zwei unterschiedliche Andockstellen für Unzufriedenheit. In Mecklenburg-Vorpommern <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/wahl-mecklenburg-vorpommern-wahlkampf-100.html" rel="external noopener" target="_blank">mobilisierte</a> die AfD vor allem über Migration, Sicherheit und wirtschaftliche Zukunftsängste. <a href="https://www.stern.de/news/mecklenburg-vorpommern--afd-punktete-bei-bisherigen-nichtwaehlern-und-arbeitern-38281958.html" rel="external noopener" target="_blank">Besonders stark schnitt sie</a> dabei, wie zuvor bereits <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-04/afd-gewerkschaften-arbeitnehmer-betriebsrat/seite-2" rel="external noopener" target="_blank">diverse Studien bundesweit ergaben</a>, bei Arbeitern ab. Ihr Protestangebot reicht damit längst über ein klassisch rechtskonservatives Milieu hinaus.</p>
<p>Während die Linke in Berlin vor allem ein urbanes, Milieu bündelt, hat sich die AfD im Osten somit zur Volkspartei des Protest entwickelt – nur in den westdeutschen Großstädten fehlt bislang die Durchschlagskraft.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Frau gegen Blau</strong></h3>
<p>Als "Einäugige unter den Blinden" trat unterdessen Manuela Schwesig zur Rettung der Sozialdemokratie an. Trotz einer beeindruckenden Aufholjagd <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5mA8CW-_SXI" rel="external noopener" target="_blank">konnte </a>sie der AfD unter dem lammfromm-agierenden Leif-Erik Holm das mecklenburgische Wasser nicht abgraben.</p>
<p>Die SPD setzte dabei auf die Formel "Frau gegen Blau", hatte aber kaum Abweichendes zu Berlin zu verkünden. Mit Ausnahme der Renten-Pläne: <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/schwesig-stellt-sich-gegen-merz-und-bas-werde-faktische-rentenkurzung-nicht-mitmachen-15931438.html" rel="external noopener" target="_blank">hier markierte Schwesig Opposition</a> gegen die Merz-Pläne und punktete offenbar.</p>
<p>Das Ergebnis lässt sich dennoch nicht allein als Votum über die Bundespolitik lesen: Schwesigs Amtsbonus und Persönlichkeit überlagerten den bundesweiten Trend offenbar teilweise, sodass die SPD trotz Gegenwinds auf dem zweiten Platz landete. Für die CDU wurde die Wahl unterdessen zur katastrophalen Abrechnung – ein Neustart, auch personell, ließ sich am Sonntagabend nicht konstatieren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Kanzlerdämmerung</strong></h3>
<p>Hinter den aktuellen Koalitionsfragen rückt eine weit größere Entwicklung in den Blick: Die AfD verfehlt zwar weiterhin die absolute Mehrheit, doch nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist die Frage, wie nah sie dieser Schwelle kommen kann, längst keine abstrakte mehr.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164560" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452197"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Bebt-der-Bund-nach-der-Berlin-Wahl-11452197.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/5/6/0/shutterstock_2624636965-6fd55c711790ba56.jpeg" alt="Fahne Deutschlands und Berlins vor dem Roten Rathaus" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Fahne Deutschlands und Berlins vor dem Roten Rathaus" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Bebt der Bund nach der Berlin-Wahl?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164642" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452361"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/AfD-vor-dem-naechsten-Wahlsieg-Was-dem-NDR-wirklich-droht-11452361.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/6/4/2/Master_NDR-89eba58c9c3567c3.jpeg" alt="Auto mit Aufschrift NDR" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Auto mit Aufschrift NDR" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">AfD vor dem nächsten Wahlsieg: Was dem NDR wirklich droht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Thomas Biebricher, Professor für Politikwissenschaft, <a href="https://www.fr.de/politik/wahl-in-mecklenburg-vorpommern-und-berlin-ergebnisse-befeuern-merz-debatte-eine-analyse-zum-absturz-der-cdu-zr-94501519.html" rel="external noopener" target="_blank">sieht die Ursache</a>n nicht allein in einem unbeliebten Kanzler: Die CDU habe selbst dazu beigetragen, dass ihre politische Agenda hinter Migration, Brandmauer und Kulturkampf verschwand – und der AfD damit die politische Initiative überlassen.</p>
<p>Hinzuzufügen wäre: eine Mehrheit lehnt offensichtlich die Merz-Reformen, den Aufrüstungskurs und die damit verbundenen sozialen Verwerfungen ab, ein Abrücken der politischen Klasse ist davon dennoch nicht abzusehen. Die aktuellen Reformen erzeugten zunächst Belastungen, ihre positiven Wirkungen träten erst langfristig ein, so Biebricher weiter. Ob Merz diese Zeit noch bleibt, ist nun mehr als offen.</p>
2026-09-21T09:15:00.000Z
urn:bid:5168336
2026-09-21T08:30:00.000Z
Vier Nutzer werfen OpenAI, Anthropic, Google und xAI vor, das Tempo der KI-Entwicklung heimlich gedrosselt zu haben. Ein Essay dient als Beweis.</p>
<p>Wer monatlich für Claude, ChatGPT, Grok oder Gemini zahlt, erwartet in der Regel, dass die KI-Modelle nicht nur bei der täglichen Arbeit helfen – er erwartet auch Fortschritte. Vier Abonnenten dieser Dienste sehen davon zu wenig, und sie vermuten, dass sich die Anbieter im Bereich <a href="https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz" rel="external noopener" target="_blank">Künstliche Intelligenz</a> hier abgesprochen haben könnten.</p>
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<p>Am Freitag haben sie beim US-Bezirksgericht für den Norden Kaliforniens eine als Sammelklage angelegte Beschwerde gegen Anthropic, OpenAI, SpaceXAI und Google eingereicht. Der Vorwurf: Die vier KI-Labore hätten sich abgesprochen, das Tempo der KI-Entwicklung zu drosseln, und damit hätten sie das US-Kartellrecht verletzt.</p>
<p>Die wirtschaftliche Argumentation hinter der Klage ist schlicht: Wer ein kostenpflichtiges Abo abschließt, bezahlt auch für künftige Verbesserungen. Bremsen aber alle Anbieter gleichzeitig, sinkt der Gegenwert – und Kunden können nicht zu einem schnelleren Wettbewerber wechseln.</p>
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<p>Als zentrales Belastungsmaterial dient den Klägern der Essay von Anthropic-Chef Dario Amodei vom 12. September.</p>
<h3 class="subheading">Ein Essay als Beweisstück</h3>
<p>In "<a href="https://darioamodei.com/post/we-must-pace-the-frontier" rel="external noopener" target="_blank">We Must Pace the Frontier</a>" verlangt Amodei, die Branche müsse "das Tempo verlangsamen, in dem wir die Fähigkeiten von KI-Modellen verbessern".</p>
<p>Dazu skizziert er drei Bausteine:</p>
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<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>unabhängige Prüfer, die in die Labore eingebettet werden,</li><li>abgestimmte Sicherheitsstandards der führenden Frontier-Labs und</li><li>internationale Zusammenarbeit.</li></ul>
<p>Die Pause soll der Branche etwas Zeit verschaffen, ein bis zwei Jahre würden wohl ausreichen, um aktuelle Sicherheitsrisiken besser zu verstehen und einzudämmen. Ein Stopp bedeutet die Drosselung der Entwicklungsgeschwindigkeit dagegen nicht. Aber genau diese Abstimmung unter Konkurrenten lesen die Kläger als Einladung zum Kartell.</p>
<p>Amodei blieb nicht allein. Noch am selben Tag stimmten Sam Altman, Elon Musk und Demis Hassabis öffentlich zu. Musk fasste sich kurz: "Dario hat recht". Hassabis schrieb auf X, Amodeis Essay weise "auf den richtigen Weg nach vorn".</p>
<p>Zwei Tage später wurde Altman konkreter: Der KI-Fortschritt "sollte langsamer sein, als er sein könnte". OpenAI werde nicht auf eine kartellrechtliche Ausnahme oder neue Gesetze warten, um diese Arbeit mit den Kollegen in der Branche zu beginnen. Er begrüßte aber einen bundesweiten Rahmen mit einheitlichen Sicherheitsanforderungen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164166" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11451411"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/2-Billionen-Dollar-Bewertung-Nvidia-will-bei-Anthropic-IPO-gross-einsteigen-11451411.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8103" height="4553" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/1/6/6/shutterstock_2705357347-12b280dba25485df.jpeg" alt="Beleuchtetes Nvidia-Logo" style="aspect-ratio:8103 / 4553"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8103" height="4553" alt="Beleuchtetes Nvidia-Logo" style="aspect-ratio:8103 / 4553;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">2 Billionen Dollar Bewertung: Nvidia will bei Anthropic-IPO groß einsteigen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Kläger sehen darin keine Meinungsäußerungen mehr, sondern die Annahme eines Angebots: ein Abkommen, das niemand unterschreiben muss, um zu wirken.</p>
<h3 class="subheading">Die Spur führt in den Juli</h3>
<p>Für die Kläger ist das aber nicht der erste Versuch der KI-Branche, die Entwicklung zu verlangsamen.</p>
<p>Schon im Juli 2026 unterzeichneten 1386 Beschäftigte führender KI-Firmen die Erklärung "Pacing the Frontier", in der von "intensivem Wettbewerbsdruck, nicht einseitig zu verlangsamen" die Rede war.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5095494" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11319722"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Altman-Sanders-und-die-Frage-Wem-gehoeren-die-KI-Gewinne-11319722.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3096" height="1740" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/5/4/9/4/shutterstock_2366323229-64915023b884bb70.jpeg" alt="Openai,Ceo,Sam,Altman,Attends,The,Artificial,Intelligence(ai),Revolution,Forum, SamAltman" style="aspect-ratio:3096 / 1740"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3096" height="1740" alt="Openai,Ceo,Sam,Altman,Attends,The,Artificial,Intelligence(ai),Revolution,Forum, SamAltman" style="aspect-ratio:3096 / 1740;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Altman, Sanders und die Frage: Wem gehören die KI-Gewinne?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das Papier rief die US-Regierung auf, eine globale Anstrengung zur Verlangsamung automatisierter KI-Entwicklung zu unterstützen. Mehr noch: Laut Klageschrift treffen sich Vertreter der Unternehmen seit Juli 2026 regelmäßig in einer Arbeitsgruppe unterhalb der CEO-Ebene, um ein gemeinsames Abstimmungsgremium vorzubereiten. OpenAI-Politikchef Chris Lehane bestätigte diese Gespräche am 15. September.</p>
<p>Für die Kläger belegt es, dass den Beteiligten das Dilemma längst bewusst war: Einzeln bremsen kann keiner, gemeinsam schon. Die Absprache nennen sie eigennützig.</p>
<h3 class="subheading">Debatte mit Nebenwirkungen</h3>
<p>Die Frage nach dem Tempo beschäftigt inzwischen Politik und Börsen. US-Präsident Donald Trump wies eine KI-Pause schroff zurück und <a href="https://www.heise.de/news/Verlangsamung-der-KI-Entwicklung-Trump-greift-Anthropic-Chef-an-11453004.html" rel="external noopener" target="_blank">griff den Anthropic-Chef an</a>, davon profitiere nur China.</p>
<p>Nach den Wortmeldungen aus dem Silicon Valley gerieten <a href="https://www.heise.de/news/Tech-Aktien-unter-Druck-nach-KI-Turbulenzen-11453958.html" rel="external noopener" target="_blank">Tech-Aktien weltweit unter Druck</a>, vom NASDAQ 100 bis zu den Chipherstellern. In der deutschsprachigen Forschung fallen die <a href="https://www.heise.de/news/Debatte-ueber-KI-Pause-Jede-deutsche-Grosskueche-hat-schaerfere-Kontrollsysteme-11453768.html" rel="external noopener" target="_blank">Reaktionen auf eine KI-Pause</a> gemischt aus.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5054809" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11229620"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Forscher-ueberrascht-Agenten-Chaos-durch-KI-11229620.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/4/8/0/9/ai-fail-01-1a365b7aa26eeab8.gif" alt="Fragezeichen mit Pfeil über KI-Symbol zu Ausrufezeichen. Vom KI-Symbol Pfeile in alle Richtungen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Fragezeichen mit Pfeil über KI-Symbol zu Ausrufezeichen. Vom KI-Symbol Pfeile in alle Richtungen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Forscher überrascht: Agenten-Chaos durch KI</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ob aus vier verärgerten Abonnenten ein tragfähiger Kartellfall wird, hängt letztlich daran, ob das Gericht koordinierte Appelle als Wettbewerbsabsprache wertet. Die Kläger argumentieren, Sicherheit sei kein Freibrief: Einseitig bremsen dürfe jedes Unternehmen, verboten sei nur die Absprache unter Konkurrenten. Als Indiz für das Risikobewusstsein führen sie an, dass Amodei in seinem Essay eine kartellrechtliche Ausnahmegenehmigung der Regierung verlangte.</p>
<p>Die <a href="https://storage.courtlistener.com/recap/gov.uscourts.cand.479357/gov.uscourts.cand.479357.1.0.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Klageschrift</a> ist inzwischen öffentlich abrufbar, das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen 3:26-cv-10693 vor der San Francisco Division des Bezirksgerichts.</p>
Vier Nutzer werfen OpenAI, Anthropic, Google und xAI vor, das Tempo der KI-Entwicklung heimlich gedrosselt zu haben. Ein Essay dient als Beweis.</p>
<p>Wer monatlich für Claude, ChatGPT, Grok oder Gemini zahlt, erwartet in der Regel, dass die KI-Modelle nicht nur bei der täglichen Arbeit helfen – er erwartet auch Fortschritte. Vier Abonnenten dieser Dienste sehen davon zu wenig, und sie vermuten, dass sich die Anbieter im Bereich <a href="https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz" rel="external noopener" target="_blank">Künstliche Intelligenz</a> hier abgesprochen haben könnten.</p>
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<p>Am Freitag haben sie beim US-Bezirksgericht für den Norden Kaliforniens eine als Sammelklage angelegte Beschwerde gegen Anthropic, OpenAI, SpaceXAI und Google eingereicht. Der Vorwurf: Die vier KI-Labore hätten sich abgesprochen, das Tempo der KI-Entwicklung zu drosseln, und damit hätten sie das US-Kartellrecht verletzt.</p>
<p>Die wirtschaftliche Argumentation hinter der Klage ist schlicht: Wer ein kostenpflichtiges Abo abschließt, bezahlt auch für künftige Verbesserungen. Bremsen aber alle Anbieter gleichzeitig, sinkt der Gegenwert – und Kunden können nicht zu einem schnelleren Wettbewerber wechseln.</p>
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<p>Als zentrales Belastungsmaterial dient den Klägern der Essay von Anthropic-Chef Dario Amodei vom 12. September.</p>
<h3 class="subheading">Ein Essay als Beweisstück</h3>
<p>In "<a href="https://darioamodei.com/post/we-must-pace-the-frontier" rel="external noopener" target="_blank">We Must Pace the Frontier</a>" verlangt Amodei, die Branche müsse "das Tempo verlangsamen, in dem wir die Fähigkeiten von KI-Modellen verbessern".</p>
<p>Dazu skizziert er drei Bausteine:</p>
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<ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>unabhängige Prüfer, die in die Labore eingebettet werden,</li><li>abgestimmte Sicherheitsstandards der führenden Frontier-Labs und</li><li>internationale Zusammenarbeit.</li></ul>
<p>Die Pause soll der Branche etwas Zeit verschaffen, ein bis zwei Jahre würden wohl ausreichen, um aktuelle Sicherheitsrisiken besser zu verstehen und einzudämmen. Ein Stopp bedeutet die Drosselung der Entwicklungsgeschwindigkeit dagegen nicht. Aber genau diese Abstimmung unter Konkurrenten lesen die Kläger als Einladung zum Kartell.</p>
<p>Amodei blieb nicht allein. Noch am selben Tag stimmten Sam Altman, Elon Musk und Demis Hassabis öffentlich zu. Musk fasste sich kurz: "Dario hat recht". Hassabis schrieb auf X, Amodeis Essay weise "auf den richtigen Weg nach vorn".</p>
<p>Zwei Tage später wurde Altman konkreter: Der KI-Fortschritt "sollte langsamer sein, als er sein könnte". OpenAI werde nicht auf eine kartellrechtliche Ausnahme oder neue Gesetze warten, um diese Arbeit mit den Kollegen in der Branche zu beginnen. Er begrüßte aber einen bundesweiten Rahmen mit einheitlichen Sicherheitsanforderungen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164166" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11451411"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/2-Billionen-Dollar-Bewertung-Nvidia-will-bei-Anthropic-IPO-gross-einsteigen-11451411.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8103" height="4553" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/1/6/6/shutterstock_2705357347-12b280dba25485df.jpeg" alt="Beleuchtetes Nvidia-Logo" style="aspect-ratio:8103 / 4553"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8103" height="4553" alt="Beleuchtetes Nvidia-Logo" style="aspect-ratio:8103 / 4553;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">2 Billionen Dollar Bewertung: Nvidia will bei Anthropic-IPO groß einsteigen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Kläger sehen darin keine Meinungsäußerungen mehr, sondern die Annahme eines Angebots: ein Abkommen, das niemand unterschreiben muss, um zu wirken.</p>
<h3 class="subheading">Die Spur führt in den Juli</h3>
<p>Für die Kläger ist das aber nicht der erste Versuch der KI-Branche, die Entwicklung zu verlangsamen.</p>
<p>Schon im Juli 2026 unterzeichneten 1386 Beschäftigte führender KI-Firmen die Erklärung "Pacing the Frontier", in der von "intensivem Wettbewerbsdruck, nicht einseitig zu verlangsamen" die Rede war.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5095494" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11319722"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Altman-Sanders-und-die-Frage-Wem-gehoeren-die-KI-Gewinne-11319722.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3096" height="1740" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/9/5/4/9/4/shutterstock_2366323229-64915023b884bb70.jpeg" alt="Openai,Ceo,Sam,Altman,Attends,The,Artificial,Intelligence(ai),Revolution,Forum, SamAltman" style="aspect-ratio:3096 / 1740"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3096" height="1740" alt="Openai,Ceo,Sam,Altman,Attends,The,Artificial,Intelligence(ai),Revolution,Forum, SamAltman" style="aspect-ratio:3096 / 1740;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Altman, Sanders und die Frage: Wem gehören die KI-Gewinne?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das Papier rief die US-Regierung auf, eine globale Anstrengung zur Verlangsamung automatisierter KI-Entwicklung zu unterstützen. Mehr noch: Laut Klageschrift treffen sich Vertreter der Unternehmen seit Juli 2026 regelmäßig in einer Arbeitsgruppe unterhalb der CEO-Ebene, um ein gemeinsames Abstimmungsgremium vorzubereiten. OpenAI-Politikchef Chris Lehane bestätigte diese Gespräche am 15. September.</p>
<p>Für die Kläger belegt es, dass den Beteiligten das Dilemma längst bewusst war: Einzeln bremsen kann keiner, gemeinsam schon. Die Absprache nennen sie eigennützig.</p>
<h3 class="subheading">Debatte mit Nebenwirkungen</h3>
<p>Die Frage nach dem Tempo beschäftigt inzwischen Politik und Börsen. US-Präsident Donald Trump wies eine KI-Pause schroff zurück und <a href="https://www.heise.de/news/Verlangsamung-der-KI-Entwicklung-Trump-greift-Anthropic-Chef-an-11453004.html" rel="external noopener" target="_blank">griff den Anthropic-Chef an</a>, davon profitiere nur China.</p>
<p>Nach den Wortmeldungen aus dem Silicon Valley gerieten <a href="https://www.heise.de/news/Tech-Aktien-unter-Druck-nach-KI-Turbulenzen-11453958.html" rel="external noopener" target="_blank">Tech-Aktien weltweit unter Druck</a>, vom NASDAQ 100 bis zu den Chipherstellern. In der deutschsprachigen Forschung fallen die <a href="https://www.heise.de/news/Debatte-ueber-KI-Pause-Jede-deutsche-Grosskueche-hat-schaerfere-Kontrollsysteme-11453768.html" rel="external noopener" target="_blank">Reaktionen auf eine KI-Pause</a> gemischt aus.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5054809" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11229620"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Forscher-ueberrascht-Agenten-Chaos-durch-KI-11229620.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/4/8/0/9/ai-fail-01-1a365b7aa26eeab8.gif" alt="Fragezeichen mit Pfeil über KI-Symbol zu Ausrufezeichen. Vom KI-Symbol Pfeile in alle Richtungen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Fragezeichen mit Pfeil über KI-Symbol zu Ausrufezeichen. Vom KI-Symbol Pfeile in alle Richtungen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Forscher überrascht: Agenten-Chaos durch KI</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ob aus vier verärgerten Abonnenten ein tragfähiger Kartellfall wird, hängt letztlich daran, ob das Gericht koordinierte Appelle als Wettbewerbsabsprache wertet. Die Kläger argumentieren, Sicherheit sei kein Freibrief: Einseitig bremsen dürfe jedes Unternehmen, verboten sei nur die Absprache unter Konkurrenten. Als Indiz für das Risikobewusstsein führen sie an, dass Amodei in seinem Essay eine kartellrechtliche Ausnahmegenehmigung der Regierung verlangte.</p>
<p>Die <a href="https://storage.courtlistener.com/recap/gov.uscourts.cand.479357/gov.uscourts.cand.479357.1.0.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Klageschrift</a> ist inzwischen öffentlich abrufbar, das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen 3:26-cv-10693 vor der San Francisco Division des Bezirksgerichts.</p>
2026-09-21T08:30:00.000Z
urn:bid:5168208
2026-09-21T07:00:00.000Z
Ein Nepalese verursacht 0,6 Tonnen CO2 pro Jahr, ein Deutscher sieben Tonnen. Nun fordert Nepal Klima-Kompensation. Die Industrieländer fürchten Präzedenzfälle.</p>
<p>Nepal will Klima-Großverschmutzer für die Folgen der Flut <a href="https://www.fr.de/panorama/volkswirtschaften-nepal-fordert-15-millionen-pfund-klimakompensation-von-verschmutzenden-zr-94483542.html" rel="external noopener" target="_blank">haftbar machen</a> und 17,5 Millionen fordern, weil man davon ausgeht, dass verletzliche Nationen wie Nepal entschädigt werden müssen. Shisir Khanal, Nepals Außenminister sagte, Indien und China sollten finanzielle Unterstützung leisten, erwähnte dabei jedoch seltsamerweise die USA nicht.</p>
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<p>Noch heute sind die USA der zweitgrößte <a href="https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/klimawandel/treibhausgase/kohlendioxid-emissionen-artikel-746504" rel="external noopener" target="_blank">CO2-Verschmutzer</a> der Welt.</p>
<p>Zudem fahren die USA unter Trump alle Klimaschutzbemühungen ebenso zurück, wie den ursprünglich geplanten Ausbau der Erneuerbaren. So hat etwa RWE im August 2026 alle noch nicht in Betrieb genommen Offshore-Windprojekte in den USA <a href="https://www.rwe.com/presse/rwe-americas/2026-08-06-rwe-us-offshore-schliesst-vergleichsvereinbarung-mit-us-innenministerium/" rel="external noopener" target="_blank">aufgegeben</a> und dafür eine Ausgleichszahlung von 1,22 Milliarden US-Dollar vom US-Innenministerium erhalten.</p>
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<p>Dagegen haben die Menschen in Nepal zur weltweiten Erderwärmung kaum etwas beigetragen. Ein Nepalese verursacht im Durchschnitt etwa 0,6 Tonnen klimaschädliches CO2 im Jahr, ein Deutscher dagegen rund sieben Tonnen. Das südasiatische Land ist für weniger als 0,1 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich und bekommt doch die Folgen besonders hart zu spüren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Entschädigungswünsche Kathmandus</strong></h3>
<p>Shisir Khanal, Nepals Außenminister, sagte, das Land habe bei den Vereinten Nationen <a href="https://www.fr.de/panorama/volkswirtschaften-nepal-fordert-15-millionen-pfund-klimakompensation-von-verschmutzenden-zr-94483542.html" rel="external noopener" target="_blank">Klimakompensation</a> beantragt. Das Geld soll aus dem UN-Fonds für den Umgang mit Verlusten und Schäden stammen, der 2022 im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen eingerichtet wurde. „Wir haben so wenig zum Klimawandel beigetragen“, <a href="https://www.fr.de/panorama/volkswirtschaften-nepal-fordert-15-millionen-pfund-klimakompensation-von-verschmutzenden-zr-94483542.html" rel="external noopener" target="_blank">sagte Khanal dem Guardian</a>.</p>
<p>Er ergänzte: „Es ist für diejenigen in der Weltgemeinschaft, die von größeren, wesentlich stärker verschmutzenden Volkswirtschaften profitieren und deren historischer Beitrag zu Treibhausgasen weitaus größer ist als unserer, zwingend erforderlich, eine geteilte Verantwortung zu akzeptieren.“</p>
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<p>Der „Fund for responding to Loss and Damage“ (<a href="https://www.frld.org/about#block-mandate" rel="external noopener" target="_blank">Frld</a>) soll Entwicklungsländern helfen, wenn die Folgen des Klimawandels nicht mehr verhindert oder durch Anpassung aufgefangen werden können. Dazu zählen etwa zerstörte Infrastruktur, der Verlust von Wohnraum und Lebensgrundlagen, aber auch Schäden, die sich nicht unmittelbar in Geld beziffern lassen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166048" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455068"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Fruehwarnung-per-Seismik-Haetten-1-386-Tote-in-Nepal-verhindert-werden-koennen-11455068.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/0/4/8/Sirene2r33-61a8d21313d8fd48.jpeg" alt="Sirene und Grafik von seismischen Wellen vor Gebirge" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Sirene und Grafik von seismischen Wellen vor Gebirge" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Frühwarnung per Seismik: Hätten 1.386 Tote in Nepal verhindert werden können?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Der Fund for responding to Loss and Damage soll helfen</strong></h3>
<p>Der Frld wurde im Rahmen des Finanzierungsmechanismus des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (<a href="https://unfccc.int/" rel="external noopener" target="_blank">Unfccc</a>) eingerichtet.</p>
<p>Durch die Finanzierung von Wiederaufbaumaßnahmen nach klimabedingten Verlusten und Schäden soll der Fonds Entwicklungsländer zum Wiederaufbau und zur Anpassung an den Klimawandel befähigen.</p>
<p>Der FRLD integriert die Bewältigung von Verlusten und Schäden als zentrale Säule des Klimaschutzes neben Minderung und Anpassung, berücksichtigt dabei die Komplementarität mit bestehenden Systemen und fördert die Koordination zwischen den Akteuren. Indem er Ressourcen über vereinfachte Zugangsverfahren teilweise direkt an lokale Akteure in Entwicklungsländern bereitstellt, trägt der FRLD zu einer effizienten Bewältigung der Folgen bei.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Warum Nepals Forderung ein Präzedenzfall werden könnte</strong></h3>
<p>Die meisten Industrieländer lehnen jedoch Begriffe wie Kompensation oder gar Entschädigung für die Unterstützung für die Klimafolgen grundsätzlich ab, denn daraus könnte sich ein Rechtsanspruch ableiten. Das wollen die Geberländer vermeiden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4316435" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9330603"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wenn-toedliche-Nachlaessigkeit-und-Klimawandel-zusammentreffen-9330603.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1033" height="580" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/3/1/6/4/3/5/Close-up-view-of-glacier-area-changes-around-the-North-and-South-Lhonak-glaciers-from-1962-to-2006-showing-changes-in-th-9c5a607c375723ae.jpeg" style="aspect-ratio:1033 / 580"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1033" height="580" style="aspect-ratio:1033 / 580;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wenn tödliche Nachlässigkeit und Klimawandel zusammentreffen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5157234" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11437733"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-Bhotekoshi-zeigt-wie-schnell-Gletscherabbrueche-Folgen-haben-11437733.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/7/2/3/4/shutterstock_2834830825-727211619774325b.jpeg" alt="Beschädigte Häuser im Schlamm" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Beschädigte Häuser im Schlamm" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der Bhotekoshi zeigt, wie schnell Gletscherabbrüche Folgen haben</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Weil niemand für die Folgen des Klimawandels verantwortlich sein will und niemand diese Folgekosten übernehmen will, wird man versuchen, die entstehenden Folgekosten überzuwälzen. Denkbar ist, die Kosten für die zunehmenden Schäden beispielsweise auf den internationalen Tourismus zu übertragen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Bhutan macht es vor: 100 Dollar Tourismusgebühr pro Nacht</strong></h3>
<p>So verlangt etwa Bhutan von Touristen ab einem Alter von zwölf Jahren eine <a href="https://bhutan.travel/visa" rel="external noopener" target="_blank">Gebühr für nachhaltige Entwicklung</a> von 100 US-Dollar pro Nacht und 50 US-Dollar für Kinder ab sechs Jahren.</p>
<p>Bei der heute in China entstehenden CO2-Emmissionen muss jedoch berücksichtigt werden dass die Verlagerung von industrieller Produktion aus den USA und Europa ins Reich der Mitte Fertigungsverlagerungen kräftig zu dem Problem beitragen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3276165" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10620554"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gletscher-im-Himalaya-Das-grosse-Schmelzen-10620554.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1274" height="716" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/2/7/6/1/6/5/master_pomrehn_neu-c1661a86b552a18e.jpeg" style="aspect-ratio:1274 / 716"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1274" height="716" style="aspect-ratio:1274 / 716;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gletscher im Himalaya: Das große Schmelzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Chinesische Klimawandelschäden gehen teilweise auf Exporte zurück</strong></h3>
<p>Hierzulande wird im Zusammenhang mit den Produktionsverlagerungen nach China gerne auf den Verlust von Arbeitsplätzen abgehoben. Dabei wollten die westlichen Unternehmen – neben den niedrigen Löhnen und den riesigen Märkten – auch von den Entlastungen bei der Verantwortung für mögliche Klimawandelfolgen profitieren.</p>
<p>Letztlich wird das jedoch scheitern, weil die Klimawandel-bedingten Umweltschäden nicht an Landesgrenzen Halt machen und die Folgekosten, wenn schon nicht auf die Verursacher so doch mindestens auf die Verbraucher übertragen werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Folgeschäden nur unzureichend erfasst</strong></h3>
<p>Klimawandel-Folgeschäden werden dabei bislang nur in Teilen Eurasiens erfasst. In Afrika fehlt bislang eine systematische Erfassung und in den USA wird der Klimawandel und damit auch seine Folgen politisch systematisch ignoriert, was letztlich die Auswirkungen jedoch nicht aufhalten wird.</p>
<p>In Europa wird der Klimawandel zwar mit <a href="https://www.tagesschau.de/wissen/klima/duerre-europa-klimawandel-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Dürren</a>, <a href="https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimawandel-waldbraende-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Waldbränden</a>, dem <a href="https://www.umwelt.nrw.de/austausch-ueber-niedrigwasser-klimawandel-bedroht-schiffstransport-schifffahrtstrasse-rhein" rel="external noopener" target="_blank">Versiegen ganzer Flüsse</a> und <a href="https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/klima/wetter-meteorologie-hitze-starkregen-extremwetter-klimawandel-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Hitzewellen</a> in Verbindung gebracht. Doch fehlt eine konsistente Politik, die die Ursache klar benennt und politische Maßnahmen einleitet, die den Zusammenhang finanziell spürbar werden lassen und so zusätzliche Lenkungswirkung erzielen könnten.</p>
Ein Nepalese verursacht 0,6 Tonnen CO2 pro Jahr, ein Deutscher sieben Tonnen. Nun fordert Nepal Klima-Kompensation. Die Industrieländer fürchten Präzedenzfälle.</p>
<p>Nepal will Klima-Großverschmutzer für die Folgen der Flut <a href="https://www.fr.de/panorama/volkswirtschaften-nepal-fordert-15-millionen-pfund-klimakompensation-von-verschmutzenden-zr-94483542.html" rel="external noopener" target="_blank">haftbar machen</a> und 17,5 Millionen fordern, weil man davon ausgeht, dass verletzliche Nationen wie Nepal entschädigt werden müssen. Shisir Khanal, Nepals Außenminister sagte, Indien und China sollten finanzielle Unterstützung leisten, erwähnte dabei jedoch seltsamerweise die USA nicht.</p>
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<p>Noch heute sind die USA der zweitgrößte <a href="https://bildungsserver.hamburg.de/themenschwerpunkte/klimawandel-und-klimafolgen/klimawandel/treibhausgase/kohlendioxid-emissionen-artikel-746504" rel="external noopener" target="_blank">CO2-Verschmutzer</a> der Welt.</p>
<p>Zudem fahren die USA unter Trump alle Klimaschutzbemühungen ebenso zurück, wie den ursprünglich geplanten Ausbau der Erneuerbaren. So hat etwa RWE im August 2026 alle noch nicht in Betrieb genommen Offshore-Windprojekte in den USA <a href="https://www.rwe.com/presse/rwe-americas/2026-08-06-rwe-us-offshore-schliesst-vergleichsvereinbarung-mit-us-innenministerium/" rel="external noopener" target="_blank">aufgegeben</a> und dafür eine Ausgleichszahlung von 1,22 Milliarden US-Dollar vom US-Innenministerium erhalten.</p>
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<p>Dagegen haben die Menschen in Nepal zur weltweiten Erderwärmung kaum etwas beigetragen. Ein Nepalese verursacht im Durchschnitt etwa 0,6 Tonnen klimaschädliches CO2 im Jahr, ein Deutscher dagegen rund sieben Tonnen. Das südasiatische Land ist für weniger als 0,1 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich und bekommt doch die Folgen besonders hart zu spüren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Entschädigungswünsche Kathmandus</strong></h3>
<p>Shisir Khanal, Nepals Außenminister, sagte, das Land habe bei den Vereinten Nationen <a href="https://www.fr.de/panorama/volkswirtschaften-nepal-fordert-15-millionen-pfund-klimakompensation-von-verschmutzenden-zr-94483542.html" rel="external noopener" target="_blank">Klimakompensation</a> beantragt. Das Geld soll aus dem UN-Fonds für den Umgang mit Verlusten und Schäden stammen, der 2022 im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen eingerichtet wurde. „Wir haben so wenig zum Klimawandel beigetragen“, <a href="https://www.fr.de/panorama/volkswirtschaften-nepal-fordert-15-millionen-pfund-klimakompensation-von-verschmutzenden-zr-94483542.html" rel="external noopener" target="_blank">sagte Khanal dem Guardian</a>.</p>
<p>Er ergänzte: „Es ist für diejenigen in der Weltgemeinschaft, die von größeren, wesentlich stärker verschmutzenden Volkswirtschaften profitieren und deren historischer Beitrag zu Treibhausgasen weitaus größer ist als unserer, zwingend erforderlich, eine geteilte Verantwortung zu akzeptieren.“</p>
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<p>Der „Fund for responding to Loss and Damage“ (<a href="https://www.frld.org/about#block-mandate" rel="external noopener" target="_blank">Frld</a>) soll Entwicklungsländern helfen, wenn die Folgen des Klimawandels nicht mehr verhindert oder durch Anpassung aufgefangen werden können. Dazu zählen etwa zerstörte Infrastruktur, der Verlust von Wohnraum und Lebensgrundlagen, aber auch Schäden, die sich nicht unmittelbar in Geld beziffern lassen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166048" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455068"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Fruehwarnung-per-Seismik-Haetten-1-386-Tote-in-Nepal-verhindert-werden-koennen-11455068.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/0/4/8/Sirene2r33-61a8d21313d8fd48.jpeg" alt="Sirene und Grafik von seismischen Wellen vor Gebirge" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Sirene und Grafik von seismischen Wellen vor Gebirge" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Frühwarnung per Seismik: Hätten 1.386 Tote in Nepal verhindert werden können?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Der Fund for responding to Loss and Damage soll helfen</strong></h3>
<p>Der Frld wurde im Rahmen des Finanzierungsmechanismus des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (<a href="https://unfccc.int/" rel="external noopener" target="_blank">Unfccc</a>) eingerichtet.</p>
<p>Durch die Finanzierung von Wiederaufbaumaßnahmen nach klimabedingten Verlusten und Schäden soll der Fonds Entwicklungsländer zum Wiederaufbau und zur Anpassung an den Klimawandel befähigen.</p>
<p>Der FRLD integriert die Bewältigung von Verlusten und Schäden als zentrale Säule des Klimaschutzes neben Minderung und Anpassung, berücksichtigt dabei die Komplementarität mit bestehenden Systemen und fördert die Koordination zwischen den Akteuren. Indem er Ressourcen über vereinfachte Zugangsverfahren teilweise direkt an lokale Akteure in Entwicklungsländern bereitstellt, trägt der FRLD zu einer effizienten Bewältigung der Folgen bei.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Warum Nepals Forderung ein Präzedenzfall werden könnte</strong></h3>
<p>Die meisten Industrieländer lehnen jedoch Begriffe wie Kompensation oder gar Entschädigung für die Unterstützung für die Klimafolgen grundsätzlich ab, denn daraus könnte sich ein Rechtsanspruch ableiten. Das wollen die Geberländer vermeiden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4316435" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9330603"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Wenn-toedliche-Nachlaessigkeit-und-Klimawandel-zusammentreffen-9330603.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1033" height="580" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/3/1/6/4/3/5/Close-up-view-of-glacier-area-changes-around-the-North-and-South-Lhonak-glaciers-from-1962-to-2006-showing-changes-in-th-9c5a607c375723ae.jpeg" style="aspect-ratio:1033 / 580"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1033" height="580" style="aspect-ratio:1033 / 580;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wenn tödliche Nachlässigkeit und Klimawandel zusammentreffen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5157234" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11437733"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-Bhotekoshi-zeigt-wie-schnell-Gletscherabbrueche-Folgen-haben-11437733.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/7/2/3/4/shutterstock_2834830825-727211619774325b.jpeg" alt="Beschädigte Häuser im Schlamm" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Beschädigte Häuser im Schlamm" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der Bhotekoshi zeigt, wie schnell Gletscherabbrüche Folgen haben</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Weil niemand für die Folgen des Klimawandels verantwortlich sein will und niemand diese Folgekosten übernehmen will, wird man versuchen, die entstehenden Folgekosten überzuwälzen. Denkbar ist, die Kosten für die zunehmenden Schäden beispielsweise auf den internationalen Tourismus zu übertragen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Bhutan macht es vor: 100 Dollar Tourismusgebühr pro Nacht</strong></h3>
<p>So verlangt etwa Bhutan von Touristen ab einem Alter von zwölf Jahren eine <a href="https://bhutan.travel/visa" rel="external noopener" target="_blank">Gebühr für nachhaltige Entwicklung</a> von 100 US-Dollar pro Nacht und 50 US-Dollar für Kinder ab sechs Jahren.</p>
<p>Bei der heute in China entstehenden CO2-Emmissionen muss jedoch berücksichtigt werden dass die Verlagerung von industrieller Produktion aus den USA und Europa ins Reich der Mitte Fertigungsverlagerungen kräftig zu dem Problem beitragen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3276165" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10620554"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gletscher-im-Himalaya-Das-grosse-Schmelzen-10620554.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1274" height="716" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/2/7/6/1/6/5/master_pomrehn_neu-c1661a86b552a18e.jpeg" style="aspect-ratio:1274 / 716"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1274" height="716" style="aspect-ratio:1274 / 716;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gletscher im Himalaya: Das große Schmelzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Chinesische Klimawandelschäden gehen teilweise auf Exporte zurück</strong></h3>
<p>Hierzulande wird im Zusammenhang mit den Produktionsverlagerungen nach China gerne auf den Verlust von Arbeitsplätzen abgehoben. Dabei wollten die westlichen Unternehmen – neben den niedrigen Löhnen und den riesigen Märkten – auch von den Entlastungen bei der Verantwortung für mögliche Klimawandelfolgen profitieren.</p>
<p>Letztlich wird das jedoch scheitern, weil die Klimawandel-bedingten Umweltschäden nicht an Landesgrenzen Halt machen und die Folgekosten, wenn schon nicht auf die Verursacher so doch mindestens auf die Verbraucher übertragen werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Folgeschäden nur unzureichend erfasst</strong></h3>
<p>Klimawandel-Folgeschäden werden dabei bislang nur in Teilen Eurasiens erfasst. In Afrika fehlt bislang eine systematische Erfassung und in den USA wird der Klimawandel und damit auch seine Folgen politisch systematisch ignoriert, was letztlich die Auswirkungen jedoch nicht aufhalten wird.</p>
<p>In Europa wird der Klimawandel zwar mit <a href="https://www.tagesschau.de/wissen/klima/duerre-europa-klimawandel-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Dürren</a>, <a href="https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimawandel-waldbraende-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Waldbränden</a>, dem <a href="https://www.umwelt.nrw.de/austausch-ueber-niedrigwasser-klimawandel-bedroht-schiffstransport-schifffahrtstrasse-rhein" rel="external noopener" target="_blank">Versiegen ganzer Flüsse</a> und <a href="https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/klima/wetter-meteorologie-hitze-starkregen-extremwetter-klimawandel-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Hitzewellen</a> in Verbindung gebracht. Doch fehlt eine konsistente Politik, die die Ursache klar benennt und politische Maßnahmen einleitet, die den Zusammenhang finanziell spürbar werden lassen und so zusätzliche Lenkungswirkung erzielen könnten.</p>
2026-09-21T07:00:00.000Z
urn:bid:5166148
2026-09-21T06:00:00.000Z
Laut ifo-Institut rechnen Firmen mit sinkenden Löhnen – vor allem für junge Beschäftigte. In der IT sorgt KI zudem für Dauerstress und Arbeitsverdichtung.</p>
<p>Streit über Smartphone-Verbote für Jugendliche und Diskussionen über Medienkompetenz in den Schulen zeigen, dass inzwischen mehr über den Technikeinsatz debattiert wird. Zweifel gibt es in der Arbeitswelt weniger. Unternehmen setzen die Technik in ihrem Interesse ein, wie aktuelle Beispiele zeigen.</p>
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<p>Viele Manager hoffen durch den KI-Einsatz in den nächsten fünf Jahren auf sinkende Löhne. Das ergab eine <a href="https://www.ifo.de/fakten/2026-08-12/unternehmen-erwarten-eher-sinkende-loehne-durch-einsatz-von-kuenstlicher" rel="external noopener" target="_blank">Auswertung</a> des ifo-Instituts. Vor allem Arbeitskräfte mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung haben mit niedrigeren Löhnen zu rechnen – das gab etwa jedes zweite Unternehmen an, das KI bereits nutzt.</p>
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<p>"Künstliche Intelligenz wird aus Sicht vieler Unternehmen die Löhne nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen beeinflussen", sagt ifo-Forscherin Anna Ruffert. Bei Arbeitenden mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung rechnen rund 40 Prozent der befragten Betriebe mit Lohnkürzungen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>KI als Ausbilder?</strong></h3>
<p>Manche hoffen auf <a href="https://www.betriebsrat.de/br-magazin/jav-amtszeit/die-ki-als-ausbilderin-4963476" rel="external noopener" target="_blank">Einsparungen im Ausbildungsbereich</a>. Ob KI als Ausbilder einsetzbar ist, fragt das Bildungsinstitut ifb. Betriebe setzen bereits KI-gestützte Lernplattformen ein. Auszubildende nutzen KI längst völlig selbstverständlich. Das Schreiben von Texten, die Erarbeitung von Präsentationen per KI ist Normalität – ein Chatbot beantwortet Fragen rund um die Uhr.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5057054" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11244363"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Weiterbildung-Unternehmen-wollen-profitieren-aber-nicht-investieren-11244363.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/7/0/5/4/buch-grau-01-2b74e9998a6e4144.gif" alt="Figur unter der Last eines KI-Buchs" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Figur unter der Last eines KI-Buchs" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Weiterbildung: Unternehmen wollen profitieren, aber nicht investieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dies kann aber Ausbilder nicht ersetzen, schreibt Tim Schmid im <em>ifb-Newsletter</em>:</p>
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<p class="indent rte__abs--indent">"Ausbildung besteht aus weit mehr als purer Wissensvermittlung. Wer neu in die Arbeitswelt einsteigt, muss nicht nur fachliche Kompetenzen erwerben, sondern auch soziale und persönliche Fähigkeiten entwickeln.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Wie verhält man sich in einer Besprechung? Wie spricht man Kunden professionell an? Wie geht man mit Kritik um? Wann ist Eigeninitiative gefragt und wann sollte man lieber nachfragen? Solche Erfahrungen entstehen im täglichen Miteinander und genau hier stößt KI zweifellos an ihre Grenzen."</p>
<p>KI könne weder nonverbale Signale deuten noch einem jungen Menschen durch eigenes Vorbild zeigen, wie respektvolle Zusammenarbeit funktioniert, so Schmid.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Junior-Berater werden durch KI ersetzt</strong></h3>
<p>Der Start in die Arbeitswelt wird durch KI aber erschwert. Dies zeigt sich bereits im <a href="https://www.businessinsider.de/wirtschaft/ki-es-wird-jetzt-erwartet-dass-sie-mehr-arbeiten-so-sehr-veraendert-ki-die-big-four" rel="external noopener" target="_blank">Consulting-Bereich</a>. Beratungsfirmen liefern sich einen Wettlauf, um als "KI-nativ" zu gelten. "Je stärker sie als Technologieunternehmen wahrgenommen werden, desto wahrscheinlicher gewinnen sie Aufträge", sagte Fiona Czerniawska, Founder and CEO von Source Global Research, einem auf die Beratungsbranche spezialisierten Analyseunternehmen, zu <em>Business Insider</em>.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4850936" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10377801"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nimmt-KI-den-Jungen-die-Chance-zum-Berufseinstieg-10377801.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/0/9/3/6/datenfresser_Zeichenfla__che_1-44588c197c8d46a5.jpeg" alt="Kopf mit KI-Gehirn frisst Daten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Kopf mit KI-Gehirn frisst Daten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nimmt KI den Jungen die Chance zum Berufseinstieg?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4880386" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10453972"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schleichender-Personalabbau-Weniger-Stellenanzeigen-durch-KI-10453972.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/0/3/8/6/ki_Zeichenfla__che_1-26e71cf73c41060e.jpeg" alt="Kreissäge mit KI-Logo sägt am Wort "Job"" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Kreissäge mit KI-Logo sägt am Wort "Job"" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schleichender Personalabbau: Weniger Stellenanzeigen durch KI?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die größten Beratungsfirmen haben milliardenschwere Partnerschaften mit den größten Namen der KI-Branche geschlossen, etwa OpenAI oder Anthropic. So sollen Netzwerke von KI-Agenten eingeführt werden.</p>
<p>Die Technik recherchiert, erstellt Präsentationen und analysiert Daten, die bisher Junior-Berater erstellten. Michael Scharfschwerdt, Executive Director Foresight Europe bei der Unternehmensberatung Kearney, sieht darin einen Effizienzgewinn, und warnt gleichzeitig vor den langfristigen Folgen.</p>
<p>Wenn Beratungsfirmen heute weniger junge Menschen einstellen, könnte ihnen morgen der Nachwuchs für die höheren Hierarchieebenen <a href="https://www.consulting.de/artikel/broeckelnde-pyramiden-abschalten-im-urlaub-und-ceo-typen" rel="external noopener" target="_blank">fehlen</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Dauerstress durch "permanenten Crunch" in der IT</strong></h3>
<p>Auf tiefgreifende Veränderungen in der IT-Branche <a href="https://direkteaktion.org/2026/08/fau-meets-hackspaces/" rel="external noopener" target="_blank">verweist</a> die "Brancheninitiative IT" der FAU (Freie Arbeiter:innen-Union)</p>
<p>Durch den Einsatz von Large Language Models (LLMs) hat sich der Druck des Managements auf Programmierer deutlich erhöht. Auch agile Methoden dienen der Arbeitskontrolle.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4983885" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11090708"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/ERP-Systeme-Wenn-Software-den-Arbeitsalltag-diktiert-11090708.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/3/8/8/5/Flu__gelschrauben-kopfho__rer-f1-01-7d65a35c0a8a0bb5.png" alt="Headset mit Flügelschrauben an den Hörmuscheln" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Headset mit Flügelschrauben an den Hörmuscheln" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">ERP-Systeme: Wenn Software den Arbeitsalltag diktiert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Vorgesetzte wollen jetzt "Project Lead" oder "Product Owner" genannt werden. "Das ist nicht mehr nur ein Austausch von Labels, sondern hat direkten Einfluss auf die alltägliche Arbeit", <a href="https://bit.fau.org/" rel="external noopener" target="_blank">erläutert Alva Hansen</a>von der Brancheninitiative IT der FAU.</p>
<p>Die Betroffenen realisieren zunehmend, welche Kontrollmöglichkeiten den Vorgesetzten gegeben werden. Das sei "Micromanagement par excellence":</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Und das haben viele ITler:innen in dieser Form tendenziell eher seltener erfahren, sondern man hat durch die eigene Expertise sich immer noch irgendwelche Inseln der Freiheit in die Arbeit einbetten können.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Man war vielleicht genervt, dass das Produkt, woran man arbeitet, ziemlich Blödsinn ist, aber immerhin gab es noch ein paar spannende technische Lösungen herauszufinden, was Spaß macht.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Diese Freiheiten werden nun stetig verkleinert. Daraus folgt: Arbeitsverdichtung wie bei Ford am Band. Das war immer das Ziel der Chefs."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Alva Hansen</em></p>
<p>Die Qualität der Arbeit leide darunter, die Beschäftigten erleben den "permanenten Crunch". Von "Crunch" wird in der Gaming-Branche in den letzten Wochen vor Veröffentlichung neuer Produkte gesprochen. Inzwischen herrsche im IT-Bereich durch verstärkten KI-Einsatz fast kein anderer Zustand mehr vor, so Hansen.</p>
Laut ifo-Institut rechnen Firmen mit sinkenden Löhnen – vor allem für junge Beschäftigte. In der IT sorgt KI zudem für Dauerstress und Arbeitsverdichtung.</p>
<p>Streit über Smartphone-Verbote für Jugendliche und Diskussionen über Medienkompetenz in den Schulen zeigen, dass inzwischen mehr über den Technikeinsatz debattiert wird. Zweifel gibt es in der Arbeitswelt weniger. Unternehmen setzen die Technik in ihrem Interesse ein, wie aktuelle Beispiele zeigen.</p>
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<p>Viele Manager hoffen durch den KI-Einsatz in den nächsten fünf Jahren auf sinkende Löhne. Das ergab eine <a href="https://www.ifo.de/fakten/2026-08-12/unternehmen-erwarten-eher-sinkende-loehne-durch-einsatz-von-kuenstlicher" rel="external noopener" target="_blank">Auswertung</a> des ifo-Instituts. Vor allem Arbeitskräfte mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung haben mit niedrigeren Löhnen zu rechnen – das gab etwa jedes zweite Unternehmen an, das KI bereits nutzt.</p>
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<p>"Künstliche Intelligenz wird aus Sicht vieler Unternehmen die Löhne nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen beeinflussen", sagt ifo-Forscherin Anna Ruffert. Bei Arbeitenden mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung rechnen rund 40 Prozent der befragten Betriebe mit Lohnkürzungen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>KI als Ausbilder?</strong></h3>
<p>Manche hoffen auf <a href="https://www.betriebsrat.de/br-magazin/jav-amtszeit/die-ki-als-ausbilderin-4963476" rel="external noopener" target="_blank">Einsparungen im Ausbildungsbereich</a>. Ob KI als Ausbilder einsetzbar ist, fragt das Bildungsinstitut ifb. Betriebe setzen bereits KI-gestützte Lernplattformen ein. Auszubildende nutzen KI längst völlig selbstverständlich. Das Schreiben von Texten, die Erarbeitung von Präsentationen per KI ist Normalität – ein Chatbot beantwortet Fragen rund um die Uhr.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5057054" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11244363"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Weiterbildung-Unternehmen-wollen-profitieren-aber-nicht-investieren-11244363.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/7/0/5/4/buch-grau-01-2b74e9998a6e4144.gif" alt="Figur unter der Last eines KI-Buchs" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Figur unter der Last eines KI-Buchs" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Weiterbildung: Unternehmen wollen profitieren, aber nicht investieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Dies kann aber Ausbilder nicht ersetzen, schreibt Tim Schmid im <em>ifb-Newsletter</em>:</p>
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<p class="indent rte__abs--indent">"Ausbildung besteht aus weit mehr als purer Wissensvermittlung. Wer neu in die Arbeitswelt einsteigt, muss nicht nur fachliche Kompetenzen erwerben, sondern auch soziale und persönliche Fähigkeiten entwickeln.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Wie verhält man sich in einer Besprechung? Wie spricht man Kunden professionell an? Wie geht man mit Kritik um? Wann ist Eigeninitiative gefragt und wann sollte man lieber nachfragen? Solche Erfahrungen entstehen im täglichen Miteinander und genau hier stößt KI zweifellos an ihre Grenzen."</p>
<p>KI könne weder nonverbale Signale deuten noch einem jungen Menschen durch eigenes Vorbild zeigen, wie respektvolle Zusammenarbeit funktioniert, so Schmid.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Junior-Berater werden durch KI ersetzt</strong></h3>
<p>Der Start in die Arbeitswelt wird durch KI aber erschwert. Dies zeigt sich bereits im <a href="https://www.businessinsider.de/wirtschaft/ki-es-wird-jetzt-erwartet-dass-sie-mehr-arbeiten-so-sehr-veraendert-ki-die-big-four" rel="external noopener" target="_blank">Consulting-Bereich</a>. Beratungsfirmen liefern sich einen Wettlauf, um als "KI-nativ" zu gelten. "Je stärker sie als Technologieunternehmen wahrgenommen werden, desto wahrscheinlicher gewinnen sie Aufträge", sagte Fiona Czerniawska, Founder and CEO von Source Global Research, einem auf die Beratungsbranche spezialisierten Analyseunternehmen, zu <em>Business Insider</em>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4850936" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10377801"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nimmt-KI-den-Jungen-die-Chance-zum-Berufseinstieg-10377801.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/5/0/9/3/6/datenfresser_Zeichenfla__che_1-44588c197c8d46a5.jpeg" alt="Kopf mit KI-Gehirn frisst Daten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Kopf mit KI-Gehirn frisst Daten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nimmt KI den Jungen die Chance zum Berufseinstieg?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4880386" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10453972"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schleichender-Personalabbau-Weniger-Stellenanzeigen-durch-KI-10453972.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/0/3/8/6/ki_Zeichenfla__che_1-26e71cf73c41060e.jpeg" alt="Kreissäge mit KI-Logo sägt am Wort "Job"" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Kreissäge mit KI-Logo sägt am Wort "Job"" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schleichender Personalabbau: Weniger Stellenanzeigen durch KI?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die größten Beratungsfirmen haben milliardenschwere Partnerschaften mit den größten Namen der KI-Branche geschlossen, etwa OpenAI oder Anthropic. So sollen Netzwerke von KI-Agenten eingeführt werden.</p>
<p>Die Technik recherchiert, erstellt Präsentationen und analysiert Daten, die bisher Junior-Berater erstellten. Michael Scharfschwerdt, Executive Director Foresight Europe bei der Unternehmensberatung Kearney, sieht darin einen Effizienzgewinn, und warnt gleichzeitig vor den langfristigen Folgen.</p>
<p>Wenn Beratungsfirmen heute weniger junge Menschen einstellen, könnte ihnen morgen der Nachwuchs für die höheren Hierarchieebenen <a href="https://www.consulting.de/artikel/broeckelnde-pyramiden-abschalten-im-urlaub-und-ceo-typen" rel="external noopener" target="_blank">fehlen</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Dauerstress durch "permanenten Crunch" in der IT</strong></h3>
<p>Auf tiefgreifende Veränderungen in der IT-Branche <a href="https://direkteaktion.org/2026/08/fau-meets-hackspaces/" rel="external noopener" target="_blank">verweist</a> die "Brancheninitiative IT" der FAU (Freie Arbeiter:innen-Union)</p>
<p>Durch den Einsatz von Large Language Models (LLMs) hat sich der Druck des Managements auf Programmierer deutlich erhöht. Auch agile Methoden dienen der Arbeitskontrolle.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4983885" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11090708"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/ERP-Systeme-Wenn-Software-den-Arbeitsalltag-diktiert-11090708.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/3/8/8/5/Flu__gelschrauben-kopfho__rer-f1-01-7d65a35c0a8a0bb5.png" alt="Headset mit Flügelschrauben an den Hörmuscheln" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Headset mit Flügelschrauben an den Hörmuscheln" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">ERP-Systeme: Wenn Software den Arbeitsalltag diktiert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Vorgesetzte wollen jetzt "Project Lead" oder "Product Owner" genannt werden. "Das ist nicht mehr nur ein Austausch von Labels, sondern hat direkten Einfluss auf die alltägliche Arbeit", <a href="https://bit.fau.org/" rel="external noopener" target="_blank">erläutert Alva Hansen</a>von der Brancheninitiative IT der FAU.</p>
<p>Die Betroffenen realisieren zunehmend, welche Kontrollmöglichkeiten den Vorgesetzten gegeben werden. Das sei "Micromanagement par excellence":</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Und das haben viele ITler:innen in dieser Form tendenziell eher seltener erfahren, sondern man hat durch die eigene Expertise sich immer noch irgendwelche Inseln der Freiheit in die Arbeit einbetten können.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">Man war vielleicht genervt, dass das Produkt, woran man arbeitet, ziemlich Blödsinn ist, aber immerhin gab es noch ein paar spannende technische Lösungen herauszufinden, was Spaß macht.</p>
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<p>Die Qualität der Arbeit leide darunter, die Beschäftigten erleben den "permanenten Crunch". Von "Crunch" wird in der Gaming-Branche in den letzten Wochen vor Veröffentlichung neuer Produkte gesprochen. Inzwischen herrsche im IT-Bereich durch verstärkten KI-Einsatz fast kein anderer Zustand mehr vor, so Hansen.</p>
2026-09-21T06:00:00.000Z
urn:bid:5165430
2026-09-21T04:00:00.000Z
Zwei über 2.400 Jahre alte Grabkammern in Tarquinia wurden neu untersucht. Die Grabarchitektur hatte möglicherweise die Sinneswahrnehmung der Besucher im Blick.</p>
<p>Etruskische Grabkammern in Tarquinia, Italien, gelten seit Jahrzehnten als Zeugnisse antiker Bildkunst: Ihre Wandmalereien zeigen Bankettszenen, Musikaufführungen und Prozessionen.</p>
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<p>Eine im <em>Journal of Archaeological Method and Theory</em> <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10816-026-09820-1" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlichte Studie</a> der Archäologen Maurizio Forte von der Duke University und Jacqueline Ortoleva von der University of Oxford geht nun einen anderen Weg.</p>
<p>Statt die Bilder allein ikonografisch zu deuten, untersuchten die Forscher, wie die physischen Eigenschaften zweier Grabkammern aus dem 5. Jahrhundert v.u.Z. – die Tomba del Gallo und die Tomba dei Demoni Azzurri – die Sinneserfahrung der Menschen beeinflusst haben könnten, die diese Räume betraten.</p>
<h3 class="subheading">Methode: Klang, Licht und KI-Simulation</h3>
<p>Grundlage der Untersuchung sind hochauflösende dreidimensionale Modelle beider Gräber. Darauf aufbauend führten die Forscher eine formale Akustikerhebung nach dem ISO-3382-Standard durch: Digitale Aufnahmen von fünf aufeinanderfolgenden Handklatschen wurden von zwei bis vier Positionen innerhalb jeder Grabkammer abgespielt – über einen Lautsprecher auf einem 1,30 Meter hohen Stativ.</p>
<p>Ein Sony-Digitalrekorder nahm die Schallreaktionen an der linken, rechten und hinteren Wand sowie im Eingangskorridors auf. Die Nachhallzeiten wurden mit der Akustiksoftware EASERA Pro ausgewertet, wobei die Forscher sich auf die frühe Abklingzeit konzentrierten – jenen Messwert, der am engsten mit der subjektiv wahrgenommenen Raumakustik zusammenhängt.</p>
<p>Parallel dazu setzten Forte und Ortoleva KI-gestützte Methoden ein: Computervision-Algorithmen berechneten sogenannte Salienz-Karten – Visualisierungen, die zeigen, welche Bereiche einer Szene die menschliche Aufmerksamkeit besonders stark auf sich ziehen. Ergänzend modellierten agentenbasierte Simulationen, wie sich Besucher durch die Räume bewegt haben könnten, wenn sie auf visuelle und akustische Reize reagieren.</p>
<p>Da keine schriftlichen Quellen über die Beleuchtung etruskischer Begräbnisse Auskunft geben, stützte sich die Studie auf frühere Arbeiten Ortolevs: Mithilfe photometrischer Daten hatte sie gezeigt, dass Bienenwachskerzen gegenüber Fackeln vorzuziehen gewesen wären, da Fackeln in den sauerstoffarmen Räumen zu viel Rauch erzeugt hätten.</p>
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<h3 class="subheading">Die Tomba del Gallo: geordnete Wahrnehmung</h3>
<p>Die Tomba del Gallo, datiert auf 450 bis 400 v.u.Z. , ist die kleinere der beiden Kammern. Ihr steiler Eingangskorridors misst 6,75 Meter Länge bei nur 1,36 Meter Breite und führt in eine Grabkammer von 3,31 mal 2,50 Metern. Die Wände zeigen eine Bankettszene, Doppelflötenspieler sowie eine Tanzszene mit maskierten Figuren.</p>
<p>Die Akustikmessung ergab, dass Schall im Eingangskorridors eingefangen und nach außen abgeleitet wird, anstatt sich in der Grabkammer zu entfalten.</p>
<p>Die Nachhallzeiten in der Kammer sind kurz: Bei 125 Hz wurden 2,34 Sekunden gemessen, bei höheren Frequenzen ab 250 Hz lagen die Werte zwischen einer und 1,5 Sekunden. Bemerkenswert: Ausgerechnet ein Klapper-Instrument – das Crotalum, das die weibliche Tänzerin auf dem Wandbild hält – zählt zu den wenigen Instrumenten, die solche tiefen Frequenzen hätten erzeugen können. Ob die Darstellung absichtlich mit den akustischen Eigenschaften des Raums verknüpft wurde, lässt sich laut den Autoren nicht feststellen.</p>
<p>Die Salienz-Analyse zeigte, dass der Eingangskorridors kaum visuelle Reize bietet – eine Art sensorische Vorbereitung. Der Übergang zwischen Korridor und Kammer erzeugt einen deutlichen Anstieg visueller Aufmerksamkeit. Forte und Ortoleva beschreiben dieses Grab als "Visual-scape": einen Raum, in dem Bedeutung durch geordnete räumliche Navigation entsteht.</p>
<p>Die Kombination aus kurzen Nachhallzeiten und klaren Sichtachsen verbinden die Autoren mit dem Alpha-Wellenbereich im menschlichen Gehirn (8–12 Hz), der mit entspannter Aufmerksamkeit und fokussierter visueller Wahrnehmung assoziiert wird.</p>
<h3 class="subheading">Die Tomba dei Demoni Azzurri: Desorientierung als Ritual</h3>
<p>Die Tomba dei Demoni Azzurri, datiert auf 450 bis 420 v.u.Z., ist deutlich größer: Die Grabkammer misst 6,20 mal 6,10 Meter bei 2,70 Meter Höhe, der Eingangskorridors ist 13 Meter lang und 2,50 Meter breit – fast viermal so groß wie jene der Tomba del Gallo. Die Wände zeigen eine Bankettszene, eine Prozession sowie auf der rechten Wand mehrere Dämonen und ein Boot mit einer weiblichen und einer kleineren männlichen Figur. Dämonenfiguren galten in der etruskischen Ikonografie als Symbole des Jenseits.</p>
<p>Das Grab wurde laut Ausgrabungsbericht nur einmal illegal betreten. Im Eingangskorridors fanden sich Tierknochen von Hunden, Schweinen, Ziegen und zwei Pferden – Hinweise auf Kulthandlungen. Im Inneren der Kammer wurden Haufen verbrannter Überreste dokumentiert, darunter Eisenstäbe, Schildkrötenpanzer, attische Keramik sowie menschliche Knochen. Intakte menschliche Überreste wurden nicht gefunden.</p>
<p>Akustisch verhält sich dieses Grab grundlegend anders. Die gemessenen Nachhallzeiten sind außergewöhnlich lang: An der hinteren Wand wurde bei 125 Hz ein Wert von 7,52 Sekunden dokumentiert – vergleichbar mit Werten in Kathedralen wie der St. Paul's Cathedral in London. Schall aus dem Inneren dringt bis nach außen, und umgekehrt: Ortoleva berichtet, dass Stimmen von außerhalb des Grabes im Inneren gut zu hören waren.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4912017" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10515701"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Antike-Schriftrollen-KI-entschluesselt-2-000-Jahre-alte-Geheimnisse-10515701.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="689" height="388" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/2/0/1/7/Papyrus1-67fd834b133ebcbe.png" alt="Papyrus von Fuße des Versuv" style="aspect-ratio:689 / 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Geheimnisse</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4690220" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9983201"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Praehistorisches-Koenigsgrab-in-China-entdeckt-Ein-Blick-in-die-Vergangenheit-9983201.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 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group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Prähistorisches Königsgrab in China entdeckt: Ein Blick in die Vergangenheit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4845920" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10368116"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Roemische-Erinnerungskultur-Was-uns-die-Strassen-von-Pompeji-ueber-die-Rolle-der-antiken-Frau-lehren-10368116.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1500" height="843" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/4/5/9/2/0/Mostra_Essere_donna_nell_antica_Pompei__1_-5f6fbbe6104333e1.jpeg" alt="Männliche und weibliche Statue im antiken Pompej" style="aspect-ratio:1500 / 843"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1500" height="843" alt="Männliche und weibliche Statue im antiken Pompej" style="aspect-ratio:1500 / 843;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Römische Erinnerungskultur: Was uns die Straßen von Pompeji über die Rolle der antiken Frau lehren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Salienz-Analyse identifiziert den blauen Dämon auf der rechten Wand als stärksten visuellen Aufmerksamkeitsanker der gesamten Kammer. "Die chromatischen Qualitäten des Dämons, kombiniert mit seiner aggressiven Haltung und räumlichen Prominenz in der Mitte der rechten Wand, erzeugen ein Element visueller Überraschung", schreiben Forte und Ortoleva. "Der visuelle Blick wird aufgehalten und die Aufmerksamkeit scheint gewaltsam eingefangen zu werden."</p>
<p>Die Autoren beschreiben eine dreiphasige Abfolge möglicher Bewusstseinszustände: Im Eingangsbereich hätten Besucher im Alpha-Zustand entspannter Aufmerksamkeit verweilt. Beim Anblick des blauen Dämons, kombiniert mit akustischer Desorientierung und dem Zusammenbruch der Sprachverständlichkeit, könnte ein Beta/Gamma-Zustand (13–30 Hz) ausgelöst worden sein – verbunden mit Alarmbereitschaft und Bedrohungswahrnehmung.</p>
<p>An der hinteren Wand schließlich hätten anhaltende Tieffrequenzen möglicherweise Theta-Wellenzustände (4–8 Hz) begünstigt, die mit tranceähnlichen Erfahrungen assoziiert werden.</p>
<h3 class="subheading">Offene Fragen</h3>
<p>Die Autoren betonen ausdrücklich, dass ihre Methode keine Rekonstruktion antiken Verhaltens darstellt, sondern die sensorischen Bedingungen modelliert, unter denen rituelle Erfahrungen stattgefunden haben könnten.</p>
<p>Handklatschen als Impulssignal sind bei Frequenzen unter 250 Hz weniger verlässlich als technisch aufwendigere Methoden – eine Einschränkung, die Forte und Ortoleva offen benennen.</p>
<p>Ob etruskische Architekten die akustischen Eigenschaften ihrer Grabkammern bewusst geplant haben oder ob diese als Nebenprodukt architektonischer Konventionen entstanden, bleibt nach ihrer Einschätzung eine offene Frage.</p>
Zwei über 2.400 Jahre alte Grabkammern in Tarquinia wurden neu untersucht. Die Grabarchitektur hatte möglicherweise die Sinneswahrnehmung der Besucher im Blick.</p>
<p>Etruskische Grabkammern in Tarquinia, Italien, gelten seit Jahrzehnten als Zeugnisse antiker Bildkunst: Ihre Wandmalereien zeigen Bankettszenen, Musikaufführungen und Prozessionen.</p>
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<p>Eine im <em>Journal of Archaeological Method and Theory</em> <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10816-026-09820-1" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlichte Studie</a> der Archäologen Maurizio Forte von der Duke University und Jacqueline Ortoleva von der University of Oxford geht nun einen anderen Weg.</p>
<p>Statt die Bilder allein ikonografisch zu deuten, untersuchten die Forscher, wie die physischen Eigenschaften zweier Grabkammern aus dem 5. Jahrhundert v.u.Z. – die Tomba del Gallo und die Tomba dei Demoni Azzurri – die Sinneserfahrung der Menschen beeinflusst haben könnten, die diese Räume betraten.</p>
<h3 class="subheading">Methode: Klang, Licht und KI-Simulation</h3>
<p>Grundlage der Untersuchung sind hochauflösende dreidimensionale Modelle beider Gräber. Darauf aufbauend führten die Forscher eine formale Akustikerhebung nach dem ISO-3382-Standard durch: Digitale Aufnahmen von fünf aufeinanderfolgenden Handklatschen wurden von zwei bis vier Positionen innerhalb jeder Grabkammer abgespielt – über einen Lautsprecher auf einem 1,30 Meter hohen Stativ.</p>
<p>Ein Sony-Digitalrekorder nahm die Schallreaktionen an der linken, rechten und hinteren Wand sowie im Eingangskorridors auf. Die Nachhallzeiten wurden mit der Akustiksoftware EASERA Pro ausgewertet, wobei die Forscher sich auf die frühe Abklingzeit konzentrierten – jenen Messwert, der am engsten mit der subjektiv wahrgenommenen Raumakustik zusammenhängt.</p>
<p>Parallel dazu setzten Forte und Ortoleva KI-gestützte Methoden ein: Computervision-Algorithmen berechneten sogenannte Salienz-Karten – Visualisierungen, die zeigen, welche Bereiche einer Szene die menschliche Aufmerksamkeit besonders stark auf sich ziehen. Ergänzend modellierten agentenbasierte Simulationen, wie sich Besucher durch die Räume bewegt haben könnten, wenn sie auf visuelle und akustische Reize reagieren.</p>
<p>Da keine schriftlichen Quellen über die Beleuchtung etruskischer Begräbnisse Auskunft geben, stützte sich die Studie auf frühere Arbeiten Ortolevs: Mithilfe photometrischer Daten hatte sie gezeigt, dass Bienenwachskerzen gegenüber Fackeln vorzuziehen gewesen wären, da Fackeln in den sauerstoffarmen Räumen zu viel Rauch erzeugt hätten.</p>
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<h3 class="subheading">Die Tomba del Gallo: geordnete Wahrnehmung</h3>
<p>Die Tomba del Gallo, datiert auf 450 bis 400 v.u.Z. , ist die kleinere der beiden Kammern. Ihr steiler Eingangskorridors misst 6,75 Meter Länge bei nur 1,36 Meter Breite und führt in eine Grabkammer von 3,31 mal 2,50 Metern. Die Wände zeigen eine Bankettszene, Doppelflötenspieler sowie eine Tanzszene mit maskierten Figuren.</p>
<p>Die Akustikmessung ergab, dass Schall im Eingangskorridors eingefangen und nach außen abgeleitet wird, anstatt sich in der Grabkammer zu entfalten.</p>
<p>Die Nachhallzeiten in der Kammer sind kurz: Bei 125 Hz wurden 2,34 Sekunden gemessen, bei höheren Frequenzen ab 250 Hz lagen die Werte zwischen einer und 1,5 Sekunden. Bemerkenswert: Ausgerechnet ein Klapper-Instrument – das Crotalum, das die weibliche Tänzerin auf dem Wandbild hält – zählt zu den wenigen Instrumenten, die solche tiefen Frequenzen hätten erzeugen können. Ob die Darstellung absichtlich mit den akustischen Eigenschaften des Raums verknüpft wurde, lässt sich laut den Autoren nicht feststellen.</p>
<p>Die Salienz-Analyse zeigte, dass der Eingangskorridors kaum visuelle Reize bietet – eine Art sensorische Vorbereitung. Der Übergang zwischen Korridor und Kammer erzeugt einen deutlichen Anstieg visueller Aufmerksamkeit. Forte und Ortoleva beschreiben dieses Grab als "Visual-scape": einen Raum, in dem Bedeutung durch geordnete räumliche Navigation entsteht.</p>
<p>Die Kombination aus kurzen Nachhallzeiten und klaren Sichtachsen verbinden die Autoren mit dem Alpha-Wellenbereich im menschlichen Gehirn (8–12 Hz), der mit entspannter Aufmerksamkeit und fokussierter visueller Wahrnehmung assoziiert wird.</p>
<h3 class="subheading">Die Tomba dei Demoni Azzurri: Desorientierung als Ritual</h3>
<p>Die Tomba dei Demoni Azzurri, datiert auf 450 bis 420 v.u.Z., ist deutlich größer: Die Grabkammer misst 6,20 mal 6,10 Meter bei 2,70 Meter Höhe, der Eingangskorridors ist 13 Meter lang und 2,50 Meter breit – fast viermal so groß wie jene der Tomba del Gallo. Die Wände zeigen eine Bankettszene, eine Prozession sowie auf der rechten Wand mehrere Dämonen und ein Boot mit einer weiblichen und einer kleineren männlichen Figur. Dämonenfiguren galten in der etruskischen Ikonografie als Symbole des Jenseits.</p>
<p>Das Grab wurde laut Ausgrabungsbericht nur einmal illegal betreten. Im Eingangskorridors fanden sich Tierknochen von Hunden, Schweinen, Ziegen und zwei Pferden – Hinweise auf Kulthandlungen. Im Inneren der Kammer wurden Haufen verbrannter Überreste dokumentiert, darunter Eisenstäbe, Schildkrötenpanzer, attische Keramik sowie menschliche Knochen. Intakte menschliche Überreste wurden nicht gefunden.</p>
<p>Akustisch verhält sich dieses Grab grundlegend anders. Die gemessenen Nachhallzeiten sind außergewöhnlich lang: An der hinteren Wand wurde bei 125 Hz ein Wert von 7,52 Sekunden dokumentiert – vergleichbar mit Werten in Kathedralen wie der St. Paul's Cathedral in London. Schall aus dem Inneren dringt bis nach außen, und umgekehrt: Ortoleva berichtet, dass Stimmen von außerhalb des Grabes im Inneren gut zu hören waren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4912017" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10515701"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Antike-Schriftrollen-KI-entschluesselt-2-000-Jahre-alte-Geheimnisse-10515701.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="689" height="388" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/2/0/1/7/Papyrus1-67fd834b133ebcbe.png" alt="Papyrus von Fuße des Versuv" style="aspect-ratio:689 / 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Geheimnisse</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4690220" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9983201"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Praehistorisches-Koenigsgrab-in-China-entdeckt-Ein-Blick-in-die-Vergangenheit-9983201.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/9/0/2/2/0/shutterstock_1542390752-16317d57be58362f.jpeg" alt="Zwei Vasen " style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Zwei Vasen " style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Prähistorisches Königsgrab in China entdeckt: Ein Blick in die Vergangenheit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4845920" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10368116"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Roemische-Erinnerungskultur-Was-uns-die-Strassen-von-Pompeji-ueber-die-Rolle-der-antiken-Frau-lehren-10368116.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1500" height="843" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/4/5/9/2/0/Mostra_Essere_donna_nell_antica_Pompei__1_-5f6fbbe6104333e1.jpeg" alt="Männliche und weibliche Statue im antiken Pompej" style="aspect-ratio:1500 / 843"><img 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antiken Frau lehren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Salienz-Analyse identifiziert den blauen Dämon auf der rechten Wand als stärksten visuellen Aufmerksamkeitsanker der gesamten Kammer. "Die chromatischen Qualitäten des Dämons, kombiniert mit seiner aggressiven Haltung und räumlichen Prominenz in der Mitte der rechten Wand, erzeugen ein Element visueller Überraschung", schreiben Forte und Ortoleva. "Der visuelle Blick wird aufgehalten und die Aufmerksamkeit scheint gewaltsam eingefangen zu werden."</p>
<p>Die Autoren beschreiben eine dreiphasige Abfolge möglicher Bewusstseinszustände: Im Eingangsbereich hätten Besucher im Alpha-Zustand entspannter Aufmerksamkeit verweilt. Beim Anblick des blauen Dämons, kombiniert mit akustischer Desorientierung und dem Zusammenbruch der Sprachverständlichkeit, könnte ein Beta/Gamma-Zustand (13–30 Hz) ausgelöst worden sein – verbunden mit Alarmbereitschaft und Bedrohungswahrnehmung.</p>
<p>An der hinteren Wand schließlich hätten anhaltende Tieffrequenzen möglicherweise Theta-Wellenzustände (4–8 Hz) begünstigt, die mit tranceähnlichen Erfahrungen assoziiert werden.</p>
<h3 class="subheading">Offene Fragen</h3>
<p>Die Autoren betonen ausdrücklich, dass ihre Methode keine Rekonstruktion antiken Verhaltens darstellt, sondern die sensorischen Bedingungen modelliert, unter denen rituelle Erfahrungen stattgefunden haben könnten.</p>
<p>Handklatschen als Impulssignal sind bei Frequenzen unter 250 Hz weniger verlässlich als technisch aufwendigere Methoden – eine Einschränkung, die Forte und Ortoleva offen benennen.</p>
<p>Ob etruskische Architekten die akustischen Eigenschaften ihrer Grabkammern bewusst geplant haben oder ob diese als Nebenprodukt architektonischer Konventionen entstanden, bleibt nach ihrer Einschätzung eine offene Frage.</p>
2026-09-21T04:00:00.000Z
urn:bid:5168251
2026-09-20T17:50:00.000Z
Update: CDU scheitert in Schwerin an 5 Prozent und verliert auch in Berlin. Schwierige Regierungsbildungen zeichnen sich ab. Kanzler Merz will im Amt bleiben.</p>
<p>Die ersten Hochrechnungen in der <em>ARD</em> notieren für die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zwei Sieger: Im Nordosten liegt die AfD erstmals vorn und in der Hauptstadt wird die Linke erstmals stärkste Kraft. Gemeinsam ist beiden Ergebnissen die schwere Niederlage der CDU. </p>
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<p>In Mecklenburg-Vorpommern kommt die AfD laut <a href="https://www.tagesschau.de/inland/landtagswahlen/mecklenburg-vorpommern/mecklenburg-vorpommern-landtagswahl-ergebnis-100.html" rel="external noopener" target="_blank">ARD-Hochrechnung</a> von 19:27 auf 37,7 Prozent. Sie hat ihr Ergebnis von 2021 damit mehr als verdoppelt und erzielt ihr bislang bestes Resultat in dem Bundesland. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt auf 35,5 Prozent und ist erstmals seit 28 Jahren nicht mehr stärkste Kraft.</p>
<p>Die CDU erlebt einen historischen Absturz: Sie schaffte den Einzug in den Landtag nicht, blieb unter der Fünf-Prozent-Hürde, wie sich <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/landtagswahl/historisches-wahlergebnis-in-mv-cdu-raus-afd-vor-spd,mvwahl-370.html" rel="external noopener" target="_blank">zu später Stunde zeigte</a>. Das ist ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik. Die Linke erreicht 6,9 Prozent, die Grünen 5,5 Prozent. Das BSW steht mit genau 5,0 Prozent auf der Kippe und die FDP liegt bei einem Prozent.</p>
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<p>Obwohl die AfD stärkste Kraft wird, dürfte sie kaum regieren können: Alle übrigen Parteien haben eine Zusammenarbeit mit ihr ausgeschlossen. AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm sieht den "Regierungsauftrag" bei seiner Partei. Für Schwesigs bisheriges Bündnis aus SPD und Linken reicht es nicht mehr. Eine rot-rot-grüne Koalition könnte möglicherweise eine knappe Mehrheit erreichen. Entscheidend ist die endgültige Sitzverteilung.</p>
<h3 class="subheading">Berlin: Die Linke feiert</h3>
<p>In <a href="https://www.tagesschau.de/inland/landtagswahlen/berlin/2026/wahlergebnis-berlin-abgeordnetenhaus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Berlin</a> feiert die Linke einen historischen Erfolg. Mit 25,1 Prozent (<a href="https://www.tagesschau.de/inland/landtagswahlen/berlin/2026/wahlergebnis-berlin-abgeordnetenhaus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Hochrechnung von 19:27</a>) wird sie erstmals stärkste Kraft. Spitzenkandidatin Elif Eralp könnte damit als erste Politikerin ihrer Partei ins Rote Rathaus einziehen. Sie kündigte an, die Vergesellschaftung großer privater Wohnungskonzerne voranzutreiben.</p>
<p>Die bislang regierende CDU fällt von 28,2 auf 19,8 Prozent zurück. Auch die AfD legt deutlich zu: Sie steigt von 9,1 auf 15,6 Prozent. Die Grünen erreichen 14,9 Prozent, während die SPD auf zwölf Prozent abstürzt. Rechnerisch möglich wären sowohl ein Bündnis aus Linken, Grünen und SPD als auch eine Koalition von CDU, Grünen und SPD. Die Regierungsbildung dürfte in beiden Fällen schwierige Verhandlungen erfordern.</p>
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<p>Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte trotz der CDU-Niederlagen, im Amt bleiben und seinen Reformkurs fortsetzen zu wollen. „Die Reformen müssen kommen“, sagte der CDU-Chef. Nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt und dem historischen Absturz der CDU in Mecklenburg-Vorpommern wächst jedoch der Druck auf Merz. Die beiden Wahlen dürften die Unruhe in der Union weiter verschärfen.</p>
Update: CDU scheitert in Schwerin an 5 Prozent und verliert auch in Berlin. Schwierige Regierungsbildungen zeichnen sich ab. Kanzler Merz will im Amt bleiben.</p>
<p>Die ersten Hochrechnungen in der <em>ARD</em> notieren für die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zwei Sieger: Im Nordosten liegt die AfD erstmals vorn und in der Hauptstadt wird die Linke erstmals stärkste Kraft. Gemeinsam ist beiden Ergebnissen die schwere Niederlage der CDU. </p>
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<p>In Mecklenburg-Vorpommern kommt die AfD laut <a href="https://www.tagesschau.de/inland/landtagswahlen/mecklenburg-vorpommern/mecklenburg-vorpommern-landtagswahl-ergebnis-100.html" rel="external noopener" target="_blank">ARD-Hochrechnung</a> von 19:27 auf 37,7 Prozent. Sie hat ihr Ergebnis von 2021 damit mehr als verdoppelt und erzielt ihr bislang bestes Resultat in dem Bundesland. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt auf 35,5 Prozent und ist erstmals seit 28 Jahren nicht mehr stärkste Kraft.</p>
<p>Die CDU erlebt einen historischen Absturz: Sie schaffte den Einzug in den Landtag nicht, blieb unter der Fünf-Prozent-Hürde, wie sich <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/landtagswahl/historisches-wahlergebnis-in-mv-cdu-raus-afd-vor-spd,mvwahl-370.html" rel="external noopener" target="_blank">zu später Stunde zeigte</a>. Das ist ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik. Die Linke erreicht 6,9 Prozent, die Grünen 5,5 Prozent. Das BSW steht mit genau 5,0 Prozent auf der Kippe und die FDP liegt bei einem Prozent.</p>
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<p>Obwohl die AfD stärkste Kraft wird, dürfte sie kaum regieren können: Alle übrigen Parteien haben eine Zusammenarbeit mit ihr ausgeschlossen. AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm sieht den "Regierungsauftrag" bei seiner Partei. Für Schwesigs bisheriges Bündnis aus SPD und Linken reicht es nicht mehr. Eine rot-rot-grüne Koalition könnte möglicherweise eine knappe Mehrheit erreichen. Entscheidend ist die endgültige Sitzverteilung.</p>
<h3 class="subheading">Berlin: Die Linke feiert</h3>
<p>In <a href="https://www.tagesschau.de/inland/landtagswahlen/berlin/2026/wahlergebnis-berlin-abgeordnetenhaus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Berlin</a> feiert die Linke einen historischen Erfolg. Mit 25,1 Prozent (<a href="https://www.tagesschau.de/inland/landtagswahlen/berlin/2026/wahlergebnis-berlin-abgeordnetenhaus-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Hochrechnung von 19:27</a>) wird sie erstmals stärkste Kraft. Spitzenkandidatin Elif Eralp könnte damit als erste Politikerin ihrer Partei ins Rote Rathaus einziehen. Sie kündigte an, die Vergesellschaftung großer privater Wohnungskonzerne voranzutreiben.</p>
<p>Die bislang regierende CDU fällt von 28,2 auf 19,8 Prozent zurück. Auch die AfD legt deutlich zu: Sie steigt von 9,1 auf 15,6 Prozent. Die Grünen erreichen 14,9 Prozent, während die SPD auf zwölf Prozent abstürzt. Rechnerisch möglich wären sowohl ein Bündnis aus Linken, Grünen und SPD als auch eine Koalition von CDU, Grünen und SPD. Die Regierungsbildung dürfte in beiden Fällen schwierige Verhandlungen erfordern.</p>
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<p>Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte trotz der CDU-Niederlagen, im Amt bleiben und seinen Reformkurs fortsetzen zu wollen. „Die Reformen müssen kommen“, sagte der CDU-Chef. Nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt und dem historischen Absturz der CDU in Mecklenburg-Vorpommern wächst jedoch der Druck auf Merz. Die beiden Wahlen dürften die Unruhe in der Union weiter verschärfen.</p>
2026-09-20T17:50:00.000Z
urn:bid:5168169
2026-09-20T14:00:00.000Z
Tahr und Caracal kosten rechnerisch rund 570.000 Euro je Fahrzeug. Der Vergleich mit Russlands Billigmodell wirft Fragen zur Beschaffung auf. Eine Einschätzung.</p>
<p>Viel ist nicht dran am "Tahr". Drei Sitze, vier Räder, ein offener Aufbau und darüber ein Überrollkäfig. Der neue Geländewagen für die deutschen Spezialkräfte erinnert eher an einen Buggy als an ein klassisches Militärfahrzeug.</p>
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<h3 class="subheading">Leicht gebaut, teuer bezahlt</h3>
<p>In der Einsatz- und Gefechtsfahrzeug-Variante wiegt der Tahr leer rund 1,8 Tonnen und darf bis auf 3,4 Tonnen beladen werden. Grundlage ist eine Plattform des israelischen Herstellers IAI/ELTA. Das erste <a href="https://suv.report/erstes-nachweismuster-des-luftlandefahrzeugs-tahr-uebergeben/" rel="external noopener" target="_blank">Nachweismuster</a> wurde Mitte September präsentiert. Laut <a href="https://www.hartpunkt.de/fts-zeigt-erstmals-ksk-variante-des-egf-tahr/" rel="external noopener" target="_blank">Hartpunkt</a> kann das Fahrzeug zusätzlich Ausrüstung und Waffen aufnehmen.</p>
<p>Leicht ist allerdings nur das Fahrzeug. Der Preis liegt in einer anderen Gewichtsklasse.</p>
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<p>Im Oktober 2025 bestellte die Bundeswehr zunächst 54 Tahr für rund 30 bis 32 Millionen Euro. Umgelegt sind das etwa 556.000 bis 593.000 Euro je Fahrzeug – einschließlich weiterer Ausrüstung und Dienstleistungen.</p>
<p>Beim Caracal von Rheinmetall sieht es kaum anders aus. Für 1.508 der offenen Geländewagen auf Basis der Mercedes-Benz G-Klasse wurden rund 870 Millionen Euro bestellt. Das entspricht rechnerisch rund 577.000 Euro je Fahrzeug. Der Caracal lässt sich laut <a href="https://militarnyi.com/en/news/rheinmetall-designates-ukraine-as-pioneer-recipient-of-caracal-air-assault-vehicles/" rel="external noopener" target="_blank">Militarnyi</a> per Transporthubschrauber verlasten.</p>
<p>Zwei schwere Strandbuggys, jeder zum Preis eines komfortablen Einfamilienhauses.</p>
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<h3 class="subheading">Vom Stückpreis zur militärischen Leistung</h3>
<p>Eine halbe Million Euro sagt allerdings noch wenig darüber aus, ob ein Fahrzeug teuer ist. Entscheidend ist, welche Leistung man dafür bekommt. Erst der Preis pro erbrachter Leistung macht unterschiedliche Fahrzeuge vergleichbar.</p>
<p>Genau auf diesem Verhältnis beruht der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Material-Input_pro_Serviceeinheit" rel="external noopener" target="_blank">Materialinput pro Serviceeinheit</a>, kurz <a href="https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/1577/file/WS27e.pdf" rel="external noopener" target="_blank">MIPS</a>, den Friedrich Schmidt-Bleek Anfang der 1990er Jahre am Wuppertal Institut entwickelte. Der Nachhaltigkeitsindikator fragt nicht, wie viel Material in einem Produkt steckt, sondern wie viel Material nötig ist, um eine bestimmte Leistung zu erbringen.</p>
<p>Im Verkehr kann diese Serviceeinheit ein Personenkilometer sein. Damit lassen sich Auto, Fahrrad und Bahn trotz völlig unterschiedlicher Technik anhand derselben Leistung vergleichen.</p>
<p>Diese Logik lässt sich perfiderweise auf militärische Systeme übertragen. Aus dem Materialinput pro Serviceeinheit wird der Kapitaleinsatz pro Serviceeinheit, kurz KEPS:</p>
<p>KEPS = eingesetztes Kapital geteilt durch die erbrachte militärische Dienstleistung.</p>
<h3 class="subheading">Der Kampfpanzer als Logistikfahrzeug</h3>
<p>Beim Tahr müsste eine solche Serviceeinheit beispielsweise der Transport von drei Soldaten samt Ausrüstung über 100 Kilometer in definiertem Gelände und unter definierten Bedrohungsbedingungen sein. Damit steht dem Preis erstmals eine konkrete militärische Leistung gegenüber. Tahr, Caracal oder andere Transportmittel lassen sich auf dieselbe Serviceeinheit beziehen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168077" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459101"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-neue-deutsche-Militarismus-traegt-keine-Pickelhaube-11459101.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5692" height="3198" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/0/7/7/shutterstock_2335357143-31e8456277e20dcb.jpeg" alt="Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer salutiert, Verteidigungsminister Boris Pistorius steht ihm gegenüber." style="aspect-ratio:5692 / 3198"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5692" height="3198" alt="Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer salutiert, Verteidigungsminister Boris Pistorius steht ihm gegenüber." style="aspect-ratio:5692 / 3198;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der neue deutsche Militarismus trägt keine Pickelhaube</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167853" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458657"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/27-000-Verluste-monatlich-Die-Ukraine-stoesst-an-ihre-personelle-Grenze-11458657.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1690" height="949" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/8/5/3/Screenshot_2026-09-18_153539-2c2fa8507c5cd13b.png" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949"><img 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ihre personelle Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167758" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458469"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Frankreich-Le-Pen-stellt-Renten-gegen-die-Ukrainehilfe-11458469.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/7/5/8/Master_France-b8e42d8c79018ab5.jpeg" alt="Drei Pensionäre auf einer Bank in Südfrankreich" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Drei Pensionäre auf einer Bank in Südfrankreich" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Frankreich: Le Pen stellt Renten gegen die Ukrainehilfe</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166905" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11456773"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Was-wenn-Moskau-gewinnt-11456773.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4537" height="2549" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/9/0/5/shutterstock_2202935145-67210b02fed2a863.jpeg" alt="Mehrere Männer in grünen Anzügen" style="aspect-ratio:4537 / 2549"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4537" height="2549" alt="Mehrere Männer in grünen Anzügen" style="aspect-ratio:4537 / 2549;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine: Was, wenn Moskau gewinnt?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5165082" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11453203"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hybride-Kriegsfuehrung-Russlands-verwundbares-Hinterland-11453203.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/5/0/8/2/Master_Lange-154f261894af858a.jpeg" alt="Grafik zeigt einen Finger an einem Hany-Auslöser und einen brennenden Turm in der Ferne" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" 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data-component="Button" data-collapse-trigger="true" class="block whitespace-nowrap text-center leading-none border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Welche Sprengkraft eine solche Betrachtung entfalten kann, zeigt der Blick auf den Kampfpanzer. Klassisch betrachtet bündelt er Feuerkraft, Beweglichkeit und Schutz. KEPS betrachtet dagegen zunächst die Dienstleistung, die diese Funktionsaggregation leisten soll.</p>
<p>In der KEPS-Betrachtung wird aus dem Kampfpanzer ein Logistikfahrzeug: Seine Serviceeinheit ist die Zustellung eines Wirkmittels an einen bestimmten Ort unter definierten Bedingungen.</p>
<h3 class="subheading">Als die Kanone fahren lernte</h3>
<p>Dafür mussten aufgrund technischer Limitationen zahlreiche Funktionen zusammenarbeiten: Die Kanone stellt das eigentliche Wirkmittel zu, der Antrieb bringt die Kanone in Position, Sensorik und Besatzung bestimmen das Ziel, die Panzerung hält das System unter gegnerischer Wirkung einsatzfähig. Die eigentliche Wirkung erzeugt erst das Wirkmittel, die Granate, am Ziel.</p>
<p>Davon wiederum zu unterscheiden ist der militärische Zweck. Die zugestellte Wirkung kann etwa dazu dienen, einen Gegner zu bekämpfen, einen Raum zu sperren oder eigene Kräfte zu schützen. Dieser Zweck liegt eine Ebene hinter der eigentlich erbrachten Serviceeinheit.</p>
<p>Historisch entstand die Funktionsaggregation des Panzers aus einer technischen Zwangskopplung. 1916 war es eine technische Revolution, eine fahrende, gepanzerte Kanone über das erstarrte Schlachtfeld zu schicken. Die Kanone konnte samt Bedienung unter feindlichem Feuer beweglich werden. Das erforderte einen geschützten Raum, der wiederum Motor, Ketten und Getriebe brauchte.</p>
<h3 class="subheading">Die Granate übernimmt ihre eigene Zustellung</h3>
<p>Heute löst sich diese Zwangskopplung infolge der dramatischen <a href="https://www.telepolis.de/article/Russlands-Arena-M-gegen-FPV-Drohnen-Kann-der-Kampfpanzer-noch-ueberleben-11415063.html" rel="external noopener" target="_blank">Miniaturisierung</a> militärisch nutzbarer Schlüsseltechnologien. Eine Lawine von Wirkmitteln kann sich selbst zum Ziel tragen. Die Granate übernimmt ihre eigene Zustellung. Für die eigentliche Serviceeinheit – ein Wirkmittel an einen bestimmten Ort zu bringen – ist der Panzer damit schlicht überflüssig geworden.</p>
<p>KEPS steht nicht allein. In der Militärökonomie gibt es mit Cost per Effect (CPE) einen verwandten Ansatz. Bereits seit den 1950er Jahren werden Kosten auf militärische Ergebnisse bezogen. Neuere CPE-Ansätze wenden sich ausdrücklich gegen den Vergleich bloßer Stückkosten oder technischer Eigenschaften und fragen nach den Kosten eines erzielten militärischen Effekts.</p>
<p>Wie weit diese Betrachtung reicht, zeigt ein 2026 auf <a href="https://warontherocks.com/2026/02/beyond-the-missile-a-cost-per-effect-blueprint-for-the-future-force/" rel="external noopener" target="_blank">War on the Rocks</a> erschienener Beitrag von Erik Schuh. Ein Effekt kann dort vom taktischen Ergebnis bis zum Resultat einer gesamten Kampagne reichen. Schuh bevorzugt die Kampagnenebene: Entscheidend ist das Zusammenwirken von Plattformen, Waffen, Sensoren und weiteren Fähigkeiten.</p>
<h3 class="subheading">Vom Transport zur militärischen Wirkung</h3>
<p>Hier liegt der Unterschied zu KEPS. Die Serviceeinheit beschreibt eine abgegrenzte militärische Dienstleistung, unabhängig von ihrem späteren Zweck. Der Transport von drei Soldaten über hundert Kilometer bleibt dieselbe Serviceeinheit, gleichgültig, welchen Auftrag sie anschließend erfüllen. Ein "Effect" entsteht dagegen erst aus dem Zusammenwirken verschiedener Leistungen innerhalb einer Wirkungskette.</p>
<p>KEPS zerlegt damit die Produktionsseite dessen, was CPE auf der Wirkungsseite bewertet. Das lässt sich am Tahr zeigen: KEPS fragt, was es kostet, drei Soldaten samt Ausrüstung 100 Kilometer durch schwieriges Gelände zu transportieren.</p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166575" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11456112"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Israels-neues-U-Boot-aus-Kiel-Gebaut-fuer-den-Zweitschlag-11456112.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/5/7/5/Master_Lange-03481f0ba5e35ef4.jpeg" alt="U-Boot INS Drakon in Kieler Werft" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="U-Boot INS Drakon in Kieler Werft" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Israels neues U-Boot aus Kiel: Gebaut für den Zweitschlag?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164882" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452829"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-J-50-plant-den-naechsten-Sprung-bei-Stealth-und-Autonomie-11452829.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="863" height="485" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/8/8/2/G1wDsIpawAAW4BU-b73c74d95e8405e1-d8b760ee77c10dff.jpeg" alt="Ein Kampfjet auf einem Rollfeld" style="aspect-ratio:863 / 485"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="863" height="485" alt="Ein Kampfjet auf einem Rollfeld" style="aspect-ratio:863 / 485;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header 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index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Werk-Osnabrueck-Hier-sollen-bald-Raketen-statt-Autos-vom-Band-laufen-11451899.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1307" height="735" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/4/1/0/2ca1096b-d4eb-4403-bd60-06bdf4f02d1d-dd3887ab3d0d7198.jpeg" alt="Eine Rakete startet von einem Abschussgerät, Rauch steigt auf." style="aspect-ratio:1307 / 735"><img 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laufen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5162777" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11448704"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Covenant-baut-ab-2027-Marschflugkoerper-bei-Leipzig-11448704.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1155" height="649" 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md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Covenant baut ab 2027 Marschflugkörper bei Leipzig</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5160725" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11444655"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Molnija-und-Gerbera-Russlands-Waffen-der-Erschoepfung-11444655.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/0/7/2/5/Master_Lange-3e823a8c35a0125b.jpeg" alt="Drohnen in einem dunkelnden Himmel" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Drohnen in einem dunkelnden Himmel" 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rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" 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<p>CPE fragt eine Stufe später, was der gesamte Einsatz kostet, mit dem diese Soldaten etwa ein bestimmtes Ziel aufklären oder bekämpfen. Der Transport selbst ist nur eine Serviceeinheit innerhalb der Wirkungskette; das Ergebnis dieser Kette ist der "Effect".</p>
<p>Den Gegenentwurf und einen interessanten Vergleich zu westlichen Luxus-Strandbuggies liefert Russland. Seit 2023 beschafft es den chinesischen <a href="https://www.telepolis.de/article/Ukraine-Krieg-China-sendet-ueber-500-leichte-Gelaendewagen-nach-Russland-9574790.html" rel="external noopener" target="_blank">Desertcross 1000-3</a> in großer Stückzahl. Das zivile Geländefahrzeug bietet ebenfalls drei Personen Platz und trägt 550 Kilogramm Zuladung. <a href="https://www.armyrecognition.com/archives/archives-land-defense/land-defense-2023/china-delivers-more-than-2-100-desertcross-1000-3-atvs-to-russia" rel="external noopener" target="_blank">Army Recognition</a> bezifferte den Preis auf 17.100 bis 22.800 Dollar.</p>
<h3 class="subheading">Ein Tahr zum Preis von bis zu 33 Desertcross</h3>
<p>Damit lässt sich KEPS probeweise konkretisieren: Tahr und Desertcross können jeweils drei Soldaten samt Ausrüstung durch schwieriges Gelände transportieren. Damit ist eine gemeinsame Serviceeinheit umrissen.</p>
<p>Ein unmittelbarer Vergleich beider Fahrzeuge ist allerdings nur eingeschränkt möglich. Der rechnerische Tahr-Stückpreis umfasst weitere Ausrüstung und Dienstleistungen. Zudem können sich Geländegängigkeit, Luftverlastbarkeit, Kommunikationsausstattung, Zuverlässigkeit und militärische Nutzbarkeit erheblich unterscheiden. Für den Desertcross liegt dagegen lediglich ein veröffentlichter Beschaffungspreis vor.</p>
<p>Dennoch macht die Größenordnung den Vergleich relevant. Auf Grundlage der veröffentlichten Vertragswerte entfallen auf einen Tahr rechnerisch so viele Mittel wie auf 24 bis 33 Desertcross.</p>
<p>Ob beide die umrissene Serviceeinheit tatsächlich unter vergleichbaren Bedingungen und mit vergleichbarer Zuverlässigkeit erbringen, lässt sich anhand der verfügbaren Angaben nicht abschließend beurteilen. Das enorme Preisgefälle wirft jedoch die Frage auf, welche zusätzliche Leistung die deutsche Beschaffung dafür erhält.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Mehr Geld ist noch keine Kampfkraft</strong></h3>
<p>KEPS lässt sich auf den Ausgangsfall zumindest probeweise anwenden – nicht als abschließende Rechnung, wohl aber als Maßstab für die Frage, welche militärische Leistung mit dem eingesetzten Kapital tatsächlich eingekauft wird.</p>
<p>Die Entwicklungen im Ukraine-Krieg verleihen dieser Frage zusätzliche Dringlichkeit. In einer drohnengesättigten Frontzone ist ein leichter Geländewagen nicht unbedingt ein Investitionsgut für Jahrzehnte, sondern potenziell Verbrauchsmaterial.</p>
<p>Ein preisgünstiges Fahrzeug lässt sich ausschlachten und vergleichsweise einfach ersetzen. Unter solchen Bedingungen kann ein leicht ersetzbares Modell ökonomisch sinnvoller sein als ein technisch anspruchsvolles Fahrzeug, das auf lange Nutzung und aufwendige Betreuung ausgelegt ist.</p>
<p>Deutschland stellt seiner Bundeswehr derzeit enorme Mittel zur Verfügung. Doch mehr Geld führt nur dann zu größerer militärischer Stärke, wenn damit auch entsprechend mehr militärische Leistung eingekauft wird.</p>
<p>Die betrachteten Beschaffungen werfen die Frage auf, ob dieses Verhältnis noch stimmt. Die Gefahr besteht darin, dass der neue Geldsegen nicht im gleichen Maß zu mehr Kampfkraft führt, sondern vor allem die Preise hoch spezialisierter Einzellösungen weiter steigen lässt.</p>
<p>Welche militärische Leistung die Bundeswehr für ihre zusätzlichen Milliarden erhält, muss deshalb zum Maßstab jeder Beschaffung werden.</p>
Tahr und Caracal kosten rechnerisch rund 570.000 Euro je Fahrzeug. Der Vergleich mit Russlands Billigmodell wirft Fragen zur Beschaffung auf. Eine Einschätzung.</p>
<p>Viel ist nicht dran am "Tahr". Drei Sitze, vier Räder, ein offener Aufbau und darüber ein Überrollkäfig. Der neue Geländewagen für die deutschen Spezialkräfte erinnert eher an einen Buggy als an ein klassisches Militärfahrzeug.</p>
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<h3 class="subheading">Leicht gebaut, teuer bezahlt</h3>
<p>In der Einsatz- und Gefechtsfahrzeug-Variante wiegt der Tahr leer rund 1,8 Tonnen und darf bis auf 3,4 Tonnen beladen werden. Grundlage ist eine Plattform des israelischen Herstellers IAI/ELTA. Das erste <a href="https://suv.report/erstes-nachweismuster-des-luftlandefahrzeugs-tahr-uebergeben/" rel="external noopener" target="_blank">Nachweismuster</a> wurde Mitte September präsentiert. Laut <a href="https://www.hartpunkt.de/fts-zeigt-erstmals-ksk-variante-des-egf-tahr/" rel="external noopener" target="_blank">Hartpunkt</a> kann das Fahrzeug zusätzlich Ausrüstung und Waffen aufnehmen.</p>
<p>Leicht ist allerdings nur das Fahrzeug. Der Preis liegt in einer anderen Gewichtsklasse.</p>
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<p>Im Oktober 2025 bestellte die Bundeswehr zunächst 54 Tahr für rund 30 bis 32 Millionen Euro. Umgelegt sind das etwa 556.000 bis 593.000 Euro je Fahrzeug – einschließlich weiterer Ausrüstung und Dienstleistungen.</p>
<p>Beim Caracal von Rheinmetall sieht es kaum anders aus. Für 1.508 der offenen Geländewagen auf Basis der Mercedes-Benz G-Klasse wurden rund 870 Millionen Euro bestellt. Das entspricht rechnerisch rund 577.000 Euro je Fahrzeug. Der Caracal lässt sich laut <a href="https://militarnyi.com/en/news/rheinmetall-designates-ukraine-as-pioneer-recipient-of-caracal-air-assault-vehicles/" rel="external noopener" target="_blank">Militarnyi</a> per Transporthubschrauber verlasten.</p>
<p>Zwei schwere Strandbuggys, jeder zum Preis eines komfortablen Einfamilienhauses.</p>
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<h3 class="subheading">Vom Stückpreis zur militärischen Leistung</h3>
<p>Eine halbe Million Euro sagt allerdings noch wenig darüber aus, ob ein Fahrzeug teuer ist. Entscheidend ist, welche Leistung man dafür bekommt. Erst der Preis pro erbrachter Leistung macht unterschiedliche Fahrzeuge vergleichbar.</p>
<p>Genau auf diesem Verhältnis beruht der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Material-Input_pro_Serviceeinheit" rel="external noopener" target="_blank">Materialinput pro Serviceeinheit</a>, kurz <a href="https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/1577/file/WS27e.pdf" rel="external noopener" target="_blank">MIPS</a>, den Friedrich Schmidt-Bleek Anfang der 1990er Jahre am Wuppertal Institut entwickelte. Der Nachhaltigkeitsindikator fragt nicht, wie viel Material in einem Produkt steckt, sondern wie viel Material nötig ist, um eine bestimmte Leistung zu erbringen.</p>
<p>Im Verkehr kann diese Serviceeinheit ein Personenkilometer sein. Damit lassen sich Auto, Fahrrad und Bahn trotz völlig unterschiedlicher Technik anhand derselben Leistung vergleichen.</p>
<p>Diese Logik lässt sich perfiderweise auf militärische Systeme übertragen. Aus dem Materialinput pro Serviceeinheit wird der Kapitaleinsatz pro Serviceeinheit, kurz KEPS:</p>
<p>KEPS = eingesetztes Kapital geteilt durch die erbrachte militärische Dienstleistung.</p>
<h3 class="subheading">Der Kampfpanzer als Logistikfahrzeug</h3>
<p>Beim Tahr müsste eine solche Serviceeinheit beispielsweise der Transport von drei Soldaten samt Ausrüstung über 100 Kilometer in definiertem Gelände und unter definierten Bedrohungsbedingungen sein. Damit steht dem Preis erstmals eine konkrete militärische Leistung gegenüber. Tahr, Caracal oder andere Transportmittel lassen sich auf dieselbe Serviceeinheit beziehen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168077" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459101"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-neue-deutsche-Militarismus-traegt-keine-Pickelhaube-11459101.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5692" height="3198" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/0/7/7/shutterstock_2335357143-31e8456277e20dcb.jpeg" alt="Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer salutiert, Verteidigungsminister Boris Pistorius steht ihm gegenüber." style="aspect-ratio:5692 / 3198"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5692" height="3198" alt="Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer salutiert, Verteidigungsminister Boris Pistorius steht ihm gegenüber." style="aspect-ratio:5692 / 3198;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der neue deutsche Militarismus trägt keine Pickelhaube</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167853" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458657"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/27-000-Verluste-monatlich-Die-Ukraine-stoesst-an-ihre-personelle-Grenze-11458657.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1690" height="949" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/8/5/3/Screenshot_2026-09-18_153539-2c2fa8507c5cd13b.png" alt="Donald Tusk spricht im polnischen Sejm und beziffert die ukrainischen Verluste." style="aspect-ratio:1690 / 949"><img 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ihre personelle Grenze</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167758" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458469"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Frankreich-Le-Pen-stellt-Renten-gegen-die-Ukrainehilfe-11458469.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img 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max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Frankreich: Le Pen stellt Renten gegen die Ukrainehilfe</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166905" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11456773"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ukraine-Was-wenn-Moskau-gewinnt-11456773.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4537" height="2549" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/9/0/5/shutterstock_2202935145-67210b02fed2a863.jpeg" alt="Mehrere Männer in grünen Anzügen" style="aspect-ratio:4537 / 2549"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4537" height="2549" alt="Mehrere Männer in grünen Anzügen" style="aspect-ratio:4537 / 2549;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ukraine: Was, wenn Moskau gewinnt?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5165082" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11453203"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hybride-Kriegsfuehrung-Russlands-verwundbares-Hinterland-11453203.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/5/0/8/2/Master_Lange-154f261894af858a.jpeg" alt="Grafik zeigt einen Finger an einem Hany-Auslöser und einen brennenden Turm in der Ferne" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" 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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Welche Sprengkraft eine solche Betrachtung entfalten kann, zeigt der Blick auf den Kampfpanzer. Klassisch betrachtet bündelt er Feuerkraft, Beweglichkeit und Schutz. KEPS betrachtet dagegen zunächst die Dienstleistung, die diese Funktionsaggregation leisten soll.</p>
<p>In der KEPS-Betrachtung wird aus dem Kampfpanzer ein Logistikfahrzeug: Seine Serviceeinheit ist die Zustellung eines Wirkmittels an einen bestimmten Ort unter definierten Bedingungen.</p>
<h3 class="subheading">Als die Kanone fahren lernte</h3>
<p>Dafür mussten aufgrund technischer Limitationen zahlreiche Funktionen zusammenarbeiten: Die Kanone stellt das eigentliche Wirkmittel zu, der Antrieb bringt die Kanone in Position, Sensorik und Besatzung bestimmen das Ziel, die Panzerung hält das System unter gegnerischer Wirkung einsatzfähig. Die eigentliche Wirkung erzeugt erst das Wirkmittel, die Granate, am Ziel.</p>
<p>Davon wiederum zu unterscheiden ist der militärische Zweck. Die zugestellte Wirkung kann etwa dazu dienen, einen Gegner zu bekämpfen, einen Raum zu sperren oder eigene Kräfte zu schützen. Dieser Zweck liegt eine Ebene hinter der eigentlich erbrachten Serviceeinheit.</p>
<p>Historisch entstand die Funktionsaggregation des Panzers aus einer technischen Zwangskopplung. 1916 war es eine technische Revolution, eine fahrende, gepanzerte Kanone über das erstarrte Schlachtfeld zu schicken. Die Kanone konnte samt Bedienung unter feindlichem Feuer beweglich werden. Das erforderte einen geschützten Raum, der wiederum Motor, Ketten und Getriebe brauchte.</p>
<h3 class="subheading">Die Granate übernimmt ihre eigene Zustellung</h3>
<p>Heute löst sich diese Zwangskopplung infolge der dramatischen <a href="https://www.telepolis.de/article/Russlands-Arena-M-gegen-FPV-Drohnen-Kann-der-Kampfpanzer-noch-ueberleben-11415063.html" rel="external noopener" target="_blank">Miniaturisierung</a> militärisch nutzbarer Schlüsseltechnologien. Eine Lawine von Wirkmitteln kann sich selbst zum Ziel tragen. Die Granate übernimmt ihre eigene Zustellung. Für die eigentliche Serviceeinheit – ein Wirkmittel an einen bestimmten Ort zu bringen – ist der Panzer damit schlicht überflüssig geworden.</p>
<p>KEPS steht nicht allein. In der Militärökonomie gibt es mit Cost per Effect (CPE) einen verwandten Ansatz. Bereits seit den 1950er Jahren werden Kosten auf militärische Ergebnisse bezogen. Neuere CPE-Ansätze wenden sich ausdrücklich gegen den Vergleich bloßer Stückkosten oder technischer Eigenschaften und fragen nach den Kosten eines erzielten militärischen Effekts.</p>
<p>Wie weit diese Betrachtung reicht, zeigt ein 2026 auf <a href="https://warontherocks.com/2026/02/beyond-the-missile-a-cost-per-effect-blueprint-for-the-future-force/" rel="external noopener" target="_blank">War on the Rocks</a> erschienener Beitrag von Erik Schuh. Ein Effekt kann dort vom taktischen Ergebnis bis zum Resultat einer gesamten Kampagne reichen. Schuh bevorzugt die Kampagnenebene: Entscheidend ist das Zusammenwirken von Plattformen, Waffen, Sensoren und weiteren Fähigkeiten.</p>
<h3 class="subheading">Vom Transport zur militärischen Wirkung</h3>
<p>Hier liegt der Unterschied zu KEPS. Die Serviceeinheit beschreibt eine abgegrenzte militärische Dienstleistung, unabhängig von ihrem späteren Zweck. Der Transport von drei Soldaten über hundert Kilometer bleibt dieselbe Serviceeinheit, gleichgültig, welchen Auftrag sie anschließend erfüllen. Ein "Effect" entsteht dagegen erst aus dem Zusammenwirken verschiedener Leistungen innerhalb einer Wirkungskette.</p>
<p>KEPS zerlegt damit die Produktionsseite dessen, was CPE auf der Wirkungsseite bewertet. Das lässt sich am Tahr zeigen: KEPS fragt, was es kostet, drei Soldaten samt Ausrüstung 100 Kilometer durch schwieriges Gelände zu transportieren.</p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166575" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11456112"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Israels-neues-U-Boot-aus-Kiel-Gebaut-fuer-den-Zweitschlag-11456112.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/5/7/5/Master_Lange-03481f0ba5e35ef4.jpeg" alt="U-Boot INS Drakon in Kieler Werft" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="U-Boot INS Drakon in Kieler Werft" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Israels neues U-Boot aus Kiel: Gebaut für den Zweitschlag?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164882" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11452829"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-J-50-plant-den-naechsten-Sprung-bei-Stealth-und-Autonomie-11452829.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="863" height="485" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/8/8/2/G1wDsIpawAAW4BU-b73c74d95e8405e1-d8b760ee77c10dff.jpeg" alt="Ein Kampfjet auf einem Rollfeld" style="aspect-ratio:863 / 485"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="863" height="485" alt="Ein Kampfjet auf einem Rollfeld" style="aspect-ratio:863 / 485;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas J-50 plant den nächsten Sprung bei Stealth und Autonomie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5164410" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11451899"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/VW-Werk-Osnabrueck-Hier-sollen-bald-Raketen-statt-Autos-vom-Band-laufen-11451899.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1307" height="735" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/4/4/1/0/2ca1096b-d4eb-4403-bd60-06bdf4f02d1d-dd3887ab3d0d7198.jpeg" alt="Eine Rakete startet von einem Abschussgerät, Rauch steigt auf." style="aspect-ratio:1307 / 735"><img 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laufen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5162777" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11448704"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Covenant-baut-ab-2027-Marschflugkoerper-bei-Leipzig-11448704.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1155" height="649" 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md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Covenant baut ab 2027 Marschflugkörper bei Leipzig</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5160725" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11444655"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Molnija-und-Gerbera-Russlands-Waffen-der-Erschoepfung-11444655.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/0/7/2/5/Master_Lange-3e823a8c35a0125b.jpeg" alt="Drohnen in einem dunkelnden Himmel" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Drohnen in einem dunkelnden Himmel" 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rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" 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<p>CPE fragt eine Stufe später, was der gesamte Einsatz kostet, mit dem diese Soldaten etwa ein bestimmtes Ziel aufklären oder bekämpfen. Der Transport selbst ist nur eine Serviceeinheit innerhalb der Wirkungskette; das Ergebnis dieser Kette ist der "Effect".</p>
<p>Den Gegenentwurf und einen interessanten Vergleich zu westlichen Luxus-Strandbuggies liefert Russland. Seit 2023 beschafft es den chinesischen <a href="https://www.telepolis.de/article/Ukraine-Krieg-China-sendet-ueber-500-leichte-Gelaendewagen-nach-Russland-9574790.html" rel="external noopener" target="_blank">Desertcross 1000-3</a> in großer Stückzahl. Das zivile Geländefahrzeug bietet ebenfalls drei Personen Platz und trägt 550 Kilogramm Zuladung. <a href="https://www.armyrecognition.com/archives/archives-land-defense/land-defense-2023/china-delivers-more-than-2-100-desertcross-1000-3-atvs-to-russia" rel="external noopener" target="_blank">Army Recognition</a> bezifferte den Preis auf 17.100 bis 22.800 Dollar.</p>
<h3 class="subheading">Ein Tahr zum Preis von bis zu 33 Desertcross</h3>
<p>Damit lässt sich KEPS probeweise konkretisieren: Tahr und Desertcross können jeweils drei Soldaten samt Ausrüstung durch schwieriges Gelände transportieren. Damit ist eine gemeinsame Serviceeinheit umrissen.</p>
<p>Ein unmittelbarer Vergleich beider Fahrzeuge ist allerdings nur eingeschränkt möglich. Der rechnerische Tahr-Stückpreis umfasst weitere Ausrüstung und Dienstleistungen. Zudem können sich Geländegängigkeit, Luftverlastbarkeit, Kommunikationsausstattung, Zuverlässigkeit und militärische Nutzbarkeit erheblich unterscheiden. Für den Desertcross liegt dagegen lediglich ein veröffentlichter Beschaffungspreis vor.</p>
<p>Dennoch macht die Größenordnung den Vergleich relevant. Auf Grundlage der veröffentlichten Vertragswerte entfallen auf einen Tahr rechnerisch so viele Mittel wie auf 24 bis 33 Desertcross.</p>
<p>Ob beide die umrissene Serviceeinheit tatsächlich unter vergleichbaren Bedingungen und mit vergleichbarer Zuverlässigkeit erbringen, lässt sich anhand der verfügbaren Angaben nicht abschließend beurteilen. Das enorme Preisgefälle wirft jedoch die Frage auf, welche zusätzliche Leistung die deutsche Beschaffung dafür erhält.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Mehr Geld ist noch keine Kampfkraft</strong></h3>
<p>KEPS lässt sich auf den Ausgangsfall zumindest probeweise anwenden – nicht als abschließende Rechnung, wohl aber als Maßstab für die Frage, welche militärische Leistung mit dem eingesetzten Kapital tatsächlich eingekauft wird.</p>
<p>Die Entwicklungen im Ukraine-Krieg verleihen dieser Frage zusätzliche Dringlichkeit. In einer drohnengesättigten Frontzone ist ein leichter Geländewagen nicht unbedingt ein Investitionsgut für Jahrzehnte, sondern potenziell Verbrauchsmaterial.</p>
<p>Ein preisgünstiges Fahrzeug lässt sich ausschlachten und vergleichsweise einfach ersetzen. Unter solchen Bedingungen kann ein leicht ersetzbares Modell ökonomisch sinnvoller sein als ein technisch anspruchsvolles Fahrzeug, das auf lange Nutzung und aufwendige Betreuung ausgelegt ist.</p>
<p>Deutschland stellt seiner Bundeswehr derzeit enorme Mittel zur Verfügung. Doch mehr Geld führt nur dann zu größerer militärischer Stärke, wenn damit auch entsprechend mehr militärische Leistung eingekauft wird.</p>
<p>Die betrachteten Beschaffungen werfen die Frage auf, ob dieses Verhältnis noch stimmt. Die Gefahr besteht darin, dass der neue Geldsegen nicht im gleichen Maß zu mehr Kampfkraft führt, sondern vor allem die Preise hoch spezialisierter Einzellösungen weiter steigen lässt.</p>
<p>Welche militärische Leistung die Bundeswehr für ihre zusätzlichen Milliarden erhält, muss deshalb zum Maßstab jeder Beschaffung werden.</p>
2026-09-20T14:00:00.000Z
urn:bid:5167566
2026-09-20T12:00:00.000Z
Belgien, Kroatien, Griechenland – überall ist Benzin günstiger als in Deutschland. Der Grund liegt nicht nur bei den Steuern, sondern auch bei der Regulierung.</p>
<p>Mit einer Tankfüllung den Wert des eigenen Fahrzeugs zu verdoppeln – nie schien dieser Witz realistischer zu sein als während der aktuellen Energiekrise.</p>
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<p>Wenn die Entwicklung der Energiepreise so weiter geht, dann brauchen die üblichen Angeber unter den Zeitgenossen nicht mehr mit einem dicken SUV oder exklusiven Sportwagen vorzufahren, um ihren Reichtum zu präsentieren. Die Vorlage einer Tankrechnung vom letzten Volltanken dürfte reichen.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Energiepreise als Wahlkampfthema</strong></h3>
<p>Die hohen Energiepreise beschäftigen mehrere Regierungen in der EU. Der Druck durch das Umfragehoch und das jüngste Wahldebakel in Sachsen-Anhalt auf Bundeskanzler Friedrich Merz ist so hoch, dass er entgegen früheren Aussagen kurz vor den Abgeordnetenhauswahl in Berlin und Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern Maßnahmen zur Abfederung der hohen Energiekosten ankündigen musste.</p>
<p>Merz' EVP-Kollege, der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis steht ebenfalls spätestens im Frühjahr 2027 vor Wahlen. Auch er ergreift wegen der jüngsten Preisentwicklungen Maßnahmen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167531" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458017"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Spritpreise-Entlastung-ohne-Konzept-11458017.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7008" height="3938" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/5/3/1/shutterstock_2758255093-152694317160be01.jpeg" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7008" height="3938" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Spritpreise: Entlastung ohne Konzept?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Anders als Merz, dessen Tankrabatt über 17 Eurocent vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2026 vor allem in die Kasse der Mineralölindustrie floss, hat Mitsotakis Erfahrung mit gezielten Maßnahmen, die einkommensabhängig Verbrauchern zugutekam.</p>
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<p>Während diese Zeilen getippt werden, kostet ein Liter Super 95 Benzin in Aachen Lichtenbusch 2,41 Euro. In beinahe unmittelbarer Nähe, direkt hinter der deutschen Grenze bei Lichtenbusch kostet der gleiche Sprit im belgischen Raeren an der Autobahntankstelle 2,06 Euro pro Liter.</p>
<p>In Kroatien gibt es den Liter Sprit für 1,73 Euro. Ein Liter Benzin kostet in Athen im Stadtteil Kypseli 2,14 Euro. Nahe der Inselhauptstadt Chalkida der Insel Euböa, wo es normalerweise teurer ist, gibt es den gleichen Preis. Auf abgelegenen Inseln wie den Kykladen können Preise von beinahe 2,40 Euro verlangt werden. Rund 2,16 Euro sind im nordgriechischen Kilkis fällig.</p>
<p>Auch hier kann man mit einem Grenzübertritt nach Nordmazedonien viel Geld beim Tanken sparen. Denn außerhalb der EU kostet das Tanken von Benzin im kleinen Binnenstaat nur rund 1,63 Euro pro Liter.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Unterschiedliche Besteuerung sorgt für große Preisunterschiede</strong></h3>
<p>Beim Vergleich der Kraftstoffkosten wird schnell übersehen, dass die Kaufkraft und die Steuerlast in den einzelnen Staaten unterschiedlich sind. Beachtet man zum Beispiel, dass die CO2-Abgabe nur in Deutschland erhoben wird, müssen für einen Vergleich pro Liter Benzin zwischen 15,7 und 18,6 Eurocent vom deutschen Preis abgezogen werden. Von diesem Geld gehen 13,2 bis 15,6 Eurocent in den Klima- und Transformationsfonds. Dazu kommt die auf den Zuschlag erhobene Mehrwertsteuer.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5121154" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11373241"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-Kraftstoffpreise-nominal-auf-Hoechststaenden-11373241.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/1/1/5/4/auto-spardose-4-ffdad2d3a454cb42.jpeg" alt="Spardose in Autoform und Euromünze mit Tropfen als Motiv" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Spardose in Autoform und Euromünze mit Tropfen als Motiv" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland: Kraftstoffpreise nominal auf Höchstständen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die restliche Preisdifferenz lässt sich auch erklären. In Deutschland beträgt die feste Energiesteuer auf einen Liter Benzin ca. 65,45 Eurocent. In Belgien liegt die entsprechende Verbrauchssteuer (Accise) bei knapp 59 Cent.</p>
<p>Da zudem die belgischen Autobahntankstellen keinen so hohen Preisaufschlag verlangen, wie es in Deutschland üblich ist, sind die Kraftstoffpreise ohne die länderspezifischen Steuern vergleichbar.</p>
<p>So lässt sich auch erklären, warum ein Liter Super 95 auf Zypern schon für 1,63 Euro erhältlich ist, obwohl der Sprit der Inselrepublik von griechischen Raffinerien und griechischen Energieunternehmen stammt.</p>
<p>Übrigens sorgt die 2026 gestiegene CO2-Abgabe dafür, dass Sprit in Deutschland nun mehr kostet als in Griechenland, wo diese Abgabe nicht erhoben wird. Dafür hat Griechenland aber mit 24 Prozent Mehrwertsteuer und einer Energiesteuer von 70 Eurocent pro Liter Benzin eine höhere übrige Abgabenbelastung.</p>
<p>Es dürfte für die deutschen Verbraucher wenig Trost sein, dass die Griechen und Nordmazedonier gemessen an ihrem Einkommen mehr für das Benzin zahlen als sie. Ebenso tröstet es die Griechen nicht, dass sie alles in allem ein vergleichbares <a href="https://wage.is/north-macedonia/vs/greece/" rel="external noopener" target="_blank">Kaufkraftniveau</a> wie die Nordmazedonier haben.</p>
<p>Kroatien hat im Vergleich zu beiden das höhere Kaufkraftniveau und somit die erschwinglichsten Benzinpreise.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Gewinnmargenbegrenzung als Stabilitätsanker</strong></h3>
<p>Was in Griechenland und Kroatien dagegen ähnlich ist, ist die Absicherung gegen eine extreme Volatilität der Preise. Es gibt eine Gewinnmargenbegrenzung. Kroatien hat zusätzlich eine variable, wöchentlich gemäß der Marktentwicklung angepasste Preisobergrenze. Slowenien hat ein System nach kroatischen Muster eingeführt.</p>
<p>In Griechenland kündigte Premier Mitsotakis nun erneut eine Preisobergrenze – zunächst für Heizöl an. Teurer als 1,74 Euro pro Liter soll es nicht werden. Bei den aktuellen Marktpreisen und den geltenden Energiesteuern würde Heizöl in Griechenland aktuell mehr als 1,95 Euro pro Liter kosten. Es wird erst ab Oktober und bis April angeboten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5046961" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11214144"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Was-tun-gegen-und-mit-hohen-Kraftstoffpreisen-11214144.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/6/9/6/1/schraubzwingegewinn2-1e969927f7f0249f.jpeg" alt="Bei zwei Preissäulen wird das Segment "Gewinn" durch Schraubzwingen gedeckelt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Bei zwei Preissäulen wird das Segment "Gewinn" durch Schraubzwingen gedeckelt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Was tun gegen und mit hohen Kraftstoffpreisen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In Deutschland hat man versucht, mit der Erlaubnis lediglich einmal pro Tag die Kraftstoffpreise zu erhöhen, die Preissprünge im Rahmen zu halten. Der Erfolg dieser Maßnahme blieb sehr überschaubar. Die Griechen haben dagegen die Regelung, dass mit der Gewinnmargenbegrenzung Preiserhöhungen nur bei neuen Kraftstofflieferungen möglich sind.</p>
<p>Diese Maßnahme scheint besser zu wirken. Sie ist eine Erklärung dafür, warum in der Hauptstadtregion die Preise situativ auf gleichem Niveau wie auf Euböa sind. Denn rund um Athen wird mehr Sprit verbraucht und die Tankstellen werden öfter beliefert.</p>
<p>Man kann auch diese Margenbegrenzung mit einem mehr oder weniger legalen Trick umgehen. Angenommen die Tanks einer Tankstelle sind noch gut gefüllt mit preiswert erworbenen Sprit. Und man füllt teureren Sprit mit einer frischen Lieferung dazu. Dann kann man auf Basis der neuen Lieferung die Preise anpassen, erklärte ein Tankstellenbetreiber auf Euböa.</p>
<p>Noch scheinen die Kontrolleure nicht so genau hinzusehen. Umgekehrt kann bei sinkenden Preisen zunächst der teure Sprit abverkauft werden. Je weniger dicht das Tankstellennetz ist, umso mehr können die Betreiber ihre Kunden ausnutzen.</p>
<p>Dazu gibt es in Griechenland einkommensabhängige Energiekostenbeihilfen. Auf Grundlage der letzten Steuererklärung gab es im Frühjahr zu Beginn des Iran-Kriegs für April und Mai bis zu 60 Euro.</p>
<p>Berechtigt waren Alleinstehende mit einem Jahres-Einkommen von bis zu 25.000 Euro, beziehungsweise Ehepaare mit bis zu 35.000 Euro. Pro unterstütztem Kind erhöhte sich dieser Beitrag um jeweils 5.000 Euro. Die 60 Euro gab es für Autofahrer auf Inseln, auf dem Festland waren es 50 Euro. Wer statt eines Autos ein angemeldetes Motorrad hat, bekam 35 Euro auf dem Festland und 40 Euro als Insulaner.</p>
<p>Nach dem gleichen Muster werden Heizkosten bezuschusst. Je nach klimatischen Bedingungen am Wohnort und analog zum Einkommen gibt es Prämien. Diese werden wie beim Tankzuschuss über das persönliche steuerliche Konto der Betroffenen ausgezahlt. Zusätzlich gab es für Diesel-Fahrzeuge eine direkte Steuerentlastung von rund 20 Eurocent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer direkt an der Zapfsäule.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5075573" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11280362"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Oberlandesgericht-Duesseldorf-stoppt-Untersuchung-des-Kraftstoffgrosshandels-11280362.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/5/5/7/3/kanister-kartell-f2-cff5c569a39b8595.jpeg" alt="Offenes Schloss mit Paragraphen-Schlüsselloch hält vier Benzinkannister zusammen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Offenes Schloss mit Paragraphen-Schlüsselloch hält vier Benzinkannister zusammen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Oberlandesgericht Düsseldorf stoppt Untersuchung des Kraftstoffgroßhandels</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062149" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254420"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Das-Elend-mit-den-Kraftstoffpreisen-11254420.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6144" height="3452" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/1/4/9/FOTOGRIN-811d93792ebd7b2c.jpeg" alt="Roter Drehgrgriff für ein Pipeline-Sperrventil vor dem Hintergrund verschwimmender Kursnotierungen" style="aspect-ratio:6144 / 3452"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6144" height="3452" alt="Roter Drehgrgriff für ein Pipeline-Sperrventil vor dem Hintergrund verschwimmender Kursnotierungen" style="aspect-ratio:6144 / 3452;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Das deutsche Elend mit den Kraftstoffpreisen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Da Diesel in Griechenland in der Regel zur Berufsausübung zugelassen werden, galt dies als gezielte Maßnahme zur Begrenzung von Transportkosten und damit mittelbar als Inflationsbremse. Aktuell wird eine Wiederauflage dieser Maßnahmen angedacht. Ein Steuerzuschuss von aktuell 15 Eurocent für jeden Liter Diesel ist aktuell bis Ende September gültig. Bei jedem Liter Benzin gibt es zehn Eurocent Tankrabatt.</p>
<p>Der griechische Finanzminister Kyriakos Pierrakakis ist als Chef der Eurogruppe offen für eine Wiederauflage der griechischen Maßnahmen aber auch für <a href="https://www.tovima.gr/2026/09/17/finance/akriveia-sto-trapezi-neo-fuel-pass-kai-ayksiseis-sto-epidoma-thermansis-ayrio-to-eurogroup/" rel="external noopener" target="_blank">neue Vorschläge</a> der Mitgliedsstaaten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Öffentlicher Nahverkehr für Personen und Zuschüsse für den Güterverkehr</strong></h3>
<p>Das Science Media Center fragte bei Experten in Deutschland nach, um deren Vorschläge und Ansichten für die Bewältigung der Energiekosten zu erfahren. Der Volkswirtschaftler der Uni Lüneburg, Prof. Dr. Thomas Wein favorisiert "eine – niedrige – Energiekostenpauschale wie 2022 und eine Erhöhung der Pendlerpauschale.</p>
<p>Mit der Energiekostenpauschale, die als Einkommen in der Einkommensteuer anzurechnen wäre, sollten vor allem die Vorteile der Energiepreissteigerungen für den Staat ausgeglichen werden, Stichwort höheres Mehrwertsteueraufkommen."</p>
<p>Bei einem Preisdeckel befürchtet er eine Erhöhung des Maximalpreises. Und er sieht eine Gefahr für die Versorgungssicherheit:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wird jedoch dieser administrative Preis (Maximalpreis) zu niedrig angesetzt, könnte das Rohöl in anderen Ländern vermarktet werden und es könnte zu Versorgungsengpässen im Inland kommen."</p>
<p>Dr. Mats Kahl, Gastprofessor für Volkswirtschaftslehre, Universidad Carlos III de Madrid – Institute of Economics, Spanien, meint, dass ein Tankrabatt vor allem höheren Einkommensgruppen zugutekommen würde und damit nicht zielgerichtet sei. Er sieht eine Lösung in der verstärkten Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs und einer Entlastung des Güterverkehrs. Zudem sollten Einkommensschwache finanziell unterstützt werden.</p>
Belgien, Kroatien, Griechenland – überall ist Benzin günstiger als in Deutschland. Der Grund liegt nicht nur bei den Steuern, sondern auch bei der Regulierung.</p>
<p>Mit einer Tankfüllung den Wert des eigenen Fahrzeugs zu verdoppeln – nie schien dieser Witz realistischer zu sein als während der aktuellen Energiekrise.</p>
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<p>Wenn die Entwicklung der Energiepreise so weiter geht, dann brauchen die üblichen Angeber unter den Zeitgenossen nicht mehr mit einem dicken SUV oder exklusiven Sportwagen vorzufahren, um ihren Reichtum zu präsentieren. Die Vorlage einer Tankrechnung vom letzten Volltanken dürfte reichen.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Energiepreise als Wahlkampfthema</strong></h3>
<p>Die hohen Energiepreise beschäftigen mehrere Regierungen in der EU. Der Druck durch das Umfragehoch und das jüngste Wahldebakel in Sachsen-Anhalt auf Bundeskanzler Friedrich Merz ist so hoch, dass er entgegen früheren Aussagen kurz vor den Abgeordnetenhauswahl in Berlin und Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern Maßnahmen zur Abfederung der hohen Energiekosten ankündigen musste.</p>
<p>Merz' EVP-Kollege, der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis steht ebenfalls spätestens im Frühjahr 2027 vor Wahlen. Auch er ergreift wegen der jüngsten Preisentwicklungen Maßnahmen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167531" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458017"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Spritpreise-Entlastung-ohne-Konzept-11458017.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7008" height="3938" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/5/3/1/shutterstock_2758255093-152694317160be01.jpeg" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7008" height="3938" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Spritpreise: Entlastung ohne Konzept?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Anders als Merz, dessen Tankrabatt über 17 Eurocent vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2026 vor allem in die Kasse der Mineralölindustrie floss, hat Mitsotakis Erfahrung mit gezielten Maßnahmen, die einkommensabhängig Verbrauchern zugutekam.</p>
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<p>Während diese Zeilen getippt werden, kostet ein Liter Super 95 Benzin in Aachen Lichtenbusch 2,41 Euro. In beinahe unmittelbarer Nähe, direkt hinter der deutschen Grenze bei Lichtenbusch kostet der gleiche Sprit im belgischen Raeren an der Autobahntankstelle 2,06 Euro pro Liter.</p>
<p>In Kroatien gibt es den Liter Sprit für 1,73 Euro. Ein Liter Benzin kostet in Athen im Stadtteil Kypseli 2,14 Euro. Nahe der Inselhauptstadt Chalkida der Insel Euböa, wo es normalerweise teurer ist, gibt es den gleichen Preis. Auf abgelegenen Inseln wie den Kykladen können Preise von beinahe 2,40 Euro verlangt werden. Rund 2,16 Euro sind im nordgriechischen Kilkis fällig.</p>
<p>Auch hier kann man mit einem Grenzübertritt nach Nordmazedonien viel Geld beim Tanken sparen. Denn außerhalb der EU kostet das Tanken von Benzin im kleinen Binnenstaat nur rund 1,63 Euro pro Liter.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Unterschiedliche Besteuerung sorgt für große Preisunterschiede</strong></h3>
<p>Beim Vergleich der Kraftstoffkosten wird schnell übersehen, dass die Kaufkraft und die Steuerlast in den einzelnen Staaten unterschiedlich sind. Beachtet man zum Beispiel, dass die CO2-Abgabe nur in Deutschland erhoben wird, müssen für einen Vergleich pro Liter Benzin zwischen 15,7 und 18,6 Eurocent vom deutschen Preis abgezogen werden. Von diesem Geld gehen 13,2 bis 15,6 Eurocent in den Klima- und Transformationsfonds. Dazu kommt die auf den Zuschlag erhobene Mehrwertsteuer.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5121154" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11373241"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-Kraftstoffpreise-nominal-auf-Hoechststaenden-11373241.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/1/1/5/4/auto-spardose-4-ffdad2d3a454cb42.jpeg" alt="Spardose in Autoform und Euromünze mit Tropfen als Motiv" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Spardose in Autoform und Euromünze mit Tropfen als Motiv" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland: Kraftstoffpreise nominal auf Höchstständen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die restliche Preisdifferenz lässt sich auch erklären. In Deutschland beträgt die feste Energiesteuer auf einen Liter Benzin ca. 65,45 Eurocent. In Belgien liegt die entsprechende Verbrauchssteuer (Accise) bei knapp 59 Cent.</p>
<p>Da zudem die belgischen Autobahntankstellen keinen so hohen Preisaufschlag verlangen, wie es in Deutschland üblich ist, sind die Kraftstoffpreise ohne die länderspezifischen Steuern vergleichbar.</p>
<p>So lässt sich auch erklären, warum ein Liter Super 95 auf Zypern schon für 1,63 Euro erhältlich ist, obwohl der Sprit der Inselrepublik von griechischen Raffinerien und griechischen Energieunternehmen stammt.</p>
<p>Übrigens sorgt die 2026 gestiegene CO2-Abgabe dafür, dass Sprit in Deutschland nun mehr kostet als in Griechenland, wo diese Abgabe nicht erhoben wird. Dafür hat Griechenland aber mit 24 Prozent Mehrwertsteuer und einer Energiesteuer von 70 Eurocent pro Liter Benzin eine höhere übrige Abgabenbelastung.</p>
<p>Es dürfte für die deutschen Verbraucher wenig Trost sein, dass die Griechen und Nordmazedonier gemessen an ihrem Einkommen mehr für das Benzin zahlen als sie. Ebenso tröstet es die Griechen nicht, dass sie alles in allem ein vergleichbares <a href="https://wage.is/north-macedonia/vs/greece/" rel="external noopener" target="_blank">Kaufkraftniveau</a> wie die Nordmazedonier haben.</p>
<p>Kroatien hat im Vergleich zu beiden das höhere Kaufkraftniveau und somit die erschwinglichsten Benzinpreise.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Gewinnmargenbegrenzung als Stabilitätsanker</strong></h3>
<p>Was in Griechenland und Kroatien dagegen ähnlich ist, ist die Absicherung gegen eine extreme Volatilität der Preise. Es gibt eine Gewinnmargenbegrenzung. Kroatien hat zusätzlich eine variable, wöchentlich gemäß der Marktentwicklung angepasste Preisobergrenze. Slowenien hat ein System nach kroatischen Muster eingeführt.</p>
<p>In Griechenland kündigte Premier Mitsotakis nun erneut eine Preisobergrenze – zunächst für Heizöl an. Teurer als 1,74 Euro pro Liter soll es nicht werden. Bei den aktuellen Marktpreisen und den geltenden Energiesteuern würde Heizöl in Griechenland aktuell mehr als 1,95 Euro pro Liter kosten. Es wird erst ab Oktober und bis April angeboten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5046961" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11214144"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Was-tun-gegen-und-mit-hohen-Kraftstoffpreisen-11214144.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/6/9/6/1/schraubzwingegewinn2-1e969927f7f0249f.jpeg" alt="Bei zwei Preissäulen wird das Segment "Gewinn" durch Schraubzwingen gedeckelt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Bei zwei Preissäulen wird das Segment "Gewinn" durch Schraubzwingen gedeckelt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Was tun gegen und mit hohen Kraftstoffpreisen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>In Deutschland hat man versucht, mit der Erlaubnis lediglich einmal pro Tag die Kraftstoffpreise zu erhöhen, die Preissprünge im Rahmen zu halten. Der Erfolg dieser Maßnahme blieb sehr überschaubar. Die Griechen haben dagegen die Regelung, dass mit der Gewinnmargenbegrenzung Preiserhöhungen nur bei neuen Kraftstofflieferungen möglich sind.</p>
<p>Diese Maßnahme scheint besser zu wirken. Sie ist eine Erklärung dafür, warum in der Hauptstadtregion die Preise situativ auf gleichem Niveau wie auf Euböa sind. Denn rund um Athen wird mehr Sprit verbraucht und die Tankstellen werden öfter beliefert.</p>
<p>Man kann auch diese Margenbegrenzung mit einem mehr oder weniger legalen Trick umgehen. Angenommen die Tanks einer Tankstelle sind noch gut gefüllt mit preiswert erworbenen Sprit. Und man füllt teureren Sprit mit einer frischen Lieferung dazu. Dann kann man auf Basis der neuen Lieferung die Preise anpassen, erklärte ein Tankstellenbetreiber auf Euböa.</p>
<p>Noch scheinen die Kontrolleure nicht so genau hinzusehen. Umgekehrt kann bei sinkenden Preisen zunächst der teure Sprit abverkauft werden. Je weniger dicht das Tankstellennetz ist, umso mehr können die Betreiber ihre Kunden ausnutzen.</p>
<p>Dazu gibt es in Griechenland einkommensabhängige Energiekostenbeihilfen. Auf Grundlage der letzten Steuererklärung gab es im Frühjahr zu Beginn des Iran-Kriegs für April und Mai bis zu 60 Euro.</p>
<p>Berechtigt waren Alleinstehende mit einem Jahres-Einkommen von bis zu 25.000 Euro, beziehungsweise Ehepaare mit bis zu 35.000 Euro. Pro unterstütztem Kind erhöhte sich dieser Beitrag um jeweils 5.000 Euro. Die 60 Euro gab es für Autofahrer auf Inseln, auf dem Festland waren es 50 Euro. Wer statt eines Autos ein angemeldetes Motorrad hat, bekam 35 Euro auf dem Festland und 40 Euro als Insulaner.</p>
<p>Nach dem gleichen Muster werden Heizkosten bezuschusst. Je nach klimatischen Bedingungen am Wohnort und analog zum Einkommen gibt es Prämien. Diese werden wie beim Tankzuschuss über das persönliche steuerliche Konto der Betroffenen ausgezahlt. Zusätzlich gab es für Diesel-Fahrzeuge eine direkte Steuerentlastung von rund 20 Eurocent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer direkt an der Zapfsäule.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5075573" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11280362"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Oberlandesgericht-Duesseldorf-stoppt-Untersuchung-des-Kraftstoffgrosshandels-11280362.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/5/5/7/3/kanister-kartell-f2-cff5c569a39b8595.jpeg" alt="Offenes Schloss mit Paragraphen-Schlüsselloch hält vier Benzinkannister zusammen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Offenes Schloss mit Paragraphen-Schlüsselloch hält vier Benzinkannister zusammen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Oberlandesgericht Düsseldorf stoppt Untersuchung des Kraftstoffgroßhandels</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062149" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254420"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Das-Elend-mit-den-Kraftstoffpreisen-11254420.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6144" height="3452" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/1/4/9/FOTOGRIN-811d93792ebd7b2c.jpeg" alt="Roter Drehgrgriff für ein Pipeline-Sperrventil vor dem Hintergrund verschwimmender Kursnotierungen" style="aspect-ratio:6144 / 3452"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6144" height="3452" alt="Roter Drehgrgriff für ein Pipeline-Sperrventil vor dem Hintergrund verschwimmender Kursnotierungen" style="aspect-ratio:6144 / 3452;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Das deutsche Elend mit den Kraftstoffpreisen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Da Diesel in Griechenland in der Regel zur Berufsausübung zugelassen werden, galt dies als gezielte Maßnahme zur Begrenzung von Transportkosten und damit mittelbar als Inflationsbremse. Aktuell wird eine Wiederauflage dieser Maßnahmen angedacht. Ein Steuerzuschuss von aktuell 15 Eurocent für jeden Liter Diesel ist aktuell bis Ende September gültig. Bei jedem Liter Benzin gibt es zehn Eurocent Tankrabatt.</p>
<p>Der griechische Finanzminister Kyriakos Pierrakakis ist als Chef der Eurogruppe offen für eine Wiederauflage der griechischen Maßnahmen aber auch für <a href="https://www.tovima.gr/2026/09/17/finance/akriveia-sto-trapezi-neo-fuel-pass-kai-ayksiseis-sto-epidoma-thermansis-ayrio-to-eurogroup/" rel="external noopener" target="_blank">neue Vorschläge</a> der Mitgliedsstaaten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Öffentlicher Nahverkehr für Personen und Zuschüsse für den Güterverkehr</strong></h3>
<p>Das Science Media Center fragte bei Experten in Deutschland nach, um deren Vorschläge und Ansichten für die Bewältigung der Energiekosten zu erfahren. Der Volkswirtschaftler der Uni Lüneburg, Prof. Dr. Thomas Wein favorisiert "eine – niedrige – Energiekostenpauschale wie 2022 und eine Erhöhung der Pendlerpauschale.</p>
<p>Mit der Energiekostenpauschale, die als Einkommen in der Einkommensteuer anzurechnen wäre, sollten vor allem die Vorteile der Energiepreissteigerungen für den Staat ausgeglichen werden, Stichwort höheres Mehrwertsteueraufkommen."</p>
<p>Bei einem Preisdeckel befürchtet er eine Erhöhung des Maximalpreises. Und er sieht eine Gefahr für die Versorgungssicherheit:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wird jedoch dieser administrative Preis (Maximalpreis) zu niedrig angesetzt, könnte das Rohöl in anderen Ländern vermarktet werden und es könnte zu Versorgungsengpässen im Inland kommen."</p>
<p>Dr. Mats Kahl, Gastprofessor für Volkswirtschaftslehre, Universidad Carlos III de Madrid – Institute of Economics, Spanien, meint, dass ein Tankrabatt vor allem höheren Einkommensgruppen zugutekommen würde und damit nicht zielgerichtet sei. Er sieht eine Lösung in der verstärkten Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs und einer Entlastung des Güterverkehrs. Zudem sollten Einkommensschwache finanziell unterstützt werden.</p>
2026-09-20T12:00:00.000Z
urn:bid:5168177
2026-09-20T11:30:00.000Z
Ein falscher Bericht über Nuklearfracht stoppte erst kurz vor dem Angriff. Der Vorfall zeigt die Gefahr der rasanten KI-Aufrüstung im Militär.</p>
<p>Der Regisseur James Cameron ist mit seiner Terminator-Reihe ein Visionär gewesen: Immer wenn heute vom militärischen KI-Einsatz die Rede ist, ist der Verweis auf "Skynet" nicht weit. Die Menschheit hatte sich in dieser Geschichte zu sehr auf die Künstliche Intelligenz verlassen, bis diese damit begann, sich gegen die Menschen zu richten.</p>
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<p>Damals mag das vielleicht noch als Dystopie durchgegangen sein, doch über 40 Jahre später hat sie schon deutlich an Gestalt gewonnen, wie Jan Roy Edlund hier auf <em>Telepolis</em> <a href="https://www.telepolis.de/article/Baut-China-T-800-Terminators-Teil-1-Die-Maschine-die-gehorcht-11455708.html">gezeigt hat</a>. Das Vertrauen in die noch relativ neue Technologie ist so groß, dass ihr militärische Entscheidungen in fast schon naiver Weise überlassen werden. Und das hat mitunter fatale Konsequenzen, wie verschiedene Berichte zeigen.</p>
<p>Als Israel und die USA den Krieg gegen den Iran vom Zaun brachen, bombardierten die US-Amerikaner eine <a href="https://www.telepolis.de/article/Iran-Krieg-US-Militaer-fuer-toedlichen-Angriff-auf-Schule-verantwortlich-11207925.html">Mädchenschule im iranischen Minab</a>. Dabei kamen 123 Kinder ums Leben. <a href="https://www.bloomberg.com/graphics/2026-iran-school-attack/" rel="external noopener" target="_blank">Eine Recherche</a> von <em>Bloomberg</em> zeigt nun, dass hier wohl ein KI-Fehler die Ursache war: Die Militärs vertrauen offenbar einer KI von Palantir, die aber nicht erkannte, dass die verwendeten Fotografien veraltet waren.</p>
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<p>Wie <em>CNN</em> jetzt berichtete, hätte ein KI-Fehler im Frühjahr fast <a href="https://edition.cnn.com/2026/09/18/politics/us-military-ai-false-intelligence-china-ship" rel="external noopener" target="_blank">einen Krieg der USA mit China</a> ausgelöst. Demnach war das US-Militär kurz davor, ein chinesisches Schiff im Nahen Osten zu entern. Soldaten machten sich demnach schon zu dieser Operation bereit und Flugzeuge seien schon in der Luft gewesen.</p>
<p>Die Grundlage dafür war ein mit KI-erstellter Analysebericht, der behauptete, das Schiff transportiere Komponenten für ein Atomwaffenprogramm.</p>
<p>Verhindert wurde der Einsatz nur dadurch, dass sich Offiziere kurz vorher den Bericht noch einmal genauer anschauten. Dabei fiel ihnen auf, dass ein KI-Chatbot die Fracht des Schiffs falsch klassifiziert hatte.</p>
<p>Eine mit dem Vorfall vertraute Quelle bezeichnete den Bericht gegenüber <em>CNN</em> als "völlig falsch". Das Pentagon und das zuständige US Special Operations Command Pacific reagierten laut <em>CNN</em> nicht auf Anfragen. Was das Schiff tatsächlich geladen hatte, blieb unklar.</p>
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<h3 class="subheading">Wie der Chatbot eine Beinahe-Eskalation auslöste</h3>
<p>Der Fehler entstand bei einem Analysten des in Hawaii stationierten US Special Operations Command Pacific. Er fütterte die KI mit Daten, die die Geheimdienste zur Ladungsliste des Schiffs gesammelt hatten.</p>
<p>Das System verknüpfte dann öffentlich zugängliche Informationen mit geheimen Signalaufklärungsdaten aus Regierungsbeständen und zog daraus den falschen Schluss, es handele sich um Nuklearfracht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041339" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11203134"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Atomkrieg-aus-dem-Algorithmus-Wie-KI-militaerische-Krisen-eskalieren-laesst-11203134.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/3/3/9/Master_Westphalen-ece9210db65c1222.jpeg" alt="Atombombe, die im Morgengrauen am Rande einer großen Stadt explodiert. Zusammengesetztes Bild" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Atombombe, die im Morgengrauen am Rande einer großen Stadt explodiert. Zusammengesetztes Bild" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Atomkrieg aus dem Algorithmus: Wie KI militärische Krisen eskalieren lässt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Vertrauen auf die Richtigkeit der Daten nutzte der Analyst laut Bericht erneut die KI, um die Ergebnisse in das Standardformat eines militärischen Geheimdienstberichts zu bringen. Das fertige Dokument sei nicht von regulären Analysen zu unterscheiden gewesen und sei über die üblichen Kanäle im militärischen Netzwerk verbreitet worden.</p>
<p>Ob es sich bei dem verwendeten Chatbot um ein kommerzielles Produkt oder ein Regierungssystem handelte, blieb unklar. Ein ehemaliger hochrangiger US-Beamter erklärte gegenüber <em>CNN</em>, die internen Tools seien "meist nur Kopien der kommerziellen Produkte, die ein wenig aufgehübscht wurden".</p>
<h3 class="subheading">GenAI.mil: ChatGPT und Grok für drei Millionen Soldaten</h3>
<p>Eigentlich sollten diese Vorfälle deutlich machen, dass auch die Ergebnisse der militärischen KI mit Vorsicht zu genießen sind. Schließlich ist es <a href="https://www.telepolis.de/article/KI-Halluzinationen-Mathematisch-unvermeidbar-10669149.html">wohl mathematisch unvermeidbar</a>, dass KI-Modelle halluzinieren.</p>
<p>Doch in den USA wird KI mit einem atemberaubenden Tempo in die militärischen Abläufe integriert. Kriegsminister Pete Hegseth veröffentlichte im Januar die "Artificial Intelligence Acceleration Strategy" mit dem erklärten Ziel, KI-Modelle für rund drei Millionen zivile und militärische Mitarbeiter verfügbar zu machen.</p>
<p>Die zentrale Plattform dafür heißt GenAI.mil. Sie ging im Dezember 2025 mit einer speziell abgesicherten Version von Googles Gemini an den Start.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107125" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11345513"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autonome-Waffen-Auf-Kontrolle-wird-verzichtet-11345513.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/1/2/5/autonome-Dohne-2fb-01-b002975a906b2637.jpeg" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autonome Waffen: Auf Kontrolle wird verzichtet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ende August 2026 <a href="https://www.war.gov/News/Releases/Release/Article/4586352/department-of-war-launches-openais-chatgpt-mil-on-genaimil/" rel="external noopener" target="_blank">kamen OpenAIs ChatGPT Mil</a> und <a href="https://www.war.gov/News/Releases/Release/Article/4586482/department-of-war-launches-starshield-ais-grok-for-government-on-genaimil/" rel="external noopener" target="_blank">Starshield AIs "Grok for Government"</a> hinzu – beide für kontrollierte, nicht klassifizierte Informationen der Sicherheitsstufe Impact Level 5 (IL5) zertifiziert.</p>
<p>ChatGPT Mil unterstützt dokumentenintensive Workflows in Planung, Logistik und Verwaltung; Grok bietet zusätzlich tiefgreifende Inferenz und adaptive Denkmodi. Innerhalb von neun Monaten hat GenAI.mil <a href="https://www.war.gov/News/News-Stories/Article/Article/4588244/chatgpt-grok-added-to-war-departments-ai-system-options/" rel="external noopener" target="_blank">laut Kriegsministerium über 1,7 Millionen Nutzer gewonnen</a>.</p>
<p>Hegseth formulierte die Erwartung unmissverständlich: Jeder Mitarbeiter solle sich anmelden und KI "sofort in seine Arbeitsabläufe integrieren". Das System solle "Teamkollege" sein und täglich Teil des "Einsatzrhythmus".</p>
<h3 class="subheading">Keine einheitlichen Standards für KI-generierte Daten</h3>
<p>Mehrere US-Beamte beschreiben gegenüber <em>CNN</em> allerdings, KI-Modelle würden dezentral und in kaum koordinierter Weise eingeführt. Demnach verwenden verschiedene Behörden und Einrichtungen unterschiedliche KI-Tools, die sich auch bei den Sicherheitsstandards erheblich unterscheiden.</p>
<p>Einheitliche Prüfprotokolle für maschinell generierte Informationen existieren demnach nicht. Eine mit den aktuellen Richtlinien vertraute Quelle kritisierte, es gebe "keine wirklichen Leitlinien dafür, wie die Einbindung eines Menschen verhindern soll, dass es zu zivilen Opfern oder zu Eigenbeschuss kommt".</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5033616" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11188050"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Scout-AI-zeigt-KI-Agenten-fuehren-jetzt-eigenstaendig-Militaereinsaetze-durch-11188050.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1200" height="675" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/3/6/1/6/6660d587f2b41a175a4093101090a1772edbd4dc-3840x2160-703d75a8c74c5408.jpeg" alt="Transporter wird von einer KI-gesteuerten Drohne autonom aufgespürt, angegriffen und zerstört." style="aspect-ratio:1200 / 675"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1200" height="675" alt="Transporter wird von einer KI-gesteuerten Drohne autonom aufgespürt, angegriffen und zerstört." style="aspect-ratio:1200 / 675;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Scout AI zeigt: KI-Agenten führen jetzt eigenständig Militäreinsätze durch</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Erfahrene Geheimdienstler sehen den KI-Einsatz ambivalent: Die Ergebnisse werden nicht unbedingt besser und genauer, dafür setzen sie die Mitarbeiter unter Druck, Analysen schneller zu erstellen und zu verbreiten, und lassen die Fehleranfälligkeit steigen. </p>
<p>Insbesondere jüngere Analysten neigten dazu, den Ergebnissen unkritisch zu vertrauen. Eine Quelle fasste die Problematik gegenüber <em>CNN</em> pointiert zusammen: KI ermögliche es, "schneller zu einer schlechten Idee zu gelangen".</p>
<p>Solche Halluzinationen, wie sie oben beschrieben wurden, sind laut den Quellen kein Einzelfall in der gesamten Geheimdienst-Community, seit sich generative KI-Tools in der Regierung verbreiten.</p>
<h3 class="subheading">Experten fordern rote Linien für militärische KI</h3>
<p>International wächst der Druck, dem unkontrollierten Einsatz von KI im Militär völkerrechtliche Grenzen zu setzen.</p>
<p>Ein Beispiel dafür: Am 9. und 10. September veranstaltete das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI <a href="https://www.sipri.org/news/2026/sipri-hosts-dialogue-state-industry-collaboration-lawful-military-ai" rel="external noopener" target="_blank">einen geschlossenen Dialog</a> mit Vertretern von Verteidigungsministerien, Industrie, IKRK, Nato und UN-Instituten. Im Zentrum stand die Frage, wie humanitäres Völkerrecht bereits in die Entwicklungs- und Beschaffungsphase militärischer KI einfließen kann.</p>
<p>Parallel dazu legten US-amerikanische und chinesische Sicherheitsexperten im Rahmen eines seit 2019 laufenden Dialogs zwischen der Brookings Institution und der Tsinghua-Universität konkrete Vorschläge vor.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062360" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254830"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Militaer-KI-entscheidet-schneller-als-erfahrene-Kommandeure-11254830.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7000" height="3933" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/3/6/0/shutterstock_2463909525-b1310351a2d20895.jpeg" alt="Militärische Denkfabrik, KI-Technologie in der Armee." style="aspect-ratio:7000 / 3933"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7000" height="3933" alt="Militärische Denkfabrik, KI-Technologie in der Armee." style="aspect-ratio:7000 / 3933;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Militär-KI entscheidet schneller als erfahrene Kommandeure</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wie <em>Reuters</em> <a href="https://www.reuters.com/world/china/us-china-security-experts-propose-nuclear-style-safeguards-ai-risks-2026-09-17/" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>, fordern Melanie Sisson (Brookings) und Tianjiao Jiang (Fudan-Universität) rote Linien rund um Nuklearsysteme: KI dürfe nicht eigenständig über den Einsatz von Atomwaffen entscheiden oder autonom Kommandosysteme der Nuklearstreitkräfte angreifen. Zudem schlagen sie eine spezielle Hotline zwischen Washington und Peking für Vorfälle mit autonomer KI vor.</p>
<p>Die Empfehlungen knüpfen an einen Grundsatz an, den der damalige US-Präsident Joe Biden und Chinas Staatschef Xi Jinping im November 2024 bekräftigten: Menschen sollen die Kontrolle über nukleare Einsatzentscheidungen behalten. Ob dieser Grundsatz beim geplanten Treffen zwischen Donald Trump und Xi am 24. September in Washington konkretisiert wird, bleibt offen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5105510" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11342318"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kontrollverlust-in-der-Ukraine-Warum-Militaer-KI-uns-bereits-entglitten-ist-11342318.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/5/5/1/0/atom-1F-1-80668a692eab639b.jpeg" alt="Roboterhand über rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Roboterhand über rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kontrollverlust in der Ukraine: Warum Militär-KI uns bereits entglitten ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Trump kündigte am selben Wochenende auf Truth Social eine neue KI-Arbeitsgruppe und die Ernennung eines "KI-Zaren" an – ohne zu klären, ob die geplante "AI Force" eher regulieren oder den Ausbau beschleunigen soll.</p>
<p>Wie <em>Politico</em> <a href="https://www.politico.com/news/2026/09/19/tech-industry-scratches-head-over-ai-force-01085319" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>, war die Tech-Branche bei diesen Plänen vorab kaum eingebunden. Trump betonte lediglich, man werde das Wachstum der KI-Branche "in keiner Weise behindern oder ersticken".</p>
Ein falscher Bericht über Nuklearfracht stoppte erst kurz vor dem Angriff. Der Vorfall zeigt die Gefahr der rasanten KI-Aufrüstung im Militär.</p>
<p>Der Regisseur James Cameron ist mit seiner Terminator-Reihe ein Visionär gewesen: Immer wenn heute vom militärischen KI-Einsatz die Rede ist, ist der Verweis auf "Skynet" nicht weit. Die Menschheit hatte sich in dieser Geschichte zu sehr auf die Künstliche Intelligenz verlassen, bis diese damit begann, sich gegen die Menschen zu richten.</p>
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<p>Damals mag das vielleicht noch als Dystopie durchgegangen sein, doch über 40 Jahre später hat sie schon deutlich an Gestalt gewonnen, wie Jan Roy Edlund hier auf <em>Telepolis</em> <a href="https://www.telepolis.de/article/Baut-China-T-800-Terminators-Teil-1-Die-Maschine-die-gehorcht-11455708.html">gezeigt hat</a>. Das Vertrauen in die noch relativ neue Technologie ist so groß, dass ihr militärische Entscheidungen in fast schon naiver Weise überlassen werden. Und das hat mitunter fatale Konsequenzen, wie verschiedene Berichte zeigen.</p>
<p>Als Israel und die USA den Krieg gegen den Iran vom Zaun brachen, bombardierten die US-Amerikaner eine <a href="https://www.telepolis.de/article/Iran-Krieg-US-Militaer-fuer-toedlichen-Angriff-auf-Schule-verantwortlich-11207925.html">Mädchenschule im iranischen Minab</a>. Dabei kamen 123 Kinder ums Leben. <a href="https://www.bloomberg.com/graphics/2026-iran-school-attack/" rel="external noopener" target="_blank">Eine Recherche</a> von <em>Bloomberg</em> zeigt nun, dass hier wohl ein KI-Fehler die Ursache war: Die Militärs vertrauen offenbar einer KI von Palantir, die aber nicht erkannte, dass die verwendeten Fotografien veraltet waren.</p>
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<p>Wie <em>CNN</em> jetzt berichtete, hätte ein KI-Fehler im Frühjahr fast <a href="https://edition.cnn.com/2026/09/18/politics/us-military-ai-false-intelligence-china-ship" rel="external noopener" target="_blank">einen Krieg der USA mit China</a> ausgelöst. Demnach war das US-Militär kurz davor, ein chinesisches Schiff im Nahen Osten zu entern. Soldaten machten sich demnach schon zu dieser Operation bereit und Flugzeuge seien schon in der Luft gewesen.</p>
<p>Die Grundlage dafür war ein mit KI-erstellter Analysebericht, der behauptete, das Schiff transportiere Komponenten für ein Atomwaffenprogramm.</p>
<p>Verhindert wurde der Einsatz nur dadurch, dass sich Offiziere kurz vorher den Bericht noch einmal genauer anschauten. Dabei fiel ihnen auf, dass ein KI-Chatbot die Fracht des Schiffs falsch klassifiziert hatte.</p>
<p>Eine mit dem Vorfall vertraute Quelle bezeichnete den Bericht gegenüber <em>CNN</em> als "völlig falsch". Das Pentagon und das zuständige US Special Operations Command Pacific reagierten laut <em>CNN</em> nicht auf Anfragen. Was das Schiff tatsächlich geladen hatte, blieb unklar.</p>
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<h3 class="subheading">Wie der Chatbot eine Beinahe-Eskalation auslöste</h3>
<p>Der Fehler entstand bei einem Analysten des in Hawaii stationierten US Special Operations Command Pacific. Er fütterte die KI mit Daten, die die Geheimdienste zur Ladungsliste des Schiffs gesammelt hatten.</p>
<p>Das System verknüpfte dann öffentlich zugängliche Informationen mit geheimen Signalaufklärungsdaten aus Regierungsbeständen und zog daraus den falschen Schluss, es handele sich um Nuklearfracht.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041339" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11203134"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Atomkrieg-aus-dem-Algorithmus-Wie-KI-militaerische-Krisen-eskalieren-laesst-11203134.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/3/3/9/Master_Westphalen-ece9210db65c1222.jpeg" alt="Atombombe, die im Morgengrauen am Rande einer großen Stadt explodiert. Zusammengesetztes Bild" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Atombombe, die im Morgengrauen am Rande einer großen Stadt explodiert. Zusammengesetztes Bild" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Atomkrieg aus dem Algorithmus: Wie KI militärische Krisen eskalieren lässt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Im Vertrauen auf die Richtigkeit der Daten nutzte der Analyst laut Bericht erneut die KI, um die Ergebnisse in das Standardformat eines militärischen Geheimdienstberichts zu bringen. Das fertige Dokument sei nicht von regulären Analysen zu unterscheiden gewesen und sei über die üblichen Kanäle im militärischen Netzwerk verbreitet worden.</p>
<p>Ob es sich bei dem verwendeten Chatbot um ein kommerzielles Produkt oder ein Regierungssystem handelte, blieb unklar. Ein ehemaliger hochrangiger US-Beamter erklärte gegenüber <em>CNN</em>, die internen Tools seien "meist nur Kopien der kommerziellen Produkte, die ein wenig aufgehübscht wurden".</p>
<h3 class="subheading">GenAI.mil: ChatGPT und Grok für drei Millionen Soldaten</h3>
<p>Eigentlich sollten diese Vorfälle deutlich machen, dass auch die Ergebnisse der militärischen KI mit Vorsicht zu genießen sind. Schließlich ist es <a href="https://www.telepolis.de/article/KI-Halluzinationen-Mathematisch-unvermeidbar-10669149.html">wohl mathematisch unvermeidbar</a>, dass KI-Modelle halluzinieren.</p>
<p>Doch in den USA wird KI mit einem atemberaubenden Tempo in die militärischen Abläufe integriert. Kriegsminister Pete Hegseth veröffentlichte im Januar die "Artificial Intelligence Acceleration Strategy" mit dem erklärten Ziel, KI-Modelle für rund drei Millionen zivile und militärische Mitarbeiter verfügbar zu machen.</p>
<p>Die zentrale Plattform dafür heißt GenAI.mil. Sie ging im Dezember 2025 mit einer speziell abgesicherten Version von Googles Gemini an den Start.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107125" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11345513"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Autonome-Waffen-Auf-Kontrolle-wird-verzichtet-11345513.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/7/1/2/5/autonome-Dohne-2fb-01-b002975a906b2637.jpeg" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Paragraphenzeichen hält bewaffneten Quadrokopter fest" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Autonome Waffen: Auf Kontrolle wird verzichtet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ende August 2026 <a href="https://www.war.gov/News/Releases/Release/Article/4586352/department-of-war-launches-openais-chatgpt-mil-on-genaimil/" rel="external noopener" target="_blank">kamen OpenAIs ChatGPT Mil</a> und <a href="https://www.war.gov/News/Releases/Release/Article/4586482/department-of-war-launches-starshield-ais-grok-for-government-on-genaimil/" rel="external noopener" target="_blank">Starshield AIs "Grok for Government"</a> hinzu – beide für kontrollierte, nicht klassifizierte Informationen der Sicherheitsstufe Impact Level 5 (IL5) zertifiziert.</p>
<p>ChatGPT Mil unterstützt dokumentenintensive Workflows in Planung, Logistik und Verwaltung; Grok bietet zusätzlich tiefgreifende Inferenz und adaptive Denkmodi. Innerhalb von neun Monaten hat GenAI.mil <a href="https://www.war.gov/News/News-Stories/Article/Article/4588244/chatgpt-grok-added-to-war-departments-ai-system-options/" rel="external noopener" target="_blank">laut Kriegsministerium über 1,7 Millionen Nutzer gewonnen</a>.</p>
<p>Hegseth formulierte die Erwartung unmissverständlich: Jeder Mitarbeiter solle sich anmelden und KI "sofort in seine Arbeitsabläufe integrieren". Das System solle "Teamkollege" sein und täglich Teil des "Einsatzrhythmus".</p>
<h3 class="subheading">Keine einheitlichen Standards für KI-generierte Daten</h3>
<p>Mehrere US-Beamte beschreiben gegenüber <em>CNN</em> allerdings, KI-Modelle würden dezentral und in kaum koordinierter Weise eingeführt. Demnach verwenden verschiedene Behörden und Einrichtungen unterschiedliche KI-Tools, die sich auch bei den Sicherheitsstandards erheblich unterscheiden.</p>
<p>Einheitliche Prüfprotokolle für maschinell generierte Informationen existieren demnach nicht. Eine mit den aktuellen Richtlinien vertraute Quelle kritisierte, es gebe "keine wirklichen Leitlinien dafür, wie die Einbindung eines Menschen verhindern soll, dass es zu zivilen Opfern oder zu Eigenbeschuss kommt".</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5033616" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11188050"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Scout-AI-zeigt-KI-Agenten-fuehren-jetzt-eigenstaendig-Militaereinsaetze-durch-11188050.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1200" height="675" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/3/6/1/6/6660d587f2b41a175a4093101090a1772edbd4dc-3840x2160-703d75a8c74c5408.jpeg" alt="Transporter wird von einer KI-gesteuerten Drohne autonom aufgespürt, angegriffen und zerstört." style="aspect-ratio:1200 / 675"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1200" height="675" alt="Transporter wird von einer KI-gesteuerten Drohne autonom aufgespürt, angegriffen und zerstört." style="aspect-ratio:1200 / 675;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Scout AI zeigt: KI-Agenten führen jetzt eigenständig Militäreinsätze durch</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Erfahrene Geheimdienstler sehen den KI-Einsatz ambivalent: Die Ergebnisse werden nicht unbedingt besser und genauer, dafür setzen sie die Mitarbeiter unter Druck, Analysen schneller zu erstellen und zu verbreiten, und lassen die Fehleranfälligkeit steigen. </p>
<p>Insbesondere jüngere Analysten neigten dazu, den Ergebnissen unkritisch zu vertrauen. Eine Quelle fasste die Problematik gegenüber <em>CNN</em> pointiert zusammen: KI ermögliche es, "schneller zu einer schlechten Idee zu gelangen".</p>
<p>Solche Halluzinationen, wie sie oben beschrieben wurden, sind laut den Quellen kein Einzelfall in der gesamten Geheimdienst-Community, seit sich generative KI-Tools in der Regierung verbreiten.</p>
<h3 class="subheading">Experten fordern rote Linien für militärische KI</h3>
<p>International wächst der Druck, dem unkontrollierten Einsatz von KI im Militär völkerrechtliche Grenzen zu setzen.</p>
<p>Ein Beispiel dafür: Am 9. und 10. September veranstaltete das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI <a href="https://www.sipri.org/news/2026/sipri-hosts-dialogue-state-industry-collaboration-lawful-military-ai" rel="external noopener" target="_blank">einen geschlossenen Dialog</a> mit Vertretern von Verteidigungsministerien, Industrie, IKRK, Nato und UN-Instituten. Im Zentrum stand die Frage, wie humanitäres Völkerrecht bereits in die Entwicklungs- und Beschaffungsphase militärischer KI einfließen kann.</p>
<p>Parallel dazu legten US-amerikanische und chinesische Sicherheitsexperten im Rahmen eines seit 2019 laufenden Dialogs zwischen der Brookings Institution und der Tsinghua-Universität konkrete Vorschläge vor.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062360" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254830"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Chinas-Militaer-KI-entscheidet-schneller-als-erfahrene-Kommandeure-11254830.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7000" height="3933" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/3/6/0/shutterstock_2463909525-b1310351a2d20895.jpeg" alt="Militärische Denkfabrik, KI-Technologie in der Armee." style="aspect-ratio:7000 / 3933"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7000" height="3933" alt="Militärische Denkfabrik, KI-Technologie in der Armee." style="aspect-ratio:7000 / 3933;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas Militär-KI entscheidet schneller als erfahrene Kommandeure</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wie <em>Reuters</em> <a href="https://www.reuters.com/world/china/us-china-security-experts-propose-nuclear-style-safeguards-ai-risks-2026-09-17/" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>, fordern Melanie Sisson (Brookings) und Tianjiao Jiang (Fudan-Universität) rote Linien rund um Nuklearsysteme: KI dürfe nicht eigenständig über den Einsatz von Atomwaffen entscheiden oder autonom Kommandosysteme der Nuklearstreitkräfte angreifen. Zudem schlagen sie eine spezielle Hotline zwischen Washington und Peking für Vorfälle mit autonomer KI vor.</p>
<p>Die Empfehlungen knüpfen an einen Grundsatz an, den der damalige US-Präsident Joe Biden und Chinas Staatschef Xi Jinping im November 2024 bekräftigten: Menschen sollen die Kontrolle über nukleare Einsatzentscheidungen behalten. Ob dieser Grundsatz beim geplanten Treffen zwischen Donald Trump und Xi am 24. September in Washington konkretisiert wird, bleibt offen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5105510" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11342318"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kontrollverlust-in-der-Ukraine-Warum-Militaer-KI-uns-bereits-entglitten-ist-11342318.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/0/5/5/1/0/atom-1F-1-80668a692eab639b.jpeg" alt="Roboterhand über rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Roboterhand über rotem Atomknopf" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kontrollverlust in der Ukraine: Warum Militär-KI uns bereits entglitten ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Trump kündigte am selben Wochenende auf Truth Social eine neue KI-Arbeitsgruppe und die Ernennung eines "KI-Zaren" an – ohne zu klären, ob die geplante "AI Force" eher regulieren oder den Ausbau beschleunigen soll.</p>
<p>Wie <em>Politico</em> <a href="https://www.politico.com/news/2026/09/19/tech-industry-scratches-head-over-ai-force-01085319" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>, war die Tech-Branche bei diesen Plänen vorab kaum eingebunden. Trump betonte lediglich, man werde das Wachstum der KI-Branche "in keiner Weise behindern oder ersticken".</p>
2026-09-20T11:30:00.000Z
urn:bid:5168143
2026-09-20T10:00:00.000Z
Das Militär half den Islamisten zurück an die Macht. Nun wachsen Terror, Grenzkonflikte und wirtschaftliche Not – und die Atommacht gerät ins Wanken.</p>
<p>In Islamabads zivilen Machtzirkeln und noch stärker in den Offizierscasinos wird schon länger jener 15. August 2021 verflucht, an dem die Taliban Kabul stürmte und die abziehenden USA samt Nato buchstäblich aus dem Land warfen.</p>
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<p>Das hört sich zunächst widersprüchlich an, denn allen Beteiligten war bewusst, dass Pakistans Sicherheits- und Geheimapparat – aus was für Gründen auch immer – den Vormarsch der Taliban nach Kräften unterstützte und die Interessen seines wichtigsten Verbündeten, den USA, <a href="https://rsisinternational.org/journals/ijriss/articles/from-depth-to-liability-rethinking-pakistans-taliban-policy-in-the-post-2021-geopolitical-order/" rel="external noopener" target="_blank">nach Möglichkeit boykottierte</a>.</p>
<p>Unvergessen ist der Auftritt vom Chef des Militärgeheimdiensts ISI <em>(Interservice Intelligence</em>)<em>,</em> <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Faiz_Hameed" rel="external noopener" target="_blank">General Faiz Hameed</a><strong>,</strong> in Kabul drei Wochen nach dem Sieg der Taliban: "Don't worry, everything will be OK!" ("Keine Sorge, alles wird gut!")</p>
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<p><em> </em></p>
<p>Fünf Jahre später würde nicht einmal er es wagen, das zu behaupten – denn die Generäle machen sich Sorgen, große sogar. Und nicht nur Hameed, niemand in der Armeeführung kann erklären, was an ihrer Taliban- und Afghanistanpolitik von 2001 bis 2021 zum Wohle Pakistans gewesen sein soll.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Das Erbe der Briten</strong></h3>
<p>Die Erfahrung der Briten macht Pakistans Verhängnis in seinem "afghanischem" Landesteil westlich vom Indus verständlicher. Ihre Ära begann mit der Niederlage <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/First_Anglo-Afghan_War" rel="external noopener" target="_blank">im Krieg gegen </a><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/First_Anglo-Afghan_War" rel="external noopener" target="_blank">Afghanistan 1842</a>, einem der härtsten Rückschläge der jüngeren britischen Geschichte.</p>
<p>Das Land direkt zu regieren war danach vom Tisch, eine Lektion, die sich mancher hätte merken sollen. Als sie sich 1849 das, was heute KP (Khyber-Pakhtunkhwa) konstituiert, einverleibten, herrschte bis zum Abzug 1947, fast 100 Jahre, kein Tag Frieden.</p>
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<p>KP, damals noch NWFP (<em>Northwest Frontier Province</em>) war die unruhigste Region des ganzen Empire, fast die komplette British Indian Army, größer als die reguläre Armee der britischen Monarchen, war dort stationiert.</p>
<p>Egal, welche Taktik, ob Luftbombardierung ziviler Ziele (ab den 1920ern!), Strafexpeditionen, drakonische Gesetze wie Sippenhaft oder Pensionen für Stammesfürsten, Peitsche oder Zuckerbrot, es gab keinen Frieden.</p>
<p>Viel von dem, was die Briten aus dem Kronjuwel ihres Empire herausholten, rann ihnen in NWFP wieder durch die Finger. Alles wegen einer vagen russischen Bedrohung, die nie Realität wurde.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Lage in Khyber-Pakhtunkhwa (KP) und Balochistan</strong></h3>
<p>Seit der Machtübernahme der Taliban in Kabul nimmt die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Insurgency_in_Khyber_Pakhtunkhwa" rel="external noopener" target="_blank">Zahl der Terroropfer in Pakistan</a> von Jahr zu Jahr kontinuierlich zu.</p>
<p>Die Attentate der TTP (<em>Tehreek-e Taliban Pakistan</em>), der "eigenen" Taliban, treffen im Vergleich zur Zeit von 2006 bis 2014 zwar nur noch selten die Metropolen wie Karachi, Lahore und Islamabad, dafür sind sie in KP und Balochistan an der Grenze zu Afghanistan umso verheerender.</p>
<p>Dort kämpfen die Sicherheitskräfte gleichzeitig an drei Fronten. Zu den Anschlägen von TTP und den diversen Milizen in Balochistan kommt der Grenzkonflikt mit Afghanistan. Seit März 2026 ist hat sich dieser von einzelnen Scharmützeln zu einem zeitweise vollen Konflikt entwickelt, in dem die Pakistan Air Force Ziele tief in Afghanistan angreift.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5144711" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11409746"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Mekka-Pakt-Saudi-Arabien-Pakistan-und-Tuerkei-buendeln-ihre-Kraefte-11409746.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5755" height="3234" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/4/7/1/1/shutterstock_2476722041-ba975cfa0805e3a3.jpeg" alt="Militärs auf einer Straße" style="aspect-ratio:5755 / 3234"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5755" height="3234" alt="Militärs auf einer Straße" style="aspect-ratio:5755 / 3234;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mekka-Pakt: Saudi-Arabien, Pakistan und Türkei bündeln ihre Kräfte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107905" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11347054"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Iran-trickst-USA-aus-Wie-Teheran-Washingtons-Sanktionsmacht-untergraebt-11347054.html" 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data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Iran trickst USA aus: Wie Teheran Washingtons Sanktionsmacht untergräbt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5065157" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11260601"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Iran-Krieg-Optimismus-an-den-Maerkten-Misstrauen-am-Verhandlungstisch-11260601.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4622" height="2597" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/5/1/5/7/shutterstock_2644442419-3dc81a7d91799fe8.jpeg" alt="Flagge des Iran, im Hintergrund eine Ölpumpe" style="aspect-ratio:4622 / 2597"><img 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Verhandlungstisch</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5063922" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11258102"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Islamabad-gescheitert-Kommt-jetzt-die-Diplomatie-der-kleinen-Schritte-11258102.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 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group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Islamabad gescheitert: Kommt jetzt die Diplomatie der kleinen Schritte?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5060971" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11252115"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Harappa-ueberlebte-164-Jahre-Duerre-und-wir-11252115.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/0/9/7/1/paul_and_paula-d81ed5981a824615.jpeg" alt="Vogelperspektive auf eine Lehmziegel-Siedlung am Wasser" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Vogelperspektive auf eine Lehmziegel-Siedlung am Wasser" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Harappa überlebte 164 Jahre Dürre – und wir?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div></div><button data-component="Button" data-collapse-trigger="true" class="block whitespace-nowrap text-center leading-none border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path d="M8 12h8m-4 4V8" 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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Drittens gibt es in KP eine zivile Opposition, die zwar nicht militärisch bekämpft werden muss, die aber mit der Armee im Konflikt gegen die TTP nicht kooperiert. Denn KP bleibt die Hochburg des inhaftierten ehemaligen Premierministers Imran Khan, Islamabad gelingt es nicht einmal, die Khan-treue Provinzregierung zu entlassen.</p>
<p>Mit tiefem Misstrauen verfolgen die Bewohner KPs die Operationen der Sicherheitskräfte gegen ihre Stammesgenossen.</p>
<h3 class="subheading">Das zerschnittene Tischtuch</h3>
<p>Westlich des Indus hält sich das <em>Hybrid Regime </em>nur noch mit militärischen Mitteln. Doch gibt es zum<strong> </strong><a href="https://www.dawn.com/news/2020265/a-hard-state" rel="external noopener" target="_blank">harten Ansatz der Armee</a> keine Alternative mehr, Verständnis oder Entgegenkommen braucht man von den Stämmen nicht erwarten.</p>
<p>Die wiederum haben den Glauben daran verloren, dass sich nach fast 80 Jahren Kolonisierung durch die Punjabis, die Armee, Wirtschaft, Beamtenapparat, Justiz und Politik dominieren, etwas ändern wird oder überhaupt kann. Wie soll bei so verhärteten Fronten die Armee deeskalieren und auf <em>soft power</em> setzen?</p>
<p>Das würde in erster Linie Geld bedeuten; doch das ist nicht vorhanden. Natürlich kostet auch Munition, doch die Armee rechnet anders. Und es ist äußerst fraglich, ob die Stämme, die schon lange keine Zukunft mehr in Pakistan sehen, noch käuflich wären. Es ist ein Teufelskreis, ein auswegloses Dilemma.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Kosten des Krieges</strong></h3>
<p>Pakistan gehört zu den ärmsten Ländern Asiens, hat aber als einzige muslimische Nation Atomwaffen und die siebtgrößte Armee weltweit. Nie wird das Regime offenlegen, wie viel vom BIP und den anderen Ressourcen beim Militär landen und was davon in die Aufstandsbekämpfung in Balochistan und KP fließt.</p>
<p>Sicher ist, dass der Staat vor drei Jahren kurz vor dem Bankrott stand, die Wirtschaft stagniert, die Inflation zwar nicht mehr galoppiert, aber noch immer viel zu hoch ist, die Zahl der Armen wieder ansteigt, das Land im HDI<strong> (<em><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_Human_Development_Index" rel="external noopener" target="_blank">Human Development Index</a></em>)</strong> immer weiter absinkt und im gesamtasiatischen Vergleich nun auf dem drittletzten Platz vor Afghanistan und Jemen liegt.</p>
<p>Und das, obwohl es keine Wüstenei ist, die Briten hatten es nicht umsonst auf die fruchtbaren, wasserreichen Ebenen östlich des Indus in Punjab und Sindh abgesehen. Von den natürlichen Voraussetzungen her könnte man viel mehr aus dem Land machen und die ersten 20 Jahre, als das Militär noch nicht wie jetzt über alles verfügte, sah es auch danach aus.</p>
<p>Seit Jahrzehnten kommt ein weit überdurchschnittlicher Teil der Landeserträge dem Militär zu Gute (nach dem alten Sprichwort: In der Regel besitzt ein Land eine Armee, in Pakistan ist es umgekehrt) und davon werden die kostenintensive inneren Konflikte bestritten.</p>
<p>Dass dafür andere Investitionen gestrichen werden, ist quasi selbstevident. Die Frage ist, wie lange die Bevölkerung diesen wirklich großen Ressourcenabfluss noch toleriert.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Gibt es eine Generation Z in Pakistan?</strong></h3>
<p><strong> </strong>Im Normalfall ist man in Pakistan guter Dinge, wenn der große Rivale Indien mal wieder ein Eigentor schießt. Wie im Fall der CJP (Kakerlaken Volkspartei), die Ende Juli Premier Modi solange unter Druck setzte, bis er den Bildungsminister entließ.</p>
<p>Nun wird man bei solchen Fehltritten des Erzrivalen eher nervös in Islamabad. Noch mehr wenn Regierungen durch den Druck der Straße ins Wanken geraten, so wie durch die <em>Gen Z </em>Revolten 2024 in Bangladesch und 2025 in Nepal. Doch sind es nicht Proteste dieser Art, die den Sicherheitsstrategen den Schlaf rauben.</p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168208" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459361"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Flut-in-Nepal-17-5-Millionen-Dollar-Klima-Entschaedigung-gefordert-11459361.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5914" height="3322" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/2/0/8/AP_Tolang_cropped-20af2ad7f13927dd.jpeg" alt="Menschen gehen auf einem Schlammfeld. Im Hinteergrund zerstörte Häuser." style="aspect-ratio:5914 / 3322"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5914" height="3322" alt="Menschen gehen auf einem Schlammfeld. Im Hinteergrund zerstörte Häuser." style="aspect-ratio:5914 / 3322;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Flut in Nepal: 17,5 Millionen Dollar Klima-Entschädigung gefordert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5157234" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11437733"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-Bhotekoshi-zeigt-wie-schnell-Gletscherabbrueche-Folgen-haben-11437733.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/7/2/3/4/shutterstock_2834830825-727211619774325b.jpeg" alt="Beschädigte Häuser im Schlamm" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img 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haben</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5140043" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11404076"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nepal-Ist-das-Land-im-Himalaya-noch-eine-Reise-wert-11404076.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1268" height="712" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/0/0/4/3/Master_Nepal-51db2ca67fbe846a.jpeg" alt="Der Berg und das Dorf: Das Dorf Manang in Nepal und der Annapurna III wie auch der Gangapurna" style="aspect-ratio:1268 / 712"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1268" height="712" alt="Der Berg und das Dorf: Das Dorf Manang in Nepal und der Annapurna III wie auch der Gangapurna" style="aspect-ratio:1268 / 712;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nepal: Ist das Land im Himalaya noch eine Reise wert?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041346" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11203148"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nepal-Rapper-schlaegt-Veteran-11203148.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5880" height="3303" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/3/4/6/My_Good_Images-ae4c5fb6284ceee5.jpeg" alt="ein Meer von bunten mehrstöckigen Häusern mit Bergen im Hintergrund" style="aspect-ratio:5880 / 3303"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5880" height="3303" alt="ein Meer von bunten mehrstöckigen Häusern mit Bergen im Hintergrund" style="aspect-ratio:5880 / 3303;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nepal: Rapper schlägt Veteran</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4954263" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10749782"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Aufstand-in-Nepal-Zwischen-Aufbruch-und-Ernuechterung-10749782.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3807" height="2139" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/4/2/6/3/shutterstock_2676612049-50fadb5580ba883e.jpeg" alt="Ein brennendes Regierungsgebäude in Nepal" style="aspect-ratio:3807 / 2139"><img 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Ernüchterung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div></div><button data-component="Button" data-collapse-trigger="true" class="block whitespace-nowrap text-center leading-none border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#f2f2f2;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg></span><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:flex group-is-closed:hidden"><span class="mr-0.5">Weniger anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path fill="none" stroke="#464646" stroke-linecap="round" stroke-miterlimit="10" stroke-width="1.5" d="M8 12h8"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path fill="none" stroke="#f2f2f2" stroke-linecap="round" stroke-miterlimit="10" stroke-width="1.5" d="M8 12h8"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg></span></button></a-collapse></div>
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<p>Die Bevölkerungsstruktur ist zwar in Südasien überall gleich und die wirtschaftliche Verzweiflung und Chancenlosigkeit vieler junger Menschen in Pakistan sogar noch größer wie anderenorts. Doch eine Revolte, in der man sich nach Klasse oder sozialem Status und nicht nach Stammes-und Clanzugehörigkeit solidarisiert, wird es im stockkonservativen Pakistan in absehbarer Zukunft nicht geben.</p>
<p>Genauso wenig die Beteiligung junger Frauen, die zwar nicht in Nepal, dafür umso mehr in Indien und eben auch im muslimischen Bangladesch zahlreich zu den Demos gingen. Nein, für eine <em>Gen Z </em>Bewegung in Pakistan ist es Jahre oder Jahrzehnte zu früh.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Furcht vor Imran Khan</strong></h3>
<p>Am meisten fürchtet man einen charismatischen Populisten wie früher Zulfiqar Ali Bhutto oder jetzt Imran Khan. Solche Führerfiguren passen ins Stammesschema und fördern Solidarität. Als Khan am 9. Mai 2023 verhaftet wurde, kam es <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/May_9_riots" rel="external noopener" target="_blank">zu den ersten Angriffen der Zivilbevölkerung</a> auf Einrichtungen der Armee in der Geschichte des Landes.</p>
<p>Das war kein <em>Gen Z </em>Moment, trotzdem schockierten die Angriffe das Regime heftiger als die Anschläge der TTP. Den Generälen wurde bewusst, dass sie Aufruhr im ganzen Land nur schwer unterdrücken könnten.</p>
<p>So <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/pakistan-ex-pm-imran-khan-taken-back-prison-hospital-party-spokesman-says-2026-08-21/?utm_source=chatgpt.com" rel="external noopener" target="_blank">bleibt Imran Khan in Haft</a> und wird von dem, was von den "freien" Medien übriggeblieben ist, totgeschwiegen. Seine Partei (u.a. an der Macht in KP) steht unter erheblichen Druck, doch wer in Pakistan Politik macht, hält das aus. Aktuell herrscht trügerische Ruhe, doch mit Sicherheit warten Khans Anhänger auf die richtige Gelegenheit.</p>
<p>Die Frage ist, wann die wirtschaftliche Verzweiflung, die jetzt wieder durch die Golfkrise verschärft wird, die Menschen auf die Straßen treibt. Viele Pakistanis glauben nicht mehr an das Licht am Ende des Tunnels. Das Regime ist unterhöhlt und trotz allen verfügbaren Mittel im Endeffekt zu schwach, um fast 250 Millionen Menschen zu bändigen.</p>
Das Militär half den Islamisten zurück an die Macht. Nun wachsen Terror, Grenzkonflikte und wirtschaftliche Not – und die Atommacht gerät ins Wanken.</p>
<p>In Islamabads zivilen Machtzirkeln und noch stärker in den Offizierscasinos wird schon länger jener 15. August 2021 verflucht, an dem die Taliban Kabul stürmte und die abziehenden USA samt Nato buchstäblich aus dem Land warfen.</p>
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<p>Das hört sich zunächst widersprüchlich an, denn allen Beteiligten war bewusst, dass Pakistans Sicherheits- und Geheimapparat – aus was für Gründen auch immer – den Vormarsch der Taliban nach Kräften unterstützte und die Interessen seines wichtigsten Verbündeten, den USA, <a href="https://rsisinternational.org/journals/ijriss/articles/from-depth-to-liability-rethinking-pakistans-taliban-policy-in-the-post-2021-geopolitical-order/" rel="external noopener" target="_blank">nach Möglichkeit boykottierte</a>.</p>
<p>Unvergessen ist der Auftritt vom Chef des Militärgeheimdiensts ISI <em>(Interservice Intelligence</em>)<em>,</em> <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Faiz_Hameed" rel="external noopener" target="_blank">General Faiz Hameed</a><strong>,</strong> in Kabul drei Wochen nach dem Sieg der Taliban: "Don't worry, everything will be OK!" ("Keine Sorge, alles wird gut!")</p>
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<p><em> </em></p>
<p>Fünf Jahre später würde nicht einmal er es wagen, das zu behaupten – denn die Generäle machen sich Sorgen, große sogar. Und nicht nur Hameed, niemand in der Armeeführung kann erklären, was an ihrer Taliban- und Afghanistanpolitik von 2001 bis 2021 zum Wohle Pakistans gewesen sein soll.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Das Erbe der Briten</strong></h3>
<p>Die Erfahrung der Briten macht Pakistans Verhängnis in seinem "afghanischem" Landesteil westlich vom Indus verständlicher. Ihre Ära begann mit der Niederlage <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/First_Anglo-Afghan_War" rel="external noopener" target="_blank">im Krieg gegen </a><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/First_Anglo-Afghan_War" rel="external noopener" target="_blank">Afghanistan 1842</a>, einem der härtsten Rückschläge der jüngeren britischen Geschichte.</p>
<p>Das Land direkt zu regieren war danach vom Tisch, eine Lektion, die sich mancher hätte merken sollen. Als sie sich 1849 das, was heute KP (Khyber-Pakhtunkhwa) konstituiert, einverleibten, herrschte bis zum Abzug 1947, fast 100 Jahre, kein Tag Frieden.</p>
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<p>KP, damals noch NWFP (<em>Northwest Frontier Province</em>) war die unruhigste Region des ganzen Empire, fast die komplette British Indian Army, größer als die reguläre Armee der britischen Monarchen, war dort stationiert.</p>
<p>Egal, welche Taktik, ob Luftbombardierung ziviler Ziele (ab den 1920ern!), Strafexpeditionen, drakonische Gesetze wie Sippenhaft oder Pensionen für Stammesfürsten, Peitsche oder Zuckerbrot, es gab keinen Frieden.</p>
<p>Viel von dem, was die Briten aus dem Kronjuwel ihres Empire herausholten, rann ihnen in NWFP wieder durch die Finger. Alles wegen einer vagen russischen Bedrohung, die nie Realität wurde.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Lage in Khyber-Pakhtunkhwa (KP) und Balochistan</strong></h3>
<p>Seit der Machtübernahme der Taliban in Kabul nimmt die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Insurgency_in_Khyber_Pakhtunkhwa" rel="external noopener" target="_blank">Zahl der Terroropfer in Pakistan</a> von Jahr zu Jahr kontinuierlich zu.</p>
<p>Die Attentate der TTP (<em>Tehreek-e Taliban Pakistan</em>), der "eigenen" Taliban, treffen im Vergleich zur Zeit von 2006 bis 2014 zwar nur noch selten die Metropolen wie Karachi, Lahore und Islamabad, dafür sind sie in KP und Balochistan an der Grenze zu Afghanistan umso verheerender.</p>
<p>Dort kämpfen die Sicherheitskräfte gleichzeitig an drei Fronten. Zu den Anschlägen von TTP und den diversen Milizen in Balochistan kommt der Grenzkonflikt mit Afghanistan. Seit März 2026 ist hat sich dieser von einzelnen Scharmützeln zu einem zeitweise vollen Konflikt entwickelt, in dem die Pakistan Air Force Ziele tief in Afghanistan angreift.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5144711" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11409746"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Mekka-Pakt-Saudi-Arabien-Pakistan-und-Tuerkei-buendeln-ihre-Kraefte-11409746.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 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group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mekka-Pakt: Saudi-Arabien, Pakistan und Türkei bündeln ihre Kräfte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5107905" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11347054"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Iran-trickst-USA-aus-Wie-Teheran-Washingtons-Sanktionsmacht-untergraebt-11347054.html" 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data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Iran trickst USA aus: Wie Teheran Washingtons Sanktionsmacht untergräbt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5065157" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11260601"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Iran-Krieg-Optimismus-an-den-Maerkten-Misstrauen-am-Verhandlungstisch-11260601.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4622" height="2597" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/5/1/5/7/shutterstock_2644442419-3dc81a7d91799fe8.jpeg" alt="Flagge des Iran, im Hintergrund eine Ölpumpe" style="aspect-ratio:4622 / 2597"><img 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Verhandlungstisch</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5063922" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11258102"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Islamabad-gescheitert-Kommt-jetzt-die-Diplomatie-der-kleinen-Schritte-11258102.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 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group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Islamabad gescheitert: Kommt jetzt die Diplomatie der kleinen Schritte?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5060971" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11252115"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Harappa-ueberlebte-164-Jahre-Duerre-und-wir-11252115.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/0/9/7/1/paul_and_paula-d81ed5981a824615.jpeg" alt="Vogelperspektive auf eine Lehmziegel-Siedlung am Wasser" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Vogelperspektive auf eine Lehmziegel-Siedlung am Wasser" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Harappa überlebte 164 Jahre Dürre – und wir?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div></div><button data-component="Button" data-collapse-trigger="true" class="block whitespace-nowrap text-center leading-none border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path d="M8 12h8m-4 4V8" 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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Drittens gibt es in KP eine zivile Opposition, die zwar nicht militärisch bekämpft werden muss, die aber mit der Armee im Konflikt gegen die TTP nicht kooperiert. Denn KP bleibt die Hochburg des inhaftierten ehemaligen Premierministers Imran Khan, Islamabad gelingt es nicht einmal, die Khan-treue Provinzregierung zu entlassen.</p>
<p>Mit tiefem Misstrauen verfolgen die Bewohner KPs die Operationen der Sicherheitskräfte gegen ihre Stammesgenossen.</p>
<h3 class="subheading">Das zerschnittene Tischtuch</h3>
<p>Westlich des Indus hält sich das <em>Hybrid Regime </em>nur noch mit militärischen Mitteln. Doch gibt es zum<strong> </strong><a href="https://www.dawn.com/news/2020265/a-hard-state" rel="external noopener" target="_blank">harten Ansatz der Armee</a> keine Alternative mehr, Verständnis oder Entgegenkommen braucht man von den Stämmen nicht erwarten.</p>
<p>Die wiederum haben den Glauben daran verloren, dass sich nach fast 80 Jahren Kolonisierung durch die Punjabis, die Armee, Wirtschaft, Beamtenapparat, Justiz und Politik dominieren, etwas ändern wird oder überhaupt kann. Wie soll bei so verhärteten Fronten die Armee deeskalieren und auf <em>soft power</em> setzen?</p>
<p>Das würde in erster Linie Geld bedeuten; doch das ist nicht vorhanden. Natürlich kostet auch Munition, doch die Armee rechnet anders. Und es ist äußerst fraglich, ob die Stämme, die schon lange keine Zukunft mehr in Pakistan sehen, noch käuflich wären. Es ist ein Teufelskreis, ein auswegloses Dilemma.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Kosten des Krieges</strong></h3>
<p>Pakistan gehört zu den ärmsten Ländern Asiens, hat aber als einzige muslimische Nation Atomwaffen und die siebtgrößte Armee weltweit. Nie wird das Regime offenlegen, wie viel vom BIP und den anderen Ressourcen beim Militär landen und was davon in die Aufstandsbekämpfung in Balochistan und KP fließt.</p>
<p>Sicher ist, dass der Staat vor drei Jahren kurz vor dem Bankrott stand, die Wirtschaft stagniert, die Inflation zwar nicht mehr galoppiert, aber noch immer viel zu hoch ist, die Zahl der Armen wieder ansteigt, das Land im HDI<strong> (<em><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_Human_Development_Index" rel="external noopener" target="_blank">Human Development Index</a></em>)</strong> immer weiter absinkt und im gesamtasiatischen Vergleich nun auf dem drittletzten Platz vor Afghanistan und Jemen liegt.</p>
<p>Und das, obwohl es keine Wüstenei ist, die Briten hatten es nicht umsonst auf die fruchtbaren, wasserreichen Ebenen östlich des Indus in Punjab und Sindh abgesehen. Von den natürlichen Voraussetzungen her könnte man viel mehr aus dem Land machen und die ersten 20 Jahre, als das Militär noch nicht wie jetzt über alles verfügte, sah es auch danach aus.</p>
<p>Seit Jahrzehnten kommt ein weit überdurchschnittlicher Teil der Landeserträge dem Militär zu Gute (nach dem alten Sprichwort: In der Regel besitzt ein Land eine Armee, in Pakistan ist es umgekehrt) und davon werden die kostenintensive inneren Konflikte bestritten.</p>
<p>Dass dafür andere Investitionen gestrichen werden, ist quasi selbstevident. Die Frage ist, wie lange die Bevölkerung diesen wirklich großen Ressourcenabfluss noch toleriert.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Gibt es eine Generation Z in Pakistan?</strong></h3>
<p><strong> </strong>Im Normalfall ist man in Pakistan guter Dinge, wenn der große Rivale Indien mal wieder ein Eigentor schießt. Wie im Fall der CJP (Kakerlaken Volkspartei), die Ende Juli Premier Modi solange unter Druck setzte, bis er den Bildungsminister entließ.</p>
<p>Nun wird man bei solchen Fehltritten des Erzrivalen eher nervös in Islamabad. Noch mehr wenn Regierungen durch den Druck der Straße ins Wanken geraten, so wie durch die <em>Gen Z </em>Revolten 2024 in Bangladesch und 2025 in Nepal. Doch sind es nicht Proteste dieser Art, die den Sicherheitsstrategen den Schlaf rauben.</p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5168208" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11459361"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Flut-in-Nepal-17-5-Millionen-Dollar-Klima-Entschaedigung-gefordert-11459361.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5914" height="3322" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/8/2/0/8/AP_Tolang_cropped-20af2ad7f13927dd.jpeg" alt="Menschen gehen auf einem Schlammfeld. Im Hinteergrund zerstörte Häuser." style="aspect-ratio:5914 / 3322"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5914" height="3322" alt="Menschen gehen auf einem Schlammfeld. Im Hinteergrund zerstörte Häuser." style="aspect-ratio:5914 / 3322;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Flut in Nepal: 17,5 Millionen Dollar Klima-Entschädigung gefordert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5157234" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11437733"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Der-Bhotekoshi-zeigt-wie-schnell-Gletscherabbrueche-Folgen-haben-11437733.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/7/2/3/4/shutterstock_2834830825-727211619774325b.jpeg" alt="Beschädigte Häuser im Schlamm" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img 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haben</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5140043" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11404076"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nepal-Ist-das-Land-im-Himalaya-noch-eine-Reise-wert-11404076.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1268" height="712" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/0/0/4/3/Master_Nepal-51db2ca67fbe846a.jpeg" alt="Der Berg und das Dorf: Das Dorf Manang in Nepal und der Annapurna III wie auch der Gangapurna" style="aspect-ratio:1268 / 712"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1268" height="712" alt="Der Berg und das Dorf: Das Dorf Manang in Nepal und der Annapurna III wie auch der Gangapurna" style="aspect-ratio:1268 / 712;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nepal: Ist das Land im Himalaya noch eine Reise wert?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041346" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11203148"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Nepal-Rapper-schlaegt-Veteran-11203148.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5880" height="3303" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/3/4/6/My_Good_Images-ae4c5fb6284ceee5.jpeg" alt="ein Meer von bunten mehrstöckigen Häusern mit Bergen im Hintergrund" style="aspect-ratio:5880 / 3303"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5880" height="3303" alt="ein Meer von bunten mehrstöckigen Häusern mit Bergen im Hintergrund" style="aspect-ratio:5880 / 3303;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nepal: Rapper schlägt Veteran</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4954263" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10749782"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Aufstand-in-Nepal-Zwischen-Aufbruch-und-Ernuechterung-10749782.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3807" height="2139" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/4/2/6/3/shutterstock_2676612049-50fadb5580ba883e.jpeg" alt="Ein brennendes Regierungsgebäude in Nepal" style="aspect-ratio:3807 / 2139"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3807" height="2139" alt="Ein brennendes Regierungsgebäude in Nepal" style="aspect-ratio:3807 / 2139;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Aufstand in Nepal: Zwischen Aufbruch und Ernüchterung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div></div><button data-component="Button" data-collapse-trigger="true" class="block whitespace-nowrap text-center leading-none border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#f2f2f2;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg></span><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:flex group-is-closed:hidden"><span class="mr-0.5">Weniger anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path fill="none" stroke="#464646" stroke-linecap="round" stroke-miterlimit="10" stroke-width="1.5" d="M8 12h8"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path fill="none" stroke="#f2f2f2" stroke-linecap="round" stroke-miterlimit="10" stroke-width="1.5" d="M8 12h8"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg></span></button></a-collapse></div>
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<p>Die Bevölkerungsstruktur ist zwar in Südasien überall gleich und die wirtschaftliche Verzweiflung und Chancenlosigkeit vieler junger Menschen in Pakistan sogar noch größer wie anderenorts. Doch eine Revolte, in der man sich nach Klasse oder sozialem Status und nicht nach Stammes-und Clanzugehörigkeit solidarisiert, wird es im stockkonservativen Pakistan in absehbarer Zukunft nicht geben.</p>
<p>Genauso wenig die Beteiligung junger Frauen, die zwar nicht in Nepal, dafür umso mehr in Indien und eben auch im muslimischen Bangladesch zahlreich zu den Demos gingen. Nein, für eine <em>Gen Z </em>Bewegung in Pakistan ist es Jahre oder Jahrzehnte zu früh.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Die Furcht vor Imran Khan</strong></h3>
<p>Am meisten fürchtet man einen charismatischen Populisten wie früher Zulfiqar Ali Bhutto oder jetzt Imran Khan. Solche Führerfiguren passen ins Stammesschema und fördern Solidarität. Als Khan am 9. Mai 2023 verhaftet wurde, kam es <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/May_9_riots" rel="external noopener" target="_blank">zu den ersten Angriffen der Zivilbevölkerung</a> auf Einrichtungen der Armee in der Geschichte des Landes.</p>
<p>Das war kein <em>Gen Z </em>Moment, trotzdem schockierten die Angriffe das Regime heftiger als die Anschläge der TTP. Den Generälen wurde bewusst, dass sie Aufruhr im ganzen Land nur schwer unterdrücken könnten.</p>
<p>So <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/pakistan-ex-pm-imran-khan-taken-back-prison-hospital-party-spokesman-says-2026-08-21/?utm_source=chatgpt.com" rel="external noopener" target="_blank">bleibt Imran Khan in Haft</a> und wird von dem, was von den "freien" Medien übriggeblieben ist, totgeschwiegen. Seine Partei (u.a. an der Macht in KP) steht unter erheblichen Druck, doch wer in Pakistan Politik macht, hält das aus. Aktuell herrscht trügerische Ruhe, doch mit Sicherheit warten Khans Anhänger auf die richtige Gelegenheit.</p>
<p>Die Frage ist, wann die wirtschaftliche Verzweiflung, die jetzt wieder durch die Golfkrise verschärft wird, die Menschen auf die Straßen treibt. Viele Pakistanis glauben nicht mehr an das Licht am Ende des Tunnels. Das Regime ist unterhöhlt und trotz allen verfügbaren Mittel im Endeffekt zu schwach, um fast 250 Millionen Menschen zu bändigen.</p>
2026-09-20T10:00:00.000Z
urn:bid:5166597
2026-09-20T08:00:00.000Z
Die meisten essen nur die Röschen. Dabei steckt in Strünken und Blättern nicht nur Geschmack, sondern auch ein Hebel gegen klimaschädliches Lachgas.</p>
<p>Saftig grüne Röschen und ein voller Strunk – so kennt man den Brokkoli aus dem Supermarkt. Doch zum Brokkoli gehört mehr als nur die Röschen, nämlich Blätter und dicke Strünke. Diese verbleiben nach der Ernte auf dem Acker. Das schadet dem Klima, denn aus den Ernteresten entweicht Lachgas in die Atmosphäre.</p>
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<p>Das kommt daher, weil Kohlgewächse wie Brokkoli oder Blumenkohl intensiv mit Stickstoff gedüngt werden – oft mehr als sie zum Wachstum brauchen. Der Stickstoff verbleibt in den nicht genutzten Pflanzenteilen auf dem Feld, wo die Biomasse nach der Ernte verrottet. Im Zuge der <a href="https://www.chemie.de/lexikon/Nitrifikation.html" rel="external noopener" target="_blank">Nitrifikation </a>und <a href="https://www.chemie.de/lexikon/Denitrifikation.html" rel="external noopener" target="_blank">Denitrifikation </a><em>wandeln</em> Bodenbakterien den organischen Stickstoff um. Dabei wird Lachgas freigesetzt.</p>
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<p>Um die Umweltbelastung zu messen, ist Hannah Ovelhey einmal pro Woche mit einem speziellen Messgerät auf einem Brokkoli-Feld bei Cloppenburg unterwegs. Die Wissenschaftlerin will auch herausfinden, wie Stickstoffdüngung sowie Kälte oder Regen auf die Umwelt wirken. Weniger Gemüsereste auf dem Feld würden den <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/brokkoli-forschung-in-osnabrueck-klimaschutz-durch-mehr-gemuese-verzehr,brokkoli-104.html" rel="external noopener" target="_blank">Lachgas-Ausstoß deutlich reduzieren</a>, ist sie überzeugt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weniger Stickstoff düngen, um Lachgasemissionen zu minimieren</strong></h3>
<p>Wie lassen sich Lachgasemission und Nitratauswaschung aus Böden durch reduzierte N-Düngemengen und optimierte Ernteverfahren minimieren? Diese Frage gehen Wissenschaftler im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes an der Hochschule Osnabrück gemeinsam mit der DIL nach.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4953332" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10747981"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gericht-zwingt-Bundesregierung-zu-strengeren-Nitrat-Regeln-10747981.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5616" height="3156" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/3/3/3/2/shutterstock_2564866569-b5a56dab67bb66a8.jpeg" alt="Ein Traktor mit Gülleanhänger" style="aspect-ratio:5616 / 3156"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5616" height="3156" alt="Ein Traktor mit Gülleanhänger" style="aspect-ratio:5616 / 3156;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gericht zwingt Bundesregierung zu strengeren Nitrat-Regeln</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Sie untersuchen, ob durch einen erhöhten Selengehalt im Brokkoli der <a href="https://www.gabot.de/ansicht/forschung-lebensmittelinnovationen-aus-brokkoli-nebenstroemen-431966.html" rel="external noopener" target="_blank">Stickstoff effizienter eingesetzt </a>werden kann.</p>
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<p>Weiterhin untersuchen sie, wie sich unterschiedliche Düngemengen und die Nutzung verschiedener Brokkoliteile – Strunk, Blätter – nach der Ernte auf die Lachgasemissionen auswirken, aber auch, wie verschiedene Verwertungsmethoden der Brokkolireste den CO2-Fußabdruck beeinflussen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Welche Düngemethode hinterlässt die wenigsten Emissionen?</strong></h3>
<p>Auch bei Weißkohl, Wirsing und Salaten bleiben oft die äußeren Blätter und Wurzeln auf dem Feld zurück und setzen beim Verwittern Stickstoffverbindungen frei, die zu Lachgas reagieren. Mit einem neuartigen Messsystem untersuchen Wissenschaftler Düngeeffizienz und Klimawirkung verschiedener Düngegaben systematisch und direkt auf dem Acker.</p>
<p>Dabei unterscheiden sie zwischen konventioneller, breitwürfiger Düngung und einer speziellen Depotdüngung, bei der Dünger gezielt in einer Tiefe von bis zu 20 Zentimeter im Boden platziert wird. So verspricht die Depotdüngung nicht nur eine optimierte Düngemenge mit reduzierten N2O-Emissionen – auch der <a href="https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2026/mai-2026/neues-messverfahren-detektiert-lachgas-emissionen-am-feld.html" rel="external noopener" target="_blank">Pflanzenertrag soll damit gesteigert</a> werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was geht mit Brokkoli-Strünken?</strong></h3>
<p>Rund 70 Prozent der Pflanze bleiben ungenutzt auf dem Feld, obwohl sie uns ernähren könnten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4884458" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10461910"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gruenes-Blattgemuese-Natuerlicher-Schutz-fuer-Herz-und-Gefaesse-10461910.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4608" height="2589" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/4/4/5/8/shutterstock_1921868810-b079f207df9ce0c1.jpeg" alt="Grünes Gemüse von Kale, Spinat, Broccoli auf weißem Hintergrund." style="aspect-ratio:4608 / 2589"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4608" height="2589" alt="Grünes Gemüse von Kale, Spinat, Broccoli auf weißem Hintergrund." style="aspect-ratio:4608 / 2589;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Grünes Blattgemüse: Natürlicher Schutz für Herz und Gefäße</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Brokkoli zum Beispiel ist ein vitaminreiches gesundes, regionales Gemüse und eine hervorragende Basis für gesunde Nahrungsmittel, weiß Franziska Witte. Warum soll der größte Teil der Pflanze auf dem Acker verbleiben?</p>
<p>Die Lebensmitteltechnologin in der Abteilung Produktinnovation am DIL bereitet aus Blättern und Strünken neue Produkte zu. Im Labor des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück testen Wissenschaftler, wie sie <a href="https://dil-ev.de/projekte/erntewert/" rel="external noopener" target="_blank">Blätter und Strünke sinnvoll als Lebensmittel</a> nutzen können.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Neuartige Brokkoli-Kreationen könnten bald die Märkte erobern</strong></h3>
<p>Fleischwurst mit Brokkoli-Blatt oder Brokkoli-Strunk-Einlage, Pesto oder Baguette mit beigemixtem Brokkoli-Pulver, Brokkoli-Saft und sogar Eis haben die Forscher bereits hergestellt. Im Rahmen von Sensoriktests werden die Lebensmittelprodukte nun getestet.</p>
<p>Wie lassen sich die neuen Brokkoli-Kreationen am besten vermarkten? Wie kann man die Brokkolireste vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zum Einzelhandel in die Wertschöpfungskette integrieren? Diese Frage steht für die Wissenschaftler nun im Fokus.</p>
<p>Umfragen sollen zeigen, wie Konsumenten zu den Neuentwicklungen aus Brokkoliresten stehen. Franziska Witte ist zuversichtlich, dass die<a href="https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/brokkoli-forschung-in-osnabrueck-klimaschutz-durch-mehr-gemuese-verzehr,brokkoli-104.html" rel="external noopener" target="_blank"> neuen Produkte Brokkoli-Resten ihre Abnehmer finden</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Leckere Speisen aus Gemüseabfällen</strong></h3>
<p>Was früher normal war, liegt heute wieder im Trend: Gemüsereste weiterverarbeiten, einkochen bzw. Kohlstrünke oder Salatreste für Suppen oder Soßen pürieren. Verfeinert mit Essig, Öl und diversen Gewürzen dient das Püree als Grundlage für verschiedene Smoothies oder als Salatdressing.</p>
<p>Die essbaren Blätter und Stängel von Radieschen, Rettich, Kohlrabi, Roter Bete, Möhren, Fenchel oder Sellerie ergeben – gemixt mit Kernen, Samen oder Nüssen sowie geriebenem Hartkäse und Pflanzenöl – leckere Pestos.</p>
<p>Wahlweise werden sie auch als gedünstete Beilagen verwendet oder roh in Salaten gegessen. Die kräftig schmeckenden Sellerieblätter etwa werden klein gehackt als Würze für Suppen verwendet. Sie lassen sich zudem einfrieren und als Vorrat aufbewahren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Brokkoli- und Blumenkohl-Strünke – gekocht, püriert oder als Salat</strong></h3>
<p>Bei vielen Brokkoli-Gerichten kann man die Strünke kleinschneiden, schälen und von verholzten Stellen befreien, um sie zu kochen, dünsten, braten oder zu pürieren – so etwa bei asiatischen Gemüsepfannen, Pasta oder Gemüseaufläufen. Oder man gibt sie roh geraspelt zum Salat. Die Strünke haben ein besonders feines und mildes Aroma.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146075" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11412472"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Pflaumen-Zucchini-Tomaten-5-Methoden-Ihre-Ernte-richtig-haltbar-zu-machen-11412472.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/0/7/5/Einweckglas-Tupper3-a72f593f501c277f.jpeg" alt="Einweckglas und Tupperwarebox" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Einweckglas und Tupperwarebox" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Pflaumen, Zucchini, Tomaten: 5 Methoden, Ihre Ernte richtig haltbar zu machen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4945527" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10671534"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hagebutten-Sanddorn-Co-Die-unterschaetzten-Superfoods-10671534.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/5/5/2/7/herbst_1-62b581c306ea2ec2.jpeg" alt="Einweckglas mit Etikett "Hagebutte" und Joghurtglas mit Etikett "Sanddorn" vor Herbstlaub" u" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Einweckglas mit Etikett "Hagebutte" und Joghurtglas mit Etikett "Sanddorn" vor Herbstlaub" u" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hagebutten, Sanddorn & Co: Die unterschätzten Superfoods</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Bei <em>Utopia.de</em> finden sich leckere <a href="https://utopia.de/ratgeber/brokkoli-strunk-verwerten-und-foodwaste-vermeiden_225654/" rel="external noopener" target="_blank">Rezepte</a> mit Brokkoli-Strünken in Suppe und Auflauf. Wie aus Strunk und Blättern von Blumenkohl eine schmackhafte Suppe wird, kann man bei <em>Öko-Test</em> <a href="https://www.oekotest.de/essen-trinken/blumenkohl-reste-verwerten-6-geniale-tipps-fur-blatter-und-strunk_14017_1.html" rel="external noopener" target="_blank">nachlesen</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Grünkohl-Stängel in Pesto, Suppe oder im Wok</strong></h3>
<p>Die Stiele vom Grünkohl kann man in kochendem Wasser bissfest garen, in Eiswasser abschrecken, danach in feine Scheiben schneiden und <a href="https://www.biorama.eu/zero-waste-pesto-aus-gruenkohlstaengeln-mit-gruenzeug/" rel="external noopener" target="_blank">mit einem Kräuter-Dressing würzen</a>.</p>
<p>Sehr dicke Stängel können grob zerkleinert lange in Eintöpfen oder Suppen mitkochen. Die ganz harten Faserreste sind vor dem Servieren zu entfernen. Für einen Wok werden junge, zarte Stängel klein geschnitten und direkt mit scharfen oder asiatischen Gewürzen, Sojasoße und Ingwer angebraten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Tee aus Obstschalen</strong></h3>
<p>Schalen oder Stücke von Obst im Sommer mit kaltem, im Winter – für Tee – mit kochendem Wasser aufgießen. Mit Hilfe einer Raspel können die Schalen auch zerkleinert und beim Backen als Teigzusatz verwendet werden. Mit klein geraspeltem Obst bekommen Porridge, Joghurt oder Pudding, aber auch Muffins oder Kuchen einen fruchtigen Geschmack.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4809117" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10297290"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Neue-Studie-Teetrinken-ist-gesund-auch-wegen-der-Schwermetalle-10297290.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6720" height="3776" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/0/9/1/1/7/shutterstock_2461248267-490777d6fa73df9f.jpeg" alt="Eine Tasse Tee wird eingeschenkt" style="aspect-ratio:6720 / 3776"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6720" height="3776" alt="Eine Tasse Tee wird eingeschenkt" style="aspect-ratio:6720 / 3776;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Neue Studie: Teetrinken ist gesund – auch wegen der Schwermetalle</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5088427" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11305844"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Foodwatch-Test-zu-Pestiziden-Welche-Gewuerze-und-Tees-betroffen-sind-11305844.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/8/4/2/7/pestizid_reimport-02-3fbd95f0bd9b96a3.gif" alt="Pfeil von EU-Flagge zu Giftkanister und zurück zu Giftsymbol auf Gabel in" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Pfeil von EU-Flagge zu Giftkanister und zurück zu Giftsymbol auf Gabel in" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Foodwatch-Test zu Pestiziden: Welche Gewürze und Tees betroffen sind</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p><em>Ökotest </em>empfiehlt, Früchte oder Schalen vor dem Aufgießen zu <a href="https://www.oekotest.de/essen-trinken/Fruechtetee-selber-machen-Rezept-aus-Obstschalen-und-Fruchtstuecken_12534_1.html" rel="external noopener" target="_blank">trocknen</a>. Dafür werden Früchte und Schalen klein geschnitten und auf ein Backblech mit Backpapier gelegt, in den auf 40 Grad geheizten Ofen sechs Stunden angetrocknet anschließend an einem sonnigen, warmen Ort weiter getrocknet.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Kandierte Früchte aus Zitronenschalen</strong></h3>
<p>Dafür kocht man Zitronenschalen zunächst mit heißem Wasser auf, um die Bitterstoffe zu entfernen. Dann gibt man ein wenig Zucker hinzu und kocht den Sud eine weitere Stunde, bis die Zitronenschalen glasig sind. Auf diese Art getrocknet, können sie später als <a href="https://natur.de/artikel/schalen-blaetter-struenke-so-lassen-sich-essensreste-weiterverwerten" rel="external noopener" target="_blank">kandierte Fruchtstücke</a> verzehrt werden.</p>
<p>Die Zitronen sollten unbedingt aus Bio-Anbau stammen. Das empfiehlt sich auch für anderes Obst und Gemüse, bei Zitronen jedoch ist es ein Muss. Am besten werden saisonales Obst und Gemüse aus der Region verarbeitet. So werden lange und CO2-intensive Transportwege vermieden.</p>
Die meisten essen nur die Röschen. Dabei steckt in Strünken und Blättern nicht nur Geschmack, sondern auch ein Hebel gegen klimaschädliches Lachgas.</p>
<p>Saftig grüne Röschen und ein voller Strunk – so kennt man den Brokkoli aus dem Supermarkt. Doch zum Brokkoli gehört mehr als nur die Röschen, nämlich Blätter und dicke Strünke. Diese verbleiben nach der Ernte auf dem Acker. Das schadet dem Klima, denn aus den Ernteresten entweicht Lachgas in die Atmosphäre.</p>
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<p>Das kommt daher, weil Kohlgewächse wie Brokkoli oder Blumenkohl intensiv mit Stickstoff gedüngt werden – oft mehr als sie zum Wachstum brauchen. Der Stickstoff verbleibt in den nicht genutzten Pflanzenteilen auf dem Feld, wo die Biomasse nach der Ernte verrottet. Im Zuge der <a href="https://www.chemie.de/lexikon/Nitrifikation.html" rel="external noopener" target="_blank">Nitrifikation </a>und <a href="https://www.chemie.de/lexikon/Denitrifikation.html" rel="external noopener" target="_blank">Denitrifikation </a><em>wandeln</em> Bodenbakterien den organischen Stickstoff um. Dabei wird Lachgas freigesetzt.</p>
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<p>Um die Umweltbelastung zu messen, ist Hannah Ovelhey einmal pro Woche mit einem speziellen Messgerät auf einem Brokkoli-Feld bei Cloppenburg unterwegs. Die Wissenschaftlerin will auch herausfinden, wie Stickstoffdüngung sowie Kälte oder Regen auf die Umwelt wirken. Weniger Gemüsereste auf dem Feld würden den <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/brokkoli-forschung-in-osnabrueck-klimaschutz-durch-mehr-gemuese-verzehr,brokkoli-104.html" rel="external noopener" target="_blank">Lachgas-Ausstoß deutlich reduzieren</a>, ist sie überzeugt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Weniger Stickstoff düngen, um Lachgasemissionen zu minimieren</strong></h3>
<p>Wie lassen sich Lachgasemission und Nitratauswaschung aus Böden durch reduzierte N-Düngemengen und optimierte Ernteverfahren minimieren? Diese Frage gehen Wissenschaftler im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes an der Hochschule Osnabrück gemeinsam mit der DIL nach.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4953332" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10747981"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gericht-zwingt-Bundesregierung-zu-strengeren-Nitrat-Regeln-10747981.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5616" height="3156" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/3/3/3/2/shutterstock_2564866569-b5a56dab67bb66a8.jpeg" alt="Ein Traktor mit Gülleanhänger" style="aspect-ratio:5616 / 3156"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5616" height="3156" alt="Ein Traktor mit Gülleanhänger" style="aspect-ratio:5616 / 3156;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gericht zwingt Bundesregierung zu strengeren Nitrat-Regeln</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Sie untersuchen, ob durch einen erhöhten Selengehalt im Brokkoli der <a href="https://www.gabot.de/ansicht/forschung-lebensmittelinnovationen-aus-brokkoli-nebenstroemen-431966.html" rel="external noopener" target="_blank">Stickstoff effizienter eingesetzt </a>werden kann.</p>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Weiterhin untersuchen sie, wie sich unterschiedliche Düngemengen und die Nutzung verschiedener Brokkoliteile – Strunk, Blätter – nach der Ernte auf die Lachgasemissionen auswirken, aber auch, wie verschiedene Verwertungsmethoden der Brokkolireste den CO2-Fußabdruck beeinflussen.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Welche Düngemethode hinterlässt die wenigsten Emissionen?</strong></h3>
<p>Auch bei Weißkohl, Wirsing und Salaten bleiben oft die äußeren Blätter und Wurzeln auf dem Feld zurück und setzen beim Verwittern Stickstoffverbindungen frei, die zu Lachgas reagieren. Mit einem neuartigen Messsystem untersuchen Wissenschaftler Düngeeffizienz und Klimawirkung verschiedener Düngegaben systematisch und direkt auf dem Acker.</p>
<p>Dabei unterscheiden sie zwischen konventioneller, breitwürfiger Düngung und einer speziellen Depotdüngung, bei der Dünger gezielt in einer Tiefe von bis zu 20 Zentimeter im Boden platziert wird. So verspricht die Depotdüngung nicht nur eine optimierte Düngemenge mit reduzierten N2O-Emissionen – auch der <a href="https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2026/mai-2026/neues-messverfahren-detektiert-lachgas-emissionen-am-feld.html" rel="external noopener" target="_blank">Pflanzenertrag soll damit gesteigert</a> werden.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Was geht mit Brokkoli-Strünken?</strong></h3>
<p>Rund 70 Prozent der Pflanze bleiben ungenutzt auf dem Feld, obwohl sie uns ernähren könnten.</p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4884458" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10461910"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Gruenes-Blattgemuese-Natuerlicher-Schutz-fuer-Herz-und-Gefaesse-10461910.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4608" height="2589" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/4/4/5/8/shutterstock_1921868810-b079f207df9ce0c1.jpeg" alt="Grünes Gemüse von Kale, Spinat, Broccoli auf weißem Hintergrund." style="aspect-ratio:4608 / 2589"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4608" height="2589" alt="Grünes Gemüse von Kale, Spinat, Broccoli auf weißem Hintergrund." style="aspect-ratio:4608 / 2589;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Grünes Blattgemüse: Natürlicher Schutz für Herz und Gefäße</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Brokkoli zum Beispiel ist ein vitaminreiches gesundes, regionales Gemüse und eine hervorragende Basis für gesunde Nahrungsmittel, weiß Franziska Witte. Warum soll der größte Teil der Pflanze auf dem Acker verbleiben?</p>
<p>Die Lebensmitteltechnologin in der Abteilung Produktinnovation am DIL bereitet aus Blättern und Strünken neue Produkte zu. Im Labor des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück testen Wissenschaftler, wie sie <a href="https://dil-ev.de/projekte/erntewert/" rel="external noopener" target="_blank">Blätter und Strünke sinnvoll als Lebensmittel</a> nutzen können.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Neuartige Brokkoli-Kreationen könnten bald die Märkte erobern</strong></h3>
<p>Fleischwurst mit Brokkoli-Blatt oder Brokkoli-Strunk-Einlage, Pesto oder Baguette mit beigemixtem Brokkoli-Pulver, Brokkoli-Saft und sogar Eis haben die Forscher bereits hergestellt. Im Rahmen von Sensoriktests werden die Lebensmittelprodukte nun getestet.</p>
<p>Wie lassen sich die neuen Brokkoli-Kreationen am besten vermarkten? Wie kann man die Brokkolireste vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zum Einzelhandel in die Wertschöpfungskette integrieren? Diese Frage steht für die Wissenschaftler nun im Fokus.</p>
<p>Umfragen sollen zeigen, wie Konsumenten zu den Neuentwicklungen aus Brokkoliresten stehen. Franziska Witte ist zuversichtlich, dass die<a href="https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/brokkoli-forschung-in-osnabrueck-klimaschutz-durch-mehr-gemuese-verzehr,brokkoli-104.html" rel="external noopener" target="_blank"> neuen Produkte Brokkoli-Resten ihre Abnehmer finden</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Leckere Speisen aus Gemüseabfällen</strong></h3>
<p>Was früher normal war, liegt heute wieder im Trend: Gemüsereste weiterverarbeiten, einkochen bzw. Kohlstrünke oder Salatreste für Suppen oder Soßen pürieren. Verfeinert mit Essig, Öl und diversen Gewürzen dient das Püree als Grundlage für verschiedene Smoothies oder als Salatdressing.</p>
<p>Die essbaren Blätter und Stängel von Radieschen, Rettich, Kohlrabi, Roter Bete, Möhren, Fenchel oder Sellerie ergeben – gemixt mit Kernen, Samen oder Nüssen sowie geriebenem Hartkäse und Pflanzenöl – leckere Pestos.</p>
<p>Wahlweise werden sie auch als gedünstete Beilagen verwendet oder roh in Salaten gegessen. Die kräftig schmeckenden Sellerieblätter etwa werden klein gehackt als Würze für Suppen verwendet. Sie lassen sich zudem einfrieren und als Vorrat aufbewahren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Brokkoli- und Blumenkohl-Strünke – gekocht, püriert oder als Salat</strong></h3>
<p>Bei vielen Brokkoli-Gerichten kann man die Strünke kleinschneiden, schälen und von verholzten Stellen befreien, um sie zu kochen, dünsten, braten oder zu pürieren – so etwa bei asiatischen Gemüsepfannen, Pasta oder Gemüseaufläufen. Oder man gibt sie roh geraspelt zum Salat. Die Strünke haben ein besonders feines und mildes Aroma.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5146075" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11412472"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Pflaumen-Zucchini-Tomaten-5-Methoden-Ihre-Ernte-richtig-haltbar-zu-machen-11412472.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/6/0/7/5/Einweckglas-Tupper3-a72f593f501c277f.jpeg" alt="Einweckglas und Tupperwarebox" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Einweckglas und Tupperwarebox" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Pflaumen, Zucchini, Tomaten: 5 Methoden, Ihre Ernte richtig haltbar zu machen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4945527" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10671534"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Hagebutten-Sanddorn-Co-Die-unterschaetzten-Superfoods-10671534.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/5/5/2/7/herbst_1-62b581c306ea2ec2.jpeg" alt="Einweckglas mit Etikett "Hagebutte" und Joghurtglas mit Etikett "Sanddorn" vor Herbstlaub" u" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Einweckglas mit Etikett "Hagebutte" und Joghurtglas mit Etikett "Sanddorn" vor Herbstlaub" u" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hagebutten, Sanddorn & Co: Die unterschätzten Superfoods</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p>Bei <em>Utopia.de</em> finden sich leckere <a href="https://utopia.de/ratgeber/brokkoli-strunk-verwerten-und-foodwaste-vermeiden_225654/" rel="external noopener" target="_blank">Rezepte</a> mit Brokkoli-Strünken in Suppe und Auflauf. Wie aus Strunk und Blättern von Blumenkohl eine schmackhafte Suppe wird, kann man bei <em>Öko-Test</em> <a href="https://www.oekotest.de/essen-trinken/blumenkohl-reste-verwerten-6-geniale-tipps-fur-blatter-und-strunk_14017_1.html" rel="external noopener" target="_blank">nachlesen</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Grünkohl-Stängel in Pesto, Suppe oder im Wok</strong></h3>
<p>Die Stiele vom Grünkohl kann man in kochendem Wasser bissfest garen, in Eiswasser abschrecken, danach in feine Scheiben schneiden und <a href="https://www.biorama.eu/zero-waste-pesto-aus-gruenkohlstaengeln-mit-gruenzeug/" rel="external noopener" target="_blank">mit einem Kräuter-Dressing würzen</a>.</p>
<p>Sehr dicke Stängel können grob zerkleinert lange in Eintöpfen oder Suppen mitkochen. Die ganz harten Faserreste sind vor dem Servieren zu entfernen. Für einen Wok werden junge, zarte Stängel klein geschnitten und direkt mit scharfen oder asiatischen Gewürzen, Sojasoße und Ingwer angebraten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Tee aus Obstschalen</strong></h3>
<p>Schalen oder Stücke von Obst im Sommer mit kaltem, im Winter – für Tee – mit kochendem Wasser aufgießen. Mit Hilfe einer Raspel können die Schalen auch zerkleinert und beim Backen als Teigzusatz verwendet werden. Mit klein geraspeltem Obst bekommen Porridge, Joghurt oder Pudding, aber auch Muffins oder Kuchen einen fruchtigen Geschmack.</p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4809117" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10297290"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Neue-Studie-Teetrinken-ist-gesund-auch-wegen-der-Schwermetalle-10297290.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6720" height="3776" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/0/9/1/1/7/shutterstock_2461248267-490777d6fa73df9f.jpeg" alt="Eine Tasse Tee wird eingeschenkt" style="aspect-ratio:6720 / 3776"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6720" height="3776" alt="Eine Tasse Tee wird eingeschenkt" style="aspect-ratio:6720 / 3776;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Neue Studie: Teetrinken ist gesund – auch wegen der Schwermetalle</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5088427" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11305844"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Foodwatch-Test-zu-Pestiziden-Welche-Gewuerze-und-Tees-betroffen-sind-11305844.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/8/4/2/7/pestizid_reimport-02-3fbd95f0bd9b96a3.gif" alt="Pfeil von EU-Flagge zu Giftkanister und zurück zu Giftsymbol auf Gabel in" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Pfeil von EU-Flagge zu Giftkanister und zurück zu Giftsymbol auf Gabel in" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Foodwatch-Test zu Pestiziden: Welche Gewürze und Tees betroffen sind</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<!-- RSPEAK_START -->
<p><em>Ökotest </em>empfiehlt, Früchte oder Schalen vor dem Aufgießen zu <a href="https://www.oekotest.de/essen-trinken/Fruechtetee-selber-machen-Rezept-aus-Obstschalen-und-Fruchtstuecken_12534_1.html" rel="external noopener" target="_blank">trocknen</a>. Dafür werden Früchte und Schalen klein geschnitten und auf ein Backblech mit Backpapier gelegt, in den auf 40 Grad geheizten Ofen sechs Stunden angetrocknet anschließend an einem sonnigen, warmen Ort weiter getrocknet.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Kandierte Früchte aus Zitronenschalen</strong></h3>
<p>Dafür kocht man Zitronenschalen zunächst mit heißem Wasser auf, um die Bitterstoffe zu entfernen. Dann gibt man ein wenig Zucker hinzu und kocht den Sud eine weitere Stunde, bis die Zitronenschalen glasig sind. Auf diese Art getrocknet, können sie später als <a href="https://natur.de/artikel/schalen-blaetter-struenke-so-lassen-sich-essensreste-weiterverwerten" rel="external noopener" target="_blank">kandierte Fruchtstücke</a> verzehrt werden.</p>
<p>Die Zitronen sollten unbedingt aus Bio-Anbau stammen. Das empfiehlt sich auch für anderes Obst und Gemüse, bei Zitronen jedoch ist es ein Muss. Am besten werden saisonales Obst und Gemüse aus der Region verarbeitet. So werden lange und CO2-intensive Transportwege vermieden.</p>
2026-09-20T08:00:00.000Z
urn:bid:5164921
2026-09-20T06:00:00.000Z
Ein Wachmann soll seinen Job verlieren. Der Grund dafür ist das falsche Parteibuch. Was der Fall Ken Merten über die Rückkehr der Berufsverbote verrät.</p>
<p><a href="https://www.eulenspiegel.com/autoren/autor/1624-ken-merten.html" rel="external noopener" target="_blank">Ken Merten</a> arbeitet zur Sicherung seiner Existenz als Jung-Autor seit November 2022 für ein Sicherheitsunternehmen in Leipzig. Sein Arbeitsalltag ist hart und vom ermüdenden Schichtsystem geprägt: in zähen Zwölfstundenschichten schützt er obdachlose, oft abhängige Menschen.</p>
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<p>Doch mit seinem Wirken soll bald, geht es nach dem Willen sächsischer Behörden, Schluss sein: Der Schriftsteller und ehemalige Redakteur der marxistischen Zeitung jungen Welt soll seinen Job verlieren.</p>
<p>Der Grund: Merten soll im Bundesvorstand der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) aktiv gewesen und weiterhin Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) sein. Daraus leitet das Verwaltungsgericht Zweifel an seiner gewerberechtlichen Zuverlässigkeit als Wachperson ab.</p>
<p>Sein Fall zeigt, wie sich staatliche Eingriffe in die Berufsfreiheit <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198646.repression-das-neueste-berufsverbot.html" rel="external noopener" target="_blank">sukzessiv ausweiten</a>: Sie treffen längst nicht mehr nur Staatsdiener, sondern einen wachsenden Personenkreis, für den der Verfassungsschutz zum Zünglein an der Waage wird. Was früher über Beamtenrecht lief, soll heute auch über Gewerberecht und Datenaustausch mit dem Verfassungsschutz – <a href="https://www.telepolis.de/article/BND-und-Verfassungsschutz-Reform-Deutschland-auf-dem-Weg-zur-Geheimpolizei-11410945.html" rel="external noopener" target="_blank">dessen Befugnisse zugleich massiv ausgeweitet wurden</a>, geregelt werden. Berufsverbote als Massenphänomen im Geheimdienststaat?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Legal, illegal, egal? </strong></h3>
<p>Als Belege für Mertens Nichteignung präsentiert das Verwaltungsgericht in einem Beschluss vom 21. August, das <em>Telepolis </em>vorliegt, vor allem Harmloses: Merten habe die Bildung im SDAJ-Bundesvorstand geleitet, als Redakteur der "linksextremistischen" jungen Welt gearbeitet und sich in einem Instagram-Video der Leipziger DKP mit "Hallo, ich bin Ken. Ich bin Mitglied bei der DKP" vorgestellt.</p>
<p>In einem weiteren Video habe er sich über die in Folge der Sommerhitze <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/fahrplan-ursache-gutachten-hitze,strassenbahn-stoerung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">geschmolzene Fugenmasse der Straßenbahnschienen</a> und einen – aus seiner Sicht – zusammenbrechenden ÖPNV mokiert. Diese Umstände zieht die Kammer zur Begründung von Zweifeln an seiner gewerberechtlichen Zuverlässigkeit heran.</p>
<p>Als Erinnerung: Weder die junge Welt noch die DKP als Partei sind verboten – ihr Wirken ist legal, eine Mitgliedschaft nicht strafbar. Merten, sein <a href="https://www.zuenbuel.de/" rel="external noopener" target="_blank">Anwalt Erkan Zünbül</a> und sein Arbeitgeber wehren sich daher vehement.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Gesinnungsschnüffelei</strong></h3>
<p>Nach dem Studium in Dresden, Hildesheim und Havanna wandte sich Merten der Schriftstellerei zu. Im <a href="https://xs-verlag.de/buch/ken-merten-kleiner-als-drei/" rel="external noopener" target="_blank">XS-Verlag erschienen</a> zuletzt zwei politische Romane, der neuste über seine Vergangenheit im Erzgebirge und seine Zeit auf Kuba. Davon allein kann Merten jedoch nicht leben – der Wachdienst sichert Brot.</p>
<p>Bemerkenswert ist in seinem Fall: Es geht nicht um eine strafrechtliche Verurteilung wegen Fehlverhaltens , was laut <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gewo/__34a.html" rel="external noopener" target="_blank">§ 34a Gewerbeordnung</a> die Zuverlässigkeit tatsächlich infrage stellen dürfte. Entscheidend scheinen nur politische Aktivitäten, mit denen der Verfassungsschutz Merten verbindet: DKP-Mitgliedschaft, SDAJ-Engagement und journalistische Arbeit in linken Medien.</p>
<p><a href="https://www.jungewelt.de/artikel/528776.der-staatsfeind-steht-links.html" rel="external noopener" target="_blank">Bereits ab 2023 geriet</a> er ins Visier der Behörden, seine Zuverlässigkeit wurde erst anerkannt, dann infrage gestellt. 2025 kippte die Landesdirektion Sachsen das Verfahren aus formalen Gründen. Die Stadt rollt es nun neu auf, versucht drei Jahre nach dem ersten Versuch Merten aus seinem Job zu drängen.</p>
<p><a href="https://www.unsere-zeit.de/schwert-gegen-feder-4813015/" rel="external noopener" target="_blank">2026 erklärte</a> das Verwaltungsgericht Leipzig ihn erneut für unzuverlässig – seine politischen Aktivitäten begründeten Zweifel an seiner Achtung des staatlichen Gewaltmonopols. Vorläufig darf er weiterarbeiten, wie lange, offen, weitere Gerichtstermine dürften folgen. Die Richter argumentieren, Wachleute übten "polizeiähnliche Funktionen" aus und müssten das staatliche Gewaltmonopol strikt anerkennen. Ein Zustand den Merten nie öffentlich in Abrede stellte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Elefant im Raum</strong></h3>
<p>Damit verschiebt sich die Streitfrage erheblich: Reicht eine legale Parteimitgliedschaft aus, um jemandem die berufliche Zuverlässigkeit abzusprechen?</p>
<p>Anwalt Zünbül <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/528779.staat-gegen-linke-urteil-vor-dem-urteil.html" rel="external noopener" target="_blank">verweist </a>auf das Parteienprivileg des Grundgesetzes: Über ein Parteiverbot entscheidet allein das Bundesverfassungsgericht – die DKP ist nicht verboten. Für ihn läuft das Verfahren auf ein "Parteiverbot durch die Hintertür" hinaus.</p>
<p>Im Gespräch mit <em>Telepolis </em>sagte er: "Wenn aus geheimdienstlichen Erkenntnissen über politische Aktivitäten am Ende ein faktischer Berufsausschluss wird, stellt sich die Frage nach einer politischen Gesinnungskontrolle. Über die Verfassungswidrigkeit einer Partei entscheidet nach Artikel 21 des Grundgesetzes das Bundesverfassungsgericht – nicht eine Verwaltungsbehörde oder der Verfassungsschutz."</p>
<p>Ohnehin sind Geschichte und das Wesen des Verfassungsschutz genannten Geheimdienstes brisant: Vom Einsatz von <a href="https://www.labournet.de/interventionen/antifa/nazis/nsu/29c3-hinter-den-kulissen-der-nsu-und-das-v-leute-system/" rel="external noopener" target="_blank">NSU-Umfeld</a> über das <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/222103/bundesverfassungsgericht-lehnt-npd-verbot-ab/" rel="external noopener" target="_blank">gescheiterte NPD-Verbotsverfahren</a> bis hin zum <a href="https://www.interventionistische-linke.org/beitrag/bremer-spitzel-enttarnt" rel="external noopener" target="_blank">Bremer V-Mann Dilan</a> zeigt sich, wie eng staatliche Beobachtung und politische Strukturen insbesondere gegen links verwoben sein können – teils schuf der Verfassungsschutz erst jene Strukturen mit, die später als Beleg für Verfassungsfeindlichkeit dienten. Er ist politisch nicht wirksam kontrolliert und manifestiert sich als Schattenmacht.</p>
<p>Der Fall Merten hat zudem eine lange-indirekte Vorgeschichte: 2021 sah sich die DKP von einem <a href="https://dkp.de/wp-content/uploads/download/Haeufige_Fragen_zum_Kalten_Parteiverbot_210721.pdf" rel="external noopener" target="_blank">"kalten Parteiverbot" bedroht</a>, als der Bundeswahlausschuss sie wegen formaler Mängel zunächst nicht zu Wahlen zuließ – das Bundesverfassungsgericht <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-064.html" rel="external noopener" target="_blank">kassierte die Entscheidung</a>. Als historische Folie drängt sich zudem das <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201860.jahre-kpd-verbot-kpd-verbot-vor-jahren-kein-unabhaengiges-urteil.html" rel="external noopener" target="_blank">KPD-Verbot von 1956</a> auf, jenes Urteil dient der Kammer im Fall Merten unter anderem als Bezug.</p>
<p>Im Kern stellt sich die Frage: Wer würde sich noch in Parteien engagieren – etwa der AfD, der Linken oder dem BSW –, wenn selbst in der Privatwirtschaft das Berufsaus droht?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Im Gedenken an Willy Brandt</strong></h3>
<p>Der Fall markiert zudem einen Höhepunkt des Revivals der Berufsverbote. Wer politisch unerwünscht ist, muss heute nicht mehr wegen einer Straftat belangt werden – es genügt, dass Behörden seine Gesinnung zum Kriterium beruflicher Zuverlässigkeit machen, wie etwa auch bei der <a href="https://taz.de/Berufsverbot-fuer-Klimaaktivistin/!6069042/" rel="external noopener" target="_blank">Klimaaktivistin Lisa Pöttinger</a> oder dem <a href="https://publik.verdi.de/ausgabe-202401/ein-politischer-mensch/" rel="external noopener" target="_blank">Geoinformatiker Benjamin Ruß</a>.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4791233" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10263279"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Berufsverbot-fuer-Klimaaktivistin-Zu-links-fuer-Bayern-10263279.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1818" height="1021" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/9/1/2/3/3/poettinger-8d1238d5f3619ac9.jpeg" alt="Lisa Poettinger" style="aspect-ratio:1818 / 1021"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1818" height="1021" alt="Lisa Poettinger" style="aspect-ratio:1818 / 1021;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Berufsverbot für Klimaaktivistin: Zu links für Bayern?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5058436" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11247098"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Obdachlos-dank-EU-Sanktionen-Wie-die-Pressefreiheit-ausgehoehlt-wird-11247098.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2439" height="1371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/8/4/3/6/shutterstock_2605448263-76eb3411f33c1370.jpeg" alt="Mikrofone auf weißem Grund" style="aspect-ratio:2439 / 1371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2439" height="1371" alt="Mikrofone auf weißem Grund" style="aspect-ratio:2439 / 1371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Obdachlos dank EU-Sanktionen? Wie die Pressefreiheit ausgehöhlt wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062363" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254836"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schleichend-legal-gefaehrlich-Der-neue-Autoritarismus-11254836.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="800" height="450" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/3/6/3/blau-partysplit_ho-bf176df1c6a89ebe.jpeg" alt="Ein Diagramm vor blauem Grund" style="aspect-ratio:800 / 450"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="800" height="450" alt="Ein Diagramm vor blauem Grund" style="aspect-ratio:800 / 450;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schleichend, legal, gefährlich: Der neue Autoritarismus</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Verglichen mit dem Radikalenerlass der Brandt-Ära hat sich vor allem das Ausmaß und die Begründung verändert: Der ausgeweitete Sicherheitsbegriff erfasst heute Millionen Lohnabhängige – neben Schule und Amtsstube auch Energie, Infrastruktur oder Transport.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Hamburg macht es vor</strong></h3>
<p>Was sich in Sachsen zeigt, ist Hamburger Alltag. Seit 1. August 2026 <a href="https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bsfb/lehrkraft-werden/regelanfrage-1203692" rel="external noopener" target="_blank">gilt</a> dort die Regelanfrage beim Verfassungsschutz bei Einstellungen sowie auch vor Statuswechseln – für Beamte wie Tarifbeschäftigte.</p>
<p>Das Gesetz kam von SPD und Grünen, erntete <a href="https://nord.dgb.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/regelanfrage-beim-verfassungsschutz-beschlossen-dgb-gew-und-verdi-hamburg-kritisieren-entscheidung-der-buergerschaft/" rel="external noopener" target="_blank">Kritik </a>von DGB, GEW und ver.di. Anfang September <a href="https://www.gew-hamburg.de/themen/hamburg-politik/2026-09/verfassungsschutz-bedraengt-gew-funktionaerin" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a> die GEW Hamburg etwa, eine GEW-Funktionärin sei von einem Mann angesprochen worden, der sich als Mitarbeiter des Verfassungsschutzes ausgab und ihr gewerkschaftliches Engagement thematisierte.</p>
<p>Hamburg zeigt letztlich die Kontinuität im Geiste eines <a href="https://willy-brandt.de/ausstellungen/veranstaltungen/50-jahre-radikalenerlass/" rel="external noopener" target="_blank">Brandtschen Radikalenerlass</a> und die hemmungslosen Auswirkungen einer Gesinnungsjustiz: Der Verfassungsschutz wird zunehmend vom Beobachter zum Gatekeeper über berufliche Existenzen und politischer Aktivität.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer kontrolliert den Kontrolleur?</strong></h3>
<p>Das ist demokratisch brisant, weil Verfassungsschutzbehörden keine Gerichte sind und ihre Einschätzungen nicht automatisch gerichtsfeste Beweise darstellen. Der Fall Ken Merten zeigt dabei eine neue Qualität, da das Parteienprivileg praktisch unterlaufen wird: Mitgliedschaft in einer legalen Partei und Social-Media-Aktivität können zur beruflichen Unzuverlässigkeit führen.</p>
<p>Während Hamburg, Rheinland-Pfalz und andere Länder die Regelanfrage ausweiten, droht ein Effekt, der schwerer zu messen ist als jedes Berufsverbot: die vorauseilende Selbstzensur all jener, die sich politisch engagieren.</p>
Ein Wachmann soll seinen Job verlieren. Der Grund dafür ist das falsche Parteibuch. Was der Fall Ken Merten über die Rückkehr der Berufsverbote verrät.</p>
<p><a href="https://www.eulenspiegel.com/autoren/autor/1624-ken-merten.html" rel="external noopener" target="_blank">Ken Merten</a> arbeitet zur Sicherung seiner Existenz als Jung-Autor seit November 2022 für ein Sicherheitsunternehmen in Leipzig. Sein Arbeitsalltag ist hart und vom ermüdenden Schichtsystem geprägt: in zähen Zwölfstundenschichten schützt er obdachlose, oft abhängige Menschen.</p>
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<p>Doch mit seinem Wirken soll bald, geht es nach dem Willen sächsischer Behörden, Schluss sein: Der Schriftsteller und ehemalige Redakteur der marxistischen Zeitung jungen Welt soll seinen Job verlieren.</p>
<p>Der Grund: Merten soll im Bundesvorstand der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) aktiv gewesen und weiterhin Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) sein. Daraus leitet das Verwaltungsgericht Zweifel an seiner gewerberechtlichen Zuverlässigkeit als Wachperson ab.</p>
<p>Sein Fall zeigt, wie sich staatliche Eingriffe in die Berufsfreiheit <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198646.repression-das-neueste-berufsverbot.html" rel="external noopener" target="_blank">sukzessiv ausweiten</a>: Sie treffen längst nicht mehr nur Staatsdiener, sondern einen wachsenden Personenkreis, für den der Verfassungsschutz zum Zünglein an der Waage wird. Was früher über Beamtenrecht lief, soll heute auch über Gewerberecht und Datenaustausch mit dem Verfassungsschutz – <a href="https://www.telepolis.de/article/BND-und-Verfassungsschutz-Reform-Deutschland-auf-dem-Weg-zur-Geheimpolizei-11410945.html" rel="external noopener" target="_blank">dessen Befugnisse zugleich massiv ausgeweitet wurden</a>, geregelt werden. Berufsverbote als Massenphänomen im Geheimdienststaat?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Legal, illegal, egal? </strong></h3>
<p>Als Belege für Mertens Nichteignung präsentiert das Verwaltungsgericht in einem Beschluss vom 21. August, das <em>Telepolis </em>vorliegt, vor allem Harmloses: Merten habe die Bildung im SDAJ-Bundesvorstand geleitet, als Redakteur der "linksextremistischen" jungen Welt gearbeitet und sich in einem Instagram-Video der Leipziger DKP mit "Hallo, ich bin Ken. Ich bin Mitglied bei der DKP" vorgestellt.</p>
<p>In einem weiteren Video habe er sich über die in Folge der Sommerhitze <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/fahrplan-ursache-gutachten-hitze,strassenbahn-stoerung-100.html" rel="external noopener" target="_blank">geschmolzene Fugenmasse der Straßenbahnschienen</a> und einen – aus seiner Sicht – zusammenbrechenden ÖPNV mokiert. Diese Umstände zieht die Kammer zur Begründung von Zweifeln an seiner gewerberechtlichen Zuverlässigkeit heran.</p>
<p>Als Erinnerung: Weder die junge Welt noch die DKP als Partei sind verboten – ihr Wirken ist legal, eine Mitgliedschaft nicht strafbar. Merten, sein <a href="https://www.zuenbuel.de/" rel="external noopener" target="_blank">Anwalt Erkan Zünbül</a> und sein Arbeitgeber wehren sich daher vehement.</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Gesinnungsschnüffelei</strong></h3>
<p>Nach dem Studium in Dresden, Hildesheim und Havanna wandte sich Merten der Schriftstellerei zu. Im <a href="https://xs-verlag.de/buch/ken-merten-kleiner-als-drei/" rel="external noopener" target="_blank">XS-Verlag erschienen</a> zuletzt zwei politische Romane, der neuste über seine Vergangenheit im Erzgebirge und seine Zeit auf Kuba. Davon allein kann Merten jedoch nicht leben – der Wachdienst sichert Brot.</p>
<p>Bemerkenswert ist in seinem Fall: Es geht nicht um eine strafrechtliche Verurteilung wegen Fehlverhaltens , was laut <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gewo/__34a.html" rel="external noopener" target="_blank">§ 34a Gewerbeordnung</a> die Zuverlässigkeit tatsächlich infrage stellen dürfte. Entscheidend scheinen nur politische Aktivitäten, mit denen der Verfassungsschutz Merten verbindet: DKP-Mitgliedschaft, SDAJ-Engagement und journalistische Arbeit in linken Medien.</p>
<p><a href="https://www.jungewelt.de/artikel/528776.der-staatsfeind-steht-links.html" rel="external noopener" target="_blank">Bereits ab 2023 geriet</a> er ins Visier der Behörden, seine Zuverlässigkeit wurde erst anerkannt, dann infrage gestellt. 2025 kippte die Landesdirektion Sachsen das Verfahren aus formalen Gründen. Die Stadt rollt es nun neu auf, versucht drei Jahre nach dem ersten Versuch Merten aus seinem Job zu drängen.</p>
<p><a href="https://www.unsere-zeit.de/schwert-gegen-feder-4813015/" rel="external noopener" target="_blank">2026 erklärte</a> das Verwaltungsgericht Leipzig ihn erneut für unzuverlässig – seine politischen Aktivitäten begründeten Zweifel an seiner Achtung des staatlichen Gewaltmonopols. Vorläufig darf er weiterarbeiten, wie lange, offen, weitere Gerichtstermine dürften folgen. Die Richter argumentieren, Wachleute übten "polizeiähnliche Funktionen" aus und müssten das staatliche Gewaltmonopol strikt anerkennen. Ein Zustand den Merten nie öffentlich in Abrede stellte.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Elefant im Raum</strong></h3>
<p>Damit verschiebt sich die Streitfrage erheblich: Reicht eine legale Parteimitgliedschaft aus, um jemandem die berufliche Zuverlässigkeit abzusprechen?</p>
<p>Anwalt Zünbül <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/528779.staat-gegen-linke-urteil-vor-dem-urteil.html" rel="external noopener" target="_blank">verweist </a>auf das Parteienprivileg des Grundgesetzes: Über ein Parteiverbot entscheidet allein das Bundesverfassungsgericht – die DKP ist nicht verboten. Für ihn läuft das Verfahren auf ein "Parteiverbot durch die Hintertür" hinaus.</p>
<p>Im Gespräch mit <em>Telepolis </em>sagte er: "Wenn aus geheimdienstlichen Erkenntnissen über politische Aktivitäten am Ende ein faktischer Berufsausschluss wird, stellt sich die Frage nach einer politischen Gesinnungskontrolle. Über die Verfassungswidrigkeit einer Partei entscheidet nach Artikel 21 des Grundgesetzes das Bundesverfassungsgericht – nicht eine Verwaltungsbehörde oder der Verfassungsschutz."</p>
<p>Ohnehin sind Geschichte und das Wesen des Verfassungsschutz genannten Geheimdienstes brisant: Vom Einsatz von <a href="https://www.labournet.de/interventionen/antifa/nazis/nsu/29c3-hinter-den-kulissen-der-nsu-und-das-v-leute-system/" rel="external noopener" target="_blank">NSU-Umfeld</a> über das <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/222103/bundesverfassungsgericht-lehnt-npd-verbot-ab/" rel="external noopener" target="_blank">gescheiterte NPD-Verbotsverfahren</a> bis hin zum <a href="https://www.interventionistische-linke.org/beitrag/bremer-spitzel-enttarnt" rel="external noopener" target="_blank">Bremer V-Mann Dilan</a> zeigt sich, wie eng staatliche Beobachtung und politische Strukturen insbesondere gegen links verwoben sein können – teils schuf der Verfassungsschutz erst jene Strukturen mit, die später als Beleg für Verfassungsfeindlichkeit dienten. Er ist politisch nicht wirksam kontrolliert und manifestiert sich als Schattenmacht.</p>
<p>Der Fall Merten hat zudem eine lange-indirekte Vorgeschichte: 2021 sah sich die DKP von einem <a href="https://dkp.de/wp-content/uploads/download/Haeufige_Fragen_zum_Kalten_Parteiverbot_210721.pdf" rel="external noopener" target="_blank">"kalten Parteiverbot" bedroht</a>, als der Bundeswahlausschuss sie wegen formaler Mängel zunächst nicht zu Wahlen zuließ – das Bundesverfassungsgericht <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-064.html" rel="external noopener" target="_blank">kassierte die Entscheidung</a>. Als historische Folie drängt sich zudem das <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201860.jahre-kpd-verbot-kpd-verbot-vor-jahren-kein-unabhaengiges-urteil.html" rel="external noopener" target="_blank">KPD-Verbot von 1956</a> auf, jenes Urteil dient der Kammer im Fall Merten unter anderem als Bezug.</p>
<p>Im Kern stellt sich die Frage: Wer würde sich noch in Parteien engagieren – etwa der AfD, der Linken oder dem BSW –, wenn selbst in der Privatwirtschaft das Berufsaus droht?</p>
<h3 class="subheading"><strong>Im Gedenken an Willy Brandt</strong></h3>
<p>Der Fall markiert zudem einen Höhepunkt des Revivals der Berufsverbote. Wer politisch unerwünscht ist, muss heute nicht mehr wegen einer Straftat belangt werden – es genügt, dass Behörden seine Gesinnung zum Kriterium beruflicher Zuverlässigkeit machen, wie etwa auch bei der <a href="https://taz.de/Berufsverbot-fuer-Klimaaktivistin/!6069042/" rel="external noopener" target="_blank">Klimaaktivistin Lisa Pöttinger</a> oder dem <a href="https://publik.verdi.de/ausgabe-202401/ein-politischer-mensch/" rel="external noopener" target="_blank">Geoinformatiker Benjamin Ruß</a>.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4791233" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10263279"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Berufsverbot-fuer-Klimaaktivistin-Zu-links-fuer-Bayern-10263279.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1818" height="1021" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/9/1/2/3/3/poettinger-8d1238d5f3619ac9.jpeg" alt="Lisa Poettinger" style="aspect-ratio:1818 / 1021"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1818" height="1021" alt="Lisa Poettinger" style="aspect-ratio:1818 / 1021;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Berufsverbot für Klimaaktivistin: Zu links für Bayern?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5058436" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11247098"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Obdachlos-dank-EU-Sanktionen-Wie-die-Pressefreiheit-ausgehoehlt-wird-11247098.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2439" height="1371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/8/4/3/6/shutterstock_2605448263-76eb3411f33c1370.jpeg" alt="Mikrofone auf weißem Grund" style="aspect-ratio:2439 / 1371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2439" height="1371" alt="Mikrofone auf weißem Grund" style="aspect-ratio:2439 / 1371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Obdachlos dank EU-Sanktionen? Wie die Pressefreiheit ausgehöhlt wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5062363" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11254836"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Schleichend-legal-gefaehrlich-Der-neue-Autoritarismus-11254836.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="800" height="450" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/6/2/3/6/3/blau-partysplit_ho-bf176df1c6a89ebe.jpeg" alt="Ein Diagramm vor blauem Grund" style="aspect-ratio:800 / 450"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="800" height="450" alt="Ein Diagramm vor blauem Grund" style="aspect-ratio:800 / 450;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schleichend, legal, gefährlich: Der neue Autoritarismus</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Verglichen mit dem Radikalenerlass der Brandt-Ära hat sich vor allem das Ausmaß und die Begründung verändert: Der ausgeweitete Sicherheitsbegriff erfasst heute Millionen Lohnabhängige – neben Schule und Amtsstube auch Energie, Infrastruktur oder Transport.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Hamburg macht es vor</strong></h3>
<p>Was sich in Sachsen zeigt, ist Hamburger Alltag. Seit 1. August 2026 <a href="https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bsfb/lehrkraft-werden/regelanfrage-1203692" rel="external noopener" target="_blank">gilt</a> dort die Regelanfrage beim Verfassungsschutz bei Einstellungen sowie auch vor Statuswechseln – für Beamte wie Tarifbeschäftigte.</p>
<p>Das Gesetz kam von SPD und Grünen, erntete <a href="https://nord.dgb.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/regelanfrage-beim-verfassungsschutz-beschlossen-dgb-gew-und-verdi-hamburg-kritisieren-entscheidung-der-buergerschaft/" rel="external noopener" target="_blank">Kritik </a>von DGB, GEW und ver.di. Anfang September <a href="https://www.gew-hamburg.de/themen/hamburg-politik/2026-09/verfassungsschutz-bedraengt-gew-funktionaerin" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a> die GEW Hamburg etwa, eine GEW-Funktionärin sei von einem Mann angesprochen worden, der sich als Mitarbeiter des Verfassungsschutzes ausgab und ihr gewerkschaftliches Engagement thematisierte.</p>
<p>Hamburg zeigt letztlich die Kontinuität im Geiste eines <a href="https://willy-brandt.de/ausstellungen/veranstaltungen/50-jahre-radikalenerlass/" rel="external noopener" target="_blank">Brandtschen Radikalenerlass</a> und die hemmungslosen Auswirkungen einer Gesinnungsjustiz: Der Verfassungsschutz wird zunehmend vom Beobachter zum Gatekeeper über berufliche Existenzen und politischer Aktivität.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Wer kontrolliert den Kontrolleur?</strong></h3>
<p>Das ist demokratisch brisant, weil Verfassungsschutzbehörden keine Gerichte sind und ihre Einschätzungen nicht automatisch gerichtsfeste Beweise darstellen. Der Fall Ken Merten zeigt dabei eine neue Qualität, da das Parteienprivileg praktisch unterlaufen wird: Mitgliedschaft in einer legalen Partei und Social-Media-Aktivität können zur beruflichen Unzuverlässigkeit führen.</p>
<p>Während Hamburg, Rheinland-Pfalz und andere Länder die Regelanfrage ausweiten, droht ein Effekt, der schwerer zu messen ist als jedes Berufsverbot: die vorauseilende Selbstzensur all jener, die sich politisch engagieren.</p>
2026-09-20T06:00:00.000Z
urn:bid:5168104
2026-09-19T14:00:00.000Z
Berlin senkt die Energiesteuer und plant einen Preisdeckel. Wer viel tankt, profitiert am stärksten. Gezielte Hilfen sollen erst später folgen.</p>
<p>Ist die Bundesregierung schuld an den hohen Spritpreisen, wie es der Nachbar sagt? Man denkt an Donald Trump und seinen Größenwahn, an die ungebrochene Macht der iranischen Militärs, an die Straße von Hormus und die Huthis. Der Hut aber geht vielen erst hoch, wenn sie an Berlin denken. Wie stark kann die Bundesregierung den Ölpreis überhaupt beeinflussen?</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Was Berlin kann – und was nicht</strong></h3>
<p>Den Ölpreis selbst kann die Bundesregierung kaum steuern. Rohöl wird am Weltmarkt gehandelt. Kriegerische Auseinandersetzungen, blockierte Transportwege, Raffineriekapazitäten und der Dollar-Kurs treiben die Preise. Nach Angaben der Bundesregierung ist der Weltmarktpreis infolge des Iran-Nahost-Konflikts und der Sperrung der Straße von Hormus um rund 30 Prozent gestiegen.</p>
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<p>Was Berlin aber beeinflussen kann, ist der Preis an der Zapfsäule – über Steuern, Regeln und Aufsicht. Laut ADAC bestehen die Kraftstoffpreise in Deutschland im Schnitt zu rund 57 Prozent bei Benzin und 47 Prozent bei Diesel aus Steuern und Abgaben.</p>
<p>Noch am Donnerstag beschrieb <em>Telepolis</em> die konkurrierenden Vorschläge von <a href="https://www.telepolis.de/article/Spritpreise-Entlastung-ohne-Konzept-11458017.html" rel="external noopener" target="_blank">Energiesteuersenkung bis Übergewinnsteuer</a>. Inzwischen haben sich Bund und Länder geeinigt.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167531" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458017"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Spritpreise-Entlastung-ohne-Konzept-11458017.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7008" height="3938" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/5/3/1/shutterstock_2758255093-152694317160be01.jpeg" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7008" height="3938" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Spritpreise: Entlastung ohne Konzept?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Vom 1. Oktober bis zum Jahresende soll die Energiesteuer um 14 Cent pro Liter sinken. Weil dadurch auch weniger Mehrwertsteuer anfällt, verspricht die Regierung eine Entlastung von insgesamt rund 17 Cent. Das Paket kostet etwa 2,5 Milliarden Euro; die Länder übernehmen über einen Umsatzsteuerfestbetrag die Hälfte.</p>
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<p>Spätestens zum 1. Januar 2027 soll ein zeitlich begrenzter Spritpreisdeckel nach belgischem oder luxemburgischem Vorbild folgen. Zusätzlich will der Bund einen Mechanismus für einkommensabhängige Direktzahlungen schaffen. So steht es im <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bund-und-laender-beschliessen-spritpreis-entlastungspaket-2453198" rel="external noopener" target="_blank">Entlastungspaket der Bundesregierung</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>17 Cent für jeden Liter</strong></h3>
<p>Der Tankrabatt dürfte an der Zapfsäule tatsächlich zu spüren sein. Das zeigen die Erfahrungen aus Mai und Juni. Nach Untersuchungen von Bundeskartellamt und Monopolkommission wurde die damalige Steuersenkung weitgehend weitergegeben. Bei Super E5 und E10 kam sie nahezu vollständig an, bei Diesel nach Berechnungen des Ifo-Instituts im Durchschnitt mit zwölf von möglichen 16,7 Cent.</p>
<p>Die Behauptung, der Rabatt lande vollständig bei den Ölkonzernen, ist deshalb nicht haltbar. Vollständig bei den Verbrauchern kommt er aber ebenfalls nicht in jedem Fall an. Regionale Unterschiede und Probleme im Raffinerie- und Großhandelsmarkt bleiben bestehen.</p>
<p>Darin liegt der Kern der Kritik. <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/tankrabatt-reaktionen-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Sozialverbände und Ökonomen</a> sehen im Tankrabatt eine Gießkannenlösung, weil auch gut verdienende Viel-Tanker profitieren. Hinzu kommt ein zweites Problem: Die Monopolkommission kam zwar zu dem Ergebnis, dass der Tankrabatt im Frühjahr weitgehend bei Verbrauchern ankam, aber nicht vollständig; kurz vor dem Auslaufen der Rabattregelung erreichten Autofahrer teils nur noch 7 bis 11 der rechnerischen 17 Cent.</p>
<p>Das legt nahe, dass ein Teil staatlicher Entlastung unter Wettbewerbsproblemen im Markt hängen bleiben kann – also nicht nur Autofahrern, sondern auch Konzernen zugutekommt.</p>
<p>Die Steuersenkung unterscheidet also nicht danach, wer Unterstützung braucht. Pro Liter erhält der pendelnde Geringverdiener genauso viel wie der wohlhabende SUV-Fahrer. Wer weite Strecken fährt oder ein verbrauchsstarkes Fahrzeug besitzt, bekommt insgesamt mehr. Finanziert wird der Rabatt dagegen von allen Steuerzahlern – auch von Menschen ohne Auto.</p>
<p>Für Handwerker, Speditionen und andere Unternehmen mit hohem Kraftstoffverbrauch kann die Entlastung erheblich sein. Aber auch hier wird nicht danach gefragt, ob ein Betrieb durch die hohen Preise tatsächlich in Schwierigkeiten gerät.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166089" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455150"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Preisschock-an-der-Saeule-Wie-der-Iran-Krieg-die-Welt-in-die-Energiekrise-treibt-11455150.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7952" height="4468" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/0/8/9/shutterstock_2758287253-11b8a969f10ca145.jpeg" alt="Ein Mann fast sich beim tanken an den Kopf" style="aspect-ratio:7952 / 4468"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7952" height="4468" alt="Ein Mann fast sich beim tanken an den Kopf" style="aspect-ratio:7952 / 4468;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Preisschock an der Säule: Wie der Iran-Krieg die Welt in die Energiekrise treibt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Der Preisdeckel bleibt ein Versprechen</strong></h3>
<p>Noch unklarer ist der angekündigte Spritpreisdeckel. In Belgien und Luxemburg werden Höchstpreise anhand von Ölpreis, Transport-, Lager- und Vertriebskosten sowie einer zugestandenen Gewinnspanne berechnet. Wie das deutsche Modell aussehen soll, ist offen. Die Bundesregierung will darüber zunächst mit der Mineralölwirtschaft sprechen und betont, die Versorgungssicherheit müsse gewährleistet bleiben.</p>
<p>Daneben hat Berlin die Marktaufsicht bereits verschärft. Tankstellen dürfen ihre Preise seit April nur noch einmal täglich erhöhen, während Senkungen jederzeit möglich sind. Das Bundeskartellamt hat zudem Verfahren gegen Raffineriebetreiber eingeleitet und soll leichter gegen missbräuchliche Preisaufschläge vorgehen können.</p>
<p>Die Bundesregierung kann den Ölpreis also nicht beherrschen. Sie kann seine Folgen abfedern und gegen überhöhte Margen vorgehen. Entscheidend ist dabei, wen sie schützt: Sicher beschlossen ist zunächst die Entlastung nach Kraftstoffverbrauch. Die Entlastung nach Bedürftigkeit soll erst noch vorbereitet werden.</p>
<p>Sicher beschlossen ist damit die Entlastung nach Kraftstoffverbrauch. Die Entlastung nach Bedürftigkeit bleibt vorerst ein Versprechen.</p>
Berlin senkt die Energiesteuer und plant einen Preisdeckel. Wer viel tankt, profitiert am stärksten. Gezielte Hilfen sollen erst später folgen.</p>
<p>Ist die Bundesregierung schuld an den hohen Spritpreisen, wie es der Nachbar sagt? Man denkt an Donald Trump und seinen Größenwahn, an die ungebrochene Macht der iranischen Militärs, an die Straße von Hormus und die Huthis. Der Hut aber geht vielen erst hoch, wenn sie an Berlin denken. Wie stark kann die Bundesregierung den Ölpreis überhaupt beeinflussen?</p>
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<h3 class="subheading"><strong>Was Berlin kann – und was nicht</strong></h3>
<p>Den Ölpreis selbst kann die Bundesregierung kaum steuern. Rohöl wird am Weltmarkt gehandelt. Kriegerische Auseinandersetzungen, blockierte Transportwege, Raffineriekapazitäten und der Dollar-Kurs treiben die Preise. Nach Angaben der Bundesregierung ist der Weltmarktpreis infolge des Iran-Nahost-Konflikts und der Sperrung der Straße von Hormus um rund 30 Prozent gestiegen.</p>
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<p>Was Berlin aber beeinflussen kann, ist der Preis an der Zapfsäule – über Steuern, Regeln und Aufsicht. Laut ADAC bestehen die Kraftstoffpreise in Deutschland im Schnitt zu rund 57 Prozent bei Benzin und 47 Prozent bei Diesel aus Steuern und Abgaben.</p>
<p>Noch am Donnerstag beschrieb <em>Telepolis</em> die konkurrierenden Vorschläge von <a href="https://www.telepolis.de/article/Spritpreise-Entlastung-ohne-Konzept-11458017.html" rel="external noopener" target="_blank">Energiesteuersenkung bis Übergewinnsteuer</a>. Inzwischen haben sich Bund und Länder geeinigt.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5167531" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11458017"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Spritpreise-Entlastung-ohne-Konzept-11458017.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7008" height="3938" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/7/5/3/1/shutterstock_2758255093-152694317160be01.jpeg" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7008" height="3938" alt="Ein Mann tankt in einen roten Benzinkanister" style="aspect-ratio:7008 / 3938;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Spritpreise: Entlastung ohne Konzept?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Vom 1. Oktober bis zum Jahresende soll die Energiesteuer um 14 Cent pro Liter sinken. Weil dadurch auch weniger Mehrwertsteuer anfällt, verspricht die Regierung eine Entlastung von insgesamt rund 17 Cent. Das Paket kostet etwa 2,5 Milliarden Euro; die Länder übernehmen über einen Umsatzsteuerfestbetrag die Hälfte.</p>
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<p>Spätestens zum 1. Januar 2027 soll ein zeitlich begrenzter Spritpreisdeckel nach belgischem oder luxemburgischem Vorbild folgen. Zusätzlich will der Bund einen Mechanismus für einkommensabhängige Direktzahlungen schaffen. So steht es im <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bund-und-laender-beschliessen-spritpreis-entlastungspaket-2453198" rel="external noopener" target="_blank">Entlastungspaket der Bundesregierung</a>.</p>
<h3 class="subheading"><strong>17 Cent für jeden Liter</strong></h3>
<p>Der Tankrabatt dürfte an der Zapfsäule tatsächlich zu spüren sein. Das zeigen die Erfahrungen aus Mai und Juni. Nach Untersuchungen von Bundeskartellamt und Monopolkommission wurde die damalige Steuersenkung weitgehend weitergegeben. Bei Super E5 und E10 kam sie nahezu vollständig an, bei Diesel nach Berechnungen des Ifo-Instituts im Durchschnitt mit zwölf von möglichen 16,7 Cent.</p>
<p>Die Behauptung, der Rabatt lande vollständig bei den Ölkonzernen, ist deshalb nicht haltbar. Vollständig bei den Verbrauchern kommt er aber ebenfalls nicht in jedem Fall an. Regionale Unterschiede und Probleme im Raffinerie- und Großhandelsmarkt bleiben bestehen.</p>
<p>Darin liegt der Kern der Kritik. <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/tankrabatt-reaktionen-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Sozialverbände und Ökonomen</a> sehen im Tankrabatt eine Gießkannenlösung, weil auch gut verdienende Viel-Tanker profitieren. Hinzu kommt ein zweites Problem: Die Monopolkommission kam zwar zu dem Ergebnis, dass der Tankrabatt im Frühjahr weitgehend bei Verbrauchern ankam, aber nicht vollständig; kurz vor dem Auslaufen der Rabattregelung erreichten Autofahrer teils nur noch 7 bis 11 der rechnerischen 17 Cent.</p>
<p>Das legt nahe, dass ein Teil staatlicher Entlastung unter Wettbewerbsproblemen im Markt hängen bleiben kann – also nicht nur Autofahrern, sondern auch Konzernen zugutekommt.</p>
<p>Die Steuersenkung unterscheidet also nicht danach, wer Unterstützung braucht. Pro Liter erhält der pendelnde Geringverdiener genauso viel wie der wohlhabende SUV-Fahrer. Wer weite Strecken fährt oder ein verbrauchsstarkes Fahrzeug besitzt, bekommt insgesamt mehr. Finanziert wird der Rabatt dagegen von allen Steuerzahlern – auch von Menschen ohne Auto.</p>
<p>Für Handwerker, Speditionen und andere Unternehmen mit hohem Kraftstoffverbrauch kann die Entlastung erheblich sein. Aber auch hier wird nicht danach gefragt, ob ein Betrieb durch die hohen Preise tatsächlich in Schwierigkeiten gerät.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5166089" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11455150"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Preisschock-an-der-Saeule-Wie-der-Iran-Krieg-die-Welt-in-die-Energiekrise-treibt-11455150.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7952" height="4468" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/6/6/0/8/9/shutterstock_2758287253-11b8a969f10ca145.jpeg" alt="Ein Mann fast sich beim tanken an den Kopf" style="aspect-ratio:7952 / 4468"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7952" height="4468" alt="Ein Mann fast sich beim tanken an den Kopf" style="aspect-ratio:7952 / 4468;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Preisschock an der Säule: Wie der Iran-Krieg die Welt in die Energiekrise treibt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<h3 class="subheading"><strong>Der Preisdeckel bleibt ein Versprechen</strong></h3>
<p>Noch unklarer ist der angekündigte Spritpreisdeckel. In Belgien und Luxemburg werden Höchstpreise anhand von Ölpreis, Transport-, Lager- und Vertriebskosten sowie einer zugestandenen Gewinnspanne berechnet. Wie das deutsche Modell aussehen soll, ist offen. Die Bundesregierung will darüber zunächst mit der Mineralölwirtschaft sprechen und betont, die Versorgungssicherheit müsse gewährleistet bleiben.</p>
<p>Daneben hat Berlin die Marktaufsicht bereits verschärft. Tankstellen dürfen ihre Preise seit April nur noch einmal täglich erhöhen, während Senkungen jederzeit möglich sind. Das Bundeskartellamt hat zudem Verfahren gegen Raffineriebetreiber eingeleitet und soll leichter gegen missbräuchliche Preisaufschläge vorgehen können.</p>
<p>Die Bundesregierung kann den Ölpreis also nicht beherrschen. Sie kann seine Folgen abfedern und gegen überhöhte Margen vorgehen. Entscheidend ist dabei, wen sie schützt: Sicher beschlossen ist zunächst die Entlastung nach Kraftstoffverbrauch. Die Entlastung nach Bedürftigkeit soll erst noch vorbereitet werden.</p>
<p>Sicher beschlossen ist damit die Entlastung nach Kraftstoffverbrauch. Die Entlastung nach Bedürftigkeit bleibt vorerst ein Versprechen.</p>
2026-09-19T14:00:00.000Z
urn:bid:5167415
2026-09-19T12:30:00.000Z
Die DNA-Faltung in Gehirnzellen von Alzheimer-Patienten ist messbar verändert – das eröffnet laut Forschern neue Ansätze für gezielte Therapien.</p>
<p>Wissenschaftler haben ein neues Merkmal der Alzheimer-Krankheit entdeckt, das den Weg für zukünftige neue Therapieansätze aufzeigen könnte. Wie Forscher der School of Computer Science der Carnegie Mellon University, der University of Pittsburgh School of Medicine und der University of Washington herausfanden, unterscheidet sich die dreidimensionale Organisation des Genoms in bestimmten Gehirnzellen von Alzheimer-Patienten.</p>
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<p>Die Forscher konnten die Veränderungen der DNA-Faltung mit einem Wandel der Genaktivität und der Zusammensetzung des Hirngewebes in Verbindung bringen. Jian Ma, einer der Studienleiter, erklärte in einer <a href="https://www.cs.cmu.edu/news/2026/ma-alzheimers" rel="external noopener" target="_blank">Pressemitteilung</a>: "Die Alzheimer-Krankheit lässt sich nicht in einer einzelnen Ebene verstehen."</p>
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<p>Bei der 3D-Struktur des Genoms handle es sich um eine "grundlegende regulatorische Ebene, die dabei hilft, die DNA-Sequenz mit der Genaktivität zu verknüpfen".</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Durch die Integration von Genomfaltung, Zellzustand und Gewebekontext können wir über die bloße Katalogisierung krankheitsassoziierter Veränderungen hinausgehen und verstehen, wie diese zusammenhängen und welche Mechanismen als Nächstes untersucht werden sollten."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Jian Ma</em></p>
<h3 class="subheading"><strong>Ein nützliches Verfahren aus dem Jahr 2024</strong></h3>
<p>DNA liegt in einer Zelle nicht als einfacher, gerader Strang vor. Stattdessen faltet sie sich zu einer komplexen dreidimensionalen Struktur, die mitbestimmt, welche Gene zugänglich und aktiv sind. Veränderungen in dieser physikalischen Anordnung können daher die Funktionsweise der Zellen beeinflussen.</p>
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<p>In ihrer Arbeit, die im Fachjournal <em>Science</em> <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.adz1652" rel="external noopener" target="_blank">publiziert</a> wurde, nutzte das Team sowohl Untersuchungen von einzelnen Zellen als auch die räumliche Kartierung des Hirngewebes sowie ein eigens entwickeltes, KI-gestütztes "Deep-Learning"-Modell.</p>
<p>Von Vorteil war dabei, dass die Forscher die <a href="https://www.nature.com/articles/s41588-024-01745-3" rel="external noopener" target="_blank">"GAGE-seq"-Technik</a> ("Genome Architecture and Gene Expression by Sequencing") nutzen konnten. Mit diesem vom Ma-Labor 2024 publizierten Verfahren lassen sich die 3D-Genomstruktur und die Genexpression innerhalb derselben Zelle gleichzeitig messen.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5122806" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11375708"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Dunkles-Genom-Wie-vermeintlicher-DNA-Muell-die-Medizin-revolutioniert-11375708.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/2/8/0/6/natrot-ff3cce84de1addf4.jpeg" alt="Aus Farbflächen gebilder Mensch, der zur Seite in farbige Banden aufgelöst wird, wie sie bei der Gensequenzierung entstehen" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Aus Farbflächen gebilder Mensch, der zur Seite in farbige Banden aufgelöst wird, wie sie bei der Gensequenzierung entstehen" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dunkles Genom: Wie vermeintlicher DNA-Müll die Medizin revolutioniert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Mit dieser Methode untersuchten die Wissenschaftler postmortale Proben aus dem präfrontalen Kortex, einem Bereich im vorderen Teil des Gehirns. Das Gewebe stammte von Menschen mit und ohne Alzheimer-Krankheit, die an einer Langzeitstudie zu Demenz teilgenommen und später ihr Gehirn für Forschungszwecke gespendet hatten.</p>
<p>Diese Messungen wurden anschließend mit räumlichen Transkriptomkarten kombiniert, in denen dargestellt ist, wo innerhalb des intakten Hirngewebes Genaktivität stattfindet. Außerdem wurden Daten für die Zugänglichkeit von Chromatin genutzt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eine neue Ebene der Alzheimer-Forschung</strong></h3>
<p>Durch die Kombination dieser Methoden war es den Forschern möglich, die Genregulation – einschließlich molekularer und zellulärer Veränderungen – der 3D-Genomorganisation zuzuordnen und diese Veränderungen in ihren breiteren Gewebekontext einzuordnen.</p>
<p>Laut Hansruedi Mathys, einem der Studienleiter, stellt die Arbeit "einen bedeutenden Fortschritt beim Verständnis der Fehlfunktionen bei der Alzheimer-Krankheit dar".</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wir kennen die klassischen Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit – die Ansammlung von Amyloid-Beta-Plaques und Tau-Verklumpungen –, aber unsere Ergebnisse belegen, dass Chromatinveränderungen höherer Ordnung ein Bestandteil der molekularen Pathologie dieser Krankheit sind."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Hansruedi Mathys</em></p>
<p>Bei <a href="https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/veraenderungen-im-gehirn/amyloide-plaques-und-fibrillen/" rel="external noopener" target="_blank">Amyloid-beta-Plaques und Tau-Fibrillen</a> handelt es sich um Eiweißablagerungen zwischen beziehungsweise innerhalb der Nervenzellen, die zu den bekanntesten biologischen Merkmalen der Alzheimer-Krankheit gehören.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5151837" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423193"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Forschung-Warum-die-biologische-Uhr-bei-jedem-anders-tickt-11423193.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/1/8/3/7/longecity-01-18ff6eb3801509b9.gif" alt="Lupe über Frau an Rollator und Uhr mit Genomen als Zeiger" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Lupe über Frau an Rollator und Uhr mit Genomen als Zeiger" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity-Forschung: Warum die biologische Uhr bei jedem anders tickt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die neuen Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass auch Veränderungen im Chromatin – dem aus DNA und zugehörigen Proteinen bestehenden Baustein von Chromosomen, durch die das Genom in den Zellen verpackt wird – als Teil des molekularen Krankheitsbildes betrachtet werden sollten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>KI entschlüsselt Verbindung zur Genaktivität</strong></h3>
<p>Die Forscher nutzten zudem ein neues KI-gestütztes Modell, das entwickelt wurde, um zu untersuchen, wie die Genomstruktur das Zellverhalten beeinflussen kann. In diesem wurden DNA-Sequenzinformationen mit allgemeinen Mustern der Genomfaltung und detaillierten Karten, die zeigen, wo verschiedene DNA-Abschnitte physisch miteinander in Kontakt stehen, kombiniert. Dadurch konnte die Genaktivität in verschiedenen Zelltypen vorhergesagt werden.</p>
<p>Xinyue Lu, eine der Studienautoren, beschrieb das System als einen "computergestützten Testrahmen", mit dem untersucht werden kann, wie Veränderungen in der Genomfaltung die Genaktivität beeinflussen können:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die gleichzeitige Messung der Genaktivität und der Genomfaltung in derselben Zelle ermöglicht es uns, einen direkten Zusammenhang zwischen der Chromosomenstruktur und krankheitsrelevanten Genprogrammen herzustellen."</p>
<p>Den Wissenschaftlern gelang es so, deutliche Unterschiede in der Genomarchitektur der Zellen von Alzheimer-Patienten zu identifizieren. Große Abschnitte des Genoms sind normalerweise in relativ klar abgegrenzte aktive und inaktive Bereiche unterteilt, die als Kompartimente bezeichnet werden. Den Forschern zufolge kam es bei Alzheimer-Proben zu einer "verstärkten Vermischung" dieser Bereiche, deren Grenzen weniger scharf definiert waren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Welche Rolle spielen "Zombiezellen" der Mikroglia?</strong></h3>
<p>Bei mehreren Arten von Gehirnzellen zeigten sich zudem weniger Interaktionen zwischen benachbarten Abschnitten des Genoms und mehr Kontakte zwischen weiter voneinander entfernten Regionen. Zellen mit einer stärkeren Vermischung der Kompartimente wiesen zudem tendenziell eine insgesamt geringere Genaktivität auf.</p>
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<p>Ähnliches zeigte sich auch für die Wechselwirkung zwischen Genen und regulatorischen Elementen, die normalerweise dazu beitragen, zu steuern, ob diese Gene ein- oder ausgeschaltet werden.</p>
<p>Weiterhin zeigte sich ein Zusammenhang mit einer verminderten Aktivität in Programmen, die an Neuronen und Synapsen beteiligt sind. Auch Veränderungen im Stoffwechsel und in zellulären Stresssituationen konnten beobachtet werden.</p>
<p>Eine weitere Verbindung zeigte sich in Bezug auf seneszenzbezogene Programme der Mikroglia, also Immunzellen im Gehirn, die eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Gehirngesundheit und der Reaktion auf Schädigungen spielen. Diese steuern unter anderem die Vernetzung von Neuronen und dienen ebenfalls der Beseitigung von abgestorbenen Zellen und pathologischen Proteinablagerungen wie ebenjenen Amyloid-Beta-Proteinen, die mit der Alzheimer-Erkrankung in Verbindung stehen.</p>
<p>Wenn Mikroglia-Zellen <a href="https://www.deutsche-longevity-gesellschaft.de/glossar/seneszente-zellen" rel="external noopener" target="_blank">seneszent</a> werden, sterben sie zwar nicht ab, allerdings stellen sie ihr Wachstum ein und hören auf, sich zu teilen. Daher werden seneszente Zellen gelegentlich auch als "Zombie-Zellen" bezeichnet.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Ein Schlüssel für neue Therapien</strong></h3>
<p>Bei der Kartierung der molekularen Veränderungen im Hirngewebe stellten die Forscher zudem fest, dass die Reorganisation des Genoms nicht nur mit einer veränderten Genaktivität zusammenhing, sondern auch mit Unterschieden in der Anordnung der Gehirnzellen innerhalb des Gewebes.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152098" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423755"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Sport-schuetzt-vor-Demenz-koerperliche-Arbeit-offenbar-nicht-11423755.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1202" height="675" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/0/9/8/Master_Fit-22b9d389b335b3b7.jpeg" alt="Mann im Geschäftsanzug beim hektioschen Sprint mit Blick auf die Armbanduhr" style="aspect-ratio:1202 / 675"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1202" height="675" alt="Mann im Geschäftsanzug beim hektioschen Sprint mit Blick auf die Armbanduhr" style="aspect-ratio:1202 / 675;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Sport schützt vor Demenz – körperliche Arbeit offenbar nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4906206" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10504234"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Zwei-gegen-Alzheimer-Medikamenten-Duo-zeigt-Wirkung-10504234.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7936" height="4459" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/6/2/0/6/shutterstock_2482094735-2-e571f82cc7b4e454.jpeg" alt="Alter Mann in Altersheim" style="aspect-ratio:7936 / 4459"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7936" height="4459" alt="Alter Mann in Altersheim" style="aspect-ratio:7936 / 4459;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Zwei gegen Alzheimer: Medikamenten-Duo zeigt Wirkung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die dreidimensionale Organisation des Genoms stellt somit eine weitere wichtige Ebene in der komplexen Biologie der Alzheimer-Krankheit dar. Dies bietet Forschern zudem einen Rahmen, um zu untersuchen, welche Veränderungen in der Genomarchitektur direkt zur Erkrankung beitragen könnten.</p>
<p>In zukünftigen Studien kann nun untersucht werden, ob bestimmte strukturelle Veränderungen das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit begünstigen. Die Untersuchungen bestimmter betroffener Regionen könnte den Forschern zufolge auch genutzt werden, um zielgerichtete neue Therapien zu entwickeln.</p>
Die DNA-Faltung in Gehirnzellen von Alzheimer-Patienten ist messbar verändert – das eröffnet laut Forschern neue Ansätze für gezielte Therapien.</p>
<p>Wissenschaftler haben ein neues Merkmal der Alzheimer-Krankheit entdeckt, das den Weg für zukünftige neue Therapieansätze aufzeigen könnte. Wie Forscher der School of Computer Science der Carnegie Mellon University, der University of Pittsburgh School of Medicine und der University of Washington herausfanden, unterscheidet sich die dreidimensionale Organisation des Genoms in bestimmten Gehirnzellen von Alzheimer-Patienten.</p>
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<p>Die Forscher konnten die Veränderungen der DNA-Faltung mit einem Wandel der Genaktivität und der Zusammensetzung des Hirngewebes in Verbindung bringen. Jian Ma, einer der Studienleiter, erklärte in einer <a href="https://www.cs.cmu.edu/news/2026/ma-alzheimers" rel="external noopener" target="_blank">Pressemitteilung</a>: "Die Alzheimer-Krankheit lässt sich nicht in einer einzelnen Ebene verstehen."</p>
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<p>Bei der 3D-Struktur des Genoms handle es sich um eine "grundlegende regulatorische Ebene, die dabei hilft, die DNA-Sequenz mit der Genaktivität zu verknüpfen".</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Durch die Integration von Genomfaltung, Zellzustand und Gewebekontext können wir über die bloße Katalogisierung krankheitsassoziierter Veränderungen hinausgehen und verstehen, wie diese zusammenhängen und welche Mechanismen als Nächstes untersucht werden sollten."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Jian Ma</em></p>
<h3 class="subheading"><strong>Ein nützliches Verfahren aus dem Jahr 2024</strong></h3>
<p>DNA liegt in einer Zelle nicht als einfacher, gerader Strang vor. Stattdessen faltet sie sich zu einer komplexen dreidimensionalen Struktur, die mitbestimmt, welche Gene zugänglich und aktiv sind. Veränderungen in dieser physikalischen Anordnung können daher die Funktionsweise der Zellen beeinflussen.</p>
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<p>In ihrer Arbeit, die im Fachjournal <em>Science</em> <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.adz1652" rel="external noopener" target="_blank">publiziert</a> wurde, nutzte das Team sowohl Untersuchungen von einzelnen Zellen als auch die räumliche Kartierung des Hirngewebes sowie ein eigens entwickeltes, KI-gestütztes "Deep-Learning"-Modell.</p>
<p>Von Vorteil war dabei, dass die Forscher die <a href="https://www.nature.com/articles/s41588-024-01745-3" rel="external noopener" target="_blank">"GAGE-seq"-Technik</a> ("Genome Architecture and Gene Expression by Sequencing") nutzen konnten. Mit diesem vom Ma-Labor 2024 publizierten Verfahren lassen sich die 3D-Genomstruktur und die Genexpression innerhalb derselben Zelle gleichzeitig messen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5122806" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11375708"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Dunkles-Genom-Wie-vermeintlicher-DNA-Muell-die-Medizin-revolutioniert-11375708.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5000" height="2809" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/2/2/8/0/6/natrot-ff3cce84de1addf4.jpeg" alt="Aus Farbflächen gebilder Mensch, der zur Seite in farbige Banden aufgelöst wird, wie sie bei der Gensequenzierung entstehen" style="aspect-ratio:5000 / 2809"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5000" height="2809" alt="Aus Farbflächen gebilder Mensch, der zur Seite in farbige Banden aufgelöst wird, wie sie bei der Gensequenzierung entstehen" style="aspect-ratio:5000 / 2809;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dunkles Genom: Wie vermeintlicher DNA-Müll die Medizin revolutioniert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Mit dieser Methode untersuchten die Wissenschaftler postmortale Proben aus dem präfrontalen Kortex, einem Bereich im vorderen Teil des Gehirns. Das Gewebe stammte von Menschen mit und ohne Alzheimer-Krankheit, die an einer Langzeitstudie zu Demenz teilgenommen und später ihr Gehirn für Forschungszwecke gespendet hatten.</p>
<p>Diese Messungen wurden anschließend mit räumlichen Transkriptomkarten kombiniert, in denen dargestellt ist, wo innerhalb des intakten Hirngewebes Genaktivität stattfindet. Außerdem wurden Daten für die Zugänglichkeit von Chromatin genutzt.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Eine neue Ebene der Alzheimer-Forschung</strong></h3>
<p>Durch die Kombination dieser Methoden war es den Forschern möglich, die Genregulation – einschließlich molekularer und zellulärer Veränderungen – der 3D-Genomorganisation zuzuordnen und diese Veränderungen in ihren breiteren Gewebekontext einzuordnen.</p>
<p>Laut Hansruedi Mathys, einem der Studienleiter, stellt die Arbeit "einen bedeutenden Fortschritt beim Verständnis der Fehlfunktionen bei der Alzheimer-Krankheit dar".</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wir kennen die klassischen Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit – die Ansammlung von Amyloid-Beta-Plaques und Tau-Verklumpungen –, aber unsere Ergebnisse belegen, dass Chromatinveränderungen höherer Ordnung ein Bestandteil der molekularen Pathologie dieser Krankheit sind."</p>
<p class="indent rte__abs--indent"><em>Hansruedi Mathys</em></p>
<p>Bei <a href="https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/veraenderungen-im-gehirn/amyloide-plaques-und-fibrillen/" rel="external noopener" target="_blank">Amyloid-beta-Plaques und Tau-Fibrillen</a> handelt es sich um Eiweißablagerungen zwischen beziehungsweise innerhalb der Nervenzellen, die zu den bekanntesten biologischen Merkmalen der Alzheimer-Krankheit gehören.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5151837" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423193"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Longevity-Forschung-Warum-die-biologische-Uhr-bei-jedem-anders-tickt-11423193.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/1/8/3/7/longecity-01-18ff6eb3801509b9.gif" alt="Lupe über Frau an Rollator und Uhr mit Genomen als Zeiger" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Lupe über Frau an Rollator und Uhr mit Genomen als Zeiger" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Longevity-Forschung: Warum die biologische Uhr bei jedem anders tickt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die neuen Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass auch Veränderungen im Chromatin – dem aus DNA und zugehörigen Proteinen bestehenden Baustein von Chromosomen, durch die das Genom in den Zellen verpackt wird – als Teil des molekularen Krankheitsbildes betrachtet werden sollten.</p>
<h3 class="subheading"><strong>KI entschlüsselt Verbindung zur Genaktivität</strong></h3>
<p>Die Forscher nutzten zudem ein neues KI-gestütztes Modell, das entwickelt wurde, um zu untersuchen, wie die Genomstruktur das Zellverhalten beeinflussen kann. In diesem wurden DNA-Sequenzinformationen mit allgemeinen Mustern der Genomfaltung und detaillierten Karten, die zeigen, wo verschiedene DNA-Abschnitte physisch miteinander in Kontakt stehen, kombiniert. Dadurch konnte die Genaktivität in verschiedenen Zelltypen vorhergesagt werden.</p>
<p>Xinyue Lu, eine der Studienautoren, beschrieb das System als einen "computergestützten Testrahmen", mit dem untersucht werden kann, wie Veränderungen in der Genomfaltung die Genaktivität beeinflussen können:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Die gleichzeitige Messung der Genaktivität und der Genomfaltung in derselben Zelle ermöglicht es uns, einen direkten Zusammenhang zwischen der Chromosomenstruktur und krankheitsrelevanten Genprogrammen herzustellen."</p>
<p>Den Wissenschaftlern gelang es so, deutliche Unterschiede in der Genomarchitektur der Zellen von Alzheimer-Patienten zu identifizieren. Große Abschnitte des Genoms sind normalerweise in relativ klar abgegrenzte aktive und inaktive Bereiche unterteilt, die als Kompartimente bezeichnet werden. Den Forschern zufolge kam es bei Alzheimer-Proben zu einer "verstärkten Vermischung" dieser Bereiche, deren Grenzen weniger scharf definiert waren.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Welche Rolle spielen "Zombiezellen" der Mikroglia?</strong></h3>
<p>Bei mehreren Arten von Gehirnzellen zeigten sich zudem weniger Interaktionen zwischen benachbarten Abschnitten des Genoms und mehr Kontakte zwischen weiter voneinander entfernten Regionen. Zellen mit einer stärkeren Vermischung der Kompartimente wiesen zudem tendenziell eine insgesamt geringere Genaktivität auf.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5157283" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11437831"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Kann-eine-Impfung-gegen-Guertelrose-das-Demenzrisiko-mindern-11437831.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/7/2/8/3/kalender-siringapin-bd29b175ad5d4768.jpeg" alt="Kalenderblatt mit Gehirn wird durch Spritze festgepinnt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Kalenderblatt mit Gehirn wird durch Spritze festgepinnt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kann eine Impfung gegen Gürtelrose das Demenzrisiko mindern?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Ähnliches zeigte sich auch für die Wechselwirkung zwischen Genen und regulatorischen Elementen, die normalerweise dazu beitragen, zu steuern, ob diese Gene ein- oder ausgeschaltet werden.</p>
<p>Weiterhin zeigte sich ein Zusammenhang mit einer verminderten Aktivität in Programmen, die an Neuronen und Synapsen beteiligt sind. Auch Veränderungen im Stoffwechsel und in zellulären Stresssituationen konnten beobachtet werden.</p>
<p>Eine weitere Verbindung zeigte sich in Bezug auf seneszenzbezogene Programme der Mikroglia, also Immunzellen im Gehirn, die eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Gehirngesundheit und der Reaktion auf Schädigungen spielen. Diese steuern unter anderem die Vernetzung von Neuronen und dienen ebenfalls der Beseitigung von abgestorbenen Zellen und pathologischen Proteinablagerungen wie ebenjenen Amyloid-Beta-Proteinen, die mit der Alzheimer-Erkrankung in Verbindung stehen.</p>
<p>Wenn Mikroglia-Zellen <a href="https://www.deutsche-longevity-gesellschaft.de/glossar/seneszente-zellen" rel="external noopener" target="_blank">seneszent</a> werden, sterben sie zwar nicht ab, allerdings stellen sie ihr Wachstum ein und hören auf, sich zu teilen. Daher werden seneszente Zellen gelegentlich auch als "Zombie-Zellen" bezeichnet.</p>
<h3 class="subheading"><strong>Ein Schlüssel für neue Therapien</strong></h3>
<p>Bei der Kartierung der molekularen Veränderungen im Hirngewebe stellten die Forscher zudem fest, dass die Reorganisation des Genoms nicht nur mit einer veränderten Genaktivität zusammenhing, sondern auch mit Unterschieden in der Anordnung der Gehirnzellen innerhalb des Gewebes.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5152098" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11423755"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Sport-schuetzt-vor-Demenz-koerperliche-Arbeit-offenbar-nicht-11423755.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1202" height="675" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/5/2/0/9/8/Master_Fit-22b9d389b335b3b7.jpeg" alt="Mann im Geschäftsanzug beim hektioschen Sprint mit Blick auf die Armbanduhr" style="aspect-ratio:1202 / 675"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1202" height="675" alt="Mann im Geschäftsanzug beim hektioschen Sprint mit Blick auf die Armbanduhr" style="aspect-ratio:1202 / 675;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Sport schützt vor Demenz – körperliche Arbeit offenbar nicht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4906206" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10504234"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Zwei-gegen-Alzheimer-Medikamenten-Duo-zeigt-Wirkung-10504234.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7936" height="4459" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/6/2/0/6/shutterstock_2482094735-2-e571f82cc7b4e454.jpeg" alt="Alter Mann in Altersheim" style="aspect-ratio:7936 / 4459"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7936" height="4459" alt="Alter Mann in Altersheim" style="aspect-ratio:7936 / 4459;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Zwei gegen Alzheimer: Medikamenten-Duo zeigt Wirkung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die dreidimensionale Organisation des Genoms stellt somit eine weitere wichtige Ebene in der komplexen Biologie der Alzheimer-Krankheit dar. Dies bietet Forschern zudem einen Rahmen, um zu untersuchen, welche Veränderungen in der Genomarchitektur direkt zur Erkrankung beitragen könnten.</p>
<p>In zukünftigen Studien kann nun untersucht werden, ob bestimmte strukturelle Veränderungen das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit begünstigen. Die Untersuchungen bestimmter betroffener Regionen könnte den Forschern zufolge auch genutzt werden, um zielgerichtete neue Therapien zu entwickeln.</p>
2026-09-19T12:30:00.000Z
urn:bid:5168077
2026-09-19T10:55:00.000Z
Generalinspekteur Breuer fordert Mobilisierung der gesamten Gesellschaft. Warum Deutschland eine Debatte führen muss, die es derzeit nicht führt. Ein Kommentar.</p>
<p>Der Saal in Prag lacht. Generalinspekteur Carsten Breuer hat gerade einen Satz zitiert, den er als deutsche Militärweisheit verkauft: "Kriege werden nicht mit Spekulationen gewonnen, Kriege werden mit Soldaten gewonnen."</p>
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<p>Von wem stammt er: Clausewitz? Moltke? Nein – von Captain America. Der Scherz ist gut. Was danach kommt, ist es nicht mehr.</p>
<p>Denn Breuer, 61, Deutschlands oberster Soldat, hielt beim IISS Prague Defence Summit keine gewöhnliche Konferenzrede. Er formulierte ein Programm. Die Bundeswehr allein könne die Bedrohung nicht abwehren.</p>
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<p>"Ohne Sie sind wir als Soldaten zum Scheitern verurteilt", <a href="https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/generalinspekteur-breuer-warnt-ohne-sie-sind-wir-soldaten-zum-scheitern-verurteilt-6aabd7a06c12d34b7f43dc2e" rel="external noopener" target="_blank">sagte er</a> an die Zivilgesellschaft gerichtet.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Aber Scheitern ist keine Option. Denn Scheitern würde bedeuten, dass unsere Gesellschaften, so wie wir sie kennen, tödlich bedroht wären. Wir sitzen alle gemeinsam in diesem Boot."</p>
<p>Man muss sich die Tragweite dieses Satzes klarmachen. Hier spricht nicht ein General, der mehr Panzer fordert. Hier spricht ein General, der die gesamte Gesellschaft in sein Boot holen will: Industrie, Infrastruktur, Gesundheitswesen, Köpfe.</p>
<p>Das ist neu. Und es verdient eine Debatte, die in Deutschland bislang nicht stattfindet.</p>
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<h3 class="subheading">Warum Pazifismus keine Antwort ist</h3>
<p>Zunächst das Offensichtliche, ohne das alles Folgende in die falsche Schublade rutscht: Die Bedrohung ist real. Russland führt seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die <a href="https://www.telepolis.de/article/27-000-Verluste-monatlich-Die-Ukraine-stoesst-an-ihre-personelle-Grenze-11458657.html">Folgen dieses Abnutzungskriegs</a> sind verheerend: 27.000 Menschen pro Monat allein auf ukrainischer Seite, die getötet oder verstümmelt werden, die systematische Zerstörung einer Volkswirtschaft.</p>
<p>Der Krieg bleibt dabei nicht auf die Ukraine beschränkt. Der Kreml beantwortet die westliche Unterstützung der Ukraine mit einem hybriden Krieg gegen Europa – bewusst dosiert unterhalb der Schwelle des offenen Krieges.</p>
<p>Deutsche Behörden haben seit Anfang 2026 insgesamt 165 verdächtige Sabotagefälle registriert und 747 Drohnenvorfälle in der Nähe von Militärstandorten und kritischer Infrastruktur erfasst. Eine mit Sprengstoff beladene Drohne wurde nahe einem ukrainischen Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle gefunden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4997016" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11116305"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Aufruestung-ohne-Rendite-Wie-Deutschlands-Milliarden-verpuffen-11116305.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/7/0/1/6/ruestungsgewinne_ho-e89f213842378938.jpeg" alt="Eine Rüstungsfabrik und ein Einkaufskorb mit Waffen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Eine Rüstungsfabrik und ein Einkaufskorb mit Waffen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Aufrüstung ohne Rendite: Wie Deutschlands Milliarden verpuffen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wer angesichts dieser Faktenlage Pazifismus predigt, verwechselt Gesinnung mit Politik. Eine Demokratie, die sich nicht verteidigen kann, hört früher oder später auf, zu existieren.</p>
<p>Um keinen schiefen Vergleich zuzulassen, muss auch betont werden, dass Breuer persönlich kein Militarist alter Schule ist, wie sie Deutschland im 20. Jahrhundert schon zweimal ins Verderben stürzten.</p>
<p>Er warnte in Prag ausdrücklich vor Technikgläubigkeit: "Technologie darf nicht bestimmen, was wir tun. Wir müssen bestimmen, was wir mit Technologie tun". Neue Systeme nur zu bewundern, erzeuge lediglich "die Illusion strategischen Fortschritts".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5147712" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11415630"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Aufruestung-statt-Industrie-Wiederholt-Deutschland-den-Fehler-der-USA-11415630.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/7/7/1/2/Master_China_D-2158c12521479a16.jpeg" alt="Containerschiff aus China fährt einen deutschen Hafen an" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Containerschiff aus China fährt einen deutschen Hafen an" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Aufrüstung statt Industrie: Wiederholt Deutschland den Fehler der USA?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Was er in Prag sagte, ist das Gegenteil der alten Stulpenstiefel-Rhetorik. Und gerade deshalb ist die Diagnose schwieriger.</p>
<p>Denn der Militarismus, um den es hier geht, ist nicht der wilhelminische. Es geht hier nicht um eine Militärkaste, die sich als Staat im Staate versteht; auch liegt die Kommandogewalt nicht bei einem Monarchen, auch wird das Töten und Sterben auf den Schlachtfeldern nicht verherrlicht.</p>
<p>Der neue Militarismus ist konsensual: Er wird nicht von Generälen gegen die Politik durchgesetzt, sondern von der Exekutive mit breitem Konsens in den Parteien vorangetrieben. Die demokratischen Formen sind intakt und durch Wahlen legitimiert.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5009095" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11139981"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Rueckkehr-der-Machtfrage-Deutschlands-Aufruestung-weckt-alte-Aengste-in-Paris-11139981.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/9/0/9/5/shutterstock_2506347553-b28cb666f22ec2d4.jpeg" alt=" Die Bundeswehr gedenkt der im Einsatz getöteten Soldaten mit einem Gedenkmarsch. Ankunft der Prozession am Bendlerblock." style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt=" Die Bundeswehr gedenkt der im Einsatz getöteten Soldaten mit einem Gedenkmarsch. Ankunft der Prozession am Bendlerblock." style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rückkehr der Machtfrage: Deutschlands Aufrüstung weckt alte Ängste in Paris</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Kontrolle über das Militärische scheitert dabei nicht an übermächtigen Generälen, die sich dem Parlament entziehen. Sie scheitert an den parlamentarischen Institutionen, deren Mitglieder sich die militärische Logik zu eigen gemacht haben.</p>
<p>Das macht den neuen Militarismus schwerer angreifbar als den alten: Gegen den Militarismus von 1907 verfügte die damalige Gesellschaft Antikörper. Gegen den Konsens der Mitte sind sie nicht gewachsen.</p>
<h3 class="subheading">Von der Versicherung zum erwarteten Krieg</h3>
<p>Der entscheidende Punkt liegt nicht im Ob, sondern im Wie. In der Debatte gibt es einen kategorialen Unterschied zwischen zwei Begründungslogiken: Eine Armee als Versicherung vorhalten, damit Krieg nicht stattfindet, ist etwas anderes als die gesamte Gesellschaft auf einen Krieg auszurichten, dessen Termin scheinbar schon feststeht.</p>
<p>Breuer selbst hat die Bundeswehr angewiesen, bis 2029 voll einsatzfähig zu sein, weil Russland seine Streitkräfte bis dahin so weit wiederaufgebaut haben könnte, dass ein Angriff auf Nato-Gebiet möglich wäre.</p>
<p>Diese Jahreszahl verändert alles. Aus "wir müssen verteidigungsfähig sein" wird "wir haben noch drei Jahre". Und Dringlichkeit suspendiert Verfahren.</p>
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<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5000080" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11122275"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/83-Milliarden-fuer-Panzer-Deutschland-ruestet-im-Eiltempo-auf-11122275.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/0/0/8/0/Master_Panzer-4f81887785af8c67.jpeg" alt="Puma-Panzer auf einem Foto" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Puma-Panzer auf einem Foto" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">83 Milliarden für Panzer: Deutschland rüstet im Eiltempo auf</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das zeigte sich schon im März 2025, als ein bereits abgewählter Bundestag im Eilverfahren das Grundgesetz änderte, um Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse zu befreien. Gleichzeitig bleiben aber alle zivilen Aufgaben weiterhin an sie gebunden. Das Parlament unter Führung des heutigen Bundeskanzlers Friedrich Merz (CDU) kontrollierte damals die Dynamik nicht, es institutionalisierte sie.</p>
<p>Und diese Institutionalisierung des Primats des Militärischen ist nicht vorübergehend, sondern als Dauerzustand angelegt. Es gibt keinen definierten Endzustand, keine Befristung, keine Ausstiegskriterien – die Zielvorgaben sind offen formuliert, Prozentziele ohne Deckel.</p>
<p>Wo Rüstungskapazitäten aufgebaut werden, werden neue Interessen geschaffen. Es war einst der US-Präsident Dwight D. Eisenhower, der vor einem ausufernden militärisch-industriellen Komplex gewarnt hatte. Und diese Warnung hat man nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland vergessen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4998872" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11119903"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Aufruestung-Die-vergessene-Falle-des-Sicherheitsdilemmas-11119903.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/8/8/7/2/Fa__hnchen-01-d3deb373a6664643.jpeg" alt="Zwei Fähnchen vor Sprechblasen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zwei Fähnchen vor Sprechblasen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Aufrüstung: Die vergessene Falle des Sicherheitsdilemmas</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Hinzu kommt, dass der Wehrdienst in der Bundesrepublik wieder ausgeweitet und die nötige Infrastruktur auf Jahrzehnte ausgebaut wird.</p>
<p>Besonders hier ist aber ein Off-Ramp logisch unmöglich gemacht: Bleibt der Krieg aus, war die Mobilmachung nie unnötig – denn der Erfolg der Abschreckung ist unsichtbar und entwertet ihre Begründung nie. Was als Notmaßnahme beginnt, wird zur permanenten neuen Normalität, ohne dass es je einen Beschluss dafür gegeben hätte.</p>
<p>Der Konsens von 1990 – freiwillige militärische Zurückhaltung als Identität der Berliner Republik – wird nicht aufgekündigt. Er wird per Gleitflug verlassen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5081737" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11292670"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Diplomatie-statt-Aufruestung-Was-Deutschland-falsch-macht-11292670.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/1/7/3/7/master_Westphalen-c91f118bbd05863f.jpeg" alt="Deutsche Flagge, Geld und Patronen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Deutsche Flagge, Geld und Patronen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Diplomatie statt Aufrüstung: Was Deutschland falsch macht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Karl Liebknecht, der 1907 für seine Schrift "Militarismus und Antimilitarismus" wegen Hochverrats in Festungshaft ging, unterschied einst "Militarismus nach außen" und "Militarismus nach innen". Damit meinte er nicht Kriegsverherrlichung, sondern dass die ganze Gesellschaft mit militärischer Logik durchdrungen war.</p>
<p>Die SPD, der Liebknecht damals angehörte, war nicht pazifistisch. Ihr Anführer August Bebel sagte einst selbst, wenn das zaristische Russland angreifen würde, würde er zur Flinte greifen. Aber bis zu ihrem Sündenfall im Jahr 1914 bestand die SPD darauf, dass das Militär Mittel der Politik bleibt und nicht umgekehrt.</p>
<p>Ein Punkt muss hier präzisiert werden: Wer sich heute gegen die Mobilmachung ausspricht, muss bislang nicht ins Gefängnis. Mitunter wird er noch in Talkshows eingeladen und seine Bücher können durchaus Bestseller werden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4988659" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11100028"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Marine-2035-Wie-Deutschland-zur-Seemacht-aufruestet-11100028.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4924" height="2766" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/8/6/5/9/shutterstock_660399451-c8eb439c905755e6.jpeg" alt="Ein Kriegsschiff der deutschen Marine" style="aspect-ratio:4924 / 2766"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4924" height="2766" alt="Ein Kriegsschiff der deutschen Marine" style="aspect-ratio:4924 / 2766;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Marine 2035+: Wie Deutschland zur Seemacht aufrüstet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Unterschied von heute zu damals ist, dass der Mechanismus der Ausgrenzung diskursiv ist und nicht juristisch – ein kategorialer Unterschied, den jede ehrliche Militarismus-Kritik einräumen muss.</p>
<p>Wirksam ist er dennoch: Begriffe wie "Putinversteher" und "Lumpenpazifismus" funktionieren als Gesinnungsetiketten, die Positionen aus der Debatte verdrängen, die 2021 noch Regierungslinie waren.</p>
<p>Das Etikett mag im Einzelfall nicht immer falsch sein, denn manche Kritisierte verstärkten tatsächlich russische Narrative. Das Problem ist die pauschale Anwendung und ihre selbsterfüllende Dynamik: Erklärt die demokratische Mitte eine Position für unzulässig, besetzen die Ränder sie – und ihre Präsenz dort bestätigt nachträglich die Ausgrenzung.</p>
<p>So verliert die Debatte genau die Stimmen, die sie am dringendsten bräuchte.</p>
<h3 class="subheading">Wenn Krankenhäuser nach Verwertbarkeit sortieren</h3>
<p>Die Grenze zwischen Zivilem und Militärischem verschwimmt heute immer mehr. Das Stichwort OPLAN DEU bindet Bahn, Häfen und Autobahnen in militärische Verlegeplanung ein. Und das <a href="https://www.telepolis.de/article/Krieg-mit-Russland-Deutschlands-Gesundheitssystem-waere-in-Tagen-am-Limit-11456553.html">Gesundheitssystem wird in die Kriegsplanung hineingezogen</a>.</p>
<p>Am symptomatischsten ist die Triage-Debatte: Militärische Logik fragt, wer am schnellsten wieder einsatzfähig ist. Zivile Berufsethik fragt, wer Hilfe am dringendsten braucht. Wenn ärztliche Ethik nach Verwertbarkeit sortieren soll, ist eine Grenze überschritten.</p>
<p>Die Brückenkonzepte "Resilienz" und "Gesamtverteidigung" erklären dabei jeden zivilen Sektor zum Verteidigungssektor – ohne dass es dafür eines einzigen Beschlusses bedarf.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4882471" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10458027"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-ruestet-auf-Pump-und-baut-Rekordschulden-auf-10458027.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/2/4/7/1/shutterstock_2133387183-fc97288a1f2eefe3.jpeg" alt="Für die Aufrüstung benötigt die Bundesregierung viel Geld und bekommt es über neue Schulden." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Für die Aufrüstung benötigt die Bundesregierung viel Geld und bekommt es über neue Schulden." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland rüstet auf Pump – und baut Rekordschulden auf</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Breuer sagte in Prag:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wenn es hart auf hart kommt, können wir unsere gegenwärtigen Überlegungen, die auf der gegenwärtigen Logik des Friedens beruhen, nicht mehr anwenden."</p>
<p>Dieser Satz verdient es, langsam gelesen zu werden. Er erklärt die Logik des Friedens für obsolet – vorsorglich, im Konjunktiv des Ernstfalls, der zum Indikativ der Planung geworden ist.</p>
<h3 class="subheading">Die fehlende Gegenspur</h3>
<p>Der Historiker Christopher Clark hat für 1914 das Bild der "Schlafwandler" geprägt. Demnach war es nicht die Kriegslust, die die Staaten Europas in die Katastrophe trieb, sondern Unausweichlichkeitsdenken.</p>
<p>Die Parallele zum Heute ist begrenzt: Niemand in Berlin fordert Präventivkrieg. Aber die Struktur "der Gegner ist ab Jahr X bereit, also müssen wir es jetzt sein" gleicht sich formal. Damals, im Jahr 1914, sagte man, in den Jahren 1916/17 werde das Große Programm Russlands greifen, deshalb müsse man vorher angreifen. Heute gilt das Jahr 2029 als Schlüsseljahr.</p>
<p>Dass im deutschen Diskurs fast ausschließlich die Lektion von 1938 vorkommt – das Versagen in der Abschreckung lädt Aggression ein – und fast nie die von 1914, ist selbst ein Symptom der Verengung.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5145931" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11412187"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ruestung-statt-Hilfe-Bundesregierung-kuerzt-fuer-Panzer-bei-Welternaehrungsprogramm-11412187.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/5/9/3/1/camouflage-peace_ho-c062bb03c8df9526.jpeg" alt="Friedenssymbol mit Tarnmuster vor einem Panzer" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Friedenssymbol mit Tarnmuster vor einem Panzer" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rüstung statt Hilfe: Bundesregierung kürzt für Panzer bei Welternährungsprogramm</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Was dabei ausgeblendet wird: Die Einschätzung "2029" stammt aus nicht öffentlich prüfbaren Geheimdienstlagen. Dieselben Institutionen, die die Bedrohung einschätzen, profitieren budgetär von der Einschätzung.</p>
<p>Das ist kein Komplott, das ist threat inflation als strukturelles Risiko – historisch dokumentiert vom "bomber gap" der 1950er bis zu den Massenvernichtungswaffen im Irak 2003.</p>
<p>Das wohl Schwerwiegendste ist aber: Es gibt keine politische Gegenspur. Zur militärischen Vorbereitung existiert keine parallele Vision einer europäischen Sicherheitsordnung, keine Rüstungskontrollinitiative, keine Eskalationsrampe nach unten.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4935946" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10642643"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Vom-Panzer-zum-Pkw-und-zurueck-Die-Rueckabwicklung-der-Friedensdividende-10642643.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/3/5/9/4/6/panzer-peace_ho-c4f8c88dc9ed8a8c.png" alt="Panzer hat ein Peace-Zeichen am Kanonenrohr" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Panzer hat ein Peace-Zeichen am Kanonenrohr" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Vom Panzer zum Pkw – und zurück: Die Rückabwicklung der Friedensdividende</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Clausewitz definierte Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Was wir erleben, ist die Umkehrung: Politik als Fortsetzung der Kriegsvorbereitung. Und genau das nannte Liebknecht Militarismus nach innen.</p>
<p>Die SPD von Bebel hätte diese Debatte geführt. Die SPD von Lars Klingbeil und Boris Pistorius führt den Kurs an. Der institutionelle Träger dieser Kritik existiert im demokratischen Zentrum nicht mehr.</p>
<p>Wer die Fragen stellt – auf welcher Evidenz beruht 2029, was ist das Maß, wo ist der Hafen, in dem man wieder von Bord darf –, ist kein Putinversteher. Er stellt die Fragen, die eine Demokratie sich schuldig ist. Gerade wenn die Bedrohung real ist.</p>
Generalinspekteur Breuer fordert Mobilisierung der gesamten Gesellschaft. Warum Deutschland eine Debatte führen muss, die es derzeit nicht führt. Ein Kommentar.</p>
<p>Der Saal in Prag lacht. Generalinspekteur Carsten Breuer hat gerade einen Satz zitiert, den er als deutsche Militärweisheit verkauft: "Kriege werden nicht mit Spekulationen gewonnen, Kriege werden mit Soldaten gewonnen."</p>
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<p>Von wem stammt er: Clausewitz? Moltke? Nein – von Captain America. Der Scherz ist gut. Was danach kommt, ist es nicht mehr.</p>
<p>Denn Breuer, 61, Deutschlands oberster Soldat, hielt beim IISS Prague Defence Summit keine gewöhnliche Konferenzrede. Er formulierte ein Programm. Die Bundeswehr allein könne die Bedrohung nicht abwehren.</p>
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<p>"Ohne Sie sind wir als Soldaten zum Scheitern verurteilt", <a href="https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/generalinspekteur-breuer-warnt-ohne-sie-sind-wir-soldaten-zum-scheitern-verurteilt-6aabd7a06c12d34b7f43dc2e" rel="external noopener" target="_blank">sagte er</a> an die Zivilgesellschaft gerichtet.</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Aber Scheitern ist keine Option. Denn Scheitern würde bedeuten, dass unsere Gesellschaften, so wie wir sie kennen, tödlich bedroht wären. Wir sitzen alle gemeinsam in diesem Boot."</p>
<p>Man muss sich die Tragweite dieses Satzes klarmachen. Hier spricht nicht ein General, der mehr Panzer fordert. Hier spricht ein General, der die gesamte Gesellschaft in sein Boot holen will: Industrie, Infrastruktur, Gesundheitswesen, Köpfe.</p>
<p>Das ist neu. Und es verdient eine Debatte, die in Deutschland bislang nicht stattfindet.</p>
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<h3 class="subheading">Warum Pazifismus keine Antwort ist</h3>
<p>Zunächst das Offensichtliche, ohne das alles Folgende in die falsche Schublade rutscht: Die Bedrohung ist real. Russland führt seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die <a href="https://www.telepolis.de/article/27-000-Verluste-monatlich-Die-Ukraine-stoesst-an-ihre-personelle-Grenze-11458657.html">Folgen dieses Abnutzungskriegs</a> sind verheerend: 27.000 Menschen pro Monat allein auf ukrainischer Seite, die getötet oder verstümmelt werden, die systematische Zerstörung einer Volkswirtschaft.</p>
<p>Der Krieg bleibt dabei nicht auf die Ukraine beschränkt. Der Kreml beantwortet die westliche Unterstützung der Ukraine mit einem hybriden Krieg gegen Europa – bewusst dosiert unterhalb der Schwelle des offenen Krieges.</p>
<p>Deutsche Behörden haben seit Anfang 2026 insgesamt 165 verdächtige Sabotagefälle registriert und 747 Drohnenvorfälle in der Nähe von Militärstandorten und kritischer Infrastruktur erfasst. Eine mit Sprengstoff beladene Drohne wurde nahe einem ukrainischen Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle gefunden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4997016" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11116305"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Aufruestung-ohne-Rendite-Wie-Deutschlands-Milliarden-verpuffen-11116305.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/7/0/1/6/ruestungsgewinne_ho-e89f213842378938.jpeg" alt="Eine Rüstungsfabrik und ein Einkaufskorb mit Waffen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Eine Rüstungsfabrik und ein Einkaufskorb mit Waffen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Aufrüstung ohne Rendite: Wie Deutschlands Milliarden verpuffen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Wer angesichts dieser Faktenlage Pazifismus predigt, verwechselt Gesinnung mit Politik. Eine Demokratie, die sich nicht verteidigen kann, hört früher oder später auf, zu existieren.</p>
<p>Um keinen schiefen Vergleich zuzulassen, muss auch betont werden, dass Breuer persönlich kein Militarist alter Schule ist, wie sie Deutschland im 20. Jahrhundert schon zweimal ins Verderben stürzten.</p>
<p>Er warnte in Prag ausdrücklich vor Technikgläubigkeit: "Technologie darf nicht bestimmen, was wir tun. Wir müssen bestimmen, was wir mit Technologie tun". Neue Systeme nur zu bewundern, erzeuge lediglich "die Illusion strategischen Fortschritts".</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5147712" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11415630"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Aufruestung-statt-Industrie-Wiederholt-Deutschland-den-Fehler-der-USA-11415630.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/7/7/1/2/Master_China_D-2158c12521479a16.jpeg" alt="Containerschiff aus China fährt einen deutschen Hafen an" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Containerschiff aus China fährt einen deutschen Hafen an" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Aufrüstung statt Industrie: Wiederholt Deutschland den Fehler der USA?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Was er in Prag sagte, ist das Gegenteil der alten Stulpenstiefel-Rhetorik. Und gerade deshalb ist die Diagnose schwieriger.</p>
<p>Denn der Militarismus, um den es hier geht, ist nicht der wilhelminische. Es geht hier nicht um eine Militärkaste, die sich als Staat im Staate versteht; auch liegt die Kommandogewalt nicht bei einem Monarchen, auch wird das Töten und Sterben auf den Schlachtfeldern nicht verherrlicht.</p>
<p>Der neue Militarismus ist konsensual: Er wird nicht von Generälen gegen die Politik durchgesetzt, sondern von der Exekutive mit breitem Konsens in den Parteien vorangetrieben. Die demokratischen Formen sind intakt und durch Wahlen legitimiert.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5009095" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11139981"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Rueckkehr-der-Machtfrage-Deutschlands-Aufruestung-weckt-alte-Aengste-in-Paris-11139981.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/9/0/9/5/shutterstock_2506347553-b28cb666f22ec2d4.jpeg" alt=" Die Bundeswehr gedenkt der im Einsatz getöteten Soldaten mit einem Gedenkmarsch. Ankunft der Prozession am Bendlerblock." style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt=" Die Bundeswehr gedenkt der im Einsatz getöteten Soldaten mit einem Gedenkmarsch. Ankunft der Prozession am Bendlerblock." style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rückkehr der Machtfrage: Deutschlands Aufrüstung weckt alte Ängste in Paris</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Die Kontrolle über das Militärische scheitert dabei nicht an übermächtigen Generälen, die sich dem Parlament entziehen. Sie scheitert an den parlamentarischen Institutionen, deren Mitglieder sich die militärische Logik zu eigen gemacht haben.</p>
<p>Das macht den neuen Militarismus schwerer angreifbar als den alten: Gegen den Militarismus von 1907 verfügte die damalige Gesellschaft Antikörper. Gegen den Konsens der Mitte sind sie nicht gewachsen.</p>
<h3 class="subheading">Von der Versicherung zum erwarteten Krieg</h3>
<p>Der entscheidende Punkt liegt nicht im Ob, sondern im Wie. In der Debatte gibt es einen kategorialen Unterschied zwischen zwei Begründungslogiken: Eine Armee als Versicherung vorhalten, damit Krieg nicht stattfindet, ist etwas anderes als die gesamte Gesellschaft auf einen Krieg auszurichten, dessen Termin scheinbar schon feststeht.</p>
<p>Breuer selbst hat die Bundeswehr angewiesen, bis 2029 voll einsatzfähig zu sein, weil Russland seine Streitkräfte bis dahin so weit wiederaufgebaut haben könnte, dass ein Angriff auf Nato-Gebiet möglich wäre.</p>
<p>Diese Jahreszahl verändert alles. Aus "wir müssen verteidigungsfähig sein" wird "wir haben noch drei Jahre". Und Dringlichkeit suspendiert Verfahren.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5000080" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11122275"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/83-Milliarden-fuer-Panzer-Deutschland-ruestet-im-Eiltempo-auf-11122275.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/0/0/8/0/Master_Panzer-4f81887785af8c67.jpeg" alt="Puma-Panzer auf einem Foto" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Puma-Panzer auf einem Foto" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">83 Milliarden für Panzer: Deutschland rüstet im Eiltempo auf</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Das zeigte sich schon im März 2025, als ein bereits abgewählter Bundestag im Eilverfahren das Grundgesetz änderte, um Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse zu befreien. Gleichzeitig bleiben aber alle zivilen Aufgaben weiterhin an sie gebunden. Das Parlament unter Führung des heutigen Bundeskanzlers Friedrich Merz (CDU) kontrollierte damals die Dynamik nicht, es institutionalisierte sie.</p>
<p>Und diese Institutionalisierung des Primats des Militärischen ist nicht vorübergehend, sondern als Dauerzustand angelegt. Es gibt keinen definierten Endzustand, keine Befristung, keine Ausstiegskriterien – die Zielvorgaben sind offen formuliert, Prozentziele ohne Deckel.</p>
<p>Wo Rüstungskapazitäten aufgebaut werden, werden neue Interessen geschaffen. Es war einst der US-Präsident Dwight D. Eisenhower, der vor einem ausufernden militärisch-industriellen Komplex gewarnt hatte. Und diese Warnung hat man nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland vergessen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4998872" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11119903"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Aufruestung-Die-vergessene-Falle-des-Sicherheitsdilemmas-11119903.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/8/8/7/2/Fa__hnchen-01-d3deb373a6664643.jpeg" alt="Zwei Fähnchen vor Sprechblasen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zwei Fähnchen vor Sprechblasen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Aufrüstung: Die vergessene Falle des Sicherheitsdilemmas</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Hinzu kommt, dass der Wehrdienst in der Bundesrepublik wieder ausgeweitet und die nötige Infrastruktur auf Jahrzehnte ausgebaut wird.</p>
<p>Besonders hier ist aber ein Off-Ramp logisch unmöglich gemacht: Bleibt der Krieg aus, war die Mobilmachung nie unnötig – denn der Erfolg der Abschreckung ist unsichtbar und entwertet ihre Begründung nie. Was als Notmaßnahme beginnt, wird zur permanenten neuen Normalität, ohne dass es je einen Beschluss dafür gegeben hätte.</p>
<p>Der Konsens von 1990 – freiwillige militärische Zurückhaltung als Identität der Berliner Republik – wird nicht aufgekündigt. Er wird per Gleitflug verlassen.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5081737" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11292670"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Diplomatie-statt-Aufruestung-Was-Deutschland-falsch-macht-11292670.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/8/1/7/3/7/master_Westphalen-c91f118bbd05863f.jpeg" alt="Deutsche Flagge, Geld und Patronen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Deutsche Flagge, Geld und Patronen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Diplomatie statt Aufrüstung: Was Deutschland falsch macht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Karl Liebknecht, der 1907 für seine Schrift "Militarismus und Antimilitarismus" wegen Hochverrats in Festungshaft ging, unterschied einst "Militarismus nach außen" und "Militarismus nach innen". Damit meinte er nicht Kriegsverherrlichung, sondern dass die ganze Gesellschaft mit militärischer Logik durchdrungen war.</p>
<p>Die SPD, der Liebknecht damals angehörte, war nicht pazifistisch. Ihr Anführer August Bebel sagte einst selbst, wenn das zaristische Russland angreifen würde, würde er zur Flinte greifen. Aber bis zu ihrem Sündenfall im Jahr 1914 bestand die SPD darauf, dass das Militär Mittel der Politik bleibt und nicht umgekehrt.</p>
<p>Ein Punkt muss hier präzisiert werden: Wer sich heute gegen die Mobilmachung ausspricht, muss bislang nicht ins Gefängnis. Mitunter wird er noch in Talkshows eingeladen und seine Bücher können durchaus Bestseller werden.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4988659" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11100028"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Marine-2035-Wie-Deutschland-zur-Seemacht-aufruestet-11100028.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4924" height="2766" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/8/6/5/9/shutterstock_660399451-c8eb439c905755e6.jpeg" alt="Ein Kriegsschiff der deutschen Marine" style="aspect-ratio:4924 / 2766"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4924" height="2766" alt="Ein Kriegsschiff der deutschen Marine" style="aspect-ratio:4924 / 2766;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Marine 2035+: Wie Deutschland zur Seemacht aufrüstet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Der Unterschied von heute zu damals ist, dass der Mechanismus der Ausgrenzung diskursiv ist und nicht juristisch – ein kategorialer Unterschied, den jede ehrliche Militarismus-Kritik einräumen muss.</p>
<p>Wirksam ist er dennoch: Begriffe wie "Putinversteher" und "Lumpenpazifismus" funktionieren als Gesinnungsetiketten, die Positionen aus der Debatte verdrängen, die 2021 noch Regierungslinie waren.</p>
<p>Das Etikett mag im Einzelfall nicht immer falsch sein, denn manche Kritisierte verstärkten tatsächlich russische Narrative. Das Problem ist die pauschale Anwendung und ihre selbsterfüllende Dynamik: Erklärt die demokratische Mitte eine Position für unzulässig, besetzen die Ränder sie – und ihre Präsenz dort bestätigt nachträglich die Ausgrenzung.</p>
<p>So verliert die Debatte genau die Stimmen, die sie am dringendsten bräuchte.</p>
<h3 class="subheading">Wenn Krankenhäuser nach Verwertbarkeit sortieren</h3>
<p>Die Grenze zwischen Zivilem und Militärischem verschwimmt heute immer mehr. Das Stichwort OPLAN DEU bindet Bahn, Häfen und Autobahnen in militärische Verlegeplanung ein. Und das <a href="https://www.telepolis.de/article/Krieg-mit-Russland-Deutschlands-Gesundheitssystem-waere-in-Tagen-am-Limit-11456553.html">Gesundheitssystem wird in die Kriegsplanung hineingezogen</a>.</p>
<p>Am symptomatischsten ist die Triage-Debatte: Militärische Logik fragt, wer am schnellsten wieder einsatzfähig ist. Zivile Berufsethik fragt, wer Hilfe am dringendsten braucht. Wenn ärztliche Ethik nach Verwertbarkeit sortieren soll, ist eine Grenze überschritten.</p>
<p>Die Brückenkonzepte "Resilienz" und "Gesamtverteidigung" erklären dabei jeden zivilen Sektor zum Verteidigungssektor – ohne dass es dafür eines einzigen Beschlusses bedarf.</p>
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4882471" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10458027"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Deutschland-ruestet-auf-Pump-und-baut-Rekordschulden-auf-10458027.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/2/4/7/1/shutterstock_2133387183-fc97288a1f2eefe3.jpeg" alt="Für die Aufrüstung benötigt die Bundesregierung viel Geld und bekommt es über neue Schulden." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Für die Aufrüstung benötigt die Bundesregierung viel Geld und bekommt es über neue Schulden." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutschland rüstet auf Pump – und baut Rekordschulden auf</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Breuer sagte in Prag:</p>
<p class="indent rte__abs--indent">"Wenn es hart auf hart kommt, können wir unsere gegenwärtigen Überlegungen, die auf der gegenwärtigen Logik des Friedens beruhen, nicht mehr anwenden."</p>
<p>Dieser Satz verdient es, langsam gelesen zu werden. Er erklärt die Logik des Friedens für obsolet – vorsorglich, im Konjunktiv des Ernstfalls, der zum Indikativ der Planung geworden ist.</p>
<h3 class="subheading">Die fehlende Gegenspur</h3>
<p>Der Historiker Christopher Clark hat für 1914 das Bild der "Schlafwandler" geprägt. Demnach war es nicht die Kriegslust, die die Staaten Europas in die Katastrophe trieb, sondern Unausweichlichkeitsdenken.</p>
<p>Die Parallele zum Heute ist begrenzt: Niemand in Berlin fordert Präventivkrieg. Aber die Struktur "der Gegner ist ab Jahr X bereit, also müssen wir es jetzt sein" gleicht sich formal. Damals, im Jahr 1914, sagte man, in den Jahren 1916/17 werde das Große Programm Russlands greifen, deshalb müsse man vorher angreifen. Heute gilt das Jahr 2029 als Schlüsseljahr.</p>
<p>Dass im deutschen Diskurs fast ausschließlich die Lektion von 1938 vorkommt – das Versagen in der Abschreckung lädt Aggression ein – und fast nie die von 1914, ist selbst ein Symptom der Verengung.</p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
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<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5145931" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11412187"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Ruestung-statt-Hilfe-Bundesregierung-kuerzt-fuer-Panzer-bei-Welternaehrungsprogramm-11412187.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/1/4/5/9/3/1/camouflage-peace_ho-c062bb03c8df9526.jpeg" alt="Friedenssymbol mit Tarnmuster vor einem Panzer" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Friedenssymbol mit Tarnmuster vor einem Panzer" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rüstung statt Hilfe: Bundesregierung kürzt für Panzer bei Welternährungsprogramm</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Was dabei ausgeblendet wird: Die Einschätzung "2029" stammt aus nicht öffentlich prüfbaren Geheimdienstlagen. Dieselben Institutionen, die die Bedrohung einschätzen, profitieren budgetär von der Einschätzung.</p>
<p>Das ist kein Komplott, das ist threat inflation als strukturelles Risiko – historisch dokumentiert vom "bomber gap" der 1950er bis zu den Massenvernichtungswaffen im Irak 2003.</p>
<p>Das wohl Schwerwiegendste ist aber: Es gibt keine politische Gegenspur. Zur militärischen Vorbereitung existiert keine parallele Vision einer europäischen Sicherheitsordnung, keine Rüstungskontrollinitiative, keine Eskalationsrampe nach unten.</p>
<!-- RSPEAK_STOP -->
<div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;">
<div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4935946" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10642643"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="http://www.heise.de/article/Vom-Panzer-zum-Pkw-und-zurueck-Die-Rueckabwicklung-der-Friedensdividende-10642643.html" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/3/5/9/4/6/panzer-peace_ho-c4f8c88dc9ed8a8c.png" alt="Panzer hat ein Peace-Zeichen am Kanonenrohr" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Panzer hat ein Peace-Zeichen am Kanonenrohr" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Vom Panzer zum Pkw – und zurück: Die Rückabwicklung der Friedensdividende</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div>
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<p>Clausewitz definierte Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Was wir erleben, ist die Umkehrung: Politik als Fortsetzung der Kriegsvorbereitung. Und genau das nannte Liebknecht Militarismus nach innen.</p>
<p>Die SPD von Bebel hätte diese Debatte geführt. Die SPD von Lars Klingbeil und Boris Pistorius führt den Kurs an. Der institutionelle Träger dieser Kritik existiert im demokratischen Zentrum nicht mehr.</p>
<p>Wer die Fragen stellt – auf welcher Evidenz beruht 2029, was ist das Maß, wo ist der Hafen, in dem man wieder von Bord darf –, ist kein Putinversteher. Er stellt die Fragen, die eine Demokratie sich schuldig ist. Gerade wenn die Bedrohung real ist.</p>
2026-09-19T10:55:00.000Z