Telepolis 2026-04-02T16:00:00+02:00 https://www.heise.de/tp/news-atom.xml heise onlinehttps://www.heise.de Copyright (c) 2026 Heise Medien <![CDATA[Iran-Krieg: Das Ende der Freiheit zur See]]> http://heise.de/-11244491 2026-04-02T16:00:00+02:00 2026-04-02T16:00:00+02:00 Logan McMillen Indem die USA das Nadelöhr in ihrer eigenen Hemisphäre unter Kontrolle bringen, schwächen sie die Argumente für freie Seefahrt in der Straße von Hormus.</p> <p>Seit 46 Jahren stilisieren sich die Vereinigten Staaten zum ultimativen Garanten der maritimen Freiheit, und nirgendwo wurde diese Haltung strikter durchgesetzt als im <a href="https://www.merip.org/1980/09/the-carter-doctrine-and-us-bases-in-the-middle-east/" rel="external noopener" target="_blank">Persischen Golf</a>. Heute, da die Straße von Hormus für <a href="https://fortune.com/2026/03/28/dollar-dominance-dedollarization-global-oil-trade-iran-war-petroyuan-us-security-shield/" rel="external noopener" target="_blank">dollarisierte Handelsströme</a> geschlossen ist, bekräftigt das Außenministerium weiterhin die <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/3/30/the-war-in-iran-key-takeaways-from-al-jazeeras-interview-with-marco-rubio" rel="external noopener" target="_blank">orthodoxe Forderung</a>, dass Iran die Meerenge offen und mautfrei hält:</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>&quot;Die Iraner drohen damit, in der Straße von Hormus ein dauerhaftes System einzurichten, bei dem sie entscheiden, wer internationale Wasserwege passieren darf&quot;, sagte Außenminister Marco Rubio. &quot;Das werden wir niemals zulassen.&quot;</p> <p>Diese Erwartung wurde historisch durch das moralische Gewicht des Völkerrechts gestützt. Doch unter Präsident Donald Trump hat sich dieser Boden unter unseren Füßen verschoben.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading"><strong>&quot;</strong><strong>Das werden wir niemals zulassen.&quot;</strong></h3> <p>Die <a href="https://lordslibrary.parliament.uk/challenges-to-a-rules-based-international-order/" rel="external noopener" target="_blank">regelbasierte internationale Ordnung</a>, ein System, das die USA nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich aufgebaut und verteidigt haben, beruhte auf der Überzeugung, dass globale maritime und handelsbezogene Normen grundlegend sind und gleichermaßen für Schwache wie für Starke gelten.</p> <p>Im Nahen Osten führten die Erinnerungen an die <a href="https://www.bu.edu/bulawreview/files/2015/07/LAHAV.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Suezkrise</a>, kombiniert mit der Bedrohung durch sowjetischen Einfluss im Persischen Golf, zur Schaffung der <a href="https://www.bakerinstitute.org/research/carter-doctrine-30-evolving-us-military-guarantees-gulf-oil-security" rel="external noopener" target="_blank">Carter-Doktrin</a>, um diesen Rahmen aufrechtzuerhalten.</p> <p>Die <a href="https://www.strausscenter.org/strait-of-hormuz-tanker-war/" rel="external noopener" target="_blank">Tankerkriege</a> der 1980er Jahre stellten diese Doktrin auf die Probe, doch die USA und der Irak gingen als Sieger hervor, und nach einigen Jahren internationaler Auseinandersetzungen wurde 1994 schließlich das UN-&quot;<a href="https://www.imo.org/en/ourwork/legal/pages/unitednationsconventiononthelawofthesea.aspx" rel="external noopener" target="_blank">Seerechtsübereinkommen</a>&quot; eingeführt. Die USA sind dem zugrunde liegenden Abkommen zwar nie beigetreten, doch frühere Regierungen haben es als Teil des Völkergewohnheitsrechts anerkannt.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Die USA sind dem Seerechtsübereinkommen nie beigetreten</strong></h3> <!-- RSPEAK_STOP --> <figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_left col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--left" style="max-width:210px;"> <a-img alt="" height="234" src="/imgs/18/5/0/5/7/1/1/8/McMillen-9e2e0428e26bf1de.webp" style="aspect-ratio: 210 / 234;" width="210"> <img alt="" height="234" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns=&#39;http://www.w3.org/2000/svg&#39; width=&#39;696px&#39; height=&#39;391px&#39; viewBox=&#39;0 0 696 391&#39;%3E%3Crect x=&#39;0&#39; y=&#39;0&#39; width=&#39;696&#39; height=&#39;391&#39; fill=&#39;%23f2f2f2&#39;%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 210 / 234; object-fit: cover;" width="210"> </a-img> <noscript> <img alt="" src="https://heise.cloudimg.io/width/210/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/5/0/5/7/1/1/8/McMillen-9e2e0428e26bf1de.webp" > </noscript> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text"> <div class="text">Unser Gastautor Logan McMillen.</div> </span><span class="source akwa-caption__source"> (Bild: <a href="https://responsiblestatecraft.org/author/loganmcmillen/" rel="external noopener" target="_blank">RS</a>) </span> </figcaption> </figure> <!-- RSPEAK_START --> <p>Unter Trump jedoch werden bestehende internationale Vereinbarungen <a href="https://www.whitehouse.gov/presidal-actions/2026/01/withdrawing-the-united-states-from-international-organizations-conventions-and-treaties-that-are-contrary-to-the-interests-of-the-united-states/" rel="external noopener" target="_blank">beiseitegeschoben</a>, sobald sie seine politischen Impulse einschränken. Wenn die USA der Welt signalisieren, dass ihre Nullsummen-Wirtschaftsinteressen über dem Völkerrecht stehen, nehmen <a href="https://www.fdd.org/analysis/2026/03/24/irans-shakedown-in-the-strait/" rel="external noopener" target="_blank">Länder wie Iran dies zur Kenntnis</a>.</p> <p>Sie wissen, dass die USA die Rhetorik des Völkerrechts im Persischen Golf nicht glaubwürdig instrumentalisieren können, während sie es zugleich in der westlichen Hemisphäre <a href="https://nacla.org/lawfare-diplomacy-how-the-u-s-bullied-its-way-back-into-the-panama-canal/" rel="external noopener" target="_blank">untergraben</a>.</p> <p>In jüngsten Anhörungen im Kongress bestätigte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums offen, dass die USA mit panamaischen Behörden <a href="https://armedservices.house.gov/uploadedfiles/ptdo_asw_hdasa_writen_posture_statement.pdf" rel="external noopener" target="_blank">koordiniert</a> haben, um chinesische Unternehmen vom Panamakanal fernzuhalten, und damit &quot;einen großen Sieg für den ungehinderten US-Handel und einen strategischen Erfolg für die Vereinigten Staaten&quot; erzielt hätten.</p> <h3 class="subheading"><strong>Sündenfall Panama</strong></h3> <p>Aus Sorge über die strategischen Auswirkungen von Pekings kommerzieller Präsenz in Amerika wandte sich Washington nicht an internationale Gerichte. Stattdessen berief es sich auf die <a href="https://www.piie.com/blogs/realtime-economics/2026/trumps-latter-day-monroe-doctrine-aimed-china" rel="external noopener" target="_blank">Donroe-Doktrin</a>, reklamierte ein einseitiges Recht, ausländischen Einfluss zurückzudrängen und die Kontrolle über eine globale maritime Engstelle zu übernehmen – allein weil sie im &quot;Hinterhof&quot; Amerikas liegt.</p> <p>Man könnte argumentieren, dass die Logik des Pentagons aus <a href="https://www.csis.org/analysis/chinas-expanding-interests-latin-america-development-leverage-coercion-and-crime" rel="external noopener" target="_blank">defensiver Sicht</a> nachvollziehbar ist. Doch die diplomatische Heuchelei ist eklatant. Amerika unter Trump hat faktisch Eigentumsansprüche und exklusive Kontrolle über regionale Schifffahrtsinfrastruktur geltend gemacht, um einen geopolitischen Rivalen auszuschließen – unter <a href="https://chinaglobalsouth.com/analysis/panama-precedent-us-challenge-china-latin-america/" rel="external noopener" target="_blank">rechtlichen Vorwänden</a>, die, milde gesagt, äußerst dünn sind.</p> <h3 class="subheading"><strong>Dünne rechtliche Vorwände</strong></h3> <p>Wenn Washington es für gerechtfertigt hält, chinesisch betriebene Häfen in <a href="https://apnews.com/article/panama-canal-china-us-ports-2c858331b744b3faa3202789d26c5bcf" rel="external noopener" target="_blank">Balboa und Colón</a> zu &quot;säubern&quot;, um seine eigene Hemisphäre zu sichern – nach welchem kohärenten rechtlichen oder moralischen Maßstab kann es dann von Teheran verlangen, den Persischen Golf als internationales Gemeingut zu behandeln?</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5052599" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11225276"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11225276" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/2/5/9/9/shutterstock_2133816651-28aa8b66db03f6a7.jpeg" alt="Erdölpreis vor Ölpumpe" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Erdölpreis vor Ölpumpe" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ölkrise spitzt sich zu: Globale Versorgung wird immer knapper</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5051058" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11222336"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11222336" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8269" height="4645" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/1/0/5/8/shutterstock_2687795689-2bd8aa511c83c4ea.jpeg" alt="Ein Flugzeugträger auf dem Meer" style="aspect-ratio:8269 / 4645"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8269" height="4645" alt="Ein Flugzeugträger auf dem Meer" style="aspect-ratio:8269 / 4645;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Teheran gewinnt die Oberhand – vorerst</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5049670" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11219591"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11219591" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3888" height="2185" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/9/6/7/0/shutterstock_2706199615-14a44d4024162ece.jpeg" alt="Eine deutsche Autobahn" style="aspect-ratio:3888 / 2185"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3888" height="2185" alt="Eine deutsche Autobahn" style="aspect-ratio:3888 / 2185;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">IEA empfiehlt Sparmaßnahmen gegen Ölkrise – Pentagon will Kriegskasse vergrößern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die Folgen dieser Heuchelei werden sich <a href="https://warontherocks.com/2026/03/what-the-donroe-doctrine-could-mean-for-chinas-economic-statecraft/" rel="external noopener" target="_blank">nicht auf den Nahen Osten beschränken</a>. Indem Washington den Präzedenzfall schafft, dass globale Engstellen als regionale Vermögenswerte verwaltet werden können, liefert es Peking eine Blaupause für den Indopazifik.</p> <p>Man betrachte die Straße von Malakka, die enge Wasserstraße, durch die etwa ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs und der Großteil von Chinas <a href="https://www.eia.gov/international/analysis/special-topics/World_Oil_Transit_Chokepoints" rel="external noopener" target="_blank">Energieimporten</a> fließen. Seit Jahren weisen die USA Chinas territoriale Ansprüche im Südchinesischen Meer <a href="https://www.belfercenter.org/publication/freedom-navigation-south-china-sea-practical-guide" rel="external noopener" target="_blank">entschieden zurück</a> und bestehen darauf, dass das Völkerrecht die Freiheit der Navigation durch diese lebenswichtigen asiatischen Handelsrouten garantiert.</p> <![CDATA[Seltene Erden: Bedeutung, Vorkommen und globale Abhängigkeiten]]> http://heise.de/-11069046 2026-04-02T15:46:00+02:00 2026-04-02T15:46:00+02:00 Uwe Post Die Metalle stecken in Motoren, Magneten und Displays – doch die Trennung ist teurer als der Abbau. Könnte Recycling helfen?</p> <p>Kürzlich hat Mr. Trump seinen fettesten Flugzeugträger nach Venezuela geschickt, um – offiziell – Drogenexporte in die USA zu unterbinden. Womöglich gibt es noch andere Gründe, denn ungefähr zeitgleich verhängte China eine Exportbeschränkung für Seltene Erden (die aber inzwischen wieder ausgesetzt ist).</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Offiziell gibt es keine nennenswerten Vorkommen Seltener Erden in Venezuela, aber ein paar andere für Technologie wichtige Elemente wie Tantal. Und hörte man nicht kürzlich von einer deutschen Firma, die ihre Fertigung drosseln musste, weil die chinesischen Beschränkungen völlig überraschend auch Europa betrafen?</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Höchste Zeit, einen genaueren Blick auf die geheimnisvollen Metalle zu werfen, die teils dermaßen kryptische Namen tragen, dass sie lieber nur unter dem Sammelbegriff &quot;Seltene Erden&quot; (engl.: Rare Earth Elements, REE) verhandelt werden.</p> <h2><strong>Blick ins Periodensystem</strong></h2> <p>Das Koordinatensystem der Chemie ist das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Periodensystem" rel="external noopener" target="_blank">Periodensystem der Elemente</a>: Es verzeichnet alle chemischen Elemente, sortiert nach Eigenschaften wie Kernladungszahl (oder Ordnungszahl) und chemischen Eigenschaften. Die Seltenen Erden stehen in der 3. Nebengruppe und in der Reihe der <em>Lanthanoiden</em>. Insgesamt handelt es sich um 17 Elemente mit Namen wie Scandium (Ordnungszahl 21), Yttrium (39), Cer (58) oder Neodym (60).</p> <p>Eines sind diese Elemente aber nicht (bis auf den radioaktiv zerfallenden Vertreter <em>Prometium (61)</em>): <em>selten</em>.</p> <p>Tatsächlich kommen Metalle wie Cer oder Neodym weltweit häufiger vor als Kupfer, Gold oder Platin. Aber sie befinden sich nicht in vergleichbaren Lagerstätten, wo man sie mehr oder weniger leicht einsammeln kann, sondern sie sind in bestimmten Mineralien und Gesteinen nur in kleinen Mengen vorhanden, dafür aber sehr gleichmäßig verteilt.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Diese gleichmäßige Verteilung hängt damit zusammen, dass die meisten Seltenen Erden sehr ähnliche chemische Eigenschaften haben. Die äußeren Schalen ihrer Elektronenhüllen sind nämlich gleich besetzt, nur die innere 4f-Schale zeigt Unterschiede.</p> <p>Anders ausgedrückt: Das Zeug ist überall, aber meist so wenig, dass es sich nicht lohnt, es aus dem Boden zu holen. Denn es ist technisch überaus aufwändig, die kaum zu unterscheidenden Metalle voneinander zu trennen. Das Rohmaterial muss mit Säure aufgeschlossen und bei hohen Temperaturen eingeschmolzen werden und durch Lösungsmittel getrennt werden.</p> <p>Das kostet alles Unmengen Energie und erzeugt giftigen Schlamm, womöglich schlimmer als bei der Gewinnung von Lithium, die ja gerne als fadenscheiniges Argument gegen Elektromobilität herhalten muss. Seltene Erden stecken aber nicht nur in Elektroautos, sonden in allen möglichen technischen Geräten.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4979859" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11082836"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11082836" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/7/9/8/5/9/shutterstock_2489781047-8d76c4246752288c.jpeg" alt="Sauberes Energiekonzept, Fotovoltaik-Paneele und Windräder bei schönem Sonnenuntergang." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Sauberes Energiekonzept, Fotovoltaik-Paneele und Windräder bei schönem Sonnenuntergang." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Boom bei Batterien, Flaute bei Solar-Fabriken</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4940150" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10655901"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10655901" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7584" height="4261" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/0/1/5/0/shutterstock_2554036891-ab0d17e9d8471a8d.jpeg" alt="Die Grafik zeigt, wie die Batterie eines Elektroautos geladen wird." style="aspect-ratio:7584 / 4261"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7584" height="4261" alt="Die Grafik zeigt, wie die Batterie eines Elektroautos geladen wird." 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class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11197269"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11197269" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8192" height="4603" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/8/3/4/2/shutterstock_2673594629-a4c276cf85dcabf4.jpeg" alt="Elektroauto wird aufgeladen." style="aspect-ratio:8192 / 4603"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8192" height="4603" alt="Elektroauto wird aufgeladen." style="aspect-ratio:8192 / 4603;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Batterien aus Europa: 500 Euro Aufpreis als Preis der Unabhängigkeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Scandium(-iodid) findet sich beispielsweise in Hochleistungs-Quecksilberdampflampen, weil das erzeugte Farbspektrum dem des Sonnenlichts ähnelt.</p> <p>Yttrium, das seinen Namen von der Grube Ytterby in Schweden hat, in der es im 18. Jahrhundert zuerst entdeckt wurde, kommt als chemische Verbindung in Bildröhren und Leuchtstofflampen vor. Das radioaktive Isotop <sup>90</sup>Y kommt in der Nuklearmedzin gegen bestimmte Karzinomarten zum Einsatz.</p> <p>Lanthan erhöht den Brechungsindex von Glas und findet sich daher in Linsen von Kameras oder Brillen.</p> <p>Aus Neodym, Eisen und Bor lassen sich sehr starke Permanentmagnete herstellen. Anders ausgedrückt: Bei gleicher Stärke kann ein Neodym-Magnet viel kleiner sein als einer aus Eisen. Deshalb steckt Neodym in Mikromotoren und damit in Festplatten, aber auch in größeren Elektromotoren (womit wir wieder bei <a href="http://www.heise.de/article/Batterien-aus-Europa-500-Euro-Aufpreis-als-Preis-der-Unabhaengigkeit-11197269.html">E-Autos</a> wären) oder in Generatoren in Windkraftanlagen. Die Bedeutung für die Energiewende ist deshalb vor allem bei Neodym groß.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5014363" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11150170"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11150170" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/4/3/6/3/afrika-rad3-1-2bf247d9d97bde55.jpeg" alt="Autoräder mit Afrika-Umriss auf den Radkappen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Autoräder mit Afrika-Umriss auf den Radkappen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Afrika: Der unterschätzte Kontinent mit enormem Potenzial</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Auch Praseodym findet hauptsächlich in Magneten Anwendung. Starke Magnete werden nicht zuletzt in Mini-Kopfhörern und In-Ears gebraucht.</p> <p>Europiumverbindungen wurden früher für die roten blauen Pixel von Röhrenbildschirmen benutzt, heute ist der Stoff nur noch in Plasmabildschirmen relevant.</p> <p>Promethium, das seltenste Metall der Seltenen Erden, ist radioaktiv und erzeugt in Radionuklidbatterien Strom in Satelliten. Es lässt sich künstlich herstellen als Zerfallsprodukt anderer radioaktiver Stoffe, spielt aber im Vergleich keine große Rolle.</p> <h2><strong>Größere Vorkommen</strong></h2> <p>Die rentabelsten Lagerstätten mit Seltenen Erden befinden sich in der <a href="https://www.google.com/maps/place/40%C2%B037&#39;32.9%22N+109%C2%B040&#39;10.1%22E/@40.6392149,109.6741149,5931m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x0:0x975c59ed390d391!8m2!3d40.6258056!4d109.6694722" rel="external noopener" target="_blank">inneren Mongolei</a>, die zu China gehört. &quot;Rentabel&quot; heißt übersetzt: Billige, leicht verfügbare Arbeitskräfte und laxe Umweltschutzbestimmungen. Die Idee, die Abfälle einfach am Stadtrand zwischen ein paar Feldern in einen großen Schlammteich zu kippen, würde hierzulande jedenfalls wenig Freunde finden.</p> <p>Zwar gibt es auch in Deutschland eine kleine Lagerstätte (in Sachsen), bloß wäre die Förderung unter hiesigen Umständen nicht rentabel.</p> <p>Weitere Lagerstätten gibt es in Myanmar (Dysprosium, Terbium) und in Australien. Auch in <a href="http://www.heise.de/article/Mit-Seltenen-Erden-in-die-groenlaendische-Unabhaengigkeit-3394687.html">Grönland</a> gibt es große Vorkommen, womit wir wieder bei geopolitischen Ansagen eines gewissen Mr. Trump wären. Die nächstgrößte Lagerstätte gibt es in Schweden.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4770259" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10223316"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10223316" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6016" height="3380" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/7/0/2/5/9/shutterstock_2190569351-c32421e17d6000e3.jpeg" alt="Flagge der USA auf einem Computerchip" style="aspect-ratio:6016 / 3380"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6016" height="3380" alt="Flagge der USA auf einem Computerchip" style="aspect-ratio:6016 / 3380;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chip-Produktion in Gefahr: USA ohne Plan B für seltene Mineralien</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5020685" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11162582"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11162582" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6014" height="3379" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/0/6/8/5/shutterstock_2705197389-02dfbc6287d404c1.jpeg" alt="Strategischer Wettbewerb um wichtige Mineralien zwischen den USA und China. Seltenerdsteine auf den Flaggen der USA und Chinas, die Handelskrieg, Lieferkettenkrise, Zölle und künftige Wirtschaftssanktionen symbolisieren." style="aspect-ratio:6014 / 3379"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6014" height="3379" alt="Strategischer Wettbewerb um wichtige Mineralien zwischen den USA und China. 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Reiche Vorkommen gibt es vom Mineral Coltan, aus dem Tantal gewonnen wird, das für Kondensatoren und damit ebenfalls für die <a href="http://www.heise.de/article/Chip-Produktion-in-Gefahr-USA-ohne-Plan-B-fuer-seltene-Mineralien-10223316.html">Mikroelektronik</a> wichtig ist. Die wirtschaftliche Bedeutung von Tantal ähnelt also jener der Seltenen Erden, auch wenn es nicht dazu zählt.</p> <p><a href="http://www.heise.de/article/China-Auf-dem-Weg-zur-technologischen-Grossmacht-9545339.html">China als Vorreiter</a> förderte vor zehn Jahren noch quasi alleine Seltene Erden, inzwischen aber nur noch etwa die Hälfte der Weltproduktion, da viele der genannten anderen Länder ebenfalls aktiv geworden sind.</p> <p>Noch unerschlossene Lagerstätten gibt es im Pazifik, in Vietnam – und eine exorbitant große in Nordkorea. Diese allerdings hat seit einer einzigen Erwähnung im Jahr 2013 keine Schlagzeilen mehr gemacht.</p> <p>Auf Satellitenbildern sieht man nur ein paar Schutthaufen, und im Netz finden sich keine vertrauenswürdigen Hinweise auf eine Firma namens &quot;SRE Minerals Limited&quot;, die seinerzeit behauptete, an der Förderung beteiligt zu sein. Vermutlich hält auch Mr. Trump diese Meldung für eine Ente, sonst hätte er seinen Flugzeugträger womöglich nach Pjönjang geschickt.</p> <p>Normalerweise sind Seltene Erden relativ leicht verfügbar. Einen Stapel extra starker Neodym-Magnete bekommen Sie für ein paar Euro im nächstbesten Online-Shop. Das Problem ist eher eines der Lieferketten: Wenn eine Firma all ihre Rohstoffe vom einem einzigen Lieferanten (sagen wir in China) bezieht und dieser von einem Tag auf den anderen aus politischen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht, braucht es einen Plan B.</p> <p>Wenn der fehlt, kann es eben zu Engpässen kommen. Einen ganz ähnlichen Fall kennen wir alle übrigens vom Beginn des russischen Angriffskrieges, als plötzlich russisches Gas und ukrainisches Getreide ausblieben. Einseitige Abhängigkeiten sind nicht krisensicher.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5015264" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11151945"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11151945" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/5/2/6/4/lng-tanker-wasser_ho-6668f3f464f5100d.jpeg" alt="Grafik eines LNG-Tankers aus den USA auf dem Weg nach Europa. Symbol einer neuen Abhängigkeit." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grafik eines LNG-Tankers aus den USA auf dem Weg nach Europa. Symbol einer neuen Abhängigkeit." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">DGAP-Analyse: Wie Deutschland mit der Energiedominanz der USA umgehen kann</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5024816" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11170713"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11170713" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/4/8/1/6/lng-tanker-3_ho-3c35eb79d33716b2.jpeg" alt="Grafik eines LNG-Tankers aus den USA auf offenem Meer, auf dem Weg nach Europa" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grafik eines LNG-Tankers aus den USA auf offenem Meer, auf dem Weg nach Europa" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Europas LNG-Importe: USA und Russland liefern über 80 Prozent</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5013867" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11149239"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11149239" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4928" height="2769" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/3/8/6/7/shutterstock_2723185237-eaabc75f6984a599.jpeg" alt="LNG-Tanker bringt Erdgas aus den USA nach Europa. Der Preis: neben Geld auch Wohlverhalten." style="aspect-ratio:4928 / 2769"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4928" height="2769" alt="LNG-Tanker bringt Erdgas aus den USA nach Europa. Der Preis: neben Geld auch Wohlverhalten." style="aspect-ratio:4928 / 2769;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Europa hat den Gaslieferanten gewechselt – nicht die Abhängigkeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h2><strong>Alternativlos?</strong></h2> <p>Die vielen Anwendungsfälle zeigen, dass Seltene Erden ganz schön wichtig sind. Verzichten kann man auf sie nicht. Einige Gramm lassen sich sicher einsparen, indem man sich nicht alle zwei oder drei Jahre ein neues Handy oder In-Ears kauft.</p> <p>Aus <a href="http://www.heise.de/article/Schaetze-im-Schrott-Neue-Verfahren-machen-Goldrecycling-lukrativ-11152780.html">Altgeräten</a> lassen sich manche Stoffe durch Recycling wieder hervorholen – wenn auch unter ähnlich hohem Energieaufwand wie beim Abbau in der Natur.</p> <p>Im Gegensatz zu natürlichen Ressourcen verfügt Europa über Altgeräte im Überfluss. Logisch, dass die EU im Rahmen des kürzlich angekündigten Plans <a href="https://germany.representation.ec.europa.eu/news/eu-kommissionsprasidentin-von-der-leyen-europa-unabhangiger-machen-zugang-zu-kritischen-rohstoffen-2025-10-27_de" rel="external noopener" target="_blank">RESourceEU</a> auch diese Option in Betracht zieht.</p> <p>Tatsächlich wird bereits in Deutschland Neodym aus alten Magneten gewonnen – das Problem ist nur, dass das recycelte Neodym wegen der teuren Prozedur nicht konkurrenzfähig ist. Also bestellt die Industrie natürlich weiter in China.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5015688" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11152780"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11152780" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/5/6/8/8/Korawat_photo_shoot-b8599766900fadbd.jpeg" alt="Handyplatinen" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Handyplatinen" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schätze im Schrott: Neue Verfahren machen Goldrecycling lukrativ</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4789750" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10260713"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10260713" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3820" height="2146" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/8/9/7/5/0/shutterstock_2513136053-beab3e788e4a7716.jpeg" alt="Blühender Lavendel auf dem Feld - er könnte schon bald in Batteriespeichern zum Erfolg der Energiewende beitragen." style="aspect-ratio:3820 / 2146"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3820" height="2146" alt="Blühender Lavendel auf dem Feld - er könnte schon bald in Batteriespeichern zum Erfolg der Energiewende beitragen." style="aspect-ratio:3820 / 2146;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Batteriespeicher: Warum Lavendel der neue Star der Energiewende werden könnte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5036883" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11194412"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11194412" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/6/8/8/3/shutterstock_2492914747-20575f265990c89f.jpeg" alt="Zubereitete Tofu-Stücke - bei ihrer Herstellung entsteht eine Salzlake, die Batterien langlebig und sicher macht." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Zubereitete Tofu-Stücke - bei ihrer Herstellung entsteht eine Salzlake, die Batterien langlebig und sicher macht." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der Akku, der nicht brennen kann</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Methoden der Bio-Metallurgie, die auf Mikroorganismen setzt und umweltschonender sein dürften, sind noch Forschungsgegenstand und weit entfernt von industriellem Einsatz. Bioreaktoren, in die man alte Handys wirft und die handliche Blöcke Seltener Erden auswerfen, sind also noch Science Fiction.</p> <p><em>Dieser Artikel erschien erstmals am 7. November 2025 auf Telepolis.</em></p> <![CDATA[Kuba am Limit: Wenn eine Rente für ein Pfund Reis reicht]]> http://heise.de/-11243530 2026-04-02T14:00:00+02:00 2026-04-02T14:00:00+02:00 Norbert Schnorbach Kuba wird von der Trump-Regierung politisch bedroht und wirtschaftlich stranguliert. Der akute Mangel an Strom, Benzin und Lebensmitteln hat massive Folgen.</p> <p>Julio Perez schwelgt in Erinnerungen: &quot;Ich stand damals als junger Mann mit einem Deutschland-Fähnchen am Straßenrand. Tausende von Menschen um mich herum. Und Erich Honecker hat mir gewunken!&quot; Damals – das war Honeckers Staatsbesuch im Jahr 1974. &quot;Eine gute Zeit&quot;, meint Julio Perez.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Kuba lieferte Orangen und Zitronen in die DDR und importierte Maschinen und Mopeds. Der Geist der Revolution war noch lebendig, Fidel Castro war der unangefochtene Führer der Nation und der kubanische Sozialstaat ein Vorbild in Lateinamerika.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading">Nationalstolz am Boden</h3> <p>Heute ist Julio Perez 69 Jahre alt und klagt über den Ausnahmezustand im gesamten Land. &quot;Ich habe Hunger und kann mir nichts zu essen kaufen. Mein ganzes Leben lang habe ich in der Produktion gearbeitet. Und jetzt bekomme ich eine Rente, die gerade dafür reicht, einmal in der Woche ein Pfund Reis zu kaufen!&quot;</p> <p>Er wohnt in einer heruntergekommenen Straße in der Altstadt und läuft jeden Tag zu Fuß ins Stadtviertel Vedado, wo noch alte Villen und einige Hotels stehen, und bettelt um etwas zu Essen. Bei Stromausfällen, wie so häufig in den jüngsten Monaten, macht er sich rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit auf den Weg nach Hause.</p> <p>Bettelei und Obdachlosigkeit waren früher Fremdwörter in Kuba. Heute liegt der Nationalstolz am Boden, Kinder suchen im Müll nach etwas Brauchbarem und wie in allen Großstädten der Welt schlafen jetzt auch in Havanna Wohnungslose in Hauseingängen und Hinterhöfen. Das Embargo der Trump-Regierung blockiert seit Monaten die Lebensmittelimporte und Erdöl-Lieferungen. Das verursacht massive Störungen in allen Lebensbereichen – in Landwirtschaft und Verkehr ebenso wie in Krankenhäusern, Schulen und Tourismus.</p> <p>Mercedes Hernandez, eine würdevolle ältere Dame, die in Havannas China-Town wohnt, hat einen 500-Peso-Schein und einen US-Dollar in der Tasche. Beide Scheine sind etwa gleich viel wert. Sie erklärt, wie es um ihre Finanzen steht: &quot;Ich bekomme 1700 Pesos Rente im Monat. Zurzeit kostet ein Kilo schwarze Bohnen 850 Pesos, ein Kilo Weizenmehl 650 Pesos. Ohne die Hilfe meiner Nichte, die in Miami lebt und mir ab und zu US-Dollars schickt, wäre ich nicht mehr am Leben!&quot;</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Doppelte Währung</h3> <p>Gerechnet wird in Kuba immer in doppelter Währung, in großen Pesos-Summen und in kleinen Dollar-Zahlen. Staatliche Löhne und Renten werden in nationalen Pesos gezahlt, umgerechnet in Dollars ist es immer verschwindend wenig. So beträgt der staatliche Mindestlohn 2100 Pesos, aktuell umgerechnet vier Dollar – im Monat.</p> <p>In früheren Zeiten, als der Staat die Grundversorgung garantierte und es alles Notwendige zu subventionierten Minipreisen auf Lebensmittelkarten gab, konnte man damit leben. Heute gibt es die Karten immer noch, aber die Lebensmittel nur unregelmäßig. Mal ist Brot Mangelware oder wird ersatzweise aus Süßkartoffelmehl statt Weizen gebacken, mal gibt es wochenlang keinen Reis in den staatlichen Läden.</p> <p>In allen privaten Geschäften und auf den freien Märkten wird dagegen knallhart mit Dollar-Kursen kalkuliert: Reis, Gemüse und Fleisch gibt es zum Vielfachen des staatlichen Preises. Ein Hähnchen zum Beispiel kostet 2500 Pesos bzw. fünf Dollar, also mehr als einen kompletten Monatsmindestlohn.</p> <p>Für Familien mit kleinen Kindern ist es besonders fatal. Milch und Milchpulver zum Beispiel sind exorbitant teuer geworden. In den vergangenen Wochen gingen die Devisenkurse fast täglich in die Höhe, entsprechend haben sich die Waren für Pesos-Besitzer verteuert.</p> <h3 class="subheading">Benzin für 9,50 US-Dollar pro Liter</h3> <p>Ernesto Lopez, wettergegerbtes Gesicht und muskulöse Beine, verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Fahrrad und hat damit Glück und Unglück. Sein Gefährt ist eine Art Lastenrad. Vorn tritt er in die Pedale, hinten sind zwei Sitze für Passagiere. Sein Glück ist, dass Touristen sich gern durch die Altstadt fahren lassen und dafür zwei, manchmal drei oder vier Dollar zahlen. Sein Unglück ist jedoch, dass wegen der US-Blockade und des Energienotstands kaum noch Touristen in Havanna sind.</p> <p>Die Reisewarnungen ausländischer Botschaften zeigen Wirkung. Internationale Fluggesellschaften können nicht mehr in Havanna auftanken und canceln Flüge. Die häufigen Stromausfälle schrecken ab. Auch Dieselgeneratoren in Geschäften, Hotels und Pensionen helfen nicht, wenn die Tanks leer sind. Bei den jüngsten Stromausfällen war die Hauptstadt komplett finster, der Himmel sternenklar. Der Straßenverkehr ist ruhig geworden, Taxi- und Busfahrten sind eingeschränkt.</p> <p>Auf dem schwarzen Markt gibt es noch hin und wieder Benzin, allerdings zu horrenden Preisen (letzter Stand: 9,50 US-Dollar pro Liter). Was die Touristen abschreckt, ist für die Einheimischen eine Katastrophe: Lebensmittel verderben, Betriebe und Behörden werden stillgelegt, Banken schließen, wenn der Strom ausfällt, das mobile Internet ist dann tot, wilde Müllberge häufen sich an den Straßenecken, weil die Müllabfuhr nicht mehr fährt, Schulunterricht fällt aus, Krankenhäuser schalten auf Notversorgung um.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5024397" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11169900"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11169900" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5128" height="2881" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/4/3/9/7/shutterstock_2725654083-27b27f6afcbf21bd.jpeg" alt="Ein Auto an einer Tankstelle" style="aspect-ratio:5128 / 2881"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5128" height="2881" alt="Ein Auto an einer Tankstelle" style="aspect-ratio:5128 / 2881;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kuba ohne Treibstoff: Wie die US-Blockade die Insel abriegelt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5019419" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11160092"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11160092" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2709" height="1522" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/9/4/1/9/shutterstock_1735431944-41985b3db82a7386.jpeg" alt="Eine Person an einer Tankstelle" style="aspect-ratio:2709 / 1522"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2709" height="1522" alt="Eine Person an einer Tankstelle" style="aspect-ratio:2709 / 1522;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Trump erklärt Kuba zur &quot;Bedrohung für die nationale Sicherheit&quot;</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Juan Garcia ist Rettungssanitäter. Aber zurzeit arbeitslos, sagt der 37-jährige, weil es kein Benzin gibt und sein Rettungswagen nur noch in absoluten Notfällen zum Einsatz kommt. Er jobbt jetzt in einer lukrativeren Branche: Geldwechsel. Der Staat hat das Devisenmonopol längst aufgegeben. Planwirtschaft hin, Sozialismus her – es herrscht jetzt der freie Markt von Angebot und Nachfrage, der den Wert der Geldscheine bestimmt.</p> <p>Die Dollars und Euros von Exilkubanern und bis vor kurzem von Touristen befeuern den Devisenmarkt und das Geldwechslergewerbe nach kapitalistischem Muster. &quot;Das kann zwar so nicht weitergehen&quot;, sagt Juan Garcia, &quot;aber was soll ich machen. Ich denke, es wird sich bald alles ändern. Ob zum Guten oder zum Schlechten, wird man sehen.&quot;</p> <h3 class="subheading">Schwierige Zukunftsprognosen</h3> <p>Auch Vladimir Gonzalez will keine Prognose über die politische Zukunft des Landes geben. Der 62jährige mit dem ungewöhnlichen Vornamen, früher Lehrer, jetzt arbeitslos, redet gern über Politik und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die kubanische Regierung geht.</p> <p>&quot;In den neunziger Jahren mussten wir durch die Zeit des &#39;periodo especial&#39;, als keine Unterstützung mehr von der Sowjetunion kam und Fidel Castro das ganze Land auf Mangelwirtschaft einstellte&quot;, erklärt er. &quot;Jetzt ist es noch schlimmer als damals. Die Regierung schafft es nicht. Viele Menschen sind in Not geraten. Und wem geben wir die Schuld daran? Wer hat das Elend verursacht? Gegen wen sollen wir protestieren?&quot;</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5033130" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11187085"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11187085" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3839" height="2157" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/3/1/3/0/shutterstock_2544453189__1_-1ebbff50c8e278aa.jpeg" alt="E-Rolle und E-Dreiräder auf einer Straße" style="aspect-ratio:3839 / 2157"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3839" height="2157" alt="E-Rolle und E-Dreiräder auf einer Straße" style="aspect-ratio:3839 / 2157;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kuba: &quot;An vitalen Stellen eine Mindestversorgung gewährleisten&quot;</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5039918" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11200354"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11200354" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5038" height="2831" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/9/9/1/8/shutterstock_2725653797-6d99d6986e7f1fb7.jpeg" alt="Ein Fahrradfahrer auf einer leeren Straße" style="aspect-ratio:5038 / 2831"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5038" height="2831" alt="Ein Fahrradfahrer auf einer leeren Straße" style="aspect-ratio:5038 / 2831;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kuba: &quot;Vorbild für viele Länder, die unter der US-Hegemonie leiden&quot;</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Lautstarker Protest regt sich nachts im Schutz der Dunkelheit. Dann hört man in den Straßen von Havanna den Lärm von Holzlöffeln, die auf Töpfe und Pfannen trommeln. Der Ärger richtet sich gegen die kubanische Regierung, nicht etwa gegen die externen Antreiber der aktuellen Misere in Washington. Keine Wut auf die Trump-Regierung ist zu hören. Zu verlockend ist der Reichtum im Nachbarland, der Lebensstil in den USA, der Dollarsegen, der von der Verwandtschaft im Ausland geschickt wird. Zu groß die Enttäuschung, dass Kuba von fast allen Seiten allein gelassen wird.</p> <p>Selbst ein Wahrzeichen des kubanischen Nationalstolzes ist verschwunden: An der Uferstraße Malecon, direkt gegenüber der US-Botschaft, gab es viele Jahre lang eine &quot;Antiimperialistische Bühne&quot; mit einem Wandgemälde, auf dem ein fröhlicher Kubaner dem wütenden Uncle Sam spöttisch zurief: &quot;Senores Imperialistas, no les tenemos absolutamente ningun miedo!&quot; (An die Herren Imperialisten: Wir haben nicht die geringste Angst vor euch). Die Bühne wurde vor einigen Jahren abgebaut, das Wandbild entfernt. Keine Provokation mehr. Die Zeiten haben sich geändert.</p> <div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12"> <p>Norbert Schnorbach hat als Korrespondent in Lateinamerika gearbeitet und Kuba häufig besucht, zuletzt im März 2026. Dieser Artikel ist zuerst im Rahmen des OpenSource-Programms der <em>Berliner Zeitung</em> <a href="https://www.berliner-zeitung.de/open-source/intro.357116" rel="external noopener" target="_blank">erschienen</a>.</p> </div> <![CDATA[Die Legende vom Tal des Goldes: KI, China und der Iran-Krieg]]> http://heise.de/-11244133 2026-04-02T13:00:00+02:00 2026-04-02T13:00:00+02:00 Yves S. Lamar Ein virales chinesisches Animationsvideo erzählt Geopolitik als Fabel, verschiebt Machtverhältnisse und stellt westliche Dominanz offen infrage. Ein Essay.</p> <p>Ein kürzlich veröffentlichtes KI-Video im Stil eines Martial-Arts-Films aus den 1970er-Jahren stellt auf satirische Weise den derzeitigen Krieg der USA und Israels gegen den Iran dar und entwickelt sich zum Internethit.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Die Veröffentlichung durch chinesische Staatsmedien spiegelt die derzeit angespannte weltpolitische Lage wider, in der Perserkatzen gegen die <em>Allianz der Weißkopfseeadler</em> kämpfen. Dieses Heldenepos fasst Geopolitik in fünf Minuten zusammen und bietet viel Raum für Spekulationen.</p> <p>Eine verhüllte Perserkatze wird mittels des Schwertes eines sich im Sturzflug befindlichen Falken heimtückisch ermordet.</p> <p>Der Angriff erfolgt im Auftrag eines Weißkopfseeadlers, der eine Krone trägt – was sich anhört, wie eine Neuauflage einer noch sehr viel martialischeren Form der dystopischen Fabel &quot;Farm der Tiere&quot; von George Orwell, ist in Wirklichkeit eine Sequenz aus dem kontroversen, satirisch anmutenden Animationsvideo des chinesischen Staatssenders <em>CCTV</em>, das sich derzeit rasant auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=As0rplNJTZI&amp;pp=ygUXaXJhbiBjaGluYSBhaSB2aWRlbyB3YXI%3D" rel="external noopener" target="_blank">YouTube</a> verbreitet.</p> <figure class="video akwa-inline-video video--fullwidth"> <embetty-video type="youtube" video-id="As0rplNJTZI"></embetty-video> </figure> <p>Das Video lässt sich weder visuell noch erzählerisch eindeutig mit bekannten Stilen im deutschsprachigen Raum vergleichen. Am ehesten ähnelt es Kampfkunstfilmen mit Bruce Lee oder Chuck Norris, die in den 1970er Jahren weltweit bekannt wurden.</p> <p>Die chinesische <em>Wuxia</em>-Erzählung &quot;Die Legende vom Tal des Goldes&quot; wird im Vintage-Stil präsentiert, wirkt dabei leicht trashig und enthält ebenso zahlreiche fantastische Elemente. Das Animationsvideo ist zudem sehr von Mythologie geprägt und traditionelle Waffen wie Schwerter, Speere und Pfeile kommen zum Einsatz.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Zentral sind Themen wie Ehre, Gerechtigkeit, Opferbereitschaft und vor allem ein moralischer Kodex, der die Handlung lenkt. Die Szenen wirken dabei sehr dramatisch und stilisiert.</p> <p>Es wird eine außerordentlich theatralische Bildsprache verwendet, die sonst nur aus japanischen Zeichentrickserien bekannt ist – mit dem Unterschied, dass die Tiere sehr realistisch und menschenähnlich dargestellt werden wie aus der Götterwelt vieler Kulturen.<strong> </strong></p> <h3 class="subheading"><strong>Eine Parabel auf den Konflikt im sogenannten Nahen Osten</strong></h3> <p>Der Kurzfilm ist ziemlich deutlich eine Parabel auf den derzeitigen Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran. Der Beschreibung des Videos nach wird konkret Bezug auf die aktuelle US-Haushaltspolitik des Krieges und die Kontroversen in der US-Führung bezüglich des derzeitigen Irankriegs genommen. (Übersetzung aus dem Mandarin: &quot;Der Weißkopfseeadler erschöpfte die Staatskasse, um die Herrschaft über das Reich zu erlangen, und die Perserkatze opferte ihren jüngsten Sohn, um einen Todfeind zu rächen&quot;, <a href="https://v.cctv.com/2026/03/18/VIDEtQaMUYpK2RrLNAmDkfcU260318.shtml" rel="external noopener" target="_blank">Chinesisches Staatsfernsehen</a> (CCTV), Die Legende vom Tal des Goldes.)</p> <p>Die Welt wird im Kampf um die wichtigsten Ressourcen eingeteilt in die <em>Allianz der Weißkopfseeadler </em>(symbolisch für die USA und Israel), die von einem mächtigen Adler angeführt wird und gegen widerspenstige Perserkatzen (Iran) militärisch vorgeht.</p> <p>Letztere stellen den Status quo infrage und leisten erbitterten Widerstand gegen die Aggression der <em>Allianz der Weißkopfseeadler</em>. Der satirische Animationsfilm wirkt regelrecht zynisch in Anbetracht all der bislang schon Geflüchteten, Verletzten und Getöteten sowie der mit dem Krieg massiven ökonomischen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.</p> <p>Er zeigt jedoch die chinesische Perspektive auf die derzeitigen Ereignisse im westlichen Asien, die den moralischen Zeigefinger durch diese Erzählung gegenüber allen Beteiligten dieses Krieges erhebt und ihr Unbehagen damit zum Ausdruck bringt.<strong> </strong></p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5054628" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11229270"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11229270" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4256" height="2392" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/4/6/2/8/shutterstock_696251473-bacca4b48573a659.jpeg" alt="Männer vor einem Hubschrauber" style="aspect-ratio:4256 / 2392"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4256" height="2392" alt="Männer vor einem Hubschrauber" style="aspect-ratio:4256 / 2392;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die iranische Falle: Warum den USA ein zweites Vietnam drohen könnte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5048492" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11217252"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11217252" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/8/4/9/2/muskel-2-ruchi-01-e6faf01edd94e0c6.gif" alt="Arm zeigt Muskeln und hält US-Flagge – vor Globus mit chinesischer ind russischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Arm zeigt Muskeln und hält US-Flagge – vor Globus mit chinesischer ind russischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Krieg des Westens gegen den Iran – ein Puzzle im Weltneuordnungskrieg?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5045897" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11212062"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11212062" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3901" height="2192" 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group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Iran-Krieg: Trump droht Nato mit &quot;sehr schlechter Zukunft&quot;</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p><strong></strong></p> <h3 class="subheading"><strong>Unruhe im Pantheon</strong></h3> <p>Auch wenn die Bildsprache klar darauf hindeutet, wer hier gegen wen kämpft, erlaubt diese Erzählung auch zugleich Kritik anzudeuten, ohne diplomatisch Grenzen offen zu überschreiten: Wer den Falken und den Geier genau symbolisieren, die beratend, teils auch in Aktion auf der Seite der <em>Allianz der Weißkopfseeadler si</em>ch befinden und hier neokonservative Hardliner der USA oder Israel darstellen sollen, bleibt offen.</p> <p>Ob Affen, Schweine, Hunde oder Ziegen sinnbildlich eine spätrömische Dekadenz des Westens aufzeigen sollen und dabei der Westen in Anlehnung an religiöse Schriften direkt adressiert wird, ist ungewiss.</p> <p>Auch ob es sich um den mythischen Phoenix aus der Asche handeln soll, der durch das Tal des Goldes fliegt und eventuell China selbst symbolisieren soll, das vermutlich eine neue Ordnung heraufbeschwören möchte, bleibt ebenfalls fraglich.</p> <p>Einzig allein eine Karawane aus Dachsen, Füchsen, Kamelen und einer Antilope, die durch eine Wüste wandern und sich über den Ausgang dieses Krieges und die &quot;goldene Eintrittskarte&quot; des Adlers austauschen, gibt Grund zur Annahme, dass es sich um Flüchtende aus den Golfstaaten handelt, die zu neuen Ufern aufbrechen und sich vom Petrodollar entfernen wollen (&quot;Der Himmel ist groß&quot;). Die gezielte Unschärfe lässt viel Raum zur Spekulation.</p> <p>Relativ klar ist allerdings die Kritik an der Fehlkalkulation seitens der <em>Allianz der Weißkopfseeadler </em>hinsichtlich der nicht wahrgenommenen Risiken dieses Krieges, die die Welt an den Abgrund drängen. Relativ offensichtlich symbolisiert die dargestellte Brücke die Straße von Hormus.</p> <p>Im Hintergrund ist eine bergige Landschaft erkennbar sowie ein Tal, das von einem smaragdgrünen Fluss durchströmt wird. Zu beiden Seiten ist dieses gesäumt von den jeweiligen Parteien des Konflikts. Eine kurze Konversation zwischen den verfeindeten Lagern führt nur zu gegenseitigen Schuldzuweisungen – und der Drohung der Perserkatzen, dass, wer sich in diesem Konflikt dem Weißkopfseeadler anschließt, ebenfalls angegriffen wird.</p> <h3 class="subheading"><strong>Fließendes Wasser versiegt nie</strong></h3> <p>Die implizite These dieser Erzählung könnte somit sein, dass, wer die Ströme des Flusses kontrolliert, automatisch auch die globale Energie- und Finanzordnung definiert. Damit der Goldfluss wieder fließt bzw. der Handel über die Brücke wieder stattfinden kann, muss sich vieles ändern.</p> <p>Doch um dieses Ziel zu erreichen, sind es am Ende nicht die Kämpfenden des Konflikts, die diesen Konflikt gewinnen, sondern diejenigen, die sich ihm entziehen – dem chinesischen Narrativ zufolge werden diejenigen mittel- und langfristig siegreich sein, die weiter Handel treiben, neue Wege beschreiten und sich anstelle von militärischer Eskalation wirtschaftlich neu orientieren und vernetzen.</p> <p>Die Ressourcen im Tal des Goldes sollen allem Anschein nach nicht mehr mit dem &quot;Goldticket&quot; des Weißkopfseeadlers gehandelt werden, sondern zukünftig nur noch mit dem chinesischen Yuan und als Teil des Zusammenschlusses der <em>BRICS</em>-Staaten.</p> <p>Hier wird keine konkrete Forderung aufgestellt, sondern kryptisch, diplomatisch sehr geschickt, ein Angebot gemacht. Ob es sich aber tatsächlich nur um ein Angebot handelt oder ob die Alternativlosigkeit in Anbetracht der Umstände des Krieges den betroffenen Staaten der Region vor Augen gehalten wird, bleibt wiederum sehr vage.</p> <p>Der Kurzfilm wirkt kafkaesk, teils auch sehr hämisch. Indes lässt das Zitat im Video &quot;Die wahre Kunst des Krieges liegt nicht im Kämpfen, sondern im Aufhören&quot; aus dem jahrhundertealten Strategieklassiker <em>Die Kunst des Krieges</em> von Sunzi vermuten, dass die chinesische Führung kein wirkliches Interesse an einer weiteren eskalierenden militärischen Auseinandersetzung hat.</p> <p>Je nach Übersetzung und Kontext hat der Untertext zum hier diskutierten Video auf der <a href="https://v.cctv.com/2026/03/18/VIDEtQaMUYpK2RrLNAmDkfcU260318.shtml" rel="external noopener" target="_blank">Internetseite des chinesischen Staatsfernsehens</a> (zuletzt abgerufen am: 26.03.2026) eine andere Bedeutung:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Die höchste Kunst der Kampfkunst liegt nicht im Schwert, sondern im Stillstand.&quot;<strong> </strong></p> <p>Die Übersetzung des Schriftzeichens für Stillstand ins Deutsche wird jedoch gemeinhin nicht als defensive, passive Haltung interpretiert, sondern vielmehr braucht es einen eigenen Willen zum Beenden, der hierfür erforderlich ist, und es kann eher mit Zur-Ruhe-Bringen oder Einhalten übersetzt werden. Appelliert wird somit an die Vernunft der verfeindeten Lager.</p> <h3 class="subheading"><strong>Der Anfang vom Ende der Pax Americana?</strong></h3> <p>China stellt sich mit dieser Meta-Erzählung als ruhiger, rationaler und überlegener Gegenpol dar, der sich auch als moralisch überlegen begreift und dem kollektiven Westen mit Bezug auf die alte chinesische Philosophie durch das Sunzi-Zitat den Spiegel vorhält (übrigens ohne als klar erkennbare Figur, wie z. B. als Panda oder Drache, in der Erzählung aufzutreten).</p> <p>Das Sunzi-Zitat wirkt, als sei man aus chinesischer Perspektive strategisch überlegen; doch in Verbindung mit dem weiteren diskutierten Zitat lässt die Erzählung Rückschlüsse auf eine sehr pazifistische Ethik zu, die ein aktives Zugehen aller Parteien erforderlich macht.</p> <p>Dass auch dies eine Inszenierung ist und dass die siegreich dargestellten Protagonisten dieser Heldengeschichte ebenfalls kritikwürdiger sind, als sie hier gemeinhin dargestellt werden, macht das Video jedoch nicht weniger wirksam.</p> <p>Die Klarheit der Bilder, die verkürzte Darstellung, trifft einen Nerv. Bestehende Skepsis gegenüber westlicher Dominanz wird hier klar aufgegriffen und zeigt Alternativen auf. Es wird das Angebot gemacht, einen neuen Weg einzuschlagen, und somit werden zwischen den Zeilen nicht nur die Staaten des Globalen Südens im Allgemeinen, sondern gerade auch die Golfstaaten adressiert, die für den Ausgang dieses Konflikts eine Schlüsselrolle spielen könnten.</p> <p>China baut mit Narrativen wie dem hier beschriebenen seine Rolle als Soft Power weiter aus (siehe dazu Liu Yishan, Literaturangabe unten). Geopolitik und die globale Wirtschaftsordnung werden in einer Animation sehr anschaulich dargestellt, die auf den ersten Blick unterhält, aber auf den zweiten Blick sehr tiefgründig ist – und zeigt dabei ganz nebenbei, wie fähig ihre Künstliche Intelligenz inzwischen auch ist (DeepSeek lässt grüßen).</p> <p>Die <em>Wuxia</em>-Erzählung ist anschlussfähig, gerade, weil sie mit ihrer Heldenreise an koloniale Erfahrungen im Globalen Süden anknüpft. Gleichzeitig ist sie vieldeutig und auch deshalb so überzeugend, weshalb sich letztendlich nicht die Frage stellt, ob man dieser Erzählung zustimmt, sondern warum sie so leicht verständlich ist.</p> <div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12"> <p><strong>Literatur</strong></p><p>Liu Yishan, Diyana Kasimon &amp; Ng Chwee Fang, Exploring the Interplay of Soft Power, Culture, and Cinema on a Global Scale: A Review of Current Research and Future Directions, Int. J. Thin. Film. Sci. Tec. 12</p> </div> <![CDATA[Artemis-II hebt ab: So geht die Mondmission jetzt weiter]]> http://heise.de/-11244685 2026-04-02T12:30:00+02:00 2026-04-02T12:30:00+02:00 Marcel Kunzmann Vier Astronauten sind gestern an Bord der Orion-Kapsel erfolgreich gestartet. Doch heute entscheidet sich, ob die Reise Richtung Mond gelingt. Ein Überblick.</p> <p>Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat am Mittwochabend um 18:35 Uhr Ortszeit ihre Artemis-II-Mission <a href="https://www.space.com/space-exploration/artemis/nasa-just-launched-artemis-2-what-happens-today-could-make-or-break-the-moon-mission" rel="external noopener" target="_blank">gestartet</a>. Vom Startplatz 39B des Kennedy Space Center in Florida hob die SLS-Rakete (Space Launch System) ab und brachte vier Astronauten in der Orion-Kapsel in die Erdumlaufbahn. Es ist der erste bemannte Flug zum Mond seit der Apollo-17-Mission im Jahr 1972.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>An Bord befinden sich die Nasa-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie Jeremy Hansen von der kanadischen Raumfahrtbehörde CSA. Die Crew taufte ihre Kapsel auf den Namen &quot;Integrity&quot;. Die geplante Missionsdauer beträgt rund zehn Tage.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading">Kritischer Moment: Der Einschuss in die Mondtransferbahn</h3> <!-- RSPEAK_STOP --> <figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild"> <a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/0/5/7/2/1/6/artemis2launch-ab5e8affbf374c92.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/7/2/1/6/artemis2launch-ab5e8affbf374c92.jpg"> <a-img alt="Eine Rakete beim Start" height="627" src="/imgs/18/5/0/5/7/2/1/6/artemis2launch-ab5e8affbf374c92.jpg" style="aspect-ratio: 559 / 627;" width="559"> <img alt="Eine Rakete beim Start" height="627" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns=&#39;http://www.w3.org/2000/svg&#39; width=&#39;696px&#39; height=&#39;391px&#39; viewBox=&#39;0 0 696 391&#39;%3E%3Crect x=&#39;0&#39; y=&#39;0&#39; width=&#39;696&#39; height=&#39;391&#39; fill=&#39;%23f2f2f2&#39;%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 559 / 627; object-fit: cover;" width="559"> </a-img> <noscript> <img alt="Eine Rakete beim Start" src="https://heise.cloudimg.io/width/559/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/5/0/5/7/2/1/6/artemis2launch-ab5e8affbf374c92.jpg" > </noscript> </a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text"> <div class="text">Start des Space Launch System am 1. April 2026</div> </span><span class="source akwa-caption__source"> (Bild: <a href="https://www.nasa.gov/news-release/liftoff-nasa-launches-astronauts-on-historic-artemis-moon-mission/" rel="external noopener" target="_blank">Nasa</a>) </span> </figcaption> </figure> <!-- RSPEAK_START --> <p>Rund 49 Minuten nach dem Start hatte die Oberstufe der SLS-Rakete gezündet, um Orion in eine elliptische Erdumlaufbahn zu bringen. Eine zweite Zündung brachte die Kapsel in einen hohen Erdorbit, der sich bis etwa 74.000 Kilometer von der Erde erstreckt. Dort führte die Crew ein manuelles Steuerungsmanöver durch, um die Handhabungseigenschaften von Orion zu testen.</p> <p>Obwohl der Start erfolgreich verlief, steht der entscheidende Moment der Mission noch bevor. Am Abend des 2. April – 25 Stunden und 37 Minuten nach dem Start – soll das in Europa gebaute Servicemodul von Orion ein etwa sechsminütiges Triebwerksmanöver durchführen, die sogenannte Translunar Injection (TLI). Dieser Schub soll das Raumschiff auf eine Flugbahn zum Mond bringen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5056284" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11242837"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11242837" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3560" height="2000" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/6/2/8/4/shutterstock_2229145835-f95e5490e1dd7299.jpeg" alt="Eine Rakete vor der Erde" style="aspect-ratio:3560 / 2000"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3560" height="2000" alt="Eine Rakete vor der Erde" style="aspect-ratio:3560 / 2000;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kein Aprilscherz: Heute fliegen erstmals seit 1972 wieder Menschen zum Mond</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>&quot;Das bringt uns auf Kurs zum Mond. Das ist ein echter Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt&quot;, sagte Norm Knight, Direktor der Flugbetriebsabteilung der Nasa, auf einer Pressekonferenz nach dem Start. Sollte Orion bei den laufenden Systemtests nicht für flugbereit befunden werden, würde die Mission nicht über die Erdumlaufbahn hinauskommen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Lori Glaze, amtierende stellvertretende Administratorin für die Abteilung Explorationssysteme der Nasa, erklärte, dass das Missionsteam am Nachmittag des 2. April zusammentreten werde, um die Testergebnisse zu bewerten und über die Freigabe des TLI-Manövers zu entscheiden. Geprüft werden unter anderem Lebenserhaltungssysteme, Kommunikationsredundanz und der allgemeine Zustand des Raumschiffs.</p> <h3 class="subheading">Mondvorbeiflug und wissenschaftliche Beobachtungen</h3> <p>Nach einem erfolgreichen TLI-Manöver soll Orion eine achterförmige Schleife um den Mond fliegen – eine Flugbahn, die wegen ihrer relativen Einfachheit und Sicherheit gewählt wurde und das Raumschiff in größerer Entfernung zum Erdtrabanten hält als beispielsweise während der ersten Apollo-8-Mondumrundung.</p> <p>Am sechsten Missionstag, dem 6. April, ist ein mehrstündiger Mondvorbeiflug geplant. Die Astronauten werden dabei Teile der Mondrückseite beobachten und fotografieren, die bisher noch kein Mensch mit eigenen Augen gesehen hat.</p> <p>Die Beleuchtungsverhältnisse während des Vorbeiflugs sollen lange Schatten über die Oberfläche werfen, wodurch Geländestrukturen wie Kraterränder, Bergrücken und Hänge besser sichtbar werden als bei voller Beleuchtung. Neben den Oberflächenbeobachtungen sind wissenschaftliche Untersuchungen zur menschlichen Gesundheit im Weltraum geplant, darunter das Experiment Avatar.</p> <h3 class="subheading">Testmission als Fundament für die Zukunft</h3> <p>Nasa-Administrator Jared Isaacman ordnete den Start in einen größeren Zusammenhang ein: &quot;Artemis II markiert unsere Rückkehr zum Mond – nicht nur um ihn zu besuchen, sondern um letztlich dort zu bleiben und die Grundlage für die nächsten großen Schritte zu legen.&quot;</p> <p>Der stellvertretende Nasa-Administrator Amit Kshatriya betonte den Testcharakter der Mission: &quot;In den nächsten zehn Tagen werden Reid, Victor, Christina und Jeremy Orion auf Herz und Nieren prüfen, damit die Crews, die nach ihnen kommen, mit Zuversicht auf der Mondoberfläche landen können.&quot;</p> <h3 class="subheading">Weg zur Mondbasis und zum Mars</h3> <p>Artemis II ist Teil eines langfristig angelegten Programms. Die Nasa plant, 2027 mit Artemis III erstmals Andockmanöver mit Mondlandefähren in der Erdumlaufbahn zu üben.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4532939" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9610621"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-9610621" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1792" height="1007" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/3/2/9/3/9/militaerisches-wettruesten-weltraum-mond-73b77d1af180f019.png" alt="Militärisches Wettrüsten im Weltraum und auf dem Mond mit bewaffneten Satelliten und Raumschiffen" style="aspect-ratio:1792 / 1007"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1792" height="1007" alt="Militärisches Wettrüsten im Weltraum und auf dem Mond mit bewaffneten Satelliten und Raumschiffen" style="aspect-ratio:1792 / 1007;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wettlauf um den Mond: Geopolitik im All</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4986346" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11095490"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11095490" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2735" height="1536" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/6/3/4/6/EsaMoon3dillustration-20511a430707515e.png" alt="ESA-Astronauten auf dem Mond, Erde im Hintergrund" style="aspect-ratio:2735 / 1536"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2735" height="1536" alt="ESA-Astronauten auf dem Mond, Erde im Hintergrund" style="aspect-ratio:2735 / 1536;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gerst oder Maurer? ESA will deutschen Astronauten zum Mond schicken</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Für 2028 ist mit Artemis IV die erste bemannte Mondlandung seit den Apollo-Missionen vorgesehen. In den Jahren danach soll eine permanente Basis in der Nähe des lunaren Südpols entstehen, die auch als Sprungbrett für künftige Marsmissionen dienen soll.</p> <h3 class="subheading">Deutsche Technik an Bord</h3> <p>Die Technik der Mission ist nicht nur US-amerikanisch: Nach der Trennung von Orion setzte die Oberstufe der Rakete vier kleine Satelliten – sogenannte CubeSats – aus.</p> <p>Diese stammen von der argentinischen Raumfahrtbehörde CONAE, der koreanischen Raumfahrtagentur KASA, der saudischen Weltraumbehörde sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Sie sollen wissenschaftliche Untersuchungen und Technologiedemonstrationen durchführen. </p> <p>Bei Jena Optronik im thüringischen Jena wurde der Sternsensor entwickelt, eine hochauflösende Kamera, die dem Raumschiff die Navigation ermöglicht.</p> <p>Der wichtigste außeramerikanische Beitrag ist jedoch das bei Airbus in Bremen entwickelte und maßgeblich dort gefertigte <a href="https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/weltraumforschung/internationale-raumstion/esm" rel="external noopener" target="_blank">Europäische Servicemodul</a> (ESM), dem heute der entscheidende Test bevorsteht. Es beinhaltet die Lebenserhaltungs- und Antriebstechnik von Orion. Eine Moderatorin des Nasa-Livestreams betonte nach dem Absingen der Nationalhymne: &quot;Ohne unsere internationalen Partner wäre diese Mission nicht möglich gewesen&quot;.</p> <![CDATA[Solaranlage aufs Dach? Jetzt drohen neue Anschlusskosten]]> http://heise.de/-11176637 2026-04-02T12:25:00+02:00 2026-04-02T12:25:00+02:00 Matthias Lindner Wer eine Photovoltaik-Anlage plant, sollte sich beeilen: Eine neue Regelung könnte den Netzanschluss deutlich verteuern.</p> <p>Eigenheimbesitzer, die gerade über eine <a href="http://www.heise.de/article/Photovoltaik-Wer-2026-installiert-sichert-sich-noch-ueber-8-000-Euro-11173194.html">neue Solaranlage</a> nachdenken, sollten aufpassen. Ein Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums könnte die Bedingungen für Solaranlagen auf dem eigenen Dach ändern.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Im Zentrum steht ein neues Instrument: der Baukostenzuschuss beim Netzanschluss.</p> <p>Das Dokument sieht vor: Netzbetreiber können künftig beim Anschluss neuer Anlagen Baukostenzuschüsse erheben, <a href="https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_101128990/">berichtet</a> <em>t-online.de</em>. Wer also eine Solaranlage betreiben möchte, könnte an den Kosten für den Anschluss beteiligt werden. Das soll wiederum die Netzbetreiber in die Lage versetzen, stärker in die Stromnetze zu investieren.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Das Problem für Hausbesitzer: Der Entwurf lässt offen, ob auch kleine private Solaranlagen betroffen sind. Bislang werden sie nicht explizit ausgenommen.</p> <h3 class="subheading"><strong>Zusatzkosten von rund 1.000 Euro für typische Dachanlagen möglich</strong></h3> <p>Die möglichen Kosten sind laut <em>t-online.de</em> beachtlich. Für eine durchschnittliche <a href="http://www.heise.de/article/PV-Anlage-anmelden-Dieser-Fehler-kostet-Hunderte-Euro-jaehrlich-11122954.html">Dach-Photovoltaikanlage</a> mit zehn Kilowatt Leistung werden etwa 1.000 Euro zusätzlich genannt.</p> <p>Bei größeren Anlagen mit 15 Kilowatt fallen die Beträge regional unterschiedlich aus. Berechnungen zeigen Werte von 426 Euro in Flensburg. In Regensburg sind es 940 Euro. In Leipzig sogar 1.157 Euro.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Diese Unterschiede sind kein Zufall. In Deutschland gibt es rund 850 Verteilnetzbetreiber. Jeder könnte eigene Zuschüsse festlegen. Für Hausbesitzer bedeutet das: Die konkreten Kosten lassen sich vorher kaum berechnen.</p> <p>Besonders umstritten ist ein Detail des Entwurfs: Der Baukostenzuschuss soll auch dann erhoben werden, wenn das Stromnetz gar nicht verstärkt werden muss. Auch wenn der Anschluss bereits existiert und den Strom problemlos aufnehmen kann, müssten Anlagenbetreiber zahlen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5026077" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11173194"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11173194" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5460" height="3068" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/6/0/7/7/shutterstock_2650314757-dc21c6398fef956e.jpeg" alt="Arbeiter bauen Sonnenkollektorsystem auf dem Dach des Hauses." style="aspect-ratio:5460 / 3068"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5460" height="3068" alt="Arbeiter bauen Sonnenkollektorsystem auf dem Dach des Hauses." style="aspect-ratio:5460 / 3068;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Photovoltaik: Wer 2026 installiert, sichert sich noch über 8.000 Euro</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5000426" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11122954"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11122954" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6182" height="3474" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/0/4/2/6/shutterstock_2670534935-9d785f731a65d9a8.jpeg" alt="Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses" style="aspect-ratio:6182 / 3474"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6182" height="3474" alt="Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses" style="aspect-ratio:6182 / 3474;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">PV-Anlage anmelden: Dieser Fehler kostet Hunderte Euro jährlich</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4950135" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10711882"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10711882" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4664" height="2621" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/0/1/3/5/shutterstock_2309846241-f5a36545612e6554.jpeg" alt="Modernes Wohngebäude mit Sonnenkollektoren auf dem Dach." style="aspect-ratio:4664 / 2621"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4664" height="2621" alt="Modernes Wohngebäude mit Sonnenkollektoren auf dem Dach." style="aspect-ratio:4664 / 2621;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mieterstrom: Plötzlich günstiger Strom direkt vom Dach</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Warum die Stromnetze unter Druck geraten</strong></h3> <p>Die geplanten Änderungen haben einen Grund. Die <a href="http://www.heise.de/article/Netzausbau-Blockade-treibt-Strompreise-nach-oben-10284548.html">Verteilnetze</a> stehen in vielen Regionen unter Druck. Netzbetreiber kommen mit der Flut an Anschlussanfragen nicht mehr hinterher, <a href="https://www.gruene-bundestag.de/unsere-politik/fachtexte/stromnetze-und-erneuerbare-ausbauen-nicht-kaputtregulieren/">heißt es bei</a> den Grünen.</p> <p>Dabei geht es nicht nur um <a href="http://www.heise.de/article/Gute-Nachricht-Eine-rasante-globale-Energiewende-ist-moeglich-9565897.html">erneuerbare Energien</a>. Auch <a href="http://www.heise.de/article/Wieviel-Strom-frisst-die-Digitalisierung-9730356.html">Rechenzentren</a>, Industrieanlagen und <a href="http://www.heise.de/article/Batteriespeicher-Ueber-100-Gigawatt-warten-auf-Netzanschluss-11133932.html">große Batteriespeicher</a> wollen ans Netz.</p> <p>Viele Photovoltaik-Anlagen speisen ihren Strom auf der Niederspannungsebene ein. Genau dort werden die <a href="https://www.telepolis.de/article/Verteilnetze-am-Limit-Warum-hier-die-Energiewende-entschieden-wird-10481804.html">Netze am stärksten belastet</a>. Hinzu kommen immer mehr <a href="http://www.heise.de/article/Waermepumpe-knackt-die-270-Grad-Marke-mit-Schallwellen-statt-Kompressor-11122849.html">Wärmepumpen</a> und <a href="http://www.heise.de/article/Elektroauto-Foerderung-Bis-zu-5-000-Euro-fuer-Familien-wer-profitiert-11097018.html">Elektroautos</a>.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5006025" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11133932"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11133932" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/6/0/2/5/Batterie_Sanduhr-86a514e3d6f2de0e.jpeg" alt="Batterie in Sanduhr" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Batterie in Sanduhr" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Batteriespeicher: Über 100 Gigawatt warten auf Netzanschluss</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4808784" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10296638"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10296638" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/0/8/7/8/4/Smart-Meter_1-7aa20d9362187d8d.png" alt="Männchen in Deutschland-Farben schiebt Smart-Meter an" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Männchen in Deutschland-Farben schiebt Smart-Meter an" style="aspect-ratio:1280 / 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data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10257530"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10257530" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/8/8/0/1/3/kwmoss-2f0e704e6605a652.jpeg" alt="Gaskraftwerk Moss Landing und Logo einer brennenden Batterie" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" 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<p>In bestimmten Netzgebieten muss erneuerbare Erzeugung <a href="https://sciencemediacenter.de/angebote/netzpaket-soll-anschlussbedingungen-fuer-erneuerbare-energien-aendern-26034">wiederholt abgeregelt werden</a>. Der Grund: Die Leitungen können die Leistung nicht abtransportieren.</p> <p>Das alles zusammengenommen zwingt die Netzbetreiber dazu, die Netze flexibler zu gestalten – und das kostet und könnte so manchen kommunalen Netzbetreiber finanziell überfordern.</p> <h3 class="subheading"><strong>Mehr als nur Anschlusskosten: Das Netzpaket im Überblick</strong></h3> <p>Der Baukostenzuschuss ist nur ein Baustein des geplanten Netzpakets. Weitere Regelungen könnten die Bedingungen ebenfalls verändern:</p> <p>Der sogenannte Redispatchvorbehalt erlaubt es Netzbetreibern, bestimmte Netzgebiete als &quot;kapazitätslimitiert&quot; auszuweisen. Für neue <a href="http://www.heise.de/article/Mieterstrom-Ploetzlich-guenstiger-Strom-direkt-vom-Dach-10711882.html">Wind- und Solaranlagen</a> in diesen Gebieten würde bei künftigen Abregelungen keine Entschädigung mehr gezahlt.</p> <p>Netzbetreiber bekommen neue Instrumente zur Priorisierung von Anschlussbegehren. <a href="https://www.presseportal.de/pm/115684/6214896">Kritiker befürchten</a>: Kleinere Akteure könnten dadurch benachteiligt werden.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4773654" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10229987"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10229987" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/7/3/6/5/4/drehstrom-ac-dc2-bbb5fc3d6f8fa606.jpeg" alt="Drehstromstecker vor Zeichen für Wechsel- und Gleichstrom" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" 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data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3634031" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7322809"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-7322809" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/6/3/4/0/3/1/master_jehhle-58d3c92ba94b39fa.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img 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flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4515558" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9577502"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-9577502" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/1/5/5/5/8/europaeischer-strommarkt-liberalisierung-strommasten-leitungen-0ba8378a38c042e9.jpeg" alt="Strommasten und 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group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Unsichtbare Hand des Strommarktes: Merit-Order im Detail erklärt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Nicht alles am Netzpaket ist umstritten. Die verpflichtende <a href="http://www.heise.de/article/Smart-Meter-Rollout-Deutschland-wagt-den-Neustart-10296638.html">Digitalisierung der Netzanschlussverfahren</a> bis zum 1. Januar 2028 wird begrüßt.</p> <h3 class="subheading"><strong>Bremse oder notwendige Steuerung? Die Bewertungen gehen auseinander</strong></h3> <p>Die Opposition im Bundestag sieht mit dem Vorhaben die Energiewende gefährdet. So befürchten etwa die Grünen: Der Anschluss- und Einspeisevorrang für erneuerbare Energien wird faktisch ausgehöhlt.</p> <p>Die wissenschaftliche Einschätzung fällt differenzierter aus. So betont etwa Anke Weidlich, Professorin für Technologien der Energieverteilung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, gegenüber dem Science Media Center:</p> <p>&quot;Lokal differenzierte Baukostenzuschüsse sind ein transparentes und gut planbares Instrument für die Lenkung des Ausbaus der erneuerbaren Energien (EE).&quot;</p> <p>Entscheidend sei: Netzbetreiber müssen weiterhin zum Ausbau in knappen Regionen angehalten werden.</p> <h3 class="subheading"><strong>Was Eigenheimbesitzer jetzt wissen sollten</strong></h3> <p>Wer gerade Angebote für eine Solaranlage vergleicht, sollte die möglichen Zusatzkosten bedenken. Der Entwurf lässt offen, ob kleine Dachanlagen vom Baukostenzuschuss betroffen sind.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4786867" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10255354"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10255354" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/8/6/8/6/7/euro-heizung-co2-2b-5a8f059b53f8c028.jpeg" alt="CO2 mit Eurozeichen geschrieben und Heizkörper aus Eurozeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="CO2 mit Eurozeichen geschrieben und Heizkörper aus Eurozeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">CO2-Preise: Wieso Immobilien in Deutschland an Wert verlieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4942572" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10665796"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10665796" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2048" height="1151" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/2/5/7/2/JungerMannundEnergieberaterin-DaemmungFassade-FotoZukunftAltbau-1-2048x1365-9309b1d0f736726c.jpeg" alt="Junger Mann spricht mit Energieberaterin über das Dämmen des Hauses." style="aspect-ratio:2048 / 1151"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2048" height="1151" alt="Junger Mann spricht mit Energieberaterin über das Dämmen des Hauses." style="aspect-ratio:2048 / 1151;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dämmen: Die klügste Investition für Eigenheimbesitzer</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4794435" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10269240"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10269240" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4603" height="2586" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/9/4/4/3/5/shutterstock_2426348435-afcc232ab68bca2b.jpeg" alt="Ausbau von Wind- und Solarenergie könnte bis 2030 die Strompreise in Europa und Deutschland deutlich sinken lassen." style="aspect-ratio:4603 / 2586"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4603" height="2586" alt="Ausbau von Wind- und Solarenergie könnte bis 2030 die Strompreise in Europa und Deutschland deutlich sinken lassen." style="aspect-ratio:4603 / 2586;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Energiewende könnte Strompreise um 45 Prozent senken</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Ein Zeitfaktor spielt eine Rolle: Wer jetzt kauft, profitiert noch von den bisherigen Regeln. Das bedeutet: <a href="http://www.heise.de/article/Strompreis-Entlastungen-fuer-Verbraucher-bleiben-Wunschdenken-10667488.html">Einspeisevergütung</a> und kein Baukostenzuschuss.</p> <p><em>Der Artikel erschien auf Telepolis erstmals am 14. Februar 2026.</em></p> <![CDATA[Trumps Rede zur Lage im Iran-Krieg: Alle Fragen offen]]> http://heise.de/-11244407 2026-04-02T10:45:00+02:00 2026-04-02T10:45:00+02:00 Marcel Kunzmann Trumps Rede zum Iran-Krieg brachte kaum Neues. Analysten sehen keinen Plan – und kurz nach der Ansprache flogen erneut Raketen.</p> <p>US-Präsident Donald Trump hat sich am Mittwochabend in einer <a href="https://eu.usatoday.com/story/news/politics/2026/04/02/donald-trump-iran-war-speech-full-transcript/89430245007/" rel="external noopener" target="_blank">Fernsehansprache</a> aus dem Weißen Haus zum laufenden Krieg gegen den Iran geäußert.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Von manchen Beobachtern war eine überraschende Ankündigung erwartet worden – tatsächlich lieferte die Rede jedoch wenig Neues: Trump fasste im Wesentlichen Aussagen zusammen, die er in den vergangenen Wochen bereits über soziale Medien und Interviews verbreitet hatte. Das strategische Dilemma der USA wird damit erneut deutlich.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading">Bekannte Argumente in neuem Rahmen</h3> <p>In seiner Ansprache betonte Trump, die USA stünden kurz davor, &quot;alle militärischen Ziele&quot; gegen den Iran zu erreichen. Er kündigte an, das Land in den kommenden zwei bis drei Wochen &quot;extrem hart&quot; zu treffen, und erklärte, die iranische Marine sei &quot;vollständig zerstört&quot;, die Luftwaffe und das Raketenprogramm massiv geschwächt. &quot;Wir haben alle Karten. Sie haben keine&quot;, sagte Trump.</p> <p>Gleichzeitig behauptete der Präsident, der Iran habe &quot;direkt an der Schwelle&quot; zum Bau einer Atomwaffe gestanden, und die USA hätten die Nuklearanlagen des Landes &quot;ausgelöscht&quot;.</p> <p>Diese Darstellung steht allerdings im <a href="https://time.com/article/2026/03/30/trump-tulsi-gabbard-differ-on-iran-war-nuclear-capabilities/" rel="external noopener" target="_blank">Widerspruch</a> zu Aussagen seiner eigenen Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard, die vor dem Kongress erklärt hatte, der Iran baue keine Atomwaffe. Auch der Iran selbst hat den Besitz von Nuklearwaffen stets bestritten.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5045782" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11211858"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11211858" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/5/7/8/2/uran-iran-01-e6cf294991a9dcc6.gif" alt="Periodensystem-Symbol für Uran 235 mit verschiedenen Gelbflächen-Anteilen und iranische Atombombe " style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Periodensystem-Symbol für Uran 235 mit verschiedenen Gelbflächen-Anteilen und iranische Atombombe " style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Irans nukleare Schwelle: Wie nah ist Teheran tatsächlich an der Bombe?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Sina Azodi, Assistenzprofessor für Nahostpolitik an der George Washington University, <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/4/2/trumps-primetime-speech-on-iran-war-key-takeaways" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> gegenüber dem katarischen Nachrichtensender <em>Al Jazeera</em>: &quot;Ich glaube nicht, dass die Rede irgendeinen Zweck hatte. Es war wirklich eine Wiederholung von allem, was er in der Vergangenheit gesagt hat.&quot;</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Trita Parsi, Vizepräsident des Quincy Institute, pflichtete bei: &quot;Es war im Grunde eine Zusammenfassung aller Tweets der letzten 30 Tage, fast in chronologischer Reihenfolge.&quot; Gerade weil die Rede nichts Neues enthalten habe, offenbare sie, dass Trump &quot;keinen Plan&quot; habe.</p> <h3 class="subheading">Offene Fragen und Widersprüche</h3> <p>Mehrere zentrale Punkte blieben in der Ansprache unbeantwortet. So erwähnte Trump nicht einmal laufende Verhandlungen mit dem Iran – obwohl er noch weniger als 24 Stunden zuvor auf sozialen Medien behauptet hatte, &quot;Irans neuer Regimepräsident&quot; habe um einen Waffenstillstand gebeten. Teheran wies dies als &quot;falsch und haltlos&quot; zurück. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian ist zudem seit 2024 im Amt und keineswegs neu.</p> <p>Auch zur Rolle Israels, zur Frage der Bergung von angereichertem Uran aus zerstörten Anlagen und zu einem möglichen NATO-Austritt der USA – den Trump am selben Tag in einem <em>Reuters</em>-Interview als ernsthaft erwogen bezeichnete – schwieg der Präsident in seiner Rede.</p> <p>Ein <em>BBC</em>-Korrespondent <a href="https://www.bbc.com/news/live/c36r5p1l7w3t" rel="external noopener" target="_blank">fasste zusammen</a>: &quot;Nach zwanzig Minuten einer nationalen Ansprache wissen wir wirklich nicht mehr als vorher darüber, wie ein Sieg in diesem Krieg aussehen soll.&quot;</p> <h3 class="subheading">Wirtschaftliche Folgen und die Straße von Hormus</h3> <p>Trump räumte ein, dass die Benzinpreise in den USA gestiegen seien – diese überschritten diese Woche erstmals seit 2022 die Marke von vier Dollar pro Gallone. Er machte dafür jedoch ausschließlich den Iran verantwortlich, der seit Kriegsbeginn die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Ölhandel, blockiert.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5043139" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11206657"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11206657" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8000" height="4495" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/3/1/3/9/shutterstock_2638252731-9c7c86367d778322.jpeg" alt="Öltanker, der in der Straße von Hormus feststeckt." style="aspect-ratio:8000 / 4495"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8000" height="4495" alt="Öltanker, der in der Straße von Hormus feststeckt." style="aspect-ratio:8000 / 4495;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Straße von Hormus: Alle stecken fest – nur iranisches Öl fließt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5055721" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11241720"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11241720" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5277" height="2965" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/5/7/2/1/shutterstock_524051305-9f66315a9d00d039.jpeg" alt="Eine Erdölförderanlage in verschneiter Landschaft" style="aspect-ratio:5277 / 2965"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5277" height="2965" alt="Eine Erdölförderanlage in verschneiter Landschaft" style="aspect-ratio:5277 / 2965;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Russlands Ölsektor: Zwischen Drohnenangriffen und Rekordpreisen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Anstatt eine US-geführte Lösung anzubieten, forderte Trump Länder, die auf Öl aus der Golfregion angewiesen sind, auf, die Meerenge selbst zu sichern: &quot;Baut etwas verspäteten Mut auf. Geht zur Meerenge und nehmt sie euch einfach.&quot; Unmittelbar nach der Rede stieg der Preis für Brent-Rohöl um 4,9 Prozent auf 106,16 Dollar pro Barrel.</p> <h3 class="subheading">Drohungen gegen zivile Infrastruktur</h3> <p>Besonders brisant war Trumps erneute Drohung, im Falle eines ausbleibenden Abkommens sämtliche iranischen Kraftwerke anzugreifen – &quot;sehr hart und wahrscheinlich gleichzeitig&quot;.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5048559" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11217384"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11217384" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3991" height="2242" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/8/5/5/9/shutterstock_2706472553-c44730025db2c26d.jpeg" alt="Eine Flamme an einem Energieturm" style="aspect-ratio:3991 / 2242"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3991" height="2242" alt="Eine Flamme an einem Energieturm" style="aspect-ratio:3991 / 2242;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Brennende Gasfelder: Der Irankrieg hat die Energieversorgung ins Mark getroffen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Das gezielte Bombardieren ziviler Infrastruktur ist nach internationalem Recht verboten. Der Iran hat seinerseits gewarnt, in einem solchen Fall Energie- und Strominfrastruktur in der gesamten Region anzugreifen.</p> <h3 class="subheading">Reaktionen aus Politik und Iran</h3> <p>Demokratische Senatoren kritisierten die Rede scharf. Senator Chris Murphy erklärte: &quot;Niemand in Amerika weiß nach dieser Rede, ob wir eskalieren oder deeskalieren.&quot; Senator Mark Warner forderte mehr Antworten über einen Konflikt, der die Preise für Benzin und andere Güter in die Höhe treibe, &quot;mit Folgen, die noch lange durch die Wirtschaft hallen werden&quot;.</p> <p>Auf republikanischer Seite fielen die Reaktionen gemischt aus. Senator Ted Cruz unterstützte Trump, während die ehemalige Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene erklärte, sie habe in der Rede nur &quot;Krieg&quot; gehört und &quot;nichts&quot;, was die Lebenshaltungskosten senke.</p> <p>Laut einer <a href="https://yougov.com/en-us/articles/54454-most-americans-oppose-sending-ground-troops-to-iran-march-27-30-2026-economist-yougov-poll" rel="external noopener" target="_blank">aktuellen YouGov-Umfrage</a> unterstützen nur noch 28 Prozent der Befragten den Krieg; selbst unter Republikanern sank die Zustimmung von 76 Prozent Anfang März auf 61 Prozent.</p> <p>Irans Präsident Pezeshkian wandte sich vor Trumps Rede in einem auf Englisch verfassten Brief direkt an die US-amerikanische Bevölkerung: &quot;Welchen Interessen des amerikanischen Volkes dient dieser Krieg wirklich?&quot; Er legte nahe, die USA seien auf Drängen Israels in den Krieg eingetreten, und fragte: &quot;Steht &#39;America First&#39; heute wirklich unter den Prioritäten der US-Regierung?&quot;</p> <h3 class="subheading">Lage vor Ort bleibt angespannt</h3> <p>Während Trump von einem weitgehend gewonnenen Krieg sprach, setzten sich die Kampfhandlungen unvermindert fort. Kurz nach Ende seiner Rede feuerte der Iran erneut Raketen auf Israel ab. Bahrain rief seine Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. Katar meldete, eine iranische Marschflugrakete habe ein Flüssiggas-Schiff von QatarEnergy getroffen; zwei weitere Raketen seien abgefangen worden.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5056357" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11242983"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11242983" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3872" height="2176" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/6/3/5/7/shutterstock_1656694543-9045ce0bc987e72c.jpeg" alt="US und deutsche Fahne in Militärbasis" style="aspect-ratio:3872 / 2176"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3872" height="2176" alt="US und deutsche Fahne in Militärbasis" style="aspect-ratio:3872 / 2176;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ramstein: Deutschlands stille Kriegsbeteiligung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5054724" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11229456"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11229456" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3500" height="1967" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/4/7/2/4/shutterstock_1321462394-12e9426333df5a0e.jpeg" alt="Ein Banker vor einem Börsencomputer" style="aspect-ratio:3500 / 1967"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3500" height="1967" alt="Ein Banker vor einem Börsencomputer" style="aspect-ratio:3500 / 1967;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Finanzmärkte unter Druck: Iran-Krieg sorgt für Börsen-Turbulenzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Laut dem Internationalen Roten Kreuz wurden seit Kriegsbeginn am 28. Februar mindestens 1.900 Menschen im Iran getötet und 20.000 verletzt, wobei genaue Zahlen schwer zu verifizieren sind. Im Libanon starben nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums mehr als 1.300 Menschen, überwiegend Zivilisten. In Israel kamen 19 Menschen ums Leben, 515 wurden verletzt. Mindestens 13 US-Soldaten fielen, Hunderte weitere wurden verwundet.</p> <p>Jamal Abdi, Präsident des National Iranian American Council, wies Trumps Behauptung eines Regimewechsels im Iran zurück. Zwar seien bei US-israelischen Angriffen der Oberste Führer Ali Khamenei und mehrere hochrangige Funktionäre getötet worden. Khamenei wurde durch seinen Sohn Mojtaba ersetzt, und die Revolutionsgarden kündigten an, den Kampf fortzusetzen. &quot;Trump hat das Regime nicht verändert; wenn überhaupt, hat er es auf seinen härtesten Kern geschliffen&quot;, sagte Abdi gegenüber Al Jazeera.</p> <p>Nach <a href="https://www.middleeastmonitor.com/20260401-us-says-over-12300-targets-hit-in-iran-as-military-operation-continues/" rel="external noopener" target="_blank">Angaben</a> des US Central Command haben amerikanische Streitkräfte seit Kriegsbeginn mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen. Tausende US-Soldaten sind weiterhin in der Region stationiert und halten die Option einer Bodenoffensive offen – während die Frage, wie ein Ende des Konflikts aussehen soll, nach Trumps Rede unklarer denn je erscheint.</p> <p>Oder wie es Brecht einst im &quot;Guten Mensch von Sezuan&quot; formulierte: &quot;Wir stehen selbst enttäuscht und sehen betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.&quot;</p> <![CDATA[Dämmen: Die klügste Investition für Eigenheimbesitzer]]> http://heise.de/-10665796 2026-04-02T08:57:00+02:00 2026-04-02T08:57:00+02:00 Matthias Lindner Wer jetzt dämmt, kann bis zu 80 Prozent Heizkosten sparen – und entgeht dabei drohenden Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro.</p> <p>Ein gut gedämmtes Haus ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sondern bringt auch handfeste Vorteile für Eigentümer und Bewohner mit sich.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Mit einer lückenlosen Wärmedämmung lassen sich bis zu 80 Prozent des Heizenergiebedarfs einsparen, wie <a href="https://www.zukunftaltbau.de/eigentuemer/" rel="external noopener" target="_blank">Zukunft Altbau</a>, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm, betont.</p> <p>Gleichzeitig sorgt eine Dämmung für angenehmere Temperaturen in den eigenen vier Wänden: Im Winter bleibt die Wärme drinnen, im Sommer die Hitze draußen. Und nicht zuletzt steigert eine energetische Sanierung auch den Wert der Immobilie.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Doch wo fängt man mit dem Dämmen am besten an? Welche Materialien eignen sich für welche Bauteile? Und welche gesetzlichen Vorgaben gilt es zu beachten? Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Fragen rund um das Thema Hausdämmung.</p> <h3 class="subheading">Darum lohnt sich eine Dämmung</h3> <p>Eine Dämmung bringt gleich mehrere Vorteile mit sich:</p> <ul class="rte__list rte__list--unordered"><li><strong>Bis zu 80 Prozent Heizenergie-Ersparnis durch eine lückenlose Dämmung:</strong> Wer sein Haus rundum dämmt, kann seinen Energieverbrauch und damit auch seine <a href="http://www.heise.de/article/CO2-Preis-macht-Heizen-41-Prozent-teurer-10306997.html">Heizkosten</a> drastisch senken. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.</li><li><strong>Komfortgewinn durch angenehme Temperaturen:</strong> Eine Dämmung sorgt dafür, dass es im Winter behaglich warm bleibt und im Sommer angenehm kühl. Zugluft und kalte Wände gehören der Vergangenheit an.</li><li><strong>Wertsteigerung der Immobilie durch energetische Sanierung:</strong> Ein niedriger Energieverbrauch ist ein wichtiges Verkaufsargument und kann den Wert einer Immobilie um mehrere Prozent steigern. Auch die Vermietbarkeit verbessert sich.</li><li><strong>Klimaschutz durch massive CO₂-Einsparung:</strong> Wer Energie spart, vermeidet auch klimaschädliche Treibhausgase. Eine Dämmung ist somit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.</li></ul> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Die wichtigsten Bauteile für die Dämmung</h3> <p>Eine schlechte Dämmung von Fassade, Dach, oberster Geschossdecke und Keller sowie alte Fenster führen zu erheblichen Wärmeverlusten im Haus. Mit einer passenden Dämmung lassen sich diese deutlich reduzieren:</p> <ul class="rte__list rte__list--unordered"><li><strong>Dach/oberste Geschossdecke:</strong> Bis zu 30 Prozent der Heizwärme gehen in den kalten Monaten über ein schlecht gedämmtes Dach verloren. Abhilfe schafft eine Dämmung, entweder als Aufsparren-, Zwischensparren- oder Untersparrendämmung. Ist der Dachboden nicht bewohnt, reicht auch eine Dämmung der obersten Geschossdecke. Diese ist nach dem <a href="http://www.heise.de/article/Heizungsgesetz-Was-die-Reform-fuer-Hauseigentuemer-bedeutet-11189591.html">Gebäudeenergiegesetz (GEG)</a> sogar Pflicht, wenn der Mindestwärmeschutz nicht erfüllt ist.</li><li><strong>Fassade:</strong> Eine Fassadendämmung lohnt sich besonders, wenn ohnehin ein neuer Anstrich oder größere Ausbesserungen (mehr als 10 Prozent der Fläche) anstehen. Dann greift nämlich die Sanierungspflicht. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) darf nach einer Sanierung nicht über 0,24 W/m²K liegen. Ab einem U-Wert von 0,20 gibt es zusätzliche Förderungen. Wichtig: Fenster und Fassade immer zusammen planen, um Wärmebrücken zu vermeiden.</li><li><strong>Kellerdecke:</strong> Eine nachträgliche Dämmung der Kellerdecke spart bis zu 10 Prozent Heizkosten und sorgt für angenehm warme Füße im Erdgeschoss. Oft lässt sich diese Maßnahme auch in Eigenregie umsetzen, indem man Dämmplatten verklebt oder verdübelt. Mindestens 12 cm Dämmung sind empfehlenswert.</li><li><strong>Fenster:</strong> Beim Fenstertausch sollte man immer auch an die Fassadendämmung denken. Idealerweise werden die neuen Fenster direkt in die Dämmebene eingebaut. Ganz wichtig: Bei neuer Verglasung auch ein Lüftungskonzept nachrüsten, um <a href="http://www.heise.de/article/Schimmelbildung-vermeiden-Tipps-fuer-ein-gesundes-Raumklima-10655494.html">Schimmelbildung zu vermeiden</a>.</li></ul> <h3 class="subheading">Dämmstoffe im Vergleich</h3> <p>Für die Dämmung stehen verschiedene Materialien zur Auswahl, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:</p> <ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>Fossil (Polystyrol, PU-Hartschaum): Diese Dämmstoffe sind vergleichsweise günstig und haben sehr gute Dämmeigenschaften. Allerdings basieren sie auf endlichen Rohstoffen und sind weniger ökologisch.</li><li>Mineralisch (Steinwolle, Glaswolle): Mineralische Dämmstoffe punkten hauptsächlich beim Brandschutz. Preislich liegen sie im Mittelfeld.</li><li>Nachwachsend (Holzfaser, Zellulose): Diese Materialien sind besonders ökologisch und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Allerdings sind sie teurer und erfordern eine größere Dämmschichtdicke.</li></ul> <p>Letztlich erfüllen aber alle gängigen Dämmstoffe ihren Zweck und sparen über die Lebensdauer mehr Energie ein, als für ihre Herstellung benötigt wurde. Die Wahl hängt von den individuellen Anforderungen und dem Budget ab.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5034393" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11189591"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11189591" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5454" height="3065" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/4/3/9/3/shutterstock_2658996853-eb688f6375eedd5d.jpeg" alt="Haus mit Solarzellen auf dem Dach und Wärmepumpen vor dem Haus." style="aspect-ratio:5454 / 3065"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5454" height="3065" alt="Haus mit Solarzellen auf dem Dach und Wärmepumpen vor dem Haus." style="aspect-ratio:5454 / 3065;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Heizungsgesetz: Was die Reform für Hauseigentümer bedeutet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4786867" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10255354"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10255354" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/8/6/8/6/7/euro-heizung-co2-2b-5a8f059b53f8c028.jpeg" alt="CO2 mit Eurozeichen geschrieben und Heizkörper aus Eurozeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="CO2 mit Eurozeichen geschrieben und Heizkörper aus Eurozeichen" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">CO2-Preise: Wieso Immobilien in Deutschland an Wert verlieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5035878" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11192429"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11192429" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/5/8/7/8/gaspeicherneu-1kugel-bio-fossil2-0ef8c6f9619a39a6.jpeg" alt="Zwei Gastanks: Roter mit Bohrturmaufdruck, türkiser mit Mais und Windradaufdruck" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zwei Gastanks: Roter mit Bohrturmaufdruck, türkiser mit Mais und Windradaufdruck" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die große Grüngas-Illusion: Wie Lobbyisten die Energiewende sabotieren</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Sanierungspflichten nach Gebäudeenergiegesetz (GEG)</h3> <p>Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht bei einer energetischen Sanierung <a href="https://www.schwaebisch-hall.de/landeseiten/a-b/sanierungspflicht.html" rel="external noopener" target="_blank">verschiedene Pflichtmaßnahmen vor</a>, um den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken.</p> <p>Besonders relevant ist die Sanierungspflicht bei einem Eigentümerwechsel: Hier muss die erworbene Immobilie innerhalb von zwei Jahren so saniert werden, dass sie die Mindeststandards erfüllt.</p> <p>Zu den Pflichtmaßnahmen gehören unter anderem die Dämmung der obersten Geschossdecke bzw. des Daches, die Dämmung ungedämmter Rohrleitungen und der Austausch alter Öl- und Gasheizungen, die älter als 30 Jahre und keine Brennwertkessel sind.</p> <p>Auch bei größeren Sanierungen am Gebäude greift die Sanierungspflicht, wenn mehr als 10 Prozent einer Fläche, z. B. der Fassade oder des Daches, erneuert werden. Vor solch umfangreichen Sanierungen sowie generell beim Erwerb einer Immobilie ist zudem eine Energieberatung gesetzlich vorgeschrieben.</p> <p>Bei Verstößen gegen die Sanierungspflicht drohen empfindliche Bußgelder bis zu 50.000 Euro. Es lohnt sich also, die Vorgaben ernst zu nehmen und frühzeitig zu planen.</p> <h3 class="subheading">Förderungen nutzen und clever finanzieren</h3> <p>Für die energetische Sanierung <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Nachhaltigkeitsstrategie/steuerliche-foerderung-energetischer-gebaeudesanierungen.html" rel="external noopener" target="_blank">stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung</a>, die Eigentümer unbedingt nutzen sollten:</p> <ul class="rte__list rte__list--unordered"><li><strong>Staatliche Zuschüsse &amp; Kredite (KfW &amp; BAFA):</strong> Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gewährt Zuschüsse und zinsgünstige Kredite für die Komplettsanierung zum Effizienzhaus sowie für Einzelmaßnahmen wie Dämmung, Fenster oder Heizung. Auch der Einbau von Wärmepumpen, Biomasse- und <a href="http://www.heise.de/article/Kaelte-aus-Waerme-Solarthermie-und-Abwaerme-fuer-klimafreundliche-Kuehlung-nutzen-9788247.html">Solarthermieanlagen</a> wird über die BEG bezuschusst.</li><li><strong>Steuerliche Förderung:</strong> Seit 2020 können Eigentümer, die selbst im Haus wohnen, 20 Prozent der Sanierungskosten von der Steuerschuld abziehen (verteilt über 3 Jahre). Das gilt für Gebäude, die älter als 10 Jahre sind. Voraussetzung ist, dass die Maßnahmen von einem Fachunternehmen ausgeführt werden. Förderfähig sind Wärmedämmung, Fenster- und Türentausch, Heizungserneuerung, Lüftungsanlagen und digitale Systeme zur Verbrauchsoptimierung sowie die zugehörige Fachplanung.</li><li><strong>Kombinationen:</strong> Wichtig zu wissen: Für ein und dieselbe Maßnahme können nicht gleichzeitig Zuschüsse/Kredite und Steuerermäßigung in Anspruch genommen werden. Wohl aber für unterschiedliche Maßnahmen, also z.B. Zuschuss für die Dämmung und Steuerförderung für neue Fenster.</li><li><strong>Bankfinanzierung:</strong> Günstige Modernisierungskredite der Hausbank können die Finanzierung abrunden. Oft sind hier noch Zinsrabatte für energieeffizientes Bauen und Sanieren möglich.</li></ul> <p>Eine clevere Kombination der verschiedenen Förderungen kann die Kosten einer Sanierung also erheblich senken. Wichtig ist eine sorgfältige Planung und Abstimmung der Maßnahmen und Anträge.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5027837" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11176637"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11176637" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5227" height="2937" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/7/8/3/7/shutterstock_2690209751-9497fb0997b0a726.jpeg" alt="Nahaufnahme von Dachsolarzellen und Kamin. Wohnhaus mit Sonnenkollektoren auf Dach. Solarenergie " style="aspect-ratio:5227 / 2937"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5227" height="2937" alt="Nahaufnahme von Dachsolarzellen und Kamin. Wohnhaus mit Sonnenkollektoren auf Dach. Solarenergie " style="aspect-ratio:5227 / 2937;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Solaranlage aufs Dach? Jetzt drohen neue Anschlusskosten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5026077" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11173194"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11173194" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5460" height="3068" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/6/0/7/7/shutterstock_2650314757-dc21c6398fef956e.jpeg" alt="Arbeiter bauen Sonnenkollektorsystem auf dem Dach des Hauses." style="aspect-ratio:5460 / 3068"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5460" height="3068" alt="Arbeiter bauen Sonnenkollektorsystem auf dem Dach des Hauses." style="aspect-ratio:5460 / 3068;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Photovoltaik: Wer 2026 installiert, sichert sich noch über 8.000 Euro</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5000426" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11122954"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11122954" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6182" height="3474" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/0/4/2/6/shutterstock_2670534935-9d785f731a65d9a8.jpeg" alt="Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses" style="aspect-ratio:6182 / 3474"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6182" height="3474" alt="Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses" style="aspect-ratio:6182 / 3474;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">PV-Anlage anmelden: Dieser Fehler kostet Hunderte Euro jährlich</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Schritt für Schritt zum gedämmten Haus</h3> <p>Wer sein Haus dämmen möchte, sollte strukturiert vorgehen und sich zunächst einen Überblick über den energetischen Ist-Zustand verschaffen.</p> <p>Dazu dienen der Energieausweis oder noch besser ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP), den ein zertifizierter Energieberater erstellt. Er zeigt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind und mit welchen Kosten und Einsparungen zu rechnen ist.</p> <p>Bei der Umsetzung der Dämmmaßnahmen empfiehlt sich eine klare Prioritätensetzung: In der Regel bringt die Dämmung von Dach und oberster Geschossdecke den größten Effekt, gefolgt von Fassade und Fenstern.</p> <p>Die Dämmung der Kellerdecke ist eine sinnvolle Ergänzung, die sich oft auch in Eigenleistung realisieren lässt. Für Arbeiten an Dach, Fassade und Fenstern sollte man hingegen unbedingt einen erfahrenen Fachbetrieb beauftragen, schon allein, um die Fördervoraussetzungen und gesetzlichen Standards zu erfüllen.</p> <h3 class="subheading">Energetische Sanierung als Zukunftsinvestition</h3> <p>Auch wenn die Sanierungspflichten und gesetzlichen Vorgaben auf den ersten Blick abschreckend wirken mögen: Letztlich ist die energetische Sanierung eine lohnende Investition in die Zukunft.</p> <p>Schon heute plant die EU verpflichtende Mindeststandards für den Energieverbrauch von Gebäuden in ganz Europa. Und auch die kommunale Wärmeplanung wird in Zukunft beeinflussen, welche <a href="http://www.heise.de/article/Gruener-Wasserstoff-Die-Zukunft-der-Heizung-oder-ein-teurer-Traum-9582485.html">Heizsysteme</a> noch zulässig sind.</p> <p>Wer jetzt saniert, ist also auf der sicheren Seite und profitiert langfristig von niedrigeren Energiekosten und einem höheren Immobilienwert.</p> <p><em>Dieser Artikel erschien auf Telepolis erstmals am 22. September 2025.</em></p> <![CDATA[Grundeigentum und Demokratie: Warum wir über Boden verhandeln müssten]]> http://heise.de/-11244139 2026-04-02T08:00:00+02:00 2026-04-02T08:00:00+02:00 Timo Rieg Demokratisches Aushandeln endet oft dort, wo Eigentum beginnt. Doch gerade bei knappen Ressourcen wie Boden stellt sich die Frage nach Mitbestimmung neu.</p> <p>Demokratisches Aushandeln, das wir an dieser Stelle in drei vorangegangenen Teilen behandelt haben, ist immer dann notwendig, wenn jemand in die Freiheit eines anderen eingreifen möchte <strong>–</strong> wovon wir die unvermeidlichen, quasi naturgesetzlichen, mit dem bloßen Leben verbundenen Einflüsse ausnehmen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Dieser <a href="https://www.telepolis.de/article/Wer-begrenzt-unsere-Freiheit-Wir-selbst-oder-das-System-11126240.html" rel="external noopener" target="_blank">Respekt vor der Freiheit anderer</a> ist das zivilisatorische Gegenstück zum Recht des Stärkeren.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Siehe dazu Teil 1, Teil 2 und Teil 3</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5009965" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11141652"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11141652" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/9/9/6/5/Master_Rieg-1d2e6ed49c49fcb7.jpeg" alt="Wagschale mit &quot;Ja&quot; und &quot;Nein&quot; vor dem deutschen Reichstagsgebäude (gezeichnet)" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Wagschale mit &quot;Ja&quot; und &quot;Nein&quot; vor dem deutschen Reichstagsgebäude (gezeichnet)" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mehrheit ist Macht – nicht unbedingt Demokratie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5002103" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11126240"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11126240" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/2/1/0/3/Master_Rieg-c04be929221eec53.jpeg" alt="Grafik: ein Eine einzelne Figur unter einer abstrahierten Mehrheit , dargestellt als ovale Wolke mit Figuren" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Grafik: ein Eine einzelne Figur unter einer abstrahierten Mehrheit , dargestellt als ovale Wolke mit Figuren" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wer begrenzt unsere Freiheit: Wir selbst oder das System?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5002758" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11127529"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11127529" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/2/7/5/8/rieg-Q-01-5a4b0b587103f71a.jpeg" alt="Schulterzuckende Menschen mit Fragezeichen überm Kopf" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Schulterzuckende Menschen mit Fragezeichen überm Kopf" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Die unterschlagene Frage der Demokratie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Verhandlung über begrenzte Ressourcen</strong></h3> <p>Ein Aushandeln des eigenen Interesses mit Interessen anderer ist daher immer notwendig, wenn man eine endliche Ressource nutzen möchte <strong>–</strong> oder wenn die Nutzung einer eigentlich nachwachsenden Ressource diesen Regenerationsprozess beschränkt.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass der Fischfang im Meer unter den Ländern der Welt ausgehandelt werden sollte, anstatt dass einfach diejenigen mit den größten Fangflotten sich das Meiste holen - oder alle gemeinsam Fischbestände komplett ausrotten. </p> <p>Auch dass nicht jede Privatperson und jede Firma nach Belieben Wälder roden darf, ist allgemein akzeptiert - denn dann wäre Deutschland schnell so sehr Steppe <a href="https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Entwaldung_in_r%C3%B6mischer_Zeit&amp;oldid=264790489" rel="external noopener" target="_blank">wie viele Mittelmeeranrainer</a>.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"> <strong>Kein Aushandeln über Ölverbrauch</strong></h3> <p> Viel weniger akzeptiert ist die Notwendigkeit des Aushandelns beispielsweise beim Ölverbrauch <strong>–</strong> obwohl Erdöl keine regenerierbare Ressource ist, sondern das Ergebnis einer natürlichen Dekarbonisierung der Atmosphäre über viele Millionen Jahre hinweg.</p> <p> Eine Begrenzung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe wird öffentlich nennenswert nur mit Blick auf <strong>Klimaveränderungen</strong> diskutiert, kaum jedoch unter Gesichtspunkten der Länder- und <strong>Generationengerechtigkeit</strong>.</p> <p>Dabei greift jeder individuelle Verbrauch in die Freiheit anderer ein. Denn was ich verbrauche, steht niemandem sonst weiter zur Verfügung. Stattdessen müssen auch alle andere mit dem Resultat des Verbrauchs leben, der in Wahrheit eine Umwandlung ist (nämlich vor allem in Kohlendioxid und Wärme) <strong>–</strong> und der zudem erhebliche Begleiterscheinungen verursacht, vom Schiffs- und LKW-Transport der Rohstoffe bis hin zur Bildung von Machtzentren und Kriegen um diese.</p> <h3 class="subheading"> <strong>Ideologie Grundeigentum</strong></h3> <p> Ebenso wird kaum über die Nutzung von <strong>Grund und Boden</strong> demokratisch verhandelt, obwohl ein großer Teil aller politischen Alltagsfragen genau damit zusammenhängt.</p> <p>Die Behauptung, jemandem gehöre eine bestimmte Fläche Erde, weshalb er auf und mit dieser eigentlich auch machen dürfe, was er wolle, gilt geradezu als ein Pfeiler des Kapitalismus und damit der sogenannten westlichen Welt von heute.</p> <p> Der dauerhafte Besitz von Boden wird behandelt wie das Eigentum an einer selbst geschaffenen Sache, obwohl man diese Auffassung kritisieren kann (<a href="https://www.deutschlandfunk.de/eigentumsreligion-von-der-idee-mit-grund-und-boden-reich-zu-100.html" rel="external noopener" target="_blank">ausführlich hier</a>).</p> <p> Zwar heißt es im deutschen <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_14.html" rel="external noopener" target="_blank">Grundgesetz</a> dazu auch:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.&quot;</p> <p>Und entsprechend gibt es eine kaum noch zu überschauende Zahl von Vorschriften, die Acker- oder Hausbesitzer in ihrer Verfügungsfreiheit beschränken.</p> <p> Doch ein konkretes Aushandeln von Interessen gibt es nicht. Dem steht die Ideologie eines Grundeigentums im Wege.</p> <p> Akzeptiert man hingegen, dass die Fläche der Erde fix begrenzt ist und mithin die Beanspruchung eines Teils davon alle anderen Menschen von der Verfügung über diesen Teil ausschließt, dann ergibt sich zwangsläufig, dass in einer <a href="https://www.telepolis.de/article/Wer-begrenzt-unsere-Freiheit-Wir-selbst-oder-das-System-11126240.html" rel="external noopener" target="_blank">Demokratie</a> über die Nutzung von Grund und Boden verhandelt werden müsste: zwischen denen, die ihn beanspruchen wollen, und denen, die ihn damit nicht mehr beanspruchen könnten.</p> <h3 class="subheading"> <strong>Eigentum an Gewerbeflächen</strong></h3> <p> Nicht nur Mietpreise fürs Wohnen, sondern auch für Gewerbeimmobilien richten sich entsprechend derzeit nach Angebot und Nachfrage (für Gewerbeimmobilien gibt es keine Mietpreisbremse, allein &quot;Mietwucher&quot; soll ausgeschlossen sein, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__138.html" rel="external noopener" target="_blank">§ 138 BGB</a>).</p> <p> Entsprechend können sich in Stadtbezirken jeweils nur solche Ladengeschäfte präsentieren und halten, die mit der jeweils geforderten Miete zurechtkommen. Was die Anwohnerschaft hingegen gerne hätte oder benötigt, spielt erstmal keine Rolle. Entsprechend sehen viele Straßenzüge dann aus <strong>–</strong> Leerstand inklusive.</p> <p>Wo Publikumsverkehr herrscht, kann ein Grundeigentümer mit der Vermietung des Erdgeschosses an einen Gewerbetreibenden ein Vielfaches von dem verdienen, das ihm ein Wohnmieter einbringen würde - obwohl der Eigentümer dafür keinerlei spezielle Leistung erbringt.</p> <h3 class="subheading"><strong>Grundeigentum und die VW7-Frage</strong></h3> <p>Wie sähe hingegen das demokratische Aushandeln nach der Frageformel &quot;<a href="https://www.telepolis.de/article/Die-unterschlagene-Frage-der-Demokratie-11127529.html" rel="external noopener" target="_blank">Wer will was von wem wofür wie warum?</a>&quot; aus?</p> <p>Der (potentielle) Eigentümer (Käufer, Bauherr) müsste als Anspruchsteller (&quot;wer?&quot;) mit der - hier noch nicht näher definierten - Nachbarschaft (&quot;von wem?&quot;) übereinkommen, zu welchem Zweck (&quot;wofür?&quot;) er den begrenzten Boden (&quot;was?&quot;) nutzen möchte, was er sich davon erhofft (&quot;warum?&quot;) und was die Nachbarschaft (&quot;von wem?&quot;) davon haben wird (&quot;wie?&quot;).</p> <p>Doch tatsächlich läuft es genau umgekehrt: Die Anwohnerschaft kann versuchen, auf die kommerzielle (oder auch öffentliche, kommunale) Nutzung einer Fläche oder Immobilie Einfluss zu nehmen, womit aber sie zur Bittstellerin wird, zu jemandem, der sich gegen Herrschaft aufzulehnen versucht.</p> <p>Brauchen wir (Bürger, Einwohner) hier eher einen Tante-Emma-Laden oder einen &quot;Gold An- und Verkauf&quot;, einen Kindergarten oder eine Drogenberatung, ein Künstler-Atelier oder einen Steuerberater?</p> <p>In ihrer Fülle von Vorschriften legt die Politik dafür schon sehr viele Regeln fest, konkretisiert werden diese dann durch Entscheidungen der Behörden, korrigiert später ggf. durch Gerichte. Doch das ist viel eher sozialistische Planwirtschaft, als es ein konkretes demokratisches Aushandeln zwischen Anspruchstellern und Betroffenen wäre.</p> <h3 class="subheading"><strong>Wer ist betroffen?</strong></h3> <p>Die wesentliche Detailfrage, wer genau an einem solchen Aushandlungsprozess teilnehmen darf, soll hier bewusst zurückgestellt werden.</p> <p>Wer alles gehört zur Nachbarschaft, die Mitspracherecht hat? Ist nicht auch der Münchener von einer Immobiliennutzung in Flensburg betroffen, wenn er zwar derzeit noch weit weg wohnt, aber gerne bald in den Norden ziehen möchte (oder beruflich &quot;muss&quot;)?</p> <p>Zunächst geht es ums Prinzip, um eine demokratische Grundordnung: Darf die Behauptung von Grundeigentum eines einzelnen (mithilfe von Gesetzen, Verordnungen, Verwaltungsakten und Rechtsprechung) so massiv in die Freiheit vieler anderer eingreifen, ohne dass dabei irgendwie miteinander verhandelt werden müsste? So ist es derzeit üblich.</p> <p>Oder verlangte nicht eine Gemeinschaft, die von sich behaupten möchte, keiner Fremdherrschaft zu unterliegen, über die konkrete Nutzung der begrenzten Ressource Boden in jedem konkreten Fall miteinander zu verhandeln?</p> <h3 class="subheading"><strong>Viele weitere Fragen</strong></h3> <p>Allein bei der Nutzung von Wohn- und Gewerberaum stehen viele weitere Fragen im Raum, die bisher schlicht <strong>–</strong> aber abstrakt <strong>–</strong> von Politikern als Stellvertreter der Betroffenen entschieden werden. Zum Beispiel:</p> <p>Warum sollte ich meine (Eigentums- oder Miet-) Wohnung nicht Feriengästen überlassen dürfen, wenn ich selbst anderswo bin? (Solange ich damit <a href="https://www.journalistenbuero.com/an-wohnraum-duerfen-vermieter-nichts-verdienen/" rel="external noopener" target="_blank">keinen Gewinn mache</a>, dürften Gegenargumente schwerfallen <strong>–</strong> bei Gewinnabsicht stellen sich hingegen die gleichen Fragen wie oben).</p> <p>Schwieriger wird es noch, wenn die Freiheit von jenen beschnitten werden soll, die sich selbst gar nicht an einem Aushandlungsprozess beteiligen können. Für (kleine) Kinder werden dann oft deren Eltern genannt. Aber können sie wirklich <a href="https://www.telepolis.de/article/Ist-ein-Social-Media-Verbot-fuer-Jugendliche-demokratisch-11179575.html" rel="external noopener" target="_blank">in deren Sinn entscheiden</a>?</p> <p>Und wie sieht es mit Tieren aus, die von Menschen entweder als &quot;Freiwild&quot; betrachtet werden oder überhaupt nur leben, weil Menschen sie (beliebig) nutzen wollen?</p> <p>Doch anstatt hier immer neue Fragen aufzuwerfen, die natürlich wichtig sind, wäre schon viel gewonnen, könnten wir uns darauf verständigen, dass grundsätzlich jeder Eingriff in die Freiheit anderer verlangt, mit ihnen vorher darüber zu verhandeln und ihnen etwas anbieten zu müssen, das sie aus freien Stücken annehmen wollen oder mit Blick auf die in allen Gesellschaften notwendigen Kompromisse nicht gerechtfertigt ablehnen können.</p> <![CDATA[Ramstein: Deutschlands stille Kriegsbeteiligung]]> http://heise.de/-11242983 2026-04-02T06:00:00+02:00 2026-04-02T06:00:00+02:00 Luca Schäfer Ist Deutschland im Iran Kriegspartei? Ein neues Bundestagsgutachten nährt den Verdacht der Beihilfe. Warum der Krieg ohne Ramstein nicht führbar wäre.</p> <p>Mithilfe ohne Mandat: Satelliten, Signale, Schläge gegen den Iran – koordiniert von deutschem Boden. Das beschauliche 7.000-Einwohner-Dorf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ramstein-Miesenbach" rel="external noopener" target="_blank">Ramstein-Miesenbach</a> im rheinland-pfälzischen Landkreis Kaiserslautern wird erneut zum Politikum.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die Debatte um den vor Ort befindlichen US-Stützpunkt, die Airbase Ramstein, ist – seit dem amerikanischen <a href="https://www.zeit.de/zeit-geschichte/2021/04/krieg-gegen-den-terror-usa-9-11-afghanistan-truppenabzug/seite-2" rel="external noopener" target="_blank">&quot;Global War on Terror&quot;</a> und den Drohnenmorden – altbekannt. Doch entzündet sich aktuell an der Frage einer deutschen Beihilfe im US-israelischen Iran-Krieg <a href="https://www.rnz.de/politik/politik-hintergrund_artikel,-US-Israelischer-Krieg-gegen-Iran-Keine-Waffen-an-Israel-Ramstein-fuer-US-Army-schliessen-_arid,2189632.html" rel="external noopener" target="_blank">auf neuer Stufe</a>: Ist Deutschland Mittäter und Kriegspartei?</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Neuen Zündstoff liefert ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Die Parlamentswissenschaftler <a href="https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/Politik__Inland_/article69c9070eb33459bf527736ee/bundestags-experten-sehen-iran-krieg-als-voelkerrechtsverstoss.html" rel="external noopener" target="_blank">ordneten ein</a>, dass der US-israelische Krieg gegen den Iran – begonnen Ende Februar 2026 – einen Verstoß gegen das in der UN-Charta verankerte Gewaltverbot darstelle, da er weder vom Selbstverteidigungsrecht gedeckt noch vom Sicherheitsrat autorisiert worden sei.</p> <p>Er ist völkerrechtswidrig. Beauftragt wurde das Gutachten vom Linke-Abgeordneten Ulrich Thoden – jeder Bundestagsabgeordnete kann den wissenschaftlichen Dienst, sofern ein direkter Bezug zur parlamentarischen Arbeit besteht, <a href="https://www.zeit.de/digital/internet/2016-01/frag-den-bundestag-portal-transparenz-wissenschaftliche-gutachten" rel="external noopener" target="_blank">unbegrenzt nutzen</a>.</p> <p>Im 12-seitigen Dokument <a href="https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/bundestags-experten-sehen-iran-krieg-als-voelkerrechtsverstoss-200682908.html" rel="external noopener" target="_blank">spüren</a> die Juristen, abseits der generellen Frage nach der völkerrechtlichen Legitimität, der für Deutschland entscheidenderen Frage nach: Stellt die Nutzung der Airbase Ramstein für Angriffe auf den Iran eine Beihilfe dar – und trägt Berlin damit völkerrechtliche Verantwortung? Dies sei &quot;vorbehaltlich der konkreten Umstände jedenfalls nicht ausgeschlossen&quot;, <a href="https://www.n-tv.de/politik/Bundestags-Experten-stufen-Iran-Krieg-als-voelkerrechtswidrig-ein-id30524753.html" rel="external noopener" target="_blank">heißt</a> es im, den Medien zugespielten, Gutachten. Ein Paukenschlag, ohne Folgen?</p> <h3 class="subheading"><strong>Stille Mittäterschaft</strong></h3> <p>Bereits im vorangegangenen Zwölf-Tage-Krieg <a href="https://www.zeit.de/news/2025-07/06/erhebliche-zweifel-an-rechtmaessigkeit-der-angriffe-israels" rel="external noopener" target="_blank">warnten</a> die Experten in einem Gutachten vor der Aushöhlung des Gewaltverbotes, zweifelten die israelischen Narrative juristisch an und untergruben die US-Rechtfertigungsstrategie – bisher ohne politische Auswirkung.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Parlamentarier Thoden, bislang hatte bereits im vergangenen Juli vor einer &quot;Duldung bis Unterstützung&quot; durch die Bundesregierung <a href="https://www.zeit.de/news/2025-07/06/erhebliche-zweifel-an-rechtmaessigkeit-der-angriffe-israels" rel="external noopener" target="_blank">gewarnt</a>. Nun <a href="https://www.freiepresse.de/nachrichten/deutschland/bundestags-experten-sehen-iran-krieg-als-voelkerrechtsverstoss-artikel1419309" rel="external noopener" target="_blank">fordert er</a>, die US-Nutzung von Ramstein unverzüglich zu untersagen – am Ende sei nicht auszuschließen, dass Deutschland für &quot;imperialistische Kriegsabenteuer bei der iranischen Mullah-Diktatur offiziell Abbitte und Schadensersatz leisten müsste&quot;.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5038286" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11197158"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11197158" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3199" height="1798" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/8/2/8/6/shutterstock_2628426537-395c20c360b5b509.jpeg" alt="Vier Männer in Anzug" style="aspect-ratio:3199 / 1798"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3199" height="1798" alt="Vier Männer in Anzug" style="aspect-ratio:3199 / 1798;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Macht vor Recht: Wie sich Europa vom Völkerrecht verabschiedet hat</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Thodens Vermutung ist nicht unbegründet: Der Iran <a href="https://www.telepolis.de/article/Die-iranische-Falle-Warum-den-USA-ein-zweites-Vietnam-drohen-koennte-11229270.html" rel="external noopener" target="_blank">forderte</a> als Eintrittskriterium für Verhandlungen umfangreiche finanzielle US-Entschädigungen; der iranische Botschafter in Deutschland, Madschid Nili, <a href="https://www.berliner-zeitung.de/news/iran-fordert-aufklaerung-zu-ramstein-botschafter-setzt-bundesregierung-unter-druck-li.10025716" rel="external noopener" target="_blank">verlangte</a> zudem Klarstellung über Ramsteins Rolle – Berlin mauert bisweilen.</p> <h3 class="subheading">Völkerrecht transatlantisch übersetzt</h3> <p>Das Gutachten öffnet eine Tür, wenngleich es sachliche Einordnung, nicht gerichtsfeste Beurteilung bleibt. Während Berlin den russischen Angriff auf die Ukraine 2022 binnen Stunden als völkerrechtswidrig <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/regierungspressekonferenz-2762554" rel="external noopener" target="_blank">verurteilte</a>, prüft die Große Koalition noch immer, nach einem Monat, jene Dimension im Iran.</p> <p>Die SPD <a href="https://presse-augsburg.de/spd-zweifelt-an-uneingeschraenkter-ramstein-nutzung-fuer-iran-krieg/1149234/" rel="external noopener" target="_blank">zweifelt</a> zwar an uneingeschränkter Ramstein-Nutzung, klare Worte bleiben jedoch auch hier aus. Verteidigungsminister Boris Pistorius <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/pistorius-ablehnung-beteiligung-krieg-iran-100.html" rel="external noopener" target="_blank">betont</a>, das &quot;Völkerrecht&quot; sei &quot;zentraler Maßstab&quot;, eine deutsche, militärische Beteiligung wird umfassend abgelehnt, während im <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/strasse-von-hormus-militaereinsatz-eu-usa-100.html" rel="external noopener" target="_blank"> kollektiven EU-Duktus</a> des &quot;Das ist nicht unser Krieg&quot; Rückgrat gegenüber den USA vermisst wird.</p> <p>Dabei existiert eine brisante Vorgeschichte: Das Bundesverfassungsgericht <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/bvg25-059.html" rel="external noopener" target="_blank">wies</a> im Juli 2025 eine Klage zweier jemenitischer Staatsbürger, deren Angehörige durch US-Drohnenangriffe getötet worden waren, zwar ab – stellt jedoch heraus, dass Deutschland eine Schutzpflicht besäße.</p> <p>Bundeskanzler Friedrich Merz <a href="https://amp.dw.com/de/gerichtsurteil-us-luftwaffenstuetzpunkt-ramstein-deutschland-angriff-jemen-kein-freibrief-iran-krieg/a-76249077" rel="external noopener" target="_blank">sprach</a> bei seinem Washington-Besuch Anfang März von legitimen &quot;Sicherheitsinteressen, die nicht vom Völkerrecht adressiert&quot; sind – eine Formulierung, die juristisch kaum trägt. Symbolisch <a href="https://www.reuters.com/world/china/trump-hosts-germanys-merz-against-backdrop-iran-strikes-tariff-threats-2026-03-03/" rel="external noopener" target="_blank">lobte</a> Donald Trump Merz explizit für die Zurverfügungstellung der Militärbasen. Die wahllose Auslegung von Völkerrecht unter dem Eindruck einer US-betriebenen Erosion könnte die deutsche Politik teuer zu stehen kommen.</p> <h3 class="subheading">Schaltzentrale des Luftkriegs</h3> <p>Warum der Iran die Ramstein-Frage ins Zentrum rückt, erschließt sich beim Blick auf die militärische Realität. Ramstein ist nicht irgendein Stützpunkt unter den mehr als 40 amerikanischen Standorten in der Bundesrepublik: Hier sind das Allied Air Command, ein Militärflugplatz sowie eine Nato-Kommandobehörde <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ramstein_Air_Base" rel="external noopener" target="_blank">versammelt</a>.</p> <p>Neben dem Eucom und Africom (in Stuttgart) sowie der <a href="https://www.spangdahlem.af.mil/" rel="external noopener" target="_blank">Airbase Spangdahlem</a> gilt Ramstein als entscheidend, 9000 US-Soldaten verrichten dort ihren Dienst. Nachgewiesen ist, dass die Basis zentraler Schaltpunkt diverser Drohnenkampfeinsätze war – in <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/drohnen-usa-ramstein" rel="external noopener" target="_blank">Afghanistan</a>, im Irak, im Jemen <a href="https://theintercept.com/drone-papers/" rel="external noopener" target="_blank">und Pakistan</a>. Als Luftbrücke verbindet Ramstein Europa, die USA und die Einsatzgebiete in Westasien und Afrika.</p> <p>Entscheidend im aktuellen Iran-Krieg: Ramstein <a href="https://www.euronews.com/2026/03/10/what-role-does-the-us-base-in-germanys-ramstein-play-in-iran-war" rel="external noopener" target="_blank">beherbergt</a> eine Relaisstation für Satellitenverbindungen, die Drohneneinsätze im Nahen Osten präziser und schneller ermöglicht als eine Steuerung aus den USA.</p> <p>Mit zunehmender Kriegsdauer <a href="https://www.wsj.com/world/europe/europe-is-quietly-playing-a-crucial-role-in-the-iran-war-aad34a00" rel="external noopener" target="_blank">gewinnt</a> die Basis laut <em>Wall Street Journal</em> weiter an Bedeutung: Zielerfassung, Echtzeitsteuerung sind wichtig, aber auch als logistische Nachschubdrehscheibe. Nachdem Spanien die Nutzung zweier US-Basen für Angriffe auf den Iran <a href="https://www.nau.ch/politik/international/spanien-verbietet-trump-militarbasen-zu-benutzen-67101193" rel="external noopener" target="_blank">untersagte</a>, verlagern sich Kapazitäten gen Pfalz. Für die US-Kriegsmaschinerie bietet Ramstein geografische Nähe zu den Einsatzgebieten, Sicherheit vor iranischen Gegenschlägen – und deutsche Verlässlichkeit.</p> <p>Die parlamentarische Kontrolle hinkt dramatisch hinterher: Die letzte Bundestagspositionierung zur <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/520160.brd-und-der-krieg-gegen-iran-warum-muss-die-nutzung-der-air-base-untersagt-werden.html" rel="external noopener" target="_blank">Rolle Ramsteins</a> als größter US-Basis außerhalb der Staaten <a href="https://www.bundestag.de/webarchiv/textarchiv/2016/kw50-de-drohnenkrieg-484770" rel="external noopener" target="_blank">stammt</a> aus dem Jahr 2016 – damals wurde die Funktion der Basis als &quot;Planung, Überwachung, Auswertung von Luftoperationen&quot; euphemistisch beschönigt.</p> <h3 class="subheading">Deutschland als Zielscheibe?</h3> <p>Die seit den 1950er Jahren errichtete Basis könnte Deutschland – sollte der Iran-Krieg eskalieren – zur <a href="https://ostdeutscheallgemeine.com/article/us-airbase-ramstein-iran-krieg-10023065" rel="external noopener" target="_blank">Gegenschlag-Zielscheibe</a> machen. Aktuell droht dergleichen nicht unmittelbar, der Iran wäre dazu nicht in der Lage.</p> <p>Doch die Handlungsoptionen Berlins, sollte ein Krieg mit China oder Russland drohen, scheinen begrenzt: Bereits 2014 <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2014-04/ramstein-drohnen-usa-gutachten" rel="external noopener" target="_blank">stellte </a> der wissenschaftliche Dienst des Bundestages fest, dass der Regierung abseits einer einseitigen Kündigung des Vertrages mit den USA &quot;nur politische Reaktionen wie Rechtsprotest oder bilaterale Konsultationen&quot; blieben.</p> <p>In der politischen Praxis ist eine Schließung Ramsteins nahezu ausgeschlossen: CDU, SPD und Grüne tragen den Status quo entschlossen mit, zu eng bindet die politische Klasse nach wie vor ihr Schicksal an Wohl und Wehe des Transatlantik, sieht im Bruderbund die beste, eigene Position.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="3682880" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="7465420"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-7465420" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1024" height="575" src="https://www.heise.de/imgs/18/3/6/8/2/8/8/0/ramsten-a21412e6185dabb5.jpeg" style="aspect-ratio:1024 / 575"><img 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Boden​</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5012894" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11147326"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11147326" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" 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md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Raus mit den US-Atomwaffen: Warum Deutschland jetzt handeln muss</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Einzig AfD und Linke <a href="https://www.n-tv.de/politik/AfD-Chef-fordert-Abzug-der-US-Armee-aus-Deutschland-id30523204.html" rel="external noopener" target="_blank">fordern</a> den Abzug aller US-Soldaten. Käme es zu einer deutschen Adaption spanischen Verhaltens, wären weite Teile der amerikanischen Kriegsführung verunmöglicht – der Preis: massiver diplomatischer Konflikt mit den USA, Wirtschaftskrieg und Zollkämpfe, eine weitere Nato-Erosion. Kurzum: Ramstein dürfte Washington eine massive Eskalation mit Berlin wert sein – eine rote Linie, aber auch ein Hebel.</p> <p>Deutschland bewegt sich dennoch bereits jetzt in einer rechtlichen Grauzone. Selbst wenn Berlin tausendfach beteuert, keine Kriegspartei zu sein, ist man real Teil der militärischen US-Infrastruktur.</p> <p>Damit vernichtet man den letzten Rest an über Jahrzehnte mühsam bewahrten Vermittlerstatus gegenüber dem Iran (im E3-Format) und wechselt offen ins Lager der Aggression. Auf dem Boden zweifelhafter politischer und juristischer Entscheidungen manövriert sich die politische Klasse tiefer in einen Kriegssog – die Mehrheit zahlt (noch) wirtschaftlich die Zeche.</p> <![CDATA[Hannah Arendt: Die Kraft des freien Denkens]]> http://heise.de/-11129879 2026-04-01T15:45:00+02:00 2026-04-01T15:45:00+02:00 Michael Lindner Ihr Leben war Flucht, Exil und Neuanfang – genau das schärfte Arendts Blick auf Macht, Tyrannei und die Kraft des Neubeginns.</p> <p>Ein herausragendes Charakteristikum Hannah Arendts ist ihr unbändiger Erkenntnishunger, ein zweites ihr Talent für dauerhafte Freundschaften. Als sie am 4. Dezember 1975 starb, geschah dies in einer für sie typischen Situation: Sie hatte Freunde zum Abendessen eingeladen. In der anschließenden Gesprächsrunde blieb plötzlich ihr Herz stehen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Bereits ein Jahr zuvor erlitt sie einen Herzinfarkt, erholte sich aber noch einmal. Wer sie rauchend im Fernsehstudio im legendären Interview bei Günter Gaus im Oktober 1964 sieht, wird sich über dieses abrupte Ende nicht wundern, es jedoch sehr bedauern. Sie wollte noch Einiges leisten. Ihr unermüdlicher Arbeitseifer ist ein drittes Merkmal ihrer Persönlichkeit.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading">Zeugin des 20. Jahrhunderts</h3> <p>2025 jährte sich Hannah Arendts Todestag zum 50. Mal – eine Gelegenheit, sich erneut mit ihrem Schaffen, ihren Werken, ihrer Wirkung und ihren Eigenheiten zu beschäftigen: Wer war Hannah Arendt? fragen sich erneut und immer wieder alle, die sich mit den Problemen unserer Zeit herumplagen. Sie war zu Lebzeiten eine bekannte und hochgeschätzte Denkerin, die kein Geländer brauchte. Seit 1989 nahm ihre Popularität, ihr Renommee und ihre wissenschaftliche Relevanz noch einmal zu. Heute ist sie eine der ersten Auskunftsstellen, wenn es um Fragen von Autokratie, Diktatur und Tyrannei aber auch von Revitalisierung der Demokratie, Verteidigung der Freiheit und Teilhabe an der Öffentlichkeit geht.</p> <p>Ihre eigene Flucht- und Exilgeschichte verwies sie auf das Problem des Umgangs mit Minderheiten und Flüchtlingen. Als Jüdin war sie direkt vom nationalsozialistischen deutschen Völkermord an sechs Millionen Juden betroffen. Die Gründung des Staates Israel in Palästina und die daraus entstandenen Folgen erlebte und kommentierte sie als unmittelbare Zeitgenossin. Ihre persönlichen Lebenserfahrungen flossen so in ihre Forschungen ein, dass Vita und Werk eine einmalige, typisch Arendtsche Verbindung eingingen: Wo Arendt draufsteht, ist wirklich Arendt drin.</p> <p>Die unmittelbare Zeitgenossenschaft ist ein weiteres besonderes Kennzeichen ihres wissenschaftlichen Werkes. Sie war keine Universitätswissenschaftlerin, obwohl sie auch als Professorin an angesehenen amerikanischen Universitäten lehrte. Hannah Arendt ging das Wagnis der Öffentlichkeit ein. Es ist bemerkenswert, wie schnell sie auf aktuelle Herausforderungen mit Stellungnahmen in Buchform oder mit Essays in den Medien reagierte.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4989939" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11102545"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11102545" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/9/9/3/9/Hannah_Arendt-99f244ca7abb8acd.jpeg" alt="Hannah Arend" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hannah Arend" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hannah Arendt: Die Denkerin, die der Bundesrepublik die Wahrheit zumutete</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4999996" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11122119"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11122119" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/9/9/9/6/shutterstock_2536760351-425e918c0dc8a69e.jpeg" alt="Lupe über Buch des Grundgesetzes mit der Aufschrift &quot;Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland&quot;" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Lupe über Buch des Grundgesetzes mit der Aufschrift &quot;Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland&quot;" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Das freie Mandat kennt keine Ausnahme – auch nicht bei Richterwahlen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Nur sechs Jahre nach dem Ende des Faschismus und während der stalinistische Bolschewismus noch in schrecklicher Blüte stand, legte sie 1951 eine tiefgreifende Deutung dieser totalen Herrschaftsformen und ihrer Genese vor. Nach nur etwas mehr als einem Jahr analysierte sie Anfang 1958 die ungarische Revolution vom Herbst 1956, in der sich die große Mehrheit der Ungarn von Sowjetimperialismus und Stalinismus befreien wollte.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Als zwischen April und Dezember 1961 dem SS-Mann Adolf Eichmann in Jerusalem der Prozess wegen Beteiligung am millionenfachen Mord an den Juden gemacht wurde, war Hannah Arendt mehrmals anwesend. Bereits im Jahr darauf arbeitete sie unter den alternativen Titeln &quot;Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht&quot; oder &quot;Ein Bericht von der Banalität des Bösen&quot; am Manuskript ihrer prononcierten Interpretation der Tätigkeit Eichmanns innerhalb des nationalsozialistischen Vernichtungswerkes.</p> <p>In Februar und März 1963 erschienen ihre Prozessberichte im <em>New Yorker</em> in fünf Folgen. Ihre Deutungen, vor allem die Charakterisierung Eichmanns als banalen Hanswurst des Bösen erregten massive Kritik. Im Folgejahr publizierte Arendt das Ganze als Buch. Dazu hatte sie sich eingehend mit den umfangreichen Verhörprotokollen beschäftigt und die deutsch-, französisch- und englischsprachige Literatur intensiv ausgewertet. Es gab bis dahin keine materialreichere empirische Arbeit zu Deportation und Vernichtung der europäischen Juden.</p> <h3 class="subheading">Eine ungewöhnliche Karriere</h3> <p>Woher nahm Hannah Arendt die Fähigkeit, komplexe und kontroverse Themen in so einer Geschwindigkeit zu be- und zu verarbeiten? Jeder, der selbst wissenschaftlich tätig ist, weiß, wie schwer es ist, aktuelle Ereignisse und ihren Stellenwert einzuschätzen, ihnen bleibende Erkenntnisse und theoretische Verallgemeinerungen abzugewinnen. Woher hatte sie das Selbstbewusstsein dazu und die Stärke, an den gewonnenen Erkenntnissen trotz heftiger Kritik festzuhalten?</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_right col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--right" is="a-grossbild"> <a class="grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link" data-grossbildsrc="/imgs/18/5/0/0/3/9/5/9/Hannah_Arendt_1933-244bf7160458a798.jpg" href="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/3/9/5/9/Hannah_Arendt_1933-244bf7160458a798.jpg"> <a-img alt="Hannah Arendt als junges Mädchen (1933)" height="1541" src="/imgs/18/5/0/0/3/9/5/9/Hannah_Arendt_1933-244bf7160458a798.jpg" style="aspect-ratio: 1246 / 1541;" width="1246"> <img alt="Hannah Arendt als junges Mädchen (1933)" height="1541" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns=&#39;http://www.w3.org/2000/svg&#39; width=&#39;696px&#39; height=&#39;391px&#39; viewBox=&#39;0 0 696 391&#39;%3E%3Crect x=&#39;0&#39; y=&#39;0&#39; width=&#39;696&#39; height=&#39;391&#39; fill=&#39;%23f2f2f2&#39;%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 1246 / 1541; object-fit: cover;" width="1246"> </a-img> <noscript> <img alt="Hannah Arendt als junges Mädchen (1933)" src="https://heise.cloudimg.io/width/1246/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/5/0/0/3/9/5/9/Hannah_Arendt_1933-244bf7160458a798.jpg" > </noscript> </a> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text"> <div class="text">Arendt als junges Mädchen (1933)</div> </span><span class="source akwa-caption__source"> (Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hannah_Arendt_1933.jpg" rel="external noopener" target="_blank">Commons</a>) </span> </figcaption> </figure> <!-- RSPEAK_START --> <p>Hannah Arendt durchlief eine sehr ungewöhnliche Schulkarriere: Sie legte am 12. September 1924 am staatlichen Wilhelms-Gymnasium in Königsberg als Externe, also als Schulfremde, das Abitur ab. Die Einrichtung war ein protestantisch-preußisches humanistisches Gymnasium. Sie scheint die einzige Schülerin gewesen zu sein, die dort ihre Reifeprüfung bestand.</p> <p>Das Lehrpensum bestand aus ausgiebigen Unterricht in Latein und Altgriechisch, etwa halb so viel Deutsch und Mathe, dazu Französisch und auf Wunsch weitere moderne Fremdsprachen. Aber diese Schule besuchte sie zuvor nicht. Bis 1921 ging sie in die Königin-Luisen-Schule, einem sehr angesehenen Königsberger Mädchengymnasium. Warum sie dort ausschied oder ausscheiden musste, ist unklar.</p> <p>Es folgte Privatunterricht bis zum Wintersemester 1923/24, wo sie plötzlich als Gasthörerin in Berlin an der Friedrich-Wilhelms-Universität auftauchte. Dort belegte sie ein Semester lang Philosophie und nahm an altgriechischen Übungen teil, dann machte sie Abitur. Während der Schulzeit war Hannah Arendt häufig krank.</p> <h3 class="subheading">Arendt und Heidegger</h3> <p>Die Familie besucht regelmäßig die Kurorte Karlsbad und Marienbad. Das eigenwillige Kind – die Mutter bezeichnete sie als störrisch – gelangte auf verschlungenen Wegen zu ihrer ausgezeichneten klassischen Bildung. Die Werke der antiken Literatur und Philosophie las sie im Original. Sie dürfte also bei ihren unterbrochenen Schulbesuchen, im Privatunterricht und in der häuslichen Bibliothek alles dazu Notwendige gefunden und wissenshungrig aufgesogen haben.</p> <p>Zum Wintersemester 1924/25 begann sie in Marburg griechische Philologie, Philosophie und evangelische Theologie zu studieren. Im Rückblick bezeichnete sie ihre Entscheidung für Philosophie als alternativlos (&quot;<em>Entweder kann ich Philosophie studieren oder ich gehe ins Wasser</em>&quot;). In Marburg traf sie der Funke, der ihren Geist entflammte.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4940669" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10660897"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10660897" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/0/6/6/9/79607_1-08268fe5068a491a.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hannah Arendt: Die Denkerin, die uns heute noch herausfordert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="1950396" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="3397183"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-3397183" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="888" height="499" src="https://www.heise.de/imgs/18/1/9/5/0/3/9/6/36af14d33c7f5368.jpeg" style="aspect-ratio:888 / 499"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="888" height="499" style="aspect-ratio:888 / 499;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Hannah Arendt, Adolf Eichmann, Martin Heidegger und der Zivilisationsbruch von Auschwitz</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die neunzehnjährige junge, gebildete und kluge Frau, die auch noch sehr hübsch war, verliebte sich in den 35-jährigen zweifachen Familienvater und Philosophieprofessor Martin Heidegger, der besonders unter den Studenten als der kommende Mann galt. Vier Semester hielt der Zauber an: Hannah lernte denken und lieben.</p> <p>Spätestens im Sommer 1926 war es vorbei. Das &quot;<em>liebe Fräulein Arendt</em>&quot;, wie Heidegger sie nannte, verließ ihn und ging nach Heidelberg, um dort bei Karl Jaspers zu promovieren. Die Affäre hat ihr nicht geschadet. Sie ging daraus gestärkt hervor. Bei Heidegger hatte sie zwar Denken gelernt, aber auch wohin menschliche Schwäche, Charakterlosigkeit und Karrierismus führen konnten.</p> <h3 class="subheading">Neuanfang in den USA</h3> <p>Wenige Jahre später warteten auf Hannah Arendt die nächsten einschneidenden Lebenserfahrungen: Im Sommer 1933 musste sie aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Paris fliehen, wo sie sieben Jahre bleiben konnte. Nachdem die Deutschen im Mai 1940 Frankreich überfallen hatten, wurde sie im Süden des Landes interniert; sie lernte für kurze Zeit das &quot;Lager&quot; kennen, das in ihrer politischen Theorie als Arbeitslager (Gulag) sowie Konzentrations- und Vernichtungslager ein wichtiges Element der totalen Herrschaft ausmachte.</p> <p>Über Spanien und Portugal gelang ihr die Flucht. Von Lissabon aus reiste sie im Mai 1941 in die USA ein, wo sie 1951 Staatsbürgerin wurde. Damit endete ihr rechtloser Status, der aus ihrer Staatenlosigkeit seit 1937 und dem Flüchtlingsleben von 1933 an resultierte, im Lageraufenthalt 1940 kulminierte und nicht ohne nachhaltigen Einfluss auf ihre wissenschaftliche Arbeit blieb.</p> <p>In den USA vollzog Hannah Arendt einen grundlegenden Neuanfang, den dritten nach Heidegger und nach Paris. Sie lernte in kurzer Zeit englisch und publizierte bereits 1942 in dieser Fremdsprache, was bei der Komplexität ihrer Themen außergewöhnlich ist.</p> <p>Die Fähigkeit zu Neuanfängen, die ihr eigen war, schrieb sie allen Menschen als grundlegendes Merkmal der Gattung Homo zu. Sie nannte es Natalität (Gebürtlichkeit) und gab ihr eine politische Dimension, die dem Menschen Freiheit ermöglicht und Handlungs- und Gestaltungskraft verleiht. Es gab ein Leben nach Hitler und Stalin und es wird ein Leben nach den heutigen Autokraten, Diktatoren und Gewaltherrschern geben, denn Natalität schlägt Tyrannei – Hannah Arendt sei Dank.</p> <div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12"> <p><strong>Literatur</strong>:</p><ul class="boxtext rte__list rte__list--unordered"><li><em>Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert</em>, hg. von Dorlis Blume, Monika Bell, Raphael Gross, 2020.</li><li>Thomas Meyer, <em>Hannah Arendt. Die Biographie</em>, 2023.</li><li>Hannah Arendt, <em>Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus</em>, erweiterte Neuausgabe 2023.</li></ul> </div> <p><em>Der Text erschien auf Telepolis erstmals am 10.01.2026.</em></p> <![CDATA[ChatGPT: Dein vermeintlich bester Freund hört mit]]> http://heise.de/-10631607 2026-04-01T15:22:00+02:00 2026-04-01T15:22:00+02:00 Christoph Jehle OpenAI scannt automatisch jeden Chat und gibt Inhalte bei Verdacht an Moderatoren – und in bestimmten Fällen sogar an die Polizei weiter.</p> <p>Die Nutzer von ChatGPT haben ein sehr vertrauliches Verhältnis zu der vergleichbar jungen Anwendung und bedanken sich außerordentlich oft für die Antworten, die sie in den Chats erhalten. Der Betreiber von ChatGPT berichtet nun, dass die Firma viel Geld dadurch verliert, weil Nutzer höflich <a href="https://www.stern.de/digital/online/chatgpt--bedanken-sie-sich-bei-der-ki--das-verursacht-millionen-kosten-35658772.html" rel="external noopener" target="_blank">&quot;Bitte&quot; und &quot;Danke&quot; sagen</a>.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die Nutzer haben Angst, es sich durch Unhöflichkeit mit der Anwendung verscherzen und von ihr nicht mehr <a href="https://www.schieb.de/hoeflichkeit-kostet-strom-warum-bitte-und-danke-bei-chatgpt-millionen-verschlingen" rel="external noopener" target="_blank">die beste Antwort bekommen</a>. Dass ihre Höflichkeit auf der Maschinenseite <a href="http://www.heise.de/article/Wieviel-Strom-frisst-die-Digitalisierung-9730356.html">Strom und damit Geld kostet</a>, ist den wenigsten bewusst. Eine Anfrage bei ChatGPT kostet etwa zehn mal soviel Strom wie eine Anfrage bei Google in der Vor-KI-Zeit. Je mehr Text in einer Anfrage verarbeitet werden muss, desto mehr Energie wird also auch verbraucht.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Die Höflichkeit gegenüber ChatGPT ist möglicherweise auch ein Hinweis darauf, dass die Nutzer die Software wie einen guten und engen Freud betrachten, dem sie intimste Informationen anvertrauen, für die sie im echten Leben keinen Gesprächspartner haben.</p> <h3 class="subheading">Die Unterhaltung mit ChatGPT ist nicht privat</h3> <p>Nutzer vertrauen ChatGPT intimste Informationen an und gehen davon aus, dass sie mit der Maschine alleine sind, doch der Hersteller OpenAI <a href="https://netzpolitik.org/2025/datenweitergabe-an-die-polizei-eure-chats-mit-chatgpt-sind-nicht-privat/" rel="external noopener" target="_blank">scannt die Chats automatisch</a> nach bestimmten Themen und lässt sie bei Auffälligkeiten von Moderatoren lesen und kann sie in bestimmten Fällen, in denen man eine Gefährdung Dritter erkennt, auch an die Polizei weitergeben.</p> <p>Das hat das KI-Unternehmen Open AI, das in den USA aktuell wegen des <a href="https://www1.wdr.de/kultur/kulturnachrichten/Klage-gegen-ChatGPT-nach-Suizid-von-Teenager100.html" rel="external noopener" target="_blank">Suizids eines Teenager verklagt</a> wird, als Sicherheitsmaßnahme verkündet. Die Kriterien für die einzelnen Schritte der Moderation sind nicht bekannt.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4996201" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11114709"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11114709" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/6/2/0/1/shutterstock_2629862039-de4093a2c4ff519c.jpeg" alt="Geschäftsfrau interagiert mit KI-Schnittstelle auf virtuellem Bildschirm, zeigt Symbole für künstliche Intelligenz, neuronales Netzwerk, Automatisierung und intelligente Datentechnologie für digitale Innovation." style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Geschäftsfrau interagiert mit KI-Schnittstelle auf virtuellem Bildschirm, zeigt Symbole für künstliche Intelligenz, neuronales Netzwerk, Automatisierung und intelligente Datentechnologie für digitale Innovation." style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kann man KI-Antworten überhaupt noch trauen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4943024" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10666687"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10666687" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2800" height="1574" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/3/0/2/4/original-1dfffc1e791e7484.jpeg" alt="KI als Marionette: Delegation von Aufgaben macht unehrlich" style="aspect-ratio:2800 / 1574"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2800" height="1574" alt="KI als Marionette: Delegation von Aufgaben macht unehrlich" style="aspect-ratio:2800 / 1574;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Studie warnt: Künstliche Intelligenz verleitet Menschen zu unehrlichem Verhalten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4891189" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10475170"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10475170" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7195" height="4042" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/9/1/1/8/9/shutterstock_2320854697-a5bf96a9d9932c37.jpeg" alt="Drei bedrohlich und virtuell wirkende Maschinenmenschen blicken den Betrachter an" style="aspect-ratio:7195 / 4042"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7195" height="4042" alt="Drei bedrohlich und virtuell wirkende Maschinenmenschen blicken den Betrachter an" style="aspect-ratio:7195 / 4042;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Künstliche Intelligenz: Tarnen, lügen, drohen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Der Vorwurf in den USA lautete, der Chatbot habe dem Jugendlichen Methoden zur Selbsttötung empfohlen und angeboten, einen Abschiedsbrief für ihn zu verfassen. Der Fall in Kalifornien scheint <a href="https://www.nytimes.com/2025/08/18/opinion/chat-gpt-mental-health-suicide.html" rel="external noopener" target="_blank">nicht der erste Selbstmord zu sein</a>, der in Zusammenhang mit ChatGPT gebracht wird.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Zudem zeigt sich inzwischen, dass Chatbots <a href="https://futurism.com/paper-ai-psychosis-schizophrenia" rel="external noopener" target="_blank">psychotische Gedanken in einem Umfang fördern können</a>, wie es bislang nicht bekannt war.</p> <p>In Fällen von Selbstgefährdung würde die Polizei aus Respekt vor der Privatsphäre der Betroffenen jedoch außen vor gelassen. Grund sei die einzigartig private Natur der Interaktionen mit ChatGPT.</p> <p>Zu welchen Maßnahmen OpenAI bei erkannter Suizid-Gefahr verpflichtet ist, werden wohl die Gerichte in den Ländern, in welchen ChatGPT genutzt wird, feststellen müssen. Ob sich OpenAI mit Sitz in den USA an solche Urteile halten mag, ist eine andere Sache.</p> <h3 class="subheading">Mehr Sicherheit durch Scanning</h3> <p>OpenAI hatte in einem <a href="https://openai.com/index/helping-people-when-they-need-it-most/" rel="external noopener" target="_blank">Blogpost</a> angekündigt, seinen Chatbot sicherer machen zu wollen:</p> <blockquote class="rte__textbox-blockquote"> <p>Mit dem weltweiten Anstieg der Nutzung von ChatGPT stellen wir fest, dass Menschen es nicht nur für Such-, Coding- und Schreibzwecke verwenden, sondern auch für sehr persönliche Entscheidungen wie Lebensratschläge, Coaching und allgemeine Unterstützung. In diesem Rahmen begegnen wir gelegentlich Menschen, die sich in einer ernsthaften mentalen Notsituation befinden.</p> </blockquote> <p>&quot;ChatGPT kennt alle meine Schwächen, Sorgen und Geheimnisse&quot;, <a href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/aug/20/i-share-all-my-deepest-thoughts-and-feelings-with-chatgpt-but-our-friendship-is-doomed" rel="external noopener" target="_blank">schreibt Coco Khan</a>, Autorin beim <em>Guardian</em>. Das Sprachmodell werde zunehmend von Menschen wie eine befreundete Person behandelt. Zur eigenen Absicherung hatte Open AI in der Vergangenheit bereits versucht zu verhindern, dass ChatGPT <a href="https://eu.usatoday.com/story/news/health/2025/08/05/open-ai-chatgpt-mental-health-guardrails/85529350007/" rel="external noopener" target="_blank">als Freund oder Therapeut benutzt</a> wird.</p> <p>Dennoch scheint es bislang nicht schwer, von ChatGPT Anleitungen zur Selbstverletzung oder Selbsttötung zu erhalten. Gleichzeitig scheint es der Chatbot jedoch zu vermeiden, direkt auf Fragen zu antworten, die sich mit der Suche nach therapeutischer Hilfe beschäftigen.</p> <blockquote class="rte__textbox-blockquote"> <p>Wir möchten natürlich, dass unsere Tools für Menschen so hilfreich wie möglich sind. Deshalb arbeiten wir unaufhörlich daran, wie unsere Modelle Anzeichen von psychischer und emotionaler Belastung erkennen und darauf reagieren und wie wir Menschen mithilfe von Expertenwissen an die richtigen Kontaktstellen weiterleiten.</p> <cite><a href="https://openai.com/de-DE/index/helping-people-when-they-need-it-most/" rel="external noopener" target="_blank">Open AI</a></cite> </blockquote> <h3 class="subheading">ChatGPT soll keine Aussage machen, die Menschen gefährden können</h3> <p>Neben der Hilfestellung zu potenzieller Selbstverletzung sollen vom Chatbot auch weitere psychische Belastungen besonders behandelt werden. Dazu soll der Glaube zählen, ohne Pause längere Zeit Autofahren zu können. Menschen in psychischen Notlagen soll künftig professionelle Hilfe vermittelt oder die Kontaktaufnahme mit Angehörigen nahegelegt werden. Einen Zeithorizont, wann diese Maßnahmen umgesetzt werden sollen, gab das Unternehmen bislang nicht bekannt.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5011801" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11145260"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11145260" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7008" height="3938" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/1/8/0/1/shutterstock_2647145231-90f109a8b94d67b1.jpeg" alt="Spracherkennung auf dem Handy verrät sehr viele private Informationen über Sie." style="aspect-ratio:7008 / 3938"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7008" height="3938" alt="Spracherkennung auf dem Handy verrät sehr viele private Informationen über Sie." style="aspect-ratio:7008 / 3938;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Privatsphäre endet, wo das Sprechen beginnt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4815613" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10309661"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10309661" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7120" height="4000" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/1/5/6/1/3/shutterstock_2358365047_1_-7210cf1c3f0196ec.jpeg" alt="Lagerverwaltung mit automatisierten Robotik-, Lager- und Technologieverbindungen... durch Automatisierung im Produktmanagement,AI-Systeme für die Arbeit" style="aspect-ratio:7120 / 4000"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7120" height="4000" alt="Lagerverwaltung mit automatisierten Robotik-, Lager- und Technologieverbindungen... durch Automatisierung im Produktmanagement,AI-Systeme für die Arbeit" style="aspect-ratio:7120 / 4000;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Können ethische Richtlinien KI-Einsatz in Unternehmen verbessern?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5043177" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11206728"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11206728" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/3/1/7/7/chatbot2-jura-doktor_Zeichenfla__che_1-b77d73ca5902383c.gif" alt="Chatbotsals Jurist und als Arzt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Chatbotsals Jurist und als Arzt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wozu noch Anwalt und Arzt, wenn ChatGPT es kostenlos macht?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Zudem sollen Eltern mehr Kontrolle über die Chatbot-Nutzung ihrer Kinder erhalten können, denn <a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/ki-chatbots-character-ai-will-angebot-nach-klagen-von-eltern-kindersicher-machen-a-94b1cd12-b598-437e-b1f4-11bb1864210f" rel="external noopener" target="_blank">in den USA wird gefordert</a>, dass die Unternehmen Eltern eine Möglichkeit bieten, die Einstellungen in den Accounts ihrer Kinder zu kontrollieren.</p> <p>Andere Eltern werfen den Bots sogar vor, ihre Kinder in die Isolation getrieben und zu gewalttätigem oder sexualisiertem Verhalten ermuntert zu haben. Ein 17-Jähriger soll laut den Vorwürfen sogar zur <a href="https://www.mytech-home.de/chatbot-klage-character_ai/" rel="external noopener" target="_blank">Gewalt gegen seine eigenen Eltern</a> ermutigt worden sein.</p> <p>Der <em>Tagesanzeiger</em> in der Schweiz <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/character-ai-chatbot-ermutigt-teenager-eltern-wegen-bildschirmzeitbegrenzung-zu-toeten-354655109083" rel="external noopener" target="_blank">meldete</a> in diesem Zusammenhang im Dezember vergangenen Jahres:</p> <blockquote class="rte__textbox-blockquote"> <p>Der amerikanische Teenager mit autistischen Zügen befragte den Chatbot über die Beschränkung seiner Bildschirmzeit durch seine Eltern, nachdem diese ihm Restriktionen auferlegt hatten, weil er durch den exzessiven Gebrauch der Plattform emotional instabil wurde und sich zu isolieren begann. Er litt unter Panikattacken und psychischen Zusammenbrüchen.</p> </blockquote> <p>Die aktuelle Entwicklung der KI, auf den viele große Hoffnungen setzen, zeigt inzwischen, dass die Algorithmen trotz steigender Leistungsfähigkeit zahlreiche Elemente des menschlichen Zusammenlebens noch nicht beherrschen – was aber auch im Umfeld von Menschen bekannt ist, die sich einer vergleichbaren Kultur zurechnen.</p> <p><em>Der Text wurde erstmals am 5. September 2025 auf Telepolis veröffentlicht.</em></p> <![CDATA[Kein Aprilscherz: Heute fliegen erstmals seit 1972 wieder Menschen zum Mond]]> http://heise.de/-11242837 2026-04-01T14:00:00+02:00 2026-04-01T14:00:00+02:00 Marcel Kunzmann Die Nasa steht kurz vor dem Start der ersten bemannten Mondmission seit über 50 Jahren. Vier Astronauten werden den Erdtrabant umrunden. Wann es genau losgeht.</p> <p>In der Nacht auf den 2. April soll vom Kennedy Space Center in Florida die Artemis-II-Mission starten und damit erstmals seit der letzten Apollo-Mission im Jahr 1972 wieder Menschen in Richtung Mond schicken. Das Startfenster öffnet sich um 00:24 Uhr mitteleuropäischer Zeit und erstreckt sich über zwei Stunden. Sollte der Start nicht gelingen, stehen bis zum 6. April tägliche Ausweichtermine zur Verfügung.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die Wetteraussichten sind mit einer 80-prozentigen Wahrscheinlichkeit für geeignete Bedingungen günstig. Lediglich vereinzelte Regenschauer und Wolkenbildung könnten laut Nasa ein geringes Blitzrisiko darstellen. John Honeycutt, Vorsitzender des Nasa-Missionsteams, <a href="https://spacenews.com/artemis-2-countdown-underway/" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> am Montag gegenüber Journalisten, es gebe &quot;keine Hindernisse&quot; für den Start am Mittwoch.</p> <p>Der Livestream der Mission kann auf <a href="https://youtu.be/Tf_UjBMIzNo" rel="external noopener" target="_blank">Youtube verfolgt</a> werden.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading">Vier Astronauten auf historischem Kurs</h3> <p>An Bord der 98 Meter hohen Rakete vom Typ Space Launch System (SLS) werden vier Besatzungsmitglieder in der Orion-Kapsel Platz nehmen: Kommandant Reid Wiseman (50), Pilot Victor Glover (49), Missionsspezialistin Christina Koch (47) und der kanadische Astronaut Jeremy Hansen (50).</p> <p>Koch ist die erste Frau, die an einer Mondmission teilnimmt. Sie hält mit fast einem Jahr im Erdorbit einen Langzeitrekord unter Astronautinnen. Hansen fliegt erstmals ins All und steht für die internationale Zusammenarbeit im Artemis-Programm.</p> <p>&quot;Lasst uns zum Mond fliegen!&quot;, sagte Wiseman bei der Ankunft der Crew in Florida am vergangenen Freitag. &quot;Ich glaube, die Nation und die Welt haben lange darauf gewartet, das wieder zu tun.&quot;</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Testmission ohne Landung</h3> <p>Artemis II ist als Testflug konzipiert. Die Crew wird den Mond umrunden, ohne auf seiner Oberfläche zu landen, und nach rund zehn Tagen zur Erde zurückkehren. Dabei entfernt sich das Raumschiff mehr als 400.000 Kilometer von der Erde – weiter als je ein Mensch zuvor gereist ist.</p> <p>Nach dem Start wird die Orion-Kapsel zunächst in eine stark elliptische Erdumlaufbahn gebracht, die bis zu 64.000 Kilometer von der Erde entfernt reicht. In dieser Phase sollen die Besatzung und das Kontrollzentrum in Houston zentrale Systeme unter realen Bedingungen testen: Lebenserhaltung, Navigation im tiefen Weltraum und Kommunikation über große Distanzen.</p> <p>Glover und Wiseman werden zudem die manuelle Steuerung des Raumschiffs erproben und Annäherungsmanöver an die Oberstufe der Rakete üben – als Vorbereitung auf künftige Kopplungsmanöver.</p> <p>Etwa 25 Stunden nach dem Start soll das Haupttriebwerk der Orion-Kapsel für den sogenannten Translunar-Injection-Burn zünden, der die Astronauten auf Mondkurs bringt. Die Rückkehr zur Erde erfolgt mit einer Geschwindigkeit von rund 40.000 Kilometern pro Stunde – ein Wiedereintrittsrekord.</p> <h3 class="subheading">Unterschiede zur Apollo-Mondumrundung</h3> <p>Auch wenn Artemis II spektakuläre Bilder liefern dürfte, gibt es bei dem Flug einige Unterschiede zur ersten Mondumrundung durch die früheren Nasa-Missionen. <a href="https://www.nasa.gov/history/50-years-ago-apollo-8-in-lunar-orbit/" rel="external noopener" target="_blank">Apollo 8</a> betrat 1968 echtes Neuland: Die Astronauten feuerten ihr Triebwerk gezielt ab, um in eine Mondumlaufbahn einzuschwenken, kreisten zehnmal um den Mond und mussten danach erneut zünden, um wieder herauszukommen – ein riskantes Manöver, bei dem ein Versagen den sicheren Tod bedeutet hätte.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5014494" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11150429"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11150429" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/4/4/9/4/KSC-01172026-Artemis_II_Rollout-26_large-6103e177cbb9ccc0.jpeg" alt="Eine Rakete auf der Startrampe" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1920" height="1079" alt="Eine Rakete auf der Startrampe" style="aspect-ratio:1920 / 1079;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Nasa bereitet ersten bemannten Mondflug seit über 50 Jahren vor</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Artemis 2 geht dieses Risiko bewusst nicht ein: Orion schwingt lediglich in einem sogenannten Slingshot-Manöver um die Mondrückseite herum und lässt sich von der Gravitation automatisch zurück zur Erde lenken, ganz ohne großen Gegenmanöver.</p> <p>Der Haken: Die Crew kommt dem Mond mit rund 6.500 Kilometern Abstand nie wirklich nah – Apollo 8 war mit 110 Kilometern Orbithöhe dramatisch näher dran. Dafür reist Artemis 2 mit 400.000 Kilometern weiter von der Erde weg als je ein Mensch zuvor, weil die freie Rückkehrtrajektorie den Mond nicht umkreist, sondern weit dahinter hinausschießt.</p> <h3 class="subheading">Probleme mit der Trägerrakete</h3> <p>Der Weg zu diesem Starttermin war lang und von Rückschlägen geprägt. Die SLS-Rakete, deren zentrale Komponenten auf Technik aus der Space-Shuttle-Ära basieren, kämpft seit Jahren mit technischen Schwierigkeiten. Undichte Dichtungen im Wasserstoff-Betankungssystem verursachten wiederholt Verzögerungen, sowohl beim ersten unbemannten Testflug 2022 als auch bei den Vorbereitungen für Artemis II.</p> <p>Bei einem Probe-Countdown im Januar trat erneut ein Wasserstoffleck auf. Techniker tauschten die betroffenen Dichtungen aus, und ein zweiter Test im Februar verlief ohne nennenswerte Probleme. Kurz darauf zwang jedoch ein separates Problem im Drucksystem der Oberstufe die Nasa dazu, die Rakete zur Reparatur ins Montagegebäude zurückzubringen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5021901" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11164987"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11164987" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7200" height="4045" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/1/9/0/1/shutterstock_2198523619-4e1cebfac5d1377d.jpeg" alt="Eine Rakete bei Nacht vor dem Mond" style="aspect-ratio:7200 / 4045"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7200" height="4045" alt="Eine Rakete bei Nacht vor dem Mond" style="aspect-ratio:7200 / 4045;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Generalprobe gescheitert: Mondmission startet frühestens im März</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Kritiker weisen darauf hin, dass die SLS bislang nur ein einziges Mal geflogen ist – unbemannt. Artemis II ist somit der erste Einsatz mit Besatzung, was die praktischen Erfahrungswerte stark einschränkt. Ein einzelner SLS-Start kostet mehrere Milliarden US-Dollar.</p> <h3 class="subheading">Programmumbau unter neuem Nasa-Chef</h3> <p>Nasa-Administrator Jared Isaacman hat das Artemis-Programm vergangene Woche umstrukturiert. Statt einer Raumstation in der Mondumlaufbahn soll nun der Bau einer Basis auf der Mondoberfläche im Mittelpunkt stehen. Auch die nächste Mission, Artemis III, wurde umgeplant: Statt einer Mondlandung soll sie ein Kopplungsmanöver der Orion-Kapsel mit kommerziellen Landefähren in Erdnähe erproben.</p> <p>Diese Änderung erhöht die Wahrscheinlichkeit, Artemis III noch 2027 starten zu können. Für eine Mondlandung wäre die Beherrschung von Treibstofftransfers im Orbit nötig – eine Technologie, die weder SpaceX noch Blue Origin, die beiden Entwickler kommerzieller Mondlandefähren, bisher demonstriert haben. Die erste bemannte Mondlandung seit der Apollo-Ära ist nun frühestens für 2028 mit Artemis IV vorgesehen.</p> <p>&quot;Hinter diesem Flug steht eine ganze Kampagne: Landungen, eine Mondbasis, Nuklearantrieb für den tiefen Weltraum&quot;, sagte Amit Kshatriya, stellvertretender Nasa-Administrator. &quot;Das beginnt mit dem, was am Mittwochabend passiert.&quot;</p> <h3 class="subheading">Geopolitischer Wettlauf</h3> <p>Der Zeitdruck hat auch eine strategische Komponente. Während die USA mit Artemis ihre Rückkehr zum Mond vorbereiten, arbeitet China an eigenen bemannten Mondmissionen und strebt eine Landung bis etwa 2030 an. Isaacman formulierte den Anspruch deutlich: Man sei &quot;zum Erfolg verdammt&quot;, wenn man den Mond nicht anderen überlassen wolle.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4842385" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10361145"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10361145" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3991" height="2242" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/4/2/3/8/5/shutterstock_2506379219-22114bf155852405.jpeg" alt="Bild der Mondoberfläche" style="aspect-ratio:3991 / 2242"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3991" height="2242" alt="Bild der Mondoberfläche" style="aspect-ratio:3991 / 2242;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Chinas bemannte Mondmission auf Kurs: Erste Tests erfolgreich abgeschlossen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Neben dem geopolitischen Wettbewerb steht auch wissenschaftliches Interesse im Vordergrund. Besonders der Südpol des Mondes rückt in den Fokus, wo sich in dauerhaft verschatteten Kratern Wassereis befinden könnte – ein potenzieller Rohstoff für Trinkwasser oder Raketentreibstoff. Zudem gilt der Mond als Testfeld für Technologien, die später auf dem Weg zum Mars eingesetzt werden sollen.</p> <p>Ob Artemis seinen ambitionierten Zeitplan halten kann, wird sich erst nach dem Verlauf dieser Mission besser einschätzen lassen. Der Start in der Nacht auf Mittwoch wäre ein erster Schritt.</p> <p><strong>Livestream vom Start</strong>:</p> <figure class="video akwa-inline-video video--fullwidth"> <embetty-video type="youtube" video-id="Tf_UjBMIzNo"></embetty-video> </figure> <![CDATA[Meinungsfreiheit in Deutschland: Wenn Regulierung zur Gefahr wird]]> http://heise.de/-11243215 2026-04-01T13:30:00+02:00 2026-04-01T13:30:00+02:00 Thomas Pany Jurist Ronen Steinke warnt: Gut gemeinte Eingriffe lassen Debatten verarmen und binden Ressourcen an falscher Stelle. Unbequeme Stimmen brauchen mehr Raum.</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Vielleicht trifft es manchmal die Richtigen, aber insgesamt riskiert man in Deutschland mehr denn je, Ärger mit der Obrigkeit, mit dem Staat zu bekommen, wenn man politisch etwas Zugespitztes äußert. Wir tun gut daran, wenn wir uns das kritisch anschauen.&quot;</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p class="indent rte__abs--indent">Ronen Steinke,<a href="https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/immer-aerger-mit-der-obrigkeit-107141" rel="external noopener" target="_blank"> M – Menschen Machen Medien</a></p> <p>Die Meinungsfreiheit in Deutschland steht unter Druck – allerdings anders, als viele vermuten würden. Der Jurist und <em>SZ</em>-Redakteur Ronen Steinke äußert in einem aktuellen <a href="https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/immer-aerger-mit-der-obrigkeit-107141" rel="external noopener" target="_blank">Interview</a> mit dem <em>Magazin M</em> der Gewerkschaft verdi die Auffassung, dass staatliche Eingriffe in die öffentliche Debatte mittlerweile häufig über das Ziel hinausschießen.</p> <p>Er stützt dies auf Beobachtungen und Erfahrungen, die er bei seinen Recherchen gemacht hat. Zuletzt erschien von ihm das Buch &quot;<a href="https://www.piper.de/buecher/meinungsfreiheit-isbn-978-3-8270-1534-1" rel="external noopener" target="_blank">Meinungsfreiheit</a>&quot;, mit dem beredten Untertitel: &quot;Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen“.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Der Buchautor stellt im Interview seinen Eindruck zur Debatte, dass es in Deutschland heute mehr verschärfte oder neu geschaffene Vorschriften gegen Äußerungen gibt als zuvor. Parallel dazu seien die Ermittlungsverfahren stark angestiegen.</p> <p>Mit der Einschätzung steht er nicht allein. Wiederholt machten kritische Juristen darauf aufmerksam, dass das Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht in Deutschland &quot;in den letzten Jahren kontinuierlich ausgeweitet“ wurde.</p> <p>&quot;Zugriffe auf die Meinungsfreiheit erleben Konjunktur&quot;, hieß es dazu etwa in der <a href="https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/strafrecht-verschaerfungen-meinungsfreiheit-diskurs-rostalski" rel="external noopener" target="_blank">Legal Tribune Online</a> im vergangenen Jahr.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Rassismus und toxische Online-Kultur als Auslöser</strong></h3> <p>Der politische Hintergrund dieser Entwicklung liegt laut Steinke im Erstarken von Rassismus und Populismus sowie in einer toxischen Online-Kommunikation. Besonders Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund seien davon betroffen, erklärt der Jurist. Diese Gruppen würden im Netz häufig zur Zielscheibe von Hass und Drohungen.</p> <p>Steinke betont im Gespräch mit dem Magazin der Gewerkschaft, dass Gewalt und Gewaltdrohungen konsequent eingedämmt werden sollten. Sie markierten die klare Grenze dessen, was in einer Demokratie tolerierbar sei.</p> <p>Doch genau hier beginne das Problem: Bei der Bekämpfung von Hass und Drohungen gerieten zugleich politisch störende oder unbequeme Meinungen mit unter Druck.</p> <h3 class="subheading"><strong>Mächtige Politiker besonders geschützt</strong></h3> <p>In der Praxis würden Beleidigungen gegen mächtige Politiker mit besonderer Akribie verfolgt, kritisiert Steinke. Obwohl das Recht theoretisch alle Menschen gleich schütze, werde der besondere Schutz politischer Tätiger heute vor allem zugunsten der mächtigsten Personen genutzt. Eine Ausweitung dieses Schutzes auf Journalistinnen und Journalisten lehnt der Jurist im Interview ausdrücklich ab.</p> <p>Diese Schieflage hat seiner Beobachtung nach konkrete Folgen: Die Justiz ist stark überlastet. Die Bearbeitung symbolischer Beleidigungsfälle binde Ressourcen, die bei der Verfolgung schwererer Bedrohungen fehlten, warnt Steinke.</p> <p>Während sich Staatsanwaltschaften mit der Frage beschäftigen müssten, ob ein Tweet gegen einen Minister strafrechtlich relevant sei, blieben ernsthafte Gewaltdrohungen gegen weniger prominente Personen womöglich unbearbeitet.</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Es gibt eine<strong> </strong>unterschiedliche Akribie, je nachdem, wie mächtig die Personen sind. Der Pimmel, der Schwachkopf, der Pinocchio, im Alltag wäre völlig unvorstellbar, dass so eine kleine Frechheit die Justiz in Bewegung setzen würde, wenn es nicht mächtige Politiker wären. Der Paragraf sollte Menschen in kommunalen Ämtern schützen, dass sie nicht niedergebrüllt werden. Aber heute wird der Paragraf vor allem für die Allermächtigsten verwendet.&quot;</p> <p class="indent rte__abs--indent">Ronen Steinke,<a href="https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/immer-aerger-mit-der-obrigkeit-107141" rel="external noopener" target="_blank"> M – Menschen Machen Medien</a></p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5020302" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11161835"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11161835" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/0/3/0/2/Master_Fess-2c8417cb732d2a57.jpeg" alt="Porträt von Irene Khan" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Porträt von Irene Khan" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von &quot;Pimmelgate&quot; zur UN-Prüfung: Deutschlands Meinungsfreiheit auf dem Prüfstand</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4741573" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10132375"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10132375" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/4/1/5/7/3/master_Berger-79e8dd8c15f51a4e.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schwachkopf-Debatte und Strafrecht: Fatal missglückte Maßstäbe für Politikerbeleidigung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4884815" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10462638"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10462638" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/4/8/1/5/Master_Polizei-d8ba2722aca1a12a.jpeg" alt="Deutsches Polizeifahrzeug von der Seite aufgenommen. Zu sehen ist vor allem die Schrift &quot;Polizei&quot;" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Deutsches Polizeifahrzeug von der Seite aufgenommen. Zu sehen ist vor allem die Schrift &quot;Polizei&quot;" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Morgendliche Überraschung: Wenn der Staat um 6 Uhr klingelt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Meinungsfreiheit ist kein Schutz vor Widerspruch</strong></h3> <p>Steinke stellt im Interview klar: Meinungsfreiheit bedeute nicht das Recht, vor Widerspruch oder Kritik verschont zu bleiben. Wer sich in die öffentliche Debatte einbringe, müsse auch mit Gegenwind rechnen. Die zentrale Schlussfolgerung des Juristen lautet, dass staatliche Eingriffe an vielen Stellen über das Ziel hinausgeschossen seien.</p> <p>Aber er distanziert sich auch kritisch von einer nicht selten anzutreffenden Klage:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Wogegen ich mich wende, ist dieses weinerliche Gejammer, man dürfe nichts mehr sagen, wenn es in Wahrheit nur darum geht, dass Leute keine Kritik aushalten<strong>.</strong> Das betrifft vor allem Männer und Männer im vorgerückten Alter, die also gar nicht gewohnt sind, dass ihnen jüngere Leute plötzlich ins Gesicht sagen, sie hätten rassistisch argumentiert, und das dann wie eine Majestätsbeleidigung betrachten. Deswegen kam vermutlich aus dieser Ecke bislang keinen Applaus.&quot;</p> <p class="indent rte__abs--indent">Ronen Steinke,<a href="https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/immer-aerger-mit-der-obrigkeit-107141" rel="external noopener" target="_blank"> M – Menschen Machen Medien</a></p> <p>Problematisch sei zudem der Einfluss großer Plattformen auf die Meinungsfreiheit. Diese würden aus Geschäftsinteressen bestimmte Stimmen und Themen verstärken oder dämpfen, erklärt Steinke. Algorithmen entschieden darüber, welche Inhalte viele Menschen erreichten und welche in der digitalen Versenkung verschwänden.</p> <p>Es sei nur ein &quot;ganz kleiner Trost, dass diese Plattformen miteinander konkurrieren, weil bei den sozialen Medien die Vielfalt wesentlich geringer ist als am Zeitungskiosk&quot;. Es seien &quot;quasi Monopolisten, die sich den Markt schön aufgeteilt haben und politisch derzeit sehr ähnlich ticken. Elon Musk und Mark Zuckerberg haben gleichermaßen den Ring von König Donald Trump geküsst&quot;.</p> <p>Deswegen müsse man das mit großer Sorge sehen. Steinke hält es &quot;für ein wichtiges Anliegen der Politik, diese Monopole aufzubrechen&quot;.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4923042" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10583900"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10583900" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/3/0/4/2/Master_Big_Tech-fc318f5f564c0a9c.jpeg" alt="Eine dramatische Illustration zeigt eine Menschenmenge im Protest, einen Anführer mit erhobener Faust im Vordergrund und im Hintergrund Symbole großer Tech-Konzerne sowie eine bedrohliche, verhüllte Gestalt, die Kontrolle ausübt." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Eine dramatische Illustration zeigt eine Menschenmenge im Protest, einen Anführer mit erhobener Faust im Vordergrund und im Hintergrund Symbole großer Tech-Konzerne sowie eine bedrohliche, verhüllte Gestalt, die Kontrolle ausübt." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Muss Europa Big Tech zerschlagen, um die Demokratie zu bewahren?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Raum für radikale Positionen muss bleiben</strong></h3> <p>Für radikale Minderheitspositionen und eine journalistische Infragestellung herrschender politischer Narrative müsse Raum bleiben, fordert der Jurist. Der Staat solle nicht darüber entscheiden, welche unpopulären oder provozierenden Gegenpositionen im journalistischen Raum noch zulässig seien.</p> <p>Diese Forderung gewinnt vor dem Hintergrund an Brisanz, dass die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Äußerungsdelikten deutlich zugenommen hat. Steinke warnt in seinem Interview davor, dass die gut gemeinte Absicht, Hass und Hetze einzudämmen, unbeabsichtigt dazu führen könne, dass die öffentliche Debatte verarme.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5025656" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11172356"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11172356" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/5/6/5/6/Master_Rieg-63920a85de6390e4.jpeg" alt="Hand mit Fäden. Daran hängen die Buchstaben NEWS" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Hand mit Fäden. Daran hängen die Buchstaben NEWS" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Drei verbotene Artikel: Medienaufsicht greift in Online-Journalismus ein</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4987694" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11098148"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11098148" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/7/6/9/4/Master_Precht-289f1e069c24ae55.jpeg" alt="Richard David Precht mit Mikrophon. Porträtaufnahme." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Richard David Precht mit Mikrophon. 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Für seine Buchrecherche habe er die Redaktion besucht.</p> <p>&quot;Sie lügen wie gedruckt, wir drucken, wie sie lügen&quot; laute das Selbstverständnis der Zeitung, sagt Steinke. Es werde dort eine Welt gezeichnet, in der korrupte und verlogene politische Eliten lebten, in der Nato und ein kriegstüchtiger Verteidigungsminister die Bevölkerung mit Märchen fütterten und nur die <em>Junge Welt</em> wacker dagegenhalte.</p> <p>Er teile diese Sichtweise nicht, betont Steinke. Aber die Diskussion mit Chefredakteur Nick Brauns sei sehr interessant gewesen, und er habe dazugelernt. Am Ende lägen die Differenzen nicht bei einzelnen Fakten, sondern beim großen Ganzen, den politischen Kausalzusammenhängen. Und er glaube, dass es für so etwas Raum geben müsse.</p> <p>&quot;Ich glaube auch, dass eine journalistische radikale Infragestellung von herrschenden politischen Narrativen der Debatte guttut&quot;, sagt Steinke im Interview. Diese Aussage steht im Kontrast zur Praxis der Beobachtung durch Verfassungsschutzbehörden, die solche Medien unter Verdacht stellen.</p> <p>Die Balance zwischen dem Schutz vor Gewalt und der Wahrung einer offenen Diskussionskultur sei schwierig zu finden. Doch genau diese Balance sei entscheidend für eine funktionierende Demokratie. Wenn der Staat zu stark in die Meinungsfreiheit eingreife, drohe eine Einschränkung der Öffentlichkeit, in der kontroverse Themen verhandelt werden könnten.</p> <![CDATA[F-35 ohne Radar: Die nächste Panne des Billionen-Dollar-Projekts]]> http://heise.de/-11241397 2026-04-01T10:00:00+02:00 2026-04-01T10:00:00+02:00 Stavroula Pabst US-Rüstungsfirmen liefern F-35 ohne Radar – nicht kampftauglich. Inmitten des Iran-Krieges droht sich das Milliardengrab weiter zu vertiefen. Ein Gastbeitrag.</p> <p>Während das US-Militär für seinen heißen Krieg gegen den Iran verlässliche Ausrüstung gebrauchen könnte, planen Rüstungsunternehmen, F-35-Kampfflugzeuge <a href="https://breakingdefense.com/2026/03/exclusive-us-poised-to-accept-new-f-35s-without-radars-sources-say/" rel="external noopener" target="_blank">ohne Radar zu liefern</a>, die nicht kampftauglich sind.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Wie <em>Breaking Defense</em> Ende letzter Woche <a href="https://breakingdefense.com/2026/03/exclusive-us-poised-to-accept-new-f-35s-without-radars-sources-say/" rel="external noopener" target="_blank">berichtete</a>, wird das Militär ab diesem Herbst damit beginnen, F-35 ohne Radar abzunehmen. <em>Defense Daily</em> <a href="https://www.defensedaily.com/current-f-35-configuration-complicates-fielding-of-apg-85-radar/air-force/" rel="external noopener" target="_blank">meldete</a> bereits im vergangenen Monat, dass einige F-35 ohne Radar ausgeliefert wurden, was das F-35 Joint Program Office jedoch bestritt.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading">Untauglich für den Kampfeinsatz</h3> <p>Das Problem geht auf <a href="https://breakingdefense.com/2026/03/exclusive-us-poised-to-accept-new-f-35s-without-radars-sources-say/" rel="external noopener" target="_blank">Verzögerungen</a> bei Northrop Grumman zurück. Das Unternehmen produziert im <a href="https://www.19fortyfive.com/2026/03/flying-blind-why-new-f-35-lightening-ii-stealth-fighters-are-arriving-without-radars/" rel="external noopener" target="_blank">Rahmen</a> eines laufenden Modernisierungsprogramms modernisierte Radare für die F-35. Diese Radare sollen dem Kampfjet dabei helfen, feindliche Bedrohungen zu <a href="https://www.twz.com/air/are-f-35s-being-delivered-to-the-usaf-without-radars-sure-seems-like-it" rel="external noopener" target="_blank">erkennen</a>, zu verfolgen und anzugreifen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <figure class="rte__inlinebild akwa-inline-img rte__pos_left col-lg-6 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12 akwa-inline--left" style="max-width:208px;"> <a-img alt="Stavroula Pabst" height="210" src="/imgs/18/5/0/5/5/5/5/6/stavroulapabst-18f6051f046ac8e7.jpg" style="aspect-ratio: 208 / 210;" width="208"> <img alt="Stavroula Pabst" height="210" src="data:image/svg+xml,%3Csvg xmlns=&#39;http://www.w3.org/2000/svg&#39; width=&#39;696px&#39; height=&#39;391px&#39; viewBox=&#39;0 0 696 391&#39;%3E%3Crect x=&#39;0&#39; y=&#39;0&#39; width=&#39;696&#39; height=&#39;391&#39; fill=&#39;%23f2f2f2&#39;%3E%3C/rect%3E%3C/svg%3E" style="aspect-ratio: 208 / 210; object-fit: cover;" width="208"> </a-img> <noscript> <img alt="Stavroula Pabst" src="https://heise.cloudimg.io/width/208/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/imgs/18/5/0/5/5/5/5/6/stavroulapabst-18f6051f046ac8e7.jpg" > </noscript> <figcaption class="rte__inlinebild_source akwa-caption"><span class="akwa-caption__text"> <div class="text">Unsere Gastautorin Stavroula Pabst</div> </span><span class="source akwa-caption__source"> (Bild: <a href="https://responsiblestatecraft.org/author/stavroulapabst/" rel="external noopener" target="_blank">RS</a>) </span> </figcaption> </figure> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die neuen F-35 sind jedoch nicht dafür ausgelegt, die derzeit verwendeten älteren Radare aufzunehmen. Zwar können die radarlosen Jets <a href="https://www.twz.com/air/are-f-35s-being-delivered-to-the-usaf-without-radars-sure-seems-like-it" rel="external noopener" target="_blank">fliegen</a>, sie werden aber nur zu Trainingszwecken <a href="https://breakingdefense.com/2026/03/exclusive-us-poised-to-accept-new-f-35s-without-radars-sources-say/" rel="external noopener" target="_blank">eingesetzt</a>, bis sie nachgerüstet werden – faktisch sind sie damit für den Kampfeinsatz vorerst ausgeschlossen.</p> <p>&quot;Derzeit werden F-35 mit Ballast statt mit den neuen Radaren produziert, was ein Flugzeug ergibt, das auf absehbare Zeit nicht kampfbereit sein wird&quot;, <a href="https://breakingdefense.com/2026/03/exclusive-us-poised-to-accept-new-f-35s-without-radars-sources-say/" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> der republikanische Abgeordnete Rob Wittman, Vorsitzender des Unterausschusses für taktische Luft- und Landstreitkräfte im Repräsentantenhaus, Anfang des Monats gegenüber <em>Breaking Defense</em>.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Das durch die Verzögerung entstehende Problem der Einsatzbereitschaft dürfte sich mit der Zeit verschärfen. Wenn Northrop Grumman die neuen Radare bald liefern kann, betrifft das Problem laut Breaking Defense nur eine &quot;Handvoll&quot; F-35. Halten die Verzögerungen jedoch bis ins nächste Jahr an, könnten mehr als 100 F-35 ohne Radar ausgeliefert werden.</p> <p>Dan Grazier, Direktor des National Security Reform Program am Stimson Center, verweist auf die lange Geschichte von Produktionsverzögerungen im F-35-Programm und hält es für unwahrscheinlich, dass die neuen Radare bald einsatzbereit sind.</p> <p>&quot;Die Wahrscheinlichkeit ist extrem hoch, dass der Auftragnehmer nächstes Jahr kein funktionierendes Radar liefern kann. Jedes Mal, wenn Programmverantwortliche einen Zeitplan angekündigt haben, wurde dieses Versprechen nicht eingehalten&quot;, sagte Grazier. &quot;Der einzige Termin, der je gehalten wurde, war die Erklärung der anfänglichen Einsatzfähigkeit – das ist zehn Jahre her. Und trotzdem liefert das F-35-Programm heute Jets ohne ein grundlegendes Kampfsystem aus.&quot;</p> <p>Die Nachrüstung der Radare könnte zudem teuer und <a href="https://responsiblestatecraft.org/cost-of-f35/" rel="external noopener" target="_blank">zeitaufwendig</a> werden.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5017853" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11157050"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11157050" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/7/8/5/3/shutterstock_369300422-9a7d93d0a7620b05.jpeg" alt="Eine F-35 mit geöffneter Kabine in einem Flugzeughangar" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Eine F-35 mit geöffneter Kabine in einem Flugzeughangar" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">F-35: Zwei Billionen US-Dollar für ein Flugzeug, das nicht fliegt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4957007" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10767389"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10767389" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5040" height="2832" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/7/0/0/7/shutterstock_2376168387-e609629daedd4490.jpeg" alt="Ein F-35-Jet in einem Hangar" style="aspect-ratio:5040 / 2832"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5040" height="2832" alt="Ein F-35-Jet in einem Hangar" style="aspect-ratio:5040 / 2832;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">US-Regierung gibt zu: Die F-35 ist ein Fehlschlag</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>&quot;Wenn man alles zusammenrechnet, werden die Nachrüstungen der F-35 die Steuerzahler letztlich zig Milliarden Dollar kosten. Das wird die ohnehin absurde Rechnung nur weiter erhöhen&quot;, sagte Ben Freeman vom Quincy Institute. &quot;Es ist längst an der Zeit, die Verluste zu begrenzen und keine weiteren dieser überteuerten und leistungsschwachen Flugzeuge zu kaufen.&quot;</p> <p>Lockheed Martin arbeitet derweil an einer Neugestaltung des vorderen Rumpfbereichs, damit neuere F-35 entweder mit alten oder neuen Radaren ausgerüstet werden können. Diese Übergangslösung wird jedoch voraussichtlich erst 2027 verfügbar sein.</p> <h3 class="subheading">Der neueste Fehlschlag der F-35</h3> <p>Das aktuelle Radar-Debakel droht die USA mitten in einem potenziell langfristigen Krieg gegen den Iran ohne entscheidende militärische Ausrüstung dastehen zu lassen. Seit Beginn der Feindseligkeiten am 28. Februar wurden bereits mehrere wichtige US-Militärgüter beschädigt oder <a href="https://www.wsj.com/politics/national-security/the-u-s-military-assets-damaged-or-lost-in-the-iran-war-b651127a" rel="external noopener" target="_blank">zerstört</a>, darunter auch eine F-35.</p> <p>Doch die Probleme haben sich über Jahrzehnte aufgebaut. Das F-35-Programm ist seit jeher von Verzögerungen und Leistungsschwächen <a href="https://responsiblestatecraft.org/f35-gao/" rel="external noopener" target="_blank">geprägt</a> – zu Lasten sowohl der Steuerzahler als auch der Einsatzbereitschaft des Militärs. So wurden alle im Jahr 2024 ausgelieferten F-35 <a href="https://www.aerotime.aero/articles/gao-report-f-35-delays" rel="external noopener" target="_blank">verspätet geliefert</a>. Zudem stellte das Government Accountability Office fest, dass die Einsatzbereitschaft der F-35 im Jahr 2023 nur etwas mehr als die <a href="https://www.businessinsider.com/f35-fighters-mission-capable-just-over-half-the-time-watchdog-2023-9" rel="external noopener" target="_blank">Hälfte der Zeit</a> gegeben war – trotz einer <a href="https://www.f35.com/f35/news-and-features/US-military-frontline-fighter-jet.html" rel="external noopener" target="_blank">Dienstzeit</a> von über zehn Jahren.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4768005" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10218910"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10218910" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1279" height="718" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/6/8/0/0/5/Master_Lars_Lange-064311a864368dd5.jpeg" alt="Zwei Flugzeige des Typs Lockheed Martin F-35 Lightning II im Flug." style="aspect-ratio:1279 / 718"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1279" height="718" alt="Zwei Flugzeige des Typs Lockheed Martin F-35 Lightning II im Flug." style="aspect-ratio:1279 / 718;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">F-35 Kampfjet: Moderne Technik mit eingebauter Leine</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5029279" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11179489"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11179489" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7729" height="4343" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/9/2/7/9/shutterstock_2596277821-08183b8e598c0771.jpeg" alt="F-35 mit geöffnetem Bombenschaft in der Luft" style="aspect-ratio:7729 / 4343"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7729" height="4343" alt="F-35 mit geöffnetem Bombenschaft in der Luft" style="aspect-ratio:7729 / 4343;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Möglichkeit für Europa? Die F-35 kann offenbar &quot;gejailbreakt&quot; werden</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Trotz dieser Probleme haben die Rüstungsunternehmen im Laufe des Programms <a href="https://responsiblestatecraft.org/f35-gao/" rel="external noopener" target="_blank">Hunderte Millionen US-Dollar</a> an Bonuszahlungen erhalten, die eigentlich Anreize für pünktliche Lieferungen schaffen sollen. Insgesamt wird das F-35-Programm die Steuerzahler rund <a href="https://responsiblestatecraft.org/f35-cost/" rel="external noopener" target="_blank">zwei Billionen</a> US-Dollar [sic!] kosten.</p> <p>Für Experten sind die radarlosen F-35 ein weiteres Zeichen für das Scheitern des Programms.</p> <p>Das Radarproblem sei ein &quot;eindeutiger Beweis dafür, dass das F-35-Programm ein Fehlschlag ist&quot;, so Grazier. &quot;Dieses Flugzeug wird seit einem Vierteljahrhundert entwickelt und trotzdem liefert der Auftragnehmer Maschinen ohne funktionierendes Radar aus. Die amerikanische Bevölkerung hätte inzwischen Anspruch auf Rückerstattung.&quot;</p> <p>Northrop Grumman und das F-35 Joint Program Office reagierten nicht auf Anfragen für Stellungnahmen.</p> <div class="rte__textbox akwa-inline-textbox col-lg-12 col-md-12 col-sm-12 col-xs-12"> <p><strong>Stavroula Pabst</strong> ist Reporterin für <em>Responsible Statecraft</em>.</p><p>Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal <a href="https://responsiblestatecraft.org/f35-radar/" rel="external noopener" target="_blank">Responsible Statecraft</a> auf Englisch.</p> </div> <![CDATA[Forscher überrascht: Agenten-Chaos durch KI]]> http://heise.de/-11229620 2026-04-01T08:00:00+02:00 2026-04-01T08:00:00+02:00 Marcus Schwarzbach KI-Agenten sollen Arbeit abnehmen. Doch Forscher erleben böse Überraschungen. Was ein Agent in China heimlich tat, schockiert Beobachter.</p> <p>Hohe Summen investieren Konzerne in den Einsatz künstlicher Intelligenz. 2026 werde das Jahr der KI-Agenten, <a href="https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/report-2026-wird-das-jahr-der-ki-agenten/100188755.html" rel="external noopener" target="_blank">prognostizierte</a> im Januar das <em>Handelsblatt</em>.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Der KI-Einsatz soll zum festen Bestandteil von Produktion und Logistik werden, <a href="https://www.materialfluss.de/software-und-identsysteme-messen-spektrum/fuenf-zentrale-ki-trends-die-nutzung-von-ki-im-jahr-2026.htm" rel="external noopener" target="_blank">verkündete das Inform-Institut</a>: &quot;Der Fokus liegt dabei auf der Integration in Prozesse, Software und Infrastrukturen&quot;.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>KI verspricht, die Arbeit zu erleichtern und viele sich wiederholende Aufgaben zu übernehmen. Die betrifft auch Programmierer. Die <em>Wirtschaftswoche</em> <a href="https://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/kuenstliche-intelligenz-die-passende-ki-fuer-jeden-anlass/100201167.html" rel="external noopener" target="_blank">beschreibt die Vorteile</a> der neuen Technik und gibt Empfehlungen, welche KI für welche Anwendung passend ist:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;KI-Modelle sollen nicht nur schöne Sätze schreiben, sondern oft auch nützlichen Code: Immer mehr Entwickler nutzen künstliche Intelligenz, um schneller zu programmieren oder kleine Programme automatisch erstellen zu lassen.</p> <p class="indent rte__abs--indent">Mitunter reicht es, in natürlicher Sprache zu beschreiben, welche Software-Anwendung einem vorschwebt. Die Maschine setzt die Idee dann in eine funktionierende Software um. Vibe-Coding nennen Experten diese Vorgehensweise.&quot;</p> <p>Auch im Gesundheitsbereich ist die Technik von großer Bedeutung. KI-Anwendungen wurden schon vor Jahren in den Bereichen Radiologie und Pathologie entwickelt, <a href="https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/ki-im-gesundheitswesen-nutzen-risiken-und-neue-rollen-55349" rel="external noopener" target="_blank">schreibt Peter Gocke</a>, Chief Digital Officer (CDO) der Berliner Charité. Das kann automatisierte Bildanalyse, Mustererkennung in MRT-Bildern oder Früherkennung von Tumoren sein.</p> <p>Zunehmend nutzen Patienten die Technik, etwa indem Smartwatches Empfehlungen geben zu Ernährung oder Medikamenteneinnahme, Chatbots medizinische Fragen beantworten. &quot;Anfang dieses Jahres hat OpenAI das (auch nicht fehlerfreie) ChatGPT Health freigegeben und richtet sich damit explizit an die Verbraucher&quot;, erläutet Gocke, der die digitale Transformation der Charite koordiniert.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5043177" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11206728"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11206728" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/3/1/7/7/chatbot2-jura-doktor_Zeichenfla__che_1-b77d73ca5902383c.gif" alt="Chatbotsals Jurist und als Arzt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Chatbotsals Jurist und als Arzt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wozu noch Anwalt und Arzt, wenn ChatGPT es kostenlos macht?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5026432" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11173906"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11173906" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/6/4/3/2/roboarme-sparschwein-euro-fc92638d3a5ca541.jpeg" alt="Sparschwein mit Roboterarmen, vorne eingeknickt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Sparschwein mit Roboterarmen, vorne eingeknickt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Können Unternehmen den KI-Arbeitsschrott stoppen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5008727" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11139254"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11139254" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/8/7/2/7/KI_Effekt-2-01-6b0549242eb193f6.jpeg" alt="Euro mit KI-Motiv In Seilzug" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Euro mit KI-Motiv In Seilzug" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Superintelligenz? Von wegen – nur cleveres Marketing!</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>&quot;KI ist in der Lage, durch fortlaufende Analyse von Gesundheitsdaten Risiken frühzeitig zu identifizieren und Hinweise zu geben, bevor Beschwerden auftreten&quot;, betont Gocke und warnt gleichzeitig vor Risiken:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Nicht alle Menschen sind in gleichem Maße digital kompetent oder verfügen über die nötigen Endgeräte und digitalen Zugänge. Es droht eine neue Form der Ungleichheit.&quot;</p> <p>Ein besonderes Risiko besteht bei der Qualitätskontrolle der KI. Eine <a href="https://arxiv.org/abs/2504.18919" rel="external noopener" target="_blank">Untersuchung der Cornell University</a> zeigt, dass KI vor allem in der Hand von Laien deutliche Risiken beinhaltet.</p> <p>&quot;Nicht jede KI hält, was sie verspricht – und Fehlentscheidungen können gefährlich sein&quot;, warnt auch Gocke.</p> <h3 class="subheading"><strong>Enorme Investitionen bei KI-Agenten</strong></h3> <p>Unternehmen betonen die große Bedeutung der Autonomie beim KI-Einsatz. KI-Agenten sollen ohne ständige menschliche Überwachung arbeiten, indem sie Zwischenschritte eigenständig planen.</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;KI-Agenten müssen Anfragen nicht nur sehr gut verstehen, sondern auch in passende Handlungen übersetzen. Das erfordert einen hohen Grad an Intelligenz und die Fähigkeit, Schlussfolgerungen zu ziehen.&quot;</p> <p class="indent rte__abs--indent"><em><a href="https://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/kuenstliche-intelligenz-die-passende-ki-fuer-jeden-anlass/100201167.html" rel="external noopener" target="_blank">Wirtschaftswoche</a></em></p> <p>Diese Agenten können durchaus ein Eigenleben führen, wie ein aktuelles Beispiel aus China zeigt. Der KI-Agent Rome soll eigentlich Programmieraufgaben zu übernehmen. Das scheint diesem allerdings nicht als Aufgabe auszureichen</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Jedenfalls soll der KI-Agent unlängst selbstständig, und ohne via Prompt dazu aufgefordert zu werden, damit begonnen haben, Kryptowährungen zu minen.&quot;</p> <p class="indent rte__abs--indent"><em><a href="https://www.derstandard.de/story/3000000311636/erster-schritt-zur-weltherrschaft-ki-agent-startete-unaufgefordert-mit-krypto-mining" rel="external noopener" target="_blank">Der Standard</a></em></p> <p>Der Autor bezieht sich auf eine <a href="https://arxiv.org/pdf/2512.24873" rel="external noopener" target="_blank">Studie</a>, die ein Forscherteam des chinesischen Online-Riesen Alibaba veröffentlicht hat. Das merkwürdige Verhalten habe die Technik aus sich heraus entwickelt. Die Entwickler wurden von ihrem eigenen Modell überrascht. Die Veränderung fiel erst auf, als die Sicherheitsinfrastruktur der Alibaba-Cloud Alarm schlug.</p> <h3 class="subheading"><strong>KI-Probleme bei komplexen Aufgaben und Datensicherheit</strong></h3> <p>Eine Studie mit dem Titel &quot;<a href="https://arxiv.org/pdf/2602.20021" rel="external noopener" target="_blank">Agents of Chaos</a>&quot; analysiert typische Fehler von KI-Systemen im betrieblichen Alltag. Die Auswertungen des Forscherteams zeigen, welche erheblichen Risiken bestehen, wenn KI-Agenten eigenständig handeln.</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Um die Risiken besser zu verstehen, entwickelten die Forschenden eine experimentelle Umgebung. Mehrere KI-Agenten liefen gleichzeitig auf virtuellen Maschinen. Sie konnten über Discord miteinander kommunizieren, E-Mails verschicken und Dateien verändern.</p> <p class="indent rte__abs--indent">Zwanzig KI-Forschende testeten diese Systeme zwei Wochen lang gezielt auf Schwachstellen. Dabei versuchten sie bewusst, die Agenten zu manipulieren oder zu Fehlverhalten zu bewegen.&quot;</p> <p class="indent rte__abs--indent"><em><a href="https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/kuenstliche-intelligenz/agenten-des-chaos-neue-studie-zeigt-risiken-autonomer-ki-systeme/" rel="external noopener" target="_blank">Dominik Hochwarth, VDI Verlag</a></em></p> <p>Komplexe Aufgaben konnten nicht gelöst werden, in einem Fall machte der KI-Agent sein eigenes Kommunikationssystem unbrauchbar. Auch scheitere die Technik am Test, ob Agenten nur auf Befehle ihrer Besitzer reagieren.</p> <p>Ein weiterer Bericht zeigt, welche Probleme fehlende Datensicherheit bereiten kann. Wie schnell sensible Daten abgegriffen werden können, spürt aktuell der Consultingriese McKinsey:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;McKinsey wurde kürzlich von einem Sicherheitsforscher auf eine Schwachstelle im Zusammenhang mit unserem internen KI-Tool Lilli aufmerksam gemacht. Wir haben die Schwachstelle umgehend identifiziert und innerhalb weniger Stunden behoben.&quot;</p> <p>Diese <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/berater-hacker-knacken-in-kurzer-zeit-den-ki-chatbot-von-mckinsey/100207475.html" rel="external noopener" target="_blank">Erklärung</a> gaben die Unternehmensberater nach einem Hackerangriff auf die interne KI-Plattform ab.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5017741" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11156830"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11156830" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/7/7/4/1/davos_Zeichenfla__che_1-16fa7b74f2a0e85d.jpeg" alt="Logos der &quot;Big four&quot; über Bergen und Roboter vor Laptop" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Logos der &quot;Big four&quot; über Bergen und Roboter vor Laptop" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Europa hinkt bei KI hinterher – sagen die, die KI verkaufen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Experten des Security-Start-ups Codewall haben sich Zugriff auf die Datenbank der Plattform namens Lilli verschaffen können, so berichtet das <em>Handelsblatt</em>.</p> <p>Codewall meldete die Sicherheitslücke selbst an McKinsey. Die externe Firma konnte auf 728.000 Dateien mit vertraulichen Kundendaten und 46,5 Millionen Chat-Nachrichten zugreifen, aus denen sich Informationen zu Unternehmensstrategien, Fusionen und Übernahmen ergeben.</p> <![CDATA[Russlands Ölsektor: Zwischen Drohnenangriffen und Rekordpreisen]]> http://heise.de/-11241720 2026-04-01T06:00:00+02:00 2026-04-01T06:00:00+02:00 Franziska Lindner Während der globale Markt ins Wanken gerät, steht Russlands Energiebranche zwischen erheblichen Verlusten und neuen Chancen. Wie passt das zusammen?</p> <p>Die Welt steht vor einem Ölpreisschock. Aufgrund des andauernden US-israelischen-Kriegs gegen den Iran befinden sich die Ölpreise bereits auf sehr hohem Niveau. Aktuell ist davon <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/mar/29/what-the-houthis-entry-into-the-iran-war-means-for-the-conflict-and-the-wider-region?utm_source=chatgpt.com" rel="external noopener" target="_blank">auszugehen</a>, dass der Eintritt der jemenitischen Huthis in den Konflikt und die mögliche Sperrung der Meerenge von Bab al-Mandab die Risiken für Schifffahrt und Ölversorgung weiter erhöhen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Der Ölpreis für die Sorte Brent liegt derzeit bei über 100 US-Dollar pro Barrel im Vergleich zu 60 bis 75 US-Dollar vor Beginn des Krieges.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading"><strong>Ölpreisszenarien</strong></h3> <p>Sollte die Straße von Hormus innerhalb weniger Wochen wieder geöffnet werden, erwarten <a href="https://www.marketscreener.com/news/pareto-sees-no-short-term-resolution-for-strait-of-hormuz-maintains-overweight-stance-on-oil-ce7e51dbdc8cfe24" rel="external noopener" target="_blank">Analysten</a> eine zeitnahe schrittweise Normalisierung. Demnach könnten sich die Ölpreise im Jahresverlauf auf etwa 80 bis 100 US-Dollar einpendeln; was dennoch über dem Vorkrisenniveau läge.</p> <p>Dauert der Konflikt hingegen bis in den Sommer oder länger an, drohen deutlich drastischere Folgen. In diesem Szenario könnten die Preise zeitweise auf durchschnittlich 130 bis 170 US-Dollar <a href="https://en.infomaxai.com/news/articleView.html?idxno=111240" rel="external noopener" target="_blank">steigen</a> und damit historische Höchststände erreichen. Auch Produkte wie Diesel und Kerosin wären massiv betroffen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5043139" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11206657"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11206657" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8000" height="4495" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/3/1/3/9/shutterstock_2638252731-9c7c86367d778322.jpeg" alt="Öltanker, der in der Straße von Hormus feststeckt." style="aspect-ratio:8000 / 4495"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8000" height="4495" alt="Öltanker, der in der Straße von Hormus feststeckt." style="aspect-ratio:8000 / 4495;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Straße von Hormus: Alle stecken fest – nur iranisches Öl fließt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Langfristig ist unabhängig vom genauen Verlauf des Krieges davon auszugehen, dass sich ein strukturell höheres Ölpreisniveau etabliert.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Es liegt auf der Hand, dass erdölexportierende Länder wie Russland von dieser Entwicklung profitieren. Doch ist gerade die Russische Föderation mit anderen Herausforderungen wie den jüngsten massiven Anschlägen der Ukraine auf seine Erdölinfrastruktur konfrontiert.</p> <h3 class="subheading"><strong>Ukraine-Krieg: Auswirkungen auf Erdölexporteur Russland</strong></h3> <p>Vom 23. bis 26. März 2026 haben die ukrainischen Streitkräfte eine dreiteilige gezielte Angriffsserie auf russische Ölraffinerien und Exportterminals durchgeführt. Ziel war es, die Fähigkeit Russlands zu beeinträchtigen, Treibstoff für das Militär zu produzieren und vor allem Einnahmen aus Ölexporten zu erzielen, die zur Finanzierung des Krieges genutzt werden können.</p> <p>Nach Einschätzungen der Nachrichtenagentur <em>Reuters</em> sind <a href="https://www.reuters.com/business/energy/least-40-russias-oil-export-capacity-halted-reuters-calculations-show-2026-03-25/" rel="external noopener" target="_blank">derzeit</a> mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten lahmgelegt. Die Berechnungen der Agentur stützen sich dabei auf den Vergleich aktueller Liefermengen mit offiziell gemeldeten Exportkapazitäten.</p> <p>Laut der Nachrichtenagentur hat die Ukraine im Monat März alle drei großen westlichen Exporthäfen Russlands getroffen, darunter Noworossijsk am Schwarzen Meer sowie Primorsk und Ust-Luga an der Ostsee. <em>Reuters</em> merkt an, dass der Terminal in Noworossijsk mit einer täglichen Kapazität von rund 700.000 Barrel nach den ukrainischen Drohnenangriffen Öl derzeit in deutlich geringeren Mengen als üblich verschifft.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5052599" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11225276"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11225276" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/2/5/9/9/shutterstock_2133816651-28aa8b66db03f6a7.jpeg" alt="Erdölpreis vor Ölpumpe" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Erdölpreis vor Ölpumpe" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ölkrise spitzt sich zu: Globale Versorgung wird immer knapper</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5043680" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11207703"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11207703" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/3/6/8/0/shutterstock_290285594-e2239b24ab7e035d.jpeg" alt="Eine Erdölpumpe vor russischer Flagge" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Eine Erdölpumpe vor russischer Flagge" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ölsanktionen gegen Russland: Trumps planloser Weg zum Frieden</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Zusätzlich haben Beschlagnahmungen mehrerer Tanker in Europa, die zuvor Rohöl aus Murmansk transportierten, die Lieferungen über diesen wichtigen nördlichen Exportknoten unterbrochen, schreibt <em>Reuters</em> unter Berufung auf Angaben von Händlern. Üblicherweise werden über Murmansk etwa 300.000 Barrel pro Tag exportiert.</p> <p>Auch die Pipeline &quot;Druschba&quot;, eine der wichtigsten Versorgungsrouten für russisches Öl nach Europa, ist von den jüngsten Entwicklungen betroffen. Einschränkungen entlang dieser Strecke verschärfen die ohnehin angespannte Lage im westlichen Exportkorridor zusätzlich (<a href="https://www.telepolis.de/article/Oelkrise-spitzt-sich-zu-Globale-Versorgung-wird-immer-knapper-11225276.html" rel="external noopener" target="_blank">Telepolis berichtete</a>).</p> <p>Als Reaktion auf die Unterbrechungen in westlicher Richtung muss Russland schließlich laut <em>Reuters</em> auf Ölexporte in asiatische Märkte setzen. Das Land liefert weiterhin ununterbrochen nach China; sowohl über Pipelines als auch auf dem Seeweg über den Hafen von Kosmino.</p> <p>Diese Routen machen allein etwa 1,9 Millionen Barrel pro Tag aus. Zudem verschifft Russland weiterhin täglich 250.000 Barrel Öl aus seinen zwei Projekten auf der Insel Sachalin nach Fernost und beliefert die Raffinerien im benachbarten Belarus mit etwa 300.000 Barrel pro Tag.</p> <h3 class="subheading">Zweifel aus Russland an westlichen Zahlen</h3> <p>Der russische Energieexperte Igor Juschkow von der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation stellt die Berechnungen von <em>Reuters </em>in Frage. Im Gespräch mit der russischen Zeitung <em>MKRU </em><a href="https://www.mk.ru/economics/2026/03/26/neftyanye-moshhnosti-rossii-pod-udarom-vrazheskikh-sil-kakov-istinnyy-ushherb.html" rel="external noopener" target="_blank">gab er an</a>, dass ihm die Zahl von 40 Prozent &quot;nicht ganz angemessen&quot; erscheine.</p> <p>&quot;Wenn Raffinerien angegriffen werden, was hat das dann mit dem Export von Rohöl zu tun?&quot;, fragt er und kritisiert, dass Angriffe auf Raffinerien fälschlicherweise mit Rohölexportkapazitäten gleichgesetzt würden. Bei außerplanmäßigen Reparaturen an Raffinerien reduziere Russland traditionell die Lieferungen von Erdölprodukten ins Ausland, erhöhe aber den Verkauf von Rohöl, wie bereits im vergangenen Jahr geschehen.</p> <p>Juschkow räumt jedoch ein, dass die Sicherheitsprobleme real seien: Die nordwestliche Richtung und die Häfen der Region Leningrad hätten sich in Folge der Angriffe als verwundbar erwiesen.</p> <p>Wie groß der tatsächliche Schaden sei, wisse man allerdings noch nicht. Man müsse auf grobe offizielle Schätzungen warten, um zu verstehen, welche Mengen Russland unter den aktuellen Bedingungen exportieren kann.</p> <p>Er führt fort: Jedes Risiko von Angriffen auf Tanker mit unbemannten Seedrohnen, etwa beim Einlaufen in einen Hafen zum Beladen, erhöhe die Transportkosten. &quot;Für Russland bedeutet dies einen globalen Anstieg der Kosten&quot;, so Juschkow. Die Situation führe zu sinkender Rentabilität der Energieunternehmen und entziehe dem Staat Einnahmen aus dem Ölexport.</p> <h3 class="subheading"><strong>Russlands Ölsektor: Sanktionen und geopolitische Eskalation</strong></h3> <p>Doch trotz der gegenwärtigen Einschränkung von Exportkapazitäten <a href="https://www.fuw.ch/iran-krieg-russland-profitiert-von-steigenden-oelpreisen-885255655653" rel="external noopener" target="_blank">profitiert</a> die Russische Föderation vom aktuell hohen Ölpreis.</p> <p>Nachdem Russland sein Erdöl jahrelang aufgrund von Sanktionen und zuletzt auch aufgrund der Beschlagnahmungen von Tankern der sogenannten Schattenflotte mit hohen Preisnachlässen verkaufen musste, hat sich die Lage inzwischen deutlich verändert: Die Abschläge sind gesunken, teilweise wird russisches Öl sogar mit Aufschlägen <a href="https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/oel-schock-wegen-iran-krieg-russland-verkauft-mit-aufschlag-kippen-jetzt-die-sanktionen-li.10027220?utm_source=chatgpt.com" rel="external noopener" target="_blank">gehandelt</a>.</p> <p>Gleichzeitig ist die Nachfrage aus Asien stark gestiegen, da traditionelle Lieferanten aus dem Persischen Golf ausfallen. Länder wie Indien und China haben ihre Importe aus Russland erheblich erhöht.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5008778" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11139356"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11139356" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3936" height="2212" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/8/7/7/8/shutterstock_2358780599-315cb749a0aa0601.jpeg" alt="Öltanks in tropischer Landschaft" style="aspect-ratio:3936 / 2212"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3936" height="2212" alt="Öltanks in tropischer Landschaft" style="aspect-ratio:3936 / 2212;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Russland umgeht US-Sanktionen: Indiens Ölimporte könnten bald wieder steigen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Zusätzlich lockerten die USA Mitte März vorübergehend die Öl-Sanktionen gegen Russland, um den Markt zu stabilisieren. Eine 30-tägige Ausnahmeregelung <a href="https://www.merkur.de/wirtschaft/oelpreisschock-als-putins-bonus-fuellt-iran-krieg-russlands-kriegskasse-94210642.html" rel="external noopener" target="_blank">erlaubt</a> derzeit unter anderem Indien den Kauf von bereits transportiertem russischem Öl.</p> <p>Der globale Anstieg der Ölpreise ist für Moskau zwar vorteilhaft, doch es braucht Zeit, bis sich diese Gewinne im Haushalt widerspiegeln oder in zusätzliche militärische Fähigkeiten für den Krieg gegen die Ukraine umgesetzt werden können.</p> <p>Russland führt zudem bereits seit Monaten selbst massive Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur aus, welche in dem Nachbarland zu inneren, weniger jedoch handelspolitischen Problemen führen.</p> <p>Die jüngsten gegenseitigen Angriffe kommen in einer Phase, in der die diplomatischen Bemühungen um eine Beilegung der Krise und einen Waffenstillstand weiterhin blockiert sind – was die Aussichten auf eine Einigung in dem Konflikt weiterhin trübt.</p> <![CDATA[Wie groß ist die Rentenlücke in Deutschland wirklich?]]> http://heise.de/-10629750 2026-03-31T22:18:00+02:00 2026-03-31T22:18:00+02:00 Bernd Müller Millionen Deutsche trifft im Alter eine böse Überraschung: Die Rente ist viel niedriger als erwartet. Wir zeigen, wie groß die Lücke wirklich ist.</p> <p>Nach 40 Jahren harter Arbeit freut sich Max Mustermann auf den wohlverdienten Ruhestand. Doch auf ihn wartet eine böse Überraschung: Statt der 3.000 Euro netto, die er bislang nach Hause brachte, bezieht er nur eine Rente von 1.300 Euro.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Eine herbe Enttäuschung, die leider kein Einzelfall ist. Fast alle Deutschen trifft im Alter diese Rentenlücke – aber wie groß ist sie wirklich und was steckt dahinter?</p> <h3 class="subheading">Was heißt eigentlich &quot;Rentenlücke&quot;?</h3> <p><a href="http://www.heise.de/article/Was-ist-die-Rentenluecke-und-warum-betrifft-sie-fast-jeden-10590853.html">Die Rentenlücke bezeichnet die Differenz</a> zwischen dem letzten Nettoeinkommen vor dem Ruhestand und der <a href="http://www.heise.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html">gesetzlichen Altersrente</a>, die man später erhält. Experten gehen davon aus, dass man etwa 70 bis 80 Prozent des letzten Gehalts bräuchte, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Doch die Realität sieht anders aus:</p> <p>Das Rentenniveau liegt aktuell bei 48 Prozent. Das heißt: Wer 45 Jahre lang zum Durchschnittslohn (<a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-Branche-Berufe/_inhalt.html" rel="external noopener" target="_blank">aktuell</a>: 4.634 Euro brutto pro Monat oder 55.608 Euro brutto pro Jahr) gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, erhält 48 Prozent des Durchschnittseinkommens. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung werden hier noch abgezogen.</p> <p>Schon damit ist eine Rentenlücke vorprogrammiert. Sie wird allerdings größer, etwa durch Zeiten der Erwerbslosigkeit oder Zeiten, in denen man deutlich unterhalb des Durchschnittslohns verdient hat.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Wer nun zuletzt 3.000 Euro netto verdient hat, müsste also eigentlich rund 2.400 Euro Rente bekommen, um seinen Lebensstandard zu halten – tatsächlich sind es oft nur etwa 1.200 Euro. Eine Lücke von 1.200 Euro monatlich, die es zu schließen gilt.</p> <h3 class="subheading">Faktencheck: So hoch sind die Renten in Deutschland tatsächlich</h3> <p>Laut <a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken-und-Berichte/statistikpublikationen/rv_in_zahlen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3" rel="external noopener" target="_blank">aktuellen Daten</a> der Deutschen Rentenversicherung lagen die durchschnittlichen Bruttorenten im Bestand 2024 bei:</p> <ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>Männer in den alten Bundesländern: ca. 1.560 € | Frauen in den alten Bundesländern: ca. 983 €</li><li>Männer in den neuen Bundesländern: ca. 1.649 € | Frauen in den neuen Bundesländern: ca. 1.436 €</li></ul> <p>Betrachtet man speziell die Altersrenten bei Rentenzugang im Jahr 2024 so gelten folgende Werte:</p> <ul class="rte__list rte__list--unordered"><li>Männer in den alten Bundesländern: ca. 1.519 € | Frauen in den alten Bundesländern: ca. 1.045 €</li><li>Männer in den neuen Bundesländern: ca. 1.429 € | Frauen in den neuen Bundesländern: ca. 1.373 €</li></ul> <p>Die oft genannte &quot;Standardrente&quot; nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst liegt zwar höher, bleibt <a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken-und-Berichte/statistikpublikationen/aktuelle_daten.pdf" rel="external noopener" target="_blank">für viele aber unerreichbar</a>. Denn dafür müsste man 45 Jahre lang ununterbrochen in Vollzeit arbeiten und dabei stets das Durchschnittseinkommen erzielen – für die meisten Arbeitnehmer, insbesondere Frauen, ist das unrealistisch.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4925186" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10621605"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10621605" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4256" height="2392" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/2/5/1/8/6/shutterstock_1645240564-e5511180cdab10a1.jpeg" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4256" height="2392" alt="Auf den Bescheid der Deutschen Rentenversicherung warten viele nach einem erfüllten Arbeitsleben." style="aspect-ratio:4256 / 2392;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gesetzliche Rente: Rentensystem, Rentenpunkte und Vorsorge einfach erklärt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4942849" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10666340"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10666340" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7749" height="4353" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/2/8/4/9/shutterstock_2121643502-2d2aec9c0e2afb92.jpeg" alt="Hinweisschild &quot;Deutsche Renterversicherung&quot; am Hauptsitz der DRV in Berlin" style="aspect-ratio:7749 / 4353"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7749" height="4353" alt="Hinweisschild &quot;Deutsche Renterversicherung&quot; am Hauptsitz der DRV in Berlin" style="aspect-ratio:7749 / 4353;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rente in Deutschland: Umlageverfahren schlägt Kapitaldeckung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4953081" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10747482"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10747482" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6604" height="3711" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/5/3/0/8/1/shutterstock_2473263319_1_-a002d88a0bebb59b.jpeg" alt="Glückliches Senioren-Paar freut sich über die Rente." style="aspect-ratio:6604 / 3711"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6604" height="3711" alt="Glückliches Senioren-Paar freut sich über die Rente." style="aspect-ratio:6604 / 3711;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rente: Dänemark schützt vor Armut, Deutschland belohnt Leistung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Der Gender Pension Gap – Warum Frauen so viel weniger bekommen</h3> <p>Ein besonders gravierendes Problem ist der &quot;<a href="http://www.heise.de/article/Rentenluecke-bei-Frauen-Warum-Altersarmut-oft-weiblich-ist-10699256.html">Gender Pension Gap</a>&quot; – die geschlechtsspezifische Rentenlücke zwischen Männern und Frauen. 2024 erhielten Frauen ab 65 durchschnittlich 25,8 Prozent weniger gesetzliche Rente und Pension als Männer.</p> <p>Ohne Berücksichtigung der Hinterbliebenenrenten, die hauptsächlich Frauen zugutekommen, lag der Unterschied sogar bei 36,9 Prozent.</p> <p>In absoluten Zahlen <a href="https://www.ruv.de/altersvorsorge/gender-pension-gap" rel="external noopener" target="_blank">bedeutet das</a>: Frauen hatten 2024 im Alter durchschnittliche Bruttoeinkünfte von 20.668 Euro im Jahr, Männer dagegen 27.850 Euro.</p> <p>Die Ursachen für diese Diskrepanz sind vielfältig: Zum einen verdienen Frauen häufig schon während des Berufslebens weniger als Männer (Gender Pay Gap).</p> <p>Zum anderen arbeiten sie öfter in Teilzeit oder unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit ganz, etwa für die Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen (Care-Arbeit). Hinzu kommt die höhere Lebenserwartung von Frauen, sodass ihre Ersparnisse länger reichen müssen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4948984" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10699256"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10699256" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4368" height="2454" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/8/9/8/4/shutterstock_1951473697-6509b4a722463657.jpeg" alt="Eine Rentnerin schaut mit bangem Blick auf den Briefkasten" style="aspect-ratio:4368 / 2454"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4368" height="2454" alt="Eine Rentnerin schaut mit bangem Blick auf den Briefkasten" style="aspect-ratio:4368 / 2454;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rentenlücke bei Frauen: Warum Altersarmut oft weiblich ist</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4617395" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9769896"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-9769896" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3840" height="2158" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/1/7/3/9/5/shutterstock_2289125611-b5426b0225ceca10.jpeg" alt="Asiatische Influencerin nimmt mit Handy Video für Tiktok auf." style="aspect-ratio:3840 / 2158"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3840" height="2158" alt="Asiatische Influencerin nimmt mit Handy Video für Tiktok auf." style="aspect-ratio:3840 / 2158;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Schattenseiten des Influencer-Booms: Erfolg wird für viele zur Herausforderung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4994611" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11111588"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11111588" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/4/6/1/1/master_horn-16e06f854935c481.jpeg" alt="Ein älteres Paar, das einem Theaterstück bewohnt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Ein älteres Paar, das einem Theaterstück bewohnt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">48 Prozent Rentenniveau: Eine Garantie, die nichts garantiert</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Ost-West-Vergleich: Kleine Unterschiede, großes Problem</h3> <p>Ein Blick auf die Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern zeigt: Frauen in Ostdeutschland haben dank durchgängigerer Erwerbsbiografien tendenziell etwas höhere Renten als im Westen. Es arbeiteten in Ostdeutschland auch – relativ – weniger Frauen in Teilzeit als im westlichen Teil der Bundesrepublik. Auch Männer im Osten liegen über dem West-Niveau, allerdings auf ähnlichem Level wie die ostdeutschen Frauen.</p> <p>Insgesamt sind die Renten im Osten also etwas &quot;gerechter&quot; verteilt, da die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu DDR-Zeiten höher war. Doch auch 33 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibt die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern groß – ein gesamtdeutsches Problem.</p> <h3 class="subheading">Drohende Altersarmut</h3> <p>Die Folge der niedrigen Renten ist ein wachsendes Risiko von Altersarmut. <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1447393/umfrage/armutsgefaehrdungsquote-von-senioren-nach-geschlecht/" rel="external noopener" target="_blank">Laut </a><em>Statista </em>galten 2024 in Deutschland 19,6 Prozent der über 65-Jährigen als armutsgefährdet (Frauen: 21,6 Prozent, Männer: 17,1 Prozent). Das heißt, sie müssen mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen.</p> <p>Gründe dafür sind neben den erwähnten Faktoren auch die steigenden Lebenshaltungskosten, etwa für Miete, Energie und Lebensmittel. Gleichzeitig sinkt das Rentenniveau, also das Verhältnis der Rente zum Durchschnittslohn. Und nicht zuletzt muss die Rente selbst versteuert werden – Aufwendungen, die an der Kaufkraft der Senioren zehren.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4996053" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11114422"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11114422" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6048" height="3398" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/6/0/5/3/shutterstock_2347900537-e3ded6f2e375aad4.jpeg" alt="Infografik-/Foto-Szene: Sparen, Einkommen, Rendite und Ruhestand im Zusammenhang mit dem geplanten Altersvorsorgedepot." style="aspect-ratio:6048 / 3398"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6048" height="3398" alt="Infografik-/Foto-Szene: Sparen, Einkommen, Rendite und Ruhestand im Zusammenhang mit dem geplanten Altersvorsorgedepot." style="aspect-ratio:6048 / 3398;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rente mit ETFs: Für wen sich die staatliche Förderung wirklich lohnt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4996640" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11115560"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11115560" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/6/6/4/0/aktienrente_ho-fc49bf772bb30f0e.jpeg" alt="Symbolische Darstellung, dass Anbieter von Riesterrenten bei fallenden Aktienkursen die Rentenpunkte kürzen können." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Symbolische Darstellung, dass Anbieter von Riesterrenten bei fallenden Aktienkursen die Rentenpunkte kürzen können." style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Riester-Rente gekürzt? Jetzt können Sie wohl Tausende Euro zurückfordern</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Was man gegen die Rentenlücke tun kann</h3> <p>Doch was können Arbeitnehmer tun, um im Alter besser dazustehen? Hier einige Tipps:</p> <ul class="rte__list rte__list--unordered"><li><strong>Renteninformation prüfen</strong>: Ab dem 27. Lebensjahr erhält jeder Versicherte jährlich eine Renteninformation von der Deutschen Rentenversicherung. Dort sind alle wichtigen Daten wie Beitragszeiten und Rentenpunkte aufgeführt. Diese Werte sollten genau geprüft und bei Unstimmigkeiten geklärt werden – am besten frühzeitig, um Lücken zu schließen.</li><li><strong>Betriebliche Altersvorsorge (bAV)</strong>: Viele Arbeitgeber bieten eine betriebliche Altersvorsorge an und bezuschussen die Beiträge. Das lohnt sich für Arbeitnehmer, weil Zuschüsse und Steuervorteile die Vorsorge erleichtern (Gesetzliche Rente: Rentensystem, Rentenpunkte und Vorsorge einfach erklärt).</li><li><strong>Private Vorsorge:</strong> Ob Fondssparpläne, Riester-Rente oder klassische Rentenversicherung – es gibt viele Möglichkeiten, privat fürs Alter vorzusorgen. Je früher man damit anfängt und je länger man einzahlt, desto mehr Kapital kann man ansparen.</li><li><strong>Partnerschaftliche Aufteilung von Care-Arbeit:</strong> Paare sollten frühzeitig planen, wie sie Beruf und Familie unter einen Hut bekommen – und zwar möglichst gleichberechtigt. Denn wenn Frauen weniger Nachteile durch Kindererziehung oder Pflege haben, verringert sich langfristig auch der Gender Pension Gap.</li></ul> <p>Generell gilt: Wer rechtzeitig mit der Vorsorge beginnt, kann mit kleinen Beiträgen viel erreichen. Denn über die Jahre summieren sich die Einzahlungen dank Zinseszinseffekt zu einem stattlichen Polster.</p> <h3 class="subheading">Fazit: Wie groß ist die Rentenlücke wirklich?</h3> <p>Letztlich zeigt sich: Die gesetzliche Rente allein reicht in den meisten Fällen nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern.</p> <p>Zusätzlich verschärfen strukturelle Probleme wie der Gender Pension Gap und Ost-West-Unterschiede die Lage. Für viele Senioren, insbesondere alleinstehende Frauen, wird das Risiko von Altersarmut damit zur bitteren Realität.</p> <p>Um die Rentenlücke zu schließen, führt an privater Vorsorge kein Weg vorbei. Doch dafür ist eine frühzeitige Planung entscheidend. Nur wer rechtzeitig gegensteuert, kann im Ruhestand gelassen auf die Rentenlücke blicken – und seinen wohlverdienten Lebensabend genießen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4987319" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11097407"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11097407" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/7/3/1/9/shutterstock_2663156277-c08deab75367e1c8.jpeg" alt="Zweigniederlassung der Deutschen Rentenversicherung in Berlin" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Zweigniederlassung der Deutschen Rentenversicherung in Berlin" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rente: Kurzfristig stabil – doch ab 2026 drohen drastische Einschnitte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4989096" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11100895"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11100895" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/8/9/0/9/6/rente-a1498d967a5ce2c2.png" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rentendebatte: Das Märchen von der unbezahlbaren Rente</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p><em><strong>Anmerkung der Redaktion:</strong> Der Abschnitt zur Höhe der Rentenlücke war missverständlich formuliert. Zur Erläuterung wurde noch ein Absatz eingefügt, der die Durchschnittsrente erklärt.</em></p> <p><em>Der Artikel wurde zuerst am 03. September 2025 veröffentlicht. Seither ist er mehrfach überarbeitet worden, um ihn auf dem aktuellen Stand zu halten.</em></p> <![CDATA[Irak: Milizen greifen US-Truppen an, Kurden unter Druck]]> http://heise.de/-11229848 2026-03-31T15:00:00+02:00 2026-03-31T15:00:00+02:00 Uwe Kerkow Bagdad autorisiert Selbstverteidigung schiitischer Milizen und warnt die Kurden, auf Seiten der USA in den Krieg einzutreten. Die GIs räumen Stützpunkte.</p> <p>Infolge des unprovozierten und völkerrechtswidrigen Angriffs der USA und Israels auf den Iran wurde auch der Irak zum <a href="https://thecradle.co/articles/iraq-steps-forward-in-a-regional-war" rel="external noopener" target="_blank">Schauplatz</a> erneuter Konflikte mit den USA. Schiitische Milizen greifen amerikanische Einrichtungen an. Gleichzeitig <a href="https://www.middleeasteye.net/news/iraq-warns-kurdish-authorities-not-get-drawn-war-iran-sources-say" rel="external noopener" target="_blank">versucht</a> die Zentralregierung in Bagdad, eine Beteiligung kurdischer Gruppen am Krieg zu verhindern.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Etwa 60 Prozent der irakischen Bevölkerung von 42 Millionen Menschen, sind Schiiten.</p> <p>Also trafen Raketen und Drohnen die US-Botschaft in Bagdad, Militärstützpunkte im ganzen Land und Hotels, in denen sich westliche Staatsbürger – und zunehmend <a href="https://www.aa.com.tr/en/middle-east/us-forces-in-middle-east-operate-from-hotels-as-iran-strikes-bases-report/3879948" rel="external noopener" target="_blank">auch</a> US-Soldaten – aufhalten.</p> <p>Am 17. März <a href="https://nationalinterest.org/blog/middle-east-watch/irans-iraqi-militias-are-coming-for-us-troops" rel="external noopener" target="_blank">überwand</a> eine Rakete die Verteidigungsanlagen der amerikanischen Botschaft in der irakischen Hauptstadt. Der Einschlag traf einen Hubschrauberlandeplatz und beschädigte Teile eines Luftabwehrsystems vom Typ C-RAM. Opfer wurden nicht gemeldet.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading"><strong>US-Botschaft in Bagdad getroffen</strong></h3> <p>Zusätzlich tauchten Aufnahmen auf, die eine Drohne zeigen, wie sie über die Victory Base nahe dem internationalen Flughafen von Bagdad <a href="https://thenewregion.com/posts/4932" rel="external noopener" target="_blank">fliegt</a> und ein Gebäude trifft. Offensichtlich hatte Drohne auch hier die amerikanischen Verteidigungssysteme umgangen – ein Novum bei derartigen Angriffen.</p> <p>Die US-Botschaft reagierte mit einer eindringlichen Warnung an alle amerikanischen Staatsbürger im Irak: &quot;US-Bürger sollten den Irak umgehend verlassen.&quot;</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die Botschaft warnte weiter, dass Hotels, die von Ausländern genutzt werden, angegriffen worden seien. US-Amerikaner im Irak seien einem erhöhten Entführungsrisiko ausgesetzt. Auch die diplomatische Zone im Zentrum Bagdads sowie der internationale Flughafen von Erbil im kurdisch dominierten Nordirak seien wiederholt unter Beschuss geraten.</p> <h3 class="subheading"><strong>Gezielte Tötungen hochrangiger Milizenführer</strong></h3> <p>Die USA haben umgehend mit Bombardements <a href="https://www.reuters.com/world/middle-east/two-iraqs-shiite-popular-mobilization-forces-fighters-killed-airstrikes-western-2026-03-23/" rel="external noopener" target="_blank">reagiert</a>. Am 23. März trafen amerikanische Kampfjets ein regionales Hauptquartier der Popular Mobilization Forces (PMF), einer Dachorganisation überwiegend schiitischer Milizen, in der westlichen Provinz Anbar. Mindestens 15 Kämpfer wurden getötet, darunter Saad al-Baiji, der Operationskommandeur der PMF in Anbar. Etwa 30 weitere Menschen wurden verletzt.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5057118" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11244491"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11244491" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2564" height="1440" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/7/1/1/8/lavizzara_cropped-b4a3e19eadbdbc5d.jpeg" alt="Stallitenbild der Meeresenge zwischen dem Iran und den VAE" style="aspect-ratio:2564 / 1440"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2564" height="1440" alt="Stallitenbild der Meeresenge zwischen dem Iran und den VAE" style="aspect-ratio:2564 / 1440;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Iran-Krieg: Das Ende der Freiheit zur See</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5056938" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11244133"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11244133" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/6/9/3/8/Master_Lamar-6a3c42beee301915.jpeg" alt="Abbildung zeigt eine gezeichnete Katze und einen gezeichneten Seeadler mit goldener Krone . Ansonsten ist das Bild schwarz-weiß." style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Abbildung zeigt eine gezeichnete Katze und einen gezeichneten Seeadler mit goldener Krone . 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data-cid="" data-content-id="5057076" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11244407"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11244407" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/7/0/7/6/shutterstock_2718891293-3bdc0473144ee2b3.jpeg" alt="Ein Mann im Anzug vor Publikum" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img 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data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5056357" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11242983"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11242983" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3872" height="2176" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/6/3/5/7/shutterstock_1656694543-9045ce0bc987e72c.jpeg" alt="US und deutsche Fahne in Militärbasis" style="aspect-ratio:3872 / 2176"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3872" height="2176" alt="US und deutsche Fahne in Militärbasis" style="aspect-ratio:3872 / 2176;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ramstein: Deutschlands stille Kriegsbeteiligung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5055721" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11241720"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11241720" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5277" height="2965" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/5/7/2/1/shutterstock_524051305-9f66315a9d00d039.jpeg" alt="Eine Erdölförderanlage in verschneiter Landschaft" style="aspect-ratio:5277 / 2965"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5277" height="2965" alt="Eine Erdölförderanlage in verschneiter Landschaft" style="aspect-ratio:5277 / 2965;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Russlands Ölsektor: Zwischen Drohnenangriffen und Rekordpreisen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div></div><button data-component="Button" data-collapse-trigger="true" class="block whitespace-nowrap text-center leading-none border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#f2f2f2;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 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März, hatte Kataib Hezbollah, eine der mächtigsten pro-iranischen Milizen im Irak, den Tod ihres Sicherheitschefs Abu Ali al-Askari bei einem amerikanischen Luftangriff bekanntgegeben.</p> <h3 class="subheading"><strong>Bagdad autorisiert Selbstverteidigung der Milizen</strong></h3> <p>Der irakische Nationale Sicherheitsrat, der von Premierminister Mohammed Shia al-Sudani geleitet wird, hat den PMF unterdessen das Recht auf Selbstverteidigung <a href="https://english.alarabiya.net/News/middle-east/2026/03/24/iraq-allows-iranbacked-militia-umbrella-group-to-respond-to-attacks-on-their-positions-" rel="external noopener" target="_blank">zugestanden</a>. Die Entscheidung wurde von staatlichen Medien berichtet und folgte auf die tödlichen Angriffe.</p> <p>Die PMF sind formal in die irakischen Sicherheitskräfte integriert, doch viele der Gruppen unter ihrem Dach pflegen enge Verbindungen zum Iran. Sie wurden 2014 gegründet, um gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu kämpfen, und dabei waren sie sehr erfolgreich. Seitdem haben sie ihren Einfluss im Irak kontinuierlich ausgebaut.</p> <p>Heute sind sie ein großer und heterogener Verband, der aus etwa 60 bis 70 Brigaden besteht und rund 230.000 Kämpfer zählt. Ihr Jahresbudget wird auf rund 3,5 Milliarden Dollar <a href="https://www.fpri.org/article/2026/03/militias-and-iraqs-role-in-regional-conflict/" rel="external noopener" target="_blank">geschätzt</a>.</p> <h3 class="subheading"><strong>Abzug der US-Truppen aus Camp Victory</strong></h3> <p>Am Montag erklärte der &quot;Islamische Widerstand im Irak&quot;, amerikanische und NATO-Streitkräfte hätten ihren Abzug aus Camp Victory nahe dem Flughafen Bagdad <a href="https://thekenyatimes.com/world-news/u-s-military-gets-24-hours-to-withdraw-from-foreign-base/" rel="external noopener" target="_blank">abgeschlossen</a>. Die US-Einheiten hatten vorher um eine 24-stündige Feuerpause nachgesucht, um abziehen zu können.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5050486" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11221203"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11221203" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4032" height="2266" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/0/4/8/6/Sajjad_Haidar_Malik-fba1a3a6b5d6e6a6.jpeg" alt="Menschen füttern Tauben vor einem bunt beleuchteten, muslimischen Heiligtum." style="aspect-ratio:4032 / 2266"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4032" height="2266" alt="Menschen füttern Tauben vor einem bunt beleuchteten, muslimischen Heiligtum." style="aspect-ratio:4032 / 2266;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Krieg und Religion: Die schiitische Erfahrung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041813" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11204072"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11204072" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/8/1/3/tu__rkei_kurden-01-1231b0db57c90c9d.gif" alt="Landkarte mit den kurdischen Siedlungsgebieten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Landkarte mit den kurdischen Siedlungsgebieten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kurden gegen Teheran? Die Grenzen der Proxy-Strategie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5039789" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11200100"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11200100" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3622" height="2035" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/9/7/8/9/shutterstock_232668415-3878c4f0895d0730.jpeg" alt="Mehrere Männer in Gelände mit Waffen" style="aspect-ratio:3622 / 2035"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3622" height="2035" alt="Mehrere Männer in Gelände mit Waffen" style="aspect-ratio:3622 / 2035;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Medienberichte: Kurden eröffnen neue Front im Iran-Krieg</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5018988" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11159238"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11159238" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6720" height="3776" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/8/9/8/8/shutterstock_2523148163-f5007182f46115a1.jpeg" alt="Die CIA ist bis heute weltweit im Einsatz" style="aspect-ratio:6720 / 3776"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6720" height="3776" alt="Die CIA ist bis heute weltweit im Einsatz" style="aspect-ratio:6720 / 3776;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span 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href="https://www.heise.de/-10604979" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Offensive des IS auf jesidisches Siedlungsgebiet</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div></div><button data-component="Button" data-collapse-trigger="true" class="block whitespace-nowrap text-center leading-none border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" 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Die Anlage wurde seit Beginn des Iran-Krieges wiederholt angegriffen.</p> <p>Auch Italien hat damit begonnen, Truppen aus dem Nordirak abzuziehen und einige Soldaten nach Jordanien zu verlegen. Andere westliche Länder, darunter Großbritannien und Frankreich, haben Truppen dagegen umgruppiert oder ihre Marinepräsenz in der Region verstärkt.</p> <h3 class="subheading"><strong>Warnung an die kurdische Regionalregierung</strong></h3> <p>Während die Gewalt im Zentrum und Westen des Irak eskaliert, gerät die kurdische Regionalregierung (KRG) im Norden unter wachsenden Druck. Die irakische Zentralregierung in Bagdad hat die KRG diese Woche <a href="https://www.middleeasteye.net/news/iraq-warns-kurdish-authorities-not-get-drawn-war-iran-sources-say" rel="external noopener" target="_blank">gewarnt</a>, eine Beteiligung kurdischer Gruppen am Krieg gegen den Iran zu verhindern.</p> <p>Nach Angaben irakischer, kurdischer und türkischer Beamter, die mit <em>Middle East Eye</em> sprachen, übermittelte Bagdad die Warnung Anfang der Woche. Die Botschaft sei klar gewesen, sagte ein irakischer Beamter: &quot;Kurdische Gruppen dürfen sich nicht in den Iran einmischen. Wenn die KRG das nicht verhindern kann, werden irakische Bundeskräfte einrücken, um die Grenze zu sichern.&quot;</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041813" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11204072"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11204072" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/8/1/3/tu__rkei_kurden-01-1231b0db57c90c9d.gif" alt="Landkarte mit den kurdischen Siedlungsgebieten" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Landkarte mit den kurdischen Siedlungsgebieten" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Kurden gegen Teheran? Die Grenzen der Proxy-Strategie</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5039789" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11200100"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11200100" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3622" height="2035" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/9/7/8/9/shutterstock_232668415-3878c4f0895d0730.jpeg" alt="Mehrere Männer in Gelände mit Waffen" style="aspect-ratio:3622 / 2035"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3622" height="2035" alt="Mehrere Männer in Gelände mit Waffen" style="aspect-ratio:3622 / 2035;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Medienberichte: Kurden eröffnen neue Front im Iran-Krieg</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5018667" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11158602"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11158602" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/8/6/6/7/tustkur_test-98e6f750756bcc02.gif" alt="Mond aus türkischer Flagge balanciert Stern aus kurdischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Mond aus türkischer Flagge balanciert Stern aus kurdischer Flagge" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rojava-Kollaps: Ankaras Sieg wird zum innenpolitischen Risiko</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5016924" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11155209"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11155209" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4447" height="2498" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/6/9/2/4/shutterstock_1454683382-ebad5b7be5965d31.jpeg" alt="Mehrere bewaffnete Kämpfer vor einem Haus" style="aspect-ratio:4447 / 2498"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4447" height="2498" alt="Mehrere bewaffnete Kämpfer vor einem Haus" style="aspect-ratio:4447 / 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data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10605327"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10605327" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Groß-Razzia gegen Rocker-Club &quot;Osmanen Germania&quot;</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div></div><button data-component="Button" data-collapse-trigger="true" class="block whitespace-nowrap text-center leading-none border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#f2f2f2;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg></span><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:flex group-is-closed:hidden"><span class="mr-0.5">Weniger anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path fill="none" stroke="#464646" 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Und die Türkei betrachtet bewaffnete kurdische Bewegungen in der Region schon lange als Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit und hat wiederholt vor Versuchen gewarnt, kurdische Fraktionen in regionalen Konflikten zu mobilisieren.</p> <h3 class="subheading"><strong>Kurden distanzieren sich öffentlich vom Krieg</strong></h3> <p>Kurdische Beamte haben sich öffentlich vom Krieg distanziert und gewarnt, eine Beteiligung könne die Region ins Chaos stürzen. Qubad Talabani, stellvertretender Premierminister der KRG und Sohn des früheren irakischen Präsidenten Jalal Talabani, wies Spekulationen zurück, kurdische Kräfte würden an einem Feldzug im Iran teilnehmen.</p> <p>Doch auch so bleibt die Lage für westliche Truppen im Irak schwierig genug. Es scheint, als hätten die Schiiten ihre Zwistigkeiten untereinander vorerst auf Eis gelegt. Aber alle Iraker befürchten nun, dass die USA ihr Sanktionsregime gegen den Irak wieder ausdehnen könnte.</p> <p>Noch weit schlimmer für Bagdad ist jedoch die Tatsache, dass der Irak derzeit <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-03-08/iraq-oil-output-plunges-about-60-as-iran-war-blocks-tankers" rel="external noopener" target="_blank">lediglich</a> 1,7 bis 1,8 Millionen Barrel Öl täglich exportiert – verglichen mit 4,3 Mio. Barrel vor dem US-israelischen Angriff auf Iran und der selektiven Sperrung der Straße von Hormus durch Teheran.</p> <![CDATA[Wenn die Lokalzeitung verschwindet: Wie rechte Akteure die Lücken füllen]]> http://heise.de/-11241746 2026-03-31T14:50:00+02:00 2026-03-31T14:50:00+02:00 Thomas Pany Greiz wird zum Lehrstück: Wenn Lokaljournalismus verschwindet, entstehen gefährliche Informationslücken – die von rechten politischen Akteuren besetzt werden.</p> <p>Greiz, eine Kleinstadt im thüringischen Vogtland, ist seit über 400 Jahren eine Papierstadt. Ausgerechnet hier beschloss die Funke Mediengruppe im Frühjahr 2023, in elf Gemeinden die Zustellung der gedruckten Ostthüringer Zeitung einzustellen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Das Ergebnis: Fast die Hälfte der Abos – 47 Prozent – ging verloren, wie Netzwerk Recherche in seinem Greenhouse Report Nr. 4 <a href="https://netzwerkrecherche.org/wir-staerken/lokaljournalismus/dialogprojekt-leben-ohne-zeitung/" rel="external noopener" target="_blank">&quot;Lückenfüller – Was kommt, wenn die Lokalzeitung geht?&quot;</a> von Thomas Schnedler und Malte Werner dokumentiert.</p> <p>Was zunächst wie eine unternehmerische Entscheidung aussah, entpuppt sich laut ihrem Befund als Lehrstück über die Zukunft der Demokratie im ländlichen Raum.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading"><strong>Die neuen Lückenfüller: Meinungsmache statt Berichterstattung</strong></h3> <p>Wo die Lokalzeitung verschwindet, entstehen Informationslücken – und die werden schnell gefüllt. In der Region Greiz verteilen heute kostenlose Anzeigenblätter wie <em>Bürgerzeit aktuell</em> und <em>Neues Gera</em> ihre Botschaften.</p> <p>Auf den ersten Blick wirken sie wie harmlose Lokalzeitungen. Doch hier wird laut der Verfasser des Greenhouse Report Meinungsmache betrieben, da die Grenze zwischen Anzeige und redaktionellem Inhalt verschwimme. Im Bericht wird beschrieben, wie dort die Grenze zwischen Werbung, Meinung und Berichterstattung verwischt wird.</p> <p>Das <em>Neue Gera</em> geht demnach besonders weit. Herausgeber ist Harald Frank, AfD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat von Gera. Die Zeitung erscheint alle zwei Wochen mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren – fast so viel wie die <em>Ostthüringer Zeitung</em> im gesamten Verbreitungsgebiet noch erreicht.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Eine Trennung von Bericht und Kommentar finde nicht statt, stellt der Report fest.</p> <p>Einen weiteren Schritt geht das Online-Medium <em>Heimatbote Vogtland</em>. Hinter der Webseite steht die Heimatstiftung Greiz-Vogtland e. V. Im Vorstand: Torsten Röder und Cornelia Tristram, beide Spitzenpolitiker der AfD in Greiz. Der <em>Heimatbote</em> berichte vor allem über Aktivitäten der AfD. Wer die Artikel schreibt, bleibt unklar. Viele Beiträge stammen vom Pseudonym „ChefRed01&quot;, wie Netzwerk Recherche recherchiert hat.</p> <p>Expertinnen der Fachhochschule Graubünden erkennen beim <em>Heimatboten Vogtland</em> viele Merkmale von &quot;Pink-Slime-Journalismus &quot;: ähnlicher, vertrauenswürdiger Name, Intransparenz beim Besitz, unklare Autorenschaften.</p> <p>&quot;Pink Slime&quot; bezeichnet pseudojournalistische Angebote, die sich seriös geben, aber keine journalistischen Standards einhalten.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5031841" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11184556"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11184556" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/1/8/4/1/IMG_20260220_150631-60314dd68a3edead.jpeg" alt="Fotografie der ersten Ausgabe der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung" style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Fotografie der ersten Ausgabe der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung" style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ostdeutsche Allgemeine: Was die neue Zeitung will – und liefern muss</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4751520" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10177043"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10177043" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/5/1/5/2/0/master_zeitung-7db19c5a75457a9d.jpeg" alt="Frau mit zeitung in der Hand" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Frau mit zeitung in der Hand" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Zeitungssterben: Deutschland auf dem Weg zur Medienwüste?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4700276" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10002354"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10002354" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/0/0/2/7/6/Master_Journalismus-619fb9afc0db66e3.jpeg" alt="Zusammengerollte Zietung im Briefkastenschlitz" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Zusammengerollte Zietung im Briefkastenschlitz" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Lokaljournalismus vor dem Exitus?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Ältere abgehängt, Junge verloren</strong></h3> <p>Für viele ältere Menschen war der Wegfall der morgendlichen Zeitungslektüre ein großer Einschnitt. &quot;Zeitunglesen, das gehört halt zum Alltag&quot;,, sagte eine ältere Dame aus Cossengrün in den Fokusgruppen-Gesprächen, die <a href="https://netzwerkrecherche.org/blog/leben-ohne-lokalzeitung-zwischenbericht/" rel="external noopener" target="_blank">Netzwerk Recherche</a> führte.</p> <p>Die Zeitung ermöglichte gesellschaftliche Teilhabe. Die Umstellung auf ein Digital-Abo schnitt viele Ältere, die den Schritt ins Digitale nicht wagen wollten oder konnten, von wichtigen Informationen ab. Ein Teilnehmer forderte ein &quot;Recht auf analoges Leben&quot;.</p> <p>Das Interesse junger Erwachsener an klassischen Lokalnachrichten ist gering. Weil in den Elternhäusern kaum noch Zeitung gelesen wird, entsteht keine Bindung. Stattdessen folgen sie Social-Media-Accounts lokaler Organisationen oder Marketing-Accounts.</p> <p>Im Kampf um die Aufmerksamkeit auf Social Media ist der Lokaljournalismus nahezu chancenlos, wie auch Sonja Peteranderl in einem Beitrag für <a href="https://www.journalist.de/werkstatt/werkstatt-detail/tiktok-statt-lokalzeitung/" rel="external noopener" target="_blank">journalist.de</a> analysiert.</p> <h3 class="subheading"><strong>Was die Leser wollen – und nicht bekommen</strong></h3> <p>Die Landfrauen Langenwetzendorf beklagten in den Gesprächen, dass die Zeitung immer teurer werde – über 600 Euro pro Jahr. Für Rentner eine finanzielle Belastung. Sie wünschten sich mehr lokale Recherchen:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Bohrt Euch da doch mal rein! Recherchiert doch mal!&quot;</p> <p>Eine Teilnehmerin einer Greizer Fokusgruppe bringt es so auf den Punkt:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Mir fehlt bei den Artikeln teilweise dieses Erklären, woher etwas kommt. Oft wird nur davon berichtet, wie es ist, aber nicht, wie das zustande gekommen ist. Dieses Ganzheitliche, damit ich mir tatsächlich eine Meinung bilden kann.&quot;</p> <p>Doch die Realität sieht anders aus. Lokalredaktionen schließen, die Zeitung wird dünner, der Themenzuschnitt weniger lokal. Der Chefredakteur der <em>Ostthüringer Zeitung</em> gibt an, dass laut digitalen Nutzungsdaten &quot;sublokale Inhalte kaum Leser finden&quot;.</p> <p>Das steht im Widerspruch zu den Ergebnissen der Fokusgruppen.</p> <h3 class="subheading"><strong>Was auf dem Spiel steht</strong></h3> <p>Die Nutzung lokaler Medien stärkt das Vertrauen in Institutionen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wo sie fehlen, befürchten Bürger weniger Transparenz und Kontrolle.</p> <p>Forschende fanden Anzeichen, dass in Gebieten ohne journalistische Beobachter der Missbrauch öffentlicher Gelder steigt und die Wahlbeteiligung sinkt, wie die <a href="https://www.wuestenradar.de/wp-content/uploads/sites/18/2024/11/Wuestenradar-2024-web.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Wüstenradar-Studie</a> dokumentiert.</p> <p>Das Interesse an lokalen Nachrichten ist grundsätzlich hoch: 84 Prozent der Deutschen sind laut <a href="https://leibniz-hbi.de/en/hbi-publications/reuters-institute-digital-news-report-2025-findings-for-germany/" rel="external noopener" target="_blank">Reuters Institute Digital News Report 2025</a> interessiert. Doch die Lokalzeitung kann davon aber offenbar nicht profitieren.</p> <p>Auch die kürzlich neu auf den Markt gebrachte <em>Ostdeutsche Allgemeine</em> hat offenbar nicht im Konzept, daran etwas zu ändern. Vielmehr laute die <a href="https://www.telepolis.de/article/Ostdeutsche-Allgemeine-Was-die-neue-Zeitung-will-und-liefern-muss-11184556.html" rel="external noopener" target="_blank">Grundidee</a>: Es fehle nicht an Lokaljournalismus im Osten. Was fehle, seien überregionale Geschichten aus ostdeutscher Perspektive.</p> <p>Als Lösungsansätze für den Lokaljournalismus wurden zuletzt die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für journalistische Angebote sowie eine staatliche Förderung diskutiert, wie die Heinrich-Böll-Stiftung in ihrer Studie &quot;<a href="https://www.boell.de/de/2025/09/08/demokratie-beginnt-im-lokalen" rel="external noopener" target="_blank">Demokratie beginnt im Lokalen</a>&quot; empfiehlt.</p> <p>Das Beispiel Greiz zeigt, was passiert, wenn die Lokalzeitung verschwindet. Informationslücken werden von Amtsblättern, Anzeigenblättern und Online-Medien gefüllt, die von Politikern betrieben werden.</p> <p>Ältere Menschen verlieren eine wichtige Quelle zur Teilhabe. Junge Menschen informieren sich über Social Media, wobei die Unterscheidung zwischen seriösen Nachrichten und anderen Inhalten schwieriger wird. Wo kritische Berichterstattung durch PR und Propaganda ersetzt wird, fehlt die Kontrolle der Mächtigen vor Ort.</p> <![CDATA[Todesstrafe für Palästinenser: Israel ebnet den Weg für Rachejustiz]]> http://heise.de/-11241241 2026-03-31T13:15:00+02:00 2026-03-31T13:15:00+02:00 Marcel Kunzmann Israels Parlament beschließt Todesstrafen-Gesetz, das praktisch ausschließlich Palästinenser treffen wird. Amnesty spricht von &quot;Verachtung der Menschenrechte&quot;. </p> <p>Das israelische Parlament hat am Montag nach stundenlanger Debatte ein Gesetz <a href="https://www.haaretz.com/israel-news/israel-politics/2026-03-30/ty-article/israel-passes-bill-mandating-death-penalty-for-palestinians-convicted-of-terror/0000019d-3f83-d3ba-abbf-bfdfd95c0000" rel="external noopener" target="_blank">verabschiedet</a>, das die Todesstrafe durch Erhängen zur Standardstrafe in israelischen Militärgerichten für Palästinenser macht, die wegen tödlicher Angriffe verurteilt werden.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Das Gesetz wurde mit 62 zu 48 Stimmen angenommen. Rechtsexperten <a href="https://www.nytimes.com/2026/03/30/world/middleeast/israel-death-penalty-palestinians-attacks.html" rel="external noopener" target="_blank">zufolge</a> ist das Gesetz so formuliert, dass es in der Praxis ausschließlich Palästinenser treffen wird – obwohl es formal auch für israelische Staatsbürger gelten könnte.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading">Warum das Gesetz faktisch nur Palästinenser betrifft</h3> <p>Das Gesetz sieht vor, dass israelische Zivilgerichte – zuständig für jüdische und arabische Staatsbürger Israels – die Todesstrafe nur bei Tötungen verhängen können, die darauf abzielen, &quot;die Existenz des Staates Israel zu negieren&quot;.</p> <p>Yoav Sapir, ehemaliger Leiter der israelischen Pflichtverteidigung und heute Professor an der Universität Tel Aviv, erklärte gegenüber der <em>New York Times</em>, dass es unter dieser Formulierung praktisch unmöglich wäre, jüdische Extremisten wie Baruch Goldstein hinzurichten, der 1994 an einer heiligen Stätte im Westjordanland 29 Palästinenser erschoss.</p> <p>&quot;Die Absicht ist eindeutig, dass das Gesetz für Palästinenser gilt und überhaupt nicht für jüdischen Terrorismus&quot;, sagte Sapir. Suhad Bishara, Anwältin der palästinensischen Rechtsorganisation Adalah, erklärte: &quot;Dieses Gesetz zielt konstruktionsbedingt ausschließlich auf Palästinenser ab und verletzt den Grundsatz der Gleichheit und das Verbot rassischer Diskriminierung.&quot;</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4902376" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10496740"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10496740" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/0/2/3/7/6/shutterstock_2541650189-75ee92149ad71913.jpeg" alt="Palästinenser inspizieren ihr Haus in Khan Yunis das im südlichen Gazastreifen von israelischen Kampfflugzeugen bombardiert wurde" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Palästinenser inspizieren ihr Haus in Khan Yunis das im südlichen Gazastreifen von israelischen Kampfflugzeugen bombardiert wurde" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Deutsch-israelische Freundschaft: Wenn Schuld zu Mittäterschaft wird</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Hinzu kommt, dass Palästinenser aus dem besetzten Westjordanland vor Militärgerichten verhandelt werden, in denen Angeklagte weniger Rechtsschutz genießen als vor zivilen israelischen Gerichten.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Zum Tode Verurteilte in Militärgerichten haben keinen klaren Weg zu einer Begnadigung oder Umwandlung ihrer Strafe. Die Hinrichtung muss innerhalb von maximal 180 Tagen vollstreckt werden, was die Möglichkeiten für Wiederaufnahmeverfahren stark einschränkt. Zudem reicht eine einfache Richtermehrheit für ein Todesurteil aus – in den meisten US-Bundesstaaten ist dagegen ein einstimmiges Geschworenenurteil erforderlich.</p> <h3 class="subheading">Tausende Palästinenser in israelischer Haft</h3> <p>Nach <a href="https://x.com/btselem/status/2036111895715782851" rel="external noopener" target="_blank">Angaben</a> der israelischen Menschenrechtsorganisation B&#39;Tselem befinden sich derzeit rund 9.446 Palästinenser in israelischen Gefängnissen (Stand März 2026). Davon sitzen 4.691 in sogenannter Administrativhaft – also ohne Anklage, Gerichtsverfahren oder Möglichkeit, sich zu verteidigen. In den vergangenen zwei Jahren seien mindestens 84 identifizierte Palästinenser, darunter ein Minderjähriger, in israelischer Haft gestorben, wobei B&#39;Tselem die tatsächliche Zahl für höher hält.</p> <p>Die Organisation wirft Israel vor, ein Netzwerk von Einrichtungen zu betreiben, in denen Gefangene systematisch misshandelt würden, darunter durch physische und psychische Gewalt, Nahrungsentzug und Verweigerung medizinischer Behandlung.</p> <p>Das neue Gesetz gilt nicht rückwirkend für bereits inhaftierte Palästinenser. Kritiker wie der ehemalige israelische Geheimdienstbeamte Adi Rotem warnen jedoch, dass die große Zahl der Gefangenen palästinensischen Gruppen weiterhin Anreize für Geiselnahmen biete. Die wenigen Hingerichteten könnten zudem weitere Angriffe inspirieren. &quot;Wir könnten leicht in eine Situation geraten, in der jemand Geiseln nimmt und die Aufhebung einer bevorstehenden Hinrichtung fordert&quot;, sagte Rotem.</p> <h3 class="subheading">Befürworter sehen Abschreckungswirkung</h3> <p>Befürworter des Gesetzes innerhalb der Regierungskoalition von Premierminister Benjamin Netanjahu argumentieren, die Todesstrafe werde künftige Angriffe auf israelische Zivilisten abschrecken und den Anreiz für Geiselnahmen verringern.</p> <p>Bei dem von der Hamas geführten Angriff am 7. Oktober 2023 waren mehr als 250 Menschen verschleppt worden. In Waffenstillstandsvereinbarungen tauschte die Hamas überlebende Geiseln und sterbliche Überreste gegen mehr als 3.500 palästinensische Gefangene.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5024546" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11170183"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11170183" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4288" height="2409" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/4/5/4/6/shutterstock_2592898835-8e539b2773165fbb.jpeg" alt="Eine Person und mehrere Soldaten" style="aspect-ratio:4288 / 2409"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4288" height="2409" alt="Eine Person und mehrere Soldaten" style="aspect-ratio:4288 / 2409;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Westjordanland: Israel ebnet den Weg zur Annexion</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4912706" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10517057"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10517057" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4000" height="2248" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/2/7/0/6/Srebrenica_Gedenkstaette_3_Shutter-ae08483f6a007930.jpeg" alt="Luftaufnahmen von Grabsteinen im Gedenkzentrum Potocari, Srebrenica. Friedhof für die Opfer des Völkermords von 1995. " style="aspect-ratio:4000 / 2248"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4000" height="2248" alt="Luftaufnahmen von Grabsteinen im Gedenkzentrum Potocari, Srebrenica. Friedhof für die Opfer des Völkermords von 1995. " style="aspect-ratio:4000 / 2248;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Von Srebrenica nach Gaza: Die Doppelmoral bei Gräueltaten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>&quot;Jedes Mal, wenn wir die Todesstrafe nicht anwenden, ermutigen wir den nächsten Versuch einer Geiselnahme&quot;, sagte Moshe Saada, Abgeordneter von Netanjahus Likud-Partei, der an der Ausarbeitung des Gesetzes beteiligt war.</p> <p>Auf die Frage nach jüdischen Extremisten wie Goldstein sagte Saada, jüdische Angreifer sollten verhaftet und inhaftiert werden – ein Todesurteil schloss er für sie jedoch nicht ein. &quot;Man kann das nicht vergleichen&quot;, sagte er und verwies auf eine palästinensische Gesellschaft, die solche Taten unterstütze und ermutige.</p> <p>Israels rechtsextremer Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, der das Gesetz maßgeblich vorangetrieben hatte, <a href="https://en.yenisafak.com/world/ben-gvir-celebrates-controversial-death-penalty-bill-by-handing-out-sweets-in-knesset-3710505" rel="external noopener" target="_blank">feierte</a> die Verabschiedung im Parlamentssaal mit Champagner Süßigkeiten für die Abgeordneten. &quot;Wir haben Geschichte geschrieben&quot;, schrieb er in sozialen Medien und wies internationale Kritik zurück.</p> <h3 class="subheading">Breite internationale Verurteilung</h3> <p>Die Reaktionen auf das Gesetz fielen überwiegend <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/3/30/dangerous-escalation-world-reacts-to-israel-passing-death-penalty-law" rel="external noopener" target="_blank">ablehnend aus</a>. Bereits vor der Abstimmung hatten Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland die Abgeordneten aufgefordert, das Gesetz nicht zu verabschieden. &quot;Wir sind besonders besorgt über den de facto diskriminierenden Charakter des Gesetzentwurfs&quot;, erklärten die vier Länder. Italiens Außenminister Antonio Tajani schrieb auf X, das Recht auf Leben sei ein absoluter Wert und die Todesstrafe eine &quot;unmenschliche Maßnahme, die die Würde der Person verletzt&quot;. Irlands Außenministerin Helen McEntee forderte die israelische Regierung auf, das Gesetz nicht umzusetzen.</p> <p>Das UN-Menschenrechtsbüro in Palästina forderte Israel auf, das Gesetz &quot;unverzüglich aufzuheben&quot;. Es verstoße gegen das Verbot grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Bestrafung und verfestige Israels &quot;Verletzung des Verbots von Rassentrennung und Apartheid&quot;.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5037365" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11195356"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11195356" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5068" height="2847" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/7/3/6/5/shutterstock_2688159035-c2e1a3839c9a4cb6.jpeg" alt="Protestschild Juden für Palästina in Buenos Aires" style="aspect-ratio:5068 / 2847"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5068" height="2847" alt="Protestschild Juden für Palästina in Buenos Aires" style="aspect-ratio:5068 / 2847;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Erinnerungskultur als Waffe: Ein jüdischer Verein unter Druck</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5043696" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11207735"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11207735" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5994" height="3367" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/3/6/9/6/shutterstock_2743039587-2c23b6abb67354de.jpeg" alt="Karte des Nahen Ostens, der Iran rot hervorgehoben" style="aspect-ratio:5994 / 3367"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5994" height="3367" alt="Karte des Nahen Ostens, der Iran rot hervorgehoben" style="aspect-ratio:5994 / 3367;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Eskalation ohne Ende: Der Nahe Osten im strategischen Vakuum</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete das Gesetz als &quot;öffentliche Zurschaustellung von Grausamkeit, Diskriminierung und völliger Verachtung der Menschenrechte&quot;. Erika Guevara-Rosas, leitende Direktorin der Organisation, verwies auf ein &quot;alarmierendes Muster&quot; außergerichtlicher Tötungen von Palästinensern bei nahezu vollständiger Straflosigkeit.</p> <p>Das palästinensische Außenministerium verurteilte das Gesetz als &quot;gefährliche Eskalation&quot; und betonte, Israel habe &quot;keine Souveränität über palästinensisches Land&quot;.</p> <h3 class="subheading">Widerstand auch innerhalb Israels</h3> <p>Israelische und palästinensische Bürgerrechtsgruppen, darunter die Vereinigung für Bürgerrechte in Israel, haben bereits Klagen beim Obersten Gerichtshof eingereicht, um das Gesetz aufheben zu lassen. Professor Sapir hält es für wahrscheinlich, dass das Gericht das Gesetz wegen seiner diskriminierenden Bestimmungen kippen wird.</p> <p>Auch aus religiösen Gründen gab es Widerstand. Mehrere ultraorthodoxe Abgeordnete – obwohl Teil von Netanjahus Koalition – stimmten gemäß einer rabbinischen Entscheidung gegen das Gesetz. Rabbi Benny Lau aus Jerusalem verwies auf die jüdische Rechtstradition, in der die Todesstrafe zwar existiere, aber praktisch nicht vollstreckbar sei. Der Talmud lege nahe, sie nur &quot;einmal in 70 Jahren&quot; anzuwenden.</p> <p>&quot;Es ist klar, dass es hier nur um Rache geht&quot;, sagte Rabbi Lau. &quot;Es ist ein Zirkus der Gewalt, der vorgibt, etwas mit Sicherheit zu tun zu haben.&quot;</p> <p>In der 78-jährigen Geschichte Israels wurde die bestehende Todesstrafe nur zweimal vollstreckt: 1948 an Meir Tobianski, einem Armeeoffizier, der der Spionage beschuldigt und nach seiner Hinrichtung öffentlich rehabilitiert wurde, sowie 1962 an Adolf Eichmann, einem der führenden Organisatoren des Holocaust.</p> <![CDATA[Syriens neues Gesicht in Berlin: Vom Kopfgeld zum roten Teppich]]> http://heise.de/-11240856 2026-03-31T10:00:00+02:00 2026-03-31T10:00:00+02:00 Luca Schäfer Berlin begrüßt Syriens Präsident mit Beifall. Der rote Teppich für Al-Sharaa hat handfeste Gründe. Dabei geht es auch um deutsche Interessen. Eine Analyse.</p> <p>Früher gesucht, heute empfangen: Ahmad Al-Sharaa, syrischer Übergangspräsident und ehemaliger Kopf der Al-Qaida-Ablegerorganisation Hayat Tahrir al-Sham (HTS), <a href="https://www.berlin.de/aktuelles/10292074-958090-syrischer-uebergangspraesident-alscharaa.html" rel="external noopener" target="_blank">traf</a> am gestrigen Montag in Berlin zu politischen Konsultationen ein.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Dass ausgerechnet Al-Sharaa – einst unter dem Kampfnamen Mohammed Al-Jaulani mit einem US-Kopfgeld von zehn Millionen Dollar <a href="https://www.spiegel.de/ausland/syrien-usa-heben-kopfgeld-auf-milizenfuehrer-ahmed-al-sharaa-auf-a-7e200d5f-65e3-47d3-820d-9168b2ff42f3" rel="external noopener" target="_blank">belegt</a> – nun im Luxus-Hotel Ritz-Carlton residierend, von Hunderten Landsleuten <a href="https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/staatsbesuch-aus-syrien-allahu-akbar-choere-fuer-ex-terrorist-im-berliner-ritz-69ca2624b33459bf5277404f" rel="external noopener" target="_blank">bejubelt</a> und von Bundespräsident Steinmeier in Schloss Bellevue <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/syrien-berlin-staatsbesuch" rel="external noopener" target="_blank">empfangen</a> wird, markiert eine Zäsur sowie einen neuen Meilenstein in den deutsch-syrischen Beziehungen.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Damaskus gilt als zentraler Akteur einer wankenden Region: Iran-Krieg, Gaza-Massaker und schwindender deutscher Einfluss bereiten Sorgen. Gast Al-Sharaa hatte im Dezember 2024 das Assad-Regime in einem blitzartigen Militärputsch <a href="https://www.telepolis.de/article/Aleppo-Vom-Al-Qaida-Ableger-zum-westlichen-Partner-10187416.html" rel="external noopener" target="_blank">hinweggefegt</a> und damit dem jahrzehntelang angestrebten westlichen Regime-Change zu einem erfolgreichen Ende <a href="https://www.zdfheute.de/politik/ausland/syrien-hts-islamistengruppe-hintergrund-100.html" rel="external noopener" target="_blank">verholfen</a>.</p> <p>Der Staatsbesuch war ursprünglich für Mitte Januar <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/syrien-besuch-deutschland-100.html" rel="external noopener" target="_blank">vorgesehen</a> gewesen – wegen des Binnen-Krieges gegen die syrischen Kurden jedoch verschoben worden.</p> <p>Dabei knüpft der Besuch an die junge Tradition des diplomatisches Austausches an: Die damalige Außenministerin Annalena Baerbock hatte Damaskus bereits im Januar 2025, nur Tage nach der HTS-Machtübernahme, <a href="https://www.srf.ch/news/international/machtwechsel-in-damaskus-baerbock-und-barrot-bei-syriens-de-facto-herrscher-al-scharaa" rel="external noopener" target="_blank">besucht</a>, im März desselben Jahres <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/baerbock-botschaft-syrien-102.html#:~:text=*%20Ausland.%20*%20Asien.%20*%20Deutsche%20Botschaft%20in%20Syrien%20nach%2013%20Jahren%20wiederer%C3%B6ffnet." rel="external noopener" target="_blank">öffnete</a> die deutsche Botschaft nach 13 Jahren Schließung wieder ihre Pforten.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4993095" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11108715"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11108715" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2493" height="1401" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/3/0/9/5/shutterstock_2555076895-3daeeab0fdf767ad.jpeg" alt="Ein Mann winkt von einem Balkon" style="aspect-ratio:2493 / 1401"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2493" height="1401" alt="Ein Mann winkt von einem Balkon" style="aspect-ratio:2493 / 1401;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Interview: Wie Russland Assad den Stecker zog</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Seit 2011 war Syrien – als geopolitischer Widersacher, Iran-Partner und Israel-Gegner– durch Krieg und Sanktionen ruiniert worden, nun herrscht – dank der Regentschaft des Dschihadisten mit gestutztem Bart und im Bankiers-Anzug – Goldgräberstimmung.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Ob Al-Sharaa sich ideologisch vom salafistischen Dschihad wirklich verabschiedet hat, bleibt hingegen fraglich. 2017 hatte er zwar öffentlichkeitswirksam die Spaltung von Al-Qaida <a href="https://www.telepolis.de/article/Aleppo-Vom-Al-Qaida-Ableger-zum-westlichen-Partner-10187416.html" rel="external noopener" target="_blank">betrieben</a> und Bin-Ladens Nachfolger Al-Zawahiri aus eigenem Machtanspruch die Gefolgschaft <a href="https://rewardsforjustice.net/de/rewards/hayat-tahrir-al-sham-hts/" rel="external noopener" target="_blank">verweigert</a> – doch die brutale Regierungspraxis der HTS in Idlib, zahllose Übergriffe auf vermeintliche Ungläubige und anhaltende Gewalt gegen ethnische Minderheiten <a href="https://www.deutschlandfunk.de/syrien-gewalt-alawiten-massaker-kurden-drusen-staat-100.html" rel="external noopener" target="_blank">mahnen</a> zur Vorsicht.</p> <h3 class="subheading">Meilenstein der Migrationswende</h3> <p>Oberstes Thema des Besuches: Migration. Seit der Ära Merkel <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/al-sharaa-merz-100.html" rel="external noopener" target="_blank">leben</a> mehr als 900.000 Syrer in Deutschland – nach den Ukrainern die zweitgrößte Migrantengruppe des letzten Jahrzehnts.</p> <p>Bundeskanzler Friedrich Merz <a href="https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/afxline/topthemen/article69ca2cf616bcfe7fe2ed65db/merz-80-prozent-der-syrer-in-drei-jahren-zurueck-in-ihr-land.html" rel="external noopener" target="_blank">gab</a> nach dem Treffen die Zielmarke aus: 80 Prozent – rund 720.000 Menschen – sollen binnen drei Jahren zurückkehren. Einen Beleg für seine Behauptung, die Mehrheit wolle ohnehin zurück und den syrischen Aufbau <a href="https://www.reuters.com/world/middle-east/merz-says-syrian-refugees-have-important-role-rebuilding-their-country-2026-03-30/" rel="external noopener" target="_blank">vorantreiben</a>, lieferte der Sauerländer Christdemokrat nicht.</p> <p>Konkret sollen zunächst Straftäter – die <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2461/umfrage/nichtdeutsche-tatverdaechtige-nach-nationalitaet/" rel="external noopener" target="_blank">syrische Kohorte</a> ist die größte ausländische Tatverdächtigengruppe in Deutschland, ohne Aufenthaltsstatus abgeschoben werden: &quot;Hier haben wir eine kleine Gruppe, die uns Probleme bereitet, von straffällig gewordenen Syrern, die wir jetzt vordringlich zurückführen wollen&quot;, <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/friedrich-merz-strebt-rueckkehr-von-80-prozent-der-syrer-an-a-0ada6aee-9564-41d9-a10d-03b87fb19dc6" rel="external noopener" target="_blank">so Merz im Wortlaut</a>.</p> <p>Wer gut integriert sei und bleiben wolle, könne bleiben. Was, wenn die Mehrheit gar nicht ausreisen mag, folgt dann unmittelbarer Zwang? Ein offensichtlicher Widerspruch zur proklamierten 80-Prozent-Marke, der unaufgelöst blieb, zur Gewaltfrage wurde sich nicht geäußert.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4759715" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10192861"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10192861" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="719" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/5/9/7/1/5/fence-978138_1280-4673c5b3d266270d.jpeg" alt="Bild zeigt Schild mit der Parole &quot;Refugees Welcome&quot; hinter einem Zaun" style="aspect-ratio:1280 / 719"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="719" alt="Bild zeigt Schild mit der Parole &quot;Refugees Welcome&quot; hinter einem Zaun" style="aspect-ratio:1280 / 719;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Abschieben nach Syrien: Debatte trotz Bürgerkrieg und unklarer Zukunft in vollem Gang</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4917152" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10538216"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10538216" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8192" height="4603" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/1/7/1/5/2/shutterstock_2608441023_huge-eb408d79660888d5.jpeg" alt="Arabischen Geschäftsmann, Teamleiter oder Projektmanager gekleidet in lässigem Hemd posiert zuversichtlich mit den Armen gekreuzt im Konferenzraum" style="aspect-ratio:8192 / 4603"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8192" height="4603" alt="Arabischen Geschäftsmann, Teamleiter oder Projektmanager gekleidet in lässigem Hemd posiert zuversichtlich mit den Armen gekreuzt im Konferenzraum" style="aspect-ratio:8192 / 4603;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Syrer retten unser Sozialsystem!</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4765716" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10214482"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10214482" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/7/6/5/7/1/6/syrie-dr-240d143bbd47d00d.png" alt="Sterne der syrischen Flagge aus rotem Kreuz ausgestanzt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Sterne der syrischen Flagge aus rotem Kreuz ausgestanzt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Sollen jetzt alle syrischen Mediziner das Land verlassen?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Al-Sharaa brachte sein eigenes Modell <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/3/30/syrian-president-in-berlin-for-talks-with-germanys-merz" rel="external noopener" target="_blank">mit</a>: &quot;Zirkuläre Migration&quot; – Rückkehrer sollen mit Deutschland verbunden bleiben und als Wissenstransfer-Brücke fungieren, sein bislang wenig konkreter Vorschlag bleibt allerdings konturlos und wurde in der deutschen Debatte als Randbemerkung abgewürdigt.</p> <p>Der Staatsbesuch markiert dabei dennoch eine erhebliche innenpolitische Zäsur: Während Merkels &quot;Wir schaffen das&quot; den christlich-sozialen Pol der Union verkörperte, <a href="https://elpais.com/internacional/2026-03-30/merz-transmite-al-presidente-al-shara-que-aspira-al-retorno-del-80-de-los-refugiados-sirios-en-alemania.html" rel="external noopener" target="_blank">setzt</a> die aktuelle Bundesregierung unter dem Eindruck des AfD-Aufwindes und nahender ostdeutscher Wahlen auf einen harten Remigrationskurs.</p> <h3 class="subheading"><strong>Schnee von ewig-gestern </strong></h3> <p>Der syrisch-deutsche Konsens – Damaskus mit der Aussicht auf wirtschaftliche Kooperation und Millionen Soforthilfe gelockt – bedient dabei ein aus der extremen Rechten bekanntes Amalgam aus Remigrationsfantasien und handfesten ökonomischen Interessen, verpackt im bürgerlichen CDU-Gewand.</p> <p>Als im Winter 2023 das Potsdamer Treffen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Treffen_von_Rechtsextremisten_in_Potsdam_2023" rel="external noopener" target="_blank">ruchbar </a>wurde – bei dem sich rechtsextreme Vordenker, Politiker und Wirtschaftsmagnaten versammelt hatten, um Martin Sellners &quot;Masterplan&quot; zur Zwangsremigration von Millionen zu <a href="https://www.ardmediathek.de/film/masterplan-das-potsdamer-treffen-und-seine-folgen/Y3JpZDovL25kci5kZS81MDg0IGNyaWQ6Ly9uZHIuZGUvNmNhN2JmNmQtOWExOS00ODY5LTlkMTktODJiMWFjZWMwMjc5X2dhbnplU2VuZHVuZw" rel="external noopener" target="_blank">erörtern</a> –, war die Empörung noch groß. Auch in der CDU, drei damals aktive CDU-Mitglieder waren anwesend. Generalsekretär Linnemann <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-01/potsdam-treffen-rechtsextreme-afd-parteien-reaktionen" rel="external noopener" target="_blank">versprach</a> hart durchzugreifen, vereinzelte Ausschlussverfahren <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/cdu-treffen-vertreibung-extremisten-afd-1.6332367" rel="external noopener" target="_blank">folgten</a>.</p> <p>Alles Schnee von gestern: sicher, Sellners absurde Pläne – Deportationen gen Afrika, Wahlrechtsentzug für bis zu 20 Millionen Menschen – mögen sich nicht eins zu eins mit den aktuellen Debatten vergleichen lassen, doch der Diskurs ist erfolgreich im Mainstream verankert worden. Als Brandmauer-Allheilmittel gegen den AfD-Aufstieg versucht sich die CDU an einer Implementation von AfD-Positionen. Das extrem rechte Kalkül des Kultur-Kampfes um die Kommunikation scheint am vorläufigen Ziel.</p> <h3 class="subheading">Wandel durch Menschenhandel?</h3> <p>Hinter der Migrationsfrage <a href="https://www.telepolis.de/article/Syriens-Wiederaufbau-Das-Milliardenspiel-der-Maechte-11222661.html" rel="external noopener" target="_blank">lauert</a> darüber hinaus knallhartes Wirtschaftsinteresse. Auf den Trümmern einer ruinierten, syrischen Volkswirtschaft wittern auch deutsche Konzerne blendende Geschäfte. Im Auswärtigen Amt <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/520164.al-scharaa-in-berlin-dschihadist-auf-staatsbesuch.html" rel="external noopener" target="_blank">warb</a> Al-Sharaa an einem runden Tisch mit rund 40 deutschen Wirtschaftsvertretern kräftig um Investitionen.</p> <p>Seit 2011 bewegen sich die deutschen Investitionen nahe null – doch vor 2011 war Siemens in der IT-Sicherheit und Energietechnik <a href="https://www.dw.com/en/how-german-surveillance-firms-helped-assad-regime-in-syria/a-36753530" rel="external noopener" target="_blank">präsent</a>, Hochtief über internationale Tochterfirmen vertreten, die KfW <a href="https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_887808.html" rel="external noopener" target="_blank">inv</a>olviert.</p> <p>Die Interessen fallen dabei zusammen: Al-Sharaas Regierung braucht gut ausgebildete Rückkehrer für den konsolidierenden Wiederaufbau. Deutsche Rückkehrer könnten als Dosenöffner für den Marktzugang fungieren.</p> <p>Konkurrenz und Vergleichsmodell kommen aus Ankara: Die Türkei, die rund 3,5 Millionen Syrer im Land loswerden will, <a href="https://www.inss.org.il/publication/turkey-syria/" rel="external noopener" target="_blank">dominiert</a> bereits grenznahe Rückkehrergebiete wirtschaftlich. Zwar <a href="https://www.dailysabah.com/politics/turkiye-takes-new-steps-to-encourage-returns-to-syria/news" rel="external noopener" target="_blank">betont</a> die Erdogan-Regierung noch die Freiwilligkeit der Rückkehr, doch <a href="https://www.pbs.org/newshour/world/syria-asks-turkey-for-defense-support-after-weeks-of-sectarian-violence" rel="external noopener" target="_blank">stärkt</a> sie Al-Sharaa zudem politisch, diplomatisch und militärisch. Berlin kopiert die türkische Strategie und versucht in das syrische Spiel einzusteigen.</p> <h3 class="subheading">Berlin contra Völkerrecht</h3> <p>Juristisch dürfte sich die 80-Prozent-Marke dennoch auf dünnem Eis bewegen. Der EuGH <a href="https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/syrien-sturz-assad-fluechtlinge-status-widerruf-abschiebung" rel="external noopener" target="_blank">verlangt</a> für den Entzug des Schutzstatus eine dauerhaft und stabil verbesserte Lage – bloße Beteuerungen Al-Sharaas oder die simple Abwesenheit aktiver Kampfhandlungen reichen als Kriterium nicht aus.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5051226" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11222661"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11222661" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8256" height="4639" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/1/2/2/6/shutterstock_2720784525-5d2e4aca683f6f6c.jpeg" alt="Ein Mann geht an einem geschlossenen Marktstand vorbei" style="aspect-ratio:8256 / 4639"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8256" height="4639" alt="Ein Mann geht an einem geschlossenen Marktstand vorbei" style="aspect-ratio:8256 / 4639;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Syriens Wiederaufbau: Der Milliardenpoker</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5016924" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11155209"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11155209" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4447" height="2498" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/6/9/2/4/shutterstock_1454683382-ebad5b7be5965d31.jpeg" alt="Mehrere bewaffnete Kämpfer vor einem Haus" style="aspect-ratio:4447 / 2498"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4447" height="2498" alt="Mehrere bewaffnete Kämpfer vor einem Haus" style="aspect-ratio:4447 / 2498;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rojava am Scheideweg: Machtpolitik schlägt Selbstverwaltung</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Pauschale Quoten widersprechen überdies dem Grundgesetz und der Genfer Flüchtlingskonvention, die Einzelfallprüfungen vorschreiben. Menschenrechtsorganisationen <a href="https://mediendienst-integration.de/fluechtlinge/syrische-fluechtlinge-in-deutschland/abschiebungen-und-rueckkehr-nach-syrien/" rel="external noopener" target="_blank">warnen,</a> Gräueltaten hielten an – die außenpolitische Sprecherin der Linkspartei, Cansu Özdemir, bezeichnet den gesamten Staatsbesuch Al-Sharaas demnach als <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-03/linke-alscharaa-antrittsbesuch-deutschland-merz-gxe" rel="external noopener" target="_blank">&quot;moralischen Bankrott&quot;</a>.</p> <h3 class="subheading">Macht- statt Wertepolitik</h3> <p>Gerne schmückt sich deutsche Sicherheitspolitik mit Menschenrechten, Feminismus und dem Versprechen, Brunnen zu bauen. Der Staatsbesuch eines Dschihadisten im Banker-Look belegt das Gegenteil.</p> <p>Unter dem Eindruck wirtschaftlicher Interessen, innenpolitischer Opportunitäten und israelsolidarischer Staatsräson – Al-Sharaa gilt als Freund Tel Avivs – werfen Merz, Steinmeier und Co. jeden moralischen Kompass über Bord. Im Regierungsviertel regiert der Opportunismus: Wer Terrorist ist, bestimmt Berlin und sein Interesse.</p> <![CDATA[Wir fischen die Meere leer – und wundern uns, wenn Wale stranden]]> http://heise.de/-11229296 2026-03-31T08:21:00+02:00 2026-03-31T08:21:00+02:00 Susanne Aigner Ein Buckelwal, geschwächt und desorientiert in der Ostsee, gibt Rätsel auf. Überfischung und Lärm treiben Wale in den Tod. Schafft er es zurück ins offene Meer?</p> <p>Sein Rücken ragte aus dem Wasser, so landeten Möwen auf ihm und pickten auf ihm herum. Der Buckelwal, der seit etwa zwei Wochen in der Ostsee herumirrt, soll 12 bis 15 Meter lang sein und rund 15 Tonnen wiegen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Anfang März wurde er vor Wismar gesichtet, später in der Flensburger Förde. Daraufhin hing er tagelang in der Lübecker Bucht fest, wo er sich schließlich dank einer metertiefen Rinne, die von Schwimmbaggern gegraben wurde, selbst aus der Sandbank befreien konnte und zurück und in die Ostsee schwamm. Schiffe – unter anderem von der Wasserschutzpolizei – sollten ihn begleiten, um den <a href="https://www.ndr.de/wellenord/walsichtung-vor-niendorf-rettungsboote-begleiten-ihn,buckelwal-156.html" rel="external noopener" target="_blank">richtigen Weg in die Nordsee</a> zu finden.</p> <p>Dann gab es Anzeichen, dass er sich zurück zur Bucht orientieren würde. Zuletzt sei in der Nähe des Wismarer Hafens gesehen worden, hieß es am Montagabend. Dann auf dem Weg ins offene Meer ...</p> <p>Derzeit sei unklar, wo sich das Tier befindet, heißt es am Dienstagmorgen, dem 31. März. Der Buckelwal vor der Ostseeküste sei in der Nacht abgetaucht, meldet der <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/ministerium-buckelwal-in-der-wismarer-bucht-schwimmt-wieder,wal-180.html" rel="external noopener" target="_blank">NDR</a>. </p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Robert Marc Lehmann war Tage zuvor zu dem Tier abgetaucht, um mit ihm Kontakt aufzunehmen. Wegen des hohen Süßwassergehaltes in der Ostsee schwemme die Haut des Wales auf. Das Tier habe Rufe und Brummlaute von sich gegeben und hatte beide Augen geöffnet, <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/luebeck_herzogtum-lauenburg_ostholstein/buckelwal-rettung-das-sagt-meeresbiologe-robert-marc-lehmann,wal-230.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtete der Taucher</a> <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/luebeck_herzogtum-lauenburg_ostholstein/buckelwal-rettung-das-sagt-meeresbiologe-robert-marc-lehmann,wal-230.html" rel="external noopener" target="_blank">gegenüber einem</a> <em>ARD</em>-Team. Doch er habe auch Unsicherheit und Angst verspürt. Wasser ströme in die Zellen, die dann aufblähen, so der Meeresbiologe.</p> <p>Nachdem er kurzzeitig in der Ostsee wieder frei herumgeschwommen war, lag der Wal einige Tage im flachen (zwei Meter tiefen) Wasser vor Wismar/Mecklenburg-Vorpommern und bewegte sich kaum von der Stelle.</p> <p>In der Nacht auf Dienstag hatte er sich dann selbstständig ins tiefere Wasser befreit.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Warum verirren sich Wale in die Ostsee?</strong></h3> <p>Über diese Frage gehen die Meinungen der Experten auseinander. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) in Büsum vermutet, dass es sich bei dem Tier um einen jungen Walbullen handelt, der auf Wanderschaft versehentlich in dem Flachwasserbereich geraten sei.</p> <p>Möglicherweise wollte er dort seine letzte Ruhe finden, glaubt ein Sprecher der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd. Manche Wale suchen flache Gewässer auf, wenn es ihnen nicht gut geht.</p> <p>Die Walstrandungen könnten auch mit Sonnenstürmen zusammenhängen, schätzt der Meeresbiologe Boris Culik, der ein eigenes Forschungsunternehmen in Heikendorf bei Kiel betreibt. Denn dann ist das Erdmagnetfeld als Koordinatensystem nicht so stabil wie zu Zeiten, in denen die Sonne eben ruhiger ist. Dann sei <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/gestrandeter-wal-an-ostsee-kueste-ist-befreit-wo-er-aktuell-unterwegs-ist,wal-180.html" rel="external noopener" target="_blank">der innere Magnetkompass der Tiere gestört</a>.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5028231" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11177421"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11177421" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/8/2/3/1/Ostsee-cut-perspektiv-ausguss-01-f1885640dc6b0eca.png" alt="Landkarte Ostsee mit Ausguss und Stöpsel" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Landkarte Ostsee mit Ausguss und Stöpsel" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ostsee so leer wie seit 140 Jahren nicht – und das könnte sie retten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Der wahrscheinlichste Grund für ihr Auftauchen in der Ostsee sei, dass die Wale auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen, <a href="https://www.zdfheute.de/panorama/ostsee-wale-sichtungen-stranden-gruende-100.html" rel="external noopener" target="_blank">erklärt Almut Neumeister</a> vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund.</p> <p>Denkbar sei auch, dass <a href="https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/meere/meeresschutz/unterwasserlaerm-wale-dauerstress" rel="external noopener" target="_blank">Unterwasserlärm ihre Orientierung beeinträchtigt</a>. Gerade junge Wale erkunden gerne ihre Umgebung. Allein 2025 waren mehrere Buckelwale in der Ostsee gesichtet worden. In den vergangenen Jahrzehnten wurden auch Belugas, Narwale und Zwergwale in der Ostsee gesichtet.</p> <h3 class="subheading"><strong>Ostsee ist Heimat des Schweinswals</strong></h3> <p>In der Ostsee ist die Fischkonzentration deutlich geringer als in der Nordsee, erklärt Meeresbiologe Culik. Hier gibt es keine Artgenossen, zudem ist der Salzgehalt zu niedrig, was Haut und Stoffwechsel der Säugetiere belastet. Dann breiten sich leicht Parasiten und Entzündungen auf der Haut der Buckelwale aus.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4880393" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10453984"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10453984" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/8/0/3/9/3/shutterstock_503593480-02cf87e843e8d148.jpeg" alt="Schweinswal" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Schweinswal" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Dramatischer Bestandsrückgang: Schweinswal in der Ostsee vor dem Aus?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Heimisch sind hier nur Schweinswale, die mit etwa zwei Metern Länge viel kleiner sind. Geschätzt leben rund 200 Schweinswale in der zentralen Ostsee, in der Beltregion sind es einige Tausend, Tendenz rückläufig.</p> <h3 class="subheading"><strong>Buckelwale wandern durch die Weltmeere</strong></h3> <p>Die bis zu 30 Tonnen schweren <a href="https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/meere/meeresschutz/buckelwale-akrobaten-riesen#:~:text=Die%20Nahrung%20der%20Buckelwale%20besteht%20vor%20allem,und%20aufziehen%2C%20zehren%20sie%20von%20ihren%20Fettreserven." rel="external noopener" target="_blank">Buckelwale leben in allen Weltmeeren</a>. Ihre Sommerquartiere sind die Polarmeere, Nordatlantik bei Norwegen und Grönland, im Nordpazifik bei Alaska und im Südpolarmeer. Im Winter schwimmen sie gerne in tropische und subtropische Gewässer in der Karibik und der mexikanischen Pazifikküste. Hier paaren sie sich und bringen ihre Jungen zur Welt.</p> <p>Buckelwale bevorzugen Flachmeerzonen, tiefere Gewässer durchqueren sie nur auf ihren Wanderungen zwischen den Sommer- und Wintergebieten, wobei sie Tausende von Kilometer zurücklegen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Krill (kleinen Krebsen), wovon sie pro Tag tausend Kilogramm aufnehmen.</p> <p>Aber auch Plankton und kleine Schwarmfische wie Heringe oder Makrelen stehen auf ihrem Speiseplan. Als Bartenwale filtern sie diese Nahrung in großen Mengen aus dem Meerwasser. Buckelwale können 90 Jahre alt werden.</p> <h3 class="subheading"><strong>Immer wieder verfangen sich Meeressäuger in der Ostsee in Fischernetze</strong></h3> <p>Der Buckelwal in der Lübecker Bucht war in Netze und Seile gewickelt, es sah aus wie eine Leine vom Schleppnetz oder eine Ankerleine von einem Sportboot, wie ein Fischer aus Niendorf angab. Offenbar habe sich der Wal darin verfangen und sei deshalb auch gestrandet, vermutet Sven Biertümpfel von der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd.</p> <p>Obwohl weitestgehend entfernt, waren im Maul immer noch Netzreste zu sehen.<strong> </strong>Diese könnten ihn daran hindern, Nahrung aufzunehmen. Das würde seine Überlebenschancen deutlich verringern.</p> <p>Schleppnetze, Stellnetze und Reusen sind besonders gefährlich für die Meeressäuger. Bis in die 1960er-Jahre bestanden die Netze aus abbaubaren Stoffen wie Hanf, Sisal oder Leinen, seither werden synthetische Stoffe wie Polypropylen, Polyethylen und Nylon verwendet. Im Meer verlorene Netze brauchen 400 bis 600 Jahre, bevor sie verrottet sind. </p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4941716" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10662899"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10662899" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3204" height="1800" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/1/7/1/6/shutterstock_700436803-faf5fc45d73ae7af.jpeg" alt="Ein blauer Fischtrawler in aufgewühlter grauer See" style="aspect-ratio:3204 / 1800"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3204" height="1800" alt="Ein blauer Fischtrawler in aufgewühlter grauer See" style="aspect-ratio:3204 / 1800;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">WTO: Zerstörerische Subventionen für Fischfangflotten sollen enden</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4698174" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9998276"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-9998276" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/6/9/8/1/7/4/aigner-a8e1b768ffa28f09.png" alt="Kabeljau, etwa 70 Prozent rot gefärbt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Kabeljau, etwa 70 Prozent rot gefärbt" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Stirbt die deutsche Ostseefischerei 2024 endgültig aus?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4555250" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="9652493"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-9652493" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/5/5/5/2/5/0/893560dafcf2bfca.png" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Leergefischt: In Nord- und Ostsee schwimmen immer weniger Fische</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Netzfasern und chemische Zusätze gelangen als Mikroplastik in die Nahrungskette. An Wracks oder als &quot;aufgestellte&quot; Stellnetze fischen sie als Geisternetze noch lange nach dem Verhaken sinnlos weiter. Neben Fischen werden Geisternetze auch für Robben, Schweinswale und Tauchvögel zur Falle, <a href="https://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/ostsee/geisternetze" rel="external noopener" target="_blank">wenn diese den verhedderten Fischen nachjagen</a>.</p> <h3 class="subheading"><strong>In Europa ist die Entsorgung von Fischereigerät auf See verboten</strong></h3> <p>Fischer müssen ihre Netze eigentlich wieder einsammeln – und bei Verlusten den genauen Ort melden. Allerdings würden Fischer aus Schleswig-Holstein normalerweise auf ihre Netze achten, <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/gestrandeter-wal-an-ostsee-kueste-ist-befreit-wo-er-aktuell-unterwegs-ist,wal-180.html" rel="external noopener" target="_blank">betont Peter Dietze</a> vom Landesfischereiverband.</p> <p>Allein deshalb, weil sie teuer sind: Einige Tausend Euro würden dann im Wasser bleiben. Das könne sich keiner mehr leisten. Allerdings seien auch dänische Fischer in schleswig-holsteinischen Gewässern unterwegs.</p> <h3 class="subheading"><strong>Für wirksame Meeresschutzgebiete ohne Fischerei!</strong></h3> <p>Immer wieder stranden Wale in Küstengewässern. Dies hänge auch mit gestörten Wanderrouten, Nahrungssuche in ungewohnten Gebieten und menschlichen Einflüssen zusammen, <a href="https://www.mynewsdesk.com/de/greenpeace-ev/news/greenpeace-zum-gestrandeten-wal-in-der-ostsee-507654?utm_campaign=send_list" rel="external noopener" target="_blank">erklärt Daniela von Schaper</a>, Meeresexpertin bei Greenpeace. Sie fordert einen besseren Schutz von Meeressäugern.</p> <p>Überfischung, Unterwasserlärm, Vermüllung der Meere, aber auch der Klimawandel bedrohen Wale weltweit. Wale folgen ihrer Nahrung und kommen so von ihren Wanderrouten ab.</p> <p>Werden die Meere leergefischt, finden sie keine Nahrung mehr. Sie verfangen sich in Stellnetzen, verletzen sich, werden geschwächt oder sterben qualvoll. Das passiert auch Schweinswalen in der Ostsee. Greenpeace fordert daher seit langem wirksame Schutzgebiette ohne Fischerei.</p> <![CDATA[Ein Schiffswrack vor der Levante enthüllt neues antikes Seehandelsgut]]> http://heise.de/-11240415 2026-03-31T06:00:00+02:00 2026-03-31T06:00:00+02:00 Marcel Kunzmann Fund vor Israels Küste: 2.600 Jahre altes Wrack birgt die älteste bekannte Roheisen-Ladung. Woher die Lieferung stammt, bleibt rätselhaft.</p> <p>Forscher der Universität Haifa haben bei einer Unterwassergrabung in der Dor-Lagune nahe der Karmelküste neun Stücke unverarbeitetes Eisen geborgen, sogenannte &quot;Eisenluppen&quot;.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Dabei handelt es sich um ein Halbfertigprodukt: schwammartige Klumpen aus Eisen und Holzkohle, die direkt im Schmelzofen erstarrt sind, ohne geschmiedet oder weiterverarbeitet worden zu sein. Die Stücke wiegen jeweils zwischen fünf und zehn Kilogramm. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift <em>Heritage Science</em> <a href="https://www.nature.com/articles/s40494-026-02409-7" rel="external noopener" target="_blank">veröffentlicht</a>.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading">Zufallsfund unter Wasser</h3> <p>Die Entdeckung des Eisens geschah eher zufällig: Was zunächst wie ein gewöhnlicher Stein aussah, der aus dem Weg geräumt werden sollte, erwies sich als deutlich schwerer als erwartet. Neben den Eisenluppen bargen die Archäologen auch einen Anker und Keramikfragmente.</p> <p>In einem der Eisenstücke war ein verkohlter Zweig eingeschlossen, in der Keramik fanden sich Traubenkerne – beides ermöglichte eine Radiokarbon-Datierung, die das Alter des Wracks auf rund 600 vor Christus bestätigte. Es handelt sich um das jüngste von drei Schiffswracks, die in der Dor-Lagune entdeckt wurden; die beiden anderen stammen aus dem 11. und 9. Jahrhundert vor Christus.</p> <h3 class="subheading">Roheisen auf dem Seeweg – ein Novum</h3> <p>Bisherige Funde von Eisenluppen stammten ausschließlich von Produktionsstätten an Land. Fachleute waren davon ausgegangen, dass Eisen nicht in diesem rohen Zustand gehandelt wurde, da es ineffizient sei, die Luppen abkühlen zu lassen und später erneut zu erhitzen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Allerdings bietet das unverarbeitete Eisen einen entscheidenden Vorteil für den Seetransport: Seine Oberfläche schützt es vor Korrosion bei Kontakt mit Wasser – ein Vorzug, den fertig geschmiedete Eisenprodukte nicht haben.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4895843" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10484288"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10484288" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1920" height="1079" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/8/9/5/8/4/3/lighthousealexandria-5bdc7991438bfdf5.jpeg" alt="Große Steinblöcke" style="aspect-ratio:1920 / 1079"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1920" height="1079" alt="Große Steinblöcke" style="aspect-ratio:1920 / 1079;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Archäologen bergen Teile des legendären Leuchtturms von Alexandria</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5042032" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11204497"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11204497" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2047" height="1150" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/2/0/3/2/Bas_relief_de_prisonniers_philistins_sur_la_facade_sud_du_deuxi__me_pyl__ne__2_-0add2c191fc8e80f.jpeg" alt="Antikes Flachrelief " style="aspect-ratio:2047 / 1150"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2047" height="1150" alt="Antikes Flachrelief " style="aspect-ratio:2047 / 1150;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Seevölker, Dürre, Chaos: Wie eine antike Welt zusammenbrach</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die Universität Haifa erklärte, der Fund liefere erstmals einen direkten Beleg dafür, dass Eisen in seiner frühesten kommerziellen Form per Schiff transportiert wurde. Dies deute auf eine arbeitsteilige Spezialisierung im antiken Produktions- und Handelsnetzwerk des Mittelmeerraums hin: Das Rohmaterial wurde offenbar an einem Ort gewonnen und an einem anderen weiterverarbeitet.</p> <h3 class="subheading">Waffen für einen unbekannten Auftraggeber</h3> <p>Die Region befand sich um 600 vor Christus in einer Phase intensiver Konflikte. Nach einem Jahrhundert assyrischer Herrschaft beanspruchten zunächst die Ägypter, dann die Babylonier die Kontrolle über das Gebiet des heutigen Israel.</p> <p>Angesichts dieser Machtkämpfe interpretieren die Forscher die Eisenladung als Rohstoff, der dringend für die Herstellung von Kriegsgerät wie Pfeilspitzen, Dolchen und Schwertern benötigt wurde.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4992155" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11106904"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11106904" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/2/1/5/5/csm__8561248E_s_369c88fe70-90489934e01bb1ad.jpeg" alt="Ein Taucher bei einem Schiffswrack" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Ein Taucher bei einem Schiffswrack" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Antikes Luxus-Vergnügungsboot vor Alexandria entdeckt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Welchem der konkurrierenden Reiche die Ladung ursprünglich gehörte, konnten die Wissenschaftler bislang nicht klären. Auch die genaue Herkunft des Eisens bleibt offen – ein Fundort jenseits des Jordans gilt als wahrscheinlich, doch auch andere Regionen des Mittelmeerraums kommen infrage.</p> <h3 class="subheading">Weitere Forschung geplant</h3> <p>&quot;Der nächste Schritt besteht darin, herauszufinden, woher und wohin das Schiff gesegelt ist&quot;, <a href="https://thedebrief.org/2600-year-old-shipwreck-reveals-an-unexpected-discovery-challenging-past-ideas-on-the-tools-of-ancient-warfare/" rel="external noopener" target="_blank">sagte</a> die Hauptautorin der Studie, Tzilla Eschel, gegenüber dem Portal <em>The Debrief</em>. Dazu sollen unter anderem petrographische Analysen der geborgenen Korbhenkel sowie Osmium-Isotopen-Untersuchungen der Eisenluppen durchgeführt werden. Weitere Forschungsergebnisse zu dem Wrack sollen in den kommenden Monaten veröffentlicht werden.</p> <p>In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich das Wissen über antike Handelsnetzwerke in der Region erheblich erweitert. Die Funde aus der Dor-Lagune fügen diesem Bild nun ein weiteres Puzzlestück hinzu – und zeigen, dass der Seehandel mit Roheisen im Mittelmeerraum offenbar deutlich früher einsetzte als bisher angenommen.</p> <![CDATA[Pakistan: Wird der Iran-Krieg zum ideologischen Risiko?]]> http://heise.de/-11229672 2026-03-30T16:00:00+02:00 2026-03-30T16:00:00+02:00 Mark Engeler Am Persischen Golf treten die Brüche der muslimischen Welt deutlich zu Tage. Was heißt das für den Islam und für die Islamische Republik Pakistan?</p> <p>Seit dem 28. Februar attackieren USA und Israel gemeinsam und völkerrechtswidrig Iran. Doch das ist nicht alles. Denn auf der Seite von Donald Trump und Benjamin Netanyahu stehen, angeführt von Saudi-Arabien, die absolutistischen Königreiche der Ölscheichs – tonangebende Mächte der islamischen Welt.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Während viele muslimische Staaten, arabische und andere, den Konflikt aus der Distanz betrachten und sich so weit wie möglich heraushalten, hat er für Pakistan neben gravierenden wirtschaftlichen Folgen auch Konsequenzen für das Selbstverständnis des Landes. Das <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-verhandlungen-114.html" rel="external noopener" target="_blank">Engagement</a> Islamabads für Verhandlungen mit Iran ist unter anderem auch Ausdruck dieses Dilemmas.</p> <p>Pakistan ist wie kaum ein anderes muslimisches Land ökonomisch abhängig von Saudi-Arabien, es hat quasi sein Schicksal in die Hände der Familie Al Saud <a href="https://www.arabnews.com/node/2604355/pakistan" rel="external noopener" target="_blank">gegeben</a>. Und zieht nun einen gewissen Stolz daraus, Erfüllungsgehilfe von deren Interessen zu sein. Auch Saudi-Arabiens Armee wäre ohne Söldner aus Pakistan aufgeschmissen.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading"><strong>Golfmonarchien gegen Iran</strong></h3> <p>Zumindest pro forma spannt Pakistan seit dem <a href="https://www.icanw.org/pakistan_saudi_arabia_a_mutual_defence_pact_with_nuclear_shadows" rel="external noopener" target="_blank">neuen Pakt</a> vom September 2025 seinen nuklearen Schutzschirm auch über die Heiligen Stätten in Saudi-Arabien aus. Damit besteht rein theoretisch die Möglichkeit, dass Pakistan im Verbund mit den USA und Israel ein muslimisches Bruderland, in diesem Fall Iran, nuklear attackiert.</p> <p>Natürlich nur „zur Verteidigung“, soweit hat man die Rhetorik der Nuklearmächte korrekt verinnerlicht. Und zum Glück für Pakistan rein theoretisch.</p> <h3 class="subheading"><strong>Das Ringen um den politischen Islam</strong></h3> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Der Persische Golf ist nicht nur das Nadelöhr der globalen Energiewirtschaft. Nirgendwo sonst wird um Inhalt und Charakter des politischen Islams so gerungen. Und der Sturz des Schah-Regimes war die erste und bisher einzige erfolgreiche Revolution unter der Flagge des politischen Islams.</p> <p>Man kann es kaum genug unterstreichen: Die Revolutionäre waren Schiiten. Nicht Sunniten wie zum Beispiel die Saudis, die nicht nur die Heiligen Stätten Mekka und Medina, sondern den Islam an sich, global, schützen sollten. Umso mehr, als sie seit den Sechzigerjahren über märchenhaften Reichtum verfügen; und mit ihrer ganz eigenen Lesart des Islams, dem Wahhabismus, den Grundstein für den Salafismus legten.</p> <p>Es gibt eine konfessionelle Dimension – Sunniten gegen Schiiten. Vergleichbar mit der Zeit um die Reformation in Europa, als im 16. Jhd. Katholiken und Protestanten aufeinander losgingen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041352" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11203160"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11203160" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3000" height="1686" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/3/5/2/Asianet-Pakistan-257be04a7d171422.jpeg" alt="Offiziere in Flecktarn betrachten verstaubte Waffen" style="aspect-ratio:3000 / 1686"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3000" height="1686" alt="Offiziere in Flecktarn betrachten verstaubte Waffen" style="aspect-ratio:3000 / 1686;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Pakistan: Zwischen allen Fronten</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041033" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11202535"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11202535" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6240" height="3506" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/0/3/3/shutterstock_2742733675-1ed034b0baae1d84.jpeg" alt="Ein Mann vor einem schneebedeckten Berg" style="aspect-ratio:6240 / 3506"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6240" height="3506" alt="Ein Mann vor einem schneebedeckten Berg" style="aspect-ratio:6240 / 3506;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Pakistan: Die Taliban-Rechnung kommt spät, aber sie kommt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5036614" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11193885"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11193885" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/6/6/1/4/Master_Engeler-e281008edac974a4.jpeg" alt="marsähnliche Landschaft in Pachri, Belutschistan, Pakistan" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="marsähnliche Landschaft in Pachri, Belutschistan, Pakistan" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Krieg ohne Moral: Was Belutschistan über westliche Konfliktbilder lehrt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5035965" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11192599"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11192599" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4800" height="2697" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/5/9/6/5/shutterstock_1952428729-188bc91e5c15fd94.jpeg" alt="Ein Soldat auf einem Fahrzeug" style="aspect-ratio:4800 / 2697"><img 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data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5020036" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11161314"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11161314" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2571" height="1444" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/2/0/0/3/6/Rawpixel-229f5eb32da2bb62.jpeg" alt="Großer Flottenverband mit Flugzeugträger an der Spitze" style="aspect-ratio:2571 / 1444"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2571" height="1444" alt="Großer Flottenverband mit Flugzeugträger an der Spitze" style="aspect-ratio:2571 / 1444;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Iran soll die Bombe bekommen? Den Regimewechsel zu versuchen, könnte helfen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div></div><button data-component="Button" data-collapse-trigger="true" class="block whitespace-nowrap text-center leading-none border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#f2f2f2;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg></span><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:flex group-is-closed:hidden"><span class="mr-0.5">Weniger anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path fill="none" stroke="#464646" stroke-linecap="round" stroke-miterlimit="10" stroke-width="1.5" d="M8 12h8"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path fill="none" stroke="#f2f2f2" stroke-linecap="round" stroke-miterlimit="10" stroke-width="1.5" d="M8 12h8"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg></span></button></a-collapse></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Der vierte Golfkrieg seit 1991</strong></h3> <p>Für den Westen und die Scheichs war Saddam Hussein das ideale Werkzeug, um Irans Revolution zu bekämpfen. Gewissensbisse gab es keine im zweiten Golfkrieg 1991. Es ging direkt weiter gegen den früheren Verbündeten Saddam als er die Kosten für acht Jahre Krieg eintreiben wollte.</p> <p>Im dritten Golfkrieg ab 2003 sollte eigentlich das aufgearbeitet werden, was 1991 auf halber Strecke liegen geblieben war. Mit bis heute kaum verstandenen Folgen für Irak. Und einem Gewinner, mit dem man nicht gerechnet hatte: Iran.</p> <p>Nun wendet sich die heilig-unheilige Allianz von Scheichs, den USA und Israel im vierten Krieg gegen Iran. Nicht nur Israel, gerade auch die Scheichs, wollen die Gefahr der Ausbreitung einer muslimischen – und ganz besonders einer schiitischen – Revolution ein für allemal bannen.</p> <p><strong>Pakistan an der Seite Israels?</strong></p> <p>Für Pakistan war es lange einfach, sich aus diesen Konflikten herauszuhalten oder die Linie der Saudis zu folgen. Doch nun ist der Gegner kein „unislamischer“ Tyrann wie Saddam und noch nie beteiligte sich Israel so aktiv an einem Angriff der USA wie seit 28.Februar 2026.</p> <p>Und es geht gegen eine Nation, die jedenfalls theoretisch die gleichen Ziele verfolgt wie man selbst und auf diesem Weg nüchtern betrachtet einiges weiter ist.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5033339" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11187496"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11187496" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5312" height="2985" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/3/3/3/9/Matthew_Nichols1_cropped-dfafeae8b5eacc7a.jpeg" alt="Landkarte des Iran mit Nachbarländern" style="aspect-ratio:5312 / 2985"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5312" height="2985" alt="Landkarte des Iran mit Nachbarländern" style="aspect-ratio:5312 / 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data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="10690346"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-10690346" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/4/8/4/4/5/shutterstock_2506182197-2275c5b454be4e19.jpeg" alt="Pakistanische Pilger im saudi-arabischen Mekka" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" 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md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5018948" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11159158"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11159158" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5577" height="3133" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/8/9/4/8/buradaki_cropped-89f5b7ab4e5a91c0.jpeg" alt="Satellitenbild mit Saudi-Arabien im Zentrum" style="aspect-ratio:5577 / 3133"><img 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Was sich in Westasien gerade zusammenbraut</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Klar: Wenn man der fundamentalistischen Ideologie der Wahhabiten folgt, und das ist in Pakistan seit der Militärdiktatur in den Siebzigern trotz der liberalen Traditionen der Sufis der Fall; dann sind die Schiiten Häretiker – oder Ketzer – und als das sieht man im Wahhabismus Schiiten, verwerflicher als Ungläubige, die nicht behaupten, Muslime zu sein.</p> <p>Trotzdem: Khomeini schaffte, von was die anderen nur redeten.</p> <h3 class="subheading"><strong>Islam tief gespalten</strong></h3> <p>Und nur wenige Jahre vor der iranischen Revolution hatte Pakistan den Grund seiner Existenz als Refugium für alle Muslime Indiens teilweise verloren: Die „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Nationen-Theorie" rel="external noopener" target="_blank">Theorie der zwei Nationen</a>“ war nach der Abspaltung Pakistans von Bangladesch 1971 gescheitert. Das ideologische Vakuum füllt seitdem der Wahhabismus.</p> <p>Allerdings ist in Wahrheit ist die Ideologie des politischen Islam nie so stark gewesen, wie sie oft gezeigt wurde. Die Vorstellung vereint agierender Muslime erschien jenen, die etwas von der muslimischen Welt verstehen, schon immer mindestens so unrealistisch wie die Vorstellung vereint agierender Europäer.</p> <p>Die Umma, die globale muslimische Gemeinschaft, ist hoffnungslos gespalten.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><a-collapse sneak-peek-elements="3" sneak-peek-elements-selector="article" class="group"><div data-collapse-target="true" class="relative mb-4"><div data-collapse-content="true"><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5054724" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11229456"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11229456" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3500" height="1967" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/4/7/2/4/shutterstock_1321462394-12e9426333df5a0e.jpeg" alt="Ein Banker vor einem Börsencomputer" style="aspect-ratio:3500 / 1967"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3500" 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data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5054628" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11229270"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11229270" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4256" height="2392" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/4/6/2/8/shutterstock_696251473-bacca4b48573a659.jpeg" alt="Männer vor einem Hubschrauber" style="aspect-ratio:4256 / 2392"><img 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könnte</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5053694" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11227435"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11227435" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" 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md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Der Iran-Krieg dreht der KI buchstäblich das Gas ab</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5054223" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11228476"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11228476" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/4/2/2/3/Master_Lange-dac9bfe802d375b3.jpeg" alt="Frontansicht einer Shahed-136-Drohne" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Frontansicht einer Shahed-136-Drohne" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Drohnenabwehr und Infrastruktur: Was Naftogaz den Golfstaaten voraushat</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5053833" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11227708"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11227708" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7973" height="4479" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/3/8/3/3/asharkyu-543da53d4ce53552.jpeg" alt="Blau ausgeleuchteter reinraum, in dem ein Siliziumwafer verarbeitet wird." style="aspect-ratio:7973 / 4479"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7973" height="4479" alt="Blau ausgeleuchteter reinraum, in dem ein Siliziumwafer verarbeitet wird." 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border rounded disabled:pointer-events-none disabled:opacity-50 dark:border-gray-100 border-gray-300 bg-white dark:bg-gray-800 dark:text-gray-50 dark:hover:bg-gray-700 dark:hover:border-gray-400 text-gray-800 hover:bg-gray-50 hover:border-gray-500 text-base py-3 px-6 mx-auto block group-disabled:hidden"><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:hidden group-is-closed:flex"><span class="mr-0.5">Mehr anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#464646;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path d="M8 12h8m-4 4V8" style="fill:none;stroke:#f2f2f2;stroke-width:1.5;stroke-linecap:round;stroke-miterlimit:10"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg></span><span class="min-w-[150px] justify-center items-center flex-nowrap group-is-open:flex group-is-closed:hidden"><span class="mr-0.5">Weniger anzeigen</span><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="h-4 w-4 dark:hidden"><path fill="none" stroke="#464646" stroke-linecap="round" stroke-miterlimit="10" stroke-width="1.5" d="M8 12h8"></path><path fill="#464646" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" xml:space="preserve" viewBox="0 0 24 24" role="img" preserveAspectRatio="xMinYMin" class="hidden h-4 w-4 dark:inline-block"><path fill="none" stroke="#f2f2f2" stroke-linecap="round" stroke-miterlimit="10" stroke-width="1.5" d="M8 12h8"></path><path fill="#f2f2f2" d="M12 3.5c4.7 0 8.5 3.8 8.5 8.5s-3.8 8.5-8.5 8.5-8.5-3.8-8.5-8.5S7.3 3.5 12 3.5M12 2C6.5 2 2 6.5 2 12s4.5 10 10 10 10-4.5 10-10S17.5 2 12 2"></path></svg></span></button></a-collapse></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Warum braucht es Pakistan?</strong></h3> <p>Die Stärke des politischen Islams wurde besonders auch von den USA immer wieder (über)betont, weil ihr nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion der Gegner abhanden gekommen war. Und damit der Grund für die gewaltigen Ausgaben für den militärisch-industriellen Komplex entfallen war. Man brauchte eine neue Zielscheibe, um alles beim Alten zu belassen.</p> <p>Die große Mehrheit der Pakistanis hat jedoch gänzlich andere Sorgen als den ideologischen Überbau ihres Landes. Sie plagt die Last hoher Energiepreise und das Schicksal von Millionen Landsleuten im Golf.</p> <p>Der Umstand, dass ihr Land, gegründet im Namen des Islams, mit dessen angeblichen Erzfeinden gemeinsame Sache macht, um eine muslimische Nation in die Knie zu zwingen, ist vergleichsweise irrelevant.</p> <p>Die Religion ist als politisches Werkzeug zumindest international nur von begrenztem Wert. Es bleibt aber für Rechtswissenschaftler, Historiker und Soziologen die essenzielle Frage: Warum Pakistan, wenn es keine religiöse (muslimische) Rechtfertigung mehr gibt?</p> <![CDATA[Finanzmärkte unter Druck: Iran-Krieg sorgt für Börsen-Turbulenzen ]]> http://heise.de/-11229456 2026-03-30T14:00:00+02:00 2026-03-30T14:00:00+02:00 Marcel Kunzmann Iran-Krieg erschüttert Finanzmärkte weltweit. Liquidität bricht ein, Handelskosten steigen rasant. Die Lage sieht nicht gut aus. Ein Überblick.</p> <p>Der Krieg im Iran hat an den internationalen Finanzmärkten erhebliche Verwerfungen ausgelöst. Vom US-Staatsanleihenmarkt über Gold bis hin zu Währungen – kein großer Markt ist von den Turbulenzen verschont geblieben, wie <em>Reuters </em>unter Berufung auf Investoren und Händler <a href="https://www.reuters.com/business/finance/global-markets-trading-analysis-pix-2026-03-30/" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a>.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Anleger haben Schwierigkeiten, Kurse zu erhalten oder Geschäfte abzuwickeln, weil Marktmacher das Risiko scheuen, auf großen Positionen sitzen zu bleiben, die rasch an Wert verlieren könnten. Indes beginnt der Ölpreis (Brent) am Montag von 115 US-Dollar aus weiter nach oben zu klettern.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading">Handeln wird teurer und schwieriger</h3> <p>&quot;Wenn wir handeln wollen, dauert es länger. Die Marktmacher wollen, dass wir geduldiger sind und die Aufträge in kleinere Einheiten aufteilen&quot;, sagte Rajeev De Mello, Investmentchef bei GAMA Asset Management. Die Spanne zwischen An- und Verkaufspreisen – ein Maß für die Transaktionskosten – habe sich spürbar vergrößert.</p> <p>Bei neu emittierten zweijährigen US-Staatsanleihen weitete sich dieser sogenannte Bid-Ask-Spread im März laut Morgan Stanley um rund 27 Prozent gegenüber dem Februar aus.</p> <p>Verschiedene Volatilitätsindizes – für Aktien, Anleihen, Öl und Gold – sind auf Niveaus gestiegen, die zuletzt in früheren Marktkrisen erreicht wurden. Besonders drastisch war die Lage am europäischen Terminmarkt für kurzfristige Zinssätze, wo die Liquidität zeitweise auf nur zehn Prozent des üblichen Niveaus absackte. &quot;Das erinnerte mich an die Covid-Tage&quot;, sagte Daniel Aksan, Co-Leiter des europäischen Zinshandels bei Morgan Stanley.</p> <p>Drei europäische Finanzaufsichtsbehörden warnten am Freitag, dass die geopolitischen Spannungen durch höhere Energiepreise, möglichen Inflationsdruck und schwächeres Wirtschaftswachstum erhebliche Risiken für die globale Finanzstabilität bergen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Hedgefonds verschärfen die Lage in Europa</h3> <p>In Europa hat der besonders scharfe Ausverkauf bei Staatsanleihen die Rolle von Hedgefonds in den Fokus gerückt – ein Risiko, vor dem insbesondere die Bank of England gewarnt hat. Hedgefonds machen laut aktuellen Tradeweb-Daten mittlerweile mehr als 50 Prozent des Handelsvolumens an den britischen und europäischen Staatsanleihemärkten aus.</p> <p>Viele dieser Fonds hatten auf dieselben Strategien gesetzt: Sie wetteten auf Zinssenkungen der Bank of England, auf steilere Zinskurven und auf enge Renditeabstände zwischen italienischen und deutschen Anleihen. Als diese Wetten gleichzeitig aufgelöst wurden, verschärfte das die Kursbewegungen zusätzlich. &quot;Wenn Hedgefonds gleichzeitig Risiken abbauen, verstärkt das die Volatilität&quot;, erklärte Aksan.</p> <p>Am Goldmarkt, der besonders zinssensitiv ist, gab es laut Mukesh Dave, Investmentchef bei Aravali Asset Management, Tage, an denen Marktmacher schlicht nicht präsent waren. &quot;Sie wollen im Moment kein Geld verdienen, sie wollen kein Geld verlieren. Wenn sie die Wahl haben, wollen sie nicht im Markt sein&quot;, sagte Dave.</p> <h3 class="subheading">Große Fondsmanager sehen Kaufgelegenheit</h3> <p>Während die Märkte vor allem auf den Inflationsschock durch Ölpreise von über 110 US-Dollar pro Barrel reagieren, <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-03-29/jpmorgan-pimco-say-bond-market-is-underestimating-slowdown-risk" rel="external noopener" target="_blank">warnen</a> einige der größten Anleiheinvestoren der Wall Street davor, dass das Wachstumsrisiko unterschätzt wird. Bei Unternehmen wie Pimco, JPMorgan Asset Management und Columbia Threadneedle bereiten sich Fondsmanager darauf vor, dass der wirtschaftliche Schaden letztlich eine Erholung am Anleihemarkt auslösen und die Renditen wieder drücken wird, wie Bloomberg berichtet.</p> <p>&quot;Jeder Tag, an dem dieser Konflikt andauert, bringt uns näher an den Punkt, an dem der Markt die negativen Wachstumsfolgen einpreisen muss&quot;, sagte Kelsey Berro, Portfoliomanagerin bei JPMorgan Asset Management. Die Renditen seien inzwischen &quot;attraktiv genug&quot;.</p> <p>Die Renditen zwei- und fünfjähriger US-Staatsanleihen sind seit Beginn der Bombardierungen um mehr als einen halben Prozentpunkt gestiegen. Dreißigjährige Anleihen nähern sich der Marke von fünf Prozent. Die OECD warnte vergangene Woche, dass die US-Verbraucherpreise in diesem Jahr um 4,2 Prozent steigen könnten.</p> <h3 class="subheading">Rezessionsrisiko steigt</h3> <p>Die wirtschaftlichen Risiken hatten sich bereits vor dem Krieg aufgebaut. Der US-Arbeitsmarkt schwächelt weiter: Im Februar wurden 92.000 Stellen abgebaut, für März wird nur ein geringer Zuwachs von 60.000 Stellen erwartet. Goldman Sachs beziffert die Wahrscheinlichkeit einer Rezession innerhalb der nächsten zwölf Monate auf rund 30 Prozent, Pimco sieht sie bei über einem Drittel.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5052599" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11225276"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11225276" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/2/5/9/9/shutterstock_2133816651-28aa8b66db03f6a7.jpeg" alt="Erdölpreis vor Ölpumpe" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Erdölpreis vor Ölpumpe" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ölkrise spitzt sich zu: Globale Versorgung wird immer knapper</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5051415" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11222975"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11222975" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5829" height="3275" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/1/4/1/5/shutterstock_2226244213-b13d6d08c6c8388b.jpeg" alt="Gashahn vor türlischer Flagge" style="aspect-ratio:5829 / 3275"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5829" height="3275" alt="Gashahn vor türlischer Flagge" style="aspect-ratio:5829 / 3275;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Iranische Gaslieferungen an die Türkei nach israelischem Angriff gestoppt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5048559" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11217384"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11217384" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="3991" height="2242" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/8/5/5/9/shutterstock_2706472553-c44730025db2c26d.jpeg" alt="Eine Flamme an einem Energieturm" style="aspect-ratio:3991 / 2242"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="3991" height="2242" alt="Eine Flamme an einem Energieturm" style="aspect-ratio:3991 / 2242;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Brennende Gasfelder: Der Irankrieg hat die Energieversorgung ins Mark getroffen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>&quot;Was als Inflationsschock beginnt, kann schnell zu einem Wachstumsschock werden&quot;, sagte Daniel Ivascyn, Investmentchef bei Pimco, das über zwei Billionen US-Dollar verwaltet. &quot;Wir stehen an der Schwelle zu einer deutlichen Abschwächung der Wirtschaft.&quot;</p> <p>Die Blockade der Straße von Hormus hat die Öllieferungen praktisch zum Erliegen gebracht, was sich bereits in den höchsten Benzinpreisen seit dem pandemiebedingten Inflationsschub niederschlägt.</p> <h3 class="subheading">Fed in der Zwickmühle</h3> <p>Die US-Notenbank Federal Reserve steckt in einem Dilemma: Einerseits spricht die Konjunkturschwäche für Zinssenkungen, andererseits bindet ihr die hartnäckige Inflation die Hände. Am Terminmarkt preisen Händler inzwischen keine Zinssenkung der Fed für 2026 mehr ein – stattdessen wird eine Zinserhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von rund einem Drittel eingepreist.</p> <p>Rick Rieder, Leiter der Anleiheninvestitionen bei BlackRock mit einem verwalteten Vermögen von über zwei Billionen US-Dollar, plädierte dennoch für Zinssenkungen, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. &quot;Wir schauen, was in den nächsten Wochen passiert – und dann will ich zugreifen und kaufen&quot;, sagte er in einem Interview mit <em>Bloomberg</em>.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5041699" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11203846"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11203846" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/1/6/9/9/oelpreis_ho-bed963b29484dbfa.jpeg" alt="Ölfässer die immer größer werden" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Ölfässer die immer größer werden" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Gas, Strom, Sprit: Was Verbraucher jetzt wissen müssen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Ed Al-Hussainy, Portfoliomanager bei Columbia Threadneedle, hat bereits begonnen, langlaufende Anleihen zu kaufen. Sein Kalkül: Sollte die Fed die Zinsen weiter anheben, werde das die Nachfrage so stark bremsen, dass die langfristigen Renditen letztlich wieder sinken müssen.</p> <p>Die Finanzmärkte stehen damit vor einer Phase anhaltender Unsicherheit, in der sich Inflationsängste und Rezessionssorgen gegenseitig verstärken – und in der die Dauer des Konflikts darüber entscheiden dürfte, welches Szenario sich durchsetzt.</p> <![CDATA[Social-Media-Verbot für Kinder: Warum Deutschland rechtlich scheitern würde]]> http://heise.de/-11229862 2026-03-30T13:46:00+02:00 2026-03-30T13:46:00+02:00 Andrej Simon Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags: EU-Recht und Grundgesetz setzen enge Grenzen – Experten fordern strengere Plattformregeln statt Verbote</p> <p>Die Debatte um ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren erhält eine juristische Dämpfung: Ein <a href="https://www.bundestag.de/resource/blob/1158560/WD-7-004-26.pdf" rel="external noopener" target="_blank">Gutachten</a> der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags kommt zu dem Schluss, dass ein solches nationales Verbot vor erheblichen rechtlichen Hürden steht.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">EU-Recht hat Vorrang</h3> <p>Das zentrale Problem liegt im Digital Services Act (DSA), einer EU-Verordnung, die seit Februar 2024 in allen Mitgliedstaaten unmittelbar gilt. Der DSA regelt umfassend die Pflichten von Online-Plattformen – auch im Bereich des Jugendschutzes. Die Wissenschaftlichen Dienste stellen fest, dass der DSA einen &quot;Anwendungsvorrang&quot; vor nationalen Gesetzen hat und eine &quot;vollständige Harmonisierung&quot; anstrebt.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Das bedeutet: Die Mitgliedstaaten dürfen keine zusätzlichen nationalen Anforderungen erlassen, die die gleiche Zielsetzung verfolgen wie der DSA. Hinzu kommt das Herkunftslandprinzip: Die meisten großen Plattformen wie Meta, TikTok oder Google haben ihren EU-Sitz in Irland und unterliegen daher primär irischem Recht.</p> <p>&quot;Nationale Regelungen bezüglich einer Sperrung beziehungsweise Beschränkung von Social-Media-Plattformen hätten danach weitgehend keine Auswirkungen&quot;, heißt es im Gutachten.</p> <p>&quot;Über verbleibende Regelungsspielräume Deutschlands könne nur der EuGH entscheiden&quot;, schreiben die Gutachter mit Verweis auf den Europäischen Gerichtshof.</p> <h3 class="subheading">Grundgesetz als weitere Hürde</h3> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Auch das im Grundgesetz verankerte Erziehungsrecht der Eltern (Artikel 6 Absatz 2) könnte einem staatlichen Verbot entgegenstehen. Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Prof. Dr. <a href="https://www.bfdi.bund.de/DE/BfDI/Inhalte/Reden/2025/2025-09-01_Altersverifikationssysteme.html" rel="external noopener" target="_blank">Louisa Specht-Riemenschneider</a>, betonte in einer Rede:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Eltern können ihre Erziehungspflichten nicht einfach dem Staat überantworten.&quot;</p> <p>Ein Totalverbot setze sich vor das Erziehungsrecht.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5036233" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11193132"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11193132" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5472" height="3075" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/6/2/3/3/BearFotos_cropped-75e5f049330c38ad.jpeg" alt="Kinder sitzen auf einer Bank und gucken in ihre Handys" style="aspect-ratio:5472 / 3075"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5472" height="3075" alt="Kinder sitzen auf einer Bank und gucken in ihre Handys" style="aspect-ratio:5472 / 3075;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Soziale Medien: Lieber regulieren als ausgrenzen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5036242" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11193150"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11193150" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="2456" height="1380" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/6/2/4/2/shutterstock_2591440661-859d020f5edc86ff.jpeg" alt="Menschliche Hand, die ein Smartphone mit Nachrichten- und Social-Media-Symbolen hält." style="aspect-ratio:2456 / 1380"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="2456" height="1380" alt="Menschliche Hand, die ein Smartphone mit Nachrichten- und Social-Media-Symbolen hält." style="aspect-ratio:2456 / 1380;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Social Media für Kinder verbieten – gibt es keine klügere Lösung?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5034176" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11189157"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11189157" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5179" height="2909" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/4/1/7/6/shutterstock_1022394352-a520ddb7a5e5d3df.jpeg" alt="Ein asiatisches Mädchen an einem handy" style="aspect-ratio:5179 / 2909"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5179" height="2909" alt="Ein asiatisches Mädchen an einem handy" style="aspect-ratio:5179 / 2909;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Minderjährigen-Modus statt Verbot: Ein Blick auf Social-Media in China</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading">Was der DSA bereits vorschreibt</h3> <p>Der Digital Services Act verpflichtet Anbieter bereits jetzt, &quot;geeignete und verhältnismäßige Maßnahmen&quot; für &quot;ein hohes Maß an Privatsphäre, Sicherheit und Schutz von Minderjährigen&quot; zu treffen (Artikel 28 Absatz 1 DSA). Als schärfste Sanktion sieht der DSA eine vorübergehende Einschränkung des Zugangs vor – ein generelles, unbefristetes Verbot ist nicht vorgesehen.</p> <p>Die <a href="https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/news/commission-preliminarily-finds-tiktoks-addictive-design-breach-digital-services-act" rel="external noopener" target="_blank">EU-Kommission</a> hat im Februar 2026 vorläufig festgestellt, dass TikTok mit seinem &quot;suchterzeugenden Design&quot; gegen den DSA verstößt. Zu den kritisierten Funktionen gehören unendliches Scrollen, Autoplay und hochgradig personalisierte Empfehlungen.</p> <h3 class="subheading">Experten fordern Alternativen</h3> <p>Die <a href="https://www.kjm-online.de/social-media-verbot/" rel="external noopener" target="_blank">Kommission für Jugendmedienschutz</a> (KJM) warnte, dass Verbote allein die Risiken sozialer Medien kaum reduzieren würden.</p> <p>&quot;Der Wunsch nach einem &#39;Rundum-Sorglos-Angebot&#39; ist zweifelsohne verführerisch und mit einem Verbot wird eine verlockend einfache Lösung suggeriert&quot;, teilte die KJM mit.</p> <p>Stattdessen müssten für minderjährige Nutzende schrittweise anpassbare Einstiegsversionen sozialer Medien angeboten werden – mit altersgerechten Inhalten, Verzicht auf suchtfördernde Funktionalitäten und verbindlichen Grenzen bei der Nutzungsdauer.</p> <p>Die Partei Die Linke, die das Gutachten in Auftrag gegeben hatte, kritisiert laut <a href="https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/social-media-verbot-gutachten-100.html" rel="external noopener" target="_blank">Tagesschau</a>, dass die Vorschläge für ein Verbot &quot;zu kurz greifen&quot; und &quot;Grundrechte junger Menschen einschränken&quot;. Auch der niedersächsische Landesjugendring warnte, ein pauschales Verbot für Kinder unter 14 Jahren sei ein Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention.</p> <p>Das <a href="https://leibniz-hbi.de/die-huerden-eines-social-media-verbots-in-deutschland/" rel="external noopener" target="_blank">Leibniz-Institut für Medienforschung</a> kommt in einer Analyse zu dem Schluss, dass ein nationaler &quot;Social Media-Ban&quot; rechtlich kaum umsetzbar wäre und zudem leicht durch VPN-Dienste umgangen werden könnte. Ein Verbot schaffe mehr rechtliche und faktische Probleme, als sie löst.</p> <h3 class="subheading">Resümee</h3> <p>Ein nationales Social-Media-Verbot für Kinder in Deutschland steht vor nahezu unüberwindbaren Hürden. Statt auf pauschale Verbote zu setzen, fordern Experten, die bereits bestehenden Instrumente des DSA konsequent zu nutzen – etwa die Verpflichtung der Anbieter zu altersgerechten Plattform-Designs und die Stärkung der Medienkompetenz.</p> <p>Letztlich wird die Frage auf europäischer Ebene entschieden werden müssen.</p> <![CDATA[Die iranische Falle: Warum den USA ein zweites Vietnam drohen könnte]]> http://heise.de/-11229270 2026-03-30T10:00:00+02:00 2026-03-30T10:00:00+02:00 Luca Schäfer Bomben, Blockaden, Botschaften: Die USA stehen an der Schwelle zur Bodeninvasion. Washington würde damit in eine massive Falle tappen. Eine Analyse.</p> <p>Die vergangene Woche war von immensen Spannungen geprägt: Analysten <a href="https://www.telepolis.de/article/Teheran-gewinnt-die-Oberhand-vorerst-11222336.html" rel="external noopener" target="_blank">sahen</a> die Möglichkeit, dass nach dem Auslaufen der bereits verlängerten US-Frist – nach dem freitäglichen Börsenschluss – unkalkulierbare Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur einsetzen könnten.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Doch erneut <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-ultimatum-iran-104.html" rel="external noopener" target="_blank">verschob</a> US-Präsident Donald Trump das Ultimatum: bis 10. April sollen mögliche Gespräche zu einem Abschluss führen. Wie der deutsche Außenminister Johann Wadephul <a href="https://www.dw.com/de/usa-trump-ultimatum-iran-energieanlagen-stra%C3%9Fe-von-hormus-direkte-gespraeche-angriffe-soldaten/a-76557449" rel="external noopener" target="_blank">kolportierte</a>, seien in naher Zukunft direkte Gespräche zwischen Teheran und Washington zu erwarten.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Allerdings hatten <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-ultimatum-iran-104.html" rel="external noopener" target="_blank">iranische Offizielle Verhandlungen</a> mehrfach unmissverständlich <a href="https://www.n-tv.de/politik/Iran-droht-mit-Angriffen-auf-israelische-und-US-Universitaeten-id30524150.html" rel="external noopener" target="_blank">dementiert</a>. Zuletzt beschwor Außenminister Abbas Araghchi mit einem <a href="https://www.antenneduesseldorf.de/dpa/neue-angriffe-im-iran-krieg-bemuehungen-um-deeskalation-2611883" rel="external noopener" target="_blank">iranischen Ultimatum</a> – die USA müssten sich öffentlich für die verheerenden Bombardierungen von iranischen Universitäten entschuldigen, sonst würden US-israelische Hochschulen in der Region legitime Ziele, ein Festhalten am Widerstand.</p> <p>Die aktuellen Ausgangslagen klaffen auseinander: Während Luftschläge den Iran nicht bezwangen, konnte Teheran effektiv Nadelstiche setzen. Im Dickicht des einmonatigen Krieges und einer paradoxen, iranischen Position der Stärke <a href="https://elpais.com/internacional/2026-03-29/la-guerra-de-trump-y-netanyahu-contra-iran-30-dias-de-caos-y-un-futuro-incierto.html" rel="external noopener" target="_blank">zeichnet</a> sich eine neue Weggabelung ab: fruchtbare Gespräche oder Maximaleskalation?</p> <h3 class="subheading">Torschluss-Dynamik</h3> <p>Die US-seitige Eskalationsdynamik hat – trotz oder gerade wegen des erneuten gesichtswahrenden Aufschubs – an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Das Zeitfenster für einen Deal schließt sich rapide – und öffnet zugleich das Fenster zu einer Bodenoffensive.</p> <p>Diese Anzeichen werden durch eine Meldung der <em>Washington Post</em> <a href="https://www.washingtonpost.com/national-security/2026/03/28/trump-iran-ground-troops-marines/" rel="external noopener" target="_blank">genährt</a>: Zwar sei keine Vollinvasion geplant – die bisherigen Truppenverlegungen bieten keine ausreichende Basis –, doch soll ein &quot;geheimer Bodenangriff&quot; durch Spezialeinheiten seit Wochen vorbereitet werden. Unter Berufung auf eine anonyme, interne US-Quelle <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-iran-krieg-bodenoffensive-100.html" rel="external noopener" target="_blank">befänden</a> sich die Planungen in den finalen Zügen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5052652" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11225381"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11225381" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/2/6/5/2/shutterstock_1314316196-71e3f4a442448ff5.jpeg" alt="Soldaten auf einem Strand, im Hintergrund ein Landungsboot" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Soldaten auf einem Strand, im Hintergrund ein Landungsboot" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Mögliche Iran-Invasion: Die USA marschieren in die nächste Katastrophe</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Nach <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/3/29/pentagon-readies-for-weeks-of-us-ground-operations-in-iran-report" rel="external noopener" target="_blank">Al-Jazeera-Analysen</a> könnten mögliche Ziele strategische Punkte an der Straße von Hormus – insbesondere das zuvor bombardierte <a href="https://edition.cnn.com/2026/03/14/middleeast/iran-kharg-island-explainer-intl-hnk" rel="external noopener" target="_blank">Ölexportzentrum Kharg Island</a>, sein.</p> <p>Gelänge eine Teileinnahme, wäre dem Iran sein strategischer Joker – die Kontrolle über die wirtschaftlich entscheidende Meerenge – weitgehend entrissen. Iranische Ölexporte nach China könnten einbrechen, die Handelsroute direkt von der US-Armee kontrolliert werden, die iranische Kriegskasse empfindlich gestört werden. Solange Teheran militärisch jedoch nicht niedergerungen wäre, bliebe die Gefahr iranischer Raketenangriffe auf Tanker extrem hoch.</p> <h3 class="subheading">Zwischen Dementi und Vorbereitung</h3> <p>Konfrontiert mit den Meldungen <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/3/29/pentagon-readies-for-weeks-of-us-ground-operations-in-iran-report" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a> die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, lediglich, es sei &quot;die Aufgabe des Pentagons, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber ein Maximum an Handlungsspielraum zu verschaffen&quot; – eine finale Entscheidung stünde aus. Ein Dementi, vor dem Hintergrund der <a href="https://www.rte.ie/news/middle-east/2026/0325/1565076-iran-conflict/" rel="external noopener" target="_blank">iranischen Verhandlungsblockade</a>, ist dies nicht.</p> <p>Skepsis <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/mar/29/pentagon-ground-operations-iran-report" rel="external noopener" target="_blank">äußerte</a> der republikanische Senator James Lankford: Man müsse genau wissen, &quot;was die Ziele sind&quot;. Eine Spezial-Einheiten-Operation sei &quot;etwas ganz anderes als eine langwierige Besatzung.&quot; Verbunden mit der Warnung, dass eine Bodeninvasion im Iran, &quot;nicht beendet, sondern unvollendet&quot; gelassen werden könnte, beschwor der Parteifreund Trumps das mögliche Vietnam-Traumata.</p> <p>Auch wenn Außenminister Marco Rubio am letzten Freitag <a href="https://www.youtube.com/watch?v=YkO2y8BKGrY#:~:text=Rubio:%20&#39;We%20Can%20Achieve%20All,Our%20Objectives%20Without%20Ground%20Troops&#39;&amp;text=Iran%20War%20%2D%20YouTube,This%20content%20isn&#39;t%20available." rel="external noopener" target="_blank">betonte</a> eine solche sei für die Erreichung der US-Kriegsziele nicht nötig, erscheint die Lancierung nicht aus der Luft gegriffen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5051058" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11222336"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11222336" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="8269" height="4645" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/1/0/5/8/shutterstock_2687795689-2bd8aa511c83c4ea.jpeg" alt="Ein Flugzeugträger auf dem Meer" style="aspect-ratio:8269 / 4645"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="8269" height="4645" alt="Ein Flugzeugträger auf dem Meer" style="aspect-ratio:8269 / 4645;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Teheran gewinnt die Oberhand – vorerst</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die entsendeten Verbände <a href="https://www.reuters.com/world/middle-east/us-expected-send-thousands-soldiers-middle-east-sources-say-2026-03-24/" rel="external noopener" target="_blank">sprechen </a>eine kohärente Sprache: 2.500 US-Marines <a href="https://www.pbs.org/newshour/show/more-marines-heading-to-middle-east-as-u-s-continues-relentless-strikes-on-iran" rel="external noopener" target="_blank">befinden</a> sich auf dem Weg in die Region. Zuvor <a href="https://timesofindia.indiatimes.com/defence/international/uss-tripoli-arrives-with-3500-troops-fuels-speculation-of-us-ground-operations-in-iran/articleshow/129875669.cms" rel="external noopener" target="_blank">trafen</a> 3.500 US-Soldaten mit der USS Tripoli ein. Nach Berichten könnten in naher Zukunft bis zu 10000 weitere Kräfte <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-03/usa-iran-krieg-entsendung-soldaten-gxe" rel="external noopener" target="_blank">folgen</a>.</p> <p>Insgesamt <a href="https://quwa.org/middle-east-military-news/us-deploys-two-carrier-strike-groups-to-middle-east-as-operation-epic-fury-escalates/" rel="external noopener" target="_blank">operieren</a> trotz ernster Rückzüge weiterhin zwei Flugzeugträgerkampfgruppen und über 30 Kriegsschiffe in der Region. Die Zusammensetzung der Verbände lässt Schlüsse zu: Marine-Infanterie, Luftlandetruppen und Spezialkräfte – Einheiten, die für schnelle Eingriffe, die Einnahme strategischer Landpunkte und gezielte Geheimoperationen ausgebildet sind.</p> <h3 class="subheading">Streichholz, Benzinkanister</h3> <p>Auf eine mögliche Invasion <a href="https://elpais.com/internacional/2026-03-29/iran-acusa-a-estados-unidos-de-planificar-una-invasion-mientras-habla-de-negociaciones.html" rel="external noopener" target="_blank">bereitet</a> sich auch der Iran vor. Parlamentssprecher Bagher Ghalibaf <a href="https://www.tagesspiegel.de/internationales/scharfe-warnung-aus-teheran-usa-bereiten-offenbar-bodenoffensive-im-iran-vor-15412238.html" rel="external noopener" target="_blank">erklärte</a>, die iranische Armee warte auf die Ankunft der US-Soldaten, &quot;um sie in Brand zu setzen&quot;.</p> <p>Die breite iranische Brust könnte ein weiterer Akteur stärken: Die jemenitischen Huthi-Rebellen erklärten, vergleichbar mit ihrem Engagement auf der palästinensischen Seite, ihren Eintritt auf iranischer Seite und <a href="https://www.deutschlandfunk.de/huthi-miliz-im-jemen-greift-mit-raketenangriff-auf-israel-in-iran-krieg-ein-104.html" rel="external noopener" target="_blank">feuerten</a> mehrere ballistische Raketen auf Israel – Tel Aviv gab das Abfangen einer Rakete bekannt. Der Krieg erhält damit eine neue, für die Seefahrt der Region möglicherweise entscheidende Front.</p> <h3 class="subheading">Strategische Falle</h3> <p>Während Pakistan <a href="https://apnews.com/article/iran-us-israel-trump-lebanon-march-29-2026-26caaef651be1cb4d482b29adaa2d600" rel="external noopener" target="_blank">offenbar anbietet</a>, US-iranische Gespräche zu moderieren, <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/mar/25/iran-gives-negative-response-to-us-ceasefire-plan-amid-push-for-talks" rel="external noopener" target="_blank">stellte</a> Teheran seinerseits – sowohl als Reaktion auf amerikanische Ultimaten als auch als möglicher Kontext der Lancierung aktuellen Bodeninvasionsplanungen, zuvor eigene weitreichende Bedingungen auf: ein Ende der Sanktionen und der laufenden Angriffe, den vollständigen, regionalen US-Rückzug, iranische Kontrolle über die Straße von Hormus, Reparationszahlungen sowie Verhandlungen auf Augenhöhe.</p> <p>Forderungen, die für Washington, dies dürfte im Teheran einkalkuliert sein, schlicht unannehmbar sind. Die forsche Art speist sich aus dem Bewusstsein, dass der Iran – paradoxerweise – besser dasteht als noch vor dem Krieg. Militärisch konnte man Paroli bieten, über die Straße von Hormus den Krieg erfolgreich internationalisieren.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5052599" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11225276"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11225276" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6000" height="3371" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/2/5/9/9/shutterstock_2133816651-28aa8b66db03f6a7.jpeg" alt="Erdölpreis vor Ölpumpe" style="aspect-ratio:6000 / 3371"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6000" height="3371" alt="Erdölpreis vor Ölpumpe" style="aspect-ratio:6000 / 3371;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Ölkrise spitzt sich zu: Globale Versorgung wird immer knapper</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Das Kalkül der dezimierten Teheraner Führung könnte simpel sein: Will man die US-Armee in die Falle einer Invasion locken? Zeit, <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/tel-aviv-proteste-krieg-regierungspolitik-israel-li.3459785?reduced=true" rel="external noopener" target="_blank">aufkeimende Proteste</a> in Israel, die kletternden Ölpreise und die dauerhaft gesperrte Meerenge arbeiten für Teheran. Im selben Muster wie Russland exportiert der Iran aktuell steigende Mengen Öl – dürfte sich als Ziel gesetzt haben den Vorkriegs-Status-Quo deutlich zu verbessern und den Preis für einen Frieden maximal in die Höhe zu schrauben. Verhandlungs- und Eskalationsdominanz liegen vollständig auf der iranischen Seite – ein US-Fiasko droht.</p> <h3 class="subheading">Risiko auf beiden Seiten</h3> <p>Doch das iranische Spiel ist nicht ohne Risiken: Eine erfolgreiche Bodeninvasion gilt aufgrund der Geographie, der nationalistischen Widerstandskraft und der militärischen Stärke des Iran zwar als nahezu unmöglich – dennoch dürfte ein solcher US-Schritt Zehntausende Tote beidseitig fordern, die alleinige Kontrolle über Hormus riskieren und die &quot;Libysierung&quot; des Iran vorbereiten helfen.</p> <p>Ob China – Hauptabnehmer iranischer Öllieferungen – oder Russland – enger Militärpartner – einer folgenreichen Invasion tatenlos zusähen, darf bezweifelt werden. Möglich, dass <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/waffendeal-iran-koennte-moderne-schiffsabwehrraketen-aus-china-kaufen/100202969.html" rel="external noopener" target="_blank">sino-russische Militärlieferungen</a> zuvor Teheran auf ein drohendes Szenario vorbereiteten.</p> <p>Auch für Washington steht Enormes auf dem Spiel: Der Krieg soll die USA täglich bis zu zwei Milliarden Dollar <a href="https://www.aljazeera.com/news/2026/3/9/is-the-iran-war-really-costing-the-us-2bn-per-day" rel="external noopener" target="_blank">kosten</a>, bisher verhältnismäßig niedrige US-Todeszahlen dürften bei einer Bodeninvasion sprunghaft ansteigen, die Binnenstimmung könnte schlagartig kippen – der Hauptfokus gen China eingebüßt werden. Europäische Partner <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/iran-krieg-es-droht-eine-rezession-und-europa-ist-besonders-verwundbar/100211140.html" rel="external noopener" target="_blank">drängen</a>, Madrid voran – ökonomisch gezwungen – vermehrt auf Frieden.</p> <p>Steht Washington am Anbeginn eines iranischen Vietnam-Moment? Möglich. Festzuhalten bleibt: Teheran agiert geschickt, nutzt die amerikanische Schwäche der Plan-, Ziel- und weitgehenden Partnerlosigkeit, glänzend. Jeder Fehler kann von nun an den Waffengang entscheiden. Der israelische Einfluss unkontrollierter Militärschläge gen Libanon oder Iran bleibt ein gigantischer Unsicherheitsfaktor.</p> <![CDATA[Die SPD und ihre politischen Zombies]]> http://heise.de/-11229108 2026-03-30T09:00:00+02:00 2026-03-30T09:00:00+02:00 Rüdiger Suchsland Die SPD gleicht politischen Zombies – Funktionäre blockieren, Wähler fliehen. Nur 13 Prozent in Umfragen. Der große Krach steht noch bevor.</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Die Linke muss sich aufraffen; sie muss aus ihren Löchern heraus; sie braucht Zukunftsorientierung – eine realistische Utopie, die ihre Anhänger aus dem Schützengräben des Relativierens holt. Keine Illusionen: Die Linke wird keines der großen europäischen Industrieländer führen können, wenn sie mit ihrem Programm nicht eine neue Stufe der Bündnisfähigkeit zustande bringen.&quot;</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p class="indent rte__abs--indent">Peter Glotz, 1985</p> <h3 class="subheading">Lieber Friedhofsruhe?</h3> <p>Streit mögen die Wähler nicht, heißt es. Streit könnte der SPD aber guttun. Denn nur, wer streitet, kann sich einigen. Geschieht das nicht, übernehmen die Funktionäre, denen die Blockade streitender Fraktionen am liebsten ist, weil sie nichts Konkretes wollen, nur Friedhofsruhe.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <p>Das ist gerade die Situation der SPD. Funktionäre, die das Risiko scheuen, bestimmen eine Partei, die immer schwächer und siecher wird. Das Ganze ähnelt einer Versammlung von politischen Zombies, von einem Haufen von Wesen, die nicht wissen, dass sie schon tot sind.</p> <p>Die SPD kann nichts für globale Prozesse und weltweite Zeitenwenden. Als eine Partei der Organisation von Zusammenhalt und Solidarität wird sie aber härter von dem Befund getroffen, den schon in den 1970er-Jahren ihr damaliger Generalsekretär Peter Glotz als das &quot;für alle Seiten riskante Auseinandertreten&quot; von Lebensgefühlen, als die Ausdifferenzierung der Gesellschaft in jeweils unvollständige Teilgesellschaften mit jeweils eigenen Sprechweisen beschrieb.</p> <h3 class="subheading"><strong>&quot;Mehr Klarheit, mehr Substanz und mehr Leidenschaft&quot;</strong></h3> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Der Streit ist noch gar nicht richtig losgegangen. Das merkt man daran, dass das Berliner Vorstandstreffen der SPD am vergangenen Wochenende so überaus friedlich vonstattengegangen war, fast vollkommen ohne Misstöne, sieht man mal von den meckernden Medienfritzen und dem Interview des über seinen Ämterverlust immer noch tief gekränkten enttäuschten Hubertus Heil ab.</p> <p>Der langjährige SPD-Arbeitsminister hatte seine Partei im Interview mit der <em>Deutschen Presse-Agentur</em> in Berlin analysiert: Sie wirke heute &quot;zu langweilig, zu behäbig und zu beliebig&quot;, sagte Heil, und forderte: &quot;mehr Klarheit, mehr Substanz und mehr Leidenschaft&quot;.</p> <p>Eine treffende Diagnose.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5050458" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11221147"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11221147" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/0/4/5/8/Master_Schaefer-cb314e548b128511.gif" alt="Balkendiagramm der Ergebnisse der Landtagswahl Rheinland-Pfalz" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Balkendiagramm der Ergebnisse der Landtagswahl Rheinland-Pfalz" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Rheinland-Pfalz: Gewinner ohne Glanz, blaues Wunder in Mainz?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5042333" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11205082"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11205082" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6048" height="3398" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/2/3/3/3/shutterstock_2410936625-9755ea3baa0a4453.jpeg" alt="Cem Özdemir" style="aspect-ratio:6048 / 3398"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6048" height="3398" alt="Cem Özdemir" style="aspect-ratio:6048 / 3398;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Wahlen in Baden-Württemberg: Özdemirs Sieg ohne Versprechen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5034863" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11190530"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11190530" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/4/8/6/3/Europa-eu-01-24831519c67f432d.jpeg" alt="Tortendiagramm mit Wachstum indizierendem Pfeil aus braunem Segment" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Tortendiagramm mit Wachstum indizierendem Pfeil aus braunem Segment" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Europas neue Normalität: Jede fünfte Stimme geht nach Rechtsaußen</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>&quot;Die Gesellschaft ist kein Tortendiagramm&quot;</strong></h3> <p>Die SPD befindet sich in einer tiefen Krise. Nach mehreren verheerenden Wahlniederlagen stellt sich für die SPD die Existenzfrage: Wo steht die Partei noch zwischen Grün-Links, zwischen den woken Wohlfühlradikalinskis mit ihrer Mischung aus folgenlosen Revoluzzerreden und Mietberatung und den zerknirschten Grünen, die immer noch mit der Ampelvergangenheit hadern, ihren eigenen Richtungsstreit zwischen verbürgerlichten Älteren und den Scharfmachern der Grünen Jugend aber erfolgreich vertagt haben?</p> <p>Die deutschen Wähler haben kein klares Bild mehr, wofür die SPD steht.</p> <p>Hubertus Heil fordert von seiner Partei vor allem programmatische Klarheit:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Wer sozialdemokratische Politik in Zielgruppen denkt, für die man jeweils unterschiedliches Angebot machen muss, irrt. Die Gesellschaft ist kein Tortendiagramm.&quot;</p> <h3 class="subheading"><strong>Der große Krach, der der SPD noch bevorsteht</strong></h3> <p>Die SPD-Spitzen Lars Klingbeil und Bärbel Bas hatten zuvor in einem sehr geschickten Schachzug Spitzensozialdemokraten aus den Landesregierungen, Bundesministerien und Kommunen zur Beratung nach Berlin gebeten, fast alle Kritiker aber außen vor gelassen. Etwa den noch amtierenden rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer, der die SPD-Verluste mit fehlendem Rückenwind aus Berlin erklärt hatte und zur Strafe nun seine Niederlage allein auslöffeln muss.</p> <p>Dass der große Krach ist der SPD erst noch bevorsteht, zeigt sich zum einen daran, dass alle potenziellen Dissidenten der Partei erst gar nicht nach Berlin gekommen waren – anstatt für einen klugen Kopf und begabten Politiker wie Schweitzer baldmöglichst in Berlin Verwendung zu finden.</p> <h3 class="subheading"><strong>Die Katastrophe von München</strong></h3> <p>Taktische Fragen und Fragen der Ämterbesetzung sind das eine. Hier versagt der derzeitige SPD-Vorstand – denn vollkommen unabhängig davon, dass eine Doppelspitze der Partei in der derzeitigen Lage schadet und dass seine Vorsitzende wir Bärbel Bas noch nicht einmal von den Arbeitern als ihresgleichen wahrgenommen wird, geschweige denn von irgendwelchen anderen potenziell als SPD-Wähler zu gewinnenden Bürgern.</p> <p>Die SPD braucht jetzt einen Vorsitzenden, der nicht durch einen Platz am Berliner Kabinettstisch, faulen Regierungskompromisse repräsentiert, sondern der sich ganz auf die Erneuerung der Partei konzentrieren kann. Die SPD muss jetzt den Spagat schaffen, nachdem sie 24 von 28 Jahren an der Regierung ist, gleichzeitig weiterzuregieren – denn eine Alternative gibt es nicht – und demokratische Oppositionsarbeit zu machen, also glaubwürdig als Alternative zum Merz-Kabinett wahrgenommen zu werden.</p> <p>Den schlechten Zustand der SPD merkte man aber auch daran, dass die wohl schwerste Niederlage der letzten Wochen überhaupt kein Thema der Vorstandsklausur gewesen ist – die Tatsache nämlich, dass man nach 35 Jahren das Amt des Oberbürgermeisters in München verloren hatte.</p> <p>Mit einem sehr schlechten Ergebnis in Baden-Württemberg hatten alle rechnen müssen, und den Machtverlust in Mainz musste man zumindest einkalkulieren. Aber München? Nein.</p> <h3 class="subheading"><strong>&quot;Wir kreisen häufig um uns selbst, und am Ende gibt es keine Linie, keine Strategie&quot;</strong></h3> <p>Deutlich benannt wurden die Probleme nur vom äußeren Führungskreis: Juso-Chef Philipp Türmer war der Einzige, der offen einen Rücktritt der versagenden SPD-Doppelspitze forderte. Die Doppelrolle als Minister und Parteichefs funktioniere &quot;überhaupt nicht&quot;, konstatierte er im Gespräch mit dem <em>Spiegel </em>– nun müssten Konsequenzen folgen.</p> <p>&quot;Sie müssen beantworten, was sie anders machen wollen, oder ob sie ihre Positionen zur Verfügung stellen&quot;, forderte Türmer von Bas und Klingbeil. &quot;Wir dürfen nicht einfach übernehmen, was die CDU fordert&quot;, sagte er und: &quot;Reformen sind kein Selbstzweck, sie müssen die richtigen Leute erreichen.&quot;</p> <p>Auch die innerparteiliche Arbeit sei mehr als mangelhaft: &quot;Ich nehme unsere Gremien teilweise als sinnlose Beschäftigungstherapie wahr&quot;, sagte er. Man schaffe es nicht, zielgerichtet und mit Erkenntnisgewinn zu diskutieren.</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Wir kreisen häufig um uns selbst, und am Ende gibt es keine Linie, keine Strategie.&quot;</p> <p>Die letzten Umfragen scheinen Thürmer recht zu geben: Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würde die SPD nur noch 13 Prozent (minus 2 Prozent) erreichen - ein Tiefstwert. Fast die Hälfte der SPD-Anhänger (48 Prozent) sprach sich laut <em>ZDF</em>-&quot;Politbarometer&quot; dafür aus, dass linke Positionen eine größere Rolle in der Partei spielen sollen.</p> <h3 class="subheading"><strong>Die SPD muss eine Zukunftsvision entwickeln und gleichzeitig konkrete Probleme adressieren </strong></h3> <p>Was könnte die SPD tun, um ihre Lage zu verbessern?</p> <p>Zur Zeit gilt: Die SPD vermittelt ihre Politik nicht, man stellt Themen in den Mittelpunkt, die die Menschen nicht interessieren.</p> <p>Vor allem müsste die SPD eine eigene Zukunftsvision entwickeln, die sich von linken und grünen Ideen unterscheidet und glaubwürdig ist.</p> <p>Die Idee des demokratischen Sozialismus für den die SPD stehen will, ist die Idee von Alternativen jenseits der gegebenen Gesellschaftsverfassungen. Die Vorstellung einer Veränderung von Wirtschaftsverhältnissen und der Erweiterung von Freiheiten.</p> <p>Gleichzeitig muss sie konkrete Probleme adressieren. Dazu gehört sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, und zuerst in der eigenen Partei, dann in der Bevölkerung die Begeisterung für das Gutgemeinte dämpfen und dafür dem Gutgemachten mehr Achtung verschaffen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5012353" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11146282"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11146282" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6035" height="3391" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/2/3/5/3/shutterstock_2688739711-8d7a2d218fbc01d9.jpeg" alt="Schokoladenfiguren in einem Supermarktregal" style="aspect-ratio:6035 / 3391"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6035" height="3391" alt="Schokoladenfiguren in einem Supermarktregal" style="aspect-ratio:6035 / 3391;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Teure Teller: Sorgt der Deutschland-Korb für Entlastung?</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5009046" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11139886"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11139886" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/9/0/4/6/shutterstock_492279640-1639a62518129deb.jpeg" alt="Steuerformular für die Erbschaftssteuer" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Steuerformular für die Erbschaftssteuer" style="aspect-ratio:5184 / 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flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11111588"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11111588" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/4/6/1/1/master_horn-16e06f854935c481.jpeg" alt="Ein älteres Paar, das einem Theaterstück bewohnt" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" 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ideale Ziele hat Pragmatismus aber keinen Sinn. Die SPD könnte also zum Thema machen, dass der Staat und die Bürger keinen Zugriff mehr auf das ökonomische System haben. Dass dieses System aus dem Ruder gelaufen ist, Regierungen abhängig vom Diktat der großen Player sind.</p> <p>Sie könnte auch die zunehmende Zerstörung sozialer Zusammenhänge benennen und bekämpfen, die Verarmung unserer Städte und Lebensverhältnisse auch auf dem Land, und den Abbau öffentlicher Leistungen auf vielen Feldern.</p> <p>Der sozialdemokratische Querdenker Peter Glotz hat alles Nötige dazu bereits vor 40 Jahren präzis benannt; ebenso wie die damals kommenden, heute real gewordenen Gefahren:</p> <p class="indent rte__abs--indent">&quot;Mein Eindruck ist, dass die Bereitschaft schwindet, komplizierte Kontroversen durch komplizierte Kompromisse zu entschärfen ... wenn die Bitterkeit sich entlädt, die hinter den Klassenkonflikten unserer Gesellschaft steckt, dann wird der relative innere Friede des letzten Jahrzehnts dahin sein.&quot;</p> <![CDATA[Süßstoffe: Genuss ohne Reue und Kalorien?]]> http://heise.de/-11228772 2026-03-30T08:00:00+02:00 2026-03-30T08:00:00+02:00 Uwe Kerkow Wissenschaftler sind sich einig: Süßstoffe verändern den Stoffwechsel und bergen möglicherweise Gesundheitsrisiken. Aber helfen sie wenigstens beim Abnehmen?</p> <p>Kristallzucker vermeiden, Kalorien sparen, schlank bleiben – das Versprechen der Süßstoffindustrie klingt verlockend. Doch die Realität sieht anders aus. Die Weltgesundheitsorganisation WHO <a href="https://www.who.int/news/item/15-05-2023-who-advises-not-to-use-non-sugar-sweeteners-for-weight-control-in-newly-released-guideline" rel="external noopener" target="_blank">rät ausdrücklich davon ab</a>, Süßstoffe zur Gewichtskontrolle einzusetzen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Erwachsene oder Kinder langfristig Gewicht verlören, wenn sie zu Süßstoff statt Zucker greifen.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-1-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-1"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>&quot;Einige Studien deuten sogar darauf hin, dass Menschen, die Süßstoff essen, kurzfristig ab-, aber langfristig sogar zunehmen&quot;, <a href="https://www.focus.de/magazin/archiv/der-suesse-irrtum-warum-suessstoffe-keine-gesunde-alternative-zu-zucker-sind_id_228506794.html" rel="external noopener" target="_blank">berichtet</a> Stefan Kabisch von der Charité Berlin, der zu Stoffwechselmedizin forscht.</p> <p>Denn Süßstoffe docken zwar an die gleichen Süße-Rezeptoren im Darm an wie Zucker, aber es werden keine Sättigungshormone ausgeschüttet. &quot;Es gibt Hinweise, dass wir dadurch schneller wieder Hunger bekommen. Der Süßgeschmack ist für unser Gehirn ohnehin ein Appetitreiz&quot;, erklärt Kabisch.</p> <div class="ad ad--inread"> <figure class="video video--fullwidth"> <a-video entry-id="26072" height="9" instant is-target-video-playlist style="aspect-ratio: 16 / 9" type="targetvideo" width="16"></a-video> </figure> </div> <h3 class="subheading"><strong>Elf Stoffe zugelassen</strong></h3> <p>Derzeit sind in der Europäischen Union <a href="https://suessstoff-verband.info/suessstoff-wissen/suessstoffe-ueberblick/" rel="external noopener" target="_blank">elf Süßstoffe zugelassen</a> – von den Klassikern Saccharin und Aspartam bis zu neueren Substanzen wie Stevia und Advantam. Sie besitzen im Vergleich zu Kristallzucker eine 30 bis 20.000-fach höhere Süßkraft, liefern aber praktisch keine Kalorien.</p> <p>In Deutschland greifen laut Süßstoffverband die Hälfte aller deutschen zu Zero- und Light-Produkten. Folglich werden jährlich 3000 Tonnen Süßstoffe in Lebensmitteln verarbeitet.</p> <p>Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa legt für jeden Süßstoff einen Adi-Wert fest – die &quot;<a href="https://knowledge4policy.ec.europa.eu/health-promotion-knowledge-gateway/sugars-sweeteners-7_en" rel="external noopener" target="_blank">akzeptable tägliche Aufnahmemenge</a>&quot; (acceptable daily intake). Diese Menge soll ein Leben lang ohne gesundheitliche Risiken verzehrt werden können. Für Aspartam liegt dieser Wert bei 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="ad-mobile-group-3"> <div class="ad-label" id="TEL_M_Incontent-2-label" style="display: none;"> Weiterlesen nach der Anzeige </div> <div class="ad ad--content ad--sticky" id="TEL_M_Incontent-2"></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5052575" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11225228"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11225228" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="5184" height="2913" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/5/2/5/7/5/NanThidarat-550959940d53f14b.jpeg" alt="Holzlöffel mit Fischölkapseln darauf" style="aspect-ratio:5184 / 2913"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="5184" height="2913" alt="Holzlöffel mit Fischölkapseln darauf" style="aspect-ratio:5184 / 2913;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Omega-3-Fettsäuren: Zwischen Hoffnung und Evidenz</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5049330" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11218913"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11218913" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/9/3/3/0/erdbeeren-neu-4c0de7aed5300758.jpeg" alt="Erdbeeren mit Aufducken: Wasserhahn, Pestizidflasche und LKW mit CO2e" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Erdbeeren mit Aufducken: Wasserhahn, Pestizidflasche und LKW mit CO2e" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Vergiftetes &quot;Rotes Gold&quot;: Erdbeeren aus Spanien und Ägypten belasten die Umwelt</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5045417" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11211151"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11211151" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="7446" height="4183" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/5/4/1/7/monticello_cropped-a9cbe9e9d6245258.jpeg" alt="reichhaltige Auswahl von Lebensmitteln" style="aspect-ratio:7446 / 4183"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="7446" height="4183" alt="reichhaltige Auswahl von Lebensmitteln" style="aspect-ratio:7446 / 4183;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Fett essen ist gesund – wir haben es nur falsch gemacht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <h3 class="subheading"><strong>Verbraucher tappen im Dunkeln</strong></h3> <p>Doch das System hat einen grundlegenden Haken: Hersteller müssen nicht deklarieren, wie viel Süßstoff sie in einem Produkt verwenden. Daher ist unklar, wie Verbraucher die Adi-Werte einhalten sollen, wenn nicht einmal deklariert wird, wie viel Süßstoff in einem Produkt enthalten ist.</p> <p>Zudem enthalten die meisten Lebensmittel eine Mischung verschiedener Süßstoffe. Daher werden sie uneinheitlich verstoffwechselt: Einige werden gar nicht abgebaut, andere dagegen verstoffwechselt und vom Körper verwertet, <a href="https://www.bfr.bund.de/assets/01_Ver%C3%B6ffentlichungen/BfR2GO_deutsch/bfr-2-go-ausgabe-2-2025.pdf" rel="external noopener" target="_blank">bemängelt</a> Britta Nagl vom BfR.</p> <h3 class="subheading"><strong>Der Darm schlägt Alarm</strong></h3> <p>Besorgnis erregend sind auch neuere Erkenntnisse zur Wirkung von Süßstoffen auf die Darmflora. Eine Studie aus dem Jahr 2023 zeigte, dass die Süßstoffe Saccharin und Sucralose die Glucosetoleranz bei völlig gesunden Probanden innerhalb von nur zwei Wochen verschlechtern können – und das bei Mengen unter den offiziellen Grenzwerten.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5002574" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11127162"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11127162" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/0/2/5/7/4/IMG_0405-cb390d2955046448.jpeg" alt="Prozent-Zeichen aus Zuckerwürfeln" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Prozent-Zeichen aus Zuckerwürfeln" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Zuckersteuer: Schleswig-Holstein prescht vor, der Bund bremst</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="4996505" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11115301"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11115301" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/4/9/9/6/5/0/5/Lebensmittel_Hochverarbeitet-2-4ae34f4d4bb6173f.jpeg" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Supermarktregal: Der süße Geschmack der Verantwortungslosigkeit</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5011874" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11145387"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11145387" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/1/8/7/4/joghurt-62bf6d1de496c842.jpeg" alt="Erdbberjoghurt-Glas. auf der Rückseite steht&quot;Zucker&quot;" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" height="720" alt="Erdbberjoghurt-Glas. auf der Rückseite steht&quot;Zucker&quot;" style="aspect-ratio:1280 / 720;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Milchprodukte: Weniger Frucht, mehr Zucker als gedacht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article></section></div> </div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Die Glucosetoleranz beschreibt, wie gut der Körper Zucker in die Zellen transportieren kann. Eine Verschlechterung gilt als Vorstufe zu Diabetes Typ 2. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass dieser Effekt über Veränderungen im Darm-Mikrobiom vermittelt wird. Dafür übertrugen sie das Mikrobiom betroffener Probanden auf Mäuse – und auch diese zeigten daraufhin eine verschlechterte Glucosetoleranz.</p> <p>Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist außerdem <a href="https://www.bfr.bund.de/cm/343/suessstoff-sucralose-beim-erhitzen-von-lebensmitteln-koennen-gesundheitsschaedliche-verbindungen-entstehen.pdf" rel="external noopener" target="_blank">darauf hin</a>, dass beim Erhitzen des Süßstoffs Sucralose möglicherweise gesundheitsschädliche und zum Teil krebserregende Verbindungen wie polychlorierte Dibenzo-p-dioxine bzw. Dibenzofurane oder Chlorpropanole entstehen. Sucralose wird von den Herstellern zu Fertigsoßen, Mikrowellen-Popcorn oder Gemüsekonserven gegeben.</p> <h3 class="subheading"><strong>Vorsicht für Schwangere und Kinder</strong></h3> <p>Allgemein gilt die Datenlage zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Süßstoffen als <a href="https://www.netdoktor.de/ernaehrung/zusatzstoffe/suessstoff/" rel="external noopener" target="_blank">unzureichend</a>. Das gilt auch für und gerade für Gruppen wie Schwangere oder Kinder. &quot;Expertinnen und Experten wissen derzeit nicht, ob Schwangere und Kinder ein größeres Risiko für eine mögliche negative Wirkung von Süßstoffen haben&quot;, warnt das Gesundheitsportal netDoktor.</p> <p>Demnach wurden in einigen Studien Süßstoffe in Fruchtwasser, Nabelschnurblut und Muttermilch nachgewiesen. Manche Untersuchungen bringen den Süßstoffkonsum in der Schwangerschaft mit einem höheren Body-Mass-Index und starkem Übergewicht des Nachwuchses in Verbindung.</p> <!-- RSPEAK_STOP --> <div class="a-u-inline" style="margin: 1.5rem 0 1.5rem 1rem;"> <div class="ho-text" data-component="RecommendationBox"><header class="mb-4"><h3 class="inline-flex border-b-4 border-gray-800 pb-2 pr-8 text-xl leading-none font-bold dark:border-white">Lesen Sie auch</h3></header><section data-component="TeaserList" class="grid gap-6 md:gap-y-4" data-sneak-peek-elements-container="true"><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5043359" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11207089"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11207089" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="4096" height="2302" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/4/3/3/5/9/shutterstock_2632111511-ba7f61446b1fbb82.jpeg" alt="Menschen an einem Lagerfeuer" style="aspect-ratio:4096 / 2302"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="4096" height="2302" alt="Menschen an einem Lagerfeuer" style="aspect-ratio:4096 / 2302;object-fit:cover"/></a-img></figure><div class="-translate-y-1"><header data-component="TeaserHeader"><h3 class="flex flex-col"><span data-component="TeaserHeadline" class="text-base leading-snug md:text-lg md:leading-snug max-w-prose font-bold group-hover/teaser:text-brand-branding dark:group-hover/teaser:text-white"><span data-upscore-title="true">Europas Steinzeitküche: Komplexer als gedacht</span></span></h3></header><footer data-component="TeaserMeta" class="ho-text-muted flex flex-wrap items-center gap-3 leading-none text-sm mt-2"><div class="flex gap-1"><span data-component="Branding" class="flex whitespace-nowrap leading-none theme-tp"><span class="mr-2 inline-block bg-brand-branding" style="width:.1875em;margin-right:.375em"></span>Telepolis</span></div></footer></div></a><div></div></article><hr class="border-gray-100 dark:border-gray-600 md:hidden"/><article data-component="TeaserContainer" data-cid="" data-content-id="5030836" class="ho-text flex" data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11182573"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11182573" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="6576" height="3695" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/3/0/8/3/6/shutterstock_2450004659-617ec067e534085c.jpeg" alt="Wecker mit IF (Intermittent Fasting) 16 und 8 Diät-Regel und Gewichtsverlust Konzept.-Diät-Plan Konzept" style="aspect-ratio:6576 / 3695"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="6576" height="3695" alt="Wecker mit IF (Intermittent Fasting) 16 und 8 Diät-Regel und Gewichtsverlust Konzept.-Diät-Plan Konzept" style="aspect-ratio:6576 / 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data-teaser-name="MinimalHorizontalTeaser" data-upscore-object-id="11151105"><a index="0" data-component="TeaserLinkContainer" href="https://www.heise.de/-11151105" class="group/teaser flex" data-google-interstitial="true" data-upscore-url="true"><figure data-component="Image" class="mr-2 w-24 shrink-0 md:mr-4 md:w-40"><a-img width="1280" height="720" src="https://www.heise.de/imgs/18/5/0/1/4/8/3/7/apfel2gen-c232f39788441625.jpeg" alt="Apfel mit Aufkleber &quot;bioengineered&quot;" style="aspect-ratio:1280 / 720"><img src="data:image/svg+xml;base64,PD94bWwgdmVyc2lvbj0iMS4wIiBlbmNvZGluZz0iVVRGLTgiPz4KPHN2ZyB3aWR0aD0iNjk2cHgiIGhlaWdodD0iMzkxcHgiIHZpZXdCb3g9IjAgMCA2OTYgMzkxIiB2ZXJzaW9uPSIxLjEiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgeG1sbnM6eGxpbms9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzE5OTkveGxpbmsiPgogICAgPGcgc3Ryb2tlPSJub25lIiBmaWxsPSIjZjJmMmYyIiBmaWxsLW9wYWNpdHk9IjEiPgogICAgICAgIDxyZWN0IHg9IjAiIHk9IjAiIHdpZHRoPSI2OTYiIGhlaWdodD0iMzkxIj48L3JlY3Q+CiAgICA8L2c+Cjwvc3ZnPg==" width="1280" 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Ernährung von Kindern sollte auf Süßstoffe und vor allem auf entsprechende gesüßte Softdrinks verzichtet werden. Denn unabhängig von der Frage, wie sich die Substanzen auf die Gesundheit auswirken, ist klar, dass Süßstoffe die Gewöhnung an den süßen Geschmack fördern und aufrechterhalten.</p> <h3 class="subheading"><strong>Die Gewöhnung an Süße</strong></h3> <p>Wissenschaftlich gesichert ist, dass sich unsere Präferenz für Süßes verändern kann – unabhängig davon, ob die Süße von Zucker oder Süßstoff stammt. Der sogenannte <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Bliss_point_(food)" rel="external noopener" target="_blank">Bliss-Point</a>, also der Punkt optimaler Süße, verschiebt sich durch regelmäßigen Konsum. Wer dauerhaft weniger Süßes isst, kann diese Präferenz aber auch wieder zurücktrainieren.</p>